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Tutorium Mikroökonomie 1_Haushalts- und Konsumtheorie_Lsg.

Zeppelin Universität, Spring 18

Aufgabe 1.1 Grenzrate der Substitution


!"!
Gegeben seien untenstehende Nutzenfunktionen. Berechnen Sie die Grenzrate der Substitution ( ).
!""

a. 𝑢(𝑥1, 𝑥2) = 4𝑥1 + 2𝑥2


b. 𝑢(𝑥1, 𝑥2) = a𝑥1 + b𝑥2
c. 𝑢(𝑥1, 𝑥2) = 𝑥#$ 𝑥%&
d. 𝑢(𝑥1, 𝑥2) = 𝑥1𝑥2
e. 𝑢(𝑥1, 𝑥2) = ln𝑥1 + ln𝑥2
f. 𝑢(𝑥1, 𝑥2) = 𝑒 '( ("! "" )
g. 𝑢(𝑥1, 𝑥2) = 2√𝑥# + 𝑥%
h. 𝑢(𝑥1, 𝑥2) = v(𝑥1) + 𝑥2
i. 𝑢(𝑥1, 𝑥2) = √𝑥# + 2√𝑥%
j. 𝑢(𝑥1, 𝑥2) = 𝑥#% + 4𝑥%%
k. 𝑢(𝑥1, 𝑥2) = ln (9𝑥1𝑥23)

Lösungen
,-. ,-.
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Grenzrate der Substitution: − = ,- " → = − ,- " bzw. , ,
!"" .," !"" .," !""
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a. − = − = −
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Aufgabe 1.2 Allgemeine Fragen


a. Können sich Indifferenzkurven schneiden? Erläutern Sie Ihre Antwort, gegebenenfalls mit
einer Zeichnung.
b. Nehmen Sie an, dass es zwei Güter gibt. Wie verändert sich die Budgetgerade wenn sich die
Preise der beiden Güter verdoppeln, das Einkommen jedoch gleich bleibt? Verändert sich die
Steigung der Geraden? Erläutern Sie Ihre Antwort, gegebenenfalls mit einer Zeichnung.
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Lösungen
a. Indifferenzkurven können/dürfen sich nicht schneiden, da sonst ein Konflikt zwischen den
verschiedenen Bündeln und Nutzen wäre (Transitivitätsbedingung).
b. Die Budgetgerade verschiebt sich Richtung Ursprung, da eine Preiserhöhung einer
Einkommenssenkung gleichkommt. Die Steigung der Geraden ändert sich nicht, da sich die
Preise gleichmäßig verändern.

Aufgabe 1.3 Lagrange


Ein Haushalt hat die Nutzenfunktion 𝑈 = 𝑥1*𝑥2. Dabei bezeichnet 𝑈 den Nutzen, 𝑥1 die Menge von
Gut 1 und 𝑥2 die Menge von Gut 2. Jedes der beiden Güter hat einen Preis von 40 Euro und das
Monatseinkommen beträgt 80 Euro.
a. Berechnen Sie das optimale Güterbündel.
b. Wie hoch ist der Nutzen dieses Bündels?
c. Nehmen Sie an, beide Güter sind Theaterkarten. Nun bekommt der Haushalt das Angebot,
für 50 Euro im Monat in einem Theaterclub aufgenommen zu werden und eine Karte nun für
5 Euro zu bekommen. Bestimmen Sie nun das optimale Güterbündel und das Nutzenniveau
dessen.
Lösungen
a. 𝑈(𝑥1,𝑥2)=𝑥1*𝑥2; 𝑝1 = 𝑝2 = 40; Y = 80
Lagrange durch Multiplikation der Nebenbedingung mit Lagrange Multiplikator und addieren
zur Nutzenfunktion bilden:
ℒ = 𝑥1∗𝑥2 + 𝜆(80−40𝑥1−40𝑥2) ® max!
Partiell Ableiten nach 𝑥1, 𝑥2 und 𝜆:
4ℒ
46#
= 𝑥2− 40𝜆 (1)
4ℒ
46%
= 𝑥1−40𝜆 (2)
,7
,8
= 80−40𝑥1−40𝑥2 (3)
x1 und x2 Null setzen und nach 𝜆 umstellen, um (1) = (2) gleichzusetzen:
40𝜆 = 𝑥2
40𝜆 = 𝑥1
® x1 = x2
in (3) einsetzen:
80 = 80x1 à x1 = 1
è x1 = x2 = 1
b. 𝑈 = 𝑥1*𝑥2 = 1
c. 𝑐 = 50; 𝑌𝑛 = 80−50 = 30
ℒ = 𝑥1∗𝑥2+ 𝜆(30−5𝑥1−5𝑥2)
4ℒ
46#
= 𝑥2−5𝜆 = 0 → 5𝜆 = 𝑥2
4ℒ
46%
= 𝑥1−5𝜆 = 0 → 5𝜆 = 𝑥1
,7
,8
= 30−5𝑥1−𝑥2 = 0
𝑥1 = 𝑥2 → (30−5𝑥1−5𝑥1) = 0 ® 10x1 = 30 ® 𝑥2* = 3 = 𝑥1*
Schlussfolgerung: Da der Haushalt sein Nutzenniveau von 1 auf 3*3 = 9 heben kann, macht es
Sinn, dem Theaterclub beizutreten.

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Aufgabe 1.4 Lagrange


Für einen Haushalt gilt die Nutzenfunktion U = 3 * x13/4 * x21/4. Der Haushalt verfügt über ein
Einkommen von 1.600 Geldeinheiten. Die Preise der Güter betragen p1 = 6 und p2 = 2.
a. Bestimmen Sie mit Hilfe des Lagrange-Ansatzes das Güterbündel, bei dem der Haushalt
seinen Nutzen maximiert!
b. Wie hoch ist die Grenzrate der Substitution (dx1/dx2) im Haushaltsgleichgewicht? Aus
welchen Gründen nimmt die Grenzrate der Substitution entlang einer Indifferenzkurve ab?
Lösungen
a. ℒ = 3 * x13/4 * x21/4 + l (1.600 –6x1 – 2x2) ® max!
Bildung der partiellen Ableitungen und Nullsetzen (Extremwertbestimmung)
4ℒ 9 9
46#
= / x1-1/4 * x21/4 – 6l = 0 ® 6l = = / x1-1/4 * x21/4 (1)
3
2l = / x1-1/4 * x21/4
4ℒ 3 3
46%
= / x2-3/4 * x13/4 – 2l = 0 ® 2l = / x2-3/4 * x13/4 (2)
,7
,8
= 1.600 – 6x1 – 2x2 = 0 (3)
Gleichsetzen (1) = (2):
3 3
/
x1-1/4 * x21/4 = / x2-3/4 * x13/4

x21/4 * x23/4 = x11/4 * x13/4


x2 = x1
(Potenzen multiplizieren durch Addition der Exponenten)
Einsetzen in (3):
1600 – 6x1 - 2x1 = 0
1600 = 8x1 ® x1* = 200; x2* = 200
Im Haushaltsoptimum fragt der Haushalt 200 Einheiten des Gutes 1 und 200 Einheiten des
Gutes 2 nach.
b. Haushaltsoptimum: (¶U/¶x2) / (¶U/¶x1) = p2 / p1 = ½dx1 / dx2½
® ½dx1 / dx2½= 2 / 6 = 1 / 3
Ökonomische Begründung für abnehmende GRS: 1. Gossensches Gesetz
Der Grenznutzen eines Gutes nimmt mit jeder weiteren konsumierten Einheit eines Gutes ab,
bis Sättigung erreicht ist.

Aufgabe 1.5 Lagrange


Für einen Haushalt gilt die Nutzenfunktion U = 6 * x11/2 * x22/3. Der Haushalt verfügt über ein
Einkommen von 126 Geldeinheiten, die Güterpreise betragen p1 = 6 und p2 = 12.
a. Bestimmen Sie mit Hilfe des Lagrange-Ansatzes das Güterbündel, bei dem der Haushalt
seinen Nutzen maximiert!
b. Der Haushalt realisiert einen Konsumpunkt, in dem die Grenzrate der Substitution (dx1/dx2) =
4 beträgt. Befindet er sich im Haushaltsoptimum? Begründen Sie Ihre Antwort und stellen Sie
dar, welche Anpassungsprozesse der Haushalt gegebenenfalls vornehmen muss!

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Lösungen
a. ℒ = 6x11/2 * x22/3 + l (126 – 6x1 – 12x2) ® max!
4ℒ
46#
= 3x1-1/2 * x22/3 – 6l = 0 ® 6l = 3x1-1/2 * x22/3 (1)
4ℒ
= 4x11/2 * x2-1/3 – 12l = 0 ® 6l = 2x11/2 * x2-1/3 (2)
46%
,7
= 126 – 6x1 – 12x2 = 0 (3)
,8
Gleichsetzen (1) = (2):
3x1-1/2 * x22/3 = 2x11/2 * x2-1/3
%
x2 = 3 x1
Einsetzen in (3):
%
0 = 126 – 6x1 – 12* 3 x1
14x1 = 126 ® x1* = 9; x2* = 6
b. Im Haushaltsoptimum gilt: |dx1/dx2| = (¶u/¶x2)/(¶u/¶x1) = p2/p1 = 12 / 6 = 2
realisierte GRS: |dx1/dx2| = 4 ¹ 2
Der Haushalt befindet sich nicht im Haushaltsoptimum, weil die realisierte GRS nicht mit der
GRS im Haushaltsoptimum übereinstimmt. Hier ist Gut x2 an der Abszisse und Gut x1 an der
Ordinate.
Anpassungsprozess: Seine realisierte GRS ist „zu hoch“. Die GRS sinkt, wenn der Haushalt
weniger von Gut x2 und mehr von Gut x1 konsumiert.

Aufgabe 1.6 Lagrange


Die Nutzenfunktion eines Haushalts lautet U = x * y * z. Die Budgetgerade sei gegeben mit 360 = 60x
+ 20y + 40z.
Erläutern Sie für die gegebene Nutzenfunktion, warum für die Ermittlung des Haushaltsoptimums der
Lagrange-Ansatz besser geeignet ist als die Substitutionsmethode und ermitteln Sie die optimale
Gütermengenkombination.

Lösung:
Die Nutzenfunktion enthält drei Unbekannte. Mit Hilfe der Substitutionsmethode kann die
Nebenbedingung so umgeformt werden, dass jeweils eine Variable durch die beiden übrigen
ausgedrückt wird. Insgesamt umständliche und zeitraubende Vorgehensweise.
L = x * y * z + l (360 – 60x – 20y – 40z) ® max !
¶L/¶x = yz - 60l = 0 ® l = yz / 60
¶L/¶y = xz - 20l = 0 ® l = xz / 20
¶L/¶z = xy - 40l = 0 ® l = xy / 40
¶L/¶l = 360 – 60x – 20y – 40z = 0
Gleichsetzen : yz / 60 = xz / 20 ® y = 3x
xz / 20 = xy / 40 ® z=½y
Einsetzen in Budgetgerade : 360 = 60x + 20 y + 40z
360 = 60x + 60x + 60x ® 360 = 180x
®x=2 y = 3x = 6 z=½y=3

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Aufgabe 1.7 Einkommenselastizität


Ein Haushalt konsumiert bei einem Einkommen von 2000 GE von einem Gut 20 ME. Sein Einkommen
erhöht sich um 200 GE. Danach steigt sein Konsum des Gutes auf 22 ME.
a) Berechnen Sie die Einkommenselastizität der Nachfrage
b) Um welche Güterkategorie handelt es sich?

Lösung:
a) 𝜀𝑥,𝑒=(Δ𝑥/Δ𝑒)∗(𝑒/𝑥) à 𝜀𝑥,𝑒=(2/200)∗(2000/20)=1
b) Es handelt sich um ein normales Gut.

Aufgabe 1.8 Einkommens-Konsum-Kurve


Die Nutzenfunktion eines Haushaltes lautet U = Öx1 * Öx2. Das Preisverhältnis der Güter (p2/p1)
beträgt 5/2.
a) Erläutern sie kurz die ökonomische Bedeutung der Einkommens-Konsum-Kurve!
b) Berechnen Sie die Einkommens-Konsum-Kurve für die gegebene Nutzenfunktion!
c) Ermitteln Sie die Güterpreise, wenn der Haushalt im Optimum x1* = 15 und x2* = 6 bei einem
Budget von Y = 120 nachfragt.
d) Wie verändern sich die nutzenmaximalen Gütermengen, wenn sich der Preis für das Gut x1
verdoppelt?

Lösung:
a) Die Einkommens-Konsum-Kurve stellt die Verbindung der Haushaltsoptima bei alternativen
Einkommenshöhen dar. Nach dem Verlauf der Einkommens-Konsum-Kurve können superiore
Güter (Nachfrage steigt bei zunehmendem Einkommen) und inferiore Güter (Nachfrage sinkt bei
steigendem Einkommen) unterschieden werden.
b) Nutzenfunktion: U = Öx1 * Öx2 = x11/2 * x21/2
Im Haushaltsoptimum gilt: (¶U/¶x2) / (¶U/¶x1) = p2 / p1
Bildung der partiellen Ableitungen: (¶U/¶x2) = ½ x2-1/2 * x11/2 = ½ x11/2 / x21/2
(¶U/¶x1) = ½ x1-1/2 * x21/2 = ½ x21/2 / x11/2
(¶U/¶x2) / (¶U/¶x1) = x11/2 * x11/2 / x21/2 * x21/2
(¶U/¶x2) / (¶U/¶x1) = x1 / x2
Einkommens-Konsum-Kurve: x1 / x2 = p2 / p1 = 5 / 2 ® x1 = 2,5 x2
c) Budgetrestriktion: Y = p1x1 + p2x2
120 = 15p1 + 6p2 = 15p1 + 6 (2,5 p1) 30 p1
® p1* = 4 à p2* = 2,5 p1*® p2* = 10
d) Veränderung des Preisverhältnisses: p2/p1 = 5/4
Einkommens-Konsum-Kurve: x1 / x2 = p2 / p1 = 5/4 ® x1 = 5/4 x2
Einsetzen in Budgetrestriktion: 120 = 8x1 + 10x2 = 8*(5/4x2) + 10 x2 = 20x2
nutzenmaximale Gütermengen: x2* = 6 ; x1* = 7,5

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Aufgabe 1.9 Preiselastizitäten der Nachfrage


Ermitteln Sie die Preiselastizitäten der Nachfrage, wenn die Haushalte Güter zu den gegebenen
Preisen entsprechend der folgenden Funktionen zu nachfragen:
a) (direkte) Preiselastizität der Nachfrage mit x = 15 – ½ p bei einem Preis von p = 20,
b) (direkte) Preiselastizität der Nachfrage mit x = 100 / p bei einem Preis von p = 5,
c) Kreuzpreiselastizität der Nachfrage mit xi = 10 – 2pi – pj bei pi = 2 und pj = 3.

Lösung:

a) Nachfragefunktion: x = 15 – ½ p ® x = 15 – 10 = 5
Ableitung der Nachfragefunktion: |dx/dp| = ½ (Betrag!)
Preiselastizität der Nachfrage (p = 20): |ex;p| = |dx/dp| * p/x = ½ * 20/5 = 2
b) Nachfragefunktion: x = 100 / p ® x = 100/5 = 20
Ableitung der Nachfragefunktion: |dx/dp| = 100 / p 2

Preiselastizität der Nachfrage (p = 5): |ex;p| = |dx/dp| * p/x = 100 / 25 * 5 / 20 = 1


Nachfragefunktionen vom Typ x = a/p führen zu constant outlay curve, deren Preiselastizität der
Nachfrage für beliebige Wertepaare stets 1 beträgt.
x=a/p ® |dx/dp| = a / p2
|ex;p| = |dx/dp| * p/x ® |ex;p| = a / p2 * p / (a/p) = a / p2 * p2 / a ® |ex;p| = 1
c) Nachfragefunktion: xi = 10 – 2pi – pj ® xi = 10 – 4 – 3 = 3
Ableitung der Nachfragefunktion: dxi/dpj = - 1
Kreuzpreiselastizität der Nachfrage: exi;pj = dxi/dpj * pj/xi = - 1 * 3/3 = - 1
Kreuzpreiselastizität ist negativ ® komplementäre Güter

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Aufgabe 1.10 Berechnung Einkommens- und Substitutionseffekt


Gegeben ist die Nutzenfunktion 𝑈(𝑥1,2)= 𝑥1∗𝑥2. Das Einkommen beträgt 120 Geldeinheiten (GE). Der
Preis für Gut 1 ist 𝑝1 = 4GE und für Gut 2 𝑝2 = 8GE. Der Preis von Gut 2 sinkt auf 4GE.

a) Berechnen Sie den Einkommens- und Substitutionseffekt nach der Slutsky-Zerlegung.


b) Wie hoch ist der Gesamtnachfrageeffekt?

Lösung

Slutsky-Zerlegung
Dx = Dx s + Dx Y
Dx é Dx ù é Dx ù
= +
Dpx êë Dpx úû s êë Dpx úû Y
é Dx ù Dx
DY = -Dp x ×x0 Þ Dp x = -DY / x0 Þ ê ú = - x0 ×
ë Dp x û Y DY
Dx é Dx ù Dx
=ê ú - x0
Dpx ë Dpx û s DY
dx é dx ù dx
=ê ú -x oder e x, p = e x*, p + kx × e x,Y
dpx ë dpx û s dY

Schritt 1: ursprünglichen optimalen Konsumpunkt berechnen


*+
*&" :
𝐺𝑅𝑆 = *+ = :"
!
*&!
"! :" 2
= =
"" :! /
;" ∗"" 2∗ "" ;! ∗"! /"!
𝑥# = ;!
= /
oder 𝑥% = ;"
= 2

𝐵𝑢𝑑𝑔𝑒𝑡𝑔𝑒𝑟𝑎𝑑𝑒 𝑦 = 𝑝# 𝑥# + 𝑝% 𝑥%
→ 𝑥# 𝑒𝑖𝑛𝑠𝑒𝑡𝑧𝑒𝑛 oder
→ 𝑥% 𝑒𝑖𝑛𝑠𝑒𝑡𝑧𝑒𝑛

= =
𝑥%∗ = %; 𝑥#∗ = %;
" !
-> Güterbündel im Optimum relativ in Einkommen und Preis ausgedrückt

Wie war der Stand vor der Preiserhöhung?


Einsetzen: Y = 120, p1 = 4, p2 = 8
𝒙∗
𝟐 = 𝟕, 𝟓 𝒙∗𝟏 = 𝟏𝟓

Schritt 2: Kompensiertes Einkommen berechnen


„Was müsste den Konsumenten gegeben/weggenommen werden damit sie das gleiche
Güterbündel konsumieren können?“
𝑌 @ = 𝑌 + ∆𝑌
Wir wollen die Differenz haben à Subtrahieren

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𝑌 + ∆𝑌 − 𝑌 = (𝐵𝑢𝑑𝑔𝑒𝑡𝑔𝑒𝑟𝑎𝑑𝑒 𝑚𝑖𝑡 𝑛𝑒𝑢𝑒𝑚 𝑝2) − (𝐵𝑢𝑑𝑔𝑒𝑡𝑔𝑒𝑟𝑎𝑑𝑒 𝑚𝑖𝑡 𝑎𝑙𝑡𝑒𝑚 𝑝2)


-> p1x1 kürzt sich raus
-> für x2 das x2* aus Schritt 1 einsetzen
∆𝑌 = −30
𝑌 @ = 90
„neue Budgetgerade“
𝑌 @ = 90 = 4𝑥# + 4𝑥%

Schritt 3: Substitutionseffekt

Änderung der Nachfrage, wenn sich p2 ändert und EK das Y(k) ist? (Veränderung der
kompensierten Nachfrage)

∆𝒙𝑺𝑬 D D
𝒊 = 𝒙𝒊 (𝒙𝒊 , 𝒀 ) − 𝒙𝒊 (𝒙𝒊 , 𝒀)

-> in die in Schritt eins berechneten optimalen Güterbündel einsetzen: Yk = 90, p1 = 4, p2n = 4
GRS = GN2/GN1 = x1/x2
Steigung Budgetgerade kompensiert: p2n/p1= 4/4 = 1
GRS = p2n/p1 à x1/x2 = 1 à x1 = x2
Budgetgerade kompensiert: 90 = 4𝑥# + 4𝑥# à x1* = 11,25; x2* = 11,25

Substitutionseffekt:
∆𝑥%EF = 11,25 − 7,5 = 3,75 -> positiv, da wir x2, das relativ billiger wird, weniger nachfragen

4. Schritt: Einkommenseffekt
Änderung der Nachfrage, da sich durch die Preisänderung unser verfügbares Einkommen ändert
(Gedanke: „Es gibt ich Wirklichkeit kein kompensiertes Einkommen“)

GRS = GN2/GN1 = x1/x2


Steigung Budgetgerade kompensiert: p2n/p1= 4/4 = 1
GRS = p2n/p1 à x1/x2 = 1 à x1 = x2

In Budgetgerade neu: 120 = 4𝑥# + 4𝑥# à x1* = 15; x2* = 15

Einkommenseffekt:
∆𝑥%FF = 15 − 11,25 = 3,75

Schritt 5: Gesamteffekt
∆𝒙𝒊 = 𝒙𝒊 (𝒙D𝒊 , 𝒀) − 𝒙𝒊 (𝒙𝒊 , 𝒀)

∆𝑥% = 15 − 7,5 = 7,5

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x1

B
A
C U1
U‘
U0
xA xc xB x2

SE EE

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Aufgabe 1.11 Grafische Darstellung Einkommens- und Substitutionseffekt

Stellen Sie für folgende Annahmen graphisch den Substitutions-, Einkommens- und Gesamteffekt für
die Güter x1 und x2 dar und bestimmen Sie die Vorzeichen der drei Effekte. Hier mit der Hicks
Zerlegung.
a) Der Preis des Gutes x2 steigt. Beide Güter sind superiore Güter.
b) Der Preis des Gutes x2 sinkt. Beide Güter sind superiore Güter.
c) Der Preis des Gutes x2 sinkt. x2 ist ein inferiores, x1 ein superiores Gut.
d) Der Preis des Gutes x2 sinkt. x2 ist ein Giffen-Gut, x1 ein superiores Gut.
Fall Preiserhöhung x2 Preissenkung x2 Preissenkung x2 Preissenkung x2
(x2 inferior) (inferior + Giffen)
Gut SE EE GE SE EE GE SE EE GE SE EE GE
x2 - - - + + + + - ? + - -
x1 + - ? - + ? - + ? - + +

x Fall a x Fälle b - d

SE (x1)
GE (x1)

SE x x
(x2)
EE

b: blau; c: rot; d: grün

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Optional
Aufgabe 1.12 Definitionen
a) Skizzieren Sie den Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage. Beschriften Sie das
Diagramm ausführlich.
b) Zeichnen Sie eine vollkommen elastische und eine vollkommen unelastische Nachfragefunktion.
c) Geben Sie die Nachfrage-Elastizitätsbereiche für die verschiedenen Güterkategorien an.
d) Definieren Sie die Preiselastizität der Nachfrage.
Lösung:

a)

b)
c) Elastizitäten der Nachfrage:
*&

1) Einkommenselastizität: 𝜀",F = *,
&
; 𝜀 < 0: 𝑖𝑛𝑓𝑒𝑟𝑖𝑜𝑟𝑒𝑠 𝐺𝑢𝑡; 𝑁𝑜𝑟𝑚𝑎𝑙𝑔𝑢𝑡 𝜀 ∈
,
[0,1], 𝐿𝑢𝑥𝑢𝑠𝑔𝑢𝑡 𝜀 > 1
*&
2) Preiselastizität: 𝜀",; = *-
&
; 𝜀 = 1; 𝜀 ∈ (0,1): 𝑁𝑜𝑟𝑚𝑎𝑙𝑔𝑢𝑡; 𝜀 ∈ (1, ∞): 𝐿𝑢𝑥𝑢𝑠𝑔𝑢𝑡
-
*&.
&.
3) Kreuzpreiselastizität: 𝜀",F = *-/ ; 𝜀 = 0: 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡 𝑣𝑒𝑟𝑏𝑢𝑛𝑑𝑒𝑛𝑒 𝐺ü𝑡𝑒𝑟; 𝜀 >
-/

0: 𝑠𝑢𝑏𝑠𝑡𝑖𝑡𝑢𝑡𝑖𝑣𝑒 𝐺ü𝑡𝑒𝑟; 𝜀 < 0: 𝑘𝑜𝑚𝑝𝑙𝑒𝑚𝑒𝑛𝑡ä𝑟𝑒 𝐺ü𝑡𝑒𝑟

d)
à Die Preiselastizität der Nachfrage bestimmt die prozentuale Veränderung der nachgefragten
Menge bei ein-prozentiger Preisänderung.

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