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Dr.

Stefan Recksiegel

Mathematischer Vorkurs für Physiker 2020


Das Physik-Modul des Vorkurses unterscheidet sich grundlegend von dem Basis-Modul. Bisher ging es darum,
mathematische Konzepte, die Sie — wenn vielleicht auch in etwas anderer Form — aus der Schule kannten, zu
wiederholen. In diesem Modul werden wir Konzepte behandeln, die für Sie grundlegend neu sind.
Es ist in den folgenden 10 Vorlesungen nicht möglich, alles so umfassend und ausführlich zu behandeln, dass
Ihnen die Inhalte anschließend so vertraut sind wie (hoffentlich) jene des Basismoduls. Es geht vielmehr darum,
Ihnen Konzepte wie z.B. das Lösen von Differentialgleichungen schon einmal nahezubringen, so dass es Ihnen
leichter fällt, wenn diese dann in den Physikvorlesungen verwendet und in den regulären Mathematikvorlesungen
ausführlich erklärt werden.
Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn die Stoffmenge und der Schwierigkeitsgrad vielleicht etwas anders sind
als bisher gewohnt, alles was wir hier machen, wird im Physikstudium noch einmal ausführlich behandelt!
Auch falls Sie einmal nicht mehr mitkommen sollten, verlieren Sie bitte nicht den Mut: Die Vorlesungen sind
größtenteils in sich abgeschlossen und bauen (abgesehen vielleicht von DGLs II) nicht aufeinander auf. Sie
können spätestens in der nächsten Vorlesung wieder einsteigen.

Vorlesung 1: Komplexe Zahlen, Schwingungen


Komplexe Zahlen
Das Auffinden aller Nullstellen von algebraischen Gleichungen ist ein Grundproblem, das in der Physik im-
mer wieder vorkommt. Es erfordert eine Erweiterung des Zahlenraums über die reelle Algebra hinaus.
Die Einführung der komplexen Zahlen vereinfacht darüberhinaus die Lösung vieler Probleme in der Physik
dramatisch. Eine komplexe Zahl ist ein Gebilde der Form

z = a + ib

mit a, b ∈ R und i ist die ”imaginäre Einheit”. Komplexe Zahlen erfüllen die Rechenregeln

Addition: (a + ib) + (c + id) = (a + c) + i(b + d)


Multiplikation: (a + ib)(c + id) = (ac − bd) + i(ad + bc)

Diese Regeln folgen direkt aus den üblichen Regeln der Algebra (Kommutativität, Assoziativität, Distribu-
tivität) — mit dem einzigen und entscheidenden Zusatz, dass

i2 = −1

ist. Der Betrag einer komplexen Zahl z = a + ib ist definiert als


p
|z| := a2 + b2 .

Zu jeder komplexen Zahl z = a + ib gibt es eine komplex-konjugierte Zahl z ∗ , die definiert ist durch

z ∗ = a − ib.

Daher gilt mit den obigen Multiplikationsregeln

zz ∗ = (a + ib)(a − ib) = a2 − i2 b2 = a2 + b2 = |z|2

Der Quotient zweier komplexer Zahlen ist wieder eine komplexe Zahl,
a + ib ac + bd bc − ad
= 2 +i 2
c + id c + d2 c + d2
Beweis: Erweitern des Bruchs mit c − id ergibt:

a + ib c − id ac − iad + ibc − i2 bd ac + bd bc − ad
= = 2 +i 2
c + id c − id c2 + d2 c + d2 c + d2

1
x heißt Realteil und y heißt Imaginärteil von z = x + iy. Man schreibt Im
auch x = Re (z) bzw. y = Im (z). Es gilt:
y P
1
Re (z) = (z + z ∗ ) ,
2
1
Im (z) = (z − z ∗ ) |z|
2i
Eine komplexe Zahl z = x + iy hat eine geometrische Interpretation,
wir haben die Komponenten nicht zufällig x und y genannt: Sie kann
durch einen Punkt P der (“komplexen”) Ebene mit den Koordinaten (x, y) θ
Re
dargestellt werden. Es gilt
0 x
x = |z| cos θ, y = |z| sin θ

wobei θ der Winkel zwischen der positiven x-Achse und der Strecke OP ist. Im
1
Man kann also z = x + iy auch in der Form
eiπ/2 = i
z = |z|(cos θ + i sin θ) √ √
eiπ/4 = 1/ 2 + 1/ 2i
schreiben (siehe Abbildung). Betrachten wir den Ausdruck cos θ + i sin θ

genauer. Wir behaupten, dass diese Funktion die Verallgemeinerung 1/ 2
der Exponentialfunktion für imaginäre Argumente ist, wir also definieren eiπ = −1 e0 = 1 1 Re
können
eiθ := cos θ + i sin θ.
Um diese sog. Eulersche Formel plausibel zu machen, berechnen wir e3iπ/2 = e−iπ/2 = −i
unter Benutzung des Additionstheorems für trigonometrische Funktionen,
die wir weiter unten herleiten werden:

ei(θ1 +θ2 ) = cos(θ1 + θ2 ) + i sin(θ1 + θ2 )


= cos θ1 cos θ2 − sin θ1 sin θ2 + i(sin θ1 cos θ2 + cos θ1 sin θ2 )
= (cos θ1 + i sin θ1 )(cos θ2 + i sin θ2 )
= eiθ1 eiθ2

d.h. wir finden tatsächlich die charakteristische Eigenschaft der Exponentialfunktion f (a+b) = f (a)f (b). Damit
kann man eine beliebige komplexe Zahl nun in der Form

z = |z|eiθ

schreiben (Polarform komplexer Zahlen). Aus dieser Darstellung ergibt sich eine einfache geometrische Inter-
pretation der Multiplikation von komplexen Zahlen:

z1 = |z1 |eiθ1 , z2 = |z2 |eiθ2 ⇒ z1 z2 = |z1 ||z2 |ei(θ1 +θ2 )

Das Produkt zweier komplexer Zahlen bildet man, indem man die Beträge multipliziert und die Winkel addiert.
Spätestens hier können wir uns überlegen, warum wir um z.B. die vierte Wurzel aus -1 darzustellen, keine
weiteren imaginären Einheiten definieren müssen. (Aber falls sich jemand fragt, ob es trotzdem möglich wäre:
Ja, es gibt die Quaternionen...)

Die Transformation zwischen den Winkelfunktionen und der e-Funktion lautet:


eiθ = cos θ + i sin θ cos θ = 21 (eiθ + e−iθ )
 

e−iθ = cos θ − i sin θ 1
sin θ = 2i (eiθ − e−iθ )

Beispiele: ei2π = cos 2π + i sin 2π = 1, eiπ = cos π + i sin π = −1, eiπ/2 = cos π2 + i sin π2 = i.

Additionstheoreme trigonometrischer Funktionen


Mit Hilfe der Eulerschen Formel lassen sich die sog. Additionstheoreme sehr einfach herleiten:

2
1. sin(α ± β) = sin α cos β ± cos α sin β
Beweis: sin(α + β) = 1 [ei(α+β) − e−i(α+β) ]
2i
1
= [(cos α + i sin α)(cos β + i sin β) − (cos α − i sin α)(cos β − i sin β)]
2i
2i
= [sin α cos β + cos α sin β]
2i

2. sin α cos β = 12 [sin(α + β) + sin(α − β)]


Beweis: sin(α + β) = sin α cos β + cos α sin β,
sin(α − β) = sin α cos β − cos α sin β,
sin(α + β) + sin(α − β) = 2 sin α cos β

3. cos(α ± β) = cos α cos β ∓ sin α sin β


4. sin 2α = 2 sin α cos α , cos 2α = cos2 α − sin2 α
q q
5. sin α2 = 12 (1 − cos α) , cos α2 = 12 (1 + cos α)

(Das war jetzt natürlich ein klassischer Ringschluss: Wir benutzen ein Additionstheorem um zu zeigen, dass
das, was wir da definiert haben, eine Exponentialfunktion ist, und dann benutzen wir die Eigenschaft der Expo-
nentialfunktion um die Additionstheoreme zu beweisen. Das kommt im Studium aber alles noch gründlicher...)

Komplexe Darstellung von Schwingungen


Eine harmonische Schwingung ist z.B.
x(t) = cos ωt
wobei t die Zeit und ω die (Kreis-)Frequenz ist. Dies beschreibt z.B. die Auslenkung der Masse eines einfachen
Pendels. (Auch eine Lichtwelle läßt sich mit diesem Ausdruck beschreiben, wobei dabei die Beziehung gilt
ω = λc . Hierbei ist c die Lichtgeschwindigkeit und λ die Wellenlänge.) Gemäß der Eulerschen Formel kann man
dies als Linearkombination von zwei komplexen Exponentialfunktionen schreiben:
1 iωt
x(t) = (e + e−iωt ).
2
Die allgemeine reelle harmonische Schwingung ist mit Konstanten C, D

x(t) = C cos ωt + D sin ωt

und diese läßt sich nach dem Additionstheorem immer schreiben

x(t) = A cos(ωt + θ)

(A = Amplitude, θ= Phasenverschiebung), denn

A cos(ωt + θ) = A(cos ωt cos θ − sin ωt sin θ) = [A cos θ] cos ωt + [−A sin θ] sin ωt.

Mit der Eulerschen Formel kann man alternativ den cos durch die Exponentialfunktion ersetzen und erhält:
A iθ iωt A −iθ −iωt α α∗ −iωt
x(t) = e e + e e = eiωt + e ,
2 2 2 2
wobei α = Aeiθ . Man kann also jede harmonische Schwingung als Linearkombination zweier komplexer Ex-
ponentialfunktionen schreiben. Diese komplexe Darstellung von Schwingungen hat gegenüber der Darstellung
mit Winkelfunktionen erhebliche Vorteile, weil man zum Addieren von Frequenzen keine trigonometrischen
Additionstheoreme benötigt, sondern nur Produkte von Exponentialfunktionen.

3
Schwebungen

Die Kombination von Schwingungen zweier verschiedener Frequenzen bzw. Wellenlängen liefert eine Schwebung.
Wir betrachten den Ausdruck
S = cos ω1 t + a cos ω2 t
und wählen nahe beieinander liegende Werte für die beiden Frequenzen, ω1 = 2 und ω2 = 2.2. Die Amplitude
der zweiten Schwingung sei zunächst Null und dann ebenfalls 1. Im ersten Fall sehen wir eine Schwingung
mit konstanter Amplitude 1. Wenn wir die beiden Schwingungen linear überlagern, erhalten wir wieder eine
Schwingung. Diese Eigenschaft nennt man generell Superpositionsprinzip.
Im Gegensatz zur naiven Erwartung wird aber die Amplitude nicht konstant doppelt so groß wie im ersten
Fall, sondern es kommt zu Verstärkungen und Abschwächungen, die man modulierte Schwingung nennt. Wenn
ω1 /ω2 = n1 /n2 (mit n1 , n2 ∈ N) rational ist, dann ist die modulierte Schwingung wieder periodisch mit der
Periode T = 2πn1 /ω1 = 2πn2 /ω2 . Diesen Effekt nennt man Schwebung.

Im Beispiel ist ω1 /ω2 = 10/11, d.h. T = 2π ∗ 10/2 ≈ 30. Zum Beweis betrachten wir die komplex geschriebenen
Schwingungen: Wir zeigen, dass beide Terme periodisch mit T sind:
? ?
eiω1 t = eiω1 (t+T ) , eiω2 t = eiω2 (t+T ) , ja, denn
2πn1 2πn2
ω1 T = ω1 , ω2 T = ω2 ,
ω1 ω2
ei2πn1 = 1 = ei2πn2 .

Mathematica I
Mathematica ist ein sehr mächtiges Computeralgebraprogramm, a system for doing mathematics by com-
puter. Mathematica kann Ableitungen und Integrale berechnen, Funktionen plotten und vieles andere mehr.
Studierende des Physikdepartments können Mathematica kostenfrei nutzen, sowohl in den Computerpools (siehe
https://www.cip.ph.tum.de/) als auch auf privaten Rechnern (Windows/Linux/Mac), nähere Informationen
und Lizenzdownload unter https://www.ph.tum.de/about/services/it/software.
Eingaben im grafischen Notebook–Interface werden mit Shift+Return abgeschlossen, probieren Sie einfache
Rechnungen wie z.B.
26+12
oder auch
Simplify[(a + I b) (a - I b)]
(Argumente von Funktionen etc. werden mit eckigen Klammern [] angegeben, runde Klammern haben die
normale mathematische Bedeutung, das große I bezeichnet die imaginäre Einheit.)
Den Plot mit der Schwebung können Sie mit
Plot[Cos[2 t] + Cos[2.2 t], {t, -48, 48}]
reproduzieren. Geschweifte Klammern {} bezeichnen in Mathematica Listen, in diesem Fall beinhaltet die
Liste die Plotvariable t und ihren Anfangs- und Endwert. Multiplikationen sind implizit, 2 t bedeutet 2 * t.
Achtung: 2t wäre zwar OK, weil Variablennamen niemals mit einer Ziffer beginnen, aber Ib ist nicht I * b
sondern die Variable “Ib”!

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Übungsblatt 1
Bemerkung: Basisaufgaben sind einfache Aufgaben, die Ergänzungsaufgaben sind etwas schwieriger.

Wichtige Formeln aus der Vorlesung:

(a + ib) + (c + id) = (a + c) + i(b + d)


(a + ib)(c + id) = (ac − bd) + i(ad + bc)
z = x + iy, x = |z| cos θ, y = |z| sin θ
e±iθ = cos θ ± i sin θ
1 1
cos θ = (eiθ + e−iθ ), sin θ = (eiθ − e−iθ )
2 2i

Basisaufgaben
Beispiel 1:
(a) Bestimmen Sie Real- und Imaginärteil:

5 2 − 4i 1 1+i
(1 − i)3 , , , ,
3 − 4i 4 + 2i i 1 − (1 + i)2

(b) Schreiben Sie in Standardform (x + iy):

6eiπ/4 , eiπ , 2e−3iπ/2

(c) Schreiben Sie in Polarform (|z|eiφ ):


−2 − 2i, 5, −5i

Beispiel 2:
Bestätigen Sie folgende Relationen:

cos(α ± β) = cos α cos β ∓ sin α sin β


sin 2α = 2 sin α cos α,
cos 2α = cos2 α − sin2 α
r
α 1
sin = (1 − cos α) (0 ≤ α ≤ 2π)
2 2
r
α 1
cos = (1 + cos α) (−π ≤ α ≤ π)
2 2

Beispiel 3:
Bestätigen Sie die Relation
sin 4α = 8 cos3 α sin α − 4 cos α sin α

Beispiel 4:
Bestimmen Sie nach Umformung für die Gleichung

sin 2x − cos 2x = 1

im Intervall 0 ≤ x ≤ 2π 4 Lösungen.

1
Beispiel 5:
Die 3 elektrischen Spannungen in einer Drehstromleitung sind
   
2π 4π
R = U sin ωt, S = U sin ωt + , T = U sin ωt + .
3 3

Zeigen Sie durch Umwandlung in komplexe Darstellung, dass stets gilt

R+S+T =0

Beispiel 6:
Sie sitzen auf einem Surfbrett und lassen sich von den Wellen
hoch und runter schaukeln. Wir nehmen an, dass das Surfbrett
immer horizontal bleibt. Die Zeit von einem Wellenkamm zum
nächsten beträgt 12.6 s. Sie schauen zum Horizont und können
diesen auf Ihrem Brett sitzend (Höhe 1 m) die Hälfte der Zeit
über den nächsten Wellenberg schauend sehen. Stellen Sie die
Gleichung für diese Schwingung auf.

Beispiel 7:
Diesmal sitzen Sie mit Ihrem Surfbrett in der Nähe der Kaimauer. Die Bedingungen sind die selben wie bei
der vorherigen Aufgabe. Nur diesmal werden Sie nicht nur von der Welle vom Meer aus bewegt, sondern Sie
bekommen auch die reflektierte Welle von der Kaimauer ab. Wir nehmen an, dass die Kaimauer parallel zu
den Wellenzügen liegt. Die reflektierte Welle ist gegenüber der einlaufenden Welle um eine Phase φ verschoben
aber sie ist immer noch genauso hoch und hat auch dieselbe Frequenz wie die einlaufende Welle. Bestimmen
Sie die Gleichung, die Ihre Schwingung beschreibt. Wie hoch kann die Schwingung werden? Hilfe: Benutzen
Sie das Additionstheorem.

Ergänzungsaufgaben
Beispiel 8:
Sie möchten ihr Instrument anhand des Kammertons a stimmen (Frequenz f = 440 Hz, Kreisfrequenz ω = 2πf ).
Wenn Sie ihr eigenes Instrument spielen hören Sie ca. 3 mal pro Sekunde ein lauter und leiser werden des Tons.
Wieviel Hertz liegen Sie daneben? Was ist die Frequenz des Tons (nicht der Lautstärkemodulation), die Sie
hören? Hilfe: Betrachten Sie die Überlagerung (Summe) der beiden Töne.

Beispiel 9:
Die Sinusfunktion ist über dem Grundintervall −π/2 ≤ x ≤ π/2 strikt monoton wachsend; die zugehörige
Umkehrfunktion, definiert auf [−1, 1] mit Werten in [−π/2, π/2], heißt Arcussinus-Funktion arcsin. Sie ist
definiert durch h π πi
arcsin : [−1, 1] → − ,
2 2
π π
y = arcsin x ⇔ sin y = x und − ≤y≤
2 2
Skizzieren Sie den Graph von arcsin x im Bereich [−1, 1]. Wie groß ist die Steigung nahe x = −1 und x = 1?
Wie groß ist die Steigung nahe x = 0?

Beispiel 10:
(a) Wie lautet die komplexe Darstellung der harmonischen Schwingung x(t) = 5 cos(ωt − π/4)?
(b) Stellen Sie die harmonische Schwingung y(t) = 3 cos ωt + sin ωt komplex dar. Welche Amplitude hat diese
Schwingung?
(c) Betrachten Sie die beiden harmonischen Schwingungen x(t) = 4 cos(ωt − π/3). und y(t) = 3 sin(ωt + 9π/4).
Welche Amplitude hat ihre Überlagerung z(t) = x(t) + y(t)?

2
Beispiel 11:
Legt man an die Hintereinanderschaltung eines Widerstandes R und eines Kondensators C die Wechselspannung
1 1
U (t) = U0 eiωt + U0∗ e−iωt
2 2
an, dann fließt als Reaktion darauf der Wechselstrom
1 iωt 1 ∗ −iωt
I(t) = I0 e + I0 e
2 2
mit
U0
I0 = i
R − ωC
Wie groß ist für U0 = 1V, R = 1 kΩ, C = 2µF, ω = 1500 Hz die Amplitude der Spannung und der Stromstärke?
Wie groß ist die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung?

Beispiel 12:
Gegeben sei eine komplexe Zahl z = x + iy = reiφ . Wie lautet der Kehrwert der komplexen Zahl und was
bedeutet er geometrisch?

xkcd.com

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Mathematischer Vorkurs für Physiker 2020

Inhalt der Vorlesungen:

1. Komplexe Zahlen / Schwingungen


2. Differenziation von Funktionen mehrerer Variabler
3. Differenziation und Integration von Vektorfunktionen / Polarkoordinaten
4. Differentialgleichungen I: Elementare Lösungsmethoden
5. Differentialgleichungen II: Lineare DGL mit konstanten Koeffizienten
6. Anwendungen von DGL / Kurvenintegrale I
7. Kurvenintegrale II / Potentiale / Differentialoperatoren
8. Mehrdimensionale Integration
9. Zylinder- und Kugelkoordinaten
10. Taylorreihe

Vorlesung Übungen Vorlesung Übungen


22.10. 9:30-11:00 11:00-12:30 13:30-15:00 15:00-16:30
23.10. 9:30-11:00 11:00-12:30 13:30-15:00 15:00-16:30
26.10. 9:30-11:00 11:00-12:30 13:30-15:00 15:00-16:30
27.10. 9:30-11:00 11:00-12:30 13:30-15:00 15:00-16:30
28.10. 9:30-11:00 11:00-12:30 13:30-15:00 15:00-16:30
Wie beim Basismodul des Vorkurses finden die Präsenzvorlesung und die Präsenzübungen im
“Tentomax” statt, die Vorlesung wird auch via Zoom gestreamt, Webinar ID 977 4339 5847,
Passcode 474000.

Die Skripten, die Übungsblätter und weitere Informationen zum Vorkurs finden Sie auch auf
der Webseite http://www.ph.tum.de/vorkurs.
Dieses Skript beruht – wie die Übungsaufgaben und die gesamte Konzeption des Physikmoduls
– auf den Aufzeichnungen von Prof. Peter Vogl, der den Vorkurs für Physiker viele Jahre lang
gehalten hat. Ich bin ihm dankbar für die Erlaubnis, seine Unterlagen zu verwenden.
Stefan Recksiegel

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