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Vorlesungsübersicht

(1) Widerstandsmessung

(2) Sensoren
- Temperatursensoren
- Kapazitive Sensoren
- Induktive Sensoren
- Optische Sensoren
- Dehnungsmessstreifen
- Druck- und Kraftaufnehmer
- Weg- und Beschleunigungssensoren
- Anschaltung von Sensoren
• analoge Anbindung

(3) Messverstärker
Anschaltung von Sensoren (analoge Anbindung)
Ein Sensor setzt eine physikalische Größe in ein elektrisches Signal um. Entweder gene-
riert der Sensor selbst eine Spannung oder einen Strom, oder er verändert den Strom-
kreis, an den er angeschlossen ist. Nur in wenigen Fällen kann mit den Sensorsignalen
eine größere Entfernung störsicher überbrückt werden. Sensoren werden daher vielfach
mit elektronischen Schaltungen kombiniert, die das Sensorsignal aufbereiten und ein
standardisiertes Signal bereitstellen. Diese Signale werden als Einheitssignale bezeichnet.
Einheitssignal 0…10 V:
Der gesamte Messbereich des Sensors (z.B. -20 °C bis 40 °C) wird auf den Spannungsbe-
reich 0 V bis 10 V abgebildet. Spannungen lassen sich leicht stabilisieren, so dass sie von
der Belastung am Ende der Leitung weitgehend unabhängig sind. Nachteilig ist der Span-
nungsabfall auf den Leitungen, so dass sich nur kurze Entfernungen überbrücken lassen.
Einheitssignal 0…20 mA1): 1) wird auch als Strom-Schnittstelle oder 20mA–Schnittstelle bezeichnet

Der gesamte Messbereich des Sensors (z.B. -20 °C bis 40 °C) wird auf den Strombereich 0 mA
bis 20 mA abgebildet. Eine Stromquelle mit stabilisiertem Strom liefert einen Strom der
unabhängig vom Abschlusswiderstand der Übertragungsstrecke ist. Fast beliebig große
Entfernungen (km-Bereich) lassen sich so überbrücken. Nachteilig ist, dass zur Messung
der Stromkreis aufzutrennen ist, um etwa ein Amperemeter zur Strommessung einzu-
schleifen.
Anschaltung von Sensoren
Beträgt der Eingangswiderstand am Empfänger 500, ergibt sich dort gerade ein Span-
nungsbereich von 0 V bis 10 V. Manchen Sensoren ist ein 500-Widerstand bereits bei-
gelegt.

500

Einheitssignal 0…20 mA1) (lebender Nullpunkt):


Um einen Messwert an der Untergrenze des Messbereichs von einem Leitungsbruch un-
terscheiden zu können, ist der zulässige Strombereich auf 4 mA (Untergrenze des Mess-
bereichs) bis 20 mA (Obergrenze des Messbereichs) eingeschränkt. Natürlich müssen
hier dann andere Umrechnungskonstanten verwendet werden.

Mit einfachen Mitteln lassen sich die Einheitssignale ineinander überführen. Der Spannungs-Strom-
verstärker in obiger Schaltung sorgt etwa dafür, dass bei einem hochohmigen Sensorausgang ein
ausreichender Strom über die 20mA-Strom-Schnittstelle fließen kann.
Vorlesungsübersicht
(1) Widerstandsmessung

(2) Sensoren
- Temperatursensoren
- Kapazitive Sensoren
- Induktive Sensoren
- Optische Sensoren
- Dehnungsmessstreifen
- Druck- und Kraftaufnehmer
- Weg- und Beschleunigungssensoren
- Anschaltung von Sensoren
• analoge Anbindung
• digitale Anbindung

(3) Messverstärker
Anschaltung von Sensoren (digitale Anbindung)

U
digitale
Speicherung
t

Anpassungs- Analog- digitale


Sensor verstärker Digital- Anzeige
Wandler

1010 Digital-
0001 Analog-
0010 Wandler
0101

analoger
Ausgang

Um ein digitales Messsignal zu erhalten, gelangt das analoge Sensorsignal im Allgemei-


nen nach einer Anpassungsverstärkung auf den Eingang eines Analog-Digital-Wandlers
(A/D-Wandler). Dieser zerlegt das analoge Signal zeitlich nacheinander in einer Folge
diskreter Amplitudenwerte (als Abtastung bezeichnet), quantisiert (rundet) diese und setzt sie
um in binäre Datenworte (letzterer Schritt wird als Codierung oder Binärisierung) bezeichnet.