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Datum: ________________ Gegenwartssprache G3

Leserbriefe: Analyse der Teile

Leserbriefe: Analyse
Einleitung
Muster 1: Warum schreiben Sie? Warum interessiert Sie das Thema?
Beispiel 1: ich schreibe Ihnen bezüglich der Einführung von Antidiskriminierungsfächern an der
Universität Passau. Ich stimme dieser Entscheidung absolut zu, diese Themen einzuführen, da
ich der Meinung bin, dass junge Menschen in diesem Bereich ausgebildet werden sollten.
Beispiel 2: ich habe Ihren Artikel über den Vorschlag für ein neues Fach an der Universität
Passau gelesen. Die Fakultät für Frauen- und Genderforschug und das Dekanat setzen sich für
ein Fach, das den Menschen die Randgruppen nähern soll, ein. Bevor die nächste Sitzung des
Dekanats am Mittwoch stattfindet, möchte ich meine Meinung äußern.
Beispiel 3: vor ein paar Tagen wurde ein Vorschlag zur Einführung des verpflichtenden
Antidiskriminierungsfaches an der Fakultät für Frauen- und Genderforschung der Universität
Passau eingereicht. Ich schreibe Ihnen, um zu erklären, warum ich persönlich dagegen bin und
warum ich denke, dass wir, alle Studenten, es stark ablehnen sollen.
Beispiel 4: mit großem Interesse habe ich den kürzlich veröffentlichten Artikel der „Franffurter
Allgemeine“ zum Thema „Vorschlag für ein neues Fach an der Universität Passau eingereicht
worden-Antidiskriminierungsfach“ gelesen. Mir hat besonders die Idee eines
Antidiskriminierungsfaches gefallen, weil die Studierenden über Menschlichkeit, Respekt vor
Unterschieden, Religion sowie sexuelle Orientierung und Akzeptanz lernen.
Beispiel 5: ich habe Ihren Artikel über das Antidiskriminierungsfach in der Zeitung gelesen. Ich
glaube, dass dieses Thema sehr wichtig ist, aber es wurde darüber nicht genug gesprochen.
Deshalb möchte ich meine Meinung aüßern und dieses Thema unter die Lupe nehmen.
Beispiel 6: seit einem Jahr interessiere ich mich für diese sogenannten Tabuthemen wie
Rassismus, Homohass, Antisemitismus usw. und meine Recherche darüber führte mich direkt zu
Ihrer Anzeige in der Zeitschrift. Ich möchte Ihnen meine Meinung über die mögliche Änderung
des Kurrikulums mitteilen.
Beispiel 7: bezugnehmend auf Ihren Bericht über den Vorschlag für das
Antidiskriminierungsfach an der Universitiät Passau, das ein Pflichtfach sein wird, möchte ich
meine Meinung äußern. Die Themen, die Sie im Bericht genannt haben, sollen diskutiert
werden, weil es noch immer verschiedene Vorurteile und Stereotypen über die Randgruppen
gibt.
Beispiel 8: ich habe in der Frankfurter Allgemeine den Zeitungsartikel über den Vorschlag
bezüglich des neuen Faches an der Universität Passau gelesen. Meiner Meinung nach ist die
Einführung des Antidiskriminierungsfaches im 21. Jahrhundert von entscheidender Bedeutung,
weil man im Alltag dem Rassismus, der Xenophobie, dem Antisemitismus sehr oft begegnet.

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Leserbriefe: Analyse der Teile

Geschlechtergleichheit spielt eine zentrale Rolle in einer Gesellschaft, worüber auch viele
Kritiker im 19. und 20. Jahrhundert gesprochen haben.
Muster 2: Sofort auf den Punkt gebracht
Beispiel 1: in Ihrem Beitrag Vorschlag für ein neues Fach an der Universität Passau eingereicht
worden – Antidiskriminierungsfach erwähnen Sie, dass die Fakultät für Frauen- und
Genderforschung und Antidiskriminierungstelle dem Dekanat der Universität Passau ein neues
Fach vorgeschlagen haben. Dieses Fach soll dazu dienen, dass Studierende des Problems der
Rassismus, Xenophobie, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Islamophobie und Homophobie
bewusst werden.
Ich, als Studentin und als Frau, die in Serbien lebt, wo man auf Schritt und Tritt Diskriminierung
sehen kann, finde diese Idee gut.
Beispiel 2: in ihrem Artikel ,, Vorschlag für ein neues Fach an der Universität Passau eingerichtet
worden- Antidiskriminierungsfach" vom 27.10. 2020., der in Frankfurter Allgemeine Zeitung
erschienen ist, schreiben Sie, dass die Fakultät für Frauen-und Genderforschung einen
Vorschlag eingereicht hat und sich für die Einführung eines neuen verpflichtenden Faches
engagiert, das Studierende für Rassismus, Xenophobie, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit,
Islamophobie und Homophobie sensibilisieren sollte.
Ich möchte mich ihrer Meinung voll und ganz anschließen.
Beispiel 3: in Ihrem Beitrag Vorschlag für ein neues Fach an der Universität Passau eingerichtet
worden- Antidiskriminierungsfach, der sich mit der Einführung des neuen Fachs an der
Universität Passau beschäftigt, haben Sie erwähnt, dass das neue Fach zur Sensibilisierung für
Rassismus, Xenophobie, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Islamophobie und Homophobie
des Studierenden führen sollte. Dies wird durch Erfahrungen des Diskriminierenden erreicht.
Das Thema Ihres Artikels erscheint mir wichtig, da die Diskriminierung der sozialen
Randgruppen heutzutage häufig ist.
Muster 3: „Uneingeleiteter“ Text
Beispiel 1: Diskriminierung spaltet unsere Gesellschaft und schadet damit uns allen. Deshalb ist
der Schutz dieses Menschenrechts, des Rechts jedes Einzelnen auf Gleichbereichtigkeit, für den
Wohlstand jeder Gesellschaft von entscheidender (grundlegender) Bedeutung.
Beispiel 2: so ein Thema soll überhaupt kein Tabu sein. Ich bin heilfroh, dass man sich für etwas
solches einsetzt. Außerdem wollte ich diese Idee auf jeden Fall unterstützen und damit die
Probleme der Randgruppen ans Licht bringen.
Übergangssätze / besonders gelungene Argumente

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Beispiel 1: Ich, als Studentin und als Frau, die in Serbien lebt, wo man auf Schritt und Tritt
Diskriminierung sehen kann, finde diese Idee gut. Hier, auf unserer Uni, gibt es nicht nur kein
Fach, sondern auch keine zusätlichen Aktivitaten über Diskriminerung.
Beispiel 2: Wenn die Universität das Bewusstsein über Diskriminierung erhöhen will, dann wäre
es besser, eine Kampagne dagegen einzuleiten oder die Studenten dazu zu bewegen, Vereine
zu gründen, um darüber zu diskutieren. Der Unterricht ist nicht der richtige Ort dafür.
Beispiel 3: Ich möchte darauf hinweisen, dass ich nicht glaube, dass die Menschen ihre
Meinung ändern sollten, nur weil sie es sich anders überlegen, jeder hat ein Recht auf eine
persönliche Meinung, aber ich hoffe, dass dadurch Mobbing verringert wird und dass sich die
Menschen endlich in ihrer eigenen Haut wohl fühlen werden.

Beispiel 4: Sie haben gesagt, dass dieses Fach sogar verpflichtend für alle Studierende sein
würde. Meiner Meinung nach sollte es ein Wahlfach sein, wenn es existieren würde, denn
manche Jugendliche würden es nicht ernsthaft verstehen.
Beispiel 5: Antidiskriminierungstraining wirkt als gute Möglichkeit, das Wissen über Toleranz
und Akzeptierung praktisch zu verwenden, da viele Menschen Mitleid fühlen, aber trotzdem
einfach nichts machen , wenn sie Zuschauer solcher Taten sind.
Beispiel 6: Aus ihrem Artikel geht sehr gut hervor, dass dieses Fach für Studenten notwendig
ist, weil marginalisierte Gruppen immer noch Gewalt und Ungleichberechtigkeit erfahren,
obwohl wir im 21. Jahrhundert leben. Ich möchte auch ein Beispiel aus meinem Alltag anführen.
Beispiel 7: Was wichtig ist, schon am Anfang betont zu werden, ist, dass diese Probleme wie
Frauenfeindlichkeit, Islamophobie, Homophobie, Rassismus usw. nicht Probleme des Einzelnen
sind, sondern sie hängen von der Gesellschaft ab, in der sich ein Mensch befindet, und von der
Umgebung, in der er aufgewachsen ist.
Beispiel 8: Ich, als Studentin des zweiten Studienjahrs an der Philologischen Fakultät, kann aus
meiner eigenen Erfarung sagen, dass so eine Entscheidung, auch wenn sie mit einer guten
Absicht getroffen wäre, auf einen großen Widerstand der Studierenden stoßen könnte.
Beispiel 9: Des Weiteren würde ich auch hinzufügen, dass es vielleicht besser wäre, dieses Fach
in Grundschulen einzuführen – Kinder sollten im früheren Alter lernen, keine Vorurteile
gegenüber anderen Menschen zu haben und außerdem haben sie nicht so viel Lernstoff wie
später an der Fakultät.
Beispiel 10: Ich hoffe, dass Sie meine Vorschläge in Anspruch nehmen werden, und dass sie Ihre
Schüler nicht mit neuen Fächern überfordern werden.

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Aufgabe: Lesen Sie nochmal Ihre Leserbriefe. Zu zweit oder zu dritt, helfen Sie einander den
Briefanfang und einige Argumente oder Belege des Hauptteils zu ändern. Was finden Sie
aussagekräftiger oder verständlicher? Was ist prägnanter oder sprachlich anspruchsvoller?
Tauschen Sie sich miteinander aus und machen Sie reichliche Notizen zu
Paraphrasierungsmöglichkeiten.

4|Leserbriefe
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Leserbriefe: Analyse der Teile

Besonders gelungene Leserbriefe


Beispiel 1
Sehr geehrter Editor der „Frankfurter Allgemeine“ Zeitung,
ich schreibe Ihnen bezüglich des neuen Artikels, den Sie vor ein paar Tagen veröffentlicht
haben. Es geht um einen Vorschlag, der an der Universität Passau eingereicht wurde, über die
Einführung des Antidiskriminierungsfaches.
Heutzutage werden viele Jugendliche sowie ältere Menschen mit den Problemen wie
Rassismus, Xenophobie oder Antisemitismus konfrontiert. Ich finde es erbärmlich, dass manche
Menschen noch diese Gedanken haben. Heute, wenn die technologische, medizinische,
wissenschaftliche Entwicklungen voranschreiten, führt die Menscheit immer noch einen ewigen
Kampf. Dieser Kampf geht weiter, weil die Minderheiten sich von Beurteilungen befreien und
die gleichen Rechte wie alle anderen haben wollen. Meiner Meinung nach ist das eine gute
Idee, um das Bewusstsein über die Probleme, denen viele begegnen, zu entwickeln. Der
Lebensgeschichte anderer Menschen zuzuhören oder darüber zu sprechen wird uns klar
machen, wie es wirklich ist, ein ganzes Leben lang mit Ungerechtigkeit zu kämpfen, nur weil
man in irgendeiner Weise anders ist. Dies wird vielleicht jemandes Meinung ändern.
Also plädiere ich dafür, dass dieses Jahr dieses Fach eingeführt wird, wenn nicht als
obligatorisch, dann als ein fakultatives Fach.
Mit freundlichen Grüßen

5|Leserbriefe
Datum: ________________ Gegenwartssprache G3
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Beispiel 2
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich schreibe Ihnen bezüglich der Einführung von Antidiskriminierungsfächern an der Universität
Passau. Ich stimme der Entscheidung absolut zu, diese Themen einzuführen, da ich der
Meinung bin, dass junge Menschen darüber aufgeklärt werden sollten.
Es ist die Pflicht der Bildungseinrichtungen, künftige Studenten über diese Probleme bewusst zu
machen. Ich glaube, wir sollten an der gegenseitigen Toleranz arbeiten, weil die Gesellschaft auf
diese Weise verbessert werden kann. Die Einführung dieser Fächer würde eine neue
Veränderung an der Universität mit sich bringen und solche Probleme aus einem anderen und
detaillierten Blickwinkel betrachten. Unabhängig vom Bildungsniveau ist es wichtig, zu
verstehen und sich entsprechend der Tatsache zu verhalten, dass jeder Person die gleiche
Chance gegeben wird. Meine persönliche Meinung ist, dass Studenten, die in der Zukunft
Experten auf einem Gebiet werden möchten, eine bürgerschaftliche Verpflichtung haben,
unbeschadet in den Beruf einzutreten. Der Umgang mit solchen Themen gibt den Schülern die
Möglichkeit, sich für ein Moment in die Lage anderer zu versetzen und über ihre künftigen
Handlugen nachzudenken, die sich im Wesentlichen auf andere auswirken.
Ich hoffe, dass es sowohl in der Theorie als auch in der Praxis postive Ergebnisse bringen wird.
Vielleicht wird dieses Fach an vielen Universitäten in ganz Europa erscheinen.
Mit freundlichen Grüßen

6|Leserbriefe
Datum: ________________ Gegenwartssprache G3
Leserbriefe: Analyse der Teile

Beispiel 3
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großem Interesse habe ich Ihren Zeitungsartikel gelesen, der über die mögliche Einführung
eines neuen Pflichtfaches an der Universität Passau berichtet. Dieser Vorschlag liegt darin
begründet, dass sich die Studierenden für Themen wie Rassismus, Antisemitismus, und andere
Arten von Diskriminierung sensibilisieren sollten. Ich halte es für einen guten Vorschlag, der
aber auch gewisse Nachteile aufweist.
Ich muss zuerst meine Freude ausdrücken, dass dieses Thema endlich die Aufmerksamkeit
erregt hat. Heutzutage sind wir leider Zeugen der Diskriminierung in allen Lebensbereichen und
deswegen finde ich die Einführung eines solchen Faches notwendig und vorteilhaft. Ich muss
aber deutlich kritisieren, dass dieses Fach nicht zuerst in den Schulen eingeführt worden ist. Ich
vertrete den Standpunkt, dass die Toleranz den Menschen von früh an verankert werden soll,
weil die meisten Opfer der Diskriminierung die schwierigsten Erinnerungen gerade vom
Schulalter tragen. Ich glaube auch, dass die Studenten sich nicht nur mit den theoretischen
Fragen bescheftigen sollen und von Erfahrungen der Menschen aus sozialen Randgruppen
hören, sondern sich als junge unternehmungslustige BürgerInnen auch engagieren sollen,
Diskriminierungsbewusstsein des Menschen zu wecken.
Ich hoffe, dass dieses Fach ein guter Anfang ist, unsere Gesellschaft besser zu machen.

Mit freundlichen Grüßen,

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