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Die Professoren und Dozenten der

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
1743 - 1960
ERLANGER FORSCHUNGEN
Sonderreihe Bd. 9

Die Professoren und Dozenten der


Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
1743 - 1960

im Auftrag des Rektors herausgegeben


von

RENATE WITTERN

Teil 2:
Medizinische Fakultät

bearbeitet von
Astrid Ley

Erlangen 1999
Die wissenschaftliche Buchreihe der
ERLANGERFORSCHUNGEN wurde gegründet mit Mitteln der
]ub-iläumsspende der Siemens AG Erlangen

CIP-Titelaufnahme der Deutschen Bibliothek

Die Professoren und Dozenten der Friedrich-Alexander-Universität


Erlangen-Nürnberg 1743 - 1969/ [Universitätsbund Erlangen-Nürnberg e.V.].
Im Auftr. des Rektors hrsg. von Renate Wittern. - Erlangen: Univ.-Bibliothek

Teil 2. Medizinische Fakultät / bearb. von Astrid Ley. - 1999


(Erlanger Forschungen: Sonderreihe : Bd. 9)

ISBN: 3-930357-30-5
ISSN: 0940-4694

Verlag: Satz:
Universitätsbund Erlangen-Nürnberg e.V. SB dtp. Sebastian Beck. Erlangen
Kochstraße 4. 91054 Erlangen
Druck:
Auslieferung: Universitäts- Buchdruckerei
Universitätsbibliothek Erlangen Junge & Sohn GmbH. Erlangen
Universitätsstraße 4. 91054 Erlangen
Inhalt

Einleitung
IX

Medizinische Fakultät
1

Abkürzungsverzeichnis
231

Literaturverzeichnis
237

VII
Einleitung

Der zweite Band dieses auf insgesamt drei Teile angelegten Verzeichnisses der
Erlanger Professoren und Dozenten enthält die Personalbiographien zur Medizi-
nischen Fakultät.* Aufgenommen wurden alle ordentlichen, außerordentlichen
und außerplanmäßigen Professoren sowie Privatdozenten, die in der Zeit von
1743 bis 1960 mindestens ein Semester lang in Erlangen an der Medizinischen Fa-
kultät gelehrt haben. Über diesen Kreis hinaus wurden in den vorliegenden Band
außerdem die Honorarprofessoren sowie einige Lehrbeauftragte und Träger an-
derer Funktionen aufgenommen. welche für die Fakultät von Bedeutung waren.
Obwohl sich unter den während des genannten Zeitraums in der Medizinischen
Fakultät tätigen akademischen Lehrern auch eine Frau befand. wurde der Titel
des Verzeichnisses in seiner maskulinen Form beibehalten.
Die Vorstellung der akademischen Lehrer erfolgt in Form von insgesamt 290
Kurzbiographien. Die Biographien sind alphabetisch nach dem Familiennamen
und, wenn nötig. nach dem ersten Vornamen geordnet.
Die biographischen Daten wurden den im Universitätsarchiv Erlangen (UAE)
aufbewahrten Personalakten, dem "Goldenen Buch" der Universität, den Perso-
nalakten im Hauptstaatsarchiv München (HStAM) und gelegentlich, wenn nicht
datenschutzrechtliche Gründe dies verboten, den Akten des Stadtarchivs Nürn-
berg (St.A. Nbg.) entnommen. Daneben wurde biographische Literatur aller Art
(Festschriften, Lexika, Leichenprogramme und Nachrufe etc.) benutzt. Diese Quel-
len sind unter den sich jeweils am Ende der Biographie befindlichen Rubriken
Quellen und Literatur aufgelistet. Ebenfalls verwendet, jedoch nicht eigens ge-
nannt, wurden Personen- und Vorlesungsverzeichnisse sowie die gedruckt vor-
liegenden Matrikelkataloge der deutschen Universitäten. Die rezenteren Biogra-
phien wurden, soweit dies möglich war, den Betreffenden zur Überprüfung und
Ergänzung ihrer Daten vorgelegt.
In den Biographien wird spezielles Augenmerk auf die Erlanger.Tätigkeit der
akademischen Lehrer gelegt. Der jeweils hier verbrachte Lebensabschnitt wurde
daher so detailliert wie möglich nachgezeichnet. Eine ähnlich ausführliche Dar-
stellung wurde für die anderen Wirkungsorte nicht angestrebt. Diese Schwer-
punktsetzung fand auch ihren Niederschlag in der Materialauswahl für die Bio-
graphien. So stützen sich die Biographien besonders auf solche Archivalien und
Schriften, die sich auf die Erlanger Universität beziehen. während diejenigen Ma-
terialien. die über andere Wirkungskreise der Biographierten Auskunft geben,

* Der erste Band. der im Jahre 1993 zum 250-jährigen Universitätsjubiläum erschien. behandelt die
Theologische und die Juristische Fakultät: Die Professoren und Dozenten der Friedrich-Alexander-
Universität Erlangen 1743 ~ 1960. Teil 1: Theologische Fakultät, Juristische Fakultät. Im Auftrage des
Rektors herausgegeben von Renate Wittern (= Erlanger Forschungen, Sonderreihe Bd. 5). Erlangen
1993; im dritten Band des Verzeichnisses, der zur Zeit in Vorbereitung ist, werden die Lehrer der
Philosophischen und Naturwissenschaftlichen Fakultät gewürdigt.

IX
nicht in dem gleichen Maße einbezogen wurden. Sie lassen sich jedoch zu einem
großen Teil über die unter der Rubrik Literatur aufgelisteten Werke ausfindig ma-
chen. Im Rahmen der Biographien wurde auch keine Würdigung der wissen-
schaftlichen Bedeutung der Betreffenden vorgenommen. Aufschlüsse hierüber
lassen sich aber über die Auswahl der diesbezüglichen Sekundärliteratur. die sich
ebenfalls in der Rubrik Literatur findet, gewinnen.
Die ausgewerteten Quellen waren hinsichtlich der biographischen Daten an
etlichen Stellen widersprüchlich. In der Mehrzahl der Fälle ließ jedoch der Per-
sonalakt eine eindeutige Klärung zu. Anders als im ersten Band wird daher auf
falsche Informationen der Literatur nicht eigens verwiesen. Abweichende Daten
der Sekundärliteratur wurden den Informationen, welche die archivalischen Quel-
len gaben, nur in solchen Fällen in Klammern und unter Hinweis auf die Fund-
stelle angefügt, wo keine eindeutige Entscheidung möglich war.
Bei Ortsangaben, welche das Studium oder die universitäre Lehr- und For-
schungstätigkeit betreffen, ist unter den Namen der Städte die jeweils dort an-
sässige Hochschule zu verstehen. Die Angabe des Namens der Universität erfolgte
nur bei fehlender Eindeutigkeit. Ebenso meinen die Allgemeinbezeichnungen Kli-
nik und Institut ohne näheren Zusatz immer die Einrichtungen der entsprechen-
den Universität. Universitätskliniken, die sich in städtischen Einrichtungen be-
funden haben, tragen allerdings gelegentlich besondere Namen, die dann auch
genannt sind. Alle außeruniversitären Institutionen, die der Krankenversorgung
oder anderen Bereichen der Medizin dienen und an denen akademische Ärzte
tätig werden konnten und können, erscheinen mit ihren jeweils zeitgenössischen
Namen.
Für Erlangen wurde, soweit möglich, die Gründung neuer Abteilungen, Kli-
niken und Institute eigens vermerkt; überdies wurden auch die teilweise häufi-
gen Namensänderungen der Institutionen notiert, die durchweg als ein Hinweis
auf die Entwicklung der einzelnen Fächer und damit auch als Information zur Fa-
kultätsgeschichte gelten können.
Bei geographischen Angaben wurde nach dem Prinzip des Bekanntheitsgra-
des verfahren. So bleiben Städtenamen des Auslandes. deren Kenntnis voraus-
gesetzt werden kann, ohne erläuternde Angabe des Landes. andere jedoch. die
möglicherweise nicht ohne weiteres geographisch einzuordnen sind, erhalten die
Angabe des Landes in Klammern.

Struktur und Inhalt der Biographien

Unter dem Namen des biographisch zu Würdigenden ist der gesamte Zeit-
raum der Lehrtätigkeit an der Erlanger Universität vermerkt. Dabei bezeichnet die
erstgenannte Zahl bei denjenigen, die sich in Erlangen habilitiert haben, das Jahr
ihrer Ernennung zum Privatdozenten, bei denjenigen. die von auswärts kamen,
meint sie ebenso in der Regel das Jahr der Ernennung, in einigen Fällen bedeu-
tet sie aber auch eine schon vorher erfolgende Lehrstuhlvertretung oder einen
Lehrauftrag, der gelegentlich vor der geplanten Umhabilitierung erteilt wurde.

x
Für das Ende der Lehrtätigkeit von Privatdozenten und apl. Professoren, die
nicht an andere Universitäten berufen wurden, liegen durchweg keine gesicher-
ten Daten vor, weil sie - insbesondere bei größerer geographischer Entfernung
- ihre Lehrtätigkeit oft beendeten, ohne daß dies offiziell vermerkt wurde. In al-
len diesen Fällen diente das Vorlesungsverzeichnis als Richtschnur.
Den Lebensdaten mit Geburts- und Sterbeort (geb, gest) schließt sich die An-
gabe zur Konfession (Konf) an. Es folgen unter der Rubrik Eltern zunächst Name
und Beruf des Vaters, wobei keine ausführlichere Schilderung seines Werdegangs
erfolgt, sondern zumeist nur die jeweils höchste Stellung genannt wird, die er al-
lerdings bei der Geburt des betreffenden Sohnes möglicherweise noch nicht er-
reicht hatte. Die Stätte seines Wirkens wurde nur dann hinzugefügt, wenn er im
akademischen Bereich tätig war. Im Gegensatz zum ersten Band wurde sodann
auch der Name der Mutter, soweit ermittelbar, aufgenommen.
Die Rubrik Familie (Fam) nennt das Jahr der Vermählung, den eventuell vor-
handenen akademischen Grad sowie den bzw. die Vornamen und den Geburts-
namen der Frau, gegebenenfalls auch den Namen aus ihrer erster Ehe und den
Beruf, wenn sie als Professorin tätig war. Es folgt die Anzahl der Kinder aus die-
ser Ehe ohne Unterscheidung des Geschlechts. Wenn positiv bekannt ist, daß aus
der Ehe keine Kinder hervorgegangen sind, so ist dies vermerkt; keine Angabe weist
auf fehlende Information. Zweite oder weitere Ehen wurden ebenfalls notiert.
Fehlende Angaben, wie Vornamen oder Geburtsnamen der Ehefrau, wie auch
der Mutter, und eine nicht durch valide Daten gesicherte Zahl der Kinder wird
mIt. ".Tb zw.". (7)" vermer kt.
Unter Schule finden sich, soweit bekannt, die Verweildauer sowie Namen und
Orte der besuchten Lehranstalten. War der Name des Gymnasiums nicht zu er-
mitteln, so konnte in den meisten Fällen zumindest auf dessen Ausrichtung (Hu-
manistisch, Real) verwiesen werden. Für die Gymnasien der Städte Bamberg,
Nürnberg, Regensburg und Würzburg gilt, daß die jeweils älteste Institution in
der Zeit vor der Gründung des sog. Neuen Gymnasiums aus Gründen der Klar-
heit stets als ,,(Altes) Gymnasium" erscheint, nach der Gründung des zweiten fal-
len die Klammern weg; in Nürnberg wird das Alte Gymnasium seit 1933 zum "Me-
lanchthon Gymnasium".
Das Datum des Abiturs wurde nur dann aufgenommen, wenn es nicht im
Rahmen einer normalen Schullaufbahn, beispielsweise nach Privatstudien, er-
worben wurde.
Die Rubrik Studium gibt Aufschluß über die Fächer und die Studienorte. Wur-
de ein Studium chronologisch lückenlos an mehreren Universitäten absolviert, so
wird nur das Anfangssemster am jeweiligen Hochschulort erwähnt. Die Datierung
des Studienbeginns an der nächsten Universität läßt dann eine genaue Bestim-
mung der Verweildauer an der vorherigen Hochschule zu. Hinter diesen Daten
können sich allerdings auch Zeiten für Militär- und Kriegsdienste verbergen, in
denen die Betreffenden formal immatrikuliert blieben. Diese nicht dem Studium
gewidmeten Tätigkeiten werden dann unter der Rubrik Laufbahn noch einmal
eigens aufgeführt.

XI
Den Abschluß der Rubrik Studium bildet üblicherweise der Zeitpunkt und
der Ort des Medizinischen Staatsexamens sowie, falls vorhanden, die Approbati-
on, Die Datumsangabe bezieht sich jeweils auf den letzten Tag des Prüfungs-
zeitraumes. Der Hinweis auf die Approbation meint im üblichen Fall die Appro-
bation zum Arzt, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt worden war.
Die Approbation zum Zahnarzt, die es erst seit 1905 gibt, wird stets als solche ge-
nannt. Falls der Betreffende sowohl die Approbation zum Arzt als auch diejeni-
ge zum Zahnarzt erhielt, werden beide ausdrücklich angegeben. Der Begriff der
Notapprobation wurde zum Kriegsende 1945 eingeführt, als wegen des Mangels
an ausgebildeten Ärzten Studierenden der Medizin schon vor der Beendigung ih-
res Studiums die Erlaubnis zum Praktizieren erteilt wurde. Die Verleihung der
endgültigen Approbation erfolgte dann in der Regel einige Jahre später nach der
Ablegung des regulären Staatsexamens.
Zur Datierung des Erwerbs der akademischen Grade (Akad. Grade) diente
im Regelfall das Datum der entsprechenden Urkunde. Für die in Erlangen er-
folgten Promotionen konnte hierfür dankenswerterweise das bisher unveröffent-
lichte Verzeichnis der Erlanger Promotionen 1743-1885 (Red. Roswita Poil) ein-
gesehen werden. Wenn die Urkunde nicht zur Verfügung stand, dann wurde das
Datum des Rigorosums angegeben, wie es die Dissertationsschrift oder das seit
1885/86 jährlich erscheinende Verzeichnis der deutschen Hochschulschriften bietet.
In der Zeit von 1743 bis etwa 1790 wurde die Habilitation in Erlangen durch-
weg mit dem Wortlaut "Venia legend i für Arzneikunde" verliehen, von 1790 bis
etwa 1818 auch als "Venia legendi für Medizin"; die Notierung orientiert sich je-
weils am Wortlaut der Quellen. Hinter der "Venia legendi" verbirgt sich für das
18. und die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts die sog. Dissertatio pro loco,
die vielfach am gleichen Tag wie die Dissertatio pro gradu oder nur wenige Tage
später absolviert wurde. Seit 1819 sind für Erlangen Bemühungen um eine Ver-
schärfung der Prüfung nachzuweisen. Seitdem wird der Qualifikationsakt durch-
weg als Habilitation bezeichnet. Zugleich beginnt in dieser Zeit auch die Ein-
grenzung der Habilitation auf einen Teilbereich des Gesamtfaches. Als Datum der
Habilitation wird in der Regel der Tag des Kolloquiums angegeben; falls dieser
nicht ermittelt werden konnte, ist das Datum der Probevorlesung (Pv.) genannt.
Die Darstellung der Laufbahn bezieht sich überwiegend auf die akademische
Karriere. Im Falle einer lückenlosen Abfolge der verschiedenen Betätigungen wird
jeweils nur das Anfangsdatum angegeben. Die Nennung des Ortes erfolgt stets
im Zusammenhang mit dem ersten entsprechenden Eintrag; alle weiteren Tätig-
keiten in derselben Stadt werden mit Kommata abgetrennt. Die Laufbahn setzt in
der Regel nach dem Medizinischen Staatsexamen des Betreffenden mit der Auf-
nahme einer Stelle als Medizinalpraktikant oder, in früherer Zeit, als Volontäras-
sistent ein. Es folgt üblicherweise die Tätigkeit als Assistent, wobei "wiss. Assi-
stent" immer die Anstellung an einer Universitätsklinik meint, "klin. Assistent" die-
jenige an einer städtischen, staatlichen oder kirchlichen Einrichtung. Die Fach-
arzt-Prüfungen sind nicht aufgenommen, Physikatsexamina, die zur Aufnahme ei-
ner amtsärztlichen Tätigkeit qualifizierten, wurden jedoch berücksichtigt. Wehr-

XII
und Kriegsdiensttätigkeiten wurden nur dann angegeben, wenn die Betreffenden
tatsächlich im Felde waren.
Der Tag der Ernennung und der Zeitpunkt des Dienstantritts liegen bei Be-
rufungen gewöhnlich mehr oder weniger weit auseinander. In der Regel wurde
hier allein das Datum des Dienstantritts angegeben. Die Bezeichnung der Fächer
folgt stets der Ernennungsurkunde; die Veränderungen der Fachbezeichnungen
bzw. der Kombination von Fächern, die zugleich ein Licht auf die Entwicklung
der Medizin werfen, wurden jeweils vermerkt. Bis etwa 1860 wurde auch, soweit
ermittelbar, die Aufnahme der Professoren in die Fakultät und in den Senat er-
wähnt.
In denjenigen Biographien, die in die Zeit des Nationalsozialismus und die
Nachkriegszeit reichen, bedeutet der Terminus "Entlassung durch die Militärre-
gierung" die Enthebung von allen Ämtern und den Verlust der Lehrbefugnis. Die
derart Entlassenen konnten jedoch, sofern sie nicht "interniert" wurden, weiter-
hin im Rahmen einer besonderen "Arbeitserlaubnis als Arzt" an den Kliniken tätig
sein.
Die an der Abfolge der Daten orientierte Auflistung der beruflichen Positio-
nen wurde in manchen Fällen zugunsten des inhaltlichen Zusammenhangs durch-
brochen. Dies gilt insbesondere bei außeruniversitärer hauptamtlicher Berufs-
tätigkeit. Außeruniversitäre Nebenämter, wie Leitungspositionen von Kliniken und
anderen medizinischen Einrichtungen oder Gutachtertätigkeiten, wurden dage-
gen chronologisch eingereiht. Die Amtszeiten als Rektor und Prorektor sind je-
weils am Ende des zu einer Universität gehörigen Eintrags aufgeführt, wobei die
Zeitangaben je nach dem Wahlturnus variieren.** Die Tätigkeit als Dekan wurde
nicht aufgenommen, entsprechend wurde auch der seit Anfang der 1840er Jahre
in Bayern an das Amt des Dekans gebundene Vorsitz im örtlichen Medizinalko-
mitee nicht erwähnt.
Zwischen den Mitgliedschaften und Ehrungen war nicht immer eine scharfe
Trennung möglich. Die erste Rubrik verzeichnet einen Ausschnitt aus der zumeist
reichen Zahl von Zugehörigkeiten zu wissenschaftlichen, politischen und gesell-
schaftlichen Gremien sowie die vom Betreffenden selbst eingerichteten Stiftun-
gen. Die Auswahl bei den Kommissionen und Vereinen mußte sich auf die An-
gaben der biographischen Literatur beschränken, ist also notwendig zufällig. Die
Namensgebung der Gesellschaften wurde nicht vereinheitlicht, die Akademien
werden durchweg mit dem heute verwendeten Namen bezeichnet. Die Mitglied-
schaft in deutschen Akademien wurde mit Hilfe der Mitgliederverzeichnisse, so-
fern diese gedruckt vorliegen, nachgewiesen. Unberücksichtigt blieben die NS-
Mitgliedschaften und andere Parteimitgliedschaften, wenn nicht in dieser Funk-
tion öffentliche Ämter bekleidet wurden.

**Einvollständiges Verzeichnis der Rektoren. Prorektoren und Prokanzler findet sich in Bd. 1 (siehe
S. IX. Anm.) S. 183-196.

XIII
Die einschlägigen überregionalen Fachgesellschaften sind in der Frühzeit der
Universität bis 1900, soweit ermittelbar, durchgehend, im 20. Jahrhundert jedoch
nur noch dann aufgeführt, wenn es sich um neue Fächer handelt oder wenn be-
sondere Funktionen zu nennen waren. Unter den regionalen Fachgesellschaften
wurde eine Auswahl getroffen, die vor allem regionalgeschichtliche Aspekte
berücksichtigt. Die Aktivitäten sind, soweit Daten vorlagen, in chronologischer
Abfolge notiert. Eine Ausnahme von dieser Regel wurde allerdings dann gemacht,
wenn verschiedene Funktionen in derselben Gesellschaft ausgeübt wurden, da-
mit diese zusammenhängend genannt werden konnten.
Auch der Abschnitt Ehrungen bietet keine Vollständigkeit. In ihm werden
staatliche und akademische Ehrentitel, Ehrenmitgliedschaften, Ehrenbürgerschaf-
ten, Auszeichnungen ärztlicher Vereinigungen und nach dem Betroffenen be-
nannte Preise und Stiftungen, Straßenbenennungen in Erlangen, Ehrenzeichen
und andere Auszeichungen aufgeführt, die durch die Literatur oder durch ande-
re Quellen bekannt sind. Medizinische Eponyme, die durchaus auch als Ehrun-
gen gelten können, wurden nicht aufgenommen.
Die Schreibweise der Orden wurde vereinheitlicht. Nicht aufgeführt wurden
Orden und Auszeichnungen für die Teilnehmer der beiden Weltkriege und vom
nationalsozialistischen Regime verliehene Orden.
Unter dem Stichwort Portrait wird in der Regel auf öffentlich zugängliche
Sammlungen (z.B. auf die Rektorengalerie im Erlanger Schloss und die Portrait-
sammlung der UB Erlangen) verwiesen. Ist der Betreffende dort nicht abgebildet,
erfolgt ein Hinweis auf den Autor oder Herausgeber eines Werkes, das im fol-
genden Literaturverzeichnis (s. Lit.) genannt ist und ein Portrait enthält.
Die Rubrik Quellen listet jeweils zunächst die Signaturen der archivierten Er-
langer Akten auf, die für die Erstellung der Biographie verwendet worden sind,
sodann nennt sie die Gegenakten des Münchener Haupt-Staatsarchivs. In einzel-
nen Fällen wurde auch der Bestand des Stadtarchivs Nürnberg zu Rate gezogen.
Diesen Quellen schließt sich der Verweis auf den Aufbewahrungsort eines et-
waigen Nachlasses an.
Der Abschnitt Literatur bringt die wichtigste biographische Literatur zu dem
betreffenden Gelehrten in chronologischer Reihung. Primärliteratur wurde grund-
sätzlich, nicht zuletzt aus Gründen des Umfangs, nicht aufgenommen. Die bio-
graphische Literatur ist im Bereich der universitären Medizin außerordentlich reich;
es konnten daher, insbesondere bei berühmteren Persönlichkeiten, bei weitem
nicht alle existierenden Geburtstags-Artikel oder Nachrufe aufgenommen werden.
Die wichtigsten Auswahlkriterien waren der Informationsgehalt sowie die Streu-
ung nach Publikationsorganen. Bei den Zeitungsartikeln aus Anlaß von Geburts-
tagen wurde ebenfalls selektiv vorgegangen; so wurde die Lokal-Presse der Uni-
versitätsorte, in denen Professoren vor oder nach ihrer Tätigkeit in Erlangen ge-
wirkt haben, grundsätzlich nicht berücksichtigt.
Die Abkürzungen" (W)" und" (P)" hinter einem Titel machen auf ein dort ab-
gedrucktes umfangreiches oder vollständiges Werksverzeichnis bzw. Portrait auf-
merksam. War eine Schrift für mehrere Biographien relevant, so wird der Titel

XIV
verkürzt angegeben. Die genauen bibliographischen Daten können dann mit Hil-
fe des Literaturverzeichnisses ermittelt werden.
Die Notierungen verwendeter Leichenprogramme enthalten neben Autor, ver-
kürztem Titel und ]ahresangaben den Verweis auf das von Agnes Stählin erstell-
te Verzeichnis aller in Erlangen aufbewahrten Leichenprogramme. Die einzelnen
Programme lassen sich hierüber vollständig ermitteln. Ebenso wurde bei Gele-
genheitsgedichten, Glückwunschcarmina, Hochzeitscarmina, Trauercarmina und
Nachrufen verfahren.
Aus Kürschners Deutschem Gelehrtenkalender wurde jeweils nur der letzte
Eintrag notiert. Wo möglich, wurde zur Einsichtnahme in biographische Literatur
das Deutsche Biographische Archiv (DBA) benutzt. Der Sammelhinweis auf die
dort enthaltenen Auszüge erfolgt dann jeweils am Ende der Rubrik Literatur in
der Form: DBA Fiche-Nummer, Feld-Nummer.
Dieses Verzeichnis konnte nur durch die Unterstützung vieler Personen und
Institutionen erstellt werden, denen an dieser Stelle herzlich gedankt werden soll.
Allen voran gilt unser Dank dem Leiter des Erlanger Universitäts archivs, Herrn
Prof. Dr. Alfred Wendehorst, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Zu-
gang zu den Universitäts-Akten erleichtert und damit einen wesentlichen Teil der
Vorarbeiten zu diesem Band maßgeblich gefördert hat. Frau RA Elisabeth Rund
verdanken wir den Einblick in Archivalien aus dem Archiv der Medizinischen Fa-
kultät, durch die einige wichtige Lücken des übrigen Materials geschlossen wer-
den konnten. Herr Prof. Dr. Karl-Heinz Plattig, der Vorsitzende der Physikalisch-
Medizinischen Sozietät zu Erlangen, hat dankenswerterweise die Mitgliederlisten
der Sozietät ausgewertet und uns damit wertvolle Hilfe geleistet. Frau Dip1. Bibl.
Monika Kötter ließ uns Einsicht in das von ihr mitbearbeitete Manuskript des Ver-
zeichnisses der Erlanger Promotionen 1743 - 1885 nehmen; von ihrer Kenntnis
der Promotionsvorgänge haben wir in vielerlei Hinsicht profitiert. Bei der sehr
aufwendigen Datenaufnahme haben uns mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter
und studentische Hilfskräfte unterstützt. Stellvertretend für alle sei Frau Mason
Barnett, PhD, genannt, die sich insbesondere der gründlichen Auswertung von
Personalakten aus der früheren Zeit der Universität gewidmet hat. Herr Sebastian
Beck schließlich hat das Manuskript wiederum mit viel Umsicht und Geduld für
den Druck vorbereitet. Allen Beteiligten danken wir für ihre engagierte und wert-
volle Mitarbeit.
Der Druck auch dieses zweiten Bandes wurde durch eine großzügige Bewil-
ligung von seiten des Universitäts bundes der Universität Erlangen-Nürnberg er-
möglicht. Ihm sei dafür an dieser Stelle ebenfalls herzlich gedankt.

Erlangen, Februar 1999 Renate Wittern


Astrid Ley

XV
Medizinische Fakultät
Adam

Adam. Alfred Ludwig Friedrich Praktische Medizin in Danzig, seit 1928


1946 -1956 zugleich Staatlicher Kinderarzt der Säug-
geb: 13. Aug. 1888, Dahmsdorf/Bran- lings- und Kinderfürsorge im Freistaat
denburg und Gau Danzig. 1929 Gründung der
gest: 19. Sept. 1956, Hamburg-B1anke- Danziger Schule für Säuglings- und Kin-
nese derschwestern. seit 1929 auch leitender
Konf: eV.-Iuth. Arzt der Kinderseeheilstätte Zoppot.
Eltern: Hermann Adam, Oberbahnas- 1934 o. Professor für Kinderheilkunde
an der Staatlichen Akademie für Prakti-
sistent und Preußischer Regierungsrat.
und Minna Adam, geb. Woltermann sche Medizin in Danzig, 1938 Entlassung
aus dem Beamtenverhältnis und Nie-
Fam:verh. seit 1928 mit Elisabeth Dü-
derlassung als Kinderarzt in Danzig;
ring, zwei Kinder
1. Febr. 1946 kommissarischer Leiter der
Schule: bis 1908 Humanistisches Wil-
Kinderklinik in Erlangen, 1946 Ruf nach
helms-Gymnasium. KönigsbergiPr.
Hamburg abgelehnt, 16.Okt. 1946o. Pro-
Studium: seit 1908 Studium der Me- fessor für Kinderheilkunde und Direk-
dizin in KönigsbergiPr., München und tor der Kinderklinik, 31. Aug. 1956Emeri-
Berlin; 3. Mai. 1913Medizinisches Staats- tierung
examen und Approbation in Berlin
MitgJiedschaften: 1948 Physikalisch-
Akad. Grade: 10. Juni 1913 Dr. med ..
medizinische Sozietät. Erlangen; 1952
Berlin; 2. Nov. 1922 Habilitation für Kin-
Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft
derheilkunde, Heidelberg; 7. Mai 1924
für Kinderheilkunde; Deutsches Zentral-
Umhabilitierung nach Hamburg
komitee zur Bekämpfung der Tuberku-
Laufbahn: 1913 wiss. Assistent am In- lose; 1952 Deutsche Akademie der Na-
stitut für Experimentelle Therapie am All- turforscher Leopoldina; 1952 American
gemeinen Krankenhaus in Hamburg-Ep- Association of Pediatrics, Miami; 1953
pendorf; April bis Juli 1~14 Leiter der Exekutivkomitee der International Pe-
Tuberkulose-Forschungsa.bteilung am diatric Association; 1953 Leiter der deut-
Internationalen Gesundheitsamt in Je- sehen Delegation auf dem Internationa-
rusalem; 1914-1918 Kriegsdienst; 1.März len Pädiaterkongreß in Havanna (Kuba);
1919 Volontärassistent am Institut für wiss. Ausschuß zur Förderung der Hy-
Vegetative Physiologie in Frankfurt/M.; giene in der Milchwirtschaft; Gesellschaft
April 1920 wiss. Assistent an der Kin- für Volksgesundheit, München
derklinik in Heidelberg, Nov. 1922 Pri- Portrait: Erl. Tagblatt (s. Lit.)
vatdozent für Kinderheilkunde; I. April Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 18 Lit A (Val. I. m
1924 wiss. Assistent am Allgemeinen HStAM MK 43355 (1946-57)
Krankenhaus in Hamburg-Eppendorf, Literatur: _Professor Dr. Adam 65 Jahre-. In: Er!.
Mai 1924 Privatdozent für Kinderheil- Tagblattvom 13.8.1953 (P); Beck.Josef: Nachrufauf
kunde. Oberarzt an der Kinderklinik, 26. A1fred Adam. In: Sitzungsber. Phys.-med. Soz. Er-
langen 78 (1955-1957) S. 35-38; _Professor Dr. Al-
Juli 1927 Titel und Rang eines ao. Pro-
fred Adam verläßt Erlangen". In: Er!. Tagblatt vom
fessors; 5. Okt. 1928 Direktor der Kin- 15.9.1956 (p);Schamberger (1964) S. 88-92 (P);Thuss
derklinik der Staatlichen Akademie für (1969) S. 132-141 (\N); Wendehorst (1993) S. 240

3
Agassiz

Agassiz, Johann Peter Werner München und Erlangen; 18. März 1898
1791 -1792 Medizinisches Staatsexamen und Ap-
geb:29.Nov.1766,Erlangen probation in München
gest: 25. April 1792, Erlangen Akad. Grade: 24. Juni 1896 Dr. phil.,
Konf: frz.-ref. Erlangen; 30. Juli 1898 Dr. med., Würz-
Eltern: Jacob Franz Agassiz, Prediger, burg; 22. Juni 1901 Habilitation für Ge-
und Francisca Agassiz, geb. Ma1vieux burtshilfe und Gynäkologie. Erlangen
Fam:1edig Laufbahn: Frühjahr 1898 Volontäras-
Schule: Privatunterricht sistent. dann wiss. Assistent an der Chir-
Studium: seit ca. 1782 Studium der urgischen Abteilung des Allgemeinen
Medizin sowie der Mathematik und Phi- Krankenhauses in Hamburg-Eppendorf;
losophie in Erlangen Frühjahr 1899 wiss. Assistent an der Ge-
Akad. Grade: 22. Dez. 1785 Dr. med., burtshilflich-gynäko1ogischen Klinik in
Erlangen; 29. Dez. 1791 Venia legendi Erlangen, 22. Juli 1901 Privatdozent für
für Arzneikunde, Erlangen , Geburtshilfe und Gynäkologie, 1. Okt.
Laufbahn: 1785 Niederlassung als Arzt 1901Leiterdes Laboratoriums an der Frau-
in Erlangen, 29. Dez. 1791 Privatdozent enklinik, seit der Mitte des WS 1901/02
für Arzneikunde, 25. April 1792 ao. Pro- beurlaubt; Sept. 1902 o. Professor für Ge-
fessor für Arzneikunde burtshilfe und Gynäkologie in Santiago
Mitgliedschaften: Institut der Moral (Chile); 1909Prosektor am Anatomischen
und der schönen Wissenschaften, Er- Institut in München; 1911 Prosektor am
langen; 1782 Teutsche Gesellschaft, Er- Anatomischen Institut in Halle/S.; 1913
langen Prosektor am Anatomischen Institut in
Literatur: Engelhardt (1843) S. 255: VogeVEn- Kiel. Begründer des Anthropologischen
drill (1943) S. 31: Glaßer (1967) S. 96 (W) Instituts, 1921 o. Professor für Anatomie
DBA 8, 73-77: 1422, 155 (W) und Anthropologie und Vorstand des An-
thropologischen Instituts in Kiel
Aicbel, Otto Oscar Wilhelm Mitgliedschaften: 1899 Physikalisch-
1901 -1902 medizinische Sozietät, Erlangen; 1920
Deutsche Akademie der Naturforscher
geb:31. Okt. 1871, Concepci6n (Chile)
Leopoldina
gest: 31. Jan. 1935, Kiel
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. II Lit. A
Koni' eV.-luth. Litemtur.·Kolde (1910) S. 486. 516; .0000Aichel tu.
Eltern: Dr. med. Oswa1d Aichel, prak- In: Anthropologischer Anzeiger 12 (1935) S. 91-95:
tischer Arzt, später Consul in München, Ritterbusch (1940) S. 214; VogeVEndriß (1943) S. 38:
SaUer.Kari: Otto AicheI. In: NDB. Bd. I (1953) S. 116 rNJ
und Clementine Aichel, geb. Geisner
Fam:verh. mit Dora Timmermann, vier
Kinder Albrieb, Konrad
Schule:bis 1892 Humanistisches Gym- 1945 -1949
nasium, Celle geb: 17.6.1889, HermannstadtiSieben-
Studium: seit 1892 Studium der Me- bürgen
dizin und der Naturwissenschaften in gest: unbekannt

4
Angerer

Konf: eV.-Iuth. Fam: verh. seit 1911 mit Dr. med.


Vater: Carl Albrich. Gymnasialdirektor johanna Friederike Schwaan. zwei Kin-
Fam:verh. seit 1916 mit Maria Hager. der
drei Kinder Schule: Volksschule und bis 1902The-
Schule:bis 1907Konfessionelles Gym- resien-Gymnasium. München
nasium. Hermannstadt Studium: seit 1902 Studium zunächst
Studium: seit dem SS 1907 Studium der Naturwissenschaften. dann der Me-
der Medizin in Budapest. SS 1909 Mün- dizin in München; 1907 Medizinisches
chen. WS 1910/11 Kiel und SS 1911 bis Staatsexamen in München; 31. Dez. 1908
WS 1911112 wieder Budapest; 1912 Me- Approbation
dizinisches Staatsexamen in Budapest
Akad. Grade: 25. Febr. 1909 Dr. med ..
Akad. Grade: 1912 Dr. med .. Buda- München; 2. juni 1920 Habilitation für
pest; 1923 Habilitation für Augenheil- Hygiene und Bakteriologie. Erlangen;
kunde in Budapest 1923 Umhabilitierung nach München
Laufbahn: 1913-1914 Volontärassi-
Laufbahn: 1907 Medizinalpraktikant
stent an der Augenklinik in Wien; 1914-
am Hygienischen Institut. an der Chir-
1918 Kriegsdienst; 1919 wiss. Assistent
urgischen und an der I. Medizinischen
an der Augenklinik in Preßburg; 1920
Klinik des Allgemeinen Städtischen
wiss. Assistent an der Augenklinik in
Krankenhauses links der Isar in Mün-
Budapest und nach Übersiedelung der
chen sowie an der Abteilung für Im-
Universität in Pecs. 1923 Privatdozent
munitätsforschung und Experimentelle
für Augenheilkunde in Budapest. 1930
Therapie des Pharmakologischen Insti-
o. Professor für Augenheilkunde; Au-
tuts in BerUn; 1. Okt. 1909 wiss. Assi-
gust 1945 wiss. Assistent an der Au-
stent am Hygienischen Institut in Ber-
genklinik in Erlangen. 1. Sept. 1945 Pri-
lin; März 1911 Praktikant am Physiolo-
vatdozent für Augenheilkunde. 1. Nov.
gischen Institut und an der Bakteriolo-
1945 bis 31. Aug. 1949 Diätendozent;
gischen Untersuchungsanstalt in Mün-
Emigration nach Kanada
chen; April 1912 wiss. Assistent am Hy-
Mitgliedschaften: Heidelberger Oph-
gienisch-bakteriologischen Institut in
thalmologische Gesellschaft
Erlangen. 28. juli 1920 Privatdozent für
Quellen: UBE T. II Pos. 1 NT. 17 Lu. A
literatur: Thuss (1969) S. 38-41 (W) Hygiene und Bakteriologie; 15. jan.
1923 wiss. Assistent am Hygienischen
Institut in München. Privatdozent für Hy-
Angerer. Karl Benno Friedrich von giene und Bakteriologie mit Titel und
1920 -1923. 1929 -1945 Rang eines ao. Professors. WS 1928/29
geb: 20. Dez. 1883. Würzburg beurlaubt als Lehrstuhlvertreter für Hy-
gest: 23. April 1945. Erlangen giene und Bakteriologie in Erlangen; 1.
Konf: kath. Mai 1929 o. Professor für Hygiene und
Eltern: Ottmar Ritter von Angerer. o. Bakteriologie in Erlangen sowie Vor-
Professor für Chirurgie in München, und stand des Hygienisch-bakteriologischen
Anna von Angerer. geb. Fasolt In~tituts. zugleich erster Direktor der

5
Baeyer

Bakteriologischen Untersuchungsan- Krankenhauses in Breslau; 1929 Vo-


stalt, 1941 Ruf an die Medizinische Aka- lontärassistent an der Psychiatrischen
demie in Düsseldorf abgelehnt Klinik in Heidelberg, 1. Jan. 1931 wiss.
Mitgliedschaften: 1913 Physikalisch- Assistent; 1.Jan. 1934 Stipendiat am erb-
medizinische Sozietät, Erlangen und familienbiologischen Institut der
Portrait: Portraitsammlung der UBE Deutschen Forschungsanstaltfür Psych-
Quellen: UAE T. II Pos. I Nr. 13 Lit. A; ebd. iatrie in München; 1. April 1935 Eintritt
Goldenes Buch Nr. 154v. 155 Eintrag ohne Datum
in die Wehrmacht, seit 1. Okt. 1935 Lei-
Literatur.-jahrbuch der Ludwlg-Maximillans-Unl-
versltätMünchen 1919-1925. München 1925. S.167, ter der Nervenabteilung im Standortla~
Jahrbuch 1925/26. München 1926, S. 53; VogeIlEn- zarett in Nürnberg, 1939-1945 Kriegs-
drlß (1943) S. 41, 84. 101; Eyer, Hermann und Bla- dienst, 24. Aug. 1945Entlassung aus dem
sius Freytag: Karl Angerer zum Gedächtnis. In:
Heeresdienst; 15. Sept. 1945 Vorstand
Münch. Med. Wschr. 97 (1955) S. 1598f. (P); Pltt-
roff (1964) S. l09f.; Berwind (1968) S. 56-60 (W); der Psychiatrischen und Nervenklinik
Gräf/Braun (1986) S. 24-29; Wendehorst (1993) der Städtischen Krankenanstalten in
S. 220; Wittern (1993) S. 386f., 389f .. 393. 396 Nürnberg, WS 1945/46 Lehrauftrag für
Psychiatrie in Erlangen, 8. Jan. 1947 Pri-
vatdozent für Psychiatrie und N~uro-
Baeyer, Walter Ritter von
Jagie, 24. März 1948 apl. Professor, 1.
1945 -1955
April bis 10. Juli 1949 beurlaubt für ei-
geb: 28. Mai 1904, München
nen Studienaufenthalt in den USA; 1.
gest: 26. Juni 1987. Heidelberg
Nov. 1955 o. Professor für Psychiatrie
Konf: eV.-luth.
und Neurologie in Heidelberg und Di-
Eltern: Hans Ritter von Baeyer. o. Pro- rektor der Psychiatrischen und Neuro-
fessor für Orthopädie in Heidelberg, und logischen Klinik, 1973 Emeritierung
Hildegard von Baeyer, geb. Merkel
Mitgliedschaften: 1938 Physikalisch-
Fam:verh. mit Wanda von Katte, Kinder
medizinische Sozietät, Erlangen; seit
Schule: 1910-1913 Privatschule und
1939 Bekennende Kirche; Mitglied des
1913-1918 Theresien-Gymnasium, Mün-
Exekutivausschusses der World Federa-
chen; 1918-1922Gymnasium, Heidelberg
tion for Mental Health; Vorsitzender des
Studium: 1922-1927 Studium der Me-
.Aktionsausschusses zur Verbesserung
dizin in Heidelberg, München und Ber-
der Hilfe für psychisch Kranke"; 1966-
lin; 1927 Medizinisches Staatsexamen in
1971 Vizepräsident der Psychiatrischen
Heidelberg
Weltvereinigung
Akad. Grade: 1928 Dr. med., Heidel-
Portrait: Schettler (s. LU.)
berg: 10.Apri11946Habilitation für Psych- Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 60 Lit..B
iatrie, Erlangen HStAM MK 43382 (1946-55)
Laufbahn: 1927 Medizinalpraktikant Literatur: FS zum 60. Geburtstag von Herrn Pro-
an der Psychiatrischen Klinik in Hei- fessor Dr. Walter Ritter v. Baeyer. Frelburg/Br.
delberg und an der Medizinischen Kli- 1965 (= ]b. für Psychologie. Psychotherapie und
Medizinische Anthropologie 12 (I965] H. 1-3) (P);
nik in Düsseldorf; 1928 Volontärassistent
Gemeth (1969) S. 43-64 (W); Eulner (1970) S. 675;
an der Neurologisch-neurochirurgi- Pongratz. Ludwig]. (Hg.): Psychiatrie In Selbst-
schen Abteilung des Wenzel-Hancke- darstellungen. Bern 1977, S. 9-34; Schettler. Gott-

6
Bauer, H.

hard (Hg.): Das Klinikum der Universität Heidel- Medizin in Gießen. Katalog. Gießen 1983. S. 169:
berg und seine Institute. Berlin u.a. 1986. S. 225 Kürschner 16 (1992) S. 125
(Emeriti) (P); Avenarius. R.: In memoriam Walter
v. Baeyer. In: Der Nervenarzt 59 (1988) S. 63-65
Bauer, Helmut Friedrich
1944 -1945, 1957 -1972
Barth, Gunther Karl Albert
geb: 14. Jan. 1907, Innsbruck
1952 -1960
gest: 18. Febr. 1986, Erlangen
geb: 19. Aug. 1915, Zwickau/Sachsen
Eltern: Wilhelm Bauer, Verwaltungs-
gest: 15. März 1988, Gießen
angestellter, und Frieda Bauer, geb. Am-
Koni' eV.-Iuth.
mann
Eltern: Dr. jur. Georg Barth, Landge-
Fam:verh. seit 1932mitJohanna Posch,
richtsdirektor. und Toni Barth. geb. Thiele
zwei Kinder
Fam:verh. seit 1945 mit Dr. med. Erika
Woitaschek Schule: 1913-1917 Volksschulen, Steyr
und Bregenz; 1917-1919 Humanisti-
Schule: 1922-1926 Volksschule und
sches Gymnasium, Bregenz; 1919-1925
1926-1935 Humanistisches Gymnasium,
Humanistisches Gymnasium, Innsbruck
Zwickau
Studium: 1935-1940 Studium der Me- Studium: 1925-1931 Studium der Me-
dizin und der Naturwissenschaften in dizin in Innsbruck; 1931 Medizinisches
Frankfurt/M., München und Leipzig; 27. Staatsexamen in Innsbruck
Mai 1940 Medizinisches Staatsexamen Akad. Grade: 18. Juli 1931 Dr. med.,
und Approbation in Leipzig Innsbruck; 26. Juli 1943 Habilitation
Akad. Grade: 30. Mai 1940 Dr. rer. für Haut- und Geschlechtskrankheiten,
nat., München; 1. Nov. 1941 Dr. med., Erlangen
Leipzig; 14. Juni 1952 Habilitation für Laufbahn: 1. Nov. 1931 Medizinal-
Strahlenheilkunde und Physikalische the- praktikant an der Psychiatrischen und
rapie, Erlangen Neurologischen Klinik in Innsbruck, seit
Laufbahn: 1935 Arbeitsdienst; Juni 1.Juni 1932 an der Kinderklinik, 15.Nov.
1940 wiss. Assistent an der Medizini- 1932 Volontärassistent an der Ohrenkli-
schen Klinik in Erlangen, 1. Aug. 1948 nik, 1.Juni 1933 Volontärassistent an der
LeiterderneuenStrahlentherapeutischen Chirurgischen Klinik, 1. März 1934 in
Abteilung, 6. Aug. 1952 Privatdozent für gleicher Eigenschaft an der Augenkli-
Strahlenheilkunde und Physikali- nik, seit 1. Juli 1934 an der Kinderklinik
scheTherapie, 14. Aug. 1958 apl. Pro- und 1. Sept. 1934 bis 1. Aug. 1935 an
fessor; 1.Okt. 1960 o. Professor für Strah- der Frauenklinik in Innsbruck; 6. Sept.
lenheilkunde und Direktor der Wilhelm- 1935 wiss. Assistent an der Klinik für
Conrad-Röntgenklinik in Gießen, 28. Haut- und Geschlechtskrankheiten in
Febr. 1982 Emeritierung Erlangen, 22. Juni 1936 Verleihung der
MitgJiedschaften: Royal Society afMe- deutschen Staatsbürgerschaft, 11. April
dieine, Landon 1944 Privatdozent für Haut- und Ge-
Literatur: Hagel (1968) S. 126-133 WV>;Minkow schIechtskrankheiten,1939-1945Kriegs-
(1976) passim (W); Benedum, Jost: 375 Jahre dienst und bis Juni 1946 amerikanische

7
Bauer, K.-F.

Kriegsgefangenschaft, 8. Mai 1945 Ent- praktikant an der Medizinischen Klinik


lassung durch die Militärregierung, 1948- in Leipzig, 1. April 1930 wiss. Assistent
1949 Werksarzt der Firma Paul Gossen am Anatomischen Institut; 1. April 1935
und Co. in Erlangen, 1949 Niederlassung wiss. Assistent am Anatomischen Insti-
als Facharzt, 1. Juli 1957 Wiederernen- tut in Berlin, 10. Juni 1936 Privatdozent
nung zum Privatdozenten, 30. Jan. 1963 für Anatomie; 1. Nov. 1937 Gastassistent
apl. Professor und Oberarzt, 1972 Ver- am Rockefeller Institute for Medical Re-
setzung in den Ruhestand search in New York; 1. Febr. 1938 Vo-
MitgJiedschaften: 1939 Physikalisch- lontärassistent, seit 1. März 1939 wiss.
medizinische Sozietät, Erlangen; 1957 Assistent am Anatomischen Institut und
Groupe Internationale d'Etude de la Privatdozent für Anatomie in München,
Trichomonase Humaine; Medizinische 1942 Titel und Rang eines ao. Profes-
Gesellschaft zum Studium der Fertilität sors, 1944 Forschungsauftrag über Ge-
und Sterilität Urogenitaler Trichomoniasis webezüchtung durch den Reichsfor-
Portrait: Erl. Tagblatt (s. Lit.) schungsrat, 20. Dez. 1945 Entlassung
Quellen: HStAM MK 54213 (1941-63)
durch die Militärregierung; 1. Juni 1947
Literatur: Kürschner 10 (1966) S. 91; .Prof. Dr. '
Helmut Bauer 60 Jahre". In: Er!. Tagblatt vom Lehrstuhlvertretung für Anatomie in Er-
14.115.1.1967 (P); Thuss (1969) S. 58-65 (W); Uni- langen, 1. Nov. 1948 o. Professor für
Kurier. N.F. Nr. 68/69 (1986) S. 134 Anatomie und Vorstand d~s Anato-
mischen Instituts einschließlich dessen
Histologischer Abteilung, 1966 Ruf nach
Bauer, Karl-Friedrich Italien abgelehnt, 30. Sept. 1972 Emeri-
1947 -1974 tierung, noch bis 31. März 1974 eigene
geb: 21. Juni 1904, MylauNogtland Lehrstuhlvertretung
gest:21. Aug. 1985, Peschieradel Garda MitgJiedschaften: 1949 Physikalisch-
Eltern: Gustav Karl Bauer, Oberleh- medizinische Sozietät, Erlangen, 1954-
rer, und Margarete Bauer, geb. Böttrich 1956 stellvertretender Vorstand, 1956-
Fam:verh. seit 1943 mit Maria Berne-
1968 Vorstand
detta Tina Galli, keine Kinder; seit 1978 Ehrungen: 1961 Commendatore delI'
mit Maria-Lugia Marara, keine Kinder Ordine AI Merito della Repubblica Itali-
Schule: 1915-1924 Realgymnasium, ana; Ehrenmitglied der Dante-Gesell-
ReichenbachN ogtland schaft
Portrait: Uni-Kurier (s. Llt.)
Studium: 1924-1929 Studium der Me- r.
Quellen: UART. II Pos. 1 Nr. 73 Lit B (Val. II)
dizin in Würzburg und Leipzig; Juni 1929 HStAM MK 54217 (1937-85)
Medizinisches Staatsexamen in Leipzig; Literatur: .Prof. Dr. Karl F. Bauer 60 Jahre".
15. Juni 1930 Approbation In: Erl. Tagblatt vom 20./21.6.1964 (P); Kilischner
10 (1966) S. 92; Berwind (1968) S. 15-21 (W); .Prof.
Akad. Grade: 2. Aug. 1929 Dr. med., Dr. Bauer ist 65 Jahre alt'. In: Erl. Tagblatt vom
Leipzig; 10. Juni 1936 Habilitation für 21.122.6.1969 (P); Uni-Kurier. N.F. Nr. 57/58 (1984)
Anatomie, BerUn; 1939 UmhabUitierung S. 78f. (P). ebd. 65/66 (1986) S. 92 f" 107 (P); .Prof.
nach München Karl-Friedrich Bauer 80'. In: Er!.'Nachrichten vom
20.6.1984 (P); Haug, Herbert: In memoriarn Prof.
Laufbahn: 18. JUni 1929 Medizinal- Dr. med. Kar! Friedlich Bauer. In: Sitzungsoor.

8
Bäumler

Phys.-med. Soz. Erlangen N. F. 2.4 (1990) S. 29-


1867 auch Assistenzarzt am Viktoria-
32 (P)
parkhospital, 1870/71 Kriegsdienst in
Deutschland: 1. Nov. 1872 ao. Professor
Bäumler, Christian Gottfried Heinrich für Propädeutik in Erlangen, 1.Mai 1874
1872 -1874 o. Professor für Arzneikunde, Dia-
gnostik und Receptierkunde, SS 1874
geb: 13.Mai 1836,Buchau/Oberfranken
Lehrstuhlvertretung für Innere Medizin:
gest: 22. Nov. 1933, Freiburg/Br.
1. Okt. 1874 o. Professor für Arzneimit-
KonI: eV.-luth.
tellehre und Direktor der Medizinischen
Eltern: Wilhelm Christoph Sigmund
Poliklinik in Freiburg/Br., 1. Okt. 1876
Bäumler, Oberkonsistorialrat in Ans-
o. Professor für Spezielle Pathologie und
bach, und Elisabetha Maria Bäumler.
Therapie und Direktor der Medizini-
geb. Helferich
schen Klinik, 1888/89 Rektor, 1. Okt.
Fam: verh. seit 1882 mit Marie Rei-
1909 Emeritierung
mer, keine Kinder
Mitgliedschaften: Burschenschaft Mar-
Schule: seit 1842 Volksschule, Buchau; komannia; 1866 Royal College of Phy-
1846-1848 Privatunterricht; bis 1854 (Al- sicians. London, 1878 Fellow: 1872 Phy-
tes) Gymnasium. Nürnberg sikalisch-medizinische Sozietät, Erlan-
Studium: seit dem WS 1854/55 Studi- gen; Medizinische Gesellschaft, Frei-
um der Medizin in Erlangen, WS 1856/57 burg/Br.
Tübingen und WS 1857/58 bis SS 1858 Ehrungen: Ehrenmitglied des Vereins
wieder Erlangen; 1860 Medizinisches Deutsches Athenäum, London: 1909 Eh-
Staatsexamen in Erlangen; Dez. 1866 Ex- renbürger der Stadt Freiburg/Br.
amen des College ofPhysicians und eng- Portrait: Portraitsamrnlung der UBE
lische Approbation in London Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 21 Lit. B
Akad. Grade: 18. Febr. 1860 Dr. med .. Nachlaß: UB Freiburg/Br.
Erlangen Literatur: Treupel, G.: Christian Bäumler. In:
Münch.Med.Wschr.48 (1901) S.1538f. (W);Deut-
Laufbahn: WS 1858/59 Studienauf- sches Zeitgenossenlexikon (1905) Sp. 63f.; Zie-
enthalt in Berlin, März bisMai 1859 Stu- ler/Scheffer (1906) S. 99 (W); FS Phys.-med. Soz.
dienreise nach Prag und Juni bis Aug. Erlangen (1908) S. 72, 79; Kolde (1910) S. 417,
1859 nach Wien; März 1860 klin. Assi- 517; Christian G. H. Bäumler. In: Grate, Louis R.:
Die Medizin der Gegenwart in Selbstdarstellun-
stent an der Irrenanstalt auf dem Sach- gen. Bd. 7. Leipzig 1928, S. 1-50 ('N; P); Müller,
senberg bei Schwerin; Mai 1860 vertre- Ludwig Robert: Christian Bäumler. In: Münch. Med.
tungsweise klin. Assistent am Städti- Wschr. 77 (1930) S. 405; Thannhauser, Siegfried
schen Krankenhaus in Fürth: 1.Okt. 1860 ].: Christian Gerhardt (siel) Heinrich Bäurnler. In:
Dtsch. med. Wschr. 60 (1934) S. 1176-1180; Jamin
wiss. Assistent an der Medizinischen Po- (1943) S. 216; Vogel/Endriß (1943) S. 35; Pittroff
liklinik in Erlangen. April bis Sept. 1862 (1964) S. 161f.; Kovacsics (1967) S. 7-10 (W); Eul-
Studienreise nach Paris und Landon ner (1970) S. 624. 634; Südwestdeutsche Persön-
(staatliches Reisestipendium) ; Okt. 1863 lichkeiten. Bearbeitet von Heinrich Ihme. T. 1.
Stuttgart 1988, S. 35; Knevelkamp (1990) S. 74-76;
Hausarzt am deutschen Hospital in Lan- 5eidler (1991) S. 214 f., 502, 504, 523. 529 u. ö. (P)
don. Z7.Juli 1867 zudem Niederlassung DBA 48, 373-374 (P)
als praktischer Arzt in Landon sowie seit

9
Baur

Baur. Otto Albert Studium.' seit dem WS 1810/11 Studi-


1864 -1868 um der Medizin in Erlangen
geb: 28. Sept. 1834. Tübingen Akad. Grade: 3. Okt. 1814 Dr. med ..
gest: nach 1868 (Kolde) Erlangen
Konl' eV.-Iuth. Laufbahn: seit 1810 Gehilfe am Insti-
Vater: Dr. phi!. Ferdinand ehr. Baur. tutum clinicum in Erlangen. 1815 Nie-
Professor der Theologie in Tübingen derlassung als praktischer Arzt und bis
Studium: 1852-1857 Studium der Me- 1817 Gehilfe am Institutum chirurgicum;
dizin in Tübingen und Heidelberg (1858 1816 Niederlassung als Augenarzt in
Preisaufgabe der Medizinischen Fakul- Nürnberg; Juli 1822 wiss. Assistent am
tät gelöst); Herbst 1858 Medizinisches Institutum chirurgicum in Erlangen. Okt.
Staatsexamen in Tübingen 1825 bis Nov. 1826 dessen kommissari-
Akad. Grade: 1858 Dr. med .. Tübin- scher Leiter. 2. Nov. 1826 ao. Professor
gen; Frühjahr 1861 Habilitation für Ana- für Entbindungskunst unter Aufsicht
tomie. Tübingen der Fakultät. Begründer und seit 30. März
Laufbahn: Sommer 1858 Studienreis~ 1828 Direktor der Entbindungsanstalt
nach Wien; seit Herbst 1858 Volontär- Mitgliedschaften: Physikalisch-medi-
assistent sowie zeitweilig Vertreter einer zinische Sozietät. Erlangen; 1818 Deut-
wiss. AssistentensteIle am Anatomischen sche Akademie der Naturforscher Leo-
Institut in Berlin; 1860 Studienaufenthalt poldina
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 16 Lit. B; ebd. T.
inTriest (Blumenbach-Stipendiat); 1861 I Pos. 3 Nr. 350
Privatdozent für Anatomie in Tübingen; Literatur: Bayer. Anton: Erste Nachricht von der
4. März 1864Prosektor am Anatomischen Entbindungs-Anstalt der Königlichen Universität
Institut in Erlangen. zugleich Privatdo- Erlangen. Erlangen 1828; Callisen. Bd. 1 (1830)
S. 50n (W); Engelhardt (1843) S. 94, 132, 255;
zent für Anatomie
Reimlein (1843) S. l1lf.; Frommel (1901) S. 76f.;
Mitgliedschaften: 1863 Deutsche Aka- FS Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 24; Kolde
demie der Naturforscher Leopoldina; (1910) S. 307f., 517; Deuerlein (1928) S. 6-9; Hirsch.
1864Physikalisch-medizinische Sozietät. Bd. 1 (1929) S. 393f.; Meiler, Hans: Aus den An-
fängen der Frauenklinik in Erlangen. Diss. med.
Erlangen Erlangen 1941, bes. S. 16-22 (W); Vogel/Endriß
Quellen: UAE T. I Pos. 11 Nr. 80 (1943) S. 33; Heidacher (1960) S. 44. 50f., 171;
Literatur: Kolde (1910) S. 517; VogellEndriß Kirschner (1967) S. lU.; Kovacsics (1967) S. 10-
(1943) S. 35; Pittroff (1964) S. 17; Kovacsics (1967) 12 (W); Wittern (1993) S. 338
S. 5-7 (W)

Beck. Josef
Bayer. Philipp Anton 1946 -1960
1826 -1832 geb: 26. April 1891, München
geb: 19. Dez. 1791. Bamberg gest: 15. Juni 1966. Würzburg
gest: 11. Juni 1832. Erlangen Konl·kath.
Konf:kath. Farn: verh. seit 1920 mit Emily ver
Vater: Holzhändler Hees, keine Kinder
Farn: verh .. fünf Kinder Schule: 1897-190 1 Volksschule und

10
Dingel

1901-1910 Luitpold-Gymnasium, Mün- chopathologique des Langages, des Lan-


chen gues et de la Pensee, Paris; 1963 Korr.
Studium: 1910-1917 Studium der Me- Mitglied der Oto-Laryngologischen Ge-
dizin in München; 27. Mai 1917 Appro- sellschaft in Wien; Mitglied des Aus-
bation schusses zur Krebsbekämpfung bei der
Bayerischen Landesärztekammer
Akad. Grade: 16. Mai 1919 Dr. med.,
Ehrungen: 1916 Bayerisches König-
München; 8. Febr. 1926 Habilitation
Ludwig-Kreuz; Ehrenmitglied der Asso-
für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde,
ciation Fran<;aisepour I'Etude de la Pho-
München
nation et du Langage; 1954 Ehrenmit-
Laufbahn: 1910 Militärdienst; 1917- glied des Comite Directeur de l'Asso-
1918 Kriegsdienst; 1918/19 Volontär- ciation Fran<;aise,Paris; 1964 Bayerischer
assistent am Pathologischen Institut in Verdienstorden; 1966 Ehrenmitglied der
München, 1919 wiss. Assistent an der Deutschen Gesellschaft für Sprach- und
Hals-, Nasen- und Ohrenklinik des All- Stimmkunde
gemeinen Städtischen Krankenhauses Portrait: Schnalke (s. Lu.)
links der Isarin München, 8. Febr. 1926 Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 61 Lit. B
Privatdozent für Hals-, Nasen- und Oh- HStAM MK 43400 (1926-66)
renheilkunde, 22. Okt. 1930 Titel und Literatur: Münch. Med. Wschr. 78 (1931) S. 902;
Blümlein. Hans: Prof. Dr. Josef Beck 70 Jahre. In:
Rang eines ao. Professors, 1928Oberarzt, Zs. Laryng .. (...) 40 (1961) S. 303f.; ,Prof. Beck
1934 zeitweise stellvertretender Klinik- und Prof. Seiser 70 Jahre'. In: Er!. Tagblatt vom
leiter; 1934 Niederlassung als Facharzt in 26.4.1961 (P); ,Prof. Beck wird heute 75 Jahre'.
In: Erl. Tagblatt vom 26.4.1966 (P); Blümlein. Hans:
München, 1939-1940 Kriegsdienst; 1.Juli
Josef Beck zum Gedächtnis. In: Zs. Laryng., (...)
1946 Vertreter des Lehrstuhls für Hals-, 45 (1966) S. 703-705 (W); Kürschner 10 (1966)
Nasen- und Ohrenheilkunde in Erlangen, S. 110; ,Prof. Beck gestorben'. In: Er!. Tagblatt
28. Jan. 1948 o. Professor für Hals-, Na- vom 16.117.6.1966 (P); Weigand (1968) S. 36-42
(W); Watzek (1987) S. 82-86; Schnalke (1989)
sen- und Ohrenheilkunde und Direk-
S. 51-53 (P)
tor der Klinik für Hals-, Nasen- und Oh-
renkrankheiten, Wiedereröffnung der
Abteilung für Sprach- und Stimm- Dingel, Adolf Abraham Gustav
störungen, 30. April 1959 Emeritierung, 1940 -1945
noch bis 29. Febr. 1960 eigene Lehrstuhl- geb: 5. Juli 1901, Wuppertal-Barmen
vertretung gest: unbekannt
Mitgliedschaften: Mitglied des Wiss. Konl' evAuth.
Rates bei der Katholischen Akademie in Eltern: Gustav Adolf Bingel, Kauf-
Bayern; 1949 Physikalisch-medizinische mann, und Lisette Bingel, geb. Rockel
Sozietät, Erlangen; 1~54 Vorsitzender der Fam:verh. seit 1935mitDr. med. Elisa-
Arbeitsgemeinschaft für Praktische Au- beth Gättsche; verh. in 2. Ehe seit 1953
diornetrie und Hörerziehung; 1956 Pre- Schule: Volksschule und bis 1920
sident General adjoint pour l'Allemagne Gymnasium, Wuppertal-Barmen
de I'Haut-College international pour Studium: SS 1920 bis SS 1921 Studi-
I'Etude· Psychophysiologique et Psy- Um der Medizin in FreiburgIBr., seit dem

11
Birnmeyer

WS 1921/22 in Marburg/Lahn; 18. Juni loge am Brooke Army-Hospital Fort


1925 Medizinisches Staatsexamen in Sam. Houston. 1954 Chefarzt der Neu-
Marburg/Lahn; 1. Juli 1926 Approbation rologischen Abteilung des VA-Hospi-
Akad. Grade: 3. Mai 1930 Dr. med .. tals in Houston und Associate Profes-
Marburg/Lahn: 24. Mai 1939 Habilitati- sor of Neurology am College of Medi-
on für Psychiatrie und Neurologie. Er- cine der dortigen Baylor-University:
langen 28. Sept. 1957 Verleihung des Titels
.Dozent a.D." durch die Universität Er-
Laufbahn: 1. Juli 1925 Medizinal-
langen
praktikant an der Augenklinik in Mar-
Quellen: HStAM MK 54265 (1939-56)
burg/Lahn. 1. Okt. 1925 Medizina1prak- Literatur: Pittroff (1964) S. 226 f.: Gerneth (1969)
tikant an der Medizinischen Klinik; 1. bis S. 33-37 (yV)
31. Juli 1926 Vertretung einer Landarzt-
praxis in BrilonlWestfa1en; 10. Aug. 1926
klin. Assistent an der Medizinischen Ab- Birnmeyer. Georg Simon Hans
teilung des Bürgerhospitals in Frank- 1959 -1985
furt/M.; 1. Juli 1928 klin. Assistent an . geb: 24. Mai 1920, Sommersdorf/Mit-
den Städtischen Krankenanstalten in telfranken
Bremen. 16. Febr. bis 1. Mai 1931 beur- Koni: eV.-Iuth.
laubt an die Neurologische Abteilung Eltern: Georg Birnmeyer, Schulrektor,
des Allgemeinen Krankenhauses St. Ge- und Anni Birnmeyer. geb. Seybold
org in Hamburg; 16. Aug. 1931 Volon- Fam:verh. seit 1954 mitDr. med. Gretl
tärassistent am Physiologischen Institut Landgraf, ein Kind
in Leipzig; 1. Okt. 1931 klin. Assistent Schule:bis 1938 Humanistische Gym-
an der Neurologischen Abteilung des All- nasien, Regensburg und Fürth
gemeinen Krankenhauses St. Georg in Studium: seit dem WS 1938/39 Studi-
Hamburg. seit 1. Aug. 1934 kommissa- um der Medizin in Erlangen und Jena;
rischer Leiter der Neurologischen Ab- 28. Juli 1949 MedizinischesStaatsexamen
teilung; 1. Febr. 1935 wiss. Assistent an in Erlangen: 15. Jan. 1951 Approbation
der Neurologischen Klinik in Hamburg- Akad. Grade: 10. Juni 1950 Dr. med.,
Eppendorf; 1. März 1937 Oberarzt an Erlangen; 4. Dez. 1958 Habilitation für
der Psychiatrischen und NeIVenklinik in Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde. Er-
Erlangen. 29. Mai 1940 Privatdozent für langen
Psychiatrie und Neurologie, 16. Nov. Laufbahn: Sommer 1938 Arbeits-
1945 Entlassung durch die Militärregie- dienst, 1940-1947 Kriegsdienst und Ge-
rung; Nov. 1945 Mitarbeiter am Luft- fangenschaft; 1. Okt. 1949 Medizina1-
fahrtmedizinischen Stab der amerika- praktikant an der Klinik für Hals-, Na-
nischen Streitkräfte in Heidelberg. sen- undOhrenkrankheiten in Erlangen,
1946 im Rahmen der .Paper Clipp Ac- 1. Juli 1950 an der Chirurgischen Klinik.
tion" Auswanderung in die USA, 1947 1. Okt. 1950 Volontärassistent an der Kli-
Tätigkeit bei der US-Armee in Houston nik für Ha1s-, Nasen- und Ohrenkrank-
(Texas), seit 1950 beratender Neuro- heiten, 1. Mai 1954 wiss. Assistent, 9.

12
Blümlein

Febr. 1959 Privatdozent für Hals-, Na- der Medizinischen Klinik in Königs-
sen- und Ohrenheilkunde, 3. März berg/Pr., 1913 wiss. Assistent an der
1965 apl. Professor, 21. Juli 1966 leiten- Hals-, Nasen-und Ohrenklinik,1918Pri-
der Oberarzt; 5. Nov. 1970 Chefarzt an vatdozent für Hals-, Nasen- und Oh-
der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik der renheilkunde, 1925 Titel und Rang ei-
Städtischen Krankenanstalten in Heil- nes ao. Professors, Jan. 1928 Chefarzt
bronn, 31. Mai 1985 Versetzung in den der Hals-, Nasen- und Ohrenabteilung
Ruhestand des Diakonissenkrankenhauses der
MitgJiedschaften: 1957 Physikalisch- Barmherzigkeit in KönigsbergIPr. ;2. Okt.
medizinische Sozietät, Erlangen; Arbeits- 1945 Lehrstuhlvertreter für Hals-, Na-
gemeinschaft deutschsprachiger Audio- sen- und Ohrenheilkunde in Erlan-
logen und Neurootologen; Deutsche Ge- gen sowie kommissarischer Vorstand
sellschaft für Endoskopie und bildge- der Klinik für Hals-, Nasen- und Oh-
bende Verfahren e.V. renkrankheiten; 15. Mai 1946 Chefarzt
Quellen: HStAM MK 54267 (1958-73) an der Ohrenabteilung des Städtischen
Literatur:Weigand (1968) S. 69·73 0N); Schnalke Krankenhauses in Mannheim; 1. Sept.
(1989) S. 53f.; Kürschner 16 (1992) S. 268
1947 o. Professor für Hals-, Nasen- und
Ohrenheilkunde und Leiter der Oh-
Blohmke, Artur renklinik in Frankfurt/M., 31. Okt. 1955
1945 -1946 Emeritierung
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 58 Lit. B
geb: 13. Juni 1888, Neufahrwasser bei Literatur: Reichshandbuch. Bd. 1 (1930) S. 151;
Danzig Kürschner 7 (1950) Sp. 162; Eulner (1962) S. 25;
gest: 27. Febr. 1956, Frankfurt/M. Schnalke (1989) S. 51; Wendehorst (1993) S. 240
Konf: eV.-luth.
Vater: Fritz Blohmke, Versicherungs-
beamter
Blümlein, Hermann Franz Erich
Fam: verh .. zwei Kinder 1955 -1970
Schule: 1894-1897 Vorschule und bis geb: 18. Juni 1920, Coburg
1906 Städtisches Gymnasium, Rostock gest:27. Mai 1992,Ludwigshafen/Rhein
Studium: seit dem WS 1906/07 Studi- Konf: eV.-luth.
um der Medizin in KönigsbergIPr., WS Eltern: August Blümlein, Kaufmann,
1909/10 Berlin und seit dem 5S 1910 und Christiane Blümlein, geb. Günsch
wieder Königsberg/Pr.; 24.Juni 1912Me- Fam: verh. seit 1944 mit Enni Flor-
dizinisches Staatsexamen in Königs- schütz, zwei Kinder
berg/Pr.; 1913 Approbation Schule: 1927-1931 Grundschule und
Akad. Grade: 3. Febr. 1913 Dr. med., bis 1939 Gymnasium Casimirianum, Co-
KönigsbergIPr.; 1918 Habilitation für burg
Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kö- Studium: WS 1939/40 Studium der
nigsberg/Pr. Medizin in Erlangen, WS 1942/43 bis WS
Laufbahn: Sommer 1912 Medizinal- 1944/45 an der deutschen Karls-Univer-
praktikant an der Chirurgischen und an sität inPragund WS 1945/46 wieder in

13
Bock,].

Erlangen; 1. Aug. 1946 Medizinisches len. Nürnberg und Weissenburg/Sand;


Staatsexamen und Approbation in Er- Altes Gymnasium. Nümberg; 1892-1899
langen
Gymnasium. Schwäbisch Hall
Akad. Grade: 10. Aug. 1947 Dr. med ..
Studium: seit dem WS 1899/1900 Stu-
Erlangen; 19. Juli 1955 Habilitation für
dium der Medizin in Erlangen, WS
Hals-. Nasen- und Ohrenheilkunde. Er-
langen 1901/02 bis SS 1903 Studium der Zahn-
medizin in Breslau und seit dem SS 1904
Laufbahn: 1939 Arbeitsdienst. 1940-
wiederum der Medizin in Erlangen; Dez.
1945 Kriegsdienst; 1. Aug. 1946 Völon-
1903 Zahnmedizinisches Staatsexamen
tärassistent an der Inneren Abteilung des
in Breslau; 1904 Medizinisches Staats-
Bezirkskrankenhauses in Mosbach/Ba-
examen und Approbation als Arzt in
den; 1. Febr. 1947 Volontärassistent am
Erlangen; 30. Mai 1905 Approbation als
PathOlogisch-anatomischen Institut in Zahnarzt
Erlangen. seit 1. Febr. 1948 an der Hals-
. Nasen- und Ohrenklinik. 1. Dez. 1949 Akad. Grade: 7. Juni 1906 Dr. med ..
wiss. Assistent. 19. Aug. 1955 Privatdo' Erlangen; 11. Juli 1924 Habilitation (pv.)
zent für Hals-, Nasen- und Ohren- für Zahnheilkunde und Zahnerhaltungs-
heilkunde. 1. April 1956 Oberarzt. 11. kunde. Erlangen
Aug. 1961 apl. Professor; 1. April 1963 Laufbahn: 1904 wiss. Assistent am
Chefarzt der Hals-. Nasen- und Ohren- Zahnärztlichen Institut in Heidelherg; An-
klinik der Städtischen Krankenanstalten fang 1906Studienaufenthalt an der Penn-
in Luwigshafen/Rhein sylvania University in Philadelphia; April
Mitgliedschaften: 1957 Physikalisch- 1906 Niederlassung als Arzt und Zahn-
medizinische Sozietät, Erlangen; Deut- arzt in Nürnberg. 1913 bis 1914 zugleich
sche Gesellschaft für Plastische und Wie- Lehrtätigkeit als Hilfsassistent an der
derherstellungschirurgie Zahnärztlichen Poliklinik in Erlangen;
Ehrungen: 1961Dr. -Ludwig-Gebhard- 1914-1918 Kriegsdienst; 1921 wiederum
Preis der Oberfrankenstiftung Lehrtätigkeit in Erlangen. 21. Aug. 1924
Literatur:Weigand (1968) S. 65-68 (W); Schnal- Privatdozent für Zahnhellkunde. 1926
ke (1989) S. 53; Kürschner 16 (l992) S. 291 Studienreisen in die USA, 11. März 1929
Titel und Rang eines ao. Professors und
Bock, Julius Georg Leiter der Prothetisch-orthopädischen
Abteilung an der Zahnärztlichen Polikli-
1924 -1944, 1945 -1947
nik. 1937 Einrichtung der Abteilung für
geb: 6. Aug. 1878. Nümberg
Keramik. 6. Juli. 1938 Lehrauftrag für
gest: 5. Juni 1955, Nümberg
Zahnerhaltungskunde und bis 1939 lei-
Konf: eV.-luth.
ter der Abteilung für Zahnerhaltungs-
Vater: Dr. med. Georg Jakob Bock.
kunde. WS 1942/43 und SS1943beurlaubt
Zahnarzt
wegen Krankheit. 24. Jan. 1944 Entlas-
Fam: verh. seit 1906 mit Frida Koeber, sung auf eigenen Wunsch. 1. Sept. 1945
ein Kind
kommissarischer Leiter der KlinikundPo-
Schule: seit 1884 Vorbereitungsschu- liklinik für Zahn-. Mund- und Kiefer-

14
Bock, O.

krankheiten. 1. Sept. 1947 Versetzung in Medizin und der Zahnmedizin in Erlan-


den Ruhestand; Niederlassung als Zahn- gen, Wien und Würzburg; 1. Sept. 1941
arzt in Nümberg Medizinisches Staatsexamen und Appro-
Mitgliedschaften: 1899 Corps Onoldia, bation als Arzt in Würzburg; WS 1949/50
Erlangen; Kampfverband Stahlhelm; bis WS 1950/51 Fortsetzung des Studiums
1927Physikalisch-medizinische Sozietät. der Zahnmedizin in Erlangen; 28. April
Erlangen 1951 Zahnmedizinisches Staatsexamen
Ehrungen: 1951 Dr. med. dent. h.c., und Approbation als Zahnarzt in Erlangen
Erlangen Akad. Grade: 2. Sept. 1941 Dr. med.
Portrait: Witt (s. Lit.) und 5. Dez. 1952Dr. med. dent., Erlangen;
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 52 Lit. B 27. Nov. 1958Habilitationfür Zahn-, Mund-
HStAM MK 43433 (1924-53) und Kieferheilkunde, Erlangen
Literatur: ,Prof. Dr. Bock 65 Jahre'. In: Er!. neu-
este Nachrichten vom 11.8.1943; VogellEndriß Laufbahn: 1935 Arbeitsdienst, 1935-
(1943) S. 42: Winklmair. Otto: Prof. Dr. med. Juli- 1937 Militärdienst, 1939-1949 Kriegs-
us Bock 70 Jahre alt. In: Dtsch. zahnärztI. Zs. 3 dienst und sowjetische Kriegsgefangen-
(1948) S. 739f.; Peter. Karl: Julius Bock zum Ge- schaft; 1. Mai 1951 Medizinalpraktikant
denken. In: Dtsch. Zahnärzteblatt 9 (1955) S. 600;
Witt. Fritz H.: Die Zahnärztedynastie Bock-Nüm- an der Klinik und Poliklinik für Zahn-,
berg. In: Zahnärztl. Mitt.. (...) 49 (1961) S. 16-18 Mund- und Kieferkrankheiten in Erlan-
(p): Pittroff (1964) S. 246f.; Weigand (1968) S. 184- gen; 1.Sept. 1952Assistent in derzahnärzt-
187 0NJ: Rheinen. Uta: Die Zahnärztedynastie lichen Praxis von Julius Georg Bock in
Eduard August Moritz Bock (1812-1878). GeorgJa-
kobBock (1846-1921) und JuliusGeorgBock (1878- Nürnberg, 1. Okt. 1952 Übernahme der
1955). Diss. med. dent. München 1970. S. 115-156 väterlichen Praxis; 1. Mai 1953 wiss. As-
0NJ; Scheckel (1976) S. 8. 17f.; Kröncke (1984) sistent an der Klinik und Poliklinik für
S. 152 Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten in
Erlangen, 1957 stellvertretender Leiter
der Abteilung für Zahnerhaltung, SS1958
Bock.Oskar
Oberarzt, 18. Febr. 1959 Privatdozent für
1959-1979
Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde,
geb: 5. Juli 1915, Nürnberg
stellvertretender Leiter der Chirurgi-
gest: 28. Sept. 1979 (auf einer Aus-
schen Abteilung, 1. Sept. 1964 Konser-
landsreise)
vator, 7. April 1965 apl. Professor, 1967
Koni' eV.-luth.
Leiter der Spezialabteilung für Funktions-
Eltern: Dr. med. Julius Georg Bock,
diagnostik an der Klinik und Poliklinik
ao. Professor für Zahnheilkunde in Er- für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten
langen, und Frida Bock, geb. Koeber
Mitgliedschaften: Initiator und Vorsit-
Fam:verh. seit 1942mit Elisabeth Hag- zender der Arbeitsgemeinschaft für Funk-
genmiller, zwei Kinder; in zweiter Ehe tionsdiagnostik innerhalb der Deutschen
mit Ingeborg Goldmann Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kie-
Schule: Humanistisches Gymnasium, ferheilkunde; 1972 Präsident der Euro-
Nürnberg; bis 1935 Realgymnasium, pean Academy of Gnathology
Friedrichshafen Portrait: Uni-Kurier (s. Lit.)
Studium: seit dem SS 1937 Studium der Quellen:HStAM MK 54280 (1957-79)

15
Bodeehtel

Literatur: Weber (1961) S. 28; Witt, Fritz H.: Die der Medizinischen Klinik in Erlangen.
Zahnärztedynastie Bock-NÜfnberg. In: Zahnärzt!'
23. März 1932 Privatdozent für Innere
Mitt., C..) 49 (1961) S. 16-18 (P); Weigand (1968)
S. 188-190 (W); Scheckel (1976) S. 9, 21; .Prof. Dr. Medizin und Neurologie; SS 1935Wiss.
Oskar Bock starb unerwartet". In: Er!.Tagblatt vom Assistent an der 11.Medizinischen Kli-
5.10.1979; Uni-Kurier. N.F. Nr. 28/29 (1980) S. 58 nik in München; Nov. 1935 Oberarzt an
(P)
der Neurologischen Klinik in Hamburg-
Eppendorf. Titel und Rang eines ao. Pro-
Bodeehtel, Gustav fessors; 1938 Chefarzt der Inneren Ab-
1932 -1935 teilung des Städtischen Krankenhauses
geb: 17. März 1899, Nümberg Nord in Dortmund. Aug. 1938 Titel und
Rang eines ao. Professors an der Medi-
gest: 10. Juli 1983. München
zinischen Akademie in Düsseldorf; Juni
Eltern: Fritz Bodechtel. Fabrikant. und
1940 o. Professor an der Medizinischen
Lina Bodechtel
Akademie in Düsseldorf und Direktor
Fam: verh., Kinder
der 11. Medizinischen Klinik und Poli-
Schule: bis 1919 Realgymnasium.,
klinik, 1943 vorübergehend kommissa-
Nümberg
rischer Leiter der 1. Medizinischen Kli-
Studium: seit dem WS 1919/20 Studi-
nik, April 1946 Entlassung durch die Mi-
um der Medizin und der Naturwissen-
litärregierung. Sept. 1946 Wiederernen-
schaften in Erlangen und München; Dez.
nung zum o. Professor und zum Direk-
1924 Medizinisches Staatsexamen in Er-
tor der II. Medizinischen Klinik. 1950/51
langen; Dez. 1925 Approbation
Rektor der Akademie; 1953 o. Professor
Akad. Grade: 28. Juli 1923 Dr. phi!..
für Innere Medizin und Neurologie so-
Erlangen; 14. jan. 1927 Dr. med .. Mün-
wie Direktor der II. Medizinischen Kli-
chen; 1. März 1932 Habilitation (Pv.) für
nik in München, 1967 Emeritierung.
Innere Medizin. Erlangen; 1935 Umha-
noch bis 1969 eigene Lehrstuhlvertre-
bilitierung nach Hamburg
tung und bis 1981 Leiter des von ihm
Laufbahn: Sommer 1923 kurzzeitig
begrundetenFriedrich-Bauer-Forschungs-
wiss. Assistent am Zoologischen Institut
instituts für Entzündliche Erkrankungen
der Philosophischen Fakultät in Erlan-
des Nervensystems
gen; Dez. 1924 Medizinalpraktikant an
der Gynäkologischen Poliklinik in Mün- MitgJiedschaften: 1932 Physikalisch-
chen. Dez. 1926 wiss. Assistent. zugleich medizinische Sozietät, Erlangen; 1966
Hospitant an der Neurohistologischen Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft
Abteilung der Deutschen Forschungs- für Innere Medizin. seit 1968 Ehrenmit-
anstalt für Psychiatrie und Neurologie. glied; Vorsitzender der Deuts~hen Ge-
Sept. 1927 wiss. Assistent an der Histo- sellschaft für Herz- und Kreislauffor-
pathologischen Abteilung der Deut- schung
schen Forschungsanstalt. März 1930 Ehrungen: 1962 Wilhelm·Erb-Denk-
kIin. Assistent an der Inneren Abteilung münze der Deutschen Gesellschaft für
des Städtischen Krankenhauses in Mün- Neurologie; Friedrich-von-Müller-Ge-
chen-Schwabing; Sept. 1931 Oberarzt an dächtnisplakette; Bayerischer Verdienst-

16
Borneff

orden; 1958 Ehrenmitglied der Societe Medizinisches Staatsexamen in Erlangen


Fran~aisede Neurologie; Großes Ver- Akad. Grade: 10. Jan. 1947 Dr. med.,
dienstkreuz vom Verdienstorden der Erlangen; 26. Jan. 1956 Habilitation für
Bundesrepublik Deutschland; Ehren- Hygiene und Bakteriologie, Erlangen
präsident der Deutschen Gesellschaft für Laufbahn: 1939-1945 Arbeits- und
Neurologie Kriegsdienst; 1. Febr. 1947 Volontäras-
Portrait: Portraitsammlung der UBE sistent am Pathologisch-anatomischen
Quellen: HStAM MK 54281 (1935-85) Institut in Erlangen. 16. Juli 1948 wiss.
Literatur: Münch. Med. Wschr. 79 (1932) S. 576;
Mitarbeiter an der Staatlichen Bakterio-
VogellEndrtß (1943) S. 44; Plttroff (1964) S. 143-
145; Hagel (1968) S. 99-103 (W); Bemsmeier, Ar- logischen Untersuchungsanstalt. 1.März
nold: Prof. Dr. phil. Dr. med. Gustav Bodechtel 1949wiss. Assistent am Hygienisch-bak-
zum 70. Geburtstag. In: Dtsch. med. Wschr. 94 teriologischen Institut in Erlangen. 25.
(1969) S. 563f. (P); Erbslöh, F.: Gustav Bodechtel
April 1956 Privatdozent für Hygiene
zum 70. Geburtstag. In: Med. Klinik 64 (1969)
S. 515f. (P); Bodechtel, Gustav: Lehr- und Wan- und Bakteriologie; 1.April 1961 o. Pro-
derjahre 1919-1939. In: Münch. Med. Wschr. 112 fessor für Hygiene und Direktor des Hy-
(1970) S. 77-82; Eulner (1970) S. 628, 633; Berns- giene-Instituts in Mainz. 31. März 1989
meier. Amold: Nekrolog Gustav Bodechtel. In:
Emeritierung
Dtsch. med. Wschr. 108 (1983) S. 1608f. (P); Gott-
stein, Ulrtch: In memortam Professor Dr. med. Dr. Mitgliedschaften: Deutsche Gesell-
phil. Gustav Bodechtel. In: Fortschritte der Medi- schaft für Geologie. Sektion Hydrogeo-
zin 101 (1983) S. 1630 (P); Schrader, Adolf: Gu- logie; Deutscher Verein für das Gas- und
stav BodechteI1899-1983. In: Münch. Med. Wschr.
Wasserfach (DVGW); Präsident der Ru-
125 (1983) S. 911 (P); Bernsmeier. Amold: Gustav
Bodechtel in memortam. In: Münch. Med. Wschr. dolf-Schülke-Stiftung. Norderstedt; Vor-
127 (1985) S. 264-269 (P); Struppler, Albrecht: Gu- sitzender des Arbeitskreises für Hygie-
stav Bodechtel (1899-1983) .In: Schliack, Hans und ne und Sauberkeit. Düsseldorf
Hanns Hippius (Hg.): Nervenärzte. Biographien.
Stuttgart, New York 1998. S. 67-74 (W; P)
Ehrungen: 1960Dr.-Ludwig-Gebhard-
Preis der Oberfrankenstiftung; 1975 und
1988 Hans-Klenk-Preis; 1979Franz-Röd-
Borneff. Joachim OUo ler-Preis; 1990 Bunsen-Pettenkofer-Ta-
1956 -1961 fel des DVGW; 1990 Rudolf-Schülke-
geb: 2. Okt. 1920. Coburg Preis der Rudolf-Schülke-Stiftung. Nor-
Konf: eV.-luth. derstedt; 1991 Verdienstkreuz 1. Klasse
vom Verdienstorden der Bundesrepu-
Eltern: Hugo Bomeff, Sparkassenlei-
blik Deutschland; 1993 Hygiene-Preis
ter, und Frieda Bomeff. geb. Bemdsen
der Rudolf-Schülke-Stiftung. Norderstedt
Fam: verh.seit 1946 mit Margarete
Literatur:Berwlnd (1968)S. 87-91 (W):Kürschner
Sieges. zvveiKinder 17 (1996) S. 135
Schule: 1927-1931 Grundschule und
1931-1939 Oberrealschule. Coburg
Studium: seit demWS 1939/40 Studi-
um der Medizin in Erlangen. WS 1942143
bis WS 1944/45 Würzburg und WS
1945/46· wieder Erlangen; 6. Juli 1946

17
Brackertz

Brackertz, Wilhelm richtsrat, und Wilhelmina Braun, geb.


1936 -1937 Seibert
geb:20. Sept. 1899,Mönchen-Gladbach Farn: verh., drei Kinder
gest: 25. März 1956, Herford Schule: 1930-1938 Humanistisches
Konl·kath. Gymnasium, Speyer
Eltern: August Brackertz und Marie Studium: 1940 Studium der Medizin
Brackertz, geb. Bock in Frankfurt/M., 1940-1945 Heidelberg;
Farn: verh. seit 1937 mit Lieselotte 1.Okt. 1946 Medizinisches Staatsexamen
Kürble, zwei Kinder; seit 1947mit Helene und Approbation in Heidelberg
Huppertz Akad. Grade: 29. Juli 1946 Dr. med.,
Schule: bis 1918 Gymnasium, Mön- München; 3. Dez. 1953 Habilitation für
chen-Gladbach Kinderheilkunde, Heidelberg; 7.Mai 1955
Studium: seit 1918 Studium der Me- Umhabilitierung nach Erlangen; 20. Juli
dizin in Marburg/Lahn, Gießen und 1964 Umhabilitierung nach Tübingen
München; 1923 Medizinisches Staatsex- Laufbahn: 1938-1945 Arbeits-, Militär-
amen in München; 1. Jan. 1925 Appro-' und Kriegsdienst; Juni 1945 Volontäras-
bation sistent an der Kinderklinik in Heidel-
Akad. Grade: 1923 Dr. med., Mün- berg, 1. März 1950 Gastassistent am Hy-
chen; 1936 Habilitation für Chirurgie, Er- gienischen Institut, seit 1. März 1951 an
langen der Medizinischen Poliklinik, 1. Sept.
Laufbahn: 1. Jan. 1925 klin. Assistent 1951 wiss. Assistent an der Kinderklinik,
an der Chirurgischen Abteilung des Ma- 3. Dez. 1953 Privatdozent für Kinder-
ria-Hilf-Krankenhauses in Mönchen- heilkunde in Heidelberg; 1. Mai 1955
Gladbach; 15. Sept. 1928 wiss. Assistent Oberarzt an der Kinderklinik in Erlan-
am Pathologischen Institut in Würzburg; gen, 27. Juli 195.5Privatdozent für Kin-
1. Okt. 1930 Volontärassistent an der derheilkunde, 7. März 1960 apl. Pro-
Chirurgischen Klinik in Erlangen, 1.März fessor; 1. April 1961 Chefarzt der Kin-
1931 wiss. Assistent, 1936 für Chirur- derklinik des Städtischen Krankenhau-
gie habilitiert, doch nicht zum Dozen- ses in pforzheim, 29. Sept. 1964 apl. Pro-
ten ernannt, 31. Juli 1937 aus der Klinik fessor in Tübingen, 1984 Versetzung in
ausgeschieden; 1.Okt. 1937 Chefarzt der den Ruhestand; 1984 Niederlassung als
Chirurgischen Abteilung des Katholi- Kinderarzt in Pforzheim, 1994 Ruhestand
schen Krankenhauses in Herford
Mitgliedschaften: 1959 Physikalisch-
Quellen: HStAM MK 54297 (1936-39)
Literatur: Heldacher (1960) S. 170, 177 medizinische Sozietät, Erlan~en; Korr.
Mitglied der Schweizer Gesellschaft für
Pädiatrie; Gesellschaft für Pädiatrische
Braun, Ottheinz Gastroenterologie; Ethikkommission der
1955 -1964 Landesärztekammer Baden- Württem-
geb: 18. Mai 1919, Speyer/Rhein berg
Konl' eV.-Iuth. Ehrungen: 1985 Verdienstkreuz am
Eltern: Dr. jur. Fritz Braun, Amtsge- Bande vom Verdienstorden der Bun-

18
Brock

desr~publik Deutschland; 1987 Ernst- gen in Duisburg. Kaiserslautern und Gel-


von-Bergmann-Plakette der Bundesärz- senkirchen; 1. Mai 1909 klin. Assistent
tekammer am Lungensanatorium in Schömberg/
Quellen: HStAM MK 54302 (1955-64) Schwarzwald; 1. Okt. 1909 kIin. Assi-
Literatur: Reichel (1968) S. 64-76 01'1); Win- stent am Lungensanatorium in Kirch-
dorfer. Adolf: Universitäts-Kinderklinik Erlangen
1907 bis 1977. In: Der Kinderarzt 16 (1985) S. 73-
seeon; 1. Juli 1910 wiss. Assistent an der
80. hier S. 79; Kürschner 17 (1996) S. 146 Abteilung für Ohren-. Nasen- und Kehl-
kopfkrankheiten an der Chirurgischen
Klinik in Erlangen. 3. April 1913 Privat-
Brock. Wilhelm Christian dozent für Ohren-, Nasen- und Kehl-
1913 -1934 kopfbeilkunde, Mai und Juni 1913 be-
geb: 26. Dez. 1880. Rappershausen/ urlaubt für einen Studienaufenthalt in
Unterfranken Berlin. 26. Juni 1916 Oberarzt an der
gest: 19. März 1934. Erlangen neuen Klinik für Hals-. Nasen- und Oh-
Konf: eV.-Iuth. renkrankheiten. 9. April 1918 Titel und
Eltern: Christian Brock. Pfarrer. und Rang eines ao. Professors. Nov. 1921
Auguste Brock. geb. Gast Errichtung und Leitung einer Abteilung
Fam: verh. seit 1912 mit Elisabeth für Sprach- und Stimmstörungen an der
Götz. keine Kinder Klinik für Hals-. Nasen- und Ohren-
Schule: Volksschule. Brunn/Kreis Ans- krankheiten. 1. April 1922 Lehrauftrag
bach; Lateinschule. Windsbach/Mittel- über Funktionelle Stimmstörungen. Jan.
franken; 1896-1900 Gymnasium Frideri- bis Mai 1925 beurlaubt zur Einrichtung
cianum. Erlangen eines Laboratoriums für Pathologische
Studium: seit dem WS 1900/01 Studi- Histologie an der OhrenkIinik der Cha-
um der Medizin in Erlangen; SS 1905 rite in Berlin. 1. Mai 1929 o. Professor
Medizinisches Staatsexamen und Ap- für Ohren-. Nasen- und Kehlkopfheil-
probation in Erlangen kunde in Erlangen und Direktor der Kli-
Akad. Grade: 6. Nov.:1907 Dr. med .. nik für Hals-. Nasen- und Ohrenkrank-
Erlangen; 11. Juli 1912 Habilitation für heiten
Hals-. Nasen- und Ohrenheilkunde. Er- Mitgliedschaften: 1913 Physikalisch-
langen medizinische Sozietät. Erlangen
Laufbahn: Sommer 1905 Volontäras- Ehrungen: Bayerisches König-Lud-
sistent an der Abteilung für Ohren-. Na-
wig-Kreuz
sen- und Kehlkopfkrankheiten an der Portrait: Portraitsarnmlung der UBE
Chirurgischen Klinik in Erlangen. 1.Sept. Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 43 Lit. B; ebd.
1906 wiss. Assistent: 1. April 1907 wiss. Goldenes Buch Nr. 106 Eintrag vom 25.8.1918
Assistent an der Ohrenabteilung des Ru- HStAM MK 43465 (1912-34)
dolf-Virchow-Krankenhauses in Berlin: Literatur: Richter. Hellmuth: Dr. med. Wilhelm
1. Aug. 1907 Privatassistent bei einem Brock. In: Universitätsbund Erlangen. Jahresbe-
richt 1933. S. 8-11 (P); ders.: Wilhelm Brock. In:
Facharzt für Ohren-. Nasen- und Kehl- Münch. Med. Wschr. 81 (1934) S. 605: ders.: Wil-
kopfkrankheiten in Nürnberg: seit dem helm Brock zum Gedächtnis. In: Zs. Laryng.. (...)
15. April 1908 Facharzt-Praxisvertretun- 25 (1934) S. 155-157 (P); ders.: Wl1helm Brock

19
Bronisch

zum Gedächtnis. In: Zs. Hals-Nas.- Ohr.hk .. (...) und Neurologie. 29. März 1955 apl. Pro-
35 (1934) S. Vf.; VogeVEndriß (1943) S. 40, 89;
Plttroff (1964) S. 95-97; Weigand (1968) S. 27-31 fessor; 15.Dez. 1955VorstandderPsych-
(W); Watzek (1987) S. 53-67 (P); Schnalke (1989) iatrischen und Nervenklinik der Städti-
S. 39-43 (P) schen Krankenanstalten in Nümberg.
1968 Ruf nach Mainz abgelehnt. 1. März
1977 Versetzung in den Ruhestand; seit
Bronisch. Friedrich Wilhelm Immanuel
dem 1. April 1960 zugleich Privatdozent
Krafft Treuenfels
und apl. Professor für Psychiatrie und
1960 -1977
Neurologie in Erlangen
geb:4. Febr. 1912. Wuppertal-Barmen
Mitgliedschaften: 1952 Mitbegründer
gest: 23. Juli 1992. Nümberg
der Multiple-Sklerose-Gesellschaft; Mit-
Konf: eV.-Iuth.
glied der Arbeitsgruppe Neuroradiolo-
Eltern: Gotthilf Bronisch. Superinten-
gie in der Weltvereinigung Neurologie
dent, und Margarete Bronisch, geb. von
Portrait: Uni-Kurier (s. Lit.)
Homeyer Literatur: Uni-Kurier. N.F. Nr. 9 (1976) S. 32f.
Fam: verh. seit 1939 mit EIsa Freiin. (P). ebd. Nr. 14 (1977) S. 40 f. (P); .Friedrich
von Ketelhodt. drei Kinder Bronisch65Jahre". In: Er!.Tagblattvom5./6.2.I977
Schule: bis 1927 Humanistisches Gym- (P); Bronisch. Friedrich Wilhelm: 50 Jahre Psych-
iatrie und Neurologie aus persönlicher Sicht. In:
nasium. Züllichau bei Mark/Nordrhein- Meilensteine der Nervenheilkunde (= Sitzungsber.
Westfalen Phys.-med. Soz. Erlangen N.F. 2.2 [1987))S. 27-48;
Studium: seit 1927 Studium der Me- Kürschner 16 (1992) S. 414
dizin in KönigsbergiPr.. Göttingen,
Innsbruck und BerUn; 14. Dez. 1935
Buchaly. Julius Felix
Medizinisches Staatsexamen in Berlin;
1. Jan. 1937 Approbation 1932 -1940
Akad. Grade: 8. Mai 1937 Dr. med .. geb:26. Mai 1898. Mönchen-Gladbach
BerHn; 19. Jan. 1950 Habilitation für gest: 20. Juli 1970. Westfeld/Sauerland
Psychiatrie und Neurologie. Heidelberg; Konf: kath.
Dez. 1959 Umhabilitierung nach Erlan- Eltern: Felix Buchaly. Webereibesit-
gen zer, und Emilie Buchaly. geb. Heynen
Laufbahn: seit 1. Jan. 1937 Volon- Fam:verh. seit 1928 mit Maria Mesch,
tärassistent an der Neurologischen Kli- keine Kinder; verh. in zweiter Ehe
nik und an der I. Medizinischen Klinik Schule: 1905-1909 Volksschule und bis
der Charite in BerHn. 1. Sept. 1939 Vo- 1916 Humanistisches Gymnasium. Mön-
lontärassistent an der Kuranstalt West- chen-Gladbach. 1917 Abitur
end; Sept. 1940 bis Nov. 1945 Kriegs- Studium: seit Jan. 1919 Studium der
dienst und amerikanische Kriegsgefan- Medizin in Bonn, WS 1920/21 bisSS 1923
genschaft; 15. Nov. 1945 wiss. Assistent München; 15. Juli 1923 Medizinisches
an der Psychiatrischen und Neurologi- Staatsexamen in München; 11.März 1925
schen Klinik in Heidelberg. Leitet der Approbation
Poliklinik und der Röntgenabteilung, 19. Akad. Grade: 17. März 1930 Dr. med .•
Jan. 1950 Privatdozent für Psychiatrie Würzburg; 31. Okt. 1932 Habilitation für

20
Bumm

Allgemeine Pathologie und Pathologi- Literatur: .Neuer Direktor im Nauwerck-Haus·.


sche Anatomie. Erlangen; 2. Dez. 1939 In: Allgemeine Ztg. Chemnitz vom 1.9.1934 (P);
VogeVEndriB (1943) S. 44; Pittroff (1964) S. 186 f.;
Umhabilitierung nach Leipzig Berwind (1968) S. 129f. (W); Kürschner 9 (1961)
Laufbahn: Jan. 1917 bis Dez. 1918 S. 237; Stein. Fritz: Julius Buchaly. In: Verh. der
Kriegsdienst; 15. Juli 1923 Medizinal- Dtsch. Pathologischen Gesellschaft 55 (1971)
praktikant an der Inneren Abteilung des S. 748f.; Künzel, Wolf: 100 Jahre Pathologie in
Chemnitz 1898-1998. Chemnitz 1998
Krankenhauses .Maria Hili in Mönchen-
Gladbach; 1. Dez. 1923 Medizinalprak-
tikant am Pathologischen Institut in Mün- Bumm. Anton Josef Rupprecht
chen, 15. Juli 1924 Volontärassistent, 1. 1888 -1896
April 1925 wiss. Assistent; 1. Sept. 1925 geb: 27. März 1849. Würzburg
klin. Assistent am Pathologischen Insti- gest: 13. April 1903, München
tut der Städtischen Krankenanstalten in Konf:kath.
Nürnberg, 1. Nov. 1927 wiss. Mitarbei-
Eltern: Kaspar Bumm, Taubstum-
ter am Bakteriologischen Laboratorium menlehrer, und Barbara Bumm, geb.
der Städtischen Krankenanstalten und
Gutbrod
an der Zweigstelle Nürnberg der Bak-
Fam: ledig
teriologischen Untersuchungsanstalt Er-
Schule: seit 1859 (Altes) Gymnasium.
langen; 1. Mai 1930 wiss. Assistent am
Würzburg
Pathologisch-anatomischen Institut in
Studium: seit 1867 Studium der Me-
Erlangen, 17. Nov. 1932 Privatdozent für
dizin in Würzburg; 8. März 1873 Medi-
Allgemeine Pathologie und Patholo-
zinisches Staatsexamen in Würzburg
gische Anatomie. Prosektor; 1. Sept.
1934 Direktor des Pathologisch-hygie- Akad. Grade: 16. Juli 1872 Dr. med.,
nischen Instituts der Stadt Chemnitz Würzburg
(Nauwerck-Haus), 2. Dez. 1939 zugleich Laufbahn: 31. Mai 1873 klin. Assistent
Privatdozent für Allgern.eine Pathologie an der Kreisirrenanstalt in Werneck!Un-
und Pathologische Anatomie in Leipzig, terfranken. Studienreisen nach Wien, Pa-
1940-1942 Kriegsdienst, 1945-1947 Be- ris und London (zweimaliger Staatssti-
trieb eines Pathologischen Privatlabors pendiat) , seit Frühjahr 1876 beurlaubt
in Chemnitz; 15. Aug. 1949 Prosektor wegen Krankheit; 1. Juli 1877 kIin. As-
und Vorstand des Pathologischen Insti- sistent an der Kreisirrenanstalt in Mün-
tuts am Rudolf- Virchow-Krankenhaus in chen; 14. Aug. 1883 kIin. Assistent an
Berlin, 1962 Versetzung in den Ruhe- der Kreisirrenanstalt in Erlangen; 1. Okt.
stand; 1962 Begründung eines privaten 1884 Direktor der niederbayerischen
Pathologischen Instituts in Mönchen- Kreisirrenanstalt in Deggendorf; I. April
Gladbach 1888 ao. Professor für Psychiatrie und
Mitgliedschalten: 1932 Physikalisch- Psychiatrische Klinik in Erlangen. zu-
medizinische Sozietät. Erlangen gleich Direktor der mitlelfränkischen
Portrait: Allgemeine Ztg. Chemnitz (s. Lit.) Kreisirrenanstalt in Erlangen; 1. Dez.
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 59 Lit. B 1896 o. Professor für Psychiatrie und
StA Nbg. C 18/II PAn 172 Psychiatrische Klinik in München. zu-

21
Busch

gleich bis 1.Febr. 190I Direktor der ober- seit dem WS 1908/09 Straßburg; 5. akt.
bayerischen Kreisirrenanstalt 1910 Medizinisches Staatsexamen in
Mitgliedschaften: 1886 Physikalisch- Straßburg; akt. 1911 Approbation
medizinische Sozietät, Erlangen Akad. Grade: 8. Jan. 1912 Dr. med ..
Ehrungen: 1896 Bayerischer Medi- Straßburg; 18. Dez. 1920 Habilitation
zinalrat (Pv.) für Allgemeine Pathologie und Pa-
Portrait: Portraitsammlung der UBE thologische Anatomie, Erlangen
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 28 Lu. B
HStAM MInn 62123 (1873-1901) Laufbahn: 1907/08 Militärdienst; akt.
Literatur: Neupert: Anton Bumm t. In: Psych- 19I0 Medizinalpraktikant am Patholo-
iatr.-neuro1. Wschr., Halle 5 (1903) S. 153-155 (P); gischen Institut in Straßburg; Jan. 1911
Specht, Gustav: Prof. Dr. Anton Bumm t. In: Münch.
Medizinalpraktikant an der Heil- und
Med. Wschr. 50 (1903) S. 1162-1166; Page!, Juli-
us: Anton Bumm. In: BJb. Bd. 8 (1905) S. 62f.; PflegeanstaIt in lIIenau/Baden; Juli 1911
Kolde (1910) S. 476, 486, 519; Specht, Gustav: An- Medizinalpraktikant an der Medizini-
ton Bumm. In: Theodor Kirchhoff (Hg.): Deutsche schen Klinik in Straßburg. Nov. 1911
Irrenärzte. Bd. 2. Berlin 1924, S. 254-257 (P); Vo-
wiss. Assistent; Juni 1912 bis Aug. 1913
gel/Endriß (1943) S. 36, 89; Wettley, Annemarie:
Die Gegenstandsforschung Anton Bumrns. In: Militärdienst; Aug. 1913 wiss. Assistent
Leibbrand, Werner (Hg.): Um die Menschenrech- am Pathologischen Institut in Straßburg.
te der Geisteskranken. Nürnberg 1946, S. 78-90; 1914-1918 Kriegsdienst. seit Sommer
Fischer. Bd. 1 (1962) S. 200 (W); Pittroff (1964) S.
1916 zugleich kommissarischer Leiter
219; Leibbrand, Werner: Die Gebrüder Bumm. In:
Berliner Medizin 16 (1965) S. 51-57, hier S. 56f. des Pathologischen Instituts in Straß-
(P); Fore!, August: Briefe - Correspondance 1864- burg; 15.Jan. 1919 wiss. Assistent an der
1927. Hgg. von Hans H. Walser. Bern, Stuttgart Pharmakologischen Abteilung des Kai-
1968. S. 321 f.; Schwartz (1969) S. 202-205 (W);
ser- Wilhelm- Instituts für Physikalische
Eulner (1970) S. 672, 677; Schwarz, Thomas: An-
ton Bumm. Diss. med. München 1982 (P); Bos!, Chemie in Berlin-Dahlem; 1. Mai 1920
Karl (Hg.): Bosis Bayerische Biographie. Regens- wiss. Assistent am Pathologisch-anato-
burg 1983, S. 103; LungershausenlBaer (1985) mischen Institut in Erlangen. 20. Febr.
S. 18 (P)
1921 Privatdozent für Pathologie und
Pathologische Anatomie, seit 15.Nov.
Busch, Max 1925 beurlaubt als kommissarischer Lei-
1921 -1926 ter der Pathologisch-anatomischen Ab-
geb: 2. Nov. 1886. AmsbergIWestfalen teilung des Reichsgesundheitsamtes in
gest: 29. Juni 1934. Berlin Berlin, 10. Febr. 1926 Titel und Rang ei-
Konf: kath. nes ao. Professors. 24. April 1926 Re-
Vater: Gymnasialprofessor gierungsrat und Leiter der genannten Ab-
Fam: ledig teilung am Reichsgesundheitsamt in
Berlin
Schule: seit 1892 Volksschule und
1896-1905 Humanistisches Gymnasium. Mitgliedschaften: 1920 Physikalisch-
Amsberg medizinische Sozietät. Erlangen
Portrait: Ostertag (5. Lu.)
Studium: SS 1905 Studium der Medi-
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 47 Lit. B
zin in Freiburg/Br., WS 1905/06 Mar- HStAM MK 35401 (1921-26)
burg/Lahn, WS 1907/08 Würzburg und Literatur: Hauser. Gustav: Max Busch t. In: Zb1.

22
Canstatt

allg. Path. 61 (1934) S. 1-3; Koch. W.: Max Busch der privaten Augenklinik von Julius Si-
zum Gj!dächtnis. In: Ärzteblatt für Berlin. N.F. 31
chel in Paris; Winter 1837/38 Mithilfe in
(1934) S. 253f.; Ostertag. Berthold: Zum Gedächt-
nis von Prof. Max Busch. In: Ärztliche Sachver- der väterlichen Praxis in Regensburg;
ständigen Ztg. 40 (1934) S. VIIIf. (P); Gruber. Ge- 24. Febr. 1838 Amts- und Gerichtsarzt
org B.: Max Busch. In: Verh. der Dtsch. Patholo- in Ansbach; 1. Okt. 1843 o. Professor für
gischen Gesellschaft 28 (1935) S. 340-345 (y{J;
Therapie, Medizinische Klinik und
VogeVEndriß (1943) S. 41; Pittroff (1964) S. 185f.;
Berwind (1968) S. 123-125 (y{J Staatsarzneikunde in Erlangen und Di-
rektor des Universitätskrankenhauses
sowie Vorstand der Medizinischen Ab-
Canstatt. Carl Friedrich teilung. gleichzeitig Rufe nach Dorpat.
1843 -1850 Zürich. Gießen und St. Petersburg ab-
geb: 11. Juli 1807. Regensburg gelehnt. 15.Juni 1845 Einführung in den
gest: 10. März 1850. Erlangen Senat. seit dem WS 1845/46 beurlaubt
Konf: mosaisch. dann eV.-luth. wegen Krankheit
Mitgliedschaften: 1841 Initiator des
Eltern: Dr. med. Joseph Canstatt. nie-
Vereins Bayerischer Ärzte; 1843 Physi-
dergelassener Arzt in Regensburg. und
kalisch-medizinische Sozietät. Erlangen;
? Canstatt. geb. Seckstein
1844 Akademie gemeinnütziger Wis-
Fam: verh. seit 1834 mit Laura Diruf.
senschaften zu Erfurt
zwei Kinder
Ehrungen: 1833 Silberne Medaille
Schule: Schule und Altes Gymnasium.
nServices rendus pendant la Cholera" der
Regensburg; Wilhelms-Gymnasium.
Belgischen Regierung; Gedenktafel am
München
Haus Nr. 21 in der Hauptstraße durch
Studium: seit dem WS 1823124 Studi-
den Stadtmagistrat Erlangen
um der Medizin in Wien. 1828 Würz- Portrait: Portraltsammlung der UBE
burg; 1831 Medizinisches Staatsexamen QueJIen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 3 Lit. C
in Würzburg Literatur: Döderlein. Ludwig: Worte am Grab
des Herrn Carl Frledrlch Canstatt. Erlangen 1850
Akad. Grade: 1829 Ds. med .. Würz-
(= Nrf.: Stählin S. 18); Nekrolog Dr. Carl Frledrlch
burg; 15. Jan. 1833 Dr. med .• Löwen Canstatt. In: Allgemeine med. Zentraizeltung 19
Laufbahn: 1829-1831 nBienniumprac- (1850) Sp. 241 f.; Hirsch. August: Carl Canstatt. In:
ticum" an den Kliniken in Würzburg. ADB. Bd. 3 (1876) S. 762-764; FS Phys.-med. Soz.
Erlangen (1908) S.45f. (P); Kolde (1910) S. 358.
Heidelberg. Wien und Regensburg; 1831 519: Canstatt. Laura: Choleraerfahrungen und ärzt-
Niederlassung als praktischer Arzt in Re- liche Tätigkeit 'eines berühmten deutschen Medi-
gensburg; 1832 Studienreise zur Erfor- ziners (professor Dr. Carl Canstatt) in Belgien. In:
schung der Cholera nach Paris, seit März Janus 19 (1914) S. 1-16; Ebstein. Erlch: Joh. Lukas
Schönlein in BrüsseI. In: Arch. für Geschichte der
1832 Tätigkeit als Choleraarzt am Bu- Medizin 9 (1916) S. 209-220; Leibbrand. Wemer:
reau du secours de la Sorbonne;Juli 1832 Carl Canstatt. Leben und Werk. In: Sitzungsber.
ärztliche Tätigkeit in Brüssel. Sept. 1832 Phys.-med. Soz. Erlangen 75 (1943/51) S. 3Of.;
Einrichtung eines Cholera~Hospitals in VogeVEndriß (1943) S. 33. 86; Leibbrand. Wemer:
Ein Brief psychiatrischen Inhalts von Carl Frled-
Hoelarts bei Brüssel, 1833Niederlassung rlch Canstatt. In: Die Medizinische Welt (1950)
als Arzt in Brüssel, Frühjahr 1834 Studi- S. 826-828; Pittroff (1964) S. 118f.; Kaulbars-Sauer
enreise nach Landon; 1837 Tätigkeit an (1969) S. 94-97 (y{J; Eulner (1910) S. 623; Bleker.

23
Damerow

]ohanna: Der Erlanger Professor Carl Canstatt und


tut in Heidelberg; 1. Okt. 1959 wiss. As-
seine Bedeutung für die klinische Medizin. In: Arzt
und Krankenhaus 57 (1984) S. 232-234; Neidhardt sistent an der Kinderklinik in Erlangen,
(1985) S. 36-42 (P); Lukas, Aloysius: Carl Friedrich 1. Aug. 1960 Privatdozent für Kinder-
Canstatt (1807-1850). Leben und Werk eines Kli- heilkunde, 6. Juli 1962 Oberarzt, 16.
nikers der Naturhistorischen Schule. Diss. med.
Febr. 1965 apl. Professor; 1. Jan. 1965
Berlin 1986 (W; P); Keunecke (1993) S. 99 (Nr.
830); Wittern (1993) S. 359 Chefarzt an der Städtischen Kinderkli-
DBA I 17, 266-271 nik in Fürth, 31. Juli 1986 Versetzung in
den Ruhestand
Mitgliedschaften: Deutsche Gesell-
Damerow, Reinhard schaft für Bluttransfusion und Immun-
1960 -1989 hämatologie; Deutsche Gesellschaft für
geb: 6. Juli 1921, Berlin Sozialpädiatrie
gest: 7. März 1998, Fürth Literatur: Reichel (1968) S. 92-99 (W); Win-
Konf: eV.-luth. dorfer, Adolf: Universitäts-Kinderklinik Erlangen
1907 bis 1977. In: Der Kinderarzt 16 (1985) S. 73-
Eltern: Paul Damerow, Reichsbahn- 80, hier S. 79; Kürschner 17 (1996) S. 210
beamter, und Hedwig Damerow, geb ..
Balke
Fam: verh. seit 1946 mit Dr. med. De la Camp, Oscar
dent. Gudrun Streit, ein Kind 1907
Schule: bis 1930 Grundschule und geb: 10. Juni 1871, Hamburg
1930-1939 Körner-Gymnasium, Berlin gest: 17. Aug. 1925, Freiburg/Br.
Studium: seit dem SS 1940 Studium Koni' eV.-luth.
der Medizin in Leipzig; 12. April 1945 Schule: 1883-1889 Humanistisches
Medizinisches Staatsexamen in Leipzig; Gymnasium, Hamburg
17. Dez. 1945 Notapprobation; 12. April Studium: 1889-1894 Studium der Me-
1947 Approbation dizin in Göttingen, Würzburg, Straßburg
Akad. Grade: 16. Juli 1945 Dr. med., und Leipzig; 25. Febr. 1895 Medizini-
Leipzig; 4. Juni 1958 Habilitation für sches Staatsexamen und Approbation in
Kinderheilkunde, Berlin; 12. Mai 1960 Leipzig
Umhabilitierung nach Erlangen Akad Grade: 11. März 1895 Dr. med.,
Laufbahn: 1939-1945 Arbeits- und Leipzig; 18. Dez. 1902 Habilitation für
Kriegsdienst; 1.Juli 1945 Medizinalprak- Innere Medizin, Berlin
tikant an der Kinderklinik in Leipzig, Laufbahn: Anfang 1895 Volontärassi-
1.Juni 1946 wiss. Assistent; 1. April 1951 stent an der Medizinische KliniIs.in Leip-
wiss. Assistent am Hygienischen Institut zig; März 1895 wiss. Assistent am Allge-
in Berlin, 1. Juni 1952 wiss. Assistent an meinen Krankenhaus in Hamburg-Ep-
der KinderklinikderCharite, 4. Aug. 1953 pendorf, 1. Juli 1897 Oberarzt an der In-
Lehrauftrag für Kinderheilkunde, 1.Aug. neren Abteilung; März 1900 wiss. Assi~
1954 Oberarzt, 1. Okt. 1958 Privatdo- stent an der 11.Medizinischen Klinik der
zent für Kinderheilkunde; 16. Jan. 1959 Charite in Berlin, 18. Dez. 1902 Privat-
wiss. Assistent am Serologischen Insti- dozent für Innere Medizin, Leiter des

24
Delius

Röntgenlaboratoriums. 16.März 1905Ti- und Konsistorialrat. und Sophia Elisa-


tel und Rang eines ao. Professors; 1.April beth Delius. geb. Schütz
1906ao. Professor für Innere Medizin Fam: verh. seit 1752 mit Margaretha
und Leiter der Medizinischen Poliklinik Barbara Besserer, fünf Kinder
in Marburg/Lahn; 16. April 1907 o. Pro- Schule: Privatunterricht und seit 1726
fessor für Medizinische Poliklinik, Lateinschule. Wernigerode; 1738-1740
Kinderheilkunde und Pharmakolo- Humanistisches Gymnasium. Altona
gie in Erlangen. Direktor des Pharma- Studium: seit Aug. 1740 Studium der
kologisch-poliklinischen Instituts und Philosophie. der Naturwissenschaften. der
der Kinderabteilung; 1.Nov. 1907o. Pro- Mathematik und der Medizin in Halle/S ..
fessor für Medizinische Poliklinik und 1742 Studium der Medizin in Berlin und
Kinderheilkunde in Freiburg/Br. sowie seit Sommer 1743 wieder Halle/S.
Direktor der Medizinischen Poliklinik
Akad. Grade: 31. Okt. 1743 Dr. med ..
und der Kinderklinik. 1.Okt. 1909o. Pro-
Halle/S.
fessor für Innere Medizin und Leiter der
Laufbahn: 1743Niederlassung als Arzt
Medizinischen Klinik. 1921/22 Rektor
in Wernigerode; 1747 Hofarzt in Bay-
Mitgliedschaften: 1907 Physikalisch-
reuth und Adjunkt des Landphysikus;
medizinische Sozietät. Erlangen; 1910
25. Juli 1749 o. fünfter Professor der Arz-
Mitbegründer der Freiburger Medizini-
neikunde in Erlangen, Okt. 1749 Auf-
schen Gesellschaft
nahme in die Fakultät. 1750 o. dritter
Ehrungen: 1917 Geheimer Hofrat
Professor. 1760 o. zweiter Professor und
Portrait: Seidler (s. Lit.)
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 7 Lit. C
Vorstand des Chemischen Laboratori-
Literatur: Zieler/Scheffer (1906) S. 91 ('N); FS ums. 1763 o. erster Professor. zugleich
Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 74: Kolde (1910) Scholarch des Gymnasiums in Erlangen.
S. 486. 519; Determann: Oscar de la Camp t. In: SS 1751, S5 1755 und 5S 1758 Prorektor
Berliner med. Wschr. 51 (1925) S. l710f. (P): Küp-
ferle. 1.: Oskar de la Camp t. In: Klin. Wschr. 4
Mitgliedschaften: 1742 Teutsche Ge-
(1925) S. 1943; Morawitz. Paul: OSkar de la Camp t. sellschaft. Halle/S.; 1746 Deutsche Aka-
In: Münch. Med. Wschr. 72 (1925) S. 1643; Gund- demie der Naturforscher Leopoldina,
lach (1927) S. 220f.: VogeVEndriß (1943) S. 39. 1770 Adjunkt, 1772 Vizepräsident und
84. 88; Asen (1955) S. 34; Fischer. Bd. 1 (1962)
S. 214 ('N); Pittroff (1964) S. 150f.; Schamberger
1788-1791 Präsident; 1778 auswärtiges
(1964) S. 74-76 (P); Hagel (1968) S. 166-171 ('N): Mitglied der Bayerischen Akademie der
Knevelkamp (1990) S.109f.; Seidler (1991) S. 215- Wissenschaften. München, Philosophi-
217. 236. 502. 504f.. 524 u.Ö. (P) sche Klasse; 1790 KOff. Mitglied der
Holländischen Gesellschaft der Wissen-
schaften. Haarlem. und der Gesellschaft
Delius. Heinrich Friedrich von der Wissenschaften, Paris; 1791 KOff.
1749 -1791 Mitglied der Russischen Akademie der
geb: 8. Juli 1720, Wernigerode/Harz Wissenschaften, St. Petersburg
gest: 22. Okt. 1791, Erlangen Ehrungen: 1750 Magister phil. h.c ..
Kom: eV.-Iuth. Erlangen; 1750 Ehrenmitglied der Teut-
Eltern: Jakob Friedrich Delius, Pfarrer schen Gesellschaft, Göttingen; 1752

25
Demling

Brandenburgischer Hofrat; 1754 Ehren- u.a. 1993, S. 245-266, bes. S. 251-255


mitglied der Akademie der Wissen- DBA 1742, 1-62
schaften, Montpellier, 1759 der Teut-
schen Gesellschaft, Erlangen; 1775 Bran-
Demling, Ludwig
denburgischer Geheimer Hofrat; 1788
Verleihung der Würde eines Edlen des 1955 -1964, 1966 -1986
H1. Römischen Reiches, KsI. Rat, Leib- geb: 4. Aug. 1921, München
arzt und Würde eines Pfalzgrafen; Eh- gest: 13. Okt. 1995, Schlüsselfeld/Kreis
renmitglied des Instituts der Moral und Höchstadt an der Aisch
der schönen Wissenschaften, Erlangen Kont· eV.-luth.
Portrait: Ölbild im Lesesaal der Handschrif- Eltern: Ludwig Demling, Gewerbe-
tenabteilung der UB Erlangen und Portraitsamm- oberlehrer, und Hedwig Demling, geb.
lung der UBE Büchner
Quellen: UAE T. n Pos. I Nr. I Lit. D Fam: verh. seit 1945 mit Elisabeth Ren-
Literatur: HarIes, Johann Christian Friedrich: ner. ein Kind; seit 1976mit Gudrun Hacker
Memoria Friderici Delii. Erlangen 1791 (== Nrf., HC
1752, GC 1740-1759, GR 1789, TC: Stählin S. 23); Schule: 1928-1932 Volksschule und
Dictionaire des Sciences Medicales. Biographie bis 1937 Humanistisches Gymnasium.
Medicale. T. 3. Paris 1821, S. 411-417 (W); Engel- Schweinfurt; 1937-1940 Humanistisches
hardt (1843) S. 38f., 179, 251; Martius (1847) Gymnasium, Fürth
S. 125-131; Bertheau: Heiruich Friedrich v. Delius:
In: ADB. Bd. 5 (1877) S. 40-43; Heruich, Ferdinand: Studium: seit dem SS 1940 Studium
Aus Erlangens chemischer Vergangenheit. In: Sit- der Medizin in Berlin, SS 1941 in Würz-
zungsber. Phys.-med. Soz. Erlangen 38 (1906) burg. SS 1942 in Berlin und seit dem WS
S. 103-139, hierS. 118-126 (P); Kolde (1910) S. 69f.;
1943/44 an der deutschen Karls-Uni-
Schleebach, Albert: Die Entwicklung der chemi-
schen Forschung und Lehre an der Universität Er- versität in Prag; 22. März 1945 Medizi-
langen von ihrer Gründung (1743) bis zum Jahre nisches Staatsexamen in Prag; 23. März
1820. Bayreuth 1937, S. 10-18; HenrichlPumme- 1945 Approbation
rer (1943) S. 224f.; Jamin (1943) S. 2IOf.; Vo-
geVEndriß (1943) S. 2 f., 30, 96; Zoske, Horst: Hein-
Akad. Grade: 23. März 1945 Dr. med ..
rich Friedrich v. Delius. In: NDB. Bd. 3 (1956) Prag; 21. Juli 1952 Habilitation (Pv.) für
S. 586; Heidacher (1960) S. 17; Kaiser, Wolfram Innere Medizin, Würzburg; 19, Febr.
und Heinz Krosch: Zur Geschichte der Medizini- 1955 Umhabilitierung nach Erlangen;
schen Fakultät der Universität HaUe im 18. Jahr-
1964 Umhabilitierung nach Heidelberg
hundert. Teil XIII. In: Wiss. Zs. der Martln-Luther-
Universität Halle-Wittenberg 15 (1966) S. 193-247, Laufbahn: 1940-1945 Kriegsdienst;
hier S. 200-209 (P); Schwarzach (1966) S. 5-10; Juni 1945 Hilfsarzt am Chirurgischen La-
Glaßer (1967) S. 24-55 (W); Killian (1980) S. 307; zarett in Hofgastein; 11. Sept. 1945 Gast-
Knevelkamp (1990) S. 26-29 (P); Müller, Uwe:
arzt am Nathanstift in Fürti), 14. Dez.
Heiruich Friedrich Delius (1720-1791). In: Salve
Academicum II (1991) S. 8-47 (P); Völker, Arina: 1945 Volontärassistent an der Inneren
Heinrich Friedrich Dellus (1720-1791). Zur 200. Abteilung des Städtischen Krankenhau-
Wiederkehr seines Todestages am 22. Oktober ses in Fürth, April 1946 klin. Assistent;
1791. In: Zs. inn. Med., leipZig 46 (1991) S.624-
1. Okt. 1949 wiss. Assistent an der Me-
629 (W;P) ;Jaenicke (1993) S. 635; Keunecke (1993)
S. 89 (Nr. 744); Wittern (1993) S. 320-322; Wittern, dizinischen Poliklinik in Würzburg. 12.
Renate: Medizin und Aufklärung. In: Neuhaus, Hel- Jan. 1953 Privatdozent für Innere Medi-
mut (Hg.): Aufbruch aus dem Ancien regime. Köln zin, seit 6. ]uni 1953 kommissarischer

26
Denecke

Leiter der Medizinischen Poliklinik; 15. Stiftung. Wissenschaft für's Leben"; 1991
Okt. 1954 wiss. Assistent an der Medi- Dr. med. h.c., Szeged; 1992 Jatros-Preis
zinischen Klinik in Erlangen, 25. März (.Mediziner des Jahres 1992"); 1994
1955 Privatdozent für Innere Medizin, Großes Verdienstkreuz vom Verdienst-
Oberarzt, 6. März 1959 apl. Professor; orden der Bundesrepublik Deutschland
Ende 1961 Direktor der Medizinischen Portrait: Professoren an der FAU (s. Lu.)
Klinik des Städtischen Krankenhauses Literatur: .Prof. Demling ernannt". In: Er!. Tag-
blatt vom 15.4.J~66 (P); Sailer, Karl-Ludwig: Die
in Stuttgart -Bad Cannstadt, 1964apl. Pro- Innere Medizin an der Universität Er!angen-Nürn-
fessor in Heide1berg; 1. April 1966 o. berg ... Diss. med. Erlangen-Nürnberg 1972, S. 79-
Professor für Innere Medizin in Erlan- 119 (W); Uni-Kurier. N.F. Nr. 40 (1982) S. 43 (P).
gen und Vorstand der Medizinischen Kli- ebd. Nr. 42 (1982) S. 48 (P), ebd. 46 (1982) S. 25.
ebd. Nr. 63/64 (1985) S. 103. ebd. Nr. 68/69 (1986)
nik, 1976 Ruf nach München abgelehnt, S. 129, 139f. (P), ebd. Nr. 70/71 (1987) S. 111, ebd.
30. Sept. 1986 Emeritierung Nr. 85 (1991) S. 90, ebd. Nr. 87 (1992) S. 78; Neid-
hardt (1985) S. 102-104 (P); .Professor Demling
Mitgliedschaften: 1973 Deutsche Aka-
räumt den ChefsesseJ". In: Er!. Nachrichten vom
demie der Naturforscher Leopoldina; Be- 12.9.1986 (P); Kürschner 16 (1992) S. 563: Clas-
gründer der Deutschen Gesellschaft für sen, Meinhard: In memoriam Ludwig Demling. In:
Endoskopie; Begründer und langjähri- Endoscopy 27 (1995) S. 635 f. (P): .Prof. Ludwig
Demling tu. In: Er!. Nachrichten vom 20.10.1995
ger Exekutivsekretär des European Ga-
(P); Professoren an der FAU (1995) S. 42 (yV; P);
stro-Clubs; 1980 Präsident des Interna- Demling, Ludwig: Leben schon, aber wie? Stutt-
tionalen Kongresses für Gastroentero- gart 1996
logie, Hamburg; 1987/88 Präsident der
Deutschen Gesellschaft für Innere Me-
dizin, später Ehrenmitglied Denecke, Kurt
1940 -1979
Ehrungen: Bayerischer Verdienstor-
den; 1981 Ernst-von-Bergmann-Plaket-
geb: 3. Febr. 1903, Helmstedt
te der Bundesärztekammer; 1981 Eh- gescI9.Aug.1991,Fürth
renmitglied der Österreiclrtschen Gesell- Koni' eV.-Iuth.
schaft für Innere Medizin; 1982 Ernst- Eltern: Dr. med. Friedrich Denecke,
Hellmuth-Vits-Preis der Gesellschaft zur Chirurg, und Else Denecke, geb. Rüh-
Förderung der Westfälischen Wilhe1ms- land
Universität Münster; 1984 Bayerischer Fam: verh. mit Mildred Denecke (ge-
Maximiliansorden für Wissenschaft und borene ?), vier Kinder
Kunst; Ehrenpräsident der Weltorgani- Schule: 1913-1922 Humanistisches
sation für Gastroenterologie; 1986 Bok- Gymnasium Juleum, Helmstedt
kus-Medaille desWeltkongresses für Ga- Studium: seit dem SS 1922 Studium
stroenterologie; 1986 Dr. med. h.c., Gra- der Medizin in Göttingen, WS 1923/24
rtada; 1987Siegfried-Thannhauser-Go1d- Würzburg und seit dem WS 1924/25
medaille der Deutschen Gesellschaft für München;Juni 1927Medizinisches Staats-
Verdauungs- und Stoffwechselerkran- examen in München; 1928 Approbation
kungen; 1990 Stiftung des Ludwig-Dem- Akad. Grade: 1928 Dr. med., Frei-
lirtg~Pteises durch dieülympus-Euröpa- burg/Br.: 21. Juli 1939 Habilitation für

27
Denker

Chirurgie, Erlangen Denker, Alfred Friedrich Amandus


Laufbahn: Juli 1927 Medizinalprakti- 1902 -1911
kant an der Universitätsklinik in Mün- geb: 19. April 1863, Rendsburg
chen; 1928 wiss. Assistent am Patho-
gest: 21. Okt. 1941, München
logisch-anatomischen Institut in Frei-
Koni' eV.-Iuth.
burg/Br.; 1930 wiss. Assistent an der
Eltern:Asmus Denker, Kaufmann, und
Chirurgischen Klinik in Frankfurt/M.;
Aurelie Denker, geb. Harms
1. März 1931 wiss. Assistent an der Chir-
urgischen Klinik in Erlangen, 1937 Ober- Fam: verh. seit 1894 mit Clara Cäcilie
arzt, 14.Nov. 1940 Privatdozent für Chir- Huth, vier Kinder
orgie, 1939-1948 Kriegsdienst und ame- Schule: Elementarunterricht und Real-
rikanische Kriegsgefangenschaft, dabei gymnasium, Rendsburg; 1882-1884 Hu-
seit Mai 1946 Leiter eines Verwunde- manistisches Gymnasium, Kiel
tenlazaretts in Frankfurt/M., 1948 wie- Studium: seit dem SS 1884 Studium
derum Oberarzt an der Chirurgischen der Medizin in Kiel, SS 1886 Tübingen,
Klinik in Erlangen, 22. April 1952 apl. WS 1886/87 wieder Kiel und seit dem
Professor, 13. Mai bis 1. Nov. 1955 kom- WS 1887/88 München; Anfang 1889 Me-
missarischer Leiter der Chirurgischen Kli- dizinisches Staatsexamen und Appro-
nik; 1. Okt. 1956 Chefarzt an der Chir- bation in München
urgischen Abteilung des Städtischen Akad. Grade: Febr. 1890 Dr. med., Kiel
Krankenhauses in Fürth, 1963 Direktor Laufbahn: April bis Okt. 1886 Mili-
des Städtischen Krankenhauses, 1970 tärc/ienst; Frühjahr bis Sommer 1889
Versetzung in den Ruhestand Tätigkeit als Schiffsarzt; Juli 1889 bis
Mitgliedschaften: 1950 Physikalisch- Febr. 1890 Militärdienst; März 1890 Vo-
medizinische Sozietät, Erlangen; 1965 lontärassistent am Allgemeinen Städti-
Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft schen Krankenhaus links der Isar in Mün-
für Chirurgie, 1978 Ehrenmitglied; 1966 chen, 1. Aug. 1891 wiss. Assistent am
Vorsitzender der Bayerischen Chirurgen- Otiatrischen AmbulatOrium im dortigen
Vereinigung, später Ehrenmitglied Medizinisch-klinischen Institut; 1. Nov.
Ehrungen: 1984Verdienstkreuz 1.Klas- 1891 Niederlassung als Spezialarzt für
se vom Verdienstorden der Bundesrepu- Ohren-, Nasen .•und KeWköpfkrankhei-
blik DeutscWand ten in Hagen/Westfalen, zugleich Be-
Portrait: Uni-Kurier 1985 (s. Lit.) treuungsarztderTaubstummenanstalt in
Literatur: Heidacher (1960) S. 170, 177; .Prof. Soest; 1. Nov. 1902ao. ProfessorfürOh-
Dr. Kurt Denecke 60 Jahre alt·. In: Er!. Tagblatt vom ren-, Nasen~und KehlkopfbeJJkun-
2.13.2.1963 (P); Pittroff (1964) S. 55 f.;Schmidt (1967)
S. 5-9 C'N); Uni-Kurier. N.F. Nr. 48 (1983) S. 49, ebd.
de und Vorstand der neuen Abteilung
Nr. 61/62 (1985) S. 77 (P);Siewert!fhelslnfler (1986) für Ohren-,. Nasen- und Kehlkopf-
S. 156f., 363 (P); Kürschner 17 (1996) S. 219 krankheiten an der Chirurgischen Kli-
nik in Erlangen, zugleich Betreuungs-
arzt der mittelfränkischen Kreistaub-
stummenanstalt in Nürnberg, 1906 Ruf
an die Akademie für praktische Medizin

28
Deutsch

in Köln abgelehnt. 16. März 1906 pers. Zs. der Martln-Luther-Universität Halle- Wittenberg
9 (1960) S. 1-8 (P); Fischer. Bd. 1 (1962) S. 307f.
o. Professor. Juni 1907 Ruf an die Städ-
(W); Plttroff (1964) S. 92f.; Welgand (1968) S. 7-
tische Ohrenklinik nach FrankfurtlM. ab- 18 (W);Watzek (1987) S. 29-40 (P);Schnalke (1989)
gelehnt; 1. April 1911 ao. Professor für S. 21-29 (P)
Ohren-, Nasen- und Kehlkoptheilkun-
de und Direktor der Klinik für Ohren-,
Nasen- und Kehlkoptheilkunde in Hal- Deutsch. Christian Friedrich von
le/S., 1. April 1914 o. Professor. 1914- 1794 -1805
1915 Kriegsdienst. sodann bis 1919 La- geb: 27. Sept. 1768. Frankfurt/O.
zarettdienst, 1919-1920 Rektor, 1928 gest: 17. April 1843. Dresden
Emeritierung; seit 1928 Privatstudien am Konf: eV.-luth.
Zoologischen Institut in München Vater: Geistlicher
MitgJiedschaften: 1903 Physikalisch- Fam: verh. seit 1794, acht Kinder; in
medizinische Sozietät. Erlangen; Korr. zweiter Ehe mit Christine von Sivers. ein
Mitglied der Ungarischen Gesellschaft Kind
der Ärzte. Budapest. der AmericanLaryn- Schule: Privatunterricht und Schule,
gologicalAssociation und derÖsterreichi- Halle/S.
schen Otologischen Gesellschaft; 1907 Studium: Studium zunächst der Theo-
Deutsche Akademie der Naturforscher logie. dann der Medizin in Halle/S. und
Leopoldina Göttingen
Akad. Grade: 10. Nov. 1792 Dr. med.
Ehrungen: 1911 Geheimer Medizinal-
rat; 1926 Hermann-Schwartze'"Medaille; et chir. und Venia legendi für Arznei-
Korr. Ehrenmitglied der Royal Society of kunde, Halle/S.
Medicine, London; Ehrenmitglied der Laufbahn: seit ca. 1794 Privatdozent
Oto-Rhino-Laryngologischen Gesellschaft. fürArzneikunde in Erlangen. 12. Sept.
Moskau. der Vereinigung der Ohren-, 1796 ao. Professor für Arzneikunde
Nasen- und Halsärzte im Rheinisch- und Hebammenkunst; 1. März 1805
Westfälischen Industrierevier und der o. Professor für Entbindungskunst. Wei-
Wiener Laryngologischen Gesellschaft ber- und Kinderheilkunde und Vieharz-
Portrait.' Portraitsammlung der UBE
neikunde in Dorpat, Mitbegrunder der
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 12 Lit. 0; ebd. ruSSischen Entbindungskunde, 1808-
Goldenes Buch Nr. 50 Eintrag vom 18.12.1903 1809 Rektor. 1833 Emeritierung; 1835-
Literatur: ZielerlScheffer (1906) S. 276 f. (W); 1839Besuch mehrerer Irrenanstalten auf
Kolde (1910) S. 482, 486, 519; Reichshandbuch. einer Studienreise durch Deutschland
Bd. 1 (1930) S. 310 (P); Eckert-Möbius. Adam A1-
MitgJiecJschaften: 1797Sydellharn' sehe
freQ Denker zum 70. Geburtstag. In: Münch. Med.
Wschr.80 (1933) S.617f. (P);eckert-Möbius, Adolf: Gesellschaft. Hal1e/S.
Alfred ~nker zum Gedächtnis. In: Arch. Ohr.- Ehrungen: 1805 Ksl. Russischer Hof-
Nas.- Kehlk.hk., (...) 150 (1941) S. 259-267 (P); rat; 1812 ·Ksl. Russischer Kollegienrat;
MarschJik,·H.: Alfred Denker. In: Mschr. Ohr.hk .•
1822Ksl. Russischer Staatsrat; 1830Russi-
(...) 76 (1942) S. 55-64 (W; P); VogeVEndriß (1943)
S. 38.89; Kressner. Alfred: AlfredDenker ..In: NDB. scher St. Annenorden, 2. I<1asse
Bd. 3 (1957) S. 601; Eckert-Möbius. Adötr. Drei Portrait: Pörltaltsamrrilung der UBE
Generationen Ohrenheilkunde in Halle. In: Wiss; QcreJJen: UAE T. n Pos. 1 Nt. 3 Ltt. D

29
Dietel

Literatur: CaIIisen. Bd. 5 (1831) S. 158f. und


gen, Nov. und Dez. 1926 beurlaubt für
Bd. 27 (1839) S. 276 (W); Enge!hardt (1843) S. 79.
82. 255; Wagenmann: Christian Friedrich v. einen Studienaufenthalt an der Haut-
Deutsch. In: ADB. Bd. 5 (1877) S. 92; Fromme! klinik in Breslau, 8. Aug. 1928 Privat-
(1901) S. 71-73; Kolde (1910) S. 30; Deuerleln dozent für Haut- und Geschlechts-
(1928) S. 4f.; Hirsch. Bd. 2 (1930) S. 250; Vo-
krankheiten, 29. Sept. 1934 Titel und
geVEndriß (1943) S. 31; Kovacsics (1967) S. 13f.
(W); Froben/us. Wolfgang: Zimmer mit Aussicht Rang eines ao. Professors; 1. Dez. 1936
für die .Schmerzenstöchter". In: Gynäkologisch-Chefarzt an der Hautklinik der Städti-
geburtshllfliche Rundschau 36 (1996) S. 163-168 (P)
schen Krankenanstalten in Nümberg, 11.
DBA232.353-365
Sept. 1945 Entlassung durch die Militär-
regierung in Nümberg und Erlangen;
Dietel, Friedrich 1945 Niederlassung als Facharzt in
1928 -1945, 1957 -1967 Lauf/Pegnitz, seit 1951 in Nümberg; 24.
geb: 2. Sept. 1897, Nümberg Juli 1957 Wiederernennung zum apl.
gest: 17. Sept. 1991, Nümberg Professor in Erlangen, 1967 Entbindung
Konf: eV.-Iuth. von der Vorlesungspflicht
Eltern: Georg Dietel, Verwaltungsamt _ Mitgliedschaften: 1923 Physikalisch-
mann, und Elisabeth Dietel. geb. Keller- medizinische Sozietät. Erlangen
mann Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 27 LU. D
Literatur: Thuss (1969) S. 50-56 (W); Kürschner
Fam: verh. seit 1924 mit Felicitas Frei- 16 (1992) S. 587; Keunecke (1993) S. 96 (Nr. 811)
in von Feilitzsch, zwei Kinder; seit 1951
mit Maria-Ada Freiin von Feilitzsch
Schule: 1903-1907 Volksschule, Nüm- Dietz, ]ohann Simon ]eremias von
berg; 1907-1916 Neues Gymnasium, 1833 -1834
Nümberg geb: 23. Okt. 1803, Nümberg
Studium.·WS 1916/17bisSS 1921 Stu- gest: 8.]uli 1877. Nürnberg
dium der Medizin in Erlangen; Nov. 1921 Koni' eV.-Iuth.
Medizinisches Staatsexamen in Erlein- Eltern: ]ohann Zacharias Dietz. Groß-
gen; 30. Nov. 1922 Approbation händler. MarktadJunkt und Magistratsrat,
Akad. Grade: 5. ]an. 1923 Dr. med .. und Dorothea Catharina Dietz, geb. Raw
Erlangen; 16.]uli 1928 Habilitation (pv.) Fam:verh. seit 1832 mit Adelheid Leh-
für Dermatologie und Venerologie so- mus. zwölf Kinder
wie deren Strahlenkunde. Erlangen Schule: Privatunterricht und bis 1820
Laufbahn: seit Nov. 1921 Medizinal- (Altes) Gymnasium, Nümberg
praktikant an der Hautklinik in Erlan- Studium: seit dem WS 1820/21 Studi-
gen, am Städtischen Krankenhaus in um zunächst der Theologie, dann der
Hof/Saale und am Allgemeinen Städ- Medizin in Erlangen. 1823 Göttingen und
tischen Krankenhaus in Hagen/West- seit dem WS 1824/25 Würzburg; Herbst
falen, 1. Dez. 1922 klin. Assistent an 1828 Medizinisches Staatsexamen in
dessen Innerer Abteilung; l.]an. 1923 München
wiss. Assistent an der Klinik für Haut- Akad. Grade: 22. Nov. 1825 Dr. med ...
und Geschlechtskrankheiten in Erlan- Würzburg

30
Dittrieh

Laufbahn: Studienaufenthalt in Mün- Ehrungen: 1855Ritter des Bayerischen


chen; Okt. 1826 Studienreise nach Wien Verdienst-Ordens vom Hl. Michael. 1.
und Oberitalien. Sept. 1827 nach Paris. Klasse; 1863 Bayerischer Hofrat; 1873
seit März 1828 London. Edinburgh. Glas- Ritter des Verdienst-Ordens der Bayeri-
gow und Dublin. später über die Nie- schen Krone (pers. Adel)
derlande nach Hamburg und Berlin; Portrait: Portraitsarnmlung der UBE
Ende 1828Niederlassung als Chirurg und Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 7 Lit. D
HStAM MInn 60281 (1854-75); ebd. OA 13233 St.
Augenarzt in Nürnberg. seit 1832 zudem Mich. 1855; ebd. OA 11563 Kron. 1873
Oberwundarzt am Heilig-Geist -Spital; 1. Literatur: Engelhardt (1843) S. 94. 131, 255;
März 1833 ao. Professor für Chirurgie Dietz: Necrolog auf Hofrath Dr. v. Dietz. In: Ärzt-
und Augenheilkunde in Erlangen. Di- liches Intelligenzblatt 25 (1878) S. 386-390; Mer-
ke!' Gottlieb v.: Zwei Typen bayerischer Ärzte aus
rektor der Chirurgisch-augenärztlichen der Mitte des 19. jahrhunderts. In: Münch. Med.
Abteilung am Universitätskrankenhaus. Wschr. 50 (1903) S. 4-7; FS Phys.-med. Soz. Er-
26. Nov. 1834 Versetzung an die Chir- langen (1908) S. 4. 15. 20r. (P); Kolde (1910) S.
urgenschule nach Landshut abgelehnt. 311, 520; Hirsch. Bd. 2 (1930) S. 269; Vogel/En-
driß (1943) S. 33. 86; Herrlinger. Robert: johann
Entlassung unter Beibehaltung des Ti- Simon jeremias v. Dietz. In: NDB. Bd. 3 (1957) S.
tels und Rangs eines ao. Professors; An- 706f.; Heidacher (1960) S. 53-55. 167: Ktrschner
fang 1835 wiederum Niederlassung in (1967) S. 17f.; Kovacsics (1967) S. 14f. (W); Beckh.
Herrnann: Johann Simon jeremias (v.) Dietz. In:
Nürnberg. 1836 Studienreise zur Erfor-
Pfeiffer. Gerhard (Hg.): Fränkische Lebensbilder.
schung der Cholera nach München. 1845 Bd. 2. Würzburg 1968. S. 442-458 (P)
Direktor der Chirurgischen Abteilung
des neuen Städtischen Krankenhauses
in Nürnberg. Nov. 1847 ehrenamtlicher Dittrieh. Franz von
Vorstand der Maximilians-Augenheilan- 1850 -1858
stalt. 1854 zugleich Augen- und Haus- geb: 16. Okt. 1815. Nixdorf/Bähmen
arzt an der Blindenanstalt gest: 29. Aug. 1859. Nixdorf
MitgJiedschaften: 1820~urschenschaft Konf:kath.
Bubenruthia; 1826 Mitglied der Kom- Eltern: Jakob Dittrich, Kaufmann, und
mission zur Vorbereitung des Nürnber- Marie Anna Dittrich. geb. Kreibich
ger Krankenhausbaus; 1843-1847 Vor- Fam: ledig
sitzender des ärztlichen Bezirksvereins. Schule: pfarrschule. Nixdorf; 1825
Nürnberg; 1845 Geschäftsführer der 23. Hauptschule und seit 1827 Humanisti-
Tagung der Gesellschaft Deutscher Na- sches Gymnasium. Leitmeritz; 1833-
turforscher und Ärzte in Nürnberg; 1848 1835 Lyzeum. Prag
Vorsitzender des ärztlichen Reformkon- Studium:WS 1835/36 bis WS 1840/41
gresses in München; 1852 Mitbegründer Studium der Medizin und der Natur-
und spät~rEhrenmitglied des Ärztlichen wissenschaften an der deutschen Karls-
Vereins. Nürnberg; Mitbegründer des Universität in Prag
Germanischen Nationalmuseums; Mit- Akad. Grade: 5. Nov. 1841 Dr. med ..
begründer des Männergesangsvereins. Prag; 22. Juli 1842 Dr. chir .. Prag
Nürnberg Laufbahn: Dez. 1841 bis Mai 1842Stu-

31
Dreßler

dienreise nach Wien; Sept. 1842 Hilfs- Literatur:Gerlach.Joseph: Franzv. Dittrlch. Eine
arzt am Allgemeinen Krankenhaus in Gedächtnisrede. Erlangen 1859 (= Nrf.: Stählin S.
23); ders.: Gedächtnisrede. In: Bayerisches ärztli-
Prag, Ende 1842 an der Abteilung für ches IntelJigenzblatt 7/8 (1860); Hirsch. August:
Brustkranke, seit Frühjahr 1844 zugleich Franz v. Dlttrich. In: ADB. Bd. 5 (1877) S. 267;
an der Abteilung für Frauenkrankheiten, Hantschel, Franz: Prof. Dittrlch aus Nixdorf. Mit-
Juni 1844 auch Volontärassistent am Pa- teilungen des nordböhmischen Excursions-Clubs.
Berlin. Leipzig 1890; Hauser. Gustav: Die Ge-
thologisch-anatomischen Institut. Ende schichte des Lehrstuhls für pathologische Anato-
1844 Prosektor, 1848-1849 Lehrstuhl- mie und das neue pathologische Institut in Erlan-
vertreter für Pathologische Anatomie; 1. gen. Jena 1907. passim; FS Phys.-med. Soz. Er-
Nov. 1850 o. Professor für Therapie und langen (1908) S. 25. 45-47 (P); Kolde (1910) S.
415f .. 515. 520; Hirsch. Bd. 2 (1930) S. 278 und
Innere Klinik und Vorstand der Medi- Ergänzungsbd. (l935) S. 236; Nitzsche. Otto: Franz
zinischen Klinik im Universitätskran- v. Dlttrich. 1815-1859. Pathologischer Anatom und
kenhaus in Erlangen. 14. Sept. 1854 Be- Kliniker in Erlangen. München. Berlin 1937 (W;
gründung eines Museum Pathologico- P); Jamin (1943) S. 213; VogeJlEndriß (1943) S. 6.
34. 86; Heidacher (1960) S. 80. 83; Pittroff (1964)
anatomicum am Universitätskranken- S. 119-121; Koerting (1968) S. 138f.; Schwartz
haus, 11. Okt. 1854 auch Direktor des (1969) S. 59-63 (W); Eulner (l970) S. 623; Becker
Universitätskrankenhauses, Rufe nach (1977) S. XXf. (P); Neidhardt (1985) S. 48-53 (P);
Heidelberg (1852.1856). Zürich (1852). Wittern (1993) S. 353. 359-361
DBA 242. 123-125
Würzburg (1853), Tübingen, Rostock,
Jena (alle 1854) und nach Prag (1855)
abgelehnt, 1852/53 und 1855/56 Pro- Dreßler, Willy
rektor, seit dem 1. Juni 1858 krank- 1952 -1969
heitsbedingte Aufgabe der Lehrtätigkeit geb: 27. Febr. 1913, Thaleischweiler/
und des Klinikdirektoriums Pfalz
Mitgliedschaften: 1840 Korr. Mitglied gest: 2. April 1996, Hof/Saale
der Botanischen Gesellschaft. Regens- Konf: eV.-luth.
burg; 1849 Physikalisch-medizinische
Eltern: Peter Dreßler, Schuhmacher,
Sozietät. Erlangen, 1851-1853 stellver-
und Frieda Dreßler, geb. Hofmann
tretender Vorstand, 1853-1855 Vorstand;
Fam: verh. seit 1954 mit Inge Klein,
1850 Deutsche Akademie der Naturfor-
zwei Kinder
scher Leopoldina
Schule: 1919-1923 Volksschule. Tha-
Ehrungen: 1849 Ehrenmitglied des
leischweiler; bis 1932 Oberrealschule
Vereins Deutscher Ärzte und Naturfor-
Pirmasens
scher, Paris; 1852 Ritter des Verdienst-
Studium: SS 1932 Studium der Medi-
Ordens vom Hl. Michael; 1855 Ritter des
zin in Freiburg/Br .. WS 1932/33 Würz-
Verdienst-Ordens der Bayerischen Kro-
burg. seit dem SS 1935 Heidelberg und
ne (pers. Adel); 1856 Ehrenbürger der
wieder Würzburg; Juni 1938 Medizini-
Stadt Erlangen
sches Staatsexamen in WÜfZburg; 24.
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 16 Lu. D
Juni 1939 Approbation
HStAM DA 13251a St. Mich. 1852; ebd. DA 11566 Akad. Grade: 12. Febr.1940Dr. med ..
Kron. 1855 Würzburg; 14. Febr. 1952 Habilitation

32
Dyroff

für Chirurgie und Neurochirurgie. Er- 1917 Medizinisches Staatsexamen und


langen Approbation in München
laufbahn: 1. Juli 1938 Medizinal- Akad. Grade: 11. Nov. 1919 Dr. med ..
praktikant am Städtischen Krankenhaus München; 12. Febr. 1927 Habilitation
in Pirmasens; 1. Juli 1939 Volontärassi- (Pv.) für Gynäkologie und Röntgenolo-
stent an der Medizinischen Akademie in gie. Erlangen
Düsseldorf; 1. Sept. 1939 klin. Assistent
Laufbahn: 1916-1918 Kriegsdienst;
an den Städtischen Krankenanstalten in
15. lan. 1919 Volontärassistent am Pa-
Essen/Ruhr; 1. Nov. 1939 Eintritt in die
thologischen Institut in Freiburg/Br.;
Wehrmacht. Kriegsdienst und amerika-
Sommer 1919 Volontärassistent an der
nische Kriegsgefangenschaft; 1. Nov.
Gynäkologischen Abteilung des Allge-
1945 wiss. Assistent an der Neurochir-
meinen Krankenhauses links der Isar in
urgischen Abteilung der Chirurgischen
München, seit Herbst 1919 an der 11.
Klinik in Erlangen. 30. April 1952 Pri-
Gynäkologischen Abteilung; 1.Jan. 1920
vatdozent für Chirurgie und Neuro-
Volontärassistent an der Frauenklinik in
chirurgie und Leiter der Neurochirur-
Erlangen, 1. Febr. 1920 wiss. Assistent.
gischen Abteilung. 6. Aug. 1958 apl. Pro-
Herbst 1920 Studienaufenthalt an der
fessor; seit dem 1. Mai 1956 Chefarzt der
Chirurgischen Klinik in Breslau. 1. April
Chirurgischen Klinik am Stadtkranken-
1921 Repetitor an der Hebammenschule
haus in Hof/Saale. 1. März 1978 Verset-
in Erlangen. 1925 Oberarzt an der Frau-
zung in den Ruhestand
enklinik, 25. März 1927 Privatdozent für
Mitgliedschaften: 1951 Physikalisch- Geburtshilfe, Frauenheilkunde und
medizinische Sozietät. Erlangen Röntgenkunde. 1927 Oberarzt an der
literatur:Heidaeher (I 960) S. 170. 179; Kürschner
17 (1996) S. 248
Poliklinik. 20. März 1933 Titel und Rang
eines ao. Professors. 8. Okt. 1941 Diä-
tendozent. 18. Juni 1945 kommissari-
Dyroff. Rudolf scher Leiter der Frauenklinik, 22. Aug.
1927 ~ 1945. 1949 -1962 1945 Entlassung durch die Militärregie-
geb: 14. April 1893. Ingolstadt rung. Arbeitserlaubnis für ärztliche Tätig-
gest: 17.Juni 1966.Aisching am Chiem- keit, 11. Dez. 1946 Suspendierung auch
see/Oberbayem vom ärztlichen Dienst, Niederlassung als
Konf:kath. Facharzt in Erlangen, 19. Dez. 1949 Wie-
Eltern: Dr. jur. Anton Dyroff. o. Pro- derernennung zum apl. Professor, 1.Juni
fessor für Rechte in München. und Mena 1950 o. Professor für Geburtshilfe und
Dyroff, geb. Reber Frauenheilkunde und Vorstand der
Fam: verh. seit 1931 mit Lotte Buch- Frauenklinik mit Poliklinik sowie Leiter
mann, zwei Kinder der Hebammenschule, 30. April 1961
,Schule:bis 1911Humanistisches Gym- Emeritierung, noch bis 15. Mai 1962 ei-
nasium, München gene Lehrstuhlvertretung
Studium: seit dem WS 1911112 Studi- Mitgliedschaften:Kampfverband Stahl-
um der Medizin in München; 27. lan. helm; 1930 Physikalisch-medizinische

33
Elster

Sozietät, Erlangen; Deutsche Röntgenge- logisch-anatomischen Institut, seit 1950


sellschaft; 1959 Vorsitzender der Bayeri- wiss. Assistent, 30. Juli 1955 Privatdo-
schen Gesellschaft für Geburtshilfe und zent für Allgemeine Pathologie und
Frauenheilkunde, später Ehrenmitglied Pathologische Anatomie, Leiter der
Portrait: Thomas (s. LU.) Abteilung für Klinische Morphologie am
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 15 Lu. D
Pathologisch-anatomischen Institut, 8.
HStAM MK 43537 (1927-66)
Literatur: Michelsson (1939) S. 80f. (W); Vo- Sept. 1961 apl. Professor; 1969 Leiter des
gel/Endriß (1943) S. 42; Kirchhoff/Polacsek (1960) Pathologischen Instituts der Städtischen
S. 105 f. (W); Thomas, J.: Professor Dr. Rudolf Dy- Krankenanstalten in Bayreuth, 1983Ver-
roff zum 70. Geburtstag. In: Münch. Med. Wschr.
setzung in den Ruhestand
105 (1963) S. 2034-2036 (P); PUlroff (1964) S. 85e.;
Kürschner 10 (1966) S. 430f.; Schmidt (1967) Mitgliedschaften: 1969-1974 Mitarbei-
S. 77-82 (W); Minkow (1976) S. 10,52 u.Ö. (W); ter des Internationalen Zentrums für Hi-
Lang, Norbert: RudolfDyroff (1893-1966). In: Zan- stologische Klassifikation der Weltge-
der, ]osef und Fritz Zimmer (Hg.): Die Bayerische
sundheitsorganisation (WHO) im St.
Gesellschaft für GeburtsWlfe und Frauenheilkun-
de. München 1987, S. 78-80 (P); Wendehorst (1993) Mark's Hospital, London
S. 202, 226, 236; Wittern (1993) S. 386f. ' Ehrungen: Ehrenpräsident der Deut-
schen Gesellschaft für Endoskopie und
bildgebende Verfahren; Ehrenmitglied
Elster, Kurt
der Deutschen Gesellschaft für Verdau-
1955 -1983
ungs- und Stoffwechselkrankheiten, der
geb: 15. März 1918, Halle/S.
Bayerischen Gesellschaft für Gastroen-
Konf: eV.-Iuth.
terologie und des European Gastro-
Eltern: Willy Elster, Kaufmann, und
Clubs; Bürgermedaille der Stadt Bay-
Luise Elster, geb. Schütze
reuth
Farn: verh. seit 1943 mit Margarete
Literatur: Reichel (1968) S. 21-32 (W); Er!. Tag-
Will, keine Kinder blatt vom 28.3.1969, 30.4.1969; Kürschner 17 (1996)
Schule: 1927-1936 Reformgymnasium, S. 280
Zerbst! Anhalt
Studium: seit dem WS 1936/37 Studi-
um der Medizin in Kiel, Jena und Ber- Engelhardt, Albrecht
lin; 7. Juni 1941 Medizinisches Staats- 1943 -1945, 1949 -1976
examen und Approbation in Berlin geb: 1. April 1913, Büchenbach, Ldkr.
Akad. Grade: 18. Juni 1941 Dr. med., Roth/Bayern
Berlin; 11. Mai 1955 Habilitation für All- gest: 19. Sept. 1996, Büchenbach
gemeine Pathologie und Pathologische Konf: eV.-luth.
Anatomie, Erlangen Eltern: Johann Leonhardt Engelhardt
Laufbahn: Frühjahr bis Herbst 1936 und Elise Marie Engelhardt, geb. Gärt-
Arbeitsdienst; 1941-1948 Kriegsdienst ner
und sowjetische Kriegsgefangenschaft; Fam:verh. seit 1943 mit Gertrud Hof-
21. Juli 1948 Volontärassistent an der mann, zwei Kinder
Medizinischen Poliklinik in Erlangen, 1. Schule: Grundschule, Büchenbach;
Okt. 1949 Volontärassistent am Patho- Progymnasium, Schwabach; bis 1933

34
Engelhom

Neues Gymnasium, Nürnberg gest: 28. Aug. 1954, Braunschweig


Studium: 1933-1935 Studium der Me- Eltern: Dr. med. Ernst Engelhorn, Ober-
dizin in Erlangen, 1936 Berlin, 1937 Mün- amtsarzt und Chefarzt am Städtischen
chen; 1938 Medizinisches Staatsexamen Krankenhaus in GÖppingen. und Emma
in Erlangen; 1939 Approbation Engelhorn, geb. Fischötter
Akad. Grade: 22. Sept. 1939 Dr. med., Fam: verh. seit 1907 mit Erna Mayer,
Erlangen; 13. juli 1942 Habilitation für drei Kinder
Physiologie, Erlangen Schule: Lateinschule, Göppingen; bis
Laufbahn: 1938-1939 Medizinalprak- 1900 Karls-Gymnasium, Stuttgart, und
tikant an der Medizinischen Poliklinik Humanistisches Gymnasium, Schwä-
in Erlangen. 1940 wiss. Assistent am Phy- bisch-Hall
siologischen Institut, 29. juni 1943 Pri- Studium: seit dem WS 1900/01 Studi-
vatdozent für Physiologie, 1945 Ent- um der Medizin in Tübingen, SS 1903
lassung durch die Militärregierung, bis Berlin, seit SS 1904 wieder Tübingen;
1947 vorläufige Arbeitserlaubnis; 1947 17. Febr. 1906 Medizinisches Staatsex-
Rufe nach Long-Island. New York, und amen in Tübingen; 17. Febr. 1907 Ap-
nach Rostock abgelehnt; 14. juli 1949 probation
Wiederernennung zum Privatdozenten Akad. Grade: 1907 Dr. med .. Tübin-
in Erlangen, 1949-1950 wiss. Assistent gen; 1912 Habilitation für Geburtshilfe
am Pharmakologischen Institut; 1950 und Frauenheilkunde, Erlangen; 1916
wiss. Leiter einer Fabrik für chirurgisches Umhabilitierung nach jena
Nahtmaterial und Blutersatzmittel in
Laufbahn: Okt. 1902 bis April 1903
Nürnberg. 1976 Versetzung in den Ru-
Militärdienst; Febr. 1906 bis Febr. 1907
hestand Medizinalpraktikant an der Frauenklinik
Mitgliedschaften: 1941 Physikalisch- in Tübingen. am Städtischen Kranken-
medizinische Sozietät, Erlangen; Alex- haus in Göppingen und am Hygieni-
ander-von-Humboldt -Ge~ellschaft scRen Laboratorium des Kgl. Medizinal-
Ehrungen: 1943 Carl-von-Eicken-Preis; kollegiums in Stuttgart; 17. Febr. 1907
1955 Carl-Diem-Plakette des Deutschen wiss. Assistent an der Frauenklinik in
Sportbundes; 1972 Sertürner-Medaille Tübingen. Leiter der Geburtshilflichen
der Deutschen Pharmazeutischen Ge- Poliklinik und des Pathologisch-anato-
sellschaft e.V.. Hamburg mischen Laboratoriums, seit dem 1. Okt.
Literatur: .A1brecht Enge1hardt". In: Er!. neue- 1907 der Gynäkologisch-konservativen
ste Nachrichten vom 10.6.1943; Wendehorst (1993)
S. 226; Kürschner 17 (1996) S. 284; Uni-Kurier ak-
Station; 1. Febr. 1908 wiss. Assistent an
tuell. Nr. 16 (1996) S. 8 der Frauenklinik in Erlangen. 1. April
1910 Oberarzt an der Poliklinik und Leh-
rer an der Hebammenschule. 18. März
,Engelhom. Ernst 1912 Privatdozent für Geburtshilfe und
1912 -1916 Gynäkologie, seit 26. April 1915 beur-
geb: 30. juni 1881, MaulbronnIWürt- laubt als stellvertretender Leiter der Frau-
temberg enklinik und der Hebammenanstalt in

35
Euler, H.-E.

Jena; 21. Okt. 1916 Privatdozent mit Ti- praktikant an der Inneren Abteilung des
tel und Rang eines ao. Professors inJena, .Horst-Wessel-Krankenhauses" in Ber-
1. März 1919 ao. Professor für Geburts- lin, seit dem 1. Juli 1936 an der Neuro-
hilfe und Frauenheilkunde und Vorstand logischen Abteilung der Charite; 1. Sept.
der Frauenklinik; 1. April 1923 Oberarzt 1936 Medizinalpraktikant am Tropenin-
und stellvertretender Leiter der Staatli- stitut in Hamburg; wiss. Assistent an der
chen Frauenklinik in Dresden; 16. Jan. H~ls-, Nasen- und Ohrenklinik in Kiel,
1925 Chefarzt der Frauenklinik in Braun- 13. Aug. 1944 Privatdozent für Hals-, Na-
schweig und Leiter der Hebammen- sen- und Ohrenheilkunde, 1945 Entlas-
lehranstalt, 1. Juli 1948 Versetzung in sung durch die Militärregierung, 22. Febr.
den Ruhestand 1949 Wiederernennung zum Privatdo-
MitgJiedschaften: 1910 Physikalisch- zenten; 1950 wiss. Assistent an der Kli-
medizinische Sozietät, Erlangen nik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrank-
Potrait: Benesch (s. Lit.) heiten in Erlangen, 6. Okt. 1950 Privat-
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 19 Lit. E dozent für Hals-, Nasen- und Ohren-
Literatur: Michelssan (1939) S. 91 (W); Vogel!. hellkunde; 1. Aug. 1956 o. Professor
Endriß (1943) S. 40; Giese/Hagen (1958) S. 626f.;
Pittroff (1964) S. 84 f.; Schmidt (1967) S. 83-86 (\N); für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Benesch, Ursula: Die Ausbildungsstätten für Heb- und Direktor der Hals-, Nasen- und Oh-
ammen in Braunschweig vom 18. bis ins 20. jahr- renklinik der Medizinischen Akademie
hundert. Braunschweig 1995 (P) in Dresden, 21. Juni 1961 Versetzung in
den Ruhestand wegen .ungesetzlichen
Euler, Hans-Edgar Karl Verlassens der Deutschen Demokrati-
schen Republik"
1950 -1956
Ehrungen: 1955 Carl-von-Eicken-Preis
geb: 10. Mai 1910, Berlin-Schöneberg
Quellen: HStAM MK 54426 (1950-56)
gest: 1980 Literatur: Kürschner 11 (1970) S. 618
Eltern: Ernst Euler, Kaufmann, und
Gertrud Euler, geb. Hadler
Fam: verh. mit Herta Grabs, fünf Kinder Euler, Hermann Rudolf
Schule: Realgymnasium, Berlin; In- 1910 -1921
ternat, Hohenlychen/Uckermark; bis geb: 13. Mai 1878, Karlsberg/Rhein-
1930 Oberrealschule, Berlin pfalz
Studium: SS 1930 Studium der Medi- gest: 17. April 1961, Köln
zin in Freiburg/Br., seitdem WS 1930/31 Konf' eV.-luth.
in Berlin;Febr. 1936Medizinisches Staats- Vater: Karl Euler, Pfarrer, Kirchenrat
examen; 15. Febr. 1937 Approbation und Gymnasialprofessor
Akad. Grade: 21. Mai 1937 Dr. med., Schule:bis 1897 Humanistisches Gym-
Hamburg; 1944 Habilitation für Hals-, nasium, Landau/Pfalz
Nasen~ und Ohrenheilkunde, Kiel; 6. Studium: seit dem WS 1897/98 Stu-
Okt. 1950 Umhabilitierung nach .Edan- dium der Medizin in Erlangen, WS
gen 1899/1900 Heidelberg, SS 1900 Erlan-
Laufbahn: 1. März 1936 Medizinal- gen, WS 1900/01 Freiburg/Br. und seit

36
Eversbusch

dem SS 1901 wieder Erlangen; Frühjahr vom Verdienstorden der Bundesrepu-


1902 Medizinisches Staatsexamen in Er- blik Deutschland; 1955 Stiftung der Her-
langen; Approbation als Arzt; seit dem mann-Euler-Medaille durch die Deut-
WS 1904/05 Studium der Zahnmedizin sche Gesellschaft für Zahn-. Mund- und
in Heidelberg; Herbst 1905 Zahnmedi- Kieferheilkunde; 1957 Miller-Preis der
zinisches Staatsexamen und Approbati- Federation Dentaire Internationale; 1959
on als Zahnarzt in Heide1berg Dr. med. h.c., Leipzig
Akad. Grade: 14. juni 1902 Dr. med., Portrait: Portraitsammlung der UBE
Quellen: UAET. II Pos. I Nr. 18 Lit. E; ebd. Gol-
Erlangen; juli 1907Habilitation für Zahn-
denes Buch Nr. 86 Eintrag vom 3.7.1912
heilkunde, Heidelberg HStAM MK 17659 (1910-33); ebd. MK 11503, Vo!.
Laufbahn: 1902-1904 klin. Assistent I (1920-23)
an der Kreisirrenanstalt in Erlangen; Literatur: Rebel, Hans-Hermann: Das Zahnärzt-
liche Institut der Georg-August-Universität Göt-
Frühjahr 1905 wiss. Assistent an der Chir- tingen. In: Die Medizinische Welt (1937) S. 912;
urgisch-poliklinischen Abteilung des Wannenmacher, Eugen (Hg.): Ein Querschnitt der
Zahnärztlichen Instituts in Heide1berg. wissenschaftlichen Zahnheilkunde. FS für Her-
1907 Privatdozent für Zahnheilkunde; mann Euler zum 60. Geburtstag. Leipzig 1938 (W;
P); "Prof. Dr. med. Hermann Euler 65 Jahre". In:
29. Sept. 1910 Privatdozent für Zahn- Er!. Tagblatt vom 13.5.1943; Euler, Hermann: Le-
heilkunde in Erlangen, Einrichtung und benserinnerungen eines Lehrers der Zahnheil-
Leitung der Zahnärztlichen Poliklinik. kunde. München 1949 (P); Meyer, Wilhelm (Hg.):
30. Dez. 1911 Titel und Rang eines ao. FSfür Hermann Euler zum 75. Geburtstag (= Dtsch.
Zahn-Mund-Kieferhk. 27 (1953)H. 18) (P); Harndt,
Professors; 1. April 1921 ao. Professor Ewald: Hermann Euler zum 80. Geburtstag. In:
für Zahnheilkunde in Göttingen, 1922 Dtsch. Zahn-Mund-Kleferhk. 32 (1958) S. 1-4 (P);
pers. o. Professor; 1924 o. Professor für Müller: Mehr als 50 Jahre deutsche Zahnheilkun-
Zahnheilkunde und Direktor des Zahn- de. In: Zahnärzt!' Mltt., (...) 46 (1958) S. 361 f. (P);
Rebe!, Hans-Hermann: Hermann Euler gestorben.
ärztlichen Instituts in Breslau. 1928 Ruf In: Dtsch. zahnärztl. Zs. 16 (1961) S. 757f. (P); Rit-
nach Berlin abgelehnt; SS 1947 Gastdo- ter, Reinhold: In memoriam Hermann Euler. In:
zent in Köln. 1957 Verleihung der Rech- Dtsch. Zahn-Mund-Kieferhk. 35 (1961) S. 433-435
te eines o. emeritierten Professors (P); Weber (1961) S. 10-16; Ebel (1962) S. 78, 83f.;
Fischer. Bd. 1 (1962) S. 378 C'N); Janz (1963) S.
MitgJiedschaften: Corps Baruthia. Er- 134; Pittroff (1964) S. 235-237: Welgand (1968) S.
langen; Centralverein Deutscher Zahn- 82-105 (W); Eulner (1970) S. 474, 682f.; Althoff.
ärzte (später: Deutsche Gesellschaft für Uta: Die GescWchte der Deutschen Gesellschaft
für Zahn-. Mund- und Kleferbellkunde. Düssel-
Zahn-. Mund- und Kieferheilkunde) . seit dorf 1971. S. 174-178; Scheckel (1976) S. 4, 8.12;
1924 Mitglied des Vorstands. 1928-1954 Kröncke (1984) S. 147·149 (P)
Vorsitzender. 1953 Ehrenpräsident; 1932
Deutsche Akademie der Naturforscher
Leopoldina Eversbusch. Oscar
Ehrungen: Ehrenmitglied zahlreicher 1886 -1900
'nationaler und internationaler Fachge- geb: 26. Mai 1853. HaspelWestfalen
sellschaften; Bayerisches König-Ludwig- gest: 6. Aug. 1912. München
Kreuz; 24. juni 1920Dr.med. dent. h.c., Konf: evAuth.
Erlangen; 1953 Großes Verdienstkreuz Eltern: Gustav Eversbusch. Kaufmann

37
Ewald

und Bürgermeister. und Henriette Evers- kranke Kinder in Bad Tölz (Verein zur
busch Unterstützung armer Augenkranker)
Fam: verh. seit 1882 mit? Reismann. Ehrungen: 1908 Bayerischer Gehei-
sechs Kinder mer Hofrat; Bayerischer Verdienst-Or-
Schule: Schule ,Haspe; Realschule, Ha- den vom Hl. Michael, 4. Klasse
genIWestfalen; bis 1872 Archi-Gymna- Portrait: Gilbert (s. Lit.)
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 14 Lit. E
sium. SoestlWestfalen
HStAM MInn 60554 (1907-12)
Studium: SS 1872 Studium der Prote- Literatur: Eversbusch. Oscar: Die neue Uni-
stantischen Theologie und der Klassi- versitäts-Heilanstalt für Augenkranke in Erlangen.
schen Philologie in Tübingen. seit dem Wiesbaden 1893; Deutsches Zeitgenossenlexikon
(1905) Sp. 339; Zieler/Scheffer (1906) S. 270 (W);
WS 1872/73 Studium der Medizin in FS Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 5Zf., 73;
Straßburg. Berlin und Bonn; März 1878 Eversbusch, Oscar: Die Entwicklung der Augen-
Medizinisches Staatsexamen und Ap- heilkunde an der Universität Landshut-München.
probation in Bonn München 1909; Kolde (1910) S. 420, 486, 515, 521;
Gilbert, Wilhelm: Oskar Eversbusch t. In: KIin.
Akad. Grade: 31.]uli 1877 Dr. med., Monatsblätter für Augenheilkunde 50 (1912) S.
Berlin; 1882 Habilitation für Augenheil~ 360-363 (P); Hirschberg, Julius: Oskar Eversbusch t
kunde, München In: Zbl. für praktische Augenheilkunde 36 (I912)
S. 257; Lohmann, Wilhelm: Oscar Eversbusch. Eine
Laufbahn: Mai 1878 wiss. Assistent an Skizze seines Lebens und Wirkens. In: Münch.
der Augenklinik des Allgemeinen Städ- Med. Wschr. 59 (1912) S. 2056-2058; Öller, Johann:
tischen Krankenhauses links der Isar in Oscar Eversbusch t. In: Dtsch. med. Wschr. 38
München. 1882 Privatdozent für Au- (1912) S. 170Zf. (P); Vogel/Endriß (1943) S. 7,37,
86: Fischer. Bd. 1 (1962) S. 379f.; Pittroff (1964)
genheilkunde. 1882-1886 zugleich Lehr- S. 24; Schwartz (1969) S. 178-188 (W)
auftrag für Vergleichende Augenheil- DBA 298, 310-311 (W; P)
kunde an der Tierärztlichen Hochschu-
le in München; 1. Mai 1886 o. Professor
für Augenheilkunde und Leiter des Au- Ewald, Gottfried
genheilkundlich-klinischen Instituts an 1920 -1934
der Chirurgischen Klinik in Erlangen. geb: 15.]uli 1888, Leipzig
1887 Ruf nach Graz und 1893 nach gest: 17.]uH 1963. Göttingen
Greifswald abgelehnt. 1893 Direktor der Konl' eV.-Iuth.
neuen Augenklinik. jahrelang Baurefe- Eltern: Dr. phil. et Lic. theol. Paul
rent im Verwalfungsausschuß der Uni- Ewald, o. ProfessorfürTheologiem Wien
versität. 1896-1897 Prorektor; 1. Okt. und Erlangen. und Katharina Ewald, geb.
1900 o. Professor für Augenheilkunde Löschke
und Direktor der Augenklinik in Mün- Fam: verh. seit 1919 mit Annemarie
chen ]ellinghaus. drei Kinder
MitglJedschaften: 1886 Physikalisch- Schule: 1894-1897.Volksschule und
medizinische Sozietät, Erlangen. 1897- bis 1906 Gymnasium Fridericianum. Er-
1899 stellvertretenclerVorstand.I901 Eh- langen
renmitglied; Stiftung des "Prinzregent- Studium: 1906-1911 Studium der Me-
Luitpold-Genesungsheims" für augen- dizinm Erlangen und Heidelberg; Herbst

38
Fllehne

1911 Medizinisches Staatsexamen in Er- Zur Geschichte der Psychiatrie In Göttlngen. In:
Sudhoffs Arch. 40 (1956) S. 345-371, hier S. 364-
langen; 26. Febr. 1913 Approbation
369: Kolle. Kurt: Gottfried Ewald zum 70. Ge-
Akad. Grade: 28. Nov. 1911 Dr. med., burtstag. In: Dtsch. med. Wschr. 83 (1958) S.1210f.;
Erlangen; 31. März 1920 Habilitation Ebel (1962) S. 79. 89: Fischer. Bd. 1 (1962) S. 381
(Pv.) für Psychiatrie, Erlangen (W); Pittroff (1964) S. 223-225; Trostdorf. Erich:
Gottfried Ewald. In: Dtsch. med. Wschr. 89 (1964)
Laufbahn: 1911 Medizinalpraktikant,
S.2009f. (p);Gemeth (1969) S.13-20 (W);Lungers-
1913 Volontärassistent am Physiolo- hausenlBaer (1985) S. 46: Tröhier, Ulrich: 250 Jah-
gisch-chemischen Institut in Heidel- re Göttlnger Medizin. In: Voigt. Hans-Heinrich
berg; 1913 wiss. Assistent am Physiolo- (Hg.): Naturwissenschaften in Göttlngen. Göttin-
gen 1988, S. 9-36, hier S. 26; Zimmermann. Volker:
gischen Institut in Halle/S., 1914-1916
Medizin In einer Universitätsstadt. Göttingen 1933-
Kriegsdienst; Aug. 1916 wiss. Assistent 1945. In: Friedrich. Hannes und Wolfgang Mat-
an der Psychiatrischen und Nervenkli- zow (Hg.): Dienstbare Medizin. Göttingen 1992,
nik in Rostock; Okt. 1918 wiss. Assistent S. 61-86. hier S. 79-83: Wendehorst (1993) S. 152:
Stobäus. Ricarda: Gottfried Ewald. Neurologe und
an der Psychiatrischen und Nervenkli- Psychiater in Göttingen. Ein biographischer Ver-
nik in Berlin; 1. April 1919 wiss. Assi- such. Diss. med. Göttlngen 1997; Rüther. Eckart
stent an der Psychiatrischen Klinik in Er- und Ricarda Stobäus: Gottfried Ewald (1888-1963).
langen, 19. Mai 1920 Privatdozent für In: Schnack. Hans und HannsHippius (Hg.): Nerven-
ärzte. Biographien. Stuttgart. New York 1998.
Psychiatrie. 1. Jan. 1922 Oberarzt. 13. S. 86-91 (W; P)
Juni 1923 Titel und Rang eines ao. Pro-
fessors, seit dem 16. Sept. 1933 beur-
laubt als stellvertretender Direktor der Fllehne, Wilhelm
Nervenklinik in Greifswald; 15. Okt. 1874 -1886
1934 o. Professor für Psychiatrie und geb:12. Febr. 1844, Posen
Neurologie in Göttingen sowie Direktor gest: 29. April 1927, Bensheim an der
der Nervenklinik, zugleich bis 31. März Bergstraße
1954 Vorstand der Landes-Heil- und Pfle- Konf: mosaisch, dann eV.-luth.
geanstalt Niedersachsen, Rufe nach Bres- Eltern: Isidor Filehne und Rosalie
lau (1938), Straßburg (19~4) und Frank-
Filehne. geb. Kaufmann
furt/Mo (1946) abgelehnt. Ende SS 1956
Farn: verh. mit Sophie Gordan, geb.
Emeritierung. noch bis 31. März 1958 ei-
Deurer
gene Lehrstuhlvertretung
Schule: bis 1862 Friedrich-Wilhelms-
Mitgliedschaften: 1920 Physikalisch-
Gymnasium. Berlin
medizinische Sozietät, Erlangen
Studium: 1862-1866 Studium der Me-
Ehrungen: 1961 Großes Verdienst-
dizin in Berlin und Heidelberg; WS 1866/
kreuz vom Verdienstorden der Bundes-
67 Medizinisches Staatsexamen in BerUn
republik Deutschland
Portrait: Trostdorf (s. Ltt.) Akad. Grade: 13. Juni 1866 Dr. med .•
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 21 Llt. E; ebd. Gol- BerUn; 20. Juli 1874 Habilitation für In-
denes Buch Nr. 128 Eintrag vom 30.12.1926 nere Medizin und Arzneimittellehre, Er-
HStAM MI<35426 (1920-34) langen
Literatur:VogeVEndriB (1943) S.41:Störrlng, Gu-
stav E.: Prof. Ewald 60 Jahre alt. In: Dtsch. med.
Laufbahn: 1866 Kriegsdienst; 1867
Rundschau 2 (1948) S. 7; Gruber. Ceorg Benno: Niederlassung als praktischer Arzt in Ber-

39
Fischer

lin. Ostern 1867 wiss. Assistent am Ana- Fischer, Hermann Gottwald


tomischen Institut in Berlin. Sommer 1929 -1945. 1949 -1956
1868 wiss. Assistent am Pathologisch-
geb: 25. März 1890. Kirch-Dornberg/
anatomischen Institut, 1870/71 Kriegs- Westfalen
dienst. 1871 wiss. Assistent an der I. Me-
gest: 10. April 1963. Fürth
dizinischen Klinik der Charite in Berlin.
Konf: eV.-Iuth.
Lehrauftrag für Arzneimittellehre; 2.]uni
1874 wiss. Assistent am Ambulatorium Eltern: Caspar Heinrich Hermann Fi-
der Medizinischen Klinik in Erlangen, scher. Landwirt. und Anna Marie Luise
Fischer, geb. Leimkühler
23. Aug. 1874 Privatdozent für Pharma-
kologie. 1. Nov. 1874 Lehrauftrag für Fam: verh. seit 1919 mit Martha Hirz.
Arzneimittellehre und Arzneiverord- ein (?) Kind
nungslehre. 1.]uli 1876 ao. Professor für Schule: Humanistisches Gymnasium,
Arzneimittellehre in Erlangen. Be- Bielefeld
gründer einer Pharmakologischen Samm- Studium:SS 1909 bis WS 1909/10 Stu-
lung, Sommer 1883 beurlaubt für eine dium der Philosophie in Marburg/Lahn.
Studienreise nach Rom; 1. April 1886 0.' seit dem SS 1910 Studium der Medizin
Professor für Arzneimittellehre und Di- in Marburg/Lahn, München, Heidelberg
rektor des Pharmakologischen Instituts und Kiel; 2. Okt. 1914 Medizinisches
in Breslau Staatsexamen in München; 27.]an. 1915
Mitgliedschaften: 1874 Physikalisch- Approbation
medizinische Sozietät. Erlangen; Aca- Akad. Grade: 17.]uni 1919 Dr. med ..
demie de Medecine de Paris München; 17.]an. 1929 Habilitation für
Ehrungen: Ehrenmitglied der Societe Chirurgie. Frankfurt/M.; 26. Juli 1929
de Therapie de Paris; Geheimer Medi- Umhabilitierung nach Erlangen
zinalrat Laufbahn: Okt. 1914 bis Sept. 1918
Portrait: Portraitsammlung der UBE Kriegsdienst; 15. Nov. 1918 zunächst Vo-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 17 Llt. F lontärassistent, dann wiss. Assistent am
Literatur: DeutschesZeitgenossenlexikon (1905) Pathologischen Institut in München. 1.
Sp. 355; Zieler/Scheffer (1906) S. 56 (yJ); FS Phys.-
Juni 1920 Volontärassistent, dann wiss.
med. Soz. Erlangen (1908) S. 74; Kolde (1910) S.
420.521; Pohl.]ulius: Wilhelm FlIehne. In: Medi- Assistent an der I. Medizinischen Klinik
zinische Klinik 23 (1927) S. 781 f.; Spiro. K.: W. Fi- des Allgemeinen Städtischen Kranken-
lehne t. In: Dtsch. med. Wschr. 53 (1927) S. 1063; hauses links der Isar; 1. April 1921 Vo-
Vogel/Endriß (1943) S. 36. 84; Loewe. Hans: Wil-
lontärassistent an der Chirurgischen Kli-
helm FlIehne. In: NDB. Bd. 5 (1961) S. 146; Pitt-
roff (1964) S. 191f.; Schwartz (1969) S. 49-57 (yJ); nik in Frankfurt/M., 1. April 1922 wiss.
Brune. Kay: Das Phänomen Schmerz in Gesell- Assistent, 1925 halbjähriger Sttidienauf-
schaft. Forschung und Therapie. In: Erlanger Uni- enthalt an der Chirurgischen Klinik der
versitätsreden 18 (1986). S. 7f.; Knevelkamp (1990)
S. 78-96 (P)
Kantonalen Krankenanstalten in Aarau
DBA 319. 8 (P) (Schweiz). 17. Jarl. 1929 Privatdozent
für Chirurgie in FrankfurtlM.; 1.Mai 1929
Oberarzt an der Chirurgischen· Polikli-
nik in Erlangen und Vertreter der ao.

40
Fleck

Professur für Chirurgische Propädeutik. Laufbahn: 1918-1922 wiss. Assistent


Spezielle Chirurgie und Vnfallheilkun- an der Psychiatrischen Klinik in Straß-
deo 29. Okt.1929PrivatdozentfürChir- burg. an der Medizinischen und an der
urgie. 1. Juli 1933 Leiter der Chirurgi- Chirurgischen Abteilung des Evange-
schen Abteilung des Städtischen Kran- lischen Krankenhauses in Oberhausen/
kenhauses in Fürth. 3. Jan. 1934 Titel Rheinland sowie am Pathologischen In-
eines ao. Professors in Erlangen. I. März stitut des Städtischen Krankenhauses
1936 Direktor des Städtischen Kran- in Dortmund; 1922 wiss. Assistent an
kenhauses in Fürth. 28. Mai 1936 zu- der Frauenklinik in Erlangen. 1928 Pri-
gleich Lehrauftrag für Allgemeine Un- vatdozent für Frauenheilkunde, Ge-
fallkunde und Begutachtung in Er- burtshilfe und Röntgenologie in Er-
langen. 22. August 1945 Entlassung langen. 14. Aug. 1934 Titel und Rang
durch die Militärregierung. 30. Nov. 1949 eines ao. Professors; 1935 Chefarzt der
Wiederemennung zum apl. Professor. Frauenklinik und des Röntgeninstituts
1. Okt. 1956 Versetzung in den Ruhe- des Evangelischen Krankenhauses in
stand Oberhausen. 1956 Versetzung in den
Mitgliedschaften: Kampfverband Stahl- Ruhestand
helm; 1929 Physikalisch-medizinische Mitgliedschaften: 1923 Physikalisch-
Sozietät. Erlangen medizinische Sozietät. Erlangen
Ehrungen: 1957 Verdienstkreuz 1. Quellen: UAE T. II Pos. I Nr. 83 Lit. F (derzeit
nicht auffindbar)
Klasse vom Verdienstorden der Bundes-
Literatur: Michelsson (1939) S. llOf. (W); Vo-
republik Deutschland gel/Endriß (1943) S. 43; Kirchhoff/Polacsek (1960)
Portrait: Erl. Tagblatt 1960 (s. Lit.) S. 129 (W); Pittroff (1964) S. 87; Schmidt (1967)
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 47 Lit. F S. 87-90 (W)
HStAM MInn 60294 (1929-45)
Literatur: Vogel/Endriß (1943) S. 43; ,Profes-
sor Dr. Fischer 65 Jahre'. In: Erl. Tagblatt vom
Fleck. Vlrich Konrad
25.3.1955; Hübner, Arthur (Hg.): Chirurgenver-
zeichnis. 4. Aufl. BerUn u. a. 1958;Ueidacher (1960) 1936 -1945. 1954 -1964
S. 169. 176; ,Prof. Dr. med. Hermann Fischer 70 geb: 15. Nov. 1890. Greiz/Thüringen
Jahre alt". In: Erl. Tagblatt vom 27.9.1960 (P); Pitt- gest: 27. Jan. 1990. Bad Krozingen
roff (1964) S. 58-60; Schmidt (1967) S. 10-14 (W)
Konf: ev.-Iuth.
Eltern: Dr. med. Friedrich Conrad
Flaskamp. Wilhelm Fleck. praktischer Arzt. und Sidonie
1928 -1937 Fleck.geb.Friedrlch
geb: 19. Juni 1891. DUisburg-Ruhrort Fam: vero. seit 1917 mit Marta Elisa-
gest: 1979 beth Steitlhäuser. drei Kinder
Studium: Studium der Medizin; 1916 Schule:bis 1909Humanistisches Gym-
Medizinisches Staatsexamen und Ap- nasium, Greiz
probation Studium: SS 1909 Studium der Medi-
Akad .. Grade: 1920 Dr. med.; 1928 zin in Erlangen. WS 1909/10 München,
Habilitation für Frauenheilkunde. Ge- WS 19m/lI Erlangen, WS 1911/12 Mün·
burtshilfe und •Röntgenologie. Erlangen ehen, WS 1912/13 Leipzig und SS 1913

41
Fleischer, B.

wieder München; Frühjahr 1914 Medi- 1949-1955 zugleich Gutachtertätigkelt an


zinisches Staatsexamen in München; der Versorgungsärztlichen Untersu-
Aug. 1914 Approbation chungssteIle Nümberg-Fürth, 12. Aug.
Akad. Grade: akt. 1919 Dr. med., 1954 Wiederernennung zum apl. Pro-
Hamburg: 28. Juli 1926 Habilitation für fessor für Psychiatrie und Neurologie in
Psychiatrie und Neurologie. Göttingen; Erlangen, 30. April 1964 Entbindung von
28. akt. 1936 Umhabilitierung nach Er- der Vorlesungspflicht
langen Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 34 Lit. F
HStAM MK 54456 (1936-54)
Laufbahn:SS 1909 Militärdienst in Er- Literatur:VogellEndriß (1943) S. 45; Ebel (1962)
langen; Juni bis Aug. 1914 Medizinal- S. 85. 97; Pittroff (1964) S. 229f.; Gemeth (1969)
S. 67-75 (W); Kürschner 15 (1987) S. 1076
praktikant an der Psychiatrischen Klinik
inMünchen; 1914-1918 Kriegsdienst; 15.
März 1919 Volontärassistent an der I. Fleischer, Bruno atto
Medizinischen Klinik des Allgemeinen 1920 -1951
Städtischen Krankenhauses links der Isar geb: 2. Mai 1874, Stuttgart
in München; 1. Mai 1919 wiss. Assistent gest: 26. Febr. 1965. Erlangen
an der Inneren Abteilung des Allgemei- Konf: eV.-luth.
nen Krankenhauses in Hamburg-Ep- Eltern: Bruno Fleischer, Möbelfabri-
pendorf. seit dem 1. Nov. 1919 an der kant. und Mathilde Fleischer. geb. Gott-
Medizinischen Abteilung, 1. Jan. 1920 schalk
wiss. Assistent an der Neurologischen Fam: verh. seit 1910 mit Frida Hoch.
Klinik; 1.Jan. 1922 wiss. Assistent an der sechs Kinder
Psychiatrischen Klinik in München; 1. Schule: Karls-Gymnasium, Stuttgart
Juli 1925 klin. Assistent an der Provin- Studium: 1892-1897 Studium der Na-
zial-Heil- und Pflegeanstalt in Göttingen, turwissenschaften und der Medizin in
1. Aug. 1926 Privatdozent für Psychia- Tübingen. Genf. Berlin und wieder Tü-
trie und Neurologie. Herbst 1928 Ober- bingen; 1898 Medizinisches Staatsex-
arzt an der Universltäts-Nervenklinik in amen und Approbation in Tübingen
Göttingen, 5. Aug. 1932 Titel und Rang Akad. Grade: 1898 Dr. med .. Tübin-
eines ao. Professors; 1. Nov. 1935 Stadt- gen; 14. Aug. 1904 Habilitation für Au-
obermedizinalratund Vorstand der Psych- genheilkunde. Tübingen
iatrischen und Nervenklinik der Städti- Laufbahn: akt. 1894 bis April 1895
schen Krankenanstalten in Nümberg. 28. und April bis akt. 1898 Militärdienst; 15.
Okt. 1936 Privatdozent für Psychiatrie Nov. 1898 Volontärassistent an der Au-
und Neurologie mit Titel und Rang ei- genklinik in Tübingen; 1. Apri11899 Vo-
nes ao. Professors in Erlangen. 1935-1945 lotttärassistent am Pathologischen Insti-
Beisitzer am "Erbgesundheitsoberge- tut in Breslau. 1. Juli 1899 klin. Assistent
richt" in Nümberg. Sept. 1945 Entlas- am Krankenhaus der Landesversiche-
sung durch die Militärregierung in Er- rungsanstaltSchlesien; 1.akt. 1900wiss.
langen und Intemienmg. 1948 Nieder- Assistent an der Augenklinik in Tübin-
lassung als Nervenarzt in Nürnberg, gen. 1. Jan. bis 30. April 1904 beurlaubt

42
Fleischer. R.

für Studienaufenthalte an der Augenkli- nasium, Berlin


nik in Würzburg und am Anatomischen Studium.·WS 1868/69 Studium der Me-
Institut in Freiburg/Br., 18. Aug. 1904 dizin in Berlin, SS 1869 bis SS 1810 und
Privatdozent für Augenheilkunde in Tü- seit dem SS 1811 Jena, WS 1872/13 Würz-
bingen, 1. Okt. 1904 Oberarzt, 21. April burg; Dez. 1813 Medizinisches Staats-
1909 Titel und Rang eines ao. Profes- examen in Würzburg
sors; 1914-1919 Kriegsdienst; 1. April Akad. Grade: Dez. 1872 Dr. med.,
1919 wiederum Oberarzt in Tübingen; Würzburg; 1. Aug. 1877 Habilitation für
1. Okt. 1920 o. Professor für Augen- Innere Medizin, Erlangen
heilkunde und Vorstand der Augen- Laufbahn: 1870/11 Kriegsdienst; Jan.
klinik in Erlangen, 1929/30 Rektor, 30. 1874 Studienaufenthalt in Berlin und in
Sept. 1939 Emeritierung, sofortige Wie- Heidelberg; Sept. 1874 kIin. Assistent an
derindienststellung, 30. Sept. 1948 er- der Inneren Abteilung des Städtischen
neute Emeritierung, noch bis 16. Nov. Allgemeinen Krankenhauses am Fried-
1951 eigene Lehrstuhlvertretung richshain in Berlin; Mai 1816 wiss. Assis-
MitgJiedschaften: 1900 Studentenver- tent am Physiologisch-chemischen La-
bindung -Igel", Tübingen; 1920 Physi- boratorium in Bonn; Herbst 1876 wiss.
kalisch-medizinische Sozietät, Erlangen, Assistent an der Medizinischen Klinik in
1940-1945 deren Vorstand Heidelberg; April 1877 wiss. Assistent
Portrait: Portraitsammlung der UBE am Chemischen Laboratorium der Me-
Quellen: UAE T. 11Pos. I Nr. 36 Llt. F (Vo!. I. dizinischen Klinik in Erlangen, 5. Nov.
Il): ebd. Goldenes Buch Nr. 116v Eintrag vom
1877 Privatdozent für Innere Medizin,
11.4.1923
HStAM MK 43606 (1920-65) 23. Febr. 1884 Oberarzt am Ambulato-
Literatur:ZieleriScheffer (1906) S. 272 (W); Vo- rium der Medizinischen Klinik. 1. Mai
geVEndrlB (1943) S. 8, 41, 86: ,Prof. Bruno Flei- 1886 ao. Professor der Medizinisch-
scher 70 Jahre'. In: Er!. neueste Nachrichten vom propädeutischen Fächer, 1. Juli 1898
2.5.1944; ,Professor Dr. Fleischer 80 Jahre'. In: Er!.
Tagblatt vom 30.4.1954 (P); Fiseher. Bd. 1 (1962)
pers. o. Professor für die Medizinisch-
S. 416; Pittroff (1964) S. 26f.; ,Prof. BrunoFieischer propädeutischen Fächer und Ge-
90 Jahre ".In: Er!.Tagbiattvom2.13.5.1964 (P):Thuss schichte der Medizin. seit dem WS
(1969) S. 20-33 (W); Wittern (1993) S. 391 1901/02 wegen Krankheit beurlaubt,
1. Okt. 1903 Versetzung in den Ruhe-
stand
Fleischer, Richard
Mitgliedschaften: 1877 Physikalisch-
1871-1903
medizinische Sozietät, Erlangen, 1889-
geb: 22. Sept. 1848, Cleve
1891 stellvertretender Vorstand
gest: 11. April 1909, München
Portrait: Portraltsammlung der UBE
Konf: eV.-luth. Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 18 Lu. F
Eltern: Dr. phil. Moritz Fleischer. Literatur: FSPhys.-med. Soz. Erlangen (1908)
Gymnasialprofessor. und Sophia Flei- S. 52 f.; Penzoldt. Franz: Erinnerung an Richard
Fleischer. In: Münch. Med. Wschr. 56 (1909)
scher ..geb. Niemeyer S. 1285f. (W): Kolde (1910) S. 482.486. 522; Vo-
Fam:ledig geVEndriß (1943) S. 36; Fischer. Bd. 1 (1962)
Schule: Vorschule und bis 1868 Gym- S. 416; Pittroff (1964) S. 153f.; Kovacsics (1967)

43
Fleischmann, F.

S. 15-21 fW); Knevelkamp (1990) S. 98f.


DBA 327. 212-213
Vater: Johann Georg Fleischmann.
Arzt
Fam: ledig
Fleischmann, Friedrich Ludwig Schule: Privatunterricht und Latein-
1834 -1847 schule, Erlangen; 1785-1793 Gymnasi-
geb: 18. Okt. 1806, Nümberg um Fridericianum. Erlangen
gest: 22. Dez. 1886, Diessen/ Ammer- Studium: WS 1793/94 bis SS 1795 Stu-
see dium der Philosophie, Mathematik und
Konf: eV.-luth. Geschichte in Erlangen. seit dem WS
Vater: Kaufmann; Pflegevater: Dr. 1795/96 Studium der Medizin; 1800 Me-
med. Gottfried Fleischmann, o. Profes- dizinisches Staatsexamen in Erlangen
sor für Physiologie und Anatomie in Er- Akad. Grade: 21. Juni 1800 Dr. med.,
langen Erlangen; 1810 Venia legendi für Arz-
Fam: verh., zahlreiche Kinder neikunde, Erlangen
Schule: (Altes) Gymnasium, Nümberg , Laufbahn: 1800 Niederlassung als Arzt
Studium: seit dem WS 1827/28 Studi- in Erlangen, seit März 1803 Vertretung
um der Medizin in Erlangen der ProsektorensteIle am Anatomischen
Akad. Grade: 1832 Dr. med. et phil., Theater, 19. Nov. 1808 Prosektor und
Erlangen; 30. Nov. 1834 Habilitation für 1810 Privatdozent für Physiologie und
Anatomie, Erlangen Anatomie in Erlangen, 1. Okt. 1818 ao.
Laufbahn: 5. Juni 1833 Prosektor am Professor, 13. März 1824 o. Professor für
Anatomischen Institut in Erlangen. 1834 Physiologie und Anatomie und Direk-
Privatdozent für Anatomie. Studienrei- tor des neuen Anatomischen Instituts.
se nach Italien und Dalmatien; 8. Aug. 1830 Stiftung der Sammlung für Ver-
1847 Landgerichtsarzt in Dillingen/ gleichende Anatomie sowie der Patho-
Schwaben, 1883Versetzung in den Ruhe- logisch-anatomischen und der Physio-
stand logisch-anatomischen Sammlungen
Mitgliedschaften: 1833 Physikalisch- Mitgliedschaften: 20. März 1808 Mit-
medizinische Sozietät, Erlangen begründer der Physikalisch-medizini-
Quellen: UAE 1. II Pos. 1 Nr. 12 LU. F schen Sozietät, Erlangen; 1820 Deutsche
HStAM Mlnn 60582 (1847·83)
Literatur:Calllsen. Bd. 28 (1840) S. 63 fW); En- Akademie der Naturforscher Leopoldina
gelhardt (1843) S. 94, 123; Reimlein (1843) S. 146 f.: Ehrungen: 1850Ritter des Bayerischen
FS Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 70; Kolde Verdienst-Ordens vom Hl. Michael
(1910) S. 522; HIrsch. Bd. 2 (1930) S. 538f.; KItsch- Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 6 Lu. F; ebd. 1. I
ner (1967) S. 18 f. Pos. 9 Nr. 7 .
HStAM Mlnn 60580 (1832-47); ebd. Mlnn 60581
(1870-94); ebd. DA 13394 St. Mich. 1850
Fleischmann, Gottfried Literatur: Fleischmann, Gottfrled: Geschichtli-
1810 -1850 cher Überbllck der königlich-anatomIsChen An-
geb:23. Febr. 1777. Erlangen stalt zu Erlangen. Erlangen 1830; Call1sen. Bd. 6
(1831) S. 323-327 und Bd. 28 (1840) S. 63f .. fW);
gest: 22. Aug. 1850. Erlangen
Engelhardt (1843) S. 94. 122. 252; Heyfelder. Fer-
Konf' eV.-Iuth. dlnand: Worte am Grabe Gottfrled FIelschmanns.

44
Friedreich

Erlangen 1850 (= Nrf., Ge 1850, LP: Stählin S. 37): Rang eines ao. Professors; 1. Jan. 1939
Hirsch, August: Gottfried Fleischmann. In: ADB.
Direktor der Städtischen Nervenklinik in
Bd. 7 (1878) S. 114f.: FS Phys.-med. Soz. Erlan-
gen (1908) S. 4, 22f.; Kolde (1910) S. 68f., 305, Chemnitz; 1. Sept. 1939 o. Professor für
522; Hirsch. Bd. 2 (1930) S. 538; Vogel/Endriß Neurologie und Psychiatrie und Direk-
(1943) S. 32, 83; Kaulbars-Sauer (1969) S. 11-14 tor der Nervenklinik in Halle/S .. 1939-
(W); Weisser, Ursula: Die Geburt der Physico-me-
1945 Kriegsdienst, seit 1945 zudem Lan-
dica aus dem Geiste der Leopoldina? Erlangen
1986; Wittern (1993) S. 328 despsychiater für Sachsen-Anhalt; 16.
DBA 327, 304-312 (W) Jan. 1951 o. Professor für Psychiatrie
und Neurologie in Erlangen und Di-
rektor der Psychiatrischen und Nerven-
Flügel, Fritz Eugen klinik. 31. März 1965 Emeritierung. noch
1951 -1966 bis 31. Dez. 1966 eigene Lehrstuhlver-
geb: 20. März 1897, Dresden tretung
gest: 23. April 1971. Erlangen Mitgliedschaften: 1952 Deutsche Aka-
Konf: eV.-Iuth. demie der Naturforscher Leopoldina;
Eltern: Friedrich Flügel, Architekt. und 1953Physikalisch-medizinische Sozietät.
Eugenie Flügel, geb. Watteyne Erlangen; 1960 Begründer und Vorsit-
Fam: verh. seit 1932 mit Irene Maria zender der Deutschen Arbeitsgemein-
Freiin von Auffenberg. drei Kinder schaft für Neuro-Psycho-Pharmakologie
Schule: Drei-Königs-Gymnasium. Dres- Portrait: Selbach (s. Lit.)
den Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 40 Lit. F
Studium: SS 1919 Studium der Medi- HStAM MK 43610 (1951-71)
zin in Leipzig. WS 1919120 Freiburg/Br.. Literatur: .Prof. Dr. Fritz Flügel 65 Jahre alt·.
In: Erl. Tagblatt vom 20.3.1962 (P); .Prof. Dr. Fritz
SS 1920 Breslau. WS 1920/21 Würzburg Flüge170Jahrealt·. In: Erl. Tagblatt vom 20.3.1967
und seit dem SS 1921 München; 1922 (P); Selbach. Helmut: Herrn Professor Dr. med.
Medizinisches Staatsexamen in Mün- Fritz Eugen Flügel zum 70. Geburtstag. In: Die Me-
chen; 30. Juni 1923 Approl;>ation dizinische Welt (1967) S. 585-587 (P): Gerneth
(1969) S. 52-61 (W): .Prof. Dr. Fritz Flügel ge-
Akad. Grade: 1924 Dr.med .. Mün- storben·. In: Erl.Tagblatt vom 27.4.1971 (P); Wieck,
chen; 1932 Habilitation für Psychiatrie Hans Heinrich: Zum Tode von Prof. Flügel. In:
und Neurologie. Leipzig Uni-Kurier. Nr. 6 (1971) S. 39
Laufbahn: 1914-1919 Kriegsdienst;
1. Juli 1922 Medizinalpraktikant an der
I. Medizinischen Klinik des Allgemeinen Friedreich, Johann Baptist
Städtischen Krankenhauses links der Isar 1850 -1855
in München. 1. Juli 1923 Volontärassis- geb: 19. April 1796. Würzburg
tent an der Psychiatrischen Klinik; 1. gest: 29. Jan. 1862. Würzburg
April 1925 bis 31. Dez. 1926 Volontär- Konf:kath.
assistent an der Clinique Charcot Salpe- Eltern: Dr. med. Nicolaus Anton Fried-
triere in Paris: 1. April 1927 wiss. Assis- reich, o. Professor für Innere Medizin in
tent, später Oberarzt an der Nervenklinik Würzburg. und Jacoba Friedreich. geb.
in Leipzig. 1933 Privatdozent für Psych- Schorer
iatrie und Neurologie, .1938 Titel und Fam: verh. seit 1821/22 mit Kathari-

45
Friedrich

na von Bolle, sechs Kinder Literatur: Nekrolog Professor Dr. J, B. Fried-


Schule: (Altes) Gymnasium, Würzburg reich. In: Correspondenz-Blatt der Dtsch. Ges. für
Psychiatrie 9 (1862) S. 97-99 (W): Bandorf. Micha-
Studium: Studium der Medizin in el: ]ohann Baptist Friedreich. In: ADB. Bd. 7 (1878)
Würzburg S. 400; Kolde (1910) S. 483. 522: Bresler, 1.: ]0-
Akad. Grade: (Hauste in: 1817 Dr. hannes Baptista Friedreich. In: Kirchhoff, Theo-
dor (Hg.): Deutsche Irrenärzte. Bd. 1. Berlin 1921,
phi!., Würzburg); 1818 Dr. med., Würz-
S. 158-165 (P); VogeVEndriß (1943) S. 34; Pittroff
burg; 13.Juli 1819 Venia legendifür Arz- (1964) S. 160f.;Kovacsics (1967) S.23-51 (W);Hain-
neikunde, Würzburg lein, Brigitte-Ulrike: Zur Geschichte der Gericht-
Laufbahn: 1818 Studienreisen nach lichen Medizin an der Universität Würzburg. Diss.
med. Erlangen-Nürnberg 1970, S. 102; Haustein,
Wien und Halle/S.; Gerichtsarzt in Würz- Arrnin: J, B. Friedreich als Gerichtsmediziner. Diss.
burg, 13. Juli 1819 Privatdozent für All- med. Erlangen-Nürnberg 1971 (W); Rutz, Gode-
gemeine Therapie in Würzburg, 30. Okt. hard: ]ohann Baptist Friedreich. Diss. med. Würz-
1821 Titel und Rang eines ao. Profes- burg 1974 (W: P)
sors, 1830 o. Professor für Physiologie;
28. Okt. 1832 Versetzung als Stadtphy- Friedrich, Heinrich
sikus und Armenarzt nach Weißenburgl 1925-1934
Bayern; 29. Nov. 1838 Stadtgerichtsarzt
geb: 29. März 1893, Löhmarmühle bei
in Straubing; 24. Mai 1843 Stadt- und
Hof/Saale
Kreisgerichtsarzt in Ansbach; 1850 Stadt-
gest: 10. Nov. 1944, Ulm
physikus in Erlangen, 18. Mai 1850 Ho-
Koni' eV.-luth.
norarprofessor für Staatsarzneikunde
Eltern: Gustav Friedrich, Gutsbesitzer,
an der Universität, 11.Jan. 1855 als Stadt-
und Elise Friedrich, geb. Welzel
gerichtsarzt Versetzung in den Ruhe-
Fam: verh. seit 1920 mit Anny Zim-
stand und Enthebung von der Honorar-
mermann, zwei Kinder
professur; seit 1855 Privatgelehrter in
Würzburg Schule: bis 1912 Oberrealschule, Bay-
reuth
Mitgliedschaften: 1812 Corps Franko-
Studium: 1912-1915 Studium der Me-
nia, Würzburg: Korr. Mitglied der Russi-
dizin in München, seit 1918 Erlangen,
schen Naturforschergesellschaft, Mos-
1919 Halle/S.; 1920 Medizinisches Staats-
kau. der Medizinisch-chirurgischen Aka-
examen in Halle/S.
demie, Neapel, und der Akademie für
Akad. Grade: Dr. med.; 4. Juli 1925
Künste und Wissenschaft, Straßburg;
Habilitation (Pv.) für Chirurgie. Erlan-
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und
gerichtliche Psychologie; 1850 Physika- gen .
lisch-medizinische Sozietät, Erlangen Laufbahn: 1914-1918 Kriegsdienst;
23. Juni 1920 Medizinalpraktikant an der
Ehrungen: 1826Preußische Verdienst-
Medizinischen Klinik in Erlangen, 1.
medaille; 1849 Ritter des Bayerischen
April 1921 Volontärassistent an der Chir-
Verdienst-Ordens vom H!. Michael
Portrait: Rutz (s. Lit.)
urgischen Klinik, 1. Aug. 1922 wiss. As-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 14 Lit. F sistent, 29. Juli 1925 Privatdozent für
HStAM MInn 23226 (1819-30); ebd. DA 13434 St. Chirurgie, 1.Jan. 1929 Oberarzt an der
Mich. 1849 Chirurgischen Klinik, 22. Juli 1931 Titel

46

j'
r
Frommel

eines ao. Professors; 1. April 1932 Chef- Erlangen, 26. Sept. 1957 Privatdozent für
arzt der Chirurgischen Abteilung des Innere Medizin, 17. Dez. 1963 apl. Pro-
Städtischen Krankenhauses in Ulm fessor; 1966 o. Professor für Röntgeno-
Quellen: UBE T. 11Pos. 1 Nr. 32 Lit. F logie und Strahlenheilkunde an der TH
HStAM MK 35444 (1925-34) in Aachen und Vorstand der Radiologi-
Literatur:VogellEndriß (1943) S.42; ,Zum Tode
von Prof. H. Friedrich'. In: Er!. neueste Nachrich-
schen Abteilung, 1983 Emeritierung
ten vom 17.11.1944; Heidacher (1960) S. 169. 176; Mitgliedschaften: 1959 Physikalisch-
Pittroff (1964) S. 53f.; Schmidt (1967) S. 15-20 (W) medizinische Sozietät, Erlangen; 1966
Mitglied des Gründungsausschusses der
Medizinischen Fakultät Aachen
Frik, Wolfgang Ehrungen: 1957Holthusen-Ring; 1959
1957 -1966
Schleussner-Preis der Deutschen Rönt-
geb: 14. Aug. 1918, Berlin gengesellschaft; 1970 Medaille der Uni-
gest: 15. März 1994, Aachen versität Lüttich; 1982 Albert-Schönberg-
Konf: eV.-Iuth. Medaille der Deutschen Röntgengesell-
Eltern: Dr. med. Karl Frik, o. Profes- schaft; 1989 Boris-Rajewski -Medaille der
sor für Röntgenologie in BerUn. und Ema Europäischen Radiologischen Gesellschaft
Margarete Frik, geb. Schulze Portrait: Murken (s. Lit.)
Farn: verh. seit 1948 mit Dorothea Quellen: HStAM MK 54481 (1953-65)
Hendrischke; zwei (?) Kinder Literatur: Murken. Axel Hinrich (Hg.): FS zum
25jährigen Bestehen der Medizinischen Fakultät
Schule: 1924-1927 Volksschule und bis Aachen. Zülpich 1991, S. 40f., 226-228. 301 (P);
1935 Friedrichs- Werdersches-Gymnasi- Kürschner 16 (1992) S. 913
um, Berlin
Studium: seit 1936 Studium der Medi-
zin in Berlin, München, Hamburg und Frommei, Richard
wieder Berlin; 6. Aug. 1941Medizinisches 1887 -1901
Staatsexamen und Approbation in Berlin geb: 15. juli 1854, Augsburg
Akad. Grade: 19. Febr. t949 Dr. med., gest: 6. April 1912, München
Berlin; 23. Mai 1957 Habilitation für In- Koni" eV.-Iuth.
nere Medizin, Erlangen Eltern: Hugo Frommel, Geschäfts-
Laufbahn: 1942-1943 Medizinalprak- mann, und Clara Luise Frommel, geb.
tikant am Strahleninstitut der Charite in Heinzelmann
Berlin; 1. Nov. 1945 klin. Assistent an Farn: verh. seit 1883 mit Antoinette
der Medizinischen Röntgenabteilung Krauss, drei Kinder
des Städtischen Krankenhauses in Lü- Schule: Grundschule, Augsburg; Gym-
beck, juli 1946 deren Leiter, 23. Sept. nasium St. Anna, Augsburg
1947 klin. Assistent am Röntgeninstitut Studium.' Studium der Medizin in Mün-
des Marienhospitals; 19. Aug. 1952 städ- chen, Göttingen, Würzburg; 16. März
tischer Fürsorgearzt und wiss. Assistent 1878 Medizinisches Staatsexamen und
an der Medizinischen Poliklinik in Würz- Approbation in Würzburg
burg; Sept. 1953 Leiter der Röntgenab- Akad. Grade: 2. juli 1877 Dr. med.,
teilung an der Medizinischen Klinik in Würzburg; 1882 Habilitation für Ge-

47
Fuchs

burtshilfe und Gynäkologie, München Eltern: Josef Fuchs, Kaufmann, und


Laufbahn: 1878-1879Studienreise nach Amalia Fuchs
Wien; 1879-1882 wiss. Assistent an der Schule: Volksschule, Bensen; 1882-
Frauenklinik an der Dorotheenstraße in 1890 Augustinerordens- Kloster-Gymna-
Berlin; 1882 Privatdozent für Geburts- sium, Böhmisch-Leipa und Staatsgym-
hilfe und Gynäkologie in München; Lei- nasium, Leitmeritz
ter einer privaten Frauenklinik; 1. April
Studium: seit dem WS 1890/91 Studi-
1887 o. Professor für Geburtshilfe und
um der Medizin und der Naturwissen-
Gynäkologie und Vorstand der Geburts-
schaften sowie zeitweilig der Botanik an
hiltlich-gynäkologischen Klinik (Frauen-
der deutschen Karls-Universität in Prag;
klinik) in Erlangen, Direktor der Heb-
1895Medizinisches Staatsexamen in Prag;
ammenschule, 1. April 1901 Versetzung 19. Juli 1897 Approbation
in den Ruhestand auf eigenes Ansuchen
Akad. Grade: 19. Juli 1897 Dr. med.,
Mitgliedschaften: Burschenschaften
Prag; 22. Juli 1902 Habilitation für Phy-
Suevia, München, Brunsviga, Göttingen,
siologie, Erlangen
und Rhenania, Würzburg; 1887 Physi-
kalisch-medizinische Sozietät, Erlangen; Laufbahn: 1.Nov. 1895wiss. Assistent
1884 Mitbegründer der Münchner Gynä- am Physiologischen Institut der deut-
kologischen Gesellschaft, später Ehren- schen Karls-Universität in Prag, 1. Nov.
mitglied; 1891 KOff. Mitglied der Ge- 1899 Volontärassistent am Hygienischen
sellschaft für Geburtshilfe, Leipzig Institut, zugleich Hospitant an der 1.Me-
Portrait: Portraitsammlung der UBE dizinischen Klinik; Mai 1900 wiss. Assi-
Quellen: UAE T. II Pos. I Nr. 23 Lu. F stent am Institut für Allgemeine und Ex-
Literatur: Frommel, Richard: Die Entwicklung perimentelle Pathologie in Innsbruck;
des geburtshilflich-gynäkologischen Unterrichts an 1. Juli 1900 wiss. Assistent am Staatli-
der Universität Erlangen. In: FS ... dem Prinzre-
genten Lultpold von Bayern ... dargebracht von
chen Hygienischen Institut in Hamburg;
der Universität Erlangen. Bd. 3. Erlangen, Leipzig 1.Nov.1900wiss. Assistent am Physiolo-
1901, S. 65-92; Kolde (1910) S. 486, 522; Evers- gischen Institut in Erlangen, 1. Okt. 1902
busch, Oskar: Richard Fromme!. In: Münch. Med. Privatdozent für Physiologie, 1907-1908
Wschr. 59 (1912) S. 1048-1051; Holzapfel, Karl:
Studienaufenthalt am internationalen La-
Richard Frommel t. In: Zbl. Gynäk. 36 (1912)
S. 665f.; Martin, August: Richard Frommel t. In: boratorium für Hochgebirgsforschung am
Mschr. Geburtsh., (...) 35 (1912) S.535-537 (P); Monte Rosa (Schweiz), 25. Sept. 1908 Ti-
VogeIlEndriB (1943) S. 37. 87; Fischer. Bd. 1 (1962) tel und Rang eines ao. Professors; 1. Okt.
458; Pittroff (1964) S. 74f.; Schwartz (1969) S. 151-
156 (W); Frobenius, Wolfgang: Das Chiari-From-
1910 wiss. Assistent am Physiologischen
mel-Syndrom. Erlangen 1992 (P) Institut in Breslau, später Abt,eilungslei-
terund ao, Professor für Physiologie, 1937
Versetzung in den Ruhestand
Fuchs, Richard Friedrich MitgJiedschaften: 1901 Physikalisch-
1902 -1910 medizinische .Sozietät, Erlangen; 1913
geb: 6. Nov. 1870, Bensen/Böhmen Schlesische Gesellschaft für Vaterländi-
gest: unbekannt sche Kultur; Mitglied des Preußischen
Konf: ev,-luth. Staatsrates

48
Gagel

Portrait: Portraitsammlung der UBE und Frauenheilkunde, 25. Juli 1967


Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 28 Lit. F; ebd. Gol- apl. Professor; seit 1963 Chefarzt der Ge-
denes Buch Nr. 74 Eintrag vom 30.11.1908
burtshilflich-gynäkologischen Abteilung
Literatur:Kolde (1910) 5.486. 522; Münch. Med.
Wschr. 57 (1910) S. 1720; Kürschner 4 (1931) des Evangelischen Krankenhauses in
Sp. 774; Vogel/Endrlß (1943) S. 38; Fischer. Bd. 1 Heme/Westfalen. 1978 apl. Professor in
(1962) S.462; Pittroff (1964)S.208 f.;Berwind (1968) Bochum
S. 181-184 (W) Quellen: HStAM MK 54490 (1955-77)
Literatur:Klrchhoff/Polacsek (1960) S. 142 (W);
Kürschner 17 (1996) S. 363
Fuhrmann. Karl Heinrich Wilhelm
1958 -1978
geb: 29. Juli 1919. Wuppertal Gagel, Oskar
Konf: eV.-Iuth. 1958
Eltern: Erich Fuhrmann, Postbeamter, geb: 4. Juli 1899. Nümberg
und Frieda Fuhrmann, geb. Pannicke gest: 15. Sept. 1978, Nümberg
Fam: verh. seit 1950 mit Dr. Ursula Konf: kath.
Baumm, zwei Kinder Eltern: Joseph Gagel, Schulrat. und
Schule: bis 1929 Grundschule, Rathe- Katharina GageI, geb. Zeitler
now; 1929-1937 Althoff-Reformgymna- Fam: verh. seit 1937 mit Eva Burck-
sium, Potsdam-Babelsberg hardt. zwei Kinder
Studium: WS 1941142Studium der Me- Schule: 1905-1909Volksschule und bis
dizin in Berlin, seit dem WS 1945/46 Er- 1918 Realgymnasium. Nümberg
langen; 17. Febr. 1947 Medizinisches Studium: seit dem WS 1918/19 Studi-
Staatsexamen in Erlangen; 1. Sept. 1951 um der Medizin in Erlangen, SS 1921
Approbation München und seit dem WS 1921122 wie-
Akad. Grade: 10. Juni 1947 Dr. med., der Erlangen; Okt. 1923 Medizinisches
Erlangen; 12. Juni 1958 Habilitation für Staatsexamen in Erlangen; 11. Nov. 1924
Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Er- Approbation
langen; 1978 Umhabilitierung nach Bo- Akad. Grade: 24. Dez. 1925 Dr. med ..
chum Erlangen; Juli 1931 Habilitation für In-
Laufbahn: 1937-1946 Militär-, Kriegs- nere Medizin, Breslau
dienst undamerikanische Kriegsgefan- Laufbahn: seit dem 1. Nov. 1923 Medi-
genschaft; 1. Juni 1947 Medizinalprak- zinalpraktikant am Pharmakologischen
tikant am Tuberkulose-Krankenhaus Institut. an der Frauenklinik und an der
Heckeshorn in Berlin-Wannsee; 1. Sept. Medizinischen Klinik in Erlangen, 1. Dez.
1947 Medizinalpraktikant an der Chir- 1924 Volontärassistent an der Medizini-
urgischen Klinik in Erlangen. 5,Jan.1948 schen Klinik; 1. Sept. 1925 Volon1ärassis-
Volontärassistent am Pathologisch-ana- tent an der Deutschen Forschungsanstalt
tomischen Institut, 3. Juli 1950 Volon- für Psychiatrie in München; 1. Aug. 1926
tärassistent an der Frauenklinik in Er- wiss. Assistent an der Medizinischen Kli-
langen, 1. Dez. 1951 wiss. Assistent, 23. nik in Erlangen; 1. Sept. 1929 wiss. Assis-
Aug. 1958Privatdozent für Geburtshilfe tent und Leiter der NeurologischenAbtei-

49
Gebauer,A.

lung des Wenzel-Hancke-Krankenhauses Frankfurt/M.


(Neurologisches Forschungsinstitut) in Laufbahn: 1. Dez. 1934 Medizinal-
Breslau, 1931 Privatdozent für Innere Me- praktikant am Physiologisch-chemischen
dizin, 30. Jan. 1937 Titel und Rang eines Institut in Breslau, seit dem 1. Juli 1935
ao. Professors; 1. Jan. 1940 ao. Professor an der Medizinischen Klinik, 1.Jan. 1936
und Direktor des Neurologischen Insti- Volontärassistent; 1. Aug. 1936 wiss. As-
tuts in Wien, 1. Mai 1940 auch Leiter der sistent am Pharmakologischen Institut
Neurologischen Poliklinik, 1. Okt. 1942 in Königsberg/Pr.; 1.Jan. 1938 wiss. As-
o. Professor; Okt. 1945 Niederlassung als sistent an der Medizinischen Klinik in
Facharzt für Innere Medizin und Neuro- Breslau, 1. Juli 1940 bis 30. Jan. 1941 zu-
logie in Nümberg, 1. Dez. 1958 Verlei- gleich Leiter des Röntgeninstituts der All-
hung der Rechte eines emeritierten o. Pro- gemeinen Ortskrankenkasse in Breslau,
fessors in Erlangen 1941-1945 Kriegsdienst und amerikani-
MitgJiedschaften: 1959 Physikalisch- sche Kriegsgefangenschaft; 1. Aug. 1945
medizinische Sozietät, Erlangen wiss. Assistent an der Medizinischen Po-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 45 Lit. G liklinik in Erlangen, 1. Mai 1946 Ober-
HStAM MI<54492 (1958-78)
arzt an der Medizinischen Klinik und
Literatur: Gemeth (1969) S. 76-87 (W); Bodech-
tel, Gustav: Lehr- und Wanderjahre 1919-1939. In: Leiter der Räntgenabteilung, 8. Febr.
Münch. Med. Wschr. 112 (1970) S. 77-82. hier S. 79 1950 Privatdozent für Innere Medizin
und Röntgenologie; 1953 Leiter der
Röntgenabteilung der Medizinischen
Gebauer, Alfred
Klinik in Franfurt/M., Privatdozent für
1950 -1953
Innere Medizin und Röntgenologie, 1956
geb: 17. Juli 1909, Gleiwitz/Ober- apl. Professor, 1964 ao. Professor für
schlesien
Radiologie, 1972 Direktor des Zentrums
Konfkath. für Radiologie an der Universitätsklinik
Eltern: Josef Gebauer, Uhrmacher- in FrankfurtIM., 1. Jan. 1979 Versetzung
meister, und Klara Gebauer, geb. Fuchs in den Ruhestand
Fam:verh. seit 1938 mit Dr. med. Ma- MitgJiedschaften: 1950 Physikalisch-
ria Baumert, vier Kinder medizinische Sozietät, Erlangen
Schule: Knabenmittelschule und bis Ehrungen: 1949 Schleussner-Preis der
1929Staatliches Gymnasium, Groß-Streh- Deutschen Räntgengesellschaft; Ehren-
litz/Oberschlesien mitglied der Hessischen Gesellschaft für
Studium: 1929-1934 Studium der Me- Strahlenkunde
dizin in Marburg/Lahn, Innsbruck und Quellen: UAE Goldenes Buch Nr. 162v Eintrag
Breslau; 24. Nov. 1934 Medizinisches vom 28.1.1952
Staatsexamen in Breslau; 1. Dez. 1935 HStAM MK 54497 (1949-54)
Approbation Literatur:Hagel (1968) S.112-116 (W);Kürschner
17 (l996) S. 376
Akad. Grade: 4. Jan. 1936 Dr. med.,
Breslau; 3. Dez. 1949 Habilitation für In-
nere Medizin und Röntgenologie, Er-
langen; 1953 Umhabilitierung nach

50
Gerhardt

Gebauer. Christian Samuel Eltern: Dr. med. Carl Jakob Gerhardt,


1743 -1764 o. Professor der Medizin in Jena. Würz-
geb: 1. Nov. 1716. Goldberg/Schlesien burg und Berlin. und Wanda Gerhardt.
gest: 18. Sept. 1764. Bayreuth geb. von Barby
Konf: eV.-luth. Fam: verh. seit 1898 mit Franziska
Eltern: Jeremias Gebauer. Arzt. und Reye. vier Kinder
Florentina Rosina Gebauer. geb. Fritsch Schule: Lateinschule und bis 1884 (Al-
Schule: Lyzeum. Goldberg; Gymnasi- tes) Gymnasium. Würzburg
um. Liegnitz/Schlesien Studium: 1884-1889 Studium der Me-
Studium: seit 1736 Studium der Me- dizin in Heidelberg. Würzburg und Ber-
dizin sowie der Philosophie und Ma- lin; 1889 Medizinisches Staatsexamen in
thematik in Halle/S. Würzburg
Akad. Grade: 20. Juni 1739 Dr. med .. Akad. Grade: 11. Mai 1889 Dr. med ..
Halle/S. Berlin; 1894 Habilitation für Innere Me-
Laufbahn: 1739Kreisphysikus in Lieg- dizin. Straßburg
nitz; 1. Okt. 1743 o. vierter Professor der Laufbahn: Herbst 1889wiss. Assistent
Arzneikunde in Erlangen. 5. Febr. 1744 am Pathologischen Institut in Würzburg;
Aufnahme in die Fakultät. 13. Aug. 1748 Frühjahr 1892 wiss. Assistent an der Me-
Leibarzt des Markgrafen in Bayreuth un- dizinischen Klinik in Straßburg. 1895 Pri-
ter Beibehaltung seiner Professur bei Be- vatdozent für Innere Medizin. 1900 ao.
freiung von der Vorlesungspflicht Professor für Klinische Propädeutik; 1.
Ehrungen: 1745 Brandenburgischer Okt. 1903 ao. Professor für Klinische
Hofrat; 17. Febr. 1746 Magister phi!. h.c .. Propädeutik und Geschichte der Me-
Erlangen; 1749 Verleihung der Pfalz- dizin in Erlangen und Oberarzt am Am-
grafenwürde durch den Fürsten von bulatorium der Medizinischen Klinik; 1.
Schwarzenburg Mai 1905 ao. Professor für Innere Me-
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr:3 Lit. G dizin und Vorstand der Medizinischen
Literatur: Reinhard. Johann Paul: Memoriam ... Poliklinik in Jena. 1907 Ruf nach Erlan-
D. Christiani Samuelis Gebaueri. Erlangen 1164 (= gen abgelehnt; 1. April 1907 o. Profes-
Nrf.: Stählin S. 42); Engelhardt (1843) S. 31 f.. 251;
sor für Innere Medizin und Direktor der
Vogel/Endriß (1943) S. 30; Schamberger (1964)
S. 8; Schwarzach (1966) S. 11 f.; Glaßer (1961) Medizinischen Klinik in Basel; 1911 o.
S. 18-21 0N); Killian (1980) S. 306: Knevelkamp Professor für Innere Medizin und Di-
(1990) S. 23f.; Wittern (1993) S. 311 rektor der Medizinischen Klinik im Juli-
DBA 312. 233-231 0N) usspital in Würzburg. 1914-1918 Kriegs-
dienst, 1921 Emeritierung
Gerhardt. Dietrich Mitgliedschaften: 1903 Physikalisch-
1903 -1905 medizinische Sozietät. Erlangen
Portrait: Magnus-Alsleben ( s. Lit.)
geb: 16. Febr. 1866. Jena
Quellen: UAE T. n Pos. 1 Nr. 32 Lu. G; ebd.
gest: 31. Juli 1921. MeiningeniOber- Goldenes Buch Nr. 56 Eintrag vom 15.2.1904
franken HStAM MK 43639 (1903-54)
Konf: eV.-luth. Literatur:Zieler/Scheffer (1906) S.109 0N);Kol-

51
Gerlach,J.

de (1910) S. 486. 523; Gerhardt-Gedächtnis-Feier.


Erlangen, Vorstand des Anatomischen
In: Verh. der physikalisch-med. Ges. Würzburg
N.F. 46 (1921) S. 103-120; Jamin. Friedrich: Diet- Instituts, 1855 Ruf nach Gießen abge-
rich Gerhardt t. In: Medizinische Klinik 17 (1921) lehnt, WS 1863/64 Einrichtung einer Phy-
S. 1251 f.; Magnus-Als1eben. Ernst: Dietrich Ger- siologischen Abteilung, 1865/66 Pro-
hardt. In: Münch. Med. Wschr. 68 (1921) S. 1160
rektor, 30. Dez. 1890 Befreiung von der
f. (P); Müller. Ludwig Robert: Dietrich Gerhardt t.
In: Dtsch. med. Wschr. 47 (1921) S. 1270f.; Um- Vorlesungspflicht. 12. Juli 1896 Verset-
ber. Friedrich: Dietrich Gerhardt t. In: Berliner zung in den Ruhestand
kIin. Wschr. 58 (1921) S. 1118 f. (P); Naunyn. Bern- Aditgliedschaften:Begründer der Ana-
hard: Dietrich Gerhardt t. In: Mitt. Grenzgeb. Med.
Chir .. Jena 34 (1922) S. I-IV; VogeIlEndriß (1943)
tomischen Sozietät, Mainz; 1850 Physi-
S. 38; Giese/Hagen (1958) S. 572f.; Fischer. Bd. 1 kalisch-medizinische Sozietät, Erlan-
(1962) S. 493; Stürzbecher. Manfred: Dietrich Ger- gen, 1855-1857 stellvertretender Vor-
hardt. In: NDB. Bd. 6 (1964) S. 284; Pittroff (1964) stand, 1857-1859 Vorstand; 1850 Deut-
S. 154; Hagel (1968) S. 137-142 (W); Baumgart
(1982) S. 214. 899. 976 u.Ö.; Knevelkamp (1990)
sche Akademie der Naturforscher Leo-
S.109 poldina; 1883 Korr. Mitglied der Bayeri-
schen Akademie der Wissenschaften,
,München, Mathematisch-physikalische
Gerlach, Joseph von Klasse
1850 -1896 Ehrungen: Bayerischer Geheimer Rat;
geb: 3. April 1820, Mainz 1861 Ritter des Bayerischen Verdienst-
gest: 17. Dez. 1896, München Ordens vom Hl. Michael, 1. Klasse; 1879
Konf·kath. Ritter des Verdienst-Ordens der Bayeri-
Vater: Stiftsrentamtmann schen Krone (pers. Adel)
Fam: verh. seit 1847 mit Therese Mo- Portrait: Marmor-Büste. geschaffen von Leo
ritz, zwei Kinder Gerlach. Im Treppenaufgang des Anatomischen
Instituts I in Erlangen und Portraitsammlung der
SchuJe:bis 1837 Humanistisches Gym- UBE
nasium, Aschaffenburg Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 19 Lit. G
Studium: 1837 Studium der Medizin HStAM GA 4146 St. Mich.1861; ebd. GA 17240
Kron. 1879
in Würzburg, 1838 München, 1839-1841
Literatur: Joseph v. Gerlach. In: ADB. Bd. 49
Berlin und seit dem SS 1841 wieder Mün- (1904) S. 303-307; FS Phys.-med. Soz. Erlangen
chen; 1844 Medizinisches Staatsexamen (1908) S. 25. 49[, 52. 55 (P); Ko1de (1910) S. 414.
in Gießen 515.523; Hasseiwander. Albert: Joseph v. Gerlach.
Akad. Grade: 12. Aug. 1841 Dr. med., In: Deutschlands Erneuerung. 27. Jg. H. 7/9 (1943)
S. 220-223; Jamln (1943) S. 213f.; VogeIlEndriß
München (1943) S. 6. 34; Bauer. Karl Friedrich: Joseph Ger-
Laufbahn: 1841 Studienreisen nach lach 1820-1896. In: Freund. Hugo und Alexander
Wien, 1842 Berlin. 1844-1845 Paris und Berg (Hg.): Geschichte der Mikroskopie. Bd. 2.
FrankfurtIM. 1960. S. 97-100; Plttroff (1964) S. 7f.;
bis Anfang 1846 London; Herbst 1846
Schwartz (1969) S. 15-20 (W); Adharni. Hamid:
Niederlassung als praktischer Arzt in Der Erlanger Anatom Joseph v. Gerlach. In: Anat.
Mainz; Ruf nach Basel abgelehnt; 16. Anz .. Jena 135 (1974) S. 277-287 (W); Wende-
Okt. 1850 o. Professor für Anatomie so- horstIPfeiffer(1984) Tafelteil Nr. 113 (P); Keunecke
(1993) S. 88 (Nr. 735); Wittern (1993) S. 355-358;
wie bis 1862 für Pathologische Ana- Gerlach. Dleter: Die Anfänge der histologischen
tomie und bis 1872 für Physiologie in Färbung und der Mikrophotographie. Joseph Ger-

52
Gessner

lach als Wegbereiter. FrankfurtlM. 1998 medizinische Sozietät. Erlangen. 1895-


DBA 384. 234-239 (\IV; P) 1897 Vorstand
Ehrungen: 1891 Bayerischer Gehei-
Gerlaeh. Leo(nhard) Martin Franz mer Rat; 1906 Bayerischer Verdienst-Or-
den vom Hl. Michael, 4. Klasse. 1918.3.
1876 -1918
Klasse; 1917 Bayerischer Geheimer Hof-
geb: 23. jan. 1851, Mainz
rat
gest: 20. Okt. 1918. München
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Kont· kath. Quel1en: UAE T. II Pos. 1 Nr. 25 Lit. G; ebd.
Eltern: Dr. med. Joseph Gerlach. o. Goldenes Buch Nr. 12 Eintrag vom 1.7.1903
Professor für Anatomie und Physiologie literatur:Deutsches Zeitgenossenlexikon (1905)
Sp. 440f.; Zieler/Scheffer (1906) S. IOf. (W); FS
in Erlangen. und Therese Gerlach. geb. Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 52 f.; Kolde
Moritz (1910) S. 486. 515. 523; .Leo Gerlach t·. In: Er!.
Fam: verh. seit 1884 mit Lina Seitz. Tagblatt vom 22.10.1918; Vogel/Endriß (1943)
zwei Kinder; seit 1899 mit Aurelia Rehm S. 7. 36. 83; Fischer. Bd. 1 (1962) S. 494 (W); Pitt-
roff (1964) S. 9; Schwartz (1969) S. 21-25 (W)
Schule: Elementarschule und 1861- DBA 381, 239 (W)
1869 Gymnasium Fridericianum. Erlan-
gen
Studium: seit dem WS 1869/70 Stu- Gessner. Adolf
dium der Medizin in Erlangen. SS 1871 1897 -1903
Leipzig. WS 1872/73 wieder Erlangen. geb: 4. Febr. 1864. Friedberg/Ober-
SS 1873 Heidelberg; WS 1873/74 Medi- hessen
zinisches Staatsexamen und Approbati- gest: 24. jan. 1903. Erlangen
on in Heidelberg Vater:Großherzoglich Hessischer Bau-
Akad. Grade: 25. April 1873 Dr. med .. rat
Erlangen; 9. März 1876 Habilitation für Fam: verh. seit 1902 mit Emma Grüner
Anatomie. Erlangen Schule: bis 1883 Gymnasium. Darm-
Laufbahn: 1870/71 Kriegsdienst; 1. stadt
April 1873 Praktikant am Physiolo- Studium: seit 1883 Studium der Me-
gischen Instit~t in Heidelberg; 1. Nov. dizin in Gießen und Erlangen; 1. März
1874 wiss. Assistent am Anatomischen 1890 Medizinisches Staatsexamen in Er-
Institut in Erlangen. 7. April 1876 Pri- langen; 2. April 1890 Approbation
vatdozent für Anatomie. 12. März 1879 Akad. Grade: 9. März 1889 Dr. med .•
Prosektor. 23. Sept. 1882 ao. Professor Erlangen; 29. Mai 1897 Habilitation für
für Anatomie. 16. März 1891 o. Profes- Geburtshilfe und Gynäkologie. Erlangen
sor für Anatomie und Vorstand des Ana- Laufbahn: März 1890 klin. Assistent
tomischen Instituts inErlangen. Sommer an der Wasserheilanstalt in Michelstadtl
1914 Mitstifter . und Mitvorstand der Hessen; 15. Nov. 1890 wiss. Assistent an
Anatomisch-prähistOrischen Sammlung. der Geburtshilflich-gynäkologischen Kli-
1904-1905 Prorektor. 1.Sept. 1918Emeri- nik in Erlangen; 1. Mai 1893 Volon-
tierung tärassistent. seit dem 15. Okt. 1893 wiss.
MitgJiedschaften: 1874 Physikalisch- Assistent an der Frauenklinik an der Ar-

53
Goetze

tilleriestraße in Berlin; Juli 1897 wie- Greifswald; 1.Juli 1919 Habilitation, Hal-
derum Assistent an der Geburtshilflich- le/S.; 1. Okt. 1919 Umhabilitierung nach
gynäkologischen Klinik in Erlangen, 7. Frankfurt/M.
Juli 1897 Privatdozent für Geburtshil-
Laufbahn: 1.Juli 1910 Medizinalprak-
fe und Frauenheilkunde, 1. Juli 1898
tikant an der Chirurgischen Abteilung
Lehrer an der Hebammenschule, 1.April
1901 o. Professor für Geburtshilfe und des Diakonissenkrankenhauses in Duis-
Frauenheilkunde und Vorstand der burg; 1. Dez. 1910 Medizinalpraktikant
Geburtshilflich-gynäkologischen Klinik an der Inneren Abteilung des Städtischen
(Frauenklinik) in Erlangen, Direktor der Krankenhauses in Stettin, seit Mai 1911
Hebammenschule Leiter der dortigen Serologisch-bakte-
riologischen Abteilung; 1.Juli 1911 wiss.
Mitgliedschaften: 1898Physikalisch-me-
Assistent am Pathologischen Institut des
dizinische Sozietät, Erlangen; 1902,Vor-
Allgemeinen Krankenhauses in Ham-
sitzender der Fränkischen Gesellschaft für
Geburtshilfe und Frauenheilkunde burg-Eppendorf, dabei zeitweilig stell-
Portrait: Pornaitsammlung der UBE vertretender Vorstand der Bakteriologi-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 29 Lit. G schen Abteilung; 1. Nov. 1912 bis 31.
Literatur: Fritsch. Heinrich: Adolf Gessner t. In: Jan. 1913 Schiffsarzt der Deutsch-Ost-
Zbl. Gynäk. 27 (1903) S. 225; Gebhardt, C.: Adolf afrika-Linie; Febr. bis Sept. 1913 Mili-
Gessnert. In: Mschr. Geburtsh., (...) 17 (1903) S. 374-
tärdienst; 1. Okt. 1913 Volontärassistent
376 (W); Pagel, julius: Adolf Gessner. In: Bjb. Bd. 8
(1905) S. 79; Kolde (1910) S. 486, 523; VogeVEndriß an der Chirurgischen Klinik in Halle/S.,
(1943) S. 38, 87; Fischer. Bd. 1 (1962) S. 496f. (W); Aug. 1914 bis Jan. 1916 Kriegsdienst, 1.
Pittroff (1964) S. 75f.; Schmidt (1967) S. 91-94 (W) Juli 1919 Privatdozent für Chirurgie; 1.
Okt. 1919 Privatdozent für Chirurgie in
Frankfurt/M., 1. Jan. 1920 Oberarzt an
Goetze,Otto
der Chirurgischen Klinik, 14. Dez. 1921
1929 -1947, 1948 -1955
Titel und Rang eines ao. Professors; 1.
geb:25.]uni 1886,Gevelsberg/Westfalen April 1929 o. Professor für Chirurgie
gest: 19. Juli 1955, Heidelberg und Direktor der Chirurgischen Klinik
Konf: eV.-Iuth. in Erlangen, 6. Febr. 1947 Entlassung
Vater: Gustav Goetze, Schulrat durch die Militärregierung, 1. Sept. 1948
Fam:verh. seit 1916 mit IIse Lindner, Wiederernennung zum o. Professor für
vier Kinder Chirurgie und zum Direktor der Chirur-
Schule:bis 1904 Humanistisches Stadt- gischen Klinik, WS 1949/50 zugleich
gymnasium, Halle/S. kommiSSarischer Leiter der Frauenklinik,
Studium: 1904 Studium von Archi- 1951/52 Rektor, 31. Juli 1954 Emeritie-
tektur und Bauingenieurswesen an der rung und bis 13. Mai 1955 eigene Lehr-
TH Aachen; seit 1905 Studium der Me- stuhlvertretung
dizin in Göttingen, Berlin und Greifs- MitgJiedschaften: 1929 Physikalisch-
wald; 22. Mai 1910 Medizinisches Staats- medizinische Sozietät, Erlangen; 1953
examen; 1. Juli 1911 Approbation Deutsche Akademie der Naturforscher
Akad. Grade: 23. Mai 1910 Dr. med., Leopoldina; 1933 und 1953 Vorsitzen-

54
Gorup-Besanez

der der Bayerischen Chirurgen-Vereini- Schule: bis 1836 Humanistische Gym-


gung. später Ehrenmitglied; 1954 Vor- nasien, Graz und Klagenfurt
sitzender der Deutschen Gesellschaft für Studium: seit dem WS 1836/37 Studi-
Chirurgie um der Medizin und der Chemie in Wien,
Ehrungen: 1954 Ehrenmitglied der WS 1838/39 Padua und seit dem SS 1839
Deutschen Röntgengesellschaft; 1965 München; 1844 Medizinisches Staatsex-
Otto-Goetze-Straße in Erlangen; 1971 amen in München
Stiftung des Otto-Goetze-Preises durch Akad. Grade: 1842 Dr. med., Mün-
die Bayerische Chirurgen-Vereinigung chen; 21. juni 1846 Habilitation für Phy-
Portrait: Portraitsammlung der UBE
siologie und Pathologie, Erlangen
Quellen: UAE T. Il Pos. 1 Nr. 41 Lit. G (Vol.
I. II): ebd. Goldenes Buch Nr. 153 Eintrag ohne Laufbahn: 1842 Studienaufenthalt am
Datum Institut für Physiologische Chemie in
HStAM MK 43654 (1929-55) Wien, seit Ende 1842 am Pharmazeu-
Literatur: VogellEndriß (1943) S. 43; Fischer,
tisch-chemischen Laboratorium in Mün-
Adalbert: Otto Goetze zum 65. Geburtstag. In: Zbl.
für Chirurgie 76 (1951) S. 768f.: Denecke. Kurt: chen und seit Sommer 1846 am Institut
Otto Goetze t. In: Münch. Med. Wschr. 97 (1955) für Organische und Analytische Chemie
S. 1366f. (P); Fischer, Adalbert: Otto Goetze t. In: und am Physiologischen Institut in Göt-
Der Chirurg 26 (1955) S. 565f.: ders.: Otto Goet-
tingen; 28. Nov. 1846 Privatdozent für
ze zum Gedenken. In: Zb!. für Chirurgie 80 (1955)
S. 1849: .Universitätsprofessor Dr. med. Otto Goet- Physiologie und Pathologie in Erlan-
ze tu. In: Er!.Tagblatt vom 21.7.1955 (P): Denecke, gen. Betrieb eines Chemischen Privat-
Kurt: Otto Goetze t. In: Mitteilungsblatt des Uni- labors an der Medizinischen Fakultät, 1.
versitätsbundes Erlangen. N.F. Nr. 13 (1956) S. 1-
Mai 1849 ao. Professor für Organische
4; Heidacher (1960) S. 125-133, 168 (P); Fischer.
Bd. 1 (1962) S. 511 f. (W); Pittroff (1964) und Analytische Chemie, 1. juni 1855
S. 41-44: .Otto-Goetze-Straße". In: Er!. Tagblatt o. Professor für Chemie an der Philoso-
vom 31.8.1965 (P); Schmidt (1967) S. 21-30 (W); phischen Fakultät, 14. juli 1857 Direk-
Killian (1980) S. 310 f.; SiewertlThelsinger (1986)
tor des Chemischen Instituts (.Gorups-
S. 104 f., 357, 362 (P); Wendehorst (1993) S. 2oof.,
226, 238; Wittern (1993) S. 391, 396 Kapelle"), 1866-1872 zudem Vertretung
des Fachs Hygiene. 1873 Ruf nach Wien
abgelehnt. 1874175 Prorektor
Gorup-Besanez, Eugen Franz Freiherr Mitgliedschaften: 1846 Physikalisch-
von medizinische Sozietät, Erlangen, 1857-
1846 -1878 1859 stellvertretender Vorstand. 1859-
geb: 15. jan. 1817. Graz 1861 und 1869-1873 Vorstand; 1850
gest: 24. Nov. 1878. Erlangen Deutsche Akademie der Naturforscher
Konf:kath. Leopoldina; 1866 Korr. Mitglied der
Eltern: Franz Matthias Freiherr Gorup Bayerischen Akademie der Wissen-
von Besanez, österreichischer Kavalle- schaften, Mathematisch-physikalische
rie-General, und Ferdinanda von Gorup- Klasse; 1876 Korr. Mitglied der Akade-
Besanez, geb. von Moitelle mie der Wissenschaften. Göttingen, Phy-
Ft:lm: verh. seit 1847 mit Rosalie Deu- sikalische Klasse; Vertreter der bayeri-
ringer, zwei Kinder schen Universitäten bei den Beratungen

55
Götz

über die Pharmazeutische Staatsprüfung durch Deutschland, nach Prag und Wien
Ehrungen: 1871 Ritter des Bayerischen (Staatsstipendium) , 13. Aug. 1826 Pri-
Verdienst-Ordens vom Hl. Michael, vatdozent für Vergleichende Anato-
1. Klasse; 1873 Ritter des Verdienst-Or- mie und einzelne Teile der mensch-
dens der Bayerischen Krone (pers. Adel) lichen Anatomie
Portrait: Portraitsarnrnlung der UBE
Mitgliedschaften: 1817Burschenschaft
m
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 17 Lit. C (Vol. I,
Bubenruthia, Erlangen
HStAM GA 13494 St. Mich. 1871; ebd. GA 11688
Kron. 1873; Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 15 Lit. C; ebd. T. I
Literatur: Nachruf Eugen v. Corup-Besanez. In: Pos. 9 Nr. 7
Zs. physiol. Chern. 4 (1878/79) S. 363-365; Hilger, Literatur: Engelhardt (1843) S. 94, 122f.; Kolde
Albert: Nekrolog Eugen Freiherr Corup v. Besanez. (1910) S. 523; Kirschner (1967) S. 12
In: Ber. der Dtsch. Chern. Ces. 12 (1879) S. 1029-
1038; Lommel, Eugen: Rede am Crabe des Herrn
Dr. Eugen Frhr. Corup v. Besanez. Erlangen 1879
Graser, Ernst Heinrich
(= Nrf.: Stählin S. 46); Gppenheimer: Corup-Be-
1886 -1929
sanez. In: ADB. Bd. 49 (1904) S. 465-469; FS Phys.-
med. Soz. Erlangen (1908) S. 25, 52f., 72; Kolde geb: 4. April 1860, Feuchtwangen/Mit-
telfranken
(1910) S. 422 f., 515, 523; Henrich/Pummerer (1943)
S. 226; Vogel/Endriß (1943) S. 6, 32, 96; Pittroff
gest: 17. Nov. 1929. München
(1964) S. 180f.; Wiltraut, Ilse: Corup v. Besanez.
In: NDB. Bd. 6 (1964) S. 648; Kovacsics (1967) Konf: eV.-luth.
S. 51-63 (W); Simmer, Hans H.: Medizin und Che- Eltern: Wilhelm Graser, Kaufmann.
mie um die Mitte des 19.]ahrhunderts in Erlangen:
und Agathe Graser, geb. Müller
E. F. Freiherr v. Corup-Besanez (1817-1878). In:
Zs. für Klin. Chern. und KIin. Biochem. 19 (1981) Fam:verh. seit 1897 mit Paulina Groß.
sechs Kinder
S. 497-509 (P); Wendehorstl Pfeiffer (1984) Ta-
felteil Nr. 140 (P); Cräf/Braun (1986) S. 8-13 (P);
Schule: bis 1878 Gymnasium St. Anna.
]aenicke (1993) S. 650-652, 654;
DBA 408,389
Augsburg
Studium: 1878-1883 Studium der Me-
dizin in Erlangen, München. Straßburg
Götz, Sebastian und wieder Erlangen; Jan. 1883 Medizi-
1826 -1828 nisches Staatsexamen und Approbation
geb: 31. 1. 1796,Starkenwind bei Bamberg in Erlangen
gest: 14. Aug.1828, Erlangen Akad. Grade: 8. Juli 1883 Dr. med.,
Konf: kath. Erlangen; 31. Juli 1886 Habilitation für
Vater: Landwirt Chirurgie. Erlangen
Schule: Lyzeum, Bamberg Laufbahn: 1. Jan. 1883 wiss. Assistent
Studium: seit dem WS 1817/18 Studi- am Pathologischen Institut in Erlangen,
um der Medizin in Erlangen 1. Okt. 1883 bis 30. Sept. 1884 zugleich
Akad. Grade: 1822 Dr. med. et chir .. Militärdienst, Studienaufenthalt am Hy-
Erlangen; Sommer 1826 Habilitation für gienischen Institut des Reichsgesund-
Anatomie, Erlangen heitsamtes in Berlin (Staatsstipendium) .
Laufbahn:Okt. 1820 Gehilfe, 1. April 1. Aug. 1884 wiss. Assistent an der Me-
1824 Prosektor am Anatomischen Insti- dizinischen Klinik in Erlangen. 1. Okt.
tut in Erlangen, 1825-1826 Studienreise 1885 wiss. Assistent an der Chirurgischen

56
Greve

Klinik. 2. Sept. 1886 Privatdozent für Dtsch. med. Wschr. 56 (1930) S. 152f. (P); Hass.
Chirurgie. 3. Juni 1892 ao. Professor für Willy: Ernst Graser zum Gedächtnis. In: Dtsch. ZS.
Chlr. 229 (1930) S. I-VIII (P); ]amin, Fl'iedl'ich: Dr.
Chirurgische Propädeutik und Ober- Ernst Graser. In: Universitätsbund Erlangen. Jah-
arzt an der Chirurgischen Poliklinik. resbericht 1930. S. 9-12 (P); VogellEndriß (1943)
1896. 1899 und 1900 zeitweilig stellver- S. 37; Heidacher (1960) S. 110-124, 168f .. 173 (P);
tretender Leiter der Chirurgischen Kli- Fischer. Bd. 1 (1962) S. 528 (W); Pittroff (1964)
S. 40f.; Schmidt (1967) S. 31-37 (W); Klilian (1980)
nik; 1. Mai 1901 o. Professor für Chir- S. 310; SiewertlTheisinger (1986) S. 78 f. (P)
urgie und Direktor der Chirurgischen
Klinik in Rostock; 1. Okt. 1901 o. Pro-
fessor für Chirurgie und Direktor der Greve. Christian Hans
Chirurgischen Klinik in Erlangen. seit 1. 1921-1937
Okt. 1903 Direktor des Universitäts- geh: 25. März 1870. Apenrade/Nord-
krankenhauses. 1903/04 stellvertreten- schleswig
der Direktor der Frauenklinik. 1914-1915 gest: 13. April 1955. München
Kriegsdienst. 1. März 1929 Emeritierung. Konf: eV.-Iuth.
noch bis 31. März 1929 eigene Lehr-
Vater: Heinrich Greve. Schulrektor
stuhlvertretung
Fam:verh. seit 1899 mit EIsa Toepfer.
Mitgliedschaften: 1878Burschenschaft zwei Kinder
Germania, Erlangen; 1884 Physikalisch-
Schule: Privatunterricht; 1876-1889
medizinische Sozietät. Erlangen; 1888
Königliche Domschule. Schleswig
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie;
Studium: seit dem SS 1890 Studium
1894 Vorsitzender des Gemeinnützigen
der Zahnmedizin und der Naturwissen-
Vereins. Erlangen; 1911 Gründungsmit-
schaften in Berlin. SS 1891 München.
glied der Bayerischen Chirurgen-Verei-
seit dem WS 1891/92 wieder Berlin; 28.
nigung. 1920-1922 deren Vorsitzender.
Febr. 1892 Zahnmedizinisches Staatsex-
1928 Ehrenmitglied; 1922 .Schlaraffia am
amen in Berlin; 12. Nov. 1892 Appro-
Erlenanger" . Erlangen _
bation als Zahnarzt; WS 1892/93 Studi-
Ehrungen: 1911Bayerischer Verdienst- um der Naturwissenschaften. insbeson-
Orden vom Hl. Michael, 4. Klasse, 1918. dere der Geologie und Mineralogie an
3. Klasse; 1920 Dr. med. dent. h.c .. Er- der Universität und an der Bergakade-
langen; 1923 Bayerischer Geheimer Me- mie in Berlin. SS 1893 bis SS 1894 in Er-
dizinalrat; 1928 Wirklicher Bayerischer langen
Geheimer Rat; 1929 Ehrenmitglied der
Akad. Grade: 7. Juni 1894 Dr. phil..
Deutschen Gesellschaft für Urologie
Erlangen; 13. Okt. 1920 Dr. med. dent..
Portrait: Portraitsarnmlung der UBE
Würzburg; 11. Nov. 1921 Habilitation
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 27 Lit. G; ebd.
Goldenes Buch Nr. 20 Eintrag ohne Datum (Pv.) für Zahnheilkunde. Erlangen
Literatur: Pagel (1901) Sp. 626 f. (W); Deutsches Laufbahn: 1889-1890Praktikant bei ei-
Zeltgenossenlexikon (1905) Sp. 476; Zieler/Schef- nem niedergelassenen Zahnarzt in Flens-
fer (1906) S. 196 (W); FS Phys.-med. Soz. Erlan- burg; 1892 wiss. Assistent am Zahnärzt-
gen (1908) S. 68; Kolde (1910) S. 486. 523; Krecke.
Albert: Ernst Graser. In: Münch. Med. Wschr. 76 lichen Institut der CharM in Berlin; 1893-
(1929) S. 542-545; Frledl'ich. H.: E. Graser t. In: 1894 wiss. Hilfskraft am Geologischen

57
Greving

Institut der Philosophischen Fakultät in meister Christian Greve vollendet sein 85. Lebens-
Erlangen; 1894-1895 Militärdienst in jahr. In: Zahnärztl. Mitt., (...) 43 (1955) S. 277 (P);
Kammermeier, H.: Prof. Chr. Greve gestorben. In:
Schleswig; 1897 Niederlassung als Zahn- Dtsch. zahnärzt!. Zs. 10 (1955) S. 703-705; Pasch-
arzt in Lübeck, 1899 in Magdeburg, 1904 ke, Heinrich: Christian Greve zum Gedächtnis. In:
in München, 1910 dort Ernennung zum Dtsch. zahnärztl. Zs. 10 (1955) S. 997f.; Fischer.
Hofzahnarzt des Herzogs Karl Theodor; Bd. 1 (1962) S. 535 (W); Greve, Christian Hein-
rich: Meine Lebenserinnerungen. In: Zahnärztl.
1915-1919 Kriegsdienst in der Zahnärzt- Mitt., (...) 51 (1963) S. 353-385, 462-467, 548-553,
lichen Abteilung des Rot-Kreuz-Laza- 637-641 (P); Pittroff (1964) S. 242f.; Weigand (1968)
retts; 26. Aug. 1921 Privatdozent mit Ti- S. 148-168 (W); Hasel, Edda: Leben und Werk von
tel und Rang eines ao. Professors für Heinrich Christian Greve. Diss. med. dent. Mün-
chen 1964 (W); Stupp, Adam: Vor hundert Jahren
Zahnheilkunde und Leiter der Abtei- wurde Hans Christian Greve geboren. In: Zahn-
lung für Konservierende Zahnheilkun- ärzt!. Mitt., (...) 60 (1970) S. 840 (P); Seheekel (1976)
de an der Zahnärztlichen Poliklinik in S. 8, 14f.
Erlangen, 1923 Ruf nach Breslau abge-
lehnt, 1928 Leiter der Abteilung für Zahn-
Greving, Richard Wilhelm
ersatz und Kieferorthopädie, 20. März
1922 -1945
1931 pers. ao. Professor, Ende SS 193'7
Erlöschen der Lehrbefugnis; 1937 Nie- geb: 31. Jan. 1887. Amorbach/Unter-
franken
derlassung als Zahnarzt in München-Pa-
sing gest: 10. März 1966, Erlangen
Konf: seit 1936 konfessionslos
MitgJiedschaften: Verein Bayerischer
Zahnärzte, seit 1910 mehrmals Vorsit- Eltern: Dr. med. Alexander Greving.
praktischer Arzt, und Berta Greving, geb.
zender; 1910 Mitbegründer und erster
Stenger
Vorsitzender des Wirtschaftlichen Ver-
Fam: verh. seit 1917 mit Elisabeth
eins Deutscher Zahnärzte; 1922 Physi-
kalisch-medizinische Sozietät, Erlangen; Diehm, zwei Kinder
Korr. Mitglied des Vereins Österreichi- Schule: 1896-1906 Humanistische
scher Zahnärzte; American Dental As- Gymnasien Oldenburg, Frankfurt/M.
sociation und Fulda
Studium: 1906-1912 Studium der
Ehrungen: 1925 Ehrenmitglied der
Medizin in Würzburg; Dez. 1912 Medi-
American Stomatological Association;
zinisches Staatsexamen in Würzburg; 11.
26. Febr. 1930 Dr. med. h.c., Erlangen;
Aug. 1914 Approbation
1938 Ehrenmitglied des Vereins Deut-
Akad. Grade: 5. Nov. 1919 Dr. med.,
scher Zahnärzte
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Würzburg; 18. Juli 1922 Habilitation für
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 36 Lit. G; ebd. Innere Medizin in Erlangen
Goldenes Buch Nr. 120 Eintrag vom 24.4.1923 Laufbahn: 1.Jan. 1913 Medizinalprak-
HStAM MK 43665 (1921-69) tikant an der Chirurgischen Poliklinik im
Literatur: .Zum Weggang von Prof. Dr. Greve". Juliusspital in Würzburg. 1. Okt. 1913
In: Er!. Tagblatt vom 12.5.1937; Vogel/Endriß
bis 31. März 1914 Militärdienst, 1. April
(1943) S. 45; Fischer-Berg, G.: Prof. Dr. Christian
Greve zu seinem 80. Wiegenfeste. In: Dtsch. zahn- 1914 Medizinalpraktikant an der Medi-
ärzt!. Zs. 5 (1950) S. 327f. (P); Witt, Fritz H.: Alt- zinischen Klinik im Juliusspital in Würz-

58
Gross

burg, Aug. 1914 bis Jan. 1919 Kriegs- Schule: 1922-1925Volksschule und bis
dienst, 1. Febr. bis 31. März 1919 Vo- 1934 Humanistisches Gymnasium, Of-
lontärassistent am Anatomischen Insti- fenbach
tut in Würzburg, 1. Mai 1919 wiss. Assi- Studium: seit dem SS 1934 Studium
stent an der Medizinischen Poliklinik; 1. der Medizin in Heidelberg, Würzburg.
Jan. 1921 wiss. Assistent an der Medizi- München und Frankfurt/M.; 6. Sept. 1939
nischen Klinik in Erlangen, 15.Aug. 1922 Medizinisches Staatsexamen und Ap-
Privatdozent für Innere Medizin, 10. probation in Frankfurt/M.
Aug. 1926 Titel und Rang eines ao. Pro- Akad. Grade: 5. Febr. 1943 Dr. med.,
fessors, 1. Jan. 1927 Oberarzt; 1. Juni FrankfurtlM.; 14. Dez. 1953 Habilitation
1931 Chefarzt der Inneren Abteilung des für Psychiatrie und Neurologie, Erlan-
Städtischen Krankenhauses in Schwein- gen
furt; 1. April 1936 Lehrstuhlvertretung Laufbahn: 1. Sept. 1939 Medizinal-
für Innere Medizin in Erlangen, 17. Juli praktikant an der Medizinischen Poli-
1936 o. Professor für Innere Medizin klinik in Frankfurt/M., 1. Dez. 1939 an
und Vorstand der Medizinischen Klinik der NervenkHnik, 1.Aug. 1940 Volontär-
und des Universitätskrankenhauses in assistent an der NervenkHnik in Frank-
Erlangen, 6. Juni 1945 Entlassung durch furtlM., 7.Juli 1941bis 31. Aug. 1947wiss.
die Militärregierung, 14. Juli 1948 Ver- Assistent, 2. April 1944 bis 11. Juni 1945
setzung in den Ruhestand beurlaubt als wiss. Assistent an die Psych-
MitgJiedschaften: 1924 Physikalisch- iatrische und Nervenklinik in Gießen; 1.
medizinische Sozietät, Erlangen Sept. 1947 Vertretung einer psychiatri-
Portrait: Er!. Tagblatt (s. Lit.) schen Privatpraxis; 1. Febr. 1948 Ober-
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 38 Lit. G; ebd. arzt an der Psychiatrischen und Ner-
Goldenes Buch Nr. 145v Eintrag vom 1.5.1928
HStAM MK 43666 (1922-66)
venklinik in Erlangen, 9. März 1954 Pri-
Literatur: VogeIlEndriß (1943) S. 42. 86, 88: vatdozent für Psychiatrie und Neuro-
.Prof. Dr. Richard Greving heute 70 Jahre". In: logie, 2. März 1960 apl. Professor, 1981
Er!. Tagblatt vom 31.1.1957 (P); Fischer. Bd. 1 Versetzung in den Ruhestand
(1962) S. 535 (W): Pittroff (1964) S. 131 f.; Hagel Literatur: Gerneth (1969) S. 62-66 (W): Uni-
(1968) S. 38-43 (w); Neidhardt (1985) S. 92-94;
Kurier aktuell. Nr. 6 (1995) S. 8; Kürschner 17
Sandweg (1993) S. 104, 116; Wendehorst (1993)
(1996) S. 430
S. 203, 219. 233. 239; Wittern (1993) S. 391.
396

Gross, Kurt Adolf


Grosch, Hans 1925 -1955
1954 -1981 geb: 1. Dez. 1887, Viersen/Rheinland
geb: 16. Aug. 1916, Offenbach/Main gest: 27. Sept. 1969, Erlangen
gest: 17. Dez. 1994, Erlangen .Vater: Gustav Gross, Amtsrichter
Konf: eV.-Iuth. Farn: verh. mit Margarete Metzer
Eltern: Dr. med. Karl Grosch, prakti- Schule: Vorschule und Humanisti-
scher Arzt, und OttiHe Grosch, geb. Vief- sches Gymnasium, Wiesbaden; 1905 bis
haus 1907 Theresien-Gymnasium, München

59
Baas

Studium: 1907-1912 Studium der Me- Baas, Willy Robert


dizin in München; 1912 Medizinisches 1922 -1928
Staatsexamen in München; 31. Jan. 1914 geb: 1. Juli 1890, Nümberg
Approbation
gest: 9. Okt. 1969, Offenbach/Main
Akad. Grade: 12. Febr. 1914 Dr. med.,
Konf: eV.-luth.
München; 1925 Habilitation für Physio-
Eltern:Willy Haas, Fabrikbesitzer, und
logie, Erlangen
Marie Haas, geb. Vorhölzer
Laufbahn: 1913 wiss. Assistent am
Fam: verh. seit 1920 mit Lotte Pelk-
Physiologischen Institut in München
mann, zwei Kinder
1915-1919 Kriegsdienst; 1921-1929wiss:
Assistent am Physiologischen Institut in Schule: 1896-1899 Elementarschule
Erlangen, 1925 Privatdozent für Physio- und bis 1908 Altes Gymnasium, Nürn-
berg
logie, 1. Jan. 1930 etatmäßiger Konser-
vator am Physiologischen Institut und Studium: seit dem WS 1908/09 Studi-
1930-1932 dessen stellvertretender Lei- um der Medizin in Erlangen, SS 1911
ter, 18. Jan. 1935 Titel und Rang eines' München, SS 1912 wieder Erlangen; 3.
ao. Professors, 1940 Gründer und Leiter Dez. 1913 Medizinisches Staatsexamen
eines im Okt. 1944 in die Universität in Erlangen; 6. Aug. 1914 Approbation
eingegliederten Physikalisch-medizini- Akad. Grade: 9. Dez. 1913 Dr. med.,
schen Laboratoriums, seit 1944 Lehr- Erlangen; 9. Nov. 1921 Habilitation für
auftrag für Physikalische Medizin, 22. Chirurgie, Erlangen
Aug. 1945 Entlassung durch die Militär- Laufbahn: 2. Jan. 1914 Medizinal-
regierung, Wiederernennung zum apl. praktikant an der Chirurgischen und Me-
Professor und zum Vorstand des Physi- dizinischen Abteilung der Städtischen
kalisch-medizinischen Laboratoriums, Krankenanstalten in Nürnberg, 6. Aug.
1955 Versetzung in den Ruhestand 1914 klin. Assistent an der Chirurgischen
Mitgliedschaften: 1921 Physikalisch- Abteilung, März bis Dez. 1918 Kriegs-
medizinische Sozietät, Erlangen, 1948- dienst; 26. April 1919 wiss. Assistent an
1950 und 1952-1954 Vorstand der Chirurgischen Klinik in Erlangen, 8.
Ehrungen: 1967 Verdienstkreuz 1. Jan. 1922 Privatdozent für Chirurgie,
Klasse vom Verdienstorden der Bundes- Juli 1922 Oberarzt, 10. Aug. 1926 Titel
republik Deutschland und Rang eines ao. Professors; 1. Jan.
Portrait: Er!. Tagblatt (s. Lit.) 1929 Direktor und Chirurgischer Chef-
Quellen: HStAM MK 54545 (1925-67) arzt des Städtischen Krankenhauses in
Literatur: Vogel/Endriß (1943) S. 42; .Prof. Dr. Offenbach/Main unter Belassung des Ti-
med. K. Groß 65 Jahre". In: Er!. Tagblatt vom 29.
tels ao. Professor .
11.1952 (P); Pittroff (1964) S. 211 f.; Gross, Kurt
Adolf: Mein Leben als Hochschullehrer, Forscher Mitgliedschaften: 1908 Corps Onoldia,
und Arzt. Erlangen 1966 (W); .Prof. Dr. Kurt Groß Erlangen: 1922 Physikalisch-medizini-
heute 80]ahre".In: Er!.Tagblatt vom 1.12.1967 (P); sche Sozietät, Erlangen
Berwind (1968) S.188-190 (W); .Prof. Dr. Kurt Groß
ist gestorben". In: Er!. Tagblatt vom 3.10.1969 (P) Ehrungen: 1913 Dissertationspreis der
Physikalisch-medizinischen Sozietät, Er·
langen

60
Haekethal

QueJ1en: UAE T. II Pos. 1 Nr. 69 Lit. H; ebd. 1946 klin. Assistent an der Chirurgischen
Goldenes Buch Nr. 144v Eintrag vom 6.2.1928
Abteilung; 1. Juni 1952 wiss, Assistent
HStAM MK 35461 (1922-28)
StA Nbg. C 18/II PAn 2640
an der Orthopädischen Klinik in Mün-
Literatur: VogellEndriß (1943) S. 41; Heidacher ster, 1. Mai 1955 Oberarzt, 16. Dez. 1955
(1960) S. 169. 175; Pittroff (1964) S. 52f.; Schmidt Privatdozent für Orthopädie; 1. April
(1967) S. 38f. (W) 1956wiss. Assistent an der Chirurgischen
Klinik in Erlangen, 28. Sept. 1956 Pri-
vatdozent für Chirurgie und Or-
Hackethal. Karl Heinz Julius
thopädie, 1. Nov. 1956 Oberarzt. 11.
1956 -1964
Jan. 1962 apl. Professor, 28. Juni 1964
geb:6. Nov. 1921. Reinholterode/Thü-
Verzicht auf die Lehrbefugnis; 16. Juni
ringen
1964 Vertreter einer klin. Assistenten-
gest: 17. Okt. 1997. Riedering-Spreng/
stelle am Städtischen Krankenhaus in
Oberbayern
Lauenburg/Elbe. 1. Jan. 1965 Chefarzt,
Konf: kath .. dann konfessionslos
1969-1974 Lehrauftrag an der Universität
Eltern: Franz Hackethal, Landwirt. und in Hamburg für Endoprothetik; April
Clara Hackethal, geb. Hackethai 1974 biS Ende 1978 Niederlassung mit
Fam:verh. seit 1947 mit Doris Wähler. einer privaten Praxisklinik in Lauenburg/
drei Kinder; seit 1984 mit Waltraud Ass- EIbe; 1979 Einrichtung und Leitung einer
mann. ein Stiefkind Privatklinik in Aschau. seit 1. April 1984
Schule: 1927-1933 Grundschule. Rein- Regiearzt einer Privatklinik in FeIden bei
holterode; 1933-1937 Staatliches katho- Bernau am Chiemsee. seit 1989 an ei-
lisches Gymnasium, Heiligenstadtl Eichs- ner Privatklinik in Riedering-Spreng
feid; 1937-1939 Kaiser-Wilhelms-Gym- Mitgliedschaften: 1956-1964 Deutsche
nasium, Frankfurt/M. Gesellschaft für Unfallheilkunde; 1962
Studium: seit dem SS 1941 Studium PhysikaliSch-medizinische Sozietät, Er-
der Medizin in Berlin. SS 1942 Würz- langen; 1993 Deutsche Gesellschaft für
burg. SS 1943 Göttingen und~S 1944/45 Erfahrungsheilkunde
wieder Würzburg; 5. April 1945 Notap- Portrait: Dominik (s. Lit.)
probation; 14. Dez. 1945 Medizinisches QueJ1en: HStAM MK 54567 (1956-78)
Staatsexamen in Göttingen;14. Dez. Uteratur:Heidacher (1960) S. 170. 18l;Schrei-
ber, Hennann: Hermann Schreiber im Gespräch
1946 Approbation mit Joseph Beuys, Jullus HackthaI, ... FrankfurtlM.
Akad. Grade: 19. Juli 1945 Dr. med .. u.a. 1982; ,Viel Hlck-Hack um HackethaI'. In: Er!.
Göttingen; 16. Dez. 1955 Habilitation für Nachrichten vom 10./11.9.1983; .Erregte Proteste
Orthopädie. Münster; 24. Juli 1956 Um- gegen Julius HackethaI'. In: Er!. Nachrichten vom
28.5.1984. S. 18; ,Ein Kämpfer gegen die 'Seg-
habilitierung für Orthopädie und Chir- nungen' der Schulmedizin". In: Er!. Nachrichten
urgie nach Erlangen vom 23.10.1984; HackethaI, Julius: Der Wahn. der
Laufbahn: 1939-1945 Kriegsdienst; 5, mich beglückt. Bergisch Gladbach 1995; Dom!-
April 1945 Medizinalpraktikant an der nik, Nikolaus: Professor Jullus Hackethalfelel1 heu-
te seinen 75. Geburtstag. In: Erl. Nachrichten vom
Kreisheilanstalt ir1 Heiligenstadt/Bezirk 6.11.1996. S. 8 (P); Kürschner 17 (1996) S. 457;
Erfurt; 16. Okt.1945Medizinalpraktikant Julius HackethaI t". In: Er!. Nachrichten vom
am KreiSkrankenhaus Eschwege. 6. April 18./19.10.1997. S. 6 (P)

61
Hadlich

Hadlich, Hermann Rudolf Gustav Engerer, vier Kinder


1879 -1881 Schule: Privatunterricht; Humanisti-
geb: 19.Febr. 1849,Aschersleben/Sach- sches Gymnasium, Ansbach
sen Studium.·WS 1832/33 bis WS 1833/34
gest: 6. juli 1929, Hofgeismar bei Kassel Studium der Theologie in Erlangen, seit
Schule: Gymnasium, Quedlinburg dem SS 1834 Studium der Medizin in Er-
Studium: seit dem WS 1866/67 Studi- langen und München; Sommer 1836 Me-
um der Medizin in Berlin, Heidelberg, dizinisches Staatsexamen
seit 1871 wieder Berlin; 1872 Medizini- Akad. Grade: 18. Aug. 1836 Dr. med.,
sches Staatsexamen Erlangen; 4.jan. 1860 Habilitation (Pv.)
Akad. Grade: SS 1870 Dr. med., Hei- für Psychiatrie, Erlangen
delberg; Aug. 1877 Habilitation für Chir- Laufbahn: .Biennium practicum" bei
urgie, Heidelberg dem Gerichts- und Armenarzt Professor
Laufbahn: 1870/71 Kriegsdienst, Win- johann Baptist Friedreich in Weißen-
ter 1872/73 Militärdienst; Ostern 1873 burg/Bayern sowie in München und Er-
wiss. Assistent an der Chirurgischen Kli-' langen; 1838 Niederlassung als prakti-
nik in Heidelberg, Aug. 1877 Privatdo- scher Arzt in Velden/Pegnitz; seit Som-
zerit für Chirurgie; 22. Nov. 1879 Privat- mer 1844 Studienreise zum Besuch meh-
dozent für Chirurgie in Erlangen und rerer Anstalten für Geisteskranke in Eng-
bis 1881 wiss. Assistent an der Chirur- land, Frankreich und Deutschland (Staats-
gischen Klinik; 21. juli 1881 Niederlas- stipendium) ; 1. Aug. 1846 klin. Assistent
sung als praktischer Arzt in Kassel, 1887- an der neuen Kreisirrenanstalt in Erlan-
1895 Direktor des dortigen Landeskran- gen, Winter 1847/48 erneute Studien-
kenhauses reise zum Besuch weiterer Irrenanstal-
Quellen: UAE T. Il Pos. 1 Nr. 50 Lit. H ten in Wien, Prag, Sachsen, Halle/S. und
Literatur: Kolde (1910) S. 525; Vogel/Endriß Berlin (Staatsstipendium) ; 1. Sept. 1849
(1943) S. 36; Heidacher (1960) S. 168. 172; Pittroff Direktor der Irrenanstalt Kloster Irsee
(1964) S. 46f.; Kovacsics (1967) S. 65f. fW)
bei Kaufbeuren; Herbst 1859 Direktor
der mitlelfränkischen Kreisirrenanstalt in
Hagen, Friedrich Wilhelm Erlangen, 27. lan. 1860 Privatdozent für
1860 -1887 Psychiatrie, 1. Nov. 1862 ao. Professor
geb: 16. juni 1814, Dotlenheim/Mit- für Klinische Psychiatrie, 1.Nov. 1887
telfranken Versetzung in den Ruhestand
gest: 13. juni 1888, Erlangen Mitgliedschaften: Burschenschaft Ger-
Konf eV.-luth. mania, Erlangen; 1846 Physikalisch-me-
dizinische Sozietät, Erlangen
Eltern: Dr. phi!. Friedrich Wilhelm Ha-
Ehrungen: 1868 Ritter des Bayerischen
gen, Schloßpfarrer in Bayreuth und ao.
Verdienst-Ordens vom Hl. Michael, 1.
Professor für Philosophie in Erlangen,
Klasse; 1875 Bayerischer Hofrat
und Christiane Elisabeth Hagen, geb.
Portrait: Portraitsammlul'Ig der UBE
Schmauß Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 42 Lu. H
Fam: verh. seit 1847 mit Margarethe HStAM GA 4445 St. Mich. 1868

62
Harless

Nachlaß: UB Erlangen Laufbahn: Sommer 1794 Studienrei-


Literatur: Bumm, Anton: Nekrolog Friedrich se nach Wien; Dez. 1794 Niederlassung
Wilhelm Hagen. In: Zs. für Psychiatrie 45 (1889)
S. 298-306; Friedrich Wilhelm Hagen t. In: Münch.
als Arzt in Erlangen, seit Ostern 1795
Med. Wschr. 38 (1891) S. 638: Kirchhoff, Theodor: Vorlesungstätigkeit an der Universität in
Friedrich Wilhelm Hagen. In: ADB. Bd. 49 (1904) Erlangen, Sept. 1795 Privatdozent für
S. 7oof.; Kolde (1910) S. 412, 524: Specht, Gustav: Theoretische und Historische Medi-
Friedrich Wilhelm Hagen. In: Kirchhöff, Theodor
(Hg.): Deutsche Irrenärzte. Bei. 1. Berlin 1921, S. zin, weitere Studienreise nach Wien, 9.
253-260 (P): VogeVEndriß (1943) S. 34, 89; Leib- Juni 1796 ao. Professor für Arzneikun-
brand, Werner: Die psychiatrische Menschenkun- de, 1801 und 1803 Studienreisen nach
de Fr. W. Hagens. In: ders. (Hg): Um die Menschen-
Italien, 21. April 1805 Niederlegung der
rechte der Geisteskranken. Nürnberg 1946, S. 50-
77 (W): Pittroff (1964) S. 217f.: Röhrlch, Heinz: ao. Professur, Arzt und Privatdozent in
Friedrich Wilhelm Hagen. In: NDB. Bd. 7 (1966) Erlangen, 1812 Rufe nach Wien, Mün-
S. 475; Schwartz (1969) S. 196-201 (W): Eulner chen, Heidelberg und 1814 nach Berlin
(1970) S. 672; LungershausenlBaer (1985) S. 15-
abgelehnt, 5. Mai 1814 interimistisch o.
18 (P)
DBA 458, 73-74 Professor für Spezielle und Generelle
Therapie in Erlangen, zweiter Vorstand
des Institutum clinicum, 1814/15 für drei
Harles (seit 1817: Harless) Monate alleiniger Vorstand. 30. Nov. 1814
Johann Christian Friedrich Aufnahme in die Fakultät ohne Sitz und
1795 -1818 Stimme: seit 1. Mai 1818 als o. Professor
geb:11.Juni 1773, Erlangen für Pathologie und Therapie Beteiligung
gest: 13. März 1853, Bann an der Gründung der Medizinischen Fa-
Kont eV.-luth. kultät in Bann, Herbst 1818 bis Sept.
Eltern: Gottlieb Christoph Harles, o. 1819 Vorstand der Medizinischen Poli-
Professor der Philologie und Direktor klinik, Sept. 1819 o. Professor für Theo-
der Universitätsbibliothek in Erlangen, retische Medizin
und Katharine Henriette Sophia Harles, A{iQ?liedschaften:ca.1790Institutder
geb. Weiß Moral und der schönen Wissenschaften,
Farn: verh. mit Elisabeth Pfauz, ein Erlangen; 1796 Deutsche Akademie der
Kind; seit 1807 verh. mit Christiane Frie- Naturforscher Leopoldina: 1801 lateini-
derike Saalmüller , vier Kinder sche Gesellschaft, Jena; Begründer der
Schule: Privatunterricht; seit 1786 Gym- Lesegesellschaft Museum, Erlangen; Kaff.
nasium Fridericianum, Erlangen Mitglied des Nationalinstituts, Paris; 20.
Studium: seit dem SS 1790 Studium März 1808 Mitbegründer der Physika-
zunächst der Philosophie und der Na- lisch-medizinischen Sozietät, Erlangen,
turwissenschaften, dann der Medizin in 1808-1818 deren Vorstand; 1811 aus-
Erlangen wärtiges Mitglied der Bayerischen Aka-
Akad. Grade: 4. Nov. 1793 Magister demie der Wissenschaften, München,
sive Dr. phil., Erlangen; 15. Mai 1794 Dr. Mathematisch-physikalische Klasse; 1815
med., Erlangen; 9. Sept. 1795 Venia le- Korr. Mitglied der Akademie der Wissen-
gendi für Arzneikunde, Erlangen schaften, Göttingen, Physikalische Klas-

63
Hasselmann

se; 1818/19 Begründer und Vorsitzen- Hasselmann, Carl Max


der der Niederrheinischen Gesellschaft 1947 -1967
für Natur- und Heilkunde, Bonn geh: 30. April 1897, Frankfurt/M.
Ehrungen: 1797 Ehrenmitglied der Sy- gest: 1. Aug. 1973, Eggloffstein/Mit-
denham'schen Gesellschaft, Halle/S.; telfranken
1808 Anhalt-Bemburgischer Geheimer Kani: eV.-luth.
Hofrat; Preußischer Geheimer Hofrat;
Vater: Max Hasselmann
1818 Ritter des Russischen St. Wladimir-
Fam:verh. seit 1926 mit Dr. med. Mar-
ordens, 2. Klasse; 1844 Einrichtung des
garete Kahlert, ein Kind
.Praemium Harlessianum" durch Bon-
Schule: 1904-1907 Mittelschule und
ner Freunde, Kollegen und Schüler
Portrait: Portraitsammlung der UBE bis 1915 Klinger-Oberrealschule, Frank-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 15 Lit. H; ebd. T. furt/Mo
11Pos. 1 Nr. 21 Lit. H Studium: WS 1917/18 bis SS 1921 Stu-
Nachlaß: Archiv der Universität Bonn
dium zunächst der Chemie, dann der
Literatur:Callisen. Bd. 8 (1831) S. 125-140 (W);
28 (1840) S. 381-384 (W); Engelhardt (1843) S. 79..
Medizin in Zürich, Marburg/Lahn, Frank-
82. 93f .. 129, 149, 252; Martius (1847) S. 206f.; furt/M., Kiel und Würzburg; Herbst 1921
Hermann, ]. F.: Christian Friedrich HarIeB. Eine Medizinisches Staatsexamen in Würz-
Biographische Skizze. BerIin 1857 (W); Hirsch, burg; April 1927 Philippinisches Staats-
August: Johann Christian Friedrich Harleß. In: ADB.
Bd. 10 (1879) S. 605-607; FS Phys.-med. Soz. Er-
examen in Manila
langen (1908) S. 2. 4, 16-20 (P); Kolde (1910) S. Akad. Grade: 21. Okt. 1921 Dr. med.,
17, 53, 134, 152, 525; Schmiz, Karl: Die Medizini- Würzburg
sche Fakultät der Universität Bann 1818-1918.
Bonn 1920, S. 40f., 94; Hirsch. Bd. 3 (1931) S. 58-
Laufbahn: 1915-1918 Kriegsdienst und
60 (W); VogellEndriß (1943) S. 31; Buchheim, Li- französische Kriegsgefangenschaft; 1.
selotte: Johann Christian Harless. In: NDB. Bd. 7 Nov. 1921 bis 30. April 1922 Medizinal-
(1966) S. 681 f.; Weinig (1968) S. 106; Kaulbars- praktikant an der Medizinischen und an
Sauer (1969) S. 68-82 (W); Triebel-Schubert, Char-
latte: Die Anfänge der Banner akademischen Me-
der Augenklinik in Frankfurt/M.; 1. Okt.
dizin. In: Münch. Med. Wschr. 123 (1983) S. 950- bis 30. Nov. 1922 wiss. Assistent an der
952; dies.: Das naturphilosophische Konzept der Medizinischen Poliklinik in Würzburg;
Physiologie bei Johann Chr. F. Harless. In: Ges- 1923/24 Volontärassistent am Institut für
nerus 42 (1985) S. 149-159; Weisser, Ursula: Die
Geburt der Physico-medica aus dem Geiste der
Tropenmedizin in Hatnburg; 1. Febr.
Leopoldina? Erlangen 1986; Triebel-Schubert, 1925 wiss. Assistent am Hygienischen
Charlotte: Elektrophysiologie und Elektropatho- Institut in Frankfurt/M., Juni 1925 bis
logie bei Johann Chr. F. Harless. In: Würzburger März 1926 verschiedene Reisen als
medizlnhistorische Forschungen 6 (1988) S. 245-
266; Keunecke (1993) S. 99 (Nr.831);Wittem (1993)
Schiffsarzt nach Ostasien sowie Mittel-
S.339-342 und Südamerika, 1. April 1926 wiss. As-
DBA 474, 387-418 (W) sistent an der Hautklinik in Frankfurt/M.;
Ende 1926 Chefarzt eines Krankenhau-
ses in Cebu (Philippinen), 1927 Nieder-
lassung als Facharzt für Haut- und Ge-
schlechtskrankheiten in Manila (Philip-
pinen), wiss. Mitarbeiter des dortigen

64
Hasselmann

Bureau of Science, 1930 zugleich Asso- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftli-


ciate Professor für Dermatologie und Ve- chen Fakultät in Nürnberg
nerologie an der amerikanischen .Cen- Mitgliedschaften: 1926 Loge Zur Ein-
tro- Escolar" -Universität sowie Vorstand tracht. Darmstadt; Knights ofPythias. Ma-
der Abteilung für Haut- und Geschlechts- nila. 1934 Meister vom Stuhl; 1937-1941
krankheiten am amerikanischen St.Luke's Spezialberater in der Abteilung für Ve-
Hospital. 1935dreimonatige Forschungs- nerologie des United States Public Health
reise in die Mongolei und die Mand- Service; zugleich 'Attending Physician'
schurei. 1937 nach Indien. in den Mittle- des Britischen Honorarkonsuls in Mani-
ren Osten sowie nach Minnesota; Herbst la; 1942-1946 Sekretär der internationa-
1941 bis juli 1946 kriegsbedingter Auf- len Ärztegesellschaft Shanghai Medical
enthalt in Nordchina, Niederlassung als Society; 1948 Physikalisch-medizinische
Facharzt in Shanghai (China), 30. Aug. Sozietät, Erlangen; 1948 Internationaler
1944 Lehrauftrag für Hygiene und Öf- Lepra-KongreßinHavanna (Kuba); 1949
fentliche Gesundheitspflege an der dor- Vorsitzender des Bayerischen Landes-
tigen Pennsylvania Medical School der beirates zur Bekämpfung der Ge-
amerikanischen St.john's Universität; 13. schlechtskrankheiten sowie Dermatolo-
Sept. 1946 kommissarischer Leiter des gischer Fachberater der Regierungen
Staatlichen Gesundheitsamtes in Böb- Mittel- und Oberfrankens; 1950 Beru-
fung zum Beamten der WHO; 1950 Mit-
lingen. vertretender Amtsarzt in Göppin-
begründer und 1954-1958 Präsident der
gen und Schwäbisch Hall. seit 4. Nov.
Deutschen Gesellschaft für Sexualfor-
1946 in Esslingen, zugleich Leiter der
schung
Abteilung für Haut- und Geschlechts-
Ehrungen: 1954 Ehrenpräsident der
krankheiten und der Staatlichen Bera-
Österreichischen Gesellschaft für Se-
tungsstelle am Kreiskrankenhaus in Böb-
xualforschung; Ehrenmitglied bzw. Korr.
lingen; 15. Mai 1947 ao. Professor für
Mitglied der Dermatologisch-Venerolo-
Haut- und Gesehleehtsbankheiten
gischen Gesellschaften Mexikos. Kubas.
und Direktor der Klinik für Haut- und
Indiens. der Philippinen. Irans und Ost-
Geschlechtskrankheiten in Erlangen. 20.
pakistans; Fellow der Royal Society of
jan. 1948 pers. o. Professor, WS 1950/51
Medicine. London; American Academy
und SS 1951 beurlaubt als Berater der
of Dermatology and Syphilology
Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Portrait: Hornstein (5. LU.)
Rahmen eines Frambösie-Bekämpfungs- m
QueUen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 87 Lit. H (Vol. I,
programms nach Batavia Oava). 1952 Literatur: .Professor Carl Max Hasselmann 60
Jahre". In: Er!. Tagblatt vom 30.4.1957 (P): .Prof.
dreimonatiger Aufenthalt in gleicher Ei-
Hasselmann wird 70 Jahre". In: ErL Tagblatt vom
genschaft in Thailand und auf den Phi- 29.130.4.1967 (P); Wernsdörfer. Robert: Carl Max
lippinen. 30. Sept. 1965 Emeritierung, HasseJmann zum 70. Geburtstag. In: Der Hautarzt
noch bis 30. April 1967 eigene Lehr- 18 (1967) S. 191 f. (P); ders.: Herrn Prqfessor Has-
selmann zum 70. Geburtstag. In: '[s. Haut-Ge-
stuhlvertretung. 1966-1970 Lehrauftrag schl.krkh., Berlin 42 (I 967) S.283-285;Thuss (1969)
über .Medizin und ethnographische Pro- S. 66-90 (W); .Prof. Dr. Hasselmanngestorben".
bleme der Entwicklungsländer" an der In: Er!. Tagblatt vom 4.15.8.1973(P); Harnstein,

65
HasseIwander

Qtto P.: Chronik der Dermatologischen Univer- 1948 Wiederernennung zum o. Profes-
sitätsklinik Erlangen. Erlangen 1993. S. 13 f.. 16 (P)
sor bei gleichzeitiger Emeritierung. 1.
April bis 30. Sept. 1948 Vertreter des vor-
HasseIwander. Albert mals eigenen Lehrstuhls
1918 -1945. 1948 Mitgliedschaften: 1919 Physikalisch-
geb: 2. April 1877. Miesbach/Ober- medizinische Sozietät. Erlangen. 1932
bayern Vorstand; 1937 Deutsche Akademie der
gest:7. März 1954.Arlaching am Chiem- Naturforscher Leopoldina; Deutsche Ge-
see sellschaft für Photometrie
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Konf:kath.
Quellen: UAE 1. II Pos. 1 Nr. 67 Lit. H
Eltern: Dr. med. Hasseiwander, prak- HStAM MK 43712 (1909-62)
tischer Arzt und Knappschaftsarzt. und Literatur: Jahrbuch der Ludwig-Maximilians-
Anna Hasseiwander , geb. Herold Universität München für das Jahr 1913/14. Mün-
chen 1927, S. 35. Jahrbuch 1914-1919. München
Farn: verh. seit 1910 mit Else Meyer-
1927. S. 142f. 0N); Reichshandbuch. Bd. 1 (1930)
Absberg. ein Kind; seit 1926 mit Maria S. 671 f. (P): .Univ.-Prof. Dr. HasseIwander 60 Jah-
Herold re". In: Er!. Tagblatt vom 1.4.1937 (P); Vogel/En-
Schule: 1887-1896 Luitpold-Gymna- driß (1943) S. 8, 41, 83: Kürschner 8 (1954) Sp.
827: .Univ.-Prof. Dr. HasseIwander tu. In: Er!.Tag-
sium. München blatt vom 10.3.1954: Pratje, Andreas: Albert Has-
Studium: seit 1896 Studium der Me- selwandert. In: Anat. Anz.,Jena 102 (1955) S. 134-
dizin in München; 1901 Medizinisches 152 0N: P): Fischer. Bd. I (1962) S. 586 0N); Pitt-
roff (1964) S. IOf.; Berwind (1968) S. 7-14 0N):
Staatsexamen und Approbation in Mün-
Wendehorst (1993) S. 181, 237: Wittern (1993) S.
chen 393
Akad. Grade: 23. Juli 1901 Dr. med ..
München; 4. März 1909 Habilitation für
Anatomie. München Hauberrlsser. Edwin Gerhard
Laufbahn: 1. Sept. 1902 wiss. Assi- 1935 -1945
stent am Anatomischen Institut in Mün- geb:30. April 1882. München
chen. 1903 Studienreise nach Ungarn. gest: 12. Nov. 1964. Nürnberg
an die Zoologische Station in Rovigno Konf: kath.
(Italien) und nach Dalmatien. 17. April Eltern: Georg Ritter von Hauberrisser .
1909 Privatdozent für Anatomie in Mün- Architekt. und Maria Hauberrisser. geb.
chen. 1912 Prosektor am Anatomischen Wesseley
Institut. 28. Nov. 1915 Titel und Rang ei- Farn: verh. seit 1906 mit Irma Freiin
nes ao. Professors; 1914-1918 Kriegs- von Mann- Tiechle. keine ,Kinder: seit
dienst; 1. Okt. 1918 o. Professor für Ana- 1935 mit Martha Kahr. geb. Hirt. keine
tomie in Erlangen und Vorstand des Ana- Kinder
tomischen Instituts. 1921Mitvorstand. seit Schule: 1892-1901 Luitpold-Gymnasi-
1934 alleiniger Vorstand der Anthro- um. München
pologisch-urgeschichtlichen Sammlung. Studium: seit dem SS 1908 Studium
1924/25 Rektor. 19. Nov. 1945 Entlas- der Medizin und ab dem SS 1909 zu-
sung durch die Militärregierung. 31. März sätzlich der Zahnmedizin in Bonn. Mün~

66
Hauck

chen und Göttingen; Nov. 1910 Zahn- und als solcher Leiter einer Abteilung
medizinisches Staatsexamen in Göttin- für Kiefer- und Gesichtschirurgie am
gen; 1911 Approbation als Zahnarzt; 4. Städtischen Krankenhaus in Regensburg,
Aug. 1914 Medizinisches Staatsexamen 1951 zugleich Lehrauftrag an der Zahn-
und Approbation als Arzt in Göttingen medizinischen Hochschule in Regens-
Akad. Grade: 30. Dez. 1919 Dr. med., burg, 30. Juni 1964 Versetzung in den
Göttingen; 20. Febr. 1924 Habilitation Ruhestand
(Pv.) für Zahnheilkunde, speziell für Mitgliedschaften:Mitarbeiter des Haupt-
Mund- und Kieferchirurgie, Göttingen amtes für Volksgesundheit der NSDAP;
1942 Reichsarbeitsgemeinschaft zur Er-
Laufbahn: 1901 Eintritt in das Reichs-
forschung der Heilpflanzen
heer und bis 1908 Militärdienst; 1914-
Portrait: Kröncke (s. Llt.)
1918 Kriegsdienst; 1. Jan. 1919 Nieder- Quellen: UAET. II. Pos. 1 Nr. 81 Lit.H (Vol. 1,m
lassung als praktischer Arzt und Zahn- HStAM MK 43714 (1935-67)
arzt in Göttingen, im WS 1920/21 zu- Literatur: Borchard. August u.a.(Hg.): Deut-
gleich stellvertretender Leiter der Chir- sches Chirurgenverzeichnis. 3. Aufl. Leipzig 1938.S.
252f.; .Professor Dr. Edwin Hauberrisser 60 Jahre
urgischen Abteilung des Zahnärztlichen alt·. In: Dtsch. Zahnärztliche Wschr. 45 (1942) S.
Instituts sowie Lehrauftrag für Zahn- 251 (P); Greise1mayer. Helmut: Professor Dr. Ed-
heilkunde in Göttingen, 24. Febr. 1924 win Hauberrisser zum 70. Geburtstag. In: Dtsch.
Privatdozent für Zahnheilkunde, spezi- Zahnärztl. Zs. 7 (1952) S. 718 (P); .Prof. Dr. Ed-
win Hauberrisser 70 Jahre·. In: Zahnärztl. Mltt..
ell für Mund- und Kieferchirurgie, 15. (...) 40 (1952) S. 234f.; Hübner. Arthur (Hg.): Chir-
Juli 1926 Volontärassistent an der Chir- urgenverzeichnis. 4. Aufl. Berlin u. a. 1958. S.304 f.;
urgischen Klinik und Poliklinik in Göt- Ebel (1962) S. 85. 97.102; .Prof. Hauberrisserwird
80 Jahre·. In: Erl. Tagblatt vom 28.129.4.1962 (P);
tingen, 11. Aug. 1931 Titel und Rang ei-
Pittroff (1964) S. 240-242; Weigand (1968) S. 113-
nes ao. Professors, WS 1933/34 Lehr- 121 (W; P); Wenig (1968) S. 107f.; Scheckel (1976)
auftrag für Mund-, Kiefer- und Gesichts- S.9. 19f.; Kröncke (1984) S. 152 (P)
chirurgie; 1. Mai 1934 pers. o. Professor
für Kiefer- und Gesichtschirurgie und
Vorstand der Mund-, Zahn- und Kiefer- Hauck, Leonhardt Johann Philipp
klinik in Bonn; 1. Okt. 1935 o. Professor 1905 -1945
für Zahnheilkunde sowie Mund-, geb: 29. Mai 1874, Vach bei Fürth
Kiefer- und Gesichtschirurgie in Er- gest: 1. Nov. 1945, Erlangen
langen, zugleich Direktor der Klinik und Kom: eV.-Iuth.
Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kiefer- Eltern: Philipp Hauck, Fabrikant, und
krankheiten sowie Leiter der Abteilung Margareta Hauck, geb. Wellhöfer
für Chirurgie und Zahnerhaltungskun- Fam:verh. mit Ema Heinze, drei Kinder
de, seit April 1945 amerikanische Inter- Schule: Dorfschule, Vach; Lateinschu-
nierung, 4. Juli 1945 Entlassung durch le, Fürth; Humanistisches Gymnasium,
die Militärregierung, 1. Mai 1947 Ver- Nümberg und bis 1893 Gymnasium Fri·
setzung in den Ruhestand, 1. Aug. 1948 dericianum, Erlangen
Verleihung der Rechte eines emeritier- Studium: WS 1893/94 bis SS 1894 Stu-
ten o. Pl'öfessors; 1. Jan.1949 Belegarzt dium der Zoologie, seit dem WS 1894/95

67
Hauenstein

der Medizin in Erlangen. SS 1896 Kiel, HStAM MK 43715 (1905-48)


WS 1896/97 Würzburg und seit dem SS Literatur:ZieleriScheffer (1906) S. 234 CN); Kol-
1897 wieder Erlangen; 9. Febr. 1899 Me- de (1910) S. 483, 525: Reichshandbuch.Bd.l (1930)
S. 674f. !P); Vogel/Endriß (1943) S. 39, 87; .Leo
dizinisches Staatsexamen und Appro- Hauck t . In: Dtsch. med. Wschr. 71 (1946); Fi-
bation in Erlangen scher. Bd. 1 (1962) S. 587 CN); Pittroff (1964)
Akad. Grade: 7. Juli 1898 Dr. med., S. 103f.; Thuss (1969) S. 43-49 CN); Walter, H.: In
memoriam Leo Hauck. In: Zs. für Hautkrankhei-
Erlangen; 8. Juli 1905 Habilitation für
ten 49 (1974) S. 453; Hornstein, Ouo P.: Chronik
Haut- und Geschlechtskrankheiten, Er- der Dermatologischen Universitätsklinik Erlangen.
langen Erlangen 1993, S. 13-15 (P): Wittern (1993) S. 373-
Laufbahn: 1899 Medizinalpraktikant 375

bei verschiedenen Landärzten; Dez.


1899 bis Febr. 1900 Volontärassistent an
Hauenstein, Karl Johann Wilhelm
der Chirurgischen Klinik in Erlangen, 1.
1922 -1929
April 1900 am Pharmakologisch-polikli-
geb: 21. Okt. 1887. Günzersreuth/Mit-
nischen Institut, 1. Okt. 1903 wiss. As-
telfranken
sistent an der Medizinischen Klinik, April
gest: 4. Aug. 1952, Leipzig
bis Okt. 1904 beurlaubt als Volontäras-
Kani: eV.-Iuth.
sistent an die III. Medizinische Abteilung
des Allgemeinen Städtischen Kranken- Eltern: Johann Georg Hauenstein.
hauses links der Isar in München sowie Grundbesitzer, und Maria Hauenstein,
geb. Schneider
Studienaufenthalt in Wien und Breslau
24. Aug. 1905 Privatdozent für Haut- und Schule: Volksschule; Progymnasium,
Geschlechtskrankheiten in Erlangen, Schwabach; 1901-1909 Altes Gymnasi-
22. Okt. 1906 Oberarzt an der neuen Ab- um. Nürnberg
teilung mit Ambulatorium für Haut- Studium: seit dem WS 1909/10 Studi-
krankheiten an der Medizinischen Kli- um der Medizin in Erlangen, SS 1912
nik, 24. Dez. 1910 Titel und Rang eines München, WS 1912/13 Berlin. SS 1913
ao. Professors. 1914-1918 Kriegsdienst, Rostock und seit dem WS 1913/14 wie-
1. Aug. 1921 ao. Professorfür Haut- und der Erlangen; 7. Aug. 1914Medizinisches
Geschlechtskrankheiten, 1. Febr. 1923 Staatsexamen in Erlangen; 18. Sept. 1914
Vorstand der neuen Klinik für Haut-und Approbation als Arzt; 1919"1920 Studi-
Geschlechtskrankheiten. 21. März 1924 um der Zahnmedizin in Erlangen; Früh-
pers. o. Professor, 30. Sept. 1939 Eme- jahr 1920 Zahnmedizinisches Staatsex-
ritierung, noch bis Nov. 1945 eigene amen und Approbation als Zahnarzt in
Lehrstuhlvertretung Erlangen
MitgJiedschaften: 1901 Physikalisch- Akad. Grade: 20. Nov. 1914 Dr. med ..
medizinische Sozietät. Erlangen Erlangen; 8. Dez. 1920 Dr. med. dent..
Ehrungen: 1973 Leo-Hauck-Straße in Erlangen; 23. Febr. 1922Habilitation (Pv.)
Erlangen für Zahnheilkunde. Erlangen
Portrait: Portraitsammlung der UBE Lau/bahn:Okt.l909bisAprilI910Mili-
Quellen: UAE T. II Pos. I Nr. 60 Llt. H: ebd. tärdienst; 1914-1918 Kriegsdienst, an-
Goldenes Buch Nr. 97 Eintrag vom 20.6.1919 schließend Stabsarzt in einem Gefange-

68
Haug

nenlazarett; 1919 Volontärassistent an gart-Bad Cannstatt


der Chirurgischen Klinik in Erlangen, 1. Studium: 1945-1946Studium der Medi-
Nov. 1919 Volontärassistent an der Kli- zin an der Lagerakademie in Mulsanne
nik für Haut- und Geschlechtskrank- (Frankreich) und seit SS 1948 in Erlan-
heiten. 1. Juni 1920 an der Klinik für gen; 22. Jan. 1952 Medizinisches Staats-
Hals-. Nasen- und Ohrenkrankheiten, 1. examen und Approbation in Erlangen
lan.1921 wiss.AssistentanderZahnärzt- Akad. Grade: 1. April 1952 Dr. med ..
lichen Poliklinik, 11. Mai 1922 Privat- Erlangen; 14. Febr. 1957 Habilitation für
dozent für Zahnheilkunde in Erlangen. Anatomie. Histologie und Embryologie.
10. Aug. 1926 Titel und Rang eines ao. Erlangen; 12. Mai 1965 Umhabilitierung
Professors. 1927 Leiter der Konservie- nach Hamburg
renden und der Chirurgischen Abteilung;
Laufbahn: April bis Okt. 1938 Arbeits-
1. Mai 1929 ao. Professor für Konser-
dienst. Nov. 1938 Eintritt in die Wehr-
vierende Zahnheilkunde in München
macht, 1939 bis Mai 1947 Kriegsdienst
und Leiter der Konservierenden Abtei-
und französische Kriegsgefangenschaft;
lung der Zahnklinik; 1934 o. Professor
15. Febr. 1952 Medizinalpraktikant an
für Zahnheilkunde und Direktor der
der Chirurgischen Klinik in Erlangen. seit
Chirurgischen Abteilung der Zahn- und
1. Mai 1952 an der Chirurgischen Abtei-
Kieferklinik in Leipzig
lung des Städtischen Krankenhauses in
Mitgliedschaften: 1909Burschenschaft
Wertheim/Main; 1. Mai 1953 wiss. Assi-
Bubenruthia, Erlangen
stent arn Anatomischen Institut in Erlan-
Portrait: Reichenbach (s. Ut.)
Quellen: UAE T. II Pos. I Nr. 70 Lit. H; ebd. gen, 8. Mai 1957 Privatdozent für Anato-
Goldenes Buch Nr. 146v Eintrag vom Mai 1928 mie, Histologie und Embryologie. 20.
HStAM MK 35473 (1922-34) Sept. 1963 apL Professor; 1. April 1965
Literatur:Vogel/Endriß (1943)S.42;Reichenbach. Oberarzt an der Abteilung für Neuro-
Erwin: In memoriam Karl Hauenstein. In: Dtsch.
anatomie des Anatomischen Instituts in
Zahn-Mund-Kieferhk. 26 (1952) S. 352-354 (P);]anz
(1963)S. 159;Pittroff (1964)S. 244.f.;Weigand (1968) Hamburg, 12. Mai 1965 Privatdozent für
S. 178-183 (y{J; Scheckel (1976) S. 8. 16f.. 47. 60; Anatomie, Histologie und Embryologie;
KästnerfThom (1990) S. 169. 196. 207f. 1. März 1969 ao. Professor für Anato-
mie, Histologie und Embryologie in Kiel;
1. Nov. 1972 o. Professor für Medizini-
Haug, Herbert Wolfgang sche Vorklinik (Aufbauordinariat) an der
1957 -1965 Medizinischen Akademie in Lübeck.
geb:4.Aug.1920,Stuttgart 1978-1981 Vizepräsident der Universität
Konf: unitarisch Lübeck, 30. Sept. 1988 Emeritierung
Eltern:. Eugen Haug,Postamtrnann, MilgJiedschaften: 1955 Physikalisch-
und Ottilie Haug, geb. Heberlein medizinische .Sozietät, Erlangen; 1962
Fam:verh. seit 1968 mit Hanna Hesse, Gründungsmitglied der International So--
keine Kinder cietyofStereology, 1979-1982 Präsident,
Schule: 1926-1930Volksschule, Stutt- seit 1984 Ehrenmitglied; 1963 New York
gart; 1930-1938 Realgymnasium, Stutt- Academy ofSciences; 1965Deutsche Ge-

69
Hauser

sellschaft für Neuropathologie und Neu- eine Studienreise an die Pathologischen


roanatomie Institute in Leipzig und Wien (Großes
Ehrungen: 1986 Verdienstkreuz am Staatsstipendium), 29. Aug. 1883 Privat-
Bande vom Verdienstorden der Bundes- dozent für Pathologie und Bakterio-
republik Deutschland logie in Erlangen. Aug. 1885 bis Mai
Literatur: BeIWind (I968) S. 33-36 (W); Kürsch- 1887 sowie Herbst 1888 bis Mai 1891 be-
ner 17 (I996) S. 492
urlaubt wegen Krankeit (Winter 1889/90
und 1890/91 gemeinsamer Kuraufent-
Hauser, Gustav halt mit Franz Penzoldt in der Schweiz),
1883 -1928 1886 und 1893/94 Lehrstuhlvertretung
geb: 13.]uli 1856, Nördlingen für Pathologische Anatomie, 1.]uli 1894
gest: 30.]uni 1935, Erlangen ao. Professor für Pathologische Ana-
Konf: eV.-luth. tomie und Bakteriologie, 1. Mai 1895
Eltern: Gustav Hauser, Theologe und o. Professor für Allgemeine Patholo-
Professor an der Landwirtschafts- und gie und Pathologische Anatomie und
Gewerbeschule, und]ustine Hauser, geb. Direktor des Pathologischen Instituts,
Haaß 1905 Einrichtung und Leitung des neu-
Fam: verh. seit 1882 mit Emma En-
en Pathologisch-anatomischen Instituts,
gelmann, vier Kinder 1907 Ruf nach Würzburg abgelehnt,
1907/08 Prorektor, 1. Okt. 1928 Emeri-
Schule: 1862-1866 Volksschule, Nörd-
tierung
lingen; 1866-1872 Lateinschule und bis
1876 (Altes) Gymnasium, Nürnberg Mitgliedschaften: 1881 Physikalisch-
Studium.·WS 1876/77 bis SS 1878 Stu- medizinische Sozietät, Erlangen; KOff.
dium der Naturwissenschaften, insbe- Mitglied der Ärztlichen Gesellschaft,
sondere der Zoologie, in Erlangen, seit Wien, und des Ärztlichen Vereins, Mün-
dem WS 1878/79 Studium der Medizin chen; Komitee für Krebsforschung in
in Erlangen, WS 1879/80 München und Bayern; Internationale Vereinigung für
seit dem SS 1880 wieder Erlangen; Herbst . Krebsforschung; 1900-1920 Baureferent
1880 Medizinisches Staatsexamen in Er- im Verwaltungsausschuß der Universität
langen; 21. März 1881 Approbation Erlangen; 1909 Vorsitzender der Deut-
schen Pathologischen Gesellschaft
Akad. Grade: 29. Dez. 1879 Dr. phil.,
Erlangen; 26. Okt. 1881 Dr. med., Er- Ehrungen: Bayerischer Verdienst-Or-
langen; 25.]uli 1883 Habilitation für Pa- den vom Hl. Michael, 3. Klasse; 1911
thologische Anatomie und Bakteriolo- Bayerische Prinzregent -Luitpold-Medail-
gie, Erlangen le in Silber; 1916 Bayerischer Geheimer
Laufbahn: 1. Okt. 1876 bis 30. Sept. Hofrat; Bayerisches König-Ludwig-Kreuz;
1877 Militärdienst in Erlangen; 1. Okt. 1926 Bayerischer Geheimer Rat; 1976
1880 Praktikant an der Geburtshilflich- Gustav-Hauser-Straße in Erlangen
gynäkologischen Klinik in Erlangen, 1. Portrait: Ölbild im Pathologischen Institut in
Erlangen
April 1881 wiss. Assistent am Patholo-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 52 Lit. H; ebd.
gischen Institut, SS 1881 beurlaubt für Goldenes Buch Nr. 27 Eintrag vom 3.?1903

70
Hegemann

HStAM MK 17722 (1883-1935) Akad. Grade: 1936 Dr. med., Münster;


Literatur: Pagel (1901) Sp. 696 f. (W);Deutsches 10. juli 1948 Habilitation für Chirurgie,
Zeitgenossenlexikon (1905) Sp. 545; Zieler/Schef-
fer (1906) S. 29 (W); Hauser, Gustav: Die Ge- Marburg/Lahn
schichte des Lehrstuhls für pathologische Anato- Laufbahn: 1935 halbjähriger Sprach-
mie und das neue pathologische Institut in Erlan- studienaufenthalt in Spanien; 1. Nov.
gen. Jena 1907; Kolde (1910) S. 486, 515, 525;
1936 Medizinalpraktikant an der Medi-
Busch, Max: Gustav Hauser zum 70. Geburtstag.
In: Dtsch. med. Wschr. 52 (1926) S. 1180f. (P); zinischen Klinik in Dresden; 1. Mai 1937
Merke!, Hermann: Zu Gustav Hausers 70. Ge- Medizinalpraktikant am Pathologischen
burtstag. In: Münch. Med. Wschr. 73 (1926) S. 1164- Institut in Münster, seit dem 1. Aug. 1937
1166; Gustav Hauser. In: Grote, Louis R.: Medizin
am Hygienisch-bakteriologischen Insti-
der Gegenwart in Selbstdarstellungen. Bd. 6. Leip-
zig 1927, S. 141-204 (W; P); Reichshandbuch. Bd. tut; 1. Nov. 1937 Studienaufenthalt an
I (1930) S. 679f. (P); Kirch, Eugen: Gustav Hau- der Chirurgischen Klinik in Lyon; 1. Mai
seTt. In: Zb!. allg. Path. 63 (1935) S. 369-373; .Geh. 1938 wiss. Assistent am Hygienisch-bak-
Rat Prof. Gustav Hauser t". In: Er!. Tagblatt vom teriologischen Institut in Münster, 1939-
1.7.1935; Kirch, Eugen: Gustav Hauser. In: Stoll-
reither (1941) S. 17-21; Vogel/Endriß (1943) S. 7, 1940 wiss. Assistent am Pathologischen
37, 84; Fischer. Bd. 1 (1962) S. 588f. (W); Pittroff Institut, 1939-1945 Kriegsdienst; seit
(1964) S. 175f.; Berwind (1968) S. 100-110 (W); 1943wiss. Assistent an der Chirurgischen
Zoske, Horst: Gustav Hauser. In: NDB. Bd. 8 (1969) Klinik der Charite in Berlin; 1945 wiss.
S. 115f.; Eulner (1970) S. 155, 174,643; Becker
(1977) S.XXII-XXIV;Uni-Kurier. N. F. Nr. 15 (1977) Assistent an der Chirurgischen Klinik in
S. 24-26 (P); Gräf/Braun (1986) S. 15-17 (P); Wen- Marburg/Lahn, 24. juli 1948 Privatdo-
dehorst (1993) S. 181 zent für Chirurgie, Ostern 1953 Ober-
arzt, 24. Mai 1954 apl. Professor; 1. Nov.
1955 o. Professor für Chirurgie in Er-
Hegemann. Gerd Hermann
langen und Vorstand der Chirurgischen
1955 -1977
Klinik, 1. Dez. 1977 Emeritierung
geb:5.Sept.1912,VVarstein!VVestfalen
MitgJiedschaften: 1956 Physikalisch-
gest: 28. jan. 1999, München
medizinische Sozietät, Erlangen; 1965
Konf: kath. Vorsitzender der Bayerischen Chirurgen-
Eltern: Dr. med. Ferdinand Hege- Vereinigung. später Ehrenmitglied
mann, Heilanstaltsdirektor, und Hella
Ehrungen: 1979 Ehrenring der Stadt
Hegemann, geb. Uhlenbrock
Erlangen
Fam: verh. seit 1944 mit Ursula Is-
Portrait: Heidacher (s. Lit.)
phorsing Literatur: Heidacher (1960) S. 168 (P); .Ab-
Schule: Lateinschule, VVarstein. und schiedsfeier für Prof. Dr. Hegemann" . In: Er!. Tag-
bis 1931 Humanistisches Gymnasium, blatt vom 1.12.1977 (P); Demling, Ludwig: Pro-
fessor Dr. med. Gerd Hegemann zum 65. Ge-
Brilon!VVestfalen burtstag. In: Fortschritte der Medizin 95 (1977) S.
Studium: 1931 Studium zunächst der 1843f. (P); .Professor Hegemann schied aus dem
Rechtswissenschaft. dann der Medizin Amt". In: Er!. Tagblatt vom 15.12.1977 (P); Uni-
in Freiburg/Br., 1932 Bonn, seit 1933 Kurier. N.F. Nr.19 (1978) S. 44f., ebd. Nr. 46 (1982)
S. 44 f. (P); Auerbach (1979) S. 257f.; Killian (1980)
Berlin und Münster; Okt. 1936 Medizi- S. 311 f.; .Nestor der Chirurgie hat 70. Geburts-
nisches Staatsexamen in Münster; Okt. tag". In: Er!. Nachrichten vom 4./5.9.1982 (P); Sie-
1937 Approbation wertlTheisinger (1986) S. 154f., 363 (P); Profes-

71
Heim,F.

soren an der FAU (1995) S. 53 (W; P); Kürschner


17 (1996) S. 501
vertretung für Pharmakologie und To-
xikologie in Erlangen; 1. Mai 1953 o.
Professor für Pharmakologie und To-
Heim. Fritz (Friedrich) xikologie und Vorstand des Pharma-
1952 -1977 kologischen Instituts in Erlangen. 30.
geb: 26. April 1910, Würzburg Sept 1977 Emeritierung
gest: 3. Juli 1979. Erlangen Mitgliedschaften: 1955 Physikalisch-
Konf' kath. medizinische Sozietät. Erlangen; Vorsit-
Eltern: Friedrich Heim. Reichsbahn- zender der Sektion für Experimentelle
beamter, und Eugenie·Heim. geb. Kress Gerontologie der Deutschen Geronto-
logischen Gesellschaft
Farn: verh. seit 1941 mit Anneliese
Hartwig. zwei Kinder; seit 1970 mit Vero- Ehrungen: 1968 Max-Bürger- Preis der
nika Dornbusch. geb. Matzke. ein Kind Deutschen Gesellschaft für Gerontologie
Portrait: Uni-Kurier 1975 (s. Lit.)
Schule: 1916-1920 Volksschule und bis Quellen: UAE T. Ir Pos. 1 Nr. 91 Lit. H
1929Humanistisches Gymnasium. Würz- HStAM MK 54616 (1953-79)
burg Literatur: Estler. Claus-Jürgen: Zum 60. Ge-
burtstag von Professor Dr. F. Heim. In: Arznei-
Studium: SS 1929 bis SS 1934 Studi-
mittel-Forschung 20 (1970) S. 589 (P); "Fritz Heim
um der Medizin in Würz burg und an der wird 60 Jahre". In: Er\. Tagblatt vom 25./26.4.1970
Medizinischen Akademie in Düsseldorf; (P); Estler, Claus-Jürgen: Zum 65. Geburtstag von
14. Dez. 1934 Medizinisches Staatsex- Professor Dr. med. Fritz Heim. In: Arzneimittel-
Forschung 25 (1975) S. 680 (P); Uni-Kurier. N.F.
amen in Würzburg; 17. Dez. 1935 Ap-
Nr. 8 (1975) S. 33 (P), ebd. Nr. 25 (1979) S. 33;
probation Auerbach (1979) S. 258; Estler, Claus-Jürgen: Nach-
Akad. Grade: 3. Jan. 1935 Dr. med., ruf auf Dr. med. F. Heim. In: Zeitschrift für Ge-
Heidelberg; 31. Okt 1939 Habilitation rontologie 13 (1980) S. 658; Knevelkamp (1990)
S. 138-143
für Pharmakologie und Toxikologie.
Marburg/Lahn
Laufbahn: 17. Dez. 1934 Medizinal- Heim, Ludwig Heinrich Wilhelm
praktikant am Physiologischen Institut 1897 -1929
in Würzburg, seit 1. Juni 1935 am Kran- geb: 13. Febr. 1857, Eichstätt
kenhaus Speyerershofin Heidelberg; 10. gest: 5. Febr. 1939, Erlangen
Jan. 1936 Volontärassistent am Pharma- Konf' eV.-Iuth.
kologischen Institut in Marburg/Lahn. 1. Eltern: Dr. med. August Heim. prakti-
Nov. 1936 wiss. Assistent, 21. Dez. 1940 scher Arzt. und Eva Heim, geb. Stengel
Privatdozent für Pharmakologie und Farn: verh. seit 1928 mit Kunigunde
ToxikolOgie. 1939-1945 Kriegsdienst und Metzer
amerikanische Kriegsgefangenschaft, Juli Schule: Volksschule und Lateinschu-
1945 wiederum wiss. Assistent in Mar- le. Eichstätt; bis 1876 (Altes) Gymnasi-
burg/Lahn, 11. Nov. 1948 apl. Professor. um. Nümberg
27. Mai 1949 bis 1950 kommissarischer Studium: 1876-1880 Studium der Me-
Leiter des Pharmakologischen Instituts. dizin in Erlangen; 1880 Medizinisches
1. Nov. 1952 beurlaubt zur Lehrstuhl- Staatsexamen in Erlangen; 8.·März 1881

72
Heineke

Approbation Goldenes Buch Nr. 36 Eintrag vom 30.10.1903


HStAM MK 17744 (1890-1939)
Akad. Grade: 17. Nov. 1880 Dr. med ..
Literatur: Pagel (1901) Sp. 705f. (W); Deut-
Erlangen; Jan. 1890 Habilitation für Bak- sches Zeltgenossenlexikon (1905) Sp. 558; Zle-
teriologie. Würzburg ler/Scheffer (1906) S. 70 (W); Kolde (1910) S. 476.
Laufbahn: 1. April bis 30. Sept. 1877 487.525; Schmld. B. und C. Theslng (Hg.): Bio-
logen-Kalender. 1. Jg. Berlin. Leipzig 1914. S.
und 1. April bis 30. Juli 1881 Militär-
217f.; Angerer. Karl v.: Ludwig Helm zum 70.
dienst. seit dem 31. Juli 1881 als aktiver Geburtstag. In: Münch. Med. Wschr. 74 (1927)
Militärarzt Assistenzarzt am Garnisons- S. 244 f. (P); Knorr. Maxlmllian: Ludwlg Helm
lazarett in Amberg, Sommer 1884 Stu- zum 70. Geburtstag. In: Zbl. Bakt. - Abt. I Orig.
101 (1927) S. 457-460 (P); Relchshandbuch. Bd.
dienaufenthalt am Hygienisch-bakterio-
I (1930) S. 694; ,Geh. Rat Prof. Heim 80 Jahre
logischen Institut in München. 1884Phy- alt'. In: Erl. Tagblatt vom 12.2.1937; Angerer. Karl
sikatsexamen in München; April 1887 v.: Ludwig Heim zum Gedächtnis. In: Dtsch. med.
Sanitätsoffizier zunächst an der Hygie- Wschr. 65 (1939) S. 1136; ,Geh. Rat Prof. Dr.
Heim r. In: Erl. Tagblatt vom 6.2.1939; Angerer.
nischen. dann an der Bakteriologischen
Karl v.: Ludwlg Heim. In: Stollreither (1941) S. 58-
Abteilung des Ksl. Gesundheitsamts in 62; Vogel/Endriß (1943) S. 38. 84. 101; Fischer.
Berlin; 1889 Stabsarzt an der Garnison Bd. 1 (1962) S. 600 (W); Plttroff (1964) S. 107-
in Würzburg und Leiter der Bakteriolo- 109; Beewind (1968) S. 49-55 (W); Hoff. Ferdin-
and: Erlebnis und Besinnung. Berlin u.a. 1971.
gischen Untersuchungsanstalt beim 11. S. 285; Liermann (1977) S. 27; Gräf/Braun (1986)
Armeecorps. 15. Febr. 1890 zugleich Pri- S. 19-24 (P)
vatdozent für Bakteriologie an der Uni-
versität in Würzburg; 1. April 1897 ao.
Professor für Bakteriologie in Erlangen. Heineke. Walter Hermann von
ab dem WS 1897/98 auch für Hygiene, 1867 -1901
5. Juli 1898 Direktor des neuen Hygie- geb: 17. Mai 1834. Schönbeck bei Mag-
nisch-bakteriologischen Instituts. 1.Sept. deburg
1902 o. Professor für Hygiene und Bak- gest: 28. April 1901, Erlangen
teriologie. 1911 erster pirektor der Kanl: kath.
Staatlichen Bakteriologiscfien Untersu- Vater; Dr. med. Karl Friedrich Heine-
chungsanstalt in Erlangen. 1914-1918 ke, Physikus
Kriegsdienst, 1. April 1929 Emeritierung Farn: verh. mit Sophie Stavenhagen,
Mitgliedschaften: 1877Corps Onoldia, Kinder
Erlangen; 1897 Physikalisch-medizini- Schule: bis 1854 Dom-Gymnasium.
sche Sozietät, Erlangen Magdeburg
Ehrungen: Bayerischer Verdienst-Or- Studium: seit 1854 Studium der Me-
den vom Hl. Michael, 4. Klasse; Bayeri- dizin in Göttingen, Berlin, Leipzig und
sche Prinzregent-Luitpold-MedaiUein Greifswald; 4. März 1859 Medizinisches
Bronze; Rote-Kreuz-Medaille, 3. Klasse; Staatsexamen und Approbation in Greifs-
1923 Bayerischer Geheimer Medizinalrat wald
Portrait: Bronze-Büste im Institut für Klinische Akad. Grade: 1859 Dr. med., Greifs-
Mikrobiologie. Immunologie und Hygiene in Er-
langen undPortraltsarnmiung der UBE wald; 1860/61 Habilitation für Chirurgie
Quellen: UAE T. n Pos. 1 Nr. 55 Lu. H; ebd. und Anatomische Chirurgie, Greifswald

73
Heinkel

Laufbahn: 1. Juni 1859 wiss. Assistent Studium: seit dem WS 1941/42 Studi-
an der Chirurgischen Klinik in Greifs- um der Medizin in Posen, Jena und Hei-
wald, 3. Jan. 1861 Privatdozent für Chir- dei berg; 23. Dez. 1949 Medizinisches
urgie; 12. Aug. 1867 o. Professor für Staatsexamen in Heidelberg; 23. Aug.
Chirurgie und Augenheilkunde und 1951 Approbation
Vorstand der Chirurgisch-augenärztli- Akad. Grade: 1. Febr. 1950 Dr. med.,
chen Abteilung am Universitätskran- Heidelberg; 17.Juli 1958 Habilitation für
kenhaus in Erlangen, 28. Febr.1874 Ent- Innere Medizin, Erlangen
hebung vom Fach Augenheilkunde, seit Laufbahn: 1939-1946 Kriegsdienst und
1874 Vorstand des Universitätskranken- amerikanische Kriegsgefangenschaft; seit
hauses, 1875 Direktor der neuen Chir- 1948 bis Juli 1950 wiss. Hilfskraft in der
urgischen Klinik, 1877-1878 Prorektor Bibliothek der Medical Section der US-
MitgJiedschaften: 1867Physikalisch-me- Navy in Heidelberg, Febr. bis April 1950
dizinische Sozietät, Erlangen, 1869-1872 beurlaubt für einen Tropenmedizini-
stellvertretender Vorstand; 1884 Deutsche schen Kurs am Institut für Schiffs- und
Akademie der Naturforscher Leopoldin~ Tropenkrankheiten in Hamburg; 15. Juli
Ehrungen: 1876 Ritter des Bayerischen 1950 Medizinalpraktikant an der Medi-
Verdienst-Ordens vom Hl. Michael, 1. zinischen Poliklinik in Würzburg, 29.
Klasse; 1892 Ritter des Verdienstordens Aug. 1951Volontärassistent; 1.Sept. 1953
der Bayerischen Krone (pers. Adel); 1900 wiss. Assistent an der Medizinischen Kli-
Bayerischer Geheimer Rat nik in Erlangen, 9. Sept. 1958 Privatdo-
Portrait: Portraitsammlung der UBE
zent für Innere Medizin, 1961 Ober-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 43 Lit. H
HStAM DA 4510 St. Mich. 1876; ebd. DA 1816
arzt, 26. Okt. 1964 apl. Professor; 1966
Kron. 1892 Chefarzt am 5anatorium Frankenland"
Literatur: FS zum 25jährigen Professorenjubi- in Bad Windsheim; 1968 Direktor der
läum von Walter Heineke am 1.5.1892. München Inneren Klinik des Städtischen Kran-
1892; Graser, Ernst: Prof. Dr. Walter Heineke. In:
Münch.Med. Wschr. 39 (1892) S.293f.;Pagel (1901)
kenhauses Stuttgart-Bad Cannstatt
Sp. 70Sf. (W;P); FSPhys.-med. Soz. Erlangen (1908) Ehrungen: 1982 Verdienstkreuz 1.
S. 52f., 68f. (P); Kolde (1910) S. 418, 453, 515, 525; Klasse vom Verdienstorden der Bundes·
VogellEndriß (1943) S. 7, 35, 86; Heldacher (1960) republik Deutschland
S. 97-109 (P); Plttroff(1964) S. 38f.; Schwartz (1969)
Quellen: HStAM MK 54617 (1957-68)
S. 120-124 (W); Killian (1980) S. 310
Literatur:Schelbert, Horst: Die Inhaber des Ver-
dienstordens der Bundesrepublik Deutschland
1982/83. Preußisch Ddendorf 1985, S. 25
Heinkel, Klaus Georg Adolf
1958 -1969
geb: 4. Febr. 1921, Wittstock/Dosse Heiniein, Johann Wolfgang
Eltern: Dr. med. Johann August Hein- 1793
kel, Arzt, und Hedwig Heinkel, geb. geb: 6. Okt. 1764, Neustadt am Kulm
Dumpig gest: unbekannt
Fam:verh. seit 1950 mit Ilse Domauer Eltern: Johann Lorenz Heiniein, Stadt-
SchuJe:bis1939Realgymnasium,Wittstock hauptmann und Fleischer, und Catharl-

74
Heiss

na Sophia ]ohanna Heinlein. geb. Heer- Laufbahn: Herbst 1888 Privatassistent


wagen bei Professor Wilhelm Filehne in Bres-
Schule: Vorschule. Neustadt am Kulm; lau. 1. Okt. 1890wiss. Assistent am Phar-
1777-1785 Humanistisches Gymnasium, makologischen Institut. 1891 Privatdo-
Bayreuth zentfürPharmakologie; 1.Jan. 1893wiss.
Studium: seit dem SS 1785 Studium Assistent am Laboratorium für Organi-
der Philosophie und der Naturwissen- sche Chemie der Universität inJena; 1895
schaften sowie der Medizin in Erlangen; wiss. Assistent am Pharmakologischen
März 1789 Medizinisches Staatsexamen Institut in München; 21. Aug. 1898 Pri-
in Erlangen vatdozent für Pharmakologie und To-
Akad. Grade: 21. ]an. 1793 Dr. med., xikologie in Erlangen. 1.Okt. 1903wiss.
Erlangen; 19. Febr. 1793 Venia legendi Assistent am Pharmakologisch-polikli-
für Arzneikunde. Erlangen nischen Institut. 1. Jan. 1904 Titel und
Laufbahn: Sept. 1787 bis Okt. 1788 Rang eines ao. Professors. Aug. 1906 Lei-
Studienaufenthalt an der Charite in Ber- ter des Pharmakologischen Laboratori-
Un; Febr. 1793 Privatdozent für Arznei- ums, 15. Dez. 1907 Lehrauftrag für Phar-
kunde in Erlangen makologie. 1. Okt. 1910 ao. Professor
literatur:Fikenscher. T. 3 (1806) S. 148-150 (y./) für Pharmakologie und Direktor des
neuen Pharmakologischen Instituts
MitgJiedschaften: 1899 Physikalisch-
Heinz. Robert medizinische Sozietät. Erlangen
1898 -1924 Portrait: Portraitsammlung der UBE
geb: 11. Mai 1865. Wüstegiersdorf/ Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 56 Lu. H; ebd.
Schlesien Goldenes Buch Nr. 57 Eintrag vom 28.2.1904
gest: 7. März 1924. Erlangen Literatur: Zieler/Scheffer (1906) S. 57 (y./); Kol-
de (1910) S. 486, 525; ]amin. Friedrich: Robert
Konf: eV.-luth.
Helnz 1865-1924. In: Dtsch. med. Wschr. 50 (1924)
Vater: Robert Heinz, Pfarrer S. 476f.; Schulz, 0.: Robert Heinz gestorben. In:
Fam: verh. mit EUsabeth Trier, zwei Münch. Med. Wschr. 71 (1924) S. 406; VogeVEn-
Kinder driB (1943) S. 38, 84; Fischer. Bd. 1 (1962) S. 602
(y./); Pittroff (1964) S. 192-194; Berwind (1968) S.
Schule: Privatunterricht; 1876-1883 139-144 (y./); Knevelkamp (1990) S. 101. 107, 109.
Gymnasium St.Maria-Magdalena, Breslau 113-127 (P)
Studium: SS 1883 bis SS 1884 Studi-
um der Naturwissenschaften. seit dem
WS 1884/85 Studium der Medizin in Bres- Heiss, Robert
lau (Frühjahr 1888 Preisaufgabe der Me- 1946 -1947
dizinischen Fakultät gelöst); 23. Juni geb: 30. April 1884. Augsburg
1888 Medizinisches Staatsexamen in gest; 8. Mai 1957. München
Breslau Konl' kath.
Akad Grade:16. Okt.I888Dr.med., Bres- Eltern: Ferdinand Ritter von Heiss,
lau; 31. Okt. 1891Habilitation für Pharma- Wirklicher Geheimer Kriegsrat, undAnna
kologie und Toxikologie. Breslau; 24. Juli Heiss, geb. Braun
1898 Umhabllitierung nach Erlangen Fam: verh. mit Dr. med. Hilda Des-

75
Heller

sauer, ein Pflegekind Heller, Arnold Ludwig Gotthilf


Schule: bis 1903 Ludwigs-Gymnasium, 1869 -1872
München geb: 1. Mai 1840, KleinheubachlMain
Studium: seit dem SS 1903 Studium (Unterfranken)
der Medizin und der Zoologie in Mün- gest: 31. Jan. 1913, Kiel
chen; 1908 Medizinisches Staatsexamen Kont· eV.-luth.
in München; 14. Dez. 1909 Approbation Vater: Pfarrer
Akad. Grade: 15. Mai 1912 Dr. med., Schule: Lateinschule und 1855-1860
München; 1918 Habilitation für Anato- Humanistisches Gymnasium, Bayreuth
mie, München Studium: seit dem WS 1861/62 Studi-
Laufbahn: 1.Okt. 1907 Praktikant, spä- um der Medizin in Erlangen, WS 1863/64
ter Medizinalpraktikant am Anatomi- Berlin und 1865 wieder Erlangen; Herbst
schen Institut in München, 1. Jan. 1910 1867 Medizinisches Staatsexamen in Er-
wiss. Assistent, 1. Febr. 1918 Konserva- langen
tor, 1918 Privatdozent für Anatomie in Akad. Grade: 16. Juni 1866 Dr. med.
München, 1. März 1922 Titel und Rang . et chir., Erlangen; 31. Juli 1869 Habili-
eines ao. Professors, 1923 Ruf nach Graz tation für Allgemeine Pathologie und Pa-
abgelehnt; 1. Okt. 1923 o. Professor für thologische Anatomie, Erlangen
Anatomie in KönigsbergiPr. ; 1.Jan. 1946 Laufbahn: 1866 Kriegsdienst; Nov.
Lehrstuhlvertreter für Anatomie und 1866 wiss. Assistent am Pathologischen
kommissarischer Leiter des Anatomi- Institut in Erlangen, 1868 Studienreise
schen Instituts in Erlangen, März 1947 nach Wien und Prag, 20. Nov. 1869 Pri-
auch des Pathologischen Instituts und vatdozent für Allgemeine Pathologie
dessen Histologischer Abteilung; 1. Mai und Pathologische Anatomie in Er-
1947 o. Professor für Makroskopische langen, 1870/71 Kriegsdienst, Frühjahr
Anatomie und Direktor des I. Anatomi- 1871 Studienreise nach London und
schen Instituts in München, 31. Juli 1952 Edinburgh und Sommer 1871 Studien-
Emeritierung, noch bis 1. April 1954 ei- aufenthalt am Physiologischen Institut
gene Lehrstuhlvertretung in Leipzig; 1. Okt. 1872 o. Professor für
Mitgliedschaften: Deutsche Akademie Allgemeine Pathologie und Pathologi-
der .Naturforscher Leopoldina; Königs- sche Anatomie und Vorstand des Pa-
berger Gelehrte Gesellschaft thologischen Instituts in Kiel, 1882 und
Portrait: SUeve (s. LU.) 1905 Rektor
Quellen: UAE T. n Pos. 1 Nr. 77 Lil. H
HStAM MK 43734 (1907-64) Mitgliedschaften: 1868 Physikalisch-
Literatur: Jahrbuch der Ludwig-Maximilians- medizinische Sozietät, Erlangen; 1884
Universität München 1919-1925. München 1928, Deutsche Akademie der Naturforscher
S. 163 0N); SUeve. F. E.: Professor Dr. Robert Heiss Leopoldina; 1885-1897 Mitglied der Kie-
zum 70. Geburtstag. In: Münch. Med. Wschr. 96
(1954) S. 537f. (P); Robert Heiss zum 70. Ge-
ler Stadtverordnetenversammlung
burtstag. In: Acta anatomica 24 (1955) (P); Romeis, Ehrungen: 1895 Geheimer Medizinalrat
Benno: Robert Heiss gestorben. In: Anal. Anz., Portrait: Jansen (s. Lit.)
Jena 105 (1958) S. 124-136; Berwind (1968) S. 45f. Quellen: UAE T.n Pos. 1 Nr. 45 Lu. H
(W) Literatur: ZielerlScheffer (1906) $.33 (W); PS

76
Henke

Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 72; Kolde (1910) Mai 1967 apl. Professor; 1. Nov. 1953
S. 525; Wilke. Arthur: Arnold Heller. In: Münch. Chefarzt der Inneren Abteilung des
Med. Wschr. 60 (1913) S. 987-989 (P); Lubarsch.
Otto: Nekrolog Arnold Heller. In: Verh. der Dtsch. Kreiskrankenhauses in Uelzen, seit dem
Pathologischen Gesellschaft 17 (1914) S. 585-587; Sommer 1972 Direktor des Kreiskran-
Ritterbusch (1940) S. 210; Vogel/Endriß (1943) S. kenhauses, 31. Juli 1976 Versetzung in
35; ]ansen. Hans Helmut: Die Geschichte des Pa- den Ruhestand
thologischen Institutes der Christian-Albrechts-
Universität in Kiel. Kiel 1958. S. 29-40 (P); Pittroff Mitgliedschaften: 1951 Physikalisch-
(1964) S. 182f.; Kovacsics (1967) S. 66-69 (W) medizinische Sozietät, Erlangen
DBA 507. 99-101 (W) Literatur:Kürschner 16 (1992) S. 1361 (W); Uni-
Kurier. N.F. NT.90 (1994) S. 91

Hengstmann, Hermann
1952 -1976 Henke. Christian Heinrich Adolph
geb: 23. Juli 1911, Hannover 1805 -1843
gest: 17. März 1993, Uelzen geb: 12. April 1775, Braunschweig
Konf: eV.-Iuth. gest: 8. Aug. 1843, Erlangen
Eltern: Hermann Hengstmann, Ge- Kont eV.-luth.
werkschaftssekretär, und Margarete Eltern: Ernst Heinrich Ludwig Henke,
Hengstmann, geb. VVeddecke Garnisonspfarrer in Braunschweig, und
Farn: verh. seit 1940 mit Dr. med. Christiane Charlotte VVilhelmineHenke,
Christa Linde, zwei Kinder geb. Spohr
Schule: 1918-1923 Kaiser-VVilhelm- Farn: verh. seit 1810 mit Sophie Ro-
Gymnasium, Hannover; bis 1929 Köni- the, geb. Oertel, acht Kinder und ein
gin-Carola-Gymnasium, Leipzig Stiefkind
Studium: seit dem 5S 1930 Studium Schule: VVaisenhausschule, Braun-
der Medizin in Leipzig, 5S 1933 VVürz- schweig; Privatunterricht; 1783 Cathari-
burg und VVS1933/34 wieder Leipzig; nen-Gymnasium und 1791-1795 Colle-
23. Juli 1935Medizinisches Staatsexamen gium Carolinum, Braunschweig
in Leipzig; 31. Okt. 1936 Approbation Studium.·seit dem VVS1795/96 Studium
Akad. Grade: 28. Okt. 1935 Dr. med., der Medizin in Helmstedt, SS 1798 Göt-
Leipzig; 14. Febr. 1952 Habilitation für tingen; 1799Medizinisches Staatsexamen
Innere Medizin,. Erlangen in Göttingen; Okt. 1802 Approbation
Laufbahn: 1. Nov. 1935 Medizinal- Akad. Grade: 1. Okt. 1799 Dr. med.,
praktikant am Kreiskrankenhaus Burg Helmstedt
bei Magdeburg; i.Mai 1936 Medizinal- Laufbahn: 1799 Hausarzt des Guts-
praktikant an der Medizinischen Klinik besitzers von Haesler in Schwansee/Hol-
in Leipzig, 1.Okt. 1936Volontärassistent, stein; 1802 Niederlassung als praktischer
1. Nov. 1936 wiss. Assistent; 1940-1945 Arzt in Braunschweig; 19. Juni 1805
Kriegsdienst; 1. Febr. 1948 wiss. Assi- Stadtphysikus in VVolfenbüttel; 14. Okt.
stent an der Medizinischen Klinik in Er- 1805 ao. Professor der Arzneikunde in
langen, 1.Juli 1949 Oberarzt, 8,Mai 1952 Erlangen, 30. April 1816 o. Professor für
Privatdozent für Innere Medidn. 31. Physiologie, Pathologie und Staats-

77
Henning

arzneikunde, 5. Mai 1818 kommissari- horstiPfeiffer (1984) TafelteiI Nr. 111 (P); Neid-
scher Vorstand des Institutum clinicum hardt (1985) S. 28-35 (P); Weisser, Ursula: Die Ge-
burt der Physico-medica aus dem Geiste der Leo-
1. Okt. 1818 o. Professor für Therapie:
poldina? Erlangen 1986; Knevelkamp (1990) S. 58f.;
Medizinische Klinik und Staatsarz- Wittern (1993) S. 335, 342-345
neikunde und Vorstand des Institutum DBA 511, 365-377 (W)
clinicum. nach der Vereinigung des In-
stitutum clinicum mit dem neuen Uni-
versitätskrankenhaus am 20. Mai 1824 Henning, Norbert
Vorstand der Medizinischen Abteilung 1937 -1945. 1953 -1966
sowie Direktor des neuen Universitäts- geb: 12.Juli 1896, HundeshageniKreis
krankenhauses, Rufe nach Marburg/ Worbis
Lahn (1828). Würz burg (1835) sowie gest: 4. Dez. 1985. Erlangen
nach Halle/S. und Freiburg/Br. abge- Konf: kath.
lehnt. SS 1836 beurlaubt wegen Krank- Eltern: Heinrich Henning. Lehrer und
heit. 1819120. 1822123. 1826127 und Schulleiter, und Franziska Henning. geb.
1833/34 Prorektor Kruse
Mitgliedschaften: 20. März 1808 Mit- Fam: verh. seit 1927 mit Dr. med. Ly-
begründer der Physikalisch-medizini- dia Menke. zwei Kinder; seit 1939 mit
schen Sozietät. Erlangen. 1818-1829 de- Sigrid Hoenen. ein Kind
ren Vorstand; 1818 Deutsche Akademie Schule: 1902-1906 Volksschule und bis
der Naturforscher Leopoldina; Verein 1907 Katholische Rektoratsschule, Ham-
Harmonie, Erlangen; seit 1825 Vertreter born/Rhein; 1908-1909 Franziskaner-
der Universität in der 2. Kammer des schule. Vlodrop (Niederlande); bis 1914
Bayerischen Landtags Realgymnasium. Hamborn/Rhein
Ehrungen: 1820 Bayerischer Hofrat; Studium: Jan. 1919 bis WS 1921122
1825 Dr. jur. h.c .. Erlangen; 1887 Hen- Studium der Medizin in Leipzig. Göttin-
kestraße in Erlangen gen und Freiburg/Br.; 18. Mai 1922 Me-
Portrait: Portraitsammlung der UBE dizinisches Staatsexamen in Frei-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 23 Lit. H; ebd. T. burg/Br.; 20. Dez. 1922 Approbation
I Pos. 9 Nr. 5 Akad. Grade: 24. April 1923 Dr. med ..
Literatur:Caliisen. Bd, 8 (1831) S. 337- 347 und Freiburg/Br.; 13. Dez. 1929 Habilitation
Bd. 28 (1840) S. 471-473 (W); Engelhardt (1843)
S. 79, 82, 94, 149, 171 f., 252; Relmlein (1843)
für Innere Medizin. Leipzig; 21. Dez. 1937
S. 111 f.; Wagner, Rudolph: Erinnerungen an Dr. Umhabilitierung nach Erlangen
Adolph Henke. Erlangen 1844 (P) (= Nrf: Stählin Laufbahn: 1914-1918 Kriegsdienst; 1.
S. 58); Hecker: Henke. In: ADB. Bd. 11 (1888) S. Aug. 1922 MedizinalpraktikClnt. seit 1.
751-753; FS Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 4,
15, 20f. (P); Kolde (1910) S. 72f., 147, 217, 283,
Dez. 1922 klin. Assistent an der Medizi-
514 u.ö.; Hirsch. Bd. 3 (1931) S. 159-161; Jamin nischen Abteilung des Neuen S1. Vin-
(1943) S. 211 f.; VogeVEndriß (1943) S. 5, 32, 85; centiushauses in Karlsruhe; 15. Mai 1923
Bauer, Max: Studien über Leben und Werk Adolph Volontärassistent an der Infektionsab-
Henkes. Diss. med. Erlangen 1960 (W); .Stadtge-
schichte in Straßennamen". In: Er!. Tagblatt vom
teilung des Rudolf-Virchow-Kranken-
13.5.1960 (P); Schamberger (1964) S. 27-32 (W; hauses in Berlin. Mai 1924 bis Jan. 1925
P); Kaulbars-Sauer (l969) S. 83-93 (W); Wende- Studienaufenthalt an der Seuchenabtei-

78
Henning

lung des Preußischen Instituts für Infek- turforscher Leopoldina; 1962 Präsident
tionskrankheiten ..Robert Koch" (Rocke- des Weltkongresses für Gastroenterolo-
feIler-Stipendiat), 11. jan. 1925 wiss. As- gie, München; 1986 Dr.-Norbert-Hen-
sistent der Infektionsabteilung des Ru- ning-Stiftung in Erlangen
dolf-Virchow-Krankenhauses; I.jan.1927 Ehrungen: Ehrenmitglied zahlreicher
wiss. Assistent an der Medizinischen Kli- gastroenterologischer Gesellschaften;
nik in Leipzig, zwischenzeitlich drei- 1962 o. Professor h.c. der Universität San
monatiger Studienaufenthalt an der Me- Marcos, Lima (Peru); Nov. 1963 Kom-
dizinischen Klinik in Breslau, 1. Sept. turkreuz des Phönix-Ordens des König-
1929 Oberarzt in Leipzig, 13. Dez. 1929 reichs Griechenland; 1965 Bayerischer
Privatdozent für Innere Medizin, 16.Nov. Verdienstorden; 1966 Dr. med. h.c., Gre-
1935 Titel und Rang eines ao. Profes- noble; 1972 Großes Verdienstkreuz vom
sors; 1. Aug. 1936 Chefarzt an der In- Verdienstorden der Bundesrepublik
neren Abteilung des Städtischen Kran- Deutschland; 1973 Siegfried- Thannhau-
kenhauses in Fürth, 21. Dez. 1937 Pri- ser-Goldmedaille der Deutschen Ge-
vatdozent für Innere Medizin in Er- sellschaft für Verdauungs- und Stoff-
langen, 30. Sept. 1939 Titel und Rang ei- wechselerkrankungen; Orden Hipolite
nes ao. Professors, 1939-1945 Kriegs- Unanue der Republik Peru
Portrait: Ölbild in der Rektorengalerie im Er-
dienst, 1. Nov. 1945 zugleich kommis-
langer Schloß
sarischer Leiter der Medizinischen Kli- QueJ1en: UAE T. II Pos. I Nr. 96 LU.H
nik in Erlangen, 22. Nov. 1945 Entlas- Literatur: Vogel/Endriß (1943) S. 45; Norpoth.
sung durch die Militärregierung in Er- Leo: Professor Dr. med. Norbert Henning 65 Jah-
re alt. In: Dtsch. med. Wschr. 86 (1961) S. 1357 f.
langen; 22. juli 1949 ao. Professor für (P); Scheiffarth, Friedrich: Prof. Dr. Norbert Hen-
Innere Medizin in Würzburg und Di- ning zum 65. Geburtstag. In: Die Medizinische
rektor der Medizinischen Poliklinik, Welt (1961) S. 1486f. (P); ,Prof. Dr. Henningwur-
1953 Ruf nach Münster abgelehnt; 1.juni de 70 Jahre". In: Er\. Tagblatt vom 13.7.1966 (P);
Hagel (1968) S. 52-68 (W); ,Prof. Norbert Henning
1953 o. Professor für Innere Medizin wird 80'. In: Er\. Tagblatt vom 10./11.7.1976 (P);
in Erlangen sowie Vorstand der Medizi- Heinkel, Klaus u.a.: Zum 80. Geburtstag von Pro-
nischen Klinik und des Universitäts- fessor Norbert Henning. In: Zs. für Gastroentero-
krankenhauses, 1960/61 Rektor, 30. logie 14 (1976) S. 455-470; Uni-Kurier. N.F. Nr. 11
(1976) S. 37 (P), ebd. Nr. 40 (1982) S. 63 (P), ebd.
Sept. 1964 Emeritierung, noch bis 31. Nr. 65/66 (1986) S. 93 (P); ,Prof. Henning wird 85
März 1966 eigene Lehrstuhlvertretung Jahre". In: Er\. Nachrichten vom 11.112.7.1981 (P);
Kürschner 14 (1983) S. 1591; Neidhardt (1985) S.
Mitgliedschaften:1954 Physikalisch-
101 f. (P); ,Prof. Norbert Henning gestorben'. In:
medizinische Sozietät, Erlangen; Be- Er\. Nachrichten vom 10.12.1985 (P); Dr.-Norbert-
gründer der Deutschen Gesellschaft für Henning-Stlftung. Erlangen 1989, S. 4-10 (P); WU-
Gastroenterologische Endoskopie und te, Siegfried: Nachruf auf Professor Dr. Dr. h.c.
Norbert Henning.In: Sitzungsber. Phys. ·med. Soz.
der Internationalen Gesellschaft für par- Erlangen N.F. 2.4 (1990) S. 44f. (P)
enterale Ernährung; 1961 Präsident des
Kongresses der Deutschen Gesellschaft
für Hämatologie und Onkologie, Wies-
baden; 1962Deutsche Akademie der Na-

79
Hermann

Hermann, Friedrich Literatur: Zieler/Scheffer (1906) S. 11 0N); Kol-


1887 -1920 de (1910) S. 486. 526; Vogel/Endriß (1943) S. 37;
Pittroff (1964) S. 12f.; Kovacsics (1967) S. 112-115
geb: 7. März 1859, Neapel 0N)
gest: 27. Febr. 1920, Erlangen
Konl: eV.-luth.
Vater: Ludwig Hermann, Apotheker, Herz, Jakob (bis 1839: Koppel)
später Kgl. italienischer Vizekonsul 1863 ~ J871
Farn: verh. in erster Ehe mit Emma geb: 2. Febr. 1816, Bayreuth
Waicht gest: 27. Sept. 1871, Erlangen
Schule: seit 1865 Elementar- und Mit- Koni' mosaisch
telschule, München; Humanistische Gym- Eltern: Samson Herz, Kaufmann, und
nasien Augsburg, Würzburg, Nürnberg; Rosalie Herz, geb. Rindskopf
bis 1878 Maximilians-Gymnasium, Mün- Fam: ledig
chen Schule: bis 1835 Humanistisches Gym-
Studium: seit 1878 Studium der Me- nasium, Bayreuth
dizin in München, 1880 in Leipzig und Studium: seit dem WS 1835/36 Studi-
seit dem SS 1881 in Erlangen; 21. Juli um der Medizin in Erlangen; Herbst 1841
1883 Medizinisches Staatsexamen und Medizinisches Staatsexamen in Bam-
Approbation in Erlangen berg; 4. Jan. 1842 Approbation
Akad. Grade: 21. akt. 1884 Dr. med., Akad. Grade: 16. Nov. 1839 Dr. med.,
Erlangen; 30. Juli 1887 Habilitation für Erlangen; 1854 Habilitationsgesuch von
Anatomie, Erlangen der Erlanger Medizinischen Fakultät ab-
Laufbahn: 1. April 1881 wiss. Assi- gelehnt, 21. Juli 1854 Kgl. Lehrerlaubnis
stent am Anatomischen Institut in Er- Laufbahn: 1840 Privatassistent von
langen, akt. 1883 bis April 1884 und Professor Georg Friedrich Louis Stro-
akt. 1884 bis April 1885 Militärdienst, meyer in Erlangen, 1841 wiss. Assistent
21. Sept. 1887 Privatdozent für Anato- an der chirurgisch-augenärztlichen Ab-
mie, 16. März 1891 Titel und Rang ei- teilung im Universitätskrankenhaus, 1.
nes ao. Professors und Prosektor am Nov. 1847 Prosektor am Anatomischen
Anatomischen Institut in Erlangen, 1. Institut, Studienreise nach Wien (Stipen-
akt. 1918 pers. Ö. Professor für Topo- dium), 1854 kommissarischer Leiter der
graphische Anatomie und Histologie Chirurgischen Abteilung, 4. Juni 1862
und Leiter der neuen Histologischen Ab- Honorarprofessor für Anatomie, 3. März
teilung am Anatomischen Institut 1863 ao. Professor für Anatt)mie und
Mitgliedschalten: 1884 Physikalisch- Leiter der neuen PhYSiologischen Ab-
medizinische Sozietät, Erlangen teilung des Anatomischen Instituts, 1866
Ehrungen: 1911 Bayerischer Hofrat und 1870 Kriegsdienst, 10. Febr. 1869 o.
Portrait: Portraitsammlung der UBE Professor für Anatomie
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 53 Lit. H; ebd.
Mitgliedschaften: 1843 Physikalisch-
Goldenes Buch Nr. 19 Eintrag ohne Datum von
1901 medizinische Sozietät, Erlangen; Wissen-
HStAM Mlnn 60673 (1887-1928) schaftliche Gesellschaften Würzburg, Leip-

80
Herzog

zig, Brüssel, Gent; 1863/64 Schleswig- Herzog, Ernst


Holstein-Verein; 1869 für die Deutsche 1928 -1944
Fortschrittspartei Mitglied im Kollegium geb: 23. Mai 1898. Mannheim
der Gemeindebevollmächtigten in Er- gest: unbekannt
langen Kom: eV.-luth.
Ehrungen: 1863R1tterdes Bayenschen Eltern: Dr. August Herzog, Gymnasi-
Verdienst-Ordens vom Hl. Michael, 1. alprofessor, und Mathilde Herzog. geb.
Klasse; 1867 Ehrenbürger der Stadt Er- Clos
langen; 1875Einnchtungder Herz'schen Fam:verh. seit 1927 mit Marianne Soe-
Stiftung zur Förderung von Medizinstu- ding
denten in Erlangen; 1875 Herz-Denkmal Schule: 1904-1907 Privatunterricht; bis
von Caspar von Zumbusch in Erlangen, 1916 Gymnasium, Heidelberg
1933 entfernt, 1983 als .Denkmal für ein Studium.' WS 1916/17 bis WS 1917/18
Denkmal" wiedererrichtet; 1967Gedenk-
und seit dem SS 1919 Studium der Me-
tafel am Haus Nr. 18 in der Heuwaag- dizin in Heidelberg; Herbst 1921 Medi-
straße durch den Stadtmagistrat Erlangen zinisches Staatsexamen in Heidelberg;
Portrait: Portraitsammlung der UBE März 1923 Approbation
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 37 Lu. H
Akad. Grade: 22. Dez. 1922 Dr. med.,
HStAM OA 15094 St. Mich. 1863
Literatur: Doctor Jacob Herz. Zur Erinnerung
Heidelberg; 17. Jan. 1928 Habilitation
für seine Freunde. Erlangen 1871 (= Nrf.: Stählin (Pv.) für Pathologische Anatomie, Er-
S. 59); FS Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 45; langen
Kolde (1910) S. 359f.; 415. 419. 526; Wininger. Sa- Laufbahn: 1. Juni 1922 Medizinal-
lomon: Große Jüdische. National-Bibliographie.
Bd. 3. NendeinlLiechtenstein 1925/36. S.77; Hirsch. praktikant am Anatomischen Institut in
Bd. 3 (1931) S. 196f.; Vogel/Endriß (1943) S. 34; Würzburg; 1. März 1923 Volontärassi-
Heidacher (1960) S. 171; Pittroff (l964) S. 16; Ko- stent am Pathologischen Institut in Hei-
vacsics (1967) S. 69 f.; Sponsei, Inge: Drei Le- delberg, 1. Okt. 1923 wiss. Assistent; 1.
bensbilder - Jüdische Schicksale in unserer Stadt,
Jakob Herz. In: Das neue Erlangen 45 (1978) Okt. 1926 kIin. Assistent und Prosektor
S. 3308f.; Bosl, Karl (Hg.): BosIs BayeriSChe Bio- am Städtischen Krankenhaus in Mann-
graphie. Regensburg 1983. S. 341; SponseI. Inge: heim; 1. April 1927 wiss. Assistent am
Leben und Wirken des Universitätsprofessors und Pathologisch-anatomischen Institut in
Arztes Jakob Herz. In: Er1. Nachrlchten vom 5.5.
1983: Simmer, Hans H.: Neues Herz-Denkmal er- Erlangen, 16.Febe. 1928 Pnvatdozent für
richtet. In: Uni-Kurier. N.F. Nr. 48 (1983) S. 5f.: Pathologische Anatomie, 14.Aug. 1934
WendehorstlPfelffer (1984) Tafelteil Nr. 115: Sirn· Titel und Rang eines ao. Professors, 1.
mer. Hans H.: Denkmal für ein Denkmal. In: Me- Sept. 1930 bis 30. Sept. 1944 beurlaubt
dlzinhlstorischesJournal22 (1987) S.271-279; Hab-
rich, Chrlsta: Koppel Oakob) Herz (1816-1871). als o. Professor für Pathologische Ana-
In: Treml. Manfred u. a. (Hg.): Geschichte und Kul- tomie und Direktor des Pathologischen
tur der Juden in Bayem.Lebensläufe. München Instituts in Concepci6n· (Chile), März
1988. S. 143-151 (P); Wittern (1993) S. 354. 357; 1962 Emeritierung wegen Krankheit in
Sponsel, Inge: Vor 65 Jahren wurde Denkmal für
Jakob Herz abgerissen. In: Er1. Nachrichten vom Concepci6n
15.9.1998. S, 5 MitgJiedschaften: 1921 Physikalisch-
medizinische Sozietät, Erlangen; 1930

81
Hett

Sociedad Bio16gica, Concepci6n (Chile) Anatomischen Instituts. 6. Febr. 1947 er-


Literatur:Vogel/Endriß (1943) S. 43; Kürschner neute Entlassung, 17. Nov. 1948 Wieder-
9 (1961) S. 751 f.; Berwind (1968) S. 126-128 (W)
erteilung der Lehrbefugnis, 29. Aug. 1949
Oberassistent am Anatomischen Institut,
Hett. Johannes 30. Aug. 1959 Versetzung in den Ruhe-
1935 -1947, 1948 -1959 stand. 11.Dez. 1959Verleihung der Rech-
geb: 15.Aug. 1894.TauchalBezirk Leipzig te eines emeritierten o. Professors
gest: 10. Sept. 1986, Ansbach Milgliedschaften: 1936 Physikalisch-
medizinische Sozietät, Erlangen
Konf: eV.-1uth.
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 97 Lit. H
Vater: Bürgermeister Literatur: VogellEndriß (1943) S. 43; Pittroff
Fam:verh. seit 1926 mit Charlotte Bey- (1964) S. 18; Berwind (1968) S. 37-44 (W); Sand-
er. zwei Kinder weg (1993) S. 104, 107; Wendehorst (1993) S. 226,
237f.
Schule:bis 1907Bürgerschule. Taucha;
1907-1914 Realgymnasium, Leipzig
Studium: seit dem SS 1914 Studium Heyfelder. Johann Ferdinand
der Medizin in Leipzig; 23. Juni 1920 Me- 1841 -1854
dizinisches Staatsexamen und Appro- geb: 19. Jan. 1798. Küstrin
bation in Leipzig gest: 21. Juni 1869, Wiesbaden
Akad. Grade: 28. Juni 1920 Dr. med .. Koni' eV.-Iuth.
Leipzig; 28. Juni 1923 Habilitation (Pv.) Vater: Deichinspektor
für Anatomie, Halle/S. Fam:verh. (seit 1831?) mit Friederike
Laufbahn: 1915-1919 Kriegsdienst; 1. Haubs, drei (?) Kinder
Juli 1920 Volontärassistent am Anato- Studium: 1814-1820 Studium der Me-
mischen Institut in Leipzig; 1. Aug. 1921 dizin in Berlin, Jena, Würzburg, Tübin-
wiss. Assistent am Anatomischen Insti- gen und Breslau
tut in Halle/S .. 28. Juni 1923 Privatdo- Akad. Grade: 15. März 1820 Dr. med.,
zent für Anatomie, seit dem WS 1925/26 Breslau
Lehrauftrag über .Biologische Grundla- Laufbahn: 1814/15 Kriegsdienst; 1821
gen der Leibesübungen·, 16. März 1928 Studienreise nach Süddeutschland, Öster-
Titel und Rang eines ao. Professors. März reich und nach Paris; 1831 Niederlas-
und April 1931 beurlaubt für einen Stu- sung als praktischer Arzt in Trier, 1831
dienaufenthalt an der Zoologischen Sta- im Auftrag der Regierung Studienreise
tion in Neapel; 1. Nov. 1935 Lehrstuhl- zur Erforschung der Cholera nach Ber-
vertretung für Gewebegeschichte und Hn und Königsberg/Pr .. FrQhjahr 1832
Entwicklungslehre in Erlangen. 1. April in gleicher Funktion Studienreise nach
1936 ao. Professor für Gewebelehre Paris, 1833 Leibarzt des Fürsten von Ho-
und Entwicklungsgeschichte und henzollem-Sigmaringen und Chef des
Vorstand der Histologischen Abteilung örtlichen Medizinalwesens, zugleich Brun-
des Anatomischen Instituts. 22. Aug. 1945 nenarzt in Bad Imnau; 14. Aug. 18410.
Entlassung durch die Militärregierung. Professor für Chirurgieund Augenheil-
1. Nov. 1945 kommissarischer Leiter des kunde und Vorstand der Chirurgisch-

82
Heyfelder, O.

augenärztlichen Abteilung am Univer- Heyfelder. Oscar


sitätskrankenhaus in Erlangen. 1842 Ruf 1854 -1856
nach Greifswald abgelehnt. 1843 kom- geb: 7. April 1828. Antorben/Rhein-
missarische Leitung. seit 21. Nov. 1850 provinz
Vorstand des Universitätskrankenhau- gest: 2. Juni 1890. Tschardschai (Trans-
ses. 27. Juli 1854 vorzeitige Versetzung kaspien)
in den Ruhestand; Herbst 1854 Nieder- Konf eV.-Iuth.
lassung als praktischer Arzt in München: Eltern: De. med. Johann Ferdinand
Febr. 1855 Generalstabsarzt der russi- Heyfelder. o. Professor für Chirurgie in
schen Truppen in Finnland; 1856 Pro- Erlangen und St. Petersburg, und Frie-
fessor für Chirurgie und Hospitalarzt in derike Heyfelder. geb. Haubs
St. Petersburg; 1869 Rückkehr nach Fam: ledig
Deutschland Studium: Studium der Medizin in Hei-
Mitgliedschaften: 1828 Deutsche Aka- delberg und seit dem SS 1849 in Erlan-
demie der Naturforscher Leopoldina; gen; 1851 Medizinisches Staatsexamen
1829 Akademie gemeinnütziger Wissen- in Erlangen
schaften zu Erfurt: 1841 Physikalisch-me- Akad. Grade: 15. März 1851 De. med.,
dizinische Sozietät, Erlangen Erlangen; 15. Febr. 1854 Habilitation für
Ehrungen: 1833 Hohenzollern-Sigma- Urologische Chirurgie, Erlangen
ringen'scher Medizinalrat; Preußische Laufbahn: 1848 wiss. Assistent an der
kleine Medaille für Kunst und Wissen- Chirurgisch-augenärztlichenAbteilungam
schaft; 1856 Ksl. Russischer Wirklicher Universitätskrankenhaus in Erlangen. seit
Staatsrat; Preismedaille der Medizini- 1851 an der Medizinischen Abteilung,
schen Gesellschaft, Lyon 1852-1853 Studienreise nach Prag, Wien,
Portrait: Portraitsammlung der UBE Paris und London. 28. März 1854 Privat-
Quellen: UAE T. II Pos. I Nr. 36 Lit. H
dozent für Urologische Chirorgie in
HStAM GA 8410 fremd 1859; ebd. GA 9673 fremd
1859 Erlangen, seit dem WS 1854/55 zugleich
Literatur:Engelhardt (1843) S. 94,131, 252; Ne- Betrieb einer privaten Augenklinik in
krolog lohann Ferdinand Heyfelder. In: Unsere Erlangen; 1856 Privatdozent für Chirurgie
Zeit. Dtsch. Revue der Gegenwart. N.F. 5 (1869)
in München, Niederlassung als praktischer
S. 707-709; Gurlt, Ernst J,: Ferdinand Heyfelder.
In: ADB. Bd. 12 (1880) S. 369-371; Kolde (1910) Arzt: seit 1859 Oberstabsarzt im Hospital
357. 416, 526; Hirschberg. lullus: Aus der Ge- der Kaiserlichen Garde und Staatsrat in
schichte der Augenheilkunde. Bd. 3.2. Leipzig St. Petersburg, 1870/71 Kriegsdienst
1911, S. 360-362 (P); Hirsch. Bd. 3 (1931) S. 214-
Mitgliedschaften: 1851 Physikalisch-
216; VogeVEndriß (1943) S.33, 86; Leibbrand. Wer-
ner: Erste Narkoseversuehe an der Universität Er- medizinische Sozietät, Erlangen
langen. In: Dtsch. med.Wschr. 72 (1947) S. 70U.; Ehrungen: 1857 silberne Medaille des
Heidacher (1960) S. 70-84. 167 C.; Plttroff (1964) S. Vereins Badischer Ärzte zur Förderung
33-36; Kaulbars-Sauer (1969) S. 32-37 fW); Killian
(1980) S. 309; Keunecke (1993) S. 92f. (Nr. 771-
der Staatsarzneikunde; Ksl. Russischer
775); Wittern (1993) S. 350-554 Staatsrat; Dr. med. h.c., St. Petersburg
DBA 534,53 Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 39 Lit. H
HStAM GA 8422 fremd 1862
Literatur: Kolde (1910) S. 526; Hirsch. Bd. 3

83
Hildebrandt

(1931) S. 261; Vogel/Endriß (1943) S. 34; Heida-


losophischen Fakultät, 1803 Ruf nach
cher (1960) S. 80 f.. 168. 171; Pittroff (1964) S. 45 f.;
Charkow und 1804 nach Heidelberg ab-
Kovacsics (1967) S. 70-72 (W); Prant!. Bd. 1 (1968)
S. 729. Bd. 2 (1968) S. 545 gelehnt, SS 1795, SS 1799. SS 1803 und
DBA 534. 54 WS 1813/14 Prorektor
Mitgliedschaften: Loge Libanon zu den
Hildebrandt. Georg Friedrich drei Zedern, EfIangen, 1799-1813 Mei-
1793 -1816 ster vom Stuhl; 1793 Korr. Mitglied der
Akademie der Wissenschaften, Göttin-
geb: 5. Juni 1764. Hannover
gen, Physikalische Klasse; 1793 Deut-
gest: 23. März 1816, Erlangen
sche Akademie der Naturforscher Leo-
Eltern: Johann Georg Hildebrandt,
poldina; ca. 1795 Medizinische Gesell-
Leibchirurg am englischen Hof, und Jo-
schaft, Brüssel; 1796 Akademie gemein-
hanna Eleonora Hildebrandt, geb. Hart-
mann nütziger Wissenschaften zu Erfurt; 1797
Medizinische Gesellschaft, Paris; 1797
Fam: verh., Kinder
Mineralogische Gesellschaft, Jena; 1801
Schule: Privatunterricht; ab ca. 1776
Physikalische Gesellschaft, Jena; 20.
Gymnasium. Hannover
März 1808 Mitbegründer der Physika-
Studium: seit dem WS 1780/81 Studi-
lisch-medizinischen Sozietät, Erlangen;
um der Naturwissenschaften und der Me-
1809 auswärtiges Mitglied der Bayeri-
dizin in Göttingen
schen Akademie der Wissenschaften,
Akad. Grade: 9. Aug. 1783 Dr. med.
München. Mathematisch-physikalische
et chir. und Venia legendi für Arznei-
Klasse; 1812 Korr. Mitglied der Akade-
kunde, Göttingen; 11. Juli 1796 Magister
mie der Wissenschaften. Berlin
phil .. Erlangen; 2. Sept. 1796 Venia le-
Ehrungen: Ehrenmitglied der Physi-
gendi für Philosophie, Erlangen
kalischen Gesellschaft, Göttingen; 1795
Laufbahn: 1783 Studienreise durch
Preußischer Hofrat; 1804 Preußischer
Deutschland und nach Paris; 1783 Pri-
Geheimer Hofrat
vatdozent für Arzneikunde in Göttingen;
Portrait: Portraitsammlung der UBE
1786 Professor für Anatomie am Colle- Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 14 Lit. H; ebd. T.
gium Carolinum in Braunschweig; 28. II Pos. 6 Nr. 14
April 1793o. fünfter Professor für Arznei- Literatur: Hohnbaum. earl.: Hildebrandt"s le-
kunde, besonders für Chemie. in Er- ben und letzte Krankheit. Erlangen 1816 (P) (=
Nrf.: Stählin S. 203); Engelhardt (1843) S. 77f .. 81.
langen und Vorstand des Chemischen 94. 171 f., 252; Reimlein (1843) S. 142f.; Wagner.
Laboratoriums. 9. Nov. 1793 Aufnahme Rudolph: Samuel Thomas v. Sömmering's Leben
in die Fakultät, 1794 Ruf als Hofrat und und Verkehr mit seinen ZeitgenO$Sen. Leipzig
Leibarzt nach Braunschweig abgelehnt, 1844. S. 382f.; Martius (1847) S. 142f:. 287; Hirsch.
August: Georg Friedrich Hildebrandt. In: ADE. Bd.
1.Juli 1796 zugleich o. Professor der Phi- 12 (1880) S. 403f.; Henrich. Ferdinand: Aus Er-
losophie, besonders für Technische und langens chemischer Vergangenheit. In: Sitzungs-
Metallurgische Chemie, an der Philoso- ber. Phys.-med. Soz. Erlangen 38 (1906) S. 103-
phischen Fakultät, 1797 o. vierter Pro- 139. hier S. 133-135 (P); FS Phys.-med. Soz. Er-
langen (1908) S. 3f.; Kolde (1910) S. 53. 69f .. 514.
fessor der Arzneikunde, 1. Juli 1799 zu- 527; Hirsch. Bd. 3 (1931) S. 220; Schleebach. Al-
gleich Professor für Physik an der Phi- bert: Die Entwicklung der chemischen Forschung

84
HotT

und Lehre an der Universität Erlangen von ihrer zeitweise zugleich Volontärassistent am
Gründung (1743) bis zum Jahre 1820. Bayreuth Physikalisch-Chemischen Laboratorium
1937, S. 27-39: Henrich/Pummerer (1943) S. 225:
Vogel/Endriß (1943) S. 4f., 31, 99; Ebel (1962) S. der Medizinischen Universitätsklinik; 1.
90: Witsche!, Heinrich: Die Physiologie zu Erlan- lan. 1927 wiss. Assistent an der Medizi-
gen. Diss. med. Erlangen-Nümberg 1964, S. 73- nischen Klinik in Erlangen. 1. März 1928
78. II4;Schwarzach (1966) 5. 113f.; Kaulbars-5au- Privatdozent für Innere Medizin; 1.
er (1969) S. 1-10 (W); Weisser, Ursula: Die Geburt
der Physico-medica aus dem Geiste der Leopol- April 1931 Oberarzt an der Medizini-
dina? Erlangen 1986; Knevelkamp (1990) S. 46f.; schen Klinikin KönigsbergIPr. und Privat-
Jaenicke (1993) S. 636-640, 642 dozent für Innere Medizin, Ruf nach
DBA 536, 418·456 (W) Shanghai (China) abgelehnt. Frühjahr
1934 Titel und Rang eines ao. Profes-
sors; 1936 ao. Professor für Medizini-
HotT, Ferdinand Hans Hinrieh
sche Poliklinik in Würzburg und Leiter
1928 -1931
der Medizinischen Poliklinik, 1939-1945
geb: 19. April 1896, Kiel
Kriegsdienst; 1941 o. Professor für Inne-
gest: 23. März 1988, Neukirchen/Knüll
re Medizin und Vorstand der Medizini-
Konf' eV.-luth.
schen Klinik in Graz, 1945 Entlassung;
Eltern: Ferdinand Hoff. Mittelschul- Jan. 1948 Chefarzt an der Städtischen
rektor und Reichstagsabgeordneter, und Medizinischen Klinik in Aachen; 1. Okt.
? Hoff, geb. Schöning 1951 o. Professor für Innere Medizin und
Fam: verh. seit 1922 mit Anni Voss, Direktor der I. Medizinischen Klinik in
drei Kinder Frankfurt/M., 1953 Ruf nach München
Schule: Vorschule und bis 1914 Kö- abgelehnt, 30. Sept. 1964 Emeritierung,
nigliches Gymnasium, Kiel (Kriegsabi- noch bis 1966 eigene Lehrstuhlvertre-
tur) tung
Studium: 1919-1921 Studium der Me- Mitgliedschaften: 1927 Physikalisch-
dizin in Kiel; Herbst 1921 Medizinisches medizinische Sozietät, Erlangen; 1955
Staatsexamen in Kiel; Frühjahr 1922 Ap- Kaff. Mitglied der Wiener Gesellschaft
probation für Innere Medizin; 1959 Deutsche Aka-
Akad. Grade: 18. Juli 1922 Dr. med., demie der Naturforscher Leopoldina;
Kiel; 6. Febr. 1928 Habilitation (Pv.) für 1962 Präsident der Deutschen Gesell-
Innere Medizin. Erlangen; Juli 1931 Um- schaft für Innere Medizin
habilitierung nach KönigsbergiPr. Ehrungen: 1953 Ehrenmitglied der
Laufbahn: 1914-1919 Kriegsdienst; Medizinischen Gesellschaft Oberöster-
Herbst 1921 bis Frühjahr 1922 Medizi- reichs; 1966 Dr. med. h.c., Münster; 1966
nalpraktikant an den Städtischen Kran- Goethe-Plakette der Stadt FrankfurtlM.;
kenanstalten in Kiel; Praxisvertretungen; Paracelsus-Medaille der Deutschen Ärz-
1. Okt. 1922 klin.Assistent an der In- teschaft; Großes Verdienstkreuz vom
neren Abteilung der Städtischen Kran- Verdienstorden der Bundesrepublik
kenanstalten in Kiel, später Oberarzt der Deutschland
Abteilungen für Innere Krankheiten, Tu- Portrait: Portraitsammlung der UBE
berkulose und Geschlechtskrankheiten. Quellen: UAE T. rr Pos. 1 Nr. 71 Lu. H

85
Hoffmann, C. R.

HStAM MK 35498 (1928-41)


in Würzburg. 1833 Entlassung; 18. Febr.
Literatur: Vogel/EndriB (1943) S. 42; Hauss,
Werner H.: Prof. Dr. Ferdinand Hoff zum 65. Ge- 1833 Kreismedizinalrat der Regierung
burtstag. In: Die Medizinische Welt (1961) S. 825 f. des Unter-Donau-Kreises in Passau;
(P); Schrade, W.: Professor Ferdinand Hoff zum 1837 Regierungs- und Obermedizinalrat
65. Geburtstag. In: Dtsch. med. Wschr. 86 (1961) in Landshut
S. 761 f. (P); Eulner (1962) S. 22, 34 (P); Pittroff
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 27 LU. H
(1964) S. 142f.; Heintz. Robert: Professor Dr.
Literatur:Callisen. Bd. 9 (1832) S. 42f. (W); En-
med. Ferdinand Hoff zum 70. Geburtstag. In:
gelhardt (1843) S. 94. 255; Kolde (1910) S. 256,
Münch. Med. Wschr. 108 (1966) S. 848-850 (P);
306,527; Deuerlein (1928) S.6; Hirsch. Bd. 3 (1931)
Hagel (1968) S. 94-98 (w); Eulner (1970) S. 623 f.,
S. 262f.; Vogel/EndriB (1943) S. 32; Heidacher
641; Hoff. Ferdinand: Erlebnis und Besinnung.
(1960) S. 38. 41; Kirschner (1967) S. 5f.; Kovac-
Berlin u.a. 1971 (P); Hoff, Ferdinand: Über 50
sics (1967) S. 73f. (W); Prant!. Bd. 1 (1968) S. 716
Jahre Arzt. In: Die Therapie der Gegenwart 113
und Bd. 2 (1968) S. 522; Baumgart (1982) S. 168;
(1974) S. 677-704; ders.: Tagebuchblätter, Ge-
Knevelkamp (1990) S. 59
dichte. Frankfurt/M. 1977; Pfeiffer, Ernst F. und
DBA 554. 138-139
Konrad Federlin: Ferdinand Hoff. In: Münch.
Med. Wschr. 129 (1987) S. 527f.; Kürschner 15
(1987) S. 1870
Hoffmann. Georg Franz Friedrich
1789 -1791
geb: 31. Jan. 1761. Marktbreit am Main
Hoffmann. Carl Richard von
gest: 17. März 1826. Moskau
1818 -1824
Kont· kath.
geb: 20. Febr. 1797. Erlangen Eltern: Heinrich Hoffmann, Stadt- und
gest: 13. Okt. 1877, Landshut Landphysikus. und ? Hoffmann. geb.
Vater: Chirurg Sartorius
Schule: Gymnasium Fridericianum, Er- Schule: Privatunterricht
langen Studium: seit dem WS 1780/81 Stu-
Studium.' seit dem WS 1814/15 Studi- dium der Medizin in Erlangen (1786
um der Medizin in Erlangen und Berlin Preisaufgabe der Akademie der Wissen-
Akad. Grade: 30. Mai 1818 Dr. med .. schaften und der schönen Künste in Lyon
Erlangen; WS 1818/19 Venia legendi für gelöst)
Arzneikunde. Erlangen Akad. Grade: 25. Nov. 1786 Dr. med.,
Laufbahn: WS 1818/19 Privatdozent Erlangen; Okt. 1787 Venia legendi für
für Pathologie, Physiologie, Allge- Arzneikunde, Erlangen
meine Therapie, Arzneimittel- und Laufbahn: 1787-1789 Studienreise
Arzneiformlehre in Erlangen, 21. Dez. durch Deutschland und die Niederlan-
1821 ao. Professor für Physiologie, Pa- de; 26. Sept. 1789 ao. Professor für Arz-
thologie und Allgemeine Therapie, neikunde in Erlangen; 17. Okt. 17910.
seit 6. März 1822 Studienaufenthalt in Professor für Arzneikunde und Botanik
Göttingen (Reisestipendium) ; 1.April 1824 in Göttingen. Begründer und Vorstand
o. Professor für Pathologie. Materia Me- des Botanischen Gartens; 1804 o. Pro·
dica und Hygiene in Landshut; 1827 o. fessor der Botanik und Pharmakologie
Professor für Pathologie, Hygiene. En- und Direktor des Botanischen Gartens
zyklopädie und Geschichte der Medizin in Moskau, zugleich Lehrer an der Me-
Hohenner

dizinisch-chirurgischen Akademie Studium: Studium der Medizin in Hei-


Mitgliedschaften: 1790 Kgl. Physio- delberg
graphische Gesellschaft, Lund; 1792 Akad. Grade: 20. Sept. 1740 Dr. med.,
Akademie der Wissenschaften und der Heidelberg .
schönen Künste, Lyon; Naturforschen- Laufbahn: 1740 Studienaufenthalt am
de Gesellschaft, Paris; Helvetische Ge- Anatomischen Theater in Würzburg; Nie-
sellschaft korrespondierender Ärzte und derlassung als Arzt in Heidelberg; 14.
Wundärzte, Zürich; 1793 Physikalische Okt. 1743 o. fünfter Professor der Arz-
Gesellschaft, Zürich, Linneische Gesell- neikunde in Erlangen; 15. Febr. 1747
schaft, London, Physikalische Gesell- Berufung zum o. Professor der Medizin
schaft, jena, und Mathematisch-physi- und zum Landphysikus in Herbom, zwi-
kalische Gesellschaft, Erfurt; 1797 Aka- schenzeitlich Studienreise durch Euro-
demie der Wissenschaften, Göttingen; pa sowie Studienaufenthalte in Leyden
1799 Korr. Mitglied der Holländischen und Amsterdam, 30. Nov. 1752 Antritt
Gesellschaft der Wissenschaften, Haar- in Herbom, Gründung und Leitung des
lem; 1802 Korr. Mitglied der Akademie Botanischen Gartens, seit 1769 zudem
der Wissenschaften und Künste, Nancy; Badearzt in Bad Ems
Begründer der Phytographischen Gesell- Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 3 Lit. H
Literatur: Nachruf von Wulradus Burchardl.
schaft, Göttingen; 1818 Deutsche Aka-
Herbom 1781 (= Nrf.: Stählin S. 62): Engelhardt
demie der Naturforscher Leopoldina (1843) S. 38, 251; VogellEndriß (1943) S. 30;
Ehrungen: 1804 Ksl. Russischer Hof- Schwarzach (1966) S. 15f.; Glaßer (1967) S. 22f.
rat; 1819/1820 Ksl. Russischer Staatsrat fW): Knevelkamp (1990) S. 24
DBA, 553. 249-253 fW)
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 9 Lit. H
Literatur: Engelhardt (1843) S. 65. 81, 255; SeI-
le. Götz v.: Die Georg-August-Universität zu Göt- Hohenner, Karl
tingen. Göttingen 1937.S.213: Vogel/Endriß (1943)
1947 -1974
S. 31: Ebel (1962) S. 75; Schwarzach (1966) S. 13f.:
Glaßer (1967) S. 91-95 fW): Kneve1kamp (1990) geb: 12. Mai 1908, Hof/Saale
S.42 gest: 23. April 1996, Erlangen
DBA 552, 320-341 fW) Kont eV.-luth.
Eltern: Friedrich Hohenner, Oberleh-
rer, und Anna Hohenner, geb. Hagen
Hoffmann, johann Adam Fam: verh. seit 1939 mit Annamarie
1743 -1747 Förtsch. drei Kinder; seit 1967 mit Eva
geb: 8. Mai 1707, Markt Schönfeld Voigt. geb. Hofmann
gest: 8. jan. 1781, Herbom Schule: seit 1914 Grundschule und
Kont eV.-luth. 1917-1924 Humanistisches Gymnasium,
Eltem:johann Daniel Hoffmann, Apo- Hof/Saale
theker, und Anna Christiana Hoffmann, Studium: seit 1924 Studium der Me-
geb. Frick dizin in München. Erlangen, Marburg/
Schule: Privatunterricht; Vorschule, Lahn und Kiel; 16. Dez. 1931 Medizini-
Erlangen; Lateinschule, Heidelberg sches Staatsexamen in Erlangen; 4. jan.

87
Horn

1933 Approbation Kreislauferkrankungen; Deutsche Ge-


Akad. Grade: 30. Dez. 1933 Dr. med., sellschaft für Verdauungs- und Stoff-
Erlangen; 27. Nov. 1940 Habilitation für wechselerkrankungen
Innere Medizin, Leipzig; 30. Juli 1947 Portrait: Klimesch (s. Lu.)
Umhabilitierung nach Erlangen Quellen: HStAM MK 54674 (1947-53)
Literatur: Ritter v. Klimesch. Karl: Köpfe der
Laufbahn: 30. Dez. 1931 Medizinal- POlitik. Wirtschaft. Kunst und Wissenschaft. Bd.
praktikant an der I. Medizinischen Kli- t Augsburg 1953. S. 492; ]anz (1963) S. 195; .Prof.
nik des Allgemeinen Städtischen Kran- Dr. Karl Hohenner 60 Jahre". In: Er!. Tagblatt vom
11.112.5.1968 (P); Kürschner 11 (1970) S. 1208;
kenhauses links der Isar in München, Uni-Kurier aktuell. Nr. 10 (1996) S. 10
30. Dez. 1932 Volontärassistent; 1. Mai
1933 wiss. Assistent an der Medizini-
schen Klinik in Leipzig, 1934 Studien- Horn, Ernst Anton Ludwig
aufenthalt in Stockholm und 1936-1937 1804 -1806
in Rom (Stipendiat des Istituto Forlani- geb: 24. Aug. 1774, Braunschweig
ni für Tuberkuloseforschung), 1. juni gest: 27. Sept. 1848, BerUn
1939 Oberarzt an der Medizinischen Po- Koni: eV.-Iuth.
liklinik in Leipzig, 1939-1943 Kriegs- Eltern: Ernst Willhelm Horn, Senator
dienst, 27. Nov. 1940 Privatdozent für und Oberzahlmeister, und Sophie Doro-
Innere Medizin; 1. Sept. 1944 Leiter der thea Horn, geb. Meyerhoff
Inneren Abteilung des Städtischen Kran- Fam: verh. seit 1801 mit Wilhelmine
kenhauses in Plauen, 1. Aug. 1945 Nie- Falk, ein Kind; verh. in zweiter Ehe, ein
derlassung als Facharzt; 23. März 1946 Kind
Einrichtung und Leitung eines Seu- Schule: Gymnasium Martineum, Gym-
chenlazaretts in Frankfurt/O.; 1. Nov. nasium Catharineum sowie 1791-1794
1946 Niederlassung als Facharzt in Collegium Carolinum und Collegium
Hof/Saale; 1. Mai 1947 Volontärassistent anatomico-chirurgicum, Braunschweig
an der Medizinischen Klinik in Erlan- Studium: seit 1794 Studium der Me-
gen, 8. Mai 1947 Lehrauftrag für Innere dizin in jena, WS 1796/97 Göttingen
Medizin, 3. Sept. 1947 wiss. Assistent, 5. (1797 Preisaufgabe der Medizinischen
Sept. 1947 Privatdozent für Innere Me- Fakultät gelöst)
dizin, 23. Febr. 1948 apl. Professor, 22. Akad. Grade: 11. April 1797 Dr. med.
April 1949 Oberarzt an der Medizini- et chir .. Göttingen
schen Klinik; 1. März 1952 Chefarzt der Laufbahn: 1797 Studienreise durch
Inneren Abteilung des Städtischen Kran- Deutschland, Ungarn, die Schweiz und
kenhauses in Fürth, 1. juni 1973 Ver- Dänemark sowie Studienaufenthalte in
setzung in den Ruhestand, 30. juni 1974 Wien und Paris; März 1798 Garnisons-
Entpflichtung als apl. Professor in Er- physikus in Braunschweig, braunschwei-
langen gische Physikatsprüfung, Niederlassung
MitgJiedschaften: 1951 Physikalisch- als praktischer Arzt sowie Stadt- und Ar-
medizinische Sozietät, Erlangen, später menarzt und seit 1800 zugleich Ausbil-
Ehrenmitglied; Deutsche Gesellschaft für der militärischer Wundärzte am Garni-

88
Hövels

sonslazarett; Ruf nach Kiel abgelehnt; Portrait: Portraitsammlung der UBE


Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 19 Lit. H
17. Mai 1804 o. Professor für Praktische
Literatur: Sartels. Friedrich: Rechtfertigungs-
Medizin in Wittenberg und Leiter der Schrift für den Herrn Dr. Ernst Horn. Berlin 1812;
Entbindungsanstalt; 1. Sept. 1804 o. Horn. Ernst: Öffentliche Rechenschaft über mei-
sechster Professor der Medizin in Er- ne 12-jährige Dienstführung als 2. Arzt des Kö-
niglichen Charite-Krankenhauses. Berlin 1818:Cal-
langen. Aufnahme in die Fakultät und
lisen. Bd. 9 (1832) S. 126-147 und Bd. 29 (1841)
den Senat, Sommer 1805 Studienreise S. 51-53 (W); Engelhardt (1843) S. 79. 82. 252; Da-
nach Berlin; 11. Jan. 1806 (bis zu des- merow, Heinrich: Nekrolog Ernst Horn. In: Alig.
sen Auflösung am 13. Dez. 1809) Pro- Zs. Psychiatr .. Berlin 5 (1848) S. 681-684; Nekro-
log Ernst Horn. In: Med. Central-Zeltung 17 (1848)
fessor am Collegium medico-chirurgi- S. 7l0f., 718f.; Hauck, Gustav (Hg.): Aphorismen
cum in Berlin, zugleich zweiter Direk- des Dr. Ernst Horn. Dresden 1849;Bandorf. Micha-
tor der Charite und Vorstand der Inne- el: Anton Ludwig Ernst Horn. In: ADB. Bd. 13
ren Abteilungen, akt. 1810 bis Ostern (1881) S. 135f.: Lenz. Max: Geschichte der Kö-
niglichen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Ber-
1811 zugleich Privatdozent für Medizin lin. Bd. 2.1 Halle/S. 1910, S. 241; Birnbaum, Kar!:
an der neuen Friedrich-Wilhelms-Uni- Ernst Horn. In: Kirchhoff. Theodor (Hg.): Deut-
versität, 27. Juli 1811 Professor an der sche Irrenärzte. Bd. 1. Berlin 1921, S. 71-83 (P);
neuen Medizinisch-chirurgischen Aka- Hirsch. Bd. 3 (1931) S. 297f.; Vogel/Endriß (1943)
S. 32; Asen (1955) S. 85; Kaulbars-Sauer (1969)
demie für das Militär (Friedrich- Wilhelm- S. 40-67 (W); Heinemann, Gerd Franz: Ernst Horn.
Institut) , 1813 bis 1815 Kriegsdienst, In: NDB. Bd. 9 (1972) S. 627f.; Schneider, Hans:
Sept. 1818 Niederlegung des Amtes als Ernst Horn (1774-1848). Leben und Werk. Diss.
med. Berlin 1986 (W): Knevelkamp (1990) S. 57:
zweiter Direktor der Charite und Nie-
Kaufmann. Doris: Schmerz zur Heilung des Selbst.
derlassung als Arzt in Berlin. 29. Mai In: Medizin, Gesellschaft. Geschichte 15 (1996) S.
1821 o. Professor für Therapie und Pa- 101-116. bes. S. 101-107
thologie an der Universität unter Bei- DBA 568, 230-237 und 265-280 (W)
behaltung des Lehramtes an der Mi-
litärakademie Hövels. Otto Wilhelm
Mitgliedschaften: 1804 Korr. Mitglied 1957 -1965
der Medizinischen Gesellschaft, Mont- geb: 26. März 1921, MülheimlRuhr
pellier; 1811-1838 Mitglied der Kgl. wiss. Konf: eV.-luth,
Medizinaldeputation, Berlin. erster Ver- Eltern: Otto Hävels. Regierungsober-
treter und Sachverständiger für Psych- sekretär, und Grete Hövels, geb. Bie-
iatrie und forensische Psychiatrie; 1845 wald
Akademie gemeinnütziger Wissenschaf- Fam:verh. seit 1944 mit Irmgard Mey-
ten zu Erfurt er, zwei Kinder
Ehrungen: 1804 Preußischer Gehei- Schule: 1927-1931 Grundschule und
mer Medizinalrat; 1804Preußischer Hof- bis 1939 Oberrealschule. MülheimlRuhr
rat; 1831 Ritter des Preußischen Roten Studium: 1939 und seit WS 1942/43
Adlerordens. 3. Klasse mit Schleife, 1834. Studium der Medizin in Göttingen; April
2. Klasse mitEichenlaub; 1837 Ritter des 1945 Notapprobation; 7. Mai 1946 Me-
Russischen St. Stanislausordens. 2. Gra- dizinisches Staatsexamen in Göttingen;
des 8. Mai 1946 Approbation

89
Ilgner

Akad. Grade: 7. April 1945 Dr. med., Ehrungen: 1969 Ernst -von- Bergmann-
Göttingen; 9. Juli 1953 Habilitation für Plakette der Bundesärztekammer; 1978
Kinderheilkunde, Frankfurt/M.; 26. Jan. Ehrenmitglied der Sociedad Uruguaya de
1957 Umhabilitierung nach Erlangen Pediatria, 1981 der Societas Paedia-
Laufbahn:Sommer 1939Arbeitsdienst, trorum Hungarorum und 1986 der Ge-
Febr. 1941 bis Okt. 1942 Kriegsdienst; 1. sellschaft für Pädiatrie der CSSR; 1986
April 1945 Medizinalassistent an der Chir- Verdienstkreuz 1. Klasse vom Verdienst-
urgischen Klinik in Göttingen, 1. Sept. orden der Bundesrepublik Deutschland;
1946 wiss. Assistent am Physiologisch- 1996 Silberne Ehrenplakette der Landes-
chemischen Institut; 15. Mai 1948 wiss. ärztekammer Hessen
Assistent an der Kinderklinik in Frank- Literatur: Reichel (1968) S. 77-91 0N'J; Win-
dorfer, Adolf: Universitäts-Kinderklinik Erlangen
furt/M., 9. Juli 1953 Privatdozent für Kin- 1907 bis 1977. In: Der Kinderarzt 16 (1985) S. 73-
derheilkunde; 1. Okt. 1956 Oberarzt an 80, hier S. 78; Kürschner 17 (1996) S. 564
der Kinderklinik in Erlangen, 17. Mai
1957 Privatdozent für Kinderheilkun-
de, 22. Sept. 1959 apl. Professor; 1. Eebr. Ilgner, Gerhard Heinz Herbert
1963 Vorstand der Städtischen Kinder- 1955 -1964
klinik in Nürnberg; 1. Okt. 1965 o. Pro- geh: 23. Sept. 1921, Breslau
fessor für Kinderheilkunde in Frank- Konf: eV.-luth.
furt/Mo und Vorstand der Kinderklinik, Eltern: Wilhelm Gustav IIgner, Bau-
seit 1985 der Abteilung Allgemeine Pä- meister, und Selma Ilgner, geb. Williger
diatrie I, 1971-1975 Direktor des Uni- Fam:verh. seit 1944 mit Ursula Grun-
versitätsklinikums, 31. März 1986 Eme- ke, zwei Kinder
ritierung Schule: bis 1930 Grundschule und
Mitgliedschaften: 1953 Deutsche Ge- 1930-1939 Bender-Oberrealschule, Bres-
sellschaft für Kinderheilkunde, zeitwei- lau
lig Mitglied des Vorstandes; 1965 Deut- Studium: WS 1939/40 bis WS 1941/42
sche Gesellschaft für Sozialpädiatrie, Studium der Medizin in Breslau, WS
zeitweilig Mitglied des Vorstandes; 1967 1942/43 Heidelberg und SS 1943 bis WS
Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung 1944/45 wieder Breslau; 14. Mai 1946
der Mukoviszidose, zeitweilig Mitglied Medizinisches Staatsexamen in Münster;
des Vorstandes; 1967 Korr. Mitglied der 15. Mai 1946 Approbation
Schweizer Gesellschaft für Pädiatrie und Akad. Grade: 17. Mai 1946 Dr. med.,
seit 1971 der Societe Fran«;aise de Ped- Münster; 18. Nov. 1954 Habilitation für
iatrie; 1971 Akademie für Ärztliche Fort- Kinderheilkunde, Erlangen
bildung, zeitweilig Mitglied des Vor- Laufbahn.·Sommer 1939Arbeitsdienst,
standes; 1978 Gastprofessor des Yousei Jan. 1941 bis Juli 1945 Kriegsdienst und
University College of Medicine, Seoul amerikanische Kriegsgefangenschaft; 1.
(Korea) ; 1982 Kinderhilfsstiftung e.V., Juni 1946 Medizinalpraktikant an der Me-
Frankfurt/M., bis 1995 Vorsitzender des dizinischen Klinik in Erlangen, 1. Jan.
Kuratoriums 1947 Volontärassistent am Pathologisch-

90
Isenflamm, H. F.

anatomischen Institut, 1. ]an. 1948 an Deutsche Akademie der Naturforscher


der Kinderklinik in Erlangen, 1.Juli 1949 Leopoldina
wiss. Assistent, 28. ]an. 1955 Privatdo- Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 6 LU. I
zent für Kinderheilkunde, 21. April Literatur: FS Phys.-med. Soz. Erlangen (1908)
S. 72; Kolde (1910) S. 528; Vogel/Endriß (1943) S.
1955 Oberarzt; 1956 Niederlassung als 35; Pittroff (1964) S. 135; Kovacsics (1967) S. 74-
Kinderarzt in Ansbach, 1985 Ruhestand 76 01'/); Knevelkamp (1990) S. 68f.
Mitgliedschaften: 1952 Physikalisch- DBA 588.281 und 290
medizinische Sozietät, Erlangen
Literatur: Kürschner 17 (1996) S. 602
Isenflamm, Heinrich Friedrich
1793 -1803
geb: 20. Juni 1771, Erlangen
Immermann, Ferdinand Karl Herrnann
gest: 23. Mai 1828, Erlangen
1866 -1871 Kanf: eV.-Iuth.
geb:2. Sept. 1838, ~agdeburg Eltern: Dr. med. ]acob Friedrich Isen-
gest: 13. Juni 1899, Basel flamm, o. Professor der Arzneikunde in
Kanf: eV.-Iuth. Erlangen, und ]acobine Christiana Isen-
Fam: verh. seit 1868 mit ~aria Diehl flamm, geb. Kiesling
Schule: Klosterschule und bis 1856 Fam:verh. seit 1795 mit Susanna Frie-
Gymnasium, Magdeburg derike Regina Simon, ein Kind
Studium:WS 1856/57 Studium der Me- Schule: Privatunterricht und 1783-1785
dizin in Halle/S., SS 1857 Würzburg, SS Gymnasium Fridericianum, Erlangen
1859 Greifswald, SS 1860 Tübingen und Studium: seit dem WS 1785/86 Studi-
seit SS 1861 Berlin; 4. Juni 1862 Medizi- um der Medizin in Erlangen und Würz-
nischesStaatsexameninBerlin; akt. 1866 burg
Medizinisches Staatsexamen in ~ünchen Akad. Grade: 25. Juni 1791 Dr. med.
Akad. Grade: 1860 Dr. med., Berlin; et chir., Erlangen; akt. 1793 Venia le-
21.]uli 1866 Habilitation für Innere Me- gendi für Arzneikunde, Erlangen
dizin, Erlangen Laufbahn: 1790 Studienreise nach
Laufbahn: 1862 Studienreise nach Tü- Jena, Leipzig, Halle/S., Erfurt, Würzburg,
bingen, Wien und Paris; März 1864wiss. Mainz und Heidelberg, 1791 nach Wien
Assistent an der Medizinischen Klinik in und Preßburg: Dez. 1791 Mithilfe in der
Tübingen; 9. April 1866 wiss. Assistent väterlichen Praxis in Erlangen, seit Nov.
an der Medizinischen Poliklinik in Er- 1793 aushilfsweise Prosektorentätigkeit
langen, 24. Dez. 1866 Privatdozent für am Anatomischen Theater und Privat-
Innere Medizin; 11. Sept. 18710. Pro- dozent für Anatomie in Erlangen, 21.
fessor für Spezielle Pathologie und the- Nov.1794 ao. Professor für Arznei-
rapie sowie Direktor der Medizinischen kunde in Erlangen, 1796 Prosektor am
Klinik in Basel, Vorstand des Bürger- Anatomischen Theater; 7. MärZ 1803 o.
spitals Professor für Anatomie, Physiologie und
Mltgliedschaften: 1866 Physikalisch- Gerichtliche Medizin in Dorpat, 30. Nov.
medizinische Sozietät, Erlangen; 1888 1810 Entlassung aus gesundheitlichen

91
Ise~ar:nmB.J.F.

Gründen; 1810 Niederlassung als Arzt in Gymnasium, Preßburg; 1738-1740 Gym-


Erlangen, April 1814 Gerichtsarzt beim nasium, Wien; 1741-1744 Gymnasium,
Stadtgericht in Erlangen, 14. Juni 1815 Neustadt! Aisch
erster Arzt des temporären russischen Studium: 1744-1749 Studium der Me-
Militärhospitals in Erlangen dizin und der Philosophie in Erlangen
Mitgliedschaften: 1788/89 Teutsche Ge- Akad. Grade: 8. Mai 1749 Dr. med.,
sellschaft, Erlangen; 1793 Deutsche Aka- Erlangen
demie der Naturforscher Leopoldina; 1804
Laufbahn: 1749 als ärztlicher Begleiter
Physiologisch-medizinische Gesellschaft,
eines Edelmannes Reise nach Schwaben;
Moskau; 1805 Gesellschaft der Naturfor-
seit 1750 Studienaufenthalt in Wien, zu-
scher in Moskau; 1809 Korr. Mitglied der gleich Hauslehrer der Söhne des Baron
Russischen Akademie der Wissenschaften, von Knarr; Frühjahr 1762 Studienreise
St. Petersburg; 1810 Ksl. Akademie, Wil-
nach Utrecht. Leyden, Löwen und Paris,
na; 1810 Korr. Mitglied der Medizinisch- Straßburg, Wien und Ungarn, in die Lau-
chirurgischen Akademie, St. Petersburg sitz und nach Dresden; 1. April 1764 o.
Ehrungen: 1803 Ksl. Russischer Hof- dritter Professor der Arzneikunde in Er-
rat; 1810 Ehrenmitglied der Physikalisch- langen, zugleich Vorstand des Anatomi-
medizinischen Gesellschaft, Erlangen schen Theaters, Mai 1764 Aufnahme in
Portrait: Portraitsammlung der UBE
die Fakultät, 1764 o. zweiter Professor,
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 3 Lit. I
Literatur: Callisen. Bd. 10 (1832) S. 21-23; En- 1782 Scholarch des Gymnasiums in Er-
gelhardt (1843) S. 78.82. 122.255; Martius (1847) langen, Rufe nach Göttingen (1774 und
S. 132; Gurlt. Ernst].: Heinrich Friedrich Isenflamm. 1784) und nach Pavia (1785) abgelehnt,
In; ADB. Bd. 14 (1881) S. 632-634; Brennsohn. Isi- 1791 o. erster Professor der Arzneikun-
dorus; Die Ärzte Estlands. vom Beginn der histo-
rischen Zeit bis zur Gegenwart. T. 2. Riga 1922. S.
de, SS 1766, SS 1770, WS 1773/74, SS
453f.; Hirsch. Bd. 3 (1931) S. 379; VogellEndriß 1777, SS 1781, SS 1785 und SS 1789 Pro-
(1943) S. 31; Kovacsics (1967) S. 76-79 0N); Röh- rektor
rich. Heinz: Heinrich Friedrich Isenflamm. In; NDB.
MitgJiedschaften: 1770 Deutsche Aka-
Bd. 10 (1974) S. 195
DBA 590. 223-245 0N) demie der Naturforscher Leopoldina,
1788 Adjunkt
Ehrungen: 1764 Brandenburgischer
Isentlar:nmB, Jacob Friedrich Hofrat; 1777 Ehrenmitglied des Instituts
1764 -1793 der Moral und der schönen Wissen-
geb: 21. Sept. 1726, Wien schaften, Erlangen; 1778 Magister phil.
gest: 23. Febr. 1793, Erlangen h.c., Erlangen
Konf: eV.-luth. Portrait: Ölbild im Kanzlerzimmer ilU Erlanger
Schloß
Eltern: Johann Bemhard Isenflamm, Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. I Lit. I
Ksl. Kriegsrat, und Anna Mafia lsen- Literatur: Empfindungen am Grabe des Herrn
flamm, geb. von Römers Hofrath Isenflamm. Erlangen 1793 ('"Nrf.. Gel 764·
Fam:seit 1769 verh. mitJacobine Chri- 1789, TC; Stählin S. 66); Engelhardt (1843) S.54,
122, 171, 251; Martil\S (1847) S. 131 f.; Gurlt. Ernst
stiana Kiesling, drei Kinder
].; Jakob Friedrich Isenflamm. In: ADB. Bd. 14
Schule: Privatunterricht; 1734-1738 (1881) S. 630-632; Will (1885) S. 26 0N); Hirsch.

92
Jaeger

Bd. 3 (1931) S. 379; Vogel/Endriß (1943) S. 3f ..


Eltern: Petrus jaeger, Kupferschmied,
30.83.95; Schwarzach (1966) S. 17-19; Glaßer
und Sabine jaeger, geb. Mayer Dehio
(1967) S. 56-64 \'N); Jaenicke (1993) S. 634; Wit-
tern (1993) S. 326 Fam: verh. seit 1827 mit Anna jose-
DBA 590. 246-324 \'N) pha Herz, vier Kinder
Schule: Altes Gymnasium, Würzburg
Isenflamm, johann Christian Friedrich Studium: seit dem WS 1813/14 Studi-
1793 um der Medizin in Würzburg; 1821 Me-
geb: 16. juni 1770. Erlangen dizinisches Staatsexamen in Würzburg
gest: unbekannt Akad. Grade: 1819 Dr. med., Würz-
Konf: eV.-Iuth. burg; 1822 Habilitation für Pathologie
Eltern: Dr. med. jacob Friedrich Isen- und Anatomie, Würzburg
flamm. o. Professor der Arzneikunde in Laufbahn.·März 1819 .Bienniumprac-
Erlangen. und jacobine Christiana Isen- ticum" als Distriktsarmenarzt in Würz-
flamm, geb. Kiesling burg, 1820 Studienreise nach Wien, Ber-
Schule: Privatunterricht und 1783-1785 lin und Hamburg, 8. juni 1821 Nieder-
Gymnasium Fridericianum, Erlangen lassung als Arzt, zugleich wiss. Assistent
Studium: seit 1785 Studium der Me- am juliusspital, 14. Febr. 1822 Privatdo-
dizin in Erlangen zent für Pathologie und Anatomie; 2.
Akad. Grade: 25. juni 1791 Dr. med., Nov. 1826 ao. Professor für Chirurgie
Erlangen und Vorstand der Chirurgischen Abtei-
Laufbahn: 1790 Studienreise nach lung (seit 1827: Chirurgisch-augenärzt-
jena, Leipzig, Halle/S., Erfurt, Würzburg liehe Abteilung) am Universitätskran-
und Mainz, Sommer 1791 nach Wien; kenhaus in Erlangen, 4. Dez. 1826 Auf-
Mithilfe in der väterlichen Praxis in Er- nahme in die Fakultät, Aug. bis Okt. 1828
langen, Febr. 1793 nach dem Tode sei- Studienreise nach Norddeutschland und
nes Vaters kurzzeitig VE:rtretung des o. Kopenhagen, 1828 Ruf nach Greifswald,
ersten Lehrstuhls für Arzneikunde in 1830 Rufe nach Halle/S. und Bonn ab-
Erlangen; Herbst 1795 Oberamtsphysi- gelehnt, 24. juni 1831 o. Professor für
Chirurgie und Augenheilkunde, 17.
kus in Roth
März 1832 Aufnahme in den Senat, seit
Mitgliedschaften: Institut der •Moral
juni 1832 zudem Lehrstuhlvertreter für
und der schönen Wissenschaften, Er-
Entbindungskunde und stellvertretender
langen
Leiter der Entbindungsanstalt: 1. Nov.
Ehrungen: Preußischer Hofrat
Literatur: bBA 590. 325-328 \'N)
1832 Versetzung als o. Professor für Chir-
urgie nach Würzburg, Direktor der Chir-
urgischen Klinik im juliusspital; 11. Okt.
Jaeger, Michael 1834 Rückversetzung als o. Professor für
1826 -1832, 1834 -1838 Chirurgie und AugenheUkunde nach
geb: 10. Aug. 1795. Würzburg Erlangen, Direktor der Chirurgisch-au-
gest: 3. Febr. 1838. Erlangen genärztlichen Abteilung, 1836 Ruf nach
Konl·kath. Dorpat abgelehnt, seit juli 1836 wegen

93
Jahn

Krankheit beurlaubt für Innere Medizin, München


Mitgliedschaften: 1829 Physikalisch-
Laufbahn: Juli 1918 bis Febr. 1919
medizinische Sozietät, Erlangen; Loge Li-
Kriegsdienst; 1. Mai 1924 Medizinalprak-
banon zu den drei Zedern, Erlangen;
tikant an der Kinderklinik in Freiburg/Br.;
Verein Harmonie, Erlangen; 1836 Medi-
1. Okt. 1924 Volontärassistent an der I.
zinische Gesellschaft, Leipzig; 1836 Ge-
Medizinischen Klinik des Allgemeinen
sellschaft für Praktische Medizin, Berlin;
Städtischen Krankenhauses links der Isar
KOff. Mitglied des Vereins für Heilkun-
in München, 1. Okt. 1926 wiss. Assistent,
de im Königreich Preußen
,25.März 1930Privatdozent für Innere Me-
Ehrungen: 1889]ägerstraße in Erlangen
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 5 Lu. 1
dizin, 1931/32 beurlaubt als wiss. Assi-
Literatur: EngeIhardt (1843) S. 94. 131, 252; stent an das Physiologische Institut des
Gurlt. Ernst ].: Mlchae11aeger. In: ADB. Bd. 13 Cornell University College in New York;
(1881) S. 654-657; FS Phys.-med. Soz. Erlangen 1. Nov. 1934 Oberarzt an der Medizini-
(1908) S. 26; Ko1de (1910) S. 31Of.. 527; Vogel/En-
schen Klinik in Freiburg/Br., 5. Juni 1936
driß (1943) S. 33. 86; Räbe1. Benedikt: Michael]ä-
ger. Dtss. med. Erlangen 1951; Heldacher (1960) Titel und Rang eines ao. Professors. 11.
S. 44-57. 167; Klrschner (1967) S. 13-15; Kau1bars- Sept. 1939 Lehrstuhlvertreter für Innere
Sauer (1969) S. 24-31 f.W); Killian (1980) S. 308: Medizin an der deutschen Karls-Univer-
Baumgart (1982) S. 962
DBA 596. 399-400 f.W)
sität in Prag; 6. März 1940 o. Professor
für Innere Medizin an der deutschen Kar-
ls-Universität in Prag und Direktor der I.
Jahn, Dietrich Detmar Wilhelm Medizinischen Klinik; nach Kriegsende
1948 -1964 Tätigkeit als beratender Internist in Cham/
geb: 24. Mai 1900, Braunschweig Oberpfalz, 1947Honorarprofessor an der
gest: 16. Mai 1969, Nürnberg Außenstelle der Medizinischen Fakultät
Koni: eV.-Iuth. München in der Philosophisch- Theolo-
Eltern: Alexander lahn, Ministerialdi- gischen Hochschule in Regensburg; 1.
rektor, und Ottilie lahn, geb. Eversmann Aug. 1947 Vorstand der I. Medizinischen
Fam:verh. seit 1936 mit Dr. med. Dag- Klinik der Städtischen Krankenanstalten
mar Winnig, keine Kinder; seit 1964 mit in Nürnberg, 12. Mai 1948 Privatdozent
Helga Funke, ein Kind und apl. Professor für Innere Medizin
Schule: 1906-1913 Humanistisches in Erlangen, 1. Dez. 1964 Entpflichtung
Gymnasium, Breslau; bis 1918 Humani- und Verleihung der Rechte eines emeri-
stisches Gymnasium, Erfurt tierten o. Professors
Studium: SS 1919 Studium der Medi- Mitgliedschaften:1940-1942 Tuberku-
zin in Jena, seit dem WS 1919/20 Bonn losereferent beim .Amt des Reichspro-
und WS 1921/22 bis WS 1923/24 Frei- tektors für Böhmen und Mähren"; 1948
burg/Br.; 6. Mai 1924 Medizinisches Begründer der Ärztlichen Fortbildungs-
Staatsexamen in Freiburg/Br.; 1. Juni kurse in Regensburg, 1951 des .Regens-
1925 Approbation burger Kolloquiums für ärztliche Fort-
Akad. Grade: 1. Mai 1925 Dr. med., bildung"; 1958 Physikalisch-medizini-
Freiburg/Br.; 3. ]an. 1930 Habilitation sche Sozietät, Erlangen; 1969 Präsident

94
Jamin

der Deutschen Gesellschaft für Innere dienst; 1. Mai 1898 wiss. Assistent am
Medizin Anatomischen Institut in Würzburg; 1.
Ehrungen: 1952Albertus-Magnus-Me- Okt. 1899 wiss. Assistent an der Medi-
daille für die Färderung von Kunst und zinischen Klinik in Erlangen; 1. April bis
Wissenschaft; Emst-von-Bergmann-Pla- 31. Juli 1900 Studienreise nach London
kette der Bundesärztekammer; 1959 und Liverpool; 1. Aug. 1900 Volontär-
Bayerischer Verdienstorden assistent an der Medizinischen Klinik in
Protrait: Portraitsammlung der UBE Erlangen, 1. Okt. 1900 wiss. Assistent.
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 17 Lit. J 19. April 1904 Privatdozent für Innere
HStAM MK 43812 (1947-69)
Literatur: Jahn. Dietrich: Über 30 Jahre Arzt. In:
Medizin, 28. Mai 1904 Oberarzt. 1. Okt.
Die Therapie der Gegenwart 103 (1964) S. 501- 1906ao. Professor für Klinische Propä-
508; Koerting (1968) S. 162. 17lf.; Eulner (1970) deutik und Geschichte der Medizin
S. 629; Pelzner. Klaus: Personalbibliographien von sowie Oberarzt am Ambulatorium der
Professoren und Dozenten der Inneren Medizin
und der Kinderheilkunde der Deutschen Karl-Fer-
Medizinischen Klinik. WS 1906/07 stell-
dlnands-Universität in Prag ... Diss. med. Erlan- vertretender ärztlicher Leiter des Phar-
gen-Nürnberg 1972. S. 138-144 fW); Seidler (1991) makologisch-poliklinischen Instituts
S. 357; Wendehorst (1993) S. 240 und der Kinderabteilung. 1. Nov. 1907
o. Professor für Medizinische Polikli-
nik, Pharmakologie und Kinder-
Jamin, Friedrich Wilhelm
heilkunde und Direktor des Pharma-
1904 -1942, 1945 -1946
kologisch-poliklinischen Instituts und
geb: 4. Dez. 1872, Augsburg
der Kinderabteilung, nach der Abtren-
gest: 27. Dez. 1951, Erlangen
nung des Pharmakologischen Instituts
Konf: eV.-luth.
1910 Direktor der Medizinischen Poli-
Eltem:Wilhe1mJamin, Artillerie-Oberst,
klinik und bis 1939 der Kinderabteilung,
und Angelique Jamin, geb. Girl
1914-1918 Kriegsdienst, 10. Nov. 1931
Farn: ledig
Enthebung vom Fach Pharmakologie,
Schule: 1885 Volksschule, Ansbach;
1920/21 erster Rektor aus der Gruppe
bis 1892 Neues Gymnasium. Würzburg
der Professoren. 31. März 1938 Emeri-
Studium: WS 1892/93 Studium der Me- tierung. bis 30. Sept. 1939 eigene Lehr-
dizin in Erlangen. seit dem SS 1893 Frei- stuhlvertretung für Kinderheilkunde und
burg/Br., WS 1894/95 Berlin, SS 1895 bis 30. Sept. 1942 für Medizinische Po-
Heidelberg, WS 1895/96 wieder Erlan-
liklinik, Mai 1945 bis Jan. 1946 kom-
gen und WS 1896/97 Würzburg; SS 1897 missarischer Leiter der Kinderklinik und
Medizinisches Staatsexamen und Ap-
Aug. 1945 bis März 1946 der Medizini-
probation in Würzburg schen Poliklinik
Akad. Grade: 21. Juli 1896 Dr. med ..
Erlangen; 11. März 1904 Habilitation für Mitgliedschaften: 1903 Physikalisch-
Innere Medizin. insbesondere für Ner- medizinische Sozietät, Erlangen
venheilkunde, Erlangen Ehrungen: Bayerische Prinzregent-
laufbahn: Okt. 1892 bis März 1893 Luitpold-Medaille; 1923BayerischerGe-
und Nov. 1897 bis April 1898 Militär- heimer Medizinalrat; 1943 Ehrensenator

95
Jeddeloh

der Universität Erlangen; 1952 jamin- München, SS 1926 Berlin und seit dem
straße in Erlangen WS 1926/27 Leipzig; 18. Mai 1928 Me-
Portrait: Bronzebüste in der Bibliothek der Kin- dizinisches Staatsexamen in Leipzig; 30.
derkIinik in Erlangen und Portraitsammlung der
juni 1929 Approbation
UBE
QuelJen:UAE T. II Pos. 1 Nr. 14 Lit. J; ebd. Gol- Akad. Grade: 12. juli 1929 Dr. med.,
denes Buch Nr. 62 Eintrag vom 31.3.1907 Kiel; 8. Dez. 1937 Habilitation für Inne-
HStAM MK 35507 (1904-52) re Medizin, Erlangen
Nachlaß: UB Erlangen
Laufbahn: 1.juli 1928 Medizinalprak-
Literatur: Zieler/Scheffer (1906) S. 99 (W); Kol-
de (1910) S. 486. 528; Reichshandbuch. Bd.l (1930) tikant an der Medizinischen Klinik in
S. 840; Jamin. Friedrich: Die klinischen Meister dei Leipzig; 1. Nov. 1928 Medizinalprakti-
Universität Erlangen. In: Deutschlands Erneuerung kant am Pathologischen Institut in Kiel,
27 (1943) S. 207-220; VogeVEndriß (1943) S. 8. 39.
1. Mai 1929 wiss. Assistent; 1. Febr. 1932
84. 88; .Geheimrat Prof. Dr. Friedrich Jamin t". In:
Er!. Tagblatt vom 29.12.1951; Kleinschmidt. IIse: wiss. Assistent an der Medizinischen Kli-
FriedrichJamin. In: Kinderärztliche Praxis 20 (1952) nikinKönigsberg/Pr.; 1.Nov. 1934Ober-
S. 575f. (P); Korth. earl: Geheimrat Professor Dr. arzt der Inneren Abteilung des Städti-
Friedrich Jamin zum Gedächtnis. In: Dtsch. med. schen Krankenhauses in Fürth; 1. Aug.
Wschr. 77 (1952) S. 1453; Müller. Ludwig Robert:
In memorlam: FrIedrich Jamin. In: Münch. Med. 1936 wiss. Assistent an der Medizini-
Wschr. 94 (1952) S. 1961-1964 (P); FriedrichJamln schen Klinik in Erlangen, 26. Okt. 1938
- von seinen Schülern. In: Die Medizinische (1953) Privatdozent für Innere Medizin, 1939-
S. 73 (P); .stadtgeschlchte in Straßennamen". In: 1943 Kriegsdienst, 10. Okt. 1944 Titel
Er!. Tagblatt vom 10./11. 12. 1960 (P); Fischer. Bd.
1 (1962) S. 699 (W); Pittroff (1964) S. 165 f.; Scham- und Rang eines ao. Professors und Ober-
berger (1964) S. 76-84 (P); Hagel (1968) S. 172- arzt an der Medizinischen Klinik, seit
179c (W); Eulner (1970) S. 615. 633. 651; Röhrich. April 1945 Kriegsgefangenschaft, 18.juli
Helnz: Friedrich Jamin. In: NDB. Bd. 10 (1974) S. 1945 Entlassung durch die Militärregie-
327f.; Liermann (1977) S. 27. 55. 65; Jamin. Fried-
rich: Briefe und Betrachtungen eines Arztes. Hgg.
rung; Nov. 1947 Niederlassung als Fach-
von Schülern und Freunden. Erlangen 1986; Uni- arzt in Lüneburg
Kurier. N.F. Nr. 68/69 (1986) S. 24; Knevelkamp Mitgliedschaften: 1938 Physikalisch-
(1990) S. 111 f.; Wittern (1993) S. 379 f.
medizinische Sozietät, Erlangen; Stell-
vertretender NS-Dozentschaftsführer in
Jeddeloh, Bruno Richard johann zu Erlangen
Quellen: HStAM MK 43817 (1938-53)
1938 -1945
Literatur: VogeVEndriß (1943) S. 45; Plttroff
geb:29.April 1905, Lüneburg (1964) S. 147f.; Hagel (1968) S. 109-111 (W)
Koni' eV.-Iuth.
Eltern: Dr. med. Otto zu jeddeloh,
praktischer Arzt, und Margarete zu jed- Jüdell, Gustav
deloh, geb. Cropp 1876
Fam:verh. seit 1935 mit Herta Kirstein geb: 4. Dez. 1847, Hannover
Schule:bis 1923 Humanistisches Gym- gest: 26. Okt. 1876, Erlangen
nasium, Lüneburg Studium: seit dem WS 1865/66 Studi-
Studium: seit dem SS 1923 Studium um der Medizin in Göttingen, WS 1866/
der Medizin in Marburg/Lahn, SS 1925 67 Tübingen, WS 1868/69 wieder Göt-

96
Jung

tingen; 8.Juni 1870Medizinisches Staats- Schule: 1876-1888 Schule und Huma-


examen nistisches Gymnasium. Frankfurt/M.
Akad. Grade: 2. Aug. 1869 Dr. med .. Studium: WS 1888/89 Studium der Me-
Göttingen; 16. März 1876 Habilitation dizin in Berlin. seit dem SS 1889 in Hei-
für Gerichtliche Medizin und Medizi- delberg, München und Tübingen; 1.
nisch-chemische Diagnostik. Erlangen März 1894 Medizinisches Staatsexamen
Laufbahn: 1866 Privatassistent von und Approbation in Tübingen
Professor Georg Hoppe-Seyler in Tü- Akad. Grade: 1. Okt. 1896 Dr. med.,
bingen; 1869/70 Volontärassistent an der Tübingen; 14. Juli 1900 Habilitation für
Geburtshilflichen Klinik in Göttingen Geburtshilfe und Gynäkologie, Greifs-
und später Vertretung einer Landarzt- wald
praxis; 1870/71 Kriegsdienst; Sept. 1871
Laufbahn: Winter 1888/89 und Som-
klin. Assistent an der Medizinischen Ab-
mer 1894 Militärdienst; 1. Okt. 1894 Vo-
teilung des Allgemeinen Krankenhau-
lontärassistent am Pathologisch-anato-
ses in Hamburg-Eppendorf.1. Aug.1872
mischen Institut in Breslau. 1. April 1896
an der Chirurgischen und 1. Sept. 1873
klin. Assistent an der Chirurgischen Ab-
an der Augenheilkundlichen Abteilung;
teilung des Städtischen Allerheiligen-
Dez. 1873 Studienaufenthalt in Berlin
Hospitals. Juni 1896 klin. Assistent an
und Breslau; 15.Mai 1874 Niederlassung der Gynäkologischen Abteilung des Elisa-
als praktischer Arzt in Hannover; 18.Dez. beth-Krankenhauses in Breslau; 1. April
1875 Physikatsexamen in Berlin; 1876 1897klin. Assistent an der Privat-Frauen-
chemischer Assistent an der Medizini- klinik von Professor August Martin in
schen Klinik in Erlangen. 13. April 1876 Berlin; 1. April 1899 wiss. Assistent an
Privatdozent für Gerichtliche Medizin der Frauenklinik in Greifswald. 14. Juli
und Medizinisch-chemische Dia- 1900 Privatdozent für Geburtshilfe und
gnostik in Erlangen Gynäkologie, 1901 Oberarzt, 3. Aug.
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nrc7 Lit. J
1906 Titel und Rang eines ao. Profes-
Literatur: Kolde (l910) S. 528; Vogel/Endriß
(l943) S. 36; Pittroff (l964) S. 136f.; Kovacsics sors, Juli 1907 Ernennung zum Direktor
(l967) S. 79f. (W) der Gynäkologischen Abteilung des Städ-
tischen Krankenhauses in Frankfurt/ M.
(nicht angetreten); 1. April 1908 o. Pro-
Jung. Philipp Jacob fessor für Geburtshilfe und Frauen-
1908 -1910 heilkunde sowie Direktor der Frau-
geb: 22. April 1870, Frankfurt/M. enklinik und der Hebammenschule in
gest: 28. Juni 1918. Göttingen Erlangen; 1. April 1910 o. Professor für
Konf: eV.-Iuth. Geburtshilfe und Frauenheilkunde in
Eltern: Dr. jur. Julius Jung. Oberlan- Göttingen. Direktor der Frauenklinik
desgerichtsrat, und Christianejung, geb. MitgJiedschaften: Pommersche Gynä-
Böhm kologische Gesellschaft, Greifswald; 1908
Fam: verh. seit 1897 mit Luise Kem- Physikalisch-medizinische Sozietät, Er-
na, sechs Kinder langen

97
Kabelitz

Ehrungen: 1916 Geheimer Medizinalrat nik in Erlangen, 12. Mai 1946 an der Me-
Portrait: Zoeppritz (s. Lit.) dizinischen Poliklinik, 7. Nov. 1947 Vo-
QueJ1en: UAE T. II Pos. 1 Nr. 16 Lit. J; ebd. Gol-
lontärassistent, 1948 Studienaufenthalt
denes Buch Nr. 72 Eintrag ohne Datum
HStAM MK 17174 (1908-10) an der Medizinischen Klinik in Tübin-
Literatur:Zieler/Scheffer (1906) S. 147 ('IV); Kol- gen, 1. Dez. 1948 Hilfsassistent an der
de (1910) S. 486, 528; Stoeckel, Walter: Philipp Medizinischen Poliklinik in Erlangen, 1.
Jung t. In: Zbl. Gynäk. 42 (1918) S. 521-524 ('IV); Juli 1949 wiss. Assistent, 1. Dez. 1956
Zoeppritz: Philipp Jung t. In: Mschr. Geburtsh.,
(...) 48 (1918) S. 157-159 (P); Martin, August: Schrif-
Privatdozent für Innere Medizin, 2.
tenverzeichnis Ph. Jung. In: ebd. S. 159-162 (W); Nov. 1962 Oberarzt, 7. Jan. 1963 apI.
Vogel/Endriß (1943) S. 39, 87; Wucherpfennig, Professor; 1. Febr. 1964 Chefarzt der Me-
Maria: Philipp Jung und Karl Reifferscheid. Diss. dizinischen Klinik der Städtischen Kran-
med. Göttingen 1950 (W); Martius, Heinrich: Die
kenanstalten in Bayreuth, 1984 Verset -
Universitäts-Frauenklinik in Göttingen. Stuttgart
1951, S. 23; Ebel (1962) S. 78; Fischer. Bd. 1 (1962) zung in den Ruhestand
S. 729 (W); Pittroff (1964) S.79f.; Schmidt (1967) Mitgliedschaften: 1951 Physikalisch-
S. 95-101 (W); Radke, Joachim: Phillpp Jung. In: medizinische Sozietät, Erlangen
NDB. Bd. 10 (1974) S. 678; Liermann (1977) S. 26
QueJ1en: UAE T. II Pos. 1 Nr. 54 Lit. K
HStAM MK 54712 (1953-65)
Literatur: Kürschner 17 (1996) S. 635
Kabelitz, Hans-Joachim Max
1956 -1984
geb: 23. Febr. 1920, Liegnitz/Nieder- Keidel, Wolf Dieter
schlesien 1949 -1986
Konf: eV.-luth. geb: 14. Dez. 1917, Geimersheim/
Eltern: Max Kabelitz, Pfarrer, und He- Bayern
lene Kabelitz, geb. Wende Konf: eV.-luth.
Fam:verh. seit 1945 mit Dr. med. Eva Eltern: Dr. phiI. Georg Simon KeideI,
Busch, zwei Kinder Gymnasialprofessor, und Fanny KeideI,
Schule: 1926-1930 Volksschule und bis geb. Dotterweich
1938 Humanistisches Staatliches Gym- Fam: verh. seit 1943 mit Dr. med. Ur-
nasium Johanneum, Liegnitz sula Ludwig, drei Kinder; seit 1979 mit
Studium: 1. Trimester 1940 und SS Dr. med. Johanna Janke, Professorin für
1941 bis WS 1944/45 Studium der Me- Physiologie in Freiburg/Br.
dizin in Breslau; 25. März 1946 Medizi- Schule: Volksschule, Wassertrüdingen/
nisches Staatsexamen in Münster; 26. Mittelfranken; bis 1936Gymnasium Fride-
März 1946 Approbation ricianum, Erlangen
Akad. Grade: 30. März 1946 Dr. med., Studium: 1938-1942 Studium der Me-
Münster; 23. Juli 1956 Habilitation für dizin in Würzburg, Wien und München;
Innere Medizin, Erlangen 12. Dez. 1942 Medizinisches Staatsex-
La ufbahn: 1938-1940 Arbeits-, Militär- amen in München
und Kriegsdienst; Mai 1945 bis Jan. 1946 Akad. Grade: 18. Dez. 1942 Dr. med.,
Praktikant, seit 15. April 1946 Medi- TH München; 25. Mai 1949 Habilitation
zinalpraktikant am Labor der KinderkIi- für Physiologie, Erlangen

98
Keidel

Laufbahn: 1936 Arbeits- und Militär- schaft; 1970 Deutsche Akademie der
dienst; 1942/43 Studienaufenthalt am Naturforscher Leopoldina; Italienische
Physikalischen Institut der TH in Mün- Audiologische Gesellschaft; 1982 Grün-
chen; 1942-1944 Kriegsdienst; Frühjahr dungsmitglied der Yrjä Reenpää Ge-
1944 bis Frühjahr 1945 wiss. Mitarbeiter sellschaft, Helsinki
an der Luftfahrtforschungsanstalt in Mün- Ehrungen: 1963 Pro-Meritis-Medaille
chen-Ottobrunn; Sommer 1945 ameri- der Universität Graz; 1969 Ludwig-Hay-
kanische Kriegsgefangenschaft; 1. Aug. mann-Preis der Deutschen Gesellschaft
1945 wiss. Mitarbeiter am Physikalisch- für HNO-Heilkunde. Kopf- und Hals-
Medizinischen Laboratorium in Erlan- Chirurgie; 1980 Ehrenmitglied der So-
gen, 1.Jan. 1947 wiss. Assistent am Phy- ciem Italiana di Audiologia. 1981 der In-
siologischen Institut, 19. Nov. 1949 Pri- ternational Association of Physicians in
vatdozent für Physiologie. 1949-1960 Audiology; 1981Verdienstkreuz 1. Klas-
Konservator, 24. Nov. 1955 apl. Profes- se vom Verdienstorden der Bundesre-
sor, 1957 beurlaubt für einen Studien- publik Deutschland; 1982 o. Professor
aufenthalt an der School for Advanced h.c. der Universität Concepci6n (Chile);
Study des Massachusetts Institute of 1983Internationaler Audiologie-Preis des
Technology. Cambridge (Massachu- Centro di Richerche e Studi Amplifon.
setts) ,1.Jan. 19610. Professor für Physio- Mailand; 1983 Ehrenmitglied der Öster-
logie und Vorstand des Physiologischen reichischen Gesellschaft für Biomedizi-
Instituts (seit 1975: Institut für Physio- nische Technik; 1985 Ehrenschild der
logie und Biokybernetik) in Erlangen. Tokyo Medical and Dental University;
31. März 1986 Emeritierung 1987 Ehrenmitglied des Collegium Oto-
Rhino-Laryngologicum Amicitiae Sacrum
Mitgliedschaften: 1949 Physikalisch-
und 1988 der Deutschen Gesellschaft für
medizinische Sozietät, Erlangen; 1958
HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chir-
Vorsitzender der Deutschen wissen-
urgie
schaftlichen Vereinigung fü['Ultraschall-
Portrait: Uni-Kurier 1980 (s. Lit.)
forschung e.V., Bonn; International Literatur: Rollmann, Berthild: Personalbiblio-
Brain Research Organisation, Paris; New graphien von Professoren der Physiologie ... an
York Academy of Sciences; Korr. Mit- der Medizinischen Fakultät der Universität Erlan-
glied des Comitee on Hearing and Bio- gen-Nümberg im ungefähren Zeitraum von 1919-
1967. Diss. med. Erlangen-Nümberg 1969, S. 7-37
acoustics des National Research Coun- (IN); .Seit vier Jahrzehnten im Dienst". In: Er!.Tag-
cil, Washington D.C.; Korr. Mitglied der blatt vom 29.130.3.1980 (P); Uni-Kurier. N.F. Nr.
Finnischen Akademie der Wissenschaf- 30/31 (1980) S. 68 (P), ebd. Nr. 43 (1982) S. 44
(P); ebd. Nr. 47 (1983) S. 44 (P), ebd. Nr. 63/64
ten, Helsinki; 1962-1965 Gründungs-
(1985) S. 102; .Fackelzug für verdienten Hoch-
präsident der Deutschen Gesellschaft für schullehrer". In: Er!. Nachrichten vom 19.2.1986
Kybernetik; 1964 Fellow der Acoustical (P); Spreng, Manfred: Wolf-Dieter Keidel Ehren-
Society of America; Österreichische Ge- mitglied derÖGBMT. In: Mitteilungsblatt der Ö5ter-
reichischen Gesellschaft für Biomedlzinische Techc
sellschaft für Biomedizin, später Ehren- nik. Nr. 2 (1989) S. 10-14; Kürschner 16 (1992) S.
mitglied; 1969-1970 Vorsitzender der 1728 (IN); Professoren an der FAU (1995) S. 62
Deutschen Physiologischen Gesell- (W; P)

99
Kiesselbach

Kiesselbach, Wilhelm Ohrenheilkunde und Leiter des neuen


1880 -1902 Ohrenärztlichen Instituts an der Chirur-
geb: 1. Dez. 1839, Hanau/Main gischen Klinik
gest: 4. Juli 1902, Erlangen Mitgliedschaften: 1877 Physikalisch-
Konf' deutsch-ref. medizinische Sozietät, Erlangen
Portrait: Sehnalke (s. Lit.)
Eltern: Dr. med. Carl Friedrich Kies-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 29 Lit. K
selbach, praktischer Arzt, und Auguste Literatur: Körner. Ouo.: Wilhelm Kiesselbaeh t.
Charlotte WilheImine Kiesselbach, geb. In: Zs. für Ohrenheilkunde 41 (1902) S. 381 f. (W);
Amd Urbantsehitseh. Viktor: Professor Dr. Wilhelm Kies-
selbaeh. In: Msehr. für Ohrenheilkunde 37 (1903)
Fam:verh. seit 1884 mit Luise Becker,
S. 373-376 (W); Pagel,Julius: Wilhelm Kiesselbaeh.
zwei Kinder In: BJb. Bd. 7 (1905) S. 127f.: Kolde (1910) S. 482.
Schule: Gymnasium, Hanau/Main 486. 529; Bäumer. Gertrud: Luise Kiesselbaeh t.
In: Die Frau 36 (1929) S. 321-325: VogellEndriB
Studium: seit dem SS 1859 Studium
(1943) S. 36. 89; Heidaeher (1960) S. 104f., 172;
der Medizin in Göttingen, SS 1861 Tü- Fiseher. Bd. I (1962) S. 758; Pittroff (1964) S. 91 f.;
bingen und WS 1861/62 bis SS 1866 Mar:- Sehwartz (1969) S. 190-194 (W): Sailer. KarI Lud-
burg/Lahn, 1866-1869 krankheitsbeding- wig: Wilhelm Kiesselbaeh. In: NDB. Bd. 11 (1977)
S. 599; Watzek (1987) S. 14-24 (P); Sehnalke (1989)
te Unterbrechung des Studiums, Dez. S. 15-20 (P)
1869 und seit dem SS 1871 Studium der DBA 648. 18 (W)
Medizin in Erlangen; 19. Juli 1875 Me-
dizinisches Staatsexamen und Appro-
bation in Erlangen Kihn, Berthold Franz
Akad. Grade: 14. Aug. 1875 Dr. med., 1926 - 1938, 1952 -1964
Erlangen; 14. Febr. 1880 Habilitation für geb: 10.März 1895, Schöllkrippen/Un-
Ohrenheilkunde, Erlangen terfranken
Laufbahn: 1870klin. Assistent am Städ- gescI9.Jan. 1964, Erlangen
tischen Krankenhaus in Augsburg, 1870/ Eltern: Dr. med. Heinrich Kihn, prakti-
71 Kriegsdienst; WS 1875/76 Studien- scher Arzt, und Amalie Kihn, geb. Mölzer
aufenthalt an der Ohren- und an der Kin- Fam: verh. seit 1924; in zweiter Ehe
derklinik in Wien; 1. April 1876 wiss. As- seit 1933/34, ein (?) Kind
sistent an der Medizinischen Poliklinik Schule: Volksschule Schöllkrippen; bis
in Erlangen, SS 1877 wiss. Assistent am 1913 Humanistische Gymnasien Aschaf-
Chemischen Laboratorium der Medizi- fenburg, Lohr/Main und Schweinfurt
nischen Poliklinik; WS 1877/78 Studi- Studium: 1913-1914 Studium der Me-
enaufenthalt an der Ohrenklinik in Hal- dizin in Würzburg und seit 1919 in Mün-
le/S .. SS 1878 in Wien; 1. Nov. 1878 wiss. chen; 1921 Medizinisches Staatsexamen
Assistent für ohrenärztliche Unter- in Würzburg; 1922 Approbation
suchungen an der Chirurgischen Klinik Akad. Grade: 2. Febr. 1921 Dr. med.,
in Erlangen, 27. März 1880 Privatdozent Würzburg; 1927 Habilitation für Psych-
für Ohrenheilkunde, 14. Dez. 1883 iatrie und Neurologie, Erlangen; 1. Mai
Oberarzt für ohrenärztliche Untersu- 1938 Umhabilitierung nach Jena
chungen, 1. Juli 1888 ao. Professor für Laufbahn: 1914-1919 Kriegsdienst so-

100
Kinzlmeier

wie .Einwohnerwehr" Würzburg; 1921 9.3.1955 (P); Pittroff (1964) S. 225f.; .Prof. Dr.
Praktikant an den Pathologischen Insti- Berthold Kihn gestorben". In: Er!. Tagblatt vom
21.1.1964. S, 19; Gemeth (1969) S. 21-25 (W); Lun-
tuten in München und Würzburg; 1921 gershausenlBaer (1985) S. 50f.; Klee, Ernst: Was
Medizinalpraktikant an der Heil- und sie taten - was sie wurden. Ärzte. Juristen und an-
Pflegeanstalt in Lohr/Main; 1922 Volon- dere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord.
tärassistent am Kaiser-Wilhelm-Institut Frankfurt/M. 1986. S. 134. 168f.; Wendehorst
(1993) S. 202f., 236f.
für Hirnforschung in Berlin; 1923 wiss.
Assistent an der Psychiatrischen und Ner-
venklinik in München, zugleich Tätig- Kinzlmeier, Hans
keit am Pathologischen Institut und an 1955 -1981
der Deutschen Forschungsanstalt für geb: 23. Juli 1914, München
Psychiatrie; 1. Nov. 1923 wiss. Assistent
gest: 16. juni 1981, Bad Mergentheim
an der Psychiatrischen Klinik in Erlan-
Eltern: Balthasar Altinger, kaufmän-
gen, 1927 Privatdozent für Psychiatrie
nischer Angestellter, und Brigitte Altin-
und Neurologie, 1927-1930 beurlaubt
ger, geb. Kinzlmeier
für Studienaufenthalte an den Psychia-
Schule: bis 1928 Volksschule Stein-
trischen Kliniken in Wien, Hamburg-Ep-
dorf, Kreis Landsberg/Lech; 1931-1940
pendorf und Breslau, 1930 Oberarzt an
Oberrealschule, Regensburg
der Psychiatrischen und Nervenklinik in
Erlangen, 6. Febr. 1934 Titel und Rang Studium:SS 1941 bis WS 1944/45 Stu-
eines ao. Professors; 1. April 1938 Lei- dium der Medizin in Würzburg, SS 1946
ter der Thüringischen Landesanstalt in bis WS 1946/47 Erlangen; 18. Sept. 1947
Stadtroda bei jena, 1. Mai 1938 Privat- Medizinisches Staatsexamen und Ap-
dozent für Psychiatrie und Neurologie probation in Erlangen
in jena, seit dem 1. Okt. 1938 Lehr- Akad. Grade: 30. Nov. 1947 Dr. med.,
stuhlvertreter für Nervenheilkunde, 1. Erlangen; 17. Febr. 1955 Habilitation für
jan. 1939 o. Professor für Psychiatrie und Innere Medizin, Erlangen
Direktor der Psychiatrischen Klinik in Laufbahn: 1928 Lehre des Werkzeug-
Jena, 1940-1941 Gutachtertätigkeit im macherhandwerks in Regensburg; 1931
Rahmen der .Euthanasieaktion T4", 8. Eintritt in die Reichswehr, Militär- und
Mai 1945 Entlassung in Jena; 1951 Nie- Kriegsdienst; 1.Okt. 1947 Volontärassis-
derlassung als Facharzt in Erlangen, 3. tent am Physiologischen Institut in Erlan-
April 1952 Honorarprofessor für Psych- gen; 1. Dez. 1948 Volontärassistent an
iatrie und Neurologie an der Universität der Inneren Abteilung des Städtischen
Krankenhauses in Fürth; 1. Okt. 1949
Mitgliedschaften: 1923Freicorps Ober-
Volontärassistent an der Medizinischen
land; 1923 Physikalisch-medizinische
Poliklinik in Würzburg, I.jan.1950wiss.
Sozietät, Erlangen
Assistent; 1. juni 1953 wiss. Assistent an
Portrait: Er!. Tagblatt 1955 (s. Ut.)
Quellen: UAE T. 11Pos, 1 Nr, 53 Llt. K
der Medizinischen Klinik in Erlangen, 1.
HStAM MK 43869 (1933-45)
Sept. 1954 Oberarzt, 18. März 1955 Pri-
Literatur: VogeVEndriß (1943) S. 43; .Profes- vatdozent für Innere Medizin. seit dem
sor Dr. Kihn 60 Jahre alt", In: Er!. Tagblatt vom WS 1959/60 Chefarzt des St. Rochtis-

101
Kirch

Krankenhauses in Bad Mergentheim, 8. sors, Aug. 1925 beamteter Konservator,


Juni 1961 apl. Professor in Erlangen Okt.1926Prosektor; 1. Nov. 19280. Pro-
MitgJiedschaften: 1952 Deutsche Ge- fessor für Allgemeine Pathologie und
sellschaft für Verdauungs- und Stoff- Pathologische Anatomie und Direk-
wechselerkrankungen tor des Pathologisch-anatomischen In-
Ehrungen: 1960 Andreas- Vesalius-Me- stituts in Erlangen, 1939-1945 Kriegs-
daille für ärztliche Fortbildung dienst, 22. Aug. 1945 Entlassung durch
Quel1en: HStAM MK 54752 (1953-81) die Militärregierung; Jan. 1948 Gründung
Literatur: Kürschner 11 (1970) S. 1437; Uni-Ku- eines privaten Pathologischen Instituts
rier. N.F. Nr. 37/38 (1981) S. 122
in Regensburg; 1. Jan. 1949 o. Professor
für Allgemeine Pathologie und Patholo-
Kirch. Eugen Georg Wilhelm gische Anatomie in Würzburg sowie Vor-
1928-1945 stand des Pathologisch-anatomischen
Instituts, 1.April 1956Emeritierung, noch
geb: 10. März 1888, SiegenIWestfalen
bis Ende 1957 eigene Lehrstuhlvertre-
gest: 2. April 1973, Regensburg
tung
Vater: Philipp Kirch, Kaufmann
MitgJiedschaften: 1928 Physikalisch-
Fam:verh. seit 1920 mit Dr. med. Ma-
medizinische Sozietät, Erlangen
ria Pia Hertel, zwei Kinder Portrait: Portraitsammlung der UBE
Schule: 1894-1898 Elementarschule; Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 70 LU. K; ebd.
1898-1907 Realgymnasium, Siegen Goldenes Buch Nr. 151v Eintrag vom 10.12.1928
HStAMMK 43870 (1919-73)
Studium: seit dem SS 1907 Studium
Literatur: VogeVEndriß (1943) S.43, 84; Cor-
der Medizin in Marburg/Lahn, SS 1911 nelius, Hans V.: Zur Vollendung des 70. Lebens-
München, WS 1911/12 Würzburg und jahrs von Prof. Dr. med. Eugen Kirch. In: Die Me-
SS 1912 wieder Marburg/Lahn; 30. April dizinische (1958) S. 412 (P); Spörlein, Siegfried:
Professor Dr. med. Eugen Kirch. In: Cesra Säule.
1912 Medizinisches Staatsexamen in
H. 4/5 (1962) S. 49 (P); Dhom, Georg: Professor
Marburg/Lahn; Aug. 1914 Approbation Eugen Kirch zum 75. Geburtstag. In: Münch. Med.
Akad. Grade: 29. Mai 1913 Dr. med., Wschr. 105 (1963) S. 863f. (P); Pittroff (1964)
Marburg/Lahn; 16. Dez. 1919 Habilitati- S. 117f.; Berwind (1968) S. 111-117 (W); Letterer,
Erich: Eugen Kirch zum 80 Geburtstag. In: Dtsch.
on für Allgemeine Pathologie und Pa- med. Wschr. 93 (1968) S. 458f. (P); Dhom, Georg:
thologische Anatomie, Würzburg Eugen Kirch. In: Verh. der Dtsch. Pathologischen
Laufbahn.·Mai 1912 bis Mai 1913 Mili- Gesellschaft 57 (1973) S. 495-498 0N; P); Becker
tärdienst; Juni 1913 Medizinalpraktikant (1977) S. XXIVf.; Uni-Kurier. N.F. Nr. 15 (1977)
S. 24-26; Baumgart (1982) S. 1020f., 1023 (P); Wen-
am Hygienisch-bakteriologischen Insti- dehorst (1993) S. 168; Wittern (1993) S. 396
tut in Marburg/Lahn; Aug. 1913 Medi-
zinalpraktikant am Städtischen Kran-
kenhaus in Münster; 1. Juni 1914 wiss. Kleist, Karl
Assistent am Pathologischen Institut in 1909 - 1916
Würzburg, 1914-1918 Kriegsdienst, Jan. geb: 31. Jan. 1879, Mülhausen/Elsaß
1920 Privatdozent für Allgemeine Patho- gest: 26. Dez. 1960, Frankfurt/M.
logie und Pathologische Anatomie, Juni Konf: eV.-luth.
1923 Titel und Rang eines ao. Profes- Eltern: Heinrich Kleist, Eisenbahnbe-

102
Kleist

amter, und Emilie Kleist, geb. Spiess Ruf nach Leipzig abgelehnt, seit 6. Dez.
Fam: verh. seit 1901 mit Luise Eyer- 1930 Direktor der neuen Städtischen und
mann, vier Kinder Universitäts-Klinik für Gemüts- und Ner-
Schule:bis 1897Humanistisches Gym-
venkranke in Frankfurt-Niederrad, 1945
nasium, Mülhausen Entlassung durch die Militärregierung,
16. Mai 1946 Wiederernennung, 1950
Studium: seit dem WS 1897/98 Studi-
Emeritierung. 1950 Begründer und Lei-
um der Medizin in Straßburg, WS 1898/
ter der Frankfurter Forschungsstelle für
99 Heidelberg, WS 1899/1900 Berlin und
Gehirnpathologie und Psychopatholo-
WS 1900/01 bis WS 1901102 München;
gie
1902Medizinisches Staatsexamen in Mün-
Mitgliedschaften: 1909 Physikalisch-
chen; 26. Juni 1902 Approbation in Mün-
medizinische Sozietät. Erlangen; 1932
chen
Korr. Mitglied des Wiener Vereins für
Akad. Grade: 19. Dez. 1902 Dr. med ..
Psychiatrie und Neurologie. 1937der Un-
München; 20. Juli 1909 Habilitation für
garischen Gesellschaft für Psychiatrie
Psychiatrie und Neurologie. Erlangen
und Neurologie. Budapest; 1939 Deut-
Laufbahn: 1. Okt. 1902 bis 30. Sept. sche Akademie der Naturforscher Leo-
1903 Militärdienst; 1. Okt. 1903 wiss. As- poldina; 1950 Korr. Mitglied der Portu-
sistent an der Psychiatrischen und Ner- giesischen Akademie der Wissenschaf-
venklinik in Halle/S.; 1. Mai 1908 wiss. ten, Lissabon
Assistent am Neurologischen Institut der Ehrungen: 1930 Ehrenmitglied der In-
Städtischen Klinik für Gemüts- und Ner- terstate Postgraduate Medical Associa-
venkranke in FrankfurtlM., zugleich Tätig- tion of North America; 1950 Ehrenmit-
keit am Psychologischen Laboratorium glied der Frankfurter nervenärztlichen
der Akademie für Handels- und Sozial- Gesellschaft; 1952 Wilhelm- Erb-Denk-
wissenschaften; 1. Nov. 1908 wiss. As- münze der Deutschen Gesellschaft für
sistent am Anatomischen Laboratorium Neurologie; 1952 Plakette der Medizini-
der Psychiatrischen Klinik in München; schen Fakultät, Frankfurt/M.; 1954 Goe-
1.April 1909wiss. Assistent an der Psych- the-Plakette und Ehrenbürger der Stadt
iatrischen Klinik in Erlangen, 2. Sept. 1909 Frankfurt/M.; 1954 Ehrenmitglied der
Privatdozent für Psychiatrie und Neu- Deutschen Gesellschaft für Neurologie;
rologie, 7. Okt.19090berarzt, 1914-1916 1958 Dr. med. h.c .. Freiburg/Br.; 1959
Kriegsdienst, 31. lan. 1915Titel und Rang Ehrenplakette der Stadt Frankfurt/M.
eines ao. Professors; 1. Okt. 1916 o. Pro- Portrait: LungershausenlBaer (s. Lit.)
fessor für Psychiatrie und Neurologie, Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 41 Lu. K
Direktor der Psychiatrischen und Ner- HStAM MK 17796 (1909-16)
venklinik in Rostock sowie der Heil- und Literatur:Leonhard. Karl u.a. (Hg.): FS für Kar!
Pflegeanstalt in Gehlsheim; 1. Mai 1920 KIelst zum 70. Geburtstag (= Allg. Zs. Psychlatr ..
o. Professor für Psychiatrie in Frank- Berlln 124 (1949)) (P); ders.: Karl KIelst zum 75.
Geburtstag. In: Disch. med. Wschr. 79 (1954) S.
furt/Mo und Direktor der Nervenklinik, 195f. (P); Stockert. Franz G.: Karl Kielst zum 80.
1923 Erweiterung des Lehrauftrags auf Geburtstag. In: Neue Zs. für Ärztliche Fortbildung.
Neurologie und Neurochirurgie, 1923 N.F.2 (1959) S. 6f. (P); Hassler. Rolf: Kar! KIelst t.

103
Klopfer

In: Dtsch. med. Wschr. 86 (1961) S. 2488-2490 (P): dischen Klinik Dr.-Gaugele in Zwick-
Koch. Gerhard: Karl Kleist zum Gedächtnis. In:
Die Medizinische Welt (1961) S. 595f. (P): Eulner
au; 1. Nov. 1937 wiss. Assistent an der
(1962) S. 30: Fischer. Bd. 1 (1962) S. 772 (W); Pitt- Orthopädischen Abteilung der Chirur-
roff (1964) S. 222f.: Gerneth (1969) S. 9-12 (W): gischen Klinik in Erlangen, 1939-1945
Mann. Gunter: Karl Kleist. In: NDB. Bd. 12 (1980) Kriegsdienst und Gefangenschaft, seit
S. 30f.; Lungershausen/Baer (1985) S. 44 (P): Groß.
Werner und Gert Preiser: Die Plakette der Medi-
Okt. 1945 wieder wiss. Assistent an der
zinischen Fakultät der Universität Frankfurt am Chirurgischen Klinik in Erlangen und Lei-
Main. Hildesheirn 1990. S. 85-89 (P); Seidler (1991) ter der Orthopädischen Abteilung, 5.
S. 528; Miesch. Ines: Die Heil- und Pflegeanstalt Febr. 1952 Privatdozent für Orthopä-
Gehlsheim. Rostock 1996, S. 75-78 (P)
die; 1952 Niederlassung als Facharzt in
Erlangen, 1975 Ruhestand
Klopfer, Fritz literatur: Heidacher (1960) S.170.178;Kürsch-
ner 16 (1992) S. 1821
1952
geb: 3. Juni 1907, Friedberg/Ober-
bayern Knorr, Maximilian
gest: 1. April 1993, Erlangen .1923 -1925. 1950 -1967
Konf' kath. geb: 21. Juni 1895, Breitengüßbach/
Eltern: Franz Xaver Klopfer, Amtsge- Oberfranken
richtsinspektor, und Magdalena Klopfer, gest: 6. Febr. 1985, München
geb. Holzschuher Konf' kath.
Farn: verh., Kinder Eltern: Lorenz Knorr, Reichsbahnamt-
Schule: Volksschule; bis 1927 Huma- mann, und Adelgunde Knorr, geb. Geb-
nistisches Gymnasium, Ingolstadt hardt
Studium: seit dem SS 1927 Studium Fam:verh. seit 1922 mitDr. phi!. Irm-
der Medizin in München, WS 1928/29 gard Freiin von Soden, vier Kinder; seit
Jena, SS 1930 Wien und WS 1930/31 bis 1968 mit Gertrud Schlirf, geb. Löffler
WS 1931/32 wieder München; 30. Dez. Schule: Volksschule, Bamberg; bis
1932 Medizinisches Staatsexamen in 1914 Humanistische Gymnasien, Bam-
München; 30. Dez. 1933 Approbation berg und Würzburg
Akad. Grade: 30. Dez. 1933 Dr. med., Studium.·WS 1914/15 Studium der Me-
München; 17. Juli 1951 Habilitation für dizin in Würzburg. SS 1915 und seit dem
Orthopädie, Erlangen WS 1918/19 München, WS 1919/20 wie-
Laufbahn: 1.Jan. 1933 Medizinalprak- der Würzburg (1920 Preisaufgabe der
tikant an der Medizinischen Poliklinik Medizinischen Fakultät gelöst); 14. Mai
in München, 1. Juni 1933 an der Ortho- 1920 Medizinisches Staatsexaqlen in
pädischen Klinik, 1. Jan. 1934 Volon- Würzburg; 1. Dez. 1920 Approbation
tärassistent an der Orthopädischen Kli- Akad. Grade: 13. Mai 1921 Dr. med.,
nik in München; seit März 1934 Sport- Würzburg; 6. März 1923 Habilitation für
arztausbildung an den Militärturnanstal- Hygiene und Bakteriologie in Erlangen;
ten in Wünsdorf und Berlin; 8. April 1935 1925 Umhabilitierung nach München
klin. Assistent an der privaten Orthopä- Laufbahn: 1915-1918 Kriegsdienst; 15.

104
Koch

Mai 1920 Medizinalpraktikant am Hy- (1968) S. 61-71 (W); Borneff, Joachim: Professor
gienischen Institut in Würzburg; 1. Nov. Dr. Maximilian Knorr 80 Jahre. In: Zb!. ges. Hyg.
106 (1975) S. 303f. (P); Uni-Kurier. N.F. Nr. 6
1920 wiss. Assistent am Hygienisch-bak- (1975) S. IH.ebd. Nr. 61/62 (1985) S. 80 (P); Bor-
teriologischen Institut und an der Staat- neff. Joachim u. a.: Professor Dr. Maximilian Knorr
lichen Bakteriologischen Untersuchungs- zum Gedächtnis. In: Zb!. ges. Hyg. 180 (1985) S.
anstalt in Erlangen. 11. April 1923 Privat- I f. (P); .Professor Knorr wirkte 17 Jahre an der
Uni". In: Er!.Nachrichten vom 8.2.1985; GräflBraun
dozent für Hygiene und Bakteriologie; (1986) S. 31-38 (P); Hofmann. Matthias: Das Wir-
1. Nov. 1925 Konservator am Hygieni- ken von Professor Dr. Max Knorr als Vorstand des
schen Institut in München, Privatdozent Hygiene"Instituts der Universität Würzburg. Diss.
med. Würzburg 1988 (W; P); Wittern (l993) S. 386
für Hygiene, 1927 Titel und Rang eines
ao. Professors; 1. Nov. 1932 o. Profes-
sor für Hygiene und Bakteriologie in Koch. Wilhelm Daniel Joseph
Würzburg, Vorstand des Hygienischen 1824 -1849
Instituts und der Staatlichen Bakteriolo- geb: 5. März 1771, Kusel/Rheinpfalz
gischen Untersuchungsanstalt, 1939-
gest: 14. Nov. 1849, Erlangen
1945 Kriegsdienst, 10. Aug. 1945 Ent-
Konf' eV.-luth.
lassung durch die Militärregierung; 1945
Vater: Rentamtmann
Betrieb eines privaten bakteriologischen
Farn: verh., zwei Kinder
Laboratoriums in Bamberg; 16. Mai 1950
Schule: Humanistisches Gymnasium,
o. Professor für Hygiene und Bakte-
riologie und Vorstand des Hygienisch- Zweibrücken
bakteriologischen Instituts in Erlangen, Studium: 1790·1793 Studium der Me-
30. Sept. 1963 Emeritierung. noch bis dizin und der Naturwissenschaften in
zum 31. Aug. 1967 eigene Lehrstuhl- Jena, seit 1793 in Marburg/Lahn und
Gießen; Medizinisches Staatsexamen
vertretung
Mitgliedschaften: Corps Moenania, Akad. Grade: 4. Juli 1794 Dr. med ..
Würzburg; 1922 Physikalisch-medizini- Gießen
sche Sozietät, Erlangen; 1952-1964 Bau- Laufbahn: 1794Niederlassung alsprak-
referent des Verwaltungsausschusses tischer Arzt in Kusel sowie seit 22. Jan.
der Universität Erlangen 1795 Gerichtsarzt in Trarbach/Mosel; 30.
Ehrungen: 1959 Bayerischer Ver- Okt. 1797 Oberamtsarzt in Kaiserslau-
tern, 15. März 1816 Kreis- und Kan-
dienstorden
Portrait: Bronze-Büste im Institut für Klinische tonsarzt; 1. April 1824 unter Ablehnung
Mikrobiologie. Immunologie und Hygiene in Er- eines Rufs nach Heidelberg o. Profes-
langen sor für Medizin, Naturwissenschaften
Quellen: UAE T. 11Pos. I Nr. 59 Lit. K und Botanik in Erlangen, Direktor des
HStAM MK 54775 (1923-85)
Literatur: Vogel/Endriß (l943) S. 42; .Profes- Botanischen Gartens und Begründer
sor Dr. Knorr 60 Jahre·. In: Er!. Tagblatt vom der Freilandanlage im Schloßpark. 25.
21.6.1955 (P); Kißkalt. Karl u.a.: Maximilian Knorr Juni 1833 Aufnahme in die Fakultät
zum 65. Lebensjahr. In: Arch. Hyg .. (...) 144 (1960) Mitgliedschaften: 1821 Deutsche Aka-
S. 231-233; Pittroff (l964) S. 112; Borneff,Joachim:
Maximilian Knorr zum 70. Geburtstag. In: Münch.
demie der Naturforscher Leopoldina;
Med. Wschr. 107 (1965) S. 1271 f. (P); Berwind 1821 Korr. Mitglied der Bayerischen

105
Koelsch

Akademie der Wissenschaften, München, hausen/Salzach


Mathematisch-physikalische Klasse; 1829 Studium: seit dem WS 1895/96 Studi-
Physikalisch-medizinische Sozietät, Er- um der Medizin in Erlangen, Berlin, Kiel
langen; UniversitätsabgeordneterimLand- und wieder Erlangen: 1900 Medizini-
rat von Mittelfranken, 1832-1842 Präsi- sches Staatsexamen und Approbation in
dent; 1834 KOff. Mitglied der Schwedi- Erlangen
schen Akademie der Wissenschaften, Akad. Grade: 23. Juni 1900 Dr. med.,
Stockholm Erlangen: 1919 Habilitation für Gewer-
Ehrungen: 1816 Rheinlandpfälzischer behygiene, München
Hofrat: 1824 Bayerischer Hofrat: 1838 Eh-
Laufbahn: 1901-1908 Niederlassung
renmitglied der Botanischen Gesellschaft,
als praktischer Arzt und Bahnarzt in Eb-
Edinburgh; 1844 Ehrenbürger der Stadt
nath/Fichtelgebirge; 1903 bayerische
Erlangen; 1845 BayerischerGeheimer Hof-
Physikatsprüfung; 1. Jan. 1909 staatlich
rat; 1845 Ritter des Schwedischen Nord-
Bayerischer Landesgewerbearzt in Mün-
stemordens: 1888 Kochstraße in Erlangen
, chen. 1919 Privatdozent für Gewerbe-
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 18 Lit. K
hygiene in München, 1920-1950 Mini-
Literatur:Callisen. Bd. 29 (1841) S. 295f. NI); sterialrat am Bayerischen Staatsministe-
Engelhardt (1843) S. 41.140.252; Döderlein. Lud- rium für Arbeit und soziale Fürsorge,
wig: Worte am Grabe des Herrn Wilhelm Daniel Sept. 1920 bis April 1921 gewerbeärzt-
Koch. Erlangen 1849; Wunschmann. E.: Wilhelm
licher Referent am Reichsarbeitsmini-
Daniel Koch. In: ADB. Bd. 16 (1882) S. 402-405;
FS Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 26. 41 f. (P); sterium in Berlin, 1921 Gründung und
Kolde (1910) S. 284. 529; Vogel/Endriß (1943) S. bis 1950 Leitung des Bayerischen (Sy-
33; Röhrich. Heinz: Der Botanische Garten der manski: Deutschen) Instituts für Ar-
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürn-
beitsmedizin in München, 1923 Titel und
berg. 1743-1965. In: Erlanger Bausteine zur frän-
kischen Heimatforschung 12 (1965) S. 43-54. hier Rang eines ao. Professors in München,
S. 48; Kaulbars-Sauer (1969) S. 156-158 (W); Kne- 1925-1954 zugleich Honorarprofessor
velkamp (1990) S. 45; ]aenicke (1993) S. 646 für Arbeitsmedizin an der TU München,
DBA 677, 361-370 (W) 1930-1950 auch Dozent am Oskar-von-
Miller-Polytechnikum, WS 1944/45 und
seit dem SS 1947 zudem Lehrauftrag für
Koelsch. Franz Xaver Berufskrankheiten an der Medizinischen
1944 -1945, 1947 -1961 Fakultät in Erlangen, 1950 Versetzung
geb: 4. Juli 1876, EichstättiBayern in den Ruhestand: 15. April 1954 Ho-
gest: 30. Nov. 1970, Erlangen norarprofessor für Arbeitsmedizin in
Konf: kath. Erlangen
Eltern: Dr. med. Robert Koelsch, Ge- MitgJiedschaften: seit 1910 deutscher
neraloberarzt, und Therese Koelsch, geb. Vertreter bei den internationalen Kon-
Lang gressen für Arbeitsmedizin, 1922-1939
Farn: verh. seit 1901 mit Dora Berta- deutscher Delegierter zur Hygienekom-
los, ein Kind mission des Internationalen Arbeitsam-
Schule: Gymnasien Eichstätt und Burg- tes, Genf; 1923-1945 Mitglied des Reichs~

106
Königer

gesundheitsrates; Internationale Verei- Iin 22 (1966) S. 95-113 (W); Thür. Max: Prof. Dr.
nigung zur Bestgestaltung von Arbeit; med. habil. Franz Koelsch zum 90. Geburtstag. In:
Zbl.für Arbeltsmedlzin 16 (1966)S. 155 f. (P); ,Zwei
Vorstandsmitglied der Deutschen Ge- Stiftungen zum 90. Geburtstag des ArbeItsmedizi-
sellschaft für Gewerbehygiene; 1929 ners Prof. Koelsch'. In: Er!. Tagblatt vom 5.7.1966
Gründung des Museums .Physiologie (P); Grass. Eberhard: Bericht über die frühere
und Hygiene der Arbeit" in München; Kommission für Brustkrebs der Deutschen For-
schungsgemelnschaft. Franz Koelsch zum 90. Ge-
1936 Gründung des Museums für Ar- burtstag gewidmet. Bad Godesberg 1967;Koelsch.
beitsschutz in Frankfurt/M.; 1932 Deut- Franz: Beiträge zur Geschichte der Arbeitsmedi-
sche Akademie der Naturforscher Leo- zin. München 1968.hierS. 270 f. (P);Gemeth (1969)
S. 89-128 (W); ,Prof. Dr. Franz Koelsch verstor-
poldina; Vizepräsident der Internatio-
ben". In: Er!. Tagblatt vom 9.12.1970 (P); Thür.
nalen Gesellschaft für Arbeitsmedizin; Max: In memoriam Franz Koelsch. In: Zb!. für Ar-
Ehrungen: Bayerischer Verdienst-Or- beltsmedizln 21 (1971) S. 1f. (P); Lederer. E.: Franz
den vom Hl. Michael, 4. Klasse; Sächsi- KoeIsch - Begründer der modernen Arbeitsmedi-
zin. In: Münch. Med. Wschr. 118 (1976) S. 8 (P);
scher Albrechtsorden, 2. Klasse; Bayeri-
Buess. Heinrich: Franz Koelsch. In: NDB. Bd. 12
sche Prinzregent-Luitpold-Medaille; 1932 (1980) S. 326; Lehnert. Gerhard u. a.: 25 Jahre Deut-
Pettenkofer-Preis der Stadt München; sche Gesellschaft für Arbeitsmedizin. Stuttgart
1932 Artur-von- Weinberg-Medaille für 1987. S. 33. 180f. (P); Wittern (1993) S. 403f.
Verdienste um die Gewerbehygiene; De-
vete-Preis der Lombardischen Akade-
Königer, Hermann Ludwig
mie, Mailand; 1955 Großes Verdienst-
1908 -1940
kreuz vom Verdienstorden der Bundes-
geb: 22. Juli 1876, Westerstede bei 01-
republik Deutschland; 1958 Bayerischer
denburg
Verdienstorden; 1962 Ehrenpräsident
gest: 19. Sept. 1940, Erlangen
der Deutschen Gesellschaft für Arbeits-
Konf: eV.-luth.
medizin; Ehrenmitglied mehrerer inter-
nationaler Gesellschaften für Arbeits-
Eltern: Dr. med. Heinrich Königer. prak-
tischer Arzt, und Friederike Königer, geb.
medizin; 1966Stiftungder Franz-Koelsch-
zu Jühren
Medaille durch die DeutSche Gesell-
Fam: verh. seit 1930 mit Hanna Kö-
schaft für Arbeitsmedizin; 1976 Stiftung
niger (geborene ?), keine Kinder
des Franz-Koelsch-Preises durch das
Bayerische Staatsministerium für Arbeit Schule: 1882-1885 Vorschule, Wester-
stede; 1885-1894Großherzogliches Gym-
und Sozialordnung
Portrait: Portraitsammlung der UBE nasium, 01denburg
Quellen: HStAM MK 43892 (1919"66) Studium: seit dem SS 1894 Studium
Literatur: Reichshandbuch. Bd. 1 (1930) S. 969 der Naturwissenschaften und der Medi-
(P);,Professor Dr. Franz Koelsch achtzig Jahre'. zin in Freiburg/Br., SS 1895 Bonn, SS
In: Er!.Tagblatt vom 4.7.1956 (P); Symanski. Hans:
Professor Dr. Franz Koelsch 80 Jahre. In: Dtsch.
1896 Heidelberg und SS 1897 bis SS 1898
med. Wschr. 81 (1956) S. 1096; Lederer. E.: Prof. wieder Bonn; WS 1898/99 Medizinisches
Dr. Franz Koelsch 85 Jahre alt. In: Münch. Med. Staatsexamen in Bonn; 7. März 1899 Ap-
Wschr. 103 (1961) S. 1548f. (P); Koelsch. Franz: probation
Mein Leben und Streben. In: Hippokrates 33 (1962)
S. 886-892; Lederer. E.: F. Koelsch 90 Jahre alt. In:
Akad. Grade: 7. März 1898 Dr. med.,
Internationales Arch. für Gewerbepathologle. Ber" Bonn; 4. Dez. 1907 Habilitation für In-

107
Korth

nere Medizin, Erlangen Korth, Carl


Laufbahn: März 1899 Medizinalprak- 1946 -1972
tikant am Hygienisch-pathologischen In- geb: 24. Jan. 1903, Düsseldorf
stitut in Halle/S.; 20. April 1900 Yolon- gest: 21. März 1988, Erlangen
tärassistent, 1. April 1902 wiss. Assistent Konf' kath.
am Pathologischen Institut in Leipzig; Eltern: Carl Korth, Buchhändler, und
1. April 1903 wiss. Assistent an der Me- Clara Korth, geb. Mertens
dizinischen Klinik in Erlangen, 22. Okt.
Fam:verh. seit 1939mit Anneliese Did-
1906 Oberarzt, 19.Jan. 1908Privatdozent
den, vier Kinder
für Innere Medizin, 2. März 1910 Lehr-
Sehule:Yorschule und bis 1923 Staat-
auftrag für .Unfallkunde, Sozialgesetz-
liches Humanistisches Gymnasium, Bonn
gebung und Gutachterwesen und deren
Studium: seit dem SS 1923 Studium
Beziehung zur Inneren Medizin und
verwandten Fächern", 20. Nov. 1912 ao. der Medizin in Bonn, WS 1923/24 Mün-
chen, WS 1924/25 Bonn, WS 1925/26
Professor für Klinische Propädeutik
und Geschichte der Medizin und Ober-, München und seit dem S5 1926 wieder
Bonn; 1928 Medizinisches Staatsexamen
arzt am Ambulatorium der Medizinischen
Klinik in Bonn; 6. Juli 1929 Approbation
Mitgliedsehaften: 1904 Physikalisch- Akad. Grade: 19. Juli 1928 Dr. med.,
medizinische Sozietät, Erlangen Bonn; 16. Febr. 1938 Habilitation für In-
Ehrungen: 1916 Bayerisches König- nere Medizin, Berlin
Ludwig- Kreuz; 1916 Oldenburgisches Laufbahn: 20. Juli 1928 Medizinal-
Friedrich-August-Kreuz, 2. Klasse am rot- praktikant an der Medizinischen Poli-
blauen Bande klinik in Bonn, 1. Aug. 1929 Yo1ontär-
Portrait: Portraitsammlung der UBE assistent; 1. Juli 1930 wiss. Assistent an
QueiJen:UAE T. II Pos. 1 Nr. 40Lit. K; ebd. Gol- der Medizinischen Klinik in Heidelberg;
denes Buch Nr. 90v Eintrag vom 16.2.1913 1. April 1932 Stipendiat am New-Eng-
HStAM MK 43896 (1908-40)
land Medica1 Center in Boston (Massa-
Literatur: Kolde (1910) S. 483, 486. 530; .Pro-
fessor Dr. med. Königer 60 Jahre". In: Er!. Tagblatt chusetts), seit dem 1.Sept. 1932 .Instruc-
vom 23.7.1936; .Abschied von Prof. Dr. Königer". tor in medicine" am Tufts College, Me-
In: Er!. Tagblatt vom 23.9.1940; "Hermann Köni- dical School, Boston; 1. Aug. 1933 wie-
ger", In: Er!. Tagblatt vom 6.10.1940; Jamin. Fried-
der wiss. Assistent an der Medizinischen
rich: Hermann Königer. In: Stollreither (1941) S.
88-95; Vogel/Endriß (1943) S. 39; Fischer. Bd. I Klinik in Heide1berg; 1. Apri11934 wiss.
(1962) S. 792 (W); Pittroff (1964) S. 159f.; Hagel Assistent an der I. Medizinischen Klinik
(1968) S. 69-73 (W); Locher. Wolfgang: Wissen- der Charite in Berlin, 18. Juli 1939 Pri-
schaft und Umfeld. Habilitationsschrift med. Mün-
vatdozent für Innere Medizin, März 1944
chen 1991, S. 244-248; Wittern (1993) S. 402
bis Dez. 1945 Kriegsdienst und Gefan-
genschaft; 16. April 1946 kommissari-
scher Leiter der Medizinischen Polikli-
nik in Erlangen, 20. Okt. 1946 apl. Pro-
fessor, 1. Juli 1947 ao. Professor für in-
nere Medizin und Vorstand der Medi-

108
Kreuter

zinischen Poliklinik. 27. Febr. 1950 pers. Akad. Grade: 23. Juli 1901 Dr. med.,
o. Professor. seit 1950 zugleich Leiter München; 19. Juli 1905 Habilitation für
des Waldkrankenhauses St. Marien. 1. Chirurgie, Erlangen
Okt. 1963 o. Professor für Innere Medi- Laufbahn: April bis Juli 1898 Militär-
zin. Leiter des Carl-Korth-Instituts für dienst; Juli 1901Volontärassistent an der
Herz-Kreis1auferkrankungen. 1. April Chirurgischen Klinik des Allgemeinen
1971 Emeritierung. noch bis 31. März Städtischen Krankenhauses links der Isar
1972 eigene Lehrstuhlvertretung in München; 1. Okt. 1901 wiss. Assistent
Mitgliedschaften: 1948 Physikalisch- an der Chirurgischen Klinik in Erlangen,
medizinische Sozietät. Erlangen 11. Mai 1905 Oberarzt, 18. Aug. 1905 Pri-
Portrait: Uni-Kurier (s. Lit.) vatdozent für Chirurgie, WS 1908/09
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 61 Lit. K beurlaubt für einen Studienaufenthalt am
Literatur: Asen (1955) S. 103; "Prof. Dr. Carl
Korth ist 60 Jahre alt".In: Er!.Tagblatt vom 1.2.1963 Bakteriologisch-serologischen Institut
(P); Opitz, Gerlinde: Personalbibliographien der und an der Chirurgischen Klinik in Bern.
Professoren der Inneren Medizin an der Univer- 24. Dez. 1910 Titel und Rang eines ao.
sität Erlangen-Nürnberg: F. Meytaler, C. Korth, F. Professors. 1914-1918 Kriegsdienst; 18.
Scheiffarth, S. Witte. Diss. med. Erlangen-Nürn-
berg 1968, S. 39-54; Schmidt, Josef: Carl Korth zum Juni 1922 Chefarzt der Chirurgischen Ab-
65. Geburtstag. In: Arch. für Kreislaufforschung teilung der Städtischen Krankenanstal-
55 (1968) S. 1-3 (P); ders.: Professor Carl Korth ten in Nürnberg unter Be1assung des Ti-
zum 70. Geburtstag. In: Münch. Med. Wschr. 115 tels ao. Professor. 21. Mai 1929 Direk-
(1973) S. 81 f. (P); "Prof. Dr. Carl Korth 85jährig
verstorben". In: Er!. Nachrichten vom 24.3.1988
tor der Städtischen Krankenanstalten, 28.
(P); Uni-Kurier. N.F. Nr. 74/75 (1988) S. 96 (P) April 1945Internierung und 9. Sept. 1945
Entlassung durch die Militärregierung.
1.Juli 1948Wiedereinstellung bei gleich-
Kreuter. Erwin zeitiger Versetzung in den Ruhestand
1905 -1922 Mitgliedschaften: 1905 Physikalisch-
geb: 1. Nov. 1876. Brünn/Mähren medizinische Sozietät. Erlangen; 1928
gest: 3. Jan. 1956. Nümberg Vorsitzender des Ärztlichen Vereins,
Konf: eV.-1uth. Nürnberg
Eltern: Dr. lng. Franz Kreuter. o. Pro- Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 39 Lit. K; ebd.
fessor für Ingenieurswissenschaften an Goldenes Buch Nr. 98 Eintrag vom 15.6.1919
der TH in München. und Hermine Kreu- HStAM MK 17813 (1905-25)
StA Nbg. C 18/11PAn 3955
ter, geb. Jenkner
Literatur:Zieler/Scheffer (1906) S. 197 (W);Kol-
Fam: verh. seit 1908 mit Kunigunde de (1910) S. 486, 530; Reichshandbuch. Bd.1 (1930)
Hacker. drei Kinder S. 1017;Vogel/Endriß (1943) S. 39; "Prof. Dr. Kreu-
Schule: Volksschule und deutsches ter 75 Jahre". In: Er!. Tagblatt vom 29.10.1951;
Staatsgymnasium. Brünn; 1889-1896Ma- "Professor Dr. Erwln Kreuter r. In: Er!. Tagblatt
vom 7.1.1956; Syller, R.: Erwln Kreuter t. In: Der
ximilians-Gymnasium, München Chirurg 27 (1956) S. 240; Heldacher (1960) S. 169,
Studium: seit dem WS 1896/97 Studi- 173; Pittroff (1964) S. 49f.; Schmldt (1967) S. 40-
um der Medizin in München; 12. Juli 47 (W)
1901 Medizinisches Staatsexamen und
Approbation in München

109
Kryger

Kryger, Max von tierung


1897 -1929 MitgJiedschaften: 1898 Physikalisch-
geb: 24. Aug. 1861, Berlin medizinische Sozietät, Erlangen
gest: 13. Febr. 1934, Marquardstein/ Ehrungen: Bayerisches König-Lud-
Loitshausen wig-Kreuz
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Eltern: Franz von Kryger, Justizrat und
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 35 LU. K; ebd.
Rittergutsbesitzer, und Leonadie von Kry- Goldenes Buch Nr. 46 Eintrag vom 10.12.1903
ger, geb. von l'Equet HStAM MK 43923 (1897-1934)
Fam: verh. seit 1929 mit Hedwig Hen- Literatur:Zieler/Scheffer (1906) S.197 0N); Kol-
neberg, keine Kinder de (1910) S. 483, 486, 530; Jamin, Friedrich: Dr.
Max v. Kryger. In: Universitätsbund Erlangen. Jah-
Schule: Privatschule; bis 1882 Kölni- resbericht 1933/34, S. 10-13(P);VogeVEndriß (1943)
sches Gymnasium. Berlin S. 37; Heidacher (1960) S. 108, 116, 169, 173; Fi-
Studium: 1882-1888 Studium der Me- scher. Bd. 2 (1962) S. 830; Pittroff (1964) S. 4; Ko-
vacsics (1967) S. 80f. (W); Hoff, Ferdlnand: Er-
dizin in Greifswald, Berlin und München; lebnis und Besinnung. Berlin u.a. 1971, S. 286f.
5. März 1888 Medizinisches Staatsex-
amen in München; 29. März 1888 Ap-'
probation Kümmell, Richard
Akad. Grade: 7. Mai 1889 Dr. med., 1910 -1922
München; 22. Mai 1897 Habilitation für geb: 5. Aug. 1880, KorbachlWaldeck
Chirurgie, Erlangen gest: 3. Nov. 1959, Hamburg
Laufbahn: Okt. 1886 bis März 1887 Eltern: Karl Kümmell. Apotheker, und
und Juli bis Dez. 1888 Militärdienst; Berta Kümmell, geb. Steinrück
1. Mai 1889 klin. Assistent an der Inne- Fam:verh. seit 1907 mit Gertrud Tiel-
ren Abteilung des Bürgerhospitals in gens, vier Kinder
Köln; Okt. 1890 Volontärassistent am Schule: Volksschule und bis 1899 Hu-
Pathologischen Institut in München, manistisches Gymnasium, Korbach
1. Jan. 1891 wiss. Assistent; 1. April 1893 Studium: seit dem SS 1899 Studium
wiss. Assistent an der Chirurgischen Kli- der Medizin in Marburg/Lahn, SS 1901
nik in Erlangen, 1. Aug. 1893 Oberarzt, München, WS 1901/02 Genf. SS 1902
7. Juli 1897 Privatdozent für Chirurgie, Bonn und WS 1902/03 wieder München;
SS 1901 kommissarischer Leiter der Chir- 16.Jan. 1904Medizinisches Staatsexamen
urgischen Klinik, 1. Jan. 1902 ao. Pro- in München; SS 1904 Studium der Zoo-
fessor für Chirurgische Propädeutik logie in Berlin
mit Lehrauftrag für "Spezielle Chirurgie Akad. Grade: 2. April 1904 Dr. med.,
und Unfallheilkunde" und Oberarzt an München; 26. Nov. 1909 Habilitation für
der Chirurgischen Poliklinik, seit dem 2. Augenheilkunde, Erlangen
März 1910 Lehrauftrag für ..Unfallkunde, Laufbahn: April bis Juni 1904 Studi-
Sozialgesetzgebung und Gutachterwe- enaufenthalt an der Augenpoliklinik im
sen, besonders deren Beziehung zur Maria-Viktoria-Krankenhaus in Berlin,
Chirurgischen Medizin", 1. April 1921 Juli und Aug. 1904 am Hygienischen In-
pers. o. Professor. 1. Mai 1929 Emeri- stitut der Universität; Sept. bis Dez. 1904

110
Kussmaul

Tätigkeit am University College Hospi- um, Heidelberg


tal in London; 1. ]an. 1905wiss. Assi- Studium: seit dem WS 1840/41 Studi-
stent am Pathologisch-anatomischen In- um der Medizin in Heidelberg (1844
stitut des Allgemeinen Krankenhauses Preisaufgabe der Medizinischen Fakul-
in Hamburg-Eppendorf, 1. lan. 1906 tät gelöst); 15. luni 1846 Medizinisches
wiss. Assistent der dortigen Direktio- Staatsexamen und Approbation in Karls-
nalabteilung; 1. Mai 1906 wiss. Assistent ruhe; WS 1853/54 bis 55 1854 Promoti-
an der Augenklinik in Breslau; Sept. 1906 onsstudium der Medizin in Würzburg
wiss. Assistent an der Augenklinik in Er-
Akad. Grade: 16. Aug. 1855 Dr. med.,
langen, 4. ]an. 1910 Privatdozent für Au-
Würzburg; 14. Juli 1855 Habilitation für
genheilkunde, 11.Aug. 1914 Oberarzt,
Arzneimittellehre, Psychiatrie, Gericht-
31. ]an. 1915 Titel und Rang eines ao.
liche Medizin und Anthropologie, Hei-
Professors; 16.Dez. 1922 leitender Ober-
delberg
arzt der Augenabteilung des Allgemei-
nen Krankenhauses St. Georg in Harn- Laufbahn: Sommer 1846 wiss. Assi-
burg stent an der Medizinischen Klinik in Hei-
Mitgliedschaften: 1913 Physikalisch- delberg; März 1847 Studienreise nach
medizinische Sozietät, Erlangen Wien und lan. bis März 1848 nach Prag;
Ehrungen: Bayerisches König-Lud- Mithilfe in der väterlichen Praxis in Gra-
ben; April 1848 Eintritt in das Badische
wig-Kreuz
Portrait: Portraitsammlung der UBE Heer, bis 31. Dez. 1848Militärarzt, Kriegs-
Quellen: UAE T. Il Pos. I Nr. 42 Lit. K; ebd. dienst; lan. 1850 Niederlassung als prak-
Goldenes Buch Nr. 100 Eintrag vom 9.7.1918 tischer Arzt in Kandern, Mai 1853 krank-
HStAM MK 17820 (1909-22) heitsbedingte Praxisaufgabe; Aug. bis Okt.
Literatur: Kolde (1910) S. 486. 530; VogellEn-
1854 klin. Assistent an der Badischen
driß (1943) S. 40; Kürschner 8 (1954) Sp. 1302;
Pittroff (1964) S. 27f.; Thuss (1969) S. 12-19 (\N) Landesirren-Heil- und Pflegeanstalt in 11-
lenau bei Achern; Winter 1854 Studien-
aufenthalt in Heidelberg, 30. April 1855
Kussmaul, Adolf Carl Philipp Konrad Physikatsassistent in Heidelberg, Nov.
1859 -1863 1856 Privatdozent für Arzneimittellehre,
geb:22. Febr. 1822, Graben/Baden Psychiatrie, Gerichtliche Medizin und
gest: 28. Mai 1902, Heidelberg Anthropologie in Heidelberg, 8. Mai 1857
Kont· eV.-Iuth. Titel und Rang eines ao. Professors für
Eltern: Philipp Jakob Kussmaul, Land- Arzneimittellehre und Staatsarzneikun-
arzt und Physikus, und Luise Katharina de, 17. Juli 1858 ao. Professor; 1. Okt.
Kussmaul, geb. Böhringer 1859 o. Professor für Arzneimittelleh-
Farn: verh. seit 1850 mit Luise Aman- ce und Staats8rzneikunde sowie Vor-
da Wolf, fünf Kinder stand der Medizinischen Klinik im Uni-
Schule: Volksschule, Boxberg/Baden, versitätskrankenhaus in Erlangen; März
und Privatunterricht; 1833 Gymnasium, 1863 o. Professor für Spezielle Patholo-
Wertheim; 1834 Lyzeum. Mannheim; gie, Therapie und Medizinische Klinik
1838-1840 Kurfürst -Friedrich-Gymnasi- sowie Direktor der Medizinischen Kli-

111
Labes

nik in Freiburg/Br .. Rufe nach Königs- S. 121 f.; Shapiro, E. und A. I. Salick: A c1artfica-
bergIPr ..Greifswald. Basel, Tübingen und tion of the paradoxie pulse. Adolf KussmauJ' s ori-
Breslau abgelehnt. 1869/70 Rektor; WS ginal description. In: The Amerieanjournal of car-
1876/77 o. Professor für Innere Medizin diology, Newton (Mass.) 16 (1965) S. 426-431;
Schwartz (1969) S. 64-73 (W); Eulner (1970) S. 623,
in Straßburg. Ostern 1888 Emeritierung 629; Koelbing, HuldrychM.: AdolfKussmaul (1822-
Mitgliedschaften: 1840 Corps Suevia. 1902), ein forschender Kliniker. In: Praxis 62 (1973)
Heidelberg; Studentenverbindung Ale- S. 265-271 (P); Liermann (1977) S. 90; Wyklicky,
Helmut: Adolf Kussmaul. In: NDB. Bd. 13 (1982)
mania; 1856 Mitbegründung des Vereins S. 344 f.; Neidhardt (1985) S. 53-57 (P); Drüll, Dag-
für Naturforscher und Ärzte. Heidelberg. mar: Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803-1932.
1902 Ehrenmitglied; 1859 Physikalisch- Berlin u.a. 1986, S. 154 (W); Kluge, Friedrieh und
medizinische Sozietät. Erlangen. 1861- Eduard Seidler: Zur Erstanwendung der Ösopha-
go- und Gastroskopie: Briefe von Adolf Kussmaul
1863 deren Vorstand. 1883 Ehrenmit- und seinen Mitarbeitern. In: Medizinhistorisches
glied; 1885 Geschäftsführer der 58. Ta- Journal21 (1986) S. 288-307: Kluge, Friedrich: Adolf
gung der Gesellschaft Deutscher Natur- Kussmaul 1822-1902. FreiburgiBr. 1991; Seidler
forscher und Ärzte in Straßburg (1991) S. 176,210-214,502,510,523 (P); Wittern
(1993) S. 361; Jessen, Jens und Reiner Voigt: Bio-
Ehrungen: 1844 Karl-Friedrich-Me- graphie der Autobiographien. Bd. 4. München u. a.
daille; Badischer Wirklicher Geheimer 1996, S. 297
Rat; Ehrenbürger der Stadt Heidelberg; DBA 727, 320-322 (W; P)
1906 Stiftung der Kussmaul-Medaille für
Verdienste um die Heilkunde durch die
Labes. Richard
Medizinische Fakultät Heidelberg; 1909
1947
Errichtung des Kussmaul-Denkmals im
Vorgarten der Medizinischen Klinik in
geb: 29. Juli 1889. Dirschau
Freiburg/Br.; 1990Adolf-Kussmaul-Preis gest: 21.]uni 1971. Bonn
Konf: eV.-luth.
der Südwestdeutschen Gesellschaft für
Gastroenterologie. gestiftet von der Falk Eltern: lohn Labes. Oberbaurat. und
Foundation e.V. Klara Labes. geb. Buddeus
Portrait: Portraitsammlung der UBE Fam:verh. seit 1935mit Elisabeth Schu-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 24 Lit. K macher
Literatur: Kussmaul, Adolf: Jugenderinnerun- Schule: bis 1909 Gymnasium. Berlin
gen eines alten Arztes. München 1899; Edinger,
Studium: 1909-1914 Studium der Me-
Ludwig: Zum 80. Geburtstag Adolf Kussmauls. In:
Münch. Med. Wschr. 49 (1902) S. 281-286; FS, dizin in Freiburg/Br,. Berlin und Mün-
Herrn Geheimrath Dr. Adolf Kussmaul in Heidel- chen; Mai 1914 Medizinisches Staats-
berg zur Vollendung seines 80. Lebensjahres ge- examen in Freiburg/Br.; 1921-1924 Stu-
widmet. Leipzig 1902 (= Dtsch. Arch. klin. Med.
dium der Chemie in Freiburg/Br.. Mün-
73 (1902)) (W; P); Kussmaul, Adolf: Aus meiner
Dozentenzeit. Stuttgart 1903 (W); Strübe, H.: Adolf
chen und Leipzig
Kussmaul. In: BJb. Bd. 8 (1905) S. 383-392; FS Akad. Grade: 21. März 1920Dr. med ..
Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 52-54,70; Kol- Berlin; 28. ]an. 1925 Dr. phil .• Leipzig;
de (1910) S. 416f., 530; Fleiner, Wilhelm: Zu Adolf
31. Juli 1928 Habilitation für Pharma-
Kussmauls 100. Geburtstage. In: Münch. Med.
Wschr. 69 (1922) S. 276-278, 313-315, 356-358; kologie. Bonn
Hirsch. Bd. 3 (1931) S. 636; Jamin (1943) S. 213- Laufbahn: Mai 1914 Medizinalprakti-
216;Vogel/Endriß (1943) S. 35, 86; Pittroff (1964) kant in Kiel; Aug. 1914 bis ]an. 1919

112
Leibbrand

Kriegsdienst; 1920 wiss. Assistent am Akad. Grade: 22. Febr.1921 Dr. med.,
Hygienischen Institut in Freiburg/Br.; Berlin
1925 wiss. Assistent am Pharmakologi-
Laufbahn: Ausbildung zum Konzert-
schen Institut in Bonn, Aug. 1928 Pri-
pianisten; 1917-1918 Kriegsdienst; 1920
vatdozent für Pharmakologie, 1933 Ti-
kIin. Assistent an der Kuranstalt Westend
tel und Rang eines ao. Professors; 1.April
in Berlin, 1927 Niederlassung als Ner-
1935 pers. o. Professor für Pharmakolo-
venarzt in BerUn-Charlottenburg, zu-
gie und Vorstand des Pharmakologi-
gleich Einrichtung und Leitung der of-
schen Instituts in Jena, Okt. 1939 o. Pro-
fenen Fürsorge für Nerven- und Gemüts-
fessor; 1. Mai bis 1. Sept. 1947 Lehr-
kranke am Bezirksamt Tiergarten, zu-
stuhlvertretung für Pharmakologie
dem Leiter der Suchtkrankenfürsorge in
und Toxikologie sowie kommissari-
den Bezirken Wedding und Tiergarten,
sche Leitung des Pharmakologischen In-
1933 Entzug der Kassenzulassung und
stituts in Erlangen; 11. Sept. 1950 Gast-
der bezirksamtlichen Stellung aus poli-
professor in Bonn, 1. Dez. 1956 Verlei-
tischen Gründen, Privatstudien zur Ge-
hung der Rechte eines emeritierten o.
schichte der Medizin; Aug. 1943 Dienst-
Professors
Quellen: UAE T. II Pos.! Nr. 34 Lit. L
verpflichtung als kIin. Assistent an die
Literatur: Schulemann. Werner: Richard Labes Nervenklinik der Städtischen Kranken-
zum 70. Geburtstag. In: Neue Zs. für Ärztliche Fort- anstalten in Nürnberg, Sept. 1944 Flucht
bildung. N.F. 2 (1959) S. 535 (P); Wenig (1968) S. in den .Untergrund"; Mai 1945 kom-
168; Kürschner 11 (1970) S. 1665
missarischer Leiter der Heil- und Pfle-
geanstalt in Erlangen, 2. März 1946 Lehr-
Leibbrand, Werner auftrag für Geschichte der Medizin an
1946 -1953 der Universität, 31. Mai 1946 Honorar-
geb: 23. Jan. 1896, Berlin professor für Geschichte der Medizin
gest: 11. Juni 1974, München an der Universität, WS 1946/47 zugleich
Konf: eV.-Iuth. Lehrauftrag für Geschichte der Medizin
Vater: Kommerzienrat und Versiche- an der Philologisch-Theologischen Hoch-
rungsvertreter schule in Bamberg, 30. Mai 1947 Direk-
Fam: verh. in zweiter Ehe seit 1932 tor der Heil- und Pflegeanstalt in Erlan-
mit Margarethe Bergius; in dritter Ehe gen, 17. Febr. 1948 Begründer und Vor-
mit Dr. med. Annemarie Wettley, Pro- stand des Seminars für Geschichte der
fessorin für Medizingeschichte in Mün- Medizin in Erlangen; 1. Okt. 1953 ao.
chen Professor für Geschichte der Medizin in
Schule: Vorschule und Privatschule, München, 1958 pers. o. Professor, 1963
Mommsen-Gymnasium und bis 1914 Emeritierung, noch bis 1966 und 1967-
Bismarck-Gymnasium, Berlin 1969 Lehrstuhlvertretung
Studium: Studium der Medizin sowie Mitgliedschaften: 1925 Mitbegründer
der Philosophie, der Musik-, Kunst- und der Vereinigung .Medizinische Psycho-
Rechtsgeschichte in BerUn; 1919 Medi- logie und Psychotherapie", Berlin; seit
zinisches Staatsexamen in Berlin 1927 Verein Sozialistischer Ärzte; Mit-

113
Lentze

glied der deutschen Sektion der "Liga Wschr. 113 (l97l) S. 164 f. (P); Eilert, P. und C.
Schaefer: Werner Leibbrand gestorben. In: Medi-
für Menschenrechte"; Sommer 1933Aus-
zinische Mschr. 28 (l974) S. 559-562 (P); Goerke,
tritt aus dem Wilmersdorfer Standesver- Heinz: Werner Leibbrand t. In: Nachrlchtenblatt
ein für Ärzte; 1946/47 Sachverständiger der Dtsch. Ges. für Geschichte der Medizin 24
für Fragen der ärztlichen Ethik beim Ärz- (1974) S. 71 f.; Sterly, Joachim: Werner Leibbrand
1896-1974. In: Ethnomedizin 3 (l974175) S. 3-5
teprozeß vor dem Internationalen Mi-
(W); Wewel, Meinolf: Werner Leibbrand t. In: Zs.
litärtribunal in NÜfnberg; 1948 Physika- für klinische Psychologie und Psychotherapie 22
lisch-medizinische Sozietät, Erlangen; (1974) S. 382-384; Kudlien. Frldolf: Werner Leib-
1951 o. Mitglied der Akademie der Tem- brand als Zeitzeuge. Ein ärztlicher Gegner des
Nationalsozialismus. In: Medizinhistorlsches Jour-
pelritter. Bologna, Mitglied des Interna-
nal 21 (1986) S. 332-352; Goerke, Heinz: Werner
tionalen Rates; KOff. Mitglied der Aka- Leibbrand. In: Unschuld. Paul (Hg.): 50 Jahre
demie der Wi~senschaften. Rom; Royal Institut für Geschichte der Medizin der Universität
Academy ofSciences, London; Obergut- München. München 1989. S. 54-68 (P); Locher.
Wolfgang: Wissenschaft und Umfeld. Habilitati-
achter beim Oberlandesgericht Bam-
onsschrift med. München 1991. S. 252-258; Wen-
berg; 1958 KOff. Mitglied der Akademie dehorst (1993) S. 225; Wittern (l993) S. 402
der Schönen Künste von San Telmo.
Malaga; 1959 Societe d'Histoire de la Me-
decine de Paris; 1962 KOff. Mitglied der Lentze, Friedrich August
Sociedad Espanola de Historia de la Me- 1946 -1951
dicina, Madrid; Ministerialreferent beim geb: 12. Aug. 1900, Lauban/Schlesien
Bayerischen Innenministerium für das gest: 8. Aug. 1986, Köln-Rodenkirchen
gesamte Iffenwesen Kont· eV.-Iuth.
Ehrungen: Ärzte-Plakette von Tel Aviv; Eltern: Dr. med. Adolf Lentze, Chef-
1971 Officier dans fOrdre Palmes Aca- arzt, und Olga Lentze. geb. Kamerer
demiques Fam: verh. seit 1934 mit Klara Neu-
Portrait: Ölbild von Günter Rittner im Seminar- mann, ein Kind
raum des Instituts für Geschichte der Medizin in
Schule: bis 1918 Humanistisches Gym-
München
Quellen: HStAM MK 54855 (1951-77)
nasium, Lauban
Literatur: .Menschen im Schatten·. In: Er!. Tag- Studium: 1918-1924 Studium der Me-
blatt vom 4.6.1952 (P); Leibbrand. Werner: Es ge- dizin in Göttingen, Rostock und Bres-
schah vor einem halben Jahrhundert. In: Berliner lau; 26. Juni 1924 Medizinisches Staats-
Medizin 15 (1964) S. 264-266; ders.: Über 30 Jah- examen in Breslau; Aug. 1925 Appro-
re Arzt. In: Die Therapie der Gegenwart 103 (1964)
S. 237-241; ders.: Die Gebrüder Bumm. In: Berli- bation
ner Medizin 16 (1965) S. 51-57; Schumacher. Akad. Grade: 15. Aug. 1926 Dr. med.,
Joseph: Werner Leibbrand zum 70. Geburtstag. In: Breslau
Dtsch. med. Wschr. 91 (l966) S. 419f. (P); Schu-
Laufbahn: Juli 1924 Medizinalprakti-
macher. Joseph u.a. (Hg.): Melemata. FS für Wer-
ner Leibbrand zum 70. Geburtstag. Mannheim 1966 kant in Breslau. 1. Sept. 1925 Volontär-
(W; P); Röhrich, Heinrich: Werner Leibbrand 75 assistent. 1926 wiss. Assistent am Patho-
Jahre. In: Nachrichtenblatt der Dtsch. Ges. für logischen Institut, 1928 wiss. Assistent
Geschichte der Medizin 21 (l971) S. 19f.; Wald-
am Hygienischen Institut. 1931 Physi-
mann, Helmut: Werner Leibbrand zum 75. Ge-
burtstag am 23. Januar 1971. In: MÜnch. Med. katsexamen in Berlin. 1932 Wiss. Assi-

114
Leonhardt

stent am Medizinaluntersuchungsamt in Studium: SS 1939 Studium der Medi-


Breslau; 1931 Oberassistent am Preußi- zin in Tübingen. WS 1939/40 München.
schen Institut für Infektionskrankheiten seit dem SS 1940 wieder Tübingen und
.Robert Koch" in Berlin; 1936 kurzzei- Freiburg/Br.; 14.juli 1944Medizinisches
tig kommissarischer Leiter des Hygieni- Staatsexamen und Approbation
schen Instituts des Ruhrgebietes in Gel- Akad. Grade: 14. juli 1944 Dr. med ..
senkirchen; 1936Abteilungsvorstand des Tübingen; 20.]uli 1953 Habilitation für
Preußischen Hygiene-Instituts in Lands- Anatomie. Erlangen
berglWarthe; 1938 Direktor des Preußi-
Laufbahn:Sommer 1937Arbeitsdienst.
schen Hygiene-Instituts in Beuthen/
Nov. 1937 bis März 1939 Militärdienst.
Oberschlesien; 22. Nov. 1945 kommis-
Jan.1940bisNov.1947Kriegsdienstund
sarischer Leiter der Staatlichen Bakte-
sowjetische Kriegsgefangenschaft; Jan.
riologischen Untersuchungsanstalt in Er-
1948 Volontärassistent an der Medizini-
langen. 1. April 1946 bis 30. April 1950
schen Klinik in Erlangen. 15. März 1948
zugleich Vertreter des Lehrstuhls für Hy-
wiss. Assistent am Anatomischen Insti-
giene und Bakteriologie und kom-
tut. Aug. bis Okt. 1951 Studienaufent-
missarischer Vorstand des Hygienisch-
halt an der Zoologischen Station in Nea-
bakteriologischen Instituts in Erlangen.
pel, 29. Sept. 1953 Privatdozent für Ana-
1. April 1948 Direktor der Staatlichen
tomie.1955Konservator. seit 1.Mai 1957
Bakteriologischen Untersuchungsanstalt.
Prosektor am Anatomischen Institut.
22. Aug. 1950 Honorarprofessor für Pa-
1956 dreimonatiger Studienaufenthalt
rasitologie in Erlangen; 1. Okt. 19510.
am Neuropathologischen Institut der Sta-
Professor für Mikrobiologie und Hygie-
te University of Michigan in Ann Arbor.
ne sowie Direktor des Hygienischen In-
1954. 1955 und 1959 wiederum Studi-
stituts in Köln. Ende 1968 Emeritierung
enaufenthalte an der Zoologischen Sta-
Mitgliedschaften: 1948 Physikalisch-
tion in Neapel. 14. Sept. 1959 apl. Pro-
medizinische Sozietät. Erlangen
fessor; 1964 Wissenschaftlicher Rat und
Literatur: Berwind .(1968) S. 95-97 rNJ; Gräf/
Braun (1986) S. 18. 30f. (P): Kürschner 16 (1992) Prosektor am Anatomischen Institut in
S. 2146 Kiel; 1968 o. Professor für Anatomie und
Direktor des I. Anatomischen Instituts
in Homburg/Saar; 1974 o. Professor für
Leonhardt. Helmut Anatomie und Vorstand des Anatomi-
1953 -1964 schen Instituts in Kiel. 1986 Emeritie-
geb: 14. juli 1918. Stuttgart rung
Konf: eV.-luth. Mitgliedschaften: 1949 Physikalisch-
Eltern: Richard Leonhardt. Verwalter. medizinische Sozietät. Erlangen; Deut-
und Luise Leonhardt. geb.'Weber sche Gesellschaft für Elektronenmikro-
Farn: verh. seit 1944 mit Ursula Bar- skopie; Deutsche Gesellschaft für Neu-
chewitz. ein Kind ropathologie und Neuroanatomie; In-
Schule: bis 1937 Eberhard-Ludwigs- ternationale Gesellschaft für Stereologie;
Gymnasium. Stuttgart 1979 Deutsche Akademie der Naturfor-

115
Leube

scher Leopoldina dozent für Innere Medizin, 1870/71


Literatur:Berwind (1968) S. 28-32 fYV); Kirsche. Kriegsdienst. 23. Mai 1872 ao. Professor
Walter: Helmut Leonhardt zur Vollendung des 60.
für Arzneimittellehre, Rezeptier-
Lebensjahres am 14.7.1978. In: Zs. für mikrosko-
pisch-anatomische Forschung 91 (1977) S. 593f. kunde und Diagnostik; 1. Okt. 1872
(P); Kürschner 16 (1992) S. 2150 o. Professor für Spezielle Pathologie und
Therapie und Direktor der Medizinischen
Klinik in Jena; 1. Aug. 1874 o. Professor
Leube, Wilhelm Olivier von
für Spezielle Pathologie und Thera-
1868 -1872. 1874 -1885
pie sowie Vorstand der Medizinischen
geb: 14. Sept. 1842. Ulm
Klinik und Poliklinik in Erlangen. 1885
gest: 16. Mai 1922, Bad Langenargen
Umbenennung des Lehrstuhls in Inne-
Konf: kath.?
re Medizin, 1883/84 Prorektor; 1. Okt.
Vater: Dr. med. Wilhelm Joseph Leu- 1885 o. Professor für Medizinische Kli-
be. Kreismedizinalrat
nik, Spezielle Pathologie und Therapie
Fam:verh. seit 1872mit Natalie Strecker.
in Würzburg. Vorstand der Medizini-
fünf Kinder
schen Klinik im Juliusspital, 1895-1896
Schule: Pfarrschule und 1850-1860 Rektor. 1911 Emeritierung; Niederlas-
Gymnasium, Ulm sung als praktischer Arzt in Stuttgart,
Studium: seit dem SS 1861 Studium 1914-1918 stellvertretender Vorstand der
der Medizin in Tübingen. WS 1863/64 Inneren Abteilung des Karl-Olga-Kran-
Zürich und seit WS 1864/65 wieder Tü- kenhauses
bingen; Frühjahr 1866 Medizinisches
Staatsexamen in Tübingen; Herbst 1868 Mitgliedschaften: Begründer des Sana-
Medizinisches Staatsexamen in Mün- toriumvereins. Unterfranken; 1868 Phy-
chen sikalisch-medizinische Sozietät, Erlan-
Akad. Grade: Ostern 1866 Dr. med .. gen, 1881-1882 stellvertretender Vor-
Tübingen; 27. Juni 1868 Habilitation für stand. 1883-1885 Vorstand, 1886 Ehren-
Innere Medizin, Erlangen mitglied; 1882 Deutsche Akademie der
Laufbahn: WS 1860/61 Hilfstätigkeit Naturforscher Leopoldina; Gesellschaft
in einer Apotheke; Frühjahr 1866 Studi- der Naturforscher. 1898-1899 stellver-
enaufenthalt an der Medizinischen Kli- tretender Vorsitzender, 1900 Vorsitzen-
nik des Städtischen Allgemeinen Kran- der
kenhauses in München, Herbst 1866 am Ehrungen: 1902 Geheimrat; 1908 Dr.
Ophthalmologischen Institut in Zürich. phil. h.c., Erlangen; 1910 Prädikat Ex-
seit dem Winter 1866/67 am Physiolo- zellenz; Großkomtur des Verdienst-Or-
gisch-chemischen Institut in Berlin. Som- dens der Bayerischen Krone; Ritter des
mer 1867 am Chemischen Laboratorium Preußischen Roten Adlerordens, 2. Klas-
in München und WS 1867/68 am Che- se mit Stern; Ehrenmitglied des interna-
mischen Institut und an der Medizini- tionalen Zentralbureaus und des deut-
schen Klinik in Berlin; 15. April 1868 schen Landesverbands zur Bekämpfung
wiss. Assistent an der Medizinischen Kli- der Tuberkulose; Ehrenmitglied mehre-
nik in Erlangen. 11. Dez. 1868 Privat- rer nationaler und internationaler wis-

116
Leupoldt

senschaftlicher Gesellschaften um der Medizin in Erlangen (Markgräf-


Portrait: Portraitsammlung der UBE liche Convictsstelle); Mai 1818 Medizi-
Quellen: UAE T. 11Pos. 12 Nr. 1 Lit. L nisches Staatsexamen
HStAM MK 39797 (1921-58)
Nachlaß: Württembergisches Staatsarchiv, Lud- Akad. Grade: 30. Mai 1818 Dr. med.
wigsburg: UB Tübingen und Venia legendi für Arzneikunde. Er-
Literatur: Deutsches Zeitgenossenlexikon (1905) langen
Sp. 866f.: Zieler/Scheffer (1906) S. 122f. (W); FS
Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 52f., 70, 113:
Laufbahn: WS 1818/19 Privatdozent
FS, Herrn Geheimrat Prof. Dr. Wilhelm v. Leube für Medizin in Erlangen, Herbst 1820
gewidmet zur Feier seiner 25jährigen klinischen bis Herbst 1821 Studienreise mit Besuch
Tätigkeit in Würzburg. Leipzig 1910 ('IV: P): Kol- verschiedener Irrenanstalten Nord-
de (1910) S. 417. 515, 531: Lüdke, Hermann: Wil-
helm v. Leube. In: Münch. Med. Wschr. 59 (1912)
deutschlands (Reisestipendium der
S. 2011-2013; Penzoldt, Franz: Wilhelm O. Leube Bayerischen Regierung), 25. Okt. 1821
zum Gedächtnis. In: Münch. Med. Wschr. 69 (1922) ao. Professor in Erlangen, 2. Nov. 1826
S. 936f.: ders.: Wilhelm O. v. Leube zum Ge- o. Professor für Theoretische Medizin.
dächtnis. In: Sitzungsber. Phys.-med. Soz. Erlan-
gen 54/55 (1922/23) S. 1-6: Sticker, Georg: Wil-
1830/31 Prorektor
helm Olivier v. Leube. In: Chroust, Anton (Hg.): Mitgliedschaften: WS 1817/18 Bur-
Lebensläufe aus Franken. Bd. 5. Erlangen 1936, S. schenschaft Bubenruthia, Erlangen;
150-155; Jamin (1943) S. 217: Vogel/Endriß (1943) 1816-1818 Loge Libanon zu den drei Ze-
S. 7,35,86: Giese/Hagen (1958) S. 550f.: Fischer.
Bd.2 (1962) S.899:Pittroff(1964)S. 124 f.:Schwartz dern, Erlangen; ca. 1820 Physikalisch-
(1969) S. 84-94 (W): Baumgart (1982) S. 899, 975 medizinische Sozietät, Erlangen, 1831-
U.ö.; WendehorstiPfeiffer (1984) Tafelteil Nr. 120 1847 deren Vorstand; Sept. 1840 Ge-
(P): Neidhardt (1985) S. 64-71 (P): Südwestdeut- schäftsführer der 18. Tagung der Gesell-
sche Persönlichkeiten. Bearbeitet von Heinrich
Ihme. T. 2. Stuttgart 1988, S. 539; Knevelkamp schaft Deutscher Naturforscher und Ärz-
(1990) S. 68-73: Wittern (1993) S. 362-364 te in Erlangen; 1840 Ärztlicher Verein zu
DBA 758, 168-169 ('IV; P) Athen; 1843Deutsche Akademie der Na-
turforscher Leopoldina; 1848 Verein für
freiwillige Armenpflege, Erlangen; Kin-
Leupoldt, Johann Michael
der-Rettungsverein, Erlangen; Rettungs-
1818 -1874
haus für verwahrloste Knaben und Mäd-
geb: 11. Nov. 1794, Weißenstadt bei
chen evangelischer Konfession, Erlan-
Bayreuth
gen
gest: 21. Aug. 1874, Erlangen
Ehrungen: 1840 Ehrenmitglied der
Konf: eV.-Iuth.
Naturforschenden Gesellschaft des Oster-
Vater: Schneidermeister
landes, Altenburg; 1852Ritter des Bayeri-
Fam:verh. seit 1822 mit Auguste Ehr-
schen Verdienst-Ordens vom Hf. Mi-
licher, fünf Kinder
chael; 1868 Ehrenbürger der Stadt Er-
Schule: Schule und Privatunterricht,
langen
Weißenstadt; 1809 Progymnasium und
Portrait: Portraitsarnmlung der UBE
1810-1814 Humanistisches Gymnasium, Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 4 Lit. L; ebd. T. I
Bayreuth, zugleich Tätigkeit als Haus- Pos. 9 Nr. 7
lehrer HStAM OA 13876 St. Mich. 1852
Studium: seit dem WS 1814/15 Studi- Literatur:Engelhardt (1843) S.94,149,252: Leu-

117
Leuschner

poldt. Johann Michael: Ein Lebenslauf und sein makologischen Institut in Marburg/
Ergebnis für die allgemeine Bildung. Erlangen Lahn. 1. Febr. bis 1. Mai 1952 wiss. Mit-
1868; FS Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 26.
35-38 (P); Kolde (1910) S. 218. 514. 531; Specht. arbeiter an einem Laboratorium in der
Gustav: Johann Michael Leupoldt. In: Kirchhoff. chemischen Industrie; 20. Juni 1952 Me-
Theodor (Hg.): Deutsche Irrenärzte. Bd. 1. Berlin dizinalpraktikant, später Volontärassi-
1921. S. 147-152 (P); Hirsch. Bd. 3 (1931) S. 752; stent an der 11.Medizinischen Klinik in
Vogel/Endriß (1943) S. 5. 32. 89; Witschel. Hein-
rich: Die Physiologie zu Erlangen. Diss. med. Er- Frankfurt/M., Leiter des klinischen La-
langen-Nümberg 1964. S. 94-99; Kirschner (1967) boratoriums, zugleich ein Jahr Volon-
S. 6-8; Kaulbars-Sauer (1969) S. 100-105 0N); Eul- tärassistent am Institut für Vegetative
ner (1970) S. 276; Lungershausen/Baer (1985) S. Physiologie; 1. März 1954 wiss. Assistent
9-12 (P); Locher. Wolfgang: Wissenschaft und Um-
feld. Habilitationsschrift med. München 1991. bes.
am Pharmakologischen Institut in Er-
S. 219-233; Leupold. Herrnann: Dr. med. Johann langen, 1. Mai 1959 Privatdozent für
Michael Leupoldt. In: Einst und Jetzt 38 (1993) S. Pharmakologie und Toxikologie. 30.
15-100 Sept. 1971 apl. Professor; seit 1979 Lei-
DBA 759. 20-21 0N)
ter eines Privat-Laboratoriums für Phar-
makologie und Toxikologie in Hamburg
Literatur: Kürschner 17 (1996) S. 818
Leuschner, Fred
1959 -1979
geb: 11. April 1922, Dresden Liebennann, Paul von
gest: 17. Febr. 1995, Hamburg 1911 -1915
Kont· eV.-Iuth. geb: 11. Nov. 1885, Budapest
Eltern: Georg Kurt Leuschner, Kauf- gest: unbekannt
mann, und Gertrud Leuschner, geb. Kont· kath.
Grahl Vater: Dr. med. Leo von Liebermann,
Fam: verh. seit 1954 mit Dr. rer. nat. o. Professor für Hygiene in Budapest
Annemarie Heesch. drei Kinder Schule: Humanistisches Gymnasium.
Schule: bis 1941 Wettin-Oberschule. Budapest
Dresden Studium: Studium der Medizin in
Studium: seit 1941 Studium der Me- Budapest; 4. April 1909 Approbation in
dizin in Tübingen, WS 1946/47 bis WS Budapest
1950/51 Studium der Medizin und seit Akad. Grade: 1908 Dr. med., Buda-
dem WS 1948/49 und im SS 1952 zu- pest; 14. Juli 1911 Habilitation für Phy-
sätzlich der Chemie in Göttingen; 7. Juli siologie. Erlangen; Herbst 1915 Umha-
1951 Medizinisches Staatsexamen in bilitierung nach Budapest
Göttingen; 4. Aug. 1951 Approbation Laufbahn: Frühjahr 1908 Medizinal-
Akad. Grade: 7. Juli 1951 Dr. med., praktikant in Budapest, 1909 wiss. As-
Göttingen; 19. Febr. 1959 Habilitation sistent zunächst am Physiologischen In-
für Pharmakologie und Toxikologie. Er- stitut, 1910 am Institut für Allgemeine
langen Pathologie, Sommer 1910 Studienauf-
Laufbahn: 1941-1945 Kriegsdienst; 1. enthalt am Physiologischen Institut in
Sept. 1951 Medizinalpraktikant am Phar- Freiburg/Br. und am Physiologischen In-

118
Lobenhoffer

stitut des University College in London schen Klinik; 1. Febr. 1933 wiss. Assi-
(Stipendiat der Medizinischen Fakultät stent am Pathologischen Institut in Köln;
Budapest); 1. Nov. 1910 wiss. Assistent 1. März 1936 wiss. Assistent am Patho-
am Physiologischen Institut in Erlangen. logisch-anatomischen Institut in Erlan-
20. Aug. 1911 Privatdozent für Physio- gen. 1939-1945 Kriegsdienst. 13. Okt.
logie. seit Aug. 1913 beurlaubt für ei- 1944 Privatdozent für Allgemeine Pa-
nen Studienaufenthalt in München. 1914- thologie und Pathologische Anato-
1915 Kriegsdienst; Herbst 1915 Privat- mie. 22. Aug. 1945 Entlassung durch die
dozent für Physiologie in Budapest Militärregierung. Niederlassung als prak-
Mitgliedschaften: 1910 Chemische Ge- tischer Arzt in Erlangen. Nov. 1957 Wie-
sellschaft. Erlangen; 1911 Physikalisch- derernennung zum Privatdozenten
medizinische Sozietät. Erlangen Mitgliedschaften: 1939 Physikalisch-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 20 Lit. L medizinische Sozietät, Erlangen
HStAM MK 17840 (1911-16) Quel1en: HStAM MK 54875 (1966-67)
Literatur: Vogel/Endriß (1943) S. 40; Pittroff Literatur: Kürschner 9 (1961) S. 1200; BeIWind
(1964) S. 210; BeIWind (1968) S. 185-187 0N) (1968)S.131-133 0N); Kirch. Eugen: KonradLinck t.
In: Verh. der Dtsch. Pathologischen Gesellschaft
43 (1959) S. 378-380 0N)
Linck. Konrad
1944 - 1945. 1957 -1958 Lobenhoffer. Wilhelm
geb: 1. März 1908. Königsberg/Pr. 1913
gest: 21. Okt. 1958. Erlangen geb: 19. Febr. 1879. Nümberg
Eltern: Dr. med. Alfred Linck. o. Pro- gest: 16. Aug. 1945. Bamberg
fessor für Hals-. Nasen- und Ohrenheil- Konf eV.-Iuth.
kunde in Greifswald. und Meta Linck. Vater: Wilhelm Lobenhoffer. Kauf-
geb. Schulz mann
Fam:verh. seit 1934 mitDr. med. Mar- Schule: Volksschule und Progymna-
garete Hartmann. zwei Kinder sium. Memmingenl Allgäu; Gymnasium
Schule: 1914-1926 Hufen-Gymnasium. St. Anna. Augsburg; bis 1900 Gymnasi-
Königsberg/Pr. um Fridericianum. Erlangen
Studium: seit dem SS 1926 Studium Studium: 1900-1905 Studium der Me-
der Medizin in München. Königsberg/Pr. dizin in Erlangen. Heidelberg und wie-
und Greifswald; 25. Jan. 1932 Medizini- der Erlangen; 5. Mai 1905 Medizinisches
sches Staatsexamen in Greifswald Staatsexamen in Erlangen; 1906 Appro-
Akad. Grade: 18. Febr. 1933 Dr. med .. bation
Greifswald; Okt. 1943 Habilitation für Akad. Grade: 13. Juni 1905 Dr. med ..
Pathologie und Pathologische Anatomie. Erlangen; 5. März 1913 Habilitation (Pv.)
Erlangen für Chirurgie. Erlangen; 1. Dez. 1913 Um-
Laufbahn: 1. Febr. 1932 Medizinal- habilitierung nach Würzburg
praktikant an der Klinik für Ohren-. Na- Laufbahn: Winter 1905 Medizinalprak-
sen- und Halskrankheiten in Greifswald. tikant am Pathologischen Institut in Mar-
seit dem 1. Okt. 1932 an der Medizini- burg/Lahn; Jan. 1906 Medizinalprakti-

119
LöIDer

kant am Anatomischen Institut in Kö- dizin in Würzburg; 29. Mai 1931 Medi-
nigsberg/Pr.; WS 1906/07 wiss. Assistent zinisches Staatsexamen in Würzburg; 14.
am Anatomischen Institut in Würzburg, Juli 1932 Approbation
April bis Okt. 1907 beurlaubt als wiss. Akad. Grade: 3. Juli 1931 Dr. med.,
Assistent an das Pathologisch-anatomi- Würzburg; 29. Okt. 1943 Habilitation für
sche Institut in Freiburg/Br., März 1908 Chirurgie, Leipzig; Juli 1947 Umhabili-
Volontärassistent an der Chirurgischen tierung nach Erlangen
Klinik im Juliusspital, Okt. 1910 bis März Laufbahn: seit April 1931 Medizinal-
1912 wiss. Assistent; 1. Mai 1912 wiss. praktikant bzw. Volontärassistent am Pa-
Assistent an der Chirurgischen Klinik in thologischen Institut und an der Medizi-
Erlangen, 3. April 1913 Privatdozent für nischen Klinik im Luitpoldkrankenhaus
Chirurgie; 1. Sept. 1913 Oberarzt an in Würzburg; 1933 Volontärassistent an
der Chirurgischen Klinik im Juliusspital der Chirurgischen Klinik der Charite in
und Leiter der Chirurgischen Poliklinik Berlin, 1934-1937 wiss. Assistent, 1937
in Würzburg, 1. Dez. 1913 Privatdozent Niederlassung als praktis(:her Arzt; 1.Jan.
für Chirurgie, 1917 Titel und Rang eines 1938wiss. Assistent an der Chirurgischen
ao. Professors; 1918 Chefarzt der Chir- Klinik in Leipzig, 1939 Oberarzt, 28. Okt.
urgischen Abteilung und Direktor des 1944Privatdozent für Chirurgie; Mai 1945
Städtischen Krankenhauses in Bamberg kommissarischer Leiter des Krankenhau-
unter Belassung des Titels ao. Professor ses in Iphofen/Unterfranken; 1.Juli 1946
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 21 Lit. L Chefarzt der Chirurgischen Abteilung
HStAM MK 17845 (1911-20)
und kommissarischer Direktor des Städ-
Literatur:Münch. Med. Wschr. 60 (1913) S.2552;
Heidacher (1960) S. 175; Fischer. Bd. 2 (1962) S. tischen Krankenhauses in Bamberg, 1955
926f.; Pittroff(1964) S. 51f.; Schmidt (1967) S. 48f. Direktor, 1973 Versetzung in den Ruhe-
(W); Brunkhorst. Norbert: Personalbibliographien stand, Jan. 1974 Niederlassung als Fach-
von ordentlichen und außerordentlichen Profes-
arzt; seit SS 1947 zugleich Lehrauftrag für
soren der Chirurgie und Orthopädie an der Me-
dizinischen Fakultät der Universität Würzburg ... Chirurgie in Erlangen, 5. Sept. 1947 Pri-
Diss. med. ErIangen-Nümberg 1969. S. 27-29 (W) vatdozent für Chirurgie, 17. Jan. 1951
apl. Professor
Mitgliedschaften: 1950 Physikalisch-
LöIDer, Leonhard
medizinische Sozietät, Erlangen
1947 -1973
Ehrungen: 1985 Bürgermedaille der
geb: 16. Dez. 1906, Würzburg Stadt Bamberg; 1990 Ehrenmitglied der
gest: 23. Okt. 1991, Bamberg Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
Konf: kath. Literatur: Heidacher (1960) S. 170; Uni-Kurier
Eltern: Johann Löffler, Betriebsleiter, Nr. 86 (1992) S. 95; Kürschner 17 (1996) S. 835
und Anna Löffler, geb. Krapf
Farn: verh. seit 1950 mit Ruth Bier-
mann, drei Kinder
Schule: 1913-1917 Volksschule und bis
1926 Oberrealschule, Würzburg
Studium: 1926-1931 Studium der Me-

120
Lüthje

Loschge. Friedrich Heinrich Ehrungen: 1795Kgl. Preußischer Hof-


1784 -1824 rat; 31. Dez. 1823 Kgl. Bayerischer Ge-
geb:16. Febr. 1755. Ansbach heimer Hofrat; Loschgestraße in Erlangen
gest: 29. Sept. 1840. Erlangen Portrait: Portraitsammlung der UBE
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 5 Lit. L
Koni: eV.-Iuth. Literatur: Fleischmann. Gottfried: Geschichtli-
Vater: Johann Georg Loschge. Wein- cher Überblick der königlich-anatomischen An-
händler und Gastwirt stalt zu Erlangen. Erlangen 1830; Callisen. Bd. 11
(1832) S. 483f. und Bd. 29 (1841) S. 128; Zum An-
Fam: verh. seit 1784 mit? Eccard. ein denken an Dr. Fr. Hein. Loschge. Erlangen 1840
(?) Kind; seit 1787 mit ? Zehelein. drei (= Nrf.: Stählln S. 86); Necrolog Friedrich Heinrich
Kinder Loschge. In: Med. Correspondenzblatt der bayeri-
schen Ärzte (1840) S. 191f.. 203-208; Engelhardt
Schule: Privatunterricht; Humanisti- (1843) S. 64. 68. 94.122.171 f., 252; Martius (1847)
sches Gymnasium. Ansbach S. 152f.; Hirsch. August: Friedrich Heinrich Losch-
Studium: SS 1775 Studium der Theo- ge. In: ADB. Bd. 19 (1884) S. 213; Kolde (1910) S.
logie. seit dem WS 1775/76 der Medizin 53. 514, 531; Hirsch. Bd. 3 (1931) S. 844; Vo-
geVEndriß (1943) S. 4 f., 31, 83; Schwarzach (1966)
in Erlangen. WS 1777/78 Straßburg. seit S. 19-22; Glaßer (1967) S. 86-90 (W)
1779 wieder Erlangen DBA 782. 14-37 (W)
Akad. Grade: 17. Febr. 1780 Dr. med ..
Erlangen
Laufbahn: 1780Niederlassung als Arzt Lüthje. Hugo
in Ansbach; 7. Aug. 1784 ao. Professor 1905 -1906
für Anatomie und Prosektor am Ana- geb: 31. Dez. 1870. Wedel/Holstein
tomischen Theater in Erlangen. 1. Juni gest: 9. Juni 1915. Kiel
1792 o. fünfter Professor der Arznei- Koni: eV.-Iuth.
kunde. 3. Aug. 1792 Aufnahme in die Eltern: Claus Heinrich Lüthje. Volks-
Fakultät. 28. April 1793 o. vierter Pro- schullehrer. und Anna Magaretha Lüthje.
fessor. 1793-1824 Vorstand des Anato- geb. Biesterfeldt
mischen Theaters. 1797 G. dritter Profes- Fam: verh. seit 1904 mit Karen Gun-
sor. 1804 Begründung der Anatomisch- deI
pathologischen Sammlung. 1810o. zwei- Schule: Volksschule. Wedel; 1883 bis
ter Professor. 1811-1818 kommissari- 1891 Kgl. Gymnasium Christianeum. AI-
scher Direktor des Botanischen Gartens. tona
18180. erster Professor. SS1793.SS 1797. Studium:WS 1891/92 Studium der Me-
SS 1801 sowie 1810/11 und 1814/15Pro- dizin in Kiel, SS 1892 Freiburg/Br .. WS
rektor. 13. März 1824 Versetzung in den 1892/93 München und seit dem WS
Ruhestand 1893/94 Berlin; 21. Juni 1895 Medizini-
Mitgliedschaften: Loge Libanon zu den sches Staatsexamen in Berlin; März 1897
drei Zedern. Erlangen. 1799-1813 Mei- Approbation
ster vom Stuhl; 1792 Mitglied und Se- Akad. Grade: 21. Dez. 1895 Dr. med ..
kretär der Deutschen Akademie der Na- Berlin; 1. Juli 1900 Habilitation für In-
turforscher Leopoldina; 1808 Physika- nere Medizin. Greifswald; I. Okt. 1902
lisch-medizinische Sozietät. Erlangen Umhabilitierung nach Tübingen

121
Lutterotti

Laufbahn: Juli 1895 Medizinalprakti- Lutterotti, Markus von


kant an der I. Medizinischen Klinik der 1954 -1962
Charite in Berlin, März 1897 Volontär- geb: 10. Aug. 1913. Trient
assistent; 1. Jan. 1898 wiss. Assistent an Konf: kath.
der Medizinischen Poliklinik in Mar- Eltern: Dr. jur. Karl von Lutterotti,
burg/Lahn; April 1900 wiss. Assistent an Rechtsanwalt, und Annunziata Gräfin
der Medizinischen Poliklinik in Greifs- Consolati
wald, 1. Juli 1900 Privatdozent für In-
Fam: verh. seit 1955 mit Hannelore
nere Medizin. Herbst 1900 Oberarzt; 1.
Gräber, drei Kinder
Okt. 1902 wiss. Assistent an der Medi-
Schule: Volksschule, Kaltem bei Bo-
zinischen Poliklinik in Tübingen sowie
zen; 1923-1931 Jesuitenkolleg Stella Ma-
Leiter der Klinischen Ambulanz, Privat-
tutina, FeldkirchN orarlberg
dozent für Innere Medizin, 1. April 1903
Studium: seit dem WS 1931132 Studi-
Lehrauftrag für Klinische Propädeutik.
um der Medizin in Wien und seit WS
19. Febr. 1904 Titel und Rang eines ao.
1933/34 in Bologna; 3. Juli 1937 italie-
Professors; 1. Mai 1905 ao. Professor
nische Approbation; 21. Sept. 1940 deut-
für Klinische Propädeutik und Ce-
sche Approbation
schichte der Medizin in Erlangen so-
wie Oberarzt am Ambulatorium der Me- Akad. Grade: Juli 1937 Dr. med., Bo-
dizinischen Klinik; 1. Okt. 1906 Direk- logna; 15. Juli 1954 Habilitation für In-
tor der Inneren Abteilung des Städti- nere Medizin, Erlangen; 1962 Umhabi-
schen Krankenhauses in Frankfurt/M.; litierung nach Freiburg/Br.
1. April 1908 o. Professor für Innere Me- Laufbahn: 5. Juni 1937 Volontärassi-
dizin in Kiel und Vorstand der Medizi- stent an der Inneren Abteilung des Städ-
nischen Klinik tischen Krankenhauses in Trient; 1.April
Mitgliedschaften: 1905 Physikalisch- 1938 Eintritt in das italienische Heer,
medizinische Sozietät, Erlangen 1939-1940 Kriegsdienst; 15. Sept. 1940
Portrait: Krehl (5. Lit.)
bis 22. Febr. 1941 klin. Assistent am Hy-
Quellen:UAE T. II Pos. 1 Nr. 19 Llt. L; ebd. Gol- gienischen Institut der Städtischen Kran-
denes Buch Nr. 61 Eintrag vom 7.7.1905 kenanstalten in Bremen; Mai 1941Kriegs-
HStAM MK 17850 (1905-06) dienst in der deutschen Wehrmacht. Mai
Literatur: Zie1er/Scheffer (1906) S. 98f. 0N); 1943 bis April 1946 amerikanische
Ko1de (1910) S. 486. 532; Böhme, A.: Hugo Lüthje t.
In: Medizinische Klinik 11 (1915) S. 1036: .Hugo
Kriegsgefangenschaft; 5. Mai 1946 klin.
Lüthje tu. In: Dtsch. Arch. klin. Med. 17 (1915) S. Assistent an der Medizinischen Klinik
118; Krehl, Ludolf: Hugo Lüthje t. In: Münch. Med. der Städtischen Krankenanstalten in
Wschr. 62 (1915) S. 1033f. (P); Michaud, I.: Hugo Bremen, 1. April 1950 amZentralinsti-
Lüthje t. In: Dtsch. med. Wschr. 41 (1915) S. 984 f.
(P): Vo1behr. Friedrich und Richard Weyl: Profes-
tut für Röntgenologie und Strahlenheil-
soren und Dozenten der Christian-Albrechts-Uni- kunde; 15. Sept. 1950 wiss. Assistent an
versität zu Kiel 1665-1915. 2. Auf!. Kiel 1916. S. der Medizinischen Poliklinik in Erlan-
68: Ritterbusch (1940) S. 212: VogeliEndriß (1943) gen, 24. Sept. 1954 Privatdozent für In-
S. 39; Fischer. Bd. 2 (1962) S. 950 0N): Eu1ner
(1962) S. 21; Plttroff (1964) S.156f.; Hagel (1968)
nere Medizin. Oberarzt, 2. Juni 1961
S. 143-148 0N) apl. Professor; 1. Juli 1957 Chefarzt der

122
Matthaei

Inneren Abteilung des Loretto-Kranken- Frauenklinik in Erlangen, Lehrer an der


hauses in Freiburg/Br., 1962 apl. Pro- Hebammenschule, 30. Juni 1930 Privat-
fessor in Freiburg/Br., 30. Juni 1983 Ver- dozent für Geburtshilfe, Frauenheil-
setzung in den Ruhestand kunde und Röntgenologie, 1933 Ober-
Mitgliedschaften: Akademie für Ethik arzt, 10. Juli 1934 Titel und Rang eines
in der Medizin, Göttingen ao. Professors, 1945 Entlassung durch
Quellen: HStAM MK 54900 (1954-62) die Militärregierung, 31. Nov. 1949 Wie-
Literatur: Hagel (1968) S. 180-182 (yV); Kürseh- derernennung zum apl. Professor, 29.
ner 17 (1996) S. 854 Nov. 1963 Entpflichtung; seit dem 29.
Okt. 1933 zudem Leiter der Staatlichen
Lüttge, Werner Hebammenanstalt und der Frauenklinik
in Bamberg, 1963 Pensionierung
1930 -1945, 1949 -1963
Mitgliedschaften: 1929 Physikalisch-
geb: 2. Okt. 1895, Halle/S.
medizinische Sozietät, Erlangen; 1933
gest: 12. Juli 1979, Bamberg
Kampfverband Stahlhelm; 1939 Referent
Konf: eV.-luth.
der Abteilung Mutter und Kind an der
Fam:verh. seit 1927 mit Elisabeth Kalt- Medizinischen Staatsakademie in Dres-
hoff, keine Kinder den
Schule: bis 1914 Stadtgymnasium, Quellen: HStAM MK 44624 (1930-62)
Halle/S. Literatur: Miehelsson (1939) S. 295f. (yV); Vo-
Studium: seit 1918 Studium der Me- geVEndriB (1943) S. 43; Kirehhoff/Polaesek (1960)
S. 311 (yV); Plttroff (1964) S. 88; Sehmidt (1967) S.
dizin in Halle/S.; 27. Jan. 1922 Medizi- 102-110
nisches Staatsexamen in Halle/S.; 1.Aug.
1922 Approbation
Akad. Grade: 1921 Dr. med., Halle/S.; Matthael, Rupprecht Karl Adalbert
15. Mai 1930 Habilitation für Geburts- 1935-1945, 1951-1961
hilfe, Gynäkologie und Röntgenologie, geb: 22. Febr. 1895, Kiel
Erlangen gest: 6. Jan. 1976, Erlangen
Laufbahn: 1914-1918 Kriegsdienst; KonfeV.-luth., seit 1926 konfessionslos
Jan. 1922 Medizinalpraktikant an der Eltern: Dr. phil. Adalbert Matthaei, o.
Frauenklinik in Halle/S.; 1. März 1923 Professor für Bau- und Kunstgeschich-
Volontärassistent an der Frauenklinik in te an der TH in Danzig, und Anna
Erlangen; 1. Okt. 1923 wiss. Assistent an Matthaei, geb. Siebel
der Frauenklinik in Halle/S.; 1. Mai 1926 Farn: verh. seit 1927 mit Thea Tile-
wiss. Assistent an der Frauenklinik in mann, sechs Kinder
Leipzig; 1. Okt. 1927 wiss. Assistent an Schule: 1901 Volksschule und 1904
der Chirurgischen Klinik in Frankfurt/M.; Humanistisches Gymnasium, Kiel; 1904-
Mai bis Sept. 1928 Studienaufenthalt am 1905 Gymnasium Conradinum, Danzig-
Physiologisch-chemischen Institut in Langfuhr; 1905 bis 1913 Reform-Real-
Berlin, am Institut für Krebsforschung gymnasium, Zoppot
der Charite und am Kaiser-Wilhelm-In- Studium: SS 1913 Studium der Chemie
stitut; 1. Okt. 1928 wiss. Assistent an der an der TH Danzig, WS 1913/14 bis WS

123
Matthes

1917/18 Studium der Medizin in Königs- 21./22.2.1970 (P); .Prof. Dr. Rupprecht Matthaei
bergIPL, Bonn, München und wieder gestorben·. In: Er!.Tagblatt vom 8.1.1976 (P); Rich-
ter. Manfred: Rupprecht Matthaei, ein großer Er-
Bonn; Juni 1918 Medizinisches Staatsex- forscher des Sinneserlebnisses Farbe. In: Die Far-
amen in Bann; 3. Juni 1919Approbation be 25 (1976) S. 210-215 (W; P); Uni-Kurier. N. F.
Akad. Grade: 26. Juni 1919 Dr. med., Nr. 9 (1976) S. 33 (P); Matthaei, Heinrich: Rupp-
recht Matthaei. In: NDB. Bd. 16 (1990) S. 391 f'
Bonn; Febr. 1923 Habilitation für Phy-
Sandweg (1993) S. 107; Wendehorst (1993) S. 203:
siologie, Bonn; 1.Okt. 1930 Umhabilitie- 219.229,232 f., 238f.; Matthaei, Heinrich: Die Ver-
rung nach Tübingen öffentlichungen von Rupprecht Matthaei (22.2.1895
Laufbahn.·Juni 1918 Medizinalprakti- - 6.1.1976). Göttingen 1995 (W; P)
kant am Physiologischen Institut in
Bonn,Juni 1919wiss. Assistent, 1923 Pri- Matthes, Karl
vatdozent für Physiologie; 1929 wiss. As-
1945 -1952
sistent am Physiologischen Institut in Tü-
geb: 16. Jan. 1905, Jena
bingen, 1. Okt. 1930 Privatdozent für
gest: 8. Nov. 1962, Heidelberg
Physiologie sowie Titel und Rang eines
Koni' eV.-Iuth.
ao. Professors; 1. April 1935 o. Profes-
Eltern: Dr. med. Max Matthes, o. Profes-
sor für Physiologie und Direktor des
sor für Innere Medizin in Marburg/Lahn
Physiologischen Instituts in Erlangen, 6.
und KönigsbergiPr., und Paula Matthes,
Juni 1945 Entlassung durch die Militär-
geb. Hudemann
regierung, 1949-1951 Dozent an der
Fam:verh. seit 1930 mit Hedwig Weiß,
Volkshochschule in Nürnberg, 1951
drei Kinder
Wiedererteilung der Lehrbefugnis in Er-
Schule: Humanistisches Hufen-Gym-
langen, 1.Jan. 1956 o. Professor für Phy-
nasium, Königsberg/Pr.
siologie f"tir Psychologen, 1.März 1961
Emeritierung Studium: Studium der Medizin in
Würzburg, KönigsbergiPr., Heidelberg
Mitgliedschaften: Niederrheinische Ge-
und München; 1928Medizinisches Staats-
sellschaft für Natur- und Heilkunde,
examen in München; 1929 Approbation
Bonn; 1923 Goethe-Gesellschaft; 1935
Akad. Grade: 2. Aug. 1929 Dr. med.,
Erstellung einer Ausstellung über Goe-
Heidelberg; 28. Mai 1937 Habilitation für
thes Farbenlehre im Goethe-National-
Innere Medizin, Leipzig
museum, Weimar; 1935 Physikalisch-
Laufbahn:1928 Medizinalassistent am
medizinische Sozietät, Erlangen
Pharmakologischen Institut in Heidel-
Ehrungen: 1930 Silberne Medaille der
berg; 1929-1930 Studienaufenthalt am
Photographischen Gesellschaft, Wien
Institute for Medical Research in Lon-
Portrait: Richter (s. Lit.)
Quellen: UAE Goldenes Buch Nr. 173v Eintrag
don und bis 1931 am Physiological In-
vom 1.8.1968 stitute in Oxford; 1. Okt. 1931 wiss. As-
HStAM MK 54919 (1935-76) sistent an der Medizinischen Klinik in
Literatur: .Univ.-Prof. Dr. Matthaei 60 Jahre·. Leipzig, 1937 Privatdozent für Innere Me-
In: Er!. Tagblatt vom 22.2.1955 (P); Pittroff(1964) dizin, 1939 Oberarzt, 1. Mai 1945 kom-
S. 203f.; Berwind (1968) S. 163-170 0N); Wenig
(1968) S. 190; Kürschner 11 (1970) S. 1884; .Prof. missarischer Direktor der Medizinischen
Dr. Matthaei wird 75 Jahre·. In: Er!. Tagblatt vom Poliklinik in Leipzig; 15. Okt. 1945 bis

124
Maurer

15. April 1946 kommissarischer Leiter thes. In: Helde!berger Jahrbücher 8 (1964) S. 41-
der Medizinischen Poliklinik in Erlan- 56 (W; P): In memorlam Karl Matthes. Mannhelm
1965 (P): Hage! (1968) S. 44-51 (W): Gross. Franz:
gen. seit dem 20. Dez. 1945 auch der Erinnerungen an Kar! Matthes. In: Die Medizini-
Medizinischen Klinik, 16. Mai 1946 ao. sche Welt 26 (1975) S. 735-739 (P): Neldhardt
Professor für Innere Medizin, 1. März (1985) S. 95-100 (P): Wormer. Eberhard: Kar! Mat-
thes. In: NDB. Bd. !6 (1990) S. 400 f.
1947 o. Professor für Innere Medizin in
Erlangen und Vorstand der Medizini-
schen Klinik sowie Direktor des Uni-
versitätskrankenhauses; 1. Dez. 1952 o. Maurer, Hans-Joachim Walter
Professor für Innere Medizin und Di- 1956 -1957
rektor der Medizinischen Klinik (Ludolf- geb:2. Febr. 1922, Magdeburg
Krehl- Klinik) in Heidelberg, 1954-1955 Koni: eV.-luth.
Vorsitzender des Klinikdirektoriums Eltern: Dr. med. Walter Maurer, Arzt.
Mitgliedschaften: 1948 Physikalisch- und Gerda Marie Maurer, geb. Kempfe
medizinische Sozietät, Erlangen, 1950- Fam: verh., vier Kinder
1952 stellvertretender Vorstand; 1949 Schule: 1932-1939 Domschule, Güs-
Präsident der Deutschen Gesellschaft für trow /Mecklenburg
Kreislaufforschung; KOff. Mitglied der Studium: 1940-1945 Studium der Me-
Schweizerisch-Cardiologischen Gesell- dizin in Kiel, Tübingen, Berlin und wie-
schaft; American College of Chest Phy- der Tübingen; 29. März 1945 Medizini-
sicians; Deutscher Vertreter und Vor- sches Staatsexamen und Approbation in
standsmitglied der World Society of Car- Tübingen
diology; 1960 Präsident der Gesellschaft Akad. Grade: 30. März 1945 Dr. med ..
der Deutschen Naturforscher und Ärz- Tübingen; 21. Juni 1956 Habilitation für
te; 1961Heidelberger Akademie der Wis- Röntgenologie und Strahlenheilkunde,
senschaften; 1962 Deutsche Akademie Erlangen; 22. März 1957Umhabilitierung
der Naturforscher Leopoldina; 1962 Vi- nach Bern; 12. Okt. 1959 Umhabilitie-
zepräsident des Internationalen Interni- rung nach Saarbrücken; 28. Juni 1963
stenkongresses Umhabilitierung nach Bonn
Ehrungen: Ehrenmitglied der Gesell- Laufbahn: 1. Dez. 1939 Eintritt in die
schaft für Innere Medizin, Buenos Aires Kriegsmarine. bis 1945 Kriegsdienst; 1.
Apri11945 Medizinalpraktikant am Ma-
(Argentinien)
Portrait: Portraltsamm!ung der UBE rine-Lazarett in Marne/Ho1stein. seit 1.
Quellen: HStAM MK 54921 (1952-62) Febr. 1946 am Städtischen Krankenhaus
Literatur: .Prof. Dr. Matthes gestorben". In: ErI. in Kühlungsborn/Mecklenburg; 1. Juli
Tagblatt vom 10./11.11.1962; Heilmeyer, Ludwlg: 1946 Volontärassistent an der Inneren
Karl Matthes t. In: Helde!berger Akademie der
Wissenschaften Jb. 1962/63 (1963) S. 83-85: Bür-
Abteilung des Städtischen Krankenhau-
ger. Max: Kar!Matthes zum Gedächtnis. In: Münch. ses in Braunschweig; 1. Juni 1947 Vo-
Med. Wschr. 105 (1963) S. 260 (P): Linke. Ado1f: lontärassistent am Pathologischen Insti-
In memorlam Kar! Matthes. In: Medizinische Kli- tut in Greifswald; 1. Febr. 1948 wiss. As-
nik 58 (1963) S. 677f. (P); Mechelke, Kurt: Karl
Matthes t. In: Dtsch. med. Wschr. 88 (1963) S. 1251-
sistent am Physiologisch-chemischen
1254 (P): Kress. Hans v.: In memorlam Kar! Mat- Institut in Berlin. 1. April 1949 am Insti-

125
May

tut für Röntgenologie und Radiologie der seIlschaft für Radiologie und Nuklear-
Chante. 1. Jan. 1950 klin. Assistent an medizin; 1961 Affiliate Member der Roy-
der Inneren Abteilung des Martin-Luther- al Society of Medicine. London; 1962
Krankenhauses in Berlin-Grunewald. 1. Niederrheinische Gesellschaft für Natur-
Mai 1950 am Strahleninstitut des Städti- und Heilkunde. Bonn
schen Krankenhauses Berlin Westend; Ehrungen: Ehrenmitglied der Faculty
1. April 1952 wiss. Assistent am Strahle- of Radiology der Universität London
ninstitut der Frauenklinik in Marburg/ Quellen: HStAM MK 54930 (1954-57)
Lahn; 1. März 1954 Leiter des Strahlen- Literatur: Wenig (1968) S. 190f.; Kürschner 17
(1996) S. 884
instituts an der Frauenklinik in Erlan-
gen. 28. Sept. 1956 Privatdozent für
Röntgenologie und Strahlenheil- May. Friedrich Julius
kunde; 22. März 1957 Privatdozent für 1935 -1945. 1946 -1968
Röntgenologie und Strahlenheilkunde in geb: 22. Juli 1898. Feuchtwangen/Mit-
Bern und Leiter des Röntgeninstituts am telfranken
Inselhospital; 12. Okt. 1959 Privatdozent' gest: 28. Febr. 1969. Erlangen
für Röntgenologie und Strahlenheilkun- Konf: eV.-luth.
de in Saarbrücken; 1. April 1960 Leiter Eltern: OUo Ludwig May. Kaufmann,
der Strahlenabteilung am Städtischen und Gabriele May. geb. Schroeppel
Krankenhaus in Bad Oeynhausen; 1. Fam:verh. seit 1930 mit Johanna Non-
März 1962 Leiter der Röntgenabteilung nenmacher. fünf Kinder
an der Chirurgischen Klinik in Bonn. 17.
Schule: Volksschule und Lateinschu-
Jan. 1964 Privatdozent für Röntgenolo- le, Feuchtwangen; 1910-1912 Real- und
gie und Strahlenheilkunde. 10.Juni 1965 Handelsschule. MarktbreitIMain; bis 1914
apl. Professor; 1. April 1966 erster Ober- Königliche Realschule. Dinkelsbühl;
arzt an Institut und Klinik für Medizini- 1919 Neues Realgymnasium. München
sche Strahlenheilkunde in Düsseldorf Studium: SS 1919 Studium der Che-
und apl. Professor für Medizinische Ra- mie in München. seit dem WS 1919/20
diologie; 1969 Chefarzt der Strahlenab- Erlangen; 21. Febr. 1921 Chemisches
teilung am Kreiskrankenhaus Detmold; Verbandsexamen in München; seit dem
1971 o. Professor für Medizinische Ra- WS 1924/25 Studium der Medizin in Er-
diologie an der Universität Troms0; 1975 langen; 18. Mai 1929 Medizinisches
apl. Professor für Medizinische Radio- Staatsexamen in Erlangen; 31. Mai 1930
logie in Heidelberg. 1987 Versetzung in Approbation
den Ruhestand; Mai 1990 Professor für Akad. Grade: 1. Sept. 1924 Dr. phil..
Radiologie an der Universität Mayala in Erlangen; 5. Nov. 1930 Dr. med .. Erlan-
Kuala Lumpur (Malaysia) gen; Dez. 1934 Habilitation für Physio-
Mitgliedschaften: 1957 British Institute logie. Physiologische Chemie und Luft-
for Radiology; 1958 Naturforschende Ge- fahrtmedizin. Erlangen
sellschaft. Bern; 1959 Englisch-Deutsche Laufbahn:Okt.1914 bis März 1916Dro-
Ärztevereinigung; 1960 Schweizer Ge- gistenlehre in Lindau; 1916-1919 Kriegs-

126
Meehelke

dienst; 1. Mai 1921Praktikant an der Phy- Fam:verh. seit 1944 mit Dr. med. EI-
siologisch-chemischen Abteilung desPhy- friede Söder, fünf Kinder
siologischen Instituts in München; 1.Nov. Schule: Volksschule und bis 1938 Her-
1923 Praktikant am Physiologischen In- mann-Göring-Schule. Landsberg/Warthe
stitut in Erlangen. 1. April 1926 Hilfsassi- Studium: seit dem WS 1939/40 Studi-
stent, seit 1927 wiss. Assistent und Leiter um der Medizin in Leipzig; 15. Dez. 1944
der Physiologisch-chemischen Abteilung, Medizinisches Staatsexamen und Ap-
31. Jan. 1935 Privatdozent für Physiolo- probation in Leipzig
gie, Physiologische Chemie und Luft- Akad. Grade: 1. Febr. 1945 Dr. med ..
fahrtmedizin. 1939-1941Kriegsdienst, 1. Leipzig; 17.Juli 1952 Habilitation für In-
April 1940Diätendozent und Vorstand des nere Medizin. Erlangen; Juni 1953 Um-
neuen Physiologisch-chemischen Insti- habilitierung nach Heidelberg
tuts, 3. Mai 1940Titel und Rang eines ao. Laufbahn: 1938 Arbeitsdienst. 1939-
Professors. 22.Aug. 1945Entlassung durch 1946 Kriegsdienst und englische Kriegs-
die Militärregierung. WS 1946/47 bis SS gefangenschaft. seit 5. April 1945 als Sta-
1947Lehrstuhlvertretung für Physiologie, tionsarzt an der Chirurgischen Abteilung
17. Okt. 1947Wiederernennung zum apl. des Lazaretts und späteren Hilfskran-
Professor, 1. Aug. 1949 kommissarischer kenhauses in Burg auf Fehmarn/Schles-
Leiterdes Instituts für Physiologische Che- wig Holstein; 1. April 1949 wiss. Assi-
mie. 16. Juni 1950 ao. Professor für Phy- stent an der Medizinischen Klinik in Er-
siologie und Physiologische Chemie langen, 24. Jan. 1953 Privatdozent für
und Vorstand des Instituts für Physiolo- Innere Medizin; 1. Mai 1953 wiss. As-
gische Chemie, 1. Okt. 1960 o. Professor, sistent an der Medizinischen Klinik (Lu-
30. Sept. 1966Emeritierung. noch bis zum dolf-Krehl-Klinik) in Heidelberg, Juni
Ende des SS 1968 eigene Lehrstuhlver- 1953 Privatdozent für Innere Medizin. 1.
tretung März 1954 Oberarzt, 22. Jan. 1958 apl.
Mitgliedschaften: 1925 Physikalisch- Professor, Wissenschaftlicher Rat. Dez.
medizinische Sozietät. Erlangen 1962 kommissarischer Leiter der Ludolf-
Quellen: HStAM MK 44009 (1934-69) Krehl-Klinik; 1. April 1963 Chefarzt der
Literatur:VogeVEndriB (1943) S. 44, 85: Kürsch- I. Medizinischen Klinik der Städtischen
ner 10 (1966) S. 1545: Gerneth (1969) S. 163-168 Krankenanstalten in Nürnberg, noch bis
(W); Wittern (1993) S. 393f., 396. 399f.
16. Sept. 1963 beurlaubt als kommissa-
rischer Leiter der Ludolf-Krehl-Klinik
Meehelke, Kurt Heinz Helmut Mitgliedschaften: 1951 Physikalisch-
medizinische Fakultät, Erlangen
1953 Portrait: Nürnberger Nachrichten (s. Lit.)
geb: 8. Okt. 1919, Syringe/Kreis Arns- Quellen: HStAM MK 54940 (1952-65)
walde (Pommern) Literatur: Kürschner 8 (1954) Sp. 1513: .Prof.
Dr. Kurt Mechelke ist tödlich verunglückt". In:
gest: 20. Okt. 1965. Nürnberg
Nürnberger Nachrichten vom 22.10.1965. S. 19
Konf' eV.-Iuth.
Eltern: Gustav Mechelke. Inspektor,
und Luise Mechelke. geb. Eichholz

127
Meggendorfer

Meggendorfer, Friedrich Georg 1919 (Flügel: 1920) wiss. Assistent an


1934 -1945 der Staatskrankenanstalt in Hamburg-
geb: 7. luni 1880, Bad Aibling/Ober- Friedrichsberg, 1920zeitweilig beurlaubt
bayern für Studienaufenthalte an der Genealo-
gest: 12. Febr. 1953, Bamberg gischen Abteilung der Deutschen For-
Konf:kath. schungsanstalt für Psychiatrie in Mün-
Vater: Kaufmann chen und an der Neurochirurgischen
Fam: verh. seit 1921 mit lakobine
Klinik in Breslau, 1921 Privatdozent für
Krebs, vier Kinder Psychiatrie in Hamburg, 15. luli 1925
Oberarzt an der Staatskrankenanstalt,
Schule: Volksschule, Bad Aibling; bis
1927 Titel eines ao. Professors; 1. Okt.
1897 Realschule, Traunstein; 1903 Pri-
1934 o. Professor für Psychiatrie und
vatunterricht und bis 1904 Realgymna-
Direktor der Psychiatrischen und Ner-
sium, Würzburg
venklinik in Erlangen. 22. Aug. 1945 Ent-
Studium: seit dem WS 1904/05 Studi-
lassung durch die Militärregierung, Nie-
um der Medizin in München, Berlin und
derlassungals Facharzt in Bamberg, 15.
wieder München (Preisaufgabe der Me-
Okt. 1947 Wiederernennung zum o. Pro-
dizinischen Fakultät gelöst); 1909 Medi-
fessor bei gleichzeitiger Versetzung in
zinisches Staatsexamen in München; 17.
den Ruhestand
Dez. 1910 Approbation
Mitgliedschaften: 1935 Physikalisch-
Akad. Grade: 18. Febr. 1911 Dr. med.,
medizinische Sozietät, Erlangen
München; 1921 Habilitation für Psych- Portrait: Rüdin (s. Ut.)
iatrie, Hamburg Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 46 Lit. M
Laufbahn: 1897-1901 kaufmännische HStAM MK 44017 (1934-52)
Ausbildung in Rovereto (Italien), Genf, Literatur: Rüdin, Ernst: Friedrich Meggendor-
Paris und London; 1900-1903 Militär- fer zum 60. Geburtstag. In: Allg. Zs. Psychiatr.,
BerUn 115 (1940) S. 207-211 01'1, P); "Unlv.-Prof.
dienst und Teilnahme an der Nieder- Meggendorfer 60 Jahre". In: Er!. Tagblatt vom
schlagung des Boxeraufstandes; 1909- 7.6.1940; Vogel/Endriß (1943) S. 44, 89; Flügel,
1910 Medizinalpraktikant an den Heil- Fritz: Professor Frtedrich Meggendorfer t. In: Me-
dizinische Mschr. 7 (1953) S. 614f.; "Prof. Dr. Meg-
und Pflegeanstalten in Eg1fing-Haar und
gendorfed". In: Er!.Tagblatt vom 14.2.1953; Schel-
Bad Oeynhausen; 1910Volontärassistent ler, Heinrich: Zur Erinnerung an Friedrich Meg-
an der Bakteriologischen Untersu- gendorfer. In: Der Nervenarzt 25 (1954) S. 79f.
chungsanstalt in Konstantinopel; 1. lan. (P); Pittroff (1964) S. 221f.; Gerneth (1969) S. 26-
32 0N); Lungershausen/Baer (1985) S. 55; van den
1911 wiss. Assistent an der Psychiatri-
Bussche, Hendrik (Hg.): Medizinische WIssen-
schen Klinik in München; 1. Mai 1913 schaft Im "Dritten Reich". Berlln, Hamburg 1989,
wiss. Assistent an der Neurologischen S. 82f., 233-235; Wittern (1993) S. 389-391, 393,
Abteilung des Allgemeinen Kranken- 396
hauses in Hamburg-Eppendorf; Sommer
1914 Reise als Schiffsarzt nach Amerika,
1914-1918 Kriegsdienst, zeitweilig Dol-
metscher an der Bakteriologischen Un-
tersuchungsanstalt in Konstantinopel; lan.

128
Merket

Menge. Karl Gustav enklinik und der Hebammenschule,


1904 -1908 1907 Rufe nach Tübingen und Bonn
geb: 18. Aug. 1864. Bad Kreuznachl abgelehnt; 1. April 1908 o. Professor für
Rheinland Pfalz Frauenheilkunde sowie Direktor der
gest: 9. Okt. 1945, München Frauenklinik und der Hebammenschu-
Konf: eV.-luth. le in Heidelberg, 1. Okt. 1930 Emeri-
tierung
Eltern: Gustav Menge, Kaufmann, und
Mitgliedschaften: 1905 Physikalisch-
Johanna Menge, geb. Schultze
medizinische Sozietät, Erlangen; 1926
Farn: verh. seit 1898 mit Clara Julie
Deutsche Akademie der Naturforscher
Siveke, zwei Kinder
Leopoldina
Schule: Privatunterricht; bis 1884Gym-
Ehrungen: 1911 Geheimer Hofrat; Eh-
nasium, Bad Kreuznach
renmitglied der Deutschen Gesellschaft
Studium: 1884-1889 Studium der Me- für Gynäkologie, der Medizinischen Ge-
dizin in München, Freiburg/Br., Leipzig sellschaft, Buenos Aires (Argentinien),
und wieder München; 31. Jan. 1889 Me- und der Bayerischen Gesellschaft für Ge-
dizinisches Staatsexamen und Appro- burtshilfe und Frauenheilkunde
bation in München Portrait: Portraitsammlung der UBE
Akad. Grade: 12. März 1889 Dr. med., Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 31 Lit. M: ebd.
München; 1897 Habilitation für Frauen- Goldenes Buch Nr. 58 Eintrag ohne Datum
heilkunde. Leipzig HStAM MK 17866 (1904-08)
Literatur: Zieler/Scheffer (1906) S. 142 (W); FS
Laufbahn:während des Studiums ein Phys. -med. Soz. Erlangen (1908) S.73: Kolde (1910)
Jahr klin. Assistent an der Privat-Frau- S. 523; Reichshandbuch. Bd. 2 (1931) S. 1228 (P);
enklinik von Professor August Martin Michelsson (1939) S. 314-316 (W): Vogel/Endriß
in Berlin. Sommer 1889 wiss. Assistent (1943) S. 38,87; Runge, Hans: Carl Menge. In: Ru-
perto-Carola 19 (1956) S. 113-115 (P); Fischer. Bd.
am Hygienisch-bakteriologischen In- 2 (1962) S. 1023 (W):Plttroff (1964) S. 71f.: Schmidt
stitut in Berlin, im Rahmen eines Stu- (1967) S. 111-115 (W): Drüll, Dagmar: Heidelber-
dienaufenthaltes Einrichtung und Lei- ger GelehrtenlexIkon 1803-1932. Berlln u.a. 1986.
tung eines Bakteriologischen Labora- S. 176f. (W); Simmer, Hans H.: Gynäkologische
Endokrinologie In den Verhandlungen der Deut-
toriums am Universitätsmuseum in schen Gesellschaft für Gynäkologie. In: Beck. Lut-
Oxford; 1890 Lehrer an der Hebam- w1n (Hg.): Zur Geschichte der Gynäkologie und
menanstaltinStettin; 15.Aug. 1892wiss. Geburtshilfe. Berlln u.a. 1986, S. 202-219, hier S.
Assistent an der Frauenklinik in Leip- 207: Zander. losef: Carl Menge (1864-1945). In:
Bastert. Gunther und Manfred Kaufmann (Hg.):
zig, 1897 Privatdozent für Frauenheil- Entwicklungen In Gynäkologie und Geburtshilfe.
kunde, 1899 stellvertretender Direktor Berlin 1991, S. 63f.
der Frauenklinik mit Poliklinik, zugleich
1899 Leiter der Sängerschen Privatkli-
nik für Frauenkrankheiten, 29. März Merkel, Hermann Karl
1901 ao. Professor für Frauenheilkun- 1903 -1914
de; 1. Okt. 1904 o. Professor für Ge- geb: 7. Juni 1873. Nürnberg
burtshilfe und Frauenheilkunde in gest: 27. Mai 1957, München
Erlangen sowie Direktor der Frau- Konf: eV.-luth.

129
Merkel

Eltern: Dr. med. Gottlieb von Merkel, Vorstand des Instituts für Gerichtliche
Obermedizinalrat und Direktor des Medizin in München sowie Landge-
Städtischen Krankenhauses in Nürnberg, richtsarzt beim Landgericht München,
und Emma Merkel, geb. Schwarz 1914-1918 Kriegsdienst, 1933 o. Profes-
Fam:verh. seit 1903 mit Emmy Jaeger, sor, SS 1939 Emeritierung, noch bis 1946
zwei Kinder eigene Lehrstuhlvertretung
Schule: bis 1893 Altes Gymnasium, Mitgliedschaften: 1893 Burschenschaft
Nürnberg Bubenruthia, Erlangen; 1903 Physika-
lisch-medizinische Sozietät, Erlangen;
Studium: seit dem WS 1893/94 Studi-
1939 Deutsche Akademie der Naturfor-
um der Medizin in Erlangen, WS 1895/96
scher Leopoldina; Münchner Ärztlicher
München, SS 1896 Freiburg/Br. und seit
Verein
dem SS 1897 wieder Erlangen; Juli 1898
Ehrungen: Bayerische Prinzregent-
Medizinisches Staatsexamen und Ap-
Luitpold-Medaille in Silber; Ehrenmit-
probation in Erlangen
glied der Fachschaft der Gerichtsmedi-
Akad. Grade: 16. Dez. 1897 Dr. med.,.
ziner und des Bayerischen Medizinal-
Erlangen; 17. Jan. 1903 Habilitation für
beamten-Vereins
Pathologische Anatomie und Gerichtli-
Portrait: Walcher (s. Lit.)
che Medizin, Erlangen Quellen: UAE T. II Pos. I Nr. 30 Lit. M; ebd. Gol-
Laufbahn: Winter 1895/96 und Win- denes Buch Nr. 78 Eintrag vorn 2.1.1910
ter 1898/99 Militärdienst; 1. März 1899 HStAM MK 44023 (l903-64)
Literatur: Zieler/Scheffer (l906) S. 29 (W): Kol-
Praktikant am Städtischen Krankenhaus
de (1910) S. 483, 532: Jahrbuch der Ludwig-Ma-
in Nürnberg; 1. Mai 1899 Volontärassi- xlmilians-Universität München für das Jahr 1913/
stent an der Medizinischen Klinik der 14. München 1927,S. 30,Jahrbuch 1914-1919. Mün-
Charite in Berlin; 1. Okt. 1899 wiss. As- chen 1927, S. 134, Jahrbuch 1925/26. München
1926, S. 44. Jahrbuch 1926/27. München 1928, S.
sistent am Pathologischen Institut in Er-
42: Ziemke, Ernst (Hg.): Festschrift für Hermann
langen, Juli 1901 bayerisches Physikats- Merkel zum 60. Geburtstag. (= Dtsch. Zs. gerichtL
examen, 20. Febr. 1903 Privatdozent für Med. 21 [1933J H. 2-3) (P): Höhne (l936) S. 277:
Pathologische Anatomie und Ge- Schreuder, S. u.a.: Hermann Merkel 70 Jahre! In:
Dtsch. Zs. gerichtL Med. 31 (l943) S. 85-88: Vo-
richtliche Medizin in Erlangen, Febr. geilEndriß (l943) S. 39: Walcher, Kurt: In memo-
bis April 1903 beurlaubt für einen Stu- riam Hermann MerkeL In: Münch. Med. Wschr.
dienaufenthalt am Pathologischen Insti- 99 (1957) S. 131Of. (P): Mueller, B.: Hermann Mer-
tut in Leipzig, danach Einrichtung einer kel. In: Verh. der 'Dtsch. Pathologischen Gesell-
schaft 43 (1959) S. 380-383 (W): Fischer. Bd. 2
Gerichtsmedizinischen Abteilung im Pa- (1962) S. 1026 (W): Plttroff (l964) S. 183 f.: An-
thologischen Institut in Erlangen, 27. dreae, Julius und Fritz Grießbach: Die Burschen-
Dez. 1909 Titel und Rang eines ao. Pro- schaft der Bubenreuther. 1817-1967. Erlangen
fessors, 1. Dez. 1912 ao. Professor für 1967. Nachträge: Berwind (1968) S. 118-122 (W):
Kelz (1968) S. 61 f., 66-72 (W); Holzer, F. J,: Her-
Gerichtliche Medizin und Patholo- mann Merkel zum 100. Geburtstag. In: Münch.
gische Anatomie und Leiter der neu- Med. Wschr. 115 (l973) S. 1254 (P)
en Gerichtsmedizinischen Abteilung im
Pathologischen Institut; 1. Mai 1914 ao.
Professor für Gerichtliche Medizin und

130
Michalzik

Meythaler, Friedrich Karl Wilhelm 1939-1942 und 1944-1945 Kriegsdienst


Georg und Gefangenschaft, 23. Juli 1945 Ent-
1942 -1945, 1948 -1966 lassung durch die Militärregierung; 1.
geb: 18. März 1898, Offenburg/Baden Aug. 1947Vorstand der 11.Medizinischen
gest: 17. Nov. 1967, Erlangen Klinik der Städtischen Krankenanstalten
Koni: eV.-Iuth. in Nürnberg, 25. März 1948 Wiederer-
Eltern: Friedrich Meythaler, Oberbau- teilung der Lehrbefugnis in Erlangen, SS
rat, und Luise Meythaler, geb. Coblitz 1949 Lehrauftrag für Innere Medizin, 24.
März 1950 apl. Professor, 24. Aug. 1961
Fam:verh. seit 1929 mit Dr. med. Her-
ao. Professor für Innere Medizin in Er-
mine Baer, fünf Kinder
langen, 31. Aug. 1963 Versetzung in den
Schule: 1904-1907Volksschule und bis
Ruhestand in Nürnberg, 1. April 1966
1916Humanistisches Gymnasium, Karls-
Emeritierung in Erlangen
ruhe
MitgJiedschaften: 1949 Physikalisch-
Studium: seit 1919 Studium der Me-
medizinische Sozietät, Erlangen; Deut-
dizin in Heidelberg, 1920 München und
scher Zentraler Ausschuß für Krebsbe-
seit 1922 wieder Heidelberg; 1922 Me-
kämpfung und Krebsforschung
dizinisches Staatsexamen in Heidelberg; Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 45 Lit. M
1. Juli 1923 Approbation HStAM MK 44030 (1942-67)
Akad. Grade: 1. Juli 1923 Dr. med., Literatur: Vogel/Endriß (1943) S. 45; Pittroff
Heidelberg; 19.Juli 1933 Habilitation für (1964) S. 151-153; Opitz, GerUnde: Personalbi-
bUographien der Professoren der Inneren Medi-
Innere Medizin, Rostock zin an der Universität Erlangen-Nümberg: F. Meyta-
Laufbahn: 1916-1919 Kriegsdienst; 1. ler, C. Korth, F. Scheiffarth, S. Witte. Dlss. med.
Jan. 1923Medizinalpraktikant am St.Vin- Erlangen-Nümberg 1968.S.3-38; Leyendecker, Bri-
centiushaus in Karlsruhe; 1. Okt. 1923 gitte und Burghard F. Klapp: Deutsche Hepatitis-
forschung im Zweiten Weltkrieg. In: Der Wert des
wiss. Assistent am Physiologischen In- Menschen. Medizin in Deutschland 1918-1945.
stitut in Heidelberg; 1. Okt. 1925 bis 31. Hgg. von der Ärztekammer BerUn. Berlin 1989. S.
Juli 1930 wiss. Assistent an der Medizi- 261-293. hier S. 265. 272f.
nischen Klinik im Luitpoldkrankenhaus
in Würzburg; 1. Okt. 1930 wiss. Assi-
Michalzik, Kurt
stent an der Medizinischen Klinik in
Bonn; 1. Okt. 1932 wiss. Assistent an der 1957 -1980
Medizinischen Klinik in Rostock, 1934 geb: 29. Febr. 1916. LakelleniOst-
Privatdozent für Innere Medizin, 1936 preußen
Oberarzt, seit dem WS 1936/37 Lehr- Koni" eV.-Iuth.
auftrag für Luftfahrtmedizin, 5. Juni 1937 Eltern: Franz Michalzik, Kaufmann.
bis 30. Sept. 1938 kommissarischer Lei- und Martha Michalzik, geb. Nadolny
ter der Medizinischen Poliklinik, 1.April Fam: ledig
1939 Titel und Rang eines ao. Profes- Schule:bis 1936Humanistisches Gym-
sors; 1. Dez. 1942 ao. Professor für Me- nasium, LyckiOstpreußen
dizinischePoliklinik und Vorstand der Studium: seit dem SS 1938 Studium
Medizinischen Poliklinik in Erlangen, der Medizin in Känigsberg/Pr. und Leip-

131
Michel

zig; 11. Dez. 1942 Medizinisches Staats- examen und Approbation in München
examen und Approbation in Königs- Akad. Grade: 1866 Dr. med., Würz-
bergIPr. burg; 1872 Habilitation für Augenheil-
Akad. Grade: 15. Dez. 1942 Dr. med .. kunde. Leipzig
Königsberg/Pr.; 17. Nov. 1956 Habilita- Laufbahn: 1866 Praktikant am Physio-
tion für Frauenheilkunde und Geburts- logischen Institut in Zürich; 1866 Kriegs-
hilfe. Erlangen dienst; 1867 klin. Assistent in der Kreis-
Laufbahn: 1936-1938 Arbeits- und Mi- Kranken- und Pflegeanstalt in Franken-
litärdienst, 1942-1945 Kriegsdienst; März thai; Studienreise nach Berlin und Wien;
1946 Volontärassistent an der Frauen- 1868-1870 wiss. Assistent an der Augen-
klinik in Erlangen. 1. Okt. 1951 wiss. As- klinik in Zürich; 1870/71 Kriegsdienst;
sistent, 24. Jan. 1957 Privatdozent für 1871 wiss. Assistent am Physiologischen
Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Institut in Leipzig. 1872 Privatdozent für
13. Sept. 1963 apl. Professor. 1. Nov. Augenheilkunde; 15. März 1873 ao. Pro-
1969 Oberarzt an der Frauenklinik und fessor für Augenheilkunde und Leiter
Hebammenschule. 1. Okt. 1978 ao. Pro- ·des neuen Augenheilkundlich-klini-
fessor für Geburtshilfe und Frauenheil- schen Instituts an der Chirurgischen Ab-
kunde, 30. Sept. 1980 Versetzung in den teilung in Erlangen. 1. Jan. 1874 o. Pro-
Ruhestand fessor für Augenheilkunde. 1876 Ruf
Mitgliedschaften: 1952 Physikalisch- nach Bem abgelehnt; 1.April 1879o. Pro-
medizinische Sozietät. Erlangen fessor für Augenheilkunde und Direktor
Portrait: Professoren an der FAU (s. Lit.) der Augenklinik in Würzburg; 1900 o.
Literatur: Kirchhoff/Polacsek (1960) S. 336 (W) : Professor für Augenheilkunde und Di-
Uni-Kurier. N.F. Nr. 67 (1986) S. 92: Professoren
rektor der Augenklinik an der Ziegel-
an der FAU (1995) S. 75 0N: P): Kürschner 17
(1996) S. 914 straße in Berlin
Mitgliedschaften: 1873 Physikalisch-
medizinische Sozietät. Erlangen. 1895
Michel, Julius von Ehrenmitglied; 1887 Deutsche Akademie
1873 -1879 der Naturforscher Leopoldina; Berliner
geb: 5. Juli 1843, Frankenthal/Rhein- Ophthalmologische Gesellschaft. 1903-
pfalz 1911 Erster Vorsitzender
gest: 29. Sept. 1911. Berlin Ehrungen: Geheimer Medizinalrat;
Kont· eV.-luth. 1885 Ritter des Bayerischen Verdienst-
Eltern: Conrad Friedrich Michel, Ordens vom Hl. Michael, 1. Klasse; 1895
Rechtsanwalt. und Anna Michel, geb. Ritter des Verdienst-Ordens der Bayeri-
von Dawans schen Krone (pers. Adel)
Fam: ledig Portrait: Portraitsammlung der UBE
Schule: Humanistisches Gymnasium. Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 25 Lit. M
HStAM GA 5292 St. Mich. 1885
Zweibrücken
Literatur: Deutsches Zeitgenossenlexikon (1905)
Studium: bis 1866 Studium der Medi- Sp. 966: Zie1er/Scheffer (1906) S. 251 (W): Ko1de
zin in Würzburg. Zürich und wieder (1910) S. 420, 533: Hirschberg. Julius: Nachruf auf
Würzburg; 1867 Medizinisches Staats- Julius v. Michel. In: Zbl. für Augenheilkunde 35

132
Moll

(1911) S. 290-295 (P); ders.: Festrede für Julius v. medizinischen Abteilung im Patholo-
Michel. Leipzig 1912; Wessely, Karl: Julius v. Mi- gisch-anatomischen Institut in Erlangen,
chel. In: Chroust, Anton (Hg.): Lebensläufe aus
Franken. Bd. 2. Erlangen 1922, S. 288-297; Bader, Obergutachter am Oberlandesgericht
A.: Briefe an Friedrich Horner. In: Klin. Monats- Nümberg, 1. Sept. 1922 pers. o. Profes-
blätter für Augenheilkunde 97 (1936) S. 787-804; sor, 1922 Rufe nach Bonn und Würz-
Greeff, Richard: Die Augenheilkunde unter Jullus burg abgelehnt, 1923 Vorstand des neu-
v. Michel 1900-1911. In: Diepgen, Paul und Paul
Rostock (Hg.): Das Universitätsklinikum Berlin en Gerichtsmedizinischen Instituts, 30.
1810-1933. Leipzig 1939, S. 154-161 (P); VogeVEn- Sept. 1939 Emeritierung, eigene Lehr-
driß (1943) S. 35, 86; Asen (1955) S. 131; Fischer. stuhlvertretung, 26. März 1942 Wieder-
Bd. 2 (1962) S. 1040f. (W; P); Pittroff (1964) S. indienststellung, 22. Aug. 1945 Entlas-
21f.; Schwartz (1969) S. 158-167 (w); Eulner (1970)
S. 555f., 562; Wittern (1993) S. 370f.
sung durch die Militärregierung, Ver-
DBA 844, 265-266 (W; P) setzung in den Ruhestand, 4. Aug. 1953
Verleihung der Rechte eines emeritier-
ten o. Professors
Molitoris, Hans MitgJiedschaften: 1892-1918 Georg Rit-
1919 -1945 ter von Schoenerers .Gelbe Leibhussa-
geb: 8. Aug. 1874, Meschen/Sieben- ran"; 1920 Physikalisch-medizinische
bürgen Sozietät, Erlangen; 1921 Präsident der
gest: 29. Mai 1972, Erlangen Deutschen Gesellschaft für Gerichtliche
Konf: eV.-luth. Medizin; 1924-1931 "Schlaraffia am Er-
Eltern: Johann Molitoris, Volksschul- lenanger", Erlangen
rektor, und Anna Molitoris, geb. Alb- Portrait: Portraitsammlung der UBE
recht Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 32 Lit. M (Val. I,
Farn: verh. seit 1903 mit Paula Marg- II, III); ebd. Goldenes Buch Nr. 111 Eintrag vom
reitter, fünf Kinder; seit 1935 mit Ilse 27.12.1919
HStAM MK 44039 (1919-72)
HuBen, geb. Christiani, ein Kind
literatur: Reichshandbuch. Bd. 2 (1931) S. 1261
Schule: 1880-1884 Volksschule, Me- (P); Kürschner 5 (1935) Sp. 922; VogeVEndriß
sehen; 1884-1892 Evangelisches Sächsi- (1943) S. 41; "Univ.-Prof. Dr. Hans Molitoris 80
sches Gymnasium, Mediasch Jahre". In: Erl. Tagblatt vom 7.8.1954 (P); Fischer.
Bd. 2 (1962) S. 1058; Pittroff (1964) S. 66; Kelz
Studium: 1892-1902 Studium der Me- (1968) S. 63f., 77-79 (W); "Prof. Dr. Molltoris ist
dizin in Innsbruck; 1903 Medizinisches 95 Jahre alt". In: Erl. Tagblatt vom 8.8.1969 (P);
Staatsexamen in Innsbruck Sandweg (1993) S. 104, 107; Wendehorst (1993)
Akad. Grade: 17. März 1903 Dr. med. S. 163, 181, 190, 239
univ., Innsbruck
Laufbahn: 1902 Demonstrator, seit dem
Moll, Albrecht
1. Dez. 1903 wiss. Assistent am Gerichts-
1952 -1966
medizinischen Institut in Innsbruck, 1905
Physikatsprüfung, seitdem Sachverstän- geb: 18. Juni 1913, Halberstadt
diger am Landesgericht Innsbruck; 1914- Konf: eV.-Iuth.
1918 Kriegsdienst; 1. Sept. 1919 ao. Pro- Eltern: Dr. med. Karl Moll, Arzt, und
fessor für Gerichtliche Medizin und Gertrud Moll, geb. Glaser
Kriminalistik und Leiter der Gerichts- Farn: verh., drei Kinder

133
Müller, E.

Schule: Volksschule und bis 1931 Hu- Müller, Erich


manistisches Gymnasium. Goslar/Harz 1949 -1971
Studium: seit 1931 Studium der Me- geb: 19. Jan. 1903, Kirchgandern/Be-
dizin in München. 1933-1936 in Ham- zirk Erfurt
burg; 10. Dez. 1936 Medizinisches Staats- gest: 14.April 1984.Kissing/Kreis Augs-
examen in Hamburg; 1. März 1938 Ap- burg
probation
Fam: verh. seit 1932 mit Helma Wer-
Akad. Grade: 20. Mai 1938 Dr. med .. nery. drei Kinder
Hamburg; 29. Nov. 1951 Habilitation für
Schule: 1909-1913 Volksschule und bis
Innere Medizin. Erlangen; 19. Juli 1967
1922 Staatliches Gymnasium. Duisburg
Umhabilitierung nach Mainz
Studium: SS 1922 bis WS 1926/27 Stu-
Laufbahn: 1.Nov. 1937Medizinalprakti-
dium der Medizin in Göttingen, Inns-
kant im Marien-Krankenhaus in Ham-
bruck, Würzburg und Münster; 13. Juli
burg. 1. März 1938 Volontärassistent an
1927 Medizinisches Staatsexamen in
der Inneren Abteilung; 22. Sept. 1938
Münster; 1. Aug. 1928 Approbation
bis April 1939 Schiffsarzt der dritten deut-
, Akad. Grade: 1. Dez. 1928 Dr. med.,
schen Antarktisexpedition; 15. April
Münster; 19. Febr. 1936 Habilitation für
1939 Volontärassistent an der I. Medizi-
Pathologie, Würzburg
nischen Klinik der Charite in Berlin; Okt.
1940 bis Ende 1945 Kriegsdienst und Ge- Laufbahn: 1.Aug. 1927Medizinalprak-
fangenschaft; 25. Jan. 1946 klin. Assi- tikant am Vinzenz-Hospital in Duisburg.
stent an der Medizinischen Klinik der 1. Aug. 1928 Volontärassistent an der In-
Städtischen Krankenanstalten in Bre- neren Abteilung; 1. akt. 1928 Volontär-
men; 1. Jan. 1948 wiss. Assistent an der assistent am Pathologischen Institut in
Medizinischen Poliklinik in Erlangen, 27. Würzburg (Stipendiat der Notgemein-
März 1952 Privatdozent für Innere Me- schaft Deutscher Wissenschaft); 1. April
dizin, 18. Juni 1958 apl. Professor; seit 1930 wiss. Assistent am Institut für Krebs-
dem WS 1956/57 Chefarzt der Inneren forschung der Charite in Berlin; 1. akt.
Abteilung des Stadtkrankenhauses in 1930 Gastassistent am Institut für Medi-
Rüsselsheim, 19. Juli 1967 zugleich Pri- zinische Chemie in Wien; 1. akt. 1931
vatdozent für Innere Medizin in Mainz wiss. Assistent am Pathologischen Insti-
17. Aug. 1967 apl. Professor. 1978 Ver~ tut in Würzburg, 1. Aug. 1935 Prosek-
tor, 13. Juli 1936 Privatdozent für Allge-
setzung in den Ruhestand
meine Pathologie und Pathologische
Ehrungen: 1980 Verdienstkreuz vom
Anatomie, 14. April 1942 Titel und Rang
Verdienstorden der Bundesrepublik
eines ao. Professors. 1939-1946 Kriegs-
Deutschland
Literatur: Kürschner 16 (1992) S. 2461 dienst und Gefangenschaft, 27. Juli 1945
Entlassung durch die Militärregierung, 1.
Mai 1946 Gastassistent am Histologi-
schen Labor der Neurologischen Klinik
in Würzburg. 1. Mai 1947 kommissari-
scher Leiter des Pathologisch-anatomi-

134
Müller, L. R.

sehen Instituts, 14. jan. 1948 Wiederer- SS 1893 wieder München; Herbst 1893
nennung zum apl. Professor; 1.jan. 1949 Medizinisches Staatsexamen und Ap-
o. Professor für Allgemeine Patholo- probation in München
gie und Pathologische Anatomie und Akad. Grade: 19. Dez. 1894 Dr. med.,
Direktor des Pathologisch-anatomischen München; 29. Nov. 1898 Habilitation für
Instituts in Erlangen, 31. März 1971Eme- Innere Medizin, Erlangen
ritierung, noch bis zum 31. Aug. 1971
Laufbahn: jan. bis Aug. 1895 Vo-
eigene Lehrstuhlvertretung
lontärassistent am Pathologischen und
Mitgliedschaften: 1968-1969Vorsitzen-
am Hygienisch-bakteriologischen Insti-
der der Deutschen Gesellschaft für Patho-
tut in Marburg/Lahn; 1. Nov. 1895 wiss.
logie
Assistent an der Medizinischen Klinik in
Portrait: Uni-Kurier (s. Lit.)
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 54a. b Lit. M Erlangen, 25. lan. 1899 Privatdozent für
HStAM MK 54975 (1934-84) Innere Medizin, 1899/1900 beurlaubt
Literatur: .Prof. Dr. Erich Müller 60 Jahre alt". für einen Studienaufenthalt an der Haut-
In: Er!. Tagblatt vom 19./20.1.1963 (P); Kürschner klinik in Breslau sowie für eine Studi-
10 (1966) S. 1661; " Prof. Dr. Müller heute 65]ah-
enreise nach London, Oxford und Pa-
re". In: Er!. Tagblatt vom 19.1.1968 (P); Reichel
(1968) S. 9-20 0N); • Prof. Dr. Müller heute 70 ]ah- ris, 4. juli 1900 Oberarzt an der Medizi-
re". In: Er!. Tagblatt vom 19.1.1973 (P); Becker nischen Klinik in Erlangen, seit dem WS
(1977) S. XXV-XXVI (P); Uni-Kurier. N.F. Nr. 15 1901/02 Vertreter des Lehrstuhls für Me-
(1977) S. 24-26 (P). ebd. Nr. 20 (1978) S. 44. ebd.
Nr. 57/58 (1984) S. 75 (P); Baumgart (1982) S.
dizinisch-propädeutische Fächer und
1020f .. 1023 Geschichte der Medizin; 1. jan.1903
Oberarzt der Medizinischen Abteilung
des Städtischen Krankenhauses in Augs-
Müller, Ludwig Robert burg; Frühjahr 1914 ao. Professor für In-
1898 -1903, 1920 -1936, 1945 nere Medizin und Leiter der Medizini-
geb: 26. April 1870, Augsburg sehen Poliklinik in Würzburg, 1914-1917
gest: 8. Sept. 1962, Erlangen Kriegsdienst; 1. Okt. 1920 o. Professor
Kon!: eV.-luth. für Innere Medizin und Vorstand der
Eltern: Dr. med. Friedrich Müller, Medizinischen Klinik in Erlangen, seit
Oberarzt der Inneren Abteilung des Städ- 1926 auch Direktor des Universitäts-
tischen Krankenhauses in Augsburg, und krankenhauses, 30. März 1935 Emeri-
Marie Müller, geb. Schmid tierung, noch bis 31. März 1936 eigene
Fam:verh. seit 1905 mit Elisabeth Vo- Lehrstuhlvertretung, 1945 vorüberge-
gel, vier Kinder hend kommissarischer Leiter der Medi-
Schule: 1876-1880 Volksschule und bis zinischen Klinik
1889 Gymnasium St. Anna, Augsburg Mitgliedschaften: 1898 Physikalisch-
Studium: WS 1889/90 bis 5S 1890 Stu- medizinische Sozietät, Erlangen; KOff.
dium der Philosophie in München, seit Mitglied der Gesellschaft der Ärzte,
dem WS 1890/91 Studium der Medizin Wien, der Gesellschaft für Innere Medi-
in Tübingen, WS 1891/92 München, SS zin und Kinderheilkunde, Wien, und der
1892 Breslau, WS 1892/93 Straßburg und Gesellschaft der Medizin, Istanbul; 1928

135
Müller, W.

Präsident der Deutschen Gesellschaft für Müller, Wilhelm


Innere Medizin; 1932 Deutsche Akade- 1857-1861
mie der Naturforscher Leopoldina geb: 13. Febr. 1832. Nümberg
Ehrungen: 1934 Ehrenmitglied der gest: 19. Juni 1909, Jena
Kaiserlich Neurologischen Gesellschaft, Vater: Landrichter
Tokio; 1934 Ehrenmitglied des Ärztli- Fam:verh. seit 1868 mit Marianne Für-
chen Vereins, München; 1937 Comman- bringer, sieben Kinder
deurkreuz des Bulgarischen Zivilver- Schule: 1840-1844 Lateinschule und
dienstordens; 1938 Ehrenmitglied der bis 1849 (Altes) Gymnasium, Nümberg
Deutschen Gesellschaft für Innere Me-
Studium: seit dem WS 1849/50 Studi-
dizin; 1950 Wilhelm-Erb-Denkmünze
um der Medizin in München; 1853 Me-
der Deutschen Gesellschaft für Neuro-
dizinisches Staatsexamen in München;
logie; 1952 Ehrenmitglied der Deutschen
1855 Approbation
GesellschaftfÜf Neurologie; 1962 Bayeri-
Akad. Grade: 8. Aug. 1855 Dr. med ..
scher Verdienstorden
Erlangen; 13. Juni 1857 Habilitation für
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Pathologische Anatomie. Erlangen
Quellen: UAE T. H. Pos. 1 Nr. 44 Lit. M; ebd.
Goldenes Buch Nr. 126v Eintrag vom 29.9.1923 Laufbahn: 1854-1855 "Biennium prac-
HStAM MK 44054 (1899-1962) ticum" am Allgemeinen Städtischen Kran-
literatur: Kolde (1910) S. 486, 533; Reichs- kenhaus in Nümberg; 1855 wiss. Assi-
handbuch. Bd. 2 (1931) S. 1289; Müller, Ludwig stent an der Chirurgisch-augenärztlichen
Robert: Zum 70. Geburtstag. In: Münch. Med.
Abteilung am Universitätskrankenhaus
Wschr. 87 (1940) S. 494-496; Jamin (1943) S. 220;
VogeJlEndriB (1943) S. 38, 86, 88; Müller, Ludwig in Erlangen, 1856 Studienaufenthalt am
Robert: Beim Eintritt in das neunte Jahrzehnt. In: Pathologischen. am Physiologischen und
Dtsch. Zs. Nervenhk. 164 (1950) S. I-IV; Hoff, Fer- am Anatomischen Institut in Wien. 1857
dinand: Ludwig Robert Müller zum 85. Geburts-
Privatdozent für Pathologische Ana-
tag. In: Dtsch. med. Wschr. 80 (1955) S. 649f.; Mül-
ler, Ludwig Robert: Lebenserinnerungen. München tomie in Erlangen. SS 1859 Lehrstuhl-
1957 (P); Hoff, Ferdinand: Professor Dr. med. Lud- vertretung für Chirurgie und Augen-
wig Robert Müller zum 90. Geburtstag. In: Dtsch. heilkunde; 31. Mai 1861 ao. Professor
med. Wschr. 85 (1960) S. 823f. (P); Fischer. Bd. 2
für Pathologische Anatomie in Kiel, 9.
(1962) S. 1085 (W); .Prof. Dr. Ludwig Müller ge-
storben·. In: Er!. Tagblatt vom 10.9.1962, S. 25 (P); Mai 1864 o. Professor; 1. Okt. 1864 o.
Bodechtel, Gustav: Ludwig Robert Müller. In: Acta Professor der Allgemeinen Pathologie
neurovegetativa. Wien 25 (1964) S. 153; Pittroff und Pathologischen Anatomie in Jena.
(1964) S. 129-131; Hagel (1968) S. 2n7 (W); Uni-
mehrfach Prorektor. Rufe nach Göttin-
Kurier. Nr. 2 (1970) S. 33; Hoff, Ferdinand: Erleb-
nis und Besinnung. BerUn u.a. 1971, S. 285; Baum- gen und 1873 nach Prag abgelehnt, 1.
gart (1982) S. 899, 947 f.; Neldhardt (1985) S. 83- April 1909 Emeritierung
92 (P); Neundörfer, Bernhard und Max j. Hilz: Mitgliedschaften: 1854 Naturhistori-
Ludwig Robert Müller (1870-1962) - a pioneer of
autonomie nervous system research. In: Clinical
sche Gesellschaft. Nümberg; 1874 Deut-
Autonomie Research 8 (1998) S. 1-5 sche Akademie der Naturforscher Leo-
poldina
Ehrungen: 1871 Hofrat; 1886 Gehei-
mer Hofrat; 1908 Geheimer Rat

136
Nees von Esenbeck

Portrait: Portraitsammlung der UBE nik und Naturgeschichte in Bonn. Anla-


Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 21 Lit. M ge des dortigen Botanischen Gartens; 1830
Literatur: Fürbringer. P.: Wilhelm Müller t. In:
Münch. Med. Wschr. 56 (1909) S. 1850f.; Kolde o. Professor für Botanik in Breslau. Di-
(1910) S. 533; Volbehr. Friedrich und Richard rektor des Botanischen Gartens. 1848Ab-
Weyl: Professoren und Dozenten der Christian- geordneter Breslaus in der Nationalver-
Albrechts-Universität zu Kiel 1665-1915.2. Auf!.
sammlung in Berlin. Jan. 1849 Auswei-
Kiel 1916. S. 64; Ritterbusch (1940) S. 210; Vo-
gel/Endriß (1943) S. 34; Giese/Hagen (1958) S. sung aus politischen Gründen, Jan. 1851
508-510; Jansen. Hans Helmut: Die Geschichte Suspendierung, 1852Enthebung von den
des Pathologischen Institutes der Christian-Alb- politischen und akademischen Ämtern in
rechts-Universität in Kiel. Kiel 1958. S. 18-21 (P);
Breslau
Anger. Günter: Die Geschichte der Pathologi-
schen Anatomie in Jena. Diss. med. Jena 1960. Mitgliedschaften: 1816 Deutsche Aka-
S. 33-70 (P); Heidacher (1960) S. 171 demie der Naturforscher Leopo1dina,
1818-1858 deren Präsident; 1818 Physi-
Nees von Esenbeck. Christian Gottfried kalisch-medizinische Sozietät, Erlangen;
Daniel Friedrich um 1825Akademie gemeinnütziger Wis-
senschaften zu Erfurt; Linneische Ge-
1818
sellschaften, London und Paris; Korr. Mit-
geb: 14. Febr. 1776. Reichenberg bei
glied der Russischen Akademie der Wis-
Erbach im Odenwald
senschaften, St. Petersburg; 1835 aus-
gest: 16. März 1858. Breslau
wärtiges Mitglied der Bayerischen Aka-
Konf: kath.
demie der Wissenschaften, München,
Vater: Rentmeister
Mathematisch-physikalische Klasse; Mit-
Fam:verh. seit 1803/04 mit der Guts-
glied der Medizinischen Fakultät der Uni-
besitzerin von Sickershausen; seit 1804/
versität Pecs; Böhmisches Museum, Prag;
05 mit ? von Mettingh, Kinder
Botanische Gesellschaft. Regensburg; Na-
Schule:seit 1792 Humanistisches Gym-
turforschende Gesellschaften, Batavia.
nasium. Darmstadt
Gent, Gröningen, Lund. Moskau. Ber-
Studium: 1796-1799 Studium der Na-
lin, Jena. Halle/S.. Leipzig, Erlangen,
turwissenschaften und Medizin in Jena
Bonn, Marburg/Lahn, Dresden, Görlitz,
Akad. Grade: 1800 Dr. med., Gießen
Nürnberg. Danzig und Straßburg; Hel-
(PA: Jena)
vetische Gesellschaft korrespondieren-
Laufbahn: 1800Niederlassung als land-
der Ärzte und Wundärzte, Zürich; Dr.
arzt im Odenwald, 1804 Praxisaufgabe,
Senckenbergische Stiftung in Frank-
Privatgelehrter in Sickershausen bei Kit-
furt/M.; 1848 Stifter des Breslauer Ar-
zingenIMain, Rufe nach Jena und 1817
beitervereins und der Deutschen Arbei-
nach Breslau abgelehnt; 1. März 1818 o.
terverbrüderung; Aug. 1848 Präsident
Professor für Naturwissenschaften
des Berliner Arbeiterkongresses
und Botanik in Erlangen, Direktor des
Botanischen Gartens, 1818 vorüberge- Ehrungen: Ehrenmitglied des Vereins
hend Lehrstuhlvertretung für Naturge- zur Beförderung des Gartenbaus in den
schichte an der Philosophischen Fakul- Königlich-Preußischen Staaten; 1818Ver-
tät; 12. Nov. 1818 o. Professor für Bota- leihung der Würde eines Edlen des Hl.

137
Nippe

Römischen Reiches, Ksl. Rat, Leibarzt Nippe. Martin Hugo Otto


und Würde eines Pfalzgrafen; 1819 Dr. 1914 -1919
phi!. h.c., Bonn: 1826 Ritter des Preußi- geb: 5. Sept. 1883, Dresden
schen Roten Adlerordens, 3. Klasse mit gest: 5. Sept. 1940, Königsberg/Pr.
Schleife, 1837, 2. Klasse ohne Eichen- Konf: eV.-ref.
laub; Ritter des Badischen Ordens vom Eltern: Hugo Nippe, Kaufmann, und
Zähringer Löwen, 1. Klasse; Ritterkreuz Marie Nippe, geb. Sommerlatte
des Sachsen- Weimarischen Ordens vom Schule: Volksschule und bis 1903Gym-
Weißen Falken nasium zum Heiligen Kreuz, Dresden
Portrait: Portraitsammlung der UBE' Studium: seit 1903 Studium der Me-
Quellen: UAE T. II Pos. I Nr. 2 Lit. N
dizin in Leipzig, Jena und wieder Leip-
Nachlaß: Stadtarchiv Breslau. Archiv des Germa-
nischen Nationalmuseums. Nürnberg zig: 1908 Medizinisches Staatsexamen in
Literatur:Callisen. Bd. 13 (1833) S.450-452 und Leipzig: 2. Juni 1909 Approbation
Bd. 31 (1843) S. 19f. (W); Engelhardt (1843) S. 95. Akad. Grade: 19. Mai 1909 Dr. med.,
252; Martius (1847) S. 190f.. 237; Nees v. Esen- Leipzig: SS 1913 Habilitation für Ge-
beck. Christian: Briefwechsel mit Goethe. In: Bra- ,
tranek, Frantisek Tomas (Hg.): Goethes Natur-
richtliche und Soziale Medizin, Königs-
wissenschaftliche Correspondenz (1812-1832) . berg/Pr.
Bd. 2. Leipzig 1874. S. 13-180; Will (1885) v.a. S. Laufbahn: 1908-1909 Medizinalprak-
21. 30 (W); Wunschmann. E.: Nees v. Esenbeck. tikant am Genesungsheim in Hohen-
In: ADB. Bd. 23 (1886) S. 368-376; FS Phys.-med.
Soz. Erlangen (1908) S. 3. 23; Kolde (1910) S. 69, wiese und an den Städtischen Kranken-
152, 533; Nußbaum, Regina: Nees v. Esenbeck der anstalten in Dresden, 1909 kIin. Assistent
ältere als Naturphilosoph. Diss. phi!. Bonn 1921; an der Psychiatrischen Klinik, 1910 wiss.
Winkler. Hubert: Christian Gottfried Nees v. Esen- Assistent am Pathologisch-anatomischen
beck als Naturforscher und Mensch. In: Naturwiss.
Wschr. N.F. 20 (1921) S. 337-346; ders.: Nees v. Institut des Krankenhauses Dresden-jo-
Esenbeck. In: Andreae. Friedrich u. a. (Hg.): Schle- hannstadt: 1912 wiss. Assistent am Insti-
sische Lebensbilder. Bd. 2. Breslau 1926. S. 203- tut für Gerichtliche Medizin in Königs-
208; Hirsch. Bd. 4 (1932) S. 336; Ruska. ]ulius: berg/Pr.: Dez. 1914 ao. Professor für Ge-
Nachlese zum Briefwechsel Goethe - Nees v. Esen-
beck. In: Sudhoffs Arch. 28 (1936) S. 365-380; Vo-
richtliche Medizin in Erlangen und Vor-
gel/Endriß (1943) S. 32; Hofmeister, H.: Die Ärz- stand der Gerichtsmedizinischen Abtei-
te und die Revolution 1848. In: Ärztliche Mitt. Köln lung im Pathologisch-anatomischen In-
46 (1961) S. 897-901 (P); Röhrich. Heinz: Der Bo- stitut, 1914-1918 Kriegsdienst; 1919 o.
tanische Garten der Friedrich-Alexander-Univer-
sität Erlangen-Nürnberg. 1743-1965. In: Erlanger
Professor für Gerichtliche Medizin in
Bausteine zur fränkischen Heimatforschung 12 Greifswald: 1922o. Professor für Gericht-
(1965) S. 43-54, hier S. 47; Kirschner (1967) S. 4 f.; liche Medizin in Königsberg/Pr.
Weinig (1968) S. 208f.; Kaulbars-Sauer (1969) S. MitgJiedschaften: 1915 Physikalisch-
142-155 (W); Knevelkamp (1990) S. 44; ]aenicke
(1993) S. 639 f.
medizinische Sozietät, Erlangen
DBA 887, 104-122 (W) Ehrungen: Bayerisches König-Ludwig-
Kreuz
Portrait: Mueller (s. Lit.)
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 9 Lit. N (derzeit
nicht aufflndbar); ebd. Goldenes Buch Nr. 96 Ein-
trag vom 12.12.1914

138
Otto

HStAM MK 17879 (1914-19) Goldenes Buch Nr. 38 Eintrag ohne Datum


Literatur: Mueller. B.: Nachruf für Martin Nip- Literatur:Page!. Bd. 2 (1901)Sp.1222; Deutsches
pe. In: Dtsch. Zs. gericht!. Med. 28 (1940) S. 219- Zeitgenossenlexikon (1905) Sp. 1044;Zieler/Schef-
224 (W; P); VogellEndriß (1943) S. 40; Fischer. fer (1906) S. 258 (W);Kolde (1910) S. 486. 534; Flei-
Bd.2 (1962) S. 1121 (W); Pittroff (1964) S. 65; Kelz scher, Bruno: Dr. Johann N. Oeller. In: Univer-
(1968) S. 63, 73-76 (W) sitätsbund Erlangen. Jahresbericht 1932. S. JOf. (P);
VogeVEndrlB (1943) S. 38, 86; Pittroff (1964) S. 25;
Thuss (1969) S. 7-11 (W);Wendehorst (1993) S. 131
Deller, johann Nepomuk
1900 -1920
Otto, Herbert
geb:30. April 1850, Obernzell/Nieder-
bayern 1957 -1971
gest: 13. Aug. 1932, Erlangen geb: 31. juli 1922, Bremen-Aumund
Konf' eV.-Iuth.
Konf' kath.
Vater: Bäckermeister Eltern: johannes Otto, Betriebsleiter,
Fam: verh. seit 1879 mit Marie Fren-
und Meta Otto, geb. Bumann
zel. drei Kinder Fam: verh. seit 1957 mit Gerda Ho-
Schule:bis 1869 Humanistisches Gym- rand. zwei Kinder
nasium. Passau Schule: Grundschule und bis 1941Ger-
Studium: seit dem WS 1869170 Studi- hard-Rohlfs-Schule. Bremen- Vegesack
um der Medizin in München; 1875 Me- Studium: WS 1946/47 bis SS 1947 Stu-
dizinisches Staatsexamen in München dium der Medizin an der Philosophisch-
Akad. Grade: 1877 Dr. med .. Mün- theologischen Hochschule in Dillingen.
chen; 1879 Habilitation für Augenheil- seit dem WS 1947/48 in Erlangen; 22.
jan. 1952 Medizinisches Staatsexamen
kunde, München
und Approbation in Erlangen
Laufbahn: 1. April 1875wiss. Assistent
an der Augenklinik desAIlgemeinen Städ- Akad. Grade: 1. April 1952 Dr. med ..
tischen Krankenhauses links der lsar in Erlangen; 14. Febr. 1957 Habilitation für
München. Nov. 1878 Niederlassung als Allgemeine Pathologie und Pathologi-
Facharzt. 1879 Privatdozent für Augen- sche Anatomie. Erlangen
heilkunde in München, 1. jan. 1899 Titel Laufbahn: 1941 bis juli 1945 Arbeits-.
und Rang eines ao. Professors; 1. Okt. Kriegsdienst und Gefangenschaft; 24.
1900 o. Professor für Augenheilkunde jan. 1952 Medizinalpraktikant am Pa-
und Direktor der Augenklinik in Erlan- thologisch-anatomischen Institut in Er-
gen, 30. April 1920Emeritierung. noch bis langen; 1. März 1952 Medizinalprakti-
30.0kt. 1920 eigene Lehrstuhlvertretung kant an der Kieferchirurgischen Abtei-
lung des Krankenhauses der Ev. Dia-
Ehrungen: 1894 Bayerischer Hofrat;
konissenanstalt in Schwäbisch Hall; 1.
1911 Bayerischer Verdienst-Orden vom
Sept. 1952 wiederum Medizinalprakti-
Hl. Michael, 4. Klasse; Bayerisches Kö-
kant am Pathologisch-anatomischen In-
nig-Ludwig-Kreuz: 1924BayerischerGe-
stitut in Erlangen, 1. April 1953 wiss. As-
heimer Medizinalrat
Portrait: Portraitsammlung der UBE
sistent, zwischenzeitlich 12. Mai bis 14.
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 12 Lu. 0; ebd. Aug. 1954 Vertretung einer Landarzt-

139
Paschke

praxis in Schwäbisch Hall, 16. Mai 1957 Erlangen; 27. Nov. 1935 Habilitation für
Privatdozent für Allgemeine Patholo- Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Er-
gie und Pathologische Anatomie, 1. langen
Aug. 1963 apl. Professor, Oberarzt und Laufbahn: April bis ]uli 1920 Militär-
Leiter der Abteilung für Experimentelle dienst; 1. Mai 1924 wiss. Assistent an der
und Gewebepathologie am Patholo- Kieferorthopädischen und Prothetischen
gisch-anatomischen Institut, 1.]uni 1966 Abteilung an der Zahnärztlichen Poli-
Wissenschaftlicher Rat; 22.]uni 1971 Di- klinik in Erlangen; 1. Nov. 1927 wiss.
rektor des Pathologischen Instituts der Assistent an der Zahnklinik in Würzburg;
Städtischen Krankenanstalten in Dort-
1. Mai 1930 wiederum wiss. Assistent an
mund, 31. ]uli 1987 Versetzung in den
der Zahnärztlichen Poliklinik in Erlan-
Ruhestand, 1. Aug. 1987 Begründer und
gen, Leiter der Kieferorthopädischen
Leiter eines privaten Pathologischen In-
und Prothetischen Abteilung, März 1933
stituts am St.]ohannes-Hospital in Dort-
bis April 1934 zugleich Medizinalprak-
mund
tikant an der Medizinischen und an der
Literatur: Reichel (1968) S. 33-44 (1N); Kürschner ,
17 (1996) S. lOll Klinik für Hals-, Nasen- und Ohren-
krankheiten, 31. Okt. 1936 Ausscheiden
aus der Klinik, 1. Nov. 1936 Eintritt in
Paschke, Heinrich die Wehrmacht, 17. Aug. 1937 Privat-
1937, 1945, 1950 -1969 dozent für Zahnheilkunde, zugleich
geb: 26.]uni 1901, Bamberg Niederlassung als Zahnarzt in Erlangen;
gest: 3. März 1985, Erlangen 1. Aug. 1939 Hauptarzt beim Wehrbe-
Konf: eV.-Iuth. zirkskommando in Fürth, 1941 Ruf nach
Eltern: ]ohann Paschke, Oberstudien- Krakau abgelehnt; April 1945 kommis-
rat, und Margarete Paschke, geb. Nagel sarischer Leiter der Klinik und Polikli-
Fam:verh. seit 1933 mit Barbara Obau- nik für Zahn-, Mund- und Kieferkrank-
er, keine Kinder heiten in Erlangen, 22. Aug. 1945 Ent-
Schule: 1907-1911 Volks- und Mittel- lassung durch die Militärregierung, Nie-
schule sowie bis 1920 Humanistisches derlassung als Zahnarzt und bis 1958 Be-
Gymnasium, Regensburg trieb einer Privatklinik in Erlangen,
Studium: seit dem WS 1920/21 Studi- 4. Aug. 1950 Wiederemennung zum
um der Zahnmedizin in Erlangen; 17. Privatdozenten für Zahn-, Mund- und
April1924 Zahnmedizinisches Staatsex- Kieferheilkunde, Leiter der Protheti-
amen in Erlangen; 28. April 1924 Ap- schen und Kieferorthopädischen Abtei-
probation als Zahnarzt; seit dem SS 1928 lung der Klinik und Poliklinik für Zahn-,
Studium der Medizin in Erlangen; März Mund- und Kieferkrankheiten, 1951 Ruf
1933 Medizinisches Staatsexamen in Er- an die Humbo1dt-Universität in BerUnab-
langen; 15. Apri11934 Approbation als gelehnt, 30. Juni 1953 apl. Professor, 1.
Arzt Sept. 1954 Diätendozent mit Lehrauftrag
Akad. Grade: 15. Dez. 1924 Dr. med. für Prothetische und Orthopädische
dent., Erlangen; 1. Mai 1934 Dr. med., Zahnheilkunde, 1. Aug. 1957 ao. Profes-

140
Penzoldt

sor für Zahnmedizin. 1958-1962 kom- Konl' eV.-luth.


missarischer Direktor der Klinik und Po- Eltern: Franz Penzoldt. Landgeistli-
liklinik für Zahn-. Mund- und Kiefer- cher. und Anna Penzoldt. geb. D/Bark-
krankheiten. 29. jan. 1962 pers. o. Pro- mann
fessor und Mitvorstand der Klinik und Fam:verh. seit 1885 mit Valerie Bukh
Poliklinik für Zahn-. Mund- und Kiefer- vier Kinder .
krankheiten. weiterhin Leiter von deren Schule: bis 1857 Vorschule und 1857-
Prothetischer und Kieferorthopädischer 1866 Gymnasium. Weimar
Abteilung. 30. Sept. 1969 Emeritierung;
Studium: seit 1866 Studium der Me-
Tätigkeit als niedergelassener Zahnarzt
dizin und der Naturwissenschaften in
in Erlangen
jena. WS 1868/69Tübingen. WS 1869/70
MitgJiedschaften: 1939 Physikalisch-
und seit dem SS 1871 wieder jena; Febr.
medizinische Sozietät. Erlangen; Ge-
1872 Medizinisches Staatsexamen und
sellschaft für Zahnärztliche Prothetik und
Approbation in Tübingen
Werkstoffkunde; Arbeitsgemeinschaft
Akad. Grade: 25. März 1872 Dr. med ..
für Kieferchirurgische Gesichtsprothetik.
jena; 10. März 1875 Habilitation für In-
Chirurgische Prothese; European Ortho-
nere Medizin. Erlangen
dontic Society; International College of
Dentists; Socil§te Fram;aise d'Orthope- Laufbahn: 1870-1872 Kriegs- und Mi-
die DentocFaciale; 1972 jahrespräsident litärdienst; Sommer 1872 wiss. Assistent
der Deutschen Gesellschaft für Kiefer- an der Medizinischen Klinik in Jena; WS
orthopädie 1872/73 Studienaufenthalt in Wien; 1.
April 1873 wiederum wiss. Assistent an
Ehrungen: 1975 Dr. med. dent. h.c ..
der Medizinischen Klinik inJena; 1.Aug.
Rennes
Portrait: Kröncke (5. LU.)
1874 wiss. Assistent an der Medizini-
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 32a Lit. P schen Klinik in Erlangen. 31. Mai 1875
HStAM MK 55031 (1935-85) Privatdozent für Innere Medizin. WS
Literatur: VogeIlEndriß (1943) S. 45; .Prof. Dr. 1876/77 beurlaubt wegen Krankheit. 1.
Paschke heute 60 Jahre·. In: ErE Tagblatt vom April 1878 Oberarzt des Ambulatoriums
26.6.1961 (P); Pittroff (1964) S. 249-251; Weigand
der Medizinischen Klinik. 1. Mai 1882
(1968) S. 126-130 (W); .Prof. Dr. Paschkewird 70
Jahre". In: Er!. Tagblatt vom 26.127.6.1971 (P); ao. Professor für Klinische Propädeu-
Seheekel (1976) S. 9. 19f.; Uni-Kurier. N.F. Nr. 11 tik, WS 1885/86 kommissarischer Leiter
(1976) S. 36. ebd. Nr. 40 (1982) S. 64 (P). ebd. Nr. der Medizinischen Klinik und Poliklinik.
61162 (1985) S. 80 (P); .Professor Heinrich Pasch-
1. Mai 1886 o. Professor für Pharma-
ke wurde 80". In: Er!. Nachrichten vom 27.1
28.6.1981 (P); Kröncke (1984) S. 152. 154f. (P) kologie. WS 1889/90 und WS 1890/91
beurlaubt wegen Krankheit Oeweils ge-
meinsamer Kuraufenthalt mit Gustav
Penzoldt. Franz Hauser in der Schweiz). 15. April 1893
1875 -1920 Direktor des neuen Pharmakologisch-
geb: 12. Dez. 1849. Crispendorf/Thü- poliklinischen Instituts. 1. Okt. 1903 o.
ringen Professor für Medizinische PoUklinik
gest: 19. Sept. 1927. München und Innere Medizin und Direktor der

141
Peter

Medizinischen Klinik, 1900/01 Prorek- Peter. Karl Hermann


tor, 1914-1918 Kriegsdienst, 30. Sept. 1934 -1936. 1947 -1959
1920 Emeritierung geb: 16. April 1896, BommernlWest-
Mitgliedschaften: 1874 Physikalisch- falen
medizinische Sozietät, Erlangen; 1913 gest: 27. März 1959, Erlangen
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kont· eV.-luth.
Innere Medizin; Mitbegründer der Arz-
Eltern: Karl August Friedrich Peter,
neimittelkommission des Deutschen
Lehrer, und Augusta Peter, geb. lahns
Kongresses für Innere Medizin
Fam: verh. seit 1921 mit Anna Voigt
Ehrungen: 1897Bayerischer Verdienst- Schule: 1901-1905 Volksschule, Bom-
Orden vom Hl. Michael, 4. Klasse; l.]an. mern; bis 1914 Realgymnasium, Witten!
1909 Bayerischer Geheimer Hofrat; Ruhr
Bayerischer Verdienst-Orden vom Hl.
Studium: Febr. 1919Studium der Zahn-
Michael, 3. Klasse; Bayerische Prinzre-
medizin in Jena, seit dem SS 1919 Ber-
gent-Luitpold-Medaille in Silber; Kaiser-
lin; 1920 Zahnmedizinisches Staatsex-
Wilhelm-Erinnerungsmedaille; Bayeri-,
amen in Berlin; Ostern 1921 Approbati-
sches König- Ludwig- Kreuz; 1919 Ehren-
on als Zahnarzt; seit dem SS 1929 Stu-
bürger der Stadt Erlangen; 12. Dez. 1919
dium der Medizin in Erlangen; SS 1932
Dr. phil. h.c., Erlangen; 14. Mai 1927
Medizinisches Staatsexamen in Erlan-
Bayerischer Geheimer Rat; 1954 Pen-
gen; 31. März 1933 Approbation als Arzt
zoldtstraße in Erlangen
Akad. Grade: 11. Nov. 1921 Dr. med.
Portrait: Portraitsammlung der UBE
dent., Berlin; 1. Aug. 1933 Dr. med., Er-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr'. 18 Lit. P; ebd. Gol-
denes Buch Nr. 9 Eintrag ohne Datum langen; 23. ]uli 1934 Habilitation für
Literatur:Pagel {190l) Sp.1270;DeutschesZeit- Zahnheilkunde, Erlangen; Nov. 1939Um-
genossenlexikon (1905) Sp. 1080; Zieler/Scheffer habilitierung nach Berlin
(1906) S. 98 (W); Kolde (1910) S. 469. 486. 515. Laufbahn: März bis Aug. 1914 Lehr-
535f.; Stintzing. R.: Franz Penzoldt zum 70. Ge-
burtstag. In: Münch. Med. Wschr. 66 (1919) S.
ling in einer Apotheke in Erfurt; Sept.
1397f.; Franz Penzoldt. In:·Grote. Louis. R. (Hg.): 1914 bis Dez. 1918 Kriegsdienst; 1. Mai
Die Medizin der Gegenwart in Selbstdarstellun- 1921 Niederlassung als Zahnarzt in
gen. Bd. 2. Leipzig 1923. S. 171-186 (W; P);Jamin, Egeln bei Magdeburg; 1. Aug. 1926 wiss.
Friedrich: FranzPenzoldtt. In: Münch. Med. Wschr.
74 (1927) S. 1883f.; ders.: Franz Penzoldt t. In:
Assistent zunächst der Konservierenden,
Dtsch. Arch. kIin. Med. 158 (1928) S. 1f.; Jamin dann der Chirurgischen Abteilung an der
(1943) S. 207-220. hier S. 218 f.; Vogel/Endriß Zahnklinik in Rostock, 1. Mai bis 31.
(1943) S. 7. 36, 84, 88; Bedeutende Männer aus Aug. 1928 beurlaubt als Gastassistent an
Thüringer pfarrhäusern. Bearb. von Willy Quandt.
die Stomatologische Klinik in Budapest;
Berlin 1957. S. 199; .Stadtgeschichte in Straßen-
namen". In: Er!. Tagblatt vom 7.2.1961, S. 21; Fi- 1. Mai 1929 Oberarzt an der Zahnärztli-
scher. Bd. 2 (1962) S. 1189 (W); Pittroff (1964) chen Poliklinik in Erlangen, 28. Nov.
S. 127f.; Hagel (1968) S. 11-23 (W); Eulner (1970) 1934 Privatdozent für Zahnheilkunde,
S. 130,210.615 u.ö.; Bosl, Kar! (Hg.): BoslsBayeri-
SS 1935 Vertreter der Professur für Zahn-
sehe Biographie. Regensburg 1983. S. 578; Neid-
hardt (1985) S. 71-83 (P); Knevelkamp (1990) S. 97- heilkunde; 1. April 1936 Versetzung als
105; Keunecke (1993) S. 87 (Nr. 723). 99 (Nr. 826) Oberarzt an die Zahnklinik in Würzburg,

142
Pfaff

dort Lehrstuhlvertreter für Zahnheilkun- Eltern: Dr. phi!. Wilhelm Pfaff, o. Pro-
de und stellvertretender Leiter der Zahn- fessor für Astronomie und Mathematik
klinik im Range eines ao. Professors; 1. in Erlangen. und Luise Pfaff. geb. Plank
Nov. 1938 aktiver Sanitätsoffizier in der Fam: verh. seit 1859 mit Cäcilie An-
Wehrmacht als Stabsarzt in Berlin. 18. tonie Reinsch. vier Kinder
Nov. 1939 Privatdozent für Zahnheil- Schule: Gymnasium Fridericianum. Er-
kunde in Berlin. 2. April 1941 Titel und langen
Rang eines ao. Professors. Kriegsdienst Studium: seit dem WS 1842/43 Studi-
und bis Jan. 1946 Kriegsgefangenschaft; um der Naturwissenschaften. der Medi-
1. Sept. 1947 Vertreter der ao. Professur zin sowie der Mathematik und der Mi-
für Zahnheilkunde und kommissarischer neralogie in Erlangen
Vorstand der Klinik und Poliklinik für Akad. Grade: 19. Juli 1848 Dr. med ..
Zahn-. Mund- und Kieferkrankheiten in Erlangen; 19. Nov. 1849 Habilitation für
Erlangen. 16. Febr. 1950 ao. Professor Medizin. Erlangen; 1853 Dr. phil.. Erlan-
für Zahnheilkunde (Zahn-, Mund- gen
und Kieferheilkunde) und Vorstand Laufbahn: 21. Dez. 1849 Privatdozent
der Klinik und Poliklinik für Zahn-. für Medizin in Erlangen. 1850 Studien-
Mund- und Kieferkrankheiten. 4. April reisen nach Berlin. Paris und in die Au-
1952 pers. o. Professor. seit dem SS 1958 vergne. 1853 Privatdozent für Mineralo-
wegen Krankheit beurlaubt. 18. Febr. gie an der Philosophischen Fakultät in
1959 Versetzung in den Ruhestand Erlangen. 1. Jan. 1855 ao. Professor für
Mitgliedschaften: 1955 Physikalisch- Mineralogie. 1. Sept. 1863 o. Professor.
medizinische Sozietät. Erlangen seit 1865 zudem Vorstand der Mineralo-
Portrait: Kröncke (s. Lit.) gischen Sammlung. Nov. 1868 zugleich
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 25 Lit. P Lehrstuhlvertretung für Anatomie an der
HStAM MK 44117 (1934-59)
Medizinischen Fakultät. Sommer 1875
Literatur:VogeJlEndriß (1943) S. 44; Asen (1955)
S. 147; Bock, Oskar; Professor Kar! Peter zum Ge-
beurlaubt für eine Forschungsreise in
denken. In; Zahnärztl. Mitt., (...) 47 (1959) S. 370 die Schweiz zur Untersuchung der Glet-
(P); Paschke, Heinrich: Nachruf auf Prof. Kar! Pe- scherbewegung
ter, Erlangen. In: Dtsch. zahnärztl. Zs. 14 (1959) Mitgliedschaften: 1842Burschenschaft
S. 787 f.; ders.: Nachruf auf Kar! Peter. In: Sitzungs-
ber. Phys.-med. Soz. Erlangen 80 (1959) S. 47-49;
Bubenruthia. Erlangen; 1848 Physika-
Weber (1961) S. 29-31; Pittroff(1964) S. 248f.; Wei- lisch-medizinische Sozietät. Erlangen;
gand (1968) S. 123-125 (W); Scheckel (1976) S. 9, 1879KOff.Mitglied der Bayerischen Aka-
18f., 130; Kröncke (1984) S. 153f. (P) demie der Wissenschaften, München,
Mathematisch-physikalische Klasse; 1882
Deutsche Akademie der Naturforscher
Pfaff. Alexius Burkhard Emmanuel
Leopoldina
Friedrich
Ehrungen: 1950 Pfaffweg in Erlangen
1849 -1863 zu Ehren der Professorenfamilie
geb: 17. Juli 1825. Erlangen Portrait: Portraitsamm!ung der UBE
gest: 18. Juli 1886. Erlangen Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 14 Lit. P
Kont eV.-Iuth. HStAM MK 17896 (1849- 1942)

143
Pfann

Literatur:Caspari. Walter: Rede gehalten ... bei 145; Engelhardt (1843) S. 36f.. 171, 251; Vo-
der Beerdigung des Herrn Dr. Friedrich Pfaff. Er- geVEndriß (1943) S. 30; Schwarzach (1966) S. 22-
langen 1886 (= LP: Stählin S. 106); Gümbel: Ale- 24; Glaßer (1967) S. 13-17 (w); Killian (1980) S.
xius Pfaff. In: ADB. Bd. 25 (1887) S. 581 f.; FS Phys.- 307; Knevelkamp (1990) S. 19-23
med. Soz. Erlangen (1908) S. 48; Kolde (1910)
S. 425. 535; VogeVEndriß (1943) S. 34. 98; Plttroff
(1964) S. 134f.; Kovacsics (1967) S. 82 (w): Jae-
Pflaumer. Eduard Ludwig Julius
nicke (l993) S. 657
DBA 948.210 1918 -1937
geb: 28. Febr. 1872. Göggingen/Kreis
Augsburg
Pfann. Matthias Georg gest: 17. Febr. 1957. Herrsching am
1743 -1750 Ammersee
geb: 3. akt. 1719. Bruck bei Erlangen Konf: eV.-Iuth.
gest: 16. Juni 1762. Erlangen Eltern:GeorgPflaumer. Prokurist. und
Eltern: Dr. med. Georg Pfann. Arzt. Lina Pflaumer. geb. Butz
und? Pfann. geb. Kießlin Fam: verh. seit 1903 mit Emilie Bach-
Schule: Vorschule und seit 1728 Pri- ' mann. keine Kinder
vatunterricht. Fürth; 1731-1735 (Altes) Schule: 1878·1882 Volksschule und bis
Gymnasium. Nürnberg 1891 Gymnasium St. Stephan. Augsburg
Studium: 1735-1736 Studium der Me- Studium: WS 1891 bis SS 1896 Studi-
dizin in Altdorf. seit dem SS 1736 Jena. um der Medizin in München. Genf und
SS 1739 wieder Altdorf Erlangen; 1896 Medizinisches Staatsex-
Akad. Grade: 12. akt. 1739 Lic. med .. amen in Erlangen; 1896 Approbation;
Altdorf; 29. Juni 1740 Dr. med .. Altdorf 1903 Argentinisches Staatsexamen in
(in absentia) Buenos Aires
Laufbahn: März 1740 bis 1741 Studi- Akad. Grade: 23. Juli 1895 Dr. med ..
enreise nach Sachsen und Straßburg; Erlangen; 28. Juni 1918 Habilitation für
1741 Niederlassung als Arzt in Bruck; 3. Urologie. Erlangen
akt. 1743 o. dritter Professor der Arz-
Laufbahn: 1896-1897 klin. Assistent an
neikunde in Erlangen. SS 1749 Prorek-
einer Privatklinik in Nürnberg; 1897-1899
tor. 1750 Niederlegung der Professur; 1.
Volontärassistent im Krankenhaus am Ur-
akt. 1750 wiederum Niederlassung als
ban sowie am Krankenhaus Bethanien in
Arzt in Bruck. seit akt. 1752 zugleich
Berlin; 1899-1903klin. Assistent am Deut-
Bataillonsphysikus in Erlangen. 1754
sehen Hospital in Buenos Aires (Argenti-
Wirklicher Militärphysikus. 1760 erneu-
nien). 1903Niederlassung als Facharzt für
ten Ruf nach Erlangen abgelehnt Chirurgie und Führung einer Privatklinik.
MitgJiedschaften: 1751 Deutsche Aka- 1910·1912 zudem Chefarzt des Deutschen
demie der Naturforscher Leopoldina Hospitals. 1901, 1904 und 1910 jeweils
Ehrungen: 1750 Brandenburgischer halbjährige Studienaufenthalte an der Uro-
Rat; 1754 Brandenburgischer Hofrat logischen und Chirurgischen Klinikin Ber-
QueJ1en: UAE T. II Pos. 1 Nr. 2 Lit. P
Literatur: Will. Georg Andreas: Nürnbergisches
lin sowie in Paris und Breslau; Jan. bis
Gelehrten-Lexicon. T. 3. Nürnberg 1757. S. 139- akt. 1913wiss. Assistent am Biologischen

144
Podleschka

Institut der Chante in Berlin; Okt.1913 In: Würzburger medlzinhistorlsche Mitteilungen


wiss. Assistent am Pathologischen Insti- 14 (1996) S. 81-83
tut, seit 15. Nov. 1913 an der Chirurgi-
schen Klinik in Erlangen, Aug. 1914 bis Podleschka, Kurt
März 1917 und Juli 1918 bis ]an. 1919
1947 -1967
Kriegsdienst, 7. Aug. 1918 Privatdozent
geb: 23. Nov. 1902, PohrlitzlMähren
für UrologischeChirurgie, 21.Aug.1919
gest: 17.]an. 1999, Nümberg
Oberarzt, Begründer und Leiter der Uro-
logischen Abteilung an der Chirurgischen
Kont kath.
Fam:verh.
Klinik und des Ambulatoriums für Harn-
wegserkrankungen, 12.Mai 1922Titelund Schule: Gymnasium, Znaim/Stumme
Rang eines ao. Professors, 26. Febr. 1930 (Mähren)
Lehrauftrag für Urologische Chirurgie, Studium: Studium der Medizin in Wien
Ende SS 1937 Erlöschen der Lehrbefug- und an der deutschen Karls-Universität
nis; 1. Aug. 1936 Vorstand der Urologi- in Prag; Medizinisches Staatsexamen und
schen Klinik der Städtischen Krankenan- Approbation in Prag
stalten in Nümberg, Febr. 1947Versetzung Akad. Grade: 1927 Dr. med., Prag;
in den Ruhestand April 1939 Habilitation für Geburtshilfe
Mitgliedschaften: 1893Corps Onoldia,
und Gynäkologie, Prag; 1947 Umhabi-
Erlangen; Kampfverband Stahlhelm; 1918 litierung nach Erlangen
Physikalisch-medizinische Sozietät, Er- Laufbahn: 1927 Medizinalpraktikant
langen; 1925 KOff. Mitglied der Wiener, an der Chirurgischen Abteilung des Städ-
1926 der Italienischen, 1930 der Argen- tischen Krankenhauses in Znaim; 1930
tinischen und 1933 der Portugiesischen wiss. Assistent an der Frauenklinik der
Urologischen Gesellschaft; Vorsitzender deutschen Karls-Universität in Prag,
der Deutschen Gesellschaft für Urolo- 1939 Privatdozent für Geburtshilfe und
gie, 1949 Ehrenmitglied Frauenheilkunde; 1940Vorstand der Ge-
Portrait: Joos (5. Llt.)
burtshilflich-gynäkologischen Abteilung
Quellen: UAET.ll Pos. 2 Nr. 20 Lit. P; ebd. Gol- des Staatskrankenhauses in Mährisch
denes Buch Nr. 129 Eintrag vom 31.12.1926 Ostrau; 1945 Oberarzt an der Poliklinik
HStAM MK 35638 (1918-55) der Frauenklinik in Erlangen, 17.0kt.1947
Literatur: Kielleuthner, 1.: Eduard Pflaumer zum Privatdozent für Frauenheßkunde, 8.
70. Geburtstag. In: Münch. Med. Wschr. 89 (1942)
S. 198f.; .Prof. Dr. Pflaumer 70 Jahre alt'. In: Erl.
Juni 1948 apl. Professor, WS 1949/50 bis
Tagblatt vom 26.2.1942; VogeVEndriß (1943) S. SS 1950 Lehrstuhlvertreter für Gynäko-
41; .Prof. Dr. Eduard Pflaumer 80 Jahre". In: Erl. logie; 1955 Direktor der Städtischen
Tagblatt vom 25.2.1952 (P); Joos, Theodor: Zum Frauenklinik in Nümberg, 31. Nov. 1967
Gedenken an Professor Dr. Eduard Pflaumer. In:
Zs. Urol., (00') 50 (1957) S. 169-171 (P): Krem1lng,
Versetzung in den Ruhestand
Horst: Eduard Pflaumer t. In: Münch. Med. Wschr. Mitgliedschaften: 1948 Physikalisch-
99 (1957) S. 526 f.; Heidacher (1960) S. 117f., 169, medizinische Sozietät, Erlangen; 1963bis
175; Fischer. Bd. 2 (1962) S. 1207 rN); Pittroff 1964 Vorsitzender der Bayerischen Ge-
(1964) S. 50f.; Schmldt (1967) S. 50-56 (W); WIt-
tern (1993) S. 415; Kremling, Horst: Eduard Pflau-
sellschaft für Geburtshilfe und Frauen-
mer (1872-1957). Ein Wegbereiter der Urologie. heilkunde, später Ehrenmitglied

145
Praqe

Portrait: Er!. Tagblatt (s. Lit.) langen, 1924 Prosektor, 25. Juni 1925
Literatur: Michelsson (1939) S. 369 0N); Kirch-
Privatdozent für Anatomie und An-
hofflPolacsek (1960) S. 389 0N); "Prof. Dr. Pod-
thropologie, März und April 1926 be-
leschka 60 Jahre alt". In: Er!. Tagblatt vom 23.
urlaubt für einen Studienaufenthalt an
11.1962 (P); Koerting (1968) S. 206. 224f.; "Kurt
Podleschka 80 Jahre". In: Er!. Nachrichten vomder Zoologischen Station in Neapel, 27.
23.11.1982 (P); Stark. Günther und Kurt Pod- Juni 1931 Titel und Rang eines ao. Pro-
leschka: Kurt Podleschka (* 1902). In: Zander. Jo-
sef und Fritz Zimmer (Hg.): Die Bayerische Ge-
fessors,5.Jan.1932KonservatoramAna-
tomisehen Institut, seit 1938 zusätzlich
sellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde.
München 1987. S. 85-87 (P); Wendehorst (1993) Lehrauftrag für Rassenkunde und Ver-
S. 240; Kürschner 17 (1996) S. 1054; "Ex-Klinik-
erbungslehre, 1939 bis 1941 und 1945
direktor starb mit 96 Jahren." In: Nordbayerische
Zeitung vom 21.1.1999
Kriegsdienst. 4. Juli 1945Entlassung durch
die Militärregierung, Betrieb eines pri-
vaten .Laboratoriums für Anthropologie
Praqe, Andreas und Erbbiologie" in Erlangen, Tätigkeit
1925 -1945. 1955 -1963 als Gerichtsgutachter für erbbiologische
geb: 3. Febr. 1892, Bremen , Untersuchungen, 23. Nov. 1955 Wieder-
gest: 6. Sept. 1963, San Sebastian (Spa- ernennung zum apl. Professor
nien) Mitgliedschaften: 1924 Physikalisch-
medizinische Sozietät, Erlangen; Vorsit-
Vater: OUo Pratje, Kaufmann
zender der Ortsgruppe Erlangen der
Fam: verh. seit 1922, zwei Kinder; in
Deutschen Gesellschaft für Rassenhy-
2. Ehe seit 1936 mit Johanna Stephan,
giene
vier Kinder Portrait: Er!. Tagblatt 1957 (s. Lit.)
Schule: seit 1898 Vorschule und 1901- QuelIen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 24 Lit. P; ebd. 25/6
1910 Neues Gymnasium, Bremen HStAM MK 44143 (1925-73)
Literatur:Vogel/Endriß (1943) S. 42; "Prof. Dr.
Studium:seit 1910 Studium der Natur-
Dr. Andreas Pratje 65 Jahre alt". In: Er!. Tagblatt
wissenschaften und der Medizin in Mün- vom 2.2.1957 (P); "Prof. Dr. Dr. Pratje 70 Jahre
chen, 1911 Leipzig, seit 1912 Freiburg/ alt". In: Er!. Tagblatt vom 3.14.2.1962 (P); "Zum
Br. und 1919-1920 Studium der Medizin 70. Geburtstag von Andreas Pratje". In: Anthro-
pologischer Anzeiger 25 (1962) S. 303; "Prof. Dr.
in Breslau; 19. Juli 1920 Medizinisches
med. Andreas Pratje. Erlangen. t". In: Homo. Zs.
Staatsexamen und Approbation in Bres- für die vergleichende Forschung am Menschen 14
lau (1963) S. 190; "Prof. Dr. Dr. Pratje gestorben". In:
Akad. Grade: 12. Okt. 1917 Dr. rer. Er!. Tagblatt vom 9.9.1963; Pittroff (1964) S. 15;
Berwind (1968) S. 22-27 0N); Wendehorst (1993)
nat., Freiburg/Br.; 22. Juli 1920 Dr. med., S. 183. 203; Wittern (1993) S. 386. 389. 392f.
Breslau; 13. Mai 1925 Habilitation für
Anatomie und Anthropologie, Erlangen
Laufbahn: 1914-1918 Kriegsdienst; Ranke, OUo Friedrich Walter Karl
1. Febr. 1919 wiss. Assistent am Zoolo- 1946, 1947 -1959
gischen Institut in Breslau; 1. Aug. 1921 geb: 17. Aug. 1899. München
wiss. Assistent am Anatomischen Insti- gest: 19. Nov. 1959, Erlangen
tut in Halle/S.; 1. Okt. 1922 wiss. Assi- Konf: ev.-luth.
stent am Anatomischen Institut in Er- Eltern: Dr. med. Karl Ranke, Leiter ei-

146
Ranke

ner Psychiatrischen Kuranstalt, und Ma- der Arbeits- und Wehrphysiologischen


ria Ranke, geb. Linde Abteilung am Luftfahrtmedizinischen
Fam: verh. seit 1926 mit Ida Micheler, Forschungsinstitut, 1939 Lehrauftrag für
fünf Kinder Arbeits-, Sport-und Wehrphysiologie an
Schule: 1910-1916 Theresien-Gymna- der Universität, 1939 Einrichtung des
sium, München Zentralarchivs der Wehrmacht, 1940-
1941 Kriegsdienst, 30. Juni 1945 Entlas-
Studium: seit 1919 Studium der Me-
sung aus der Wehrmacht; Niederlassung
dizininMünchen und 1921-1923 in Frei-
als Facharzt; 17. Okt. 1945 bis 5. April
burg/Br.; 3. Dez. 1923 Medizinisches
1946 Internierung und "wissenschaftli-
Staatsexamen in Freiburg/Br.; 27. Dez.
ches Verhör" durch die Britische Militär-
1924 Approbation; 1924-1926 Studium
behörde; 1. Mai 1946 kommissarischer
der Mathematik und der Technischen
Leiter des Physiologischen Instituts in
Mechanik an der TH in München (Rocke-
Erlangen, 1. Aug. 1946 Entlassung durch
feIler-Stipendiat)
die Militärregierung; Aug. 1946 Nieder-
Akad. Grade: 18. Dez. 1924 Dr. med.,
lassung als praktischer Arzt in Pöcking
Freiburg/Br.; 25. Juli 1931 Habilitation bei Starnberg; 16. Sept. 1947 o. Profes-
für Physiologie, Heidelberg; 1935 Um- sor für Physiologie und Direktor des
habilitierung nach Berlin Physiologischen Instituts in Erlangen
Laufbahn: 1916-1918Kriegsdienst und Mitgliedschaften: 1927Kampfverband
bis 1919 Freicorps Epp; 1924 Medizinal- Stahlhelm; 1949 Physikalisch-medizini-
praktikant am Städtischen Krankenhaus sche Sozietät, Erlangen; Deutsche Ge-
in München-Schwabing; 1925 Volon- sellschaft für Kreislaufforschung; stän-
tärassistent am Pathologisch-anatomi- diger Sekretär der Deutschen Physiolo-
schen Institutin Freiburg/Br., 1926wiss. gischen Gesellschaft
Assistent; 1.April 1928Volontärassistent Portrait: Keidel 1961 (5. Lit.)
am Physiologischen Institut in Basel Quellen: HStAM MK 44163 (1935-60)
(Stipendiat der Notgemeinschaft Deut- Literatur: Asen (1955) S. 154: ,Universität trau-
scher Wissenschaft), 1929 wiss. Assis- ert um Prof. Ranke'. In: Er!. Tagblatt vom 20.
tent; 1.April 1930 wiss. Assistent am Phy- 11.1959 (P): Keidel, Wolf-Dieter: Professor Dr.
med. Dtto Fritz Walter Karl Ranke t. In: Dtseh.
siologischen Institut in Heidelberg, 25. med. Wschr. 85 (1960) S. 1020-1022 (P): ders.:
Juli 1931 Privatdozent für Physiologie, Nachruf auf Dtto F. Ranke. In: Sitzungsber. Phys.-
SS 1934 Lehrstuhlvertretung für Physio- med. Soz. Erlangen 81 (1960/61) S. 35-38 (P): Wet-
logie; 1.Aug. 1935 Hilfsassistentam Phy- terer, Erik: QUo Ranke t. In: KIin. Wschr. 38 (1960)
S. 414f.: Keidel. Wo1f-Dieter: Otto F. Ranke t. In:
siologischen Institutin München; 1.Nov. Erg. Physiologie 51 (1961) S. 20-37 (W: P): Ber-
1935 als Wehrmachtsangehöriger Stabs- wind (1968) S. 171-177 (W); Wendehorst (1993)
arzt am Luftfahrtmedizinischen For- S. 233
schungsinstitut der Militärärztlichen Aka-
demie in BerUn, 1935 Privatdozent für
Physiologie an der Friedrich-Wilhelms-
Universität, 7. Juli 1936 Titel und Rang
eines ao. Professors, 1. Juli 1937 Leiter

147
Rech

Rech. Walter Portrait: Der Spiegel (s. Lit.)


Quellen: HStAM MK 44171 (1934-61)
1946 -1949
Literatur: Michelsson (1939) S. 378 (W); .Du
geb: 8. Okt. 1896. Köln wirst das verstehen'. In: Der Spiegel vom 20.7.1950.
gest: 21. Sept. 1975. München S. 6-8 (P); Kirchhoff/Polacsek (1960) S. 403 (W);
Löhberg. Gisela: PersonalbiblIographien von Pro-
Vater: Frauenarzt fessoren und Dozenten der Geburtshilfe und Frau-
Fam: verh .. drei Kinder enheilkunde an der Medizinischen Fakultät der
Studium: seit 1914 Studium der Me- Universität München ... Diss. med. Erlangen-Nürn-
berg 1971, S. 194-197 (W); Zander, losef und lu-
dizin in Heidelberg und Bonn; 1920 Me- Ilus Ries: In memoriam Professor Dr. Walter Rech.
dizinisches Staatsexamen in Heidelberg; In: Münch. Med. Wschr. 118 (1976) S. 479 (P); Kür-
1. Juli 1921 Approbation schner 16 (1992) S. 2899; Wendehorst (1993) S. 227
Akad. Grade: 29. Juli 1921 Dr. med ..
Heidelberg; 27. Juli 1929 Habilitation für
Regelsberger, HerrnannFriedrich Ludwig
Frauenheilkunde. Heidelberg
1927 -1940. 1958 -1983
Laufbahn: 1915-1919 Kriegsdienst; 1.
geb: 23. Nov. 1891, Neuhausen bei
Jan.1921 Medizinalpraktikantam Patho-
Schaffhausen
logischen Institut in Heidelberg. 1. Juli
1921 Volontärassistent; 1. Nov. 1922 Vo- gest: 28. April 1985, Erlangen
lontärassistent am Physiologischen In- Konf:kath.
stitutin Würzburg; 1. April 1923 Volon- Eltern: Friedrich Regelsberger. Gehei-
tärassistent an der Frauenklinik in Hei- mer Regierungsrat, und Ida Regelsber-
delberg. 15. Okt. 1924 wiss. Assistent. 27. ger, geb. Limpert
Juli 1929 Privatdozent für Frauenheil- Fam:verh. seit 1922 mit Liselotte Cum-
kunde; 1. Mai 1934 wiss. Assistent an der merow, geb. Hofmann, sechs Kinder
Frauenklinik des Allgemeinen Kranken- Schule: 1897-1900 Progymnasium, Ber-
hauseslinksder IsarinMünchen.l0. Dez. lin-Schöneberg; 1901-1909 Humanisti-
1934 Privatdozent für Frauenheilkunde. sches Gymnasium. Berlin-Steglitz
19. Nov. 1936 Titel und Rang eines ao. Studium: SS 1909 Studium der Natur-
Professors. 1. Juni 1941 Oberarzt. 1945 wissenschaften und der Medizin in Frei-
Entlassung durch die Militärregierung; burg/Br., seit dem WS 1909/10 der Me-
14. Jan. 1946 Lehrstuhlvertreter für Ge- dizin in Göttingen, WS 1911/12 Mün-
burtshilfe und Frauenheilkunde in chen, WS 1912/13 Berlin und SS 1913
Erlangen, 6. Febr. 1947 Entlassung durch wieder München; Aug. 1915 Medizini-
die Militärregierung. 1. Nov. 1947 Wie- sches Staatsexamen in München; 1.Sept.
dereinsetzung als Lehrstuhlvertreter, 2. 1915 Approbation
Aug. 1949 erneute Entlassung; 1. April Akad. Grade: 25. Nov. 1917 Dr. med.,
1950 Wiederernennung zum apl. Pro- Tübingen; 27. Juni 1927 Habilitation für
fessor in München und Wiedereinstel- Innere Medizin und Physikalische Un-
lung als Oberarzt der Frauenklinik des tersuchungsverfahren. Erlangen; 30. März
Allgemeinen Krankenhauses links der 1944 Umhabilitierung an die Medizini-
Isar. Leiter der Hebammenschule. 31. sche Akademie, Düsseldorf: 8. Aug. 1958
Okt. 1961 Versetzung in den Ruhestand Rückhabilitierung nach Erlangen

148
Reich

Laufbahn: 1915-1918 Kriegsdienst; Regelsberger 70 Jahre". In: Er!. Tagblatt vom 22.1
Jan. 1919 Volontärassistent am Städti- 23.1 1.1961, S. 36 (P); Plttroff(1964) S. 140f.; Kürsch-
ner 10 (1966) S. 1942; Hagel (1968) S. 84-93 (W);
schen Krankenhaus in Berlin-Schöne- .Prof. Regelsberger 80 Jahre". In: Er!. Tagblatt vom
berg und an der Lungenheilanstalt in 23.11.1971 (P); Uni-Kurier. N.F. Nr. 13 (1976)
Sternberg/Ostmark; 1. Okt. 1919 wiss. S. 51 f. (P). ebd. Nr. 41 (1982) S. 50 f. (P). ebd. Nr.
Assistent am Physiologischen Institut in 63/64 (1985) S.103f. (P); .Prof. RegelsbergerOO".
In: Er!.N~chrichten vom 23.11.1981 (P); .Prof. Regels-
Tübingen; 1. Okt. 1921 wiss. Assistent berger t . In: Er!. Nachrichten vom 3.5.1985 (P)
an der Medizinischen Klinik in Erlan-
gen. 3. Aug. 1927 Privatdozent für In-
nere Medizin und Physikalische Un- Reich. Gottfried Christian
tersuchungsverfahren sowie Leiter 1794 -1800
der Röntgenabteilung an der Medizini- geb: 19. Juli 1769. Schloß Kaiserham-
schen Klinik. 25.Nov. 1933Titel und Rang mer bei Wunsiedel
eines ao. Professors. 1. April 1934 Ober- gest: 5. Jan. 1848. Berlin
arzt. 8. Febr. 1938 bis 31. Dez. 1940 be- Vater: Georg Matthäus Reich. Castellan
urlaubt als Lehrstuhlvertreter für Innere
Farn: verh. seit 1799
Medizin und als stellvertretender Direk-
Schule: Privatunterricht; Vorschule.
tor der Medizinischen Klinik in Münster;
Arzberg/Oberfranken; seit 1784 Huma-
1. Juli 1940 Chefarzt der Inneren Abtei-
nistisches Gymnasium. Bayreuth
lung und Nervenklinik des Städtischen
Studium: seit dem SS 1788 Studium
Krankenhauses Nord in Dortmund. 1.
der Medizin in Jena. SS 1791 Erlangen
Mai 1944Privatdozent mit Titel und Rang
Akad. Grade: 26. März 1793 Dr. med.
eines ao. Professors an der Medizini-
et chir. und Venia legendi für Arznei-
schen Akademie in Düsseldorf. 1941-
1946 Kriegsdienst und amerikanische kunde.Erlangen
Kriegsgefangenschaft. Entlassung durch Laufbahn: 10. Juli 1794 ao. Professor
die Militärregierung. Sommer 1946 kurz- für Arzneikunde in Erlangen. Dez. 1799
zeitig Betreiben einer Privatpraxis in Er- bis April 1800 Studienaufenthalt an der
langen. Herbst 1946 wiederum Chefarzt Charite in Berlin; 1800 Niederlassung als
in Dortmund und apl. Professor in Düs- Arzt in Berlin. Professor am Collegium
seldorf. 31. März 1958 Versetzung in den medico-chirurgicum in Berlin. Okt. 1810
Ruhestand; 31. Aug. 1958 Privatdozent ao. Professor für Medizin an der neuen
und apl. Professor für Innere Medizin Friedrich-Wilhelms-Universität. seit Juli
in Erlangen 1811 Professor an der Medizinisch-chir-
urgischen Akademie für das Militär
Mitgliedschaften: 1923 Physikalisch-
(Friedrich- Wilhelm-Institut)
medizinische Sozietät. Erlangen; 1939In-
Mitgliedschaften: 1794 Korr. Mitglied
ternationale Gesellschaft für Biologische
der Linneischen Gesellschaft. Landon;
Rhythmusforschung. Stockholm
1794 Akademie gemeinnütziger Wis-
Portrait: Uni-Kurier (5. LU.)
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 54 LU. R
senschaften zu Erfurt; 1796 Helvetische
HStAM MK 55080 (1927-85) Gesellschaft korrespondierender Ärzte
Literatur:VogeVEndriB (1943) S. 43; .Hermann und Wundärzte. Zürich; 1797 Korr. Mit-

149
Reiher

glied der Medizinischen Gesellschaft, 1952 Approbation


London und der naturforschenden Ge- Akad. Grade: 10. Febr. 1951 Dr. med.,
sellschaft, Halle/S.; 1800Deutsche Akade- Erlangen; 19. Febr. 1959 Habilitation für
mie der Naturforscher Leopoldina; 1801 Gynäkologie und Geburtshilfe, Erlangen
Kaff. Mitglied der Holländischen Gesell- Laufbahn: 1939-1945 Arbeits-, Kriegs-
schaft der Wissenschaften, Haarlern; 1802 dienst und amerikanische Kriegsgefan-
Gesellschaft naturforschender Freunde. genschaft; 2. Mai 1950 Tätigkeit in ei-
Berlin; 1803 Medizinische Gesellschaft, nem privaten Pathologischen Institut in
Montpellier Siegen; 1. Okt. 1952 wiss. Assistent an
Ehrungen: 1794 Ehrenmitglied der Bo- der Frauenklinik in Erlangen, 1.Mai 1959
tanischen Gesellschaft, Regensburg; 1800 Privatdozent für Gynäkologie und Ge-
Erhalt einer jährlichen Pension vom burtshilfe, 14. Mai 1973 apl. Professor;
Preußischen König für eine medizini- seit dem 1. Mai 1961 Chefarzt der Ge-
sche Entdeckung; 1813 Ritter des Russi- burtshilflich-gynäkologischen Abteilung
schenSt. Wladimirordens. 4. Klasse; 1816 des Krankenhauses Weidenau/Sieg.1965
Ritter des Französischen Ordens der Eh- ärztlicher Direktor; 1971Chefarzt der Ge-
renlegion burtshilflich-gynäkologischen Abteilung
Portrait: Portraitsammlung der UBE des Krankenhauses in Siegen
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 12 Lit. R Literatur: Kürschner 12 (1976) S. 2530
Literatur:Callisen. Bd. 15 (1833) S. 424-429 und
Bd.31 (1843) S. 391 f. fW); Engelhardt (1843) S. 78,
81 f., 255; Page!, ]ulius: Gottfried Christian Reich.
Reinmöller, Johannes Albert
In: ADB. Bd. 27 (1888) S. 611; Hirsch. Bd. 4 (1932)
S. 749f.; Vogel/EndriB (1943) S. 31; Asen (1955) 1921 -1935
S. 155; Paetzke. Axel: Die Lehrer der Heilkunde geb: 25. Mai 1877, Bebra/Kreis Roten-
der Universität Erlangen 1792-1818. Diss. med. Er- burg an der Fulda
langen-Nümberg 1966. S. 17f.; Kovacsics (1967)
S. 83-85 WJ); Knevelkamp (1990) S. 57
. gest: 1. März 1955, Heidelberg
DBA 1009, 219-254 fW) Eltern: Adam Reinmöller, Eisenbahn-
beamter, und Barbara Elisabeth Rein-
möller. geb. Triebenstein
Reiher. Karl-Heinz Fam: verh. seit 1906 mit Wilhelmine
1959 -1978 Binder. ein Kind; seit 1910 mit Helene
geb: 29. Okt. 1920. EichenlWestfalen Weise
gest: 23. Febr. 1978, Siegen/Westfalen Schule: Dorfschule, Bebra; bis 1897
Eltern: Carl Reiher, Schulrektor, und Humanistisches Gymnasium. Bad Hers-
Auguste Reiher. geb. Schweisfurth feld
Fam: verh. seit 1947, zwei Kinder Studium: seit WS 1897/98 Studium der
Schule: bis 1939 Oberschule. Wei- Medizin in Würzburg. Marburg/Lahn.
denau/Sieg Gießen und Rostock; Frühjahr 1903 Me-
Studium: seit dem WS 1945/46 Studi- dizinisches Staatsexamen in Rostock; 25.
um der Medizin in Marburg/Lahn, SS März 1904 Approbation als Arzt; seit dem
1950 Erlangen; 5. Dez. 1950 Medizini- WS 1904/05 Studium der Zahnmedizin
sches Staatsexamen in Erlangen; 15.März in München; 7. Dez. 1905 Zahnmedizi-

150
Richter, H.

nisches Staatsexamen und Approbation Portrait: Portraitsammlung der UBE


als Zahnarzt in München Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 41 Lit. R (derzeit
nicht auffmdbar); ebd. Goldenes Buch Nr. 124Ein-
Akad. Grade: 25. Febr. 1905 Dr. med., trag vom 18.6.1923
Rostock; 22. Mai 1909 Habilitation für HStAM MK 35659 (1921-55)
Zahnheilkunde, Rostock Literatur: Blanck. August: Die Mecklenburgi-
schen Ärzte. Schwerin 1929. S. 370; .Prof. Dr. j.
Laufbahn: April bis Okt. 1897 und Reinmöller zum 65. Geburtstag". In: Zahnärztl.
April bis Okt. 1903Militärdienst; 1903/04 Mitt.. (...) 33 (1942) S. 207; VogeVEndriß (1943)
Volontärassistent an der Zahnklinik in S. 8. 41, 89; Paschke. Heinrich: Prof. Dr. j. Rein-
möller 75 Jahre. In: Zahnärztl. Mitt.. (...) 40 (1952)
Breslau; 1. Aug. 1906 Niederlassung als
S. 287 (P); Schlampp. Hans: Prof. Dr. Johannes
Zahnarzt in Rostock, 1907 und 1909 je- Reinmöller zum 75. Geburtstag. In: Dtsch.
weils Lehrauftrag für Zahnheilkunde an zahnärztl. Zs. 7 (1952) S. 719f. (P); Peter. Karl: Jo-
der Universität in Rostock, 26. Mai 1909 hannes Reinmöller zum Gedächtnis. In: Dtsch.
zahnärztl. Zs. 10 (1955) S. 593f.; Schlampp. Hans:
Privatdozent für Zahnheilkunde, 31.
Johannes Reinmöller gestorben. In: Dtsch. Zahn-
Dez. 1910 ao. Professor, Begründung ei- Mund-Kieferhk. 29 (1955) S. 4-6 (P); Weber (1961)
ner privaten Zahnärztlichen Poliklinik, S. 16-26 (P); Janz (1963) S. 210; Pittroff (1964) S.
1914-1918 Kriegsdienst, 1916 Ruf nach 237-240; Weigand (1968) S. 107-112 (W); Köppen.
Peter: Die Universität Rostock in den Jahren der
Straßburgabgelehnt, 1.Okt. 1919 o. Pro-
revolutionären Nachkriegskrise. Dlss. phi!. Rostock
fessor, 1. Okt. 1920 Niederlegung des 1969. S. 31-38, 155; Scheckel (1976) S. 4, 8. 13.
Ordinariats infolge eines Disziplinar- 110; Baumgart (1982) S. 406, 409; Kröncke (1984)
verfahrens, 1920-1921 Presseleiter der S. 149-152 (P); Sandweg. Jürgen: Erlangen ist eine
Universität. In: Meidinger-Gelse, Inge (Hg.): Er-
Deutsch-Nationalen Partei in Mecklen- langen 1686-1986. Erlangen 1986. S. 17-101. hier
burg; 1. Mai 1921 pers. o. Professor für S. 78-80 (P); Sandweg (1993) S. 106f.; Wendehorst
Zahnheilkunde in Erlangen und Vor- (1993) S. 163. 181. 190-195, 201 (P)
stand der Zahnärztlichen Poliklinik so-
wie Leiter der Abteilung für Chirurgie
und Zahnerhaltungskunde, 1933 Ruf Richter, Hellmuth Wilhelm Ludwig Karl
nach Leipzig abgelehnt, 1933 bis 1935 1932 -1945
Rektor; 23. März 1935 o. Professor für geb: 25. juni 1900, HoechstlMain
Zahnheilkunde in Würzburg. 1. April gest: 18. juli 1958. Augsburg
1935 Rektor. 1. Apri11938 Emeritierung Konf: eV.-Iuth.
wegen Krankheit; Ruhestand an der Eltern: KarlRichter. Prokurist. und Cor-
mecklenburgischen Ostsee. März 1946 nelie Richter. geb. Paul
bis Dez. 1949 sowjetische Internierung Farn: verh. seit 1925 mit Else Ferger,
Mitgliedschaften: Kampfverband Stahl- drei Kinder
helm; 1921 Physikalisch-medizinische Schule: Vorschule und bis 1916 Real-
Sozietät, Erlangen; 1921 als Abgeordne- schule, Hoechst; 1916-1918 Sachsen-
ter für die Deutsch-Nationale Partei Mit- häuser Oberrealschule. Frankfurt/M.
glied im Landtag von Mecklenburg; 1928 Studium: seit dem WS 1918/19 Studi-
Burschenschaft Bubenruthia, Erlangen; um der Medizin in FrankfurtlM.; Herbst
Ehrungen: 1920 Dr. med. dent. h.c .. 1923 Medizinisches Staatsexamen in
Rostock Frankfurt/M.; 15. jan. 1925 Approbation

151
Richter, R

Akad. Grade: 14. Dez. 1923 Dr. med., Konf kath.


Frankfurt/M.; 23. Febr. 1932 Habilitati- Eltern: Richard Richter und Martha
on für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkun- Richter, geb. Manz
de,Erlangen Fam: verh. seit 1955 mit Henriette
Laufbahn: Juni bis Dez. 1918 Kriegs- Thoma, drei Kinder
dienst; 1. Jan. 1924 Medizinalpraktikant Studium: Studium der Medizin an der
an der Medizinischen Klinik in Frank- deutschen Karls-Universität in Prag; 1932
furt/M.; 1. März 1924 Medizinalprakti- Medizinisches Staatsexamen in Prag
kant an der Inneren Abteilung des Städ- Akad. Grade: 1932 Dr. med., Prag;
tischen Krankenhauses in Hoechst. 15. 1940 Habilitation für Dermatologie und
Jan. 1925 Volontärassistent; 1. Juni 1925 Syphilidologie, Prag; Dez. 1947 Umha-
wiss. Assistent an der Ohrenklinik in bilitierung nach Erlangen
Frankfurt/M. und Leiter der dortigen Laufbahn: 1940 Privatdozent für Der-
Röntgenabteilung; 1. Juli 1927 wiss. As- matologie und Syphilidologie an der
sistent an der Klinik für Hals-, Nasen- deutschen Karls-Universität in Prag; Dez.
und Ohrenkrankheiten in Halle/S.; 1.Mai 1945 bis Febr. 1947 Vertreter des Lehr-
1929 Oberarzt an der Klinik für Hals-, Na- 'stuhls für Haut- und Geschlechtskrank-
sen- und Ohrenkrankheiten in Erlangen, heiten in Erlangen, Febr. 1947 Entlas-
23. März 1932 Privatdozent für Ohren-, sung durch die Militärregierung, 24. Dez.
Nasen- und KehlkoptheiIkunde, SS 1947 Wiederernennung zum Privatdo-
1934 Vertretung des Lehrstuhls für Hals-, zenten für Haut- und Geschlechts-
Nasen- und Ohrenheilkunde, 7. Sept. krankheiten, Oberarzt an der Klinik
1939 Titel und Rang eines ao. Profes- für Haut- und Geschlechtskrankheiten,
sors, 1941 Berufung an die geplante Me- 22. Juni 1948 apl. Professor; März 1953
dizinische Akademie nach Krakau kriegs- o. Professor für Dermatologie und Di-
bedingt nicht zustandegekommen, 1944- rektor der Klinik für Hautkrankheiten in
1945 Kriegsdienst, 23. Juli 1945 Entlas- Ankara; 1959 Niederlassung als Facharzt
sung durch die Militärregierung in Nördlingen
MitgJiedschaften: 1929 Physikalisch- MitgJiedschaften: 1948 Physikalisch-
medizinische Sozietät, Erlangen medizinische Sozietät, Erlangen
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 46 Li!. R Quellen: HStAM MK 55097 (1947-59)
HStAM MK 05096 (1932-74) Literatur: Koerting (1968) S. 243, 250; Thuss
Literatur:Vogel/Endriß (1943) S. 44, 89; Kürsch- (1969) S. 91-99 (W); Hornstein, Otto P.: Chronik
ner8 (1954); Pittroff(1964) S.97-99;Weigand (1968) der Dermatologischen UniversitätsklInik Erlangen.
S. 54-64 (W); Watzek (1987) S. 73-81 (P); Schnal- Erlangen 1993, S. 13, 16
ke (1989) S. 45-50; Wendehorst (1993) S. 204

Ried, Franz Jordan von


Richter, Richard 1839 -1846
1945 -1953 geb: 11. Febr. 1810, Kempten/Allgäu
geb: 28. Aug. 1906, Obereinsiedel/ gest: 11. Juni 1895, Jena
Böhmen Schule: Gymnasium Fridericianum, Er-
gest: 26. Juni 1970, Nördlingen langen

152
Rix

Studium: seit 1828 Studium der Me- S. 356. 382. 536; VogeVEndriß (1943) S. 33; Gie-
dizin in Erlangen und Würzburg; Herbst se/Hagen (1958) S. 579f.; Heidacher (1960) S. 54.
56. 63. 168, 171; Pittroff (1964) S. 44f.; Kovacsics
1835 Medizinisches Staatsexamen in (1967) S. 80 fYJ); Killian (1980) S. 240; Müller, Diet-
Bamberg und München hard u.a.: Zur Entwicklung der Ausbildungsge-
Akad. Grade: 8. Sept. 1832 Dr. med., staltung in der Inneren Medizin ... bis zur Mitte
Erlangen; 1839 Habilitation für Chirur- des 19. Jahrhunderts. In: Wilhe1ml. Bernd (Hg.):
Jenaer Hochschullehrer der Medizin. Jena 1988,
gie, Erlangen S. 21-42. hier S. 37-40; Wittern (1993) S. 346
Laufbahn: 1832 wiss. Assistent an der DBA 1034. 424-426 fYJ)
Entbindungsanstalt in Erlangen, Okt.
1832 bis März 1833 Vertretung der Ge-
Rix, Erich
burtshilfe, Studienreise nach München
1955 -1964
Aug. 1833 wiss. Assistent an der Medi~
geb:29. Sept. 1900, Warburg/Westfalen
zinischen Abteilung am Universitäts-
gest: 10. Aug. 1964, Nümberg
krankenhaus in Erlangen, seit Aug. 1834
Konf: eV.-Iuth.
an der Chirurgisch-augenärztlichen Ab-
Eltern: Julius Rix, Oberpostsekretär.
teilung, Jan. bis Juni 1836 beurlaubt für
und Franziska Rix, geb. Bielert
eine Studienreise nach Berlin (Reisesti-
Fam: verh. seit 1930 mit Dr. med. Elli
pendium) ,Juli 1836 wiederum wiss. As-
sistent an der Chirurgisch-augenärztli- Schemann. drei Kinder
chen Abteilung in Erlangen, Febr. bis Schule: 1907-1911 Volksschule, War-
Okt. 1838 deren kommissarischer Lei- burg; 1911-1918 und Jan. bis Juli 1919
ter, Ende 1838 Niederlassung als prak- (Sonderlehrgang für Kriegsteilnehmer)
tischer Arzt, 23. Nov. 1839 Privatdozent Humanistisches Gymnasium, Warburg
für Chirurgie, 1840 Studienreise nach Studium: seit dem WS 1919/20 Studi-
Paris und Straßburg (Staatsstipendium) ; um der Medizin in Heidelberg. WS 1920/
März 1846 o. Professor für Chirurgie und 21 Göttingen, seit dem SS 1922 Marburg/
LahnundFreiburg/Br.; 17. Febr. 1925 Me-
Direktor der Chirurgischen Klinik in Jena,
Rufe nach Greifswald (1849). Marburg/ dizinisches Staatsexamen in Marburg/
Lahn (1850). Würzburg (1853) und nach Lahn; 1. März 1926 Approbation
Kiel (1864) abgelehnt. 1884 Emeritierung Akad. Grade: 10. März 1926 Dr. med ..
Marburg/Lahn; 23. Febr. 1932 Habilita-
Mitgliedschaften: 1839 Physikalisch-
tion für Allgemeine Pathologie und Pa-
medizinische Sozietät, Erlangen, 1858
thologische Anatomie. Marburg/Lahn;
Ehrenmitglied; 1862 Deutsche Akademie
16. Juni 1955 Umhabilitierung nach Er-
der Naturforscher Leopoldina
Ehrungen: 1853 Sächsischer Hofrat; langen
Laufbahn: Juni 1918 bis Jan. 1919
1858 Sächsischer Geheimer Hofrat; 1882
Kriegsdienst; Febr. 1925 Medizinalprak-
Ehrenbürger der Stadt Jena; 1890 Groß-
tikant am Pathologischen Institut in Mar-
herzoglich Sächsischer Wirklicher Ge-
burg/Lahn. seit Aug. 1925 an der I. Me-
heimer Rat und Exzellenz; 1892 Verlei-
dizinischen Abteilung des Städtischen
hung des persönlichen Adels
Krankenhauses in Berlin-Westend. seit
Quellen: UAE T. Il Pos. 1 Nr. 24 Lit. R
Literatur: Enge1hardt (1843) S. 94; Ko1de (1910) 1. März 1926 als Rockefeller-Stipendiat

153
RosenthaI

Studienaufenthalt an der Chemischen Rosenthal. Isidor


Abteilung des Pathologischen Instituts 1872 -1913
und an der Abteilung für Gewebezüch- geb: 16. Juli 1836. Labischin/Bezirk
tung des Instituts für Krebsforschung der Bromberg (Posen)
Charite in Berlin. seit Sept. 1926 am In- gest: 2. Jan. 1915, Erlangen
stitut für Infektionskrankheiten .Robert- Kont· mosaisch
Koch"; seit dem 1. April 1927 Studien- Vater: Landarzt
aufenthalt am Pathologischen Institut in
Fam:verh. seit 1869 mit Anna Höber
Marburg/Lahn (Rockefeller-Stipendiat). ein Kind .
1. akt. 1927 wiss. Assistent. 23. Febr.
Schule: 1846-1855 Humanistisches
1932 Privatdozent für Pathologie und Pa-
Gymnasium. Bromberg
thologische Anatomie. 28. Juli 1938 Ti-
Studium: 1855-1859 Studium der Me-
tel und Rang eines ao. Professors; 1939-
dizin in Berlin; WS 1859/60 Medizini-
1945 Kriegsdienst. seit akt. 1940 als Lei-
sches Staatsexamen und Approbation in
ter der Pathologisch-anatomischen Ab-
Berlin
teilung des Tropenmedizinischen Insti-
tuts der Militärärztlichen Akademie in ' Akad. Grade: 16. Juli 1859 Dr. med ..
Berlin; 12. März 1863 Habilitation für
Berlin; 13. Juli 1942 Direktor des Pa-
Physiologie und Medizinische Physik.
thologischen Instituts am Robert-Koch-
Krankenhaus in Berlin-Moabit sowie Berlin
1942 Titel und Rang eines ao. Profes- Laufbahn: 1. Mai 1859 wiss. Assistent
sors; 1. Aug. 1944 Ernennung zum Vor- am Physiologischen Institut in Berlin. 12.
stand des Pathologischen Instituts der März 1863 Privatdozent für Physiologie.
Städtischen Krankenanstalten in Nürn- 1864. 1866. 1870/71 Kriegsdienst. SS
berg. Antritt im März 1945. 24. Jan. 1946 1867 beurlaubt für eine Studienreise
Entlassung durch die Militärregierung. nach Paris und London (Blumenbach-
4. Febr. 1947 Wiedereinstellung. 1955 Stipendiat) . 13. Juli 1867 ao. Professor
zugleich Direktor der Städtischen Kran- für Physiologie; 1. April 1872 o. Profes-
kenanstalten in Nürnberg; 28. akt. 1955 sor für Physiologie in Erlangen und bis
Privatdozent und apl. Professor für All- SS 1897 zusätzlich für Hygiene. Leiter
gemeine Pathologie und Pathologi- der Physiologischen Abteilung am Ana-
sche Anatomie in Erlangen tomischen Institut. 1876 Direktor des
neuen Physiologischen Instituts. 1. akt.
MitgJiedschaften: 1945 Deutsche Ge-
1913 Emeritierung
sellschaft zur Förderung der Naturwis-
Mitgliedschaften: 1859 Mitbegründer
senschaft. Marburg/Lahn; 1946 Medizi-
und erster Vorsitzender des Physikali-
nische Gesellschaft. Nürnberg; 1958 Phy-
schen Vereins (später Physiologische
sikalisch- medizinische Sozietät. Erlangen
Quellen: HStAM MK 55105 (1927-45)
Gesellschaft). Berlin; 1867 Mitglied des
Literatur:Asen (1955) S.160; Kürschner 9 (1961) ersten Vorstands des Gewerbemuseums.
S. 1670; Auerbach (1979) S. 348 Berlin; Medizinischer Verein .Raison-
neurO'. Berlin; 1872 Physikalisch-medi-
zinische Sozietät. Erlangen. 1874-1877

154
Rosshirt

stellvertretender Vorstand. 1877-1881 und Rosshirt. Johann Eugen


1907-1908 Vorstand; Gemeinnütziger Ver- 1833 -1872
ein. Erlangen; 1884-1897 für die Fort- geb: 11. Nov. 1795. Oberscheinfeld/
schrittliche Volkspartei Mitglied im Kol- Mittelfranken
legium der Gemeindebevollmächtigten gest: 13. Juli 1872. Erlangen
Erlangen Vater: Adam Franz Rosshirt. Kammer-
Ehrungen: Ritter des Bayerischen Ver- rat
dienst-Ordens vom Hl. Michael, 1. Klas- Fam: verh., sechs Kinder
se; 1888 Ehrenpreis aus dem Elisabeth- Schule: Chirurgenschule. Bamberg
Thompson-Science-Fond; 1906 Ehren-
Studium.·Studium der Medizinin Würz-
bürger der Stadt Erlangen; 1908 Bayeri-
burg
scher Geheimer Hofrat; 1909 Dr. phil.
Akad. Grade: 16. Aug. 1817 Dr. med ..
h.c .. Erlangen; 1909 Kommandeur des
Würzburg
Ordens der Krone Italiens; 1913 Bayeri-
Laufbahn: 1817 Niederlassung als prak-
scher Geheimer Rat
tischer Arzt in Bamberg. 1820 Physikats-
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Quellen: UAE T. 11Pos. I Nr. 32 Lit.R; ebd. Gol- examen, Mai 1823 Prosektor der Chirur-
denes Buch Nr. I Eintrag ohne Datum genschule in Bamberg. 6. Febr. 1829 leh-
Nachlaß: UB Erlangen rer an der Kgl. Hebammenschule. 1829-
Literatur: Schultz, Oscar: Isidor Rosentha!. In: 1833 Medizinalassessor des Medizinal-
Münch. Med. Wschr. 44 (1897) S. 508f. (P); Page!.
komitees; 13. Jan. 1833 o. Professor für
Bd. 2 (1901) Sp. 1426f. (W; P); Deutsches Zeit-
genossenlexikon (1905) Sp. 1207; RosenthaI. earl: Geburtshilfe in Erlangen und Direktor
Zum 70. Geburtstag von Isidor Rosentha!. In: der Geburtshilflichen Klinik, 22. Okt.
Münch. Med. Wschr. 53 (1906) S. 1361 f.; FS, Isi- 1833 Aufnahme in die Fakultät und An-
dor Rosenthai zur Vollendung des 70. Lebensjah-
fang 1834 in den Senat, SS 1836 und SS
res gewidmet. Leipzig 1906 (P); Zieler/Scheffer
(1906) S. 42f. (W); FS Phys.-med. Soz. Erlangen 1850 Lehrstuhlvertretung für Staatsarznei-
(1908) S. 52f., 73, 106; Kolde (191O)S. 419f., 476, kunde.Jan. bis Juli 1841 kommissarischer
536; Lenz, Max: Geschichte der Königlichen Fried- Leiter der Chirurgischen Abteilung am
rich-Wilhelms-Universität zu Berijn. Bd. 3. Hal-
Universitätskrankenhaus, 7. Okt. 1868 als
le/S. 1910, S. 156; Ewald, J. Richard: Zum Anden-
ken an Isldor Rosenthal. In: Berliner klin. Wschr. Direktor der Geburtshilflichen KlinikVer-
52 (1915) S. 278f.; Höber, Rudolf: I. Rosenthai t. setzung in den Ruhestand, noch bis zum
In: Münch. Med. Wschr. 62 (1915) S. 293f.; WI- Ende des SS 1872 Vorlesungstätigkeit
ninger, Salomon: Große Jüdische National-Biblio-
Mitgliedschaften: 1833 Physikalisch-
graphie. Bd. 5. Nendeln/Liechtenstein 1925/36, S.
248;VogeVEndriß (1943) S. 35, 85; Asen (1955) S. medizinische Sozietät. Erlangen, 1853-
163; Plttroff (1964) S. 199; Schwartz (1969) S. 27- 1855 stellvertretender Vorstand. 1855-
40 (W); SponseI. Inge: Drei Lebensbilder - Jüdi- 1857 Vorstand; 1843 Korr. Mitglied der
sche Schicksale in unserer Stadt, Isidor Rosentha!.
medizinischen Gesellschaften in Brüs-
In: Das neue Erlangen 45 (1978) S. 3310-3312;
WendehorstiPfeiffer (1984) Tafelteil Nr. 114 (P); seI und Lyon
Gräf/Braun (1986) S. 13-15 (P); Sandweg, Jürgen: Ehrungen: 1858 Ritter des Bayenschen
Erlangen Ist eine Universität. In: Meidlnger-Geise, Verdienst-Ordens vom Hl. Michael, 1.
Inge (Hg.):Erlangen 1686-1986.Erlangen 1986,S. 17-
Klasse; 1867 Ehrenbürger der Stadt Er-
101, hier S. 66f.; Keunecke (1993) S. 87 (Nr. 728);
Wendehorst (1993) S. 132; Wittern (1993) S. 351f. langen

155
Rüd

Portrait: Portraitsammlung der UBE Laufbahn: Jan. 1934 Medizinalprakti-


Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 23 Lit. R
kant am Pathologischen Institut in Mün-
HStAM GA 14362 St. Mich. 1858
literatur: Callisen. Bd. 16 (1833) S. 32lf. ('N);
chen, seit Sept. 1934 an der Medizini-
Engelhardt (1843) S. 94. 252; Winckel. F.: Johann schen Poliklinik des Allgemeinen Städ-
Eugen Rosshirt. In: ADB. Bd. 29 (1889) S. 259f.; tischen Krankenhauses links der Isar, 21.
Frommel (1901) S. 80f.; FS Phys.-med. Soz. Er- Dez. 1934 Volontärassistent am Patho-
langen (1908) S. 25. 47; Kolde (1910) S. 308. 483.
573; Deuerlein (1928) S. 9-12; Hirsch. Bd. 4 (1932)
logischen Institut in München, 1. April
S. 886; Kurz. Will!: Geschichtliches und Medizini- 1935 wiss. Assistent; 16. Febr. 1936 wiss.
sches über die Entbindungsanstalt zu Erlangen zur Assistent an der Chirurgischen Klinik in
Zeit Dr. Eugen Roßhirts 1833-1868. Diss. med. Er- Erlangen, 1942-1950 Kriegsdienst und
langen 1943. bes. S. 6-8. 21-24. 61-64 (P); Vo-
sowjetische Kriegsgefangenschaft, 8.Jan.
geVEndriß (1943) S. 33. 87; Heidacher (1960) S.
54. 69; Kirschner (1967) S. 16f.; Kaulbars-Sauer 1950 wiederum wiss. Assistent an der
(1969) S. 110-113 ('N); Böhmer. Paul: Die medi- Chirurgischen Klinik, 20. Febr. 1951 Pri-
zinischen Schulen Bambergs in der ersten Hälfte vatdozent für Chirurgie, 16. März 1952
des 19. Jahrhunderts. Diss. med. Erlangen-Nürn-
Oberarzt, 22. Juli 1957 apl. Professor;
berg 1970. S. 116f.; Frobenius. Wolfgang: Zimmer
mit Aussicht für die .Schmerzenstöchter". In: Gynä- seit 1957 Chefarzt des Krankenhauses in
kologisch-geburtshllfllche Rundschau 36 (1996) . Günzburg/Donau
S. 163-168 (P) MitgJiedschaften: 1951 Physikalisch-
DBA 1057. 46-48 ('N)
medizinische Sozietät, Erlangen
Quellen: HStAM MK 44227 (1951-60)
Literatur: Heldacher (1960) S. 170. 178;Schmldt
Rüd, Hugo (1967) S. 57-61
1951-1959
geb: 27. Juli 1909, Obernburg/Unter-
franken Rudolph, Johann Philipp Julius
gest: 6. ]an. 1960, Günzburg/Donau 1770 -1797
Eltern: Eduard Rüd, ]ustizinspektor, geb: 4. Dez. 1729, Marburg/Lahn
und Margarete Rüd, geb. Spahn gest: 5. März 1797, Erlangen
Fam: verh. seit 1939 mit Ursula Konf: eV.-Iuth.
Grampp Eltern: Sebastian Rudolph, Hospital-
Schule: Volksschule, Obernburg; bis verwalter und Schultheiß, und Christine
1928 Humanistisches Gymnasium, Elisabeth Rudolph, geb. Huth
Aschaffenburg Fam: 1775 verh. mit Barbara Veroni-
Studium: 1928-1930 Studium der Me- ka Geyer, keine Kinder
dizin in Würzburg, seit dem WS 1930/31 Schule: Privatunterricht; Stadtschule,
München; 21. Dez. 1933 Medizinisches Marburg/Lahn; Wundarzt-Lehre in Mar-
Staatsexamen in München; 21. Dez. 1934 burg/Lahn und Kassel; Prüfung zum
Approbation Kompaniefeldscher in Kassel
Akad. Grade: 5. Mai 1938 (27. Juni Studium: seit dem WS 1765/66 Studi-
1935 Rigorosum) Dr. med .. München; um der Medizin und der Mathematik in
14. Dez. 1950 Habilitation für Chirurgie, Erlangen
Erlangen Akad. Grade: 23. Jan. 1768 Dr. med.,

156
Saar

Erlangen; 1769 Venia legendi für Arz- Rudolph. Johann Philipp Julius jun.
neikunde, Erlangen 1792 -1796
Laufbahn: Kompanie-Feldscher in geb: 24. Dez. 1766, Erlangen
Kassel;ca. 1745 Studienaufenthalt in Straß- gest: 1. Dez. 180 I, Erlangen
burg; 1746-1754 Chirurg der französi- Konf: eV.-Iuth.
schen Armee. Kriegsdienst und Tätigkeit Eltern: Dr. jur. Johann Christoph Ru-
in Hospitälern in Douay und in der Bre- dolph. o. Professor der Rechte in Erlan-
tagne; Febr. 1755 als holländischer Schiffs- gen, und Clara Julia Rudolph. geb. Geyer
chirurg Reise nach Batavia (Ostindien) , Schule: Gymnasium Fridericianum, Er-
von dort aus Reisen nach Japan, China langen
und Indonesien, Kriegsdienst im hollän- Studium: seit 1781 Studium der Me-
dischen Heer in Bengalen (Indien). Juni dizin in Erlangen
1765 Rückkehr nach Europa; 1765 Be- Akad. Grade: 12. März 1790 Dr. med.,
such seines Bruders Johann Christoph Erlangen; 4. Febr. 1792 Venia legendi
Rudolph. Professors der Rechte in Er- für Arzneikunde, Erlangen
langen; WS 1766/67 Studienaufenthalt Laufbahn: 1790-1792 Studienaufent-
in Straßburg; 1. Jan. 1770 ao. Professor halt in Paris (Stipendiat des Markgrafen
für Arzneikunde, besondersfiir Wund- Alexander von Ansbach); 1792 Privat-
arzneikunde in Erlangen, 12. Mai 1774 dozent für Arzneikunde in Erlangen.
o. vierter Professor der Arzneikunde in 28. April 1793 ao. Professor und Pro-
Erlangen. 1791 o. dritter Professor. 1793 sektor am Anatomischen Theater; 8.
o. zweiter Professor April 1796 zweiter Stadtphysikus in
Mitgliedschaften: 1790 Deutsche Aka- Windsheim
demie der Naturforscher Leopoldina Portrait: Portraitsammlung der UBE
Ehrungen: 177 4 Brandenburgischer Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 10 Lit. R
Literatur: Engelhardt (1843) S. 77, 122. 255;
Hofrat
Hirsch. Bd. 4 (1932) S. 911; VogeVEndriß (1943)
Portrait: Portraitsammlung der UBE
S. 31: Paetzke, Axel: Die Lehrer der Heilkunde der
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 6 ~it. R Universität Erlangen 1792-1818. Diss. med. Erlan-
Literatur: Harleß. Christoph Gcittfrted: In me- gen-Nürnberg 1966, S. 16; Kovacslcs (1967) S. 87f.
moriam Joannis Philippi Julii Rudolph. Erlangen DBA 1063, 312-318 (W)
1797 (= Nrf.: Stählin S. 122); Engelhardt (1843)
S. 63. 68. 252; Martius (1847) S. 33; Hirsch. Bd. 4
(1932) S. 911; VogellEndriß (1943) S. 30; Witsche!'
Heinrich: Die Physiologie zu Erlangen. Diss. med. Saar. Heinrich
Erlangen-Nürnberg 1964. S. 99f.; Schwarzach 1946 -1947
(1966) S. 24-27; Glaßer (1967) S. 78f. (W); Eulner geb: 22. Dez. 1907, Nürnberg
(1970) S. 318. 564; Killian (1980) S. 307: Wittern
gest: 10. Juni 1961. Würzburg
(1993) S. 332f.
DBA 1063, 263-311 (W) Konf: eV.-Iuth.
Eltern: Konrad Saar. Postamtmann.
und Magdalene Saar. geb. Schmidt
Fam:verh. seit 1937 mit Hedwig Fuß.
ein Kind
Schule: 1914-1918 Volksschule. Nürn-

157
Sachs

berg; 1918-1927 Realgymnasium, Nürn- Soziale Medizin in Würzburg, 10. Aug.


berg 1955 o. Professor, WS 1957/58 zugleich
Studium: 1927-1929 Studium der Me- Lehrstuhlvertreter für Pathologie ~
dizin in Würzburg, seit 1929 Erlangen, Quellen: HStAM MK 44236 (1950-71)
Literatur: Pietrusky. Friedrich: Heinrich Saar
1931 Innsbruck und danach wieder Er-
zum Gedenken. In: Dtsch. Zs. gericht!. Med. 52
langen; 10. Dez. 1932 Medizinisches (1961/62) S. 209-211; Kelz (1968) S. 82-84 (W);
Staatsexamen in Erlangen; 10. April 1934 Wenig (1968) S. 255; Hainlein. Brigitte-Ulrike: Zur
Approbation Geschichte der Gerichtlichen Medizin in Würz-
burg. Diss. med. Eriangen-Nürnberg 1970. S. 71-
Akad. Grade: 5. März 1937 Dr. med., 75 (W); Baumgart (1982) S. 1008; Wendehorst
Erlangen; 5. Mai 1941 Habilitation für (1993) S. 227
Gerichtliche Medizin, Bonn; 1.lan. 1943
Umhabilitierung nach Heidelberg
Laufbahn: 12. Dez. 1931 Medizinal- Sachs, Georg Tobias Ludewig
1811 -1814
praktikant an der Frauenklinik in Erlan-
gen, seit dem 12. luli 1933 an der Me- geb:22. April 1786, St.Ruprecht (Öster-
reich)
dizinischen Klinik, 13. Dez. 1933 Vo-
lontärassistent; 15. Okt. 1934 klin. Assi- gest: 6. Mai 1814, Erlangen
Konf: eV.-luth.
stent am Städtischen Krankenhaus in
Straußfurt, 1935 Militärdienst; 1.lan. 1936 Vater: Samuel Sachs, Pfarrer
kIin. Assistent am Pathologischen Insti- Schule: (Altes) Gymnasium, Nürnberg
tut der Städtischen Krankenanstalten in Studium: Studium der Medizin in Tü-
Nürnberg; 1. April 1937 wiss. Assistent bingen, seit 1805 Altdorf, seit 1810 Er-
langen
am Institut für Gerichtliche Medizin in
Bonn, 21. Okt. 1938 Physikatsexamen Akad. Grade: 1811 Dr. med., Erlan-
in Berlin, 1939-1945 Kriegsdienst, 21. Juli gen; 12. Aug. 1812 Venialegendi für Arz-
neikunde. Erlangen
1941 Privatdozent für Gerichtliche Me-
dizin in Bonn; 1. Jan. 1943 Privatdozent Laufbahn: WS 1811112 Privatdozent
für Arzneikunde in Erlangen
für Gerichtliche Medizin in Heidelberg;
Literatur: Kolde (1910) S. 537; VogeIlEndriB
15. Febr. 1944 Ernennung zum o. Pro- (1943) S. 32; Paetzke, Axel: Die Lehrer der Heil-
fessor für Gerichtliche Medizin in Frei- kunde der Universität Erlangen 1792-1818. Diss.
burg/ Br., wegen Kriegseinwirkungen med. Erlangen-Nürnberg 1966. S. 30; Kovacsics
nicht zustande gekommen; 1. Aug. 1946 (1967) S. 88 (W)
DBA 1072. 302
Vertreter des Lehrstuhls für Gerlchtli-
che Medizin in Erlangen, 15. Febr. 1947
Entlassung durch die Militärregierung; Sattler, Hubert
15.0kt. 1948Landgerichtsarzt in Schwein- 1879 -1886
furt; 1. April 1949 wiss. Assistent am Ge- geb: 9. Sept. 1844, Salzburg
richtsmedizinischen Institut in Münster; gest: 15. Nov. 1928, Leipzig
22. Aug. 1950 ao. Professor für Gericht- Konf:kath.
liche und Soziale Medizin sowie Vor- Vater: Kunstmaler
stand des Instituts für Gerichtliche und Fam:verh. seit 1878 mit Mathilde Will,

158
Scheibe

mindestens ein Kind sches Zeitgenossenlexikon (1905) Sp. 1233; Zie-


ler/Scheffer (1906) S. 267 (W); Kolde (1910) S. 420 .
• Schule: 1855-1863 Humanistisches
537; Weiser, Martin: DasLeipziger Medizinische Vier-
Gymnasium, Salzburg tel. Leipzig 1914: Wagenmann. August: Hubert Satt-
Studium: seit dem WS 1863/64 Studi- ler t. 10: Graefes Arch. Ophth. 121 (1928/29) S. 242;
um der Medizin in Wien; 1869 Medizi- Birch-Hirschfeld. Arthur: Hubert Sattler t. 10: Dtseh.
med. Wschr. 55 (1929) S. 71 (P); ders.: Hubert Satt-
nisches Staatsexamen und Approbation ler t. In: K1in. Wschr. 8 (1929) S. 47; ders.: Hubert
in Wien Sattler. In: DBJb. Bd. 10 (1931) S. 226-230; Vo-
Akad. Grade: 1869 Dr. med., Wien; geVEndriß (1943) S. 36. 86; Fischer. Bd. 2 (1962) S.
1365; Pittrolf (1964) S. 22 f.; Steinmetz, Max und Ger-
Pfingsten 1876 Habilitation für Augen-
hard Harlg (Hg.): Bedeutende Gelehrte in Leipzig.
heilkunde, Wien Zur 8OG-Jahr-Feier der Stadt Leipzig. Bd. 2. Leipzig
Laufbahn: Jan. 1869Volontärassistent 1965. S. 99-106; Koertlng (1968) S. 226, 232f.;
an der Augenklinik in Wien, Sept. 1870 Schwartz (1969) S.168-177 (W): Benedum.Jost: 375
Jahre Medizin in Gießen. Katalog. Gießen 1983. S.
wiss. Assistent an der Chirurgischen Kli- 171; Kästner!Thom (1990) S. BOf., 109. 31B
nik, 1. März 1872 als wiss. Assistent wie- DBA 1082. 65-67 (P)
derum an der Augenklinik, Studienrei-
sen nach Deutschland, in die Nieder-
lande, nach England und Frankreich, Scheibe, Arno
1876 Privatdozent für Augenheilkunde; 1911 -1929
1. Jan. 1877 o. Professor für Augenheil- geb: 13. April 1864, Piegel/Sachsen
kunde in Gießen; 1. April 1879 o. Pro- gest: 18. Aug. 1937. München
fessor für Augenheilkunde und Leiter Eltern: Wilhelm Scheibe, Landwirt. und
des Augenheilkundlich-klinischen Insti- Emma Scheibe. geb. Müller
tuts an der Chirurgischen Klinik in Er- Fam: verh. seit 1892 mit Hedwig Lo-
langen; 1. Mai 1886 o. Professor für Au- renz, vier Kinder
genheilkunde an der deutschen Karls- Schule: 1874-1883 Gymnasium, Zeitz
Universität in Prag und Direktor der Au- Studium: 1883-1888 Studium der Me-
genklinik; 18910. Professor der Augen- dizin in Straßburg, Halle/S., München,
heilkunde und Direktor des Iristituts für Breslau und wieder München; 1887 Me-
Augenheilkunde in Leipzig, 1920 Eme- dizinisches Staatsexamen in München;
ritierung 28. Febr. 1888 Approbation
Mitgliedschaften: 1878 Physikalisch- Akad. Grade: 1888 Dr. med., Mün-
medizinische Sozietät, Erlangen. 1895 chen; 16. Juli 1904 Habilitation für Chir-
Ehrenmitglied; langjähriges Mitglied im urgie, München
Vorstand der Deutschen Ophthalmolo- Laufbahn: 28. Febr. 1888 wiss. Assi-
gischen Gesellschaft stent am Otiatrischen Ambulatorium des
Ehrungen: 1895 Sächsischer Gehei- Medizinisch-klinischen Instituts des All-
mer Medizinalrat gemeinen Städtischen Krankenhauses
Portrait: Dtsch. med. Wschr. 1929 (s. Lit.) links der Isar in München, Winter 1888/
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 43 Lit. S 89 beurlaubt an die Ohrenklinik und an
Literatur: FS für Geheim Rat Wilhelm Mauz und
das Pathologisch-histologische Institut
Geheim Rat Professor Dr. Hubert Sattler. Leipzig
1903 (= Graefes Arch. Ophth. 90 (1903)) (P); Deut- der deutschen Karls-Universität in Prag.

159
Scheiffarth

1890 Niederlassung als Facharzt in Mün- (1941) S. 38-41; Fischer. Bd. 2 (1962) S. 1378f.
chen, 1. Jan. 1897 Volontärassistent am (W); Pittroff (1964) S. 93f.; Weigand (1968) S. 19-
26 (W); Watzek (1987) S.45-52 (p);Schnalke (1989)
Otiatrischen Ambulatorium, 29. Juli 1904 S. 31-43 (P); Keunecke (1993) S. 96 (Nr. 806-807)
Privatdozent für Chirurgie, besonders für
Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten; 1.
April 1911 ao. Professor für Ohren-, Na- Scheiffarth, Friedrich
sen- und Kehlkopfuellkunde und Vor- 1949 -1977
stand der Abteilung für Ohren-, Nasen- geb: 3. April 1908, Köln
und Kehlkopfkrankheiten an der Chir- gest: 9. Juni 1996, Erlangen
urgischen Klinik in Erlangen, 1916 Di- Konf' kath.
rektor der neuen Klinik und Poliklinik
Eltern: Kaspar Scheiffarth, Bäckermei-
für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankhei-
ster, und Traudchen Scheiffarth, geb.
ten, zugleich Betreuungsarzt der mittel-
Schäfer
fränkischen Kreistaubstummenanstalt in
Fam: verh. seit 1944 mit Eleonore
Nürnberg, 1921 Gründung einer Abtei-
Thein, ein Kind
lung für Sprach- und Stimmstörungen,
14. Nov. 1922 pers. o. Professor, 1. April Schule: 1914-1918 Elementarschule
1923 o. Professor für Ohren-, Nasen- und und bis 1927 Friedrich-Wilhelm-Gym-
nasium, Köln
Kehlkopfheilkunde, 1. Mai 1929 Emeri-
tierung Studium: seit dem SS 1927 Studium
Mitgliedschaften: 1897 Korr. Mitglied der Medizin in Köln, SS 1929 Innsbruck
SS 1930 Berlin, SS 1931 Wien und WS
der Societe Fran<;aise d'Otologie et de
Laryngologie; 1911 Physikalisch-medi- 1931/32 Paris; 21. Dez. 1933 Medizini-
zinische Sozietät, Erlangen; 1927 Deut- sches Staatsexamen in Köln; 15.Jan. 1935
Approbation
sche Akademie der Naturforscher Leo-
poldina Akad. Grade: 20. Nov. 1936 Dr. med.,
Ehrungen: Bayerisches König-Lud- Hamburg; 30. Juli 1949 Habilitation für
Innere Medizin, Erlangen
wig-Kreuz; Ehrenmitglied zahlreicher
Medizinischer Gesellschaften; 1936 Eh- Laufbahn: 1934 Medizinalpraktikant
renmitglied der Gesellschaft Deutscher an der Psychiatrischen Klinik in Köln,
Hals-, Nasen- und Ohrenärzte 15. Sept. 1934 an der Neurologischen
Portrait: Portraitsammlung der UBE Klinik in Hamburg-Eppendorf; Febr.
Quellen: UAE T. IlPos. 1 Nr. 65 Lit. S: ebd. Gol- 1935 Volontärassistent an der Psychia-
denes Buch Nr. 82 Eintrag vom 18.4.1911 trischen Klinik in Freiburg/Br.; 15. Okt.
HStAM MK 44254 (1904-57) 1935 Volontärassistent an der Neurolo-
Literatur: Zieler/Scheffer (1906) S. 285 (W); gischen Klinik in Hamburg-Eppendorf;
Scheibe, Amold: Die neue Kgl. Universitätsklinik
und Poliklinik für Ohren-. Nasen- und Kehlkopf- Nov. 1936 Volontärassistent an der Me-
krankheiten in Erlangen. In: Arch. Ohr.- Nas.- dizinischen Klinik in Erlangen, 1943
Kehlk.hk., (...) 100 (1917) S. 1-26; .Univ.-Prof. Dr. wiss. Assistent, 12. Nov. 1949 Privatdo-
Scheibe t·. In: Er!. Tagblatt vom 21.8.1937; May- zent 'für Innere Medizin, 16. Nov. 1955
er. Otto: Amo Scheibe zum Gedächtnis. In: Arch.
Ohr.- Nas.- Kehlk.hk., (...) 144 (1938) S. 207-211 apl. Professor und Oberarzt an der Me-
(W): Specht. Fritz: Amo Scheibe. In: Stollreither dizinischen Klinik, 1. April 1966 ao. Pro-

160
ScheUer

fessor für Klinische Immunologie und Studium: Jan. 1919 Studium der Ge-
Leiter der neuen Abteilung für Klinische schichte, seit dem SS 1919 Studium der
Immunologie am Universitätskranken- Medizin in Berlin; Herbst 1924 Medizi-
haus, 1.Juni 1969 o. Professor, 1971 Um- nisches Staatsexamen in Berlin; 1926 Ap-
benennung des Lehrstuhls in Innere probation; 1925-1928 Studium der Phi-
Medizin (Klinische Immunologie). losophie in Berlin
1975 Direktor des neuen Instituts für Kli- Akad. Grade: 6. Febr. 1926 Dr. med.,
nische Immunologie mit Poliklinik, 1. Berlin; 1938 Habilitation für Psychiatrie,
akt. 1976 Emeritierung, noch bis 30. Berlin
Sept. 1977 eigene Lehrstuhlvertretung Laufbahn: 1918-1919 Kriegsdienst;
Mitgliedschaften: 1951 Physikalisch- 1925 Medizinalpraktikant an der Ner-
medizinische Sozietät, Erlangen; 1951 venklinik der Charite in Berlin. 1926 Vo-
Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen lontärassistent, 1931 wiss. Assistent. 1934-
Gesellschaft für Rheumatologie; 1956 1935 beurlaubt für einen Studienauf-
Deutscher Forschungsrat für Allergie- enthalt an der Psychiatrischen Klinik
fragen; Vorstandsmitglied der Deutschen Burghälzli in Zürich, 25. Juli 1938 Privat-
Gesellschaft für Allergie- und Immuni- dozent für Psychiatrie in Berlin, 1939-
tätsforschung; Gesellschaft für Endokri- 1945 Kriegsdienst, 1942 Leiter der Ner-
nologie; Gesellschaft für Arbeitsmedizin; venklinik der Charite, 26. Mai 1943 ao.
Begründer und Vorsitzender des Arbeits- Professor für Psychiatrie; akt. 1945 Chef-
kreises für Klinische Immunologie arzt am Allgemeinen Krankenhaus in
Literatur: Opitz, Gerlinde: Personalbibliogra- Hamburg-Barmbek, seit akt. 1946 Chef-
phien der Professoren der Inneren Medizin an der
arzt der Neurologischen Abteilung am
Universität Erlangen-Nümberg: F. MeytaIer, C.
Korth, F. Scheiffarth, S. Witte. Diss. med. Erlan- Allgemeinen Krankenhaus St. Georg in
gen-Nürnberg 1968, S. 55-91 (W): Uni-Kurier. N. F. Hamburg; 15. Juli 1947 o. Professor für
Nr. 19 (1978) S. 45: Wittern (1993) S. 410: Kürsch- Psychiatrie in Erlangen und zunächst
ner 17 (1996) S. 1191
kommissarischer Leiter, seit 1948 Di-
rektor der Psychiatrischen und Nerven-
ScheUer, Heinrich klinik; 1.Nov. 19510. Professor für Psych-
iatrie und Neurologie sowie Direktor der
1947 -1951
Nervenklinikin Würzburg, 1. April 1969
geb: 5. Jan. 1901, St. Avold/Elsaß-
Emeritierung
Lothringen
Portrait: Zutt (s. Lit.)
gest: 19. Dez. 1972, Würzburg
QuelJen: HStAM MK 44236 (1950-71)
Konf: eV.-luth. Literatur: Asen (1955) S. 169; Gemeth (1969)
Eltern:WilhelmScheller, General, und S. 47-51 (W): HaInlein, Brigitte-Ulrike: Zur Ge-
Anna Scheller, geb. Fritsch schichte der Gerichtlichen Medizin in Würzburg.
Diss. med. Erlangen-Nümberg 1970, S. 134 f.; Zutt,
Fam: verh. seit 1939 mit Dr. med. Eri-
Jürg: In memoriam Heinrich Scheller. In: Der Ner-
ka Scharpegge, ein Kind venarzt 44 (1973) S.386 f. (P); LungershausenlBaer
Schule: Vorschule, Freiburg/Br.; bis (1985) S. 57
1918 Humanistisches Gymnasium. Ber-
lin-Wilmersdorf

161
Schiefer

Schiefer, Wolfgang Peter März 1961 Diätendozent, 17. Dez. 1963


1958 -1980 apl. Professor, 16. April 1965 o. Profes-
geb: 20. Jan. 1919, Münstereifel/Kreis sor für Neurochirurgie und Direktor der
Euskirchen neuen Neurochirurgischen Klinik, 1968
gest: 11. Nov. 1980, Erlangen Ruf nach Köln abgelehnt
Konf: kath.
Mitgliedschaften:seit 1963Mitglied des
Fachausschusses für Neurochirurgie der
Eltern: Dr. phil. Wilhelm Schiefer,
Bayerischen Ärztekammer; 1967 Leiter
Oberstudiendirektor, und Therese Schie-
des ersten Internationalen Symposiums
fer, geb. Meyer
über Echo-Enzephalographie; 1980 Prä-
Fam:verh. seit 1952mit Dorothea Elisa-
sident der Deutschen Gesellschaft für
beth Funke, keine Kinder
Neurochirurgie
Schule: 1926-1930 Volksschule und bis Portrait: Uni-Kurier (s. Lit.)
1935 Dreikönigs-Gymnasium, Köln; bis Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 11 Lit. S
1938 Staatliches Gymnasium, Kleve HStAM MK 55157 (1958-80)
Studium: seit dem 1. Trim. 1940 Studi- Literatur:Heidacher (1960) S. 170. 181; Kürsch-
ner 10 (1966) S. 2127; .Prof. W. Schiefer gestor-
um der Medizin in Münster, WS 1942/4'3 ben". In: Er!. Tagblatt vom 13.11.1980 (P); Uni-
Würzburg und WS 1945/46 wieder Mün- Kurier. N.F. Nr. 35/36 (1981) S. 96f. (P); Wittern
ster; 30. Mai 1946 Medizinisches Staatsex- (1993) S. 414 f.
amen in Münster; 1.Okt. 1947Approbation
Akad. Grade: 4. Juni 1946 Dr. med.,
Schittenhelm. Alfred
Münster; 29. Juli 1957 Habilitation für
Neurochirurgie, Köln; 17. Juli 1958 Um- 1907-1912
habilitierung nach Erlangen geb: 16. Okt. 1874, Stuttgart
gest: 27. Dez. 1954, Rottach-Egern/Te-
Laufbahn: 1938-1945 Arbeits-, Militär-
Kriegsdienst und amerikanische Kriegs- gernsee
Konf: eV.-luth.
gefangenschaft; 1. Juli 1946 klin. Assi-
stent an der Chirurgischen Abteilung des Eltern: Wilhelm von Schittenhelm,
Knappschaftskrankenhauses in Bochum- Oberregierungsrat, und ]ulia Schitten-
Langendreer, 1.Nov. 1949 an der Neuro- helm. geb. Hauck
chirurgischen Abteilung; 1. Nov. 1950 Fam:verh.
wiss. Assistent am Max-Planck-Institut Schule: bis 1892 Humanistische Gym-
für Hirnforschung, Abteilung für Tumor- nasien, Stuttgart und Heilbronn
forschung und experimentelle Patholo- Studium: 1892-1898 Studium der Me-
gie in München; 1. Mai 1951 wiss. Assi- dizin in Tübingen, Genfund Breslau und
stent an der Neurochirurgischen Klinik wieder Tübingen; März 1898 Medizini-
in Köln, 1. April 1957 Oberarzt, 29. Juli sches Staatsexamen und Approbation in
1957 Privatdozent für Neurochirurgie; 1. Tübingen
März 1958 Oberarzt an der Chirurgischen Akad. Grade: 1898 Dr. med., Tübin-
Klinik in Erlangen und Leiter der Neuro- gen; Jan. 1904 Habilitation für Innere
chirurgischen Abteilung, 30. Sept. 1958 Medizin, Göttingen; 1906 Umhabilitie-
Privatdozent für Neurochirurgie, 1. rung nach Berlin

162
Schmelzer

Laufbahn: l.lan. 1899 klin. Assistent 1934 Präsident der Deutschen Gesell-
an der Inneren Abteilung des Karl-Olga- schaft für Innere Medizin; 1940 Präsi-
Krankenhauses in Stuttgart; 1. April 1900 dent des Kongresses der Deutschen Ge-
wiss. Assistent an der Medizinischen Kli- sellschaft für Hämatologie und Onkolo-
nikin Breslau; Okt. bis Dez. 1903 Studien- gie, Wiesbaden
aufenthalt am I. Chemischen Laborato- Portrait: Portraitsammlung der UBE
rium (Philosophische Fakultät) in Ber- Quellen: UAET. II Pos. 1 Nr. 62 Lit.S; ebd. Gol-
denes Buch Nr. 69 Eintrag ohne Datum
lin; lan. 1904 wiss. Assistent an der Me-
HStAM MK 44269 (1934-55)
dizinischen Klinik in Göttingen. 1904 Pri- Literatur: Kolde (1910) S. 486. 538; Reichs-
vatdozent für Innere Medizin. Okt. 1905 handbuch. Bd. 2 (1931) S. 1634; Schittenhelm. AI-
bis luli 1906 beurlaubt für einen weite- fred: Österreichische Feldspitäler im Bereich der
Armee Woyrsch. In: Ärzte und Ihre Helfer im Welt-
ren Studienaufenthalt am I. Chemischen kriege 1914-1918. Helden im weißen Kittel. Redi-
Laboratorium in Berlin; Aug. 1906 wiss. giert von Rudolf Rauch. Klagenfurt. Wien 1936. S.
Assistent an der 11.Medizinischen Kli- 500-503; Ritterbusch (1940) S. 205f .. 209. 212; Vo-
nik der Charite in Berlin. Privatdozent geVEndriß (1943) S. 39; .Prof. Dr. Schittenhelm
70 Jahre". In: Erl. neueste Nachrichten vom 12.
für Innere Medizin. Aug. 1907 Titel und 10.1944; Bauer. Jakob: Alfred Schittenhelm zum
Rang eines ao. Professors; 16. Nov. 1907 75. Geburtstag. In: Dtsch. med. Wschr. 74 (1949)
ao. Professor für Klinische Propädeu- S. 1340 f.; Bürger. Max: Alfred Schittenhelm zum
tik und Geschichte der Medizin in Er- 80. Geburtstag. In: Dtsch. med. Wschr. 79 (1954)
S. 1573f. (P); ders.: Alfred Schittenhelm zum 80.
langen und Oberarzt am Ambulatorium Geburtstag. In: Münch. Med. Wschr. 96 (1954) S.
der Medizinischen Klinik; 1. Okt. 1912 1237; Festnummer zum 80. Geburtstag von Alfred
o. Professor für Innere Medizin und Di- Schittenhelm am 16.10.1954. Leipzig 1954 (= Zs.
rektor der Medizinischen Klinikin Königs- inn. Med .• Leipzig 9 [1954) H. 19/20); Bodechtel,
Gustav: In memoriam Alfred Schittenhelm. In:
berg/Pr .. Aug. 1914 bis Aug. 1917 Kriegs- Münch. Med. Wschr. 97 (1955) S. 145 f.; Frey: AI-
dienst; 1916 o. Professor für Innere Me- fred Schittenhelm zum 80. Geburtstag. In: Zs. ex-
dizin und Vorstand der Medizinischen per. Med .• (...) 125 (1955) S. 1-4 (P); Schütz. E.:
Alfred Schittenhelm. In: Kiln. Wschr. 33 (1955) S.
Klinik in Kiel. 1919 Antritt. Begründer 343 f.; Volbehr. Friedrich und Richard Weyl: Pro-
einer Bioklimatischen Forschungsstelle. fessoren und Dozenten der Chrtstlan-Albrechts-
Rufe nach Leipzig. Wien und Berlin ab- Universität zu KIel 1665-1956. 4. Aufl. KIel 1956.
gelehnt; 1. April 1934 o. Professor für S. 84; Ebel (1962) S. 95; Fischer. Bd. 2 (1962) S.
1389 (VI/); Pittroff (1964) S. 157 f.; Hagel (1968) S.
Innere Medizin und Vorstand der I. Me- 149-164 (VI/)
dizinischen Klinik des Allgemeinen Städ-
tischen Krankenhauses links der Isar in
München, 1945 Entlassung durch die Mi- Schmelzer. Hans
litärregierung, 1949 Verleihung der 1928 -1945, 1949 -1962
Rechte eines emeritierten o. Professors geb: 12. Mai 1897, Pirmasens
Mitgliedschaften: 1908 Physikalisch- gest: 9. Sept. 1986, Barnberg
medizinische Sozietät, Erlangen; 1919 Vater: Wilhelm Schmelzer, Oberin-
Deutsche Akademie der Naturforscher spektor
Leopoldina; 1931 Korr. Mitglied des Ber- Schule:bis 1914 Oberrealschule. Lud-
liner Vereins für Innere Medizin; 1933- wigshafen/Rhein; 1916 Abitur am Gym-

163
Schmid

nasium, Straßburg Schmid, Magnus


Studium: SS 1917 Studium der Medi- 1955 -1974
zin in München, seit dem WS 1917118 geb:22. Aug. 1918.Bischofsheim/Rhän
Straßburg, WS 1918/19 Heidelberg. SS gest: 13. April 1977, Mumau
1920 München und seit dem WS 1920/21 Konf: kath.
wieder Heidelberg; 11. Dez. 1921 Me- Eltern: Franz Xaver Schmid, Landge-
dizinisches Staatsexamen in Heidelberg; richtsdirektor, und Anna Schmid, geb.
Dez. 1922 Approbation Engelmayer
Akad. Grade: 1922 Dr. med., Heidel- Fam:verh. seit 1965 mit Dr. phi!. Käthe
berg; 19. Jan. 1928 Habilitation (Pv.) für Koschmieder
Augenheilkunde, Erlangen Schule: Volksschule. Landsberg/Lech;
Laufbahn: 1914-1918 Kriegsdienst; Humanistische Gymnasien Neuburg/
seit Dez. 1921 Medizinalpraktikant zu- Donau, Bamberg und bis 1937 Kemp-
nächst am Pathologischen Institut. spä- ten/Allgäu
ter an der Neurologischen Klinik in Hei- Studium: seit dem WS 1937/38 Studi-
delberg, Dez. 1922 Volontärassistent an' um der Medizin in München; 1.Febr. 1945
der Neurologischen Klinik. 1. Aug. 1924 Medizinisches Staatsexamen und Not-
wiss. Assistent an der Augenklinik; 1. approbation in München; 1. Sept. 1950
April 1927 wiss. Assistent an der Au- Approbation; seit dem SS 1946 Studium
genklinik in Erlangen. 16. Febr.1928Pri- der Klassischen Philologie, der Alten
vatdozentfür Augenheilkunde, 7. März Geschichte, der Arabistik sowie der Ge-
1934 Titel und Rang eines ao. Profes- schichte der Medizin in München
sors, 1942 Oberarzt, 16. Juli 1945 Ent- Akad. Grade: 23. Jan. 1950 Dr. med.,
lassung durch die Militärregierung, 22. München; 16. Dez. 1953 Habilitation für
Nov. 1949 Wiederernennung zum apl. Geschichte der Medizin. München; 1.
Professor; 1946 Niederlassung als Fach- April 1956 Umhabilitierung nach Erlan-
arzt in Bamberg. Betrieb einer privaten
gen
Augenklinik Laufbahn:Sommer 1937Arbeitsdienst,
MitgJiedschaften: 1951 Physikalisch- 1939-1945 Kriegsdienst; 14. Mai bis 30.
medizinische Sozietät, Erlangen Juni 1945 Hilfsarzt beim Staatlichen Ge-
Ehrungen: Ehrenmitglied des Instituts sundheitsamt in Pima/Elbe; 1. Okt. 1949
Barraquer, Barcelona Medizinalpraktikant an der Nervenkli-
Literatur:Vogel/Endriß (1943) S. 43; .Prof. Hans nik in München, I. Aug. 1950 an der I.
Schmelzer 65 Jahre". In: Er!. Tagblatt vom
15.5.1962; Hollwlch, Fritz (Hg.): Ophthalmologen- Frauenklinik, 1.Nov.1950Volontärassis-
Verzeichnis. Stuttgart 1964, S. 389 f.; Pittroff (1964) tent am Institut für Geschichte der Medi-
S. 28 f.; Kürschner 15 (1987) S. 4050 zin in München, 1952-1954 Habilitations-
Stipendiat der Deutschen Forschungsge-
meinschaft, 16. Febr. 1954 Privatdozent
für Geschichte der Medizin in München,
zugleichPraxisvertretungen, seit WS 1955/
56 zudem Lehrauftrag für Geschichte der

164
Schmidel

Medizin in Erlangen; 1. April 1956 Pri- Schmi(e)del, Casimir Christoph (Chri-


vatdozent für Geschichte der Medizin stian)
in Erlangen, 1. Aug. 1962 Diätendozent 1743 -1763
und Vorstand des Seminars für Ge- geb: 21. Nov. 1718, Bayreuth
schichte der Medizin, 1959 und 1964 For- gest: 18. Dez. 1792. Ansbach
schungsreisen in die Türkei und nach Kont eV.-luth.
Syrien, 13. Febr. 1964 apl. Professor, 11.
Eltern: Dr. med. Georg Comelius
Dez. 1967 o. Professor für Geschichte
Schmidel, Leibarzt des Markgrafen und
der Medizin; 1972 o. Professor für Ge- Kammerrat in Bayreuth. und Elisabeth
schichte der Medizin und Medizinische Dorothea Schmidel, geb. Hösel
Soziologie an der TU in München und
Farn: seit 1751 verh. mit? Seiferheld,
Direktor des Instituts für Geschichte der
keine Kinder
Medizin und Medizinische Soziologie,
Schule: 1728 Vorschule. Amstadtl
zugleich bis 1974 eigene Lehrstuhlver-
Thüringen; seit 1733 Gymnasium. Gera
tretung und kommissarischer Vorstand
des Seminars (seit 21. Dez. 1973 Institut) Studium: 1735 Studium der Medizin,
für Geschichte der Medizin in Erlangen der Botanik und der Naturwissenschaf-
ten in Jena, 1736-1739 in Halle/S. und
Mitgliedschaften: 1958 Physikalisch-
seit Aug. 1739 wieder in Jena
medizinische Sozietät. Erlangen; Vize-
Akad. Grade: 17. Febr. 1742 Dr. med ..
präsident der Europäischen Ärzte-Union
Jena
der World Federation of Doctors; Mit-
Laufbahn: 1742 Niederlassung als Arzt
glied des Wissenschaftlichen Beirats der
in Bayreuth. 1742 Professor der Arznei-
Südosteuropagesellschaft; Vorstandsmit -
kunde an der Friedrichs-Akademie in
glied der Erlanger Fördergemeinschaft
Bayreuth, Anlage eines Botanischen Gar-
des Collegium Alexandrinum; Mitglied
tens; 1743 o. zweiter Professor der Arz·
des Kuratoriums des Deutschen Me-
neikunde, besonders für Anatomie
dizinhistorischen Museums in Ingolstadt
und Botanik sowie Naturgeschichte.
Ehrungen: Ehrenpräsident der Inter- in Erlangen. 1754 Begründer und erster
nationalen Gesellschaft Imago Mundi Vorstand des Anatomischen Theaters.
Portrait: Uni-Kurier (s. Lit.) Ruf nach Göttingen abgelehnt. 1756 und
Literatur: Kürschner 10 (1966) S. 2163; ,Prof. 1758 Studienreisen nach Sachsen. Hol-
Dr. Schmid hielt Antrittsvorlesung'. In: Er!. Tag-
blatt vom 22.5.1969; pfohl, Gerhard: Magnus land und in die Schweiz. 1760 o. erster
Schmid t. In: Nachrichtenblatt der Dtseh. Ges. für Professor der Arzneikunde, Rufe u. a.
GescWchte der Medizin 27. jg. H. 1 (1977) S. 9- nach Göttingen abgelehnt. SS 1745 und
12; Llermann (1977) S. 89 f.; ,Magnus Schmld ge- WS 1758/59 Prorektor; Okt. 1763 leib-
storben'. In: Er!. Tagblatt vom 30.4./1.5.1977; Uni-
Kurier. N.F. Nr. 16 (1977) S. 29f. (P); Goerke.
arzt des Markgrafen Alexander in Ans·
Heinz: Prof. Dr. med. Magnus Schmid t. In: ]b. bach. 1764 Entlassung. Niederlassung als
des Dtseh. MedizinWstorischen Museums 2/1975- Arzt in Ansbach; 1773-1174 Studienrei-
1978. Ingolstadt 1978. S. 30; Locher. Wolfgang: se durch die Schweiz. Frankreich und
Wissenschaft und Umfeld. Habilitationsschrift
med. München 1991, S. 261 f.; Keunecke (1993)
Deutschland; 1775-1776 als Leibarzt Be-
S. 94 (Nr. 784-785) gleiter der Markgräfin Elisabeth Friede-

165
Schmidt, G.

rike Sophie von Bayreuth auf einer Rei- nicke (1993) S. 632; Wittern (1993) S. 317
se nach Frankreich und Italien DBA 1122, 16-111, (W)

Mitgliedschaften: 1750 Deutsche Aka-


demie der Naturforscher Leopoldina; Schmidt, Georg August
1752 Botanische Gesellschaft, Florenz; 1957 -1964
1752 Korr. Mitglied der Holländischen geb: 19. jan. 1923, Ochsenfurt/Main
Gesellschaft der Wissenschaften, Haar- Konf: eV.-luth.
lern; Gesellschaft der Wissenschaften in
Eltern: Hans Schmidt, Bezirkszoll-
Marseille; 1771 Scholarch des Gymnasi-
kommissar, und Friederike Schmidt, geb.
ums in Ansbach
Überreiter
Ehrungen: 1745 Brandenburgischer Farn: verh. seit 1954 mit Elisabeth Os-
Hofrat; 1759Ehrenmitglied der Teutschen termeyer, drei Kinder
Gesellschaft, Erlangen; 1771 Branden- Schule: bis 1933 Grundschule und
burgischer Geheimer Hofrat; 1774 Ehren- 1933-1940 Humanistisches Gymnasium,
mitglied des Instituts der Moral und der Landau/Pfalz (Kriegsabitur)
schönen Wissenschaften, Erlangen; 17, Studium: seit' 1940 Studium der Me-
juli 1783 Magister phi!. h.c., Erlangen dizin in Berlin, Freiburg/Br .. Straßburg
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 1 Lit. S und Tübingen; 18. Nov. 1947 Medizini-
Literatur: Engelhardt (1843) S. 36, 251; Will sches Staatsexamen und vorläufige Ap-
(1885) v.a. S. 20, 24 (W); HeB, W.: Schmidel. In:
ADB. Bd. 31 (1890) S. 700; Leydig, Franz: Kasimir
probation in Tübingen; 14. Febr. 1955
Christoph Schmidel, Naturforscher und Arzt. In: Approbation
Abh. der Naturhistorischen Gesellschaft zu Nüm- Akad. Grade: 21. Nov. 1947 Dr. med.,
berg 15 (1905) S. 325-347; Aign, KW.: Die Fried- Tübingen; 17. Mai 1957 Habilitation für
richsakademie zu Bayreuth 1742/43. In: Arch. für
Geschichte und Altertumskunde von Oberfranken Gerichtliche Medizin, Erlangen
(1918/20) S. 1-30, hier S. 16; Krauß, Hans: Die Laufbahn: 1940-1945 Kriegsdienst und
Leibärzte der Ansbacher Markgrafen. In: Famili- sowjetische Kriegsgefangenschaft; seit
engeschichtlicheSchriften. H. 7 (1941) hierS. 29f.;
Sommer 1945 klin. Assistent am Städti-
VogellEndriß (1943) S. 2, 30, 83; Wohnhaas, Theo-
dar: Miscellanea anatomica zu Kasimir Christoph schen Krankenhaus in Cottbus; 2. jan.
Schmidel. In: Sitzungsber. Phys.-med. Soz. Erlan- 1948 Volontärassistent an der Neuropa-
gen 82 (1962163) S. 27-33; Röhrich, Heinz: Der thologischen Abteilung der Nervenkli-
Botanische Garten der Friedrich-Alexander-Uni-
nik in Tübingen, 1. Aug. 1948 bis 8. jan.
versität Erlangen-Nümberg. 1743-1965. In: Erlan-
ger Bausteine zur fränkischen Heimatforschung 1949 Austauschassistent am Pathologi-
12 (1964) S. 43-54, hier S. 44, 48; Kaiser, Wolfram schen Institut des Städtischen Kranken-
und Heinz Krosch: Zur GescWchte der Medizini- hauses in Ludwigshafen/Rhein und 2.
schen Fakultät der Universität Halle im 18. Jahr- Mai bis 31. Aug. 1949 an der Inneren
hundert. Teil XIII. In: Wiss. Zs. der Martin-Luther-
Universität Halle-Wittenberg 15 (1966) S. 193-247, Abteilung des Marienhospitals in Nie-
hier S. 205, 208; Schwarzach (1966) S. 27-29; Glaßer dermarsberglWestfalen, 13. Sept. 1949
(1967) S. 5-12 (W); Fuchs-Eckert, Hans Peter: Die wiss. Assistent an der Neuropathologi-
'!cones plantarum et analyses partium' des Casi- schen Abteilung der Nervenklinik in Tü-
mir Christoph Schmidel. In: Geck, Elisabeth und
Guido PressIer: FS für Claus Nissen. Wiesbaden bingen; 1. Dez. 1950 wiss. Assistent am
1971, S. 185-276; Knevelkamp (1990) S. 18f.; Jae- Institut für Gerichtliche Medizin und Kri-

166
Schmidt, H.

minalistik in Erlangen, 19. Juli 1957 Pri- Schmidt, Helmut


vatdozent für Gerichtliche Medizin, 1955 -1972
25. Sept. 1963 apl. Professor, 1964 Ruf geb: 29. Nov. 1914, Berlin
nach Gießen abgelehnt; 1. April 1964 o. gest: 19. Juni 1994, Erlangen
Professor für Gerichtliche Medizin und Eltern: Richard Schmidt, Versiche-
Direktor des Instituts für Gerichtliche rungsdirektor, und Alice Schmidt, geb.
Medizin in Tübingen; 1. Nov. 1968 o. Linthe
Professor für Gerichtliche Medizin und Fam:verh. seit 1942 mit Dr. med. Irm-
Direktor des Instituts für Gerichtliche gard Semper , ein (?) Kind
Medizin in Heidelberg, 1981-1983 Pro- Schule: bis 1934 König-Georg-Gym-
rektor, 31. März 1991 Emeritierung nasium, Dresden
Mitgliedschaften: International Asso- Studium: seit dem WS 1934/35 Studi-
ciation of Forensic Toxicologists; Ge- um der Medizin in München, seit 1937
sellschaft für Forensische und Toxiko- Freiburg/Br. und wieder München; 1939
logische Chemie; International Associa- Medizinisches Staatsexamen in Mün-
tion for Accident and Traffk Medicine; chen; 19. Okt. 1939 Approbation
Korr. Mitglied der Polnischen Gesell- Akad. Grade: 13. März 1940 Dr. med.,
schaft für Rechtsmedizin München; 14. Dez. 1949 Habilitation für
Ehrungen: 1983 Ehrenmitglied der Ja- Innere Medizin, München; 12.Febr.1955
panischen Gesellschaft für Rechtsmedi- Umhabilitierung nach Erlangen
zin und der Deutschen Gesellschaft für Laufbahn:Okt. 1939Volontärassistent
Rechtsmedizin; 1983 Jean-Servais-Me- an der Chirurgischen Abteilung des
daille der Gesellschaft für Forensische Krankenhauses in Dresden-Friedrich-
und Toxikologische Chemie; 1985 Me- stadt, seit Febr. 1940 am Pathologischen
daille der International Association for Institut; April 1940bis 1945Kriegsdienst;
Accident and Traffic Medicine; 1988Ver- 1. Juli 1945 klin. Assistent an der Medizi-
dienstkreuz 1. Klasse vom Verdienstor- nischen Abteilung der Städtischen Kran-
den der Bundesrepublik Deutschland; kenanstalten in Nürnberg; Nov. 1947wiss.
1989 Ehrenmitglied der Deutschen Ge- Assistent an der I. Medizinischen Klinik
sellschaft für Verkehrsmedizin; 1992 Fa- des Allgemeinen Städtischen Kranken-
kultätsmedaille der Medizinischen Ge- hauses links der Isar in München, 8. Febr.
samtfakultät, Heidelberg; 1993 Dr. med. 1950 Privatdozent für Innere Medizin; 1.
h.c. der Dokkyo Medizinischen Fakul- Jan. 1951 Leiter der Medizinischen Ab-
tät, Mibu (Tochigi/Japan) teilung des Landeskrankenhauses in Co-
Portrait: Schettler (s. Lit.) burg, 1971Versetzung in den Ruhestand;
Quellen: HStAM MK 55181 (1957-91) seit 14. Mai 1955 Privatdozent für lnne-
Literatur: Kelz (1968) S. 104-111 (W): Barz, Jür- re Medizin in Erlangen
gen u.a. (Hg.); Fortschritte der Rechtsmedizin. FS Mitgliedschaften: 1954 Physikalisch-
für Georg Schmidt. Berlin u. a. 1983;Schettler. Gott-
hard (Hg.); Das Klinikum der Universität Heidel- medizinische Sozietät, Erlangen
berg und seine Institute. BerUn u.a. 1986, S. 225 literatur: Uni-Kurier aktuell. Nr. 3 (l994) S. 11:
(Direktoren und Abteilungsletter) ; Kürschner 17 Kürschner 17 (1996) S. 1224
(1996) S. 1222

167
Schmidt,J.

Schmidt, Josef Ehrungen: 1964Carl-von-Eicken-Preis


1960 -1973 QueJJen: HStAM MK 55182 (1960-73)
geb: 3. Okt. 1920, Wydow/Oberschle- Literatur: Kürschner 11 (1970) S. 2644; Fisch-
bach. Sigrid: Personalbibliographien von Profes-
sien
soren und Dozenten der Kinderklinik und Medi-
gest: 9. Nov. 1976, Münster zinischen Poliklinik der Universität Erlangen-Nüm-
Kom: kath. berg. Diss. med. Erlangen-Nümberg 1971, S. 85-
104 01'/); Uni-Kurier. Nr. 8 (1972) S. 37
Eltern: Josef Schmidt, Hauptlehrer,
und Margarete Schmidt, geb. Nawrath
Farn: verh. seit 1944 mit Dr. Ursula Schmidt, Karl Hermann
Kriegisch, sechs Kinder 1935 -1937
Schule: 1927-1931 Volksschule; bis geb: 27. März 1901. Mainz
1939 Staatliches Friedrich- Wilhelm-Gym- gest: unbekannt
nasium, Gleiwitz/Oberschlesien Kont· eV.-Iuth.
Studium: WS 1939/40 und WS 1941142 Eltern: Karl Schmidt. Oberrechnungs-
bis WS 1944/45 Studium der Medizin in rat, und Clara Schmidt, geb. Würt
Breslau, WS 1945/46 bis WS 1946/47 in Fam:verh.
Erlangen; 18. Okt. 1947 Medizinisches Schule: Volksschule; Realgymnasien,
Staatsexamen in Erlangen; 31. Jan. 1949 Gießen und bis 1920 Darmstadt
Approbation Studium: seit dem SS 1920 Studium
Akad. Grade: 30. Nov. 1947 Dr. med., der Medizin in Frankfurt/M.; 25. Mai 1925
Erlangen; 18. Febr. 1960 Habilitation für Medizinisches Staatsexamen in Frank-
Innere Medizin, Erlangen furt/M.; 7. Juni 1926 Approbation
Laufbahn: 1939-1945 Arbeits-, Kriegs- Akad. Grade: 11. Juni 1926 Dr. med.,
dienst und amerikanische Kriegsgefan- Frankfurt/M.; 6. Febr. 1934 Habilitation
genschaft; 1. Nov. 1947 Medizinalprak- für Chirurgie, Erlangen
tikant an der Medizinischen Poliklinik Laufbahn: 1. Juni 1925 Medizinalprak-
in Erlangen, 1. Dez. 1948 Volontärassis- tikant an der Kinderklinik in FrankfurtlM.,
tent, 1. Nov. 1951 wiss. Assistent. 1. Mai seit dem 1. Okt. 1925 an der Frauenklinik
1960 Privatdozent für Innere Medizin. und seit 1.März 1926an der Chirurgischen
20. Mai 1964 Oberarzt, 1. Mai 1966 apl. Klinik. 1. Juni 1926 Volontärassistent an
Professor, 15. Sept. 1966 leitender Ober- der Chirurgischen Klinik; I.Jan.1929wiss.
arzt der Medizinischen Poliklinik, Auf- Assistent an der Chirurgischen Klinik in
bau und Leitung der Sportmedizinischen Erlangen; 1. Mai 1929 bis 1. Mai 1930 Stu-
Abteilung; 1. April 1973 o. Professor für dienaufenthalt am Forschungsinstitut für
Sportmedizin in Münster Physikalisch-chemische Medizin in Kiel;
Mitgliedschaften:Gesellschaftfür Kreis- 1.April 1931Volontärassistent an der Chir-
laufforschung; Deutsche Räntgengesell- urgischen Klinik in Erlangen, 1.April 1932
schaft; Arbeitsgemeinschaft der Hoch- wiss. Assistent, 1933 Oberarzt an der Chir-
schullehrer für Sportmedizin; Mitglied des urgischen Poliklinik, 12. April 1935 Pri-
ärztlich-wissenschaftlichen Beirats für die vatdozent für Chirurgie, 31. März 1936
Olympischen Spiele 1972 in München Ausscheiden aus der Klinik, noch bis Okt.

168
Schneider

1937 Vorlesungstätigkeit, 31. Dez. 1939 Ehrungen: 1805 Bayerischer Wirkli-


Erlöschen der Lehrbefugnis; 1938Nieder- cher Hofrat
lassung als Facharzt in GemlThüringen; Literatur: Schreger. T.: Biographische Skizze
Nov. 1939 Chefarzt des Bezirkskranken- des verewigten Schmldtmüllers. In: Abh. Phys.-
med. Soz. Erlangen (l810) S. 16-20 (W); Page!, Ju-
hauses in Bad FrankenhausenIK yfthäuser llus: Johann Anton Schmidtmüller. In: ADB. Bd.
Quellen: UAE T. Ir Pos. 1 Nr. 83 Lit. S 32 (l89l) S. 26 f.: Flkenscher. T. 3 (l806) S. 151f.
Literatur:Vogel/Endriß (l943) S. 44: Heldacher (W); Hirsch. Bd. 5 (1934) S. 101
(1960) S. 169. 177; Pittroff (1964) S. 54 f.; Schmldt
(1967) S. 62 f. (W)
Schneider, Friedrich Wilhelm
1892 -1899
Schmidtmüller, Johann Anton
geb: 26. März 1844,Arnstadt, Thüringen
1801 gest: 11. Aug. 1899, Jena
geb: 28. Nov. 1776, Hohenfe1s/0ber- Farn: verh. seit 1870 mit Alexandra
pfalz Mahler, zwei Kinder; seit 1896mit Emma
gest: 7. Mai 1809, Landshut Schätzler
Konf: kath. Schule: Bürgerschule und 1854-1860
Farn: verh. mit? Langsdorff, Kinder Gymnasium, Arnstadt (Dispens vom Ab-
Schule: Marktschule, Hohenfels; Klo- solutorium)
sterschule, Ensdorf/Oberpfalz und Stifts- Studium.·Studium der Medizin in Würz-
schule, Michlfeld/Oberpfalz; Humani- burg (Stipendiat des Ministeriums von
stisches Gymnasium, Amberg/Oberpfalz Schwarzburg-Sondershausen) und Leip-
Studium: seit 1797 Studium der Me- zig; 1869 Zahnärztliches Staatsexamen
dizin in Erlangen Akad. Grade: 1886 Dr. phil., Erlangen;
Akad. Grade: 4. Febr. 1801 Dr. med., 24. Juli 1887 Venia legendi für Zahnärzt-
Erlangen; 28. April 1801 Venia legendi liche Vorlesungen, Erlangen (nach Pv.)
für Arzneikunde, Erlangen La ufbahn: 1860-1862 Militärdienst;
Laufbahn: 1796-1797 N()vize im Stift 1869 Niederlassung als Zahnarzt in Son-
Weißenohe/Oberpfalz; April 1801 Pri- dershausen, 1870/71 Kriegsdienst, 1872
vatdozent für Chirurgie und Gericht- Ernennung zum Hofzahnarzt des Für-
liche Medizin in Erlangen; WS 1801/02 sten von Schwarzburg-Sondershausen;
Studienaufenthalt am Anatomischen The- 1879Niederlassung als Zahnarzt in Plau-
ater in Jena (Königliches Stipendium); enN ogtland; 1886Einrichtung eines pri-
7. Juni 1802 Prosektor am Anatomischen vaten Lehrinstituts für Zahnheilkunde in
Institut in Landshut, Privatdozent für Me- Erlangen, seit dem WS 1887/88 Lehr-
dizin, 1804ao.ProfessorfürMedizin, 1805 tätigkeit an der Universität, 1892 Lehr-
o. Professor für Geburtshilfe und Staats- auftrag für Zahnheilkunde, 12.0kt. 1898
arzneikunde, 1806 zugleich Stadtphysi- .Funktion" eines Lehrers der Zahnheil-
kus in Landshut, 1809 zudem Militärarzt kunde
Mitgliedschaften: Institut der Moral MitgJiedschaften: 1874 Zentralverein
und der schönen Wissenschaften, Er- Deutscher Zahnärzte, 1885-1889 Schrift-
langen führer und 1892-1896 Vorstandsmit-

169
Schneller

glied; 1887 Physikalisch-medizinische Laufbahn: 1. Juli 1911 Medizinal-


Sozietät. Erlangen; 1888 Begründer der praktikant an der Chirurgischen Abtei-
Allgemeinen Deutschen Zahnärztlichen lung des Städtischen Krankenhauses in
Witwenkasse in Nürnberg; seit 1892 Vor- Augsburg; 1. März 1912 Medizinalprak"
sitzender des Vereinsbundes Deutscher tikant an der Medizinischen Klinik in Er-
Zahnärzte langen. 1. Juli 1912 Volontärassistent, 1.
Portrait: Portraitsammlung der UBE Okt. 1912 Volontärassistent am Patho-
Literatur:Schreiter. R.: NekrologDr. phil. Fried-
logisch-anatomischen Institut. 1. Dez.
rich Wilh. Schneider. In: Dtsch. Mschr. für Zahn-
heilkunde 17 (1899) S. 446-448: Schwartzkopff. E.: 1912 wiss. Assistent; März und April 1922
Erinnerungsblätter an Friedrich Schneider. In: Studienaufenthalte an den Instituten für
Dtsch. Zahnärztliche Wschr. 2 (1899) S. 827 f.: Wil- Gerichtliche Medizin in Berlin und Leip-
le, E.: Friedrich Schneider t. In: Dtsch. Zahnärzt-
zig: 1. Aug. 1922 bis 31. Mai 1928 wiss.
liche Wschr. 2 (1899) S. 839 f.: Westphal: Was war
uns Friedrich Schneider? In: Dtsch. Zahnärztliche Assistent an der Gerichtsmedizinischen
Wschr. 2 (1899) S. 884-886; Kolde (1910) S. 480. Abteilung am Pathologisch-anatomi-
538; Haupt, Elise: Das Leben des Hofzahnarztes schen Institut in Erlangen, Juli 1923 Phy-
Dr. Friedrich Schneider, sein Wirken und Schaf- sikatsexamen in München, 23. Aug. 1924
fen in der Zahnheilkunde. Diss. med. Düsseldorf
1938: Vogel/Endriß (1943) S. 37; Witt. Fritz H.: Er- Privatdozent für Gerichtliche Medizin.
eignisse und Gestalten aus der Zahnheilkunde. 3. Febr. bis zum 31. Juli 1931 Vertretung
Dr. Friedrich Schneider 1844-1899. In: Zahnärztl. der ao. Professur für Gerichtliche und
Mitt., (...) 47 (1959) S. 780-782 (P): Weber (1961) Soziale Medizin in Würzburg. Sept. 1945
S. 6-10 (P); Pittroff (1964) S. 233-235: Schwartz
(1969) S. 207-211 (W); Seheekel (1976) S. 4 f.: Entlassung durch die Militärregierung;
Kröncke (1984) S. 146f. (P): Wittern (1993) S. 417 seit 1.Juni 1928Landgerichtsarzt in Strau-
bing; 1. Nov. 1929 Gerichtsarzt in Fürth,
1. April 1932 Landgerichtsarzt am Land-
Schneller, Julius gericht Nürnberg-Fürth. 1934-1945 Bei-
1924 -1945 sitzer am .Erbgesundheitsgericht" in Er-
geb:7. Febr. 1883, Augsburg langen
gest: unbekannt MitgJiedschaften: 1919 Physikalisch-
Koni' eV.-Iuth. medizinische Sozietät. Erlangen
Eltern: Tobias Schneller. Architekt. QueJlen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 75 Ltt. S
und Frieda Schneller. geb. Pfeiffer HStAM MK 35705 (1924-48)
Fam:verh.seit 1911 mitAnnyTroeltsch Literatur: Vogel/Endriß (1943) S. 42; Pittroff
Schule: Volksschule. Gymnasium und (1964) S. 67 f.; Kelz (1968) S. 80-81 (W)
bis 1904 Realgymnasium, Augsburg
Studium: seit dem WS 1904/05 Studi-
Schoberth. Hanns Ernst Friedrich
um der Medizin in München. WS 1909/10
Erlangen; 5. Mai 1911 Medizinisches 1960 -1965
Staatsexamen in Erlangen; 30. Juni 1912 geb:25. Febr. 1922, Selb/Oberfranken
Approbation Koni' ev.-Iuth.
Akad. Grade: Sept. 1912 Dr. med., Er- Eltern: Heinrich Schoberth, Pfarrer,
langen: 4. Juli 1924 Habilitation (Pv.) für und Luise Schoberth. geb. Hebart
Gerichtliche Medizin, Erlangen Fam:verh. seit 1946 mit MariannaPöl-

170
Sch6nhirl

lot. vier Kinder Sch6nhirl, Elimar


Schule: 1928-1933 Volksschule. Rot- 1959 -1964
hausen/Unterfranken; 1933-1936 Altes geb: 17. Okt. 1916. Regensburg
Gymnasium. Würzburg; bis 1940 Neu- gest: 30. März 1989. Marburg/Lahn
es Gymnasium. Nürnberg Kom: kath.
Studium: seit Jan. 1940 Studium der Eltern: Alois Schänhärl, Studienpro-
Medizin in Erlangen. SS 1943 Würzburg. fessor. und Berta Schänhärl, geb. Betz
WS 1943/44 bis WS 1944/45 und seit Fam: verh. seit 1950 mit Margot OU.
dem WS 1946/47 wieder Erlangen; 21. ein (7) Kind
Juni 1948 Medizinisches Staatsexamen Schule: 1923-1927 Volksschule Wun-
in Erlangen; 1. Dez. 1949 Approbation siedel/Fichtelgebirge; bis 1936 Realschu-
Akad. Grade: 10. Jan. 1949 Dr. med .. le. Wunsiedel, und Humanistisches Gym-
Erlangen; 16. Juli 1960 Habilitation für nasium, Straubing
Orthopädie. Erlangen; 1965 UmhabiIi- Studium: seit 1936 Studium der Me-
tierung nach Frankfurt/M. dizin in München, Würzburg und Er-
Laufbahn: 1940-1945 Arbeits- und langen; 10. April 1941 Medizinisches
Kriegsdienst; 1. Sept. 1948 Medizinal- Staatsexamen in Erlangen; 10.April 1943
praktikant an der Orthopädischen Kli- Approbation
nik des Wiehernhauses in Altdorf bei Akad. Grade: 15. Apri11943 Dr. med.,
Nürnberg. 1. Sept. 1949 klin. Assistent; Erlangen; 4. Dez. 1958 Habilitation für
1. Aug. 1952 Leiter der Orthopädischen Hals-, Nasen-. Ohren- und Sprach- und
Abteilung der Chirurgischen Klinik in Stimmkrankheiten, Erlangen; 14. Juli
Erlangen. 1. Okt. 1960 Privatdozent für 1964 Umhabilitierung nach Marburg/
Orthopädie; 1962Chefarzt an der Ortho- Lahn
pädischen Klinik des Städtischen Kran- Laufbahn: 1940-1946 Kriegsdienst
kenhauses in Frankfurt/M .. 1965apl. Pro- und Gefangenschaft; Jan. 1946 bis März
fessor für Orthopädie. seit 1973 Hono- 1948 kIin. Assistent an der Hals-, Nasen-
rarprofessor mit Lehrauftrag für Ortho- und Ohrenabteilung des St.-Martini-
pädie; 1973 Ärztlicher Direktor des Lehr- Krankenhauses in Duderstadt; 1. April
instituts für Physikalische Therapie und bis 30. Juni 1948 Vertretung einer Land-
Sportmedizin an der Ostseeklinik in arztpraxis in Edingen/Neckar; Aug. 1948
Damp/Schleswig-Holstein.1984 Verset- Volontärassistent an der Gynäkologisch-
zung in den Ruhestand geburtshilflichen Abteilung des Städti-
Mitgliedschaften: 1940Burschenschaft schen Hilfs-Krankenhauses Obermün-
Bubenruthia. Erlangen; 1957-1958 Vor- sterin Regensburg, 10.Sept. 1948Volon-
sitzender des Vereins Süddeutscher tärassistent am privaten Pathologischen
Orthopäden Institut von Professor Eugen Kirch; 1.
Quellen: HStAM MK 55204 (1959-62) Mai 1949 Volontärassistent an der Kli-
Literatur:Heidacher (1960) S. 180; Andreae,Ju- nik für Hals-. Nasen- und Ohrenkrank-
lius und Frltz Grleßbach: Die Burschenschaft der heiten in Erlangen. 1. ]an. bis 1. März
Bubenreuther. 1817·1967. Erlangen 1967. S. 288;
Kürschner 16 (1992) S. 3314 (W)
1950 Gastassistent an der Hals-. Nasen-

171
Schottky

und Ohrenklinik in Münster, 15. Nov. furt/O.


1951 wiss. Assistent in Erlangen. 9. Febr. Studium: 1921-1924 Studium der Me-
1959 Privatdozent für Hals-, Nasen-, dizin in Berlin, seit 1924 in Tübingen
Ohren- und Sprach- und Stimmheil- und München; 20. Dez. 1928 Medizini-
kunde. 1959 Oberarzt und Leiter der sches Staatsexamen in München; 31. Jan.
Abteilung für Stimm- und Sprachstö- 1930 Approbation
rungen; 14. Juli 1964 Privatdozent für Akad. Grade: 18. Sept. 1930 Dr. med ..
Hals-, Nasen-. Ohren- und Sprach- und München; 5. Juni 1942 Habilitation für
Stimm krankheiten in Marburg/Lahn, 9. Psychiatrie. Neurologie und Rassenhy-
Okt. 1964 apl. Professor, 7. Mai 1965 giene. Erlangen
Wissenschaftlicher Rat. 22. Dez. 1965 Di- Laufbahn: Febr. bis Sept. 1929 Medi-
rektor der Abteilung für Sprach- und zinalpraktikant an der Inneren Abteilung
Stimmstörungen. zugleich Hessischer des Georgen-Krankenhauses in Leipzig;
Landesarzt für Hör- und Sprachbehin- Okt. 1929 Medizinalpraktikant an der In-
derung und seit 1969 Direktor der Staat- ternen Abteilung des Städtischen Kran-
lichen Logopädenanstalt an der Univer- kenhauses in München-Schwabing. seit
sität Marburg/Lahn, 1982 Emeritierung Nov. 1929 an dessen Psychiatrischer Ab-
Mitgliedschaften: 1954 Association teilung, Febr. 1930 klin. Assistent. zu-
Franc;aise pour l'Etude de la Phonation gleich wiss. Assistent an der Deutschen
et du Langage; 1957 Physikalisch-medi- Forschungsanstalt für Psychiatrie in Mün-
zinische Sozietät, Erlangen chen; Jan. 1934 hauptamtlicher Leiter der
Ehrungen: 1964 Preis der Gould- Abteilung Erbpflege und Gesundheits-
Foundation. Los Angeles führung im Stabsamt des .Reichsbau-
Quellen: HStAM MK 55209 (1955-64) ernführers" (Rasse- und Siedlungshaupt -
Literatur: Weigand (1968) S. 74-78 (W); Au- amt der SS) in Berlin; 1. Dez. 1936 Direk-
erbach (1979) S. 376; .Prof. Schönhärl t". In:
Marburger Universitätszeitung vom 20.4.1989,
tor der Landesheil- und Pflegeanstalt in
S. 4; Schnalke (1989) S. 53; Kürschner 16 (1992) Hildburghausen; 22.Juli 1943 zudemPri-
S. 3324 vatdozent für Psychiatrie, Neurologie
und Rassenhygiene in Erlangen. April
1945 Internierung und Entlassung durch
Schottky, Johannes die Militärregierung; Niederlassung als
1943 -1945 Facharzt in HerfordlW estfalen. 1978 Ru-
geb: 17. Sept. 1902, Frankfurt/O. hestand
gest: 24. April 1992, Werneck/Unter- Mitgliedschaften: 1943 Physikalisch-
franken medizinische Sozietät. Erlangen;
Konf' eV.-Iuth. Literatur: .Johannes SChottky". In: Er!. Tagblatt
Eltern: Martin Schottky. Kaufmann. vom 3.9.1943: Pittroff (1964) S. 228 f.; Gemeth
und Laura Schottky, geb. rillig (1969) S. 38-42 (W)
Fam: verh. seit 1929 mit Dr. phil. et
med. Hedwig Meyer. vier Kinder
Schule: 1909-1912 Bürgerschule und
bis 1921 Friedrichs-Gymnasium. Frank-

172
Schreber

Schreber.]ohann Christian Daniel von senschaften. Stockholm; 1764 Deutsche


1770 -1810 Akademie der Naturforscher Leopoldi-
geb: 17.]an. 1739. Weißensee/Thürin- na, 1788 Adjunkt und 1791-1810 Präsi-
gen dent; 1769 Historisches Institut. Göttin-
gest: 10. Dez. 1810. Erlangen gen; 1771 Botanische Gesellschaft, Flo-
Eltern: Dr. Daniel Gottfried Schreber, renz; 1775 Gesellschaft naturforschen-
Professor für Cameralwissenschaften in der Freunde. Berlin; 1777 Kgl. Physio-
Halle/S .. Bützow und Leipzig. und? graphische Gesellschaft. Lund; 1777 Na-
Schreber, geb.]üngling turforschende Gesellschaft, Halle/S.,
1791 deren Präsident; 1785 Böhmische
Fam: seit 1769 verh. mit]ohanna Chri-
Gesellschaft der Wissenschaften; 1790
stiane Dorothea von Schönfeld, keine
Botanische Gesellschaft, Regensburg;
Kinder
1790 Helvetische Gesellschaft korre-
Schule: Privatunterricht; 1758 Gym-
spondierender Ärzte und Wundärzte.
nasium des Waisenhauses. Halle/S.
Zürich; 1791 Physikalische Gesellschaft,
Studium:seit 1758/59 Studium der Me- Hamburg; 1792 Korr. Mitglied der Rus-
dizin in Halle/S .. 1760 Uppsala sischen Akademie der Wissenschaften.
Akad. Grade: 1760 Dr. med .. Uppsa- St. Petersburg; 1796 Korr. Mitglied der
la; 25. Juni 1770 Magister phil. in Erlan- Gesellschaft der Wissenschaften. Lon-
gen don; 1796Naturforschende Gesellschaft.
Laufbahn: 1761 Arzt am Pädagogium BrüsseI; 1800 Linneische Gesellschaft,
in Bützow. zugleich Vorlesungstätigkeit London; 1801Medizinische Gesellschaft.
an der Universität in Bützow; 1764 Se- Paris; 1802 Mineralogische Gesellschaft.
kretär der Ökonomischen Gesellschaft Jena. Medizinische Gesellschaft. Nancy,
in Leipzig und Berlin; 25. Aug. 1770 O. Phytographische Gesellschaft, Göttin-
dritter Professor der Arzneikunde, be- gen und naturforschende Gesellschaft
sonders für Botanik, in Erlangen. zu- Mecklenburgs zu Rostock; zahlreiche
gleich 1770 o. Professor für Gkonomie ökonomische Gesellschaften; 1809 aus-
und Cameralwissenschaften an der Phi- wärtiges Mitglied der Bayerischen Aka-
losophischen FakuItät. 27. Nov. 1770Be- demie der Wissenschaften. München. Ma-
gründer des Botanischen Gartens, 1773 thematisch-physikalische Klasse
dessen Direktor, Sept. 1773 Aufnahme Ehrungen: 1769 Brandenburgischer
in die Fakultät. 1776 zugleich Professor Hofrat; 25.]uni 1775 Magister phU. h.c ..
für Naturgeschichte und seit 1777 Di- Erlangen; 1791 Verleihung der Würde
rektor des akademischen Naturalienka- eines Edlen des HI. Römischen Reiches.
binetts. 1791 o. zweiter Professor der Ksl.Rat, Leibarzt und Würde eines Pfalz-
Arzneikunde, 1791-1793 Vorstand des grafen (pers. Adel); 1795 Preußischer
Chemischen Laboratoriums, 1793 o. er- Geheimer Hofrat
ster Professor, SS 1779, SS 1783. SS 1787 Portrait:Ölbild im Direktorenzimmerder Hand-
und SS 1791 Prorektor schriftenabteilung der UB Erlangen
MitgJiedschaften: 1761 Korr. Mitglied Quellen:UAE T. TI Pos. 1 Nr. 25 Lit. S
der Schwedischen Akademie der Wis- Nachlaß: VB Erlangen

173
Schreck

Literatur: Gros, Karl Heinrich: Im memoriam Fakultät); 21. Dez. 1935 Medizinisches
Johannis Christiani Danielis Nobilis de Schreber.
Erlangen 1811 (= Nrf., GR 1792: Stählin S. 133);
Staatsexamen in Tübingen; 27. Dez. 1936
Vita Schreberi. In: Nova Acta Acad. Nat. Cur. (1838); Approbation
Engelhardt (1843) S. 63, 68 f., 251; Martius (1847) Akad. Grade: 8. Febr. 1937 Dr. med ..
S. 132-139; Will (1885) v.a. S. 11, 21, 26f. (W); Tübingen; 15. Juni 1939 Habilitation für
Wunschmann, E.:Johann ChristianDaniel v. Schre-
ber. In: ADB. Bd. 32 (1891) S. 465 f.; Henrich, Fer-
Augenheilkunde. Heidelberg
dinand: Aus Erlangens chemischer Vergangenheit. Laufbahn: 28. Dez. 1935 Medizinal-
In: Sitzungsber. Phys. -med. Soz. Erlangen 38 (1906) praktikant an der Chirurgischen Abteilung
S. 103-139, hier S. 132 f.; Kolde (1910) S. 69 f., des Kreiskrankenhauses in Gäppingen.
539; Hirsch. Bd. 5 (1934) S. 135; Schleebach, Al-
bert: Die Entwicklung der chemischen Forschung seit dem 1. Juli 1936 an der Kinderklinik
und Lehre an der Universität Erlangen von ihrer in Tübingen und seit dem 1. Okt. 1936
Gründung (1743) bis zum Jahre 1820. Bayreuth am Kreiskrankenhaus in Freudenstadt; 27.
1937, S. 25-27; Henrich/Pummerer (1943) S. 225; Dez. 1936 wiss. Assistent an der Augen-
Jamin (1943) S. 211; VogellEndriß (1943) S. 3 f.,
10,30,95 f.; Röhrich, Heinz: Der Botanische Gar- klinik in Heidelberg, 1939-1945 Kriegs-
ten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- dienst und Gefangenschaft. 11.April 1944
Nürnberg. 1743-1965. In: Erlanger Bausteine zur Privatdozent für Augenheilkunde. 27.
fränkischen Heimatforschung 12 (1965) S. 43-54, März 1946 Oberarzt. 26. April 1948 apl.
hier S. 45 f., 48; Kaiser, Wolfram und Heinz Krosch:
Zur Geschichte der Medizinischen Fakultät der
Professor; 16. Nov. 19510. Professor für
Universität Halle im 18. Jahrhundert. Teil XIII. In: Augenheilkunde und Direktor der
Wiss. Zs. der Martin-Luther-Universltät Halle-Wit- Augenklinik in Erlangen. 1966 Ruf nach
tenberg 15 (1966) S. 193-247, hier S. 223-227 (P); FrankfurtlM. abgelehnt, 1.April 1979Eme-
Schwarzach (1966) S. 30-35; Glaßer (1967) S. 65-
77 (W); Wendehorst/Pfeiffer (1984) Tafelteil Nr.
ritierung. noch bis 15. März 1980 eigene
134 (P); Knevelkamp (1990) S. 39-44 (P); Jaenicke Lehrstuhlvertretung
(1993) S. 635; Wittern (1993) S. 324 Mitgliedschaften: 1962-1972..Consilium
DBA 1137, 418 und 424-449 (W) diagnosticum" der Deutschen Ophthal-
mologischen Gesellschaft. 1965-1973Mit-
Schreck, Eugen glied des Vorstands; 1964 Physikalisch-
medizinische Sozietät. Erlangen
1951 -1980
geb: 15. März 1911. Stuttgart Ehrungen: 1951 von-Graefe-Preis der
Deutschen Ophthalmologischen Gesell-
gest: 22. Mai 1993. Erlangen
schaft; 1956 Ehrenmitglied des Instituts
Eltern: Eugen Schreck. Oberlehrer. und
Barraquer, Barcelona; 1980 Verdienst-
Emma Schreck. geb. Günther
kreuz am Bande vom Verdienstorden
Fam: verh. seit 1941 mit Berta Ham-
der Bundesrepublik Deutschland; 1983,
mer. vier Kinder
1987 und 1990 Ehrenpräsident der Jah-
Schule: Volksschule; Realgymnasien,
restagung der Vereinigung Bayerischer
Rottenburg und Rottweil; 1928-1930 Real-
Augenärzte. Erlangen, und der Deutsch-
gymnasium. Göppingen
sprachigen Gesellschaft für Intraokular-
Studium: seit dem SS 1930 Studium
linsenimplantation
der Medizin in Tübingen (1935 Würt- Portrait: Uni-Kurier 1981 (s. Lit.)
tembergischer Staatspreis für die Lösung Quellen: UAE Goldenes Buch Nr. 166v Eintrag
der Preisaufgabe der Medizinischen vom 3.6.1952

174
Schreger

Literatur.· Hollwich. Fritz (Hg.): Ophthalmologen- (1803), wiederholt nach Halle/S. (1810-
Verzeichnis. Stuttgart 1964. S. 403-405; ,Direktor Prof.
1816), nach Würzburg (1816), Tübingen
Eugen Schreck 65 Jahre'. In: Er!. Tagblatt vom
15.3.1976 (P); Naumann. Gottfrled: Prof. Dr. med.
sowie nach Leipzig (1818) und Heidel-
Eugen Schreck. 70 Jahre alt. In: KIin. Monatsb!. für berg abgelehnt, 1804 Aufnahme in die Fa-
Augenheilkunde 178 (1981) S. 414 (P); Uni-Kurier. kultät, seit 1. März 1805 Vertretung des
N.F. Nr. 37/38 (1981) S. III (P). Nr. 67 (1986) S. 93
Lehrstuhls für Hebammenkunst. 20. Nov.
(P); ,Eugen Schreck 80 Jahre·. In: Er!. Nachrichten
vom 15.3.1991. S. 3; Kürschner 16 (1992) S. 3345;
1815 Gründung und Leitung des Clinicum
Naumann. Gottfrled: Eugen Schreck t. In: KIin. Mo- chirurgicum, nach dessen Vereinigung mit
natsb!. für Augenheilkunde 203 (1993) S. 151 (P); dem neuen Universitätskrankenhaus am
Professoren an der FAU (1995) S. 88 0N; P) 20. Mai 1824 Vorstand der Chirurgischen
Abteilung im Universitätskrankenhaus
Mitgliedschaften: 1791 Akademie ge-
Schreger, Bernhard Nathanael Gottlob meinnütziger Wissenschaften zu Erfurt;
1797 -1825 20. März 1808 Mitbegründer der Physi-
geb: 6. Juni 1766, Zeitz kalisch-medizinischen Sozietät, Erlan-
gest: 8. Okt. 1825, Erlangen gen; 1812 Korr. Mitglied der Akademie
Konf: eV.-luth. der Wissenschaften, Berlin; 1817 Deut-
Eltern: M.Nathanael Glaubrecht Schre- sche Akademie der Naturforscher Leo-
ger. Konrektor der Stiftsschule in 2eitz, poldina; 1823 auswärtiges Mitglied der
und Rahel Christiana Schreger, geb. Bayerischen Akademie der Wissenschaf-
Müller ten. München, Mathematisch-physikali-
Fam:verh. seit 1795 mit Dorothea Wil- sche Klasse
helmina Constantia Hertel, vier Kinder; Ehrungen: 1804 Preußischer Hofrat
seit 1816 mit Magdalena Dietsch Portrait: Portraitsammlung der UBE
Schule: Privatunterricht und Stifts- Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 17 Lit. S
schule, Zeitz Literatur:Trott, Friedrich WUhelm: Rede an dem
Grabe Schregers gehalten am 11.10.1825. Erlangen
Studium: seit 1784 Studium der Philo-
1825 C'N) (= Nrf., LP: Stählin S. 133); Engelhardt
sophie, Mathematik, Physik, Ltteraturso- (1843) S. 79, 82, 94. 130 r.. 252; Relmlein (1843) S.
wie der Medizin in Leipzig 73 f.; Martius (1847) S. 150-152; Werksverzelchnis
Akad. Grade: 1786 Baccalaureus med., Bernh. Nath. Gott!. Schreger. In: Dtsch. Arch. für
Geschichte derMedizin 6 (l883) S. 177-250; Gurlt.
Leipzig; 1790 Magister phi!., Leipzig; 22. Ernst].: Bernhard Nathanael Gottlob Schreger. In:
Juni 1791 Venia legendifür Philosophie, ADB. Bd. 32 (1891) S. 468 f.; PS Phys.-med. 502. Er-
Leipzig; 18. Nov. 1791 Dr. med., Leip- langen (1908) S. 4, 22; Kolde (1910) S. 67, 70 f., 539;
zig Hirsch. Bd. 5 (1934) S. 136; Jamin (1943) S. 211; Vo-
gel!Endriß (1943) S. 31, 86; Heldacher (1960) S. 24-
Laufbahn: 1791 Privatdozent für Arz- 42. 176; Flessa. Dorothee: Die Professoren der Me-
neikunde in Leipzig; 19. Dez. 1793 o. Pro- dizin zu Altdorf 1580-1809. Diss. med. Erlangen-
fessor für Anatomie, Chirurgie und Ge- Nürnberg 1969. S. 66-68 (P); Kaulbars-Sauer (1969)
burtshilfe in Altdorf, 1794 Ruf nach Greifs- S.17-23 C'N);KiIlian (1980) S. 308;WendehorstlPfelf-
fer (l984) Tafelteil Nr. 107 (P); Weisser. Ursula: Die
wald und 1795 nach Wittenberg abgelehnt; Geburt der Physico-medica aus dem Geiste der Leo-
30. Aug. 1797 o. fünfter Professor für Arz- poldina? Erlangen 1986; Keunecke (1993) S. 93 (Nr.
neikunde, insbesondere für Chirur- 777); Wittern (1993) S. 331. 333 f.
gie, in Erlangen. Rufe nach Wittenberg DBA 1138,45-68 (W)

175
Schroeder

Schroeder, Karl Ludwig Ernst Friedrich Mitgliedschaften:Corps Hasso-Nasso-


1868 -1876 via, Würzburg; 1869 Physikalisch-medi-
geb: 11. Sept. 1838, Neu-Strelitz/Meck- zinische Sozietät, Erlangen, später Ehren-
1enburg mitglied; seit 1876 mehrfach Vorsitzen-
gest: 7. Febr. 1887, Berlin der der Gesellschaft für Geburtshülfe
Konf: eV.-1uth. und Gynäkologie, Berlin; 1877 Initiator
Eltern: Ado1f Friedrich Schroeder, einer Puerperalfieber-Kommission; 1883
Schulrektor, und Friederike Schroeder, Mitglied der Jury für die Hygiene-Aus-
geb. Lorentz stellung in Berlin
Farn: verh. seit 1868 mit Anna Emilia Ehrungen: Geheimer Medizinalrat
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Busch, zehn Kinder
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 36 Lit. S
Schule:bis 1858 Humanistisches Gym- Literatur: Hofmeier, Max F.: Gedächtnisrede auf
nasium, Neu-Strelitz Karl Schroeder. In: Dtsch. med. Wschr. 13 (1887) S.
Studium: seit dem WS 1858/59 Studi- 151-153; Löhlein, Herrmann: Die Gedächtnisfeier
für Professor Karl Schröder. In: Berliner k1in.Wschr.
um der Medizin in Würzburg, WS 1860/
24 (1887) S. 314; Olshausen, Robert: Antrittsrede.
61 Rostock, SS 1861 bis SS 1862 wieder In: Dtsch. med. Wschr. 13 (1887) S. 408 f.; Veit, Jo-
Würzburg und seit dem WS 1862/63 hann: Carl Schroeder. In: Dtsch. med. Wschr. 13
Rostock; Medizinisches Staatsexamen (1887) S. 119; Löhlein, Herrmann: Zur Erinnerung
an CarlSchröder. In: Zs. Geburtsh., Stuttgart 14 (1888)
Akad. Grade: 15. Jan. 1864 Dr. med., S. 3-22; Winckel. Franz: Karl Ernst Friedrich Schroe-
Rostock; SS 1866 Habilitation für Gynä- der. In: ADB. Bd. 32 (1891) S. 523 f.;Frommel (1901)
kologie und Geburtshilfe, Bonn S. 84-87; Kolde (1910) S. 413 f., 539; Lenz, Max: Ge-
schichte der Königlichen Friedrich-WilheIms-Uni-
Laufbahn: Anfang 1864 Volontärassi-
versität zu Berlin. Bd. 3. Halle/S. 1910, S. 51, 93;
stent an der Medizinischen Klinik in Ro- Schmiz, Karl: Die Medizinische Fakultät der Uni-
stock; März 1864 wiss. Assistent an der versität Bonn 1818-1918. Bonn 1920, S. 20. 97; Deu-
Geburtshilflichen Klinik in Bonn, 1866 erlein (1928) S. 12 f.; Hoche, Alfred: Jahresringe.
München 1934, S. 104-107; Vogel/Endriß (1943) S.
Privatdozent für Gynäkologie und Ge- 35, 87; Asen (1955) S. 178; Pittroff (1964) S. 71 f.;
burtshilfe; 1. Nov. 1868 ao. Professor für Wenig (1968) S. 279; Schwartz (1969) S. 126-133
Geburtshilfe in Erlangen sowie Direk- 0N); Fuhrmann, Hans-Dietrich: Karl Ernst Friedrich
tor der Geburtshilflichen Klinik, 22. Juli Schroeder als Frauenkliniker während seiner Er-
langer Tätigkeit. Diss. med. Erlangen-Nümberg 1978;
1869 o. Professor für Gynäkologie und WendehorstiPfeiffer (1984) Tafelteil Nr. 119 (P);
Geburtshilfe, Febr. 1870 Begründung Keunecke (1993) S. 95 (Nr. 797); Ebert, Andreas und
der Gynäkologischen Abteilung und Po- Hans Karl Weitzel (Hg.): Die Berliner Gesellschaft
liklinik an der Geburtshilflichen Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie 1844-1994. Ber-
Iin, New York 1994, S. 38-50 (P); Frobenius, Wolf-
sowie später der Geburtshilflichen Poli- gang: Bei Peritonitis nach Sektio Champagner löf-
klinik, 5. März 1870 Aufnahme in Senat felweise. In: Gynäkologisch-geburtshilfliche Rund-
und Fakultät, 1872 Rufe nach Rostock schau 36 (1996) S. 212-220 (P); ders.: Zimmer mit
und 1874 nach Bern abgelehnt, März Aussicht für die .Schmerzenstöchter". In: ebd.
S. 163-168 (P)
1874 Begründer und Vorstand der Heb-
DBA 1141, 17-20 und 24 (P)
ammenschule; 29. Jan. 1876 o. Professor
für Geburtshilfe in Berlin und Vorstand
der Frauenklinik an der Artilleriestraße

176
Schuler

Schöbel, Konrad stent an der Kinderklinik in München;


1924 -1952 1920 wiss. Assistent am Pharmakologi-
geb: 27.Juni 1885. Stadtsteinach/Ober- schen Institut in Würzburg. 1921 Privat-
franken dozent für Pharmakologie; 1. Okt. 1924
gest: 24. Aug. 1978. Erlangen ao. Professor für Phannakologie und
Konf: kath.
Toxikologie und Vorstand des Phar-
makologischen Instituts in Erlangen. 3.
Eltern: Wilhelm Schübe!' Bürgermei-
Jan. 1927 pers. o. Professor. 1928 Ruf als
ster in Stadtsteinach und Brauereibesit-
Direktor an das Pharmakologische und
zer. und Anna Schübe!' geb. Fiessenig
Chemotherapeutische Forschungsinsti-
Fam: verh. mit Elisabeth Hilf
tut der IG-Farbenindustrie in Elberfeld
Schule: 1891-1895 Volksschule. Stadt- abgelehnt. 1. Okt. 1929 o. Professor für
steinach; 1895-1901Kgl.Realschule Kulm- Pharmakologie und Toxikologie. SS 1944
bach; bis Febr. 1903 Industrieschule. und SS 1947beurlaubt wegen Krankheit.
Nürnberg; 3. Juli 1908 Absolutionsprü- 31. Okt. 1952 Emeritierung
fung an der Oberrealschule. Nürnberg; Mitgliedschaften: 1925 Physikalisch-
1913 Abitur am Realgymnasium. Würz-
medizinische Sozietät. Erlangen
burg
Ehrungen: 1913Jubiläumsstipendium
Studium:WS 1903/04 bis WS 1907/08 der Medizinischen Fakultät in Würzburg
Studium der Chemie und der Naturwis- zum Besuch des Internationalen Kon-
senschaftenin Würzburg; Okt.1908Lehr- gresses für Medizin in London; 1959
amtsprüfung für Chemie und Naturwis- Großes Verdienstkreuz vom Verdienst-
senschaften in München; seit dem SS orden der Bundesrepublik Deutschland
1910 Studium der Medizin in Würzburg Portrait: Portraitsammlung der UBE
(1912 Preisaufgabe der Medizinischen Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 107 Lu. S; ebd.
Fakultät gelöst). seit dem WS 1913/14 in Goldenes Buch Nr. 134v Eintrag vom 21.2.1927
München; 30. Mai 1919 Medizinisches HStAMMK 55234 (1952-58)
Literatur: Konrad Schübei zum 70. Geburtstag.
Staatsexamen und Approbation in Mün-
In: Naturwiss. Rundschau 8 (1955) S. 371: "Univ.-
chen Prof. Dr. phi!. et med. K. Schübei 70 Jahre". In:
Akad. Grade: 14. Mai 1909 Dr. phi!.. Er!.Tagblatt vom 25.126.6.1955 (P); Pittroff (1964)
Würzburg; 5. Juni 1919 Dr. med .. Würz- S. 194 f.; Berwind (1968) S. 145-151 (W): "Prof.
Konrad Schübel 85 Jahre". In: Er!. Tagblatt vom
burg; Juli 1921 Habilitation für Pharma- 27.6.1970; Kürschner 13 (1980) S. 3552; Knevel-
kologie. Würzburg kamp (1990) S. 127-137 (P): Wendehorst (1993)
Laufbahn: ükt. 1908 wiss. Assistent S. 219-221, 237: Wittern (1993) S. 393. 395 f.
am Chemischen Institut der Philosophi-
schen Fakultät in Würzburg. Frühjahr
Schuler. Wemer Hans Oskar
1910 wiss. Assistent am Pharmakologi-
schen Institut der Medizinischen Fakul- 1933 -1937
tät; Herbst 1913 wiss. Assistent am Tier- geb:1. Aug. 1900. München
physiologischen Institut der Tierärztli- gest: 1966. Schweiz
chen Fakultät in München. 1914-1918 Konf: kath.
Kriegsdienst. 1920 kurzzeitig wiss. Assi- Eltern: Oskar Schuler. Bankier. und

177
Schulz

]ohanna Schuler, geb. Wessinger 1938 Titel und Rang eines ao. Profes-
Fam: verh. seit 1930 mit Irenen Mo- sors, 1940 ao. Professor für Physiologi-
del, ein Kind sche Chemie in Fribourg, 1945 o. Pro-
Schule: Volksschule und bis 1917 Ma- fessor und Vorstand des Physiologisch-
ximilians-Gymnasium, München; 1919 chemischen Instituts, 1957 Versetzung
Realgymnasium, München in den Ruhestand
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 82 Lit. S (derzeit
Studium: seit dem WS 1919/20 Studi- nicht auffind bar)
um der Medizin in München und Ber- HStAM MK 35720 (1952-58)
lin; Dez. 1924 Medizinisches Staatsex- Literatur: Vogel/Endriß (1943) S. 44; .Wemer
amen in München; 30. Dez. 1925 Appro- Schuler zum 60. Geburtstag'. In: Schweizerische
med. Wschr. 90 (1960) S. 833 (P); Pittroff (1964)
bation; 1926-1929 Studium der Chemie S. 145 f.; Schweizerische med. Wschr. 96 (1966)
in München; zweites chemisches Ver- S. 646; Hagel (1968) S. 104-108 (W); Wendehorst
bandsexamen (1993) S. 186, 188
Akad. Grade: 6. Febr. 1926 Dr. med.,
München; 17. Dez. 1932 Habilitation für
Schulz, Oskar Wilhelm Heinrich
Innere Medizin und Pathologische Phy- .
1900 -1937
siologie, Erlangen
geb: 16.]uni 1858, Coritten bei Frank-
La ufbahn: 1917-1919 Kriegsdienst; 1.
furt/O.
]an. 1925 Medizinalpraktikant an der 11.
gest: 27.]an. 1944, Erlangen
Medizinischen Klinik des Allgemeinen
Kont eV.-Iuth.
Städtischen Krankenhauses rechts der
Isar in München, 31. Dez. 1925 Volon- Eltern: Wilhelm Schulz, Landwirt, und
tärassistent; 1. Sept. 1929 wiss. Assistent Karoline Schulz, geb. Gesell
an der Medizinischen Klinik in Erlangen Fam: verh. seit 1924 mit Emma Gess-
und Leiter des dortigen Chemisch-klini- ner, geb. Grüner, keine Kinder
schen Laboratoriums (mehrfach Stipen- Schule: Dorfschule, Coritten; Privat-
diat der Notgemeinschaft Deutscher Wis- unterricht, Reppen bei Leipzig; 1868-
senschaft), 13.]an. 1933 Privatdozent für 1876Humanistisches Gymnasium, Frank-
Innere Medizin und Pathologische furt/O.
Physiologie, Oberarzt, 30. Sept. 1936 Studium: SS 1876 Studium der Natur-
als Assistent nicht verlängert, WS 1936/ wissenschaften, besonders der Chemie,
37 bis WS 1937/38 von der Vorlesungs- in Tübingen, WS 1876/77 bis SS 1880
pflicht beurlaubt, Mai 1937 Emigration und SS 1884 bis 1885 an der Universität
in die Schweiz, 9. Mai 1938 Entzug der und an der Bergakademie in Berlin; 1894-
Lehrbefugnis nach §18 der Reichsha- 1897 Studium der Medizin in Erlangen;
bilitationsordnung von 1934; Sommer WS 1896/97 Medizinisches Staatsexamen
1937 wiss. Mitarbeiter, später Leiter der in Erlangen; Febr. 1897 Approbation
Biochemischen Forschungsabteilung in Akad. Grade: 27. März 1886 Dr. phi!,
einer pharmazeutischen Großfirma in Berlin; 29.]uli 1897 Dr. med., Erlangen;
Basel, 1937 zugleich Privatdozent für 21. Juli 1900 Habilitation für Physiologie
Physiologische Chemie in Fribourg, und Physiologische Chemie, Erlangen

178
Schwerd

Laufbahn: 1880-1884 Privatlehrer und Fam:verh. seit 1951 mitDr. med. Hel-
Erzieher; 1. Okt. 1885 Privatassistent bei ga Busch, vier Kinder
Professor Albrecht Kossel an der Che- Schule: Volksschule, Amberg/Ober-
mischen Abteilung des Physiologischen pfalz; 1934-1936 Humanistisches Gym-
Instituts in Berlin, 1. Okt. 1886 wiss. As- nasium, Amberg; 1936-1938 Humani-
sistent am Technologischen Institut; 1. stisches Gymnasium. Fürth; 1938-1942
Okt. 1887 wiss. Assistent am Physiolo- Real-Gymnasium, Nürnberg
gischen Institut in Erlangen, 24. Aug. Studium:SS 1942 und seit dem SS1944
1900 Privatdozent für Physiologie, be- Studium der Medizin in Erlangen; 23.
sonders Physiologische Chemie, 28. Jan. 1950 Medizinisches Staatsexamen
Dez. 1902 Vorstand der neuen Physio- und Approbation in Erlangen
logisch-chemischen Abteilung des Phy- Akad. Grade: 1. Nov. 1950 Dr. med ..
siologischen Instituts, 3. Juni 1907 Titel Erlangen; 17. Mai 1957 Habilitation für
und Rang eines ao. Professors, 1. April Gerichtliche Medizin. Erlangen
1920 Konservator, 1. Jan. 1924 als Kon-
Laufbahn: 1942-1945 Kriegsdienst;
servator Versetzung in den Ruhestand,
15. Mai 1950 Medizinalpraktikant am Pa-
8. Febr. 1924 Titel und Rang eines o. thologisch-anatomischen Institut in Er-
Professors, Ende SS 1937 Erlöschen der langen,' 1. Juni 1951 Volontärassistent
Lehrbefugnis am Institut für Gerichtliche Medizin und
Mitgliedschaften: 1888 Physikalisch-
Kriminalistik, 1. Juli 1952 wiss. Assistent,
medizinische Sozietät, Erlangen, 1903- 23. Juli 1957 Privatdozent für Gericht-
1907 stellvertretender Vorstand, 1923 Vor- liche Medizin. 1. Sept. 1961 beurlaubt
stand, später Ehrenmitglied zur Lehrstuhlvertretung und als kom-
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Quellen: UBE T, II Pos. I Nr. 55 Lit. S; ebd. Gol-
missarischer Vorstand des Instituts für
denes Buch Nr. 65v Eintrag vom Mai 1908 Gerichtliche und Soziale Medizin in
HStAM MK 44316 (1900-54) VVürzburg;1.Sept. 1963 o. Professor und
Literatur: Zieler/Scheffer (1906) S. 43 0N); FS Vorstand des Instituts für Rechtsmedi-
Phys. -med. Soz. Erlangen (1908) S.53-;Kolde (1910)
zin in VVürzburg, Ruf nach Heidelberg
S. 486, 539; "Prof. SchuIz 100 Semester Hoch-
schullehrer in Erlangen". In: Er!. Tagblatt vom abgelehnt, 1992 Emeritierung
11.5.1937 (P); Vogel/Endriß (1943) S. 38; Fischer. Mitgliedschaften: 1969-1980 Präsident
Bd. 2 (1962) S. 1421 0N); Pittroff (1964) S. 207 f.: der Deutschen Gesellschaft für Rechts-
Berwind (1968) S. 178-180 0N); Wittern (1993) S.
399 medizin, später Ehrenmitglied
Ehrungen: Ehrenmitglied der Italieni-
schen und der Österreichischen Gesell-
Schwerd, VVoligang schaft für Gerichtliche Medizin; 1991 Ver-
1957 -1963 dienstkreuz am Bande vom Verdienst-
geb:10.Juni 1924, Fürth orden der Bundesrepublik Deutschland
Konf: eV.-Iuth. Lite~atur: Reiz (1968) S. 97-103 0N); Hainlein,
Brigitte-Ulrike: Zur Geschichte der Gerichtlichen
Eltern: Dr. phil. Karl Schwerd, Studien- Medizin In WürZburg. Diss. med. Erlangen-Nüm-
professor, und EIsa Schwerd. geb. Meer- berg 1970, S. 76-85 (W); Baumgart (1982) S. 1008
wald u.Ö.; Kürschner 17 (1996) S. 1297

179
Segschneider

Segscbneider. Paul Peter gynäkologischen Abteilung des Städti-


1955 -1977 schen Krankenhauses in Gera; 1953/54
geb: 1. Mai 1911. Bonn Vertretung des Vertrauensarztes der Lan-
gest: 1. März 1991, Bayreuth desversicherungsanstalt Hessen in Frank-
Kanl: kath. furt/M.; 1. Dez. 1954 Oberarzt an der
Eltern: Adam Segschneider. Fabrikant. Frauenklinik in Erlangen. 18. Juli 1955
und Elise Segschneider. geb. Nathan Privatdozent für Geburtshilfe und
Frauenheilkunde und Oberarzt an der
Fam:verh .. drei Kinder; in zweiter Ehe
Poliklinik. 16. Dez. 1958 apl. Professor;
seit 1954 mit Ruth Gehler. keine Kinder
1963 Oberarzt an der Städtischen Frau-
Schule: bis 1931 Beethoven-Cymna-
enklinik in Bayreuth. 1975Chefarzt. 1977
sium. Bonn
Versetzung in den Ruhestand
Studium: seit 1931 Studium der Me-
MitgJiedschaiten: 1956 Physikalisch-
dizin in Bonn; 16. Dez. 1936 Medizini-
medizinische Sozietät. Erlangen
sches Staatsexamen in Bonn; 17. Dez. Quellen: HStAM MK 55266 (1954-62)
1937 Approbation Literatur: Michelsson (1939) S. 447; Giese/Ha-
Akad. Grade: 11. Jan. 1937 Dr. med., gen (1958) S. 627; Kürschner 15 (1987) S. 4333:
Bonn; 28. Juli 1943 Habilitation für Ge- Uni-Kurier Nr. 86 (1992) S. 95
burtshilfe und Frauenheilkunde. Jena;
14. Mai 1955 Umhabilitierung nach Er-
Seiser, Adolf
langen
1958
Laufbahn: 17. Dez. 1936 Medizinal-
geb: 26. April 1891, Würzburg
praktikant an der Chirurgischen Klinik
gest: 3. Aug. 1971. München
in Bonn. 29. Mai 1937 an der Medizini-
schen Klinik; 1. Okt. 1937 Medizinal- KanI: konfessionslos
praktikant an der Frauenklinik in Jena, Eltern: Edmund Seiser. Oberstudien-
17. Dez. 1937 wiss. Assistent. Jan. bis rat. und Karolina Seiser, geb. Scherer
März 1938 Austauschassistent an der Fam:verh. seit 1918 mit Anna Braun.
Frauenklinik der Städtischen Kranken- drei Kinder
anstalten in Hamburg-Altona. 15. Jan. Schule: 1897-1901 Elementarschule.
bis 1. Sept. 1940 vertretungsweise wiss. München; bis 1910 Humanistische Gym-
Assistent an der Frauenklinik in Ham- nasien. München und Freising
burg-Eppendorf. 12. Juni 1944 Privat- Studium: 1910-1914 Studium der Me-
dozent für Geburtshilfe und Frauen- dizin in München. 1917/18 Marburg/
heilkunde in Jena; seit dem 1. Juli 1943 Lahn; 15.März 1918Medizinisches Staats-
Oberarzt der Gynäkologischen Abtei- examen und Approbation in Marburg/
lung des Städtischen Krankenhauses in Lahn
Berlin-Moabit (Robert-Koch-Kranken- Akad. Grade: 5. Nov. 1919 Dr. med.,
haus). seit Sommer 1944 Vorlesungstätig- Marburg/Lahn; 1. Juni 1927 Habilitation
keit an der Universität Berlin; 1. Juni für Hygiene in Halle/S.; 11. Juli 1929
1945 Niederlassung als Facharzt in Cera, Umhabilitierung für Hygiene und Bak-
I.Jan. 1946 Chefarzt der Geburtshilflich- teriologie nach München

180
Sela

Laufbahn: 1913 Militärdienst, 1914- S. 58-72 (W); Benedum, Jost: 375}ahre Medizin
1919 Kriegsdienst und Freicorps Epp; in Gießen. Katalog. Gießen 1983, S. 167; Gräfl
Braun (1986) S. 18
Juni 1919 bis Nov. 1921 Landarzt in
Breitbrunn am Chiemsee; 6. Febr. 1922
Volontärassistent am Hygienischen In- Sela, Ludwig
stitut in München, 27. Okt. 1922 Phy- 1910 -1921
sikatsprüfung, 1. März 1923 wiss. Assi- geb: 24. Mai 1872, Pfaffenhofen an der
stent an der Bayerischen Biologischen Roth
Untersuchungsanstalt; 1.Apri11926wiss. gest: 19. Juni 1961, Pfaffenhofen
Assistent am Hygienischen Institut in
Konf:kath.
Halle/S., 1. Juni 1927 Privatdozent für
Eltern: Franz Seitz, Landwirt und Brau-
Hygiene; 1. April 1929 wiss. Asistent
ereibesitzer, undJosephaSeitz.geb. Dirr
am Hygienischen Institut in München
Fam:verh. seit 1904 mit Hedwig Ker-
11. Juli 1929 Privatdozent für Hygien~
schensteiner. fünf Kinder
und Bakteriologie, 20. Sept. 1933 Titel
und Rang eines ao. Professors; 1. Okt.
Schule: Progymnasium, Günzburg;
bis 1893 Gymnasium St. Stephan, Augs-
1935o. Professor für Hygiene und Direk-
burg
tor des Hygienischen Instituts in Gießen;
1. Okt. 1939 o. Professor für Hygiene Studium: 1893-1898 Studium der Me-
und Direktor des Hygienischen Instituts dizin in München, Berlin, Heidelberg
in Halle/S., 1945 Entlassung durch die und wieder München; 1898 Medizini-
sches Staatsexamen und Approbation in
Militärregierung; 15. Juni 1948 Bera-
tungstätigkeit als Seuchensachverstän- München
diger am Gesundheitsamt in A1tötting/ Akad. Grade: 10. Juni 1898 Dr. med.,
Oberbayem; 15. Aug. 1950 Sachbear- München; 22. Juli 1903 Habilitation für
beiter für Hygiene und Seuchen be- Geburtshilfe und Gynäkologie, München
kämpfung beim Bayerischen Staatsmini- Laufbahn: 1. Nov. 1898 Volontärassi-
sterium des Inneren; 15. Jan~.1952 kom- stent am Orthopädischen Ambulatorium
missarischer Leiter. seit 1. Juli 1952 Di- der Chirurgischen Klinik des Allgemei-
rektor der Staatlichen Bakteriologischen nenStädtischen Krankenhauses links der
Untersuchungsanstalt in Erlangen. 30. Isar in München; 16. Febr.1899 klin. As-
April 1956 Versetzung in den Ruhe- sistent an der Chirurgischen Abteilung
stand.I. Dez. 1958Verleihung der Rech- des Städtischen Krankenhauses in Augs-
te eines emeritierten o. Professors burg; 1. Mai 1899 wiss. Assistent an der
Frauenklinik des Allgemeinen Städti-
Quellen: UAE T. II Pos. I Nr. 96 LU. S
schen Krankenhauses links der Isar in
HStAM MK 44335 (I 952~7l)
Literatur: .Prof. Beck und Prof. Seiser 70
München. 22. Juli 1903 Privatdozent für
Jahre". In: Er!. Tagblatt vom 26.4.1961; Rollmann, Geburtshilfe und Gynäkologie. 15. Dez.
Berthild: Personalbibliographien von Professo- 1903 Oberarzt; 1. April 1910 o. Profes-
ren der Physiologie, Hygiene und Bakteriologie sor für Geburtshßfe und Frauenhen·
'" an der Medizinischen Fakultät der Universität
kunde in Erlangen. Direktor der Frauen-
Erlangen-Nürnberg im ungefähren Zeitraum von
1919-1967. Diss. med. Erlangen-Nürnberg 1969. klinik und Leiter der Hebamrnenschule.

181
Siebeck

Begründer der Röntgenabteilung, Rufe S. 1437 (W); Pittroff (1964) S. 80 f.; Schmidt (1967)
nach Tübingen, Freiburg/Br. (1918) und S. 116-127 (W); Minkow (1976) S. 4. 53. 55 u.Ö.
(W);Liermann (1977) S. 26;Simmer. HansH.: Gynä-
Wien (1920) abgelehnt; 1. April 1921 o. kologische Endokrinologie in den Verhandlungen
Professor für Frauenheilkunde und Ge- der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie. In:
burtshilfe in Frankfurt/M., Direktor der Beck, Lutwin (Hg.): Zur Geschichte der Gynäko-
Frauenklinik, 1. akt. 1938 Emeritierung iogie und Geburtshilfe. Berlin u.a. 1986, S. 202-
219. hier S. 206; Kleinert, Ulrike: Radium-Jubel
MitgJiedschaften: 1910 Physikalisch- und Röntgen-Wertheim. Hildesheim 1988, bes.
medizinische Sozietät, Erlangen. 1943 S. 64-81; GroB, Wemer und Gert Preiser: Die Pla-
Ehrenmitglied; Deutsche Gesellschaft für kette der Medizinischen Fakultät der Universität
Gynäkologie. Präsident, später Ehren- Frankfurt am Main. Hildesheirn 1990, S. 82-85
(P)
präsident; 1934 Deutsche Akademie der
Naturforscher Leopoldina
Ehrungen: 1918 Bayerischer Gehei- Siebeck, Robert
mer Hofrat; Bayerisches König-Ludwig- 1958 -1967
Kreuz; Dr. phi!. h.c .. Erlangen; Dr. rer. geb: 31. März 1921, Heidelberg
nat. h.c .. FrankfurtlM.; Ehrenmitglied vie-, gest: 25. akt. 1970
ler nationaler und intemationalerwissen- Konf' eV.-luth.
schaftlicher Gesellschaften; Ehrenbürger Eltern: Dr. med. Richard Siebeck, o.
der Stadt FrankfurtlM.; Ehrensenator der Professor für Innere Medizin in Bonn.
Universität Frankfurt/M.; Goethe-Pla- Heidelberg und Berlin. und Agnes Sie-
kette der Stadt Frankfurt/M.; 1952 Pla- beck, geb. von Müller
kette der Medizinischen Fakultät. Frank- Fam:verh. seit 1949 mit Dr. med. Chri-
furt/Mo sta Grönwoldt
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 64 Lit. S; ebd. Gol-
Schule: 1927-1931 Grundschule. Bann;
denes Buch Nr. 80 Eintrag vom 8. Mai (1) 1910 1931-1934 Kurfürst-Friedrich-Gymnasi-
Literatur: Zieler/Scheffer (1906) S. 157f. (W); um. Heidelberg; bis 1939 Zehlendorfer
Kolde (1910) S. 486. 539; Reichshandbuch. Bd. 2 Gymnasium. BerUn
(1931) S. 1763f. (P); Jaschke. RudolfT.: Ludwig
Studium: seit dem WS 1939/40 Studi-
Seitz zum 60. Geburtstag. In: Dtsch. med. Wschr.
58 (1932) S. 89; Martin, A.: Lieber Kollege Seitz! um der Medizin in Berlin, WS 1941/42
In: Mschr. Geburtsh., (...) 91 (1932) S. 145f. (P); Innsbruck. WS 1943/44 bis WS 1944/45
Michelsson (1939) S. 449-451 (W); Wintz, Her- und seit dem WS 1945/46 Heidelberg;
mann: Ludwig Seitz zum 70. Geburtstag. In: Münch.
28. akt. 1946 Medizinisches Staatsex-
Med. Wschr. 89 (1942) S. 475f. (P); Vogel/EndriB
(1943) S. 40, 87; KirchhofflPolacsek (1960) S. 477 f. amen und vorläufige Approbation in
(W); Dyroff, Rudolf: Nachruf auf Ludwig Seitz. In: Heidelberg; 31. Mai 1948 Approbation
Sitzungsber. Phys.-med. Soz. Erlangen 81 (19601 Akad. Grade: 19. Dez. 1946 Ur. med ..
61) S. 68 f.; Dörr. Hans und Hellrnut Winkler: In
memoriam L. Seitz. In: Gynaecologia 152 (1961)
Heidelberg; 8. Dez. 1955 Habilitation für
S. 433 f.; Ehrhardt, Karl: Ludwig Seitz t. In: Münch. Augenheilkunde. Köln; 12. Febr. 1958
Med. Wschr. 103 (1961) S. 1986-1988 (P); .Prof. Umhabilitierung nach Erlangen
Ludwig Seitz starb 89jährig". In: Erl. Tagblatt vom Laufbahn: Sommer 1939 Arbeits-
6.7.1961, S. 18; Stähler, Fritz: In memoriam Lud-
wig Seitz. In: Dtsch. med. Wschr. 86 (1961) S.
dienst, 1939-1945 Kriegsdienst; 1. Nov.
2241 f. (P);Eulner (1962) S. 27; Fischer. Bd. 2 (1962) 1946 Medizinalpraktikant an der Frau-

182
Siebold

enklinik in Heidelberg, I. Dez. 1946 am wieder Berlin; 1829Medizinisches Staats-


Pathologischen Institut; 1. Juli 1947 Vo- examen in BerUn
lontärassistent an der Inneren Abteilung Akad. Grade: 22. April 1828 Dr. med ..
des Elisabethen-Stifts in Darmstadt; 1. Berlin
Mai 1948 Volontärassistent an der Me-
Laufbahn: 1830 Physikatsexamen in
dizinischen Klinik in Heidelberg, 1.Aug.
Berlin; Frühjahr 1831 Kreisphysikus in
1948 an der Kinderklinik, 1. Mai 1949
Heilsberg/Ostpreußen; Frühjahr 1834
Volontärassistent, später wiss. Assistent
Stadtphysikus in KönigsbergIPr.; Herbst
an der Augenklinik; 1. April 1954 wiss.
1834 Stadtphysikus und Direktor der Ent-
Assistent an der Augenklinik in Köln,
bindungsanstalt und der Hebammen-
Jan. 1956 Privatdozent für Augenheil-
schule in Danzig; 1. März 1841 o. Pro-
kunde; 1. Okt. 1957 Oberarzt an der Au-
fessor für Zoologie, Vergleichende
genklinik in Erlangen, 27. März 1958 Pri-
Anatomie und Tierheilkunde in Er-
vatdozent für Augenheilkunde, 14.
langen, Direktor der Zoologischen Ab-
März 1962 apl. Professor; 1. Nov. 1967
teilung des Naturalienkabinetts, 3. Juni
o. Professor für Augenheilkunde und Di-
1841 Aufnahme in die Fakultät und 8.
rektor der Augenklinik in Bonn
April 1843 in den Senat; 18. Okt. 1845
Portrait: Schober (s. Llt.)
Quellen: HStAM MK 55272 (1957-68) o. Professor für Physiologie. Zoologie,
literatur: Kürschner 9 (1961) S. 1943; Wenig Vergleichende Anatomie und Tierheil-
(1968) S. 292; Schober. H.: In memoriam Robert kunde in Freiburg/Br.; 1. April 1850 o.
SIebeck. In: KIln. Monatsblätter für Augenheil- Professor für Zoologie, Vergleichende
kunde 158 (1971) S. 310 (P)
Anatomie und Physiologie in Breslau;
13. April 1853 o. Professor für Physio-
Siebold, earl Theodor Ernst von logie und Vergleichende Anatomie in
1841 -1845 München, zugleich bis zum SS 1855 Kon-
geb: 16. Febr. 1804, Würzburg servator an der Anatomischen Anstalt,
gest: 7. April 1885, München seit 1855 auch o. Professorfür Zoologie
Konf: kath. ~ an der Philosophischen Fakultät und Di-
Eltern: Dr. med. Elias von Siebold, o. rektor des Zoologischen Museums, zu-
Professor für Geburtshilfe in Würzburg dem Konservator der Zoologisch-zoo-
und Berlin, und Sophie von Siebold, geb. tomischen Staatssammlungen, Frühjahr
Schäffer 1883 Entbindung von der Vorlesungs-
Fam: verh. seit 1831 mit Fanny Nöl- pflicht
dechen, ein Kind; seit 1856 mit Antonie Mitgliedschaften: 1840 Deutsche Aka-
Nöldechen demie der Naturforscher Leopoldina;
Schule: (Altes)Gymnasium, Würzburg; 1841 Physikalisch-medizinische Sozie-
1816-1823 Gymnasium zum Grauen Klo- tät, Erlangen, Sommer 1845 deren stell-
ster, Berlin vertretender Vorstand, 1858 Ehrenmit-
Studium: seit dem WS 1823/24 Studi- glied; 1841 Korr. Mitglied der Akademie
um der Medizin und der Zoologie in Ber- der Wissenschaften, Berlin; 1844 Aka-
lin, WS 1824/25 Göttingen und SS 1827 demie gemeinnütziger Wissenschaften

183
Sigel

zu Erfurt; 1848 Korr. Mitglied der Bayeri- 130 (W); Seidler (l991) S. 124, 509; Jaenicke
schen Akademie der Wissenschaften, (l993) S. 648; Nachrodt, Hans Wemer: Die
Siebald. In: Wendehorst, Alfred (Hg.): Fränki-
München, Mathematisch-physikalische
sche Lebensbilder. Bd. 15. Würzburg 1993,
Klasse, 1853 o. Mitglied; 1850 Korr. Mit- S. 181-200
glied der Akademie der Wissenschaften, DBA 1183, 248-251
Göttingen, Physikalische Klasse; 1856
Zwanglose Gesellschaft, München; (Eh-
ren-) Mitglied vieler nationaler Und in- Sigel, Alfred Friedrich
ternationaler wissenschaftlicher Gesell- 1960 -1987
schaften geb: 31. Juli 1921, Neidenfels/Pfalz
Konf: eV.-luth.
Ehrungen: 1844 Dr. phi!. h.c., Königs-
berg/Pr.; 1853 Bayerischer Maximilians- Eltern: Richard Sigel, Prokurist, und
orden für Kunst und Wissenschaft, 1873 Julie Sigel, geb. Kieser
Kapitular; 1858 Ritter des Bayerischen Fam:verh. seit 1947 mit Elfriede Hau-
Verdienst-Ordens vom H!.Michael, 1.Klas- schild, zwei Kinder
se, 1878 Kommandeur; 1871 Ritter des Schule: 1926-1931 Volksschule, Nei-
Verdienst-Ordens der Bayerischen Kro- denfels; bis 1940 Leibniz-Gymnasium,
ne, 1883 Kommandeur; 1874 Dr. phi!. Neustadta. d. Weinstraße (einjährige Un-
h.c., Leyden; 1878 Preußischer König- terbrechung des Schulbesuchs wegen
licher Kronenorden, 2. Klasse mit Stern; Krankheit)
1878 Ehrenmitglied der Universität St. Studium: 1940-1943 Studium der Me-
Petersburg; 1879 Ritter des Preußischen dizin in Heidelberg und 1943-1945 Frei-
Ordens pour la merite, 2. Klasse; 1880 burg/Br.; 2. März 1945 Medizinisches
Bayerischer Geheimer Rat; Gedenkta- Staatsexamen in Freiburg/Br.; 1.Juli 1947
fel am Haus Nr. 32 in der Hauptstraße Approbation
in Erlangen; 1934 Siebaldstraße in Er- Akad. Grade: 10. Febr. 1947 Dr. med.,
langen Heidelberg; 26. Nov. 1959 Habilitation
Portrait: FS 1878 (s. Lit.) für Chirurgie und Urologie, Erlangen
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 26 Lit. S Laufbahn: 1. März 1945 Medizinal-
HStAM DA 5920 St. Mich. 1858; ebd. DA 9099 praktikant, später Volontärassistent, kIin.
fremd 1862 Assistent an der Chirurgischen Klinik des
Nachlaß: vgl. Körner (s. Lit.) S. 291 f.
Städtischen Krankenhauses in Mann-
Literatur: Engelhardt (l843) S. 94, 140, 252;
FS zur Feier des 50jährigen Doktorjubiläums am heim, 15. Mai 1953 Oberarzt an der Chir-
22.4.1878 Herrn Prof. C. Th. E. v. Siebald ge- urgischen und Urologischen Klinik des
widmet. Leipzig 1878 (= Zs. für wiss. Zoologie Diakonissenkrankenhauses in Mann-
30 [1878]) (P); Will (l885) v.a. S. 22, 35-38 (W);
heim; Dez. 1956 bis Febr. 1957 Gastas-
Winckel, F.: Kar! Theodor Ernst v. Siebald.
In: ADB. Bd. 34 (l892) S. 183 f.: FS Phys.-med. sistent an den Urologischen Kliniken in
Soz. Erlangen (l908) S. 47; Kolde (l91O) S. 358, Düsseldorf, München und Lyon; 20.
540; Hirsch. Bd. 5 (l934) S. 262 f.; VogeIlEn- Febr. 1957 Leiter der Urologischen Ab-
driß (l943) S. 33, 100; Körner, Hans: Die Würz-
teilung an der Chirurgischen Klinik in
burg er Siebald. Neustadt/A. 1967, S. 291-355
(W; P); Prant!. Bd. 1 (l968) S. 729, 731 und Bd. Erlangen, 1. April 1960 Privatdozent für
2 (l968) S. 559; Kaulbars-Sauer (l969) S. 124- Chirurgie und Urologie, Oberarzt,

184
Solbrlg

1961 Studienaufenthalt an der Urologi- Studium: seit dem WS 1827/28 Studi-


schen Klinik in Paris. 1. April 1966 apl. um der Medizin in Erlangen. WS 1829/30
Professor. 1. Jan. 1967 ao. Professor für München; 1835 Medizinisches Staatsex-
Urologie und Vorstand der Abteilung amen
für Urologie an der Chirurgischen Kli- Akad. Grade: 27. Aug. 1831 Dr. med ..
nik. 1969 Ruf nach Köln abgelehnt. 3. Erlangen
Sept. 1970 o. Professor für Urologie und Laufbahn: 1833 .Biennium practicum·
Vorstand der neuen Urologischen Kli- in einer Landarztpraxis in Legau/Schwa-
nik mit Poliklinik. 1974 und 1978 Studi- ben; 1834 Volontärassistent an der Me-
enaufenthalte an den Urologischen Kli- dizinischen Klinik in Erlangen; 1836 Stu-
niken in London. Houston (Texas) und dienreise in die Irrenanstalten Deutsch-
New York. 31. März 1987 Emeritierung. lands. Belgiens und Frankreichs (Staats-
noch bis 31. Dez. 1987 eigene Lehr- stipendium); 1837 Niederlassung als
stuhlvertretung praktischer Arzt in Fürth; seit 1843 Pla-
Mitgliedschaften:Österreichische und nung und Einrichtung der neuen mittel-
Schweizerische Gesellschaft für Urolo- fränkischen Kreisirrenanstalt in Erlan-
gie; Bayerische Chirurgen-Vereinigung; gen. 1. Aug. 1846 Vorstand. 10. Febr.
1992 Physikalisch-medizinische Sozietät. 1849 Honorarprofessor für Psychiatrie
Erlangen an der Universität; Herbst 1859 Direk-
Ehrungen: 1991 Verdienstkreuz 1.Klas- tor der Irrenanstalt in München. Sept.
se vom Verdienstorden der Bundesrepu- 1859 Honorarprofessor für Psychiatrie
blik Deutschland an der Universität, 1861 Lehrauftrag für
Portrait: Uni-Kurier (s. Llt.) Psychiatrische Klinik. 1864 Ruf nach Ber-
Literatur: Heidacher (1960) S. 181; Er!. Nach- lin abgelehnt. 1864 o. Professor für Psych-
richten vom 8.19.6.1991, S. 1 (P); Uni-Kurier. N.F.
Nr. 84 (1991) S. 89 (P); Kürschner 16 (1992) S. iatrische Klinik in München
3513 0NJ: Wittern (1993) S. 416; Professoren an Mitgliedschaften: Gesellschaft Deut-
der FAU (1995) S. 91 (W; P) scher Irrenärzte; Münchner ärztlicher
Verein
Solbrig. Karl August von Ehrungen: 1856 Ritterdes Bayerischen
Verdienst-Ordens vom Hl. Michael. 1.
1849 -1859
Klasse; 1864 Bayerischer Hofrat; 1871
geb:17. Sept. 1809. Fürth
Ritter des Verdienst-Ordens der Bayeri-
gest: 31. Mai 1872. München
schen Krone (pers. Adel). Russischer St.
Konf: eV.-Iuth.
Annenorden, 2. Klasse, Bayerisches Ver-
Eltern: Dr. med. Andreas Christoph
dienstkreuz für die Jahre 1870/71 und
Solbrig. Stadt- und Gerichtsphysikus.
Preußischer Königlicher Kronenorden.
und Amalia Florentina Solbrig. geb.
4. Klasse
Schulz Portrait: Portraitsammlung der UBE
Farn: verh. seit 1837 mit Ida Eck. fünf Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 31 Lit. S.
Kinder HStAMOA 9151 fremd 1874
Schule: Vorschule. Fürth; Humanisti- Literatur: Jahrbuch der Ludwig-Maximllians-
sches Gymnasium. Ansbach Universität München für das Jahr 1871/72. Mün-

185
Specht, F.

chen 1872, S. 9 f.; Lachner, E.: Nekrolog August ]an. 1920 wiss. Assistent an der Hals-,
v. Solbrig. In: Ärztliches Intelligenzblatt 20 (1872)
Nasen- und Ohrenklinik in Halle/S.; 1.
S. 493-498; Bandorf. Michael: Karl August v. Sol-
brig. In: ADB. Bd. 34 (1892) S. 554f.; Kolde (1910) Okt. 1920 wiss. Assistent an der Oh-
S. 422f., 540; Vocke: August v. Solbrig. In: Kirch- renklinik in Kiel, 1. April 1921 Oberarzt,
hoff, Theodor (Hg.): Deutsche Irrenärzte. Bd. 1. 1922-1929 zeitweise stellvertretender
Berlin 1921, S. 232-235 (P); VogeIlEndriß (I943)
Direktor der Ohrenklinik, 1925 Privat-
S. 34, 89; Eberstadt, Elisabeth: K. A. v. SolbrigsLie-
be zu den Irren. In: Leibbrand, Werner (Hg.): Um dozent für Hals-, Nasen- und Ohren-
die Menschenrechte der Geisteskranken. Nürn- heilkunde, 1930 Titel und Rang eines
berg 1946. S. 31-49; Eberstadt-Kreichgauer. Elisa- ao. Professors, 1. Nov. 1934 beurlaubt
beth: Karl August v. Solbrig. Diss. med. Erlangen
zur Vertretung des Lehrstuhls für Oh-
1947; Pittroff (1964) S. 215f.; Prantl. Bd. 1 (1968)
S. 729. Bd. 2 (1968) S. 544; Kaulbars-Sauer (I969) ren-, Nasen- und Kehlkopfheilkunde in
S.106-108; LungershausenIBaer (1985) S. 12-15 (P) Erlangen; 1. April 1935 o. Professor für
DBA 1193. 22 Ohren-, Nasen- und Kehlkopfheil-
kunde und Direktor der Klinik für Hals-,
Nasen- und Ohrenkrankheiten in Er-
Specht. Fritz (Friedrich) Wilhelm . langen, 1935-1938 Rektor, 1938 Ruf an
1934 -1945 die Staatliche Medizinische Akademie in
geb: 11.]uni 1890. Ensdorf/Kreis Saar- Düsseldorf abgelehnt, 26. April 1945 bis
louis Frühjahr 1948 amerikanische Internie-
gest: 4. Nov. 1972, Hof/Saale rung, 4.]uli 1945 Entlassung durch die
Militärregierung; Sommer 1948 Praxis-
Kontev.-Iuth., seit 1937 konfessionslos
vertretung in Weiden/Oberpfalz; 1948
Eltern: AdolfSpecht, Bergrat, und Emi-
Niederlassung als Facharzt in Hof/Saale,
He Specht, geb. Friedrich
1967 Ruhestand; 1. ]uli 1955 Wiederer-
Fam:verh. seit 1921 mit Cilly Denker,
nennung zum o. Professor in Erlangen
vier Kinder
bei gleichzeitiger Emeritierung
Schule: 1896-1900 Volksschule, Neun- MitgJiedschaften:1933-1934 für die
kirchen/Saar; 1900-1902 Humanistische NSDAP im Kieler Stadtrat; 1935 Physi-
Gymnasien, Neunkirchen und Sigma- kalisch-medizinische Sozietät, Erlangen
ringen; 1903-1909 Humanistisches Gym-
Ehrungen: Ritterkreuz des Hohen-
nasium, Baden-Baden
zollernschen Hausordens
Studium: seit 1909 Studium der Me- Portrait: Portraitsammlung der UBE
dizin in Erlangen, 1912-1913 Halle/S. Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 97 Lit. S (Vol. I, 11)
und seit 1913 wieder Erlangen; 1914 Me- HStAM MK 55282 (1934-73)
dizinisches Staatsexamen und Appro- Literatur: "Der neue Rektor an der Universität
Erlangen". In: Erl. Tagblatt vom 20.3.1935 (P); Vo-
bation in Erlangen geIlEndriß (1943) S. 8, 44. 89; Pittroff (1964) S.
Akad. Grade: 1916 Dr. med., Erlan- 96f.; Weigand (1968) S. 32-35 (W); Watzek (I987)
gen; 1925 Habilitation für Hals-, Nasen- S. 68-72 (P); Schnalke (1989) S. 45-50 (P); Sand-
weg (1993) S. 110-112; Wendehorst (1993) S. 195-
und Ohrenheilkunde, Kiel
197, 201 f., 209, 233 f.; Wittern (1993) S. 391, 393
Laufbahn: 1914-1918 Kriegsdienst; 1.
April 1919 wiss. Assistent an der Hals-,
Nasen- und Ohrenklinik in Erlangen; 1.

186
Spuler

Specht, Gustav dizinalrat; 1962 Gustav-Specht-Straße in


1897 -1934 Erlangen
geb: 25. Dez. 1860, Schweinfurt/Main Portrait: Portraltsammlung der UBE
Quellen: UAET. Il Pos. 1 Nr. 53 Lit.S; ebd. Gol-
gest: 24. Okt. 1940, Erlangen denes Buch Nr. 35 Eintrag vom Okt. 1903
Eltern: Her(r)mann Specht, Kauf- HStAM MK 44365 (1897-1940)
mann, und Christiane Specht. geb. Will Literatur: Kolde (1910) S. 476. 486. 540; FS für
Gustav Specht. Berlin 1931 (= Zs. Neurol., Berlin
Fam: verh. seit 1901 mit Anna Elise
131 (1931] H. 1/3); .Gehelmrat Specht 75 Jahre·.
Birkner, zwei Kinder In: Erl. Tagblatt vom 24.12.1935; .Geh. Rat Prof.
Schule: Volksschule und Humanisti- Specht t". In: Er!. Tagblatt vom 25.10.1940;
sches Gymnasium, Schweinfurt Meggendorfer. FriedrIch: Nachruf auf Gustav
Specht. In: Sitzungsber. Phys.-med. Soz. Erlangen
Studium: seit 1879 Studium der Me- 72 (1940/41) S. XXIV-XXXII (P); ders.; Gustav
dizin in München und Würzburg; Febr. Specht. In: Stollreither (1941) S.96-99; Ewald. Gott-
1884 Medizinisches Staatsexamen und frled: Gustav Specht t. In: Zs. Neurol.. Berlln 17l
(1941) S. 607-610; Vogel/Endrlß (1943) S. 7. 37.
Approbation in München
89; Tschakert, Heinrich: Der Lehrer der Psychia-
Akad. Grade: Frühjahr 1884 Dr. med .. trie Gustav Specht. In; Leibbrand. Werner (Hg.);
München Um die Menschenrechte der Geisteskranken. Nürn-
Laufbahn: Sommer 1884 klin. Assi- berg 1946. S. 103-109; Fischer. Bd. 2 (1962) S. 1481
(W); Plttroff (1964) S. 220 f.; Gerneth (1969) S. 4-
stent am Bürgerhospital in Frankfurt/M., 8 (W); Lungershausen/Baer (1985) S. 19·23.35.
Studienaufenthalt an der Psychiatrischen 42,44 (P); Wendehorst (1993) S. 119. 145, 168
Klinik in Berlin; 1. April 1885 klin. As-
sistent an der mittelfränkischen Kreisir-
renanstalt in Erlangen, August 1889 Phy- Spuler, Amold Siegmund
sikatsexamen in München, Frühjahr 1896 -1935
1891 Oberarzt an der Kreisirrenanstalt, geb: 1,Juni 1869.Durmersheim/Baden
Herbst und Winter 1896 stellvertreten- gest: 15. März 1937, Aidenried/Ober-
der Direktor. 17. März 1897 unter Bei- bayern
behaltung der OberarztstellQ: ao. Pro- Konf:kath.
fessor für Psychiatrie und Psychiatri- Eltern: Dr. med. Konrad Spuler, prak-
sche Klinik in Erlangen. 1. Okt. 1903 tischer Arzt, und Anna Wilhemine Spu-
o. Professor für Psychiatrie und Di- ler, geb. Frick
rektor der neuen Psychiatrischen Uni- Fam: verh. seit 1902 mit Anna Krebs.
versitätsklinik, 1913/14 Prorektor. 1. zwei Kinder; seit 1935 mit Gertrud Al-
April 1934 Emeritierung und bis 30. Sept. bert, keine Kinder
1934 eigene Lehrstuhlvertretung Schule:bis 1887Humanistisches Gym-
Mitgliedschaften: 1891 Physikalisch- nasium. Karlsruhe
medizinische Sozietät. Erlangen Studium: 1888-1891 Studium der Me-
Ehrungen: Bayerischer Verdienst-Or- dizin und der Naturwissenschaften, spe-
den vom Hl. Michael, 3. Klasse; Bayeri- ziell der Zoologie in Freiburg/Br .. seit
sches König-Ludwig-Kreuz; 1910Bayeri- 1891Studium der Medizin in Berlin (1892
sche Prinzregent-Luitpold-Medaille in Preisaufgabe der Medizinischen Fakul-
Silber; 1923 Bayerischer Geheimer Me- tät gelöst). 1892-1893 Freiburg/Br.; Juli

187
Steiner

1893 Medizinisches Staatsexamen und Haßelwander. Albert: Arnold Spuler. In: Stollrei-
Approbation in Freiburg/Br. ther (1941) S. 22-30; VogeIlEndriß (1943) S. 37;
Fischer. Bd. 2 (1962) S. 1489 (W); Pittroff (1964)
Akad. Grade:Nov. 1891 Dr. phil., Frei- S. 14; Kovacsics (1967) S, 89-96 (W); Hoff. Ferdi-
burg/Br.; Juli 1895 Dr. med., Erlangen; nand: Erlebnis und Besinnung. Berlin u.a. 1971,
17. Juli 1896 Habilitation für Anatomie, S. 286; Liermann (1977) S. 28; Groß. Ulrike: Er-
langer Universitätsprofessoren im politlsch-parla-
Erlangen
m~ntarischen Engagement als Abgeordnete im
Laufbahn: 1887-1888 Militärdienst; 1. Reichstag der Weimarer Republik. In: Erlanger Bau-
Nov. 1893 wiss. Assistent am Anatomi- steine zur fränkischen Heimatforschung 41 (1993)
schen Institut in Erlangen, 1895 beur- S. 9-98; Wittern (1993) S. 386 f.
laubt für einen Studienaufenthalt an der
Zoologischen Station in Neapel, 20. Aug. Steiner. Isidor
1896 Privatdozent für Anatomie in Er-
1877 -1878
langen, 30. Dez. 1902 Titel und Rang ei-
geb: 1. März 1849, Pless/Oberschlesien
nes ao. Professors, 16. März 1912 Lehr-
gest: Okt. 1914, Köln
auftrag für Embryologie, Oberarzt, 1914-
Vater: Kaufmann
1918 Kriegsdienst, 1918 Prosektor am'
Schule: bis 1869 Gymnasium, Ratiborl
Anatomischen Institut, 1. Okt. 1920 ao.
Oberschlesien
Professor mit Titel und Rang eines o.
Studium: seit dem WS 1869170 Studi-
Professors für Anatomie und Histolo-
um der Medizin in Breslau, WS 1871/72
gie mit Lehrauftrag für Entwicklungs-
Berlin Ouli 1872 Preisaufgabe der Me-
geschichte und Vorstand der Histolo-
dizinischen Fakultät Berlin gelöst); WS
gischen Abteilung des Anatomischen In-
1873/7 4 Medizinisches Staatsexamen in
stituts, 1926-1928 als Mitglied des Reichs-
Berlin
tags beurlaubt, 31. März 1935 Emeritie-
Akad. Grade: Aug. 1873 Dr. med., Ber-
rung, noch bis zum Ende des SS 1935
lin; 20. Jan. 1877 Habilitation für Phy-
eigene Lehrstuhlvertretung
siologie, Erlangen
Mitgliedschaften: 1894 Physikalisch-
Laufbahn: 1870/71 Kriegsdienst; April
medizinische Sozietät, Erlangen, 1936
1874 wiss. Assistent am Physiologischen
Ehrenmitglied; 1920-1924 als Abgeord-
Institut in Halle/S., Herbst 1874 Studi-
neter der Deutschnationalen Volkspar-
enaufenthalt an der Zoologischen Stati-
tei Mitglied des Bayerischen Landtags,
on in Neapel (Stipendiat der Medizini-
1924-1928 des Deutschen Reichstags
schen Fakultät, Berlin) ; Nov. 1876 wiss.
Ehrungen: Bayerische Prinzregent-
Assistent am Physiologischen Institut in
Luitpold-Medaille am Jubiläumsband
Erlangen, 27. Febr.1877PrivatdozentfÜr
Portrait: Portraitsammlung der UBE
Quellen: UAE T. n Pos. 1 Nr. 52 Lit. S; ebd. Gol-
Physiologie; 7. Nov. 1878 Privatdozent
denes Buch Nr. 51 Eintrag ohne Datum für Physiologie in Heidelberg, 20. März
HStAM MK 44372 (1896-1935) 1886 Titel und Rang eines ao. Profes-
Literatur: Zieler/ScheITer (1906) S. 11 (W); Kol- sors, 4. Nov. 1888 auf eigenen Wunsch
de (1910) S. 486, 540; Haßelwander, Albert: Ar- ausgeschieden; Nov. 1888 Niederlassung
nold Spuler. In: Sitzungsber. Phys.-med. Soz. Er-
langen 69 (1937) S. XXIII-XL (W); .Prof. Dr. Ar-
als Facharzt für Nervenkrankheiten und
nold Spuler tu, In: Er\. Tagblatt vom 17.3.1937; Elektrotherapie in Köln

188
Stelzner

Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 40 Lu. S. dorf, 1957als Stipendiat des BritishCoun-
literatur: Kolde (1910) S. 54l; Vogel/Endriß
cil Studienaufenthalt in London, 6. März
(1943) S. 36; Fischer. Bd. 2 (l962) S. l500: Plttroff
(l964) S. 204 f.: Kovacsics (1967) S. 96-98 ('N) 1958 apl. Professor in Hamburg, 5. Okt.
DBA l2l9. 43-44 ('N) 1965 leitender Oberarzt der Chirurgi-
schen Klinik, 7. Mai 1968 o. Professor
für Chirurgie und Direktor der Chirurgi-
Stelzner, Friedrich Reinhold schen Klinik in Hamburg-Eppendorf; 1.
1952 -1955 Okt. 19710. Professor für Chirurgie und
geb: 4. Nov. 1921, Oberlohma/Kreis Direktor der Chirurgischen Klinik in
Eger Frankfurt/M.; 1. April 1977 o. Professor
Kont· kath. für Chirurgie und Direktor der Chirur-
Eltern: Georg Stelzner, Bahnoberin- gischen Klinik in Bonn, 19. März 1987
spektor, und Helene Stelzner, geb. Brand- Emeritierung, noch bis 31. Dez. 1988 ei-
ner gene Lehrstuhlvertretung; 1. Jan. 1989
Farn: verh. seit 1957 mit Dr. med. Re- bis 31. Dez. 1996 Gastarzt am Evange-
nate Buchborn, drei Kinder lischen Krankenhaus in Bad Godesberg
Schule: 1926-1931 Volksschule, Fran-
Mitgliedschaften: 1951 Physikalisch-
zensbad bei Eger; 1931-1939 Humani-
medizinische Sozietät, Erlangen; 1968
stisches Gymnasium, Eger
Korr. Mitglied der Internationalen Aka-
Studium: seit 1940 Studium der Me-
demie für Proktologie; 1970 Vorsitzen-
dizin an der Militärärztlichen Akademie
der der Nordwestdeutschen Chirurgen-
und später an der Universität in Berlin
Vereinigung; 1971Societe Internationale
1941-1942 Würzburg, 1943-1944 Gieße~
de Chirurgie; Österreichische Chirurgen-
und München, WS 1944/45 wieder Ber-
Vereinigung, später Ehrenmitglied; 1979
lin; 1944 Medizinisches Staatsexamen in
Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft
Berlin; 15. Febr. 1945 Approbation
für Verdauungs- und Stoffwechselkrank-
Akad. Grade: 24. Febr. 1945 Dr. med.,
heiten; 1980 Vorsitzender der Bayeri-
Würzburg; 20. Juni 1952 Habilitation für
schen Chirurgen-Vereinigung; 1983Vor-
Chirurgie, Erlangen; 20. Mai 1955 Um-
sitzender der Vereinigung Niederrhein-
habilitierung nach Hamburg
Westfälischer Chirurgen; 1985 Vorsit-
Laufbahn: 1939-1945 Kriegsdienst; 1.
zender der Deutschen Gesellschaft für
Aug. 1945 wiss. Assistent an der Chir-
Chirurgie, später Ehrenmitglied; Royal
urgischen Klinik in Erlangen, Sept. und
SocietyofMedicine.London; 1987 Deut-
Okt. 1949 als Austauschassistent an der
sche Akademie der Naturforscher Leo-
Chirurgischen Klinik in München und
poldina; 1996 Korr. Mitglied der Deut-
Juni bis. Aug. 1950 an der Chirurgischen
schen Gesellschaft für Innere Medizin
Klinik in Zürich, 6. Aug. 1952 Privatdo-
zent für Chirurgie in Erlangen, 1954 Ehrungen: 1960von-Langenbeck-Preis
Oberarzt an der Chirurgischen Klinik; der Deutschen Gesellschaft für Chirur-
20. Mai 1955 Privatdozent für Chirurgie gie; 1965 Martini-Preis der Universität
in Hamburg und Oberarzt an der Chir- Hamburg; 1966 Wilhelm-Warner-Preis
urgischen Klinik in Hamburg-Eppen- der Wilhe1m-Warner-Stiftung. Hamburg;

189
Stettner

1981 Dr. rer. nat. h.c., Seoul (Korea); 1912 wiss. Assistent an der Kinderab-
1981 Ehrenmitglied der Mikrochirurgi- teilung des Pharmakologisch-poliklini-
sehen Gesellschaft; 1992 Dr. med. h.c., schen Instituts, 1914-1918 Kriegsdienst,
München; 1993 Verdienstkreuz 1. Klas- 1919 Oberarzt, 16. März 1920 Privatdo-
se vom Verdienstorden der Bundesre- zent für Kinderheilkunde in Erlangen,
publik Deutschland 23. Nov. 1922 Titel und Rang eines ao.
Portrait: SiewertlTheisinger (s. Lit.) Professors, Okt. 1931 Niederlassung als
Quellen: HStAM MK 55307 (1952-55) Facharzt in Nürnberg, WS 1938/39 als
Literatur: Heidacher (1960) S. 170, 179; Sie-
wertlTheisinger (1986) S. 188f. (P); Ungeheuer,
Privatdozent in Erlangen beurlaubt; 1.Okt.
Edgar: Chirurgenkongresse 1949-1989. Gräfelfing 1938 ärztlicher Direktor des Städtischen
1989, S. 40 (P); ders.: Chirurgenverzeichnis. 7. Auf!. Kinderkrankenhauses und Mütterheims
Berlin u.a. 1990, S. 304f. (w); KürschnerI6 (1992) in Berlin-Charlottenburg, 14. Okt. 1939
S. 3628 (W)
Titel und Rang eines ao. Professors in
Berlin, 1951 Versetzung in den Ruhe-
Stettner, Ernst Melchior stand
1920 -1938 , Mitgliedschaften: 1904Burschenschaft
geb: 22.]uli 1885, Nürnberg Bubenruthia, Erlangen; 1914 Physika-
gest: 1. Aug. 1963, Eschenbach bei lisch-medizinische Sozietät, Erlangen
Quellen: UAE T. II Pos. I Nr. 71 Lit. S; ebd. Gol-
Hersbruck
denes Buch Nr. 117v Eintrag ohne Datum
Eltern: Ferdinand Stettner, Kaufmann, HStAM MK 35744 (1920-39)
und Marie Stettner, geb. Schmidt Literatur: .Universitätsprofessor Dr. Stettner 50
Farn: verh. seit 1911 mit Hermine Fi- Jahre". In: Er!. Tagblatt vom 22.7.1935; .ErnstStett-
scher, ein Kihd; seit 1920 mit Elisabeth ner". In: Er!. Tagblatt vom 16.9.1938: Vogel/En-
driß (1943) S. 41; Asen (1955) S. 194; Fischer. Bd. 2
Spaeth, drei Kinder (1962) S. 1507; Janz (1963) S. 151; Pittroff (1964)
Schule: bis 1904 Realgymnasium, S. 169 f.; Schamberger (1964) S. 79-83; Wiesener,
Nürnberg Heinrich: Ernst Stettner zum Gedächtnis. In: Ber-
liner Med. (1964) S. 684 (P); Thuss (1969) S. 111-
Studium: seit dem WS 1904/05 Studi-
118 (W); Windorfer, Adolf: Universitäts-Kinder-
um der Medizin in Erlangen, Kiel, Ber- klinik Erlangen 1907 bis 1977. In: Der Kinderarzt
lin, München und wieder Erlangen; 1909 16 (1985) S. 73-80, hier S. 73
Medizinisches Staatsexamen in Erlan-
gen; 16.]an. 1911 Approbation
Akad. Grade: 18. Sept. 1911 Dr. med., StoeckeI, Walter
Erlangen; 16. ]an. 1920 Habilitation für 1903 -1904
Kinderheilkunde, Erlangen; 1939 Um- geb: 14. März 1871, Stobingen bei
habilitierung nach Berlin Insterburg/Ostpreußen
Laufbahn: Frühjahr 1909 Medizinal- gest: 12. Febr. 1961, Berlin
praktikant an den Städtischen Kranken- Konf: kath.
anstalten in Nürnberg; Winter 1909/10 Eltern: Carl Moritz Stoeckel, Gutsbe-
Medizinalpraktikant an der Chirurgi- sitzer und Beamter, und Mary Luise
schen Klinik in Erlangen, 1911 wiss. As- Stoeckel, geb. Heinitz
sistent, Anfang 1912 Militärdienst, 1.Juni Fam:verh. seit 1900mit Aenne Fritsch,

190
Stoeckel

sieben Kinder fessor für Geburtshilfe und Gynäkolo-


Schule: Gymnasium, Insterburg gie sowie Direktor der Frauenklinik und
Leiter der Hebammenanstalt in Kiel, zu-
Studium: WS 1890/91 Studium der
dem 1911-1922 Mitglied des Medizinal-
Medizin in Leipzig, SS 1891 München,
kollegiums vonSchleswig-Holstein, 1917
WS 1891/92 Jena und seit dem WS 1892/
Ruf nach Halle/S. abgelehnt; 1. Sept.
93 Königsberg/Pr.; 1895 Medizinisches
1922 o. Professor für Frauenheilkunde
Staatsexamen und Approbation in Königs-
und Direktor der Frauenklinik in Leip-
berg/Pr.
zig; 19.März 1926o. Professor für Frauen-
Akad. Grade: 24. Febr. 1896 Dr. med.,
heilkunde in Berlin und Leiter der Frau-
Königsberg/Pr.; 25. Juli 1903 Habilitati- enklinik an der Artilleriestraße, 1. Sept.
on für Geburtshilfe und Gynäkologie, 1950 Emeritierung
Erlangen; 1. Nov. 1904 Umhabilitierung
MitgJiedschaften: 1903 Physikalisch-
nach Berlin
medizinische Sozietät, Erlangen; 1926
Laufbahn: 1895 Militärdienst in Kö-
Deutsche Akademie der Naturforscher
nigsberg/Pr.; 1896-1897 Schiffsarzt beim
Leopoldina; 1931Vorsitzender der Deut-
Norddeutschen Lloyd; 1. Sept. 1897 Vo-
schen Gesellschaft für Gynäkologie und
lontärassistent an der Frauenklinik in
Geburtshilfe; seit 1933 mehrfach Vorsit-
Bonn und am Pathologisch-anatomi-
zender der Gesellschaft für Geburtshül-
schen Institut in Marburg/Lahn; 1. Dez.
fe und Gynäkologie, Berlin, 1941 Eh-
1898 wiss. Assistent an der Frauenklinik
renvorsitzender; 1933/34 zweiter Vor-
in Bonn, Studienaufenthalte am Patho-
sitzender der Berliner Medizinischen Ge-
logischen Institut in Würzburg und an
sellschaft; 1947Präsident des Deutschen
der Urologischen Klinik in Breslau, 1901
Gynäkologenkongresses; Korr. Mitglied
Oberarzt an der Frauenklinik in Bonn
der Gesellschaft der Ärzte in Budapest
und Lehrer an der Hebammenschule;
und Wien und der Societa Italiana di Uro-
1903 wiss. Assistent an der Geburtshilf-
logia; Mitglied des Preußischen Land-
lieh-gynäkologischen Klinik in Erlangen,
gesundheitsrats; 1949 Akademie der
16. Aug. 1903 Oberarzt, 18. Aug. 1903
Wissenschaften, Berlin-Ost
Privatdozent für Gynäkologie, zugleich
Lehrer an der Hebammenschule, SS 1904 Ehrungen: Ehrenmitglied der Gynäko-
Lehrstuhlvertretung für Geburtshilfe und logischen Gesellschaften in Breslau, Wien,
Frauenheilkunde; 14. Sept. 1904 Ober- Rom und Buenos Aires (Argentinien);
arzt an der Frauenklinik der Charite in Ehrenmitglied der Mitteldeutschen und
Berlin, 23. Nov. 1904 Privatdozent für der Norddeutschen Gesellschaft für Gynä-
Gynäkologie, 18. März 1905 Titel und kologie; Ehrenmitglied der Medizini-
Rang eines ao. Professors, 1907 Rufe schen Gesellschaft, Leipzig, und 1928
nach Greifswald und Tübingen abge- der Wissenschaftlich-medizinischen Ge-
lehnt; 6. Okt. 1907 o. Professor für Frau- sellschaft der Vereinigten Staaten von
enheilkunde und Direktor der Frauen- Nordamerika; Geheimer Medizinalrat;
klinik sowie Leiter der Hebammenschule 1951 Dr. med. h.c., Humboldt-Univer-
in Marburg/Lahn; 1. Okt. 1910 o. Pro- sität Berlin; 1951Nationalpreis der Deut-

191
Strobel

sehen Demokratischen Republik, 1. ner/Thom (1990) S. 129. 131; Ebert, Andreas und
Klasse; Dr. jur. h.c., Kiel; Ehrensenator Hans Kar! Weitzel (Hg.): Die Berliner Gesellschaft
für Geburtshilfe und Gynäkologie 1844-1994. Ber-
der Universitäten Kiel und Erlangen; lin. NewYork 1994. bes. S. 161-192 (P); Schneck.
1960 Paracelsus-Medaille der Deutschen Peter: Wider den Biologischen Hochverrat: Frau-
Ärzteschaft enheilkunde und Rassenhygiene im Nationalso-
zialismus. In.: Meine!, Christoph und Peter Vos-
Portrait: Portraitsammlung der UBE
winckel (Hg.): Medizin. Naturwissenschaft. Tech-
Quellen: UAE n Pos. 1 Nr. 59 LU. S nik und Nationalsozialismus. Stuttgart 1994. S. 120-
Literatur: Zieler/ScheITer (1906) S. 138f. fW); 128. hier S.122-124
Kolde (1910) S. 486, 541; Gundlach (1927) S. 238;
Ottow. Benno und Felix v. Mikulicz-Radecki (Hg.)
FS für Walter Stoeckel zu seinem 60. Geburtstag, Strobel, Eberhard
dargebracht von seinen Schülern (= Zbl. Gynäk. 1960 -1969
55 [I931)H. Ila) (P); Reichshandbuch. Bd. 2 (1931)
S. 1856f. (P); Stoecke!, Walter: Wiener Brief. In: geb:ll.Aug.1925,Fürth
Dtsch. med. Wschr. 61 (1935) S. Il23 f.; Michels- Konf: eV.-Iuth.
son (1939) S. 482-485 fW); Ritterbusch (1940) S. Eltern: Wilhelm Strobel, Volksschul-
213; Ottow. Benno u.a. (Hg.): FS für Walter
, lehrer, und Klara Strobel, geb. Nickel
Stoecke!, zum 70. Geburtstag gewidmet. Leipzig
1941 (= Zbl. Gynäk. 65 (1941) S. 452-514) (P); Vo- Fam: verh. seit 1955 mit Dr. Ingrid
gel/Endriß (1943) S. 38; Mikulicz-Radecki, Felix Treutner, drei Kinder
v.: Zum 80. Geburtstag von Walter Stoeckel. In: Schule: Grundschule. Zimdorf/Kreis
Münch. Med. Wschr. 93 (1951) S.477-480; Stoecke!,
Fürth; Humanistisches Gymnasium, Fürth;
Walter: Gelebtes Leben. Stuttgart 1954;Asen (1955)
S. 194; Philipp. Ernst: Walter Stoeckel85 Jahre alt. Realgymnasium, Nümberg und bis 1944
In: Dtsch. med. Wschr. 81 (1956) S. 640 f.; Vol- Musisches Gymnasium, Frankfurt/M.
behr, Friedrich und Richard Weyl: Professoren und Studium: seit dem WS 1945/46 Studi-
Dozenten der Christian-AIbrechts-Universität zu
Kiel 1665-1956. 4. Aufl. Kiel 1956. S. 83; Kirch-
um der Medizin in Erlangen; 29. lan.
hoff/Polacsek (1960) S. 500f. fW); Philipp. Ernst: 1951 Medizinisches Staatsexamen in Er-
Geheimrat Professor Dr. Dr. med. h.c. Walter langen; 13. Mai 1952 Approbation
Stoeckel zum 90. Geburtstag. In: Dtsch. med. Akad. Grade: 20. Febr. 1951 Dr. med.,
Wschr. 86 (1961) S. 498 (P); Zum Tode von Ge-
heimrat Professor Dr. med. Dr. m,ed. h.c. Dr. jur.
Erlangen; 16. Juli 1960 Habilitation für
h.c. Walter Stoeckel. In: Münch. Med. Wschr. 103 Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Er-
(1961) S. 584 f.; Fischer. Bd. 2 (1962) S. 1518 fW); langen
Pittroff (1964) S. 83 f.; Stoecke!, Walter: Erinne- Laufbahn: 1944-1945Kriegsdienst und
rungen eines Frauenarztes. Hgg. von Hans Bor-
gelt. München 1966; Schrnidt (1967) S. 128 fW);
Gefangenschaft; 13. Febr. 1951 Medi-
Schröter, Peter: Frauenklinik und Hebammen- zinalpraktikant an der Chirurgischen Po-
lehranstalt der Philipps-Universität Marburg. Diss. liklinik in Erlangen; Sept. bis Nov. 1951
med. Marburg 1969. S. 153-169; Eulner (1970) S. Vertreter einer Landarztpraxis in Kro-
572.576 f.; Scholz. Harry und Paul Schroeder: Ärz-
nach/Oberfranken; 1. Dez. 1951 Medi-
te in Ost- und Westpreußen. Würzburg 1970. S.
283-286; Bayer. H.: Walter Stoeckel - Leben und zinalpraktikant an der Kinderklinik in
Werk. In: ZbI. Gynäk. 105 (1983) S. 52-55; Sim- Erlangen; März und April 1952 Vertre-
mer. Hans H.: Gynäkologische Endokrinologie in ter einer Landarztpraxis in Ahlfeld bei
den Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft
Hersbruck/Mittelfranken; 2. Mai 1952
für Gynäkologie. In: Beck. Lutwin (Hg.): Zur Ge-
schichte der Gynäkologie und Geburtshilfe. Ber- Volontärassistent an der Frauenklinik in
lin u.a. 1986, S.202-219. hier S. 203. 205; Käst- Erlangen; 1. Sept. 1953 klin. Assistent an

192
Stromeyer

der Medizinischen Abteilung des Dia- enreise u. a. nach Dresden. Prag. Wien
konissen-Krankenhauses in Neuendet- und München; WS 1826/27 Volontäras-
telsau; 1. Sept. 1954 wiss. Assistent an sistent an der Chirurgischen Klinik der
der Frauenklinik in Erlangen. 1. Okt. Charite in Berlin; seit Mai 1827 Studien-
1960Privatdozent für Geburtshilfe und aufenthalte in Bonn und in London. April
Frauenheilkunde. 1. Aug. 1962 Ober- bis juli 1828 in Paris und anschließend
arzt. 18. Aug. 1967 apl. Professor; 1.jan. Studienreise in die Schweiz; Okt. 1828
1970 Chefarzt der Frauenklinik der Städ- Distriktsarmeearzt in Hannover sowie
tischen Krankenanstalten in Aschaffen- seit Ostern 1829 Lehrer an der dortigen
burg. 1972-1974. 1980-1982 und 1986- Chirurgenschule. 1829 Gründung einer
1988 Direktor des Klinikums in Aschaf- Orthopädischen Anstalt. Aug. bis Nov.
fenburg, 1975-1990LehrauftragfürFrauen- 1831 im Auftrag der Regierung zwei Stu-
heilkunde und Geburtshilfe in Würz- dienreisen zur Erforschung der Cholera
burg. 1. Sept. 1990 Versetzung in den nach Danzig und Umgebung. 1832 Kgl.
Ruhestand Hofchirurg in Hannover; 1. Okt. 1838 o.
QueJlen: HStAM MK 55331 (1960-70)
Professor für Chirurgie und Augen-
Literatur: Kürschner 16 (1992) S. 3680 ('N)
heilkunde in Erlangen. Direktor der
Chirurgisch-augenärztlichen Abteilung
Stromeyer. Georg Friedrich Louis am Universitätskrankenhaus. 1839 und
1838 -1841 1840 Rufe nach Freiburg/Br. abgelehnt;
geb: 6. März 1804. Lauenstein bei Han- 7. jan. 1841 Versetzung als o. Professor
nover für Chirurgie nach München. Leiter der
gest: 15. juni 1876. Hannover Chirurgischen Klinik am Städtischen All-
Konf: eV.-Iuth. gemeinen Krankenhaus. Sept. 1842 Ruf
Eltern: Christian Friedrich Stromeyer. nach Tübingen abgelehnt; 1. Nov. 1842
KgI. Leibchirurg. und Luise Stromeyer. o. Professor für Chirurgie und Direktor
geb. Louis der Chirurgischen Klinik in Freiburg/Br ..
Fam: verh. seit 1831 mit? Bartei. drei 1848 Medizinalreferent des Badischen
Kinder Hofgerichts. 1848 Ruf nach Göttingen
Schule: 1809 Mädchenschule. Han- abgelehnt; 10. Nov. 1848 o. Professor für
nover; 1810-1819 Privatunterricht und Chirurgie und Direktor des Friedrichs-
1819-1821 Lyzeum sowie Ostern 1821 hospitals in Kiel sowie Generalstabsarzt
bis Herbst 1823 Chirurgenschule, Han- derschleswig-holsteinischenArmee, 1849
nover und 1850Kriegsdienst. 15.Febr.1851 Ent-
Studium: seit dem WS 1823/24 Studi- lassung aus dem Militärdienst. weiterhin
um der Medizin in Göttingen. WS 18251 o. Professor für Chirurgie und Augen-
26 und WS 1826/27 Berlin; Frühjahr 1827 heilkunde in Kiel. 24. April 1852 Direk-
MediZinisches Staatsexamen in Hannover tor des holsteinischen SanitätskoUegiums;
Akad. Grade: 6. April 1826 Dr. med .. 1. April 1854 Generalstabsarzt der han-
Betlin noverschen Armee. 1866 Kriegsdienst.
Laufbahn: April bis Nov. 1826 Studi- 1867 nach Ernennung zum Generalarzt

193
Stmmpell

in Magdeburg Pensionierung auf eige- gen und Brigitte Lohff: Ein Haus für die Chirurgie
nen Wunsch, 1870171 Kriegsdienst als 1802-1986. Neumünster 1986, S. 63-77 (P); Seidler
(1991) S. 125 f.. 188,497; Wittern (1993) S. 346-350;
beratender Chirurg jessen, Jens und Reiner Voigt: Biographie der Au-
Mitgliedschaften: Sept. 1840 zweiter tobiographien. Bd. 4. München u. a. 1996, S. 504 f.
Geschäftsführer der 18. Tagung der Ge- DBA 1241, 389-395 (W)
sellschaft Deutscher Naturforscher und
Ärzte in Erlangen; 1848 Physikalisch-me-
Strümpell, Ernst AdolfGustav Gottfried
dizinische Sozietät, Erlangen von
Ehrungen: 1844 Geldpreis von der 1886 -1903
Akademie der Wissenschaften in Paris geb: 28. Juni 1853, Neu-Autz (Kur-
für die Entwicklung der Schieloperation; land/Baltikum)
1848 Badischer Hofrat; 1884 .Bildsäule" gest: 10. ]an. 1925, Leipzig
in Hannover
Eltern: Dr. phil. Ludwig Strümpell, Pro-
Portrait: Killian (s. Lit.)
fessor für Philosophie und Pädagogik in
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 24 Lit. S (Vol. I, II)
Dorpat und Leipzig, und Sophie Strüm-
HStAM MInn 23612 (1838-42); ebd. MInn 45674
pell, geb. Bielenstein .
Literatur: Engelhardt (1843) S. 94.131, 252; Ge-
org Friedrich Louis Stromeyer: Lebenserinnerungen Farn: verh. seit 1889 mit Martha Lan-
eines deutschen Arztes. 2 Bde. Hannover 1875; gerhans, vier Kinder
Rohlfs, Heinrich: Georg Friedrich Louis Stromeyer. Schule: 1861 Vorschule und 1863-1869
In: Dtsch. Arch. für Geschichte der Medizin 7 (1884)
S. 195-261, 273-327; Gurlt, Ernst].: Stromeyer. In: Gymnasium, Dorpat
ADB. Bd. 36 (1893) S. 619-623; FS Phys.-med. Soz. Studium: SS 1870 Hörer der Philo-
Erlangen (1908) S. 35, 44. 57; Kolde (1910) S. 354f., sophischen Fakultät an der deutschen
541; Volbehr, Friedrich und Richard Weyl: Profes- Karls-Universitätin Prag, WS 1870171bis
soren und Dozenten der Christian-A1brechts-Uni-
versität zu Kiel 1665-1915. 2. Auf!. Kiel 1916, S. 61; SS 1872 Studium der Medizin in Dorpat,
Dieffenbach, Johann F.: Dieffenbach an Stromeyer. seit dem WS 1872173 in Leipzig; Früh-
Briefe aus den Jahren 1836-1846. Hgg. von Bruno jahr 1875 Medizinisches Staatsexamen
Valentin. Leipzig 1934; Hirsch. Bd. 5 (1934) S. 459- und Approbation in Leipzig
461; Kerschensteiner. Herrnann: Geschichte der
Münchner Krankenanstalten. 2. Auf!.~ünchen. Ber- Akad. Grade: 29. April 1875 Dr. med ..
!in 1939, S. 219-224 (P); Rirterbusch (1940) S. 206, Leipzig; 11. Mai 1878 Habilitation für In-
228 f., 238-273, 468 U.ö. (P); VogeJlEndriß (1943) nere Medizin, Leipzig
S. 33, 86; Steinmetz, Ingeborg: Ärztefreundschaf-
Laufbahn: SS 1875 Volontärassistent
ten im 19. Jahrhundert. Diss. med. Malnz 1954, S.
50-61; Koelbing, Huldrych M.: Georg Frtedrich Louis am Physiologischen Institut in Leipzig,
Stromeyer (1804-1876). In: Schweizer med. Wschr. April 1876 wiss. Assistent an der Medi-
85 (1955) S. 67-69; Heidacher (1960) S. 58-66. 167; zinischen Klinik, WS 1877178 beurlaubt
Prantl. Bd. I (1968) S. 728, Bd. 2 (1968) S. 531; Kaul-
für eine Studienreise nach Wien, Som-
bars-Sauer (1969) S. 28-31 (W); Eulner (1970) S.
564, 567. 569; Rogge, Roland: Der Briefwechsel mer 1878 Privatdozent für Innere Medi-
zwischen Louis Stromeyerund Friedrich v. Esmarch. zin in Leipzig, 1. Okt. 1882 Niederlas-
Neumünster 1974;Killian (1980) S. 171f. (P); Gress- sung als praktischer Arzt, 1. April 1883
mann, Christine: G. F. Louis Strorneyer - ein Weg-
ao. Professor für Spezielle Pathologie
bereiter der operativen Orthopädie. In: Thomann,
Klaus-Dieter (Hg.): Tradition und Fortschritt in der und Therapie und Direktor der Medizi-
Orthopädie. Stuttgart 1985. S. 73-81 (P); Voigt. Jür- nischen Poliklinik in Leipzig; 1.Mai 1886

194
Süßmann

o. Professor für Innere Medizin in Er- Strümpell t. In: Zs. Neurol., Berlin 97 (1925)S.V-Vll;
langen, Direktor der Medizinischen Kli- Müller, Ludwig Robert: Adolf Strümpell t. In:
Münch. Med. Wschr. 72 (1925) S. 352 f.: Payr,
nik und bis 1893 der Poliklinik, seit 1901 Erwin: Gedächtnisrede zum Tode Adolfv. Strüm-
zugleich Vorstand des Universitätskran- pells. Leipzig 1925 (P) (= Nrf.: Stählin S. 148);
kenhauses. 1892/93 Prorektor; 1. Okt. Schultze, Friedrich: Adolf v. Strümpell. In: Dtsch.
1903 o. Professor für Innere Medizin und Zs. Nervenhk. 85 (1925) S. I-VII:Strümpell, Adolf:
Brief. In: Dtsch. med. Wschr. 56 (1930) S. 237 f.;
Direktor der Medizinischen Klinik in ]amin (1943) S. 217 f.: Vogel/Endriß (1943) S. 7,
Breslau, 1905 Ruf nach Wien abgelehnt; 37, 86, 88; Buchheim, Ltselotte: Adolf Strümpell
1. April 1909 o. Professor für Innere Me- zu seinem 100. Geburtstag. In: Zs. für ärztliche
dizin in Wien und Direktor der III. Me- Fortbildung 48 (1954) S. 314-317 (W): Fischer.
Bd. 2 (1962) S. 1529 f.: Kolle, Kurt (Hg:): Große
dizinischen Klinik; 1. Okt. 1910 o. Pro- Nervenärzte. Bd. 3. Stuttgart 1963, S. 184-190 (P):
fessor für Innere Medizin und Direktor Pittroff (1964) S. 125-127: Emmrich, Rolf: Adolfv.
der Medizinischen Klinik in Leipzig. 1916 Strümpell. In: Harig, Gerhard und Max Steinmetz
Rektor, zum Ende des SS 1924 Emeri- (Hg.): Bedeutende Gelehrte in Leipzig. Bd. 2. leip-
zig 1965, S. 107-lll: Schwartz (1969) S. 95-lll
tierung (W): Eulner (1970) S. 623, 627, 630, 637: Neid-
Mitgliedschaften: KOff. Mitglied der hardt (1985) S. 71-77 (P); Kästnerrrhom (1990) S.
Reale Academia medica di Roma; 1886 72, 75, 87, 109, 127: Wittern (1993) S. 364-366
DBA 1242, 250-251 (W; P)
Physikalisch-medizinische Sozietät, Er-
langen, 1899-1907 Vorstand, 1904 Eh-
renmitglied; 1909Wiener Ärzteorchester Sü6mann, Philipp Oskar
Ehrungen: 1893 Ritter des Verdienst- 1938 -1945
Ordens der Bayerischen Krone (pers. geb: 26. März 1890. Nürnberg
Adel); 1900 Ehrenmitglied der Finni- gest: 27. Aug. 1972, Nürnberg
schen Medizinischen Sozietät, Helsinki; Konf: kath.
Geheimer Medizinalrat; 1916 Einrich- Eltern: Peter Süßmann, Lehrer, und
tung der Adolf-von-Strümpell-Stiftung an Margarethe Süßmann, geb. Krieger
der Universität Leipzig durch RudolfMel- Fam: verh. seit 1924 mit Agnes
ler; 1923Wilhelm-Erb-Denkmünze; 1952 Kunckell, zwei Kinder
Strümpellstraße in Erlangen Schule: 1896-1900Volksschule und bis
Portrait: Portraitsammlung der UBE 1909 Altes Gymnasium, Nürnberg
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 46 Lit. S: ebd. Gol-
Studium: seit dem WS 1909/10 Studi-
denes Buch Nr. 14 Eintrag vom 8.3.1903
Literatur:Strümpell, Adolf: Die Anfänge der Uni-
um der Medizin. Philosophie und der
versität Erlangen. Erlangen 1893:Deutsches Zeitge- Chemie in München, WS 1910/11 bis SS
nossenlexikon (1905) Sp. 1436 f.; Zieler/Scheffer 1914 Würzburg; 6. Aug. 1914 Medizini-
(1906) S. 96 (W): FS Phys.-med. Soz. Erlangen sches Staatsexamen in Würzburg; 6. Sept.
(1908) S. 52 f., 73: Kolde (1910) S. 485, 515, 541:
FS zum 60. Geburtstag von Adolf Strümpell (=
1914 Approbation
Dtsch. Zs. Nervenhk. 47148 (1913]) (P): Müller, Akad. Grade: 12. Nov. 1914 Dr. med.,
Ludwig Robert: Adolf Strümpell zum 70. Ge- Würzburg; 26. Juli 1920 Habilitation für
burtstag. In: Münch. Med. Wschr. 70 (1923) S.813 f. Hygiene und Bakteriologie, Würzburg;
(P): Strümpell, Adolf: Aus dem Leben eines deut-
schen Klinikers. Erinnerungen und Betrachtun-
24. Mai 1938 Umhabilitierung nach Er-
gen. Leipzig 1924 (P); ]amin, Friedrich: Adolf langen

195
Teschendorf

Laufbahn: 1. Okt. 1914 wiss. Assistent Teschendorf, Wemer


am Hygienischen Institut in Würz burg , 1925 -1926
1914-1919 Kriegsdienst, 17. Aug. 1920 geb: 9. Juli 1895, Neuhausen bei Kö-
Privatdozent für Hygiene und Bakterio- nigsberg/Pr.
logie, 4. März 1927 Titel und Rang eines gest: 20. April 1984, Madeira
ao. Professors; seit dem 1. Aug. 1922 Lei- Konf: kath.
ter des Bakteriologischen Laboratoriums
Eltern: Dr. med. Emil Teschendorf,
der Städtischen Krankenanstalten in
praktischer Arzt, und Gertrud Teschen-
Nümberg (seit 1940: Bakteriologisch-Se-
dorf, geb. Such
rologisches Institut), zugleich Oberarzt
Fam:verh. seit 1920 mit Elisabeth San-
an der Zweigstelle Nümberg der Bak-
der, zwei Kinder
teriologischen Untersuchungsanstalt Er-
Schule: 1904-1913 Kgl. Friedrichs-
langen, 24. Mai 1938 Privatdozent für
Gymnasium, Königsberg/Pr.
Gewerbehygiene mit Titel und Rang
eines ao. Professors in Erlangen, 1939- Studium: seit dem WS 1913/14 Studi-
1945 Kriegsdienst und bis 1947 Gefan- , um der Medizin in KönigsbergiPr.; 31.
genschaft, 22. Aug. 1945 Entlassung durch Aug. 1918 Medizinisches Staatsexamen
die Militärregierung in Erlangen, 4. Sept. in KönigsbergiPr.; Aug. 1919 Approba-
1945 Suspendierung in Nümberg, 1. Juni tion
1948 Leiter des Hämatologischen Labo- Akad. Grade: 17. Jan. 1919 Dr. med.,
ratoriums der Städtischen Krankenan- KönigsbergiPr.; 25. Nov. 1925 Habilita-
stalten in Nümberg, 23. Jan. 1951 Vor- tion für Innere Medizin und Röntgeno-
stand des Hygienischen Instituts der logie, Erlangen
Städtischen Krankenanstalten, 1. April Laufbahn: 1914-1919 Kriegsdienst; 1.
1955 Versetzung in den Ruhestand, 1955 Febr. 1919 Medizinalpraktikant am Ru-
Wiederernennung zum apl. Professor in dolf- Virchow- Krankenhaus in Berlin,
Erlangen, 1955-1970 Betrieb eines pri- seit Mai 1919 an der Chemischen Ab-
vaten Laboratoriums in Nümberg teilung, Okt. 1919 Volontärassistent an
Ehrungen: 1916 Bayerisches König- der Röntgenabteilung; Juli 1920 wiss. As-
Ludwig-Kreuz sistent am Pharmakologischen Institut
QuelJen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 88 Lit. S in KönigsbergiPr., Aug. 1921 an der Me-
HStAM MK 44427 (1920-52) dizinischen Klinik, Mitvorstand der Rönt-
StA Nbg. C l8/II PAn 7089 genabteilung, 1924 Oberarzt am Ambu-
Literatur: VogellEndriß (1943) S. 45; "Philipp latorium; 1.Jan. 1925 wiss. Assistent und
Süßmann im Ruhestand". In: Nürnberger Nach-
richten vom 1.4.1955, S. 9; Pittroff (1964) S. 113;
Vorstand der Röntgenabteilung an der
Berwind (1968) S. 92-94 (W); Bock. Reinhard: Per- Medizinischen Klinik in Erlangen, 22.
sonalbibliographien von Professoren und Dozen- Dez. 1925 Privatdozent für Innere Me-
ten der Hygiene und Pharmakologie an der Me- dizin und Röntgenkunde; 1.Jan. 1927
dizinischen Fakultät der Universität Würzburg ...
Chefarzt des Strahleninstituts der Allge-
Diss. med. Erlangen-Nürnberg 1971, S. 49-52 (W)
meinen Ortskrankenkasse in Köln, Be-
gründer der dortigen Lehranstalt für
Röntgenassistentinnen, 1960 Versetzung

196
Theissing

in den Ruhestand Studium: SS 1921 bis WS 1925/26 Stu-


Mitgliedschaften: 1925 Physikalisch- dium der Medizin in Tübingen, Breslau,
medizinische Sozietät, Erlangen; 1948- Köln und Bonn; 20. Mai 1926 Medizini-
1963 Vorsitzender der Köln-Bonner sches Staatsexamen in Bann; 31. Mai
Röntgengesellschaft, 1965 Ehrenvorsit- 1927 Approbation
zender; 1962 Präsident der Deutschen Akad. Grade: 13. Juni 1926 Dr. med.,
Röntgengesellschaft, 1972Ehrenmitglied Bonn; 24. Nov. 1931 Habilitation für
Ehrungen: 1960 Großes Verdienst- Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde,
kreuz vom Verdienstorden der Bundes- Bonn; 12. Mai 1950 Umhabilitierung
republik Deutschland; 1963 Ehrenmit- nach Mainz
glied der Italienischen Röntgengesell- Laufbahn: 1. Juni 1926 Medizinal-
schaft praktikant an der Medizinischen Poli-
Portrait: Beeker (s. Lit.)
klinik in Bonn, 1. Juni 1927 Volontäras-
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 10 Lit. T
HStAM MK 35757 (1925-27)
sistent an der Hautklinik, 1. Juli 1927
Literatur: Vogel/Endriß (1943) S. 42; Köhnle, Volontärassistent an der Hals-, Nasen-
Hans: Professor Dr. med. Werner Tesehendorf. In: und Ohrenklinik, 1.Febr. 1928wiss. Assis-
Röntgenblätter 8 (1955) S. 193f. (P); Weissberg. tent, Leiter des Histologischen Labors
Harry: Professor Dr. med. Werner Tesehendorf.
der Klinik, 28. Nov. 1931 Privatdozent
In: Röntgenblätter 13 (1960) S. 193-195 (P); Pitt-
roff (1964) S. 138-140; Beeker, ].: Werner Te- für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
sehendorf zum 70. Geburtstag. In: Strahlenthera- in Bonn, 23. Jan. 1942 Titel und Rang ei-
pie 127 (1965) S. 634 f. (P); Hagel (1968) S. 80-83 nes ao. Professors; seit dem 1.Sept. 1934
(W); Friedmann, G.: Zum 80. Geburtstag von Wer-
Chefarzt der Abteilung für Hals-, Nasen-
ner Tesehendorf. In: Röntgenblätter 28 (1975) S.
289f.; Hoeffken, W.: Zum 80. Geburtstag von Wer- und Ohrenkrankheiten am Städtischen
ner Tesehendorf. In: RöFo 123 (1975) S. 1f. (P); Krankenhaus in Ludwigshafen/Rhein;
Thum, Peter: Werner Tesehendorf zum 80. Ge- seit dem 12. Mai 1950 zugleich Privat-
burtstag. In: Dtseh. med. Wsehr. 100 (1975). S. 748
dozent und apl. Professor für Hals-, Na-
(P); Minkow (1976) S. 20, 48, 53, 56 (W)
sen- und Ohrenheilkunde in Mainz; 1.
März 1960 o. Professor für Hais-, Na-
Theissing, Gerhard Franz Josef sen- und Ohrenheilkunde in Erlan-
1960 -1972 gen und Direktor der Klinik für Hals-,
geb: 15.]uni 1903, Waldenburg/Schle- Nasen- und Ohrenkrankheiten, 30. Sept.
sien 1971 Emeritierung, noch bis 30. Sept.
gest: 28. Nov. 1987, Erlangen 1972 eigene Lehrstuhlvertretung
Konf: kath. Mitgliedschaften: seit 1952 Mitglied
Eltern: Dr. med. Heinrich Theissing, des Wissenschaftlichen Beirats der Bun-
Arzt, und Agnes Theissing, geb. Ort- desärztekammer; 1953-1963 Vorstands-
meyer mitglied und 1959/60 Präsident der Deut-
Fam:verh. seit 1934 mit Dr. med. Mar- schen Gesellschaft für Hals-. Nasen- und
gareta Schlicker, zwei Kinder Ohrenheilkunde; 1959Korr. Mitglied der
Schule: 1912-1921 Humanistisches Türkischen Oto-Rhino-Laryngologischen
Gymnasium, Waldenburg Gesellschaft; 1962Internationale Audio-

197
Thiel

logische Gesellschaft; 1963 Physikalisch- und Approbation in Erlangen


medizinische Sozietät. Erlangen; 1965- Akad. Grade: 20. Febr. 1947 Dr. med ..
1971 Vorsitzender der Vereinigung der Erlangen; 18. Nov. 1954 Habilitation für
Fachvertreter der Hals-. Nasen- und Oh- Augenheilkunde. Erlangen
renheilkunde an den Westdeutschen Laufbahn: 1. Sept. 1945 Medizinal-
Universitäten praktikant an der Augenklinik in Erlan-
Ehrungen: Ehrenmitglied mehrerer gen. 1. Nov. 1946 Volontärassistent. 1.
nationaler und internationaler wissen- Febr. 1948 wiss. Assistent. 26. Jan. 1955
schaftlicher Gesellschaften; Ernst-von- Privatdozent für Augenheilkunde. 7.
Bergmann-Plakette der Bundesärzte- Sept. 1962 apl. Professor. Oberarzt; 1957
kammer Chefarzt der Augenklinik der Städtischen
Portrait: Er!. Nachrichten (s. Lit.) Krankenanstalten in Ludwigshafenl
Quellen: UAE T. II Pos. 1 Nr. 17 Lit. T Rhein. 1984 Versetzung in den Ruhe-
Literatur:Weigand (1968) S. 43-53 (W); Wenig
(1968) S. 310; Kittel, Gerhard: Prof. Gerhard Theis-
stand
sing zum 70. Geburtstag. In: Zs. Laryng .. (...) 52 Mitgliedschaften: 1951 Physikalisch-
(1973) S. 395-397; .Prof. Gerhard Theissing wird , medizinische Sozietät. Erlangen; Öster-
70]ahre". In: Er!.Tagblatt vom 16.117.6.1973; .Prof. reichische Ophthalmologische Gesell-
Gerhard Theissing starb 84jährig". In: Er!. Nach-
richten vom 3.12.1987 (P); Kittel, Gerhard: Nach- schaft; Institut Barraquer. Barcelona
ruf für Prof. Dr. Gerhard Thelsslng. In: Zs. Laryng .. Quellen: HStAM MK 55349 (1951-71)
(...) 67 (1988) S. 141; Uni-Kurier. N.F. Nr. 74/75 Literatur: Hollwlch. Fritz (Hg.): Ophthalmolo-
(1988) S. 95 (P); Schnalke (1989) S. 55-58 (P); gen-Verzeichnis. Stuttgart 1964, S. 446 f.;Kürschner
Kürschner 16 (1992) S. 3742 (W) 17 (1996) S. 1408

Thiel, Hans Lothar Thiermann. Edmund


1955 -1984 1940 -1945. 1949 -1966
geb: 15. Nov. 1920. Danzig-Praust geb: 27. Febr. 1904. Munderkingenl
Konf:kath. Württemberg
Eltern: Leopold Thiel. Bürgermeister. gest: 9. Juli 1966. Nürnberg
und Dore Thiel. geb. Schulz Konf·kath.
Fam: verh. seit 1943 mit Ruth Dom- Eltern: Dr. med. Orto Thiermann, prak-
browski. zwei Kinder; seit 1979 mit Chri- tischer Arzt. und Anna Thiermann, geb.
stel Müller. vier Kinder Schmerbeck
Schule: 1926-1930 Grundschule Rößell Fam:verh. seit 1930 mit Dr. Else Graf.
Ostpreußen; bis 1939 Humanistische keine Kinder
Gymnasien Rößel, Marienburg und Al- Schule: 1915-1922 Gymnasium St. Ste-
lenstein/Ostpreußen phan, Augsburg
Studium: seit dem WS 1939/40 Studi- Studium: 1922-1927 Studium der Me-
um der Medizin in Breslau. SS 1940 bis dizin in München; 22. Juni 1927 Medi-
WS 1941/42 und WS 1942/43 in Kö- zinisches Staatsexamen in München; 22.
nigsberg/Pr .. SS 1944 in Erlangen; 14. Sept. 1928 Approbation
Aug. 1945 Medizinisches Staatsexamen Akad. Grade: 18. Juli 1930 Dr. med ..

198
Thiersch

München; 20. Sept. 1939 Habilitation für Brüssel, 1955 der Association Franl;aise
Urologie. Erlangen de Chirurgie und 1956 der Association
Laufbahn: 1. Juli 1927 Medizinal- Franl;aise d'Urologie
praktikant am Städtischen Krankenhaus Ehrungen: 1951 o. Professor h.c. der
in Pirmasens. seit Sept. 1928 Volon- Universität Madrid
Portrait: Erl. Tagblatt 1956 (5. Lit.)
tärassistent; 1. Okt. 1928 Volontärassi-
Quellen: HStAM MK 44434 (1938-68)
stent an der Kinderabteilung des Städti- Literatur:Vogel/Endrlß (1943) S. 45; .Prof. Dr.
schen Krankenhauses in München- Edmund Thiermann·. In: Erl. Tagblatt vom
Schwabing, 1. März 1929 klin. Assistent 12.10.1956 (P); Heidacher (1960) S. 110, 118; .Prof.
Thlermann wird 60 Jahre". In: Nürnberger Nach-
an der Chirurgischen Abteilung des All-
rlchtenvom26.2.1964; Kürschner 10 (1966) S.2489;
gemeinen Städtischen Krankenhauses Wittern (1993) S. 416
rechts der Isar. seit dem 1. Juni 1929 am
Pathologischen Institut, 1.Nov. 1929wiss.
Assistent an der Chirurgischen und Or- Thiersch, Carl von
thopädischen Abteilung der Kinderkli- 1854 -1867
nik in München; 1. Okt. 1933 klin. Assis- geb: 20. April 1822. München
tent an der Chirurgischen Abteilung des gest: 28. April 1895. Leipzig
Städtischen Krankenhauses in Mann- Kont· eV.-Iuth.
heim; 1. Jan. 1935 Volontärassistent an Eltern: Dr. phil. Friedrich Wilhelm
der Urologischen Abteilung der Chirur- Thiersch, o. Professor für Griechische
gischen Klinik in Erlangen, 1. Aug. 1936Philologie in München, und Amalie
wiss. Assistent, zugleich Vorstand der Thiersch. geb. Löffler
Urologischen Abteilung. 1939-1945Kriegs- Fam:verh. seit 1855 mit Johanna Lie-
dienst, 4. Juli 1940 Privatdozent für Uro-
big, acht Kinder
logie. 1. Okt. 1944 Oberarzt, 22. Aug. Schule: 1827 Volksschule. 1829 la-
1945 Entlassung durch die Militärregie-teinschule und bis 1836 Altes Gymnasi-
rung. 10. Dez. 1949 Wiederernennung um. München
zum Privatdozenten und Wiedereinstel- Studium: WS 1836/37 bis 5S 1838 Stu-
lung als Oberarzt und Leiter der Urolo-dium der Philosophie in München. WS
1838/39 bis SS 1843 Studium der Medi-
gischen Abteilung der Chirurgischen Kli-
zin in München; 30. Juli 1845 Approba-
nik, 21. Febr. 1951apl. Professor. 1.Aug.
1956 Diätendozent; 1. März 1957 Chef- tion in München
arzt der Urologischen Klinik der Städti- Akad. Grade: 18. Aug. 1843 Dr. med.
schen Krankenanstalten in Nürnberg et chir., München; 1849 Habilitation für
Mitgliedschaften: 1950 Physikalisch- Chirurgie, München
medizinische Sozietät. Erlangen; 1950 Laufbahn: Okt. 1843 bis März 1844
KOff.Mitglied der spanischen Akademie Studienaufenthalt in BerUnund seit April
für Chirurgie, Madrid; 1952 o. Mitglied 1844 in Wien; Aug. 1844 klin. Assistent
der deutschen Sektion des International an der Chirurgischen Abteilung des Städ-
College ofSurgeons. Chicago; 1953KOff. tischen Allgemeinen Krankenhauses in
Mitglied der SociE~teBeIge d'Urologie, München; Aug. 1846bisJan. 1847Sprach-

199
Thiersch

unterricht; Febr. bis Juni 1847 Studien- schen Sanitätscorps; 1967 Stiftung des
aufenthalt in Paris; 7. Okt. 1848 Prosektor Carl-Thiersch- Habilitationspreises von
am Institut für Pathologische Anatomie der Medizinischen Fakultät, Erlangen;
in München, 16. Aug. 1849 Privatdozent 1996 Car1-von-Thiersch-Straße in Erlan-
für Chirurgie, 1850 Kriegsdienst. 20. Dez. gen
1853 ao. Professor für Chirurgie. 1854 Portrait: Portraitsammlung der UBE
zugleich Choleraarzt in München und Quellen: UAE T. 11Pos. 1 Nr. 7 Llt. T
Mitglied der Kommission zur Erfor- HStAM MInn 44602 (1853)
schung der Cholera; 16. Okt. 1854 o. Brtefabschriften: Karl-Sudhoff-Instltut, Universität
Leipzig
Professor für Chirurgie und Augen-
Literatur: FS, Carl Thiersch gewidmet. Leipzig
heilkunde und Vorstand der Chirurgisch- 1892 (: Dtsch. Zs. Chir. 34(1892)); Helferich,
augenärztlichen Abteilung am Univer- HeinIich: Zum 70. Geburtstag von Geheimrath C.
sitätskrankenhaus in Erlangen, seit 1858 Thiersch in Leipzig. In: Münch. Med. Wschr. 39
kommissarischer Leiter und 5. März 1860 (1892) S. 275 f.; Bardeleben, Adolfv.: Karl Thiersch.
In: Dtsch. med. Wschr. 21 (1895) S. 311 f.; Helfe-
Vorstand des Universitätskrankenhau- rich, Heinrtch: Carl Thiersch. In: Dtsch. Zs. Chir.
ses, 1861162 Prorektor, 1866 Kriegs- , 41 (1895) S. 617-633 fW); His. Wllhelm: Karl Lud-
dienst; 1. Mai 1867 o. Professor für Chir- wig und Karl Thiersch. Akademische Gedächtnis-
urgie in Leipzig und Direktor der Chir- rede. Leipzig 1895; Landerer. Albert: Carl Thiersch.
In: Münch. Med. Wschr. 42 (1895) S. 472-475; Till-
urgischen Klinik, 1870/71 Kriegsdienst, manns, Hermann: Zur Erinnerung an Carl Thiersch.
1876 Rektor In: Berliner klin. Wschr. 32 (1895) S. 421-423: FS
Phys.-med. Soz. Erlangen (1908) S. 54. 70; Thiersch.
Mitgliedschaften: 1854 Physikalisch-
]ustus: Karl Thiersch. In. ADB. Bd. 55 (1910) S.
medizinische Sozietät, Erlangen, 1883 255-263: Kolde (1910) S. 417, 515. 542; Weiser,
Ehrenmitglied; 1862 Korr. Mitglied der Martin: Das Leipziger medizinische Viertel. Leipzig
Physikalisch-medizinischen Gesellschaft, 1914 (P); Thiersch. ]ustus: Carl Thiersch, sein Le-
ben. Leipzig 1922 (P): ders.: Carl Thiersch und die
Würzburg; 1872 Geschäftsführer der 45. Studenten. In: Fortschritte der Medizin 40 (1922)
Tagung der Gesellschaft Deutscher Na- S. 14-19; Sudhoff, Kar!: Carl Thiersch. In: Sächsi-
turforscher und Ärzte in Leipzig; 1891 sche Lebensbilder. Hgg. von der Kommission für
Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft Geschichte. Bd. 1.Dresden 1930.S. 377-386; Hirsch.
Bd. 5 (1934) S. 556; Thiersch. Carl: Brtef an Rich.
für Chirurgie, 1895 Ehrenmitglied v. Volkmann. In: ]anus 43 (1939) S. 287 f.; ]amin
Ehrungen: 1861 Ritter des Verdienst- (1943) S. 214; VogeIlEndriß (1943) S. 6. 34. 86: Hei-
Ordens der Bayerischen Krone (pers. dacher (1960) S. 85-94, 127, 168; Pittroff (1964) S.
36-38: Prantl. Bd. 1 (1968) S. 729, Bd. 2 (1968) S.
Adel); 1867 Breant -Preis der Pariser Aka- 544; Schwartz (1969) S. 113-119 (W); Eulner (1970)
demie der Wissenschaften für Arbeiten S. 564, 568: Killian (1980) S. 139f.: Wendehorstl
zur Cholera; 1893 Ehrenbürger der Stadt Pfelffer (1984) Tafelteil Nr. 116 (P): Kästner!Thom
(1990) S. 59-62, 71,101; Klimpel, Volker-:Del'Chlr-
Leipzig; Ehrenmitglied der Pirogoff-Ge-
urg Karl Thiersch als Choleraforscher. In: Zen-
sellschaft, St. Petersburg. der Pathologi- tralblatt für Chirurgie 117 (1992) S. 520-521: Wit-
schen Gesellschaft. Landon, der Societas tern (1993) S. 354 f; Schwokowski, Christian F.: Er-
Chirurgica Americana. Boston. und der innerungen an Carl Thiersch - Zum 100.. Todes-
tag. In: Zentralblatt für Chirurgie 121 (1996) S. 426-
Gesellschaft für Natur~ und Heilkunde, 429 (P)
Dresden; Sächsischer Geheimer Rat; DBA 1267. 28-30 (W. P)
1891 Generalarzt a la Suite des Sächsi-

200
Thomas. K.

Thomas, Johannes Quellen: HStAM MI< 55357 (1955-76)

1957 -1976 Literatur:Kirchhoff/Polacsek (1960) S. 515 (W);


Kürschner 11 (1970) S. 3038
geb: 2. Febr. 1920, Schörau am Katz-
bach/Niederschlesien
gest: 4. Okt. 1976, Mülheim/Ruhr Thomas, Karl
Kanf: kath. 1946 -1949
Eltern: Alfred Thomas, Justizinspek- geb: 28. Nov. 1883, Freiburg/Br.
tor, und Clara Thomas, geb. Gürth gest: 6. Sept. 1969, Göttingen
Fam: verh. seit 1951 mit Luise Diem, Vater: Dr. med. Ludwig Thomas. o.
drei (?) Kinder Professor für Innere Medizin und Kinder-
Schule: bis 1938 Gymnasium, Gold- heilkunde in Freiburg/Br.
berg/Schlesien Fam:ledig
Studium: seit dem WS 1938/39 Studi- Schule: 1892-1901Humanistisches Bert-
um der Medizin in Breslau; 11.April 1944 hold Gymnasium, Freiburg/Br.
Medizinisches Staatsexamen und Ap- Studium: seit 1901 Studium der Me-
probation in Erlangen dizin in Freiburg/Br. und München; 3.
Akad Grade: 12.Apri11945Dr. med., Er- Dez. 1906 Medizinisches Staatsexamen
langen; 18. Juni 1957 Habilitation für Ge- und Approbation
burtshilfe und Frauenheilkunde, Erlangen Akad Grade: 7. Dez. 1906 Dr. med ..
Laufbahn:Sommer 1938Arbeitsdienst, FreiburglBr.; WS 1912/13 Habilitation
1940-1945 Kriegsdienst; 16. April 1945 für Physiologie, Greifswald; 1913 Um-
Medizinalpraktikant in der Chirurgischen habilitierung nach Berlin
Abteilung des Reservelazaretts in Erlan- Laufbahn: 1907 Medizi