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Der Prinz Marinelli Emilia Galotti Claudia Galotti Odoardo Galotti

• Adel • korrupt • Bürgertum • Bürgertum • Bürgertum


• Politisch mächtig • verhöhnt Appiani, da er sich in • schön • fühlt sich geschmeichelt durch • moralisch
• willkürlich (wie er Bittschriften eine Bürgerliche verliebt hat • passiv das Werben des Prinzen • tugendhaft
durchblättert und wenig Lust zu (ohne Vermögen und Rang I, 6, • religiös (erzählt Odoardo davon in • Liebe zur Tochter
arbeiten hat I,1, Z. 1-8) Z. 8f.) • Munterkeit und Witz (Mutter einem Tone der Verzückung II, • öffentliches Ansehen
• egozentrisch (Wunsch nach • Blickt abschätzig auf Tugenden über Emilia II, 4, Z. 42) 4, Z. 45) • moralisch-religiöse Maximen
sofortiger Wunscherfüllung - wie Gefühl, Verstand, • natürliche Offenheit • eitel (II, 4, Z. 23 f.)
nimmt dabei das Unglück Schönheit und Tugend (I, 6, Z. • Aufrichtigkeit • töricht/naiv (beurteilt Galanterie • Rückzug ins Private ist für ihn
eines/mehrerer anderer in Kauf) 9f.) • kennt nur den engen Kreis der des Prinzen positiv und sieht Maxime
• wenig zielstrebig • reduziert die Bedürfnisse, Familie - hat keine Erfahrung den Hintergedanken nicht II, 6, • streng (verhört Emilia geradezu,
• innere Schwäche wenn auch verschlüsselt, auf mit Umgang mit dem Adel Z. 94)) stellt 11 Fragen, V,7)
• verächtlich gegenüber Orsina sexuelle Leidenschaft • hat vor dem Prinzen Ehrfurcht • taktiert • tötet Emilia um der Ehre willen
(I,1, Z. 23f.) (bezeichnet sie als Ware I,6, Z. (II, 6, Z. 41) • Sieht Adel aus bürgerlicher • Vertritt bürgerliche
• gefühlsbetont - empfindsam 87)) • schüchtern Sicht Moralvorstellungen und
(auch ein Missbündnis ändert • Entspricht den höfischen • fühlt sich wohl auch Wertesystem, die der höfischen
nichts an seiner „Liebe“ I, 6, Z. Moralvorstellungen (Mätressen geschmeichelt durch den Lebensweise diametral
21)) etc.) Annäherungsversuch des entgegengesetzt ist
• Geht über Leichen (hätte Prinzen
Todesurteil ohne zu Zögern und • Zwiespalt zwischen streng
nachzudenken unterzeichnet - religiöser Erziehung zur
zeigt auch Moralvorstellungen Tugend und Angst vor
des Adels) Scheitern in Realität (V, 7, Z.
48f.)
Lessings Intention
• Trotz des tragischen Endes, geht es Lessing nicht darum, bürgerliche oder religiöse Moralvorstellungen anzugreifen
• Moral und Tugend werden als notwendige Grundlage für eine bessere Gesellschaft angesehen