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Bastelanleitung

Öllampen im Glas mit Pflanzenöl


Aus einfachen Schraubgläsern, die wahrscheinlich jeder zuhause hat, kann man
wunderbar Öllampen für laue Sommernächte machen. Dafür brauchst du nicht viel. Nimm
ein kleines Marmeladenglas mit Metalldeckel, etwas Pflanzenöl, ein wenig reinen
Baumwollstoff (beispielsweise ausrangierte T-Shirts), ein paar Werkzeuge und ein
Gewinderöhrchen, das du im Paket findest, und schon kann es losgehen.

Das brauchst du:

• Kleines Marmeladenglas
• Gewinderöhrchen mit Muttern (3 cm Länge, findest du im Paket)
• Kleiner Nagel
• Hammer
• Schraubendreher in verschiedenen Größen oder einen spitzen Gegenstand (ø wie
Gewinderöhrchen) oder einen Akkubohrer
• ggf. eine Zange
• einen wasser- und ölfesten Stift zum Verzieren
• Baumwollstoff (ca. 4 cm breit)
• Schere
• eventuell etwas Faden
• Pflanzenöl (bspw. Sonnenblumenöl)
• ggf. etwas Wasser

Loch für das Gewinderöhrchen in den Deckel bohren

Ich habe hierfür zunächst mit einem Nagel und einem Hammer ein kleines Loch in den
Metalldeckel geschlagen. Damit das Gewinderöhrchen durchpasst, muss es natürlich
etwas größer werden. Indem ich Schraubendrehern verschiedener Größe in dem Loch hin-
und hergedreht habe, habe ich daher das Loch Stück für Stück vergrößert. Ein wenig Druck
ist hierfür schon nötig. Eventuell kann man das Loch auch mit einem kleinen
Akkuschraube bohren, falls sonst keine passenden spitzen Gegenstände mit dem
passenden Durchmesser aufzutreiben sind.
Gewinderöhrchen durch das Loch drehen

Je nachdem wie groß das Loch geworden ist, lässt sich das Röhrchen einfach durch das
Loch schieben und mit den beiden Muttern an der Ober und der Unterseite befestigen. Ich
habe hierfür noch eine Zange benötigt, da das Loch ganz genau gepasst hat und das
Drehen daher nicht allein mit den Fingern möglich war.
Kleines Loch zum Druckausgleich stechen

Damit die Flamme auch einige Zeit brennen kann, sollte im Deckel noch ein weiteres
kleines Loch vorhanden sein, durch das ein Druck- und Sauerstoffausgleich stattfinden
kann. Hierfür lässt sich ganz einfach, wieder mit dem kleinen Nagel und dem Hammer, ein
Loch in das Metall am Rand des Deckels schlagen.

Glas verzieren

Wer möchte kann an diesem Schritt bevor das Öl eingefüllt wird das Glas mit einem
wasser- und möglichst auch ölfesten Stift bemalen, beschriften oder auch anderweitig
verzieren. Mit Klebestreifen und Farbspray lassen sich auch geometrische Formen ganz
einfach aufs Glas bringen.

Ein Blatt Papier auf dem ein Text vorgedruckt ist, kann von innen gegen das Glas gelegt
eine gute Schablone zum Beschriften sein.

Ich habe mich für das beschriften und bemalen Freihand entschieden. Dabei habe ich
gelernt, wie wichtig es die Verzierung vor dem Befüllen gut trocknen zu lassen. Sonst läuft
das Öl durch das kleine Loch aus und verwischt die Verzierung.
Baumwolldocht durch das Gewinderöhrchen drehen

Als Docht kann ein Stück reiner Baumwollstoff dienen beispielsweise aus ausrangierten
T-Shirts ohne Elasthan. Du solltest für das Gewinderöhrchen, das im Paket beiliegt, einen
etwa 4 cm breiten Stoffstreifen abschneiden. Die Länge ist zunächst einmal nicht so
wichtig, da du sie am Ende noch nachjustieren kannst. Ich hatte noch blaue Stoffreste von
einem Nähprojekt, die bereits auf eine Breite von 4 cm geschnitten waren.

Den Stoffstreifen rollst du entlang der langen Seite zusammen. Sollte sich der Stoff direkt
wieder entrollen, kannst du ihn mit etwas Faden am Ende und in der Mitte fixieren. Bei
Stoffstreifen aus einem alten T-Shirt ist das eventuell gar nicht notwendig. Den
zusammengerollten Baumwolldocht schiebst du oder besser drehst du nun durch das
Gewinderöhrchen im Deckel.
Glas mit Öl und Wasser füllen

Nun kannst du das Glas mit einer ordentlichen Portion Speiseöl befüllen. Ich habe mich für
Sonnenblumenöl entschieden. Hierbei ist es wichtig, dass das Öl bis fast an den Deckel
reicht. Wenn der Abstand zwischen der Oberfläche des Öls und dem oberen Ende des
Dochts zu groß ist, reichen die Kapillarkräfte nicht aus, um die Flamme mit ausreichend Öl
zu versorgen. Sie erlischt dann leider viel zu schnell.
Wenn du nicht so viel Öl verbrauchen möchtest oder deine Flamme schnell erlischt,
kannst du zusätzlich zum Öl etwas Wasser in das Glas füllen. Dieses sammelt sich unter
dem Öl. Die Oberfläche des brennbaren Öls nähert sich so dem Deckel an. Es ist dabei
wichtig, dass das untere Ende des Dochts nicht in der Wasserphase endet, sondern in der
Ölphase, damit die Kapillarkräfte ihren Dienst tun können. Die Höhe des unteren Endes
kannst du anpassen, indem du den Docht oben etwas herausziehst und entsprechend mit
einer Schere kürzt. Der Docht sollte oben etwa 4-5 mm aus dem Gewinderöhrchen
herausragen.

Et voilá deine selbstgemachte Öllampe ist fertig.

Quellen:

http://grey-crown.blogspot.com/2020/07/ollampen-einfach-selber-machen.html
https://www.smarticular.net/duftende-pflanzenoel-kerzen-basteln-aus-schraubglaesern/amp/

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