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Rede Josef Goebbels „Kundgebung zur Wahlen der NSDAP“ (27.07.

1932)

Die als Voransprache dienende Rede zur „Kundgebung zur Wahl der NSDAP“, gehalten von dem
damals amtierenden Reichtspropahandaminster Goebels, vom 27.07.1932, handelt von der
Notwendigkeit zur Stürzung der amtierenden Sozialdemokraten und dessen jahrelanger schlechten
Regierung, sowie der Herabwürdigung dieser.

Die Wahlkampfrede wurde kurz vor den Reichtagswahlen am 31.07,1932 gehalten. Da der
Reichtagspräsident Hindenburg Franu von Pappen zum Reichskanzler ernannt wurde und den Auftrag
hatte, eine neue Regierung zu bilden, waren Wahlen erforderlich, welche die NSDAP zu gewinnen
erstrebte.

Die Voransprache Gobbels lässt sich in vier Sinnabschnitte zusammenfassen. Im ersten Sinnabschnitt
(Z. 1-5) wird die Bedeutsamkeit des jetzigen Momentes beschrieben, als auch das gemeinsamen
Bestreben , dass Regiment zu stürtzen. Im folgendem Sinnabschnitt (Z.6-13) werden die SPD
Mietglieder Carl Severing, Otto Braun und Albert Grzesinski erniedrigt, diskreditiert und
abqualifiziert. Im dritten Sinnabschnitt (Z.15-25) werden die verzichteten Möglichkeiten für ein
besseres Wohl der Menschen und den stattdessen getroffenen Maßnahmen zur verschlechterung
des allgemeinem Wohles innerhalb der letzen 14 Jahren gennant. Zuletzt wird das, unter Leid,
endliche Erwachen zum Umbruch erläutertet.

Goebbels vertritt zu Beginn der Rede die Haltung, dass der jetzige Momemt, in welchem die Rede
gehalten wird, eine „weihevolle Stunde“(Z.1) zum „Wiederwachens der deutschen Nation“(Z.1) sei, in
welcher das Volk wieder Zusammenkommt. Dies wird zumal mit der Akkumulation „Mann und Frau
und Arbeiter und Bürger und Soldat“(Z.2) verstärkt, da fast die gesamte damalige
Bevölkerungsgruppe als das „Eine“ verbunden wird. Sowie durch die Anapher „in keiner Not und in
keiner Gefahr“(Z. 3) bestärkt wird, da wie im folgendem, die Unterdrückung und die missliche
Situation der Bürger beschrieben wird (Vgl. Z. 18) und sich nun erstmals während dieser Rede, nicht
in der genannten Situation befinden.

Goebbels fährt mit der Nennung des Herrn Severing weiter. Dieser war Preusens Innenminister und
wurde bei dem Preußenputsch seines Amtes enthoben. Bei dieser leistete er nur wenig Widerstand.
Goebbels zieht Severing, einerseits ins lächerliche, damit das er nur „der Gewalt“(Z.6) wiche, diese
aber nur ein Leutnant und „zehn Mann“(Z.7) bestand und dies reichte aus, um ihn seines Amtes zu
entziehend und andererseits verstärkt Goebbels dies nochmal mit der Antithese „wich zwar nicht,,er
entwich“(Z.7), da dessen Widerstand eher einer Flucht ähnle. Weiter wird These nochmal durch die
Alliteration „wiche, wich, entwich“(Z.6-7) hervorgehoben. Da dieser ein Mietglied der SPD ist, wird
diese indirekt auch ins lächerliche gezogen, sowie auch mit Grzesinski und Braun. Braun wird mit der
Ironie erniedrigt, ehemals gefordert zu haben die NSDAP „mit Stumf und Stiel auszurotten“(Z.9), dies
aber nicht geschafft zu haben und dessen Versagen, und somit auch der der SPD , zu verstärken nutz
Goebbels die Aussage Brauns mit dem Änderung, das Braun ausgerottet wurde, was nochmal die
Ironie verstärkt. Auf ironischer Weise erniedrigt Goebbels auch Grzesinski. Dieser forderte Hitler mit
einer Hundepeitsche zu verjagen, ihn jedoch selbst das Schicksal getroffen haben (Vgl .Z.12) und mit
der ironischen Anspielung dass dieser nun verjagt werden kann, nur nicht mit einer Hundepeitsche.

Die Zuhörer , welche sich nach Goebbels, in einer missliche Situation befinden, werden mit mit dem
Argument ad baculum „Es ist eben etwas anderes an den Fleischtöpfen der Regierung zu sitzen oder
das Hungerbrot der Oppustion zu essen“( Z. 15-16) verstärkt gegen die Regierung aufgehetzt, da sich
diese und Oppustion selber im Übermaß leben, als im gegensatz zur bürgerlichen Allgemeinheit und
somit sich auch egozentrisch Verhalten. Mit der Klimax „weich und dick und schwammig“ wird ein
Bezug zum vorherigen Argument geschaffen, in welchem die Begriffe „Fleischtöpfe“(Z.5) und
„Hungersbrot“(Z.5) in Verwendung kommen, einerseits lassen sich diese Begriffe, sowie die Kilmax
zum Oberthema „Übermäßiger Nahrungskonsum“ zuordnen, wodurch das Bild einer mindertwertige
klische behaftete einer Person, aus der vermenschlichung Regierung, entsteht. Wobei das
übergewichtige Sinnhaft für das egozentrisch Verhälten steht, da die Bürger wenig haben, der Staat
aber sehr viel. Alle schlechten Handlungen der Regierung werden in dem erzeugten Bild verbildlicht.
So wird seine Postion gegen die Regierung verstärkt. Die Unfähigkeit der Sozialdemokraten wird
weiter mit den rhetorischen Fragen „Wie könnten sie sonst vor das Volk hintreten mit erhobener
Faust und „Freiheit“ rufen“(Z.18), „Was ist das“(Z.18), „Ist das ein Wunsch oder eine Feststellung?“
(Z.19). Um seine Meinung zu unterstützen, die Regierung habe 14 Jahre lang Entscheidungen zu
ungunsten des Volkes getroffen zuhaben, nutz Goebbels den Paralelismus „14 Jahre hatten sie Zeit,
[…], stadessen[…]“(Z. 20-25), womit dessen falschen oder nicht erhabrachten Entscheidungen
hervorgehoben werden. So verwendet auch Goebbels das Argumentum ad misercordiam „ 14 Jahre
hatten sie Zeit, die Freiheit zu verwirklichen; stadessen aber haben sie das Volk mit Gummiknüppel
geschlagen“(Z.20), was an das Selbstmitleid der Zuhörer zielt und diese auf Sozialdemokraten
aufgehetzt werden. Den Kapitalismus, stellt Goebbels als schlecht dar indem er sagt „[…] dem
Arbeiter Arbeit und Brot zu geben; stadessen aber haben sich wohnlich den Kapitalismus
gebracht“(Z.22), gleichzeit wird auch das falsche Handeln bekräftigt.
Die Rede ist sehr strukturiert aufgebaut. Die Sätze sind Hypotaktisch.

Goebbels Ziel ist es, die Sozialdemokraten soweit zu diskreditieren, dass die Zuhörer die NSDAP
wählen. Weshalb er beispielsweise ein wir-Gefühl (Vgl. Z.2) erzeugt, wodurch Zuhörer die gehörte
Meinung verstärkt übernehmen. Auch wird die Gegenseite herabgestuft und erniedrigt (Vgl. Z.9, 21).
Die rhetorischen Mittel wirken sich nochmal sehr bekräftigt auf die übermittlung der Meinung aus.
Auch entsteht ein gemeinsames Feindbild, die Sozialdemokraten, wodurch die Postion Goebbels
hervorgehoben wird. Zudem ist sind Goebbels Formulierungen ironisch gestaltet.

Abschließend kann Zusammengefasst werden, dass bewusst zuerst ein gemeinsames Wir-Gefühl
erzeugt wird mit einem folgendem gemeinsamem Feindbild. Es kommen keine Fakten vor, nur
ausschließlich unseriöse Argumente. Der Fokus liegt auf der schlechten Darstellung der
Sozialdemokraten und mit dem damit folgendem Hassbild auf diese. Auffällig ist, dass keine
Lösungsansätze der NSDAP genannt werden, außer den Sturz der Regierung.

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