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Leseverstehen 10.

Klasse 2019

Text 1. Aufgaben 1–6.


Lesen Sie den Text und bezeichnen Sie die Antworten mit"Richtig / Falsch".
Gefährliche Reise
Wie kommt man auf die Idee, in den Urwald des Amazonas zu gehen? Ich hatte schon viel
darüber gelesen. Drei Freunde und ich machten einen Plan und im Frühjahr 2011 machten wir
uns zuerst auf den Weg nach Chile. Wir wollten über die Gebirgskette der Anden ins
Amazonasgebiet. Wir wanderten circa 3 Wochen über die Bergkette und hatten Glück, dass
ein großer Teil des Schnees geschmolzen war. Da wir schon mal in Südamerika waren,
wollten wir die verschiedensten Regionen besuchen. In den Bergen gab es wirklich sehr
schöne Momente, z. B. der Sonnenuntergang. Wir waren alle von einem Glücksgefühl erfüllt,
so dass wir einmal angefangen haben zu weinen, es waren Freudentränen, wissen Sie? Die
vielleicht schwierigste Etappe war der Dschungel. Wir mussten erst einmal Proviant kaufen.
Als die Regenzeit begann, kamen wir in den dichtesten Teil des Waldes. Wir mussten
stundenlang mit dem Säbel den Weg frei machen. Das war eine harteund auch
gefährlicheArbeit, vor allem in der Nacht. Wir mussten auf Wache stehen, da sich ständig
Tiere näherten. Das Schlimmste war aber, als mein Kollege Manfred von einer Schlange
gebissen wurde. Es gab kein Krankenhaus und als wir den Fluss erreichten, bekamen wir Hilfe
von Indianern. Sie brachten Manfred mit dem Boot zum nächsten Dorf. Ich wollte ihn in die
Krankenstation begleiten. Sein Leben war mir wichtiger als alles andere. Manfred bat mich die
Reise nicht zu unterbrechen, und ich sollte ihm versprechen, weiterzuziehen, denn wir
warenfast ans Ziel gekommen. Es gäbe kein zweites Mal. Wenn das Schicksal es so wolle,
würde er mich an der Küste zum Atlantischen Ozean wiedersehen.
1. 4 Freunde kamen auf die Idee, eine Reise durch das Amazonasgebiet zu machen.
2. Sie begannen ihre Reise in den Bergen.
3. Zu dieser Jahreszeit gab es dort viel Schnee.
4. Die Reisenden weinten vor Freude, als sie den Sonnenuntergang sahen.
5. In der Nacht waren alle sehr müde und schliefen fest ein.
6. Sie begleiteten ihren kranken Freund ins Krankenhaus und dann wanderten zum
Atlantischen Ozean weiter.

Text 2. Aufgaben 7–13.


Lesen Sie den Text und bestimmen Sie, welche der Aussagen stimmt: a, b oder c.
Wölfe und Menschen

Wenn man an Wölfe denkt, denkt man oft an die menschenleeren Landschaften im
nördlichen Amerika oder in Sibirien.Auch wissen wir, dass einige Wölfe auch in
denWäldern Ostdeutschlands gesehen wurden. Dass man aberWölfe auch am Stadtrand
von Rom, an den italienischen Mittelmeerstränden und auch in Spanien und Frankreich
fand, ist nicht sehr bekannt.Wölfe lebtenJahrhunderte neben dem Menschen und mit
dem Menschenmehr oder wenigerfriedlich nebeneinander. Das änderte sich, als
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dieMenschen Ziegen und Schäfe bekamen. Der Wolfwurde zum Konkurrentendes
Menschen und wurdegejagt. Seit etwa 50 Jahren kann man sie selten
sehen.Wolfsfamilien hat man heute in Deutschland nicht nur inden Wäldern
Ostdeutschlands gesehen, sondern auch inBayern und in anderen Regionen.Wölfe
können sehr gut in der Nähemenschlicher Siedlungen leben, wenn es Orte gibt, wo sie
Ruhe haben. Wie alle wilden Tiere sindsie ängstlich und nicht immer gefährlich. Wenn
man während einesWaldspaziergangs wirklich einem Wolfbegegnet, sollte man sich
ruhig verhalten.Der Wolf kommt gewöhnlich dem Menschen nichtnähe. Kranke Tiere
können sich aber anders verhalten, deshalb muss manvorsichtig sein.

Für viele Menschen ist der Wolfimmer noch Symbolfür das Böse, unterstützt durch
Märchen vom Rotkäppchen. Um keine Konflikte zwischen Wolfund Menschen zu
haben,braucht man Informationen. DerNaturschutzbund in Deutschland ist besonders
aktiv. Die deutschen Naturfreunde wollen Daten über die Wölfe sammeln und
dokumentieren, um ein richtiges Bild über das Verhalten und die Lebensweise der
Wölfe in Deutschland zu haben.Es gibt auch zahlreiche Workshops und
Bildungsprojekte zum Schutz des Wolfes. In Broschüren und imInternet werden Tipps
gegeben, wie der Mensch sich verhalten sollte, wenn er wirklich einmal infreier Natur
einemWolfbegegnen sollte.

7. Nicht alle wissen, dass man Wölfe auch in …. sehen kann.


A Sibirien
B Amerika
C Deutschland
D Italien
8. Als die Menschen noch keine Ziege und Schäfe hatten, …
A konnte man Wölfe nicht sehen.
B wurde der Wolf zum Konkurenten des Menschen
C lebten die Menschen und der Wolf immer in Frieden.
D wurde der Wolf nicht gejagt.
9. In Deutschland leben Wölfe ….
A seit 50 Jahre nicht mehr.
B in einigen Regionen
C nur in Bayern
D nur in Ostdeutschland
10.Wölfe leben oft in der Nähe der menschlichen Siedlungen, …
A weil sie nicht ängstlich sind
B weil sie nicht immer gefährlich sind
C wenn es dort ruhige Orte gibt
D wenn die Menschen nicht nahe kommen
11.Wenn der Mensch im Wald einem Wolf begegnet, muss er…
A keine Angst haben
B immer vorsichtig sein
C Tipps im Internet schnell lesen
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D ruhig bleiben
12.Die Menschen brauchen Informationen über Wölfe, um …
A den Wolf für das Symbol für das Böse zu halten
B keine Konflikte mit dem Wolf zu haben
C den Wolf zu schützen
D noch mehr über den Wolf zu wissen
13 Die deutschen Naturfreunde wollen…
A den Wolf schützen
B Bildungsprojekte machen
C im Internet Tipps geben
D Informationen über Wölfe sammeln

Text 3. Aufgaben 14–16.


Lesen Sie den Text und bestimmen Sie, welche der Aussagen stimmt: A, B oder C.
Rundumservice im „Hotel Mama“

Tisch decken, abräumen, spülen – Arbeiten, die meist an den Eltern, oft auch nur an der
Mutter hängen bleiben. Dabei machen Familienberater seit Langem und immer wieder
darauf aufmerksam: Für Kinder und Eltern ist es sinnvoll, wenn alle bei den alltäglichen
Hausarbeiten mitmachen. Doch davon, dass wirklich alle zu Hause mit anpacken, ist die
deutsche Familie weit entfernt. Nach einer jetzt veröffentlichten Studie der Deutschen
Gesellschaft für Ernährung lässt die Mithilfe von Kindern und Jugendlichen im
Haushalt deutlich nach: Halfen 2001 noch 42 Prozent der 12- bis 15-jährigen Jungen
mit, so taten dies 2011 nur noch 27 Prozent (Mädchen 2001: 56 Prozent, 2011: 39
Prozent). Besonders auffällig ist der Rückgang bei den weiblichen 15- bis 20-Jährigen:
2001 halfen 63 Prozent für durchschnittlich 23 Minutenpro Tag mit, zehn Jahre später
halfen nur noch 42 Prozent, und dies auch nur noch für 16 Minuten. Mehr Infos und
eine Online-Umfrage zur Hausarbeit in Familien finden Sie unter ...

14. Im Haushalt
A haben früher Jungen genauso viel geholfen wie Mädchen.
B helfen in den letzten Jahren eigentlich nur noch Kinder unter 15 Jahren mit.
C helfen Kinder und Jugendliche heute nicht mehr so viel mit.

15. In Deutschland
A entfernen sich Eltern und Kinder in der Familie immer mehr voneinander.
B sagen Familienberater immer wieder, dass doch die Alltagsarbeiten zu Hause von
allen gemeinsam erledigt werden sollten.
C werden Familien regelmäßig von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
untersucht.

16. Arbeiten im Haushalt


A erledigen meistens die Eltern.
Bwerden häufiger von Jungen erledigt als von Mädchen,
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C werden immer von allen Familienmitgliedern erledigt.

Text 4: Aufgaben 17–20.


Lesen Sie den Text und bestimmen Sie, welche der Aussagen stimmt: A, B oder
C.
Wo Menschen glücklich sind
In welchen Ländern sind die Menschen glücklich? Viele Studien sind sich einig: Die
glücklichsten Menschen leben in reichen Ländern mit sozialer Gerechtigkeit. Weitere
wichtige Glücks-Faktoren sind ein gutes Gesundheits und Bildungssystem. So stehen
nach einer Studie der University of Leicester auch Länder wie Dänemark oder die
Schweiz ganz oben auf der „Weltrangliste des Glücks“. Zum Vergleich mit anderen
reichen Industrieländern: Deutschland liegt auf Platz 35 und damit im oberen Mittelfeld,
Japan mit Platz 90 relativ weit hinten. Im Land des „Glücks-Weltmeisters“ Dänemark
sagen 95 Prozent, dass sie „sehr oder ziemlich glücklich“ sind. Das ist erstaunlich, denn
sie haben eine niedrigere Lebenserwartung als dieMenschen in anderen westlichen
Industrieländern. Die Dänen ernähren sich im Durchschnitt ungesünder als andere
Europäer, sie rauchen und trinken mehr. Vielleicht liegt das Glücksgehfühl der Dänen
daran, dass sie mehr als die Menschen in anderen Ländern glauben, dass sich ihre
Landsleute freundlich verhalten. Das behauptet zumindest der Volkswirt Christian
Bjørnskov: „Die Dänen sind immer ehrlich miteinander“.

17. Nach den meisten Studien sind


A reiche Menschen glücklicher als arme.
B die Menschen glücklich, wenn sie gesund sind.
C Menschen in Ländern mit sozialer Gerechtigkeit glücklich.

18. Nach einer Studie der University of Leicester


A halten sich die Dänen für sehr glücklich.
B liegen die Deutschen im Vergleich weit hinten.
C sind 90 Prozent der Japaner glücklich.

19. Die Dänen sind sehr zufrieden,


Aweil sie viel rauchen und trinken.
B weil sie vom Leben nicht viel erwarten.
C obwohl sie nicht so lange leben wie andere Europäer.

20. Um glücklich zu sein, muss man also in Dänemark …


A alles essen, was man will
B freundlich sein
C glücklich sein

Text 5: Aufgaben 21-30.


Lesen Sie den Text. Stimmen die folgenden Aussagen mit dem Text überein? Bezeichnen
Sie die Antworten mit"Richtig / Falsch"

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Wieviel Taschengeld brauchen Schüler in Deutschland?
16- bis 25-jährige Jugendliche in Deutschland können im Schnitt 319 Euro pro Monat
ausgeben - mit deutlichen Unterschieden zwischen Jungen (345 Euro) und Mädchen
(291 Euro). In Hamburg haben die Jugendlichen 382 Euro zur Verfügung. Es gibt oft
Diskussionen in der deutschen Familie über Taschengeld, wie viel Taschengeld man
Kindern geben muss. Diese Frage stellen sich fast alle Eltern.Süßigkeiten, Zeitschriften
oder Klamotten - mit ihrem Taschengeld können Kinder kaufen, was sie wollen.
Taschengeld ist aber keine Pflicht der Eltern.
In der Regel steigt die Höhe des Taschengelds mit zunehmendem Alter. Bis zum
Alter von neun Jahren soll das Geld wöchentlich ausbezahlt und pro Jahr um etwa 50
Cent bis 1 Euro erhöht werden. Ab zehn Jahren muss man dem DJI zufolge das Geld
einmal pro Monat zahlen. Neun- bis 14-Jährige bekommen im Schnitt 20,40 Euro
Taschengeld im Monat. Die Höhe hängt aber nicht nur vom Alter, sondern auch davon
ab, wie viel Geld die Eltern haben und was die Kinder von ihrem Taschengeld
finanzieren sollen. Die meisten Kinder bekommen Kleidung und Schulsachen von ihren
Eltern.
Nicht alle Kinder bekommen Taschengeld. Manche Eltern geben das Geld heraus,
zum Beispiel wenn Klassenfahrten anstehen oder das Kind danach fragt, weil es sich
etwas Konkretes kaufen möchte. Bei älteren Kindern bietet es sich an, ein
Taschengeldkonto zu eröffnen. Wenn das Kind eine Berufsausbildung macht und
eigenes Geld verdient, können die Eltern in diesem Fall das Taschengeld zum Sparen
anlegen.

21. Die Jungen bekommen mehr Taschengeld als Mädchen.


22. Die Schüler in Hamburg können fast 400 Euro Taschengeld ausgeben.
23. Nur wenige Eltern wissen nicht, wie viel Taschengeld man Kindern geben muss.
24. Bis neun Jahren bekommen alle Kinder 1 Euro Taschengeld pro Woche.
25. Je älter die Kinder werden, desto weniger Taschengeld sie bekommen.
26. Taschengeld ist keine Pflicht der Eltern.
27. Die Schüler bekommen ihr Taschengeld einmal pro Monat.
28. Nicht alle Kinder bekommen Taschengeld.
29. Für Schüler eröffnet man oft ein Taschengeldkonto auf der Bank.
30. Die Eltern zahlen kein Taschengeld, wenn die Kinder eigenes Geld schon verdienen.

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