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Präfixe + lassen

 ab- Er kann nicht von ihr ablassen. Ständig verfolgt und bedrängt er sie.
S. der Ablass: Vor der Reformation blühte der Ablasshandel. Die Menschen
meinten, sich von ihren Sünden freikaufen zu können.
A. Unablässig kümmerte sie sich um andere. Immer war sie für andere da.

 an- 1. Um den Motor anzulassen, muss man den Zündschlüssel drehen. 2. Können
Sie bitte das Licht anlassen? Ich möchte noch ein bisschen lesen.
S. der Anlass: Du führst mich aus. Gibt es einen besonderen Anlass? (Grund)
Der Anlasser muss repariert werden. Sonst kann Ihr Auto nicht starten.
Adv. Anlässlich seines 10-jährigen Bestehens lockt das Kaufhaus mit
Sonderangeboten.

 auf- Im Sommer können wir die Fenster auch nachts auflassen. (offen lassen)

 aus- 1. Beim Braten muss man als erstes die Flüssigkeit auslassen. 2. Du hast ein
Wort ausgelassen. Das musst du bitte noch korrigieren. (vergessen, übersehen)
A. An diesem Abend waren alle sehr ausgelassen. Es wurde viel gescherzt und
gelacht.

 be- Belassen wir es dabei: Du hast deine Meinung und ich habe meine.

 durch- Würden Sie mich bitte durchlassen? Ich arbeite hier.


S. der Durchlass: Gibt es denn gar keinen Durchlass in dieser Schlange? Die
Menschen stehen dicht an dicht!
die Durchlässigkeit: In der Therapie wurde viel an seiner Durchlässigkeit gearbeitet.
Er bewegt sich nun viel fließender.
A. Sie ist sehr durchlässig für die Stimmungen anderer. (empfindsam, sensibel)

 ein- 1. Ich würde mich nicht mit Fremden einlassen. Man weiß nie, was sie schon
erlebt haben. (anfreunden, mit jmdm. näher bzw. intensiver in Kontakt kommen) 2.
Ich darf Sie noch nicht einlassen! Die Türen werden erst 10 Minuten vor Beginn
geöffnet. 3. Lass mir bitte warmes Wasser ein? Ich möchte ein Bad nehmen.
S. der Einlass: Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Einlass ist bereits ab 19 Uhr.

 er- Ich würde dir deine Schulden gern erlassen. Aber ich stehe selbst unter Druck.
(nicht trennbar)
S. Der Erlass der letzten Rate kam ihm sehr zugute.
Vom Landesvater erging der Erlass, dass sich alle Männer zwischen 18 und 60
Jahren zum Kriegsdienst begeben sollten.
A. Um Erfolg zu haben, sind Fleiß und Zielstrebigkeit unerlässlich.

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 ent- 1. Sie entließ ihn mit dem Auftrag, seine Frau von ihr zu grüßen. 2. Im Zuge
der Rationalisierungsmaßnahmen wurden sehr viele Mitarbeiter entlassen. Die
meisten aber fanden bald eine neue Arbeitsstelle. (nicht trennbar)
S. die Entlassung: Nach seiner Entlassung war er zunächst völlig
niedergeschlagen.

 fahrlässig: Der Arzt handelte fahrlässig, als er sie trotz ihrer Beschwerden wieder
nach Hause schickte. (verantwortungslos)

 fort- Sie wollte ihre Söhne nicht fortlassen, aus Angst sie im Kampf zu verlieren.

 herab- Ob er sich wohl dazu herablässt, im Haushalt mitzuhelfen?


A. Er behandelte sie herablassend, weil er meinte, etwas Besseres zu sein.

 heran- - ran- Lange konnte sie niemanden an sich heranlassen; zu schlimm waren
die Erinnerungen.

 heraus- - raus- Immer muss sie Diva herauslassen. Dabei hat sie noch nicht einmal
ein Engagement! (herauskehren, zur Schau stellen)

 herein- - rein- Du darfst niemanden hereinlassen, wenn wir nicht da sind! Es gibt
einfach zu viele Betrüger! (eintreten, ins Haus lassen)

 herüber- - rüber-
 herum- - rum-
 herunter- - runter-
 hinauf- - nauf-
 hinaus- - naus-
 hindurch-
 hinein- - nein- Richtungen

 hinter- 1. Wenn der Urlaub vorbei ist, werden wir die Ferienwohnung ordentlich
hinterlassen. 2. Der Autor hat ein großes Werk hinterlassen.
S. die Hinterlassenschaft: Bitte beseitigen Sie die Hinterlassenschaften Ihres
Haustieres. (Unrat, Kot, Müll)

 hinüber- - nüber-
 hinunter- - nunter- Richtungen

 los- Es fällt ihm sehr schwer loszulassen. Stets erwartet er, dass alles so ist, wie er

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es will. (freigeben, Kontrolle abgeben)

 nach- Du solltest mit deinen Bemühungen nicht nachlassen. Mut, Geduld und
Beharrlichkeit führen zum Ziel.
S. der Nachlass: Seine Kinder verwalten seinen Nachlass. Sie entscheiden, was
von seinem Werk veröffentlicht wird.
A. Der Schüler ist sehr nachlässig. Er achtet weder auf Schrift noch auf Form.

 über- Ich überlasse mein Kind täglich einige Stunden der Kita (Kindertagesstätte).
Dort wird es gut versorgt und bekommt neue Anregungen. (nicht trennbar)

 unter- Würden Sie das bitte unterlassen? Ich mag es nicht, wenn man mich in die
Seite stößt! (nicht trennbar)
S. die Unterlassung: Ich werde eine Unterlassungsklage gegen sie anstrengen. Sie
hätte helfen können und hat es nicht getan!
A. Wegen unterlassener Hilfeleistung steht er nun vor Gericht.

 ver- 1. Er wurde von seiner Frau verlassen. Bis heute versteht er nicht, warum. 2.
Auf meine Freundin kann ich mich ganz und gar verlassen: was sie verspricht, das
hält sie auch! (nicht trennbar)
S. Der Verlass: Auf meine Mutter ist Verlass: jeden Sonntag ruft sie an.

ver-nachlässigen: Viele Kinder werden von ihren Eltern vernachlässigt; man


„parkt“ sie vor dem Fernseher und kümmert sich nicht um sie.
S. Die Vernachlässigung ist heute eher emotionaler Natur.
A. Unser Babysitter ist sehr verlässlich und kümmert sich rührend um unser Kind.
Herr Berger ist ein zuverlässiger Fahrer: er bringt alles pünktlich und wohlbehalten
zu unseren Kunden.

 vor- Würden Sie mich bitte (an der Kasse) vorlassen? Ich habe nur eine Sache zu
bezahlen.

 zer- Die Butter wird in der Pfanne zerlassen, bis sie goldbraun ist. (schmelzen)
(nicht trennbar)

 zu- 1. Wir können unser Geschäft ruhig bis 10 Uhr morgens zulassen. Vorher
kommen sowieso keine Kunden. (geschlossen halten) 2. Wie können Sie es
zulassen, dass Ihre Kinder Sie so respektlos behandeln? (dulden, hinnehmen,
tolerieren) 3. Ich wurde für die Prüfung zugelassen, denn ich erfülle alle
Bedingungen! (angenommen bzw. akzeptiert werden)
S. Die Zulassung zu bestimmten Studienfächern erfolgt zentral.
A. Es ist nicht zulässig, dass man sich bei uns selbst bedient. (erlaubt)

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Es ist unzulässig, nach 22 Uhr laut Musik zu machen. (verboten)

 zusammen Wir sollten die Zwillinge zusammen lassen. Mindestens am Beginn der
Schulzeit. (getrennt)

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