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TRADE

Softwaremodul zur eichfähigen


Anzeige und Speicherung von
Wägedaten mit digitaler
Aufnehmerelektronik AD10x.
PTB Prüfschein D09-00.34

Version: 1.2
Stand: 29.06.2007

HANDBUCH

Das Handbuch besteht aus:


1. Kap 1 – Kap. 13 für den täglichen Gebrauch von TRADE
2. Ab Kap. 14 für die Inbetriebnahme und Servicefall
3. Kap. 14.8 für den schnellen Einstieg in die
Inbetriebnahme

HBM TRADE bietet Ihnen:

; Eichfähige Anzeigen/Speicherung von Wägedaten in PC-Systemen


mit Windows (32Bit) - unabhängig von Ihrer Applikation
; Anbindung von beliebigen Anwendungen oder Standard-Programmen
(z.B. MS-WORD/EXCEL) via DDE-Interface oder DLL-Einsprung.
; Echte 32-Bit-Applikation - lauffähig unter Windows
95/98/NT/2000/XP
; Anschluß von bis zu 8 Waagen mit je bis zu 16 digitalen Aufnehmern
vom Typ AD10x

Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH – HBM TRADE – Handbuch 1.2 – I2308-10de 1


1 Inhalt

1 INHALT......................................................................................................................................................... 2

2 EINLEITUNG ............................................................................................................................................... 5

3 VERPFLICHTUNGEN DES BETREIBERS............................................................................................. 6

4 HAUPTFENSTER VON TRADE ............................................................................................................... 6


TITELZEILE MIT TYPENSCHILD (1) ....................................................................................................................... 6
MENÜLEISTE (2) .................................................................................................................................................. 7
WERKZEUGLEISTE (3).......................................................................................................................................... 7
WAAGENANZEIGE ODER LAUFENDE WIEGELISTE (4) ........................................................................................... 8
4.4.1 Symbole der Gewichtsanzeige......................................................................................................... 9
4.5 STATUSZEILE (5)...................................................................................................................................... 9
5 ANZEIGE DER EICHDATEI ................................................................................................................... 11
5.1 FUNKTIONSLEISTE (1) ............................................................................................................................ 11
5.2 TABELLE MIT EICHSÄTZEN (2) ............................................................................................................... 11
5.3 STATUSZEILE (3).................................................................................................................................... 12
6 KOMMANDO-PANEL .............................................................................................................................. 13
6.1 FUNKTIONSLEISTE (1) ............................................................................................................................ 13
6.2 DATENFELD (2)...................................................................................................................................... 14
6.3 STATUSZEILE (3).................................................................................................................................... 14
7 OPTIONEN - SCHRIFTEN/FARBEN ..................................................................................................... 15

8 SIMULATION ............................................................................................................................................ 15
8.1 FUNKTIONEN (1) .................................................................................................................................... 16
8.2 STATUSZEILE (2).................................................................................................................................... 16
9 (?) - PRÜFUNG .......................................................................................................................................... 17

10 WARTUNGANZEIGE........................................................................................................................... 19

11 WIEDERHERSTELLUNG VON DATEN NACH PC-TAUSCH...................................................... 19

12 EINSTELLMÖGLICHKEITEN FÜR DEN BENUTZER.................................................................. 21


12.1 FUNKTIONEN DER FUßZEILE (1) ............................................................................................................. 21
12.1.1 EDIT Kontextmenü für den Benutzer (2)....................................................................................... 21
12.2 REGISTERKARTE GENERELL (3) ............................................................................................................. 23
12.2.1 Eingabemaske Eichdatei ............................................................................................................... 23
12.2.2 Eingabemaske Anzeige.................................................................................................................. 23
12.2.3 Eingabemaske Druckmodus .......................................................................................................... 23
12.2.4 Eingabemaske Passwörter ............................................................................................................ 23
12.3 REGISTERKARTE - EINZELNE WAAGEN (4)............................................................................................. 23
12.4 REGISTERKARTE – NAME/FUNKTION (5)................................................................................................ 24
12.4.1 Eingabemaske Bezeichnung .......................................................................................................... 24
12.4.2 Eingabemaske Abfrage Aufnehmer ............................................................................................... 24
12.4.3 Eingabemaske Aufnehmer............................................................................................................. 25
12.4.4 Funktionen. ................................................................................................................................... 25
13 FEHLERMELDUNGEN UND MAßNAHMEN .................................................................................. 26

14 INBETRIEBNAHME EINER WAAGE MIT TRADE ....................................................................... 27


14.1 ALLGEMEINES ZUR INBETRIEBNAHME ................................................................................................... 27
14.2 ÄNDERUNGEN BLEIBEND SPEICHERN ..................................................................................................... 27

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14.3 SERIENNUMMERN DER AUFNEHMER ...................................................................................................... 27
14.4 PARALLELSCHALTUNG DER AUFNEHMER............................................................................................... 28
14.5 VERSIEGELUNG DER WAAGE ................................................................................................................. 28
14.6 ANSCHLUß KONVERTER ......................................................................................................................... 31
14.7 SPANNUNGSVERSORGUNG DER WÄGEZELLEN ....................................................................................... 31
14.8 ERSTE SCHRITTE MIT TRADE ............................................................................................................... 32
14.9 MÖGLICHE PROBLEME BEI DER INSTALLATION UND DEREN ABHILFE .................................................... 38
15 OPTIONEN - PARAMETER ................................................................................................................ 39
15.1 FUNKTIONEN DER FUßZEILE (1) ............................................................................................................. 40
15.1.1 EDIT Kontextmenü (2) .................................................................................................................. 40
15.2 REGISTERKARTE GENERELL (3) ............................................................................................................. 42
15.2.1 Eingabemaske Firma .................................................................................................................... 42
15.2.2 Eingabemaske Eichdatei ............................................................................................................... 43
15.2.3 Eingabemaske Anzeige.................................................................................................................. 43
15.2.4 Eingabemaske Druckmodus .......................................................................................................... 43
15.2.5 Eingabemaske Passwörter ............................................................................................................ 43
15.3 REGISTERKARTE - EINZELNE WAAGEN (4)............................................................................................. 44
15.4 REGISTERKARTE – NAME/FUNKTION (5)................................................................................................ 44
15.4.1 Eingabemaske Bezeichnung .......................................................................................................... 44
15.4.2 Eingabemaske Abfrage Aufnehmer ............................................................................................... 45
15.4.3 Eingabemaske Aufnehmer............................................................................................................. 45
15.4.4 Eingabemaske Funktionen ............................................................................................................ 45
15.5 REGISTERKARTE – TYPENSCHILD (6) ..................................................................................................... 46
15.5.1 Eingabemaske Typenschild ........................................................................................................... 46
15.5.2 Eingabemaske Wägebereich ......................................................................................................... 46
15.6 REGISTERKARTE – PARAMETER/AUFNEHMER (7) .................................................................................. 47
15.6.1 Eingabemaske Waagenanwendung............................................................................................... 47
15.6.2 Eingabemaske Standort................................................................................................................. 48
15.6.3 Eingabemaske Ruhe ...................................................................................................................... 48
15.6.4 Eingabemaske Null ....................................................................................................................... 48
15.7 REGISTERKARTE – STATUS (8)............................................................................................................... 49
16 EINSTELLUNG DER AUFNEHMER ................................................................................................. 50
16.1 ALLGEMEINES ........................................................................................................................................ 50
16.2 MASKE KOMMUNIKATION (1) ................................................................................................................ 51
16.2.1 Interface Parameter ...................................................................................................................... 51
16.2.2 Einstellung der Schnittstelle.......................................................................................................... 51
16.2.3 Scan - Ermitteln der angeschlossenen Aufnehmer........................................................................ 51
16.2.4 Set - Festlegen der Adressen ......................................................................................................... 52
16.2.5 Unbekannte Seriennummern ......................................................................................................... 52
16.3 MASKE AUFNEHMERPARAMETER (2) ..................................................................................................... 52
16.4 MASKE PROTOKOLL (3) ......................................................................................................................... 53
16.5 FUßZEILE (4) .......................................................................................................................................... 53
16.6 MASKE KALIBRIERUNG/JUSTAGE(5)...................................................................................................... 53
16.6.1 Nullpunkt-Justage ......................................................................................................................... 53
16.6.2 Kalkulatorische Justage ohne Gewichte ....................................................................................... 53
16.6.3 Eckenabgleich ............................................................................................................................... 54
16.6.4 Justage mit Gewichten .................................................................................................................. 54
17 TRADE AUF DEM PC........................................................................................................................... 55
17.1 INSTALLATION VON TRADE.................................................................................................................. 55
17.2 LIZENZBESTIMMUNGEN ......................................................................................................................... 55
17.3 DATENSICHERUNG ................................................................................................................................. 55
17.4 WIEDERHERSTELLUNG VON DATEN NACH PC-TAUSCH ......................................................................... 55
18 MEHRFACH-AUFRUFE VON TRADE.............................................................................................. 56

19 DIE SOFTWARE-SCHNITTSTELLEN VON TRADE ..................................................................... 56


19.1 BESCHREIBUNG DER SCHNITTSTELLEN .................................................................................................. 56
19.1.1 Softwareschnittstelle DDE ............................................................................................................ 56
19.1.2 Software Schnittstelle DLL............................................................................................................ 56

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19.1.3 DDE vs. DLL................................................................................................................................. 56
19.2 DDE-ANBINDUNG ................................................................................................................................. 57
19.2.1 Allgemeines ................................................................................................................................... 57
19.2.2 Kommandostruktur........................................................................................................................ 57
19.2.3 Kommandos................................................................................................................................... 57
19.3 DLL-ANBINDUNG .................................................................................................................................. 58
20 AUSTAUSCH VON AUFNEHMERN .................................................................................................. 59

21 MEHRERE WAAGEN BETREIBEN .................................................................................................. 60


21.1 MEHRERE WAAGEN MIT EINER SESSION AN EINEM COM-PORT .............................................................. 60
21.2 MEHRERE WAAGEN MIT EINER SESSION AN VERSCHIEDENEN COM-PORTS ............................................ 60
21.3 MEHRERE WAAGEN MIT MEHREREN SESSIONS AN VERSCHIEDENEN COM-PORTS .................................. 60
22 PARAMETER/DATEIEN...................................................................................................................... 61
22.1 ALLGEMEINE PARAMETER (TRADE_G.WPD)...................................................................................... 61
22.2 KOMMUNIKATIONSPARAMETER (TRADE_K.WPD).............................................................................. 61
22.3 EICHFÄHIGE PARAMETER - PRÜFZAHLEN ............................................................................................... 61
22.4 NICHTEICHFÄHIGE PARAMETER/JE WAAGE (TRADE_W.WPD)........................................................... 62
22.5 EICHFÄHIGE PARAMETER/JE WAAGE (TRADE_E.WPD)...................................................................... 62
22.6 EICHFÄHIGE PARAMETER/JE AUFNEHMER (SPEICHERUNG IN AD/10X) ................................................. 63
23 WARENZEICHEN................................................................................................................................. 63

24 STICHWORTVERZEICHNIS.............................................................................................................. 64

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2 Einleitung

Das Handbuch besteht aus:


4. Kap 1 – Kap. 13 für den täglichen Gebrauch von TRADE
5. Ab Kap. 14 für die Inbetriebnahme und Servicefall
6. Kap. 14.8 für den schnellen Einstieg in die Inbetriebnahme

Das auf den folgenden Seiten beschriebene Programm HBM TRADE ermöglicht das Betreiben einer
oder mehrerer eichfähigen Waage auf einem Standard-PC in Verbindung mit digitalen Wägezellen
von HBM. Auf dem Bildschirm wird ein eichfähiges Fenster dargestellt, das alle wichtigen
Informationen und Funktionen der Waage zu Verfügung stellt.
In der Regel wird HBM TRADE nicht alleine installiert, sondern eine weitere Software stellt zusätzlich
Anwendungsfunktionen z.B Logistik, Netzwerkanbindung etc. zur Verfügung. Diese unterliegt nicht
der Eichpflicht und kann von daher beliebig verändert werden.
HBM TRADE stellt folgende Funktionen zur Verfügung:

Allgemein
♦ Anzeige des Gewichtswert (ersetzt Wägeanzeiger)
♦ Automatisches Abspeichern der Eichdaten auf Festplatte (ersetzt Alibi-Drucker)
♦ PC unterliegt nicht der Eichung ! Damit Austausch problemlos

Waagenfunktionen
♦ Grundfunktionen Tarieren, Nullsetzen, Brutto/Netto, 10x-Auflösung
♦ Verwaltung von bis zu 8 Waagen mit je 16 Wägezellen
♦ Unterstützt bis zu 3 Bereich-/Teilungswaagen

Diagnosefunktionen
♦ Passwortschutz auf Benutzer- und Service- Ebene
♦ Protokollieren der Waagenhistorie
♦ Anzeigen und speichern von Überlastereignissen
♦ Online Manipulationsüberwachung

Installationsfunktionen
♦ Automatische Erkennung der angeschlossenen Wägezellen
♦ Digitaler Eckenlastabgleich
♦ Gewichtslose Justage
♦ Wägezellentausch wird unterstützt

Software-Schnittstellen
♦ DDE- und DLL-Schnittstelle zur nichteichfähigen Anwendung, z.B. Logistiksoftware

Unterstütze Sprachen:
♦ Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch (weitere auf Anfrage)

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3 Verpflichtungen des Betreibers

Der Anwender von HBM TRADE ist nach dem Eichgesetz verpflichtet folgende Punkte zu beachten:

• Tägliche Überprüfung der Prüfzahlen (Kap.9) mit dem Prüfzahlen auf dem Siegelschild
• Er ist allein für eine ausreichende Speicherkapazität (1KByte pro Wägeergebnis) und für das
Vorhandensein der gespeicherten Wägeergebnisse verantwortlich
• Kontinuierlich ausgegebene Wägeergebnisse ohne vorherige Speicherung und ohne Identifikation
dürfen nur für nicht eichpflichtige Anwendungen (dosieren, steuern o.ä.) verwendet werden
Aufgrund der fehlenden Identifikation ist eine Weitergabe für eichpflichtige Verwendungen nicht
zulässig
• Die Geschäftsbelege, die von einer von der Eichpflicht ausgenommenen Zusatzeinrichtung nach
der Vorbemerkung zu Anhang I der Richtlinie 90/384/EWG bzw. §7b (3) 2 der Eichordnung erstellt
werden, folgende Informationen enthalten müssen:
• eine Identifikation für jedes Wägeergebnis
• für die Verwendung in Deutschland zusätzlich einen Hinweis, dass die Wägeergebnisse
anhand der Identifikation mit den eichfähig gespeicherten Wägeergebnissen verglichen bzw.
überprüft werden können.

4 Hauptfenster von TRADE

(1)
(2)

(3)

(4)

(5)

Abbildung 1 - Hauptfenster von TRADE

Hinweis: Werkzeugleiste (3) kann ausgeschaltet werden. Sie sollten sie bei Verwendung dieses
Handbuchs einschalten.

Die Anzeige besteht aus den folgenden Komponenten

4.1 Titelzeile mit Typenschild (1)

• Waagennummer
• Waagenname
• Min/Max-Gewicht/Teilung

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• Standard-Windows-Symbole zum Verändern der Fensteransicht

4.2 Menüleiste (2)

• Datei: Anzeige der Eichdatei (siehe Kap 5)


• Datei: Kommando Panel (siehe Kap. 6)
• Datei: Druckereinstellung (Standard-Windows-Dialog)
• Datei: Programm beenden

• Optionen: Parameter
• Benutzer – Zugang zur Einstellungen für den Benutzer der Waage (kann durch Paßwort
geschützt werden). Eichrelevante Änderungen sind nicht möglich
• Service – Zugang zur Einstellung aller Parameter (kann durch Paßwort geschützt werden)
• Simulation – Nur zugänglich, wenn ein Simulationswaage aktiv ist (siehe Kap. 8)
• Optionen: Schriften in den Fenstern und Fensterfarbe (siehe Kap. 7)
• Optionen: Umschaltung Waagenanzeige <-> Wiegeliste (siehe Kap. 4.4)
• Optionen: Ein-/Ausschalten der Werkzeugleiste

• Funktionen: Alle Funktionen der Werkzeugleiste (siehe Kap. 4.3)

• ?: Prüfung – Anzeige der Prüfzahlen (siehe Kap. 9)

4.3 Werkzeugleiste (3)

• Waagenanwahl (F4)
• An-/Abwahl von Tara und Hand-Tara (F5)
• Tara ein (F6). Eichfähige Waagen lassen sich bei Brutto Null und im negativen Bruttobereich nicht
tarieren.
• Tara aus (F7)
• Nullsetzen (F8). Eichfähige Waagen haben Beschränkungen des Nullsetzbereichs. Wollen Sie
außerhalb dieses Bereiches Nullsetzen, so erscheint eine Fehlermeldung „Außerhalb Nullbereich“.
Neustart von TRADE kann helfen, da der automatische Nullsetzbereich nach dem Einschalten
deutlich größer ist.

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• 10-fache Auflösung für 5 Sekunden (F9). Während dieser Zeit ist die Anzeige ihres System nicht
geeicht.
• Protokoll-Funktion zum ‘Einfrieren’ der letzten 100 Datensätze. Es erscheint eine Anzeige, die im
wesentlichen der Wiegeliste entspricht. (F11).
• Wiegen und Speichern (F12). Ein Gewichtswert wird bei Stillstand in die Eichdatei übernommen

Hinweise:

• Die Einträge in der Funktionsleiste sind nur dann verfügbar, wenn die angeschlossene Waage die
jeweilige Funktion auch unterstützt bzw. diese in den Parametereinstellungen aktiviert sind.
• Diese Funktionen sind auch über die Menüleiste (Funktionen) sowie über die Funktionstasten
verfügbar.

4.4 Waagenanzeige oder laufende Wiegeliste (4)

Brutto oder Netto/Tara mit Beschriftung und weiteren Symbolen wie in Kap. 4.4.1 gezeigt. Alternative
kann eine laufende Wiegeliste wie im Bild Abbildung 2 dargestellt werden. Dazu die Funktion
Hauptmenü Æ Optionen Æ Waagenanzeige benutzen.

Abbildung 2 - Hauptfenster mit Wiegeliste statt Waagenanzeige


• Datum/Uhrzeit
• Gewichte
• Ruhe und Nulllage
• Status (z.B. Überlast)

Diese Art der Anzeige wird gewählt, wenn man Verläufe von Gewichtswerte betrachten möchte.

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4.4.1 Symbole der Gewichtsanzeige

Das grüne „M“ ist das Symbol für geeichte Waagen. Waagen im Industriemodus zeigen dieses
Symbol nicht.

Das rote durchgestrichene „M“ zeigt einen Fehler in der Waage an. Dies gilt auch für Waagen im
Industriemodus. TRADE konnte die Waage nicht korrekt initialisieren. Folgende Ursachen sind
möglich:

♦ Es kommt keine Kommunikation mit den Aufnehmern zustande. Es dürfte dann auch keine
Gewichtsanzeige vorhanden sein. Überprüfen Sie die Spannungsversorgung der Aufnehmer, die
Verbindungen, Ihren PC etc. Sie können mit dem Programm CHECKCOM die Kommunikation zu
den Aufnehmern überprüfen.
♦ Die Gewichtsanzeige ist vorhanden, aber rotes M wird dargestellt. TRADE hat falsche Parameter
gelesen. Wählen Sie zuerst die Waage nochmal an (F4). Sollte das nicht erfolgreich sein starten
Sie TRADE noch einmal.
♦ Programme oder Eichparameter sind verändert worden. Bitte kontaktieren Sie Ihren
Waagenbauer. Diese Anzeige bleibt bis zum nächsten Speichern der Parameter (Neueichung!)
bestehen.

Sollten Sie das Wartungssymbol sehen, so können durch klicken darauf weitere Informationen
bekommen. Sehen Sie auch Kap. 10

4.5 Statuszeile (5)

• [W]+++ Kommunikationsstatus (AD-Elektronik, Waage, Anzeige). Blinken alle drei Kreuze, so ist
Ihre Waage funktionsfähig.
• Anzeigen der Waagen-Null (>O< = Gewichtswert innerhalb 0 ± 1/4d, >o< = Nullnachführung
arbeitet)
• <*> = Anzeige der Waageruhe
• Waagenfehler/-Status (Waagenbereich, Unterlast etc.)
• Prüfzahlen (Audit-Trail – Parameter - Software)

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Hinweis: Mittels der Prüfzahlen kann festgestellt werden, ob das Programm ordnungsgemäß geladen
wurde (Vergleich mit Siegelschild). Diese Überprüfung sollte bei Programmstart mind. 1x täglich
durchgeführt werden.

Durch Doppelklick auf die Statuszeilen werden folgende Zusatzinformationen für Servicezwecke
angezeigt:

• Kommunikationsstatus (In Datensätzen/Sekunde)


• Schnittstellenstatus (Anzahl der Wiederholungen für Senden/Empfangen/Timeout (S/R/T))

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5 Anzeige der Eichdatei
Hauptmenü Æ Datei Æ Anzeige der Eichdatei

Gewichtswerte werden hier eichfähig abgespeichert. Sollen diese an anderer Stelle verwendet
werden, z.B. bei Ausdruck einer Rechnung, so ist die Signatur unbedingt mit darzustellen.

(1)

(2)

(3)

Abbildung 3 - Eichdatei anzeigen

Es erscheint ein Fenster, welches aus folgenden Komponenten besteht:

5.1 Funktionsleiste (1)

• Aktuelle Eichdatei (Datum). Durch Doppelklicken auf dieses Symbol erscheint eine Standard-
Dateiauswahl in der eine andere Eichdatei ausgewählt werden kann. Jeden Tag wird eine neue
Eichdatei angelegt. Um diese über längere Zeiträume leichter zu finden wird der Name wie folgt
gebildet: JJMMTT.dse
• Filter. Durch Eingabe eines Filterausdrucks kann die Anzeige eingeschränkt werden. Die Eingabe
kann mit sogenannten Wildcards (Jokern) eingegeben werden.
Bsp.: Eingabe *4711 zeigt alle Datensätze an, die in einem beliebigen Feld den Ausdruck 4711
beinhaltet. So kann z.B. ein Datensatz mit Artikel (Benutzerschlüssel) 4711 gefunden werden.
• Drucksymbol. Ausdruck des Bildschirminhaltes.
• C1. Umschalten zwischen einer und drei Fixspalten.
• Update-Symbol. Löschen aller Eichdateien, die älter als 3 (je nach Einstellung auch mehr) Monate
sind.

5.2 Tabelle mit Eichsätzen (2)


Jede Tabellenzeile entspricht einem Eintrag in die Eichdatei. Da die Eichdatei sehr viele Felder
aufweist, die teilweise mit langen Ausdrücken gefüllt sind, kann immer nur ein Teil dargestellt werden.
Die Spaltenbreite ist durch Klicken und Ziehen auf die Titelspalten-Trennlinien veränderbar. Der
Ausschnitt kann wie gewohnt mit der horizontalen Laufleiste verschoben werden.

Die Spalten entsprechen den im Wiegebild beschriebenen Feldern der Eichdatei (siehe dort).

Folgende Pseudo-Signaturen werden ebenfalls eingetragen:

[CHECK] Wird immer dann in die Eichdatei eingetragen, wenn eine Prüfung der
Prüfsummen durchgeführt wird (Programmstart).
[PUT] Wird immer dann eingetragen, wenn die eichtechnisch relevanten Parameter
verändert wurden.
[W-INIT] Wird immer dann eingetragen, wenn bei der Initialisierung einer
angeschlossenen Waage ein Fehler auftrat.
[W-CHECK] Wird immer dann eingetragen, wenn bei der laufenden Prüfung der
angeschlossenen Aufnehmer ein Fehler auftrat.

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Ist eine dieser Signaturen eingetragen, erhalten Sie aus den Spalten Version und Typenschild weitere
Informationen.

5.3 Statuszeile (3)


In der Statuszeile wird die Anzahl der Datensätze angezeigt. Des weiteren wird angezeigt, wie viele
Datensätze das aktuelle Filterkriterium ausgefiltert hat.

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6 Kommando-Panel

Hauptmenü Æ Datei Æ Kommando Panel

Das Kommando-Panel ermöglicht Ihnen die Kommunikation mit TRADE über die
Softwareschnittstelle. Damit können Sie Wiegungen durchführen und protokollieren bzw. ausdrucken.
Wenn Sie die Wiegung auch in der Eichdatei speichern, können geeichte Wiegescheine (im fixen
Format) gedruckt werden. Meist wird diese Funktion jedoch von einer Logistiksoftware übernommen.

(1)

(2)

(3)

Abbildung 4 – Kommando Panel TRADE

Es erscheint ein Fenster, welches aus folgenden Komponenten besteht:

6.1 Funktionsleiste (1)


Um das Kommando an HBM TRADE absetzen zu können, sollte man zunächst den Aufbau der
Kommandos verstehen. Jedes Kommando an HBM TRADE besteht aus 3 Feldern:

• Kommando. Die Kommandos und deren zugehörige Parameter sind im Abschnitt 19.2.3
ausführlich beschrieben. Kommandos dürfen in Anführungszeichen stehen.
• Kommentar. Dieser Parameter wird als Benutzerschlüssel 1:1 in die Eichdatei eingetragen. Er
dient zum schnellen Auffinden von Datensätzen und zur Plausibilitätskontrolle.
• Parameter. Einige Kommandos benötigen Parameter (z.B. Hand-Tara-Wert). Dieser wird hier
eingetragen.

Hinweis: Die jeweils wichtigsten und die zuletzt durchgeführten Eingaben können durch Anklicken
des Pfeiles neben der Eingabezeile aufgerufen werden.

Beispiel 1: Gewicht in Ruhe siehe oben


Beispiel 2: Hand-Tara 1.23 kg Kommando: @TH Parameter: 1.23

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Ausführen: Führt das nebenstehende Kommando aus. Die Antwort von TRADE wird in den Feldern
‘DATUM’ bis ‘W-STATUS’ angezeigt. Diese Felder entsprechen den einzelnen Spalten in der Anzeige
der Eichdatei.

Häufig benutzte Funktionen sind noch mal zusätzlich über Buttons zu erreichen:

Wiegen: Entspricht dem Kommando @GR


Speichern und Drucken: Entspricht dem Kommando @YC;23 + Ausdruck auf aktuellen Drucker
Wiegen und Speichern: Entspricht dem Kommando @GC
Drucken: Ausdruck auf aktuellen Drucker
Speichern: Entspricht dem Kommando @YC;23

Wurde ein Gewichtssatz in der Eichdatei gespeichert, dann entspricht der Ausdruck dem Eichgesetz,
andernfalls zeigt TRADE in der Statuszeile, daß dieser Ausdruck nicht eichfähig ist.

6.2 Datenfeld (2)

• DATUM. Gibt Datum/Uhrzeit der Wiegung wieder.


• SIGNATUR. Die Signatur ist der eigentliche Schlüssel der Eichdatei. Er besteht aus einer
Kombination aus Datum, Uhrzeit und Prüfsumme über den Datensatz. Die Signatur ist in der
nichteichfähigen Anwendung (z.B. Logistiksoftware) mmer zusammen mit den Gewichtswerten zu
drucken/verarbeiten. Die Signatur kann je nach Einstellung in den Parametern auch verschlüsselt
dargestellt werden, so daß Datum/Uhrzeit nicht erkennbar sind.
• VERSION. Gibt Audit-Trail-Zähler, Prüfsummen und Programm-Versionsstand wieder.
• HDR. Gibt das Feld ‘Kommando’ wieder
• KOMMENTAR. Gibt das Feld ‘Kommentar’ wieder.
• TYPENSCHILD. Gibt das Typenschild der jeweiligen Waage (Titelzeile) wieder. Das Kommando
@AD (Einzelne Meßwerte der Aufnehmer) gibt in diesem Feld die Daten zurück.
• W-BRUTTO/TARA/NETTO/RUHE/MODUS/STATUS. Gibt die Gewichtsdaten und deren Status
wieder.

6.3 Statuszeile (3)


Hier wird der Status des Kommandos angezeigt (Kommando bearbeitet/in Eichdatei eingetragen
usw.)

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7 Optionen - Schriften/Farben

Hauptmenü Æ Optionen Æ Schriften/Farben Æ Bereich

Sie haben die Möglichkeit, in folgenden Anzeigefunktionen die Schriftart bzw. die Hintergrundfarbe
einzustellen:

• Gewichtsanzeige
• Wiegeliste
• Eichdatei
• Kommando Panel
• Hintergrundfarbe

Es erscheint jeweils ein Auswahldialog, in dem Sie die Schriftart, -größe, -farbe und die
Hintergrundfarbe auswählen können. Die Daten werden gespeichert, so daß sie beim nächsten
Programmstart wieder verfügbar sind.

Hinweis: Passen Sie in den Tabellen die Breite und Höhe der Felder an, in dem Sie auf die Linie
zwischen den grau unterlegten Spalten bzw. Zeilen ‘klicken und ziehen’.

8 Simulation

Hauptmenü Æ Optionen Æ Parameter -> Simulation

(1)

(2)

Abbildung 5 - Simulation von Gewichtswerten

Die Simulation ist ein nützliches Hilfsmittel, wenn z.B. zu Testzwecken eine reale Waage nicht zur
Verfügung steht. Es wird eine 'typische' Waage mit diversen physikalischen Eigenschaften (z.B.
Unruhe) simuliert. Die Waagensimulation findet in einem eigenen Fenster statt, kann also gleichzeitig
zu den anderen Funktionen aktiviert sein.

Bei dieser Betriebsart wird der Hinweis SIMULATION blinkend in der Statuszeile angezeigt!

Hinweis: Parameter, die direkt die Waagenfunktion betreffen (z.B. Null, Ruhe, Filter etc.) werden von
der Simulation nicht berücksichtigt.

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8.1 Funktionen (1)

• Bruttogewicht. Hier wird das Bruttogewicht angezeigt, eingegeben bzw. erhöht oder erniedrigt.
Mit dem Schieberegler unterhalb des Feldes kann das Gewicht ebenfalls verändert werden. Durch
Doppelklick auf dieses Feld wird die Tara ausgeschaltet.
• Schritt/d. Hier wird die Schrittweite für die Bruttoerhöhung bzw. -senkung eingestellt.
• Tara. Hier wird eine evtl. vorhandene Tara angezeigt oder eingegeben. Durch Doppelklick auf
dieses Feld wird das aktuelle Gewicht als Tara gesetzt.
• Netto. Hier wird das aktuelle Nettogewicht angezeigt. Durch Doppelklick auf dieses Feld wird das
aktuelle Gewicht als Tara gesetzt.
• Ziel. Wird hier ein Wert eingegeben, wird das Nettogewicht solange erhöht oder vermindert, bis
das eingegebene Zielgewicht erreicht ist. Dabei wird das Gewicht je Zyklus um die eingegebene
Schrittweite verändert.
• Ruhe. Zeigt den aktuellen Ruhestatus. Mit dem Schieberegler wird eingestellt, wie ruhig oder
unruhig die simulierte Waage erscheint.
• Frequenz. Hier wird eingestellt, wie oft die Simulation den Gewichtswert neu berechnet. Dieser
Wert muß in jedem Fall ‘schneller’ als die Gewichtsanzeige eingestellt sein, da sonst
Waagenfehler angezeigt werden.
• Aktivität. Hiermit kann die Aktivität der Simulation ein- oder abgeschaltet werden. Ausgeschaltet
wird in der Gewichtsanzeige ein Waagenfehler angezeigt.

Hinweise:

• Beachten Sie bitte, daß unter Windows Eingaben mittels TAB-Taste beendet werden.
• Die Simulation muß im eichfähigen Bereich der Parameter angewählt werden, d.h. eine geeichte
Waage kann nicht auf Simulation geschaltet werden.

8.2 Statuszeile (2)


Die Statuszeile zeigt den empfangenen bzw. gesendeten Datensatz an.

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9 (?) - Prüfung

Hauptmenü Æ ? Æ Prüfung

Abbildung 6 – Prüfungsfenster von TRADE

Dieses Fenster wird auch beim Start von TRADE angezeigt. Im mittleren Teil sehen Sie die Lizenz-
informationen.
Im unteren Teil sehen Sie die Informationen zum Siegelschild der aktuellen Waage. Dies ist natürlich
nur für eichfähige Waagen relevant. Der Benutzer ist gehalten einmal täglich diese mit dem
Siegelschild zu vergleichen. Stimmen diese nicht mehr überein ist die Eichung der Waage erloschen.
Im einzelnen sind dargestellt:

• Audit-Trail-Nr. – Gibt den Änderungsstatus der aktuellen Waage wieder


• Prüfzahl Parametern – Gibt den Parametersatz der aktuellen Waage wieder.
• Prüfzahl Programm – TRADE testet sich selbst auf Veränderungen

Erscheinen statt dem Audit-Trail-Zähler nur ‘????’ können folgende Ursachen möglich sein:
♦ Es kommt keine Kommunikation mit den Aufnehmern zustande. Es dürfte dann auch keine
Gewichtsanzeige vorhanden sein. Überprüfen Sie die Spannungsversorgung der Wägezellen, die
Verbindungen, Ihren PC etc.
♦ Die Gewichtsanzeige ist vorhanden, aber rotes M wird dargestellt. TRADE hat falsche Parameter
gelesen. Schalten Sie zuerst die Waage nochmal ein. Sollte das nicht erfolgreich sein starten Sie
TRADE nocheinmal.

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♦ Programme oder Eichparameter sind verändert worden. Bitte kontaktieren Sie Ihren
Waagenbauer. Diese Anzeige bleibt bis zum nächsten Speichern der Parameter (Neueichung!)
bestehen.

Hinweis: Die Anzeige kann im oberen Bereich (Logo/Text) je nach Vertreiber und Land variieren.

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10 Wartunganzeige

Die Wartungsanzeige dient Ihnen zur Erinnerung, um wichtige Wartungstermine nicht zu versäumen.
Der Service kann in TRADE ein Datum eingeben, zu dem die Wartung fällig wird.

Ab 3 Wochen vor diesem Termin erscheint das Wartungssymbol. Durch anklicken dieses erhalten Sie
zusätzliche Informationen wie in Abbildung 7 dargestellt. Zusätzlich wird einmal täglich um 6 Uhr diese
Meldung automatisch eingeblendet.
Ab einer Wochen nach dem Termin erinnert Sie TRADE alle 5 Minuten mit u.g. Meldung die Wartung
durchzuführen.

Die Wartungsanzeige kann nur durch Eingabe eines Codes deaktiviert werden. Denn Code erhalten
Sie von Ihrem Service.

Abbildung 7 – Wartungsmeldung

11 Wiederherstellung von Daten nach PC-Tausch

TRADE bietet die Möglichkeit die gespeicherten Daten z.B. nach dem Tausch eines defekten PC’s
wiederherzustellen, wenn diese nach Kap. 17.3 gesichert wurden. Allerdings können Änderungen, die
zwischendurch erfolgt sind, damit nicht wieder rückgängig gemacht werden. Zum Rückspeichern der
Daten bitte wie folgt vorgehen. Achtung ! Wiederherstellen überschreibt alte Daten unwiderruflich:

• Rufen Sie Optionen -> Parameter -> Benutzer auf


• Klicken Sie auf Kontextmenü Abbildung 8, Pos (2)
• Wählen Sie „Daten rückladen“
• Geben Sie das Quellverzeichnis an
• Die Dateien werden kopiert
• Anschließend müssen Sie TRADE erneut starten

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Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH – HBM TRADE – Handbuch 1.2 – I2308-10de 20
12 Einstellmöglichkeiten für den Benutzer

Hauptmenü Æ Optionen Æ Parameter Æ Benutzer

Alle hier möglichen Einstellungen unterliegen nicht der Eichplficht. Sie sollten aber trotzdem vorsichtig
sein, wenn die Einstellungen ändern. Bei Unsicherheit empfiehl es sich vorher mit Ihren Waagenbauer
oder PC-Beauftragen zu sprechen. Sie können den Zugriff durch das Benutzerpaßwort schützen.

(4)

(3)

(1)

(2)

Abbildung 8 - Parametereinstellung 'Generell' für alle Waagen

12.1 Funktionen der Fußzeile (1)

• Button ‘Parameter'. Nach Betätigen dieser Button werden die vollständigen Einstellungen
(eichpflichtig und nichteichpflichtig) aller vorhandenen Waagen angezeigt und wahlweise
gedruckt. Der Inhalt wird auf das Clipboard kopiert.
• Button ‘Ereignisse'. Nach Betätigen dieser Button wird die Waagenhistorie angezeigt und
wahlweise gedruckt. Der Inhalt wird auf das Clipboard kopiert.
• Button ‘Übernehmen' .Wie OK, aber die Maske wird nicht verlassen. Die Waage wird allerdings
auf die geänderten Werte eingestellt, so daß diese überprüft werden können.
• Button 'OK' . Die geänderten Daten werden gespeichert.
• Button 'Abbruch'. Alle bisher durchgeführten Änderungen werden nach Rückfrage verworfen.

12.1.1 EDIT Kontextmenü für den Benutzer (2)

Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH – HBM TRADE – Handbuch 1.2 – I2308-10de 21


Es erscheint ein Kontextmenü mit weiteren Funktionen.

Abbildung 9 Kontextmenü für Benutzer

TRADE bietet die Möglichkeit die gespeicherten Daten z.B. nach dem Tausch eines defekten PC’s
wiederherzustellen, wenn diese vorher gesichert wurden. Allerdings können Änderungen, die
zwischendurch erfolgt sind damit nicht wieder rückgängig gemacht werden. Achtung! Rückladen der
Daten überschreibt alte Daten unwiderruflich.

• Datensicherung. Geben Sie ein Zielverzeichnis an. Alle Dateien des Verzeichnisses \TRADE
werden auf einen gewünschten Datenträger kopiert.
• Daten rückladen. Geben Sie ein Quellverzeichnis an. Alle Dateien des Verzeichnisses \TRADE
werden von einem gewünschten Datenträger zurückgeladen. Dabei werden die aktuellen
Einstellungen unwiderruflich gelöscht! Anschließend müssen Sie TRADE erneut starten.

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12.2 Registerkarte Generell (3)

Hier erfolgen Einstellungen für das gesamte System bestehend aus eventuell mehreren Waagen. Die
Angaben dieser Karte unterliegen nicht der Eichpflicht.
Wenn mehrere Sessions von TRADE aktiv sind können nur die Parameter der Waage verändert
werden, über den Sie den Serviceeinstieg durchführen. Dafür kann aber gleichzeitig eine Waage
gewartet und andere normal betrieben werden. Die generellen Parameter sind in diesem Fall nicht zu
verändern. Dazu darf nur eine Session aktiv sein.

12.2.1 Eingabemaske Eichdatei

• Verzeichnis. Gibt das Verzeichnis für Eichdateien wieder. Kann auch ein Verzeichnis im
Computernetz sein.
• Signatur. Gibt an, wie die Signatur angezeigt, übertragen und gespeichert wird:

Off (Datum lesbar): Datum-Prüfsumme-Uhrzeit - z.B. 120197-ABCD-235523


On (Hex-Codiert): D/U1-Prüfsumme-D/U2- z.B. XZ9-ABCD-O1P
Datum und Uhrzeit sind bitweise verwürfelt, so daß das Datum aus
dem Datensatz nicht hergeleitet werden kann. Dies ist sinnvoll, wenn
Datum/Uhrzeit der Verwiegung verborgen werden sollen (z.B. auf
einem Lieferschein)

• Speicherung/Monate. Gibt an, wie lange Eichdaten gespeichert werden sollen (Mindestwert ist 3
Monate).

12.2.2 Eingabemaske Anzeige

• Abfrage-Frequenz. Gibt an, wie oft die Gewichtsanzeige aktualisiert werden soll. (On) bedeutet,
daß die Anzeige bei jedem neuen Datensatz aktualisiert wird.
• Timeout. Gibt an, nach welcher Zeit die Gewichtsanzeige abgeschaltet wird, wenn keine
Waagendaten mehr vorhanden sind (z.B. weil die angeschlossenen Aufnehmer nicht antworten).
• Ruheeinheit. Gibt an, ob bei Waagenunruhe die Einheit (z.B. kg) ausgeblendet werden soll.
• Protokoll - Zeilenzahl. Gibt an, wieviele Zeilen in der Wiegeliste verwaltet, d.h. gespeichert
werden. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit wird durch einen hohen Wert (>100) verlangsamt.
• Sprache. Wählen Sie hier die gewünschte Sprache an. Einstellung Standard sollten Sie nicht
verwenden. Zur Auswahl werden alle TRADE -Sprachdateien, die sich im aktuellen Verzeichnis
befinden (*.XLG) angeboten.

12.2.3 Eingabemaske Druckmodus

• Druckmodus. Gibt die Art des Ausdrucks in den verschiedenen Masken an. Dieser Wert ist je
nach Drucker anzupassen.

12.2.4 Eingabemaske Passwörter

• Passwörter. Geben Sie hier das Benutzerpasswort ein.

12.3 Registerkarte - Einzelne Waagen (4)

Diese Registerkarte ist in 3 weitere Karten (5) - (7)aufgeteilt. Die Karte (5) beinhaltet alle
nichteichpflichtigen Parameter, die weiteren Karten (6) und (7) die eichpflichtigen und sind für den
Benutzer nur lesbar.
Diese Einstellungen sind getrennt für jede angeschlossene Waage durchzuführen. Hierzu befinden
sich im oberen Bereich 'Reiter', mit denen Sie zwischen den Waagen hin- und herschalten können.

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Hinweis: Die Waagenanzeige bleibt während der Parametereinstellung eingeschaltet. Somit wird die
Waage auch umgeschaltet, wenn ein 'Reiter' zur Waagenumschaltung betätigt wird.

(4)

(5)

Abbildung 10 - Einstellung einzelne Waage (Name/Funktion)

12.4 Registerkarte – Name/Funktion (5)

12.4.1 Eingabemaske Bezeichnung

• Name. Freier Text. Sollte die Waage eindeutig identifizieren. Der Text erscheint im Typenschild ist
aber nicht eichrelevant.
• Anwahl. Hiermit können Sie die Waage aktivieren, bzw. deaktivieren. Eine abgewählte Waage
kann nicht verwendet werden. Ihre Parameter bleiben dagegen erhalten.
• System-Nr. Freier Text. Sollte die Anlage oder den Bereich der Waage bezeichnen.
• Geräte-Typ. Freier Text. Sollte den Typ der angeschlossenen Waage (z.B. Waagentyp,
Terminaltyp o.ä.) beschreiben.

12.4.2 Eingabemaske Abfrage Aufnehmer

• Abfrage-Freq. Dieser Parameter legt fest, wie oft die angeschlossenen Aufnehmer abgefragt und
ein neuer Gewichtswert ermittelt werden soll.

Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH – HBM TRADE – Handbuch 1.2 – I2308-10de 24


• Timeout. Hiermit legen Sie fest, wie lange auf Daten der angeschlossenen Aufnehmer gewartet
wird. Ist die eingestellte Zeit überschritten, wird eine Fehlermeldung (TIMEOUT) angezeigt.

12.4.3 Eingabemaske Aufnehmer

• Filterstufe. Gibt den Filter der angeschlossenen Aufnehmer an (ASF).


• Schnell. Definiert die Verwendung des schnellen Filteralgorithmus (FMD).
• Abtastrate. Definiert, wie oft der Aufnehmer Gewichtsdaten ermittelt (ICR).
• Prüftakt. Gibt an, wie oft jeweils ein Parameter eines Aufnehmers während des laufenden
Betriebes überprüft wird.

12.4.4 Funktionen.

• Hiermit legen Sie fest, welche Tasten der Menüleiste (und die entsprechende Menüfunktione) für
diese Waage verwendbar sind. Deaktivierte Tasten sind sichtbar, deren Funktion kann aber nicht
ausgelöst werden.

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13 Fehlermeldungen und Maßnahmen

Fehlermeldung in der Möglicher Grund Reihenfolge möglicher Maßnahmen


Statuszeile 4.5
AD-Fehler # Mindestens eine AED- Überprüfen Sie die Verbindung von
Elektronik liefert keine Wägezelle zur AED-Elektronik. Überprüfen sie
Meßwerte mehr. die Spannungsversorgung der Wägezelle
bzw. Elektronik
INIT Fehler ! Die Waage konnte nicht 1) Waage nochmal anwählen (Taste F4)
richtig initialisiert werden z.B. 2) COM-Port Anschluß prüfen
Waage ist mit dem falschen 3) TRADE herunterfahren und TRADESCAN
COM-Port verbunden. Programm aufrufen – werden alle Wägezellen
gefunden ?
4) Service
CHECK-Fehler! Die online Überprüfung eines Waage nochmal anwählen (Taste F4)
Parameters war fehlerhaft 2) TRADE herunterfahren und TRADESCAN
Programm aufrufen - werden alle Wägezellen
gefunden ?

Außerhalb Nullbereich! Die Vorlast der Waage ist 1) Neustarten von TRADE
außerhalb der erlaubten 2) Vorlast auf Waage entfernen
Nullsetzbereichs
Unzulässige Tara! Sie versuchen außerhalb des 1) Waage überlastet – bitte entlasten
erlaubten Bereichs zu 2) Waage in Unterlast – TRADE neu starten
Tarieren
Fehler 216 Eine von TRADE gesuchte Überprüfen Sie, ob das Verzeichnis c:\TRADE
Datei existiert nicht existiert
Führen Sie ggf. ein Backup durch
PRÜFSUMMENFEHLER Die erwarteten Prüfsummen 1) Waage nochmal anwählen (Taste F4)
konnten nicht aus den 2) TRADE herunterfahren und TRADESCAN
Wägezelle gelesen werden. Programm aufrufen - werden alle Wägezellen
gefunden ?
3) Service
Sendefehler 245 Die Kommunikation mit den 1) Waage nochmal anwählen (Taste F4)
Fehler 245 Wägezelle ist gestört 2) TRADE herunterfahren und TRADESCAN
Programm aufrufen - werden alle Wägezellen
gefunden ?
3) Service
DATA-TIMEOUT Die Kommunikation mit den Prüfen Sie die Hardware – z.B.
Wägezelle ist gestört Stromversorgung der Wägezelle

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14 Inbetriebnahme einer Waage mit TRADE

14.1 Allgemeines zur Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme einer Waage mit digitalen Aufnehmern ist besonders einfach und schnell zu
realisieren. Sie brauchen z.B. für den Eckenabgleich keine Widerstände zu löten, da diese Prozedur
von der Software rechnerisch erledigt wird.
Ferner können Sie mit einem Blick die reale Belastung aller Wägezellen erkennen und so die Waage
nivellieren. Fehler bei dieser Prozedur sind sofort zu erkennen.
Da die Wägezellen 100% getrennt voneinander arbeiten – was bei analogen Wägezellen nicht voll zu
erreichen ist - werden die Werkseinstellungen der einzelnen Wägezellen in Feld viel besser
reproduziert.
Notieren Sie sich die Seriennummern der verwendeten Aufnehmer !

14.2 Änderungen bleibend speichern

Haben Sie eichrelevante Änderungen vorgenommen, so müssen Sie diese durch die Bestätigung
„Neue Prüfsummen“ (Abbildung 11), bleibend speichern. Die benannte Stelle ist zu informieren.
Mit „Nein“ können alle Änderungen wieder verworfen werden.
Änderungen, die nicht damit zurückgesetzt werden können sind Schnittstelleneinstellungen wie
Baudrate, Adressen etc., die aber nicht eichrelevant sind. Einzige Ausnahme: Bei Waagen mit
mehreren Wägezellen werden deren Adressen vertauscht. Dies ist nicht mehr rückgängig zu machen
und eichrelevant. Daher sollten Adressen nach der Eichung nicht zwischen Wägezelle getauscht
werden.

Abbildung 11 – Neue Prüfsummen

14.3 Seriennummern der Aufnehmer

Notieren Sie sich die Seriennummern der verwendeten Aufnehmer !

Example: J12345

Example: 123456

Abbildung 12 – Seriennummern

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14.4 Parallelschaltung der Aufnehmer

Die Parallelschaltung digitaler Aufnehmern von HBM unterscheidet sich nicht wesentlich von der mit
analogen Aufnehmern. Die Verschaltung erfolgt, indem gleich Adernfarben miteinander verbunden
werden. Die Reihenfolge der Verschaltung spielt keine Rolle, da die Zuweisung in der Software
erfolgt. Es eigenen sich übliche Verschaltungskästen wie z.B. HBM VKK2-6.

Wichtig ist, daß keine aktiven Vorwiderstände in der Verschaltungsbox vorhanden sind. Öffnen
Sie die Widerstände R1 und R2 in den HBM Verschaltungskästen !

Schreiben Sie sich die Belegung des Verbindungskabels zum PC auf, um nachher leichter den
korrekten Anschluß am Konverter durchzuführen.

Load Cell
UB GND TA RA TB RB

Converter
RS485 – RS232

UB Power Supply
Junction box 12-15 VAC
GND
TA
RA To PC-COM-port
RS232
TB
max. 20m
RB

RS485
max. 1000m

UB GND TA RA TB RB
Load Cell

Abbildung 13 – Verschaltung der digitalen Wägezellen, Beispiel für 2 Wägezellen

14.5 Versiegelung der Waage

Falls Sie eine geeichte Waage aufbauen möchten, müssen Sie jetzt die Schritte zur Versiegelung der
Waage vornehmen. Zur Versiegelung der Waage verwenden Sie den Siegelsatz von TRADE. Das
Schild mit den Prüfzahlen ist in der Nähe des PC folgendermaßen anzubringen:
• Bei Verwendung von digitalen Aufnehmern z.B. C16i am Kabel vor dem Konverter aus Sicht der
Waage. Der Konverter ist nicht Bestandteil der Eichkette
• Bei Verwendung einer AED9101x Elektronik am Kabel des digitalen Ausgangs. Die AED9101x
Elektronik ist zu versiegeln

Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH – HBM TRADE – Handbuch 1.2 – I2308-10de 28


Typenschild am Kabel anbringen

• Das Kabel durch die großen Bohrungen des Blechs durchschleifen. Blech so positionieren, daß
der Betreiber der Waage jederzeit die Möglichkeit hat die Prüfzahlen einzusehen.
• Kabel straffen, so daß es im mittleren Teil flach auf dem Blech aufliegt. Zugentlastung durch die
Plastikbinder an beiden Enden herstellen.
• Wenn Sie mehrere Waagen betreiben, dann verfahren Sie nach folgenden Schema:

Scale 1

Junction box Converter Com1 PC

Scale 2

Seal scale 1 Seal scale 2

Bild 14 Versiegelung mehrerer Waagen an einem Com-Port

Scale 1
Junction box Converter Com1 PC

Scale 2
Junction box Converter Com2

Seal scale 1 Seal scale 2

Bild 15 Versiegelung mehrerer Waagen an mehreren Com-Port

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Siegelmarken nach der Eichung

• Nach der Eichung schreiben Sie die Prüfzahlen nach Bild 16 auf die Aufkleber.. Erzeugen Sie je
Waage ein Prüfschild.
• Eichmarke so anbringen, daß diese Blech und Kabel verbindet.
• Ein Kabelkasten zur Parallelschaltung der Aufnehmer muß versiegelt werden .

0109 M
Hottinger Baldwin Messtechnik
Typ: TRADE
EG-Bauartzulassung: D01-09-002
Audit-Trail Nr.: ___1:0058_
Prüfzahl Parameter: ___1:fd2a_
Prüfzahl Programm: ____5dd4_

Bild 16 Schreiben der Prüfzahlen auf das Siegelschildschild – Beispiel für Waage 1

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14.6 Anschluß Konverter

Bevor Sie den Konverter anschließen, führen Sie bei einer eichpflichtigen Waage die Versiegelung
nach Kap. 14.5 durch. Der Konverter ist nicht mehr Bestandteil der Eichkette. Daher kann jeder
Konverter angeschlossen werden, der aus dem RS485 – 4 Draht Signal ein RS232 Signal erzeugt,
um damit an einen PC-COM-Port zu gehen. Empfohlen wird die Verwendung der HBM Konverters
SC422/232, der durch galvanische Trennung zusätzliche Sicherheit bietet.
Alternativ zum Konverter kann auch ein PC-Karte verwendet werden, die einen RS485 4-Draht
Eingang bietet. Probieren Sie aber unbedingt vorher aus, ob diese Kombination auch funktionsfähig
ist.
Hinweis: Der Busabschluß muß auf beiden Seiten Aufnehmer (siehe Kap. 16.2)und Konverter
ausgeführt werden. Der HBM Konverter hat diesen bereits eingebaut.

14.7 Spannungsversorgung der Wägezellen

Mit HBM Konverter SC422/232

An den HBM Konverter SC422/232 kann direkt die Spannungsversorgung der Wägezellen
angeschlossen werden. Entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung der Wägezelle welche
Versorgung benötigt wird. Vergessen Sie dabei die Stromaufnahme des Konverters nicht.

Andere Konverter

Entnehmen die benötigte Stromaufnahme für die Wägezellen deren Bedienungsanleitung. Die
Verschaltung entnehmen Sie bitte der Dokumentation des entsprechenden Konverters.

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14.8 Erste Schritte mit TRADE

Dieser Teil ersetzt nicht das Lesen des Handbuchs. Er dient lediglich dazu möglichst schnell einen
Anzeigewert zu bekommen. Sie brauchen die Seriennummern der angeschlossenen Aufnehmer !

Aktion/Eingabe Kommentar
Aufbau der Waage Bitte nach Kapitel 13 vorgehen
Aufruf SETUP.EXE Softwareinstallation auf PC
Aufruf TRADE.EXE Start Programm

Abbildung 17 TRADE startet als Simulation

Aktion/Eingabe Kommentar
Options Parameter Service Einstieg in Serviceteil

Abbildung 18 Generelle Parameter für alle Waagen – Parameter nicht eichrelevant

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Aktion/Eingabe Kommentar
Sprache umstellen Deutsch
Einzelne Waagen Eingabe für einzelne Waagen

Abbildung 19 Einzelwaagen Parameter – Parameter nicht eichrelevant


Aktion/Eingabe Kommentar Beispiel
Name Freier Name für Waage Waage1
Typenschild Nächstes Fenster

Abbildung 20 Typenschild der Waage – alle Parameter eichrelevant

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Aktion/Eingabe Kommentar Beispiel
Beschriftung Inhalt Typenschild Min = 400kg, Max = 50.000kg, e=d=20kg
Min. [Einheit] Minimal Last der Waage 400 (OIML Klasse III Min = 20e)
Einheit Gewichtseinheit Kg
Eichwert e [Einheit] Auflösung der Waage 20
Max. [Einheit] Maximallast der Waage 50000
Parameter/Aufnehmer Nächstes Fenster

Abbildung 21 Parameter/Aufnehmer – alle Parameter sind eichrelevant

Aktion/Eingabe Kommentar Beispiel


Typ Art der Waage Reale Waage entweder INDUSTRIAL,
TRADE(OIML) oder TRADE(NTEP)
Emax WZ [Einh] Nennlast der einzelnen 40000 (=40t)
Wägezelle(n)

g-Konstante Lokale Erdbeschleunigung Zur Bestimmung ggf. mitgeliefertes Hilfsprogramm


benutzen
AD Nächstes Fenster

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Abbildung 22 Wägezellenfenster – alle Parameter sind eichrelevant
Aktion/Eingabe Kommentar Beispiel
Quittieren Poll Fehler Wägezellen noch nicht
bekannt – Poll ausschalten
Port Kommunikation-Port des Com1, Com2 ... Com8
PC‘s
Term Busabschluß auf der Eine gültige Adresse. Ab 30 m Kabellänge
Wägezellenseite unbedingt erforderlich.
Name Freier Name der 1. AD1 (neue Spalte erscheint)
Wägezelle
Anwahl On oder OFF ON für alle Wägezellen, die zur o.g. Waage
gehören
Ser.Nr Seriennummer der J15303 – Groß-/Kleinschreibung beachten
Wägezelle
ADR (nur bei Bei mehrere Waagen an 00 ... 31
mehreren Waagen einem Port müssen
notwendig) Adressen manuell
vergeben werden
Wiederholen für jeder Jede Namenseingabe
angeschlossenen erzeugt eine neue
Wägezelle Wägezellenspalte
Set Adressen werden
zugewiesen

Abbildung 23 Vorschlag für Adresseinstellung

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Aktion/Eingabe Kommentar
Ja

Abbildung 24 Wägezellenüberblick (Beispiel 4 Wägezellen) – alle angewählten WZ sollten eine Last


anzeigen

Aktion/Eingabe Kommentar Beispiel


Poll Einschalten der
Kommunikation mit WZ
Null Nullpunktjustage
Kalk. Rechnerische
Spannejustage
Ende Verlassen des Fensters

Abbildung 25 Wieder Abbildung Parameter/Aufnehmer

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Aktion/Eingabe Kommentar
Ok Speicher Parameter nach C:\TRADE

Abbildung 26 Warnung, welche Einstellungen nicht eichkonform sind

Aktion/Eingabe Kommentar
Ja Zu diesem Zeitpunkt akzeptabel – Änderungen später vornehmen

Abbildung 27 Neue Prüfsummen

Aktion/Eingabe Kommentar
Ja Änderungen werden abgespeichert

Abbildung 28 TRADE Fenster mit laufender Waage

System arbeitet jetzt als Waage. Die Justage der Spanne ist nur rechnerisch erfolgt, Eckenabgleich
noch nicht durchgeführt. Weiters Vorgehen bitte diesem Handbuch entnehmen.

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14.9 Mögliche Probleme bei der Installation und deren Abhilfe

Es kommt keine • Reicht die Leistung der Spannungsversorgung aus? Entnehmen


Kommunikation zustande Sie den Bedarf der Bedienungsanleitung der Aufnehmer
oder einzelne Wägezellen • Liegt die Spannungsversorgung der Wägezellen zwischen 8 .. 15
werden nicht gefunden VDC ?
• Sind die Verbindungen Aufnehmer-Konverter nach den Schema
RB-TB, RA-TA, TB-RB, TA-RA verschaltet?
• Hat Ihre Verschaltungsbox zur Parallelschaltung der Aufnehmer
aktive Vorwiderstände – entfernen Sie diese
• Haben Sie eine Schnittstelle COM1 – COM8 gewählt?
• Ab ca. 30m Kabellänge sind Busabschlußwiderstände unbedingt
zu aktivieren.
• Starten Sie den PC neu
Lastfelder in Abbildung 36 • Abbildung 34 (Emax) eingegeben. Bitte geben Sie den Werte in
werden nicht angezeigt der gewählten Einheit an.
System reagiert nicht bzw. • Keine plausiblen Werte bei den Feldern in Abbildung 33 (Min.,
Fehlermeldung bei Null- Eichwert, Max.) und Abbildung 34 (Emax) eingegeben. Bitte geben
Ecken- oder Spannejustage Sie alle Werte in der gewählten Einheit an.
System läuft zu langsam • Erhöhen Sie die Baudrate, anschließend SET
• Erhöhen Sie Abtastrate der Aufnehmer
Seriennummern unbekannt • Folgen Sie den Anweisungen in Kap. 16.2.5
LC-CODE Fehlermeldung • Mindestens eine Wägezelle enthält einen falschen Code.
Verwenden Sie die zur Software-Version passenden Wägezellen.

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15 Optionen - Parameter

Hauptmenü Æ Optionen Æ Parameter Æ Benutzer


Hauptmenü Æ Optionen Æ Parameter Æ Service (Eichpflichtig)

Passwort. Für den Bereich 'Benutzer' wird das Benutzerpasswort benötigt. Hiermit können keine
eichpflichtigen Parameter geändert werden.
Zur Änderung der eichpflichtigen Parameter benötigen Sie das Servicepasswort. Hiermit sind alle
Änderungen möglich.

Wenn mehrere Sessions von TRADE aktiv sind können nur die Parameter der Waage verändert
werden, über den Sie den Serviceeinstieg durchführen.. Dafür kann aber gleichzeitig eine Waage
gewartet und andere normal betrieben werden. Die generellen Parameter sind in diesem Fall nicht zu
verändern. Dazu darf nur eine Session aktiv sein.

Beachten Sie, daß die Quittierung einer neuen Prüfsumme mit „Ja“
die Prüfsummen verändern und somit eine evtl. vorhandene
Eichung erlischt.
(4)

(3)

(1)

(2)

Abbildung 29 - Parametereinstellung 'Generell' für alle Waagen

Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH – HBM TRADE – Handbuch 1.2 – I2308-10de 39


15.1 Funktionen der Fußzeile (1)

• Button ‘Parameter'. Nach Betätigen dieser Button werden die vollständigen Einstellungen
(eichpflichtig und nichteichpflichtig) aller vorhandenen Waagen angezeigt und wahlweise
gedruckt. Der Inhalt wird auf das Clipboard kopiert.
• Button ‘Ereignisse'. Nach Betätigen dieser Button wird die Waagenhistorie angezeigt und
wahlweise gedruckt. Der Inhalt wird auf das Clipboard kopiert.
• Button ‘Übernehmen' .Wie OK, aber die Maske wird nicht verlassen. Die Waage wird allerdings
auf die geänderten Werte eingestellt, so daß diese überprüft werden können.
• Button 'OK' . Die geänderten Daten werden gespeichert. Wurden Änderungen im eichpflichtigen
Bereich gemacht, erscheint ein entsprechender Hinweis.
• Button 'Abbruch'. Alle bisher durchgeführten Änderungen werden nach Rückfrage verworfen.

Hinweis: Folgende Änderungen im Bereich Einstellung Aufnehmer können nicht rückgängig gemacht
werden, da sie direkt im Aufnehmer gespeichert werden. Diese sind allerdings nicht eichrelevant.

• Adresseinstellung
• Einstellung der Schnittstelle
• Einstellung der Baudrate

Wurden Änderungen dieser Art durchgeführt, ist die Schaltfläche Abbruch gesperrt, und es erscheint
ein Warnhinweis.

15.1.1 EDIT Kontextmenü (2)

Es erscheint ein Kontextmenü mit weiteren Funktionen.

Abbildung 30 Kontextmenü

• Ausschneiden. Kombination aus Kopieren mit anschließendem Löschen.


• Kopieren. Hiermit können Sie alle Einstellungen der aktuellen Waage in die Zwischenablage
kopieren.
• Einfügen. Hiermit können Sie zuvor kopierte Einstellungen auf die aktuelle Waage kopieren.
• Löschen. Hiermit werden sämtliche Parameter der aktuellen Waage gelöscht.
• Standard. Alle Parameter der aktuellen Waage werden auf Standardwerte zurückgesetzt. Dies
betrifft nicht die Einstellung der Aufnehmer oder die Kalibrierung.
• Standard/Allgemein. Die Parameter der Registerkarte Generell werden auf Standardwerte
zurückgesetzt.
• Schablone speichern. Alle Parameter der aktuellen Waage werden in einer Datei gespeichert.
Die Datei hat die Endung '.SCH'. Hiermit haben Sie die Möglichkeit, Voreinstellung für bestimmte
Waagentypen zu speichern, um sie später wiederzuverwenden.
• Schablone laden. Vorab gespeicherte Parameter werden auf die aktuelle Waage kopiert.
• Datensicherung. Alle Dateien des Verzeichnisses \TRADE werden auf einen gewünschten
Datenträger kopiert.

Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH – HBM TRADE – Handbuch 1.2 – I2308-10de 40


• Daten rückladen. Alle Dateien des Verzeichnisses \TRADE werden von einem gewünschten
Datenträger zurückgeladen. Dabei werden die aktuellen Einstellungen unwiderruflich gelöscht!

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15.2 Registerkarte Generell (3)

Hier erfolgen Einstellungen für das gesamte System bestehend aus eventuell mehreren Waagen. Die
Angaben dieser Karte unterliegen nicht der Eichpflicht.

15.2.1 Eingabemaske Firma

• KdNr/Name1/Name2. Gibt Kundenname und Adresse des Endkunden an.


• Wartung: Eingabe des Wartungsdatums. Die Wartungsmeldung ist erst aktiv, wenn ein
Servicepaßwort eingegeben wurde. Das Timing der Meldungen ist fix und in Kap. 10 nachzulesen
.
TRADE kennt zwei verschiedene Wartungsmodi, für die Sie unterschiedliche Texte hinterlegen
können. Dafür klicken Sie auf die Symbole „W“ bzw. „B“. Die Texte befinden sich in Verzeichnis
\TRADE in den Dateien trade_w.srv und trade_b.srv. Diese können auch über einen Editor
bearbeitet werden.
Mit Hilfe der Programms TRADESERVICE.exe, das sich auf der TRADE CD befindet, könne Sie
den Wartungs-Code berechnen, der die Warnung oder Blockierung deaktiviert. Dafür ist das
Servicepaßwort erforderlich. Gleichzeitig können Sie über diesen Code einen anderen Modus
aktivieren und eine neues Wartungsdatum setzen.
• Warnung (W): Hier wird der Benutzer lediglich zu etwas aufgefordert. Die Waage funktioniert
weiter. Ein sinnvoller Text könnte z.B. sein: „Eine Ihre Waagen muß zum o.g. Termin neu
geeicht werden. Bitte kontaktieren Sie die Fa. XYZ, Tel. 06151/8030“
• Blockierung (B): Eine Woche nach Ablauf des Datums werden alle Waagen im System
gesperrt. Es erscheint die Anzeige „SPERRE“. Ein sinnvoller Text könnte z.B. sein: „Die
Lizenz der Leasingwaage läuft zum o.g. Termin ab. Die Waage wird eine Woche nach Ablauf
gesperrt. Bitte kontaktieren Sie die Fa. XYZ, Tel. 06151/8030“

Abbildung 31 – Programm TRADESERVICE.exe zur Berechnung des Wartungs-Codes

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15.2.2 Eingabemaske Eichdatei

• Verzeichnis. Gibt das Verzeichnis für Eichdateien wieder. Kann auch ein Verzeichnis im
Computernetz sein.
• Signatur. Gibt an, wie die Signatur angezeigt, übertragen und gespeichert wird:

Off (Datum lesbar): Datum-Prüfsumme-Uhrzeit - z.B. 120197-ABCD-235523


On (Hex-Codiert): D/U1-Prüfsumme-D/U2- z.B. XZ9-ABCD-O1P
Datum und Uhrzeit sind bitweise verwürfelt, so daß das Datum aus
dem Datensatz nicht hergeleitet werden kann. Dies ist sinnvoll, wenn
Datum/Uhrzeit der Verwiegung verborgen werden sollen (z.B. auf
einem Lieferschein)

• Speicherung/Monate. Gibt an, wie lange Eichdaten gespeichert werden sollen (Mindestwert ist 3
Monate).

15.2.3 Eingabemaske Anzeige

• Abfrage-Frequenz. Gibt an, wie oft die Gewichtsanzeige aktualisiert werden soll. (On) bedeutet,
daß die Anzeige bei jedem neuen Datensatz aktualisiert wird.
• Timeout. Gibt an, nach welcher Zeit die Gewichtsanzeige abgeschaltet wird, wenn keine
Waagendaten mehr vorhanden sind (z.B. weil die angeschlossenen Aufnehmer nicht antworten).
• Ruheeinheit. Gibt an, ob bei Waagenunruhe die Einheit (z.B. kg) ausgeblendet werden soll.
• Protokoll - Zeilenzahl. Gibt an, wieviele Zeilen in der Wiegeliste verwaltet, d.h. gespeichert
werden. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit wird durch einen hohen Wert (>100) verlangsamt.
• Sprache. Wählen Sie hier die gewünschte Sprache an. Einstellung Standard sollten Sie nicht
verwenden. Zur Auswahl werden alle TRADE -Sprachdateien, die sich im aktuellen Verzeichnis
befinden (*.XLG) angeboten.

15.2.4 Eingabemaske Druckmodus

• Druckmodus. Gibt die Art des Ausdrucks in den verschiedenen Masken an. Dieser Wert ist je
nach Drucker anzupassen.

15.2.5 Eingabemaske Passwörter

• Passwörter. Geben Sie hier das Benutzerpasswort bzw. das Servicepasswort ein.

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15.3 Registerkarte - Einzelne Waagen (4)

Diese Registerkarte ist in 3 weitere Karten (5) - (7)aufgeteilt. Die Karte (5) beinhaltet alle
nichteichpflichtigen Parameter, die weiteren Karten (6) und (7) die eichpflichtigen.
Diese Einstellungen sind getrennt für jede angeschlossene Waage durchzuführen. Hierzu befinden
sich im oberen Bereich 'Reiter', mit denen Sie zwischen den Waagen hin- und herschalten können.
Der jeweils letzte 'Reiter' ist mit (Neue Waage) beschriftet. Betätigen Sie diesen, um eine weitere
Waage in Ihr System aufzunehmen.

Hinweis: Die Waagenanzeige bleibt während der Parametereinstellung eingeschaltet. Somit wird die
Waage auch umgeschaltet, wenn ein 'Reiter' zur Waagenumschaltung betätigt wird. Bei einer neuen
Waage ist es sinnvoll, die Waagenanwahl (s.u.) erst zu aktivieren, wenn alle Parameter vollständig
eingestellt sind.

(8)

(4)

(5) (6) (7)

Abbildung 32 - Einstellung einzelne Waage (Name/Funktion)

15.4 Registerkarte – Name/Funktion (5)

15.4.1 Eingabemaske Bezeichnung

• Name. Freier Text. Sollte die Waage eindeutig identifizieren. Der Text erscheint im Typenschild ist
aber nicht eichrelevant.

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• Anwahl. Hiermit können Sie die Waage aktivieren, bzw. deaktivieren. Eine abgewählte Waage
kann nicht verwendet werden. Ihre Parameter bleiben dagegen erhalten.
• System-Nr. Freier Text. Sollte die Anlage oder den Bereich der Waage bezeichnen.
• Geräte-Typ. Freier Text. Sollte den Typ der angeschlossenen Waage (z.B. Waagentyp,
Terminaltyp o.ä.) beschreiben.

15.4.2 Eingabemaske Abfrage Aufnehmer

• Abfrage-Freq. Dieser Parameter legt fest, wie oft die angeschlossenen Aufnehmer abgefragt und
ein neuer Gewichtswert ermittelt werden soll.
• Timeout. Hiermit legen Sie fest, wie lange auf Daten der angeschlossenen Aufnehmer gewartet
wird. Ist die eingestellte Zeit überschritten, wird eine Fehlermeldung (TIMEOUT) angezeigt.

15.4.3 Eingabemaske Aufnehmer

• Filterstufe. Gibt den Filter der angeschlossenen Aufnehmer an (ASF).


• Schnell. Definiert die Verwendung des schnellen Filteralgorithmus (FMD).
• Abtastrate. Definiert, wie oft der Aufnehmer Gewichtsdaten ermittelt (ICR).
• Prüftakt. Gibt an, wie oft jeweils ein Parameter eines Aufnehmers während des laufenden
Betriebes überprüft wird. Folgende Parameter der AD10x werden geprüft:

IDN, ADR, STR, COF,TEX


NOV, ASF, FMD, ICR
SZA, SFA, LDW, LWT, LIC
TAV, TAS, ZTR, ZSE, CRC, TCR

Hieraus ergibt sich, daß je Aufnehmer 20 Parameter geprüft werden. Entsprechend ist die

Zykluszeit = Anzahl-Aufnehmer x 20 x Prüftakt.

Hinweis: Wird während der Überprüfung ein Parameterfehler festgestellt, wird dieser mit der
Meldung CHECK in der Statuszeile angezeigt. Diese Meldung verschwindet, wenn ein Zyklus
vollständig fehlerfrei durchlaufen wurde.

Hinweis: Zur Verwendung der Parameter Aufnehmer verwenden Sie bitte auch die Handbücher
der angeschlossenen Aufnehmer (z.B. AD10x).

15.4.4 Eingabemaske Funktionen

• Funktionen. Hiermit legen Sie fest, welche Tasten der Menüleiste (und die entsprechende
Menüfunktione) für diese Waage verwendbar sind. Deaktivierte Tasten sind sichtbar, deren
Funktion kann aber nicht ausgelöst werden.

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15.5 Registerkarte – Typenschild (6)

Einstellungen in diesem Bereich unterliegen der Eichpflicht

(8)

(4)

(5) (6) (7)

Abbildung 33 - Einstellung einzelne Waage (Typenschild)

15.5.1 Eingabemaske Typenschild

• Beschriftung. Legt die Anzeige des Typenschildes (Kopfzeile des Anzeigefensters) fest. Aus
diesem Text werden keine weiteren Daten verwendet.
• Min. [Einheit]. Legen Sie die Mindestlast der Waage in der jeweils aktuellen Gewichtseinheit fest.
• Einheit. Legen Sie die Gewichtseinheit fest.
• Zusatz. Legen Sie hier einen Zusatztext fest, welcher an die Gewichte (getrennt für Brutto, Netto,
Tara oder Handtara) angehängt wird.
• Zeichensatz. Stellen Sie hier ein, welcher Zeichensatz verwendet werden soll, wenn der
Bediener die Schriftart der Gewichtsanzeige ändert. Dieser Zeichensatz muß lesbar sein, d.h. es
dürfen keine Grafikzeichensätze o.ä. angewählt werden. Ein Auswahlmenü erhalten die mit
Doppelklick!

15.5.2 Eingabemaske Wägebereich

• Waagentyp. Stellen Sie hier ein, in welcher Betriebsart die Waage arbeiten soll. Je nach
Einstellung können die folgenden Felder (Teilung, Max) eingegeben werden.

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• Eichwert e [Einheit]. Geben Sie für jeden möglichen Wägebereiche die Teilung der Waage e (als
Gewichtswert/Einheit) ein.
• Max [Einheit]. Geben Sie hier die Maximallast Max für den jeweiligen Wägebereich (bzw. die
Maximallast der Waage beim letzten Wägebereich) ein. Beachten Sie, daß auch hier das wirkliche
Maximalgewicht (und nicht die Anzahl der Digitalstufen) einzugeben ist.

15.6 Registerkarte – Parameter/Aufnehmer (7)

Einstellungen in diesem Bereich unterliegen der Eichpflicht


(8)

(4)

(5) (6) (7) (9)

Abbildung 34 - Einstellung einzelne Waage (Parameter/Aufnehmer)

15.6.1 Eingabemaske Waagenanwendung

• Typ. Hiermit legen Sie die Betriebsart der Waage fest. Folgende Einstellungen sind möglich:

Industrial: Alle Parameter können beliebig eingestellt werden, da die Waage keinerlei
Eichvorschrift unterliegt.
TRADE/OIML: Die Waage arbeitet eichpflichtig nach OIML. Hierbei sind diverse Einschränkungen
(z.B. im Bereich Ruhe, Null, Überlast) zu beachten.
TRADE/NTEP. Die Waage arbeitet eichpflichtig nach NTEP. Die Einschränkungen entsprechen
im wesentlichen denen nach OIML.
Simulation. Die Waage arbeitet im Simulationsmodus. Alle Parameter sind erlaubt. Evtl.
angeschlossene Aufnehmer werden nicht abgefragt, sondern das Gewicht kann in der
Simulationsmaske Kap. 8 von Hand eingestellt werden.

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Hinweis: Bei Verwendung der Betriebsarten TRADE/OIML/NTEP werden vor Abspeichern alle
eichtechnisch relevanten Parameter überprüft. Bei Abweichung erscheint eine entsprechende
Meldung.

• Emax WZ [Einheit}. Legen Sie hier die Nennlast jeder Wägezellen (WZ) fest. Dieser Wert wird
bei der kalkulatorischen Justage verwendet und ist in der Gewichtseinheit anzugeben. Das
System nimmt an, daß bei diesem Lastwert ein Aufnehmer 1.000.000 Digit abgibt. Bei Anschluß
von analogen Aufnehmern über die Elektronik AED9101x muß die Summe aller Nennlasten
eingegeben werden. Beispiel: 3 Aufnehmer á 20.000 kg, Eingabe 60.000

15.6.2 Eingabemaske Standort

• Ort. Name der Standort der Waage. Wird nicht weiter verwendet.
• g-Konstante. Legt g-Faktor für den jeweiligen Standort fest. Dieser Wert wird bei der
kalkulatorischen Justage verwendet. Ohne Angabe wird hier Darmstadt (g= 9.81029 m/s2)
angenommen. Den lokalen g-Faktor können Sie nach folgender Gleichung bestimmmen:

g [m/s2] = 9,80632 – 0,02586*cos(2*φ) + 0,00003*cos(4*φ) – 0,00000293*h

φ = Breitengrad im Bogenmaß; Beispiel: Frankfurt 50° Breite, Wert = 0,87266463


h = Höhe über nN. in Metern; Beispiel: Frankfurt = 150 m
g-Faktor für Frankfurt: 9,81034 m/s2

15.6.3 Eingabemaske Ruhe

• Ruhekriterium. Legen Sie hiermit fest, wie das Stillstandskriterium definiert ist. Dieses kann
getrennt für einen Gewichts- und Zeitbereich festgelegt werden. Die Waage gilt als ruhig, wenn
sich das Gewicht innerhalb der eingestellten Zeit maximal um den eingestellten Wert ändert.

15.6.4 Eingabemaske Null

• Null - Nachführung. Die automatische Nullnachführung arbeitet in dem durch Bereich und Zeit
eingestellten Bereich. Dabei findet eine Nullnachführung (Zerotracking) statt, wenn sich das
Gewicht innerhalb der eingestellten Zeit auch innerhalb des eingestellten Gewichtsbereiches
befindet.
• Nullstellen. Hiermit legen Sie fest, in welchem Bereich die Waage genullt werden kann.
• Einschaltautomatik. Gibt an, in welchem Bereich die Waage nach dem ersten Einschalten
automatisch genullt werden kann

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15.7 Registerkarte – Status (8)

Abbildung 35 – Prüffenster für Service

Hier ist es möglich die Prüfzahlen des gesamten Systems und die Programmversion einzusehen.
Sind eine oder mehrere Einträge mit ‘VERÄNDERT’ gekennzeichnet, wird der Audit-Trail-Zähler an
allen relevanten Programmstellen als ‘????’ angezeigt. Durch Betätigen der Schaltfläche ‘OK’ werden
folgende Aktionen durchgeführt:

• Neuberechnung aller Prüfsummen


• Erhöhen des Audit-Trail-Zählers
• Eintrag in die Eichdatei, welcher die Änderung protokolliert ([PUT]).

Beachten Sie, daß eine Änderung bzw. Quittierung der geänderten


Prüfsummen der zuständigen Stelle mitzuteilen ist !
Hinweise:

Im Fenster Wägezellen-Überlast werden Übersteuerungen der AD-Elektroniken aufsummiert. Dies ist


in der Regel ab 110% der Aufnehmer-Nennlast gegeben. In der Anzeige der Waagengeschichte
(Ereignisse) kann ermittelt werden,wann bei welchem Aufnehmern mit welcher Last die Überlastung
stattgefunden hat. Dazu nach den Ereignissen RANGE suchen, siehe auch Kap. 16.4

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16 Einstellung der Aufnehmer

Betätigen Sie hierzu die Taste AD auf der Registerkarte Parameter/Aufnehmer siehe Bild 10, Pos. (9).
Einstellungen in diesem Bereich unterliegen der Eichpflicht.

(1) (5)

(2) (3)

(4)

Abbildung 36 - Einstellung Aufnehmer

16.1 Allgemeines

Es können bis zu 16 digitale Aufnehmer je Waage angeschlossen werden. Zur Verwendung


verweisen wir auf das Handbuch der jeweiligen Aufnehmer.

In dieser Maske haben Sie folgende Einstellmöglichkeiten:

• Anwahl der Schnittstelle, des Datenübertragungsformats und der Busterminierung


• Einstellung des Namens, der Anwahl, der Adresse und der Seriennummer jedes Aufnehmers
• Abfrage der bzw. Suchen nach vorhandenen Aufnehmern (Scan)
• Nullpunkt-Justage
• Justage ohne Gewichte
• Justage der Waage mit Normalmassen
• Eckenabgleich (Kalibrierung) bei Verwendung von 2 oder mehr Aufnehmern
• Anzeige der Digitalwerte bzw. der normierten Gewichtswerte jedes Aufnehmers sowie des
Summenwertes (Gewichtswertes)
• Anzeige der Datenübertragung in einem Protokollfenster

In unserem Beispiel werden vier Aufnehmer (vier Ecken) zu einem Wägesystem


zusammengeschaltet.

Hinweise:

• Wird nur ein Aufnehmer verwendet, kann auf einen Eckenabgleich verzichtet werden.
• Während der Anzeige dieser Maske ist die 'normale' Gewichtsanzeige abgeschaltet.
• Es wird eine große Filterzeit eingestellt und die Abtastrate beträgt 4/s.

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• Durch Doppelklicken in die jeweiligen Bereich werden diese auf die optimale Größe eingestellt.
Sie können wie gewohnt die Fenstergröße und mittels des Schiebers zwischen den Bereichen die
Größe der Bereiche verändern.
• Sollten Lesefehler auftreten (z.B. weil noch kein Aufnehmer angeschlossen ist), wird das System
u.U. sehr träge. Schalten Sie in diesem Fall den Poll der Aufnehmern ab.

16.2 Maske Kommunikation (1)

16.2.1 Interface Parameter

• Port. Schnittstelle des PC von COM1 bis COM8. Weitere werden nicht unterstützt.
• Format. Baudrate und Parity. „System“ bedeutet, daß die PC Einstellung verwendet wird. Alle
Aufnehmer werden auf die angegebenen Werte eingestellt.
• Term. Adresse des Aufnehmers, dessen Busterminierung aktiviert werden soll.
Hinweis: Der Busabschluß muß auf beiden Seiten (Aufnehmer u. Konverter) ausgeführt werden.
Der HBM Konverter hat diesen bereits eingebaut.

16.2.2 Einstellung der Schnittstelle


Geben Sie die Schnittstellenparameter wie oben beschrieben ein. Damit diese für HBM TRADE und
in den Aufnehmern gespeichert werden, müssen Sie anschließend die Funktion Scan oder Set
aufrufen.

Hinweis: Geben Sie die Adresse des Aufnehmers an, der die Busterminierung aktivieren soll. Bei
allen anderen Aufnehmern wird diese dann inaktiv geschaltet. Dabei sind zu Beginn des Vorgangs
zunächst alle Terminierungen inaktiv, was bei extremen Bedingungen (z.B. Leitungslänge) zu
Problemen führen kann. Gehen Sie dann wie folgt vor:

• Reduzieren Sie vorübergehend die Baudrate,


• Schließen Sie die Aufnehmer einzeln an und setzen Sie die Terminierung manuell oder
• Terminieren Sie extern, d.h. durch Verwendung eines Terminierungsnetzwerkes beim letzten
Aufnehmer.

16.2.3 Scan - Ermitteln der angeschlossenen Aufnehmer


Der Scan dient dazu,

1. alle angeschlossenen Aufnehmer zu ermitteln oder


2. für die bereits eingestellten Aufnehmer die Einstellung neu zu ermitteln

Nach Betätigen der Schaltfläche erscheint eine Abfrage, mit der Sie entscheiden, wie Sie fortfahren
möchten.

1. Neu ermitteln:
Sind die verwendeten Aufnehmer zuvor bereits benutzt worden (d.h. ist die Einstellung der Adresse
eindeutig), ist es mit dieser Funktion einfach möglich, die Aufnehmer der aktuellen Waage
zuzuweisen. Zur Feststellung der angeschlossenen Aufnehmer werden diese zunächst auf die
aktuelle Baudrate eingestellt. Anschließend wird für alle möglichen Adressen (0..31) geprüft, ob ein
Aufnehmer angeschlossen ist. Diese werden angezeigt. Ändern Sie anschließend bei Bedarf die
Namen.

Hinweis: Bei dieser Funktion werden alle Kalibrierungsdaten gelöscht!

2. Parameter erneut einlesen


Um z.B. festzustellen, ob alle Aufnehmer ansprechbar sind, ist es möglich alle bereits eingetragenen
Aufnehmer abzufragen und deren Parameter zu lesen. Nicht vorhandene Aufnehmer werden dabei
als Off markiert.

Hinweis: Bei dieser Funktion bleiben alle Kalibrierungsdaten erhalten! Somit ist diese Funktion nach
Austausch einzelner Aufnehmer zu verwenden. Dafür muß der neue Aufnehmer allerdings die selbe
Busadresse haben wie der alte Aufnehmer. Um einen Aufnehmer zu tauschen mit unterschiedlicher
Busadresse gehen Sie nach Kap. 20 vor.

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16.2.4 Set - Festlegen der Adressen
Wurden die Aufnehmer zuvor nicht verwendet, stehen ihre Parameter auf Werkseinstellung (z.B.
Adresse 31). Es ist somit notwendig, eindeutige Adressen an Hand der Seriennummern zuzuweisen.
Geben Sie hierzu für jeden Aufnehmer neben einem beliebigen Namen auch die Seriennummer und
optional die gewünschte Busadresse in Maske(2) ein. Aktivieren Sie die zur Waage gehörigen
Aufnehmer mit „ON“. Betätigen Sie danach die Schaltfläche Set. Entscheiden Sie zunächst, ob Sie die
Adressen automatisch vergeben möchten (In diesem Fall können Sie auf die Eingabe der Adressen
verzichten) oder ob die eingegebenen verwendet werden sollen. Anschließend erscheint folgende
Anzeige

Abbildung 37 - Adressvergabe für Aufnehmer

HBM TRADE zeigt Ihnen an, wie die Adresseinstellung erfolgen wird. Nach erfolgreicher
Adresseinstellung erfolgt automatisch ein Scan, der alle Parameter der aktiven Aufnehmer ermittelt.

16.2.5 Unbekannte Seriennummern


Ist ein Scan nicht möglich (z.B. weil alle Aufnehmer auf Werkseinstellung = Adresse 31 stehen) und
sind auch die Seriennummern nicht bekannt, müssen Sie die Aufnehmer einzeln anschließen und die
Seriennummern mittels eines Scan ermitteln. Wurde ein Aufnehmer gefunden ändern Sie dessen
Adresse indem Sie in das Adressfeld einen neuen Wert zwischen 0-31 eintragen und mittels SET
diese dem Aufnehmer zuweisen. Schließen Sie anschließend den nächsten Aufnehmer alleine an und
verfahren identisch.

16.3 Maske Aufnehmerparameter (2)

Hier werden für jede angeschlossene AD-Elektronik folgende Parameter angezeigt:/eingegeben

• Name. Vergeben Sie einen Namen, der den Aufnehmer möglichst genau beschreibt (z.B. Vorne-
Links, Hinten-Links) usw. Ein Name muß in jedem Fall eingegeben werden.
• Anwahl. Hiermit legen Sie fest, ob ein Aufnehmer zur aktuellen Waage dazugehört. Ist die
Anwahl Off, wird der Aufnehmer bei der Gewichtsermittlung und beim Eckenabgleich nicht
berücksichtigt. Dies ist sinnvoll, wenn z.B. acht Aufnehmer im Bus betrieben werden, wovon
jeweils vier einer Waage zugewiesen sind. Dieser Parameter wird beim Scan und bei der
Adresseinstellung automatisch gesetzt.
• Seriennummer. Geben Sie hier die Seriennummer des Aufnehmers an. Dieser Parameter wird
beim Scan automatisch gesetzt (Teil des IDN-Parameters).
• Adresse. Geben Sie hier die Adresse des Aufnehmers an. Dieser Parameter wird beim Scan
automatisch gesetzt.
• Null. Max. Interne Kennlinienparameter; Diese werden bei der Justage eingestellt.
• IDN,LIC,SZA,SFA,LDW,LWT. Diese Parameter werden beim Scan bzw. bei der Kalibrierung
ermittelt. Sie können nicht von Hand eingegeben werden.
• CRC,TCR. Prüfsumme und Audit-Trail-Zähler.
• AD-Wert. Gibt den aktuell ermittelten Wert des jeweiligen Aufnehmers an. Dieser Wert liegt
zwischen 0 und 1.000.000.

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• Br (Brutto): Zeigt den aktuellen Bruttowert der Wägezellen an. Bei entleerter Waage sollten alle
Werte nahe Null liegen.
• Last. Zeigt die reale Gewichtsbelastung der Aufnehmer an. Bei Anschluß von analogen
Aufnehmern über die Elektronik AED9101x wird die reale Belastung der Waage angezeigt

Hinweis: Jeweils der letzte Aufnehmer erhält die Überschrift (Neu). Somit ist es einfach möglich,
weitere Aufnehmer manuell hinzuzufügen. Wird für diesen ein Name eingegeben, wird automatisch
ein weiterer Aufnehmer (max. 16) generiert.

16.4 Maske Protokoll (3)

In diesem Bereich werden alle Datensätze und diverse Kalibrierungsinformationen etc. protokolliert.
Folgende Informationen werden angezeigt:

• Laufende Nummer
• Zeit seit Start (Stunde, Minute, Sekunden, Millisekunde)
• Typ der Meldung
SND - Datensatz gesendet
RCV - Datensatz empfangen
SCAN - Ergebnis Scan
CAL - Ergebnis Kalibrierung/Justage
INIT - Initialisierung
RANGE – Wägezelle wurde über 110% belastet (1.1 Mio Digit)
I-WG - Waageninitialisierung
I-AD - AD-Initialisierung
I-ER - Initialisierungsfehler
I-OK - Initialisierung OK
PUT – Neue Prüfsumme wurde in die Wägezellen geschrieben
• Anzahl der Zeichen in der Meldung
• Meldung (je nach Typ)

Des weiteren haben Sie die Möglichkeit, Bereiche der Anzeige zu markieren, um diese z.B. in die
Zwischenablage zu speichern.

16.5 Fußzeile (4)

• Bruttosumme. Entspricht Gewicht bei einer justierten Waage ohne die Betriebsnull z.B durch
Nullsetzen oder Nullnachführung. Auflösung ist 10 fach besser als Standard. Angehängter Stern
„*“ bedeutet stabiles Gewicht.
• Anzeige Protokoll. Schaltet die Protokollanzeige ein oder aus.
• Poll. Schaltet die Gewichtsermittlung (Abfrage der Aufnehmer) aus.

16.6 Maske Kalibrierung/Justage(5)

Die Reihenfolge der Justage einer Waage ist wie u.a. vorgesehen. Bei anderer Reihenfolge
überschreiben Sie eventuell vorherige Justagen !! Eine Nullpunkt-Justage kann allerdings auch
zwischendurch wiederholt erfolgen, ohne die anderen Justagen zu beeinflussen.

16.6.1 Nullpunkt-Justage

Betätigen Sie die Schaltfläche Null. Die Justage des Nullpunkts erfolgt ohne Gewichtsgrenzen. Dies
ist auf alle Fälle vor jeder anderen Justage durchzuführen. Dafür muß natürlich die Waage leer sein.

16.6.2 Kalkulatorische Justage ohne Gewichte

• Führen Sie erst eine Nullpunkt-Justage durch, wenn diese noch nicht erfolgt ist
• Betätigen Sie die Schaltfläche Kalk. Entspricht einer rechnerischen Justage. Aus der Nennlast der
Aufnehmer Emax (siehe Kap. 15.6.1) und dem örtlichen g-Faktor (siehe Kap. 15.6.2) und den
Waagenparametern wird die Waage rechnerisch justiert. Abhängig von der Genauigkeit der
Werksjustage der Aufnehmer sind hier bereits - ohne Gewichte - genaue Justagen möglich.

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! Achtung: Vorher eventuell durchgeführten Eckenabgleich und Justage mit Gewichten werden damit
ungültig !

16.6.3 Eckenabgleich

Der Eckenabgleich (Justage) wird verwendet, wenn mehr als ein Aufnehmer zu einer Waage
zusammen geschaltet werden. Hierbei werden die Aufnehmer so eingestellt, daß das resultierende
Gesamtgewicht unabhängig von der Lastverteilung auf der Waage ist.

! Achtung: Vorher eventuell durchgeführte Justage mit Gewichten wird damit ungültig !

Gehen Sie wie folgt vor:

• Führen Sie erst eine Nullpunkt-Justage durch, wenn diese noch nicht erfolgt ist
• Geben Sie die Prüflastlast (Gewicht) an; die Prüflast muß mindestens 2% der Waagennennlast
sein. (Eichfähinge Waagen erfordern in der Regel deutlich höhere Prüfgewichte als 2%)
• Wenn Sie mit einen Eichgewicht prüfen, ist eine anschließende Justage u.U. nicht mehr
notwendig. Ist die Last nicht bekannt, sollten Sie Emax (Nennlast) der Aufnehmer eingeben, um
eine sinnvolle Bruttogewichtsanzeige während der Kalibrierung zu erhalten. Fehlen beide Werte,
wird angenommen, daß die Prüflast der Waagenhöchstlast entspricht (was i.allg. aber nicht der
Fall ist).
• Belasten Sie nun nacheinander die Ecken (=Aufnehmer). Dabei wird der jeweils nächste
Aufnehmer in der Schaltfläche angezeigt. Wird ein anderer Aufnehmer als der geforderte belastet,
erscheint eine Warnmeldung. In diesem Fall ist der Vorgang zu wiederholen oder durch ENDE
abzubrechen. Die Reihenfolge können Sie durch Anklicken der Schalters „Ecken“ mit der rechten
Maustaste ändern. Während des Vorgangs kann dieser jederzeit mit der Schaltfläche ENDE
abgebrochen werden.
Der mathematischen Algorithmus erfordert, daß alle Ecken explizit mit der Prüflast belastet
werden. Daher ist z.B. eine Prüfung mit einem Fahrzeug, das gleiche Breite wie die Waage selbst
hat, nicht möglich.
• Nachdem alle Gewichte ermittelt wurden, berechnet das Programm die Parameter für alle
Aufnehmer und speichert diese ab. Ist die Berechnung oder Speicherung nicht möglich (z.B. weil
die Spanne zu gering ist), erscheint eine Fehlermeldung.

16.6.4 Justage mit Gewichten

Ist nur ein Aufnehmer vorhanden oder wurde der Eckenabgleich mit einem unbekannten Gewicht
ausgeführt, muß die Waage justiert werden. Gehen Sie wie folgt vor:

• Führen Sie erst eine Nullpunkt-Justage durch wenn diese noch nicht erfolgt ist
• Geben Sie die Justagelast (das wirkliche Gewicht der Last = Eichgewicht) im Feld Normgew. an.
Die Prüflast muß mindestens 2% der Waagennennlast sein. (Eichfähinge Waagen erfordern in der
Regel deutlich höhere Prüfgewichte als 2%)
• Betätigen Sie die Schaltfläche Justage. und folgen Sie den weiteren Anweisungen

Hinweis: Beachten Sie, daß Sie sowohl bei der Justage als auch beim Eckenabgleich mit Gewichten
arbeiten müssen, die mindestens 2% der Nennlast betragen. (Eichfähinge Waagen erfordern in der
Regel deutlich höhere Prüfgewichte als 2%)

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17 TRADE auf dem PC

TRADE stellt keine Anforderungen an den PC bezüglich Eichfähigkeit, da der PC nicht Teil der
Eichkette ist. Bitte beachten sie die PC Anforderungen im TRADE Datenblatt.

17.1 Installation von TRADE


TRADE wird auf CD geliefert. Die CD enthält neben der eigentlichen EXE Datei noch Dokumentation
etc. Starten Sie die Datei SETUP.EXE und folgen Sie den Anweisungen. Einige Dateien wie
Beispieldateien werden nicht auf den PC kopiert.

17.2 Lizenzbestimmungen

• Wir räumen dem Besteller ein nicht ausschließliches und nicht übertragbares Recht zur Nutzung
der HBM-Software auf einem einzelnen Computer und nur an einem Ort ein.
• Es ist dem Lizenznehmer nicht gestattet:
Ohne vorheriges schriftliches Einverständnis von HBM die Software oder das zu gehörige
Material an Dritte weiterzugeben oder sonstwie zugänglich zu machen.
Ohne vorherige schriftliche Einwilligung von HBM die Software abzuändern.
Von der Software abgeleitete Werke zu erstellen oder das schriftliche Material zu vervielfältigen.
Es zu übersetzen oder abzuändern oder vom schriftlichen Material abgeleitete Werke zu erstellen.
• Das Nutzungsrecht ist von der Einhaltung dieser allgemeinen Lieferbedingungen durch den
Besteller abhängig: „Es gelten die allgemeinen Liefer- und Lizenzbedingungen für Software der
HBM GmbH Darmstadt.“

17.3 Datensicherung

Die Einstellung von TRADE lassen sich nach der Eichung auf Diskette oder Netzwerk sichern. Damit
kann bei PC-Tausch der Zustand der Eichung wiederhergestellt werden. Sollten Sie aber
zwischendurch eichrelevante Änderungen am System vorgenommen haben, kann der ursprüngliche
Zustand nicht mehr hergestellt werden. Zur Datensicherung gehen Sie wie folgt vor:

• Rufen Sie Optionen -> Parameter -> Service oder Benutzer auf
• Klicken Sie auf Kontextmenü Abbildung 29, Pos (2)
• Wählen Sie „Datensicherung“
• Geben Sie das Zielverzeichnis ein
• Die Dateien werden im Zielverzeichnis abgelegt

17.4 Wiederherstellung von Daten nach PC-Tausch

TRADE bietet die Möglichkeit die gespeicherten Daten z.B. nach dem Tausch eines defekten PC’s
wiederherzustellen, wenn diese nach Kap. 17.3 gesichert wurden. Allerdings können Änderungen, die
zwischendurch erfolgt sind, damit nicht wieder rückgängig gemacht werden. Zum Rückspeichern der
Daten bitte wie folgt vorgehen:

• Rufen Sie Optionen -> Parameter -> Service oder Optionen -> Parameter -> Benutzer auf
• Klicken Sie auf Kontextmenü Abbildung 29, Pos (2)
• Wählen Sie „Daten rückladen“
• Geben Sie das Quellverzeichnis an
• Die Dateien werden kopiert
• Anschließend müssen Sie TRADE erneut starten

Achtung ! Wiederherstellen überschreibt alte Daten unwiderruflich !

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18 Mehrfach-Aufrufe von TRADE

Es besteht die Möglichkeit, HBM TRADE mehrfach zu starten. Um die jeweiligen Sessions zu
differenzieren, besteht die Möglichkeit, dem Programm TRADE.EXE folgende Parameter zu
übergeben:

-? Zeigt eine Info


-u=Id Setzt Session Id. (Siehe auch Kapitel DDE-Interface).
-w=Wnr Setzt Waage Wnr

Beispiel bei der Verwendung von 2 Waagen bei Aufruf aus einem Programm:

Session 1: TRADE.EXE -u=1 -w=1


Session 2: TRADE.EXE -u=2 -w=2

Beispiel bei der Verwendung von 2 Waagen bei Aufruf über einen Windows Icon (Eingabe in
Eigenschaften->Ziel):

Session 1 "C:\Program Files\HBM\TRADE\trade.exe" -u=1 -w=1


Session 2 "C:\Program Files\HBM\TRADE\trade.exe" -u=2 -w=2

Hinweise: Wird das Programm mehrfach gestartet, muß die Waagenumschaltung grundsätzlich
deaktiviert werden, damit nicht versehentlich mehrere Sessions die gleiche Waage (die gleichen
Aufnehmer/Schnittstellen) abfragen.
Wenn mehrere Sessions von TRADE aktiv sind können nur die Parameter der Waage verändert
werden, über den Sie den Serviceeinstieg durchführen. Dadurch kann gleichzeitig eine Waage
gewartet und andere normal betrieben werden. Die generellen Parameter sind in diesem Fall nicht zu
verändern. Dazu darf nur eine Session aktiv sein.
Ab 5 Sessions empfiehlt sich die Verwendung von Windows NT oder Windows 2000.

19 Die Software-Schnittstellen von TRADE

Um weitere Funktionen zu Realisieren, kann die eichplfichtige TRADE-Anwendung an nichteichfähige


Anwendungen wie z.B. Logistiksoftware, Rechnungsdrucken etc. angebunden werden.

19.1 Beschreibung der Schnittstellen

19.1.1 Softwareschnittstelle DDE


Das Modul HBM TRADE stellt einen DDE-Server dar. DDE steht für Dynamic Data Exchange und ist
eine von mehreren Möglichkeiten zur Kommunikation zwischen Windows-Applikationen. DDE ist
speziell geeignet, um kleine Datenmengen zwischen Applikationen auszutauschen. Nichteichfähige
Programmmoduln (z.B. WinWord) können als sog. DDE-Clients mit HBM TRADE kommunizieren.

19.1.2 Software Schnittstelle DLL


Das Modul HBM TRADE kann bei Bedarf eine DLL einbinden. Diese enthält einen Einsprung über
den alle aktuellen Gewichtswerte, der Status der Waagen etc. übergeben werden. Des weiteren wird
der Antwortsatz des letzten Kommandos an HBM TRADE (entspricht Antwortsatz DDE) übergeben.
Da die nichteichfähige DLL permanent aufgerufen wird, ist es für diese einfach möglich, regelmäßig
Gewichtsdaten zu verarbeiten (z.B. als Display oder Kontrolleinrichtungen) ohne jedesmal (bis zu
10x/Sekunde) die Gewichtsdaten explizit abfordern zu müssen.

19.1.3 DDE vs. DLL


Bei der DDE-Schnittstelle fordert die nichteichfähige Applikation nach Bedarf Informationen von HBM
TRADE an oder sendet Kommandos an sie. Auf jedes Kommando sendet HBM TRADE eine Antwort
(Quittung). Bei der DLL wird dieser Vorgang umgekehrt. HBM TRADE übergibt regelmäßig einen
Datensatz an die DLL. Als Antwort kann die Applikation ein Kommando an HBM TRADE (entspricht
DDE-Kommando) übergeben. Die Antwort hierauf wird im nächsten Aufruf der DLL übergeben. Man

Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH – HBM TRADE – Handbuch 1.2 – I2308-10de 56


erkennt, daß sich DDE und DLL entsprechen und daß lediglich der Initiator der Kommunikation im
einen Falle die Applikation (DDE) und im anderen Fall HBM TRADE (DLL) ist.

19.2 DDE-Anbindung

19.2.1 Allgemeines
Die Kommunikation zu nichteichfähigen (oder i. allg. fremden) Anwendungen erfolgt über eine DDE-
Schnittstelle. Programme wie WinWord oder Excel verfügen über einfache BASIC-Kommandos zum
Verwenden der DDE-Schnittstelle. Bitte verwenden Sie die entsprechende Dokumentation.

Hinweis: Beachten Sie, daß die Eichfähigkeit von HBM TRADE nur dann gewährleistet ist,
wenn Gewichte o.ä. nur zusammen mit der von HBM TRADE generierten Signatur abgedruckt
oder gespeichert werden.

Zur DDE-Anbindung werden folgende Parameter benötigt:

Applikation/Programm: TRADE.EXE
Server: TRADE (=Name der Applikation)
TRADE_1 .. TRADE_n (für Session 1..n)
Topic: IO (Input/Output)
Item zum Senden: INPUT (Applikation Æ HBM TRADE)
Item zum Empfangen: OUTPUT (HBM TRADE Æ Applikation)

19.2.2 Kommandostruktur
Via DDE-POKE (Senden oder Ausführen)-Kommando wird ein String von folgendem Format gesendet
(Nicht benötigte Parameter können entfallen):

<Kommando>;<Modus>;<Kommentar>;<Parameter 1>;..;<Parameter n>

• Modus: Reserviert; z.Zt. nicht verwendet und ohne Bedeutung.


• Kommentar: Freier Text, der als Anwenderschlüssel für die Eichdatei dient.
• Parameter: Weitere Daten je nach Kommando. Der Parameter wird z.Zt. nur bei der Handtara
verwendet.

19.2.3 Kommandos
@WU;;<Komm.>;<nr> Umschaltung auf Waage <nr>
@GR;;<Komm.> Gewicht in Ruhe holen
@GC;;<Komm.> Gewicht in Ruhe holen und in Eichdatei speichern
@GI;23;<Komm.> Gewicht holen
@NU;23;<Komm.> Waage nullen
@TW;23;<Komm.> Waage tarieren
@TD;23;<Komm.> Waage detarieren
@TH;23;<Komm.>;<Tara> Hand-Tara setzen

@YC;23;<Komm.>;<Signatur> Datensatz in Eichdatei speichern


@YH;23;<Komm.>; Kopfzeile anfordern und Hauptfenster auf Taskleiste
minimieren. (Wird die Wartungsmeldung dargestellt erfolgt
keine Verkleinerung. Der Benutzer muß die
Wartungsmeldung zuerst schließen.)
@AD;;;<nr> Informationen zum einzelnen Aufnehmer der aktuellen Waage
mit der fortlaufenden Nr. Details siehe unten.

Information zum Kommando @AD:


♦ Die Nummerierung beginnt links in der Aufnehmertabelle (siehe Abbildung 36).
♦ Ist Parameter Nr. positive werden die Meßwerte aller Aufnehmer neu ermittelt. Bei negativer Nr.
werden vorher gespeicherte Werte ausgegeben (Gleichzeitigkeit der Meßwerte).
♦ Das Kommando @AD verhält sich wie ein normales Kommando, d.h. alle Antwortsfelder werden
normal gefüllt. Die Aufnehmermeßwerte werden im Typenschildfeld zurückgegeben bestehen

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aus:
IDN der Wägezelle + Chr$(124) + AD-Wert bzw. Digitalwert des Aufnehmers +Chr$(124) + Reale
Last auf den Aufnehmer in Gewichtseinheiten + Chr$(124) + Bruttowert bez. auf die ursprüngliche
Null (Die Summe der Brutto-Einzelwerte kann wegen der unterschiedlichen Nullpunkte von der
Waagenanzeige abweichen)

Beispiel:

@TH;;Tara setzen;1.234

Antwort (DDE-Abfrage, Request):

HBM TRADE sendet einen Datensatz zurück, der alle relevanten Daten enthält:

“Feld 1“,“Feld 2“,..,“Feld n“

Jedes Feld wird in Anführungsstriche eingeschlossen. Der Trenner ist ein Komma (nicht Semikolon!).

Es werden exakt die Daten zurückgesendet, die auch in der Maske Kap. 6 gesetzt werden. Mit dem
Kommando @YH können Sie sich die Kopfdaten (Bezeichnungen) dieser Felder übertragen lassen.

Alle Kommandos außer @GI und @AD führen zur Wiederherstellung des Hauptfenster von TRADE,
wenn dieses auf der Taskleiste minimiert war. Mit dem Kommando @YH kann das Hauptfenster
wieder auf die Taskleiste minimiert werden.

19.3 DLL-Anbindung

HBM TRADE ruft bei jedem Wiegezyklus eine DLL mit Namen tradedsp.dll auf. Ist die DLL nicht
vorhanden, entfällt der Aufruf. Damit lassen sich z.B. Zweitanzeigen oder externe Prozesse steuern.

Zur DLL-Anbindung werden folgende Parameter benötigt:

Name der DLL: TRADEDSP.DLL


Ort: Verzeichnis wie TRADE.EXE oder Windows-Verzeichnis
Einsprung: __declspec(dllexport) int execute(void *vp);

Über den Parameter vp wird eine Struktur übergeben, die im wesentlichen die oben beschriebenen
Felder (DDE) enthält:

• Kommando (-1=Init der DLL/0=Anzeige der Daten)


• Modus (Anzeigemodus - Waage/Protokoll)
• Waagennummer
• Ergebnis der aktuellen Wiegung:
DDE-Antwortsatz als Einzelvariablen
Ruhe, Fehler, Untermindestlast, Null, Bereich als Flags
Gewichte als Zahlenwert
Meldung der Statuszeile
Flag, ob Datensatz erneuert wurde
• Ergebnis entsprechend letzter DDE-Antwort
• Nächstes Kommando an HBM TRADE

Rückgabewerte:

• Nächstes Kommando an HBM TRADE (in vp-Struktur - s.o.).


• 0, wenn Kommando abgearbeitet wurde oder 1, wenn ein neues Kommando an HBM TRADE
vorliegt.

Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH – HBM TRADE – Handbuch 1.2 – I2308-10de 58


20 Austausch von Aufnehmern

Um defekte Aufnehmer zu tauschen, gehen Sie bitte nach folgenden Schema vor:
• Neuen Aufnehmer montieren, alte und neue Seriennummern aufschreiben
• TRADE aufrufen, es wird ein Prüfsummenfehler angezeigt
• Optionen -> Parameter -> Service
• Einzelne Waage -> Parameter/Aufnehmer -> AD, Abbildung 38 erscheint
• Poll ausschalten
• (1) Alte Seriennummer mit neuer überschreiben, Adresse nicht verändern
• (2) Set drücken - Nicht Scan !
• Automatische Adressvergabe mit NEIN quittieren. Damit wird der neue Aufnehmer auf die alte
Adresse gesetzt.
• (4) Werden Aufnehmer weiterer Waagen angezeigt, müssen diese wieder ausgeschaltet werden.
• Poll wieder einschalten, kontrollieren Sie, ob alle zugehörigen Aufnehmer ein Signal liefern
• (5) Ende und Daten übernehmen. Diese Veränderung ist der zuständigen Stelle mitzuteilen !

(2)

(4)

(1)

(5)

Abbildung 38 - Austausch von Aufnehmern

Beachten Sie, daß Änderungen im eichpflichtigen Bereich die


Prüfsummen verändern und somit eine evtl. vorhandene Eichung
erlischt.

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21 Mehrere Waagen betreiben

Mit TRADE haben Sie die Möglichkeit mehrere Waagen zu betreiben. Folgende Varianten gibt es:

21.1 Mehrere Waagen mit einer Session an einem Com-Port

Dabei müssen Sie immer sicher sein, welche Aufnehmer zu welcher Waage gehören. Vertauschen
Sie diese, können Sie u.U. ungewollt die Eichung einer anderen Waage zerstören. Insbesondere
Scan ist mit Vorsicht zu genießen. Besser ist es alle Waagen mit Set zu initialisieren und nur die
Aufnehmer anzugeben, die zu der entsprechenden Waage gehören. Wird eine weitere Waage
angemeldet, dann sind natürlich andere Adressen für die Aufnehmer zu vergeben. Automatische
Adressvergabe ist nicht ratsam.
• Ihr System kann max. aus 16 Aufnehmern bestehen
• Es kann immer nur eine Waage gleichzeitig angezeigt werden

21.2 Mehrere Waagen mit einer Session an verschiedenen Com-Ports

Diese Konfiguration ist unkritischer. Vertauschen von Aufnehmern ist unmöglich, da diese
hardwareseitig getrennt sind.
• Ihr System kann aus max. 8 Waagen (COM1 bis COM8) á Aufnehmern bestehen
• Es kann immer nur eine Waage gleichzeitig angezeigt werden

21.3 Mehrere Waagen mit mehreren Sessions an verschiedenen Com-Ports

Diese Konfiguration ist ebenfalls unkritisch. Vertauschen von Aufnehmern ist unmöglich, da diese
hardwareseitig getrennt sind.
• Ihr System kann aus max. 8 Waagen (8 Sessions an COM1 bis COM8) á 16 Aufnehmern
bestehen. Siehe Kap. 18 wie mehrere Sessions von TRADE erzeugt werden.
• Es können alle Waage gleichzeitig angezeigt werden

Hinweise: Wird das Programm mehrfach gestartet, muß die Waagenumschaltung grundsätzlich
deaktiviert werden, damit nicht versehentlich mehrere Sessions die gleiche Waage (die gleichen
Aufnehmer/Schnittstellen) abfragen.

Wenn mehrere Sessions von TRADE aktiv sind können nur die Parameter der Waage verändert
werden, über den Sie den Serviceeinstieg durchführen. Dadurch kann gleichzeitig eine Waage
gewartet und andere normal betrieben werden. Die generellen Parameter sind in diesem Fall nicht zu
verändern. Dazu darf nur eine Session aktiv sein.

TRADE unterstützt die Com-Ports COM1 bis COM8. Weitere werden nicht unterstützt.

Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH – HBM TRADE – Handbuch 1.2 – I2308-10de 60


22 Parameter/Dateien

22.1 Allgemeine Parameter (TRADE_G.WPD)


Gruppe Bereich Parameter Werte
Generell Firma KdNr. - Kundennummer Text
Prüfnr. - Softwarelizenz Text
Name 1 Text
Name 2 Text
Eichdatei Verzeichnis Windows-Pfad
Signatur-Codiert On/Off
Speicherung in Monaten 3 .. 36
Anzeige Abfrage-Frequenz On / 1/s .. 20/s
Timeout Off / 0,5s .. 20s
Ruhe mit Einheit On/Off
Protokoll/Zeilenzahl 100 .. 1000
Sprache Vorhanden *.XLG-Dateien
Druckmodus Unformatiert
Passend
Proportional
Passwörter Benutzer Text
Service Text

Hinweis: Passwörter werden codiert gespeichert.

22.2 Kommunikationsparameter (TRADE_K.WPD)


Gruppe Bereich Parameter Werte
Kommun. Allgemein Port Windows-Schnittstelle
Format Baudrate/Parity
Busterminierung Off / Adr. 0 .. 31
Je Aufnehmer Adresse 0 .. 31

22.3 Eichfähige Parameter - Prüfzahlen


Gruppe Bereich Parameter Werte
Prüfung Parameter Prüfzahl/Status
Programm Prüfzahl/Status
Version
Veränderungen Audit-Trail.-Zähler des Systems
(Summe der
Waagen+Programm)/Status
Bemerkungen Anmerkung des Eichbeamten Text
Je Waage Audit-Trail-Zähler der Waage (Summe
der Einzel-TCR)/Status
Prüfzahl/Status

Hinweis: Prüfzahlen etc. werden codiert gespeichert.

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22.4 Nichteichfähige Parameter/Je Waage (TRADE_W.WPD)
Gruppe Bereich Parameter Werte
Waage Bezeichnung Name Text
Anwahl On/Off
System Text
Gerät Text
Abfrage Abfragefrequenz Off / 1/s .. 20/s
Timeout Off / 0,5s .. 10s
Funktionen Waagenumschaltung On/Off
Tarafunktionen On/Off
Nullsetzen On/Off
Hohe Auflösung On/Off
Wiegen On/Off
Protokoll On/Off
Parameter/Schriften On/Off
Wiegemaske On/Off
Aufnehmer ASF - Filterstufe Off / 1 .. 8
FMD - Filter Schnell On/Off
ICR - Abtastrate 1/s .. 100/s
Prüftakt Off / 1s .. 20s

22.5 Eichfähige Parameter/Je Waage (TRADE_E.WPD)


Gruppe Bereich Parameter Werte
Waage Typenschild Beschriftung Text
MinLast/Einheit Wert
Einheit Text
Zusatztexte zur Einheit Text
Zeichensatz Windows-Zeichensatz
Wägebereiche Waagentyp 1-3Range/2-3Interval
Eichwert (je Bereich) Wert 1-3
MaxLast/Einheit (je Bereich) Wert 1-3
Anwendung Typ Industrial
TRADE OIML/NTEP
Simulation
Nennlast/Einheit Wert
Standort Ort Text
g-Konstante Wert
Null Nachführung Bereich Off / 0,1d .. 20d
Nachführung Zeit Off / 0,2s .. 2s
Nullstellen Off
-1%/+3%
+/-2%
+/-20%
+/-100%
Einschaltautomatik Off
+/-10% .. +/-100%
Ruhe Änderung Off / 0,1d .. 20d
Zeit Off / 0,2s .. 2s
Je Aufnehmer Name Text
Anwahl On/Off
IDN - Seriennummer Text
SZA/SFA - Werkskennlinie Wert
LDW/LWT - Anwenderkennlinie Wert
LIC -Linearisierung Werte
CRC - Prüfzahl Wert (CRC über
Typenschild..Ruhe)
TCR - Audit-Trail-Zähler Wert (Autoincrement, wird
erhöht bei Schreiben eines
der vorstehenden Parameter)

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Gruppe Bereich Parameter Werte
Null/Max - Anwenderkennlinie TRADE Wert

22.6 Eichfähige Parameter/Je Aufnehmer (Speicherung in AD/10x)


Gruppe Bereich Parameter Werte
Aufnehmer Kalibrierung IDN, SZA/SFA, LDW/LWT, LIC Werkseinstellung
SZA/SFA - Werkskennlinie Werkseinstellung
LIC - Linearisierung Werkseinstellung
LDW/LWT - Anwenderkennlinie 0/1000000
NOV - Skalierung 1000000
ZSE/ZTR - Zero Setting/Tracking 0/0
CRC - Eichfähige Parameter außerhalb Wert
des Aufnehmers (s.o.)
TCR - Audit-Trailzähler Autoincrement bei
Veränderung eines
Kalibrierungsparameters
Sonstige ADR - Adresse 0 .. 31
BDR - Baudrate/Parity 1200 .. 19200 Bd/Odd/Even
STR - Terminierung Ein/Aus
COF/TEX - Ausgabeformat 3/172 (fest)
ASF/FMD - Filter 0..8/0..1
ICR - Abtastrate 0..7
TAV/TAS - Tara 0/1 (fest)

23 Warenzeichen

Microsoft, Word und Excel sind eingetragene Warenzeichen der Microsoft Corp.
Borland, C++Builder und Delphi sind eingetragene Warenzeichen der Borland Corp.

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24 Stichwortverzeichnis
1 N
10-fache Auflösung................................................ 8 Nennlast Aufnehmer ............................................ 49
Neue Waage......................................................... 45
A
NTEP ................................................................... 48
Abtastrate ICR ............................................... 25, 46 Nullanzeige ............................................................ 9
AED9101x ..................................................... 49, 54 Nullnachführung .................................................. 49
Audit-Trail-Zähler.......................................... 17, 50 Nullstellen............................................................ 49
Austausch von Aufnehmern........................... 52, 60
O
B
OIML ................................................................... 48
Baudrate ............................................................... 52
P
Bereichsanzeige ..................................................... 9
Busadresse ........................................................... 53 Parallelschaltung der Aufnehmer......................... 29
Busterminierung................................................... 52 Passwörter...................................................... 23, 44
PC Anforderungen ............................................... 56
D
PC-Tausch................................................ 19, 22, 56
Daten zurückladen nach PC-Tausch .............. 22, 42 Poll....................................................................... 54
Datensicherung ........................................ 22, 42, 56 Prüfkzahlen ............................................................ 9
DDE-Kommando ........................................... 13, 58
R
DDE-Schnittstelle ................................................ 58
Defaultwerte......................................................... 41 Rechnerische Justage ........................................... 55
DLL-Anbindung .................................................. 59 Rückspeichern nach PC-Tausch .............. 19, 22, 56
Drucker .......................................................... 23, 44 Ruheanzeige........................................................... 9
Ruhekriterium ...................................................... 49
E
S
Eckenabgleich ................................................ 51, 55
Eichdatei .................................................. 11, 23, 44 Schablone - Standardeinstellungen ...................... 41
Einschalt-Null ...................................................... 49 Schnittstelle.......................................................... 52
Einstellungen anzeigen/drucken .................... 21, 41 Schriftart, Schriftgröße ........................................ 15
Einstellungen kopieren/speichern ........................ 41 Seriennummern der Aufnehmer........................... 53
Seriennummern unbekannt .................................. 53
F
Sessions.......................................................... 57, 61
Filter............................................................... 25, 46 SETUP.EXE ........................................................ 56
Signatur von Eichdaten........................................ 14
G
Simulation............................................................ 15
g-Faktor.......................................................... 49, 55 SPERRE............................................................... 43
Sprache .......................................................... 23, 44
H
Standardwerte ...................................................... 41
Hintergrundfarbe.................................................. 15 Stillstandskriterium.............................................. 49
J T
Justage ohne Gewichte......................................... 55 Test ohne Waage.................................................. 15
Typenschild.......................................................... 47
K
Ü
Kontextmenü.................................................. 22, 41
Konverter ............................................................. 32 Überlastung einzelner Aufnehmer ....................... 50
L V
LC-CODE - Fehlermeldung................................. 39 Versiegelung ........................................................ 29
M W
M grün.................................................................... 9 Waage justieren ................................................... 55
M rot ...................................................................... 9 Waagenhistorie .............................................. 21, 41
Maximallast Aufnehmer ...................................... 49 Wartung.............................................................. 43
Maximallast Waage.............................................. 48 Wartungssymbol .................................................... 9
Mehrere Waagen.................................................. 61 Werksjustage........................................................ 55
Mehrfach starten .................................................. 57 Werkzeugleiste ...................................................... 7
Wiegeliste .................................................. 8, 23, 44

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Z Zeichensatz .......................................................... 47
Zweitanzeige........................................................ 59

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