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Review

Reviewed Work(s): Leading Quietly. An Unorthodox Guide to Doing the Right Thing by
Joseph L. Badaracco,
Review by: Till Talaulicar
Source: Management Revue , 2002, 13. Jahrg., H. 3. (2002), pp. 238-241
Published by: Nomos Verlagsgesellschaft mbH

Stable URL: https://www.jstor.org/stable/41783332

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wollen. Da er dennoch seine moralischen Bedenken nicht beden-
kenlos aufgeben kann, zeigen die übrigen sechs Richtlinien, wie
derart ernsthafte Probleme bewältigt werden sollten.
Stille Führungskräfte überlegen genau, wie und wann sie ihr poli-
tisches Kapital, ihr Gewicht in der Organisation einbringen soll-
ten („Invest Wisely"). Sie versuchen, Beschlussfassungen hinaus-
zuzögern, um mehr Zeit zur intuitiven Ideengewinnung und zur
Fundierung alternativer Lösungsmöglichkeiten zu gewinnen
(„Buy a Little Time"). Die gewonnene Zeit nutzen sie insbeson-
dere, um die technischen und politischen Aspekte auszuloten, mit
denen Schwierigkeiten der Unternehmenspraxis untrennbar ver-
woben sind („Drill Down"). Die dabei erlangte Expertise hilft ih-
nen, gültige, aber unvorteilhaft begrenzende Regeln so auszule-
gen, dass sie der Realisierung entwickelter Problemlösungen
nicht länger im Wege stehen („Bend the Rules"). Lösungsoptio-
nen, die Aussicht auf Erfolg haben, sollten nicht revolutionär er-
scheinen, sondern in kleinen Schritten angeregt, geprüft und um-
gesetzt werden („Nudge, Test, and Escalate Gradually"). Schließ-
lich dürfen die stillen Führer keine Angst vor Kompromissen be-
sitzen („Craft a Compromise"), ohne die sich dilemmatische Kon-
flikte nicht lösen lassen werden.

Badaracco räumt ein, dass die acht Leitlinien zum einen nicht für
die Bewältigung sämtlicher Problemstellungen der Unterneh-
menspraxis geeignet sind und zum anderen durchaus missbraucht
werden können. Stille Führung ist dann gefragt, wenn Entschei-
dungsprinzipien uneindeutig und mehrstimmig ausfallen, wenn
keine Handlungsalternative als optimal ausgewiesen werden
kann. Da und soweit stille Führer diese Probleme als wirklich
wichtig wahrnehmen (vgl. z.B. S. 41), wollen sie die genannten
Empfehlungen, beispielsweise realistisch zu sein, Regeln wohlin-
formiert und wohlwollend auszulegen oder Kompromisse einzu-
gehen, nicht als zynische Exkulpation missverstehen, ob der ei-

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Industriekonzerne
Eul, Lohmar-Köln 2001, 361 S. , € 49,-

Konzerne bzw. konzernähnliche Verbindungen prägen in starkem


Maße das Bild der deutschen Wirtschaft. Allerdings wird der
Begriff des Konzerns nicht nur im allgemeinen Sprachgebrauch,
sondern auch durch die betriebswirtschaftliche Forschung meist
mit „großen" und „internationalen" Unternehmen in Verbindung
gebracht. Somit setzen auch Überlegungen zur Führung von
Konzernen zumindest implizit immer an der Führung großer, häu-
fig internationaler Unternehmen an. Am Beginn der Dissertati-
onsschrift von Christina Süss wird deshalb folgendes For-
schungsdefizit konstatiert: Die Führung von mittelständischen
Konzernen ist bisher nur unzureichend untersucht worden, und
dies trotz der belegbaren volkswirtschaftlichen Bedeutung mittel-
ständischer Konzerne. Es liegt auf der Hand, dass sich diese Fest-
stellung eines Forschungsdefizits nur dann aufrechterhalten lässt,
wenn mittelständische Konzerne tatsächlich andere Führungs-

Dipl.-Ing. Till Talaulicar, Jg. 1972, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der


Technischen Universität Berlin, Institut für Betriebswirtschaftslehre, Fachge-
biet Organisation und UnternehmensfÜhrung. Arbeitsgebiete: Organisations-
und Managementtheorie, Unternehmensethik.

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