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PSYCHOWISSENSCHAFTLICHE GRENZGEBIETE

Ausgesuchte Veröffentlichungen aus verschiedenen Bereichen psychowissenschaftlicher Forschung


Herausgeber: Rolf Linnemann (Dipl.-Ing.) * Steinweg 3b * 32108 Bad Salzuflen * Telefon: (05222) 6558
Internet: http://www.psychowissenschaften.de E-mail: RoLi@psygrenz.de

Protokollauszüge aus Menetekel der Jahrgänge 1959 bis 1975.

Thema : Im Dienst der Wissenschaft


Nachtrag 2 aus den Jahrgängen 1963 bis 1966

Die nachfolgenden Texte wurden im Medialen Friedenskreis Berlin (MFK), einer christlich / spiri-
tualistischen Gemeinschaft, in den Jahren 1959 bis 1975 erarbeitet. Es handelt sich um keine media-
len Durchgaben, sondern um eine fachliche Ausarbeitung auf dem Gebiet der Grenzwissenschaft.

Vorwort

Im Rahmen der Psychowissenschaftlichen Grenzgebiete geht es um die Veröffentlichung von gesicherten


"übersinnlichen" Durchgaben und Erfahrungen. Für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit, für andere
eine Sensation. Oft wird mit "übersinnlich" das Unverstandene bezeichnet, während die breite Masse nur die
von der Wissenschaft zugestandenen fünf Sinne als "sinnlich" und "normal" erkennen soll. Es gibt aber Men-
schen, für die sich der Bereich von Hören, Sehen, Fühlen, Schmecken und Riechen zu Eindrücken erweitert
hat, die den Zuständigkeitsbereich der körperlichen Wahrnehmungsfähigkeiten verlassen und durch diese
nicht mehr zu erklären sind. Diesen Menschen demonstrieren die höheren Sinne auf unmißverständliche
Weise den Unterschied in der Wahrnehmung von Körper und Geist (Seele).

Schaut man genauer hin, bewegen wir Menschen uns täglich inmitten von übersinnlichen Erfahrungen. Wer
hat jemals Gedanken gesehen? - Man kann sie nicht mit unseren Körpersinnen beweisen und trotzdem wird
niemand bestreiten, daß es Gedanken gibt. Man nutzt Begriffe wie Gefühl, Charisma, Ausstrahlung, Aura –
in wissenschaftlich-materieller Hinsicht alles unbelegte Vorgänge, die im Reich der Poesie, der Kunst, des
Narrentums ihr Dasein fristen dürfen. Dennoch kann eine plötzliche Erkenntnis zu einem bedingungslosen
überraschenden Geschenk werden. Diese Erkenntnis zeigt sich im Alltag und kann weder umgesetzt noch
angewendet werden. Sie ist im Mysterium des Lebens selbst verborgen.

Seit Einsteins Entdeckung, daß Materie und Energie gleichzusetzen sind, erkennt man immer mehr, daß die
Welt geistigen Ursprungs ist. Daher ist es unmöglich, Spiritualität nicht umzusetzen, denn unsere Existenz
an sich stellt den spirituellen Beweis dar. Die sich daraus ergebenden Fragen lauten: Inwieweit kann der
Mensch die Schöpfung bewußt und gegenwärtig anerkennen? - Inwieweit stellt sich der Mensch unbewußt
gegen den Schöpfungsplan und bekommt somit den Fahrwind zu spüren, den er selber verursacht. - Kann der
Mensch jemals aus jenem Rahmen fallen, in den er sich selber gestellt hat?

Der Kampf für das Gute ist ein nicht mehr unserer Zeit entsprechendes Verhaltsmuster. Die Aussendung
eines Gedankens ist eine weit unterschätzte Manifestation zukünftigen Lebens. Energie folgt der Aufmerk-
samkeit. Dem entsprechend gestalten wir augenblicklich unsere Zukunft – primär durch unser Denken, dem
unser Handeln folgt. In Wahrnehmung des außerordentlichen Ungleichgewichts, das unser Leben in vielerlei
Hinsicht zum Kollabieren bringt, sollte man seine Gedankenkraft der Bewußtwerdung in den Wirkungskreis
ähnlich Fühlender stellen. Gleiches zieht Gleiches, Ähnliches zieht Ähnliches an. Wir gestalten und erschaf-
fen somit bewußt und frei von Manipulation Realität. Solange dies dem Wohl des Einzelnen ebenso wie dem
Wohl des Gesamten dient, wird dieser Wirkungskreis ein friedlicher sein - neu und spirituell ist er ohnehin.

Bad Salzuflen, im März 2008


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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Januar 1963

Wir haben das Geistige Reich befragt, wo der Fehler liegt, daß die akademische Wissenschaft an-
nimmt, daß das Hirn des Menschen zugleich die Seele darstellt. Unser geistiger Führer ARGUN hat
uns folgende Erklärung gegeben:

"Der auf Erden inkarnierte Mensch besteht aus zwei Teilen, d. h. einem geistige KÖRPER und einem ma-
teriellen Körper. Auch der geistige KÖRPER besitzt, wenn auch für euch unsichtbar, alle Organe. Somit
besitzt auch der Geist, bzw. die Seele ein Hirn. Der physische Körper ist ein Instrument, das der Seele bis
aufs Haar gleicht. Dieser physische Körper wird durch immaterielle IMPULSE gesteuert, die über das
Hirn und die Nerven gehen.

Der physische Körper ist gezwungen, jede Bewegung der Seele, wie ein Schatten, sofort mitzumachen.
Jede Zungenbewegung, jeder Atemzug, jede kleinste Zuckung wird vom physischen Köper sofort über-
nommen. Dagegen ist der Denkprozeß auch ohne das physische Hirn möglich. Beim absoluten Tod des
Menschen hört diese Parallele zwischen Geist und Körper auf. Der physische Körper wird vom geistigen
Körper getrennt, so daß der physische Körper keine Bewegung der Seele mehr mitmachen kann. Somit ist
die Seele völlig auf sich selbst gestellt. Die Parallele ist beendet, und die Seele kann Bewegungen ausfüh-
ren, die der physische Körper aufgrund der materiellen Gesetze verhindert hat. Aufgrund der Wechselbe-
ziehung zwischen Körper und Seele ist in der Inkarnation auch die Seele von den Reaktionen des Körpers
abhängig. Jede Zuckung und jede Reaktion des Körpers muß von dem geistigen Körper entsprechend
mitgemacht und mitempfunden werden.

• Da der Denkprozeß davon ausgenommen ist, kann der physische Körper vom Denkprozeß
neutralisiert werden.

Im Wachzustand des Menschen findet zwischen Körper und Seele eine Direktverbindung statt.

Im Somnambulzustand wird die Seele eingeschläfert. Eine fremde Intelligenz (Seele) kann für diese durch
Fernsteuerung (Telepathie) den physischen Körper regieren.

Im Trancezustand wird die Seele des Mediums ebenfalls eingeschläfert. Eine fremde INTELLIGENZ
übernimmt durch Fernsteuerung alle Funktionen des Körpers. Jede Bewegung der fremden INTELLI-
GENZ (Geist) wird vom physischen Körper des Trancemediums sofort nachgemacht. Das bezieht sich
auch auf den Vorgang des Sprechens. Der Fremdgeist spricht, aber seine Stimmbänder geben keinen
diesseitigen Laut. Da der physische Körper des Mediums jeder Vibration der Stimmbänder des Geistes
folgen muß, so ertönt durch die physischen Stimmbänder auch der diesseitige Laut.

Bei einer Inspiration folgt das physische Hirn des Mediums jeder Gedankenvibration des inspirierenden
Geistes.

Beim Hellhören ist der Kontakt noch enger, so daß die Inspiration verbal wird, d. h. auch in der Mutter-
sprache des Mediums verstanden wird. Hierbei können sich jedoch enorme Fehler einstellen, wenn der
inspirierende Geist in einer Fremdsprache denkt, die das Medium nicht beherrscht; denn das Medium
übersetzt augenblicklich jeden telepathisch übertragenen Begriff in die Muttersprache."

Wir sehen aus diesen Erklärungen, daß sowohl die empirische Wissenschaft als auch die Geistes-
wissenschaft falsche Definitionen gemacht haben. Durch die absolute Parallele zwischen Seele und
Körper kann es leicht zu Trugschlüssen kommen. Eine Veränderung des physischen Hirns muß
selbstverständlich auch eine parallele Veränderung im Verhalten der Seele (Seelenhirn) auslösen,
solange der Lebenskontakt zwischen Seele und Körper noch besteht.

In dieser Richtung weiter zu forschen ist eine heilige Aufgabe der akademischen Wissenschaft. Die
Psychosomatik gewinnt hiermit Bedeutung.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Februar 1963

Die akademische Wissenschaft fordert für die Anerkennung wissenschaftlicher Phänomene die je-
derzeit mögliche Wiederholung des Experiments. Hinsichtlich der spirituellen Phänomene fordert
man dasselbe. Aus unserer Erfahrung lohnt es sich zu untersuchen, ob diese Forderung überhaupt
erfüllbar ist.

In über 1.000 Séancen konnten wir Experimente wiederholen. Allerdings mit dem Unterschied, daß
diese Experimente nicht zu jeder Zeit möglich sind. Jede unserer Séancen (Sitzungen) sind mit dem
FÜHRER der jenseitigen Gruppe vorher verabredet worden. Die jenseitige Gruppe hat also etwa 14
Tage Zeit, diese Séance vorzubereiten. Sofern wir den verabredeten Termin nicht genau einhalten,
so steht auch der Erfolg in Frage.

Der wissenschaftliche Laborversuch nimmt auf diese Bedingungen keine Rücksicht. Man verabre-
det mit den Jenseitigen überhaupt nichts, sondern fordert ohne Rücksicht auf den notwendigen
SCHUTZ und ohne eine geistige ORGANISATION den Beweis.

Wenn aber auf diese Weise kein richtiger Kontakt zustande kommt, so nährt man den Zweifel und
bleibt in dieser Forschung buchstäblich stehen.
• Die Hauptbedingungen für jeden positiven Jenseitskontakt sind LIEBE, Vertrauen und
Harmonie. Es fragt sich, ob diese wichtigen Bedingungen in einem Laborversuch überhaupt
erfüllt werden können.

Nehmen wir ein chemisches oder physikalisches Experiment zum Vergleich: Um ein wissenschaft-
lich anerkanntes Experiment zu wiederholen, müssen selbstverständlich alle Erfordernisse genau
beachtet werden. Jeder kleinste Fehler führt zum negativen Resultat. Man richtet sich nach den fest-
gelegten Formeln. Auch der spirituelle Kontakt erfordert eine peinliche genaue Beachtung der Er-
fordernisse. Doch selbst wenn man alle Bedingungen erfüllt zu haben glaubt, besteht keine Garantie
dafür, ob nicht doch einer der wichtigsten Faktoren fehlt. Beim spirituellen Experiment sind die
Wiederholungen immer verschieden, weil das Medium stets in anderer Verfassung ist, oder weil die
Teilnehmer seelisch ganz anders reagieren, als es bei einem vorhergehenden Experiment der Fall
war.
• Deshalb benötigt der Spiritualismus seine eigene Sphäre. Er braucht seinen eigenen An-
dachtsraum – seine bewährten Teilnehmer – seine ausgewählte Musik – und viele andere
wichtige Erfordernisse. Weicht man auch nur im geringsten davon ab, so ändert sich sofort
der ganze Verlauf der Séance. Aus diesen Gründen ist es kein Wunder, daß die Heimzirkel
bessere Erfolge aufzuweisen haben als ein mit allen erdenklichen Apparaten ausgestatteter
Laborversuch.

Unser geistiger Führer ARGUN betonte erst kürzlich, daß für jeden positiven Jenseitskontakt ein
hohes Maß an Vertrauen notwendig ist. Dieses Vertrauen darf nicht mit Leichtgläubigkeit verwech-
selt werden. Wo jedoch die LIEBE nicht ausreicht, noch eine Harmonie vorhanden ist – und wo
anstelle des Vertrauens nur das Mißtrauen und der Zweifel überwiegen, da können im günstigsten
Falle nur niedrige Lügengeister auftreten. Doch diese sind die geistig Toten, von denen wir weder
eine gute Lehre noch die Wahrheit erfahren können.

• Wir haben oft genug erlebt, daß ein einziger Telnehmer durch seine negativen Gedanken so
gestört hat, daß der Kontakt aufgelöst wurde.

Die akademischen Wissenschaftler sind heute in einigen Fällen dazu bereit, die religiösen Forde-
rungen, welche das Medium stellt, zu erfüllen. Man tut dem Medium den Gefallen, um es nicht zu
verstimmen. Doch was nützt das wirklich, wenn die Teilnehmer innerlich völlig negativ eingestellt
sind, auch wenn sie sich das äußerlich nicht anmerken lassen und willig mitmachen? – Die Geistige
Welt reagiert in entsprechender Weise.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

März 1963

Die geisteswissenschaftliche Literatur ist sehr umfangreich. Diese Literatur enthält eine große Aus-
wahl von Dokumentarberichten, die sich mit dem Weiterleben nach dem irdischen Tode befassen.
Man müßte also annehmen, daß die Beweisführung für diese Tatsache bereits abgeschlossen sei.
Um so mehr muß man sich darüber wundern, wie wenig von dieser Wahrheit bekannt ist. Die breite
Öffentlichkeit spottet daher über eine Realität, die alles andere als eine derartige Diffamierung ver-
dient. Hier handelt es sich um eine gefährliche Rückständigkeit des geistigen Wissens, die zur Völ-
kerverhetzung und letzten Endes zu allen Kriegen geführt hat und noch führt.

Wie kommt es überhaupt zu einem solchen Mißverstehen einer derartig ausgefeilten Berichterstat-
tung, wie sie die spirituelle Geisteswissenschaft darstellt?

• Fast alle Abhandlungen über dieses Thema sind bewußt so gehalten, daß sie aus irgendei-
ner verborgenen Feigheit heraus eine direkte Bestätigung aller Erfahrungen vermeiden.

Es heißt in der Mehrzahl aller dieser Bücher, die sich mit den okkulten oder spirituellen Phänome-
nen befassen: "Es wird angenommen, daß…" - oder: "Die sich hier angeblich manifestierenden
Verstorbenen…" - oder: "Man neigt zu der Ansicht, daß…" - oder: "Man versucht zu erklären…"
usw.

Der Leser erkennt sofort, daß hier Interessantes geschildert wird, ohne jedoch eine eigene Meinung
zu vertreten. Die letzte Entscheidung darüber wird dem Leser selbst überlassen. Da der Leser je-
doch in den meisten Fällen noch weit weniger Erfahrung auf diesem Gebiet besitzt als der Autor,
kann seine eigene Meinung nur negativ sein.

Vor einiger Zeit hielt Prof. Dr. Bender vom Parapsychologischen Institut in Freiburg / Brsg. in der
Amerikanischen Gedenkbibliothek in Berlin einen Vortrag über diesen Fragenkomplex. Der Besuch
des Vortrages war außergewöhnlich stark. Aber trotz der vielen Argumente entstand ein Für und
Wider, das in derselben Weise endete, wie es in der einschlägigen Literatur anzutreffen ist. Dem
Besucher wurde die Entscheidung selbst überlassen. Mit einem Wort: Die Wissenschaft hielt zwar
einen Vortrag, aber sie hielt sich auch aus einer direkten Stellungnahme heraus. Man stellt sich die
berechtigte Frage, ob dieses Verhalten aufgrund der ungeheuren Anzahl von Beweismitteln richtig
ist? - Im direkten Sektor dieser Geisteswissenschaft sind keine Ausflüchte oder Selbstmeinungen
am Platze. Es geht um so hohe Dinge, die durch keine andere wissenschaftliche Erkenntnis je auf-
gewogen werden könnten.

• Von dieser Tatsache hängt das Wohl und Wehe von menschlichen Seelen ab!

• Von dieser Erkenntnis ist die Existenz unserer Welt mit all ihren Daseinsformen abhängig!

Aufgrund unserer eigenen Erfahrungen, die tausendfache Beweise geliefert haben, daß das Bewußt-
sein des Menschen, bzw. der Seele nicht nur weiterlebt, sondern im Geistigen Reich noch wesent-
lich konzentrierter, also gesteigert ist, frage ich die akademische Wissenschaft:

• Warum kneift die Wissenschaft vor einer längst bewiesenen Tatsche, die nur von Atheisten
und sonstigen negativen Menschen dauernd angegriffen und mutwillig verdreht wird?

Wir werden uns auch in diesem Jahr mit aller Ehrlichkeit darum bemühen, unsere Beweisführung
fortzusetzen, so wahr uns GOTT helfe!

• Die Verstorbenen, die uns nebenbei besucht haben, um sich mit ihren Verwandten auszu-
sprechen, haben in allen Fällen ihre Identität in außerordentlich überlegter und überzeu-
gender Weise zu erkennen gegeben.

Die gleiche Erscheinung zeigt sich auch in allen anderen großen Zirkeln und Gemeinschaften.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

April 1963

Neben allen körperlichen Erkrankungen, die einen Menschen befallen können, spielen daneben die
geistigen Schäden eine beachtenswerte Rolle. Aus diesem Grunde ist es von größter Bedeutung zu
wissen, welche Rolle der menschliche Geist überhaupt innehat.

Der überwiegende Teil der akademischen Wissenschaft steht leider immer noch auf dem Stand-
punkt, daß das Hirn der alleinige Erzeuger und Träger aller Bewußtseinsvorgänge sei. Solange man
aber weiter in diesem Irrtum verharrt, wird man vielen Leidenden nicht helfen können, sondern sie
durch falsche Behandlung noch tiefer ins Elend stürzen.

Die Zahl der angeblich Geisteskranken ist sehr hoch. Darunter befindet sich nur ein Teil wirklich
Geisteskranker, d. h. solcher Menschen, die durch falsche Hirnfunktionen krank sind.

• Der weitaus größere Teil der Geisteskranken besitzt ein normales Hirn. Ihre STÖRUNGEN
beruhen auf KOSMISCHEN VORGÄNGEN.

In früheren Zeiten wußte man sehr genau, was man unter der Bezeichnung "PLAGEGEISTER" zu
verstehen hatte. Heute will man das Wort "Geister" streichen und läßt nur noch das Wort "Plage"
stehen. In Wirklichkeit sind es aber tatsächlich PLAGEGEISTER, welche einen Menschen bis in
den Tod treiben können.

Neurologen und Psychologen stehen dieser Geisteskrankheit völlig verständnislos gegenüber. Der
Patient klagt darüber, daß er STIMMEN hört. Nun denkt der Arzt ohne Zweifel, daß im "Oberstüb-
chen" des Patienten nicht alles in Ordnung sei. Er vergißt dabei den KOSMISCHEN VORGANG des
Bewußtseins, der mit dem Hirn nur wenig zu tun hat.

• So, wie der inkarnierte Mensch geistig mit dem Kosmos verbunden ist, so sind es auch die
Seelen, welche sich in der jenseitigen Dimension befinden. Jene Seelen denken ebenfalls und
senden dabei zunächst noch unmeßbare SCHWINGUNGEN aus. Gelingt es einem Men-
schen, seine geistige Skala auf eine derartige FREQUENZ zu schalten, so entsteht eine Te-
lepathie.

Eine solche Gedankenübertragung kann zwischen Erdenmenschen stattfinden, aber sie kann mitun-
ter auch zwischen einem Erdenmenschen und einem jenseitigen Menschen (Seele) zustande kom-
men. Ja, darüber hinaus ist es möglich, daß ein Erdenmensch mit einer ganzen Gruppe von JEN-
SEITIGEN telepathisch in Verbindung steht. Der Vorgang ist nicht akustisch, sondern geht über das
geistige HÖRVERMÖGEN (Hellhören).

Die Schwierigkeiten, die dabei entstehen, sind fast immer die Unfähigkeit, die hergestellte Telepa-
thie wieder abzuschalten. Wer erst einmal hinter das Geheimnis des Hellhörens gekommen ist, für
den ist es ein Kinderspiel, die geistigen STIMMEN des Jenseitslebens zu hören. Die ganze Angele-
genheit wird noch schlimmer, weil die Jenseitigen wiederum jeden Gedankenvorgang des Hellhör-
mediums mitverfolgen und jede Gedankensilbe und jeden kleinsten Begriff augenblicklich erfassen
und verstehen. Es ist erstaunlich, daß bei diesem Vorgang das eigene Denken und Fühlen bzw.
Empfinden nicht in der geringsten Weise unterbrochen oder eingeschränkt wird.

In den meisten Fällen sind die Patienten geistig so wenig entwickelt, daß sie aus einer entsprechen-
den geistigen Sphäre (Gleichheit) nicht herauskönnen. Mithin haben sie nur eine telepathische Ver-
bindung zu ebenfalls geistig unentwickelten Seelen. Diese treiben mit dem Medium in übelster Wei-
se Schindluder. Solche PLAGEGEISTER lassen keinen Spott und keine Lügen aus.

• In den meisten Fällen hören die Hellhörmedien auf diese PLAGEGEISTER, die sich selbst
oft genug als "Schutzpatrone" oder "Engel" ausgeben.

Neurologen, Psychologen und Irrenärzte sollten auf alle Fälle mit tieferem Ernst die Erfahrungen
der Geisteswissenschaft zur Kenntnis nehmen.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Mai 1963

Ein bekannter Kriminalist hat behauptet, daß es ihm gelingen würde, sämtliche bekannten Phäno-
mene des Spiritismus zu kopieren. Dieser Experte der Betrügereien dachte dabei sicher an die enor-
men Leistungen der Illusionisten, d. h. Zauberkünstler der Bühne.

Der Spiritismus ist durch diese magischen Nachahmungen spiritistischer Phänomene arg bedroht.
Doch der echte Geisterspuk hat nichts mit der Bühnenillusion zu tun, noch mit ähnlichen Täu-
schungen, die man in der Gesellschaft vorführt.

• Sofern ein aufsehenerregendes spirituelles Phänomen bekannt wird, denkt der Wissenschaft-
ler oder Journalist sofort zwangsläufig an derartige Vorführungen, wie sie öffentlich gezeigt
werden.

Ganz anders ist die Situation des Spiritualismus, der auf derartige physikalische Wunder verzichtet.
Beim Spiritualismus tritt die Verständigung mit den jenseitigen INTELLIGENZEN in den Vorder-
grund. Sie ist überhaupt das Wesentliche. - An dieser Aufgabe dürfte wohl auch der besagte Krimi-
nalist, wie auch jeder andere Taschenspieler scheitern. Der Spiritualismus ist daher in seiner Be-
weisführung noch stärker als der Spiritismus. Dem Spiritismus liegt die menschliche Intelligenz
zugrunde.

• Die hohe INTELLIGENZ bzw. das höhere WISSEN jener jenseitigen WESENHEITEN kann
durch keinen auf Erden lebenden Menschen nachgeahmt werden. Diese Offenbarungen, die
aus dieser übersinnlichen QUELLE kommen, sind einmalig, d. h. noch nicht dagewesen.

Spricht man mit einem Vertreter der Wissenschaft über diese Dinge, zeigt sich sofort der Mangel an
Fachkenntnis; denn die meisten Vertreter der Wissenschaft machen zwischen Spiritismus und Spiri-
tualismus überhaupt keinen Unterschied.

Wie wirkt sich nun der Beweis beim Spiritualismus aus? - Ist ein echter Kontakt mit der Jenseits-
welt hergestellt, so kann man sich mit den jenseitigen INTELLIGENZEN gut unterhalten und alles
besprechen.

• Hierbei zeigt sich, daß die Jenseitigen über Vorgänge Bescheid wissen, die den Teilneh-
mern, einschließlich des Mediums, überhaupt nicht bekannt sind.

• Darüber hinaus können Sprachen in Anwendung kommen, die keinem Teilnehmer einer sol-
chen Séance bekannt sind. Beim Volltrance-Sprechkontakt kann z. B. die Fremdsprache auf
dem Tonband aufgenommen werden. Sie enthüllt bei späterer Übersetzung viele Mitteilun-
gen über Vorgänge in entfernten Winkeln unserer Erde oder über das geistige Dasein in der
Dimension der heimgegangenen Seelen. Auch bei einem Schreibmedium können derartige
Aufzeichnungen später als Beweisstücke echten Jenseitslebens gelten.

Die meisten Vertreter der Wissenschaft haben keine Gelegenheit, an echten Séancen teilzunehmen.
Sie verlassen sich nur auf die öffentliche Meinung oder auf negativ eingestellte Literatur, die meis-
tens selbst aus den Quellen der atheistischen Wissenschaft stammt.

Die Situation von heute ist kaum besser als sie früher war, wenn nicht die private Initiative alles
daran setzen würde, das zu tun, was die Wissenschaft für Aberglauben oder pure Einbildung hält.
Bedauerlich ist dabei, daß die Öffentlichkeit einen besonderen Respekt vor einem akademischen
Titel hat. Sofern der Forscher nicht zwei oder drei Doktorgrade hat oder Professor an einer bedeu-
tenden Universität ist, wird ihm nicht das gebührende Vertrauen geschenkt. Hieran krankt die ganze
Jenseitsforschung. Es muß der Öffentlichkeit mit allem Nachdruck klargemacht werden, daß es
nicht auf den Professor ankommt, sondern auf die Wahrheit, die mit allem Ernst erforscht worden
ist. Der spiritualistischen Offenbarung fehlt leider das Wertsiegel der wissenschaftlichen Promi-
nenz. Die Wissenschaft kann es sich leisten, den größten Irrtum zu publizieren, der von der Öffent-
lichkeit akzeptiert wird.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Juni 1963

Die Telepathie beweist, daß die Gedankenschwingungen außerhalb des Hirns existieren.

Natürlich hat der Mensch das Gefühl, daß sein Bewußtsein mit jedem Gedanken und mit jeder Vor-
stellungskraft im Kopf - etwa hinter den Augen - vorhanden ist. Diese Orientierung führt zu dem
Irrtum, daß das Denken bzw. die Seele im Hirn verankert ist oder daß das Hirn überhaupt die Seele
darstellt. Wenn wir uns an einen technischen Vergleich wenden, werden wir sehen, daß wir uns
irren können; denn die Projektionsfläche in einem Kino befindet sich auf der entgegengesetzten
Seite des Projektionsapparates. Ebenso ist der Radiosender weit vom Empfänger entfernt.

Die Theologie, speziell der Buddhismus und das Christentum, haben den Leidenschaften und Be-
gierden größere Bedeutung zugemessen. Danach soll die Leidenschaft unterdrückt werden, weil sie
angeblich "eine Sünde" sei. Die Leidenschaft kann ganz bestimmte Begierden auslösen. Vernunft
und Logik in der Psychologie müssen jedoch feststellen, daß die Unterdrückung von Leidenschaften
und Begierden den Ansporn des Menschen in seiner Seele lahmlegen und zur Trägheit zwingen.
Die Leidenschaft und Begierde ist eine durchaus notwendige Triebkraft, welche die menschliche
Seele zu höheren Leistungen anspornt.
• Es kommt also vielmehr darauf an, die Leidenschaft und Begierden nicht zu unterdrücken,
sondern sie in die richtigen Bahnen und auf die richtigen Ziele zu lenken. Die uns aus der
geistigen Welt übermittelten Offenbarungen über die Existenz zweier Welten erlauben uns,
die Ziele richtig zu erkennen.

Leidenschaften und Begierden sind höchst wertvoll, wenn sie der ORGANISATION des SCHÖP-
FERS helfen, Seinen PLAN unterstützen und die Fortsetzung der großen SCHÖPFUNG im Auge
behalten.

• Theologisch kann also nur das Sünde sein, was der GEGENPARTEI GOTTES hilft, d. h.
was zur Zerstörung führt.

Demut und Unterwürfigkeit sind selbst in der Verehrung des höchsten SCHÖPFERS nicht richtig
am Platze; denn Demut und Unterwürfigkeit können sehr leicht übertrieben werden. Das führt zu
Komplexen! - Ganz anders steht es mit der Reue, denn diese ist die Erkenntnis, gefehlt zu haben.
Aus dieser Erkenntnis muß aber sofort der Wille zu neuen Taten mit besseren Zielen entstehen.
Hierzu ist ein Auftrieb, ein leidenschaftliches Begehren, unbedingt notwendig.

• Die Unwissenheit oder vielmehr der Nichtglaube an eine immaterielle Weiterexistenz nach
dem physischen Tode führt über das Denken zu allerlei Minderwertigkeitskomplexen.

Wir haben bei unseren Zirkelteilnehmern immer wieder feststellen können, wie sehr das Persön-
lichkeitsgefühl gestärkt wird, wenn die Überzeugung an das Weiterleben gewonnen wurde. Diese
Zirkelteilnehmer waren durchaus nicht leichtgläubig, sondern sehr kritisch und pessimistisch, sonst
brauchten sie diese Art von Überzeugung nicht zu wählen.

Vom medizinischen Gesichtspunkt aus ist der Spiritualismus eine gewaltige HEILQUELLE, die
über die Seele bis in die letzte Funktion des Köpers dringt. Daher verlangt die Zukunft energisch,
daß der Spiritualismus in dem Licht gesehen wird, das ihm wirklich zukommt. Es bedarf keiner
frommen Schwärmerei, auch keiner magischen Sektiererei! Je natürlicher und offenherziger diese
Naturwissenschaft betrieben wird, um so besser werden die Erfolge sein, die sich zu einem großen
Segen der Menschheit erweisen können.

Es besteht keine Ursache dafür, den Spiritualismus als eine okkulte Geheimwissenschaft oder To-
tenlehre auszugeben. Es handelt sich um ein menschliches Phänomen, nämlich um die natürliche
Fortsetzung des menschlichen Lebens auf einer größeren DASEINSEBENE. Es lohnt sich, das
WISSEN in dieser Richtung zu besitzen.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Juli 1963

Es ist unbegreiflich, wie interessenlos die Wissenschaft an den wirklichen Beweisen des Spiritua-
lismus vorbeigeht.

Vor etwa 100 Jahren war dieses Interesse noch weitaus größer. Man befragte Tausende von Men-
schen, welche sich zum Übersinnlichen äußern sollten. Das Resultat war verblüffend: Es bestätigte
in den meisten Fällen das übersinnliche Phänomen in allen Abarten.

Im Interesse des Friedens und der Entwicklung ist es ein unerläßliches Verlangen, daß in dieser
Hinsicht Klarheit geschaffen wird. Entweder versagt die Wissenschaft, weil sie nicht fähig ist,
Klarheit zu schaffen oder sie scheut vor dieser Klarheit zurück.

• Die großen Kirchen sind nicht fähig, den Spiritualismus zu bestätigen, weil sie ihn dann zur
einzigen Weltreligion erklären müßten. Das ist jedoch niemals ihre Absicht. Es ist unwichtig
die Gründe zu erläutern, denn diese sind zu offensichtlich.

Da die Kirchen und Sekten ausscheiden, muß die spiritualistische Forderung um so mehr an die
akademische Wissenschaft herangetragen werden.
• Es kann der akademischen Wissenschaft der Vorwurf nicht erspart werden, daß gerade sie
ein Verbrechen am geistigen Fortschritt der Menschheit begeht. Die Drückebergerei und
Bespöttelung der akademischen Kollegen, welche sich für die Wahrheit entschieden haben,
ist einer exakten Wahrheitsforschung nicht würdig.

Diese Anschuldigung klingt hart. - Sie ist jedoch noch milde ausgedrückt!

Wir hatten Gelegenheit, mit verschiedenen Studenten zu sprechen. Ihre Ansicht über den Spiritua-
lismus ist unfaßbar, wenn wir den wirtschaftlichen und technischen Fortschritt ins Auge fassen.
Woher kommt diese gotteslästerliche Ablehnung, wie wir sie gerade bei den Studenten an den Uni-
versitäten antreffen? Niemals ist es möglich, daß diese Blasphemie ein eigenes Urteil dieser Studen-
ten sein kann. Im Gegenteil – sie sind durch ihre Erzieher und Lehrer entsprechend beeinflußt, was
wiederum beweist, daß diese keine Ahnung von der erhabenen Wirklichkeit haben.
• Das ist eine Irreführung der Jugend und eine Fehlentwicklung, die die Menschheit an den
Abgrund führt.

Vor allem ist es notwendig, daß sich die akademische Wissenschaft überhaupt dazu bequemt, den
Stoff aufzugreifen, sich zu orientieren und den Stoff zu sortieren. Da die Akademiker jedoch selbst
kaum eine Ahnung von den spirituellen Phänomenen haben, müssen sie sich selbstverständlich den
erfahrenen Spiritualisten und Medien zuwenden, die ihnen helfend zur Seite stehen können. Wahr-
scheinlich paßt ihnen das nicht in den Kram, sich durch Nichtakademiker belehren zu lassen. Es
paßt nicht in die sagenhafte Würde der Akademiker zugeben zu müssen, daß man in dieser Sache
absolut unerfahren ist und nichts weiß.

Doch mit etwas gutem Willen könnte sich auch das Wissen in dieser Richtung sehr schnell ausbrei-
ten. An geeignetem Lehrmaterial fehlt es bestimmt nicht. Außerdem ist dieses Gebiet so hochinte-
ressant und vielseitig, daß zu erwarten ist, daß auch junge Studenten bald mit wahrer Begeisterung
folgen würden.

• Gerade für die medizinischen Fakultäten wäre es ein wahrer Segen, wenn das Materielle
mit dem GEISTIGEN Hand in Hand gehen könnte.

Noch handelt es sich dabei um einen Zukunftstraum. Aber auch die Raketenfahrt zum Mond ist ein
Zukunftstraum der Menschheit gewesen, der sich heute bereits realisiert. Warum sollte es nicht
möglich sein, einen noch besseren Zukunftstraum zu verwirklichen? – Wir hoffen, daß unsere Er-
fahrungen Mosaiksteinchen sind, die dazu beitragen werden.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

August 1963

Man nimmt an, daß die Wissenschaft im Dienst der Wahrheit steht. Aus diesem Grunde glaubt die
Menschheit alles, was unter dem Namensschild der Wissenschaft behauptet wird.

Nun kommt es aber vor, daß die Wissenschaft allerlei Thesen und Vermutungen aufstellt, die nichts
mit der Wahrheit zu tun haben. In diesen Fällen ist es unfair, jene Publizisten, die einen akademi-
schen Grad haben oder einer Universität angehören, mit der WISSENSCHAFT identisch zu halten.

Nehmen wir an, ein Professor Dr. med. …, der einen Lehrstuhl an einer Universität hat, behauptet
aufgrund seiner eigenen Ansicht, daß es keine jenseitigen Geister gibt - und daß diese Ansicht eini-
ger Menschen nur ein nicht mehr zu vertretender Aberglaube sei. Das Volk bzw. die weltweite Öf-
fentlichkeit reagiert nun in der gleichen Weise, weil man irrtümlich glaubt, daß die Ansicht des Pro-
fessors eine allgemein anerkannte Feststellung der akademischen Wissenschaft sei; obgleich sich
die Wissenschaft oder die Universität von diesem Gebiet völlig distanziert.

Wir sehen also, daß auf diese Weise Meinungen, auch ohne jede wissenschaftliche Untersuchung
und ohne jeden Beweis, weltweite Verbreitung finden.
• Sofern es sich um persönliche Meinungen dieser Art handelt, dürfte ein Titel oder ein aka-
demischer Grad nicht als zusätzliche Unterstreichung einer privaten Meinung in Anwen-
dung kommen. Das ist übler Mißbrauch an der Wahrheit, auf welche die Allgemeinheit ei-
nen absoluten Anspruch hat.

Hier finden wir vor allem viele Gründe, welche zu einer allgemeinen Ablehnung der objektiven
Wahrheit führen, wie sie der Spiritualismus mit heiligem Ernst erforscht hat.

Hinzu kommt noch die Orientierung der Presse, die ein Organ ist, nach dem sich die ganze
Menschheit richtet. Die Presse wird von Journalisten vertreten, d. h. von Menschen, welche eben-
falls auf die Belehrung angewiesen sind. Diese Menschen wenden sich in allen Zweifelsfällen zu-
erst an die akademischen Vertreter, nach deren Meinungen sie sich ebenfalls richten. Sie schreiben
aber nicht, daß es sich um die private Ansicht eines Professors handelt, sondern berichten so, daß es
nach Ansicht der Wissenschaft nur so und nicht anders sein kann.
• Mit wenigen Worten kann hierzu gesagt werden, daß die Öffentlichkeit weder durch die
Wissenschaft noch durch die Presse vollkommen richtig und zuverlässig orientiert wird.

In welchem Verhältnis beschäftigt sich die Wissenschaft mit übersinnlichen Phänomenen gegen-
über jenen Menschen, die zwar nichts mit der akademischen Wissenschaft, aber dafür lebenslang
mit diesen Dingen zu tun haben und aufopfernd forschen. Es ist ein Verhältnis, das schätzungsweise
10 Prozent für die Wissenschaft ausmacht, aber zu 90 Prozent der privaten Forschung überlassen
bleibt.

Die Kirchen kommen überhaupt nicht in Frage, obgleich das eigentlich ihr Sektor wäre. Sie lehnen
den Geisterverkehr ab, weil sie aus dem profanen Spiritismus nicht herausgekommen sind.

• Folglich verhindern Foppgeister und viele geltungskranke Medien jeden Anschluß an HÖ-
HERE GEISTER.

Dabei müßten sich die Kirchenvertreter doch eigentlich sagen, daß man, wenn man mit der Hölle
einen Anschluß herstellen kann, auch ein Anschluß mit dem Himmel möglich sein muß.

Es liegt am Menschen, sich einen Sektor auszusuchen und ihn mit allen Mitteln anzustreben.
Selbstverständlich müssen die Mittel gut sein, wenn man mit dem Himmel sprechen will, während
die Hölle darauf keinen Wert legt. Wer die falschen Mittel anwendet, der wird auch keine guten
Resultate erzielen.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

September 1963

Hin und wieder werden auch die großen Tageszeitungen gezwungen, sich mit dem Übersinnlichen
zu befassen. Es gibt Phänomene, die eine Existenz jenseitiger INTELLIGENZ auffällig beweisen.
So brachte "Die Welt" am 14. Juni 1963 einen Bericht des Korrespondenten in Stockholm, vom 13.
Juni 1963. Dieser Bericht enthält folgende Feststellung:
Der 60 Jahre alte Sohn eines baltischen Arztes, Friedrich Jürgenson, der neun Sprachen beherrscht, hat
den Beweis jenseitiger EXISTENZ, d. h. den Beweis des Weiterlebens nach dem Tode einwandfrei auf
Tonbändern festgehalten. Es handelt sich um das Phänomen der Direkten Stimme. In spirituellen Kreisen
spricht man in diesem Fall von dem akustischen Phänomen einer materialisierten STIMME.

Bei Friedrich Jürgenson, in Mölnbo, in der Nähe von Stockholm, traten diese STIMMEN spontan
bei Tonbandaufnahmen auf und durchbrachen die Musik. Diese STIMMEN bewiesen ihre absolute
Identität verstorbener Freunde. - Technische Untersuchungen haben einwandfrei ergeben, daß die
Tonbänder nicht überspielt worden sind. Mithin interessiert sich die Parapsychologie ganz außeror-
dentlich für diese wertvollen Beweisstücke jenseitiger Existenz.

Im Spiritualismus sind diese Phänomene durchaus nicht unbekannt. Wir stellen jedoch fest, daß die
uns bekannte JENSEITSWELT alles daran setzt, sich zu beweisen. Aus diesem Grunde wird die
technische Entwicklung herangezogen. Sofern sie durch die jenseitigen INTELLIGENZEN benutzt
werden kann, wird das auch überall dort geschehen, wo die Medialität hinzukommt. Wir empfehlen
allen Kreisen, diese Möglichkeit nicht außer acht zu lassen.

Die Fotografie hat schon viele Beweisstücke dieser Art geliefert. Doch der Atheist hat stets behaup-
tet, daß es sich um Fotomontagen handelt.

Im Falle Friedrich Jürgensons haben die Untersuchungen keinen Betrug feststellen können. Es
handelt sich um etwa 80 Tonbänder dieser Art, die von den "Toten" besprochen wurden.

Der Spiritualismus kennt alle Phänomene der Verständigung. Natürlich sprechen die Toten am
liebsten über das beste Instrument, nämlich über den lebenden Menschen. Dieses Phänomen ist in
der Bibel als Pfingstereignis bekannt, aber es sollte mehr ins richtige Licht gerückt werden. Wenn
die Jenseitigen jedoch das Tonbandgerät oder den Rundfunk in Anspruch nehmen können, so ist das
ein weit größeres Pfingstereignis als es in der Bibel bezeugt ist. Der heutige Mensch, der in einer
superlativen Technik lebt, schenkt der Technik mehr Vertrauen als einem lebenden Menschen, auch
wenn dieser noch so medial ist.

Hoffen wir, daß es der jenseitigen WELT gelingt, die allgemeine Unwissenheit und Ablehnung zu
beseitigen. Wenn die Menschheit erst in dieser Angelegenheit fortschrittlich orientiert ist, so eröff-
nen sich auch für das Zusammenleben der Menschen auf dieser Welt ganz neue Perspektiven.

Beachtlich ist jedoch die Überschrift in "Die Welt" bei diesem Bericht aus Stockholm. Sie lautet
trotz aller Wahrscheinlichkeit für die Echtheit dieses Phänomens wie üblich: Halluzination – fre-
cher Bluff – usw…

Wir sehen immer wieder:

• Die meisten Zeitungsmenschen können es sich nicht verkneifen Mißtrauen auszusäen, wenn
es sich um überirdische Manifestationen handelt.

Doch die Menschheit ist nicht allein auf das Urteil der Weltpresse angewiesen. Es gibt genügend
gute Fachschriften, die weit wertvoller sind. Doch man muß in dieses Gebiet hineinwachsen, weil
es auch eine WISSENSCHAFT ist.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Oktober 1963

Wir bemühten uns, einen Atheisten von der Tatsache zu überzeugen, daß die menschliche Seele
nach der Entkörperung bewußt in einem geistigen KÖRPER weiterlebt. Bei diesem Versuch stießen
wir auf einen erheblichen Widerstand. Mit einem Wort: Wir bissen auf Granit, von dem CHRIS-
TUS sagte: "Einige Samenkörner werden auf Fels fallen und nicht aufgehen." - Der junge Mann,
den wir belehrten wollten, sagte folgendes:
"Warum erkennt die Wissenschaft diese angebliche Tatsache nicht in vollem Umfang an? - Wenn die
Wissenschaft in aller Welt zugibt, daß es wirklich so ist, dann bin ich nicht abgeneigt, diese Tatsache
ebenfalls zu akzeptieren."

Diese Antwort ist ein Argument, daß in der ganzen Welt Gültigkeit haben dürfte. Es lohnt sich da-
her, diese Antwort näher zu untersuchen.

Man müßte annehmen, daß die Beweisführung versagt hat. - Das ist aber nicht der Fall. Im Gegen-
teil – die Beweisführung ist außerordentlich gewissenhaft und reichlich vorhanden. Die einschlägi-
ge Literatur allein legt Zeugnis davon ab. - Warum wird diese Literatur nicht ernst genommen und
warum ist sie nicht verbreitet genug, so daß fast jeder Erdenbürger davon Kenntnis hat?

Nehmen wir einmal an, ein Jenseitsforscher hat ein vorzügliches Material gesammelt, das völlig
beweiskräftig ist. Er will diese Arbeit veröffentlichen. Nun ist es unglaublich schwer, einen geeig-
neten Verleger dafür zu finden, da sich der Stoff nur an einen kleinen Spezialkreis richtet und nicht
wie bei anderen Publikationen die Masse als Käufer hat. Doch wenn das Werk wirklich an die Öf-
fentlichkeit kommt, so wird es nur von wenigen Menschen verstanden, die in der besagten Richtung
schon vorangeschritten sind. Ein Anfänger stolpert sofort über dies oder das, weil ein Vorschüler
nicht gleich in der Prima sein kann. Es fehlt die spiritualistische Fibel, die auch für jeden Wissen-
schaftler, Arzt oder sonstigen Verstandesmenschen unerläßlich ist.

Es kann ein berühmter Facharzt, der in der Welt eine hervorragende Rolle spielt, ein Lästerer auf
dem Gebiet des Spiritualismus sein. Das kann sein, weil er akademische Vorurteile hat oder weil
ihn die Religion dabei stört. - Es kann auch sein, daß er sich überhaupt noch nie ernsthaft mit die-
sem Thema befaßt hat. - Es kann aber auch sein, daß er glaubt, dieses Gebiet gehöre zum schwär-
zesten Aberglauben, weil er selbst gar keine Erfahrungen und kein rechtes Wissen davon hat.

Aus diesem Grunde ist es eine Sünde von unvorstellbaren Ausmaßen, das die empirische Wissen-
schaft bisher von diesem Gebiet abgerückt ist. Wenn die Religion am Anfang stört, so soll man sie
weglassen. Natürlich wird dann die Erfahrung zunächst die Tiefen der jenseitigen Bereiche aufde-
cken. Aber auch die Tiefen sind lehrreich. Auch durch die Tiefen kann man zum LICHT kommen,
wenn genügend Ausdauer und guter Wille vorhanden sind.

Der Spiritualismus wird nicht nur von Privatforschern erforscht und publiziert. In der einschlägigen
Literatur und Beweisführung gibt es genug Wissenschaftler und Ärzte, die sich mit aller Energie für
diese Wahrheit eingesetzt haben - und es noch tun. Da gib es Namen wie Professor Max Planck und
viele andere Berühmtheiten. 1

Gewiß hat der Spiritismus viel Unheil angerichtet; hauptsächlich aber deshalb, weil er die leichteste
Art einer Kontaktaufnahme darstellt, so daß er von der leichtgläubigen, ungeschulten und neugieri-
gen Masse der Menschheit inszeniert werden kann. Dieser Umstand ist der Grund, warum der Spiri-
tismus in Verruf gekommen ist, der mit dem wissenschaftlichen Spiritualismus kaum etwas zu tun
hat. Es gibt genug Beweise, die über alles erhaben sind.

1
Siehe dazu das Protokoll "Der Tod – ein Irrtum mit verhängnisvollen Folgen."
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

November 1963

Der erfahrene Jenseitsforscher kann nicht begreifen, daß es wissenschaftliche Forscher gibt, die das
Leben nach dem Tode ablehnen, weil sie es für unmöglich halten. Wenn man dieses Verhalten
überprüft, so stellt sich heraus, daß der erfahrene Jenseitsforscher auf diesem Gebiet viel mehr Er-
fahrung gesammelt hat, als ein anderer Wissenschaftler.

Der akademische Wissenschaftler hört von diesem oder jenem Phänomen und möchte es unter den
Augen seiner Kollegen in einem Laborversuch wiederholen. Auf diese Weise stellen sich jedoch
viele Mißerfolge ein - oder der gelungene Versuch wir dennoch mißdeutet. Hierzu sei gesagt, daß
die meisten spirituellen Beweisphänomene ortsgebunden sind. Man kann sie also nicht erfolgreich
im Labor wiederholen, weil dort ganz andere Verhältnisse vorherrschen.

Wenn man beispielsweise die Situation so genau als möglich kopiert, kann auch diese Maßnahme
erfolglos sein, weil es hauptsächlich auf die geistige Situation ankommt. Wenn die Situation im
Geistigen Reich nicht stimmt, nutzt die irdische Situation gar nichts. Die geistige Situation kann
aber nicht stimmen, wenn man GOTT versuchen will. Der akademische Forscher glaubt in den
meisten Fällen, daß er den Erfolg des Phänomens zu fordern hat. Das Geistige Reich jedoch gibt die
höchsten Beweise und Erkenntnisse nicht auf eine Forderung, sondern als Belohnung für eine ver-
diente Glaubensbereitschaft und für eine ehrliche Gottsuche.

Es gibt Fälle, wo gerade die Gedanken der testenden Wissenschaftler so atheistisch sind, daß die
niedere GEISTERWELT eine wahre Freude daran hat. Die Kundgaben sind dann auch so unanstän-
dig und blasphemisch, daß man das Medium für verrückt hält. Das Urteil dieser "Fachleute" lautet
dann: Das Medium ist hyperhysterisch.

• Die Jenseitsforschung kennt die GESETZE des Geistigen Reiches. Die akademische Wissen-
schaft kennt sie leider nicht oder ignoriert sie.

• Die unerläßliche Forderung jedoch ist eine religiöse Achtung vor dem Geistigen Reich; oh-
ne diese Achtung kann kein SCHUTZ für das Experiment erwartet werden.

Die akademische Wissenschaft muß zur Kenntnis nehmen, daß in den Sphären des Geistigen Rei-
ches alles superlativ ist. Dementsprechend reagiert das Geistige Reich auch superlativ auf jeden
Zweifel und auf jeden atheistischen Gedanken.

Die Universitätswissenschaft macht den großen Fehler, daß sie die erarbeiteten Forschungsergeb-
nisse ernster Jenseitsforscher außer acht läßt. Sie möchte von vorn beginnen und eigene wissen-
schaftliche Wege gehen, die sich zumeist auf materielle Forschungen und Vermutungen der Psy-
chologie stützen. Die Psychologie nutzt in diesem Falle überhaupt nichts, da sie noch keine wahren
Erkenntnisse über die menschliche Seele besitzt.

• Der erfahrene Jenseitsforscher weiß, daß ihm die GEISTER helfen, wenn er in jeder Bezie-
hung sauber darüber denkt und sauber handelt.

Man kann mit der Seele eines Menschen nicht umgehen, wie mit einem toten Körper auf dem Se-
ziertisch!

Oft genug enthüllen sich vor dem Jenseitsforscher jenseitige Tragödien, die auf Erden keinen Ver-
gleich finden. Allein diese Tatsache ist einer der überzeugendsten Beweise auf diesem Gebiet. Vor
allem muß sich jeder Mensch, der sich damit befaßt, daran gewöhnen, daß er es mit etwas Unsicht-
barem und Unfühlbarem zu tun hat. Das hindert jedoch das jenseitige Bewußtsein nicht, sich zu
offenbaren. Man muß sich mit dem Geistigen Reich näher vertraut machen, dann gewinnt man auch
FREUNDE.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Dezember 1963

Ohne ein esoterisches Denken wäre ein menschliches Leben auf dieser Erde undenkbar. Sogar die
primitivsten Menschen beschäftigen sich mit der Esoterik, wenn auch in einem verzerrten Kult, der
nicht ganz der Wahrheit entspricht. Immerhin enthält er aber Teilwahrheiten.

Es handelt sich dabei nicht um ein im Menschen verankertes Ahnen, sondern um die Erfahrung, die
der naturmediale Mensch mit übersinnlichen Phänomenen macht. Leider werden diese Phänomene
meistenteils mißdeutet.

Die Esoterik ist keine feststehende Wissenschaft, sie ist immer noch in den Anfängen und in einer
ständigen Entwicklung. Sie ist nicht nur für die Eingeweihten bestimmt, sondern sie ist ein höheres
Denken, das für jeden Menschen in Frage kommen sollte. Nur das höhere Denken kann den Men-
schen höher bringen. Aus diesem Grund ist es die Pflicht der akademischen Wissenschaft, das eso-
terische Denken und Wissen in die bestehenden Naturwissenschaften mit einzubeziehen.

• Das esoterische Denken ist keine Religion, sondern die Anerkennung des menschlichen
Geistes, der sich weit höher hinauf entwickeln kann, als es dem physischen Körper jemals
möglich ist.
• Der körperlichen Entwicklung sind sehr enge und sehr strenge Grenzen gesetzt. Dem
menschlichen Geist sind dagegen überhaupt keine Grenzen gesetzt; denn er kann sich infol-
ge seiner Unsterblichkeit bis zur GOTTHEIT hinauf entwickeln.

Aus dieser Perspektive heraus läßt sich leicht erkennen, welche große Bedeutung die Esoterik für
den Menschen hat. Sie ist überhaupt die maßgebende Grundphilosophie, nach der sich die Mensch-
heit auszurichten hat.

• Esoterische Gedanken stützen sich auf geistige Erfahrungen; sie sind Bestandteile der geis-
tigen Entwicklung des Menschen; sie bestimmen sein Verhalten, seine Moral und sein Ver-
hältnis zum Übersinnlichen und zum Mitmenschen.

Der Stand der heutigen Weltwissenschaft ist noch sehr weit von der Esoterik entfernt. Die Weltpoli-
tik kümmert sich überhaupt nicht darum, weil sie nur das irdische Leben und die irdische Macht im
Auge hat. Ohne die Akzeptanz der esoterischen Erfahrungen ist aber ein Weltfriede überhaupt nicht
denkbar und auch nicht möglich. Es ist deshalb notwendig, daß sich die akademische Wissenschaft
in zunehmendem Maße mit den Grundzügen der Esoterik vertraut macht.

• Nur durch eine Akzeptanz der esoterischen Wahrheiten allein kann der ununterbrochene
Kriegszustand auf Erden verhindert werden.

Wieweit die Wissenschaft hiervon noch entfernt ist, beweist die verheerende Tabakindustrie und
der weltweite Alkoholismus. Auch die Fleischindustrie ist Wege gegangen, die gegen die Naturge-
setze verstoßen. Hätte die internationale Wissenschaft esoterische Richtlinien, dann gäbe es ganz
bestimmt keine Schweinezucht. Dieses Fleisch ist für den Menschen im höchsten Grade schädlich,
was schon zu Moses Zeiten richtig erkannt worden ist. Diese Tiere werden zur gesteigerten Stoff-
wechselkrankheit verurteilt. Der Genuß dieses Fleisches ist für den menschlichen Verbrauch nicht
ohne schwere Folgen. Der Fleischgenuß ist überhaupt in einer Weise übersteigert worden, daß viele
Krankheiten und eine Lebensverkürzung damit verbunden sind.

Man sollte auch bedenken, daß die Konservierung des Fleisches, das Salzen und Würzen den
menschlichen Organismus gefährdet. Wäre die akademische Wissenschaft nicht von der Esoterik so
weit entfernt, müßte es ihr heiligstes Anliegen sein, die Gefahrenquellen der Menschheit aufzude-
cken und mit allen Mitteln zu beseitigen. Doch die Wissenschaft schaut den Lastern und den Irrtü-
mern gelassen zu. Esoterisches Wissen ist keine Geheimwissenschaft besonderer Menschen!
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Januar 1964

Es ist eine bekannte Tatsache, daß der Mißbrauch auf dem spirituellen Gebiet schwere gesundheit-
liche Störungen verursacht, die bis zum Wahnsinn ausarten können. Das beweist, daß der Spiritis-
mus nicht harmlos, sondern jedem Laien abzuraten ist. Er muß sich vorher genau informieren.

Der Jenseitskontakt verlangt ein Fachwissen und vor allen Dingen positive Charaktereigenschaften.
Man muß unterscheiden, ob jemand das Leben nach dem Tode bezweifelt oder ob er nur den Ver-
kehr mit den Jenseitigen ablehnt. Beide Kategorien sind jedoch Gegner des Spiritismus.

• Wenn der Spiritismus nur eine Einbildung oder ein Betrug wäre, oder wenn er nur ein lä-
cherlicher Aberglaube wäre, dann könnte der Spiritismus nicht derartig gefährlich sein.

Viele Theologen und Ärzte vertreten den Standpunkt, daß es besser sei, sich überhaupt nicht damit
zu befassen. Man will dieser eventuellen Krankheit aus dem Wege gehen. Man kann aber auch sa-
gen, daß man der Wahrheit nicht ins Auge sehen will. - Die Krankenpflege ist auch nicht harmlos,
trotzdem sie notwendig ist und ein immer größeres Wissen verlangt. Die medizinische Wissenschaft
weiß in vielen Fällen, wie man sch gegen eine Infektion zu schützen hat. - Die spirituelle Wissen-
schaft handelt genau so. Ein erfahrener Spiritualist weiß, wie er sich gegen eine geistige Infektion
zu schützen hat. Doch ein fahrlässiger Laie weiß es nicht.

Wir ersehen daraus, daß es grundverkehrt ist, den Spiritismus oder seine veredelte Form den Spiri-
tualismus einfach abzulehnen, ohne sich noch weiter damit zu befassen. Das gleiche könnte man
sonst auch auf dem Gebiet der Medizin verlangen, da man ja ebenfalls den Gefahren einer schweren
Ansteckung ausgesetzt ist. Durch Erweiterung der Kenntnisse und durch ein fortdauerndes Experi-
mentieren lernt man auch die Gefahren besser kennen und weiß ihnen schließlich zu begegnen.

Jedenfalls kann gesagt werden, daß die Irrenbetreuung heute noch in den Kinderschuhen steckt, da
die schwerwiegenden spirituellen Faktoren nicht genügend beachtet werden. Gerade die Irrenärzte
müssen sich mit dem Erfahrungswissen des Spiritualismus genau vertraut machen – und zwar von
der beweisenden Seite aus – und nicht aus der Perspektive des Zweiflers und Gegners.

• Verrückte Patienten sind nicht immer organisch Geistesgestörte, also Hirnverletzte. Die
Mehrzahl der sogenannten Geistesgestörten besteht aus spirituell Erkrankten. Die Bibel
nennt diese Kranken "Besessene".

Die Besessenheit ist keine organische Krankheit, sondern eine seelische Erkrankung. Die Seele des
Menschen ist jedoch ein UNSTERBLICHES SYSTEM im Universum. Es ist daher erforderlich,
daß sowohl das Seelensystem als auch das Geistige Reich unbedingt erforscht werden müssen. Das
kann durch wissenschaftliche Ignoranz nicht erreicht werden.

Aus diesem Grunde sollten sich geeignete Forscher zusammenschließen, um weitere Psychowissen-
schaftliche Forschungsgemeinschaften zu bilden, die ohne Fanatismus und ohne religiöser Phantas-
terei in die geistigen Mysterien eindringen, um die gewonnenen Erfahrungen der Menschheit nütz-
lich zu machen.

Es handelt sich vor allen Dingen darum, nicht gegen einen angeblichen Aberglauben zu kämpfen,
sondern diesem vermeintlichen Aberglauben zu seinem Recht zu verhelfen, nämlich ihn zur empiri-
schen Wissenschaft zu erklären. Der dieser Wissenschaft noch anhängende Aberglaube kann sofort
entfernt werden, wenn die Wissenschaften bereit sind, dieses Jahrtausende alte Kind der Geistes-
wissenschaft in die Universitätswissenschaft mit aufzunehmen.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Februar 1964

Die Naturwissenschaften hatten bisher nicht die Absicht gehabt, sch mit irgendeiner Religion zu
befassen. Aus diesem Grund ist der Spiritualismus keinesfalls besser dabei weggekommen als alle
anderen Glaubensrichtungen.

Eine Religion ist Verehrung, Anbetung.

Ein Glaube ist eine Vertrauenssache.

Zu welcher Wahrheit kann der Mensch Vertrauen haben, wenn sich die Wahrheit in vielen Punkten
widerspricht? Die Wissenschaft sollte die Religion wirklich aus dem Spiel lassen und sich mehr um
die Wahrheit kümmern. Auch der Spiritualismus ist eine Wahrheit und was sich dabei widerspricht,
sollte man mit allem Ernst erforschen und zu klären versuchen.

Es ist völlig unverständlich, warum die Privatgelehrten vor dem Volk keine Beachtung finden. Sie
tun oft mehr als ein Akademiker mit hohen Graden. Da die akademischen Wissenschaftler nicht
willens sind, die Lehre von der Unsterblichkeit der menschlichen Seele in die Räume der Universi-
täten aufzunehmen, müssen sich Privatgelehrte finden, die das Gebiet von Grund auf studiert haben
und die dazu bereit sind, dieses heiße Eisen ohne Rücksicht auf das Ansehen ihrer Person anzufas-
sen. Dieses Wissensgebiet ist keineswegs uninteressant und auch hinsichtlich der medizinischen
Erkenntnisse sehr wichtig.

Wenn man versucht, einen sogenannten Alltagsmenschen anzusprechen, um mit ihm über dieses
Thema zu diskutieren, dann stößt man sofort auf einen erheblichen Widerstand. Dieser Widerstand
ist einer der größten Fehler, die ein Mensch überhaupt begehen kann: Es geht um den wichtigsten
Teil seines Ichs, nämlich um seine Seele.

• Ohne das Wissen um die erweiterte Existenz seines Lebens ist der Mensch nicht vollwertig
und auch niemals objektiv in seinen Betrachtungen.

Die spirituellen Erkenntnisse sind nur jenen bekannt, die sich dafür interessieren und entsprechend
danach trachten, sich zu informieren. Die Kirchen geben über diese Erkenntnisse keine ausreichen-
den Auskünfte, jedenfalls nicht mehr als in der Bibel steht.
Was hat der Spiritualismus an Wahrheit aufzuweisen?

• Der Spiritualismus ist kein gewöhnlicher Glaube, also keine reine Vertrauenssache. Er be-
zieht sich auf Erfahrungen, die stets wiederholt werden können. Der Spiritualismus ist also
eine experimentierende Privatwissenschaft von ungeheurer Bedeutung.

Die Beweisführung der einzelnen Phänomene grenzt sehr stark an die Methoden der Kriminalistik.
Es werden Tausende von Indizien gesammelt, die den Geist der Täterschaft überführen. In unendli-
cher Kleinarbeit wird mit schärfster Logik und Kontrolle jede Bewegung, jede Spur untersucht und
analysiert, um jede Täuschung auszuschließen. Vieles erweist sich dabei als Betrug. Doch weitaus
mehr erweist sich als echtes Phänomen der Unsterblichkeit und übersinnlichen INTELLIGENZ.
Nach all diesen Indizien heißt das Urteil der Geschworenen, die als Zirkelteilnehmer darüber zu
befinden haben: Der Geist ist als Täter überführt.

Wer diese Tatsache bestreitet ist schlecht oder gar nicht informiert. Wenn jemand behauptet, daß er
an vielen Zirkeln teilgenommen hat und diese ihn nicht überzeugt haben, so sind das alles sehr
schlechte Zirkel gewesen, die für eine Beweisführung gänzlich auszuschließen sind. Es gibt jedoch
andere Zirkel, die jeder Kontrolle standhalten und eine Fülle von Indizien liefern. Die Geister geben
sich alle Mühe, ihre Spuren nicht zu verwischen. Dazu kommt noch das eigene Geständnis: Sie er-
klären haargenau, was mit ihnen passiert ist und wo und wie sie jetzt leben. Wenn die Kirchen da-
ran vorbeigehen sollte sich die akademische Wissenschaft daran kein Beispiel nehmen.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

März 1964

Als Karl Marx den Kommunismus ins Leben rief, hatte er keine Ahnung von der technischen Ent-
wicklung und der damit verbundenen Änderung der menschlichen Lebensweise bzw. des Standards.
Die Betrachtungen von damals sind für das Heute nicht mehr gültig. Aus diesem Grunde stimmt
auch das Fundament des Kommunismus nicht mehr. Die Zukunft verläuft ganz anders, als Marx es
sich erträumt hatte. Er ist somit der Begründer einer Weltanschauung, die nicht in den Rahmen der
Entwicklung paßt. Ein wesentliches Merkmal dieser Weltanschauung ist jedoch der Atheismus.

Um dem Kommunismus eine Stütze zu geben, der dem Volke und dem einzelnen Bürger die Skru-
pel nimmt, hat man den Sowjetrussischen Dialektischen Materialismus (DIAMAT) entwickelt und
propagiert. Dieser Irrtum philosophischen Denkens soll der Menschheit weismachen, daß der
Mensch keine unsterbliche Seele besitzt und deshalb jenseits seines Todes durch keinen Umstand
zur Verantwortung gezogen werden kann. Das heißt ebensoviel wie: Straffreiheit für alle Verbre-
chen, die der Staat billigt.

Der DIAMAT hat allerdings nicht den weltweiten Erfolg gehabt, den man sich ursprünglich von
dieser Hetz- und Irrlehre versprochen hatte. Das Herz vieler Russen hängt heimlich an der alten
Religion. Nur nach außen zeigt man sich zurückhaltend und weicht der Kirche aus politischen
Gründen aus.

Da der Parteikommunismus die Herzen der meisten Sowjetbürger nicht beeinflussen kann, sinnt
man emsig darüber nach, wie man durch ein neues Dogma zum Ziel kommen kann. Aus diesem
Grunde muß die Wissenschaft jetzt mit ihrem Namen herhalten.

In letzter Zeit hat sich die Wissenschaft einen Namen gemacht, denn man hat Erfolge in der Physik
und in anderen Disziplinen aufzuweisen. Doch die Wissenschaft kümmert sich nicht um die Religi-
on, nicht um den Nachweis, daß das menschliche Leben außerhalb des materiellen Körpers unsterb-
lich ist. Aber die Wissenschaft genießt beim Volk einen Respekt – und dieser Respekt soll als Güte-
zeichen für das neue Dogma benutzt werden, um die menschenfeindlichen Absichten des Partei-
kommunismus zu verschleiern.

• Das neue Dogma - eine Abart des DIAMAT - betitelt sich: "Wissenschaftlicher Atheismus".
Die Menschheit steht nunmehr vor einer neuen Epoche der Religionsverfolgung.
Der Mensch soll glauben, daß die Wissenschaft imstande ist zu beweisen, daß es weder GOTT noch
GEISTER noch ein JENSEITIGES LEBEN gib. Sämtliche Religionen der Welt sollen auf diese
Weise zum Aberglauben gestempelt werden. Wenn der Teufel - der sicherlich dahinter steht - die-
sen Feldzug gewinnt, dann steht der Vernichtung dieser Erde kein Hindernis mehr im Wege; denn
dann gibt es "wissenschaftlich" keine Skrupel mehr, um auf den Roten Knopf zu drücken, der den
Untergang auslöst.

Die sowjetische Wissenschaft hat sich diese Aufgabe keinesfalls selbst gestellt. Sie ist ihr auch
nicht von der Partei gestellt worden, sondern der Rote Kommunismus leiht sich für seine niedrigen
Machenschaften nur den Namen der verehrten Wissenschaft.

• Wenn die Wissenschaft sich tatsächlich mit der Beweisführung des Atheismus befassen
würde, dann wäre das ein Schritt zur allgemeinen Klarstellung, der das Gegenteil bewei-
sen würde.

Aber das liegt nicht in der Absicht der Kommunisten, die ohne geisteswissenschaftliche Erfahrung
alles besser wissen wollen und sich eine Wahrheit erdichten. Übrigens hat die Wissenschaft in der
ganzen Welt bereits bewiesen, daß der Mensch eine unsterbliche Seele hat. Diese Wissenschaft
nennt sich allgemein Geisteswissenschaft.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

April 1964

Es ist natürlich sehr schwer zu begreifen, daß sich eine jenseitige INTELLIGENZ über ein Medium
meldet und Auskunft gibt. Diese Tatsache ist jedoch noch lange kein Grund, das Phänomen abzu-
leugnen. Wir haben in unseren Séancen über 2.000 Stunden mit den Jenseitigen gesprochen. Wir
fragten mit unserer Stimme, sie antworteten schriftlich.

Alle Teilnehmer und Gäste haben die Überzeugung gewonnen, daß noch nicht einmal eine Stunde
genügt, um festzustellen, daß es sich tatsächlich um jenseitige INTELLIGENZEN handelt. - Die
Schwierigkeit der Überzeugung besteht hauptsächlich bei jenen, die leider nicht an einem Zirkel
teilnehmen können. Es gibt aber auch Leute, welche Gelegenheit dazu haben, sie aber glatt ableh-
nen, weil sie das Ganze für Unsinn, Aberglauben oder frommen Betrug halten. Diese Menschen
kommen sich sehr klug vor. Sie brauchen ihrer Meinung nach keine Belehrung, noch irgendeinen
Beweis dieser Art.

Die Mitwirkung jenseitiger INTELLIGENZEN steht ganz außer Zweifel. Jede Verneinung kann
sich nur auf die wirklichen Täuschungen und auf den Betrug beziehen, niemals auf echte Kontakte.

Ein Jenseitiger offenbart sich durch seine Individualität. Er ist ein wissender und jenseitserfahrener
Mensch, eine Seele, die in einer ANDEREN WELT existiert und daher über dieses DASEIN ohne
zu Zögern Auskunft geben kann.

Die Antworten enthalten Fachausdrücke, Spezialwissen und unverkennbar die geistige Haltung in
einer ANDEREN WELT. Es zeigt sich aber auch, daß die Jenseitigen uns beobachten, daß sie über
alles informiert sind, ja, sogar unsere intimsten Geheimnisse genau kennen. Trotzdem sind sie sehr
diskret und werden niemanden verletzen oder bloßstellen.

Wir haben beobachten können, daß sie sogar ein leises Flüstern verstehen und unter gewissen Be-
dingungen sogar unsere Gedanken verfolgen können.

Ein Außenstehender kann sich von der starken Beweiskraft dieser Kontakte überhaupt kein Bild
machen. Wir haben stets erlebt, daß gerade sehr skeptische Gäste, die zum ersten Mal einer Sitzung
beiwohnten, unter dem Eindruck der Wahrheit fassungslos wurden, ja, völlig die Beherrschung ver-
loren.
Wechselt die jenseitige INTELLIGENZ, so wechselt auch das Schriftbild, das niemals die grapho-
logischen Züge des Mediums trägt. Es ändert sich sofort das Tempo, die Einteilung auf dem Papier
sowie die ganze Schreibweise. Jeder Geist hat seine besonderen Eigenheiten, die er behält und an
denen er sofort wiedererkannt wird. Nur so ist es zu verstehen, daß sich in der Welt große Gesell-
schaften gebildet haben, welche diese Jenseitskontakte durchführen.

• Es ist gut, daß der Spiritualismus keine allgemeine Kirche ist. Er steht weit über den Kir-
chen und stellt den Grundstein aller Religionen dar.

Allerdings werden der Spiritualismus und der Spiritismus weltweit von Dilettanten gehandhabt. Das
führt leider zu Entgleisungen, die den wahren Spiritualismus in Verruf bringen. Um ihm zu scha-
den, weist man speziell auf diese Entgleisungen hin, wie man das bei den Kirchen auch macht. Die
Kirchen sehen jedoch im Spiritualismus eine gefährliche Konkurrenz, die ihre Dogmen korrigiert.
So wettern sie dagegen und bezeichnen ihn als "Höllenspuk" und als "Verbindung mit der Dämo-
nie". Hieraus ist deutlich ersichtlich, daß die Kirchen diesen Irrtum aus dem Mittelalter weiter be-
treiben, nur mit der Einschränkung, daß die Inquisition wegfällt.

Jedem Wissenschaftler kann nur empfohlen werden, sich ernsthaft damit zu befassen, um sich ein
eigenes Urteil zu bilden. Die allgemeine Ansicht trifft nicht zu. Sie ist ein Urteil über die negative
Seite, die nichts mit einem echten Kontakt zu tun hat.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Mai 1964

Seit vielen Jahren hat Obermedizinalrat Gerbis an unseren Séancen teilgenommen. Er hatte Gele-
genheit, die Arbeit der Medien und Jenseitigen genau zu studieren. Auf diese Weise wurde er von
der Realität des Weiterlebens nach dem Tode restlos überzeugt. Aus diesem Grunde war er ein treu-
er Anhänger des Arbeitskreises und verehrte unsere LICHTFREUNDE aus der ANDEREN WELT.

Dieser Obermedizinalrat korrespondierte mit verschiednen Kapazitäten auf dem Gebiet der Medi-
zin. Auch in vielen Gesprächen mit seinen Kollegen versuchte er, sie von der Realität des Spiritua-
lismus zu überzeugen. Es war leider vergeblich, weil alle diese Mediziner in dieser Sache völlig
unansprechbar waren und ihrem Berufskollegen nicht ein Wort davon glaubten.

Aufgrund dieser traurigen Erfahrung gab dieser Geistfreund seine Bekehrungsversuche auf. Er wur-
de nämlich von seinen Kollegen arg verspottet und ausgelacht, ja, man hänselte ihn wegen seines
Alters und sagt ihm frei heraus:
"Laß' man gut sein, mein Lieber, wir verstehen dich schon. Es ist immer die gleiche Erscheinung, man
verkalkt allmählich."

Wir sehen an diesem Beispiel, wie schwer es ist, gegen schulmäßig eingepflanzte Vorurteile anzu-
kämpfen. Ein überzeugter Mediziner ist nicht imstande, durch seine Autorität diesen entsetzlichen
Irrtum zu berichtigen.

Es gibt eine ganze Reihe ähnlicher Fälle. Da werden Akademiker vollauf überzeugt, weil sie Gele-
genheit hatten, sich als Augenzeugen darüber zu orientieren. Aber diese Orientierung gilt nur einzig
für sie allein, da es fast unmöglich ist, andere Menschen, die nicht Augenzeugen waren, ebenfalls
von der absoluten Realität dieses Wissens zu überzeugen. - Den Akademikern fehlt es demnach an
einer notwendigen Aufgeschlossenheit gegenüber dem Schwerverständlichen.

Daß beispielsweise auch jenseitige Prophezeiungen eine Realität darstellen können, wollen wir wie
folgt beweisen: Wir veröffentlichten in der Fachzeitschrift "Okkulte Stimme", Heft 12, 6. Jahrgang,
vom Dezember 1955 folgende Zeilen:

Herbert Viktor Speer


Eine Medial empfangene Prophezeiung
Berlin-Wilmersdorf, den 26. Oktober 1955 abends.

Pr ot ok ol l :
Empfangen im Medialen Friedenskreis Berlin.
Medium: Uwe Speer. Schriftlich auf automatischem Wege durchgegeben durch den GEISTFÜHRER und
LICHTBOTEN ELIAS "M".

"Meine lieben Freunde – GOTT ZUM GRUSS!


Es wird keinen Dritten Weltkrieg mehr geben. Trotzdem wird es noch an vielen Stellen der Erde kleinere
Plänkeleien geben. Jedoch wird auch dies eines schönen Tages ziemlich ein Ende haben, denn es wird ei-
ne Armee geben, die sich aus allen großen Ländern der Erde zusammensetzt, um jeden Krieg von vornhe-
rein zu unterbinden. Diese Armee wird später Deutsch: F. P. – oder Englisch: U. P. P heißen – "United
Peace Police."
Aber der Mensch wird noch lange, lange nicht von der Uniform loskommen. Dafür hat der Mensch näm-
lich seit eh und je schon eine Vorliebe gehabt und davon kann kein erlebter Krieg abschrecken. Daher
wird es so etwas Ähnliches wie eine Armee geben, die nur den Zweck hat, die Jugend zu ertüchtigen – al-
so ähnlich wie in der Schweiz die Eidgenossen. Aber diese Organisation liegt auf mehr sportlicher Basis
und wird keine kriegerischen Interessen verfolgen."

Das ist eine wichtige Vorhersage, die wir einwandfrei beweisen können. Wieweit sie stimmt, mag
jeder Leser selbst nachprüfen.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Juni 1964

Eine falsche Annahme sperrt die gesamte geistige Forschung:

Es handelt sich um die Mutmaßung, daß sich das Denken bzw. das gesamte Bewußtsein ausschließ-
lich im Hirn vollzieht.

Die Vermutung ist keinesfalls richtig, denn sie wird sowohl durch den Spiritismus als auch durch
den Spiritualismus eindeutig widerlegt. Doch trotz dieser Widerlegung kommt die Geistforschung
auf dem akademischen Sektor kaum weiter, weil diese Forschung im Hirn des Menschen ihre Be-
grenzung hat.

Wir wollen nicht über die spirituellen Beweise reden, denn diese gibt es in der ganzen Welt mehr
als genug. Es handelt sich darum, daß diese Beweise von der akademischen Seite nicht ernst genug
genommen werden. Wir stehen durchaus nicht auf dem Standpunkt, daß alles auf diesem Gebiet
bedingungslos akzeptiert werden soll. Wir sind aber der festen Überzeugung, daß sich unter den
Beweisen genügend Beispiele befinden, die vollauf ihre Anerkennung durch die akademische Wis-
senschaft verdienen, ohne daß die Wissenschaft sich dabei etwas vergibt.
Unsere jenseitigen LEHRER liefern ihre Beweise hauptsächlich durch die Art ihrer Individualität.
Hinzu kommen ihr großes Spezialwissen und eine jenseitige Erfahrung, die uns gänzlich mangelt.
Ihre Eigenwilligkeit setzt sich über alle Schranken hinweg, welche sich ihnen durch das Medium
oder durch die Sitzungsteilnehmer entgegenstellen.

Die Hirntätigkeit des Menschen hat uns natürlich sehr beschäftigt. Ursprünglich waren wir der An-
sicht, daß sich das Denken überhaupt nicht im Hirn vollzieht, sondern rein kosmischer Natur sei.
Diesen Standpunkt haben wir mit Unterstützung unserer jenseitigen FREUNDE verlassen.

• Nach unseren eingehenden Forschungen auf diesem Gebiet sind wir heute zu der Über-
zeugung gelangt, daß sich das Bewußtsein doch im Hirn befindet. Aber dieses Bewußtsein
wird aus dem Kosmos gespeist.

Der Sowjetrussische Dialektische Materialismus hat also nicht ganz unrecht, wenn er sagt, daß das
Bewußtsein an die Materie gebunden sei. Wahrscheinlich ist man tatsächlich aufgrund vieler wis-
senschaftlicher Tests zu diesem Resultat gekommen. Aber in dieser Theorie steckt trotzdem ein
entscheidender Fehler, denn was gehört zur Materie? Die akademische Wissenschaft wußte bisher
zuwenig vom Jenseits bzw. von seinem stofflichen Aufbau.

• Wir wissen heute mit Hilfe unserer geistigen LEHRER und mit Unterstützung unserer
BRÜDER vom anderen Stern, daß das Jenseits tatsächlich einen stabilen Aufbau hat. Es ist
ein REICH der ANTIMATERIE, die sich - wie unsere Erdmaterie auch - systematisch ge-
ordnet hat.

• Das menschliche Bewußtsein, das allen Lebensformen weit voraus ist, wechselt mit dem
Tod bzw. mit dem Exodus der Seele den stofflichen Sitz. Mithin haftet das Bewußtsein nach
der Entkörperung ebenfalls an einem HIRN, das aus einem entsprechenden STOFF für
diese Dimension besteht.

Wollte der Sowjetrussische Dialektische Materialismus wirklich der Wahrheit gerecht werden, so
müßte er seiner These hinzufügen, daß das Bewußtsein während des irdischen Lebens an die Erd-
materie gebunden ist, aber nach dem Verlassen des irdischen Hirns in das HIRN einer ANTIMA-
TERIE überwechselt. Diese Feststellung ist wissenschaftlich von unabsehbarer Wichtigkeit und
Tragweite für die gesamte Beurteilung der menschlichen Existenz. Es ist aber auch ein harter
Schlag gegen den Atheismus, der sich politisch ein weites Feld erobert hat und damit die Mensch-
heit dieser Erde dauernd in Unruhe versetzt. Diese Menschheit muß erst erforschen, was alles zur
Materie gehört, denn die Materie hört in unserer Dimension noch nicht auf.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Juli 1964

Aufgrund unserer 12jährigen intensiven Forschung sind wir bisher zu folgenden Ergebnissen ge-
kommen, die für die Geisteswissenschaft gültig sind:

Der wichtigste Teil des Menschen ist sein Bewußtsein, dieses ist unsterblich. Das Bewußtsein ist
kosmischer Natur. Die Erinnerung befindet sich nicht im Hirn, sondern sie ist eine kosmische Auf-
zeichnung, die vom Bewußtsein angepeilt wird und entsprechend der Peilung reflektiert. Dieses
Peilvermögen kann durch Hirnstörungen unterbrochen werden.

Das Hirn ist kein Reservoir für gemachte Wahrnehmungen oder Erinnerungen. Es ist ein RELAIS
und besonders ein TRANSFORMATOR für alle materiellen Reize, die umgewandelt zum Ichbe-
wußtsein geleitet werden.

Nach der Entkörperung (Tod) arbeitet das Bewußtsein mit einem FLUIDKÖRPER, der für das Ich-
bewußtsein eine feste Form hat, die allerdings dehnbar ist. Dieser ASTRALKÖRPER hat ebenfalls
ein HIRN, das den ASTRALKÖRPER regiert. Alle Wahrnehmungen geschehen auf direktem We-
ge, sie brauchen nicht umgewandelt zu werden.
Der ASTRALKÖRPER ist der Gegenpol zum Materiekörper.
Das Bewußtsein ist der wichtigste Teil der Seele.

Eine vom Materiekörper gelöste Seele kann sich nur beschränkt manifestieren. Sie kann sich mit
einem halbmateriellen Stoff auffüllen (Ektoplasma), der einzelne Teile des ASTRALKÖRPERS
oder mitunter den ganzen ASTRALKÖRPER für das irdische Auge sichtbar macht. Dieser STOFF
kann nur aus einem entsprechend medialen Menschen ausgeliehen werden. Verletzt man diesen
STOFF, dann erleidet das Leihmedium einen entsprechenden Schaden. Der ausgeliehene STOFF
muß an das Medium zurückgegeben werden, womit auch die Sichtbarkeit und Fühlbarkeit der jen-
seitigen Seele erlischt.

Eine jenseitige Seele kann auch durch eine geistige Schaltung des Ichbewußtseins wahrgenommen
werden (Geistiges SEHEN, HÖREN, FÜHLEN und RIECHEN). Diese Fähigkeiten können durch
Übung verstärkt werden. Da es sich um geistige Veränderungen im Bewußtsein handelt, sind diese
Medialfähigkeiten nicht ungefährlich. Sie können zu Schizophrenie und zur Besessenheit führen!
Eine jenseitige Seele kann einen lebenden Menschen teilweise oder sogar voll in Besitz nehmen.
Das Medium kann geistig geleitet werden. Beim Medialschreiben werden die Hand und der Arm
des Mediums durch den Willen und durch den ASTRALKÖRPER der jenseitigen Seele bewegt.
Eine Bewußtseinsveränderung des Mediums ist hierbei nicht notwendig.

Spiritualistische Kontakte können auch bei vollem Tageslicht erreicht werden. - Spiritistische Kon-
takte vollziehen sich mehr auf der physikalischen Ebene und benötigen meistens ein Rotlicht, Ker-
zenlicht oder sogar völlige Dunkelheit. - Christliche Jenseitskontakte bedürfen entsprechender
Maßnahmen, wie z. B. Kerzenlicht, Kruzifix oder andere christliche Symbole.

Der Anruf ist überaus wichtig. Er muß die christliche Einstellung voll zum Ausdruck bringen und
ehrlich gemeint sein. Harmonische Musik unterstützt die Feinabstimmung der SCHWINGUNGEN,
welche vom Bewußtsein der Teilnehmer ausgehen.

Alle existenten Gebilde der jenseitigen Sphären reagieren auf das organische Auge (Drittes Auge)
oder auf eine Photoschicht nur in schwarz-weiß. Nur mit dem geistigen AUGE können Farben er-
kannt werden, die allerdings prächtiger sind als die im sichtbaren Sonnenlicht enthaltenen. Auf al-
len Fotoextras sind die jenseitigen ERSCHEINUNGEN nur weiß. Es fehlt das Sonnenspektrum.
Aus diesem Grunde sieht der mediale Mensch, der nicht rein geistig sehen kann, alle ERSCHEI-
NUNGEN weiß oder dunkelschattiert. Deshalb sieht der Volltrunkene weiße Mäuse oder weiße
Käfer, eben alle Lebewesen der jenseitigen Sphäre, der er angehört. Jenseitige Seelen erscheinen
meistens in Weiß.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

August 1964

Der Spiritualismus ist ein Wissensgebiet, das in anderen Ländern weit mehr Beachtung findet als in
Deutschland. Die Nazibewegung und der Rote Sozialismus sind Hauptgründe, warum gerade in
Deutschland über dieses Wissensgebiet noch unbegreiflicherweise viel gespottet wird.

Es ist sehr bedauerlich, daß viele Akademiker aller Fachgebiete noch viel zu skeptisch sind. Ihre
Vorstellungen vom Spiritualismus sind gerade zu einfältig. Sie stellen sich in der Hauptsache einen
Gespensterulk vor. Der Betrug mit der Neugierde spielt in ihren Betrachtungen die größte Rolle.
Jene Akademiker und Intellektuelle, die mit einer gewissen Überlegung an dieses Thema herantre-
ten, sind der Meinung, daß es sich um unbewußte Genialleistungen des menschlichen Bewußtseins
handelt. Man macht das Unterbewußtsein zum Genie. - Eine andere Auffassung besteht darin, alles
dem Aberglauben zuzuschreiben. Alle diese Betrachtungen schießen jedoch am Ziel vorbei.

• Der Spiritualismus ist ein Gebiet, das jeden Menschen betrifft, ob er will oder nicht. Al-
lein die geistige Bewußtseinstätigkeit ist ein wesentlicher Faktor des Spiritualismus.

Wir Menschen sind mit den Regionen des Geistigen Reiches viel stärker verbunden als wir ahnen.
Unsere Gedanken sind keinesfalls tabu. Jeder Gedanke wird von einem Teil der Jenseitigen sehr gut
empfangen und augenblicklich verstanden. Ebenso empfangen wir viele telepathische Antworten
aus diesem Reich, die wir für unsere eigenen Gedanken halten, weil wir sie selbst übersetzen, so
daß uns nicht dabei auffällt, woher diese Gedanken stammen. Viele Jenseitige sind unsere ver-
dienstvollen MITARBEITER. In vielen Fällen genialer Erfindungen kommt dieser Verdienst ei-
gentlich einem oder mehreren Jenseitigen zu, die in der geistigen Dimension ihre Arbeit fortsetzen.

• Je besser die Freundschaft mit den Jenseitigen ist, um so besser ist das Ergebnis.

Wer eine positive Arbeit - besonders geistiger Natur - in Angriff nimmt, sollte deshalb auf diese
segenbringende Freundschaft Rücksicht nehmen.

• Man kann den jenseitigen HELFERN von Format nicht zumuten, in unreiner Luft mit uns
zusammenzuarbeiten. Allein das Rauchen ist ein Hindernis. Kein Mensch auf dieser Erde
wird einen hervorragenden GENIUS an seiner Seite haben, der ihm einen Mief zumutet.
Wenn wir die vielen Raucher unter unseren Politikern betrachten, dann ist es kein Wun-
der, daß wir politisch schlecht vorankommen.

Wir empfehlen daher allen Akademikern sowie allen Geistesarbeitern bei ihrer Tätigkeit auf saube-
re Luft und saubere Umgebung zu achten. Blumenduft und eine schöne, harmonische Umgebung
unterstützen alle positiven Arbeiten.

• Wer sich mit negativen Zielen beschäftigt, wird gerade durch den Mief zu neuen Scheuß-
lichkeiten inspiriert.

Das ist kein Aberglaube, sondern eine Feststellung, aufgrund von jahrelangen Erfahrungen im Zu-
sammenhang mit der geistigen WELT.

• Wie wenig man darüber weiß, verdanken wir der unfortschrittlichen Kirche, die eigent-
lich diese Aufgabe der Belehrung zu erfüllen hat.

Doch die Kirchenräume, in denen geistig gearbeitet wird, spotten jeder Beschreibung. Ganz abge-
sehen von den abstrakten Bildern, die schon zur Dämonie gehören, kann man die Luft des Rauches
wegen mit einem Messer zerschneiden. Man ist buchstäblich am Ersticken und das auf Kosten der
kirchlichen Finanzen.

Unserer Menschheit fehlt eine GEISTIGE ERNEUERUNG. Wir kommen mit der Technik allein
niemals vorwärts. Wir laufen einen völlig falschen Weg, der uns in einen Abgrund führt. Diese Er-
mahnungen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen!
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

September 1964

Bisher ist es immer noch nicht gelungen, den Spiritualismus mit allen seinen Erkenntnissen und
Lehren in das Universitätswissen einzugliedern. Auch wenn in letzter Zeit einige parapsychologi-
sche Institute gegründet worden sind, die mit den großen Universitäten zusammenarbeiten, hat die
breite Masse der Bevölkerung nur sehr wenig Ahnung davon, daß überhaupt derartige Forschungs-
institute existieren. Mit den Resultaten dieser Arbeiten wird die Weltöffentlichkeit in der Regel gar
nicht bekannt gemacht.

Es entsteht die dringende Frage, ob diese parapsychologischen Forschungsergebnisse so negativ


oder spärlich sind, daß es sich nicht lohnt, die Menschen davon in Kenntnis zu setzen.

Was erfahren die Universitätsstudenten überhaupt von diesen Forschungen auf einem transzenden-
ten Gebiet? – Will man verhindern, daß sie sich eine eigene Meinung bilden?

Noch immer besteht die Schulweisheit auf rationale Lehrsätze. Das Transzendente wird überhaupt
nicht als wissenschaftliches Ergebnis gewertet. Eine derartige Wertung und Beachtung findet nur
privat statt, d. h. die Forscher, ganz gleich ob sie Privatgelehrte oder Universitätsdozenten sind,
kommen zu eigenen Urteilen, die sie nicht in den Vordergrund rücken dürfen, weil es der Lehrplan
verbietet. Hierfür beruft man sich auf folgende Gründe: Die logische Wahrheit der Forschungser-
gebnisse muß durch Beobachtung und durch Experimente stets nachprüfbar sein. - Man behandelt
aber den Spiritualismus so, als ob seine Beobachtungen und Experimente nicht nachprüfbar seien.

Da wir im Forschungskreis weit über 1.000 derartiger Experimente durchgeführt haben und sie lau-
fend fortsetzen, sind wir in der Lage zu behaupten, daß hier entweder ein entscheidender Irrtum
oder eine bewußte Irreführung seitens der akademischen Wissenschaft vorliegt.

Die Beobachtungen bestätigen die Wahrheit der vorliegenden Vermutungen bzw. Hypothesen.
Ebenso verlaufen alle Experimente positiv, wenn sie richtig gehandhabt werden. Es handelt sich
also nicht um nicht nachprüfbare Werturteile und Existenzaussagen.

Zugegeben, daß wir innerhalb unserer spirituellen Grenzen GOTT nicht sichtbar oder spürbar ma-
chen können. Ganz anders ist das mit der menschlichen, entkörperten Seele. Sie kann sichtbar und
auch spürbar gemacht werden. Außerdem ist die Verständigung unter den schwierigen Verhältnis-
sen ungewöhnlich gut und zuverlässig. Aus diesem Grund kann der Spiritualismus einen rechtmäßi-
gen Anspruch auf den Wert einer allgemeingültigen Ideologie erheben. Diese Ideologie ist weiter
erforschbar und zielt auf absolute, objektive Wahrheit hin.

Es gibt keine Wissenschaft innerhalb des empirischen Wissens, die den Stand der letzten Weisheit
erreicht hat. Jede Wissenschaft entwickelt sich weiter und kommt zu immer neuen, tiefergreifenden
Ergebnissen. Niemand kommt deshalb auf den Gedanken, diese noch nicht vollendeten Wissen-
schaften aus den Universitätslehren auszuschließen.

Doch in dieser Weise behandelt man das transzendente Wissen und besonders das spirituelle Prob-
lem. Auch diese Wissenschaft wird nie den Stand einer Vollendung erreichen, aber das bereits erar-
beitete und vorliegende Beweismaterial ist so ausreichend, daß es einen Anspruch auf weltweite
Bekanntgabe hat. Es gibt bereits transzendente NORMEN und GESETZE, deren Gültigkeit nach-
gewiesen werden kann. Dazu gehören die GESETZE der geistigen Auferstehung nach dem Tode
und ein bewußtes Fortleben in einer größeren Welt.

Wie wir feststellen konnten, haben die meisten Universitätswissenschaftler überhaupt keine Ahnung
von der Praxis des Spiritualismus. Aus diesem Grunde ist ihre persönliche Meinung darüber eine
übernommene Ansicht aus dem Lexikon.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Oktober 1964

Die Wissenschaft in Ehren, aber sie kann keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit erheben. Unfehlbar-
keit maßt sie sich auch gar nicht an, aber sie unterrichtet die Menschheit und diese dichtet ihr die
Unfehlbarkeit an, weil die Menschen über alle Vorgänge nicht genügend oder falsch orientiert sind.
Wenn es sich beispielsweise um übersinnliche oder außerirdische Phänomene handelt leistet die
Wissenschaft eine Gehirnakrobatik, um diese Geheimnisse in irgendeiner Form so zu analysieren
und zu definieren, daß der Mensch angeblich an krankhafter Einbildung leidet.

Diese Wissenschaft, ja selbst das Lexikon beschreiben die grenzwissenschaftlichen Phänomene in


allen Einzelheiten, fügt aber vorsichtigerweise das Wort "angeblich" hinzu. "Angeblich" melden
sich Seelen und "angeblich" will man wissen, daß der Mensch eine unsterbliche Seele besitzt. Die-
ses "angeblich" existiert wie ein Ungeheuer und hält obendrein noch jeder Bekämpfung statt.

Es ergibt sich hieraus die Frage, wie lange dieser Zustand noch anhalten soll, da das Maß der Be-
weisführung schon seit langer Zeit überläuft. Welchen Umfang beansprucht die Universitätswissen-
schaft, um das Wort "angeblich" zu streichen?

Es gibt kaum ein Wissensgebiet, das eine solche Fülle von Erkenntnissen und Erfahrungen aufzu-
weisen hat, wie die spirituelle Wissenschaft, die sich immer noch auf freiem Fuß bewegt, d. h. die
nicht glorreich in die Hörsäle der Universitäten einziehen darf, weil sie die Mauern engstirniger
Begriffe einreißen würde.

Eine solche Feigheit vor der gefürchteten Wahrheit ist ebenso unbegreiflich, wie die Angst der Kir-
chenvertreter, die sich krampfhaft an ihre selbsterdachten Dogmen klammern. Sie sind jedoch noch
eher zu verstehen, weil sie ja die Logenplätze im Himmel für sich reserviert halten.

Was die akademische Wissenschaft verlangt, um einen Naturvorgang anzuerkennen, wird auch von
der Geisteswissenschaft voll erfüllt. Ja, man kann sogar behaupten, daß dieses Soll übererfüllt ist.
Ein spirituelles Phänomen ist jederzeit zu erzeugen bzw. hervorzurufen. Ein solches Experiment
kann auf allen Gebieten der spirituellen Ebenen laufend wiederholt werden. Dabei zeigen sich Leis-
tungen, die durch keinen Erdenmenschen allein erreicht werden können. Aber es ist ein Unsinn,
wenn man diese Genialleistungen dem Menschen andichtet, ohne eine logische Erklärung dafür
abzugeben. Ebenso ist es unverständlich, wenn sich die Wissenschaft mit der Erklärung aus der
Schlinge zieht, daß sie für bestimmte Phänomene keine Erklärung habe und vor einem Rätsel stehe.

Für die ständig forschende Geisteswissenschaft gibt es in dieser Richtung keine Rätsel. Für alle
diese Phänomene gibt es übereinstimmende Erklärungen.

Das alles würde ganz anders aussehen, wenn man jeden Wissenschaftler, der ein echtes Phänomen
negiert, nicht für voll ansehen würde, weil er mit unfairen Definitionen arbeitet und damit der
Wahrheit schadet und die Öffentlichkeit im negativen Sinne beeinflußt.

Um das jenseitige DASEIN zu erklären und zu beweisen, stehen Millionen von Menschen zur Ver-
fügung. Fast ganz Ostasien und große Gebiete Südamerikas sowie ganze Inselgruppen stehen zur
Verfügung, um exakte Bewiese des geistigen Lebens zu erbringen. Wenn diese Menschen sich bei
diesen Begegnungen mit dem Leben des Geistigen Reiches falsch und unnatürlich benehmen, dann
liegt das an der Unwissenheit über jene GESETZE und LEBENSBEDINGUNGEN. - Außerdem
gibt es auch unter den gebildeten Europäern genug Material, um der akademischen Wissenschaft
jedes Quantum an Beweisen zu liefern.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

November 1964

Aus eigenem nicht zu begreifenden Grund hat sich die empirische Wissenschaft ausschließlich auf
die Materie konzentriert. Die Wissenschaft weiß, daß die Materie Naturgesetzen folgt. Naturgesetze
aber sind göttliche GESETZE, die sich auf die Schöpfung beziehen. Sie werden nicht durch die
Materie hervorgebracht.

• Naturgesetze sind geistiger Natur, man kann sie weder sehen noch fühlen, sondern nur
ihre Wirkung beobachten.

Auch die Materie des Menschen wird durch geistige GESETZE gelenkt. Kein Hirn ist imstande,
selbständig auch nur einen Gedanken hervorzubringen. Der Gedankenprozeß ist geistiger Art. Er
steht zwar mit der Materie in Verbindung, aber er ist nicht das Produkt materieller Funktionen.
Doch wenn man sich mit einer Sache nicht genügend befaßt, so kann man darüber auch nicht genü-
gend wissen. Das ist der momentane Stand der geistigen Belange, hinsichtlich der menschlichen
Seele und ihrer Funktionen. - Die Wissenschaft weiß, daß die Materie einer Polarität gehorcht.
Auch der Mensch kann sich nicht aus diesem GESETZ herausheben, sowohl sein Körper als auch
sein Geist unterliegen dieser Polarität. Nach diesem GESETZ ist es logischerweise unmöglich, daß
es nur ein materielles Diesseits gibt.
• Gemäß der Polarität als Naturgesetz muß dem Diesseits ein Jenseits gegenüberstehen.

Daran gibt es wissenschaftlich nichts zu rütteln, sonst wäre die ganze Polarität ein Unsinn. Für den
Geist ist das Jenseits durchaus konstant. Wenn das Jenseits für den irdischen Menschen nicht so
konstant erscheint, liegt das nur daran, daß der Geist im physischen Gefängnis des menschlichen
Körpers so stark behindert ist, so daß die Materie den Vorzug hat.

Amerikanische Versuche haben gezeigt, daß man bei Studenten alle Sinne weitgehend einschränken
konnte, doch in diesem Zustand erweiterte sich das jenseitige Wahrnehmungsvermögen der Seele.
Irrtümlich sprach man von "Halluzinationen". Prüft man diese "Halluzinationen" auf spirituelle Er-
kenntnisse, so erkennt man, daß diese "Halluzinationen" einen durchaus jenseitigen Charakter ha-
ben und somit verständlich und auch vernünftig sind. Es ist ganz gleich um welchen Wissenschaft-
ler es sich handelt. Jeder Einwand von irgendeiner solchen Seite, sofern es sich um die Leugnung
eines Geistigen Reiches handelt, kann mit Hilfe absolut objektiver Beurteilung entkräftet werden.
• Die Polaritäten im Universum bestimmen unser Dasein und diese Polaritäten stellen dem
Tod ein EWIGES LEBEN gegenüber.

Diese Tatsache kann durch kein wissenschaftliches Argument widerlegt werden. Diese große Er-
kenntnis, die wir den Bemühungen unserer PLANETENBRÜDER verdanken, ist von unabsehbarer
Bedeutung. Es liegt an uns, diesen Gedanken in jeder möglichen Weise weiterzuverfolgen. Diese
Erkenntnis ist der Schlüssel zu den höchsten Erkenntnissen, die für den Menschen überhaupt er-
reichbar sind. Man kann hieraus eine mathematische Formel aufstellen, die für alle Zeiten eine wis-
senschaftliche Grundlage darstellt.

Typische Polarität bilden: Materie und Geist, Tod und Leben, Diesseits und Jenseits, neben dem
Stillstand gibt es die Bewegung, neben der organischen Wahrnehmung die geistige Wahrnehmung.
In unendlicher Folge ist das GESETZ DER POLARITÄT für uns verbindlich, d. h. zwingend! Wir
können dieses GESETZ mit keiner Atomkraft außer Kraft setzen.

• Aufgrund dieses elementaren GESETZES im Universum ist die gesamte Menschheit die
Polarisation zum existenten GOTT.

Aufgrund der Polaritäten im Universum wäre die Menschheit ohne GOTT nicht vorhanden. Die
Existenz GOTTES beweist die Existenz der Menschheit und umgekehrt.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Dezember 1964

Jeder gebildete Mensch fragt sich, ob die empirische Wissenschaft an einen GOTT glaubt. Diese
berechtigte Frage wird durch die Wissenschaft zum größten Teil mit einem glatten "Nein" beant-
wortet. Der einfache Bürger ist nicht kompetent genug, diese Entscheidung nachzuprüfen. Er ver-
läßt sich auf das Urteil der Wissenschaft, weil er weiß, daß die Wissenschaft alle Möglichkeiten zur
Hand hat, dieses Problem für ihn zu erledigen und nachzuprüfen. Der Bürger kann sich somit jede
eigene Mühe sparen.

Weiter fragt sich jeder gebildete Mensch, ob die großen, maßgebenden Religionen einen GOTT
beweisen können und ob solche vorgebrachten Beweise ausreichen, um vor der Wissenschaft zu
bestehen. Der einfache Bürger ist auch in diesem Falle nicht kompetent genug, darüber selbst zu
entscheiden, weil ihm das Material für eine solche Entscheidung meistens nicht zugänglich ist.

• Das Urteil der Wissenschaft ist ein Welturteil, denn nach diesem richten sich die Massen.

In diesen Massen verschwindet die Minderheit, so daß das Urteil der Minderheit kaum Beachtung
findet. Die großen Religionen werden stark angezweifelt. Weil sie sich außerhalb der Wissenschaft
stellen. Sie behaupten, daß es göttliche Wunder gibt, die nichts mit der Logik der wissenschaftli-
chen Erfahrung zu tun haben.

An dieser Stelle versagt das normale Denkvermögen des Durchschnittsmenschen. Die Folge ist der
Atheismus. Was angeblich nicht existiert und keinesfalls glaubhaft bewiesen werden kann, gehört
nicht in unsere Welt. Darum ist es kein Fehler, solche "Hirngespinste" verächtlich zu machen.

Inwieweit die gebildete Menschheit bereit ist, an GOTT und Seine Engel zu glauben, erkennen wir
am besten an der Kriegsaufrüstung, die im krassen Widerspruch zu einer derartigen Erkenntnis
steht. Folglich wird die ganze Welt vom Atheismus beherrscht, auch wenn man die Religionen an
ihrer Ausübung nicht direkt hindert, d. h. sie werden in den freien Ländern am Rande geduldet.

Wenn jedoch die Wissenschaft in diesem Punkte irrt, dann irrt selbstverständlich auch die ganze
Menschheit. Und das ist tatsächlich der Fall. - Leider ist es nicht jedem Menschen möglich, sich
völlig sicher von der Existenz einer geistigen WELT zu überzeugen. Es gibt viele Gründe, die eine
solche Selbsterfahrung verhindern können. Die Wissenschaft ist davon nicht ausgenommen, auch
sie kann nichts erzwingen, was gegen die geistigen GESETZE verstößt. Auch die Wissenschaft
muß sich an diese ungeschriebenen GESETZE halten, wenn sie Erfolg haben will.

• Wir haben mit Ärzten und Wissenschaftlern darüber gesprochen. In allen Fällen hat es
sich gezeigt, daß diese Menschen überhaupt nicht willens waren, eine Neutralität zu be-
wahren. Die ihnen auf den Universitäten und in ihren Fachkreisen aufgezwungenen und
eingeimpften Vorurteile haben geistige Barrieren geschaffen, die jede Erkenntnis auf die-
sem Gebiet von vornherein verhindern.
Es soll keinesfalls verlangt werden, daß die Wissenschaft alles in Bausch und Bogen akzeptiert. Wir
wissen selbst aus unseren täglichen Zuschriften, daß es eine unfaßbare Menge von absolutem Un-
sinn auf diesem Gebiet gibt. Doch auch die Wissenschaft muß sich die Mühe machen, die Spreu
vom Weizen zu sortieren, so, wie wir das auch machen. Wir verlangen nicht, daß unser Weizen
maßgebend sein soll. Aber wir fordern, daß die Wissenschaft diesbezüglich ihren eigenen Weizen
sortiert, der für sie dann maßgebend ist. Doch die Sortiermethoden können nicht allein von der Wis-
senschaft bestimmt werden, sie beruhen auf GESETZEN, die durch den Spiritualismus bereits jah-
relang erforscht und ausprobiert worden sind. Für diese Erkenntnisse sind nur diese GESETZE
maßgebend und nicht die unrealen Vorurteile unwissender und rechthaberischer Menschen.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Januar 1965

Angenommen, die akademische Wissenschaft würde eines Tages veröffentlichen, daß die Resultate
und Lehren des Spiritualismus stimmen, dann würde das in der ganzen Welt einen unvorstellbaren
geistigen Umschwung zur Folge haben. Würde die akademische Wissenschaft diesen Schritt tun, so
wäre das kein Irrtum und keine Lüge, sondern ein berechtigter Schritt zur Wahrheit. - Es stellt sich
die Frage, ob eine derartige Feststellung in den Kompetenzbereich der Naturwissenschaft fällt. Zwi-
schen den Religionen und der Naturwissenschaft besteht ein Gegensatz:

• Die Naturwissenschaften feinden unwillkürlich die Religionen an, da sie die religiösen An-
sichten aufgrund ihrer Kenntnisse nicht voll akzeptieren.

• Die Religionen mit ihrem Gottglauben haben noch nicht die notwendige Reinigung unter-
nommen. Fast alle diese Glaubensrichtungen enthalten leider viel zu viele Irrtümer und
unwissenschaftliche Betrachtungen, die nur zu noch größerem Zweifel führen.

Kann man aus diesem Gegensatz für die Zukunft überhaupt erwarten, daß der Gottglaube mit sei-
nem Drum und Dran als Sieger hervorgehen kann? Der Fehler ist auf beiden Seiten zu suchen.
Die Naturwissenschaften haben dieses Gebiet überhaupt noch nicht ernsthaft in Anspruch genom-
men. Die Erkenntnisse der Naturwissenschaft lassen sich größtenteils überhaupt nicht auf das Me-
taphysische und Transzendente anwenden. Der Naturwissenschaft fehlt also das Fundament der
objektiven Beurteilung. Die Naturwissenschaft hat sich nicht um die Erkenntnisse und auch nicht
um die gesicherten Beweise der GEISTIGEN WELT gekümmert, sondern in einer Art von akade-
mischer Igelstellung völlig ignoriert. Deshalb befindet sich die Menschheit in einer gefährlichen
Unwissenheit, die sich im ganzen Verhalten der Erdenmenschheit negativ auswirkt. Das gesamte
soziologische Weltbild wird durch diese gefährliche Unkenntnis gestört. Selbst die Naturwissen-
schaften hinken an vielen Stellen ihrer Forschungen, weil sie der Wahrheit in unverantwortlicher
Weise aus dem Wege gegangen sind.

• Somit muß festgestellt werden, daß sowohl die Religionen als auch die Naturwissenschaf-
ten in vielen wichtigen Betrachtungen irren.

Sollte es wirklich nicht an der Zeit sein, daß hier eine entscheidende Änderung getroffen wird? -
Diese Änderung ist nicht allein von den großen Kirchen zu erwarten und auch nicht zu verlangen.
Auch die Wissenschaft muß sich dazu bereit erklären, dieses "Heiße Eisen" endlich anzufassen.
Auch die Wissenschaft muß ihre Unwissenheit auf diesem Gebiet zugeben, sie darf nicht in einem
falschen Stolz verharren, der für die ganze Menschheit bereits mehr als deutlich gefährlich wird.

In den letzten Jahrhunderten hat diese Menschheit tatsächlich ungeheure Erkenntnisse und enorme
Errungenschaften gewonnen. Trotzdem ist die Menschheit geistig stehengeblieben, ja in einzelnen
Punkten sogar zurückgefallen.

Der Gottglaube mit einer objektiven Gotteserkenntnis ist nicht allein eine Angelegenheit der Kir-
chen, sondern in hohem Maße eine Angelegenheit der Naturforschung. Es gibt keine vernünftige
Erklärung, daß geistige Belange nicht zur Naturforschung gehören sollen.

Sowohl im Diesseits als auch im Jenseits leben ungeheure Massen von Menschen in allen mögli-
chen Entwicklungsstufen. Die Erforschung der jenseitigen Lebensmöglichkeiten, der SPHÄREN
usw. gehört mit zum universellen Menschheitsdasein. Es ist unwürdig, hier eine Spaltung zwischen
Diesseits und Jenseits zu betreiben, denn das Jenseits ist für jeden Menschen der LEBENSBE-
REICH, der ihm nach seinem Erdendasein unausweichlich bestimmt ist.
• Wenn sich die akademische Wissenschaft für die fernsten Sterne interessiert, dann kann sie
sich auch mit dem Geistigen Reich befassen.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Februar 1965

Frage : Unsere heutige Entwicklung hat es immer noch nicht fertig gebracht, der Weltöffentlich-
keit klarzumachen, daß die menschliche Seele nach dem Tode unverzüglich weiterlebt.
Ist es die Aufgabe der akademischen Wissenschaft oder die heilige Aufgabe der Kirchen,
hierüber die objektive Wahrheit zu erforschen und diese Erkenntnisse der Weltöffent-
lichkeit mitzuteilen?

ELIAS : Es ist eigentlich die Aufgabe der Kirchen, denn diese haben alle Mittel zur Verfügung,
auch die finanziellen und die Möglichkeit der Publikation. Aber die Kirchen haben bisher
in diesem Punkt versagt und sie werden auch weiterhin versagen. Aus diesem Grunde
muß die akademische Wissenschaft ein Gebiet aufgreifen, daß ihr nicht direkt zusteht.

• Es wird aber so kommen, daß die Kirchen sich von dieser Wissenschaft beleh-
ren lassen müssen.

Die akademische und somit empirische Wissenschaft wird der Kirche klarmachen müs-
sen, was GOTT ist und was ein GEISTIGES REICH ist. Darüber hinaus wird die Wissen-
schaft beweisen, daß die menschliche Seele den Tod geistig überlebt und jenseitig wei-
terexistiert. Sie wird auch die Reinkarnation beweisen und so mit einen Wust von Dog-
men ausräumen.

Bis hierher die Antwort eines großen geistigen Lehrers aus der GEISTIGEN WELT.

Wenn man die Größe der Religionen betrachtet, so muß uns diese Antwort unendlich beschämen!
Religionen, die sich mit der Existenz der Menschen befassen, deren Vertreter sich "Seelsorger"
nennen und die GOTT und Sein Reich in unendlicher Folge interpretieren, können die Wahrheit
nicht erforschen, sondern sie nur vermuten und müssen diese Aufgabe wegen Unfähigkeit an ihren
bisherigen Feind, die Wissenschaft, abgeben, die für sie die Kastanien aus dem Feuer holen soll.

Die großen Religionen mit ihren Kirchen sind an Forschung wenig interessiert, weil sie um ihre
fanatisch verteidigten Dogmen fürchten. Man will nicht zugeben, daß man jahrelang Irrtümer und
falsche Vermutungen gelehrt und angebetet hat.
Aus dieser Situation hat die politische Philosophie ihren gefährlichen negativen Nutzen gezogen.
Die Staatsführung beruft sich auf das Wissen der Theologie und der akademischen Wissenschaft.
Beide haben wenig zu bieten. Deshalb glaubt man, daß es in dieser Richtung kaum etwas zu erfor-
schen gibt.

Demgegenüber muß die Feststellung getroffen werden, daß das Geistige Reich tatsächlich wissen-
schaftlich erwiesen ist. Wenn die Arbeit und die Erkenntnisse der entsprechenden Wissenschaftler
von den Universitäten nicht voll anerkannt werden, dann ist das ein Kompetenzstreit, der die ganze
Menschheit in große Gefahr bringt. Es gibt Wissenschaftler genug, die sich mit ihrem Ruf und Na-
men für diese Erkenntnisse einsetzen. - Aber die Gegenseite versucht alles, um sie zu unterdrücken.

Die Weltöffentlichkeit nimmt nur sehr ungern große, umwälzende Erkenntnisse zur Kenntnis, wenn
nicht eine anerkannte große Persönlichkeit dahintersteht. Obwohl der Weltspiritualismus schät-
zungsweise etwa 200 Millionen Anhänger hat, fehlt ihm die sog. öffentliche Kirche, die ihn nach
außen hin legitimiert. Die Tatsache des Überlebens nach dem leiblichen Tode wird vor angesehenen
Wissenschaftlern ohne Einschränkung bestätigt. Es sind Namen wie Prof. Dr. Walther Hinz, Uni-
versität Göttingen, Dr. med. Carl Wickland, Dr. med. Wilhelm Beyer, Pfarrer Johannes Greber, Dr.
Emil Mattiesen und mehr als tausend andere Persönlichkeiten mit verdienten Titeln und Namen. 2 -
Wir fordern deshalb die akademische Wissenschaft auf, mit allen Mitteln an der weiteren Erfor-
schung mitzuarbeiten, damit die Kirchen eine entsprechende Antwort erhalten.

2
Siehe dazu das Protokoll: "Der Tod, ein Irrtum mit verhängnisvollen Folgen. - Eine Dokumentation wissenschaftlicher Grundlagenforschung".
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

März 1965

Sofern jemand einen genialen Einfall hat, spricht man von einer Inspiration. Das Lexikon berichtet
hierüber, daß es sich in diesem Falle um eine göttliche Eingebung handelt. Heute, im technisch-
materialistischen Zeitalter, entstellt man häufig den wirklichen Sinn. Aus diesem Grunde ist auch
der Begriff der Inspiration verfälscht worden. Man versteht heute darunter einen genialen Gedan-
kengang, der aus dem Unterbewußtsein des Menschen nach oben dringt. Diesen Unsinn verdanken
wir den Psychologen, die von der wahren Geisteswissenschaft überhaupt keine gute Meinung und
ebensowenig Ahnung haben.

• Früher wußte man sehr gut, daß die Inspiration eine höhere, von außen her eindringende
gedankliche Eingebung ist. Diese Eingebung erfolgt durch einen jenseitigen FREUND,
einen persönlich interessierten SCHUTZGEIST oder durch einen an der Sache interes-
sierten Mitarbeiter des Geistigen Reiches.

Es mag sein, daß die geistige Eingebung (Inspiration) über das Unterbewußtsein erfolgt. Aber es ist
völlig falsch, wenn man annimmt, daß diese Inspiration ein Produkt des Unterbewußtseins ist. Dem
Unterbewußtsein wird leider zu viel angedichtet. Seine tatsächliche Funktion hat nichts oder höchs-
tens nur sehr wenig mit dem Überirdischen zu tun. Die Tätigkeit des Unterbewußtseins ist keine
Gehirntätigkeit, sondern ein geistiger Vorgang, d. h. ein kosmischer Prozeß, den wir noch zu erfor-
schen haben.

Bei der Betrachtung der Inspiration muß man unter allen Umständen beachten, daß es eine gute und
eine böse GEISTERWELT gibt. Von beiden Seiten her kann die Inspiration erfolgen. Dieses Phä-
nomen können wir bei den Kunstrichtungen deutlich erkennen. Es ist sogar möglich, daß das inspi-
rierte Medium für beide Seiten des Geistigen Reiches geeignet ist. Das Geistige Reich weist jedoch
erfahrungsgemäß superlative Möglichkeiten auf. Daher kann es sehr Böses inspirieren, aber auch
sehr Gutes.

• Nach dem GESETZ, daß Gleiches sich anzieht, spielt der Charakter des Mediums eine we-
sentliche Rolle. Ein charakterlich schwankendes Medium wird nach oben und unten ge-
öffnet sein, während ein gefestigter guter Charakter das Böse weniger an sich heranläßt.

Inspiration heißt auch EINATMEN. - Damit wird deutlich gemacht, daß es sich um die Aufnahme
von feinstofflichen SUBSTANZEN handelt. Die wirkliche SUBSTANZ der Inspiration besteht aus
FEINSTSCHWINGUNGEN, eben aus dem Gedankengut. Eine Inspiration ist jedoch nur möglich,
wenn das Medium die entsprechende FREQUENZ herstellt. Nach unseren Forschungen scheint
diese Schaltung ein Vorgang des Unterbewußtseins zu sein. Diese Schaltung ist nur beim irdisch-
lebenden Menschen erforderlich, denn der Jenseitige verständigt sich sowieso telepathisch auf allen
FREQUENZEN. Die Telepathie ist die Sprache der " Toten".

Die Inspiration ist selbstverständlich auch der Verständigungsweg des HEILIGEN GEISTES. Die-
ser bedient sich seiner jenseitigen LEHRER, die ihre irdischen Medien suchen und sie beeinflussen.

• So wie es einen HEILIGEN GEIST gibt, gibt es auch einen UNHEILIGEN GEIST, der
ebenfalls sehr wirksam auftritt.

Die Tatsache einer jenseitigen Beeinflussung ist für uns Menschen ein ungeheuer wichtiges Phäno-
men, das in keiner Weise richtig erforscht und beachtet worden ist. Es handelt sich hierbei um eine
enorme Naturwissenschaft, die wir allen akademischen Forschern empfehlen. Es ist ein lohnendes
Gebiet, das der Menschheit wertvolle Erkenntnisse liefern kann. Wir fordern die Wissenschaft auf,
sich endlich und gewissenhaft um eine derartige Erkenntnis zu kümmern. Hier liegt auch der
Schlüssel zu einem dauerhaften Weltfrieden.
- 29 -

Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

April 1965

Um das Seelenleben der Menschen zu erforschen, hat man die Tiefenpsychologie praktiziert. Man
glaubt, auf diese Weise Schlüsse ziehen zu können. Hierbei macht die Psychologie aber einen be-
deutenden Fehler. Die Tiefenpsychologie hat für die Schlußfolgerung nur einen wirklichen Sinn,
wenn die Träume des Menschen nur aus seiner Eigenproduktion bestehen. Nach unseren Erfahrun-
gen und Forschungen ist das aber nicht der Fall. Im Gegenteil:

• Es liegen Beweise vor, daß wenigstens ein Teil der Träume telepathischen Charakter ha-
ben. Diese Telepathie kann von irdisch lebenden Menschen ausgestrahlt werden, sie kann
aber auch von jenseitig lebenden Seelen ausgehen.

Um diese Tatsache zu erklären, wird folgendes Erlebnis geschildert: Während unserer medialen
Forschungen richtete sich mein FÜHRERGEIST eines Morgens an mich, indem er über das Hellhö-
ren zu mir sagte:
"Dein Sohn wird jetzt gleich erwachen. Er hat einen sehr bedeutsamen Traum gehabt. Er wird ihn dir jetzt
erzählen. Versuche herauszufinden, was mit diesem symbolischen Traum gemeint ist, den wir ihm ge-
schickt haben."

Tatsächlich wachte mein Sohn Uwe, der ein sehr starkes spirituelles Medium ist, auf - und erzählte
augenblicklich sein Traumerlebnis, das auf ihn einen sehr starken Eindruck gemacht hatte und des-
sen Einzelheiten er noch genau in seinem Gedächtnis hatte.

Der Traum hatte folgenden Inhalt: In einer Wüste lagen viele durch Durst geschwächte Menschen,
die sich vor Entkräftung nicht mehr erheben konnten. Der Träumer hatte ein Kochgeschirr in den
Händen, wie man es beim Militär hat. Er wußte, daß sich in der Nähe eine Quelle befand, die er
sofort aufsuchte, um Wasser zu schöpfen. Mit diesem kostbaren Naß ging er zu den Verdurstenden,
um sie zu laben. Dabei fiel ihm ein, daß es besser sei, das Wasser in kleine Rationen aufzuteilen,
damit möglichst viele Durstende zunächst einen Schluck bekämen, statt daß ein einziger sich daran
tottrinken könnte. In dieser Weise verteilte er dann das Wasser, das er aus dem Kochgeschirr heraus
auf den Deckel goß.

Die Symbolik dieses Traumes war nicht schwer zu deuten, denn dieser Traum bezog sich auf unsere
spirituelle Mission. Wir standen damit noch am Anfang - und die GEISTIGE WELT machte uns auf
diese Weise darauf aufmerksam, daß wir mit unseren Botschaften und Erfahrungen möglichst vor-
sichtig umgehen sollten. CHRISTUS sagte einmal, daß man die Perlen nicht vor die Säue werfen
soll.

Wir entnahmen aus diesem telepathisch übermittelten Traum, daß es sich um die Glaubensquelle
handelt, deren Wasser nur Schluck für Schluck und in gewissen Abständen gegeben werden kann.
Bekommt ein Laie das spirituelle Wissen auf einmal verabreicht, so wird ihm davon übel und er ist
für die Erweckung völlig verloren. Derartig suggerierte Traumerlebnisse haben wir öfter gehabt.
Ebenso wurden uns auf diese Weise kommende wichtige Ereignisse vorausgesagt.

Wir ersehen daraus, daß dem Traum unbedingt eine Beachtung geschenkt werden kann. Doch hin-
sichtlich der weitverbreiteten Tiefenpsychologie, die sich speziell auf das Traumerlebnis stützt, darf
man sich nicht allzusehr verlassen. Der Traum ist ein Teil der Transzendenz des Menschen. Seine
Entstehung hängt nicht von einer Hirntätigkeit ab. Solange die Psychologie noch darüber im Zwei-
fel ist, ob es ein geistiges Fortleben nach dem Tode gibt, wird sie weiter im Dunkeln bleiben und
die Seele des Menschen nicht erklären können. Hier ist der Spiritualismus der Psychologie weit
voraus.

Wir bemühen uns, der akademischen Wissenschaft Hinweise zu geben, ihre Standpunkte in vieler
Hinsicht zu überprüfen und entsprechend zu korrigieren. Die Universitäts-Wissenschaften tragen
die volle Verantwortung für die Zukunft der Erde.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Mai 1965

Die Schizophrenie (Bewußtseinsspaltung) kann nicht allein von der Medizin beurteilt werden. Es
handelt sich um einen geistigen Vorgang, der stark im Zusammenhang mit den kosmischen Ge-
heimnissen steht.

Die Psychologie ist der Ansicht, daß es Menschen gibt, die sich durch eine geistige Fehlschaltung
mit ihrem eigenen Unterbewußtsein unterhalten können. Hierzu ein Beispiel: In unserem Kreis er-
schien eine Frau, die unter ihrem Mantel die Anstaltskleidung einer Irrenanstalt trug. Sie war dort
entwichen und verlangte von uns Heilung und Wegweisung durch unsere geistige FÜHRUNG. Wir
glaubten an eine Besessenheit. Doch zu unserem größten Erstaunen sagte uns ARGUN, daß sich
diese Frau in ihrem kosmischen Bewußtsein eigene Phantome geschaffen habe, die mit ihrem Be-
wußtsein zusammenhängen. Diese Frau konnte durch einen Exorzismus (Austreibung) nicht geheilt
werden. Das war ein Fall von echter Bewußtseinsspaltung. In dieser Hinsicht hat die Psychologie
durchaus recht.

• Nun ist es aber sehr schwer, eigene Diagnosen zu stellen, weil der Wissenschaft und den
praktizierenden Ärzten nicht immer ein spiritueller Zirkel zur Verfügung steht. Daher irrt
man sich in Tausenden von derartigen Fällen.
Die spirituelle Literatur weiß darüber genug zu berichten, denn es gibt niedere Geister, die sich in
das Bewußtsein eines Menschen einnisten. Mit diesen fertigzuwerden ist ein Kunststück, das nicht
zur Medizin, sondern zur höheren Diplomatie gehört.

Wir sind daher überzeugt, daß das Buch von Dr. med. Wickland, "30 Jahren unter den Toten" (Otto
Reichl Verlag, Remagen) nicht zur allgemeinen Unterhaltungslektüre gehört, auch nicht zu einer
Orientierungsschrift für Okkultisten, sondern daß dieses Buch ein absolut zuverlässiges, wissen-
schaftliches Werk ist, das in jede Universität gehört, um dort als hervorragender Lehrstoff für Stu-
denten der Philosophie, Psychologie und Medizin verwendet zu werden.

• Wenn diese Tatsache nicht anerkannt werden sollte, so trägt die akademische Wissen-
schaft einen erheblichen Teil am Unglück der Erdenmenschheit bei.

Wenn sich eine Bewußtseinsspaltung vollzieht, so muß beachtet werden, wie sich das geistige Ge-
spräch im Bewußtsein entwickelt. Handelt es sich nur um die persönlichen Anliegen, Wünsche und
Interessen des Patienten, so kann mit einer Phantombildung gerechnet werden, ganz gleich, ob die
geistige Unterhaltung logisch oder unlogisch ist.

• Wenn es sich jedoch um eine echte Besessenheit handelt, so geben die Besessenheitswesen
(Geister) klare Beweise ihrer Individualität.

Selbstverständlich ist das Hellhören auch eine Art der Besessenheit. Es gibt ein göttliches (logi-
sches) Hellhören. Es gibt aber auch, und zwar in der Mehrzahl, ein dämonisches Hellhören. Beide
sind telepathischer Art und sind oft vermischt.

• Erkennbar ist das dämonische Hellhören, wenn die Jenseitigen auf die Patienten einen
Druck ausüben, wenn sie Forderungen stellen, das oder jenes zu tun, wenn sie drohen,
falls ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

Ein frommer Patient ist besonders gefährdet, weil man ihm droht, daß er ins Fegefeuer kommt oder
daß er gegen GOTTES Gebote und gegen GOTTES Verlangen ungehorsam sei. Diese Geister ver-
langen einen absoluten Kadavergehorsam, von Freiübungen angefangen bis zur masochistischen
Unterwerfung, ja, bis zum Mord an den eigenen Kindern (Bibel: Abraham.). - Bei echtem Kontakt
mit Jenseitigen - wenn diese gut sind - leidet das Medium nicht, sondern erfährt Unterstützung, die
auch anderen Menschen zugute kommt. (z. B. Diagnosen und Heilhilfen). - Jedenfalls sind Geister
in der Lage, ihre Existenz durch entsprechende Hinweise zu bestätigen. Sie verraten dem Medium,
was hinter den Mauern und hinter den Stirnen der Umgebung vorgeht.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Juni 1965

Kommt das Gespräch auf den Spiritismus, dann zeigt es sich meistens, daß man vom Spiritualismus
nichts weiß, obwohl dieser die höhere Form darstellt. Der Spiritualismus hat nichts mit einer primi-
tiven Verständigung zu tun, da wird nicht geklopft oder buchstabiert. Im Gegensatz zum Spiritis-
mus gibt es im Spiritualismus eine schnelle, fließende Verständigung. Aus diesem Grund hat das
Medium zeitlich keine Gelegenheit, über eine Frage oder über ein Thema lange Betrachtungen an-
zustellen. Für diese Art der Verständigung gibt es neben der Anerkennung als echten Jenseitskon-
takt nur eine einzige Verdrehung, nämlich "die Genialleistung eines unbewußten Unterbewußt-
seins". Akademische Wissenschaftler haben darüber nachgedacht. Ihrer Meinung nach soll die Me-
dialität mit Hysterie zusammenhängen. Das mag bei gewissen unbrauchbaren Medien der Fall sein.

• Doch ein jahrelang getestetes und erfahrenes Medium zeigt überhaupt keine Spur von
Hysterie, im Gegenteil – es ist sehr harmonisch und ausgeglichen.

Wir wollen aus unserer Erfahrung herausstellen, warum die Theorie vom "genialen hysterischen
Unterbewußtsein" nicht stimmt: Ein jenseitiger FÜHRERGEIST beweist in jeder Sitzung seine In-
dividualität, die sich im Laufe von Jahrzehnten nicht ändert. Es gibt Medien und Zirkel, die mehr
als 25 Jahre mit dem gleichen FÜHRERGEIST in Verbindung stehen und ihm ein enormes Wissen
verdanken.

• Wird das Medium ausgewechselt, so daß derselbe FÜHRERGEIST mit einem anderen
Medium auskommen muß, dann ändert sich trotzdem in keiner Weise seine Individualität,
die allen Teilnehmern bis ins kleinste bekannt ist.

Es ist ganz selbstverständlich, daß ein anderes Medium auch ein anderes Unterbewußtsein besitzen
muß. Dieser Unterschied müßte zutage treten. Trotzdem ändert sich nichts an der individuellen Art
des FÜHRERGEISTES.

• Bei der Nutzung von guten Schreibmedien macht der FÜHRERGEIST dieselben Handbe-
wegungen, bei dem einen Medium genauso, wie bei dem anderen. - Er macht dieselben or-
thographischen Fehler. - Er verwendet dieselbe Raumaufteilung auf dem Papier und gibt
dieselben Zeichen, wie das Papier gelegt werden soll.
Da gibt es nicht eine Spur von verschiedener Individualität zu erkennen. Kein Anzeichen eines an-
deren Unterbewußtseins. Im Gegenteil – der FÜHRERGEIST kommt auf Einzelheiten zu sprechen,
die er mit einem anderen Medium behandelt hat. Wir haben in unseren Séancen beobachten kön-
nen, daß gerade die Individualität so stark zum Ausdruck kommt, daß alle Teilnehmer sofort wuß-
ten, welcher Geist mit dem Medium arbeitet, ohne daß dieser erst seinen Namen nennen mußte.

Wir haben denselben FÜHRERGEIST, der mit unseren Schreibmedien gearbeitet hat, auch durch
ein Volltrance-Medium gehört. Er machte auch mit diesem Medium dieselben Fehler in seiner Aus-
drucksweise und benutzte denselben Satzbau, der ihn legitimierte. - Hinzu kommt die Verständi-
gung in einer Fremdsprache, so, wie dieses Phänomen im Neuen Testament erwähnt wird.
• Ein jenseitiger Geist kann über ein Medium jede beliebige Fremdsprache zum Ausdruck
bringen, die der Geist selber beherrscht. Das Medium muß diese Fremdsprache in keiner
Weise beherrschen. Wir haben erlebt, daß der FÜHRERGEIST mit unserem Medium Ja-
panisch geschrieben hat, was wir erst übersetzen lassen mußten.

Für das bedeutende Medium Mirabelli in Brasilien gab es in dieser Hinsicht überhaupt keine Gren-
zen. Mirabelli schrieb in einem Dutzend anderer Sprachen, die ihm selbst völlig fremd waren. Es
waren nicht nur einzelne Worte und Sätze, sondern seitenlange Abhandlungen über ein wissen-
schaftliches Thema.

• Das Unterbewußtsein in Ehren, aber im Spiritualismus ist ein anderer Geist tätig, der sich
vollends beweisen kann.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Juli 1965

Im Gegensatz zu den materiellen Naturgesetzen hat die GEISTIGE WELT ihre eigenen GESETZE,
die sich hauptsächlich auf die geistige Haltung des Menschen beziehen. Daher sind die GESETZE
der Moral, der Ethik, der Nächstenliebe, der selbstlosen Hilfsbereitschaft und der Gemeinschaft von
höherer Bedeutung.

• Diese GESETZE müssen auf der spirituellen Basis unbedingt berücksichtigt werden.

Bei allen Experimenten und Forschungen der Parapsychologie werden diese geistigen GESETZE
leider meistens außer acht gelassen. Kein Wunder, wenn die Resultate dann auch andere Definitio-
nen zulassen.

Die akademische Wissenschaft möchte die Religion völlig weglassen. Doch gerade die Religion ist
der Sektor, der die geistigen GESETZE eher in Rechnung stellt. Es ist also nicht allein die Religion,
die entscheidend zum spirituellen Erfolg beiträgt, sondern es sind die oben angeführten geistigen
GESETZE, die beachtet werden müssen.

• Weil die GEISTIGE WELT zwei Seiten besitzt, nämlich superlativ GUTES und superlativ
BÖSES, kommt es selbstverständlich darauf an, welche Seite sich angesprochen fühlt und
entsprechend reagiert.

Wiederholt haben sich die Gerichte mit geistigen Phänomenen befassen müssen, darunter auch
manche Spukphänomene. In einigen Fällen wurden Medien angeklagt, weil man sie für Betrüger
hielt. Es mag mitunter Betrüger geben, aber nicht alle Medien sind so eingestellt. Die Wissenschaft,
auf welche sich die Gerichte berufen, spricht in solchen Fällen von einer "unbewußten Selbsttäu-
schung" der Medien, die ihrem eigenen Unterbewußtsein zum Opfer fallen. Diese Auslegung trifft
in vielen Fällen nicht zu und zeigt die Unsicherheit und Unerfahrenheit der Nichtspiritualisten auf
diesem Gebiet. Der Betrug muß nicht immer auf der irdischen Ebene liegen, er kann auch jenseitig
erfolgen.

Die Geistige Welt besitzt Möglichkeiten, die für jeden Menschen märchenhaft erscheinen müssen,
die aber für den skeptischen Wissenschaftler geradezu unmöglich erscheinen. Die GEISTIGE
WELT kann z. B. einen Gegenstand, etwa einen Edelstein oder ein Stück Erz, von einem Kontinent
zum anderen befördern, indem das Objekt dematerialisiert und rematerialisiert wird. Diese Atom-
verrückungen und Apporte erfolgen im Bruchteil einer Sekunde, ja mit Lichtgeschwindigkeit. Ein
solches Objekt kann dem Medium zugesteckt werden.

• Wenn die böse Geisterwelt, d. h. die niederen, unsauberen Seelen, daran interessiert sind,
einen wichtigen Test scheitern zu lassen, dann können sie dem Medium auf diese Weise
einen ungeheuren Schaden zufügen. Sie können das Medium zum Betrüger stempeln, in-
dem sie einen Betrug vortäuschen.

Aus diesem Grund ist es völlig absurd, wenn die Gerichte überhaupt keine Ahnung vom Jenseitigen
haben und auch nicht an das Jenseits glauben -, einen Sachverständigen zu Rate ziehen, der eben-
falls kein erfahrener Spiritualist ist, sondern ein akademischer Psychologe oder Betrugsspezialist.

• Diese Situation zeigt, wie weit wir mit unserer Geisteswissenschaft noch hinter dem Mond
sind. Erst wenn auch die akademischen Kreise näher an die Erfahrungen herangeführt
werden, kann sich das Blatt zu Gunsten der Geisteswissenschaft wenden.

Es ist daher wichtig, daß gewisse Teile der spirituellen Erfahrungswissenschaft zum Lehrstoff der
Universitäten herangezogen werden. Der Student von heute hat ein Recht auf die volle Wahrheit. Er
darf nicht darauf angewiesen sein, sich diese Wahrheit mühevoll und auf Umwegen selbst zu ver-
schaffen, sie muß ihm im Universitätsstudium ebenfalls geboten werden.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

August 1965

Der Spiritualismus, d. h. die Erforschung des Jenseitslebens ist im wirklichen Sinne keine Religion,
sondern eine Naturwissenschaft, die weit über die Grenzen unserer Schulweisheit hinausragt. Wenn
der Spiritualismus heute noch nicht zur Schulweisheit gehört, so ist das sehr zu bedauern. Aber die-
se Lehre kann morgen schon zur Schulweisheit gehören, wenn nur ein bißchen guter Wille vorhan-
den ist.

Um dieses Ziel zu erreichen, müßten sich die akademischen Führer der Universitätswissenschaften
dazu entschließen, erfahrene Spiritualisten an ihre Lehrstätten zu berufen. Schon aus diesen Diskus-
sionen, zwischen den Dozenten und den Studenten, würde sich nach und nach ein einwandfreies
Bild ergeben. Leider sind die Universitäten heute noch so in sich abgegrenzt, daß sie es für unter
ihrer Würde halten, sich mit einem angeblichen Aberglauben zu befassen. Sie wissen nicht, welche
erhabene Wissenschaft sie damit negieren. Hier kann man tatsächlich CHRISTI Worte anwenden:
”HERR vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."

Wenn man die Philosophie betrachtet, so kann kein Mensch davon behaupten, daß sie nur aus posi-
tiven Ergebnissen stammt. Kein Experte oder Wissenschaftler wird die akademische Philosophie in
dieser Weise rechtfertigen können. Selbstverständlich hat auch der Spiritualismus seine zwei Seiten.
Er unterscheidet sich darin nicht von der Philosophie. Aber er hat dafür den ungerechten Nachteil,
daß er nicht akademisch anerkannt ist. Wenn es sich also um die Schattenseiten einer Wissenschaft
handelt, so hätte die Philosophie ebenfalls kein Anrecht auf eine Anerkennung durch die Universi-
tätswissenschaft. Sie dürfte auch nicht an den Universitäten gelehrt werden, denn dort macht man
nachweislich überhaupt keinen Unterschied, ob es sich um positive oder negative Betrachtungen
handelt. Also muß dieser Negierung durch die Universitäten ein anderer Grund obliegen: Es ist die
Anlehnung an eine theistische, ganz besonders einer christlichen Religion.

Die Experten der Universitätswissenschaften haben zuweilen mit dem Spirituellen geliebäugelt. Sie
haben sich Vorteile davon versprochen. Man bittet die Jenseitigen, wenn sie existieren, ihnen jeden
Wunsch zu erfüllen, wie im Märchen "Aladin und die Wunderlampe". Da diese materiellen Wün-
sche nicht erfüllt werden, sondern hauptsächlich Ermahnungen und Kritiken erteilt werden, ist der
Spiritualismus für die Universitätswissenschaft nicht nur uninteressant, sondern unbeliebt.

• Dieses Eis einer starrsinnigen Überheblichkeit muß endlich aufgetaut werden. Es ist eine
Forderung der Menschheit, die ein Recht auf wahrheitsgetreue Information hat.

Dieses Ziel ist mit Alltags-Spiritualisten nicht zu erreichen, auch nicht mit Durchschnittsmedien.
Außerdem kann eine spiritualistische Sitzung nicht ohne weiteres in eine Universität oder in ein
wissenschaftliches Institut verlegt werden.

• Nach den jenseitigen GESETZEN ist nicht nur der Spuk ortsgebunden, sondern in hohem
Maße - wenn auch nicht unbedingt - auch die Verständigung mit HÖHEREN GEISTWE-
SEN.

Unerfahrene Akademiker haben es leider fertiggebracht, den Versuch zu wagen, den spiritistischen
Kontakt in den Gerichtssaal zu verlegen. Doch als der Beweis ausblieb, was gar nicht zu verwun-
dern ist, wurde die ganze Angelegenheit als ein Betrug ausgelegt. Die Freude der Journalisten und
Atheisten ist in solchen Fällen groß, da sie einen glaubhaften Artikel loslassen können, der den gan-
zen Okkultismus höchst lächerlich macht. - Ein erfahrener Spiritualist wird nicht befragt, denn er
zählt mit zu den "Betrügern", die man fassen möchte.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

September 1965

Nehmen wir eine Erklärung Baerwalds 3, so sehen wir, daß Baerwald von einem Kampffeld spricht,
einem Streit des Okkultismus mit den anderen Wissenschaften. Auf diesem Kampffeld wird mit
derselben Erbitterung und Leidenschaft gekämpft, wie politische Parteien ihre Meinungsverschie-
denheiten austragen. Wenn Baerwald sagt, daß ein derartiger wissenschaftlicher Streit besteht, so
wird jeder normal denkende Mensch zugeben müssen, daß man sich keinesfalls um ein Hirngespinst
derartig streiten würde. Also läßt sich die Tatsache nicht abstreiten, daß es sich um ein wirkliches
Problem handelt.

• Der Spiritualismus kann niemals durch die Wissenschaft entkräftet werden. Er ist und
bleibt eine Tatsache, die nur der richtigen Deutung bzw. des richtigen Erkennens bedarf.

Erfahrungsgemäß sind die Spiritualisten der Wissenschaft in dieser Hinsicht weit überlegen. Sie
fassen dieses Gebiet ganz anders an, nämlich durch Erforschung der jenseitigen bzw. geistigen GE-
SETZE. Demgegenüber versucht die akademische Wissenschaft eine Art von Hirnakrobatik, die
den Laien zwar blendet, aber in keiner Weise der Wahrheit dient. Es ist geradezu lächerlich, welche
neuartigen Bezeichnungen man für die okkulten Phänomene erfindet. Da heißt es u. a.: Die Verkap-
pung der Hyperästhesie 4 sowie der Hypermnesie 5, das hypermnestische Unterbewußtsein.

Es würde den Spiritualisten durchaus nicht schwerfallen, ebenfalls solche hochgelehrten Bezeich-
nungen zu erfinden. Aber der erfahrene Spiritualist ist sich seiner Verantwortung bewußt. Er weiß,
daß der Wahrheit damit nicht gedient ist.

Kommen wir noch einmal auf Baerwald zurück, der ein Buch über den gesamten Okkultismus ge-
schrieben hat, ohne eine Ahnung davon zu haben. Er erklärt das "hypermnestische Unterbewußt-
sein" in folgender Weise:

"Das Unterbewußtsein der Zirkelteilnehmer fügt in Gedanken ganze Sätze zusammen, die wohl völlig un-
bewußt sind, aber den Tisch beeinflussen Sprünge zu machen."

Dann eine andere sehr "plausible" Erklärung:

"Das Medium schnalzt mit den Fußzehen oder knackt mit den Gelenken, so daß alphabethische Morsezei-
chen entstehen."

Der Leser wird sich vielleicht darüber wundern, aber die hier wiedergegebenen Erklärungen sind
tatsächlich in Baerwalds wissenschaftlichem Buch nachzulesen.

Es gibt noch viele andere Autoren, die sich diesen Gedankenverrenkungen willig anschließen. Ein
gewisser Crawford behauptet hierzu:

"…daß das Medium einen unsichtbaren Balken aus seinem Körper herausmaterialisiert und ihn mit aller
Kraft auf den Tisch schmettert, so daß ein heftiger Stoß und Knall erfolgt."

Wir sehen, daß das Phänomen vergewaltigt wird. Aber dieses Vorgehen hat eine gefährliche Nach-
wirkung, nämlich beim Laien, der diesen Unsinn leider glaubt. Auf diese Weise bleibt die Mensch-
heit in den Kinderschuhen der geistigen Erkenntnis stecken. Die Folgen sind ein menschenfeindli-
cher Kommunismus und eine geistige Anarchie.

3
Baerwald, Richard; (1867-1929), deutscher Psychologe, versuchte alle paranormalen Erfahrungen auf ein telepathisches Netz
zurückzuführen. Literatur: "Okkultismus und Spiritismus und ihre weltanschaulichen Folgerungen".
4
Hyperästhesie [gr.-nlat.]: Überempfindlichkeit, besonders der Gefühls- und Sinnesnerven.
5
Hypermnesie [gr.-nlat.]: Abnorm gesteigerte Gedächtnisleistung, z. B. in der Hypnose.
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Es gibt für diese Menschheit nur eine einzige Erlösung, wie sie CHRISTUS versucht und begonnen
hat:

• Diese Menschheit muß die WAHRHEIT erfahren. Sie darf nicht durch geistig blinde Men-
schen mit bekanntem Namen irregeführt werden.

Nur die Verantwortungslosigkeit des Menschen und der Unglaube vor einer HÖHEREN MACHT
und die Unwissenheit über das EWIGE LEBEN sind Schuld an der entsetzlichen Weltsituation, in
der sich die Menschheit dieser Erde befindet.

Wenn die akademische Wissenschaft dieses Gebiet mit vollem Ernst aufgreifen würde, dann gäbe es
zwar einen gewaltigen Erkenntnisschock, aber dafür den Lohn eines wertvollen dauerhaften Frie-
dens. Dazu ist guter Wille notwendig.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Oktober 1965

Wir haben festgestellt, daß die Dozenten wie auch die Studenten der maßgebenden Universitäts-
Fakultäten kaum etwas über die Parapsychologische Forschung wissen. Man müßte eigentlich an-
nehmen, daß die Universitäten untereinander unterrichtet sind, was bei ihnen vorgeht. Das ist leider
nicht der Fall. Noch immer steht man überall auf dem Standpunkt, daß es sich nur um die Beseiti-
gung eines Aberglaubens handelt. Somit wird der Wert der Parapsychologie in Frage gestellt. Es
geht nicht allein um den Begriff des Aberglaubens, sondern um die Erforschung jener KRÄFTE, die
wir mit "Bewußtsein" und "Intelligenz" bezeichnen.

Es geht um die Erforschung einer Dimension die existiert, aber jenseits aller unserer materiellen
Vorstellungen liegt. An der Spitze dieser Erforschung stehen die Universitäten der USA und der
Sowjetunion. Diese Experimente sind keinesfalls preiswert, sie gehen in die Millionen. Aufgrund
der Erforschung des Weltalls und der damit verbundenen Raketentechnik kommt man nicht um die
Parapsychologie herum. Sie ist ebenso wichtig wie die Nachrichtentechnik. Das sollte man in allen
Universitäten und in allen Fakultäten wissen, aber das ist nicht der Fall. Im Gegenteil - die Studen-
ten haben von den Aufgaben der Grenzwissenschaft überhaupt keinen rechten Begriff. Sie sehen auf
die Grenzwissenshaft von oben herab, wie der Kapitalist auf den Armen.
So geht das nicht weiter!

Hier wird eine sehr wichtige Tatsache unterschlagen.

Die Wirklichkeit spricht Bände!

Außer den Fakultäten der Grenzwissenschaften an den großen Universitäten in Amerika sind viele
großen Unternehmen der Industrie daran interessiert, die an den Aufgaben der Raumerforschung
beteiligt sind. Dazu gehören z. B. Spitzenunternehmen, wie Bell-Telephon Corporation, General-
Electric in Shenectady, Rand-Corporation in Cleveland sowie die Laboratorien der Armee. Wenn
man sich der Meinung vieler Wissenschaftler und Mediziner anschließen würde, dann müßte man
zu dem vernichtenden Urteil kommen, daß die genannten Firmen und Labors dem Aberglauben
verfallen sind.

An den Volkshochschulen in Deutschland gibt es neuerdings Trimester, die sich mit der parapsy-
chologischen Seelenkunde befassen und das Fortleben nach dem Tod mit einbeziehen. Da fragt man
sich, warum das alles, wenn Universitätsstudenten an Stelle dieser gewaltigen Wahrheiten einen
Atheismus ohnegleichen vorgesetzt bekommen? - Die Universitätsstudenten werden nicht immer
Studenten bleiben. Sie werden einmal die Verantwortung tragen müssen, wenn sie auf die Mensch-
heit losgelassen werden. Dann aber fehlt ihnen das Fundament der objektiven Wahrheit, das man
ihnen aus politischen Gründen vorenthalten hat.

Wir fordern die akademische Wissenschaft auf, hier endlich die Initiative zu ergreifen und sich über
dieses Fachgebiet besser zu orientieren. Die Menschheit hat eine Stufe erreicht, die jetzt nicht mehr
zuläßt, eine über die normalen Grenzen hinausragende Naturwissenschaft mit albernen, abgedro-
schenen Phrasen und billigen Definitionen abzutun. Allein unser erarbeitetes Material reicht voll-
kommen aus, nicht nur die Öffentlichkeit zu überzeugen, es hält auch jeder Prüfung eines wissen-
schaftlichen Gremiums stand.

Es ist selbstverständlich zu berücksichtigen, daß alle diese Beweise, die in unendlicher Kleinarbeit
gesammelt wurden, nicht allgemein veröffentlicht werden können. Derartige Bücher wären viel zu
umfangreich und dementsprechend teuer. Sie würden auch viele Zeichnungen enthalten. Aber eine
solche Veröffentlichung würde auch jeden Zweifler überzeugen.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

November 1965

Die Öffentlichkeit ist der Ansicht, daß die akademische Wissenschaft alle okkulten Phänomene ab-
lehnt, weil sie den Maßstäben der Naturwissenschaft nicht standhalten. Man stützt sich auf diese
angebliche Ablehnung indem man sagt, daß das Übersinnliche durch die Wissenschaft widerlegt
sei. Zwar hat die Wissenschaft einen Teil der okkulten Phänomene aufklären können, aber es be-
steht ein überwiegender Teil von Phänomenen, die sich wiederholen lassen oder die sich von selbst
wiederholen, die aber nicht negiert werden können.

Wie soll sich die Wissenschaft in den Fällen verhalten, wo sie mit den materiellen Gesetzen nicht
weiterkommt? - Ablehnen ist unmöglich, aber zugeben wäre beschämend, weil man stets darüber
gespottet hat und sich dadurch jetzt nicht selbst lächerlich machen will, daß man sich so irrte. Also
zieht man es vor, sich neutral zu verhalten - man sagt nicht nein, aber vorsichtshalber auch nicht ja.
Die Wissenschaft bleibt der Öffentlichkeit die Antwort schuldig.

• Aber die Öffentlichkeit zieht daraus ihre Konsequenz, die sich in einer völlig chaotischen
Weltordnung spiegelt.

Nur gibt es, wie überall, einige Außenseiter, die sich diese Situation zunutze machen, indem sie
Vorträge halten und gegen den Okkultismus Amok laufen. Die Öffentlichkeit klatscht Beifall, weil
sie keine Ahnung von der Wahrheit hat, nimmt aber an, daß ihr die Wahrheit auf diese Weise gebo-
ten wird. - Dieser Zustand ist in seiner Einseitigkeit beschämend! - Er ist ein Mißbrauch von Titel
und Berufsehre, wenn man ohne Rücksicht auf internationale Forschungsergebnisse wild drauflos-
redet und alles als Einbildung, Betrug und absoluten abergläubischen Unfug hinstellt.

Wir haben gegen diese Art und Weise schon vor 10 Jahren protestiert und zeigen hier ein Antwort-
schreiben des Instituts für Grenzwissenschaften der Psychologie und Psychohygiene, Freiburg i. Br.
Eichhalde 12. Der Leiter, Herr Prof. Dr. Hans Bender antwortete uns:

Sehr geehrter Herr Speer!

Besten Dank für Ihren Brief vom 14. Mai 1955 und für die mich interessierende Mitteilung, daß Prof. Dr.
Haseloff, Berlin, im DGB einen so völlig negativistischen Vortrag über Parapsychologie hielt. Ich wäre
Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen würden, wer Prof. Haseloff ist, was für ein Fach er vertritt und wo
er lehrt.

Ihre Kritik ist völlig berechtigt. - Wer über Parapsychologie referiert muß einen Überblick über die inter-
nationalen Forschungsergebnisse vermitteln. Ich bin interessiert, Näheres über Ihre eigenen Erfahrungen
zu hören. Vielleicht geben Sie einmal ein kurzes Exposé, wenn Sie die Zeit dafür finden.

Mit besten Grüßen


H. Bender

Das ist es, was der Menschheit fehlt. Der durchschnittliche Bürger hat keine Ahnung, was auf die-
sem Gebiet tatsächlich erforscht wird. Noch weniger weiß er, was international bereits erforscht
wurde. Wendet sich der Bürger an die Kirche, um von dieser "Fachstelle" Auskunft zu erhalten,
stößt man ihn vor den Kopf, denn die Kirche kommt mit Dämonen, Fegefeuer, Todsünde und mit
der Drohung, daß der Spiritualismus verboten sei. – Wahrlich, der Primitive ist uns in dieser Bezie-
hung weit voraus. Er hat seine eigenen Erfahrungen gemacht. Er fand in der eigenen Erfahrung die
Bestätigung, auch wenn er nicht weiß, wie er sich zu verhalten hat.

Der Spiritualismus ist ein unübersehbares lohnendes Wissensgebiet, das zur Naturerkenntnis gehört.
Es ist wichtig, daß die akademische Wissenschaft daran interessiert und mobilisiert wird. Wer sich
ernsthaft und ohne krassen Atheismus damit befaßt, dem stehen ganze Welten der Erkenntnis offen.
Aber man muß auf die Erfahrenen hören!
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Dezember 1965

Nachdem sich ein paar Wagemutige mit dem Okkultismus an die Öffentlichkeit gewagt haben, füh-
len sich einige Wissenschaftler berufen, ihre eigene Meinung hierüber zu publizieren. Diese Mei-
nung ist mangels positiver Erfahrung negativ. Man gibt allerdings das Phänomen jetzt zu. Früher
hat man auch das spirituelle- oder okkulte Phänomen abgestritten. Heute weiß man sehr genau, daß
man sich durch hartnäckiges Abstreiten nur lächerlich und unglaubwürdig macht.

Doch man will nicht gleich als ein Bekehrter zu den Reihen der Bekehrten überlaufen. Das ist nach
all den vielen Jahren des Leugnens zuviel verlangt.

Man gibt also nach, indem man das Phänomen an sich nicht mehr bestreitet. Aber die Ursache des
Phänomens möchte man nicht bei den verpönten Geistern suchen. Der Mensch als Ursache ist
ihnen lieber, denn man meint, daß das was die Geister können, ein lebender Mensch erst recht kann.

Kann er das wirklich?

Diese Frage ist eingehend zu untersuchen.


Für uns, mit unserer langjährigen Erfahrung, ist diese Frage allerdings bereits geklärt: Der Mensch
kann längst nicht das, was Geister können. Geister sind aber keine außermenschlichen Lebewesen.
Es sind Seelen, die von Zeit zu Zeit ein Erdenleben absolviert haben. Sie besitzen also alle mensch-
lichen Schwächen und Eigenschaften, die auch wir haben. Aber ihre geistige Entwicklung ist ent-
weder der unsrigen weit voraus oder weit zurück. Wir haben uns nicht mit jenen Seelen beschäftigt,
die noch weit zurück sind, sondern mit jenen, die uns weit voraus sind und wir haben von Ihnen
sehr viel gelernt - jedenfalls in einer Art, die wir von Erdenmenschen nicht hätten lernen können.
Unsere Geister sind die besseren Diplomaten und auch die besseren Lehrmeister. Das können irdi-
sche Menschen nicht nachmachen.

Wenn Wissenschaftler auf dem Standpunkt stehen, daß der Erdenmensch alle Phänomene hervor-
bringen kann, die man Geistern zuschreibt, so ist das ein entscheidender Irrtum, denn es geht um ein
HÖHERES WISSEN, das man nicht kopieren kann. Man weiß zwar genau, daß weder das Medium
noch die Teilnehmenden an der Séance über dieses offenbarte HÖHERE WISSEN verfügen. Aus
diesem Grunde behauptet man dreist, daß dieses HÖHERE WISSEN im Unterbewußtsein der Er-
denmenschen heimlich schlummert, um durch eine Séance hervorzubrechen. Das Unterbewußtsein
kann aber logischerweise nie mehr an Wissen besitzen, als es je erfahren hat, denn es ist nur ein
Reservoir der Erfahrung und kein UNIVERSELLES LEXIKON.

Ein langjähriger Verkehr mit den gleichen Geistern vermittelt uns ganz bestimmte Einblicke in das
Leben jener WESENHEITEN. Sie sind doch in manchen Dingen anders als wir. Sie handeln
manchmal scheinbar gegen unsere Vernunft, aber das geschieht, weil sie mit anderen Mitteln und
mit anderen Situationen auskommen müssen. Nur eine jahrelange scharfe Beobachtung kennt sich
damit aus.

Einem durchschnittlichen Wissenschaftler, der kein Zirkelmitglied ist und auch sonst kein außeror-
dentliches Medium zur Verfügung hat, kann unmöglich ein Urteil über den Spiritualismus oder über
den Spiritismus abgeben. Er bleibt nur in seiner eigenen Mutmaßung. Diese Wissenschaft braucht
jedoch keine Theorien, sondern nur evidente Erfahrung. Keine Mutmaßung trifft ins Schwarze. Es
ist die höchste und schwierigste Wissenschaft, die es überhaupt gibt.
Doch schon ist manches Dunkel erhellt. Wir müssen nur weiter vorangehen. Darum sollte sich kein
Suchender von negativen Äußerungen sogenannter Experten abhalten lassen. Wer sucht, der findet
auch unbedingt die Wahrheit, auch wenn sie nur für ihn allein bestimmt ist. Wer auf Widerstand
stößt, sollte für sich selbst die Wahrheit erarbeiten, ihm wird sie bestimmt helfen.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Januar 1966

Die Menschheit steht auf dem Standpunkt, daß die Erforschung des Jenseits überhaupt nicht nötig
sei. Man habe ja die vielen Religionen – und wen es interessiert, der kann sich ja eine dieser Religi-
onen aussuchen. Ein Wissenschaftler, der zu einer okkulten Fernsehsendung seinen Kommentar
abgeben sollte, sagte: "Laßt die Toten ruhen." – Aus diesem Grunde ist die Weltöffentlichkeit der
Ansicht, daß die Jenseitsforscher etwas tun, was der Religion zuwider läuft. Diese Auffassung ist
völlig falsch, denn man könnte ebensogut sagen, daß die Erforschung des Weltalls oder die Erfor-
schung der Atomkräfte der Religion zuwider läuft.

• Wichtig ist, daß ein Jenseitsforscher seine Forschungen mit notwendigem Ernst und der
richtigen Einstellung betreibt.

Das wird nicht überall der Fall sein.

Aber immerhin gibt es auch Menschen, die ein genügendes Maß Kritikvermögen besitzen, um zu
erkennen, welche Forschungsergebnisse echt und wertvoll sind. Aus diesen Reihen kommen natür-
lich die Geistfreunde und Anhänger des Spiritualismus.
Was aber nicht zu verstehen ist, das ist die Intoleranz der akademischen Führungsschichten. Diese
Intoleranz gegenüber einer Jenseitsforschung betrifft nicht nur die Anhänger der okkulten Wissens-
gebiete, sondern sie richtet sich auch gegen die eigenen akademischen Kollegen.

Wir haben es selbst erlebt, daß der hochangesehene Mediziner Obermedizinalrat Dr. Hans Gerbis,
der ein langjähriger Mitarbeiter unserer Gemeinschaft war, sich bemühte, seine Kollegen zu infor-
mieren. Doch selbst er wurde von seinen Kollegen nicht ernst genommen. Herr Dr. Gerbis sagte
mir im Vertrauen, daß man ihn, wegen seiner positiven Einstellung zum Spiritualismus, ausgelacht
habe und er es für unmöglich halte, daß es ihm je gelingen würde, seine Kollegen zu überzeugen.

Demgegenüber gibt es einige Mutige, die sich nicht scheuen, sich zur Wahrheit zu bekennen. Doch
deren Zahl ist zu gering, als daß sie so stark ins Gewicht fallen könnte, daß eine Lawine daraus ent-
stehen könnte. Diese Lawine ist aber unbedingt erforderlich, wenn die Wahrheit durchdringen soll.

Die Wahrheit ist das einzige Mittel, was der Erdenmenschheit helfen kann.
Wir nehmen an, daß die staatlichen Institute der Grenzwissenschaften nicht in der richtigen Weise
arbeiten. Vor allem besitzen sie nicht die Immunität der Religionen und auch nicht die Immunität
eines führenden Politikers. Jeder Leiter eines grenzwissenschaftlichen Instituts ist vogelfrei gegen-
über böswilligen Materialisten und Atheisten, die sich einen Jux daraus machen, den Leiter eines
Institutes für Jenseitsforschung als "Geisterbeschwörer" zu bezeichnen.

Wenn die jenseitigen Erkenntnisse hier auf Erden durchdringen sollen, dann muß den Grenzwissen-
schaften ein gewisser Schutz gegen jede Verächtlichmacherei gewährt werden, denn jedes echte
Medium und jeder verantwortungsbewußte Zirkelleiter möchte sich nicht diesem Spott aussetzen.
Ein Astronaut wird in der ganzen Welt gefeiert und hochverehrt, weil er physisch und psychisch im
Rahmen der technischen und wissenschaftlichen Forschung wahre Wunder vollbringt. Ein echtes
Medium ist in diesem Sinne fast ein ähnlicher Astronaut, dem ebenfalls unbekannte Gefahren dro-
hen, die psychisch und auch physisch die Grenzen normaler Leistungsfähigkeit überschreiten. Ja, es
muß gefragt werden, ob die Grenzen im Jenseits nicht ebenso von Bedeutung sind wie die Grenzen
im All.

Die Wissenschaft der Jenseitsforschung ist zu bescheiden, weil sie sich so in den Hintergrund drü-
cken läßt.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Februar 1966

Wenn man sich mit einem Laien üben den Spiritualismus unterhalten will, dann erwidert dieser
sofort, daß die Wissenschaft den Spiritualismus noch nicht anerkannt hat, schließt sich diesem Ur-
teil an und lehnt alles in Bausch und Bogen ab. Er sei kein Wissenschaftler, und man könne von
ihm nicht verlangen, daß er etwas zu akzeptieren habe, was der Wissenschaftler, der es besser wis-
sen muß, ablehne. Logisch gesehen ist das ein Standpunkt, den man nicht außer Kraft setzen kann.
Der Spiritualist ist dieser Antwort unterlegen.

Doch wie sieht die Wirklichkeit aus?

Die Wissenschaft betrachtet den Spiritualismus nicht als eine ihrer Disziplinen. Sie betrachtet diese
Forschung als ein Gebiet das zur Religion gehört. Weiter ist der Wissenschaftler nicht der Mann,
der es besser wissen muß. Auch das ist ein großer Irrtum des Laien. Doch der Laie, der einem Spiri-
tualisten begegnet, macht den Fehler, daß er diesen für nicht kompetent hält.

Der Spiritualismus ist absolut kein Gebiet, das ausschließlich zur Religion gehört, im Gegenteil -
der Spiritualismus ist im hohen Grade eine Naturwissenschaft.
Der akademische Wissenschaftler ist meistens der Meinung, daß der Spiritualist einschließlich des
Mediums, ein religiöser Fanatiker bzw. ein Schwärmer sei. Aufgrund dieser Eigenschaften sei er
unobjektiv und falle der Selbstsuggestion zum Opfer.

Auch hier sieht die Wirklichkeit ganz anders aus.

Der Spiritualismus muß nicht unbedingt einen religiösen Charakter haben. Es genügt z. B., wenn er
einen naturwissenschaftlichen Charakter hat. Er ist sogar erfolgreich, wenn er sich atheistisch ein-
stellt. In Amerika gibt es spiritistische Zirkel, die von Juden besucht werden, die jedoch CHRIS-
TUS ganz aus dem Spiel lassen. Dann gibt es andere Sekten, die wiederum GOTT aus dem Spiel
lassen. Manche dieser Zirkel sind völlig unreligiös und haben doch einen guten Kontakt zur Geisti-
gen Welt. Aber es kommt darauf an, daß diese Menschen innerlich gut sind, daß sie vor allem ein
gutes Herz haben. Aus diesem Grunde ist der Vorwurf einer "religiösen Schwärmerei" nicht berech-
tigt.
Wir sind natürlich über viele dieser Stufen hinaus. Wir akzeptieren GOTT und Seinen Bevollmäch-
tigten, den wir CHRISTUS nennen. Wir akzeptieren das christlich organisierte GEISTIGE REICH.
Wir suchen auch keine Beweise mehr, sondern wir korrespondieren mit geistigen LEHRERN von
hohem Format. Wir wollen gute Antworten auf unsere Fragen. Doch unser Kult ist gemäßigt, denn
jede Übertreibung und Schwärmerei führt in die niederen BEREICHE.

Ebenso ist es mit den Lichtverhältnissen. Der Spiritualismus ist durchaus nicht lichtscheu. Er ist bei
vollem Sonnenschein möglich, ja, wie unlängst bewiesen, auch bei hellen Jupiterlampen des Fern-
sehens. Wir haben gute Experimente bei einer Kerze durchgeführt. Wir haben auch schon völlig im
Dunkeln gesessen. Aber wir haben heute gute Kontakte bei sieben Kerzen auf dem Tisch und zwei
zusätzlichen Altarkerzen. Außerdem haben wir noch fünf elektrische Blaulichtlampen. Das Rotlicht
eignet sich besser für den physikalischen Spiritismus.

Wenn man sich jedoch mit einem akademischen Wissenschaftler darüber unterhalten will, so stößt
man meistens auf eine völlige Unwissenheit auf diesem Gebiet. Der akademische Hochmut ist eine
sehr gefährliche Einstellung. Hier macht der Wissenschaftler den großen Fehler, daß er sich einem
enorm wichtigen Wissen verschließt. Dieses Gebiet ist kein Tummelplatz für Minderwertige, son-
dern für Hochintellektuelle. Aber es kommt auf die positive Einstellung an.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

März 1966

Die wissenschaftliche Forschung könnte sich viele Kosten und Mühen ersparen, wenn sie sich mit
dem Geistigen Reich verbinden würde. Auch in diesen Regionen gibt es hervorragende Forscher,
Ärzte und welterfahrene Kapazitäten, die in ihrer Entwicklung allen Erdenmenschen hoch überle-
gen sind.

Die irdische Forschung wird zwar durch eine jenseitige Inspiration unterstützt, doch ein direkter
Kontakt zwischen Diesseitigen und JENSEITIGEN würde zu unausdenkbaren Resultaten führen.
Es ist also nicht nur ein Stillstand, sondern ein großer Verlust für die Erdenmenschheit, wenn von
dieser Möglichkeit kein Gebrauch gemacht wird.

Nun könnte man einwenden, daß ein solcher Kontakt noch nicht bewiesen sei. Das ist jedoch eine
böswillige Verleugnung. Große Medien haben bedeutende wissenschaftliche Werke geschaffen.
Hinzu kommen die Werke von jenen Medien, die als Medien nicht genannt werden. Das trifft nicht
nur für die Wissenschaft zu, sondern auch für die Gebiete der Kunst, besonders auch in der Musik.

Die Wissenschaft muß sich allerdings an die GSETZE halten. Mit einer Blasphemie kann man
nichts erreichen. Es wird auch keine Frömmigkeit verlangt. Aber es wird unter allen Umständen
eine Achtung vor der Geistigen Welt gefordert.

In unseren Kontakten haben wir auch viele wissenschaftliche Durchsagen erhalten. Wir haben an
diesem Material feststellen können, daß wir in manchen Dingen der irdischen Wissenschaft voraus
waren. Wir haben Ergebnisse und Aufzeichnungen in den Händen, die wir schon vor 10 Jahren er-
halten haben, während die wissenschaftliche Forschung erst heute hinter diese Geheimnisse kommt.
Das sind die Folgen einer böswilligen Verleugnung. Diese Behauptungen können von uns einwand-
frei belegt werden. Warum also muß das Geld vergeudet werden, wenn schon Resultate aus der
Geistigen Welt vorliegen?

Andrew Jackson Davis, Spiritist, geb. 11. 8. 1826 zu Blooming Grove, USA, war Schuhmacherlehr-
ling. Er stellte jedoch ohne besondere Bildung Diagnosen. Er schrieb viele wissenschaftliche Bän-
de, die großes Aufsehen erregten. Davis machte kein Geheimnis daraus, daß er mit unsichtbaren
WESEN in Verbindung stand, die ihn unterstützten. Jedes Lexikon berichtet eingehend darüber.
Warum werden solche Tatsachen nicht an den Universitäten entsprechend gewürdigt? - Fragt man
einen Studenten nach Andrew Jackson Devis, so zuckt er nur mit den Schultern.

Das große Medium Mirabelli in Brasilien hat auf die gleiche Weise viele wissenschaftliche Werke
geschrieben; sogar in vielen Sprachen, die er nie beherrscht hat. Darf man einen Studenten heute
fragen, ob er schon einmal etwas von Mirabelli gehört hat?

Was sind das für Zustände in der weltweiten Wissenschaft? - Für alle möglichen Forschungen sind
Milliarden von finanziellen Mitteln vorhanden. Für die erhabene Geisteswissenschaft jedoch riskiert
niemand auch nur einen Pfennig! – Die Ausnahmen sind so gering, daß sie überhaupt nicht zu er-
wähnen sind.

Bedeutende wissenschaftliche Hinweise und Erläuterungen häufen sich in den Regalen der Spiritua-
listen. Sie finden keine Beachtung, weil sie angeblich aus dem Jenseits stammen. – Hierzu können
wir nur mit allem Nachdruck betonen, daß diese Ergebnisse nicht "angeblich", sondern tatsächlich
aus dem Jenseits stammen - ob es den Verantwortlichen paßt oder nicht.

Wir wissen, daß diese Verantwortlichen im "angeblichen Jenseits" Heulen und Zähneklappern, weil
sie auf Erden nur darüber gespottet haben und ihre Schutzbefohlenen, ihre Schüler, glauben in ihrer
Dummheit, daß es zu ihrem Studium gehört, wenn sie mitspotten und lästern. Nur die verantwor-
tungsvolle Vernunft kann hier Wandlung schaffen. Aber es ist bereits die höchste Zeit!
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

April 1966

Da die Seele des Menschen zum physischen Körper eine absolute Parallele darstellt, entsteht der
Eindruck, daß der Körper die seelischen Funktionen hervorbringt.

Das ist ein gefährlicher Irrtum, der zur Verleugnung der Seele führt.

Der Körper ist das "Echo" der seelischen Funktionen. Die Seele ist das PRIMÄRE. Der Körper ist
die sekundäre Äußerung. Kein Finger kann bewegt werden, wenn er nicht über die Nerven dazu
angeregt wird. Doch die Nerven sind die Verbindungswege zur Seele.

Ein gutes Beispiel finden wir bei einem Amputierten: Jeder Mediziner weiß, daß der Amputierte
sein Gefühl für das amputierte Glied behält. Wenn also eine Hand amputiert worden ist, so glaubt
der Amputierte, noch im Besitz der Hand zu sein, sofern er vom Verlust noch nicht in Kenntnis
gesetzt ist. Er kann angeblich jeden Finger bewegen, ja sogar mit den Fingernägeln kratzen. Da es
sich um den ASTRALKÖRPER handelt, ist diese seelische Wahrnehmung durchaus zu verstehen.

• Ein Toter ist ein Vollamputierter, der seinen ganzen Körper verloren hat. Er besitzt trotz-
dem das Gefühl bis in alle Haarspitzen. Ein Toter spürt keinen Verlust seines Körpers.
Nun könnte man fragen, wie will man das wissen?

Der Spiritualismus ist nicht örtlich, sondern in der ganzen Welt verbreitet. Die Aussagen der Toten
stimmen jedoch international völlig überein. Schon das allein müßte der Wissenschaft als endgülti-
ger Beweis genügen. Doch die Wissenschaft ignoriert diese Tatsache größtenteils.

Hinsichtlich des noch vorhandenen Gefühls bei Verlust eines Gliedes hat man sich eine Ausrede
konstruiert. Man spricht in medizinischen Kreisen von einem "Gefühlsecho", das der Amputierte
hat. Diese Theorie ist eine unglaubliche Beleidigung für jeden Jenseitsforscher. Die Angelegenheit
ist nicht damit entschuldigt, daß man vorgibt, der Jenseitsforscher sei eben kein Mediziner und habe
von der Medizin keine Ahnung. Das Gegenteil ist der Fall. Viele Jenseitsforscher haben ein weit
umfangreicheres Wissen als ein durchschnittlicher Mediziner. Einige der besten Köpfe der Medizin
haben sich auch mit der Jenseitsforschung befaßt. Ihre absolut logischen und überaus wertvollen
wissenschaftlichen Werke sind scheinbar den Universitäten unbekannt.
Es gibt spirituelle Forschungswerke, die absolute Anerkennung verdienen. Sie sind von Kapazitäten
der medizinischen Wissenschaft erarbeitet worden. Nehmen wir ein Beispiel heraus: Da gibt es die
drei Bände "Das persönliche Überleben des Todes". Eine Darstellung der Erfahrungsbeweise von
Dr. Emil Mattiesen.

In über tausend Seiten wird der Spiritismus und Spiritualismus in allen Phasen genauestens unter-
sucht und erläutert. Trotzdem auch die Animisten und Materialisten weitgehend zu Wort kommen
und keine Gegentheorie ausgelassen worden ist, kommt der Verfasser zum endgültigen Schlußur-
teil: Das Leben des Menschen mit seinem Bewußtsein reicht über den Tod hinaus.

Diese Arbeit von Dr. Emil Mattiesen ist kein Einzelfall. Es gibt Hunderte ähnlicher Arbeiten von
sehr bedeutenden Kapazitäten.

Warum ist das den Medizinern nicht bekannt?

Wenn die Wissenschaft an diesen eminenten Tatsachen achtlos oder sogar böswillig vorübergeht,
wie soll die Weltöffentlichkeit davon Kenntnis erhalten? Die Weltöffentlichkeit kann infolge Bil-
dungsmangels derartige hochwissenschaftliche Werke noch weniger verstehen als ein studierter
Mediziner. Wo bleibt die Liebe zur Wahrheit, die die Weltöffentlichkeit von der Wissenschaft vo-
raussetzt?
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Mai 1966

Bei allem Fortschritt, den die Universitätswissenschaft erreicht hat, ist es ihr bisher nicht gelungen,
den Spiritismus und den Spiritualismus zu widerlegen.

Der Kampf auf beiden Seiten ist hart. Die Wissenschaft hat einen so hohen Stand erreicht, daß sie
alle Mittel in der Hand hat, diesen Kampf restlos auszufechten. Wenn es jedoch bis heute, d. h. bis
zum Zeitalter der Atomkräfte und der Weltraumerforschung nicht gelungen ist, den Gegenbeweis
zu erbringen, dann dürfte das logischerweise dazu berechtigen, diese Minuspunkte der Universi-
tätswissenschaft als Pluspunkte für den Spiritualismus bzw. für die Grenzwissenschaftliche Lehre
zu werten.

• Man kann also die Grenzwissenschaftliche Lehre nicht als Irrtum oder Aberglaube abtun.

Das ist zwar die Absicht der Universitätswissenschaft gewesen, die aber niemals zum gesetzten Ziel
kam, weil die Tatsachen eine unwiderlegbare Sprache sprechen.

• Zwar gibt es noch keinen Frieden zwischen den beiden Parteien, aber dieser Friede muß
ernsthaft angestrebt werden, weil das gesamte Wohl der Menschheit davon abhängt.
Man kann auch nicht sagen, daß die ganze Menschheit nicht existiert, sondern eine Einbildung der
Natur sei. So aber wollte man die Grenzwissenschaftliche Lehre hinstellen.

Im Laufe der Auseinandersetzungen hat man alle überhaupt nur möglichen Definitionen und Analy-
sen angewandt, um das Leben im Jenseits als Aberglauben, als Selbsttäuschung und sogar als Be-
trug abzustempeln. Zugegeben, Aberglaube, Betrug und Selbsttäuschung sind dabei, doch der Kern
der Wahrheit wird davon nicht betroffen.

Große Pioniere der Wissenschaft haben nach ernsthaften Untersuchungen festgestellt, daß das Le-
ben im Geistigen Reich keine Utopie, sondern absolute Realität ist. Wenn die übrigen Wissen-
schaftler daran noch Zweifel hegen, dann liegt das hauptsächlich daran, daß es ihnen an guten und
zuverlässigen Informations- und Experimentiermöglichkeiten fehlt.

Doch auch die besten Medien schrecken davor zurück, sich durch die Wissenschaft wie Kriminelle
behandeln zu lassen. Auch die besten Medien sind in bezug auf ihre Ehre sehr empfindlich. Zumeist
dienen sie der Menschheit in uneigennütziger Weise -, obgleich sie sich dem Spott und der Verach-
tung aussetzen.

• Wenn die Universitätswissenschaft den Medien verständnisvoller und vertrauensvoller


entgegenkommt, wird es auch möglich sein, daß Außenstehende gute Orientierungsmög-
lichkeiten erhalten.

Es gibt akademische Wissenschaftler, die als Psychologen oder Mediziner einen gewissen Ruhm
erlangt haben, die aber trotzdem in allen Fragen der Grenzwissenschaftlichen Lehre absolute Nullen
sind, d. h. nicht die geringsten Forderungen des Spiritualismus kennen. Besonders schwierig wird
die ganze Angelegenheit, weil sie ziemlich eng mit der Religion, also mit dem Gottglauben zusam-
menhängt. Die Religionen stehen bei der Wissenschaft nicht im besten Ruf, jedenfalls was die
Wahrheit betrifft. Dieser schlechte Ruf überträgt sich selbstverständlich auf den Spiritualismus. Auf
diese Weise kommt es zu Vorurteilen, die den Ernst des Suchens und Forschens beeinträchtigen.
Der Ernst des Suchens nach der absoluten Wahrheit ist bei den unterrichteten Spiritualisten unver-
gleichlich größer als bei den akademischen Wissenschaftlern.

Nicht nur Akademiker sind Wissenschaftler, sondern auch jene, die aufgrund ihrer Möglichkeiten
zur Selbsterfahrung mitten in dieser Forschung stehen.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Juni 1966

In der Konsequenz der neuesten Forschungsergebnisse der Naturwissenschaften ist es bereits erwie-
sen, daß der Sowjetrussische Dialektische Materialismus (DiaMat) ein Irrtum ist. Trotzdem basieren
die kommunistischen Tendenzen immer noch auf dieser willkürlich konstruierten Weltanschauung
d. h., daß der Kommunismus ein Fundament des Irrtums hat, aber trotzdem will man das ganze Ge-
bäude auf diesem Fundament stehen lassen. Das ist der größte Betrug an der Wahrheit!

Die Sowjetunion beruft sich mit Stolz auf ihre Errungenschaften auf dem Gebiet der Wissenschaft
und Technik. Hat die Sowjetunion ein Recht, auf etwas stolz zu sein, das durch internationale For-
schungsergebnisse bereits widerlegt worden ist?

Mir scheint, daß die internationale Wissenschaft hier nicht genügend durchgreift. Große und bedeu-
tende Forschungsergebnisse müssen auch von der Politik akzeptiert werden. Es ist für die gesamte
Menschheit unsagbar wichtig, daß hier keine Ausnahmen gemacht werden. Es ist ein Unding, daß
hochwissenschaftliche Forschungsergebnisse und hohe geistige Erkenntnisse nur innerhalb der
Fachkreise Bedeutung haben, während sie von der Politik einzelner Völker und besonders durch
ihre Machthaber ignoriert werden, weil ihre Macht auf Irrtümern aufgebaut worden ist.
Die Wissenschaft kann die Verantwortung für das Wohlergehen der Menschheit nicht allein den
Politikern überlassen. Die akademische Wissenschaft hat die hohe Verpflichtung, sich um die Irr-
tümer innerhalb der Staatsführungen zu kümmern.

Auch die geistigen Erkenntnisse müssen eine größere Rolle spielen als bisher. Wenn sich heraus-
stellt, daß die alten Philosophien nur zum Massenmord geführt haben, dann müssen sie durch neue
Erkenntnisse ersetzt werden. Das kann die Menschheit zur Sicherung des Lebens und des Fortbe-
standes von der Wissenschaft verlangen.

Bisher war es so, daß der Irrtum annahm, daß alle geistigen und seelischen Funktionen eine Er-
scheinungsform der Materie seien. Dieser Auffassung waren auch die großen Sozialisten, also die
Politiker. Heute weiß die Wissenschaft, daß diese Vermutung nicht stimmt. Die Wissenschaft dringt
in die geheimnisvollen Bereiche der unsichtbaren Strahlen ein. Die akademische Wissenschaft weiß
mit absoluter Sicherheit, daß es Bewegung jenseits der Materie gibt. Bewegung bedeutet aber Exis-
tenz - also Lebendigkeit.
Außer unserer wahrnehmbaren Materie haben wir es auch mit einer Antimaterie zu tun. Das ist kei-
ne Philosophie, keine Vermutung, sondern durch unvorstellbare, großartige Experimente erwiesen.
Das Antiatom ist in Amerika sichtbar gemacht worden. Es wurde jedenfalls für den Bruchteil einer
Sekunde festgestellt und gemessen. Nun wird wohl kein Politiker behaupten wollen, daß dieses An-
tiatom eine einmalige Sache im ganzen Universum gewesen sei. Bei der Böswilligkeit wäre eine
derartige Definition durchaus möglich.

Aber die Tatsache kann von keinem DiaMat abgestritten werden. Das Antiatom und damit die An-
timaterie existiert. Es gibt also Welten, die jenseits unserer 'Wahrnehmung liegen. Es bleibt der Zeit
und dem Bemühen der Wissenschaft vorbehalten, hier noch mehr Klarheit zu schaffen. Jedenfalls
hat der DiaMat seine Rolle verspielt. Er ist ein Irrtum und darüber hinaus ein Unsinn.

Kann die Menschheit noch an eine politische Weltanschauung glauben, die sich Menschen ausge-
dacht haben, die noch keine derartigen wissenschaftlichen Erkenntnisse besaßen, wie sie den heuti-
gen Wissenschaftlern zugänglich sind?
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Juli 1966

Schon immer haben sich speziell die Mediziner alle Mühe gegeben, den Spiritismus und auch die
höhere Form, den Spiritualismus, zu entkräften. Trotz all dieser Bemühungen ist es ihnen bis heute
noch nicht gelungen. Das beweist jedoch, daß die Gegenargumente und Tatsachen der spirituellen
Fachwissenschaft so stark sind, daß sie mit keiner These oder Definition endgültig außer Kraft ge-
setzt werden können.

Leider ist dieser Gelehrtenstreit ziemlich intern, denn die Öffentlichkeit ist nicht darüber orientiert,
zu wessen Gunsten dieser Streit entschieden wird. Jedenfalls kann man beobachten, daß die Defini-
tionen der medizinischen Experten nicht gerade fair sind. Nehmen wir als Beispiel eine Vollmateri-
alisation, die schon zu den Glanzstücken der Phänomenologie gehört. Bei einer guten Materialisati-
on bildet sich das Phantom außerhalb des Mediums. Es zeigt individuelle Bekleidung, abweichen-
des Aussehen vom Medium usw. Ein weibliches Medium kann ein männliches Phantom herausbil-
den, z. B. mit Vollbart und sonstigen markanten Merkmalen. Das Phantom kann Violine spielen
oder virtuose Konzerte auf Spezialinstrumenten geben. Dinge, die das Medium nachweislich nicht
beherrscht.

• Die Individualität des Geistes ist somit zweifelsfrei bewiesen, besonders dann, wenn der
Geist sprechen kann und seine Identität mit einem verstorbenen Menschen selber beweist.

Das paßt der medizinischen Wissenschaft nicht in ihre Erkenntnisse. Sie erkennt auch diese
Höchstphänomene nicht an. Begründung: Das Phantom ist eine Materialisation des Unterbewußt-
seins, das zum Medium gehört. Es ist eine phänomenale Leistung des Mediums, das durch eine Be-
wußtseinspaltung ein Wesen erzeugt, das gewissermaßen ein geistiges Kind des Bewußtseins ist. -
Ist das noch fair? - Aufgrund dieser Verleumdung ist es nicht möglich, daß dieser Streit entschieden
werden kann.

Dieser Streit zwischen Spiritualisten und Medizinern könnte sofort ein Ende haben, wenn man sich
zur Wahrheit bekennen würde. Doch man erkennt allzu deutlich, daß auch hier ein hartnäckiger,
böser Wille vorherrscht, genau so wie in der Politik.

Nehmen wir an, daß ein ERZENGEL GOTTES vollmaterialisiert auf Erden erscheinen würde, der
von jedem Menschen gesehen und erkannt werden könnte. Doch selbst wenn er Flügel hätte, würde
die akademische Wissenschaft aufgrund ihrer bisherigen Ablehnung glatt behaupten, daß es sich um
eine Massensuggestion handele, die die ganze Menschheit erfaßt habe.

So kommen wir nicht weiter!

Es muß festgestellt werden, daß hier keine Fairneß waltet.

Auch in der Medizin kommt Kurpfuscherei vor. Sie wird von den verantwortungsbewußten Medi-
zinern abgelehnt. Kein Spiritualist wird jedoch auf die Idee kommen, die ganze medizinische Erfah-
rungswissenschaft zu verurteilen und als Kurpfuscherei hinzustellen, weil Kurpfuscherei auch in-
nerhalb der Wissenschaft vorkommt.

Doch die akademischen Wissenschaftler verfahren in dieser Weise. Sie verurteilen den Spiritualis-
mus, weil hin und wieder Betrug vorkommt. Auch die verantwortungsbewußten Spiritualisten leh-
nen Betrug ab. Auch die Selbsttäuschung, denen viele Medien zum Opfer fallen, wird nicht zum
Beweis gezählt.

• Die Erkenntnisse, die der Spiritualismus aufgrund ernster Forschungen und Experimente
durch die Menschen gewonnen hat, sind nicht weniger wertvoll als die, welche in der
Psychologie oder Medizin vorkommen.

Die Universitäten haben die Pflicht der Aufklärung versäumt, die zu einer Weltsituation geführt hat,
in der nicht nur der materielle Mensch, sondern auch seine ewige Seele in Gefahr ist.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

August 1966

Wenn wir unsere Leserkartei durchsehen, sind wir stets darüber erfreut, daß viele Wissenschaftler,
Ärzte, Ärztinnen, Heilpraktiker und andere wichtige Persönlichkeiten im In- und Ausland unsere
Schulungshefte Mene-Tekel lesen und sich auch anerkennend darüber äußern. Wir können unter
Beweis stellen, daß es kaum einen Leser gibt, der sich nicht in irgendeiner Form für diese wichtige
Arbeit bedankt hat. Das ermutigt uns selbstverständlich, um jeden Preis noch tiefer in das Wissens-
gebiet vorzudringen.

Gleichzeitig sind wir jedoch zutiefst erschüttert, feststellen zu müssen, in welchem ungeheuren Um-
fang die Menschheit buchstäblich belogen wird und völlig falsch orientiert ist. Das geistige Niveau
der Erdenmenschheit ist eine Schande GOTTES. Der SCHÖPFER ist tatsächlich zu bedauern, daß
die sogenannte "Krone der Schöpfung" derartig aus dem Gleis gekommen ist.

Unsere aufmerksamen Leser werden beobachten, daß wir jetzt wissenschaftlich in die Tiefe gehen.
Wir bitten daher besonders unsere akademischen Freunde, sich eingehend mit diesen Offenbarun-
gen zu befassen. Sie bringen viel LICHT in unser wissenschaftliches Denken.

Wenn ARGUN augenscheinlich etwas in den Hintergrund getreten ist, so ist das nur eine Täu-
schung. ARGUN leitet noch immer unseren Kreis. Er ist stets in unseren Séancen. ELIAS tritt in
den Vordergrund, weil er ein LEHRER von wissenschaftlichem Format ist. Auch ist das Medium
Uwe Speer (31) für ELIAS ein besseres Instrument. Unsere jenseitigen Freunde haben sich eine
große Aufgabe gestellt. Wir versuchen ihnen zu helfen, diese Aufgabe zu erfüllen. Es ist überhaupt
sehr erstaunlich, daß wir mit geringen Mitteln eine derartig hohe Aufgabe bisher erfüllen konnten.

Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, warum die meisten Menschen dieser Wahrheit ängstlich
ausweichen oder sie verspotten. Man kann dazu CHRISTI Worte verwenden: "Sie wissen nicht, was
sie tun!"

ELIAS hat uns bei diesen Überlegungen unterstützt:

• Der Mensch stellt bei jedem Gedanken automatisch Vergleiche mit seinen Erfahrungen
an. Je mehr Erfahrungen der Mensch im Kosmos aufgespeichert hat, desto mehr Verglei-
che stehen ihm zur Verfügung. Doch was geschieht in dem Augenblick, wo ein Gedanke
auftaucht, für den es keinen Vorrat an Vergleichsmöglichkeiten gibt? Was sich nicht
sinnvoll in die Gedanken einordnet wird abgelehnt, bezweifelt oder verspottet. Aus die-
sem Grunde hat fast die ganze Menschheit keine wertvollen Vergleiche für die übersinnli-
che oder okkulte Wahrheit.

Der Spiritualist oder Esoteriker hat durch eingehendes Studium oder durch Selbsterfahrung genü-
gend Vergleiche, um das an ihn herangetragene Material zu prüfen und zu vergleichen, ob es mit
seinem Wissensvorrat übereinstimmt. Er lacht und spottet nicht.

Um der Grenzwissenschaftlichen Lehre allgemeine Anerkennung und Bedeutung zu verschaffen,


muß erreicht werden, daß die Menschheit zu verständlichen Vergleichen kommt.

Die Kirchen bieten diese Vergleiche nicht, sie sind unlogisch und lächerlich.

• Doch wenn der Glaube an GOTT lächerlich gemacht wird, dann wird auch GOTT zu ei-
ner lächerlichen Persönlichkeit - zu einem Fabelwesen!

Wir hoffen, daß die akademische Wissenschaft soviel Logik aufbringt, unseren Ausführungen zu
folgen. Wir erwarten dafür volle Unterstützung. Die akademische Wissenschaft hat die Pflicht, der
Kirche zu beweisen, daß sie falsche Lehren verbreitet. Das kann die Menschheit verlangen!
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

September 1966

Die Grenzwissenschaftliche Lehre, d. h. der Spiritualismus und Spiritismus, ist keine Sektiererei.
Erst wenn man öffentlich damit zu tun hat, erfährt man, welche gewaltige Ausbreitung diese Na-
turwissenschaft hat. Sie ist in der ganzen Welt stark verbreitet, ja selbst in den kommunistischen
Ländern. Zusammengefaßt machen die Anhänger bzw. Wissenden eine große Kirchengemeinschaft
- eine Konfession - aus. Der Unterschied besteht darin, daß es keine Gläubigen sind, sondern Ein-
geweihte, d. h. Wissende, oft mit einem großen praktischen Erfahrungsschatz.

Zwischen Glauben und Wissen besteht tatsächlich ein großer Unterschied.

Leider gibt es keinen öffentlichen Zusammenhang. Es fehlt das Dach, die obere Führung. Dieser
Umstand ist selbstverständlich und bedauerlicherweise der Grund, warum die Grenzwissenschaftli-
che Lehre bisher nicht weiter Fuß fassen konnte.

• Um die Grenzwissenschaftliche Lehre, die ja einen Direktkontakt mit dem Jenseits pflegt,
richtig zu verstehen, muß man über gewisse Kenntnisse verfügen. Es ist nicht so einfach
wie bei anderen Religionen, die nur den Glauben predigen, den der Anhänger b e d i n -
g u n g s l o s anzunehmen hat.
Die Grenzwissenschaftliche Lehre hat einen durchaus naturwissenschaftlichen Charakter:

• Sie ist nicht mit einigen Erklärungen zu akzeptieren.

• Sie verlangt ein logisches und tiefergreifendes Denken, harte Kritik und Überwindung
vieler Vorurteile.

• Es gibt keine Dogmen, sondern nur experimentell erwiesene Tatsachen.

• Es gibt keine unlogischen Versprechen.

• Diese Lehre verlangt Erziehung und Hingabe.

Das alles sind Tatsachen, die den meisten Menschen unbekannt sind.
Das Bild von der Grenzwissenschaftlichen Lehre ist in der Öffentlichkeit völlig falsch. Selbst die
akademischen Kreise kennen nicht die Wahrheit, sondern nur das verfälschte Bild, wie es allgemein
üblich ist. Die Eingeweihten, die Wissenden, behalten jedoch ihre Erkenntnisse meistens für sich.

Die großen Religionen mit ihren Konfessionen haben es tatsächlich fertiggebracht, daß die meisten
Menschen vor jedem Glauben ein gehöriges Mißtrauen haben. Selbstverständlich überträgt sich
dieses Mißtrauen auch auf die Grenzwissenschaftliche Lehre. Hinzu kommt, daß die meisten Men-
schen jeder Belehrung ausweichen, die sie angeblich nicht als notwendig empfinden.

• Wir haben es in unseren Séancen stets erlebt, daß männliche und weibliche Gäste von
der Tatsache der GEISTIGEN WELT augenblicklich so überwältigt wurden, daß sie in
Tränen ausbrachen.

Warum dieser Schock?

Dieser Schock ist die natürliche Folge, weil plötzlich die Erkenntnis da ist, daß die wirkliche RE-
LIGION ganz anders aussieht. Man erkennt sich schlagartig selbst und weiß augenblicklich wie
falsch man gedacht und gelebt hat.

Wer diese Erschütterungen nicht an sich selbst erlebt oder wenigstens miterlebt hat, der kann auch
nicht über diese Erkenntnislehre urteilen.
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Das aber tun viele Menschen und sogar die Akademiker. Diese kennen nur einen negativen Teil des
Spiritismus, aber noch nicht einmal - oder höchst selten - den Spiritualismus. Aber sie glauben
trotzdem, daß diese Kenntnisse bereits ausreichen, um ein akademisches Urteil zu sprechen.

• Nur wem es möglich ist, in die Tiefe der Grenzwissenschaftlichen Lehre zu gehen, der
kommt zur klaren Wahrheit.

Das bedarf einer Großzügigkeit im Denken, einer Bereitschaft, sich selbst zu prüfen und zu erken-
nen.

Es wird nichts von OBEN geschenkt!

Die Regel lautet: "Klopfet an, so wird euch aufgetan."

Dieses Anklopfen muß erfolgen!

Wer die Wahrheit sucht, muß es ehrlich meinen, aber man muß auch breit sein, die unterste Sprosse
zuerst zu betreten. Man kann nicht sogleich ganz oben auf der Leiter stehen.

Für die akademische Wissenschaft ist die Grenzwissenschaftliche Lehre die größte Erkenntnisquel-
le, die man sich vorstellen kann.
Es lohnt sich, sie auszuschöpfen.

Aber man kann sie nicht ausbeuten!


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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Oktober 1966

Es ist nicht abzustreiten daß sich die Universitätswissenschaft sehr oft geirrt hat. Was sie zuerst in
Abrede gestellt hat, mußte sie später zugeben. - Was sie oft behauptet hat, wurde später als Irrtum
erkannt.

Doch hinsichtlich der Geisteswissenschaft bzw. der Erkenntnisse vom Weiterleben nach dem Tode
hat sich in vielen tausend Jahren nichts geändert. Nur die politischen Interessen versuchen, die geis-
teswissenschaftlichen Erkenntnisse abzustreiten. Aber es ist ihnen nicht gelungen, einen Gegenbe-
weis zu führen.

Vor wenigen Jahrzehnten hat man für die Psychologie noch wenig Interesse gezeigt. Heute rückt sie
bereits in den Vordergrund. Man beachte die große Welle, die in Amerika hinsichtlich der Psycho-
logie in Erscheinung tritt. Der Psychologe soll helfen.

Was Psychologen mit großem Erfolg behauptet haben, wird neuerdings bezweifelt. Man findet das
Gegenteil heraus: Zum Beispiel hatte man bisher angenommen, daß der Tiefschlaf die eigentliche
Erholung bringt. Durch raffinierte Meßinstrumente hat man den Schlaf kontrollieren können, Man
hat dabei ganz neue Resultate entdeckt, die mit der bisherigen Schlafforschung nicht übereinstim-
men. Wir wollen jedoch nur herausgreifen, was zur Grenzwissenschaft gehört, d. h. mittels unserer
eigenen Forschungsergebnisse zu klären ist. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß Kleinkinder
bzw. Säuglinge sehr lebhaft träumen. Mittels elektrischer Kontakte am Hirnzentrum hat man Im-
pulse gemessen, die einwandfrei als Traumimpulse erkannt wurden. Nun drängt sich den Hirnspezi-
alisten und Psychologen die Frage auf:

• Was können Säuglinge für Träume haben, wenn sie noch nichts erlebt haben?

Die Traumimpulse sind keinesfalls schwach. Im Gegenteil - sie lassen auf ein bedeutendes Traum-
erleben schließen. Es kann sich also nicht allein um die Mutterbrust oder um die Milchflasche han-
deln.

Unsere Grenzwissenschaftliche Lehre kommt uns da zu Hilfe: Wir wissen, daß ein neuer Erden-
mensch aus dem Geistigen Reich inkarniert wird. Wir wissen aber auch, daß Kinder noch eine stär-
kere Beziehung zum Geistigen Reich haben als Erwachsene. Ein Säugling ist noch nicht lange auf
der Erde, seine irdischen Erfahrungen sind gleich Null. Aber desto größer sind seine Erfahrungen,
die er im Vorleben und im Weiterleben auf der GEISTIGEN STUFE hinter sich hat. Wenn also der
Säugling starke Traumimpulse zeigt, so kann es sich nur um Erinnerungen handeln, die noch mit
dem Geistigen Reich zusammenhängen oder mit einer früheren Inkarnation.

Es ist aber auch möglich, daß der Säugling noch stärker ausgeprägte astrale ERLEBNISSE hat bzw.
mit ASTRALWESEN spricht. Eine irdische Sprache ist dazu nicht notwendig, weil die Telepathie
jede Sprache übertrifft und jeden Dialekt ersetzt. Jeder Mensch ist auf dem Sektor der Telepathie
stets sein eigener Dolmetscher.

Für unsere Forschungen ist das Ergebnis der Traummessungen sehr bedeutsam und bestätigend. Die
Erklärung liegt auf der Hand, wenn man in der Geisteswissenschaft Bescheid weiß. Die Universi-
tätswissenschaft könnte sich viele mühevolle Umwege sparen, wenn sie in dieser Richtung besser
belehrt wäre.
Wir stellen jedenfalls fest, daß der Säugling und auch das Kleinkind sehr starke Beziehungen zum
Jenseits haben. Erst im Laufe des Erdenlebens werden - besonders durch die sog. Zivilisation - die-
se Beziehungen verdrängt, überlagert oder ausgelöscht. - Bei den Naturvölkern, die von unserer
Zivilisation weniger berührt werden, halten diese Beziehungen zum Jenseits länger an. Das wird
durch ihr ganzes Verhalten bestätigt.

Wir sehen, wie wichtig die Erforschung und Anerkennung derartiger Vorgänge ist. Auch die Geis-
teswissenschaft versucht, ihr Bestes zu leisten.
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

November 1966

Die Tageszeitung "Kurier" brachte einen Aufsatz über den gegenwärtigen Stand der Wissenschaft
bezüglich des unsichtbaren LEBENS. Die Überschrift lautete: "Faustisches Universum". In diesem
Artikel wird hervorgehoben, daß sich die Wissenschaft darüber Gedanken macht, daß es neben un-
serem materiellen Universum noch ein zweites, parallel liegendes Universum geben müsse, das sich
unserer sinnlichen Wahrnehmung verbirgt. Es sei nicht von der Hand zu weisen, daß Lebewesen
dieses zweiten Universums einen Erdenmenschen durchdringen können, ohne daß dieser etwas da-
von wahrnehme.

Der spirituellen Forschung ist das allerdings schon längst bekannt. Man hinkt also hinter der
Grenzwissenschaftlichen Lehre hinterher. Dieser Aufsatz kennzeichnet jedoch tatsächlich den ge-
genwärtigen Stand der Wissenschaft. Es heißt nämlich in der Überschrift: "Faustisches Universum".

Warum nennt man dieses Universum nicht beim richtigen Namen? - Es handelt sich doch ohne je-
den Zweifel um ein göttliches Universum, um ein Geistiges Reich oder um ein Jenseits. - Doch die
Wissenschaft hat sich stets von der Bezeichnung "GOTT" distanziert. Man schämt sich, etwas
"göttlich" zu nennen. So tief ist GOTT in den Augen der Wissenschaft gesunken! So sehr steht Sein
NAME in Verruf! - Das "Faustische Universum" wurde als eine Ausrede erfunden:
• Weil Goethe in seinem Faust das Geistige Reich mit Himmel und Hölle anspricht, weil
GOTT und der Teufel als existent hingestellt werden, findet man es angebracht, das
ZWEITE UNIVERSUM als "faustisch" zu benennen. Man schämt sich, daß es göttliche
BEREICHE gibt!

Hier wird der gewaltige Unterschied zwischen der spirituellen Forschung und der akademischen
Wissenschaft deutlich: Die Psychowissenschaftliche Forschung schämt sich nicht! Sie nennt alles
beim richtigen Namen, auch dann, wenn es sich um GOTT handelt.

• Die akademische Wissenschaft drückt sich wie die Katze um den heißen Brei. Die
Menschheit wird von der akademischen Wissenschaft erst dann einen wirklichen Nutzen
erfahren, wenn sie sich dazu entschließt, allen Vorurteilen zum Trotz, die Wahrheit öf-
fentlich zu bekennen.
Ein jenseitiges Universum, also ein Geistiges Reich, mag in unseren Augen vielleicht "faustisch"
sein, aber wir dürfen nicht von der Hand weisen, daß das "Faustische" daran der übersinnliche BE-
REICH ist.

Wir begrüßen jedenfalls, daß das Zeitalter des krassen Materialismus allmählich vorübergeht. Es ist
tatsächlich der allerletzte Augenblick, da sich die Wissenschaft zu besinnen hat, daß die geistigen
Belange weit höher zu bewerten sind.

Im "Faustischen Universum" gibt es nicht nur Leben, das wir nicht sinnlich wahrnehmen können,
sondern auch Seelen, die einmal auf Erden gelebt haben und dort wieder leben werden. Aber das
wirklich "Faustische" an der Sache ist, daß in diesem Universum eine ausgleichende GERECH-
TIGKEIT waltet. Es muß für jede Seele der Ausgleich geschaffen werden, sonst wäre GOTT kein
GOTT, sondern ein GEIST, der das Unrecht bedenkenlos duldet.

Die Wissenschaft braucht deshalb keine Theologie zu studieren. Sie kann ihre Forschungen durch-
aus nüchtern fortsetzen. Aber sie soll sich nicht vor der Tatsache drücken, daß die Menschheit in
GÖTTLICHER OBHUT lebt.

Der freie Wille des Menschen wird mißbraucht. Man kann diesen Mißbrauch nicht GOTT zur Last
legen. Würde GOTT diesen Mißbrauch unterbinden, dann wäre es auch mit dem freien Willen des
Menschen vorbei. - Vielleicht macht sich die akademische Wissenschaft einmal Gedanken darüber‚
ob wir vielleicht das "Faustische Universum" mit unseren Experimenten schädigen?
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Der Mediale Friedenskreis setzt seinen Erfahrungsbericht fort

Dezember 1966

Ohne Zweifel fürchtet die Wissenschaft den Durchbruch einer spirituellen Wahrheit. Doch was man
fürchtet, das bekämpft man. So ist es immer gewesen. Nicht verwunderlich: Die spirituelle Wahr-
heit ist richtig gesehen der Feind der akademischen Wissenschaft. Man weiß genau, daß der Durch-
bruch dieser Erkenntnisse einen überwiegenden Teil verherrlichter Irrtümer lächerlich machen wür-
de:
• Viele große Akademiker und Philosophen müßten vom Sockel gestürzt werden, weil ihr
Andenken unberechtigt ist.

Man sollte ernsthaft bedenken, daß die spirituelle Wahrheit die Würde der Wissenschaft bedroht.
Diese Tatsache ist ein schwerwiegender Punkt, warum die spirituelle Wahrheit innerhalb der aka-
demischen Wissenschaft absolut tabu ist.

• Dieses gefährliche und verlogene Tabu ist der Hauptgrund, warum die Weltöffentlichkeit
in dieser Richtung unaufgeklärt und falsch orientiert ist.

Immer wieder haben uns die Leser und Geistesfreunde die Frage gestellt, warum die spirituelle
Wahrheit nicht schon längst anerkannt und entsprechend verbreitet worden ist. Die Frage wird hier
beantwortet:

• Die EWIGE WAHRHEIT ist der Erzfeind der akademischen Wissenschaft und ebenfalls
der Feind der Politik.

Die Wissenschaft kämpft seit Jahren mit unfairen Mitteln, mit Ignoranz und falschen Definitionen,
um die Wahrheit zugunsten der akademischen Würde zu unterdrücken. Der Spiritualismus bzw. die
Grenzwissenschaftliche Lehre hat diesen Kampf aufgenommen. Mit einer noch nie dagewesenen
Präzision und Verbissenheit kämpft die spirituelle Wahrheit in Verbindung mit den fähigsten IN-
TELLIGENZEN der GEISTIGEN WELT gegen die akademischen und theologischen Irrtümer an.
Leider hat die Theologie noch so viel Einfluß auf die gläubigen Menschen, daß durch sie ebenfalls
die EWIGE WAHRHEIT unterdrückt oder verfälscht wird.

Die akademischen Wissenschaftler sollten sich über den Ernst ihrer Verhaltensweise mehr Rechen-
schaft ablegen. Einerseits erhalten sie in verkrampfter Weise die sogenannte Würde. Andererseits
benutzt die Politik im Schutze des Weltatheismus die wissenschaftliche Haltung zum Mißbrauch
des Macht- und Geltungswahns, der die ganze Menschheit in Gefahr bringt. Dieser Zustand ist das
größte und gefährlichste Problem, das es überhaupt innerhalb des menschlichen Forschens geben
kann. Es ist ein akademischer Punkt zum Meditieren.

Wenn die Wissenschaftler sich darüber klarwerden, daß sie vor allen anderen Menschen die Ver-
antwortung für die Wahrheit und Orientierung tragen, dann müssen sie auch zu dem moralischen
Aspekt kommen, daß das bisherige Tabu gegenüber der spirituellen Wahrheit eine große Gemein-
heit gegenüber GOTT und der Menschheit ist.

Wir jedenfalls wünschen der akademischen Wissenschaft eine göttliche Erleuchtung! Möge das
Weihnachtsfest dazu beitragen, daß sich der eine oder andere Wissenschaftler darüber Gedanken
macht, ob die Wissenschaft nicht große Fehler begangen hat, wie sie in der Weltanschauungspolitik
auch vorkommen.

Eine Berichtigung dieser Fehler verlangt allerdings einen Bekennermut. Dieser Bekennermut kann
jedoch niemals aus Vermutungen oder aus einem blinden Glaubensgehorsam kommen. Darum
kümmert euch um die Wahrheit und verschafft euch alle Beweise, wie es die positiven Spiritualisten
schon seit vielen Jahren tun, denn sie haben aus diesen Erfahrungen ihren bedingungslosen Beken-
nermut gewonnen. Ohne jede Rücksicht auf miesmachende Kollegen und Journalisten müßt ihr
selbst alle Schritte unternehmen, die zur Orientierung und Wahrheit führen. Wer das Wort GOT-
TES erfährt darf nicht schweigen! Das trifft auch für den Akademiker zu.