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Grüner Klub im Parlament

AbgNR Mag. Albert Steinhauser


Justizsprecher der Grünen

Löwelstraße 12
1017 Wien

An die Korruptionsstaatsanwaltschaft

Universitätsstraße 5
1010 Wien
(zuständig gemäß § 20a StPO wegen Verbrechen des § 302 StGB (Missbrauch der Amtsgewalt)

An das Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (§ 20a Abs 2


StPO), BMI, Herreng. 7, Postfach 100, 1014 Wien

STRAFANZEIGE

gemäß § 80 Abs 1 StPO

gegen
MR Mag. Erich ZWETTLER
Oberstleutnant Josef BÖCK
Chefinspektorin Bettina BOGNER
Herbert LANDAUF

wegen
Freiheitsentziehung (§ 99 Abs 2 StGB), Falscher Beweisaussagen (§ 288 Abs 1 StGB)
Urkundenunterdrückung (§ 229 StGB), Missbrauch der Amtsgewalt (§ 302 StGB)
Hintergrund

Seit zumindest 2006 wird gegen über 20 Personen die fallweise oder regelmäßig im
Tierschutzbereich aktiv sind, polizeilich und staatsanwaltschaftlich ermittelt.

Im 5. April 2007 wurde über Initiative der Geschäftsführer der Bekleidungskette Kleider
Bauer, Peter und Werner Graf, die sich durch regelmäßige Tierschutzdemonstrationen vor
ihren Filialen (Protest gegen Verkauf von Pelzprodukten durch Kleider Bauer), sowie
vereinzelte Sachbeschädigungen mit möglichem Tierschutzhintergrund gestört fühlten, eine
Sonderkommission, die Soko Bekleidung, eingerichtet, die das Ziel hatte, gegen Tierschützer
zu ermitteln.

Leiter und oberster Verantwortlicher dieser Sonderkommission (Soko) war Mag. Erich
ZWETTLER, als operative Leiter fungierten Oberstleutnant Josef BÖCK, Chefinspektorin Bettina
BOGNER und Herbert LANDAUF, später auch MR Sybille GEISZLER. Die Genannten werden im
Folgenden kurz als Soko-Leitung bezeichnet.

An Ermittlungsmaßnahmen wurden unter anderem gesetzt:

• die Überwachung und Aufzeichnung von Telefongesprächen (Telefonüberwachung)


• Beschattungsmaßnahmen
• Abfangen von E-Mails
• Peilsender auf Autos
• Rufdatenerfassung (Standort- und Verbindungsdaten)
• Großer Lauschangriff (akustische Überwachung einer Wohnung)
• Optische Überwachung
• der Einsatz von zumindest einer Vertrauensperson sowie mehrerer verdeckter
ErmittlerInnen, darunter:
• der lang andauernder Einsatz (das Einschleusen) einer verdeckten Ermittlerin vom
27.4.2007 bis zumindest 29.10. 2008, inklusive der Teilnahme an diversen
Tierschutzaktivitäten, der verdeckten Ermittlerin mit den Decknamen Danielle Durand
• Der Einsatz der Vertrauensperson VP 481 vom 8.5.2007 bis zum 2.11.2007
• Hausdurchsuchungen und Festnahmen (siehe dazu sogleich)

Diese äußerst eingriffsintensiven Ermittlungs- und Zwangsmaßnahmen, bei denen alles


aufgeboten wurde, was kriminalistisch möglich ist, wurden damit begründet, die
Verdächtigen seien Mitglieder einer kriminellen Organisation iSd § 278a StGB. Ohne diesen
Vorwurf wären die angeführten Ermittlungsmaßnahmen rechtlich teilweise gar nicht möglich
gewesen.

Am 21. Mai 2008 wurden im Zuge der Ermittlungen 23 Hausdurchsuchungen durchgeführt,


zahlreiche Gegenstände, insbesondere Computer, Festplatten und Akten, beschlagnahmt
und 10 Personen, darunter vier Mitglieder des Vereines gegen Tierfabriken (VgT),
festgenommen. In weiterer Folge, am 23. bzw 24.5.2008 wurde gegen alle Festgenommenen
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die Untersuchungshaft verhängt (41 Hv 68/09z ON 370 ff; sofern nicht anders angegeben
beziehen sich alle ON-Angaben auf 41 Hv 68/09z). Später kam es noch zu 6 weiteren
Hausdurchsuchungen. Die Untersuchungshaft wurde infolge verlängert (am 6.6.2008, ON
501; u.a.; vgl zB ON 600 bzgl Martin Balluch, ON 764 u.a.)

Allein aus dem Büro des Verein gegen Tierfabriken (VgT) wurden Gegenstände im Umfang
von zwei Lastwagenladungen weggeschafft.

Nach 105 Tagen Haft wurden die Inhaftierten freigelassen, über Weisung der
Oberstaatsanwaltschaft (ON 816) war die Enthaftung beantragt worden. Beschuldigter
Christian Moser war bereits vorher durch richterlichen Beschluss enthaftet worden.

Mit Strafantrag vom 6. August 2009 (ON 1483) wurde Anklage gegen 10 Verdächtige
erhoben, mit Nachtragsstrafantrag vom 1. Februar 2010 (ON 1639) die Anklage auf weitere 3
Personen, allesamt Mitglieder und Angestellte des VgT, ausgeweitet. Damit waren 7 der
Angeklagten VgT-Mitglieder.

Am 2. März 2010 begann die entsprechende Hauptverhandlung am Landesgericht Wiener


Neustadt unter der Aktenzahl 41 Hv 68/09z, am 2. Mai 2011 soll das Urteil verkündet
werden.

Das gesamte Verfahren wurde in den Medien als Tierschützerprozess oder Tierschutzprozess
bezeichnet. Diese Begriffe werden auch im Folgenden verwendet.

Der Einsatz der verdeckten Ermittlerin Danielle Durand und deren Ergebnisse

Der Einsatz der verdeckten Ermittlerin (VE) mit dem Decknamen Danielle Durand führte zu
einem umfassenden Entlastungsbeweis der im Tierschutzprozess Beschuldigten. Die VE war
bis in die innersten Kreise der VgT vorgedrungen und genoss das Vertrauen einer Reihe von
Verdächtigen wie Martin Balluch, dessen damaliger Partnerin, Felix Hnat und Monika
Springer. Die VE nahm an mehr als 70 Demonstrationen Teil, an mehreren Veranstaltungen
inklusive der Animal Liberation Workshops, an zwei Veranstaltungen im Ausland, an
Jagdstörungen. Sie war Mitglied der nur über Einladung zugänglichen Tierrechts-E-Mailliste
Fadinger.

Trotz ihrer Umfangreichen Aktivitäten und ihrer umfassenden Einbindung in den VgT konnte
die verdeckte Ermittlerin während ihres gesamten Einsatzes weder gerichtlich strafbare
Handlungen feststellen, noch die Planung gerichtlich strafbarer Handlungen. Handlungen,
die aus Sicht von Soko und Staatsanwaltschaft (StA) verdächtig waren, konnte Sie, ganz im
Sinne der Verantwortungen der Beschuldigten, durch normale Vereinsarbeit des VgT
erklären, beispielsweise das Anschaffen von Funkgeräten für Jagdstörungen und Recherchen
von Tierhaltungsbedingungen.

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Aus den Berichten VE konnte man ersehen, dass der VgT alles andere als hierarchisch ist,
sondern ein demokratischer Verein, bei dem sich jeder einbringen kann.

Die Berichte machten deutlich, dass es sehr leicht ist, beim VgT mitzuarbeiten und das
Vertrauen der Aktivisten zu gewinnen. Binnen kürzester Zeit hatte Durand Namen,
Geburtsdaten und Adressen von Aktivisten ermittelt, indem sie sich die Ausweise zeigen ließ.
Ihr wurden bei Aktionen das VgT Auto und Ausweispiere anderer Aktivisten anvertraut. Sie
hütete das Haus des Verdächtigen Felix Hnat, während dieser mit Partygästen schwimmen
war.

Aus den Berichten der VE ergab sich weiters, dass die Verdächtigen zu mehreren von
einander verschiedenen Tierschutzvereinen bzw. –gruppen gehören, insbesondere zu VgT
und BaT (Basisgruppe Tierrechte) und sich diese Gruppen feindlich gegenüberstehen.

Die verdeckte Ermittlerin war vom 25.04.2007 (erstes Auftreten am VGT-Infostand) bis
29.10.2008 (letztes E-Mail von „Danielle.DURAND@gmx.at“ an die Dreizehntangeklagte
Monika SPRINGER), also insgesamt 17 Monate, getarnt als „Danielle DURAND“ im
dienstlichen Auftrag mit den ihr bekannten 13 Angeklagten und 1.100 weiteren Personen in
Kontakt, deren Identitäten in 90 Fällen durch die VE ermittelt wurden.

Insgesamt hat die VE an 209 Einzelereignissen teilgenommen, darunter private und


aktivistische Partys, private Mittag- und Abendessen, Informationsveranstaltungen,
Vorträge, Workshops, Kongresse, Demonstrationen, Aktionen des zivilen Ungehorsams, wie
Tiertransportblockaden, Jagdstörungen, nächtlichen Aktivitäten wie Recherchen und
Wildplakatieren, Plenarsitzungen der inkriminierten Tierrechtsgruppen BAT und VGT,
Computersecurity-Workshops, uva...

Regelmäßig wurde von der VE das Auftreten der nunmehrigen Angeklagten als „friedlich“
bezeichnet, bei Veranstaltungen „kam es zu keinen Ausschreitungen“, sie verliefen immer
wieder „ohne besondere Vorkommnisse“.

[41HV68/09d ON2081 Bericht der verdeckten Ermittlerin 'Danielle DURAND' S10, S11, S17,
S38, S58, S70, S73, S74, S76, S77, S87, S88, S91, S92, S94, S95, S96, …]

Für Details und weitere Nachweise siehe Beilage 1.

In ihrer Aussage vor Gericht hat die VE ihren Bericht zur Gänze bestätigt.

Einsatz der Vertrauensperson VP 481 und deren Ergebnisse

Rund fünf Monate wurde im Jahr 2007 eine Privatperson namens Esther Hofbauer, die
früher einmal mit dem VgT Kontakt hatte, im Auftrag der Polizei in die Tierschutzszene,
speziell den VgT eingeschleust und polizeilich unter dem Titel VP 481 geführt. Ihre

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Ergebnisse waren ähnlich, wie jene der VE Danielle Durand: Die VP hat weder strafbare
Handlungen beobachtet, noch deren Planung feststellen können. Alles was sie wahrnahm
war normale, legale Vereinsarbeit.

Bericht des Führers der VP 481, AI Franz Raab, datiert mit 10.5.2007 (BK 5.3.1. -
II86/07).

Strafbare Handlungen der Soko Leitung

Freiheitsentziehung (§ 99 Abs 2 StGB)

Der Untersuchungshaftbeschluss im Tierschutzprozess stützt sich einerseits pauschal auf die


„bisherigen Erhebungen durch die Kriminalpolizei“ und konkret ausschließlich auf den
Zwischenbericht vom 22.5.2008 (ON 346), verfasst von CI BOGNER. Darin ist keine Rede
davon, dass die Ermittlungen der verdeckten Ermittlerin (VE) Danielle Durand und der
Vertrauensperson (VP) eine massive Entlastung ergeben haben. Dass es überhaupt solche
Ermittlungen gegeben hat, wurde nicht einmal erwähnt. Stattdessen wird primär aus Mails
versucht, auf eine Gesinnung der Beschuldigten und von dieser Gesinnung wird versucht, auf
die Täterschaft der Beschuldigten zu schließen.

Beweis:

Haftbeschluss ON 371, bei dem sich der dringende Tatverdacht einzig pauschal auf
die„bisherigen Erhebungen durch die Kriminalpolizei“ und ON 346 stützt.

VE-Bericht

Bericht des Führers der VP 481, AI Franz Raab, datiert mit 10.5.2007 (BK 5.3.1. -
II86/07) der erst am 25.1.2011 dem LG Wiener Neustadt auf dessen Urgenz
übergeben wurde.

Somit besteht der dringende Verdacht, dass die U-Haft seitens der Soko-Leitung durch
falsche Angaben bzw durch das Verschweigen entlastender Beweise erwirkt wurde und den
Beschuldigten daher ungerechtfertigt die Freiheit entzogen wurde.

Vor ihrer Entscheidung über die Verlängerung der Untersuchungshaft wurde die zuständige
Untersuchungsrichterin Astrid Toifl-Goster von der Soko-Leitung, konkret von OL BÖCK,
gebrieft.

Beweis: Aktenvermerk TOIFL-GOSTER, ON 1a, S 256; ON 501 S 4).

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Sie war relativ kurzfristig mit dem Fall betraut worden, da die eigentlich zuständige Richterin
aufgrund einer Frühkarenz ausfiel.

Das persönliche Gespräch mit BÖCK fand am 5.6.2008 statt, am 6.6.2008 kam es noch zu
einem Telefonat zwischen BÖCK und TOIFL-GOSTA. Danach, am 6.6.2008 fanden die
Haftverhandlungen statt (ON 501 u.a.) und über sämtliche Festgenommenen in der Causa
wurde die U-Haft verlängert. In der Haftverhandlung verweist die Untersuchungsrichterin
explizit auf das Gespräch mit der „Soko-Leitung“.

Beweis: Haftverhandlungsprotokoll ON 501 S 4

In seinem Gespräch mit der Haftrichterin TOIFL-GOSTA hat BÖCK dabei zahlreiche belastende
Indizien konstruiert, Entlastendes hingegen verschwiegen.

In Zusammenhang mit den bereits erwähnten falschen, scheinbar belastenden Angaben


BOGNERS im Zwischenbericht führte dies zur Verlängerung der U-Haft, das heißt zu einer
sachlich nicht gerechtfertigten Freiheitsentziehung.

Im Detail wurden folgende faktisch falschen Behauptungen aufgestellt:

• BÖCK behauptete, „bei fast allen der 10 in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten


hätte man Tarnanzüge, Sturmmützen und Einwegspritzen, wie sie für
Buttersäureanschläge verwendet werden, sichergestellt“. Richtig ist, dass niemand der
Beschuldigten alle diese drei Gegenstände zu Hause hatte. Es waren also nicht „fast alle“
sondern niemand. Selbst wenn man nur einen dieser Gegenstände nimmt, kommt man
noch immer nicht auf „fast alle“ von 10, sondern lediglich auf 6 Personen: Nur eine
Person hatte einen Tarnanzug und Sturmmützen, allerdings wäre das für
Buttersäureanschläge in einer Stadt nicht geeignet und es gab keine Hinweise, dass die
unbekannten Täter der Buttersäureanschläge solche Bekleidung verwendet hatten. 5
Personen hatten Einwegspritzen, aber alle diese Personen arbeiten in der Tierpflege und
brauchen solche Einwegspritzen für diese Arbeit. Abgesehen davon wurden, anders als
BÖCK angab, bei den Buttersäureanschlägen nicht grundsätzlich Spritzen verwendet. Dies
war nur bei einer Minderheit der verfahrensgegenständlichen Anschläge der Fall.

• Böck behauptete, im Materiallager des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) seien zahlreiche
Chemikalien und Gegenstände für Anschläge gelegen. Eine chemische Analyse aller
dieser Chemikalien hat bestätigt, dass sie harmlos sind und keine für einen Anschlag
verwertbar gewesen wäre. Im Materiallager gab es keinen einzigen Gegenstand, der für
einen Anschlag verwendet wurde oder verwendbar gewesen wäre.

• Böck behauptete weiters, im VGT-Büro sei ein hochspezialisiertes, professionelles


Einbruchswerkzeug gewesen. Das Gerichtsverfahren hat ergeben, dass es sich dabei um
Sperrwerkzeug handelt, das für Recherchen in verschlossenen Tierfabriken benutzt

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worden war. Zu keiner der inkriminierten Straftaten war Sperrwerkzeug notwendig.
Böck, der mit der Sache in leitender Funktion betraut war, wusste das.

• Böck behauptete auch, die verschlüsselten Dateien am Computer würden


Anschlagspläne enthalten. Die Polizei kennt alle verschlüsselten Files von Martin Balluch
in unverschlüsselter Form und hat auch den gesamten verschlüsselten VGT-Server in
unverschlüsselter Form gefunden. In keinem dieser Dateien fanden sich Anschlagspläne,
oder sonst irgendetwas Belastendes für die Angeklagten.

• Es gäbe Zusammenhänge der Beschuldigten zu einer Brandstiftung eines Jagdhauses in


Zurndorf und der Sachbeschädigung einer Fasanenvoliere in Wildon. Die Einvernahmen
und die Beweise vor Gericht haben unzweifelhaft bestätigt, dass das Jagdhaus in
Zurndorf nicht aufgrund einer Brandstiftung sondern wegen der Überhitzung des Ofens
durch die Jäger abgebrannt ist. Die Protokolle der verdeckten Ermittlerin bestätigten,
dass die Beschuldigten zur angegebenen Zeit am Tag eine Jagdstörung und nicht in der
Nacht eine Sachbeschädigung geplant hatten.

Es bestehet der Verdacht, dass durch das geschilderte Verhalten die Soko-Leitung,
insbesondere BOGNER und BÖCK, dazu beigetragen haben, dass über die Beschuldigten die
Untersuchungshaft verhängt und verlängert wurde, während es bei voller Kenntnis der
erwähnten Fakten seitens des Gerichts zu keiner Untersuchungshaft gekommen wäre, da
kein dringender Tatverdacht gegeben gewesen wäre. Zu prüfen wird deshalb sein, ob die
Soko-Leitung, insbesondere Bogner und Böck, damit vorsätzlich veranlasst hat, dass den
Beschuldigten widerrechtlich die Freiheit entzogen wird, und damit das Delikt der
qualifizierten Freiheitsentziehung (§ 99 Abs 2 StGB) verwirklicht wurde.

Unterdrückung eines Beweismittels (§ 295 StGB) – Urkundenunterdrückung (§ 229 StGB)

Alle Mitglieder der Soko-Leitung wussten vom Einsatz der VE und VP und von deren
Ermittlungsergebnissen.

Beweis: Am 18.12.2007 informieren die SOKO-Leiter Erich ZWETTLER und Josef


BÖCK den „Herrn Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit“, Dr. Erik
BUXBAUM, in einem „Zwischenbericht und Vorhabensbericht“: Aus dieser
„Information für den HGD“ geht erstmals der Einsatz von verdeckten
Ermittlungen und Vertrauenspersonen hervor: So schreibt der den Bericht
legende SOKO-Leiter Mag. Erich ZWETTLER über die „bisherigen
Maßnahmen“: „In Absprache mit dem zuständigen StA/UR des LG Wr.
Neustadt wurden folgende taktische Instrumente eingesetzt: […] Verdeckte
Ermittlungen [...]“ (41HV68/09d HV-Beilage./105 - S2).

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Weiters schreibt ZWETTLER über die „Geplante weitere Vorgangsweise“:
„[...] Fortsetzung VE-Einsatz (ab 01.01.2008 genehmigungspflichtig, was
auch geschehen wird) [...]“. [41HV68/09d HV-Beilage ./105 - S4]

Somit wussten jedenfalls ZWETTLER und BÖCK davon. Böck bestätigt das auch vor Gericht (HV-
Protokoll vom 28.07.2010 Vormittag S 22): „Es hat einen verdeckten Ermittlungseinsatz 2007
gegeben (…). Alles Nähere zu dem verdeckten Ermittler müssen sie Abteilungsleiter Mag.
ZWETTLER fragen, denn der ist Jurist und die verdeckten Ermittler sind ihm direkt unterstellt.
“ Auch Zwettler bestätigt die Existenz verdeckter Ermittlungen (HV-Protokoll vom
28.07.2010 Nachmittag S. 28).

Auch BÖCK wies auf die Frage nach Vertrauenspersonen auf deren Einsatz hin: „Ja. Ich habe
deshalb bewusst den Begriff 'verdeckter Ermittlungseinsatz' erwähnt“ [S23]

BOGNER bestätigte ebenfalls bei ihrer Aussage vor Gericht, dass sie davon wusste.

Beweis: HV-Protokoll Nachmittag vom 08.04.2010 S17ff: „Es hat verdeckte


Ermittlungen gegeben“
In einem von BOGNER verfassten Zwischenbericht wird ebenfalls der Einsatz
einer „VP und VE“ allgemein erwähnt (ON 97 pdfS2 / AS 13).

Der VE-Führer CI Wappel bestätigt, dass die gesamte Soko-Leitung detailliert informiert war:

Beweis: Amtvermerk CI Wappel: „Der VE-Einsatz wurde parallel in Form eines VE-
Berichtes dokumentiert. Dieser wurde regelmäßig der SOKO-Leitung vorgelegt und
von dieser gesichtet. Der SOKO-Leitung oblag es, den Bericht oder Teile des Berichts
in den Akt einfließen zu lassen“ (Amtsvermerk des VE-Führers CI Stefan WAPPEL vom
27.11.2010 S 1 und zeugenschaftliche Aussage CI Stefan WAPPEL am 15.12.2010; Das
HV-Protokoll wurde der Verteidigung bis dato nicht vorgelegt). „Aufträge für die
Durchführung der verdeckten Ermittlung erfolgten ausschließlich von der SOKO-
Leitung“ (Amtsvermerkt S. 2, Aussage wie oben).

Mit dem Verheimlichen der VE- und VP-Berichte durch die Soko-Leitung wird zu Prüfen sein,
ob die Mitglieder der Soko-Leitung Beweismittel unterdrückt haben, die für die Verwendung
in einem Strafverfahren bzw einem Ermittlungsverfahren bestimmt waren (vgl Fabrizy,
StGB10 § 295 Rz 2).

Zweifellos war das Protokoll dafür bestimmt, im Ermittlungsverfahren bzw der


Hauptverhandlung verwendet zu werden. Allein der Umstand, dass beide Beweismittel
entlastend waren, führte zur Unterdrückung derselben durch die Soko-Leitung.

VE- und VP-Berichte sind aber nicht nur ein Beweismittel sondern auch Urkunden nach der
Definition des § 74 Abs 1 Z 4 StGB.

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Da es sich bei diesen Berichten um Urkunden handelt, ist auch § 229 StGB verwirklicht (

(Urkundenunterdrückung), der gemäß § 295 diesem vorgeht.

Unterdrücken bedeutet, den Berechtigten um die Möglichkeit zubringe, sich ihrer zu


bedienen. Dazu gehört auch die Nichtvorlage der Urkunde „wenn der Täter bei wem oder
bei welche Stelle immer verpflichtet ist“ (Fabrizy, § 229 StGB RZ 4 mwN).

Die Verpflichtung zur Vorlage ergibt sich aus § 3 StPO sowie § 100 Abs 4 StPO.

Falsche Beweisaussagen (§ 288 Abs 1 StGB)

Mehrere Mitglieder der Soko-Leitung haben vor Gericht während ihrer Einvernahme in der
gegenständlichen Hauptverhandlung des Tierschutzprozesses den Akten nachweislich
widersprechende Angaben gemacht, deren Widersprüchlichkeit sie kennen mussten. Es wird
daher zu prüfen sein, ob das Delikt der Falschen Beweisaussage verwirklicht wurde.

So wurde von MR ZWETTLER, CI BOGNER, OL BÖCK behauptet, es hätte nach 2007 keine
verdeckte Ermittlung mehr stattgefunden. In Wahrheit liefen die verdeckten Ermittlungen
Durands aber bis 2008, wie sich bereits aus ihrem Bericht ergibt.

Beweis:

ZWETTLER antwortet auf die Frage Rechtsanwalt Karls, ob es ab 1.1.2008 keine


verdeckten Ermittlungen gegeben habe: „Nein.“ (HV-Protokoll vom 28.7.2010
Nachmittag, S.54 f). Unmittelbar davor sagt Zwettler zum Thema: „ (…) das ist die
Geschichte mit der Strafprozessordnung, am 1.1.2008 hat ja die Sache rechtlich
anders dargestellt. Wir waren ja zu dem Zeitpunkt auch sehr weit im Bereich
strafprozessualer Maßnamen und im Strafprozess neu sind Anordnungen der
Staatsanwaltschaft erforderlich, wenn man verdeckte Ermittlungen machen will, soll,
muss. Es ist damals entschieden worden, dass man das nicht macht“ (aaO S. 54).

BOGNER: „Es gab dann eine Überlegung, dass nach der StPO, auch durch die Änderung
1.1.2008 bedingt, es Diskussionen in der Führungsebene der SOKO gab, ob man
diesen verdeckten Ermittler laufen lassen soll, nach den Kriterien der StPO. Die
Entscheidung ist dagegen gefallen, weil aufgrund des [„konspirativen“ fehlt:
Protokollfehler!, Anm.] Verhaltens der verdeckte Ermittler keine Ergebnisse hätte
liefern können. […] Man hat gesagt, da ist ein derartiges Misstrauen gegenüber
Fremden, und man schätzt das so ein, dass keinerlei Beweise hier gewonnen werden
konnten. “ (HV-Protokoll vom 08.04.2010 Nachmittag, S. 19).

BÖCK: „Es hat einen verdeckten Ermittlungseinsatz 2007 gegeben ….“ (HV-Protokoll
vom 28.07.2010 Vormittag, S 22)

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Zum VE-Bericht, sowie deren Aussage, aus der sich klar ergibt, dass die VE auch noch
im Jahr 2008 ermittelt hat, siehe bereits oben.

Dass es sich dabei um einen bloßen Irrtum zum Zeitpunkt der Aussage gehandelt hat, ist
auszuschließen, da ZWETTLER und BOGNER ausdrücklich darauf Bezug nahmen, dass seit 2008
(mit Inkrafttreten der neuen StPO) eine geänderte Rechtslage bezüglich verdeckter
Ermittlungen gilt. Dass die neue StPO seit 2008 gilt, weiß jeder Polizeibeamte. Daher ist auch
bei OL BÖCK ein Irrtum ausgeschlossen.

CI BOGNER sagte auch aus, eine Vertrauensperson wäre nur für einen relativ kurzen Zeitraum
eingesetzt worden, man hätte den Einsatz aber „nach relativ kurzem Zeitraum“ von sich aus
beendet. Tatsächlich wurde die VP nicht nur für einen kurzen Zeitraum, sondern für 5
Monate eingesetzt und der Einsatz wurde nicht von der Soko ausgehend beendet, sondern
weil die VP mitteilte „infolge persönlicher Gründe keine Informationen mehr sammeln zu
können“ (VP-Bericht S. 9).

Beweis: CI BOGNER über Vertrauenspersonen: „Das sind Leute, die gelegentlich

Geldleistungen dafür bekommen, dass sie Informationen liefern. Die VP hat


sich als völlig unbrauchbar erwiesen, weshalb das eingestellt wurde. Es war
nach relativ kurzem Zeitraum so, dass wir gesagt haben, wir verzichten auf
Informationen durch die VP. “ (HV-Protokoll vom 08.04.2010 Nachmittag, S.
19)

Hingegen schreibt VP-Führer RAAB in seinem Bericht, dass am 5.4.2007 über


Ersuchen von MR ZWETTLER nach der Suche einer geeignete VP begonnen
wurde, am 8.5.2007 kam es zum ersten Treffen mit VP 481 und am 16.5.2007
nahm die VP 481 zum ersten Mal in ihrer Eigenschaft als VP bei einer
Kundgebung teil (Bericht Franz Raab vom 10.5.2007, BK 5.3.1. - II86/07, im
folgenden VP-Bericht, S.1f). Am 1.10.2007 berichtet Raab, die VP habe
„mehrmals mit Mitgliedern des VGT tel. Kontakt“ gehabt; sie war also zu der
Zeit noch als VP im Einsatz, also bereits fast 5 Monate.

Erst am 2.11.2007 teilte die VP mit „infolge persönlicher Gründe keine


Informationen mehr sammeln zu können. Aus diesen Gründen wurde der VP-
Einsatz beendet“ (VP-Bericht S. 9).

Bogner hat vor Gericht ausgesagt, sie hätte keinen Auftrag dazu gegeben, DNA-Abriebe von
einer sichergestellten Flasche (siehe dazu auch unten) einer damals Verdächtigen, der
Zwölftangeklagten im Tierschutzprozess Monika Springer herzustellen. Tatsächlich hat
Bogner aber diesen Auftrag erteilt, wie sich aus einem von ihr selbst angelegten
Aktenvermerk ergibt.

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Beweis:

Aktenvermerk von CI BOGNER an 'Tatortgruppe 4' (HV-Beilage./85) mit dem


Wortlaut: 'Die vom .BK 5.5 VE-Ost-I, CI WAPPEL geführte VE stellte im Zuge der
Demo beim Donauinselfest am 23.06.2006 [2007; Anm.] eine
Fruchtsaftflasche, aus der die Aktivistin Monika SPRINGER, alias „Muck“,
22.03.1980 geb, getrunken hatte, sicher. Es wird ersucht DNA-Abriebe von
der Flasche herzustellen und das DNA-Material für allfällige zu beantragende
Analysen zu asservieren.'.

Damit bei ihrer zeugenschaftlichen Befragung in der HV konfrontiert, gab BOGNER


genau das Gegenteil von dem an, was sie selber vor drei Jahren im Aktenvermerk
beantragt hatte: „Die VE, die Person, hat es gemacht, und unsere Entscheidung war,
das nicht auszuwerten. Unsere Entscheidung war nein, es geht darum, dass dieser VE
nach dem SPG geführt wird. Wir werden ihn nicht für Beweismittelsicherung
heranziehen, sondern wenn wir die DNA von Frau Springer benötigen, werden wir das
im Zuge einer erkennungsdienstlichen Behandlung durchführen “ (HV-Protokoll vom
08.04.2010 Nachmittag, S. 25).

CI BOGNER stellt in ihrer Aussage vor Gericht auch die Beweislage falsch dar.

Am 37. Verhandlungstag, dem 22.07.2010, gab CI BOGNER, von der Richterin auf verdeckten
ErmittlerInnen und Vertrauenspersonen angesprochen an, diese verdeckt tätigen Personen
hätten versucht, ein Vertrauensverhältnis mit den Beschuldigten aufzubauen, das sei aber
nicht gelungen und so sei die Operation eingestellt worden.

Hingegen ergibt sich aus den Berichten der VE Danielle Durand, bestätigt durch ihre Aussage
vor Gericht, dass diese in den Innersten Kreis der VgT-Aktivisten vorgedrungen ist, voll
integriert war, und zu mehreren Personen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hatte
(näheres bereits oben und Beilage 1).

Auch diese Aussage BOGNERS war also falsch. Die Falschaussage wiegt besonders schwer, weil
sie suggeriert, VP u VE hätten nur nichts Belastendes gefunden, weil ihnen nicht vertraut
worden sei. Sie wiegt auch deshalb schwer, weil Bogner dadurch die entlastende Bedeutung
der VE und VP-Einsätze herunterspielen wollte, offenbar auch, um zu verhindern, dass das
Gericht nähere Nachforschung hinsichtlich dieser Einsätze anstellt. Tatsächlich wäre dies
Bogner auch fast gelungen. Die Verteidigung hat die Ausforschung von VE und VP mehrmals
beantragt, ohne dass das Gericht dem stattgab. Erst als nach über fünfzig
Hauptverhandlungstagen Durand unter anderem mithilfe eines von der Verteidigung
beauftragten Privatdetektivs als VE enttarnt wurde und die Medien darüber berichteten,
wandte sich nicht etwa Bogner oder die Soko, sondern die Abteilung für VE an das Gericht
und bestätigte Durand als VE.

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Beweis: Aussage des VE-Führers CI Wappel in der Hauptverhandlung des
Tierschutzprozesses am 13.12.2010. AV von Richterin Sonja Arleth über den
Anruf Wappels am 19. November 2010, in dem er die Existenz der
verdeckten Ermittlerin bestätigte; darüber berichtet die Richterin auch am
53. Hauptverhandlungstag, dem 22.11.2010.

ZWETTLER sagte, aus, er habe keine Berichte einer VE erhalten. Dem widerspricht VE-Führer
WAPPEL. Dass ZWETTLER als Soko-Leiter diese ganz entscheidenden Berichte nie erhalten hat,
erscheint auch völlig unglaubwürdig. Es ist daher diesbezüglich von einer Falschaussage
Zwettlers auszugehen.

Beweis: Auf die Frage RA Mag. BISCHOFs, ob es Berichte über den verdeckten
Ermittlungseinsatz gäbe, antwortet Erich ZWETTLER klar und deutlich: „Bei
mir nicht“ [(HV-Protokoll Nachmittag vom 28.07.2010 S 47).
Hingegen gibt WAPPEL an: „Der VE-Einsatz wurde parallel in Form eines VE-
Berichtes dokumentiert. Dieser wurde regelmäßig der SOKO-Leitung
vorgelegt und von dieser gesichtet. Der SOKO-Leitung oblag es, den Bericht
oder Teile des Berichts in den Akt einfließen zu lassen“ (Amtsvermerk des VE-
Führers CI Stefan WAPPEL vom 27.11.2010 S. 1 und zeugenschaftliche
Aussage CI Stefan WAPPEL am 15.12.2010; HV-Protokoll wurde der
Verteidigung noch nicht vorgelegt).

Missbrauch der Amtsgewalt (§ 302 StGB) in mehreren Fällen

Falsche Darstellung der Verdachtslage in Polizeiberichten:

In einem Zwischenbericht (ON 97) behauptet CI BOGNER: „Aufgrund der vorliegenden


Ermittlungsergebnisse (Erkenntnisse aus Observationen, Funkzellenauswertungen,
historischen Rufdatenrückerfassungen, Überwachung der Telekommunikation, VP und VE
Einsatz sowie Spurenauswertungen, Open Sources) kann ausgesagt werden, dass folgende
Organisationen/Personen in der ggst Causa eine bedeutende Rolle spielen; aufgrund der
Faktenlage ergeben sich konkrete Verdachtsmomente gegen die genannten Personen.“

[41HV68/09d ON97 pdfS2 / AS 13]

Gerade aber der VP und VE Einsatz, entkräften alle wesentlichen Anschuldigungen.

Falsche Darstellung bezüglich angeblicher Brandstiftung in Zurndorf

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Bei einem zunächst DDr. Martin Balluch als Brandstiftung zur Last gelegten Brand einer
Jagdhütte in Zurndorf wurde durch Korrektur des Vorfallszeitpunktes, ein Verdacht gegen Dr.
Balluch konstruiert.

Nach dem Bericht des Sachverständigen und dem ursprünglichen Polizeibericht wurde die
Vorfallszeit des Brandes zwischen 11. 11. 2007, 11 Uhr bis 11. 11. 2007 19 Uhr angegeben.
Aus dem Bericht ergeben sich keine Hinweise auf Brandstiftung, sondern werden als
Brandursache Zigarettenreste vermutet.

Beweis: Polizeibericht ON 227, Seite 2; Anlassbericht ON 227, AS 4;

Auch der Sachverständige beurteilte in seinem Gutachten den Brand mit großer
Wahrscheinlichkeit nicht als Brandstiftung und sagte anlässlich seiner Einvernahme, dass
sich seit seinem Gutachten nichts an dieser Einschätzung bzw. den damaligen Ergebnissen
geändert hatte.

Im Abschlussbericht der SOKO, für den Oberstleutnant BÖCK verantwortlich zeichnet, wird
dennoch der Brandstiftungsverdacht aufrecht erhalten, und der Vorfallszeitpunkt
ausgeweitet nämlich auf 11. 11. 2007 19:00 Uhr bis 13. 11. 2007 13:40 Uhr.

Beweis: Abschlussbericht ON 244 Seite 3

Dies offensichtlich, um Martin Balluch der sich am 13. 11.2007 in der Gegend aufhielt um
illegale Haltungsmethoden bei einer Fasanerie zu dokumentieren und anzuzeigen, besonders
verdächtig erscheinen zu lassen.

Falsche Darstellung bezüglich Kampagnen und Sachbeschädigungen

In Martin Balluchs Abschlussbericht, für den MR Mag. ZWETTLER verantwortlich zeichnet,


schreibt die Soko, dass er verdächtig sei, dass alle Kampagnen von Martin Balluch von
Sachbeschädigungen begleitet wären.

Beweis: Abschlussbericht Martin Balluch, ON 1184

VE Durand sagte aus, Balluchs Kampagnen seien:

Menschenaffenrechte (2006), Kampagne gegen Kaninchenkäfighaltung (2007) und


Tierschutz in die Verfassung (2008). Und dass all diese Kampagnen von keiner einzigen
Straftat begleitet waren. Die Soko wusste das, stellte die Sachlage aber anders dar, um
Balluch verdächtig erscheinen zu lassen.

Beweis: Aussage der VE Durand in der Hauptverhandlung am 65.Verhandlungstag,


dem 25.1.2011

13
Rechtswidrigkeit des VE und VP-Einsatzes

Die Polizei versucht, den Einsatz der VE Durand damit zu begründen, dieser sei aufgrund des
SPG zur Gefahrenabwehr erfolgt. Tatsächlich ging es aber darum Straftaten aufzuklären,
nämlich vor allem Sachbeschädigungen zum Nachteil von Kleider Bauer. Der
Gefahrenabwehr diente auch sicherlich nicht der Besuch der VE beim Zweitangeklagten Felix
Hnat während der U-Haft.

Beweis: Durand gesteht den U-Haftbesuch in ihrer Einvernahme zu

Welche Gefahr hätte verhindert werden können, als 10 Beschuldigte in U-Haft saßen? Der U-
Haft Besuch Durands diente offenbar dazu, Hnat ein Geständnis oder belastende
Informationen entlocken.

Der VE-Einsatz kann sich damit nicht auf das SPG stützen. Ein VE-Einsatz nach StPO war im
Jahre 2007 rechtlich noch nicht vorgesehen, mit der neuen StPO ab 2008 hätte er einer
staatsanwaltlichen Anordnung bedurft (§ 133 Abs 1 Satz 2 StPO), die nicht erfolgt ist.

Dazu auch Richterin Sonja Arleth bei der Urteilsverkündung im „Tierschutzprozess“


am 2.5.2011 sinngemäß:
Bei systematisch, über längerem Zeitraum durchgeführten Verdeckten Ermittlungen in
einer Straftat, die mit mehr als einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht ist, ist nun eine
Anordnung der StA erforderlich. Das Gericht ist der Ansicht, dass hier
Strukturermittlungen vorlagen, und dass daher eine Anordnung der StA ab 1.1.2008
erforderlich gewesen wäre. Das Gericht stellt fest, dass es keine Anordnung gegeben
hat.

Verschweigen eines Alibis bei der Brandstiftung Pummersdorf

Im Abschlussbericht wird Martin Balluch auch einer Brandstiftung in Pummersdorf


verdächtigt.

Beweis: Abschlussbericht Martin Balluch ON 1184

Was darin nicht erwähnt wird, sind zwei wichtigen entlastende Beweise, die Martin Balluch
der Soko übermittelt hatte: Ein Skitourenbuch, aus dem sich ergibt, dass Martin Balluch zur
Tatzeit auf Skitour war. Das Tagesbuch seiner Mutter, aus dem sich dasselbe ergibt. Und die
Aussage von Personen, die das bestätigen können.

Beschädigung einer Fasanenvoliere in Wildon (Südsteiermark) Martin Balluch in die Schuhe


geschoben, indem Fotos einer anderen Fasanerie (Zurndorf, Burgenland) genommen
wurden

14
Gegen Martin Balluch wurde eine Verdachteslage wegen Zerstörung der Fasanerie in Wildon
konstruiert, in dem man Fotos von einer anderen Fasanerie dazu heranzog.

In einem Schreiben an den Staatsanwalt teilte Soko-Mitglied LANDAUF folgendes mit: „Bei der
Auswertung des Speichermediums der Digitalkamera Panasonic-NV-HS250 konnten
Lichtbilder über die Zerstörung einer Fasanerie vom 13. 11. 2007 vorgefunden werden. Es
könnte sich hierbei um die Fasanerie in Wildon / Stmk. – siehe dazu auch Faktum 18 im
Ermittlungsakt – Tatzeit 11. 11. 2007 – handeln.“ Dazu schickte Landauf 6 Fotos mit, die eine
Fasanerie zeigen, sowie die Hand samt Armbanduhr von DDr. Martin Balluch. Landauf
kommentiert das mit den Worten „zerstörte Fasanerie und Freilassung von Fasanen, 13. 11.
2007“. Dieses sogenannte „Faktum 18“, die Beschädigung an einer Fasanenvoliere in Wildon
in der Südsteiermark, wurde ebenfalls von der SOKO untersucht. In dem entsprechenden
Bericht sind zahlreiche Fotos der Voliere vom 13. 11.2007 – also dem gleichen Datum, an
dem die oben von Landauf präsentierten Fotos aufgenommen wurden – abgebildet und es
ist offensichtlich, dass es sich nicht um dieselbe Voliere handelt. Sowohl die umliegende
Gegend (einmal ein Feld und einmal ein Wald), als auch das Ausmaß der Zerstörung sind
überhaupt nicht vergleichbar. Die Voliere in Wildon ist auch offensichtlich wesentlich kleiner.

Zusätzlich wusste Landauf sehr genau, dass DDr. Martin Balluch am 13.November 2007 um
die angegebene Zeit in Zurndorf im Burgenland – mehrere 100 km von Wildon entfernt –
Fasanenvolieren fotografiert und anschließend bei der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am
See mit genau den vorgelegten Bildern angezeigt hat. Landauf hat zu dieser Zeit die
Telefongespräche von DDr. Martin Balluch mitgehört und dabei festgestellt, dass er am 13.
November 2007 vor Ort bei den Fasanenvolieren den Tierschutzombudsmann vom
Burgenland über die von ihm fotografierten illegalen Fasanenvolieren informierte. Dieses
Gespräch fand um 13:23 Uhr statt. Auf der Armbanduhr von DDr. Balluch auf den Fotos von
Landauf ist die Uhrzeit 12:12 Uhr deutlich erkennbar. Landauf hätte also wissen müssen,
dass diese Fotos keine Zerstörung einer Fasanerie oder die Freilassung von Fasanen zeigen,
und dass absolut kein Bezug zur Fasanenvoliere in Wildon besteht. Er hat dennoch diesen
Bezug hergestellt. Damit wurde DDr. Martin Balluch in den Augen des Staatsanwalts und
insbesondere der zuständigen Richterin als verdächtig dargestellt.

Beweis: ON 1494 für die von Landauf präsentierten Fotos, ON 239 für die Fotos aus
Wildon und ON 244 AS 135 für das Telefonprotokoll aus dem Akt des
Strafantrages gegen DDr. Balluch.

Paradoxien in der Handyortung Hnat nicht offengelegt

Dem Zweitbeschuldigten Hnat wurde unter anderem Beteiligung an einer Beschädigung des
PKW der Kleider Bauer Pressesprecherin Firouz in der Nacht vom 9. auf den 10. September
2007 angelastet, weil er sich rund zwei Monate vor der Beschädigung des Autos mit seinem
Handy in einer Funkzelle im 4. Wiener Gemeindebezirk im Tatortnähe aufgehalten haben
soll.

15
Beweis: Abschlussbericht Felix Hnat, ON 1178, S. 39f.

Abgesehen davon, dass ein Aufenthalt in Tatortnähe zwei Monate vor der Tat allenfalls ein
extrem vages Indiz sein kann, ist selbst dies, nämlich die Handyortung mehr als zweifelhaft.
Wie im Zug der Hauptverhandlung durch die Verteidigung herausgearbeitet werden konnte,
springt die Funkzellenauswertung am besagtem Tag vom 4. Bezirk nach Guntramsdorf hin
und her sodass sich nach dieser Auswertung Hnat im 4. Bezirk ein paar Minuten später in
Guntramsdorf und dann ein paar Minuten später im 4. Bezirk aufgehalten haben muss – was
angesichts der Entfernung zwischen beiden Orten faktisch unmöglich ist.

Seitens der Polizei hat man das bis zum Schluss zu verschleiern versucht. Es wurde nämlich
die Ortung in Guntramsdorf, nicht adressenmäßig sondern nur koordinatenmäßig
dargestellt, sodass der „Sprung“ vom 4. Bezirk nach Guntramsdorf nicht sogleich ersichtlich
war.

Fundamentale Verletzung des Rechts auf Akteneinsicht

In zwei gerichtlichen Beschlüssen wurde bereits festgestellt, dass die Soko das Recht auf
Akteneinsicht durch pauschale Weigerung verletzt habe (Ri Andreas PABLIK LG Wr.
Neustadt, ON1202 in 41HV68/09d und Ri Katharina EDELBACHER LG Wr. Neustadt, ON1675
in 6St519/06h). In einem dritten Beschluss (Richter Dennis Hoch, Beschluss vom 15.3.2011)
wurde festgestellt, dass auch das Recht auf Anhörung der Telefonüberwachungsdateien
verletzt wurde.

Nummer von VgT-Sekretärin Maria Griebl als Nummer Martin Balluchs zwecks Abhörung
beantragt

Wiederholt hat die Soko mit Schreiben an den Staatsanwalt bzw Untersuchungsrichter die
Erlaubnis zur Verlängerung der Abhörung einer Handynummer („Antrag auf Verlängerung
der Überwachung der Telekommunikation“) beantragt, die nach der Darstellung der Soko
eine Nummer Martin Balluchs gewesen sei. Es handelt sich dabei um die Telfonnummer
0676 4452629. Mehrmals beantragte die Soko die Verlängerung der Abhörungsbefugnis.
Tatsächlich – und dass wussten die Beamten spätestens nach der ersten Abhörung – war die
Telefonnummer jene von Maria Griebl, Sekretärin des Vereins gegen Tierfabriken.

Dennoch wurde auch bei dem ersten Ansuchen um Verlängerung der Abhörung von der
Soko behauptet, die gegenständliche Nummer sei jene Balluchs.

16
Beim ersten Verlängerungsansuchen (ON 98) wurde behauptet (AS 62 unten u 63) Maria
Griebl hätte lediglich das Telefon (0676 4452629) von Martin Balluch verwendet.

Offenbar sollte damit entweder der StA bzw. in weiterer Folge der Untersuchungsrichter
irregeführt werden, oder zumindest nach außen nicht offengelegt werden, dass es sich in
Wahrheit um Griebls Nummer handelte.

Beweis: ON 98 AS 59 (17. 9. 2007, beantrag von Bogner und Böck); ON 131 AS 13 (19.
11. 2007; beantragt von Bogner) + ON 290 AS 9 (6. 5. 2008; beantragt von
Obstlt. Böck, der als „Der operative Soko-Leiter“ zeichnete)

Durch aus dem Kontext gegriffenes Zitat wird Martin Balluch eine rücksichtslose Ideologie
unterstellt

Für seinen Befund darüber, ob bestimmte Texte von Martin Balluch stammten, wurden
Gutacher Schweiger zwei Vergleichstexte übermittelt: Ein Schriftsatz Balluchs aus der U-Haft
und ein von Balluch verfasster Text zum Thema Denunziation. Der Denunziationstext wurde
nicht als Kopie an Schweiger übermittelt, sondern es wurde ein kleiner Ausschnitt davon
(teilweise fehlerhaft) abgetippt.

Im Abschlussbericht wird in der Depositenliste unter Punkt 15 der Denunziationstext


erwähnt – und wiederum nur derselbe Bruchteil daraus zitiert.

In dem Text warnt Martin Balluch vor einem Denunziationsklima und schildert dieses. Das
wiedergegebene Zitat enthält aber nur die Schilderung des Denunziationsklimas, nicht die
Warnung davor, und ist damit so gewählt, dass beim Leser ein anderer Eindruck entstehen
könnte, nämlich dass Balluch den Status anstreben würde, den er in Wirklichkeit zu
vermeiden sucht. So steht unter anderem in dem zitierten Textausschnitt zu lesen:

„Wenn die anderen also nicht von unserer Ideologie überzeugt werden können, dann
machen wir es eben durch Druck. Diejenigen, die als Menschen nicht ideal genug sind,
aus dem Gleichschritt fallen oder in die falsche Richtung gehen, müssen entweder
zurecht gewiesen oder aus der Bewegung ausgeschlossen werden. (…) Und alle, die
sich nicht mitdistanzieren werden ebenso ausgegrenzt. Es wird also ein
Denunzierungsklima geschaffen.“

Die Soko bezweckte damit offensichtlich, Martin Balluch so darzustellen, als würde er die
Umsetzung bzw. Verbreitung seiner Ideologie rücksichtslos betreiben und keinerlei
abweichende Meinungen zulassen.

17
Beweis: Abschlussbericht Martin Balluch ON 1184, S. 68f (Punkt 15)
Gutachten Schweiger ON 1169, S. 40

Beschuldigter Haschka inkriminierend als Computerexperte der kO bezeichnet

Der Logik von Abschlussberichten und Strafantrag zufolge ist ein überdurchschnittliches
Computerwissen, das anderen Tierrechtlern zur Verfügung gestellt wird, bereits ein Beweis
dafür, dass derjenige Computerexperte der kriminellen Organisation ist.

So wurde der Zehntbeschuldigte H. im von MR Zwettler unterfertigten sowie von Bogner und
Landauf verfassten Abschlussbericht als der „Computerexperte“ der BaT bezeichnet (ON
1181 S. 3) – als einziger Beweis dafür wurde ein Gespräch aus einem
Telefonüberwachungsprotokoll angeführt in dem sich der Zehntbeschuldigte als
Computerexperte bezeichnet hätte. Liest man dieses Protokoll stellt sich heraus, dass der
Zehntbeschuldigte nicht sich selbst sondern seinen Gesprächspartner als so etwas wie einen
Computerexperten bezeichnet hat („Du kennst Dich schon aus. Du bist ein Internetchecker.
Du reparierst bei allen Leuten den Computer und richtest Ihnen Linux ein“).

Beweis: TÜ Protokoll NR 2986 H.


Abschlussbericht Haschka ON 1181 S. 3

Gegen H. liegt sonst nichts Konkretes vor was ihn besonders von anderen, letztlich nicht
Angeklagten BaT-Mitgliedern unterscheiden würde. Vielleicht wurde er überhaupt nur
deshalb angeklagt, weil er im Abschlussbericht als Computerexperte bezeichnet wurde.

Soko behauptet ohne jeglichen Beweis, Martin Balluch habe den Decknamen Giles Reeve
verwendet

Seitens der Soko wurde behauptet, dass Martin Balluch unter dem Decknamen Giles Reeve
aufgetreten sei. Quellen oder Beweise wurden für diese Behauptung nicht angeführt.
Dennoch fanden sich diese Behauptungen im polizeilichen Abschlussbericht.

Die Behauptung, Martin Balluch würde eine Aliasnamen verwenden, sollte offenbar den
Eindruck von klandestinem Vorgehen, das typisch für eine kriminelle Organisation ist,
erwecken. Damit sollte auch das Tatbestandsmerkmal des besonderen Abschirmens gegen
Strafverfolgungsmaßnahmen (§ 278 Z 2 zweiter Fall StGB) begründet werden
(Abschlussbericht Martin Balluch S. 23).

18
Wie Martin Balluch später herausfinden konnte, war Giles Reeves der Freund einer
ehemaligen Mitbewohnerin seiner (ehemaligen) Lebensgefährtin in England.

Indizien aus denen man schließen könnte, Martin Balluch hätte den Namen Giles Reeve
benutzt, liegen bis heute nicht vor.

Beweis: ON 1184, AS 1 und AS 23.

Entlastende Peilsenderdaten verschwunden

Obwohl Martin Balluch für mehrere Monate mit Peilsendern, die an seinem Auto angebracht
waren, überwacht wurde und sich aus den Peilsenderdaten nichts Belastendes ergab bzw.
im Gegenteil, diese einen Unschuldsbeweis darstellten, wurden diese Beweise von der Soko
völlig unter den Tisch gekehrt.

Es wurden die Peilsenderdaten auch dem Gericht nicht übermittelt. Aus ihnen ergab sich,
dass Martin Balluch als Täter für eine Reihe von Anschlägen nicht in Frage kommen konnte.

Ein weiterer entlastender Beweis, der von der Soko verschwiegen wurde und aus dem Akt
verschwunden war.

Erst nach wiederholter Aufforderung des Gerichtes wurden die entsprechenden Daten an
das Gericht übermittelt, nach über 60 Hauptverhandlungstagen. Ob diese vollständig sind,
wird wohl immer im Dunkeln bleiben.

Beweis: Verlesung eines Mails von CI Bogner an die Richterin am 69.


Verhandlungstag (14.2.2011), Protokoll liegt noch nicht vor.

Illegale Abnahme von Trinkflaschen und DNA-Abnahme

Die VE Durand hat insgesamt 3 Trinkflaschen im Auftrag der Soko-Leitung ohne


Rechtsgrundlage heimlich enteignet.

Beweis: „Im Rahmen von Besprechungen mit der SOKO-Leitung wurde der Auftrag
erteilt, nach Möglichkeit Gegenstände zu sichern, um eventuell Spuren
auswerten zu können, wenn die entsprechenden Genehmigungen oder
Aufträge der StA vorliegen sollten“
„Im Zuge von zwei Einsätzen wurden insgesamt 3 Einwegtrinkflaschen
gesichert und der SOKO-Leitung übergeben“
[Amtsvermerk des VE-Führers CI Stefan WAPPEL vom 27.11.2010 S 2 und
zeugenschaftliche Aussage CI Stefan WAPPEL am 15.12.2010; HV-Protokoll
liegt der Verteidigung noch nicht vor]

19
Weder das SPG noch die StPO sehen Befugnisse verdeckter Ermittler vor, sich Gegenstände
heimlich anzueignen bzw. Dritten zu enteignen oder heimlich DNA-Material sicherzustellen.

Die Soko-Leitung hat damit ihre Befugnis, der VE bzw ihrem Führer Aufträge zu erteilen,
wissentlich missbraucht und damit den Eigentümern der Trinkflaschen sowie den von der
DNA-Abnahme betroffenen in ihren Rechten auf Eigentum sowie informationelle
Selbstbestimmung Schaden zugefügt.

Rechtlich folgt

Durch die oben angeführten Handlungen besteht der Verdacht, dass die genannten Beamten
ihre Befugnisse, nach der StPO oder dem SPG vorzugehen, wissentlich missbraucht haben.
Dies mit dem Vorsatz, die Beschuldigten des Tierschutzprozesses in ihren Rechten zu
schädigen. Es gilt daher zu überprüfen, ob die genannten Beamten damit den Missbrauch
der Amtsgewalt (§ 302 StGB) in mehreren Fällen verwirklicht haben.

Als Zeugen zum Beweis für das gesamte Vorbringen werden angeführt:

DDr. Martin Balluch, geb. am 12.10.1964, wh. in:


A-8635 Gollrad, Seebergstr. 18

Harald Balluch, geb. am 10.01.1969, wh. in:


A-1050-Wien, Gartengasse 19a/29

DI Elmar Völkl, geb. am 11.2.1977, wh. in:


A-1120 Wien, Jägerhausgasse 50/1

Mag. Felix Hnat, geb. am 15.7.1982, wh. in:


A- 2353 Guntramsdorf, Peter Mitterhoferg. 5

Monika Springer, geb. am 22. Mai 1980, wh. in:


A-1030 Wien, Erdbergstraße 146/3

David Richter, geb. am 25.05.1976, wh. in:


A-8051 Thal bei Graz, Am Weinberg 15

Jürgen Faulmann, geb. am 19.07.1969, wh. in:


A-2700 Wr. Neustadt, Hohe-Wand-Gasse 19

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Für die Angezeigten gilt die Unschuldsvermutung.

Beilage 1: Bericht der VE Danielle Durand

AbgNR Mag. Albert Steinhauser


Justizsprecher der Grünen

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