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Übung 5

Märkte und Unternehmungen

Aufgaben aus Altklausuren

Aufgabe 1:

Der Sportartikelhersteller Under Polar Ltd. unterbreitet Tim ein Jobangebot. Man bietet ihm
einen Vertrag y an, der sich aus einem Fixum F plus einer Erfolgsbeteiligung sx zusammensetzt,
wobei x der gemessene Erfolg und s die Erfolgsbeteiligungsquote ist.

Tims Erwartungsnutzenfunktion lautet 𝑈𝐴 = 𝐹 + 4𝑎𝑠 − 400𝑠 2 − 0,005𝑎2. Hierbei bezeichnet a


seine Arbeitsleistung. Tims Arbeitsleistung a beeinflusst den Erfolg der Under Polar AG gemäß
der Gleichung 𝑥 = 5𝑎 + 𝑧, wobei z ein Zufallseinfluss mit einem Erwartungswert von 0 ist, d.h.
E(z) = 0. Tim wird den Vertrag nur annehmen, wenn er einen Mindestnutzen von 200 erzielt.

(a) Die Under Polar AG bietet Tim den Vertrag 𝒚 = 𝟓𝟎, 𝟐𝟓 + 𝟎, 𝟔𝟐𝟓𝒙 an. Gehen Sie davon
aus, dass Tim eine Arbeitsleistung von 𝒂 = 𝟐𝟒𝟎 erbringt. Wird er in diesem Fall den
Vertrag annehmen?

(b) Für den Vertrag gelte weiterhin 𝒚 = 𝟓𝟎, 𝟐𝟓 + 𝟎, 𝟔𝟐𝟓𝒙. Berechnen Sie die Arbeitsleis-
tung, die Tim bei diesem Vertrag erbringen wird.

(c) Unterstellen Sie, dass 𝒂 = 𝟐𝟒𝟎 und 𝒚 = 𝟓𝟎, 𝟐𝟓 + 𝟎, 𝟔𝟐𝟓𝒙 gilt. Welcher Erwartungsnut-
zen (𝑈𝑃 ) ergibt sich in dieser Situation für den Eigentümer der Under Polar Ltd.?
Übung 5
Märkte und Unternehmungen

Aufgabe 2:

Lisa hat die Nutzenfunktion 𝑢(𝑥) = 4,5𝑥 0,5 , wobei x ein Geldbetrag ist. Sie kann an einem der
nachfolgenden Gewinnspiele teilnehmen:

Gewinnspiel 1: Gewinnspiel 2: Gewinnspiel 3:

25 € 0€ 625 €
40% 70%
10%
70% 40% 10%
1.225 € 2.025 € 0€

20% 20%
20%
7.225 € 10.000 € 9.025 €

(a) Bestimmen Sie Lisas Erwartungsnutzen bei Teilnahme an den jeweiligen Gewinnspie-
len. An welchem Gewinnspiel sollte Lisa teilnehmen?

(b) Bestimmen Sie den (Geld-)Erwartungswert 𝑋 für jedes Gewinnspiel.

(c) Bestimmen Sie die Varianz von Gewinnspiel 1.

(d) Unterstellen Sie, dass Lisa bei Gewinnspiel 3 einen Erwartungsnutzen in Höhe von
𝑈(𝐺𝑒𝑤𝑖𝑛𝑛𝑠𝑝𝑖𝑒𝑙 3) = 180 erzielt. Welchen maximalen Lospreis würde sie für die Teil-
nahme zahlen?

(e) Nehmen Sie an, dass Gewinnspiel 2 einen (Geld-)Erwartungswert von 𝑋 = 2875 hat
und für das Sicherheitsäquivalent 𝑆 = 1650 gilt. Wie hoch ist die Risikoprämie?
Übung 5
Märkte und Unternehmungen

Aufgabe 3:

(a) Gibt es im nachfolgenden Spiel ein oder mehrere Gleichgewicht(e)?

Penny

Lennart Restaurant Kino Fitnessstudio

Restaurant 50 ; 52 44 ; 40 56 ; 48

Kino 72 ; 64 48 ; 72 48 ; 64

Fitnessstudio 56 ; 56 52 ; 40 40 ; 72

(b) Gibt es im nachfolgenden Spiel ein oder mehrere Gleichgewichte(e)?

Sheldon

Amy Comicbuchladen Medizinlabor Museum

Comicbuchladen 126 ; 128 130 ; 122 132 ; 124

Medizinlabor 122 ; 126 136 ; 131 138 ; 122

Museum 124 ; 124 142 ; 112 111 ; 141


Übung 5
Märkte und Unternehmungen

Aufgabe 4:

Lisa hat die Auswahl zwischen einem Jobangebot der Unicorn Ltd. und einem der Einhorn AG.
Nun überlegt Sie, welches das Beste für sie ist. Die Höhe des erzielbaren Einkommens hängt
dabei von der konjunkturellen Entwicklung ab. Der folgenden Tabelle ist zu entnehmen, bei wel-
chem Jobangebot und bei welchem Konjunkturzustand sie welches Einkommen erzielt. Die
Wahrscheinlichkeiten (pi) für die einzelnen Konjunkturzustände sind jeweils in Klammern ange-
geben.

Konjunkturzustände

1 2 3

Jobangebot (𝒑𝟏 = 𝟎, 𝟐) (𝒑𝟐 = 𝟎, 𝟑) (𝒑𝟑 =? )

Unicorn SE 20 55 45

Einhorn AG 15 65 30

Nehmen Sie an, dass Lisa die Erwartungsnutzenfunktion 𝑈 = 𝑋 − 0,05𝜎 2 hat. Ermitteln Sie zu-
nächst 𝑝3 . Für welches Jobangebot sollte Lisa sich entscheiden?
Übung 5
Märkte und Unternehmungen

Aufgabe 5:

Beurteilen Sie, ob die nachfolgenden Aussagen richtig oder falsch sind.

(1) Eine Erfolgsbeteiligungsquote von s=1 kann im Grundmodell der Richtig: □


Agencytheorie vorkommen. Falsch: □
(2) In interdependenten Entscheidungssituationen hängt das Ergebnis der Richtig: □
eigenen Entscheidung vom Handeln anderer Akteure ab. Falsch: □
(3) Im Grundmodell der Agencytheorie hängt der Unternehmenserfolg bei Richtig: □
einer hohen Varianz vor allem vom Umwelteinfluss ab. Falsch: □
(4) Der maximale Lospreis, den jemand für eine Lotterieteilnahme zu zah- Richtig: □
len bereit ist, wird als „Sicherheitsäquivalent“ bezeichnet. Falsch: □
(5) Die Risikoprämie ist definiert als die Differenz zwischen dem Gelder- Richtig: □
wartungswert einer Lotterie und dem Sicherheitsäquivalent. Falsch: □
(6) Eine Alternative ist effizient, wenn sie von keiner anderen Alternative Richtig: □
dominiert wird. Falsch: □
(7) Im Grundmodell der Agencytheorie wird angenommen, dass der Agent Richtig: □
risikoavers und der Prinzipal risikoneutral ist. Falsch: □
Richtig: □
(8) Opportunismus ist nicht gleichbedeutend mit Neid.
Falsch: □
Richtig: □
(9) Der „Homo Oeconomicus“ handelt vollständig rational.
Falsch: □
(10) Ein Agent nimmt einen Vertrag nur an, wenn sein Nutzen aus dem Ver- Richtig: □
trag mindestens dem Alternativnutzen entspricht. Falsch: □
Richtig: □
(11) Ein risikoaverser Akteur nimmt nie an einer fairen Lotterie teil.
Falsch: □
(12) Das erwartete Residualeinkommen des Prinzipals ergibt sich aus der
Richtig: □
Differenz zwischen der erwarteten Arbeitsleistung a und der erwarte-
Falsch: □
ten Vergütung y, die der Prinzipal zahlen muss.
Übung 5
Märkte und Unternehmungen

Aufgabe 6:

Erwartungsnutzenfunktion Risikoneigung:

𝑈 = 𝑋 − 0,575𝜎 2

𝑈 = 𝑋 + 0,001𝜎 2

𝑈 = 𝑋 − 0,01𝜎 2 + 0,01𝜎 2

Nutzenfunktion Risikoneigung:

𝑢(𝑥) = 10𝑥 0,1

𝑢(𝑥) = 0,1𝑥 2

5
𝑢(𝑥) = 5 ∙ √𝑥 3
Übung 5
Märkte und Unternehmungen

Aufgabe 7:

Ein Smoothieproduzent betreibt eine große Obstbaumplantage. In Abhängigkeit der produzierten


Obstmenge M erzielt die Firma einen Gewinn von:

𝐺𝑆 = 450𝑀 − 0,3𝑀2

Neben der Obstbaumplantage hat sich eine Imkerei niedergelassen. Die angrenzende Obstbaum-
plantage hat einen positiven Einfluss auf den Gewinn der Imkerei. Dieser setzt sich daher aus der
Honigmenge H und der Obstmenge M zusammen. Für den Gewinn der Imkerei gilt:

𝐺𝐼 = 300𝐻 − 0,6𝐻 2 + 30𝑀

Unterstellen Sie, dass beide Firmen sich optimal abstimmen. Welchen Gesamtgewinn können
beide Firmen in diesem Fall maximal erzielen und wie hoch sind die zugehörigen Produktions-
mengen?

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