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Steuerlehre 1

Begriffe Handelsbilanz – Steuerbilanz


Handelsbilanz: Steuerbilanz (StBil)
nach Handelsrechtlichen Vorschriften erstellter Nach Steuerlichen Vorschriften erstellte Bilanz
Jahresabschluss §§242 ff.HGB §60 Abs.2 EStDV

Zwecke der Bilanzierung nach Handels- und Steuerrecht


Handelsrecht (HB) Steuerrecht (StBil)
Dokumentationzweck -Beteiligte nur Fiskus und Steuerpflichtiger
- Schaffung beweiskräftiger Urkunden für -periodengerechte Gewinnermittlung für stl.
rechtl. Auseinandersetzungen Zwecke → Hauptaufgabe der StBil
- Dokumentation der Auswirkungen von -StBil als Instrument der Verhaltenslenkung,
Geschäftsvorfällen auf die Subventionen
Vermögens-,Ertrags- und Finanzlage
Zahlungsbemessung
- Besteuerung
- Ausschüttungsbemessung (Gläubigerschutz)
Informationszweck
- Kapitalgeber
- Management, Selbstinformation
Abbildung der Realebene in die Abbildungsebene
Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Externe Abbildung der Unternehmenstätigkeit:


Finanzbuchhaltung
Bilanz Gewinn-und Anhang Kapitalfluss- Lagebericht
Verlustrechnung rechnung
Pflicht Pflicht Pflicht nur für KapG freiwillig Pflicht für
und Kap&Co. mittelgroße und
große KapG und
Kap&Co.
§242 Abs.1 §242 Abs.2HGB §§284,285 HGB
HGB
Vermögenslage Ertragslage Finanzlage
Vermögensgeg Aufwendungen Erläuterungen,Entlast Auszahlungen und Insb.
enstände und und Ertäge ung,Ergänzung von Einzahlungen Geschäftsverlauf
Schulden Bilanz und GuV sowie Chancen
und Risiken der
zukünftigen
Entwicklung
Ziel des Jahresabschlusses nach der Generalnorm des
§264 Abs.2 HGB :
Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechenden Bildes der Vermögens- und ertragslage
Bestandteile des Jahresabschlusses
Bilanzierung

Bilanz für kleine KapG


Aktiva Passiva
A Anlagevermögen A Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Gezeichnet Kapital
II. Sachanlagen II. Kapitalrücklage
III. Finanzanlagen III. Gewinnrücklagen
B Umlaufvermögen IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag
I. Vorräte V. Jahrespüberschuss/Jahresfehlbetrag
II. Forderungen u. Sonstige Vermögens- B Rückstellungen
gegenstände C. Verbindlichkeiten
III. Wertpapiere D. Rechnungsabgrenzungsposten
IV. Kassenbestand, Guthaben Kreditinstitute
C Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme Bilanzsumme

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung


1. Umsatzerlöse
2. Bestandserhöhungen bzw. Bestandsverminderungen
3.Gesamtleistung
4.sonstige betriebliche Erträge
5.Materialaufwand
6.Personalaufwand
7.Abschreibungen
8.sonstige betriebliche Aufwendungen
9.sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
10.Zinsen und Aufwendungen
11.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
12.außerordentliche Erträge
13.außerordentliche Aufwendungen
14.Außerordentliches Ergebnis
15.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
16.sonstige Steuern
17.Jahresüberschuss bzw. Fehlbetrag
Kapitalflussrechnung
Kapitalflussrechnung nach DRS2
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Ursachenrechnung
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf erklärt die Herkunft
Anlagevermögen und Verwendung
+/- Zunahme/Abnahme Rückstellungen der finanziellen Mittel
+/- Zunahme/Abnahme Vorräte,Forderungen
LuL
+/- Zunahme/Abnahme Verbindlichkeiten LuL
+/- …....
I = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
- Auszahlungen für Investitionen
+ Einzahlungen aus Anlagenabgängen
+/- …..
II= Cashflow aus Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen
- Auszahlungen an Unternehmens Eigner
+/- Einzahlungen/Auszahlungen aus
Aufnahme/Tilgung von Bankkrediten
III=Casshflow aus Finanzierungstätigkeit
Fondsänderungsnachweis:
Zahlungswirksame Veränderung des erklärt die Verwendung des
Finanzmittelfonds (Summe I+II+III) Finanzmittelfonds
+ Anfangsbestand des Finanzmittelfonds
=Endbestand des Finanzmittelfonds

Kapitalflussrechnung
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Veränderung der liquiden Mittel
+Anfangsbestand liquide Mittel
= Endbestand liquide Mittel

Bilanz
Anlagevermögen Eigenkapital
Umlaufvermögen Gewinn/Verlust
Liquide Mittel Fremdkapital

Gewinn-/Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibungen
Gewinn/Verlust
Stadien des Jahresabschlusses
Aufstellung - Aufstellungspflicht:
grds. Bei Kaufmannseigensschaft
- Befreiumg von der Aufstellungspflicht §241 a
HGB
- Inhalte und Form: rechtsform und
Größenabhängig
- Aufstellungsfristen: rechtssform und
Größenabhängig
Prüfung -Prüfungspflicht für KaG und KapCoG, soweit
nicht klein im Sinne des §267 HGB
-ohne Prüfung ist Feststellung nicht möglich
Feststellung - Rechtsverbindlichkeit des Jahresabschlusses
durch den Feststellungsbeschluss
- Ergebnisverwendungsbeschluss erst nach
Feststellungsbeschluss
Offenlegung -KapG und KapCoG haben offenzulegende
Unterlagen beim elektronischen
Bundesanzeiger einzureichen
- größenabhängige
Offenlegungsvereinfachungen

Bilanztheorien
-Bedeutung von Bilanztheorien

Statische Bilanztheorie Dynamische Bilanztheorie Organische Bilanztheorie


Primär den Zweck: Periodengerechte Hauptzweck=Erhaltung der
Vermögensbestand und Erfolgsermittlung; U.substanz:
Schulden zu einem bestimmten GuV im Vordergrund der inflationsbedingte
Zeitpunkt zu ermitteln Bilanz nur Hilfsrechnung Scheingewinnausweis wird
(erfolgsermittlung=sekundär) („Kräftespeicher der eliminiert (alle
Unternehmung“) Geldwertänderungen sind zu
eliminieren;
Echte Gewinne sind von
Scheingewinnen zu trennen:
ein echter gewinn=erlös einer
Ware >
Wiederbeschaffungspreis am
Verkaufstag
EK als Differnz zw. Erfolgsermittlung durch Um den Ausweis von
Billanziellem Vermögen und verurschungsgerechte Scheingewinnen zu vermeiden:
Schulden = Periodenzurechnug in deer GuV Bewertung zu Tages- bzw.
„Schuldendeckungspotential“ als Differnz von Aufwendungen Wiederbeschaffungskosten
und Erträgen
Periodengewinn= Bilanz nur Hilfsmittel mit dem
Vergleich von Reinvermögen zu die Gesamtlebensdauer der
Beginn und Ende der Unternehmung in
Bilanzierungsperiode Geschäftsjahre eingeteilt wird.
(GuV untergeordnete Bilanz =
Bedeutung) Rechnungsabgrenzungskonto
auf dem die noch nicht
erfolgswirksamen zehlungen
erfasst werden

Festellung des „wahren Wertes“ Begründer = Eugen Begründer = Fritz Schmidt


der Bilanzpositionen der bei Schmalenbach
Liquididation oder going
concern ermittelt werden kann

Rechtliche Grundlagen der Bilanzierung nach Handels- und Steuerrecht:

Handelsrecht Steuerrecht
- Gesetzliche Bilanzierungsnormen - Handelsrechtliche GoB wg.grds.
betreffen die Aufstellung, Prüfung und Maßgeblichkeit der HB für StBil
Offenlegung - zentrale §§ im EStG
-Grob, insbesondere §§238-339 HGB, -§4 Gewinnbegriff im allgemeinen
drittes Buch des HGB -§4a Gewinnermittlungszeitraum,
- §§238-263 Vorschriften für alle Wirtschaftsjahr
Kaufleute - §5 Gewinn bei Vollkaufleuten und
- §§264-289 Ergänzende Vorschriften für bestimmten anderen
KapGes Gewerbetreibenden
- §§290-315 Konzernabschluss - §6 Bewertung
- §§316-324 Prüfungspflichte - §7 Afa
- §§325-329 Offenlegungspflichten
- §§331-335 Straf- und
Bußgeldvorschriften

Bedeutung der GoB (Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung)


GoB
-wesentlicher Handelsrechtlicher Begriff und bestimmter Rechtsbegriff
-fundamentale Bedeutung für die Rechtsordnung; Basis für die spezifischen Regelungen des HGB
-nach § 243 HGB hat der Kaufmann den Jahresabschluss nach den GoB aufzustellen
-Richtschnur für die Behandlung aller Sachverhalte in Buchführung und Jahresabschluss

Entwicklung
-die wichtigsten GoB sind seid BiRiLiG kodifiziert, ins. In §252 HGB (Allgemeine
Bewertungsgrundsetze)
-GoB sind ständigem Wandel untergeordnet durch Einfluss internationaler Entwicklungen,
weiterentwicklung der Rechtssprechung, bwl. Forschung usw.
-in der Literatur unterschiedliche Einteilung

Grundsatz der Bilanzidentität §252 Abs. 1 Nr. 1 HGB


– Eröffnungsbilanz eines GJ muss mit der Schlussbilanz des Vorjahres übereinstimmen
– Zweck
– Vermeidung von Gewinnmanipulation
– Hinzufügen oder Weglassen von Vermögensgegenständen oder Schulden zwischen den
Geschäftsjahren ist unzulässig
– auch als formelle Bilanzkontinuität und steuerrechtlich als Grundsatz des
Bilanzzusammenhangs bezeichnet

Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung


Grundsatz Fortführung Unternehmenstätigkeit §252 Abs.1 Nr.2 HGB
auch Going -concern
-bei der berwertung wird grundsätzlich von der U.fortführung ausgegangen
-Kernfrage, erfolgt die bewertung unter Fortführungs- oder zerschlagungs-
gesichtspunkten
-bsp: wert einer spezialmaschine bei U.fortführung oder U.stillegung
-tatsächliche stilllegung, einleitung insolvenzverfahren, behördliches
produktionsverbot, infragestellung bei schlechten zukunftserwartungen oder
verlusten
Prüfung dee Überlebensfähigkeit von mind. 1 Jahr mind. Bis Bilanzstichtag
Grundsatz Einzelbewertung §252 Abs. 1Nr. 3 HGB
Grundsatz:
-VG und Schulden müssen grds. Einzeln bewertet werden
Zweck
genaue bestimmung des einzelnen Ansatzes
Ausnahmen:
-Ausnahme aber zulässig, wg. unzumutbarer Arbeitsbelastung bei
einzelberwertung
-Festbewertung §240 Abs.3 HGB
-Gruppenbewertung §240 Abs.4 HGB
-Verbrauchsfolgeverfahren § 256 S.2 HGB

Vorsichtsprinzip §252Abs 1 Nr. 4 HGB


dominierendes Bewertungsprinzip in der deutschen Bilanzierung
-VG und Schulden sind vorsichtig zu bewerten
-plakativ → Kauffmann darf sich nicht reicher rechnen als er ist
-Ausdruck der zwecksetzung der HB, einen verteilungsfähigen gewinn unter
besonderer berücksichtigung der Interessen der Gläubiger zu ermitteln
wesentliche Ausprägungen des Vorsichtsprinzips
– Realisationsprinzip
– gewinne erst dann ausgeaiesen wenn realisiert
– zweck: verhinderung eines vorzeigigen ertragsausweises
– AK/HK-Prinzip als Ausfluss des Realisationprinzips
– Imparitätsprinzip
– Verluste sind bereits dann zu erfassen wenn sie zu erwartet sind
– Ausfluss des Imparitätsprinzips
– Niederstwertprinzip NWP
– strenges NWP im UV §253 Abs 3 HGB
– gemildertes NWP im AV §253 Abs.2 HGB
Höchstwertprinzip für Schulden
Bildung von Drohverlustrückstellungen
Einschränkungen des Imparitätsprinzips im StR
stl keine Drohverlustrückstellungen „5 Abs.4a EStG
TW-Afa eingeschränkt

- Anschaffungskostenprinzip
– Niederstwertprinzip, Höchstwertprinzip
Grundsatz der besseren -Erkenntnis Wertaufhellung
-Umstände die am Bilanzstichtag bereits vorlagen, aber erst nach dem Stichtag aber vor
aufstellung bekannt wurden (wertaufhellende Tatsachen) sind zu berücksichtigen
-Umstände, die nach dem Bilanzstichtag eintreten (später wertbeeinflussende Tatsachen)
haben keinen Einfluss; gegebennenfalls aber Berichterstattungpflicht im Lagebericht bei
Vorgängen von besonderer Bedeutung

Periodengerechte Aufwands- und Ertragsabgrenzung §252 Abs. 1 Nr. 5HGB


§252 Abs.1Nr.5HGB
Aufwendungen und Erträge sind dem GJ zuzurechnen, in dem sie verursacht wurden
Zahlungszeitpunkt ist unbeachtlich
Bsp.: im Dezember Zahlung januarmiete
Rückstellungen für Steuern GewSt Rückstellungen

Grundsatz der stetigkeit der Bewertungmethoden §252 Abs.1Nr6


gewählte bewertungsmethoden müssen beibehalten werden
willkürlicher wechsel zwischen bewertungsmethoden sind unzulässig
Zwecjk:
verhinderung von willkürlichen gewinnverlagerungen, Bsp mehrfacher
wechsel der afa-methode
gewährleistung der vergleichbarkeit von jahresabschlüssen
änderung eisen bewertungsverfahrens nur wenn wirtschaftlich vernünftig begründet
zB übergang zu Bewertungsvereinfachungsverfahren oder erastmaliger
einbezug in konzernabschluss
Berichterstattung und begründung bei bewertungswechsel im anhang

Maßgeblichkeitsgrundsatz
-rein steuerrechtliche vorschrift
Buchführrende Gewerbetreibende pflicht für den schluss des WJ das BV anzusetzen, das
nach den hr.GoB auszuweisen ist § 5 Abs.1S1.EStG Maßgeblichkeit der HB für die StB
d.h. Die hr. Wertansätze sind grundsätzlich für die Steuerbilanz maßgebend

Maßgeblichkeitsprinzip nach BFH-Beschluss vom 3.2.1969


hr.Aktivierungspflicht StR Aktivierungspflicht
hr.Aktivierungsverbot StR Aktivierungsverbot
hr. Aktivierungswahlrecht StR Aktivierungspflicht
hr. Passivierungspflicht StR Passivierungspflicht
hr.Passivierungsverbot StR Passivierungsverbot
hr. Passivierungsahlrecht StR Passivierungverbot

-Durchbrechung de Maßgeblichkeit bei zwingendd anzuwender stl.Vorschrift, die


handelsrechtlicher Vorschrift entgegensteht → sog.Bewertungsvorbehalt
Bsp.Verbot von Drohverlustrückstellungen §5Abs.4a EStG
-Entwicklungstendenzen
-zunehmende Auseinanderentwicklung der HB und StBil, Maßgeblichkeitsprinzip wwird
zunehmend in Frage gestellt
-zunehmende Internationalisierung
IAS → International Accounting Standards
US-GAAP → generally accepted accounting principles
.International ist Maßgeblichkeitsgrundsatz nicht gebräuchlich
→ US-GAAP ->two-book-system
Steuerliche Gewinnermittlung

Vollständiger Betriebsvermögensvergleich gemäß §5Abs.1EStG

-bedeutendste Gewinnermittlung (die eigentliche Bilanzierung )


-anwendung für alle Gewerbetreibenden (die Buchführungspflichtig sind oder freiwillig
buchführen)
derivate Buchführungspflicht gemäß § 140AO
wer nach handelsrecht der Buchführungspflicht unterliegt hat diese
Verpflichtung auch für die besteuerungzu erfüllen
orginäre Buchführungspflicht gemäß §141AO
vereinfacht wenn: Umsatz von mehr als 500.000€ oder Gewinn von mehr als
50.000€ erzielt (und von der Finanzverwaltung Aufgefordert wurde)

Unvollständiger Betriebsvermögensvergleich gemäß § 4 Abs1 EStG

Anwendungsbereich nur enger Personenkreis insbesondere:


buchführrungspflichtige Land und Forstwirte
freiwillig buchführende Freiberufler
Unterscheidung unvollständiger und vollständiger Betriebsvermögensvergleich
-bei Gewinnermittlung nach §5 Abs.1 EStG ist der Maßgeblichkeitsgrundsatz der
Handelsbilanz für die Steuerbilanz zu beachten
-die Gewinnermittlung nach §4 Abs.1 EStG basiert dagegen nur auf steuerlichen
Vorschriften → reine Steuerbilanz=> orginäre Steuerbilanz

Beide Formen des Betriebsvermögensvergleichs basieren auf dem allgemeinen Gewinnbegriff des
§4 Abs.1EStG
BV am Schluss des WJ
-BV am Schluss des vorrangegangenen WJ
+Entnahmen
-Einlagen
=Gewinn/Verlust des WJ

Einnahmen Überschussrechnung
Grundprinzip der Einnahmen-Überschussrechnung
-vereinfachte Form der Gewinnermittlung durch einfache Gegenüberstellung von
Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben, d.h. Grds.Orientierung an Zahlungsgrößen und
nicht, wie beim Bestandsvergleich, an periodisierten Erfolgsgrößen
-im Unterschied zum Betriebsvermögensvergleich werden also bei der
Einnahmenüberschussrechnung grundsätzlich liquiditätswirksame Einnahmen und Ausgaben
betrachtet; nicht dagegen Aufwendungen und erträge unter berücksichtigung des
Realisationsprinzips
-bedingt durch dir unterschiedlichen Periodisierungskonzeptionen- einerseits
Zahlungsgrößen und andererseits Aufwendungen und erträge-können die Periodengewinne
voneinander abweichen; dagegen stimmen die Gewinne über den gesamten Zeitraum des
Bestehens des U. (sogenannter totalgewinn) wieder überein

berechtigter Personenkreis
-kleine gewerbetreibende §§140,141 AO
-Freiberufler unabhängig von Umsatz- und Gewinngrenzen
-Kleinlandwirte

Vorteile der Einnahmen-Überschussrechnung


-Invetur mit der Erstellung eines Inventars ist nicht notwendig
-keine Aufstellung einer Bilanz und GuV
-doppelte Buchführrrung ist nicht notwendig, in der Praxis wird allerdings oft über
Finanzbuchhaltungssysteme mit klassischen Buchungssätzen „soll an Haben“gebuccht
der steuerpflichtige ist gemäß §60Abs.4 EStG an eine durch die Finanverwaltung vorgegebene
Form gebunden (Einkommenssteuerdurchführungsverordnung) das Formular EÜR kann
unter www.bundesfinanzministerium.de (service-Formulare An-Z)

Grundsätze der Einnahmen-Überschussrechnung


-zufluss-/abflussprinzip nach §11 EStG
danach sind betriebseinnahmen und betriebsausgaben grds.in dem WJ anzusetzen indem sie
zu- bzw abgeflossen sind

Ausnahmen:
-Regelmäßige wiederkehrende Betriebseinnahmen und Ausgaben die kurze Zeit vor oder
nach beendigung des KJ zu dem sie Wirtschaftlich gehören zu-/abgeflossen sind sind dem
Jahr zuzurechnen zu dem sie wirtschaftlich gehören
kurze Zeit = Zeitraum 10 Tage
-Zeitpunkt bei bezahlung per Überweisung: Zeitpunkt des Eingangs bei der
Überweisungsbank
-Zeitpunkt bei Bezahlung per Scheck: Ausgabe mit hingabe des Schecks, wenn Scheck
gedeckt ist
-Ausnahmen vom Zu-und Abflussprinzip
-für abnutzbares AV sind die AK bzw.HK nicht zum Zeitpunkt ihrer Verausgabung anzusetzen,
sondern (wie beim Betriebsvermögensvergleich) als Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche
ND zu verteilen (§4Abs.3S.3 EStG)
-für nicht abnutzbare AG(z.B.Grund und Boden) erfolgt die Berücksichtigung erst im Zeitpunkt
ihrer Veräusserung; indem die gesamten AK fiktiv als Betriebsausgaben und der tatsächliche
Veräusserungserlöß als Betriebseinnahne erfasst werden (§4Abs.3S.4EStG)
-Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen fführen nicht zu Betriebeinnahmen, analog führen
Darlehenstilgungen nicht zu Betriebsausgaben

Bilanzierung dem Grunde, der Höhe und dem Ausweis nach


1.Bilantzierung dem Grunde nach (Bilanzansatz)
-frage nach dem ob: welche position darf bzw muß in die Bilanz aufgenommen werden
-auch als passivierung bzw aktivierung bezeichnet

2.Bilanzierung der Höhe nach Bilanzbewertung


-frage nach dem „wie viel“:mit welchem wert soll der vvermögensgegenstand bzw.die schuld
bewertet werden

3.Bilanzierung dem Ausweis nach Bilanzierungsgliederung


-frage nach dem wo: d.h. Unter welcher position ist der Vermögensgegenstand bzw die schuld
innerhalb des anzuwendenden gliederungsschemas auszuweisen
-beachte: ausweis bestimmt häufig schon werthöhe,daher häufig vorentscheidung über den
ausweisort notwendig

Bilanzierungsfähigkeit
grundsätzliche fähigkeit als bilanzposten in der bilanz erfasst werden zu können
ist nur dann gegeben wenn abstrakte und konkrete bilanzierungsfähigkeit erfüllt ist
Unterscheidung in abstrakte und konkrete Bilanzierungsfähigkeit
keine gesetzliche differenzierung,

Abstrakte Bilanzierungsfähigkeit
Frage ob losgelöst von den konkretetn umständen des einzelnen unternehmens
vermögensgeegenstand bzw wirtschaftsgut vorliegt

Konkrete Bilanzierungsfähigkeit
darf vermögensgegenstand/schuld nach den konkreten bedingungen des U bilanziert
werden?
-persönliche zuordnung,wem wird VG/WG zugerechnet
-Betriebsvermögen-Privatvermögen, Frage der Zuordnung
-es darf kein bilanzierungsverbot vorliegen

Begriff Vermögensgegenstand
-VG=hr.Begriff, WG=str.Begriff
-beide Begriffe sind aus praktischer sicht im wesentlichen deckungsgleich
-Merkmale des Begriffs Vermögensgegenstand
-konkretisierter wirtschaftlicher Vermögensvorteil
-Sachen, Rechte,tatsächliche zustände,konkrete möglichkeiten und
wirtschaftliche vorteile
-selbstständige bewertbarkeit
-zurechnung abgrenzbarer Aufwendungen
-selbstständige verkehrsfähigkeit
-Fähigkeit im Rechtsverkehr selbstständig gegen entgelt übertragen werden zu
können

Begriff Schulden
-Schulden=hr.Begriff, neg. WG=str.Begriff
weitgehende deckungsgleichheit
-Merkmale des Begriffs schulden
-wirtschaftliche Belastung
-d.h. Mit Auszahlungs- oder Leistungsnotwendigkeit verbunden
-Selbstständige bewertbarkeit
-zurechnung von einzeln zuzuordnenden Aufwendungen
-Leistungsverpflichtung des U
-nicht nur bürgerlich rechtliche verpflichtungen, auch wirtschaftliche
Leistungsverpflichtungen

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