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Pass verlegt, Aufenthalt garantiert

Vor einigen Tagen teilte die Bundespolizei mit, dass die Alltagskriminalität im
Bahnhof dramatisch gestiegen sei und es bei Festnahmen immer öfter zu
gewaltsamem Widerstand käme. Die Polizei machte auch Angaben zur Herkunft der
Täter: Neun von zehn Festgenommenen stammten aus dem Maghreb.

In der Nacht zu Allerheiligen eskalierte die Situation. Rund 200 junge Männer hatten
sich auf dem Bahnhofsvorplatz versammelt. Sie gingen Passanten an, es flogen
Feuerwerkskörper. Der Polizei blieb am Ende nur, den Bahnhof zu sperren.
Platzverweise zeigten keine Wirkung. Die Einsatzleitung hielt anschließend fest, wie
respektlos und beleidigend die Randalierer gegenüber den Beamten vorgegangen
seien.

Es mag Zufall sein, aber parallel zu der Schilderung aus Essen fand sich in der "FAZ"
am Wochenende ein Bericht über die Lage am Frankfurter Hauptbahnhof. Bis vor
Kurzem sah es so aus, als wären die Zeiten des Drogenhandels vorbei. Dann kamen
die neuen Dealer: junge Männer aus Nordafrika, die mit Crack zu handeln begannen
wie andere Leute mit Kaugummi. Über 50.000-mal war die Polizei seit November
2016 im Einsatz. Aber für jeden Drogenhändler, den sie aus dem Verkehr zieht,
wachsen zwei neue nach.

Die ganz Schlauen werden jetzt sagen, dass die Herkunft der Täter nichts zur Sache
tue.