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Pflegeplanung

über Frau L.
Aysel Celik Bielefeld, den10.08.2001

Pflegeprobleme Pflegeziele Pflegemaßnahmen


1. Sich bewegen
Patientin ist eingeschränkt in NZ: Patientin bewegt sich Mindestens 4mal tägl. Zu Muskel-
ihrer Beweglichkeit, durch ihre ausreichend, entsprechend ihrer Pump-Übungen anregen, zum
Hemiparese rechts und das diab. Situation. FZ: Pat. kann mit Hilfe selbstständigen Umlagern
Gangrän stehen und einige Schritte gehen. motivieren; tgl. Gehübungen mit
Fr. L. erkennt den der KG; den eigenen Lebens –
Zusammenhang zwischen Rhythmus der Patientin im
Bewegung, Diät und Insulingabe. Tagesablauf berücksichtigen

Thrombose-Gefahr Guter venöser Rückfluss 2mal tägl. die Beine ausstreichen;


Anti-Thrombose-Spritze s. c. nach
AV

Dekubitus-Gefahr am Gesäß Intakte Haut Tägl. Inspektion des Gesäßes;


2mal tägl. Hautpflege mit
Mirfulansalbe am Gesäß;
Unterstützungslagerung mit
Kissen

2. Sich Waschen und Kleiden


Pat. ist eingeschränkt beim Pat. fühlt sich sauber und frisch, 2 x tgl. Bereitstellen von
Waschen sie kann sich erhaltene Selbstständigkeit Waschschüssel und
selbstständig ihren Oberkörper Mundpflegeutensilien,
waschen Pflegepersonal hilft beim
Waschen
Pat. braucht Hilfe beim anziehen Pat. hat immer saubere Kleidung Hilfestellung beim Ankleiden
an
Trockene Haut Intakte, geschmeidige Haut Beobachtung der Haut; waschen
nur mit pH- neutraler Seife; Pat.
mit Bepanthen –Lotio einreiben
Gefahr einer schlechten Normale Wundheilung Wundbeobachtung -
Wundheilung am li. Vorfuß Veränderungen an den Arzt
(infolge Abwehrschwäche) melden; Wundversorgung nach
AV
Diab. Fuß in Folge einer Gepflegte Füße tägl. Inspektion der Zehen-
Angiopathie (Gefäßkrankheit. zwischenräume; gründlich
Empfindungslosigkeit trocknen, ggf. Baumwollstreifen
einlegen; med. Fußpflege
empfehlen; Füße mit einer
Feuchtigkeitscreme eincremen,
Zehenzwischenräume aus sparen;
Fuß max. 5 Min. baden, Wasser–
temp. max. 38°

3. Essen und Trinken


Gefahr der Überzuckerung mit Pat. trinkt genügend und hat Bei jeder Kontaktaufnahme
vermehrtem Durstgefühl möglichst keinen Durst zuckerfreie Getränke wie Wasser
/ Tee anbieten
Gefahr der Unterzuckerung möglichst Normalgewicht halten, Wöchentliche Gewichtskontrolle;
(Heißhunger) Wohlbefinden und optimale Ernährungszustand überprüfen;
Blutzuckereinstellung zur Diätberatung anmelden; auf
die Einhaltung der richtigen Diät
(Zuckerfrei / 800-1000 kcal)
achten
Pflegeprobleme Pflegeziele Pflegemaßnahmen
4. Ausscheidung
Pat. benötigt Hilfestellung zum Fr. L kann weiterhin selbständig Hilfestellung zum Toilettengang
Toilettengang den Nachtstuhl/die Toilette bzw. Bereitstellung eines
aufsuchen Nachtstuhls, zur Selbständigkeit
ermuntern
Pat. leidet unter Obstipation Regelmäßige, beschwerdefreie Beobachtung und Dokumentation
Stuhlentleerung mind. alle 3 Tage der Defäkation, 1mal tägl. 20 ml
Bifiteral nach AV, regelmäßiger
Wechsel der Unterwäsche

5. Atmen; Kreislaufregulation
Pneumonie-Gefahr gut belüftete Lunge, freie Atmung 2mal tägl. rhythmische
und stabile Kreislauffunktion Einreibungen, Zugluft vermeiden,
A oder V Lagerung – 2stdl. im
Wechsel mit Oberkörper-
hochlagerung
Gefahr der Verbrennung oder Pat. erkennt und vermeidet Temp. kontrolle 3mal tägl. rektal,
der Erfrierung durch gestörtes Gefahren, zieht sich keine wenn erhöhteTemp.;
Temperaturempfindung auf Folgeschäden zu, physiologische fiebersenkende Medikamente
grund der Neuropathie Körpertemperatur nach AV

6. Für Sicherheit sorgen

Gefahr der Hypoglykämie/ Wohlbefinden und optimale Aufklärung des Pat. über
Hyperglykämie Blutzuckereinstellung Entgleisungs-Symtome, BZTP
nach AV, Insulingabe durch
Personal (tagsüber Huminsulin u.
z. N. Lantus)
Infolge Unterzuckerung: Ausgeglichenheit durch normale Pat. ggf. zu essen geben, um BZ-
− Konzentrationsschwäche / BZ – Werte Abfall zu vermeiden (nach AV),
Schwindelgefühl bzw. Ggf. BZ –(Stix) abnehmen/
Erregbarkeit/Aggressivität bestimmen lassen, umgehend
− feuchte kalte Haut 200ml Traubensaft bzw. 20 –24g
− Blässe, Unruhe, Heißhunger Traubenzucker (=2BE)

7. Kommunikation / sich beschäftigen


Pat. ist manchmal langweilig, Pat. kann sich regelmäßig Kopfhörer geben um Radio zu
wenn Ihr Besuch nicht da ist beschäftigen hören, Lesematerial anbieten,
Grüne Damen vermitteln

8. Wach sein und schlafen


Schnelle Ermüdbarkeit/ Wohlbefinden durch normalen Auf die Diäteinhaltung achten;
Schläfrigkeit (bei Überzuckerung) BZ – Wert Bettruhe auf die Nachtstunden/
Mittagsruhe begrenzen

9. Lebensperspektiven
Pat freut sich auf die häusliche N.Z. : ist auf Entlassung Besprechung mit den
Versorgung und auf ihre Familie vorbereitet Angehörigen/Pat. informieren
F.Z. : Wohlbefinden zu Hause

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