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Edition Zeitpunkt – Verlag

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Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde.
Jean Paul
Cornelia Hesse-Honegger:
Die Macht der schwachen Strahlung – was uns die Atomindustrie verschweigt
edition Zeitpunkt, 2016. 232 Seiten, Fr. 29.-/€ 26.-
ISBN: 978-3-9523955-5-4.
Geb. Mit 20 ganzseitigen, farbigen Abbildungen
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Inhalt
Presse
Sie sah, was die Messgeräte verkannten
Mit 17 entdeckte sie als junge Illustratorin die ersten Fehler in einer wissenschaftlichen
Arbeit – weil das Konzept nicht darzustellen war. Dann schärfte sie als wissenschaftliche
Zeichnerin ihre Wahrnehmung für das Abnormale in der Tier- und Pflanzenwelt. Nach
Tschernobyl entdeckte sie, dass die Natur rund um Atomanlagen voll von verkrüppelten
Lebewesen ist. Mit ihren Zeichnungen öffnete sie der Welt die Augen für die zerstörerische
Macht der angeblich schwachen Strahlung. Doch die Wissenschaft wollte nicht hinsehen,
sondern vertraute ihren Messgeräten und Grenzwerten.
Dann machte sich Cornelia Hesse-Honegger auf die Reise zu den Hotspots der
Atomgeschichte, zeichnete Wanzen, sammelte Daten, schloss Freundschaften und legt nun
ihre bewegende Geschichte vor. Es ist die Geschichte eines freien Menschen, des
unverstellten Blicks und der grossen Hoffnung, die Macht der schwachen Strahlung und des
grossen Geldes zu brechen. Es ist auch unsere Geschichte, die wir immer noch zu einem
guten Ende führen können.

Medienmitteilung
Cover in hoher Auflösung
Cover in niedriger Auflösung
Bild der Autorin

Über die Autorin

Cornelia Hesse-Honegger wurde 1944 in Zürich geboren und absolvierte 1961 bis 1964 ihre
Ausbildung zur wissenschaftlichen Zeichnerin an der Universität Zürich unter Prof. H.
Burla, unterstützt von ihrem Vater, dem Künstler Gottfried Honegger. 1962, 1966 und 1969
arbeitete sie in meeresbiologischen Instituten am Mittelmeer und im Südpazifik. 1967 malte
sie im Labor durch Gift (EMS) genetisch veränderte Drosophila-Fliegen. 1969 begann sie,
Blattwanzen zu sammeln und zu malen, eine künstlerische Forschungsarbeit, die sie bis
heute fortführt.
1985 malte sie durch Strahlungsexperimente mutierte Fliegen. Diese entstellten Tiere aus
der Welt der wissenschaftlichen Laboratorien wurden für sie zu den Prototypen der vom
Menschen neu gestalteten bzw. verunstalteten Natur. Ihr Blick für genetisch geschädigte
Insekten war geschärft und erkannte, was der traditionellen Wissenschaft verborgen blieb:
Dass in den Fall-out-Gebieten der Katastrophe von Tschernobyl die Zahl missgebildeter
Kleinlebewesen dramatisch zunahm. Während 27 Jahren reiste sie nach 1987 immer wieder
in die Niederschlagsgebiete der radioaktiven Tschernobyl- Wolke und zu verschiedensten
Atomanlagen auf der ganzen Welt und betrieb ihre Feldstudien. Sie sammelte rund 17 000
Wanzen, zeichnete viele davon und zeigte, dass Atomanlagen auch dann zu genetischen
Schäden führen, wenn die Grenzwerte eingehalten werden.
Ihre eindrücklichen Illustrationen wurden in Ausstellungen in aller Welt gezeigt, mehrere
Bücher mit ihren Werken erschienen und Aufsehen erregende Zeitschriftenartikel, aber die
Anerkennung ihrer Erkenntnisse liess lange auf sich warten. 2015 wurde sie mit dem
«Nuclear-Free Future Award» ausgezeichnet. Cornelia Hesse-Honegger finanzierte ihre
Forschungsarbeit mit Dessins für Seidendrucke, die weltweit als Schals und Krawatten
getragen werden.
www.wissenskunst.ch
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