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Dehydrationsprophylaxe

Dehydrationsprophylaxe

Definition

Dehydration ist ein Mangel an Körperflüssigkeit und kann zur Exsikkose (Austrocknung)
führen.

Ältere Menschen haben ca. 45% Gesamtkörperflüssigkeit (im Vergleich zu jüngeren


Menschen mit ca. 60%). Daher ist der Flüssigkeitsbedarf bei älteren Menschen höher, um
eine Aufrechterhaltung des Stoffwechsels und die Ausschwemmung der
Stoffwechselprodukte zu gewährleisten.

Vielen älteren Menschen fehlt das Durstgefühl oder sie vergessen zu trinken. Manchmal
weigern sich Menschen zu trinken, aus Sorge einzuwässern oder häufig auf die Toilette
gehen zu müssen oder auch als Ausdruck eines Sterbewunsches.

Wenn dazu entwässernde Medikamente (z.B.Lasix) eingenommen werden müssen oder


durch Missbrauch von Abführmitteln Durchfälle auftreten, kann es zur Dehydration kommen.

Dehydration kann zu vielen Störungen führen, wie z.B.Obstipation, Appetitlosigkeit,


Orientierungsstörungen, Verwirrtheit und in extremen Fällen zu akutem Nierenversagen, das
– wenn es nicht rasch behoben wird – zum Tode führen kann.

Symptome

 akute Verwirrtheit
 trockene, in Falten abhebbare Haut
 konzentrierter Urin
 Obstipation
 Tachykardie
 eingesunkene Augen
 trockene Zunge

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Dehydrationsprophylaxe

Pflegeziele:

 Pflegekunden nimmt 30–40 ml Flüssigkeit pro kg Körpergewicht zu sich.


 Beobachtung des Pflegekunden in Bezug auf Dehydration ist gewährleistet.
 Folgeschäden ist vorgebeugt.

Maßnahmen:

Vorbereitung:
 Beobachtung des Pflegekunden in Bezug auf die o. g. Symptome.
 Durchführung der Einfuhrkontrolle per Trinkprotokoll

Durchführung:

 Den Pflegekunden (zu jeder Mahlzeit, zwischendurch bei jedem Kontakt) zum Trinken
auffordern bzw. ihm Getränke anreichen.
 Bei Trinkverweigerung Ursache ergründen und ggf. Ursachen beheben oder
Kompromisse aufzeigen.
 Schriftliches Einverständnis des Hausarztes und des bevollmächtigten Angehörigen /
Betreuers bei Verzicht von weiteren Maßnahmen, wie z.B. Legen einer PEG-Sonde.
 Berücksichtigung eines vorhandenen Patiententestaments
 Bei Exsikkosegefahr Rücksprache mit dem Hausarzt halten, evtl. subkutane Infusion
 Gezielte Beobachtung bei Einnahme von Diuretika  unbedingt Rücksprache mit
dem Hausarzt.
 Auf Missbrauch von Abführmitteln achten
 Einfuhrkontrolle
 Nach 24 Stunden zusammenrechnen der Trinkmenge und mit Handzeichen und
Datum dokumentieren
 Bei anhaltender Trinkverweigerung immer Rücksprache mit Angehörigen und
Hausarzt halten, auf sorgfältigste Dokumentation achten

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Nachbereitung:

 Veränderungen und Kontrolle der Flüssigkeitsaufnahme dokumentieren

Hinweis:

 Flüssigkeitsbedarf pro Tag:


 mindestens: 1.500 – 2.000 ml
 ideal: 2.500 – 3.000 ml
 Faustregel: 30 – 40 ml pro kg Körpergewicht
 Ausnahme: Herz- und Nierenerkrankung (Arztanordnung)

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