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Die 6 Zeitformen im Deutschen – eine vollständige Übersicht

In der deutschen Sprache gibt es sechs verschiedene Zeitformen. Die einzelnen Formen sind gar
nicht so leicht auseinanderzuhalten. Dieser Artikel zeigt dir deshalb ganz übersichtlich, welche
Zeitformen es gibt, wann sie verwendet werden und wie du sie bildest. Damit hast du in Zukunft
immer den perfekten Überblick!
Lass uns direkt loslegen…
Zeitformen
Die unterschiedlichen Zeitformen – auch Tempora genannt – werden benutzt, um über Ereignisse aus
der Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft zu berichten.
In der deutschen Sprache gibt es die folgenden sechs Zeitformen:
1. Perfekt
2. Präteritum
3. Plusquamperfekt
4. Präsens
5. Futur I
6. Futur II
und die betrachten wir jetzt einmal näher…

Die Vergangenheitsformen
Perfekt

die vollendete Gegenwart


Das Perfekt benutzt du dann, wenn das Ereignis, über das du berichtest, bereits in der Vergangenheit
abgeschlossen wurde. Durch diese Zeitform wird häufig eine Folge der abgeschlossenen Handlung,
beziehungsweise ein Ergebnis davon betont. Das Perfekt wird oft im alltäglichen mündlichen
Sprachgebrauch verwendet.
Und so wird es gebildet:
Präsensform von sein/haben + Partizip II des Verbs.

Beispiel: Ich bin mit


dem Fahrrad zur
Schule gefahren.

Präteritum
die Vergangenheit
Auch das Präteritum wird benutzt, um über ein abgeschlossenes Ereignis zu berichten. Der
Unterschied ist, dass das Präteritum eher in der geschriebenen Sprache zu finden ist.
So bildest du das Präteritum:
Infinitivendung -en des Verbs weglassen und stattdessen die Konjunktion hinzufügen.

Zum Beispiel: Ich


fuhr mit dem
Fahrrad zur
Schule.

Plusquamperfekt

die Vorvergangenheit
Diese Zeitform beschreibt ein Ereignis, das bereits vor einem früheren Zeitpunkt stattgefunden hat.
Wenn du also über etwas aus der Vergangenheit berichtest, kannst du dabei mit dem Plusquamperfekt
ein noch weiter zurückliegendes Ereignis beschreiben.
So bildest du das Plusquamperfekt:
Präteritumsform von haben/sein + Partizip II des Vollverbs.

Zum

Beispiel: Gestern fuhr ich mit dem Fahrrad zur Schule, davor hatte ich immer den Bus genommen.

Die Gegenwartsform
Präsens
die Gegenwart
Das Präsens ist die am häufigsten verwendete Zeitform. Du drückst damit Ereignisse aus, die in der
Gegenwart – also im hier und jetzt – stattfinden. Du kannst die Zeitform aber auch nutzen, um über
geplante Ereignisse in der Zukunft zu sprechen.
So bildest du das Präsens:
Infinitivendung des Verbs -en weglassen und die folgende Endung anhängen:

Zum Beispiel:
Ich fahre jetzt
mit dem
Fahrrad zur
Schule.

Die Zukunftsformen
Futur I

die Zukunft
Mit dem Futur I äußerst du eine Absicht oder eine Vermutung über die Zukunft.
So bildest du das Futur I:
Präsensform von werden + Infinitivform des Vollverbs.

Zum Beispiel: Morgen werde ich mit dem Fahrrad zur Schule fahren.

Futur II

die vollendete Zukunft


Das Futur II benutzt du, wenn du ausdrücken möchtest, dass ein Ereignis in der Zukunft zu einem
noch späteren Zeitpunkt abgeschlossen sein wird. Du kannst die Zeitform aber auch nutzen, um zu
zeigen, dass etwas bereits geschehen ist. Deshalb solltest du im Futur II immer eine Zeitangabe dazu
angeben.
So bildest du das Futur II:
Präsensform von werden + Partizip II des Vollverbs + Infinitivform von sein/haben.

Zum Beispiel: Ich werde morgen schon mit dem Fahrrad zur Schule gefahren sein, bevor der
Paketbote klingelt.

Tabelle der Tempora


Diese Tabelle zeigt dir noch einmal alle sechs Tempora, die Zeit, die sie ausdrücken und ihre
Häufigkeit im deutschen Sprachgebrauch.

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