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Die Stiftung Naturlandschaft

In der Geografie und ihren Wissenschaftsdisziplinen und Teilwissenschaften gehört


der Begriff „Landschaft“ zu den wissenschaftlichen Zentalbegriffen. In der
Umgangssprache wird er dagegen häufig sehr missverständlich, um nicht zu sagen
falsch verwendet. Schließlich wird der Mensch, früher oder später, in jeden
Landstrich eingreifen und diesen verändern. Denn sobald der Mensch in die Natur
eingreift, egal ob positiv oder negativ, wird aus der Naturlandschaft eine
Kulturlandschaft. In enger Zusammenarbeit mit Spendern und Sponsoren, Planungs-
trägern, Gemeinden und Behörden ist mit der Stiftung Naturlandschaft ein
Zweckinstrument geschaffen worden, das diese Zukunftsaufgabe optimum erfüllen kann.

Die gesetzlichen Grundlagen für die Arbeit der Nationalen Naturlandschaften sind im
internationalen Recht , im Bundes- und Landesrecht und in den Rechtsverordnungen
der jeweiligen Großschutzgebiete festgeschrieben. Für Betreuung, Entwicklung und
Verwaltung ist in Brandenburg die Abteilung für Großschutzgebiete und
Regionalentwicklung des Landesamtes für Umwelt zuständig. Alle deutschen
Großschutzgebiete haben sich 2005 unter der Dachmarke "Nationale Naturlandschaften"
versammelt, um gemeinsam für das nationale Naturerbe zu werben. Der Name bürgt für
Qualität und ist ein Wegweiser zu den schönsten Gebieten Deutschlands.

Erstaunlicherweise werden solche Projekte zum Beispiel entlang von Autobahnen


durchgeführt. Und man kann beobachten, dass sich dort von allein seltene Pflanzen
und Tierarten ansiedeln, die sonst in unserer kontrollierten Kulturlandschaft
keinen Lebensraum mehr finden. Die Ausstellung „Eintauchen und Abheben“ auf dem
Gelände der Fischerei Köllnitz in Groß Schauen stellt die Landschaft mit ihren
Bewohnern aus dem Blick der zwei Charakterarten Fischadler und Fischotter dar. In
verschiedenen Aquarien sind typische Fische des Sees zu sehen. Seit 2001 betreut
die Heinz Sielmann Stiftung 1150 Hektar im Naturpark Dahme-Heideseen südöstlich von
Berlin mit dem Ziel, den Artenreichtum vor Ort zu erhalten und zu schützen.

Dachverband der Nationalen Naturlandschaften in Deutschland ist EUROPARC


Deutschland e. In Salzgitter-Altenhagen hat die Stiftung ein altes Hofgrundstück in
einer geologisch und ökologisch vielfältigen Umgebung erworben. Es dient heute als
Natur- und Umweltbildungsstätte für Jung und Alt, geleitet von der BUND-Kreisgruppe
Salzgitter. Die Verwendungsbeispiele in diesem Bereich werden vollautomatisch durch
den DWDS-Beispielextraktor aus den Textsammlungen des DWDS ausgewählt.

Der Landschaftsbegriff ist nicht nur ein Begriff der Umgangssprache, sondern auch
ein Zentralbegriff der Wissenschaft, vor allem der Geografie. Um sich exakt und
sachgerecht über die Landschaft, ihre Bestandteile, ihre Entstehung und Genese,
verständigen zu können, ist die Besinnung auf den wissenschaftlichen Begriffsinhalt
unabdingbar. Unzutreffende und missbräuchliche Verwendungen des Landschaftsbegriffs
sind deshalb zurückzuweisen. Die seit der Industrialisierung einsetzenden
Veränderungen der Landschaft würden dann als einen Verlust von "Kulturlandschaft"
wahrgenommen werden. Buchenwälder kamen aber erst auf, nachdem Menschen begonnen
hatten, in der sich wandelnden Natur eine stabile Kulturlandschaft einzurichten. In
der Groß Schauener Seenlandschaft gibt es zahlreiche unter Schutz stehende Tier-
und Pflanzenarten.

Damit Besucher das Naturschutzgebiet in seiner ganzen Vielfalt erleben können, ohne
dass die Tierwelt gestört wird, hat die Heinz Sielmann Stiftung mit EU-Mitteln
Maßnahmen zur Besucherlenkung geschaffen, u.a. neue Wanderwege, einen neu
aufbereiteten Naturlehrpfad und Sitzgelegenheiten für Besucher. Diese Website
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Der ursprüngliche deutsche Wald bestand überwiegend aus Laubbäumen. Deren Holz
diente als Baustoff und wurde mit Beginn der Industrialisierung zur begehrten
Energiequelle. Mit Beginn unserer Zeitrechnung breiteten sich die Menschen immer
weiter aus. Sie rodeten Wälder, um auf den gewonnenen Flächen zu siedeln und
Landwirtschaft zu betreiben.

Sie sind Hotspots der biologischen Vielfalt, stellen kostenlos wertvolles


Naturkapital zur Verfügung und laden zum Erleben sowie Erholen ein. Weit über 100
dieser Schatzkammern der Natur gibt es in Deutschland – von der Küste bis zu den
Alpen. Nun aber geht man immer häufiger dazu über, der Natur zurückzugeben, was man
ihr einst nahm. Sowohl Kleinflächen als auch ganze Landschaften werden wieder
völlig der Natur überlassen – teilweise sogar ohne jegliche Eingriffe des Menschen.
Dieser Vorgang wird als "natürliche Sukzession" bezeichnet.

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