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Thesen zu Führungskompetenz

"Die einzigen Wettbewerber auf dem Weltmarkt, die ich wirklich


fürchte sind die Deutschen, - wenn sie denn jemals lernen
richtig miteinander zu kommunizieren."
(Ein leitender Toyota - Mitarbeiter)

Was sind verbindende Führungskompetenzen z.B. von:

Hitler, Churchill, Jesus, Stalin, Patton, De Gaulle, Napoleon,


Dschinghis Khan, Joschka Fischer, Alexander der Große,
Budddha, Hannibal, Lenin, Helmut Kohl, Julius Cäsar, John F.
Kennedy, Eisenhower, Rommel, Mao Tse Tung, Mahatma Gandhi,
Margaret Thatcher, Martin Luther King, Albert Schweizer, F. J.
Strauß, Jürgen Schrempp, etc......

???

Beeinflußbarkeit von Kompetenzen

Führungskompetenzen lassen sich einteilen in:

1. Fachkompetenz
2. Soziale Kompetenz
3. Persönlichkeitskompetenz

Grad der Beeinflußbarkeit

Fachkompetenz

Sozialkompetenz

Persönlichkeitskompetenz

Bedeutungsgrad für Führungsverantwortung

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Führungspersönlichkeiten können
kommunizieren
Kommunikation ist das wichtigste Führungsinstrument.

Alle Gruppen unterliegen mehr denn je dem Wandel als


Konstante. Um als Gruppe bestehen zu können, müssen
Veränderungen möglichst kontinuierlich und möglichst objektiv
mit-einander -geteilt, also kommuniziert werden.

NUR DURCH KOMMUNIKATION


INFORMATION KOOPERATION

Mit guter Kommunikation ist die "2-2-1 - REGEL" verbunden.

Sie lautet:

WIR HABEN
ZWEI OHREN, UM ZUZUHÖREN,
ZWEI AUGEN UM ZU SEHEN,
ABER NUR EINEN MUND UM ZU SPRECHEN.

Jeder Sachverhalt hat (mindestens) zwei Seiten.

Von der Bereitschaft beider Kommunikationspartner


vertrauensvoll zuzuhören und verstehen zu wollen, hängt die
Wirksamkeit der Botschaft ab, hängt der Grad des Verstehens
und damit die Qualität der Entscheidungsgrundlagen ab.

Umfassendes Verstehen des Anderen heißt auch, sich in dessen


Lage hineinzuversetzen. Man spricht von EMPATHIE. Dazu ist es
notwendig miteinander und nicht über einander zu
sprechen

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Führungspersönlichkeiten sind
entscheidungsfreudig
Im Notfall müssen Entscheidungen schnell fallen. Die
schlechteste Entscheidung ist es, keine Entscheidung zu
treffen. Besonders aus einer falschen Entscheidung ist viel zu
lernen.

Die meisten Führungspersönlichkeiten waren nicht in erster Linie


Denker, sie waren Macher.

Führernaturen sind starke Persönlichkeiten


Starke Leader übernehmen bereitwillig Verantwortung
gemäß ihrer Sachkompetenz.

Sie sind Erster unter Gleichen und gehen mit gutem


Beispiel voran.

Sie wissen:

NICHTS IST ANSTECKENDER, ALS MIT EINEM GUTEN


BEISPIEL VORANZUGEHEN.

Schwache Leader machen Autorität geltend. Diese Art von


Führungsstil ist Dominanz. Dominanz setzt unter Druck1 und
lähmt.

Gute Führung dagegen lockt aus der Reserve, befreit,


mobilisiert und inspiriert durch Motivation. Männer kennen
diesen Unterschied aus ihrer Sozialisation.

Leider gilt aber auch:

Was einer klug erdacht, wird zunächst jäh verlacht und


dann dämlich nachgemacht. (Tucholsky)

1
Wenn Dein einziges Werkzeug ein Hammer ist, wird jedes Problem zum Nagel....(Sprichwort)

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Führungsebenen
Führung findet nicht nur auf der Sachebene, sondern
immer auch auf der Beziehungsebene statt.

Kommunikation braucht einen Kanal eine gemeinsame Ebene,


wie z. B. beim Funkverkehr, ist eine gemeinsame Frequenz
notwendig, die eine Verbindung, also eine gemeinsame
Beziehung herstellt.

KOMMUNIKATION FUNKTIONIERT NUR ZWISCHEN


GLEICHEN.

FÜHRUNGSEBENEN (verändert nach Hoffmann 1996)

VISION
UNTERNEHMENSLEITBILD

NORM ATIVE EBEN E Sinngebung und


-verwirklichung

STRATEGISCHE EBENE Strategieplanung und -entwicklung

Strategische Vor- und Rückkopplung

OPERATIVE Operative Unternehmensplanung und Budgetierung


EBENE

Operative Vor- und Rückkopplung


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ROUTINEGESCHÄFTE INVESTITIONEN PROJEKTE


Da es immer mehrere Wege zum Ziel gibt, müssen der Weg und
notwendige Korrekturen partizipativ vereinbart werden, will
man sich "ge-folgsamer" Gefolgschaft sicher sein.

Die Kunst der Menschenführung ist mit dem Tanz eines


Paares vergleichbar:

GUTE FÜHRUNG UND GUTE GEFOLGSCHAFT SOLLTEN NICHT VON EINANDER ZU


UNTERSCHEIDEN SEIN.

Führungskräfte erweisen sich als


Vertrauens-Würdig.

Ohne Vertrauen zum Führenden gibt es keine echte Bereitschaft


zum Folgen. Vertrauen entsteht aus gemeinsamen
Erfahrungen. Ungerechtigkeit, Mobbing, Bossing und Intrigen
sind hier deutliche Indikatoren für Vertrauensdefizite.

Transparenz ist der Schlüssel zur Akzeptanz von


Vorgaben.

Führungspersönlichkeiten vermitteln eine


einfache Botschaft

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Ihre Botschaften sind einfach, ein- und nicht zweideutig,
ehrlich, gerade heraus und einnehmend.

Die meisten Botschaften/Informationen wirken gleichzeitig


auf mehreren Bedeutungsebenen, auf einer bewußten,
plausiblen und auf einer irrationalen, unbewußten Ebene.

Diesen Zusammenhang soll folgendes Wort illustrieren:

Jeder in ein Wort gefesselte Gedanke muß durch


die Tat befreit werden.
(R. Steiner)

Führungspersönlichkeiten sind
konzentriert.
Führungspersönlichkeiten setzten sich nachdrücklich für ihre
Visionen ein, verwenden viel Energie darauf, ihr Ziel zu erreichen
und vor allem gilt:

NIEMALS AUFGEBEN !!!

Die Konzentration auf eine einfache Botschaft hilft, Energie auf


ein Ziel zu focussieren und sie in den Dienst der Sache zu
stellen.

Dabei sollten sich Führungskräfte deutlich mehr um

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• strategische Innovationen,
• kontinuierliche Verbesserungen,
• prozeßorientierte Kommunikation und vor allem die
• Mitarbeiter Motivation

bemühen, als um Kontrolle von Standards, die von


teilautonomen Teams selbst geleistet werden kann.

Führungspersönlichkeiten entwickeln
Charakter/Charisma
Charakter ist vom Grad der persönlichen, geistigen
Entwicklung abhängig.

Charismatische Führungspersönlichkeiten haben etwas


Magisches an sich, eine Ausstrahlung, deren Quelle eher im
Unbewußten zu suchen ist. Charisma gilt als Geschenk, als eine
Gnade, und ist rational nicht zu erklären. Charisma darf nicht
mißbraucht werden.

Führungspersönlichkeiten mobilisieren die


Potentiale der ihnen an-vertrauten
Mitarbeiter

Mitarbeiter die sich der Führung unterordnen, geben


Souveränität auf und lassen sich auf ein
Abhängigkeitsverhältnis, bezüglich ihrer materiellen Sicherheit,
ein.

Sie müssen sich auf gute Führung verlassen können. Dazu ist
Vertrauen notwendig. Dieses Vertrauen entsteht aus
Erfahrungen, die dieses Vertrauen rechtfertigen müssen.

Charismatische Führungspersönlichkeiten wirken auf die tieferen


psychologischen Schichten ihrer Mitarbeiter ein. Wirklich
charismatische Führungspersönlichkeiten zeigen eine
außergewöhnliche Kraft, andere zu mobilisieren, indem sie
"Menschen sind wie
Musikinstrumente, ihre
Resonanz hängt davon ab,
wer sie berührt." (C.C. Vigil)

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verantwortungs-bewußt die un-bewußten Bereiche in ihnen
berühren und diese "Seiten" zum Klingen bringen. Die
entstehende Musik lässt erahnen, welche Potentiale auch in
ihnenruhen und darauf warten aktiviert zu werden. Mittel hierzu
sind z. B. Delegation, Job Enrichement, Weiterbildung.

Überforderte Führungspersönlichkeiten
provozieren Desaster

Angst und Instabilität vieler Führungspersönlichkeiten


treibt sie, ihre Umgebung zu organisieren, strukturieren
und zu kontrollieren. Krisen kann man leicht herbei reden, um
Anstrengung und Mobilisierung zu rechtfertigen. Viele
Führungspersönlichkeiten haben Krisen, in denen sie sich
wiederfanden, zum guten Teil verursacht.

So neigen bei intern verursachten Problemen Führer dazu, die


Aufmerksamkeit von internen Problemen auf externe Konflikte
oder Feindbilder zu lenken. Das Engagement der USA im
Golfkonflikt begann zu einem Zeitpunkt, als man ein gewaltiges
Außenhandelsdefizit hatte. Die Wahrheit enttarnt jedoch die
scheinbar dauerhafteste kollektive Irreführung irgendwann
einmal.

Für Fehlentscheidungen gilt, daß der Weg der Erkenntnis


immer auch der Weg des Leidens ist.

Deshalb müssen Menschen Fehler machen können.

Führungskräfte müssen Mitarbeiter innerhalb eines


kontrollierbaren Rahmens Fehler machen lassen, um
Lernerfahrungen zu ermöglichen.

Tiefste Lernresultate werden erzielt, wenn man seiner Angst


entgegen tritt, die Angst auf reale und irreale Aspekte analysiert,
dann ein-deutig end-scheidet, also den Zwei-feln und damit der
Angst ein Ende setzt.

Männer sind Führungspersönlichkeiten...?


Dies mag vordergründig stimmen. Es gibt jedoch eine
Volksweisheit, die besagt, daß neben erfolgreichen Männern
meist kluge Frauen stehen, so wie die eigentliche Autorität sich
meistens im Hintergrund aufhält. Denken Sie z.B. an Hillary
Clinton.

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Dies ist gut, richtig und notwendig, wobei gerade weibliche
Führungsstärken, wie die Kommunikations- und Sozialkompetenz
in Zeiten des Wandels dringend gebraucht werden.

Diese Sachverhalte zu ignorieren ist ein gefährlicher Irrtum. Von


daher müssen Männer hier von Frauen lernen, bzw. mehr Frauen
auch als Führungspersönlichkeiten in den Vordergrund treten.

WIR RÖMER HERRSCHEN ÜBER DIE VÖLKER DER WELT, DOCH ÜBER UNS UNSERE
FRAUEN (M. Porcius Cato)

Durch Wandel entsteht Neues. So wie es keine Geburt ohne


Schmerzen gibt, gibt es keinen Wandel ohne Konflikte. Konflikte
sind vor allem Lernchancen, sie setzten dazu jedoch
Kommunikation voraus.

Männer nehmen weibliches Führungsverhalten nicht als solches


wahr, da wir zu einer eindimensionalen Sicht von Führung
neigen. Frauen lernen während ihrer Sozialisation sehr schnell,
daß wirklich effektive Führung eine ganze Reihe zusätzlicher
Fähigkeiten jenseits der traditionellen Auffassung verlangt.

Fazit:
• Führungsfunktionen werden ausgeführt durch:

LOKOMOTION: Aktions- und zielorientierte Führung


KOHÄSION: Die Sozio-emotionalen Aufgaben der Führung
MOTIVATION: Die Orientierung der MA an betrieblichen
Zielen durch Lernen
• Alle Gruppen brauchen Führung aber nicht unbedingt
einen "Führer"
• Führung heißt mit gutem Beispiel voranzugehen, zu
Motivieren und die Potentiale der MA zu entwickeln
• Führung sichert Gefolgschaft durch Motivation und
überzeugt durch Ergebnisse.
• Es gibt einen Unterschied zwischen Managern und
echten Leadern. Manager widmen sich bevorzugt dem
Alltagsgeschäft, der Organisation und Kontrolle.
• Echte Leader entwickeln inspirierende Visionen für den
Wandel und unterstützen ihre Mitarbeiter bei der
Umsetzung, sie verstehen sich als "ERSTE UNTER
GLEICHEN". (Primus inter Pares - Prinzip)
• Leadership setzt die uneingeschränkte Bereitschaft voraus,
aus eigenen und den Fehlern anderer zu lernen.
• Glaubhafte Autorität ist eine Frage der
Problemlösungskompetenz.
• Die Leistung eines Teams ist immer besser als die
des Besten im Team.

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NOTIZEN:

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