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Poste Italiane s.p.a.

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ISSN 2531-4874
Spedizione in Abbonamento Postale-D.L.353/2003
(conv.in L.27/02/2004 n°46)art. 1, comma2, NE Bolzano
Tassa Pagata/Taxe Percue I.R.
ISSN 2531-4874

9 772531 487407

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Mitteilungsblatt der Schützen der Alpenregion


45. Jahrgang • erscheint zweimonatlich • N° 5 | Oktober 2021 • Bozen · Innsbruck · Kronmetz · Kochel am See

Tritt gefasst …
haben wir nach mehr als einem Jahr
Corona-Zwangspause. Unser kleiner
Patronatstag im Mai war der Auftakt,
das Bataillonsfest Inn-Chiemgau
folgte im kleinen Format, und das
Bundesschießen konnte schon im
großen Rahmen durchgeführt werden.
Die Kompaniejahrtage werden wieder
begangen. Ja wir haben wieder Tritt
gefasst. Wir freuen uns über den
wieder möglichen Kirchgang, wir
leben wieder unsere Tradition. Wir
genießen wieder die kameradschaft-
liche Begegnung. – Immer noch aber
lauert als Heckenschütze „Corona“
im Hinterhalt. Bieten wir dem Virus
keine Chance. Mit Verantwortungs-
bewusstsein und Disziplin bleiben
wir obenauf. Damit haben wir wieder
Tritt gefasst, und damit können wir
den Schritt halten,

… meint euer Landeshauptmann


Martin Haberfellner

Nach dieser langen Zeit der Ruhe, ein erstes grenzübergreifendes Treffen der Marketenderin-
nen im Tiroler Schützenwesen. Ein wertvoller Erfahrungsaustausch mit neuer Motivation.

ERÖFFNET:
Das Werk
Gschwent
Marketenderinnen aus ganz
3
in Lafraun.
Tirol in St. Michael a. d. Etsch
von Franziska Jenewein, Manuela Lastei und Chiara Guetti

VEREHRT: Frauen sind in ihren jeweiligen Vereinsfunktionen innerhalb der Schützenbünde


Notburga, die wesentliche Trägerinnen des Tiroler Schützenwesens und gestalten dieses in aktiven,
Volksheilige. inaktiven und außerordentlichen Mitgliedschaften mit.
4
Nach einer sehr langen Pause und Ruhephase in dieser Corona-Pandemie war es endlich
soweit: Marketenderinnen konnten in freundschaftlicher Vernetzung am Marketenderinnentag
in San Michele teilnehmen. Im sicheren Abstand und unter Einhaltung aller Regeln, die auch
GEFEIERT:
durch die italienische Regierung bestimmt sind, konnten eindrucksvolle Erlebnisse und farben-
Salzburgs prächtige Stimmungen gesammelt werden.
Erzbischof Mit besonderen emotionalen Momenten wurde bei dieser ersten Veranstaltung eine Farben-
Dr. Franz Lackner. pracht der verschiedenen Frauen- und Männertrachten dargestellt, wie wir sie seit langem nicht
20 mehr gesehen haben. Über die Landesgrenzen hinaus war das Fest ein Ausdruck der Vielfältig-
keit und der Kulturen in unserem Land.
N° 5 | Oktober 2021

2 Aus den LANDESTEILEN …

Nach der hl. Messe und den Grußworten der drei Bundesmarke-
tenderinnen Franziska Jenewein (BTSK), Manuela Lastei (SSB)
und Chiara Guetti (WTSB) war ein Höhepunkt die Übergabe der
Festscheibe des Tiroler Marketenderinnen-Treffens.
„Gemeinsam tragen wir das Feuer unserer Werte und unserer gemein-
samen kulturellen Identität weiter, es bleibt durch die Gemeinschaft
von Frauen und Männern angefacht. Wir erhalten es so am Leben“,
betonte Bundesmarketenderin Franziska Jenewein in ihren Gruß-
worten. Mitglieder der SK Ried-Kaltenbach (Obm. Georg Hanser
und Olt. Christian Jäger) übergaben gemeinsam mit Bundesmarke-
tenderin Franziska Jenewein die Scheibe an die Marketenderinnen,
welche das nächste Tiroler Marketenderinnen-Treffen organisieren
und abhalten werden. Die Festscheibe ist nun in fester Hand der
Marketenderinnen im Welschtiroler Schützenbund, wo 2023
das 4. Tiroler Marketenderinnen-Treffen stattfinden wird.
Mit einem Festzug durch die Gemeinde San Michele und der ab-
schließenden Kranzniederlegung beim Gefallenendenkmal konnte
die würdige und beeindruckende Veranstaltung für die Marketen- Bei der Kranzniederlegung: Gemeinsam wollen die Marketenderin-
derinnen aus allen Teilen Tirols und die Vertreter aus den Schüt- nen die Traditionen abbilden, im lebendigen Prozess gestalten und
zenbünden beendet werden. n für die Zukunft weiter behalten.

Die drei Bundesmarketenderinnen Manuela Lastei, Chiara Guetti


und Franziska Jenewein.

La giornata delle Marketenderinnen a S. Michele a. Adige


Domenica 30 maggio 2021, a S. Michele stero agostiniano più meridionale d'Europa
all’Adige si è celebrata una giornata dedicata e fu dipinta nel 1516 (la data si legge sopra
alle Marketenderinnen. Non il consueto al dipinto) quando nel palazzo costruito nel Die nächsten
Marketenderinnen Treffen a causa della
pandemia ma una bella giornata di condi-
1145 soggiornò, l’Imperatore Massimiliano
I d’Asburgo.
Treffen der
visione dopo la lunga chiusura imposta e Nella casella centrale della scacchiera è Marketenderinnen
seguendo le regole. Nel corso della giornata disegnata una croce rossa inscritta in un
la SK Kaltenbach ha consegnato lo Scheibe cerchio; partendo da lì, in qualunque dire- 2023 im WTSB
ufficale del Marketenderinnen Treffen alla zione si legga, si compone il nome latino 2025 im SSB
SK Königsberg , alla quale spetterà curare dell’Imperatore: Massimiliano I d’Asburgo. 2027 im BTSK
il prossimo raduno. Durante la manifesta- Siamo felici che a questa giornata fossero
zione è stato presentato lo Scheibe con la presenti le Marketenderinnen di ogni parte
scacchiera di Massimiliano I d’Asburgo. Si del Tirolo storico. Vi diamo appuntamento
tratta dell'affresco a scacchiera dipinto sulla al prossimo Marketenderinnen Treffen con
parete di quello che per secoli fu il mona- la SK Königsberg. n
N° 5 | Oktober 2021

Aus den LANDESTEILEN … 3


Lafraun von Heinz Wieser

Wiedereröffnung des Werkes Gschwent im Trentino


Das fast vollständig erhaltene österreichische Verteidigungswerk
Gschwent in Lavarone (Lafraun) in der Nähe von Folgaria, etwa ei-
ne Stunde von Trient entfernt, ist eines der eindrucksvollsten Zeug-
nisse des Ersten Weltkrieges. Seit Juni ist das Fort jeden Freitag,
Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr wieder geöffnet. Das Werk
Gschwent (von den Italienern als Forte Belvedere bezeichnet) war
eines von insgesamt sieben Sperrwerken des österreichisch-unga-
rischen Festungsriegels am Rand der Hochebenen der Gemein-
den Folgaría, Lavarone und Lusern, oberhalb des Val Sugana und
südlich der Ortschaft Levico Terme bzw. des Lago di Caldonazzo.
Es war zwei Kilometer südöstlich von Lavarone am Steilabfall zum
Asticotal eingebaut in gewachsenem Fels, besonders widerstandsfä-
hig und sperrte das gesamte obere Asticotal. Die österreichisch-un-
garische Militäradministratur bezeichnete diese Gegend als Hoch-
fläche der Sieben Gemeinden unabhängig von ihrer tatsächlichen
Lage. Das zwischen 1908 und 1912 erbaute Werk Gschwent wurde
von dem österreichischen Ingenieurleutnant Rudolf Schneider ent-
worfen. Es befindet sich über dem Astetal (Val d’Astico), das einst Das Werk Gschwent in Lavarone (Lafraun) in der Nähe von Folgarìa
die Grenze zwischen Österreich und Italien markierte. Heute ist das ist eines der eindrucksvollsten Zeugnisse des Ersten Weltkrieges.
Werk Gschwent ein einzigartiges Zeugnis des Ersten Weltkriegs im
Trentino. Das Fort ist perfekt erhalten. Durch Hunderte von Metern Ausstellung „La Fortezza delle emozioni“ (Die Festung der Emoti-
unterirdischer Tunnel und Stollen können Besucher die harten onen) ruft durch Geräusche und Videos Emotionen bei Besuchern
Bedingungen des Konflikts gut nachvollziehen. Im Inneren befindet hervor, um sie in die Umstände der damaligen Zeit eintauchen zu
sich ein Museum, das nach verschiedenen Themen gegliedert ist. lassen. Kürzlich wurde in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Ren-
Im Erdgeschoss kann man erfahren, wie die Menschen in der Zeit zo Carbonera die Multimedia-Installation „La penna e la baionetta“
von 1915 bis 1916 im Fort lebten; im ersten und zweiten Stockwerk (Die Feder und das Bajonett) eröffnet, inspiriert durch drei große
weitet sich der Diskurs aus und stellt sich, auch dank einer Reihe Schriftsteller des 20. Jahrhunderts (Musil, Hemingway und Monta-
von Originalfunden, den allgemeineren Themen des Großen Krie- le) und ihre Beziehung zu den Tragödien des Ersten Weltkrieges. n
ges (wie z.B. dem Krieg auf den Bergen in großen Höhenlagen). Die

Innsbruck
von Heinz Wieser

Der Hohe Frauentag ein wichtiger bäuerlicher Feiertag


Der Monat August wird in Tirol von zwei einen übermächtigen Gegner. Seit 1959 Tiroler Kaiserschützen die Südfront unserer
Ereignissen gekennzeichnet, die in ihrer wird der 15. August als Landesfeiertag mit Heimat von 1915 bis 1918 gehalten haben.
geschichtlichen und geistigen Bedeutung einer vom Prälaten des Prämonstratenser- Für die Tiroler Bauern zählt dieser Feiertag
den gleichen Ursprung haben: einmal Chorherrenstiftes Wilten zelebrierten Pon- zu den wichtigsten Festen im bäuerlichen
veranstaltet das Militärkommando Tirol, tifikalmesse begangen. Im Zusammenhang Jahr. Im Mittelpunkt der kirchlichen Feier
als Traditionsträger des Tiroler Landsturms mit dem Traditionstag des Militärkomman- steht die Kräuterweihe. Dazu schreibt Lud-
und der Tiroler Standschützen, in würdiger dos Tirol muss festgestellt werden, dass die wig von Hörmann in seinem Buch „Tiroler
Form den Traditionstag zur Erinnerung an Welt mit dem Klang des Namens Tirol die Volksleben“: Das Sammeln der Kräuter be-
die dritte Bergisel-Schlacht am 13. August Begriffe Treue, Glaube und Freiheit verbin- ginnt schon am Vorabend des Maria-Him-
1809. An diesem Tag erkämpfte das Volk det. Diese Begriffe fußen nicht zuletzt auf melfahrtstages nach dem Feierabendläuten,
von Tirol einen der glänzendsten Waf- dem Landlibell Kaiser Maximilians aus dem das an solchen Tagen schon um zwölf Uhr
fensiege in der langen und stürmischen Jahre 1511, mit dem den Tirolern bestätigt mittags geschieht, denn da fängt nach der
Geschichte der Tiroler Landesverteidigung. wurde, die Grenzen des Landes zu schützen. Volksmeinung bereits der Feiertag an. Die
Es war ein Sieg, der über das unmittel- Niemand konnte sie herauf bis in die Zeit gesammelten Kräuter und Blumen werden
bare militärische und politische Ereignis der jüngsten Geschichte zur Verteidigung in „Büschel“ zusammengebunden, oder in
hinaus für ganz Europa Bedeutung hatte. oder Eroberung anderer Länder heranzie- Körbe gegeben, um sie am darauffolgenden
Zum anderen erinnern wir uns am Hohen hen. Das war dann auch das Fundament der Maria-Himmelfahrtstag vom Priester wei-
Frauentag, dem 15. August, daran, dass ein Tiroler Schützenkompanien und später der hen zu lassen. Man traut in dieser Bezie-
schlichtes gläubiges Volk in den Kirchen Tiroler Musikkapellen, und das Fundament hung den Franziskanern und Kapuzinern
des Landes das Bekenntnis zur Hohen für die Jahre 1703, 1809 und 1866, sowie einen ganz besonders „kräftigen“ Segen
Frau von Tirol abgelegt hat. Ihr verdankte dafür, dass zunächst die Tiroler Standschüt- zu und macht stundenlange Wege, um ein
nämlich dieses tapfere Volk den Sieg gegen zen und später die Tiroler Kaiserjäger und solches Kloster zu erreichen.“ n
N° 5 | Oktober 2021

4 Aus den LANDESTEILEN …


Rattenberg
von Mag. phil. Andreas Raffeiner

Notburga von Rattenberg.


Die Tiroler Volksheilige mit der sozialen Ader
Kennen Sie Notburga von Rattenberg? Heute noch, im 21. Jahrhundert, wird eine
Dienstmagd des 13. Jahrhunderts verehrt. Mehr noch: Diese außerordentliche Tiro-
lerin ist die bedeutungsvollste Tiroler Volksheilige, die als Schutzherrin der Dienst-
mägde in der Feldbestellung, des Feierabends und der Abendruhe angesehenwird.
Auch wenn sie nicht heiliggesprochen wurde, ist sie in aller Munde.

Drehen wir das Rad der Zeit zurück gestellt. Er fragte sie forsch, was sie denn
Unweit von Rotholz erkennen wir Mauer- mit sich tragen würde. Sie antwortete, so die
reste der Rottenburg. In dieser Burg, einst Sage, dass sie Holzspäne und Lauge bei sich
Sitz der Herren von Andechs, arbeitete habe. Als der Graf nachsah, hatten sich die
Notburga gerne und erfolgreich, ehe sie von Reste der Tafel verwandelt. Dennoch wurde
einer herrschsüchtigen Gräfin verstoßen sie verstoßen.
wurde. Notburga soll 1265 in Rattenberg
das Licht der Welt erblickt haben. Bereits als Das Sichelwunder
junges Mädchen arbeitete sie für Heinrich Notburga nahm eine Stelle bei einem Bauern
I. von Rottenburg, der sich als damaliger in Eben am Achensee an und erhielt einen
Hofmeister der Grafen von Tirol einen Na- Dienstvertrag. Sie bat darum, nach dem
men gemacht hatte. Notburga, Tochter eines Abendläuten nicht mehr zu arbeiten, um
Hutmachers, war geschickt und fleißig, beten zu können. Als der Landwirt während
sodass ihr in kürzester Zeit als Nichtadelige der Getreideernte einmal von seinen Haus-
die Verantwortung für die Schlossküche angestellten und Arbeitskräften forderte,
und den Keller übertragen wurde. Zudem über das Abendläuten hinaus zu arbeiten,
nutzte sie ihre gute Arbeitsstelle aus, um weigerte sich Notburga. Sie warf ihre Sichel
auch für die Armen des Landes da zu sein. in den Himmel, die an einem Sonnenstrahl Notburgas Tod
Sie verteilte die Reste der Tafel an die sozial hängen blieb. So wurde sie zur Volksheiligen, Notburga, die am 14. September 1313
schwachen Gesellschaftsmitglieder, die vor die oft mit der Sichel und Ähren, aber auch starb und deren Reliquien Bestandteil des
der Burg um Gaben baten. Durch diese so- mit Schüsseln an der Rockschnur – erinnern Hochaltars in Eben sind, bat darum, dass
ziale Ader legte Notburga die Basis für ihre wir uns an die Arbeit in der Küche und im sie bei ihrem Tod auf einen Wagen mit zwei
Verehrung, die bis in die Gegenwart anhält. Keller auf der Rottenburg und ihr Herz für Ochsen gelegt und dort begraben werden
die sozial Schwachen – abgebildet wird. Der wolle, wo das Fuhrwerk stehen blieb. Da
Solidarität nicht immer Zwischenfall im Feld wird auch als Sichel- das in Eben geschah, wurde sie vor dem
gutgeheißen wunder beschrieben. Nach dem Tod der Grä- Altar der Rupertikirche beerdigt. Das kleine
Die Geschichte oder auch die Sage, aber fin erinnerte sich Heinrich II. an seine Magd; Kirchlein wurde relativ rasch ein beliebter
auch die Jetztzeit, zeigt augenscheinlich, er wollte, dass sie wieder bei ihm arbeiten Wallfahrtsort. Heute wird Notburga sehr
dass Verbundenheit oder Nächstenliebe oft- soll. Sie verlangte in einem Dienstvertrag, verehrt, ist sie doch ein großes Vorbild für
mals auf taube Ohren oder gar auf schroffe dass der Burgherr pro Jahr 500 Arme verkös- unterdrückte Mägde und Knechte und für
Ablehnung stoßen. Nachdem Heinrich I. tigen müsse. Außerdem beendete Notburga ihren Einsatz sinnstiftend eine Mutmache-
gestorben war und sein namensgleicher einen großen, lange andauernden Zwist rin für arme Bevölkerungsgruppen. Auf alle
Sohn die Macht übernommen und auf der zwischen Heinrich II. und seinem Bruder. Fälle können wir von ihr Empathie für die
Rottenburg das Sagen hatte, hatte Notburga Ausgestoßenen und Aufrichtigkeit lernen.
mit dessen boshafter Frau Ottilia zu kämp- Sie nahm in Kauf, eine sehr gute Arbeit im
fen. Letztere verbot Notburga, Speisereste Schloss zu verlieren, wenn sie weiterhin ih-
zu verteilen. Mehr noch: Die Überbleibsel re soziale Ader mit Leben ausfüllen würde.
der aristokratischen Tafel sollten an die
Schweine im Stall verfüttert werden. Das Notburga heute
Verbot der Verteilung der Essensreste an So kann man Notburga auch eine Zivil-
die arme Bevölkerung ist so etwas wie der courage zuschreiben, die mittlerweile
Anfang der Notburga-Legende. Sie musste selten geworden ist und oftmals als verpönt
schweren Herzens akzeptieren, dass die angesehen wird. Heute sollten die positiven
Reste verfüttert werden mussten. Notburga Charaktereigenschaften der Tiroler Volks-
legte dadurch Fastentage ein und gab den heiligen als selbstverständlich angesehen
schwachen Mitgliedern der Gesellschaft werden, doch in einer schnelllebigen und
ihr eigenes Essen. Eines Tages, als sie Essen hektischen Welt wird der Wunsch des Ver-
und einen Weinkrug nach draußen bringen fassers dieser kleinen Abhandlung nur ein
wollte, wurde sie von Heinrich II. zur Rede Wunsch bleiben. n
N° 5 | Oktober 2021

Aus den LANDESTEILEN … 5


Innsbruck von Alexander Haider

Festakt zum Hohen Frauentag:


Land Tirol ehrt verdiente Persönlichkeiten im Schützenwesen
Der Hohe Frauentag ist im Land Tirol traditionellerweise ein Tag des Dankes und der Wertschätzung. Das Land Tirol feierte
den heutigen Landesfeiertag gemeinsam mit Südtirol und Welschtirol in Innsbruck. Im Rahmen eines Landesüblichen
Empfangs, der Kranzniederlegung am Andreas-Hofer-Grabmal in der Hofkirche und der heiligen Messe in der Jesuitenkirche
Innsbruck repräsentieren unter anderem LH Günther Platter, LH Arno Kompatscher die jeweiligen Landesregierungen sowie
die 3 Landeskommandanten der Tiroler Schützenbünde, LKdt. Mjr. Thomas Saurer, LKdt. Mjr Renato des Dorides und LKdt.
Mjr. Enzo Cestari die Landesteile des historischen Tirols.

Foto: BTSK / Hans Gregoritsch

Landesüblicher Empfang und Kranzniederlegung getrocknete Kräuter vorbereitet. Diese Kräuter wurden im Rahmen
Mit einem Landesüblichen Empfang vor der Hofburg, einer gelun- dieses Hochamtes gesegnet und anschließend an die Teilnehmer der
genen Salve der Ehrenformation der SK Haiming begleitet von der Messe verteilt. Ganz im Sinne unserer Landeskultur war auch dieser
Musikkapelle Haiming und der Kranzniederlegung am Andreas- alte Brauch Bestandteil der Feierlichkeiten.
Hofer-Grabmal in der Hofkirche wurde der Startschuss für diesen
Tiroler Landesfeiertag gesetzt. Unter dem Gesamtkommando von Verleihung der Verdienstmedaillen des Landes Tirol
Bataillonskommandant Mjr. Helmuth Paolazzi und im Beisein der Sieben Schützenkameraden wurden im Anschluss an die Fest-
Landeskommandanten aus Tirol, Südtirol und Welschtirol wurde messe in der Dogana des Congress Innsbruck vom Land Tirol für
die Frontabschreitung durch die Landeshauptleute von Tirol und ihre Verdienste um das Schützenwesen ausgezeichnet. LKdt. Mjr.
Südtirol sowie Prälat Mag. Raimund Schreier vorgenommen. Thomas Saurer sowie die Mitglieder der Bundesleitung gratulierten
den Geehrten. Für ihre Verdienste um das Tiroler Schützenwesen
Festgottesdienst in der Jesuitenkirche wurden mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol geehrt:
Der Festgottesdienst in der Jesuitenkirche wurde von Prälat Mag. - Hubert Kobler, St. Veit i.D. - Verdienste um das Schützen-
Raimund Schreier, Abt des Stiftes Wilten, zelebriert. Die musi- und Kulturwesen
kalische Gestaltung mit der Credo-Messe KV 257 von Wolfgang - Alois Haberl, Brixlegg - Verdienste um das Tiroler Schützen-
A. Mozart übernahmen der Chor und die Solisten der Wiltener und Feuerwehrwesen
Sängerknaben sowie der Concentus Wilthinensis unter der Leitung - Ernst Markt, Inzing - Verdienste um das Tiroler Schützenwesen
von Johannes Stecher. Bei seiner Predigt zum Fest der Aufnahme - Bernhard Mattersberger, Matrei i.O. - Verdienste um das
Marias ins Himmelreich ging Prälat Mag. Raimund Schreier darauf Tiroler Schützenwesen
ein, dass wir alle Luft zum Leben benötigen und der Atem Gottes - Dietmar Pinggera, Zams - Verdienste um das Tiroler Schützenwesen
durch den Heiligen Geist auf uns alle übergegangen sei. Dieser - EMjr. Fredi Scharf, Steeg - Verdienste um das Tiroler Schützenwesen
Atem Gottes spendet uns Luft und wird durch uns alle weiterver- - Ing. Reinhard Schuler, Arzl i.P. - Verdienste um das Tiroler
breitet, indem wir mit Nächstenliebe und Dankbarkeit auf unsere Schützenwesen
Mitmenschen zugehen. Diese Dankbarkeit für oft Kleinigkeiten,
die selbstverständlich erscheinen, freiwilligen Einsatz und Hingabe „Danke für den Einsatz aller geehrten Kameraden. Im Sinne unserer
stellt auch eine gute Verknüpfung zu den anschließenden Ehrun- Grundsätze und der 11 Leitmotive übernehmt ihr durch das Hochhal-
gen des Landes dar. Traditionellerweise wurden bereits im Vorfeld ten und die Weitergabe unserer Wertehaltung eine Vorbildfunktion
durch das Bataillon Innsbruck, organisiert von der Jungschützen- für viele Schützen und Marketenderinnen!“
betreuerin des Bataillons Maria Luise Feichtner und Anni Hofer, LKdt. Mjr. Thomas Saurer n
N° 5 | Oktober 2021

6 Aus den LANDESTEILEN …


Alpbach von Alexander Haider

Tirol-Tag beim Europäischen Forum Alpbach 2021


Der Tirol-Tag und damit auch das Europä-
ische Forum Alpbach wurden mit einem
Gottesdienst durch Bischof Hermann Glett-
ler eröffnet. In seiner Predigt ging Bischof
Glettler verstärkt auf die aktuellen und
kommenden Herausforderungen ein, die
nur gemeinsam bewältigt werden können:
gemeinsam als Europaregion, gemeinsam
als ein vereintes Europa und gemeinsam auf
unserer Erde.
Im Anschluss marschierten die Formatio-
nen und Abordnungen zum Kongresszen-
trum Alpbach, wo der Landesübliche
Empfang abgehalten wurde. Euregio-
Präsident LH Günther Platter (Tirol), LH
Arno Kompatscher (Südtirol), LH Mauri-
zio Fugatti (Trentino), Bundesministerin
Margarete Schramböck, Bischof Hermann
Glettler, Alpbach-Präsident Andreas Treichl
und Mjr. Alexander Haider in Vertretung Frontabschreitung durch die Ehrengäste:  Euregio-Präsident LH Günther Platter, LH Arno
des Landeskommandanten empfingen beim Kompatscher (Südtirol), LH Maurizio Fugatti (Trentino), Bundesministerin Margarete
Landesüblichen Empfang die gelungene Schramböck, Bischof Glettler sowie Alpbach-Präsident Andreas Treichl mit Schützenhaupt-
Salve der SK Alpbach. mann Markus Bischofer und der Ehrenkompanie Alpbach

„10 Jahre Europaregion vorne nutzt. Wir haben die Euregio mit Zu den Eckpunkten der Reform
Tirol-Südtirol-Trentino“ einem neuen Regelwerk – einer Art Frisch- Angefangen bei den Landtagen, die gestärkt
2011 wurde die Europaregion Tirol-Südti- zellenkur – ausgestattet und sie damit fit für werden und so zur Aufwertung der EVTZ-
rol-Trentino institutionalisiert, heute – zehn die Zukunft gemacht. Mit der Reform der Versammlung beitragen, über einen
Jahre später – wurden ihre Gründungsver- Gründungsverträge werden ganz maßgeb- eigenen Gemeindebeirat für Themen der
träge erneuert. Der Tirol-Tag beim Europäi- lich die demokratischen Elemente und die grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bis
schen Forum Alpbach stand somit ganz im Bürgerbeteiligung in den drei Landesteilen zur Bildung von Bürgerräten: „Mit der Stär-
Zeichen von „10 Jahre Europaregion Tirol- gestärkt“, so Euregio-Präsident LH Platter. kung der demokratischen Elemente holen
Südtirol-Trentino“ und wurde von Euregio-
Präsident LH Günther Platter, LH Arno
Kompatscher und LH Maurizio Fugatti
Anlass genommen, über Erreichtes zu
reflektieren und – vor dem Hintergrund
der neuen Statuten – den Blick auch in die
Zukunft der Euregio zu richten.

Euregio fit für Zukunft machen


Während in den vergangenen zwei Jahren
unter dem Vorsitz Tirols zahlreiche Projekte
zum Wohl der Bevölkerung in der Euregio
umgesetzt wurden – vom Euregio2Plus-
Ticket um 39 Euro für zwei Erwachsene
und drei Kinder über das Aktionsjahr „Eu-
regio macht Schule“, bei dem Schüler mit
der Euregio vertraut werden, bis hin zum
Euregio-Museumsjahr 2021 – standen die
Reformen der Euregio-Gründungsverträge
im Mittelpunkt. „Es ist kein Zufall, dass die
Europaregion gerade in einer schwierigen Euregio-Präsident LH Günther Platter, LH Arno Kompatscher (Südtirol), LH Maurizio Fugatti
Zeit wie der Corona-Pandemie, die auch (Trentino), Bundesministerin Margarete Schramböck, Bischof Glettler, Alpbach-Präsident
Grenzschließungen am Brenner mit sich ge- Andreas Treichl und Mjr. Alexander Haider beim Tirol-Tag anlässlich der Eröffnung des
bracht hat, die Kraft für einen Sprung nach Europäischen Forums Alpbach 2021. Fotos von BTSK / Matthias Sedlak
N° 5 | Oktober 2021

Aus den LANDESTEILEN … 7


wir die Bürgerinnen und Bürger noch mehr grenzüberschreitender Zusammenarbeit in Innsbruck und Trient weitestgehend abge-
ins Boot, wodurch die drei Landesteile im verschiedenen Bereichen – von der Kultur schlossen sind, werden diese in Kürze als
europäischen Geist weiter zusammenwach- über Forschung bis zur Mobilität – echte Anlaufstelle und Begegnungsort eröffnet.
sen werden“, ist sich LH Platter sicher. Chancen eröffnet habe. „Zudem ist es uns Im Zuge der Reformverträge wurde außer-
in einigen dramatischen Augenblicken der dem die offizielle ladinische Bezeichnung
LH Kompatscher betonte: „Zehn Jahre nach Pandemie gelungen, im Dialog mit den „Lia Europeica de Cooperaziun Teritoriala
der Gründung des EVTZ Europaregion ist staatlichen Regierungen einige Lösungen zu Euregio Tirol-Südtirol-Trentin“ eingeführt.
es ein wichtiges Zeichen, wenn die Zusam- erreichen“, ergänzte LH Fugatti. Die Reformempfehlungen des EuregioLab,
menarbeit der drei Landesteile des histori- die vor einem Jahr in Alpbach vorgestellt
schen Tirol heute auf eine neue Grundlage So wurde der erste Euregio-Rat der wurden, konnten von einer gemeinsamen
gestellt wird. Die neue Satzung der Europa- Gemeinden, der künftig die drei Lan- Expertengruppe der Landesverwaltun-
region sieht die Einbindung der Gemein- deshauptleute berät, am 30. September gen und Landtage unter der Leitung von
den und Bürger vor; wir wollen damit das 2021 beim ersten gemeinsamen Euregio- Europarechtsexperte Walter Obwexer bis
Signal aussenden, dass Tirol, Südtirol und Gemeindetag in Hall in Tirol vorgestellt. Jahreswechsel zur konkreten Euregio-
Trentino zukünftig noch enger zusam- Über Bürgerräte werden Vorschläge zu Reform weiterentwickelt werden. Der
menrücken und eine Kooperation auf allen konkreten Themen der grenzüberschrei- Genehmigungsprozess in Rom wurde im
Ebenen stattfinden wird.“ Der Trentiner tenden Zusammenarbeit erarbeitet. Die Jänner gestartet und im Juli fristgerecht ab-
Landeshauptmann Fugatti wies darauf hin, erstmalige Tagung wird zwischen Jänner geschlossen, sodass die neuen Gründungs-
dass die Euregio in den vergangenen zehn und März 2022 stattfinden. Nachdem auch verträge der Euregio nun unterschrieben
Jahren zu einer „konkreten Wirklichkeit“ die Vorbereitungen der Informations- und werden konnten. n
herangewachsen sei, die den Bürgern dank Koordinationsstellen der Europaregion in

Alpbach von Alexander Haider

Landesüblicher Empfang für zwei Staatsoberhäupter


in Alpbach
Am 24.08.2021 fand ein Landesüblicher Empfang im Zuge der Eröffnung des Europäischen Forum Alpbach mit zwei
Staatsoberhäuptern, dem Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und der griechischen Staatspräsidentin
Katerina Sakellaropoulou, statt.

Gemeinsam mit dem Tiroler Landeshaupt-


mann Günther Platter und LKdt. Mjr.
Thomas Saurer wurden beide Staatsober-
häupter beim Landesüblichen Empfang
von einer exakten und gelungenen Salve
der SK Alpbach eindrucksvoll begrüßt. Für
die Alpbacher Schützen und ihren Haupt-
mann Markus Bischofer war dies nach dem
Tiroler Tag bereits der zweite Einsatz als
Ehrenkompanie innerhalb weniger Tage. Im
Anschluss eröffnete Bundespräsident Van
der Bellen gemeinsam mit seiner griechi-
schen Amtskollegin Katerina Sakellaropou-
lou offiziell das Europäische Forum Alp-
bach 2021. Bei seiner Eröffnungsrede ging
Bundespräsident Van der Bellen speziell auf
die aktuellen und kommenden Herausfor-
derungen in einem gemeinsamen Europa
ein. „Die Klimakrise, der Zusammenhalt
in der Gesellschaft und wie die Zukunft für Frontabschreitung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der griechischen
alle lebenswert gestaltet werden kann – das Staatspräsidentin Katerina Sakellaropoulou, dem Tiroler Landeshauptmann Günther
sind Themen, die junge Menschen am meis- Platter und LKdt. Mjr. Thomas Saurer - Foto: Präsidentschaftskanzlei/Karlovits
ten beschäftigen. Sie stellen wichtige Fragen.
Und es liegt an uns allen, die richtigen Ant-
worten darauf zu finden“, erklärte Bundes-
präsident Alexander Van der Bellen. n
8 Aus den LANDESTEILEN …
Torbole / Düsseldorf von Merlin Ergert-Gillern

Carl Baron Torresani – Tiroler Held und


Jung-Wiener Schriftsteller
Wandert man das Nordufer des Gardasees entlang, entdeckt man Gedenktafeln und Straßennamen, die an bedeutende
deutsche Schriftsteller erinnern. Einen Hinweis auf den einst beliebtesten Schriftsteller der Donaumonarchie, der seine Kind-
heit und seinen Lebensabend am Fuße des Monte Brione verbracht hat und Geschichten über die Gegend schrieb, findet man
jedoch nicht. Carl Baron Torresani ist auch am Gardasee in Vergessenheit geraten.

Sein 175. Jubiläum ist ein guter Anlass, bereitete Torresani den größten Kummer.
wieder an ihn zu erinnern. Carl Baron Er sah sich umgeben von „lauter verrück-
Torresani wurde am 19. April 1846 – vor ten Teutonen“. Die Unruhen in Innsbruck
175 Jahren – in Mailand geboren. Er ent- 1904 (Fatti di Innsbruck) veranlassten
stammte einer alten Tiroler Adelsfamilie ihn schließlich zu einem Leitartikel in der
aus Cles im Nonstal. Bedeutende Vorfahren Armee-Zeitung. Er verteidigte darin die
waren sein Urgroßvater Carl Leopold von Kaiserjäger, die gegen die gewaltbereiten
Torresani, Statthalter im Nonstal, der die deutschen Studenten ausgerückt waren,
Schützenkompanien der Region gegen um italienische Einrichtungen zu schützen.
Napoleon organisierte, und sein Großvater Torresani ließ sich 1904 in Torbole nieder.
Carl Justus Freiherr von Torresani, der bis Die Pension Schwingshackl, das heutige
1848 Polizeidirektor von Mailand war. Der Hotel Largo di Garda, wurde sein „Haupt-
Großvater besaß bei Riva am Gardasee ein quartier“. Dort feierte er auch seinen 60.
Landgut, wo Torresani glückliche Kinder- Geburtstag. Es war der Höhepunkt seiner
tage verbrachte. Er beschreibt die Villa mit Karriere. Kaiser Franz Joseph verlieh ihm
Park – heute das Hotel Du Lac et du Parc – den hohen Orden der Eisernen Krone. Lite-
in seiner Autobiographie Von der Was- ratur und Armee huldigten ihm. Seine Feier
ser- bis zur Feuertaufe (1900). Seine früh wurde in dem Kurort zu einem regelrechten
verwitwete Mutter Beatrice, eine geborene Volksfest. Ein knappes Jahr später verstarb
Gräfin Giovio aus Como, heiratete hier den Torresani plötzlich an einem Herzinfarkt.
Kommandanten der Gardasee-Flottille und Er wurde mit militärischen Ehren auf
späteren Feldzeugmeister Anton von Molli- dem Bergfriedhof von Torbole begraben.
nary. Torresani sollte durch den Einfluss des Sein Grab ist bis heute Pilgerstädte für
Stiefvaters selbst österreichischer Offizier eingeweihte Leser und k.u.k.-Fans. Durch
werden. Nach der Offiziersausbildung an schicksalshafte Umstände wurden Torresa-
der Theresianischen Militärakademie in nis Bücher trotz großer Nachfrage nach
Wiener Neustadt wurde er Leutnant bei besonders bei der Armee beliebt. Er wurde 1909 nicht mehr neu aufgelegt. Er geriet
den berühmten Trani-Ulanen. Bereits als eine Ikone der k.u.k. Armee verehrt. so in Vergessenheit. Dabei könnten seine
während des Tiroler Verteidigungskrieges In den 1890er Jahren reiste Torresani Bücher noch immer viele Leser begeis-
1866 zeichnete er sich durch eine glanzvolle quer durch ganz Europa. Er lebte in den tern, gerade in Tirol. Sie sind beste Wiener
Waffentat aus. Er sprengte bei Cimego, im Metropolen Rom, Paris und Dresden und Kaffeehausliteratur und aus kulturhistori-
Tal der Chiese westlich von Riva, mit nur in verschiedenen Kurorten des Kontinents. scher Sicht besonders wertvoll. Bereits zu
acht Reitern ein ganzes Bataillon Garibal- Das viele Reisen übte einen entsprechenden seinen Lebzeiten hieß es in Anlehnung an
diner und wurde hierfür als ein Held Tirols Einfluss auf seine Arbeit aus. Das kosmo- Grillparzer: „In Torresanis Büchern ist –
gefeiert. Zehn Jahre später verließ er jedoch politische Österreichertum, das er lebte, Oesterreich!“ Carl Baron Torresani ist heute
die Armee und wurde Landwirt auf seinem findet sich in seinen Schriften wieder. Sie auch aktueller denn je. Er lebte die Freiheit
eigenen Schlossgut. Dort begann er auch sind geprägt von der kulturellen Pluralität eines Europäers und zeigt uns, dass wir am
zu schreiben. Sein erster Roman „Aus der und dem übernationalen Einheitsgedanken europäischen Friedenskonzept festhalten
schönen wilden Leutnantszeit“ (1889) wur- des Vielvölkerstaates. Torresani war ein eu- sollten. n
de ein Bestseller. Danach folgten mehrere ropäischer Schriftsteller – tief verwurzelt im
bedeutende Werke, die ihn in kurzer Zeit zu alten Österreich. Das machte ihn auch zu
Namen und Ansehen führten. Bereits 1896 einem entschiedenen Gegner des Nationa-
galt er als „Österreichs beliebtester Autor“. lismus. Er kritisierte die nationale Selbst-
Selbst Kaiser Franz Joseph las seine Werke. überhöhung in mehreren Werken. In der
Seit Anfang 1891 gehörte er zur berühm- Novelle Hauptmann Venus (1893), die am
ten Café-Griensteidl-Gesellschaft, wo man nördlichen Gardasee spielt, thematisiert er
ihn als den neuen Vertreter des modernen bspw. den nationalistischen Fanatismus der
österreichischen Romans feierte. Seine Italiener während des Risorgimento. Die
humorvollen Offiziersnovellen machten ihn deutschnationale Bewegung in Österreich
Aus den LANDESTEILEN … 9
Wien von Alexander Haider

Landesüblicher Empfang am Wiener Heldenplatz


Übernahme der Bundesrats-
präsidentschaft durch Peter Raggl
und Tirol
Wien ist fest in Tiroler Hand: Anlässlich
der Vorsitzübernahme des Landes Tirol im
Bundesrat durch Bundesratspräsident Peter
Raggl lud er am Mittwoch, den 14.07.2021,
gemeinsam mit LH Günther Platter zum
Tirol-Abend im Dachfoyer der Wiener Hof-
burg. Im Vorfeld fand ein Landesüblicher
Empfang auf dem Heldenplatz statt, beglei-
tet von der SK Schönwies und der Musikka-
pelle aus Schönwies – der Heimatgemeinde
des neuen Bundesratspräsidenten – sowie
Abordnungen der Tiroler Traditionsverbän-
de. Die Tiroler Schützen sorgten dabei für
einen gebührenden Einstand. Unter dem
Kommando von LKdt. Mjr. Thomas Saurer
wurde am Wiener Heldenplatz eindrucks- Landesüblicher Empfang auf dem Wiener Heldenplatz mit der SK Schönwies und der
voll gezeigt, was es heißt, einen landesübli- Musikkapelle Schönwies anlässlich der Vorsitzübernahme von Tirol im Bundesrat.
chen Empfang in Tirol abzuhalten. V.l.: Werner Goldschald, Kapellmeister Musikkapelle Schönwies, Hptm. Manfred Westreicher,
LH Günther Platter, BM Margarete Schramböck, Bundesratspräsident Peter Raggl und
LKdt. Mjr. Thomas Saurer
Vorsitz in Bundesrat und
Landeshauptleutekonferenz
Tirol übernimmt im zweiten Halbjahr Raums setzen. Der Bundesrat werde sich ber von Bund und Ländern sowie Südtirol
2021 mit dem Bundesrat und der Landes- auch insbesondere mit der Stärkung der geplant. Es gilt auch Maßnahmen bezüglich
hauptleutekonferenz den Vorsitz bei zwei Regionen, dem Thema Digitalisierung und der Attraktivität des Wirtschaftsstandorts
wesentlichen Eckpfeilern des österreichi- der Partnerschaft zwischen Land und Stadt und des Arbeitsmarkts in Österreich und
schen Föderalismus. „Österreichs Zukunft beschäftigen, während Landeshauptmann Tirol nach der Krise zu setzen und so wie-
sichern“ lautet der Leitgedanke für die Günther Platter den Fokus vor allem auf der Schwung in diese Bereiche zu bringen.
nächsten Monate. Bundesratspräsident die Versorgungssicherheit legen möchte. So „Die Bundesländer sind sich ihrer Verant-
Peter Raggl möchte seine Akzente speziell ist die Durchführung einer gemeinsamen wortung bewusst und bereit, die Zukunft zu
in die Weiterentwicklung des ländlichen Blackout-Übung im kommenden Novem- gestalten“, so LH Platter. n

Ab Mitte
REPRESSION
er im 1946 BIS 1961:
Novemb el
B u chhand DIE FORTFÜHRUNG
DER ZWANGSHERRSCHAFT
IN SÜDTIROL

„Faschismus im scheindemokratischen Mantel“, so beschreibt


Bruno Hosp in seinem Vorwort zum zweiten Band „Repression“
das Schalten und Walten der italienischen Behörden in Südtirol
nach 1946. Viele subtil geplante Maßnahmen von Seiten des
italienischen Staates – darunter die massive Verhinderung der
Rückkehr der Optanten und eine haarsträubende Nachkriegs-
justiz durch frühere faschistische Richter und Beamte, führten
zum vielzitierten „Todesmarsch der Südtiroler“.

Ein Werk, welches die nicht nur sprichwörtliche Explosion


der Situation im Rahmen der Feuernacht 1961
verstehen hilft.
Jetzt online Helmut Golowitsch, ISBN 978-88-97053-83-5, Effekt! Verlag,
vorbestellbar unter Euro 28,90
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N° 5 | Oktober 2021

10 Aus den LANDESTEILEN …


Bozen von Richard Andergassen

Miniatur des Standschützenkreuzes – Spendenaktion


Der Herz Jesu Notfonds erfährt Unterstützung durch eine private Stiftung von Lt. Hans Bergmann von der Schützenkompanie
Strassen. Das Projekt „An der Front“ in Erinnerung und Gedenken an die Leistungen, Entbehrungen, Schicksale und Opfer
des Ersten Weltkrieges, insbesondere der Tiroler Standschützen, hatte zum Ziel, das Bewusstsein für die Geschichte Tirols zu
stärken und Aufmerksamkeit für einen vergessenen Aspekt der Tiroler Zeitgeschichte zu gewinnen.

Mit der Aufstellung der Gedenkkreuze 2015


hatte das Projekt seinen Höhepunkt und
fand 2017 nach Auslieferung der Sonder-
nummer der Tiroler Schützenzeitung und
Vorstellung des Wanderbüchleins seinen
Abschluss. Abgerundet wurde das Geden-
ken an die Schrecken des Ersten Weltkrie-
ges und die Teilung unseres Landes mit den
Gedenkfeiern im Jahr 2018.
Im Mittelpunkt all dieser Aufrufe, Veran-
staltungen, Vorträge und Publikationen
standen die Gedenkkreuze – hergestellt
nach einem Entwurf von Christian Stricker
durch die Osttiroler Schlosserei Schöss-
wender in Anras. Die sehr zurückhaltende
und moderne Gestaltung sowie die solide
Ausführung einerseits, als auch die starke
Symbolik haben dazu geführt, dass dieses
Projekt und die Kreuze selbst weit über
das Schützen- und Traditionswesen hinaus stehen diese 45 cm hohen Stahlkreuze,
Beachtung und Anerkennung gefunden montiert auf einem Stein aus den Dolomi- Herz Jesu
haben.
Leutnant Hans Bergmann, Viertelschieß-
ten, nun zur Verfügung. Die Kreuze werden
an großzügige Spender abgegeben. Notfonds
wart Osttirol und viele Jahre Obmann der IBAN:
Schützenkompanie Strassen, der beruflich Alle Gebote und Überweisungen ab IT06 J058 5611 6010 5057 0013 850
für den Produktionsablauf der Kreuze ver- 350,- Euro werden sofort registriert. BIC: BPA AIT 2B0 50
antwortlich zeichnete, hat in einer Stiftung Diese können mittels Email an
an den Herz Jesu Notfonds Miniaturausfüh- herzjesu@notfonds.com mit Nennung Kennwort:
rungen dieses Standschützenkreuzes, die er des Namens, der Postadresse, der Email- Spende Standschützenkreuz
privat herstellt, zur Verfügung gestellt. adresse und des Spendenbetrages übermit-
In einer limitierten Auflage von 15 Stück telt werden. n Die Kreuze werden nach
Zahlungseingang abgegeben.
N° 5 | Oktober 2021

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 11


Brandenberg von Gerhard Biller

Hermann Egger 40 Jahre Bataillonskommandant


Im Rahmen des 90-jährigen Jubiläums der SK Brandenberg wurde – u.a. im Beisein von LKdt.-Stv. Mjr. Gerhard Biller, des Eh-
renmajors Hans Steiner und von Baon-Kdt. Hans Hinterholzer – Baon-Kdt. Mjr. Hermann Egger zu einem wohl einzigartigen
Jubiläum gratuliert. Hermann Egger ist inzwischen unglaubliche 41 Jahre lang Kommandant des Bataillons Kufstein.

LKdt. Stv. Gerhard Biller und Baon-Kdt.


Stv. Hans Ampferer verwiesen in ihren
Ausführungen auf die Höhepunkte im
Schützenleben des Geehrten.
Das von Hermann Egger angeführte
Bataillon Kufstein ist mit 23 Kompanien
das größte Bataillon im Bund der Tiroler
Schützenkompanien. Als ganz besonders
bemerkenswert und als großer Verdienst
von Hermann Egger kann die Tatsache
angesehen werden, dass in dieser Zeit nicht
weniger als 7 Kompanien neu gegründet
wurden und somit das Bataillon um über 40
Prozent angewachsen ist.
Hermann Egger ist Träger von mehr als 20
Auszeichnungen und Ehrungen zahlreicher (V.l.) Ehrenmajor Hans Steiner, Baon-Kdt. Hans Hinterholzer, Landeskommandant Stv.
Körperschaften und Institutionen, u.a. der Gerhard Biller, Baon-Kdt. Hermann Egger, Baon-Kdt. Stv. Hans Ampferer, Bgm. Rudi Puecher
Goldene Verdienstmedaille des BTSK, des (Brixlegg) (verdeckt) und Bgm. Hannes Neuhauser (Brandenberg) Fotos von Florian Haun
Verdienstzeichens des BTSK, des Ver-
dienstkreuzes und der Verdienstmedaille immer wieder kritisch und wortgewaltig Stv. Gerhard Biller dankte ihm im Namen
des Landes Tirol u.v.m. Darüber hinaus hat geäußert. Hermann Egger war neben seiner der Bundesleitung bzw. des BTSK für sein
ihm die SK Landl die Ehrenmitgliedschaft Funktion als Bataillonskommandant 3 Engagement und seine außerordentlichen
verliehen. Jahre LKdt.-Stellvertreter, 6 Jahre Viertel- Verdienste um das Tiroler Schützenwesen
Mjr. Egger hat sich aber auch zu gesell- kommandant und hat somit das Tiroler und bezeichnete ihn als großes Vorbild für
schaftspolitischen Ereignissen, im Besonde- Schützenwesen in den letzten 40 Jahren die Tiroler Schützen. n
ren im Zusammenhang mit den Schützen, maßgeblich mitgestaltet und geprägt. LKdt.-

Kappl von Otto Siegele

Preisverteilung des Regimentspokalschießens 2020


Die Preisverteilung für das Regimentspokalschießen 2020
wäre ursprünglich schon im Herbst im Rahmen der Viertel-
und Regimentsversammlung in Kappl geplant gewesen.

Wie so vieles im letzten Jahr musste aber auch diese Versammlung


entfallen, und so wartete der „Jakob Lauterer“ den Winter über im
Schützenlokal  darauf, endlich weitergegeben zu werden. Am 25.
Juni 2021 war es dann endlich soweit. Unser Talkommandant Mjr.
Josef Siegele lud den Regimentsausschuss und die Gewinner auf
Dias, wo in bester Bergesluft die Preisverteilung stattfinden konnte.
Regimentsmeister 2020 wurde mit 53,5 Ringen Josef Siegele aus
Kappl. Der 2. Platz ging an Franz Pinzger aus Pfunds und den 3.
Platz erreichte Franz Raneburger aus Grins.
Nachdem 2019 Galtür die Mannschaftswertung für sich entschei-
den konnte, ging der Mannschaftssieg mit dem „Jakob Lauterer“
und die Regimentskette 2020 an die SK Kappl.  Den zweiten und
dritten Rang belegten die Mannschaften aus Pfunds und Galtür. Schützenkompanie Kappl
Vielen Dank für die nette Preisverteilung und die gute Bewirtung
an unseren Regimentsmeister Josef Siegele. Ergebnisliste: schuetzenkompanie.kappl.at/2021/07/25/
preisverteilung-des-regimenspokalschiessens-2020 n
N° 5 | Oktober 2021

12 Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN


Natz / Latzfons von Josef Kaser

Landeshauptmann a.D. besucht das Denkmal der Mitte Tirols


Ende August besuchte der 79-jährige Tiroler Landeshauptmann
a.D. Dr. Herwig van Staa mit Schützenkameraden der „Alten
Pfarre“ Natz, bei denen er Ehrenhauptmann ist, und mit seinem
Neffen Grundschuldirektor a.D. Rudolf Berger das Denkmal am
Mittelpunkt des historischen Tirol am Latzfonser Kreuz. Sepp Kaser
hatte zur Wanderung auch den L.Abg. a.D. Pius Leitner eingeladen,
der sich am Bau des Denkmals mit einer Spende beteiligt hatte. Das
Denkmal war als bleibende Erinnerung an die Teilung Tirols vor
100 Jahren vom Schützenbezirk Brixen und der Kompanie Latz-
fons errichtet worden. Herwig van Staa gratulierte zu diesem in die
Landschaft passenden gemauerten Sockel mit der in die Gussplatte
eingravierten in alle Himmelsrichtungen zeigenden Entfernungen
zu den wichtigsten Grenzorten des historischen Tirol. Er bezeich-
nete dieses Monument als bleibenden Hinweis an die schmerzliche
Teilung Tirols, die nicht vergessen werden soll. Er sprach im Kirch-
lein für alle Tiroler, die dadurch schwer gelitten haben, insbeson-
dere für seinen Schwiegervater Eduard Wallnöfer, ein Gebet. Zur
Im Bild von links: Pius Leitner, Joachim Unterholzner, Sepp Kaser,
Freude begegneten wir auch den Bergfreunden aus Diedorf mit Herwig van Staa, EOlt. Josef Michaeler, Hptm. Oswald Michaeler
Ludwig Grüner, die zum 60-jährigen Jubiläum ihrer Freundschaft und Rudolf Berger. Der Kranz vorne wurde einige Tage zuvor vom
mit Latzfons, begleitet vom langjährigen Fraktionsvorsteher Sepp Kommandanten der Traditionseinheit des Husarenregiments
Oberrauch, zur Kassianspitze aufstiegen. n Nr. 11 Michael Fohler niedergelegt. Foto: Josef Michaeler

Pfunds von Alexander Haider

Jakob-Lauterer-Regimentspokalschießen
des Oberinntaler Schützenregiments in Pfunds
Bei strahlendem Wetter konnten in Pfunds 248 Teilnehmer aus
ganz Tirol mit Schweizer Karabinern ihr Können bei gesamt 409
abgefeuerten Serien beim Jakob-Lauterer-Regimentspokalschießen
des Oberinntaler Schützenregiments unter Beweis stellen. So viele
Schützen und Marketerinnen nahmen noch nie an dem Schießen
teil. Auf 65 Meter Entfernung wurden mit Kimme und Korn je 5
Wertungsschüsse pro Serie abgegeben. Das Organisationsteam des
Oberinntaler Schützenregiments mit Regiments- und Viertel-Kdt.
Mjr. Christoph Pinzger und der SK Pfunds mit ihrem Obmann
Marcel Knapp konnte auch heuer wieder eine gelungene und bes-
tens organisierte Veranstaltung im Sinne der Kameradschaft und
im Bestreben, das Schießwesen im Bund der Tiroler Schützenkom-
panien zu pflegen und zu erhalten, abhalten. In den kommenden
Jahren ist es geplant, das Regimentspokalschießen durch die drei
dem Regiment angehörenden Bezirke touren zu lassen. Im Jahr
2022 wechselt der Veranstaltungsort des Jakob-Lauterer-Regiments- Bundesbildungsoffizier Mjr. Hartwig Röck, Regiments- und Viertel-
pokalschießens in den Bezirk Reutte nach Steeg und 2023 wird das Kdt. Mjr. Christoph Pinzger und Bundespressereferent Mjr. Alexan-
Schießen im Bezirk Imst abgehalten. n der Haider neben dem Regimentspokal

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N° 5 | Oktober 2021

Aus den BEZIRKEN & BATAILLONEN 13


Sachsenklemme von Sonja Hackhofer

Gemeinsames Gedenken an die Opfer der


Kämpfe von 1809 in der Sachsenklemme

Erinnert wurde an das historische Ereig- und soll ihrer gedacht werden“, unterstrich betonte, dass die gemeinsame Erinnerung
nis vor über 200 Jahren, als die Tiroler Mjr. Lechner. Es folgte die hl. Messe, die an die mutigen Helden der Vergangenheit
die feindlichen Truppen mit Steinlawinen von Dekan Florian Kerschbaumer zele- auch für die Zukunft wesentlich sei. Die
am Weiterkommen hinderten. Bez.-Mjr. briert wurde. Er wies in der Predigt darauf Gedenkansprache hielt der LKdt. des SSB,
Florian Lechner begrüßte alle Anwesenden hin, dass uns die Beschäftigung mit der Renato des Dorides. Er berichtete von den
zur Gedenkfeier. Neben der Ehrenkom- Geschichte mit Ehrfurcht erfüllt.“ Ehrfurcht Geschehnissen, die sich im August 1809
panie aus Meransen versammelten sich vor den Taten der Soldaten, die ihr Leben in der Sachsenklemme ereignet haben.
Abordnungen verschiedener Schützenkom- verloren haben, aber auch vor den einfa- „Geschichte ist nicht Nostalgie, sie ist
panien aus dem Bezirk Brixen und Wipptal, chen Menschen und deren Schicksalen“, er- und gelebte Realität“, betonte er. Nach
außerdem war auch eine Abordnung des sagte er. Die Messfeier wurde von Bläsern dem Abfeuern der Ehrensalve durch die SK
Andreas-Hofer-Bundes anwesend. „Durch der MK Mauls musikalisch mitgestaltet. Meransen erfolgte die Kranzniederlegung
das Gedenken sollen die Opfer gewürdigt Thomas Klapfer, Bgm. von Franzensfeste, vor dem Denkmal. n

Vahrn von Sonja Oberhofer

60 Jahre Feuernacht – Vortragsabend in Vahrn mit


Historikerin Margareth Lun
Unter Einhaltung der Corona-Vorschriften organisierte der Schüt-
zenbezirk Brixen einen Vortrag über 60 Jahre Feuernacht am
11.06.2021 im „Haus Voitsberg“ in Vahrn. Als Ehrengast konnte Dr.
Margareth Lun gewonnen werden, die einen wunderbaren Vortrag
hielt. Auch die Zeitzeugen Luis Thaler und Otto Schenk erzählten
von ihrer Jugendzeit in der Feuernacht. Im Anschluss fand unter
Bezirkskulturreferent eine Gedenkandacht statt. „Nach dem beacht-
lichen und ergreifenden Vortrag und der Diskussion wäre es nur die
Hälfte, wenn wir Schützen und alle Anwesenden nicht auch den to-
ten Freiheitskämpfer der letzten 60 Jahre gedenken würden“, erklärte
Sepp Kaser, der Kulturreferent des Schützenbezirks Brixen. Ge-
dacht wurde besonders der Opfer, die durch die brutalen Folterungen
der Carabinieri im Gefängnis wehrlos zu Tode geschlagen wurden
und verstorben sind. Es wurde auch an die Südtiroler Aktivisten erin-
nert, die aufgrund ihrer Folterungen und jahrelanger Gefängnishaft
gesundheitlich geschädigt wurden, und dadurch, teils auch aus Ver- Tirol gekämpft, haben ihre Freizeit geopfert, ihr Leben verloren. Der
druss, früher gestorben sind. Stellvertretend für alle Opfer sind zwei Vortragsabend wurde mit dem Singen der Landeshymne abgeschlos-
Kerzen entzündet worden, für Anton Gostner, der am 7.1.1962 im sen. Der Bericht findet sich auf der Homepage des Schützenbezirks
Gefängnis starb, und für Franz Gamper. Sie alle haben für die Heimat Brixen unter www.schuetzenbezirk-brixen.com n
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14 Wir gratulieren …
Amras Untermais Untermais

Ehrenmitglied Willi Rainer – 85 Walter Stampfl – 80


Toni Höck – 85 Am 15. Juli feierte EOlt. Willi Rainer seinen 85. Schützenkamerad Walter Stampfl feier-
Geburtstag. Willi trat bereits bei deren Grün- te am 18. Juli seinen 80. Geburtstag. Zu
Am 5. Juli 2021 feierte Oberstudienrat Toni dung der SK „Blasius Trogmann“ Untermais diesem Anlass überbrachte die SK „Blasius
Höck, Ehrenmitglied der SK Amras, die im Jahre 1959 bei und hatte damals das Amt Trogmann“ Untermais die besten Glück-
Vollendung seines 85. Lebensjahres. Er war des Unterjägers inne. Im Jahre 1996 wurde wünsche. Walter ist 1972 der Kompanie
Lehrer für bildende Kunst und ist Mitglied Willi zum Oberleutnant gewählt. Er übte sein beigetreten und lebt seitdem das Schüt-
der Tiroler Künstlerschaft. Viele Ausstel- Amt mit Bravour aus und hat den Wieder- zenwesen, wie es sein sollte: verlässlich,
lungen und Ausstellungsbeteiligungen, aufbau der Kompanie mitgestaltet. Bei seinen kameradschaftlich und hilfsbereit. Auf
auch internationale, begleiteten sein Leben. Kameraden und Freunden ist er nach wie vor diesem Wege wird ihm nochmals für seine
Neben seinem sonstigen vielfältigen Werk als Erzähler von Geschichten sehr gefragt. n langjährige Treue gedankt. n
schuf Toni Höck unzählige Bilder der Am-
raser Schützen und der Schützen der Kom-
panien des Bataillons Innsbruck. Manche
werden sich noch an die Ausstellung seiner
Werke im ehemaligen Café Trappschlössl
im Jahr 2006 anlässlich seines 70. Geburts-
tages erinnern. Die Stadtschützenkompa-
nie St. Nikolaus - Mariahilf ernannte ihn
ebenfalls für sein künstlerisches Wirken zu
ihrem Ehrenmitglied. Auch von öffentlicher
Seite wurde Toni Höck mit mehreren Eh-
rungen bedacht. 1992 wurde Toni Höck das
Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um
die Republik Österreich verliehen, 2001 die
Verdienstmedaille des Landes Tirol, 2004
das Kulturehrenzeichen der Landeshaupt-
stadt Innsbruck und 2006 das Verdienst-
St. Andrä
kreuz des Landes Tirol. n

Albert Agreiter – 80
Zu seinem 80. Geburtstag machten sich begann mit dem Aufbau einer Jungschüt-
einige Kameraden auf den Weg nach Spisses zen-Gruppe. Mit 11 Jungschützen konnte er
in Rodeneck, wo Albert Agreiter – Schüt- beim 30-jährigen Wiedergründungsfest der
zenmitglied der SK St. Andrä − wohnt. Dort Kompanie 1985 aufmarschieren. 1986 wurde
bewirtschaftet er mit seiner Frau Maria und Albert in den Kompanieausschuss gewählt.
seinem Sohn den Vitrolerhof. Ihm wurde Seine große Leidenschaft ist nach wie vor
eine bemalte Schießscheibe überreicht. Al- das Singen von Tiroler Liedern. Bis heute ist
bert ist 1983 der Kompanie beigetreten und er bei vielen Ausrückungen dabei. n

© Schützenkompanie Amras
N° 5 | Oktober 2021

Kreuth
von Harald Schrangl

Bundesschießen 2021
Die Idee – trotz Corona ein Bundesschießen durchzuführen – wurde von
den Gebirgsschützen gerne aufgegriffen. Um die Teilnehmerzahlen zu
entzerren, wurde neben den Schießstätten Kreuth und Bad Tölz auch
der Schießstand in Partenkirchen mit einbezogen.

Zur Planung wurden die einzelnen Kom- miteinbezogen. Die Durchfüh-


panien aufgefordert, ihre Schützen zu den rung des Schießens oblag Bundes-
Terminen 4./5.9. in Kreuth, 11./12.9. in schützenmeister Harald Schrangl,
Kreuth und Bad Tölz und 18./19.9. in Par- der durch die stattliche Teilnehmer-
tenkirchen anzumelden. zahl für seinen Einsatz und seine Mühen
Zur großen Freude kam man dem Aufruf belohnt wurde. Ihm zur Seite standen die
in großer Zahl nach: 744 Schützen wurden Schützenkameraden bei der Standaufsicht
gemeldet. Das speziell zum Bundesschie- und der Auswertung: in Kreuth (GSK
ßen erstellte Hygienekonzept wurde vom Gmund), in Bad Tölz (GSK Gaißach, Wa-
Landratsamt Bad Tölz (LR Josef Niedermai- ckersberg und Beuerberg), in Partenkirchen
er) für gut empfunden. In Bad Tölz wurden (GSK Garmisch und Partenkirchen).
auch Schnelltests angeboten und durchge- Wann die Preisverteilung mit den
führt (Dr. Walter Kremser). begehrten Preisen Mannschafts-
Insgesamt haben in Kreuth 237 Schützen schützenscheiben, Porzellanlöwe
von 290 gemeldeten, in Bad Tölz 222 Schüt- des Bayer. Ministerpräsidenten, das
zen von 261 gemeldeten und in Parten- Matchluftgewehr von S.K.H. Herzog
kirchen 148 Schützen von 193 gemeldeten Franz von Bayern, Kokarden auf die
teilgenommen. Viele „Neuschützen und Blattscheibe oder die Schützenschnü-
Marketenderinnen“ kamen an den Stand – re der besten Schützen und Senio-
teils mit sehr guten Ergebnissen. ren stattfindet, wird rechtzeitig mit
Da erneut das Oktoberfest abgesagt wurde Einladung bekannt gegeben. Insgesamt
und somit auch die traditionelle Königs- beteiligten sich 42 Kompanien, geglie-
proklamation nicht stattfinden kann, war dert in 15 Mannschaften der Schützen und
es möglich, den Zeitraum des Bundes- 24 Mannschaften der Senioren. 24 Marke-
schießens auszudehnen. Gerne wurde die tenderinnen aus 9 Kompanien, Schützen
zusätzliche Schießstätte in Partenkirchen insgesamt 311, Senioren 272. n

Samerberg
von Anton Hötzelsperger

Renovierung der Mesner-


kapelle auf dem Samerberg
Zwei Jahre lang kümmerten sich die Samerberger Gebirgsschützen
unter der Leitung von Hptm. Fritz Dräxl und in enger Zusammen-
arbeit mit der Mesnerfamilie Ingeborg Mayer um die Renovierung
der Mesnerkapelle, die am Rand des Wanderweges von Grain-
bach nach Törwang steht. Nunmehr konnten die umfangreichen
Arbeiten zum Erhalt des sakralen Kleinods abgeschlossen werden.
Im Rahmen einer kleinen Feier wird die Kapelle im Herbst neu
gesegnet werden. Zu guter Letzt bekommt die Kapelle auch noch
ein Bankerl zum Rasten und Nachdenken.
Hptm. Fritz Dräxl, seinen Samerberger Gebirgsschützen und der
Familie Mayer ein großes Vergelt’s Gott für ihren Einsatz und die
gelungene Arbeit zum Segen der Rosenkranzkönigin. n
Berichte aus Bayern N° 5 | Oktober 2021

16
Bad Aibling
von Uwe Hecht

Glockenweihe
Bereits 1984 errichteten die Aiblinger Aiblinger Kompanie aufgebracht ist, nahm
Gebirgsschützen unterhalb der Pfarrkirche Pater Baltharaju Banda im Rahmen eines
Mariä Himmelfahrt eine Kapelle zum Ge- feierlichen Gottesdienstes unter Beteiligung
denken an die Opfer der Sendlinger Mord- der Fahnenabordnungen der Kompanien
weihnacht von 1705. Was bisher fehlte, war des Bataillons Inn-Chiemgau sowie der
eine Glocke, auch weil diese aufgrund von Bataillonsführung vor. Im Anschluss zogen
Statik und Bauweise nicht wie üblich in die Schützen zur Kapelle, in der sie nun
einem Glockenturm untergebracht werden im Inneren über den Gedenktafeln mit
konnte. Nun erfüllte sich der lang gehegte den Namen der verstorbenen Kameraden
Wunsch, die Kapelle trotzdem mit einer befestigt wurde. „Die Glocke wird nun an
Glocke auszustatten. jedem ersten Weihnachtsfeiertag um 10.30
Auf Initiative des Aiblinger Waffenmeis- Uhr, dem Zeitpunkt, an dem der letzte
ters, Lt. Pascal Geiger und mit Hilfe einer Oberlandler vor Sendling sein Leben lassen
Glockengießerei in der Schweiz sowie musste, geläutet. Außerdem erklingt sie zu
des Lehrstuhls für Gießerei und Umfor- Ehren jedes verstorbenen aktiven Kamera-
mungstechnik der TU München wurde den am Tag von dessen Beerdigung“, erklär-
das Vorhaben verwirklicht. Die Segnung te Hptm. Manfred Ortner abschließend den
der Glocke, auf der das Wappen der Teilnehmern an der Feierstunde. n

Gmund
von Robert Stumbaum

Ehrung der Jubilare des Mangfall-Leitzach-Gaues


LH Martin Haberfellner war zu Ehren der Jubilare des Mangfall- (Waakirchen) und Anton Huber (Gmund) erhielten die Auszeich-
Leitzach-Gaues nach Gmund gereist, um die Überreichung der nung für 60-jährige Treue. Weitere 11 Schützen wurden für 50-jäh-
Urkunden und Goldenen Verdienstmedaillen am weiß-blauen Band rige Mitgliedschaft ausgezeichnet. n
für 50- und 60-jährige Treue selbst vorzunehmen. Hans Glonner

v.l. LH Martin Haberfellner, Sepp Fischbacher, Alfred Zinnecker, Franz Payr, Robert Kasper (alle Tegernsee), Wilhelm Helminger (Waakirchen),
Franz Betzinger, Anton Huber, Bertl Freiberger (alle Gmund), Ehrenlandeshauptmann Karl Steininger (Gotzing), Klaus Walter (Tegernsee),
Hans Glonner (Waakirchen), Schorsch Schmotz-Schöpfer (Waakirchen) und Gauhauptmann Robert Stumbaum
Nicht auf dem Bild: Robert Wagner (Waakirchen)
N° 5 | Oktober 2021 Berichte aus Bayern

17
Murnau
von Georg Mair

Schützenplatzkreuz feierlich
eingeweiht
Die GSK Murnau hat am 3.10.2021 das von der Kompanie feder-
führend restaurierte bzw. neu erstellte Feldkreuz am Schützenplatz
in Murnau von den Ortspfarrern beider Konfessionen (Dekan
Siegbert Schindele und Pfarrer Florian Bracker evang.) segnen bzw.
weihen lassen. In der Dankesrede der 2. Bürgermeisterin Dr. Julia
Stewens wurde besonders das Engagement der Kompanie herausge-
stellt. Die Segnung und der folgende Umtrunk fanden bei außerge-
wöhnlich gutem Wetter statt. n

v.l. Zweite Bürgermeisterin Dr. Julia Stewens, Dekan Siegbert


Schindele, Pfarrer Florian Bracker, Hptm. Georg Mair, zweiter Vorstand
Verschönerungsverein Herbert Specht. Foto: Herbert Brenner

Wir gratulieren …
Ministerpräsident Herbert Georg Simon – 70
a.D. Dr. Edmund Bernhauer – 70 Am 7. August 2021 feierte Olt. Georg

Stoiber – 80
Simon im Kreise seiner Kameraden der
Der Hauptmann der GSK Historische GSK Wallgau seinen 70. Geburtstag. Simon
Bauerngruppe Kochel Herbert Bernhauer hat maßgeblich beim Aufbau der wieder-
Seit 38 Jahren steht Dr. Edmund Stoiber feierte seinen 70. Geburtstag. Er kann auf gegründeten Kompanie mitgewirkt. Von
dem Gebirgsschützenwesen nahe. Er war ein ereignisreiches Leben zurückblicken; 1990 bis 2001 verstärkte er den Trommler-
1983 Gründungsmitglied der GSK Wolfrats- als Baufachmann arbeitete er in einem zug, gleichzeitig diente er der Kompanie
hausen und nahm trotz seiner vielen Spezialverband der Bundeswehr und war sechs Jahre als Leutnant und 18 Jahre als
Verpflichtungen als Spitzenpolitiker aktiv achtmal im Auslandseinsatz (Kosovo, Bos- Oberleutnant. Er legte mit dem Herbstfest
an den Veranstaltungen teil. Anlässlich der nien und Afghanistan). Auf kommunaler die finanzielle Grundlage für die Kompa-
Wahl zum bayerischen Ministerpräsidenten Ebene wurden dort Schulen, Kindergär- nie. Für seine Verdienste wurde er mit der
1993 wurde er von der Kompanie Wolfrats- ten, Polizeiämter und ähnliche Strukturen Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet und
hausen zum Ehrenleutnant ernannt. 14 aufgebaut. Diese Spezialeinheiten standen zum Ehrenmitglied der Kompanie Wallgau
Jahre war er Schutzherr der Bayerischen bei den Einheimischen in hohem Ansehen. ernannt. Er ist auch langjähriger Kassen-
Gebirgsschützen. Diese verabschiedete Nach seiner Rückkehr war er der richtige prüfer des Bataillons Werdenfels. Der Bund
ihn mit einer feierlichen Serenade vor der Mann, um eine Gebirgsschützenkompanie der Bayerischen Gebirgsschützenkompa-
Staatskanzlei. In Dankbarkeit ernannte ihn zu führen. Seit fünf Jahren ist er Haupt- nien verlieh ihm die Verdienstmedaille in
der Bund der Bayerischen Gebirgsschützen- mann und seit drei Jahren Gauhauptmann- Gold am blauen Band. n
kompanien zum Ehrenmitglied. n Stellvertreter des Loisach-Gaues. n
Berichte aus Bayern N° 5 | Oktober 2021

18
Rottach-Egern
von Hans Baur 100. Todestag von Ludwig Thoma
Am 26. August 1921 verstarb Ludwig Thoma in Rottach-Egern. Geboren am 21. Januar 1867 in Oberammergau
wurde er durch sein literarisches Werk bekannt (Magdalena, die Witwen, Moral, Heilige Nacht…)

Thomas langjähriger Freund, der schwäbische Deutschlands schwer gelitten. Er schuf sich war, betrachtet schon seit vielen
Rechtsanwalt Dr. Conrad Haußmann, sagte heftige Gegner zeitweise in den verschiedens- Jahren die höchst unterschiedlichen Seiten
in seinem Nachruf am Grabe: „Das Geheim- ten Lagern.“ Zum Lebensende war Thoma seiner Persönlichkeit und seines Schaffens.
nis seiner Kraft war sein Temperament. Er ein verbitterter, mit 54 Jahren gar nicht mal „Wir versuchen, einen differenzierten Ansatz
war das stärkste Temperament im Schrift- so alter Mann. Er ging – das ist so traurig wie zu verfolgen und beidem gerecht zu werden;
tum unserer Tage. Er war in seiner Eigenart wahr – mit der Zeit, als er im 1. Weltkrieg sei- auf der einen Seite der bedeutende Schriftstel-
klassisch und seine Einseitigkeiten ebenso wie ne Kritik an Staat und Gesellschaft über Bord ler und auf der anderen Seite in seinen letzten
seine schäumenden Gefühlswallungen unter warf und zum eifrigen Kriegsbefürworter Lebensjahren der antisemitische Hetzer.“
wechselnden Eindrücken gehören zu dieser wurde und danach noch eine antisemitische Thomas Landsmann und Schriftstellerkollege
Eigenart. Seine Dichtwerke haben etwas von Haltung zeigte. In der Augsburger Allgemei- Oskar Maria Graf sagte in seinem amerikani-
der Holzschnitzkunst der Alten an sich. Aller nen vom 26.08.2021 wurde er so beschrieben. schen Exil, dass Thoma „in seinem erzähle-
Schein, alles Getu, alle Schleimschreiberei war Zu seinem Todestag wird sein Zwiespalt zum rischen Werk das wirkliche Bayern der Welt
ihm im Herzen zuwider. Die Heimat war seine Thema und es entstand weniger Gedenken erschlossen hat“. Er war „ein Kopf für sich,
tiefste Liebe, das Land und das Volk. Deshalb als vielmehr eine Debatte. Tobias Schneider, ein echtes Herz und ein eigener Mensch“, und
hat ihn das Schicksal Deutschlands durchs der Leiter des Dachauer Kulturamtes, einer als solcher ist er der Lieblingsschriftsteller der
Herz geschnitten. Er hat unter der Tragik Stadt, mit der Ludwig Thoma eng verbunden Bayern geworden. n

München

Prof. Dr. h.c. Albert Scharf †


Der ehemalige Intendant des Bayerischen in Bayern daheim“. Den Gebirgsschützen
Rundfunks Albert Scharf verstarb am stand er sehr nahe und diese ehrten ihn 1992
25.09.2021 im Alter von 86 Jahren. Der ge- für seine Heimatverbundenheit mit der Ver-
bürtige Münchener war nicht nur Intendant leihung der Kiem-Pauli-Medaille. In der TSZ
des Bayerischen Rundfunks, sondern auch 3/1993 veröffentlichte er einen Artikel zum
als erster Deutscher 18 Jahre lang Präsident Thema „Heimat in einem größeren Europa“,
der Europäischen Rundfunkunion. Während der unverändert Aktualität besitzt; gerade für
seiner Amtszeit hatte der Bayerische Rund- die Schützen der Alpenregion, die in einem
funk den Leitspruch: „In der Welt zuhause, grenzüberschreitenden Raum leben. n

Tegernsee

Alfred Baier †
Der EHptm. der GSK Tegernsee Fredi Baier der Gebirgsschützenhütte. Ebenso lagen ihm
ist am 10.09.2021 im Alter von 86 Jahren die Romreisen am Herzen, bei denen die
verstorben. 66 Jahre war Fredi Baier aktives Gebirgsschützen Papst Benedikt XVI. trafen.
Mitglied der Kompanie und hat 57 Jahre Das Sterbebild ziert die Egerner Madonna,
in der Hauptmannschaft mitgearbeitet. Er deren Denkmal am Marienplatz in Rottach-
gründete den Salutzug der Kompanie, den Egern er initiiert hat. Die Landeshauptmann-
er 14 Jahre geführt hat, und war 15 Jahre der schaft der bayerischen Gebirgsschützen, der
Hauptmann der Kompanie. Baier verstand es, Mangfall-Leitzach-Gau, befreundete Kompa-
Tradition und Werte der Schützen zu erhal- nien und die Ortsvereine geleiteten ihn zum
ten und mit modernen Ideen zu bereichern. Grabe, an dem sich „sein“ Salutzug mit drei
Ein Meilenstein seines Wirkens war der Bau Ehrensalven von ihm verabschiedete. n

Benediktbeuern

Josef Aichbichler †
Am 16. September 2021 verstarb Josef Er war eine tragende Säule der Kompanie
Aichbichler im Alter von 86 Jahren. Bereits und wurde vom Bund hierfür 2002 mit der
1952 ist er der Antlaß-Schützenkompanie Verdienstmedaille in Gold am blauen Band
Benediktbeuern beigetreten und war 46 geehrt. Sein „Trommlerzug“, die Fahne und
Jahre Tambourmajor. Zugleich fungierte eine Abordnung der Schützenkameraden
er 36 Jahre als Zeugwart der Kompanie. geleiteten ihn zur letzten Ruhe. n
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Wir gratulieren … 19
Wolkenstein

Giampaolo Mussner, EHptm. Hermann Demetz und Franco Nocker – 80


240 Jahre SK Wolkenstein. Trotz Einschränkungen und ausgefal- dem Jahre 1977 stets aktive Schützen, was die Festlichkeiten noch
lener Festtage angesichts der andauernden Pandemie durften die um einiges besonderer gemacht hat. Möge ihnen der Herrgott noch
Wolkensteiner diesen Sommer dreimal für Jubiläen ausrücken. viele gesunde und glückliche Jahre schenken! n
Kamerad Giampaolo Mussner feierte am 15. Juli, EHptm. Hermann
Demetz am 21. Juli und Franco Nocker am 19. August 2021 den 80.
Geburtstag. Wie es die Tradition will, rückte an allen drei Daten die
Kommandantschaft mit der Schützenkanone aus und übergab allen
nach geglücktem Kanonenschuss von Seiten der jeweiligen Jubilare
eine künstlerisch gestaltete Schützenscheibe mit Porträt. Alle drei
Kameraden sind außerdem Gründungsmitglieder, d.h. schon seit

Mieders

Ehrenkranzträger
Gotthard Jenewein – 70
Am 22. August 2021 konnte im feierlichen Rahmen am Bergbau-
ernhof Zirkenhof in Mieders der Geburtstag des Ehrenkranzträgers
Gotthard Jenewein in Anwesenheit seiner Familie und Freunde
gefeiert werden. Hptm. Paul Wechner und Thomas Mörtenschlag
überbrachten in Vertretung der SK Mieders die besten Glückwün-
sche zum runden Geburtstag. Ehrenkranzträger Gotthard Jenewein
stellt bereits seit vielen Jahren seine zahlreichen Möglichkeiten der
Unterstützung der Kompanie zur Verfügung. Dankbar konnte dies
die Kompanie immer annehmen und somit zahlreiche Projekte um-
setzen. Die Schützenkompanie bedankt sich mit einem Vergelt’s Gott
recht herzlich bei Gotthard und wünscht ihm alles erdenklich Gute.
Mit sieben Salutschüssen aus der Kanone der SK Mieders konnte das
Geburtstagskind seinen 70. Geburtstag beschießen. Wir wünschen
unserem Ehrenkranzträger Gotthard noch viele gesunde Jahre und Hptm. Paul Wechner, Ehrenkranzträger Gotthard Jenewein,
freuen uns auf weiterhin offene Ohren für die Kompanie. n Bundesmark. Franziska Jenewein und Oberjäger Thomas Mörten-
schlag
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20 Wir gratulieren …
Hall i.T.

Salzburgs Erzbischof Dr. Franz Lackner – 65


Der Großoffizier der Ritter vom Heiligen Niederösterreich. Im Jahre 1984 trat er in
Grab zu Jerusalem und Vorsitzende der Ös- Reutte in den Franziskanerorden ein, nahm
terreichischen Bischofskonferenz sowie Me- den Ordensnamen Franz an und legte 1989
tropolit der Salzburger Kirchenprovinz und die Ewige Profess ab. Nach Empfang der
Erzbischof von Salzburg, Dr. Franz Lackner, Priesterweihe am 23. Juni 1991 folgten das
feierte am 14. Juli die Vollendung des 65. Theologie- und Philosophie-Studium, das
Lebensjahres. Der Träger des Ehrenzeichens Lackner an der Päpstlichen Universität
des Landes Tirol, bekannt für hervorragen- Antonianum des Franziskanerordens mit
des öffentliche und privates Wirken auch dem Doktorat abschloss. Das Thema der
um das Land Tirol, wurde vom Salzburger These, die er „summa cum laude“ verteidig-
Dom- und Metropolitankapitel am 10. No- te, lautete „Einheit und Vielheit bei Duns
vember 2013 aus einem Dreiervorschlag des Scotus“. Anschließend lehrte Lackner am
Heiligen Stuhles zum 90. Nachfolger des Antonianum Metaphysik und war Mitarbei-
Heiligen Rupertus und zum 79. Erzbischof ter der Duns-Scotus-Kommission der Fran-
von Salzburg gewählt. Er trat damit im Rah- ziskaner. Am 7. April 1999 wählte ihn das
men der feierlichen Amtseinführung am 12. Provinzkapitel der Wiener Franziskaner-
Jänner 2014 die Nachfolge von Erzbischof provinz zum Provinzial. Im gleichen Jahr
Dr. Alois Kothgasser an. Der als Anton wurde er Professor für Philosophie an der
Lackner am 14. Juli 1956 in Feldbach in päpstlichen Philosophisch-Theologischen
der Steiermark geborene Franziskanerpater Hochschule Heiligenkreuz. Papst Johannes
wuchs in einfachen Verhältnissen auf und Paul II. ernannte ihn am 23. Oktober 2002 ist er Mitglied der Glaubenskommission,
wurde zunächst Elektriker. Damals sei der zum Weihbischof der Diözese Graz-Seckau zudem für die Bereiche Charismatische
Glaube für ihn kein Thema gewesen, sagte und zum Titularbischof von Balecium. Er Erneuerung sowie Kirche und Sport zustän-
er einmal. Eine Lebenswende trug sich wäh- stellte sein bischöfliches Amt unter den dig. Er betreute die kirchlichen Initiativen
rend seiner Zeit als UNO-Soldat auf Zypern Wahlspruch: „Illum oportet crescere“ („Je- rund um die EURO 2008.
zu: Franz Lackner studierte die Bibel, führte nem gebührt zu wachsen“, Joh 3,30). Am 8. Der Salzburger ist Oberhirte für die 130.000
Gespräche mit einem Militärseelsorger Dezember 2002 erhielt er aus der Hand von Tiroler Katholiken, die in fünf Dekanaten
und fand zum Glauben zurück. „Gib Gott Bischof Egon Kapellari die Bischofsweihe. östlich des Ziller wohnen, er führt den
in deinem Leben eine Chance“, sagte ihm Bereits ein Jahr darauf wurde er Bischofsvi- Ehrentitel „Primas Germaniae“ und trägt
dieser Priester. So hatte sich Lackner für kar für die ständigen Diakone, die Jugend- als Legatus natus („geborener Legat“ des
den geistlichen Beruf entschieden und arbeit und die geistlichen Berufungen. In Papstes) den Kardinalspurpur. n
besuchte das Aufbaugymnasium in Horn in der österreichischen Bischofskonferenz

Amras Flaurling

Birgit Hundsbichler – 65 Fhr. Josef Haider – 60


Die Amraser Schützen können sich ein Kompanieleben ohne Birgit Bereits am 31. Juli konnten wir im Schützenheim der Kompanie
Hundsbichler nicht vorstellen. Immer wenn sie helfen kann oder Flaurling unserem Fähnrich Josef Haider zum 60. Geburtstag
etwas zu organisieren ist, sowohl bei Kompanieveranstaltungen als gratulieren. Bei der Feier, bei der seine Familie und Freunde sowie
auch bei der Jungschützenbetreuung, stellt sie sich zur Verfügung. die Schützenkompanie Flaurling eingeladen waren, durfte natürlich
Birgit feierte am 18. Juli 2021 die Vollendung ihres 65. Lebensjahres. auch eine Ehrensalve nicht fehlen. n
Die Amraser Schützen danken für den unermüdlichen Einsatz und
wünschen ihrer hoch geschätzten Ehrenkranzträgerin alles Gute
und viel Freude für ihr weiteres Leben. n © Herbert Edenhauser
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Wir gratulieren … 21
Mühlwald

Glückwünsche zu den runden Geburtstagen


Allen Grund zum Feiern hatten am heurigen 3. April die Schüt- Kameraden an ihren Geburtstagen besucht, um gemeinsam mit
zenkameraden der SK Mühlwald und eine der Fahnenpatinnen. ihnen anzustoßen. Im Namen der gesamten Schützenkompanie
Sie feierten alle vier einen runden Geburtstag: die Fahnenpatin wurde ihnen ein kleines Präsent mit den besten Glückwünschen
Zilli Großgasteiger vollendete ihren 60. Geburtstag, Hermann überreicht. Den Jubilaren wünschen wir noch viel Freude an ihrer
Plaikner und Wendelin Reichegger feierten ihren 70. und Ro- Tätigkeit im Verein und viele gesunde und zufriedene Jahre im
bert Eppacher seinen 80.! Die Jubilare wurden von einigen ihrer Kreise ihrer Familie! n

Fahnenpatin Zilli Großgasteiger 2. v.l. Hermann Plaikner 2. v.l.

Wendelin Reichegger 2. v.l. Robert Eppacher 2. v.l.

Hall i.T.

Goldene Hochzeit in Hall


Im Juli durfte die Speckbacher Schützenkompanie Hall zu einem
ganz besonderen Anlass ausrücken – das langjährige Mitglied Karl
Pieler und seine Erika feierten die goldene Hochzeit.
Da die beiden 1971 nur standesamtlich geheiratet haben, haben Sie
das Ehegelübde nun kirchlich nachgeholt. Die Zeremonie fand in der
Kirche St. Martin in Gnadenwald statt, wo das Brautpaar auch an-
schließend von der Kompanie überrascht wurde. Nach der Ehrensal-
ve und dem Schnapsl mit dem Hauptmann Dr. Christian Visinteiner
folgten die Gratulationen der zahlreichen Kompaniemitglieder. n Hptm. Dr. Christian Visinteiner mit dem Brautpaar Karl und
Erika Pieler und den Marketenderinnen
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22 Aus den KOMPANIEN …


Brixen
von Benno Schanung

Große Freude in Brixen. Vier Mitglieder der SK Peter Mayr


Brixen geben sich das Ja-Wort.

Mit besonderer Freude kann die Schützenkompanie auf den Juli darauffolgenden Wochenende, den 24. Juli, heiratete Oj. Daniel
zurückschauen, da gleich zwei Hochzeiten innerhalb der Kompanie Gebhard die Marketenderin Sabrina Oberhuber im St.-Magdalena-
binnen zwei Wochen stattgefunden haben. Am 17. Juli heiratete Kirchlein in Viums. Nach der heiligen Messe wurde dem Brautpaar
der Schütze Florian Gummerer die Marketenderin Stefanie Huber auf dem Rundhügel in Viums eine Ehrensalve angeboten und
in der Mariahilf-Kirche in Zinggen (Brixen). Im Anschluss an die abgefeuert. Bei strahlendem Sonnenschein fand der Aperitif statt.
feierliche Trauung feuerte die Kompanie zu Ehren des Brautpaares Zum Mahl traf sich die Hochzeitsgesellschaft beim Maratscherhof
eine Salve ab. Im Innenhof des bischöflichen Instituts Vinzentinum in Elvas. Dem Brautpaar wurde eine Schützenscheibe überreicht.
in Brixen fand der Aperitif mit musikalischer Umrahmung der Die Schützenkompanie wünscht den vier frisch Vermählten alles
Brixner Böhmischen statt. Das anschließende Hochzeitsmahl wurde Glück der Welt für ihren gemeinsamen Lebensweg. n
im prunkvollen Parzivalsaal des Vinzentinums eingenommen. Am

Brixen
von Thomas Delmonego

Brixner Schützen restaurieren Bildstöcke


Auf dem bekannten Europa-Besinnungsweg
oberhalb von Brixen wurden kürzlich an
zwei Bildstöcken von Mitgliedern der SK
Peter Mayr Brixen Renovierungsarbeiten
durchgeführt. Der Besinnungsweg, der
1993 von der Pfarrei St. Michael/Brixen
errichtet und vom damaligen Bischof
Wilhelm Egger eingeweiht wurde, führt zur
Kirche St. Cyrill. Er umfasst acht Bildstöcke,
die auf 23 europäische Heilige aus 18 Län-
dern hinweisen. Im vergangenen Dezember
wurden die Bildstöcke eins und vier infolge
starker Schneefälle durch umstürzende
Bäume beschädigt. Von den Brixner Schüt-
zen wurden deshalb zwei neue Holzdächer
angebracht. n

Nach getaner Arbeit: v.l. Daniel Gebhard,


Hptm. Thomas Mitterrutzner, Oliver Cipriani
mit Sohn Rene und Thomas Delmonego
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Aus den KOMPANIEN … 23


Gnadenwald
von Wolfgang Kätzler

Ausrückung am Herz-Jesu-Sonntag
mit Einweihung der Koglerkapelle
Die Speckbacher SK Gnadenwald konnte am Herz-Jesu-Sonntag zum ersten Mal im heurigen Jahr in voller Kompaniestärke
ausrücken. Unter dem Kommando von Hptm. Josef Mayrhofer marschierten fünf Marketenderinnen, alle vier Jungmarketen-
derinnen und alle sieben Jungschützen sowie insgesamt 21 Schützen zum Gottesdienst. Die heilige Messe wurde von Vikar
Hermann Gutwenger im Freien am Buchenplatz beim Vereinshaus abgehalten. Im Anschluss an die Messe und die Erneue-
rung des Herz-Jesu-Gelöbnis folgte die Einweihung der restaurierten Koglerkapelle.

Vor über einem Jahr befand sich die Kapelle, die direkt neben
der Landesstraße liegt, noch in einem äußerst desolaten Zustand.
Die winterliche Schneeräumung und Salzstreuung hatten der
Grundsubstanz der Kapelle schwer zugesetzt, und es stand sogar
ein Neubau zur Debatte. Nach zahlreichen Gesprächen zwischen
der Eigentümerin, der Gemeinde und dem Denkmalamt wurden
der Erhalt und die Translozierung sowie die Restaurierung der
Kapelle beschlossen. Dazu wurde das gesamte Gebäude von der
Firma Fröschl unterfangen und in spektakulärer Art und Weise mit
Hilfe eines Kranwagens an den neuen Standort etwa zehn Meter
entfernt zur Landesstraße gehoben. Seitdem trägt die Kapelle auch
den Beinamen „fliegende Kapelle“. Im Laufe des letzten und des
heurigen Jahres wurde die Kapelle anschließend von Fachleuten
und mit unzähligen Arbeitsstunden von freiwilligen Helfern der
Schützenkompanie sowie des Gartenbauvereins und von Gönnern
aus der Gemeinde vollständig restauriert. Unter anderem wurde Historie zur Kapelle: Die Koglerkapelle wurde 1646 vor fast 400
das Dach von der Firma Stöckholzer mit Lärchenschindeln neu Jahren erbaut, in einer Zeit, als die Pest in Europa wütete und viele
eingedeckt. Die Restaurierung der Gemälde wurde von der Firma Menschenleben forderte. Sie war ein Zufluchtsort und ein Mahn-
Franz Niederhauser detailreich und originalgetreu umgesetzt. Die mal. Die freigelegte Malerei stammt aus dieser Zeit und stellt das
Schützenkompanie und einige Jungschützen leisteten zahlreiche Fegefeuer mit drei armen Seelen dar. Die letzte Fassung der Bilder
Vorarbeiten und halfen an vielen Stellen mit. Vervollständigt wurde ist von 1823 und rund 200 Jahre alt. Die Kapelle bekam mehre-
die Restaurierung mit den Arbeiten am Außenbereich rund um die re Namen: Pestkapelle, Wasserkapelle oder Koglerkapelle in St.
Kapelle, die von der Firma Erdbau Rofner, dem Gartenbauverein Michael im Luech und ist eigentlich eine Christuskapelle. Man sieht
und der Schützenkompanie erledigt wurden. Jetzt blüht dort eine im Bild Jesus, den Dornengekrönten. Das sagt auch der Spruch,
wunderschöne Blumenwiese. Bei strahlend schönem Wetter und der darunter aufgedeckt worden ist. Unten sieht man die armen
angenehmen Temperaturen konnte nun endlich das neue Schmuck- Seelen, die durch seine Liebe erlöst werden. Im Giebel der Kapelle
stück der Gemeinde feierlich an ihrem neuen Standort gesegnet befindet sich das Christusmonogramm IHS, das für das lateinische
werden. Die Speckbacher SK Gnadenwald rundete die Einweihung „Iesus Hominum Salvator“ (Jesus, der Retter der Menschen) steht.
mit drei präzis geschossenen Salven perfekt ab. Ein großer Dank Das Monogramm wird zudem von mehreren Symbolen umgeben:
geht an die Eigentümerin Sylvia Kössler, die nicht nur finanziell für einem grünen Blattkranz als Zeichen für das Leben, einem Strah-
den Großteil der Kosten aufkam, sondern sich immer tatkräftig für lenkranz als Zeichen für den offenen Himmel, einem Kreuz, einem
den Erhalt der Kapelle eingesetzt hat. Ein herzliches Dankeschön Herz und drei Kreuznägeln, die bildlich für die erlösende Liebe
gilt auch den beteiligten Firmen und deren Mitarbeitern sowie der stehen. Die Kapelle gehört zum Koglerhof, und die Initiative zur
Bürgermeisterin Heidi Profeta. Rettung kam von der Eigentümerin Sylvia Kössler. n

Kolsassberg
von Mario Gostner

Schützenwahl 2021 bei der Rettenberger SK Kolsassberg


Nach einer gefühlt endlosen Zeit der Ein- Winkler nahm dies auch zum Anlass, um
schränkungen im privaten und beruflichen sich bei den Mitgliedern für die jahrelange
Umfeld konnte die Rettenberger Schüt- gute Kameradschaft zu bedanken. Ihm folgt
zenkompanie Kolsassberg nun doch ihre Josef Geisler als neuer Hauptmann. n
Neuwahlen durchführen. Einige Positionen
im Ausschuss wurden neu vergeben. Hierzu
möchte sich die Kompanie bei allen schei- V.l. Bgm. Alfred Oberdanner, Rebecca Hußl,
denden Funktionären für die geleistete Ar- Hptm. Alfred Winkler, Michael Geisler
beit recht herzlich bedanken. Hptm. Alfred und Josef Geisler
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24 Aus den KOMPANIEN …


Lana
von Andreas Pixner

Angelika und Hannes haben den Bund fürs Leben geschlossen

Das Brautpaar mit den Abordnungen Foto BG Online

Am Samstag, den 28. August, gaben sich einem Absperren. Der Bräutigam sollte F.H. Lana und SK G.V. Burgstall dem Braut-
Bezirksmarketenderin Angelika Haller dort den Bezirksblock aufstellen, doch ihm paar eine Schießscheibe, die Bezirksleitung
und Bezirksmajor-Stellvertreter Hannes gehorchte niemand. Somit musste die Braut eine gelaserte Zirmschüssel mit „a bissl a
Malleier auf Schloss Braunsberg das Ja- das Kommando übernehmen und sofort Marende“ und ein handgefertigtes rupfenes
Wort. Zum anschließenden Spalier fanden lief alles wie am Schnürchen. Am Festplatz Brautpaar und der Marketenderinnenbeirat
sich die Kompanien F.H. Lana und G.V. angekommen, musste der frisch vermählte zwei personalisierte Weingläser. Auf diesem
Burgstall sowie Vertretungen des Marke- Bräutigam Schnaps verkaufen. Nach der Weg wird Angelika und Hannes nochmals
tenderinnenbeirats und der Bezirksleitung Verköstigung des guten Tropfens konnten gratuliert und ihnen alles Gute für ihren
ein, um dem Brautpaar zu gratulieren. sich Braut, Bräutigam und deren Zeugen gemeinsamen Weg gewünscht. n
Später überraschten die Obengenannten mit dem Gewehr unter Beweis stellen. Als
das Brautpaar in Völlan nochmals mit Hochzeitsgeschenk überreichten die SK

Stefan und Verena sagen „Ja“ zueinander


Am Samstag, den 25. September gaben
sich in der St. Peter Kirche in Mitterlana
Schützenkamerad Stefan Taber und Verena
Tammerle das Ja Wort.
Nach der Vermählung standen die Mar-
ketenderinnen und Schützenkameraden
beim Auszug des Brautpaars vor der Kirche
Spalier und gratulierten recht herzlich
zur Hochzeit. Der Musikverein Lana, wo
Stefan und Verena zusammen musizieren,
gratulierten dazu musikalisch mit flotter
Marschmusik. Anschließend wurde die
Hochzeitsgesellschaft vor dem Schützen-
heim abgesperrt. Da Verena und Stefan nun
gemeinsam durch das Leben gehen werden, Übergabe der Schießscheibe an das Brautpaar Foto SK Lana/M.T.
wurde gleich die Nagelprobe gemacht, ob
aus zwei wirklich eins geworden ist. Stefan Sie hatte keinen Blick auf ihre Hände, und Flatz dem Brautpaar eine ihnen gewidmete
wurde in eine alte Schützentracht gesteckt, somit war blindes Vertrauen notwendig. Schießscheibe. Auf diesem Weg wünscht die
wobei seine Hände zu seinen Füßen wurden, Zusammen schafften sie es bravourös, wobei SK „Franz Höfler“ Lana dem Brautpaar alles
und die Hände der Braut wurden zu seinen der Spaß für die Anwesenden ebenso groß Gute auf dem gemeinsamen Weg, Gesund-
Händen. Jetzt musste Verena Ihren Stefan war. Im Namen der Kompanie überreichte heit und ein glückliches Miteinander. n
mit allerlei Essen und Trinken verwöhnen. Hptm. Andreas Pixner und Olt. Martin
N° 5 | Oktober 2021

Aus den KOMPANIEN … 25


Lana
von Andreas Pixner

Hochzeitsglocken klingen auf Schloss Braunsberg –


Lananer Schützenhauptmann sagt „JA“
Der Himmel strahlte am Samstag, den
21. August über Lana. Fast so, als wüsste er,
was für ein besonderer Tag es war. Denn
Hochzeitsglocken klingen so schön, wenn
zwei Menschen sich gut verstehen. In der
Blasius-Kapelle auf Schloss Braunsberg
gaben sich Hptm. Andreas Pixner und
seine Roswitha das „Ja“-Wort. Nach der hl.
Messe musste das frisch getraute Paar ein
langes Spalier der Marketenderinnen und
Schützenkameraden durchschreiten. Fami-
lie, Freunde, Schützen und Musikanten des
Musikvereins Lana ließen das junge Paar
nach einem flotten Marsch im Innenhof
des Schlosses hochleben. Der Hauptmann
musste unter Beweis stellen, wie gut er
ein Fass anschlagen konnte. Er meisterte
es mit Bravour. Im Namen der Kompanie Übergabe der Schießscheibe an das Brautpaar Foto SK Lana/M.T.
Franz Höfler überreichten Olt. Martin
Flatz und EHptm. Eduard Graber eine
handbemalte Schießscheibe und wünschte
dem Brautpaar und ihren Töchtern Sophie
und Miriam alles Gute für ihren weiteren,
gemeinsamen Lebensweg. n

Radfeld
von Robert Hintner

Radfelder Schützen im Dienst für das Auerwild


Reinhold Winkler, Fähnrich der Schützen und Waldaufseher der Gemeinde Radfeld, trat mit der Bitte an seine Kameraden
heran, bei der Revierpflege für das Auerwild mitzuhelfen.

Im Radfelder Hochwald sollte nach einer


Durchforstung das Gelände so aufbereitet
werden, dass eine gesicherte Aufzucht der
Küken für die Auerhenne möglich ist.
So traf sich am 17. Juli 2021 in der Früh
eine motivierte Schützengruppe bei leich-
tem Sommerregen. Der Arbeitsauftrag für
diesen Samstag war, den Wald aufzuräu-
men sowie Taxen zusammenzutragen und
auf Haufen zu werfen. Reinhold Winkler
führte die Waldhelfertruppe an und erklärte
nebenbei den Nutzen dieser Arbeit.
Auch wenn am Abend mancher Rücken
schmerzte, die Knie eine Salbe benötigten
und die Hände vom Harz klebten, mach-
te das Ergebnis die Schützen stolz und
zufrieden, da sie so einen Beitrag in Sachen
Lebensraumverbesserung für das Auerwild Bilder von Ortschronist Ing. Horst Duftner  www.schuetzen-radfeld.at
beisteuern konnten. Für die Jause und das
Mittagessen gilt ein Dank der Agrargemein-
schaft Radfeld. n
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26 Aus den KOMPANIEN …


St. Leonhard / St. Andrä
von Hubert Fischer

Schützenkompanie St. Andrä:


Neues Wetterkreuz am
Ackerboden
Das in den 1920er Jahren errichtete Wetterkreuz am Ackerboden
auf der Alm bei St. Leonhard war im schlechten Zustand und wurde
von der SK St. Andrä in vielen freiwilligen Arbeitsstunden neu
errichtet. Dazu wurde noch eine Sitzbank aufgestellt, die die vielen
Wanderer zur Rast einlädt. Das Holz dafür spendierte die Familie
Reiserer aus Brixen, auf deren Grundstück sich das Kreuz befindet.
Am 28. August 2021 erfolgte bei einer Andacht mit Pater Albert
Piok die Segnung des neu errichteten Kreuzes. Umrahmt wurde
die Feier von den Sängerinnen des Kirchenchors St. Leonhard.
Hptm. Georg Prosch sprach noch einige Dankesworte und lud die
zahlreich anwesende Bevölkerung zu einem Umtrunk inmitten der
Ackerbodenwiesen ein. n

Fahnenabordnung mit Pater Albert Piok


(Foto: SK St. Andrä)

Virgen
von Theresia Stadler

Herzblut mit Tradition weitergeben


Es war wohl wieder ein neuer „Spirit“, end-
lich wieder in die Tracht zu schlüpfen, sich
wieder zu präsentieren, ein Lebenszeichen
zu geben und endlich wieder Gemeinschaft
zu spüren.
Die erste feierliche Prozession fand mit
einer etwas größeren Abordnung der SK
Virgen statt. Deshalb wurde dieser Moment
auch bildlich in der Pfarrkirche St. Virgil
festgehalten. n
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Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 27


Mieders
von Franziska Jenewein

Jungschützensteig am Miederer Berg


Bereits vor vielen Jahren haben Jungschützen und Jungmarke-
tenderinnen unter der Führung von Ehrenhauptmann Johann
Schmoller am gesamten Berg Steige erstellt und erhalten. Sie tragen
den Namen Jungschützensteige. Jedes Jahr werden diese von den
Jungschützen und den Jungmarketenderinnen in der SK Mieders
Stück für Stück gesäubert und wieder hergerichtet, damit sie für alle
Wanderer begehbar sind. Auch im heurigen Jahr konnten Jungs-
chützenbetreuerin Franziska Jenewein und Thomas Mörtenschlag
die Jungschützen und Jungmarketenderinnen zusammentrommeln,
um den Jungschützensteig bis zur Ochsenhütte Mieders von Ästen
und Holzabfällen aus Holzschlägerungsarbeiten zu befreien und
wieder begehbar zu machen. Im Anschluss wurden Würstchen
gegrillt und dann ging die Fahrt mit dem Schlepper von Thomas
wieder zurück zum Schützenlokal. n

Sexten
von Kuno Huber

Jungschützenzeltlager des SSB mit Jugendolympiade


Abenteuer, Erster Weltkrieg, Geschichte, Heimat, Jugend, Jugendolympiade, Jungschützen, Natur, Sexten, Umwelt, Weiterbil-
dung, Zeltlager. Unter dem Motto „Auf den Spuren der Tiroler Standschützen“ kamen rund 100 Jungschützen und Jungmar-
ketenderinnen sowie deren Betreuer nach Sexten, um vom 22. bis 25. Juli 2021 vier abwechslungsreiche Tage zu erleben.

Am Donnerstag, beim Eintreffen auf dem


Kreuzbergpass, wurden alle Teilnehmer
einem Covid-Schnelltest unterzogen. An-
schließend, nach einer kurzen Wanderung,
wurden die Zelte und Schlafunterkünfte
aufgebaut. Nachdem sich alle häuslich
eingerichtet hatten, begrüßte Bundesju-
gendreferent Kuno Huber die Teilnehmer,
und die Lagerfahne wurde gehisst. Dazu
wurden drei Böllerschüsse aus der Kanone
abgefeuert. Abends machten sich Groß
und Klein zu einer Fackelwanderung auf,
was den meisten sicherlich noch lange
in Erinnerung bleiben wird. Am Freitag
wurden die Kinder der verschiedenen
Kompanien in zwei Gruppen aufgeteilt. dazwischen durfte man Heimatliedern lau- dem Zeltlagerplatz einen Wortgottesdienst.
Erstere machte sich auf zu einer Wande- schen. Am Samstag war es endlich soweit: Anschließend wurde die Siegerehrung der
rung zum umkämpften Gebiet Seikofel mit Die Jugendolympiade wurde abgehalten. Jugendolympiade durchgeführt und die
dem Archäologen Rupert Gietl. Bestaunen Die Kinder, welche bereits zu Beginn des Lagerfahne eingeholt. Die Bundesjugend-
durfte man dabei Schützengräben aus dem Zeltlagers in Gruppen eingeteilt worden leitung bedankt sich bei der SK Sexten für
1. Weltkrieg sowie einen Bunker aus jener waren, mussten ihre Geschicklichkeit und die hervorragende Zusammenarbeit – die
Zeit. Die zweite Gruppe ging ebenfalls auf auch ihr Köpfchen bei 15 unterschiedli- Organisation und die Verköstigung waren
Wanderung mit zwei Referenten des „Na- chen Stationen beweisen. Alle gaben ihr perfekt – und bei den Jungschützen und de-
turparkhauses Drei Zinnen“. Dabei erfuhr Bestes und hatten viel Spaß. Am Abend ren Betreuern für die Teilnahme. Ebenfalls
man allerhand Wissenswertes über Wald besuchte Dominik Innerkofler, Weltmeister bedankt sie sich bei folgenden Sponsoren
und Almen, Tiere und Bäume. Nachmittags auf der Steirischen Harmonika, das Lager und Gönnern: Sennerei Sexten, Sportpoint
wurden die Gruppen dann getauscht. Am und spielte am Lagerfeuer auf. Am Sonn- Sexten, Franz Trojer, Grüne Laterne, Hotel
Abend erzählte Volksschullehrerin Regina tag feierte Landeskurat Pater Christoph Mondschein, Bauernjugend Sexten und SK
Stauder Sagen aus der Umgebung, und Waldner OT mit allen Teilnehmern auf Onach. n
N° 5 | Oktober 2021

28 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN


Mitterolang
von Andreas Hinter

Sommerausflug der Pusterer Jungschützen


Am 28. August 2021 ging es nach Mitterolang zum Bogenschießen
in den „kron arc adventure Park“. Jungschützen und Jungmarke-
tenderinnen sowie die jeweiligen Betreuer nahmen daran teil. Nach
kurzer Einführung zum Umgang mit Pfeil und Bogen ging es los.
In verschiedene Gruppen aufgeteilt, machte man sich auf den Weg.
Geschossen wurde auf Kunststoffnachbildungen von verschiede-
nen Wildtieren. Es brauchte viel Geschick und Konzentration, um
einen exakten Treffer zu landen. Die Zeit verging wie im Flug, und
die Wanderung durch den Parcours machte hungrig. Gegen Mittag
ging es auf die „Stocker Wiesen“ in Oberolang zum Grillen. Den
Jungschützen und Marketenderinnen sowie den Betreuern hat der
Tag großen Spaß gemacht. Ein Dank der SK „Peter Sigmayr“ Olang
für die gute Verköstigung sowie den Schützen vom Bezirk Pustertal
für die finanzielle Unterstützung. n

St. Martin i.P.


von Angelika Haller

Marketenderinnen wollen wieder durchstarten


Ende Juli traf sich der neue Marketende-
rinnenbeirat des Bezirks Burggrafenamt-
Passeier erstmals zu einer gemeinsamen Sit-
zung. Üblicherweise findet alle drei Jahre,
meist im Februar, die Vollversammlung der
Marketenderinnen des Bezirks mit Wahlen
der Bezirksmarketenderin, ihrer Stellvertre-
terin und der Beirätinnen statt. Aufgrund
der strengen Maßnahmen um Covid-19
war ein gemeinsames Zusammenkommen
leider nicht möglich. Die Marketenderin-
nen zeigten jedoch Flexibilität und führten
die Wahlen im März über eine anonyme
Onlineabstimmung durch. Angelika Haller
(SK Burgstall) wurde in ihrem Amt als
Bezirksmarketenderin für weitere drei Jahre Der Marketenderinnenbeirat bei seiner ersten gemeinsamen Sitzung: v. l. Magdalena
bestätigt. Ebenso ihre Stellvertreterin Mela- Gaidaldi Prantl, Angelika Haller, Angelika Auer, Melanie Schwienbacher und Karin Bacher
nie Schwienbacher (SK Untermais), und die
Beirätinnen Magdalena Gaidaldi Prantl (SK gelika Auer (SK St. Martin), Noemi Zullo tenderinnen verknüpften den Termin mit
Tscherms) sowie Evi Aufderklamm Niedrist (SK St. Leonhard) und Karin Bacher (SK einem gemütlichen Pizzaessen. Gemeinsam
(SK St. Walburg) bleiben weiterhin im Amt. Dorf Tirol). Im Juli folgte endlich die erste wurden Ideen für ein mögliches Tätigkeits-
Neu gewählt wurden die Beirätinnen An- Sitzung des Beirates in Präsenz. Die Marke- programm ausgearbeitet. n

Virgen
von Theresia Stadler

Gemeinsamer Brunch der


Virger Marketenderinnen
„Freunde sind Menschen, die dir nicht den Weg zeigen,
sondern ihn mit dir gehen.“

Aufbruch zu einem gemeinsamen Tag, einer Wanderung mit vielen


guten Gedanken und Gesprächen. Bei der Einkehr auf der „Würfe-
lehütte“ zu einem gemütlichen, hervorragenden Brunch kamen na-
türlich Witz und Humor nicht zu kurz. Es war ein reger Austausch
mit einem Rückblick und einem Blick in die Zukunft. n
N° 5 | Oktober 2021

Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN 29


Telfs
von Markus Waldhart

Hochzeit in der SK Telfs mit Verabschiedung


Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickte die SK Telfs der Hochzeit ihrer langjährigen Marketenderin Maria
Schatz entgegen. Zum ist es erfreulich, dass sie ihr gefundenes Glück besiegelt, zum anderen ist damit auch der Abschied aus
dem aktiven Marketenderinnenwesen verbunden.

Am 14. August war es schließlich soweit,


Maria Schatz und Matthias Waldhart gaben
sich exakt ein Jahr nach ihrer standesamtli-
chen Vermählung erneut das Ja-Wort.
Bereits um 6 Uhr früh erklangen die
Kanonen der SK Telfs, um die Festlichkeit
anzukündigen und die Braut aus dem Bett
zu rütteln. Die kirchliche Zeremonie fand
um 14.30 Uhr im Franziskanerkloster Telfs
statt. Zum Abschluss des offiziellen Teils
gab es für das Brautpaar noch eine Ehren-
salve. Nach der Agape im Klostergarten
durfte die Kompanie, bei kühlen Getränken
und leckeren Grillhendln, den Tag ausklin-
gen lassen.
Maria trat bereits 2006 der SK Telfs bei und
fiel vor allem durch ihr Engagement sowie
ihr sympathisches Auftreten auf. Neben
ihrem vorbildlichen Dienst als Marketen-
derin war sie von 2015 bis 2021 zusätzlich mussten, bewies Maria mit dem Erwerb der der Marktgemeinde Telfs verliehen.
als Marketenderinnenvertreterin und goldenen Schützenschnur. Ganz nach dem Im Namen der SK Telfs ein herzliches
Jungschützenbetreuerin-Stv. im Vorstand Motto „Ehre wem Ehre gebührt“, wurden Vergelt’s Gott sowie alles erdenklich Gute
tätig. Dass sich die Telfer Marketenderin- ihr außerdem 2016 die Katharina-Lanz- für die Zukunft! n
nen auch im Schießwesen nicht verstecken Medaille und 2020 die Verdienstmedaille

Virgen
von Theresia Stadler

Brauchtum hat
Zukunft
„Jedes Kräuterl hat an Sinn,
ist überall a Heilkraft drin.
Fürs Herz und a fürn Magen,
brauchst grad Vergelt’s Gott sagen.“
Schon zu einem fixen Jahresprogramm-
punkt für die Jungschützen der SK Virgen
gehören die Weihe und das Anbieten der
selbstgebundenen Kräuterbuschen am 15.
August – Maria Himmelfahrt.
Es ist nun einmal mit sehr viel Magie und
symbolischer Bedeutung verbunden, die ge-
sammelten Kräuter und Blumen zu einem
dicken Buschen zu binden. Diese werden
dann noch in der Wallfahrtskirche „Maria
Schnee“ bei einem feierlichen Gottesdienst
geweiht und zu Hause bis zu ihrem Einsatz
mit nach unten hängenden Blüten zum
Trocknen aufgehängt. Die gesammelten
Kräuter sollen ja gegen alle möglichen Ver-
zauberungen und Krankheiten helfen, sei es
beim Räuchern oder als Futterbeigabe. n
N° 5 | Oktober 2021

30 Unsere JUNGSCHÜTZEN & MARKETENDERINNEN


Bozen von Miriam Schwarzer

Sieger des Malwettbewerbes stehen fest!


Im Rahmen der Freiheitswochen im und zeitlicher
heurigen Juni organisierte die Bundesju- Aufwand, be-
gendleitung des Südtiroler Schützenbundes wertet und dann
einen Mal- und Ideenwettbewerb. Zum prämiert.
Thema „Was bedeutet für mich Freiheit?“ Alle Teilnehmer
sollten sich Kinder und Jugendliche kreativ am Wettbewerb
austoben und ihre Gedanken in einem ge- bekamen einen
malten Bild, in einem geschriebenen Brief tollen Preis zuge-
oder in Form einer kreativen Bastelarbeit sandt. n
ausarbeiten. Es kamen viele Einsendun-
gen im Bundesbüro an und die Juroren
waren überrascht von der Vielfalt und dem
Einfallsreichtum der Buben und Mädchen.
Auch in Osttirol beteiligte man sich begeis-
Theresa (3 Jahre) von der SK
tert an der Aktion. Die Teilnehmer wurden Tramin und Johanna (10 Jah-
in zwei Alterskategorien unterteilt: 0–9 Jah- re) von der SK Lana konnten
re und 10–16 Jahre. Die Bilder wurden nach sich den ersten Platz in ihrer
verschiedenen Kriterien, wie Originalität Altersgruppe ergattern.

Südtirol von Miriam Schwarzer

Kinder laufen für Kinder


Am 18. September war es endlich soweit. Jungschützen und Jungmarketenderinnen aus ganz Südtirol liefen das Land ab,
um Kilometer für den guten Zweck zu sammeln. Pro gelaufenen Kilometer wurden Spendengelder gesammelt,
welche dem Förderverein für Kinderpalliativ in Südtirol „MOMO“ zugute kamen.

Ca. 300 begeisterte Jungen und Mädchen des Südtiroler Schützen- tätsbetrieb und anderen öffentlichen und privaten Einrichtungen
bundes nahmen an der Veranstaltung teil und leisteten dadurch schaffen wir es, die Palliativversorgung von Neugeborenen, Kindern
ihren Beitrag für die Aktion „Lebenslauf “. Diese Aktion fand in und Jugendlichen zu fördern. Außerdem wird der Aufbau eines
diesem Jahr zum ersten Mal statt und wurde ein voller Erfolg. Kinderhospizes und Palliativzentrums zur Entlastung der Familien
Am 19. September wurde auf dem Festplatz von Terlan der Spen- unterstützt“, verrät Vorstandsmitglied Gerlinde von Fioreschy vom
denscheck feierlich an die Vertreter des Vereines MOMO überge- Förderverein MOMO.
ben. Dank aller Beteiligten und vieler großzügiger Sponsoren kam Aus diesem Grund wollte die Bundesjugend der Schützen den
die beträchtliche Summe von über 39.250 Euro zusammen. Bürger- Spendenbeitrag ausgerechnet diesem Verein zukommen lassen. „Es
meister Hansjörg Zelger und Landeskommandant Major Renato des erfüllt uns mit großer Freude, dass es unsere motivierte Jugend ge-
Dorides eröffneten mit ihren Grußworten die Veranstaltung. schafft hat, auf diesem Wege Gutes zu tun. Und wer weiß, vielleicht
„Diese Organisation hat es sich zum Ziel gemacht, Kindern, welche zaubert es dem einen oder anderen Kind durch diese Spende wieder
an lebensbedrohlichen, unheilbaren und lebenseinschränkenden ein Lächeln ins Gesicht“, so Mjr. Kuno Huber, Jungschützenbetreuer
Krankheiten leiden, und deren Familien eine verlässliche Stütze zu des Südtiroler Schützenbundes. n
sein. Durch die starke Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sani-
N° 5 | Oktober 2021

Wir gedenken … 31
EFhr. Josef Maier mit dabei. Aufgrund seiner und haben gerne seinen Er- Hannes Fraisl das Amt des
(Moar Sepp) Verdienste um das Tiroler zählungen zugehört. Am 13. Obmanns (im Gegensatz zu
Schützenwesen wurde ihm im August hat sich die SK Gais mit heute, waren die Funktionen
† 14. JULI 2021 – MARGREID Jahre 2006 die Bronzene Ver- einem letzten Fahnengruß und Hauptmann und Obmann
Die SK „Franz von Fenner“ dienstmedaille des SSB verlie- einer Ehrensalve vom Piäto noch getrennt) und versuch-
Margreid trauert um ihren Ka- hen. Bis vor wenigen Monaten verabschiedet. te, die Kompanie in ruhige
meraden Ehrenfähnrich Josef marschierte bzw. fuhr Toni mit Bahnen zu lenken, was letztlich
Maier, der im 83. Lebensjahr seinem Gefährt noch in den auch gelang. 2005 wurde er
zu Gott heimgegangen ist. Als Reihen der Schützen mit. Mit Ehren-Leutnant auf Grund seiner Verdienste
Gründungsmitglied war Sepp dem 97-jährigen Anton Gam- Hannes Fraisl zum Leutnant gewählt. Doch
fast 40 Jahre Mitglied in der per wurde kürzlich einer der schon bald kündigte sich seine
Kompanie. Er war erfüllt vom ältesten Schützen Süd-Tirols † 12. JULI 2021 – AMRAS Erkrankung an. Er bekam zu-
Schützenwesen und nahm und der letzte Vahrner Kriegs- Am 12. Juli 2021 ist Hannes nehmende Schwierigkeiten mit
seinen Fahneneid sehr ernst. teilnehmer zu Grabe getragen. Fraisl nach langem Leiden im dem Gehen und auch mit dem
Als stolzer Tiroler hat er mit Ein Vahrner Original − ein Teil 88. Lebensjahr friedlich ver- längeren Stehen. Im Jahr 2007
Begeisterung über 15 Jahre Vahrner Dorfgeschichte. storben. Er ist am 19. Juni 1934 konnte Hannes das letzte Mal
die Kompaniefahne der SK in Vitis (Niederösterreich) als mit der Kompanie in Volltracht
Margreid getragen, weshalb er Sohn eines Eisenbahners und ausrücken. Um sein Lebens-
zum Ehrenfähnrich ernannt Kleinlandwirtes auf die Welt werk zu würdigen, wurde er
wurde. Er war ein vorbild- gekommen. Nach der Volks- zum Ehrenleutnant ernannt.
licher Kamerad, ein treuer schule durfte er als Einziger Das letzte Mal war er, trotz
Tiroler und war immer da, seiner Geschwister eine höhere seiner schweren Beeinträchti-
wenn man ihn brauchte. Am Schule, das Gymnasium in gungen, beim Schützenjahrtag
Friedhof verabschiedeten sich Horn, besuchen, welches er mit 2018 bei der Kompanie, um die
die Kameraden und erwiesen Auszeichnung abschloss. Er Andreas-Hofer-Medaille mit
ihm die letzte Ehre. Nach einer versuchte weiter zu studieren, dem 50-Jahreskranz entgegen
Ehrensalve und dem Lied vom was aber am Geldmangel schei- zu nehmen. Sein Gesundheits-
„Guten Kameraden“ senkten terte. So kam er zur Zollver- zustand wurde immer schlech-
sich die Fahnen zum letzten waltung und in dieser Funkti- ter, bis er am Schluss nicht
Gruß. […] Ich hatt’ einen Ka- on nach Tirol, wo er seine Erni einmal mehr seine Wohnung
meraden, einen besseren findst kennen lernte und mit ihr eine verlassen konnte. Das, was an
du nicht … Peter Oberschmid Familie gründete. Aus der Ehe ihm sterblich war, wurde am
† 10. AUGUST 2021 – GAIS sind die Kinder Georg und Do- Samstag, den 24. Juli 2021, am
Die SK Gais trauert um seinen ris hervorgegangen. Aus dem Pradler Friedhof, im Beisein
EFhr. Peter Oberschmid Niederösterreicher wurde ein seiner Schützenkompanie,
(Perntoul Piäto), welcher kurz begeisterter Tiroler und Amras würdig verabschiedet und der
nach seinem 90. Geburtstag seine nähere Heimat. Beruflich Erde übergeben. Seine Seele
verstorben ist. Peter Ober- erreichte er alles, was man bleibt jedoch bei uns, beson-
schmid ist Gründungsmitglied als Maturant erreichen kann. ders, wenn wir an ihn den-
der SK Gais. Im Jahr 1982 hat Ganz besondere Verdienste er- ken, über ihn sprechen oder
er tatkräftig bei der Gründung warb sich Hannes Fraisl gegen für ihn beten. Die Amraser
der Schützenkompanie mitge- Schluss seiner Karriere mit der Schützen werden den Freund
holfen. Viele Jahre ist er in der Anpassung der Zollverwaltung und Kameraden Hannes Fraisl
Kompanie ein verlässlicher und an die Europäische Union. Als nicht vergessen und ihm ein
schneidiger Fähnrich gewesen. Amtsdirektor und Regierungs- ehrendes Gedächtnis bewah-
Die Kameraden der SK Gais rat ging er in die Pension. Im ren. Schützen Heil!
haben stets seine lebensfrohe Jahr 1968 trat er, übrigens am
Anton Gamper und zufriedene Art geschätzt selben Tag wie EOlt. Werner
† 21. JULI 2021 – VAHRN Erhart, der Schützenkompanie
Die SK Vahrn trauert um ihren Amras bei. Er war ein über-
Kameraden Toni Gamper. Toni zeugter Schütze und ließ nichts
trat im Jahre 1957 der Kompa- über seine Kompanie kommen.
nie bei und war beeindrucken- Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und
de 64 Jahre lang ein fleißiges, Treue zeichnete Hannes aus
pflichtbewusstes und stets und auf sein gegebenes Wort
hilfsbereites Mitglied. Als einer konnte man sich verlassen.
der wenigen Schützen aus ganz Gerne brachte er sich durch
Süd-Tirol war Toni Gamper bei die Übernahme von Aufgaben
allen drei großen Tiroler Lan- und Funktionen ein. In einer
desfestumzügen der Jahre 1959, schwierigen Zeit, vor rund
1984 und 2009 in Innsbruck zwanzig Jahren, übernahm
N° 5 | Oktober 2021

32 Für langjährige Treue WURDEN GEEHRT ...

5 Jahre
Johanna Kemenater und Ines Felderer (Sarntal)
Termine 2021
10 Jahre 21. Oktober

30 Jahre Dreier-Landtag mit dem
Bundespräsidenten, Alpbach
Reinhard Achenrainer (Fließ); Miriam Oberhofer und
Christa Weißsteiner (Rodeneck); Marlies Valentin (St.Vigil) 24. Oktober Offiziersausbildung 2021, Bildungshaus St. Michael
sowie Renate Jaiter (Sarntal) 25. Oktober Großer Zapfenstreich anlässlich
des Nationalfeiertages
15 Jahre 26. Oktober
02. November
Österreichischer Nationalfeiertag
Tiroler Landesgedenkfeier, Innsbruck, Bergisel
Johann Handle (Fließ); Stefan Oberdanner, Alfred Kammer-
lander und Andreas Wechselberger (Kolsassberg); Alex Pircher, 11. November Tirol in Trauer
Markus Gross, Armin Unterkalmsteiner, Florian Oberhöller 13. November Bundesausschuss-Sitzung des BTSK
und Martin Mair (Sarntal); Georg Obwegs (Taisten) sowie 17.–28. Nov. Ausstellung „Franz Höfler –
Peter Frank (Tramin) Ein viel zu kurzes Leben“, Lana
18. November Landeshauptleute-Konferenz, Pertisau
20 Jahre 21. November
26. November
Franz-Höfler-Gedenkfeier, Lana
Diskussionsrunde „Zukunft Südtirol“, Lana
Gebhard Schmid (Fließ) und Christine Nußbaumer (Sarntal)
27. November Landesausschuss Tiroler Schützen, Brixen
25 Jahre
08. Dezember
Viertel-Versammlung, Osttirol
Sepp-Kerschbaumer Gedenkfeier, St. Pauls
Norbert Jäger (Fließ); Josef Heubacher (Kolsassberg); Max
Brandlechner (St. Vigil); Thomas Oberhofer, Andreas Kofler, 19. Februar Andreas-Hofer-Gedenkfeier, Mantua
Andreas Platzgummer und Stefan Vontavon (Tramin) 20. Februar Andreas-Hofer-Landesgedenkfeier, Meran

40 Jahre
Hptm. Stefan Unterkircher und Oskar Unterkircher (Fließ);
Alois Geisler und Hubert Astl (Kolsassberg); Paul Kofler und Die Durchführbarkeit verschiedener nächster Termine steht
Karl Stofner (Sarntal) sowie Josef Schwingshackl (Taisten) aufgrund der aktuellen Situation noch nicht fest. Infos dazu
unter www.schuetzen.com bzw. www.tiroler-schuetzen.at
50 Jahre
Hubert Parger (Kolsassberg)

65 Jahre
Max Fleidl (Kolsassberg)

Impressum
Anschriften der Schriftleitungen:
Bayern: Hptm. Hans Baur, Schöttlkarstr. 7, D-82499 Wallgau,
Tel. 08825/9219560, Fax 08825/9219561 E-Mail: baur-wallgau@gmx.de
Nord-/Osttirol: Franziska Jenewein, Gschnitz 140, A-6150 Gschnitz,
Tel. 0664/88265867, E-Mail: zeitung@tiroler-schuetzen.at
Süd-Tirol: SSB, Innsbrucker Straße 29, I-39100 Bozen,
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Redaktionsschluss ist der jeweils letzte Tag der Monate Februar, April,
Juni, August, Oktober und Dezember.
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Schriftleiter im Sinne des Pressegesetzes Hartmuth Staffler. Die Tiroler
Schützenzeitung versteht sich als Mitteilungsblatt des Südtiroler
Schützenbundes, des Welschtiroler Schützenbundes, des Bundes der
Tiroler Schützenkompanien und des Bundes der Bayerischen Gebirgs-
schützen-Kompanien. Schriftleiter SSB: Mjr. Renato des Dorides; BGSK:
Hptm. Hans Baur; BTSK: Franziska Jenewein, WTSB: Enzo Cestari
Druck: Karodruck, Frangart

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