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Baumstark
Böhringer
Bühler
Jungwirth
Best.-Nr. 6061
Holland + Josenhans
3. Auflage 2012
Alle Rechte vorbehalten. Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede
Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen
schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu § 52 a UrhG: Weder das Werk, noch
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Die Verweise auf Internetadressen und -dateien beziehen sich auf deren Zustand und Inhalt
zum Zeitpunkt der Drucklegung des Werks. Der Verlag übernimmt keinerlei Gewähr und
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Dieses Buch ist auf Papier gedruckt, das aus 100 % chlorfrei gebleichten Faserstoffen
hergestellt wurde.
Druck und Weiterverarbeitung: Beltz Druckpartner GmbH & Co. KG, 69502 Hemsbach
ISBN 978-3-7782-6061-6
Inhalt
1 Typografie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.1 Typografie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.2 Schrift . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
1.3 Typografiestruktur und Layout . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
1.4 Typografieprodukte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
2 Physikalische Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
2.1 Optik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
2.2 Densitometrie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
2.3 Farbenlehre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
2.4 Farbmetrik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
2.5 Akustik und Sound . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
3 Informatik – Digitaltechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
3.1 Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
3.2 Netzwerke. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
3.3 Darstellungs- und Projektionsgeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
4 Medienkonzeption . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
4.1 Briefing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
4.2 Planungsschritte für Werbeaufträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
4.3 Projekt-Management. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
5 Kalkulation und Auftragsabrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
6 Farbe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
6.1 Farbenlehre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
6.2 Farbmetrik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
6.3 Farbmanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
7 Bild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
7.1 Bild- und Filmgestaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
7.2 Bilddatenerfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88
7.3 Bildbearbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
7.4 Animation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
8 Grafik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
8.1 Pixelgrafik. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
8.2 Vektorgrafik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97
8.3 3D-Grafik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
8.4 Infografik. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99
9 Medienproduktion digital . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
9.1 Internettechnologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
9.2 Screendesign . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111
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Inhalt
4 © Holland + Josenhans
1 Typografie
1.1 Typografie
Akzidenzsatz Publizieren von Klein- und Gelegenheitsdruck-
sachen, wie z. B. Geschäfts- und Privatdrucksa-
chen.
Anwendung der Die Typografie soll Inhalt, Zweck, Ziel und An-
Typografie mutung eines Druckwerkes oder einer Webauf-
trittes ausdrücken und verdeutlichen. Dabei
muss die Aussage des Textes visuell durch die
Wahl geeigneter Schriften, Farben, Satzarten
usw. unterstützt werden. An erster Stelle steht
dabei immer eine optimale Lesbarkeit.
Akira sagt ... Akira Kobayashi (S. 6) über Adrian Frutigers
Typografie: „Typografie muss anmutig sein, wie
ein Wald und nicht wie ein Beton-Dschungel von
Mietskasernen. Sie bestimmt den Abstand zwi-
schen den Bäumen, den Freiraum zum Atmen,
die Luft zum Leben.”
Bilddschirmtypografie Um eine gute Lesbarkeit am Bildschirm zu ge-
währleisten, muss die Typografie dahingehend
wirken, dass die Probleme, die beim Lesen am
Bildschirm auftreten, minimiert und besonders
problematische Darstellungen vermieden wer-
den.
Frutiger, Adrian Adrian Frutiger, einer der wichtigsten Schrift-
künstler des 20. Jahrhunderts. Er ist der Desig-
ner von weit verbreiteten Schriften wie Avenir™,
Linotype Centennial™, Frutiger™, Icone™, Meri-
dien™ und Univers™.
Experimentelle Wissenschaftliche Versuche, die Wirkung typo-
Typografie grafischer Entwürfe und deren Lesbarkeit mit
Versuchspersonen zu untersuchen, zu bewerten
und zu klassifizieren. Die experimentelle Typo-
grafie geht über das gedruckte Medium hinaus
und untersucht die Wirkung von Schrift in Video,
Web und interaktiven Medien.
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1 Typografie
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Typografie 1
Kontrast Gegensatz. Daraus folgt eine spannungsreiche
und wirkungsvolle Gestaltung. Der typografische
Kontrast bezeichnet unterschiedliche Auszeich-
nungsarten der Schriften wie fett (bold), kursiv,
KAPITÄLCHEN, Farbe usw. Kontraste ergeben sich
weiter durch Schriftmischungen oder im typo-
grafischen Layout durch die Verwendung unter-
schiedlicher → Satzarten (S. 19), → Zeilenab-
stände (S. 20) und/oder Schriftfarbe als Kon-
trastdarstellung.
Lesen Abtasten einzelner Worte mittels Fixationen. Wir
erfassen jeweils etwa 10 Zeichen pro → Fixation
(S. 6) , wobei nur die mittleren scharf gesehen
werden.
Makrotypografie Die Makrotypografie wird auch Layouttypografie
Layouttypografie genannt. Es sind Flächenaufteilungen, Gliede-
rung, Kontrast, Platzierung von Texten und Ab-
bildungen von Bedeutung.
Mikrotypografie Die Mikrotypografie nennt man auch Detailtypo-
Detailtypografie grafie, die sich mit Feinheiten rund um das Zei-
chen (Buchstaben) beschäftigt. Also der Lauf-
weite, dem Wortabstand, der Satzbreite, dem
Satzspiegel usw.
Proportion Größenverhältnis zwischen Objekten.
Semantische Bedeutungslehre, es wird die Beziehung der Zei-
Typografie chen zu den Abbildern der objektiven Realität und
deren Bedeutung im Bewusstsein aufgezeigt.
Typografie Gestalten von materiellen und digitalen Texten,
um die bestmögliche Lesbarkeit, Funktionalität
und Ästhetik für den Leser zu erzeugen. Typo-
grafie bedeutet im engeren Sinne das Gestalten
mit Schrift. Im weiteren Sinne wird Typografie
als Gestaltung mit Hilfe von Schrift, Bild, Grafik,
Linie, Fläche und „typografischem Raum“, also
optisch wirksamen Abständen in einem Digital-
oder Printmedium, verstanden.
Typografisches Aus der Bleisatzzeit stammendes uneinheit-
Maßsystem liches Maßsystem. 1879 stimmte der Berliner
Schriftgießer Hermann Berthold das typogra-
fische Maßsystem auf das metrische System ab.
Seit dieser Zeit gelten folgende Verhältnisse: 왘
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1 Typografie
1 mm = 2,66 p
1 p = 0,376 mm
1 Cicero (12 p) = 4,512 mm.
1.2 Schrift
Abkürzung, Bei einem qualitativ hochwertigen Satz sollten,
Abbreviatur wenn überhaupt, nur eindeutige und bekannte
Abkürzungen vorkommen. Abkürzungen werden
in der Fachsprache auch Abbreviatur genannt.
Akzentbuchstaben Betonungszeichen, z. B.: Akut á, Gravis à, Zir-
kumflex â, Cedille ç, Trema ë, Tilde ~, Angström
Å.
Anführungszeichen Bei deutschen Texten gibt es verschiedene
Möglichkeiten des Einsatzes von Anführungs-
zeichen:
„Deutsche Anführungszeichen“,
«Französische Anführungszeichen»,
»Deutsch-Französische Anführungszeichen«.
Ästhetikprogramm Programm bzw. Programmfunktion, welches
automatisches Unterschneiden von Zeichenpaa-
ren realisiert.
Auslassungspunkte Eine Auslassung im Text wird mit drei Punkten
gefüllt. Vor und nach den ... steht je ein Leerzei-
chen.
8 © Holland + Josenhans
Schrift 1
Barock-Antiqua Schriftgruppe, welche durch schrägen bzw. fla-
chen Dachansatz, flachen Serifenübergang, deut-
liche Unterschiede bei Grund- und Haarstrichen
und die fast senkrechte Symmetrieachse gekenn-
zeichnet ist.
Bézierkurve Mathematische Form zur Beschreibung der
Außenkontur bei Adobe Typ 1 und 3 Schriften.
Bildschirmschriften Schriften, die sich besonders für die Bildschirm-
darstellung eignen, meist serifenlose Schriften
wie Arial, Helvetica, Tahoma oder Verdana. Als
Bildschirmschriften werden üblicherweise Sys-
temschriften verwendet, da diese zur Schriftdar-
stellung auf jedem Betriebssystem immer zur
Verfügung stehen.
Bodytext → Grundschrift (S. 10)
Dickte, Breite eines Buchstabenbildes plus die Vor- und
Dicke Nachbreite, d. h. dem Weißraum vor und nach
dem Zeichen.
Displayschriften Schriften mit einer Schriftgröße > 48 pt.
Divis, Waagerechter Strich im Text – wird auch Trenn-
Bindestrich strich genannt.
Duktus Eigenart einer Schrift; wird auch Schriftcharak-
ter genannt. Strichstärke, -führung und -kon-
trast bilden den Duktus.
Durchschuss Vertikaler Abstand von Schriftunterkante bis zur
nächsten Schriftoberkante. Nicht zu verwech-
seln mit → Zeilenabstand (S. 15).
Einheitensystem Für die Zurichtung einer Schrift. Ein Geviert wird
in kleinere Einheiten aufgeteilt. Beispielsweise
wird beim 48-Einheitensystem das Geviert in 48
Teile zerlegt.
Exponenten Hochzahlen. Hochstehende Zeichen mit vermin-
dertem Schriftgrad, z. B. a2 + b2 = c2. Werden vor
allem im Formalsatz verwendet.
Fleisch Darunter wird die nichtdruckende Fläche um
das Buchstabenbild verstanden. Zeichen mit viel
Fleisch sind beispielsweise A, C, J, L, O, T; mit
wenig Fleisch N, I, U.
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1 Typografie
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Schrift 1
Haarlinie Dünnste mögliche Linie, die ein Ausgabegerät
darstellen kann. Die Haarlinie eines Laserbe-
lichters ist im Vergleich zur Haarlinie eines La-
serdruckers so dünn, dass sie nicht reproduziert
werden kann.
Haarstriche Die feinen Striche des Schriftzeichens.
Halbgeviert-Ziffern Jede Ziffer ist gleich breit. Dies ist im normalen
Ziffernsatz nicht so. Halbgeviert-Ziffern werden
häufig im Tabellensatz verwendet.
Indizes Einzahl: Index. Tiefstehende Zeichen mit vermin-
dertem Schriftgrad, z. B. H2O.
Interpunktionen Gliederungszeichen, z. B.: . , ; ? ! : > < „“ –
Kapitälchen KAPITÄLCHEN sind Versalien auf Mittellängenhöhe.
Eigener Schriftschnitt, vom Schriftkünstler spe-
ziell erstellt.
Kerning Zurichtung der Satzzeichen zueinander durch
Dicktenreduzierung.
Kerning-Tabelle Teil des Ästhetikprogrammes. Es werden die
Abstände von Zeichenpaaren zueinander optisch
zugerichtet.
Klammern Beispiele: ( ) Paranthesen, { } Akkoladen,
[ ] eckige Klammern.
Klassizistische Schriftgruppe, welche durch waagrechten Dach-
Antiqua ansatz, waagrechte Serifen, sehr deutliche Unter-
schiede bei Grund- und Haarstrichen und der
senkrechten Symmetrieachse gekennzeichnet ist.
Kompress Zeilenabstand ist so groß wie die Schriftgröße,
d. h. kein Durchschuss. Zum Beispiel bei 12 pt
Schriftgröße mit 12 pt (4,2 mm) Zeilenabstand.
Konsultationsgröße Schriftgröße kleiner 8 pt. Bezeichnung für
Schriftgrade von Fußnoten, Marginalien oder
Randbemerkungen außerhalb des Satzspiegels.
Laufweite Wird durch die Zeichenbreite und deren Abstand
zum nächsten Zeichen definiert.
Ligatur Eine Ligatur ist ein Doppelbuchstabe, d. h. es sind
zwei Zeichen vereinigt. Ligaturen kamen aus der
Zeit des Bleisatzes und finden in heutiger Zeit im-
mer noch Anwendung. Ligaturen sind bei Antiqua-
왘
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Typografiestruktur und Layout 1
• nach satztechnischen Regeln ist:
(07 11) 6 14 39 20,
• nach DIN ist die Gliederung: 0711 6143920.
Das heißt, bei der satztechnischen Zahlengliede-
rung von Telefonnummern wird ein Spatium alle
zwei Ziffern von hinten eingefügt; Vorwahl und
Telefonnummer sind getrennte Zahlenkolonnen,
um die Lesbarkeit zu verbessern.
Die Zahlengliederung nach DIN gibt keine Spa-
tien mehr vor, sondern es wird nur noch die
Vorwahl von der Telefonnummer getrennt.
Zeilenabstand ZAB – Abstand von Zeile zu Zeile, gemessen von
Grundlinie zu Grundlinie. Bei den meisten Pro-
grammen ist der ZAB auf 20 % voreingestellt.
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1 Typografie
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Typografiestruktur und Layout 1
Grundlinienraster Durch das Grundlinienraster wird die → Regis-
terhaltigkeit (S. 18) der Grundschrift bei Vorder-
und Rückseite bei Schön- und Widerdruck-Pro-
dukten sichergestellt (→ Gestaltungsraster
S. 16).
Hängender Einzug Beim hängenden Einzug nimmt die erste Zeile
eines Absatzes die gesamte Zeilenbreite ein und
die nachfolgenden sind durch einen Einzug ver-
kürzt. Der hängende Einzug wird oft bei Fließ-
satzanzeigen verwendet.
Haupttitel Eigentlicher Titel des Buches. Enthält Autor,
Titel und Verlag.
Headline Hauptüberschrift.
Hurenkind oder Witwe Umbruchfehler – Text-Ausgangszeile am Anfang
einer Spalte oder Seite.
Index Stichwortverzeichnis s. Mehrzahl Indizes (S. 11)
Initiale Großer, manchmal verzierter Anfangsbuchstabe
am Satzbeginn, z. B. bei einem Kapitelanfang.
Initialeinzug Beim Initialeinzug erfolgt eine Einrückung in der
Größe des Initials.
Kolumne Eine Seite eines Werkes oder Druckproduktes.
Kolumnenziffer oder Seitenzahl
Pagina
Kolumnentitel, Enthält Text, der sich auf den Inhalt der Seite
lebender bezieht und der bei neuen Inhalten angepasst
wird (z. B. Überschriften, Themen).
Kolumnentitel, toter Enthält nur die Seitenzahl sowie Text, der sich
nicht auf den Inhalt der jeweiligen Seite bezieht,
sondern statisch bleibt (z. B. Autor, Titel).
Layout Entwurf, welcher dem künftigen Publishing-
Ergebnis entspricht.
Lesetypografie Darunter wird die optimale makro- und mikroty-
pografische Aufbereitung eines Medienpro-
duktes unter dem Aspekt der Lesbarkeit ver-
standen. Die Lesetypografie ist stark produktab-
hängig, da nicht alle Medienprodukte die glei-
chen Anforderungen an die Lesbarkeit stellen.
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1 Typografie
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Typografiestruktur und Layout 1
Reinlayout Verfeinerung des Rohlayouts. Schriftart, -größe,
Laufweite, Zeilenabstand, Satzart, Anordnung
der Texte, Bilder usw. sind eindeutig.
Rohlayout Umsetzung des Scribbles nach der ersten Ent-
wurfsphase. Das Rohlayout ist formatverbindlich.
Rubriktitel → Toter (S. 17) oder → lebender Kolumnentitel
(S. 17)
Satzarten Ausrichtung des Textes. Satzarten sind:
• → Blocksatz (S. 15),
• → Flattersatz linksbündig oder
rechtsbündig(S. 16),
• → Gedichtsatz (S. 16),
• → Mittelachsensatz oder zentrierter Satz
(S. 18),
• → Rausatz, rechts- oder linksbündig (S. 18),
• → Freier Zeilenfall (S. 16),
• → Figuren- oder Formsatz (S. 16).
Satzspiegel Beschriebene bzw. bedruckte Fläche einer Seite.
Seitenumbruch Beim Seitenumbruch werden Texte und Abbil-
dungen zu ganzen Seiten zusammengefügt.
Schusterjunge Umbruchfehler – Text-Anfangszeile am Ende
einer Spalte oder Seite.
Schmutztitel Das erste bedruckte Blatt eines Buches. Der
Schmutztitel enthält Autor und Titel des Buches
und steht vor dem Haupttitel.
Scribble Ideenskizze, die erste Gedanken visualisiert.
Nicht formatverbindlich.
Seitenlayout Entwurf für eine Seite oder Doppelseite, der in
allen Details dem späteren Medienergebnis
entspricht.
Silbentrennprogramm Programm, das automatisch die Silbentrennung
durchführt. Es trennt nach den Trennregeln der
amtlichen Rechtschreibung und nach dem →
Ausnahmewortlexikon (S. 15).
Spaltensatz Text, der über mehrere Spalten fließt.
Spaltenabstand, Der Spaltenzwischenraum ist der Weißraum
Spaltenzwischenraum, zwischen zwei Spalten.
Spaltenschlag
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1 Typografie
1.4 Typografieprodukte
Akzidenzsatz Publizieren von Klein- und Gelegenheitsdruck-
sachen, wie z. B. Geschäfts- und Privatdrucksa-
chen. Werden heute überwiegend im → Digital-
druck (S. 142) mit niedrigen Auflagen gedruckt.
Zu den Akzidenzdrucksachen werden Briefbo-
gen, Broschüren, Eintrittskarten, Einladungen,
Flyer, Formulare, Prospekte, Speisekarten,
Visitenkarten.
Buchsatz → Werksatz (S. 24)
Broschur, Buchblock mit flexiblem Umschlag, der direkt
Softcover am Buchblock angeklebt ist. Für Druckprodukte
mit wenigen Seiten oder für Bücher mit geringer
Lebensdauer. Es werden ein- und mehrlagige
Broschuren unterschieden.
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