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Enzyklopädie der Neuzeit Online

Buch der Natur


(2,528 words)

1. Entstehung der Metapher


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Seit Augustinus ist B. D. N. in der christl. Literatur die
1. Entstehung der Metapher
gebräuchliche Metapher zur Bezeichnung der natürlichen
Welt als einer »zweiten Schrift«, durch die sich Gott 2. Mittelalter und
neben der Hl. Schrift (Bibel) den Menschen o fenbart hat. Aufwertung der Laienlektüre
Die Lehre von den zwei Büchern Gottes begründete er 412 3. Die Lektüre des Buches
in den Enarrationes in Psalmos zu Psalm 42: »Das der Natur in den neuen
Wissenschaften
göttliche Buch sei dir ein Buch, damit du es hörst, der
Erdkreis sei dir ein Buch, damit du es siehst. In diesen 4. Physikotheologie
Textsammlungen lesen diejenigen, die die Buchstaben 5. Der Übergang zu anderen
kennen, in der ganzen Welt liest auch der Ungebildete.« Deutungsmodellen in der
[1. Bd. 36, 518]. Au lärung

Geprägt wurde die Metapher vom Mönchsvater Antonius


(3./4. Jh. n. Chr.), von dem berichtet wird: »Einer der Weisen von damals kam zum gerechten
Antonius und sagte zu ihm: Wie kannst du es ertragen, Vater, des Trostes der Bücher beraubt zu
sein? Der antwortete: Mein Buch, Philosoph, ist die Natur der gescha fenen Dinge, und sie steht
vor mir, wenn ich Gottes Worte lesen will« [5. 695 f.]. In der frühen Patristik, die die
Buchmetapher noch nicht kannte, war die zugrundeliegende Denk gur – das
schöpfungstheologische Deutungsmuster – bereits weit verbreitet, so etwa bei Origenes,
Laktanz, Basilius von Caesarea und Ambrosius von Mailand: Sie preisen die wunderbare
Ordnung dieses schönen Kosmos, den Gott um der Menschen willen und zu ihrem Nutzen
gescha fen habe [15]. Wortmächtig setzte Augustinus diese Tradition fort und überschritt sie
zugleich: Durch die O fenbarung der Propheten haben wir erfahren, dass Gott Himmel und
Erde gescha fen hat, aber »auch abgesehen von den Prophetenstimmen verkündet die Welt
selber, obwohl stillschweigend, durch ihre wohlgeordnete Wandelbarkeit … und die
wunderbare Formschönheit alles Sichtbaren, sowohl, dass sie gescha fen ist, als auch, dass nur
der unsagbar und unfasslich große … Gott sie gescha fen haben kann« (Civitas Dei 11,4). An

/
anderer Stelle beruft er sich auf Röm 1,20, wo es heißt: »Gottes unsichtbares Wesen, das ist
seine ewige Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man das wahrnimmt, an den Werken, nämlich
an der Schöpfung der Welt« (Confessiones 7,20).

Solchermaßen biblisch legitimiert, konnte der Gedanke der Erkenntnis Gottes (Gottesbilder),
vermittelt durch die sichtbare Welt, zum Kern der Lehre vom B. D. N. werden. Augustinus
wusste ebenso wie die philosophisch gebildeten frühen Kirchenväter, dass die Natürliche
Theologie heidnischen Ursprungs war, entwickelt und tradiert von Platon (im Timaios) und
dem Platonismus sowie ausgebaut von der Stoa ( Cicero, De natura deorum). An dieses
Vorwissen konnte die Missionsarbeit (Mission) v. a. bei gebildeten Heiden anknüpfen, denn das
mit der Lehre von der natürlichen Gotteserkenntnis – in ihrer heidnischen und ihrer christl.
Gestalt – verbundene Deutungsmuster war jeweils dasselbe: der teleologische Analogieschluss
von der Bescha fenheit der natürlichen Welt auf ihren Urheber [17. 18 f.]. Wenn jeder Mensch,
darunter auch Heiden und Schriftunkundige, das Dasein und das Wesen des Schöpfergottes
unmittelbar aus der Natur erkennen kann, so war doch mit der universellen Lesbarkeit des B. D. 
N. für Augustinus nicht die Annahme einer Gleichrangigkeit der beiden Bücher verbunden. Er
erkannte zwar die Rationalität der Natürlichen Theologie an, wollte sie aber vorwiegend zu
missionarischen Zwecken eingesetzt sehen. Der Vorrang der Heilstheologie vor der
Schöpfungstheologie durfte nicht in Frage gestellt werden. Das Lesen im B. D. N. hat in erster
Linie den Zweck, den Sinn der Hl. Schrift besser zu verstehen: Neigungen, sich der Natur um
ihrer selbst willen zuzuwenden, um sie zu verstehen, hielt Augustinus überdies für »krankhafte
Neugier«, das Verborgene der Natur zu erforschen, »das zu wissen für nichts gut ist«
(Confessiones 10, 35). Eine solche Abwertung der natürlichen Welt rief seit dem 12. Jh. eine
Gegenbewegung hervor, die über das Ringen um die Gleichrangigkeit der beiden Bücher
schließlich im 18. Jh. zur Au ösung der Metapher führte.

Ruth Groh

2. Mittelalter und Aufwertung der Laienlektüre

Im 13. Jh. sprach Bonaventura (Johannes Fidanza), Ordensgeneral der Franziskaner, vom liber
scriptus intus et foris: »Doppelt ist das Buch; das eine entspricht der inneren Schrift, die Gottes
ewige Kunst und Weisheit ist, das andere der äußeren Schrift, die der Sinnenwelt zugehört«
(Breviloquium 2,11). Neben dem überlieferten schöpfungstheologischen Deutungsmuster
bildete sich im Gefolge der Aristoteles-Renaissance im 12. Jh., die eine Aufwertung des Wissens
von der Natur zur Folge hatte, ein anderes, wiss. Deutungsmuster heraus. Die Metapher B. D. N.
stand in der neuen Lesart für das gesamte verfügbare, in Buchform vorliegende Wissen von der
Natur. Ma. Enzyklopädien, in der Mehrzahl Tier- und P anzenbücher, erschienen unter dem
Titel Buch der Natur. Thomas von Cantimpré verfasste im 13. Jh. eine Enzyklopädie unter dem
Titel De natura rerum, die in der dt. Druckfassung von 1475 den Titel Das Buch der Natur erhielt.

Flankiert und gestützt wurde die wiss. Aufwertung der natürlichen Welt im 12. Jh. durch Hugo
von St. Viktor. Die von ihm geprägte antiaugustinische Formel nihil esse super luum besagt,
man solle alles lernen, da »nichts über üssig sei« (Eruditio didascalica 7,1 [1. Bd. 176, 811]). Auch
/
Bonaventura ö fnete die Möglichkeit einer Verbindung der beiden Deutungsmuster, indem er
hervorhob, dass Gott durch beide Bücher, das seiner Worte und das seiner Werke, erkannt
werden wolle (Breviloquium 2,5). Auf dem Weg zur Annahme einer Gleichrangigkeit der beiden
Bücher Gottes spielte an der Wende vom 13. zum 14. Jh. Raimundus Lullus eine wichtige Rolle.
Er brachte die Natürliche Theologie und die Wissenschaft von der Natur (Naturphilosophie) in
sein System einer christl. Universalphilosophie ein. Seinem Bemühen, die maurisch-islamische
Welt zu missionieren, standen auf der maurischen Seite naturforschende Theologen
gegenüber. Auch hier bot die Lehre vom B. D. N. große Vorteile, barg jedoch zugleich die Gefahr,
die Autorität der Kirche als einziger Instanz der Heilsvermittlung in Frage zu stellen.

Im 14. Jh. signalisieren zwei Namen eine solche Gefahr: Nikolaus von Kues (Nicolaus Cusanus)
und Raimundus von Sabunde. Cusanus' erkenntnistheoretisches Hauptwerk trägt den Titel
Idiota de Sapientia (»Der Laie über die Weisheit«). Der Titel verweist antischolastisch darauf,
dass menschliches Wissen aus realer Erfahrung erwächst. Der Laie ist der unbefangene Leser
im B. D. N. Vom Gelehrten befragt, woher er denn seine Wissenschaft der Unwissenheit (lat.
scientia ignorantiae) habe, antwortet er: »Nicht aus deinen, sondern aus Gottes Büchern, die er
mit seinem Finger geschrieben hat« [2. 6 f.].

Cusanus wird Sabundes Theologia naturalis gekannt haben [14. 59], jenen Liber naturae sive
creaturarum (»Buch der Natur oder der Geschöpfe«) von 1436 [10], der der Lehre von den zwei
Büchern großen Auftrieb verscha fte und eine lange Wirkungsgeschichte haben sollte – nicht
zuletzt deshalb, weil das Werk auf dem Trienter Konzil verboten wurde. Sabunde hatte zwar,
wie andere vor ihm, beschwichtigend geschrieben, zu einer fehlerlosen Lektüre des B. D. N.
bedürfe der Mensch der Bibel, aber auch behauptet, wer nichts von Gott wisse, werde durch
das B. D. N. auf den Weg der Gotteserkenntnis geführt und erklimme so eine Sprosse auf der
Naturleiter zu Gott. Was indes die Kirchenoberen bes. alarmierte, war der Umstand, dass er in
Bezug auf die beiden Bücher eine dezidierte Umverteilung der Gewichte vorgenommen hatte:
Die Hl. Schrift bedürfe der Auslegung, ohne die sie schwer zu verstehen sei; sie könne aber an
die falschen Interpreten geraten. Kein Ketzer (Häresie) könne jedoch das B. D. N. verfälschen
(Liber naturae sive creaturarum, Prologus 25–37).

Ruth Groh

3. Die Lektüre des Buches der Natur in den neuen Wissenschaften

Mit der Entstehung der New Science, bes. aber mit dem Au ommen der Neuen Astronomie,
entwickelt von Nikolaus Kopernikus, Galileo Galilei, Johannes Kepler und Isaac Newton,
verschmolzen die beiden Deutungsmuster. Kepler, der sich und andere Astronomen als
»Priester des höchsten Gottes am Buch der Natur« bezeichnete [4. 193], rief nach der
Entdeckung des dritten Gesetzes der Planetenbahnen aus: »Ich fühle mich hingerissen von
einem unsäglichen Entzücken über die göttliche Schau der himmlischen Harmonien« [3. 31].

Der Blick durch das Teleskop ö fnete für Galilei ungeahnte Tiefen des Weltraums. Er las 1615 im
»Buch des Himmels« und erkannte darin Größe und Herrlichkeit Gottes. Für ihn war die Lehre
von den zwei Büchern der Garant für die Einheit von Wissen und Glauben: »Denn die Heilige
/
Schrift und die Natur gehen gleicherweise aus dem göttlichen Wort hervor.« Die Sprache, in der
»das große Buch niedergeschrieben ist, das immer vor unseren Augen liegt«, ist die der
Mathematik [11. 232]. Seine Wissenschaft, die mit der Formulierung von Fallgesetz und
Trägheitsgesetz die Mechanik im modernen Sinn als mathematische Wissenschaft begründete,
hatte ihn von der Existenz eines Mechaniker-Gottes überzeugt, der ein unwandelbares System
von Naturgesetzen gescha fen habe. Auch Newton, bei dem zwar nicht mehr die Metapher B. D. 
N., wohl aber das Deutungsmuster auftaucht, betrachtete es als ein Ziel seiner wiss. Arbeit,
Beweggründe für die Existenz Gottes zu nden [6. 431]. Er glaubte, weder Ursprung noch
Struktur der Welt ließen sich auf mechanische Ursachen zurückführen, sondern setzten einen
intelligenten Schöpfer, »skilled in mechanics and geometry« voraus [6. 429]. Sowohl die an der
Mathematik orientierten Wissenschaften Astronomie und Physik als auch die vom Baconismus
beein ussten experimentierenden Wissenschaften wie Biologie, Chemie und Physiologie
blieben bis in die erste Hälfte des 19. Jh.s weitgehend in das naturtheologische Weltbild
eingebettet.

Ruth Groh

4. Physikotheologie

Die am Ende des 17. Jh.s von England ausgehende und in ganz Europa bis Neuengland
verbreitete physikotheologische Bewegung (Physikotheologie) gri f die Verbindung von
Naturwissenschaft und Theologie auf theologischer, fach- und populärwiss. Ebene auf. Ihr Ziel,
das Dasein und die wesentlichen Attribute Gottes durch das Studium der einzelnen
natürlichen Dinge zu beweisen, beschäftigte über ein Jahrhundert unzählige Autoren: nicht
nur Naturwissenschaftler, sondern auch Theologen, Juristen, Ratsherren, Schulmeister und
Landpfarrer. Ihre Methode der systematischen Beobachtung mittels Sammeln, Zählen und
Vergleichen war weiterhin die der alten aristotelischen Naturforschung. Ausgerüstet mit
Teleskop und Mikroskop, mit Thermometer und Barometer, mit Botanisiertrommel und
Schmetterlingsnetz, Seziermesser und Waage, versuchten sie eine vollständige Inventarisierung
der sog. Wunder der Welt, um Ordnung und Zweckmäßigkeit der Schöpfung durchgängig
nachzuweisen. Eine Flut von »Bindestrichtheologien« entstand wie z. B. Rana-
(»Frosch«-)Theologie oder Pyro-(»Feuer«-)Theologie. Der Arzt und Physikotheologe Bernard
Nieuwentijt bewies in seiner Anthropotheologie die Weisheit Gottes aus der sinnvollen
Einrichtung der Venenklappen [7]. Die Zweigliedrigkeit der meisten Titel bringt zum Ausdruck,
dass die Lektüre des B. D. N. beiden Deutungsmustern folgt. Allerdings nahm die Darstellung
der wiss. Erkenntnisse zunehmend breiteren Raum ein, während die theologischen
Kommentare in die Vor- und Nachworte abwanderten.

Auch in Erbauungsliteratur und Dichtung (Lyrik) fand die Physikotheologie Eingang. Das
neunbändige Werk des Hamburger Ratsherrn Barthold Hinrich Brockes, Irdisches Vergnügen in
Gott, bestehend in Physicalisch- und Moralischen Gedichten (erschienen ab 1721), war die
poetische Enzyklopädie der Bewegung. Ein solches Programm vermittelte weiten Leserkreisen
eine optimistische und fortschrittsgläubige Grundstimmung (Fortschritt) und den Glauben an
einen Schöpfergott, dessen ordnende Vernunft alles zum Besten gelenkt hat und lenken wird
/
(Schöpfungslehre). Die Werke der Physikotheologen trugen entscheidend zur Verbreitung wiss.
Kenntnisse bis auf die Dörfer bei. Ihr Anteil an der Entzauberung der alten, noch magisch
bestimmten vormodernen Welt ist unbestreitbar. Frühau lärer und Physikotheologen waren
oft dieselben Gelehrten.

Ruth Groh

5. Der Übergang zu anderen Deutungsmodellen in der Au lärung

Im 18. Jh. waren die Au ösungserscheinungen der Lehre von den zwei Büchern Gottes
unübersehbar. Dieser Prozess schritt nicht linear voran. Bis zum Ende des Jahrhunderts gab es
Versuche, sie in ihre alten Rechte einzusetzen. J. G. Hamann erweiterte die Lehre um das »Buch
der Geschichte«, postulierte aber in augustinischer Tradition den Vorrang der Hl. Schrift, die
den Schlüssel für die Lektüre des B. D. N. und des Buchs der Geschichte bilde. Hermann
Boerhaave gab Jan Swammerdams mikroskopische Arbeiten (Mikroskop) über die Anatomie
der Insekten – keine Physikotheologie – 1737 unter dem Titel Biblia naturae (»Bibel der Natur«)
heraus, womit zum letzten Mal in einer naturwiss. Schrift auf die Zwei-Bücher-Lehre Bezug
genommen wurde.

In einem gegenläu gen Prozess wurde die Metapher des B. D. N. historisiert und
anthropologisiert. Ihr Anwendungsbereich als Denk gur ö fnete sich den neuen
Wissenschaften von der Geschichte und vom Menschen sowie den Anfängen der
Naturästhetik: Der Schweizer Philosoph Johann Georg Sulzer, in seinen Anfangsjahren noch
physikotheologisch inspiriert, feierte 1750 das B. D. N. als Quelle aller Schönheit – ohne jeden
Bezug auf die Natürliche Theologie. Der Versuch einer naturästhetischen Grundlegung der
Theorie der Künste (Ästhetik) führte aus der theologischen Tradition des B. D. N. heraus [18.
207].

Der Hamburger Au lärer Hermann Samuel Reimarus schließlich gri f die Lehre von den zwei
Büchern Gottes an, indem er, gestützt auf das alte Argument der Rationalität der Natürlichen
Theologie und damit der universellen Lesbarkeit des B. D. N., das Buch der Worte Gottes für
über üssig erklärte. Da es den »allermeisten schlechterdings unmöglich« sei, schrieb er 1754,
die Botschaft der Bibel »zu bekommen, anzunehmen und zu gebrauchen«, Gott aber wohl
»alle Menschen seligmachen« wolle, so »muss gewiss die O fenbarung nicht nötig, und der
Mensch für keine O fenbarung gemacht sein … Es bleibt der einzige Weg, dadurch etwas
allgemein werden kann, die Sprache und das B. D. N., die Geschöpfe Gottes und die Spuren der
göttlichen Vollkommenheit, welche darin als in einem Spiegel allen Menschen, so gelehrten als
ungelehrten, so Barbaren als Griechen, Juden und Christen, aller Orten und zu allen Zeiten,
sich deutlich darstellen« [9. 734].

Reimarus spielte den Universalismus der Vernunft gegen den Universalismus der christl. Lehre
von den zwei Büchern aus. Die Behauptung der Rationalität der Natürlichen Theologie konnte
jedoch der philosophischen Kritik nicht standhalten. Es war Immanuel Kant, der nach

/
Vorarbeiten David Humes den teleologischen Gottesbeweis, Kernargument der Lehre vom B. D. 
N., widerlegte (Kritik der reinen Vernunft B 651 f., B 649; Kritik der Urteilskraft § 90) [17. 21, 30,
87].

Goethe reagierte auf diese Au ebung der Einheit von Glauben und Wissen mit dem Rückzug
auf die Subjektivität eines pantheistischen Naturgefühls (Maximen und Re lexionen, in: [12. Bd. 
12, 365 f.]): »Den teleologischen Beweis vom Dasein Gottes hat die kritische Vernunft beseitigt,
wir lassen es uns gefallen … Was aber nicht als Beweis gilt, soll uns als Gefühl gelten, und wir
rufen daher von der Brontotheologie bis zur Niphotheologie alle dergleichen fromme
Bemühungen wieder heran. Sollten wir im Blitz, Donner und Sturm nicht die Nähe einer
überwältigenden Macht, in Blütenduft und Luftsäuseln nicht ein liebevoll sich annäherndes
Wesen emp nden dürfen?«

Verwandte Artikel: Natürliche Theologie | Natur | Physikotheologie | Schöpfungslehre |


Weltbilder

Ruth Groh

Bibliography

Quellen

[1] Patrologiae cursus completus (hrsg. von J.-P. Migne), Series Latina (Patrologia Latina), 1861
(Ndr. 1991)

[2] N. C , Idiota de Sapientia/Der Laie über die Weisheit (hrsg. von R. Steiger), 1988

[3] J. K , Weltharmonik (hrsg. von M. Caspar), 1939

[4] J. K , Gesammelte Werke, Bd. 13: Briefe, 1590–1599 (hrsg. von M. Caspar), 1945

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A. Guillaumont und C. Guillaumont), 1971

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[11] G. S (Hrsg.), Le Opere di Galileo Galilei (Nuova ristampa della edizione Nazionale)
Bd. 6, 1968

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Sekundärliteratur

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Ages, 2005

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den frühen Kirchenvätern in Ost und West bis Augustin, in: A. A (Hrsg.), Zwischen
Literatur und Anthropologie. Diskurse, Medien, Performanzen, 2005, 139–147

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Natur, in: A. A (Hrsg.), Zwischen Literatur und Anthropologie. Zwischen Literatur und
Anthropologie. Diskurse, Medien, Performanzen, 2005, 139–147

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[18] F. O , Das Buch der Natur bei Jean Paul, in: H.-J. M / E. M (Hrsg.), Studien
zur Goethezeit, 1981, 177–232

[19] E. R , Das ›Buch der Natur‹. Materialien und Grundsätzliches zur


Metapherngeschichte, 1979.

Cite this page

Groh, Ruth, “Buch der Natur”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit
den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag
GmbH 2005–2012. Consulted online on 14 May 2020 <http://dx-doi-org.uaccess.univie.ac.at/10.1163/2352-0248_edn_COM_249548>
First published online: 2019

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