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Jutta Kramer

Die Frauenfernbedienung
- wie MANN sich die moderne Frau „untertan“ macht -
Die Frauenfernbedienung
- wie MANN sich die moderne Frau „untertan“ macht -
der lang ersehnte Ratgeber für wahre Männer
von Jutta Kramer

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek:


Die deutsche Bibliothek verzeichnet die Taschenbuch-Publikation
in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische
Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

Taschenbuch-ISBN: 3-00-011670-2

Impressum:
erschienen im Mai 2005
© 2003 bei Jutta Kramer
© 2005 Lebenswert-Verlag
Alle Rechte vorbehalten

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Inhalt:
Vorwort der Verfasserin (S. 5)

Taste 1
Optik, wer ist die Frau hinter der Fassade? (S. 15)

Taste 2
Verhalten, welche Rolle spielt sie? (S. 21)

Taste 3
Frau verbal, was meint sie wirklich? (S. 29)

Taste 4
Aktivierung, wie Frau aus der Reserve gelockt wird (S. 33)

Taste 5
Frau u. Vergangenheit, welche Rolle spielen Papi und die Ex-
Freunde, ein psychologischer Exkurs (S. 39)

Taste 6
die Urfrau ... was stets in allen Frauen wohnt (S. 47)

Taste 7
Einklang, was Frau als Harmonie empfindet (S. 53)

Taste 8
Existenz und Materielles, Emanze oder Weibchen (S. 57)

Taste 9
Entflamme sie – Erotik, Sinnlichkeit und Verführung! (S. 67)

Taste 10
Ein Antrag fürs ganze Leben – oder nicht? (S. 79)

Still-Taste und Mono/Stereo-Taste


stell sie ruhig – aber mit Feingefühl! Störung? Wann Monolog,
wann Dialog im Geschlechterkampf angesagt ist oder wer sich
wann durchsetzen sollte (S. 83)

Videotext-Taste
Die Mücke an der Wand - Erkennen des echten Themas (S. 91)

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Rote Aus-Taste und die zehn Gebote zum richtigen Umgang mit
der Frau (S. 97)

Die fatalsten und häufigsten Männer-Fehler (S. 99)

Nachwort (S. 100)

Ich danke für Motivation, liebevolle Unterstützung und sämtliche


nützlichen Anregungen:

Daniela Weitzel und Familie, Nina Petrausch und Familie, Bettina


Mettler, Tina Stengel und Viktor Weidenthal, Susanne Guthörl und
Familie, Frau Dr. Brigitte Schwarz, Silja Friedrich und Lothar
Schweyen, Maria Reuschen und Familie, Johannes vom
Steakhouse Prüm, Ivonne Wilfert, Ilona Szabo, Ute Olsson-
Wollner, Kerstin Rubas und Peter Stablo, Armin Schalk, Mom und
Dad, meinen Großeltern, Iris Müller und Familie, Gabi Schöpfle,
Jutta und Dieter Nuhr, allen Teilnehmern der Köln Comedy-
Academy, Petra Trost von Pro Sieben, Viktoria Brahms und
Sabine Bohlmann vom Marienhof, Jess Jochimsen, Markus
Grieger, Uli von Tresor-TV, Wolf Daniel, Karl Wirz von RTL, Frank
Maier vom Pomp Duck and Circumstance und allen Freunden und
Gönnern.

Der GRATIS-Kredit
= das Darlehen, das sich selbst tilgt:
www.jeden-tag-reicher.com/gkeb/

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Vorwort
Die Intention, die mich dazu veranlasste, dieses Buch zu
schreiben, besteht darin, dass es meiner Ansicht nach nicht
ausreicht, wenn Männer Frauen und Frauen Männer besser
verstehen lernen, und dann doch jedes Geschlecht bei seinen
üblichen Verhaltensweisen bleibt. Mittlerweile sind zielorientierte
Vorgehensweisen und wohlüberlegte Handlungen gepaart mit
Authentizität vonnöten, um der Verzweiflung zerbrochener
Beziehungen zu entgehen.

Frauen sollten an und für sich ein Gebiet abgesteckt bekommen


wie Hennen in einem Hühnergehege, besser natürlich ohne
andere Hennen, jedes weibliche Huhn sollte sein eigenes und
sicheres Territorium vom Hahn bekommen; da sich Hennen
untereinander bekanntlich im Zickenkrieg unschöne
Gefiederlöcher hacken ...; da bleibt das Futter für den Mann
unfertig und der Stall unaufgeräumt ... lasst die Hühner also vor
Ort scharren, ihre Geschäfte verrichten und lasst sie möglichst
nicht alleine in die Ferne ziehen, sie machen ungeschützt und fern
vom Hahn zu oft Unfug ..., haltet ein wachsames Hühnerauge auf
sie – sie halten es auch auf Euch.

Warum diese krasse und vorlaute Exkursion in die Nutzvogelwelt?


Sei gespannt, stolzer Hahn, wissbegierig, wie Du das Verhalten
des Huhns so „gestalten“ kannst, dass es Dir zum
höchstmöglichen Wohlgefallen ist ..., gut, zurück zur
Ernsthaftigkeit.

Gleich vorweg: dieses Buch werden mir vermutlich einige


eingefleischte Emanzen um die Ohren schlagen wollen, sie
werden sich echauffieren und Gift spritzen, keifen und zürnen.
Männer, die einigermaßen offen für Ratschläge des anderen
Geschlechts sind, werden es, so hoffe ich, für positiv, anregend
und durchaus hilfreich erachten.

Wie nah stehen sich Frauen und Männer in der modernen Zeit des
regen Austauschs eigentlich noch? Befasst man sich mit den
hohen Ansprüchen der Dauersingles, so wird die perfekte Nähe
auf dem möglichst permanenten optimalen Level gesucht. Wie nah
sollten sich die verschiedenen Geschlechter eigentlich kommen?
In welchen Bereichen ist es besser, die innersten Karten auf den

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Tisch zu legen und in welchen nicht? Wo sollte man zuhören, wo
und wie antworten, Lösungen miteinander oder ohne einander
finden? Und wo sollten Frauen lieber untereinander gewisse
Themen diskutieren und Männer am Stammtisch oder mit dem
besten Kumpel? Wann lässt man Frau am besten in Ruhe und
wann und wie sorgt man am besten dafür, dass Frau sich nicht bis
zur Besinnungslosigkeit (Sinnlosigkeit) in etwas hineinsteigert?

Wie funktioniert die Symbiose Mann-Frau am besten? Worin


liegen die Ursachen für die Riesenprobleme, gute, dauerhafte
Beziehungen zu führen, in der Neuzeit der modernen
Veränderungen? Warum verzweifeln Männer wie Frauen an
Enttäuschungen, können nicht fassen, wie fremd und fern man
sich geworden ist, nachdem man sich doch so geliebt hat und so
nah war?

Wie kann MANN das Orakel, das Geheimnis der Frau soweit
lüften, dass er sich in seiner Rolle als echter Mann wohl fühlen und
sie so führen kann, dass sie ihm zwar nahe und zu Willen bleibt,
ohne ihr die Chance zu lassen, ihn umzukrempeln? Und letztlich
trotzdem ohne sie in ihrer persönlichen Einzigartigkeit
herabzuwürdigen?

Auf diese Fragen sollen in diesem ungewöhnlichen Ratgeber


hinreichende Antworten gefunden werden.

Mit zu Willen meine ich im Übrigen um Himmels Willen nicht, dass


Beziehungen nur dann funktionieren können, wenn die Frau stets
Ja und Amen sagt, sich alles gefallen lässt und ihre Persönlichkeit
für ihn aufopfert.

Sie soll auch nicht dazu dienen, sein nimmersattes Ego ständig
aufzufüllen, nur weil er an der Front zu lasch ist, weil er ständig an
sich zweifelt und ausgewachsene Minderwertigkeitskomplexe
ohne Boden hat. Solch einen Mann braucht keine Frau, es sei
denn, sie möchte später unbedingt gesundheitliche und
psychische Schäden erleiden.

Ich erzähle in diesem Buch von dem in der Frau verankerten


Wunsch, ihm zu dienen, wenn er seinerseits die „Männersachen“
gut meistert. Gemeinsam durch dick und dünn zu gehen und eine
echte Einheit zu bilden, ohne sich vierundzwanzig Stunden einem

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falschen Harmoniebedürfnis zu unterwerfen, kann dann ohne
Weiteres gut funktionieren.

Mann wie Frau sollten entsprechend ihrer Fähigkeiten, Ur-


Aufgaben und ihrer Kompetenz leben und miteinander umgehen,
um sich wahrhaftig zu unterstützen und wirklich glücklich sein zu
können.

Aufgrund welcher Auswirkungen dies heutzutage nicht selten


totalitär ins nervtötende Chaos läuft, davon handelt dieses Werk
ebenfalls. Es behandelt auch die Frage, weshalb die „guten“
Männer, die immer wieder mutig an das Mysterium Frau
herangetreten sind, sich nach etlichen Trennungsschmerzen mit
eingezogenen Schwanz die Wunden geleckt haben und
irgendwann entmutigt und resigniert als Hausmann „unter“ einer
dominanten Frau enden.

Wie nah Männer Frauen also kommen sollten und wie mit dieser
Nähe umzugehen ist, irgendwo im gesunden Bereich zwischen
den Extremen Weichei und Macho, all dies ist hier mit Herzblut
und nach viel Recherche und eigenen Erfahrungen beschrieben.

Die Frau will mehr Nähe – Ihr Männer benötigt eine gewisse
Distanz! Frauen-Fern-Bedienung, klingt gut für Dich, lieber
männliche Leser? Tastendruck aus der Ferne, steuern können, ob
die Frau laut oder leise, sanft oder heftig an Dich herantritt? Sie
fast immer in die Kiste zu bekommen, wenn Dir danach ist, ihr den
Ton abzustellen ohne Ärger, wenn sie sich die Lippen fransig
redet?

Mit ihr in Einklang zu gehen, sie für Dich springen zu lassen und
sie ist noch äußerst zufrieden damit, sie auf Distanz zu halten,
wenn Du Deine Ruhe brauchst, um nachzudenken oder
abzuschalten? Eine Kunst? Ja. - Unmöglich? Keineswegs!

Warum das ganze über den Ausdruck „Frauenfernbedienung“?


Warum für den Mann? Was macht sie denn mit Dir? Sie
manipuliert, steuert und konstruiert genauso, keine Sorge, das ist
Dir sicher geläufig.

Wie Du schon gemerkt haben wirst, spreche ich Dich


beziehungsweise Euch Männer im Wechsel direkt an, so wird es
etwas vertraulicher. Also diese Unterschiede bitte nicht als

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grammatikalischen Formfehler anschauen, sie sind gewollt. Bei
eher negativen Dingen verallgemeinere ich eher innerhalb der
Männer- oder Frauenzunft, bei motivierenden konkreten
Ratschlägen werde ich Dich etwas näher heranholen. Ich hoffe, Du
wertest das als konstruktiv, ich habe versucht, „pädagogisch und
psychologisch wertvoll“, wie man so schön sagt, vorzugehen.

Außerdem drücke ich mich so aus, wie mir der Schnabel


respektive die Hand auf der Tastatur gewachsen ist; wem das
nicht professionell genug ist, greife bitte auf rein psychologische
Literatur zurück, obwohl ich nicht der Meinung bin, dass ein
Schreiber mit einem akademischen Grad zwangsläufig mehr
mitten im Leben steht. Ich versuche stets, psychologische und
soziokulturelle Faktoren in der Theorie genauso zu
berücksichtigen wie effektive, alltagsnahe und wirkungsvolle
Praxistips.

Um den Schwung zu Nähe und Distanz, zu Verständnis und


Missverständnissen zwischen Mann und Frau wieder zu
bekommen, hier der Einstieg:
Der Titel sollte an und für sich nicht Frauen-Fern-Bedienung,
sondern Frauen-Nah-Bedienung heißen, dieses Wort existiert nun
aber nicht in unserem Sprachgebrauch. Frauenfernbedienung ist
von daher nicht ganz bezeichnend, da Frauen es gar nicht
schätzen, wenn der Mann ihnen in irgendeiner Form fremd oder
fern ist.

Fremd, im Sinne von exotisch, darf er höchstens beim


Kennenlernen sein - und in wenigen Wochen beginnt bereits das
„Einverleiben“, die psychologische und physische
Ganzkörperuntersuchung des Mannes von ganz außen nach ganz
innen und hört quasi auch nicht mehr auf. Dann, nach wenigen
Wochen beginnt meist bereits das Umkrempeln und Manipulieren.

Es sei denn... Mann gebietet Einhalt! Also fremd anfangs ja, fern
sollte der Mann der Frau allerdings nicht sein, höchstens er
befindet sich auf dienstlichen Reisen, sprich „beim Beute (Geld,
Versorgung ist gemeint, keine anderen Frauen logischerweise)
machen“, warum? Frauen sind „Nah-Sensoriker“. Ihr nahezu
gesamtes Empfindungs- und Wahrnehmungsvermögen ist auf das
unmittelbare Umfeld ausgerichtet, das heißt, Frau lebt von den
unmittelbaren Sinneseindrücken, die ihr aus nächster Nähe
vermittelt werden und auf sie wirken. Davon zehrt sie, darüber

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denkt sie nach, danach reagiert sie mit ihren Emotionen, darüber
möchte sie sprechen, danach richtet sie weitere Vorhaben aus und
sie er-lebt im wahrsten Sinne des Wortes so, womit wir schon
mitten im Thema sind.

Liebe Männer, wer kann Euch besser das letzte Rätsel auf Erden
in Bezug auf das geheimnisvolle Mysterium Frau helfen zu lösen,
wenn nicht eine Frau herself?

Ich habe zum Einen bereits vier „echte“ Beziehungen hinter mir,
bevor ich ganz bewusst geheiratet habe und mich ebenso habe
später scheiden lassen; damit steche ich nicht in besonderer Form
hervor, aber ich bringe etwas Spezielles mit, was mir Last und
Freude zugleich ist. Meine hypersensitive Wahrnehmung für
Zwischenmenschliches und Persönliches. Meine Empfindungen,
Sensoren und Antennen registrieren fast flächendeckend, sind
hochintensiv, ungefiltert und blicken bei Menschen hinter die Dinge
bis zum „wunden Punkt“, sei er noch so gut versteckt oder
ängstlich behütet. Dieser Dauerzustand hat mich, bevor ich ihn
positiv anwenden und nutzen lernte, ziemlich belastet.

Was ich bestärken möchte, ist, dass diese Eigenschaft


Feinfühligkeit, diese Fähigkeit in ihrer ganzen Sensibilität, mich
sehr tief erkennen, feststellen und erfahren lässt. Und diese
Resultate möchte ich auch anderen Menschen zur Verfügung
stellen.

Zurück zum Titel und zum Buchthema. Wie kann dieses Buch
Euch, der Männerwelt, zu Nutzen und zu Diensten sein? Wie kann
es gleichzeitig der Frauenwelt helfen, besser verstanden und
besser „gepflegt“ zu werden und Dich als Mann aber auch vor
riskanten Verbindungen mit subversiven Exemplaren schützen?

Die typischen Ratschläge wie „kauf ihr Blumen“, „lade sie zu einem
Candle-Light-Dinner ein“, „überrasche sie mit einem netten
Präsent“ oder „lade sie mal wieder ins Kino ein“ werdet Ihr hier
nicht finden. Schließlich seid Ihr auch nicht auf den Kopf gefallen
und habt überdies solch gewöhnliche Tipps schon in vielfacher
Ausfertigung gelesen, gehört und vermutlich angewendet.

Warum finden diese Themen, wie man als Frau und Mann
miteinander klarkommt, wie man mit dem Unterschied der
Geschlechter umgeht und wie man Beziehungen richtig führt so

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großen Anklang? Weil früher oder später jeder Mensch, der von
Natur her danach ausgerichtet ist, in Beziehung zum anderen
Geschlecht zu leben, mit diesem Thema zu tun hat.

Frauen ihrerseits haben sich Hunderte Bücher einverleibt, es als


ihre Aufgabe angesehen, Beziehungen am Laufen zu halten und
fanden und finden es bedauerlich, dass Männer damit genauso
große Probleme haben, aber aktiv keine Lösungsmöglichkeiten
suchen und in ihrer Grübelei über Frauen verharren. Für Frauen
ein Unding! Verharren, leiden, aushalten, ein schlichtweg
unmöglicher Zustand für die weibliche Zunft.

Es ist doch so, immer und ewig stehen Männer wieder und wieder
vor einem für sie unlösbaren Rätsel. Die Frau und ihre
Befindlichkeiten, ihre Launen, ihr Ozean an diversen Emotionen,
ihr Verhalten, ihr „Zicken“, ihre Grausamkeiten, ihre Art zu lieben
und all ihre Heimtücken erscheinen ihnen oft schleierhaft. Mit
Resignation, Hilflosigkeit, Machtkämpfen und dem Beenden von
Beziehungen reagiert die Männerwelt auf den komplexen
Mikroorganismus Frauenpsyche.

Aber jetzt habt Ihr die Chance, das Geheimnis ist zu lüften, der
richtige konstruktive und effiziente Umgang mit dem weiblichen
Geschlecht ist durchaus möglich. Hier höre ich Euch Männer
förmlich aufstöhnen, da dies in Euren Augen an mit Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit die mühseligste, längste,
beschwerlichste und komplizierteste Aufgabe im Leben darstellt,
oder nicht?

Das muss nicht sein. Frau lässt sich handeln, erziehen und zur
Traumpartnerin kreieren, wenn man folgenden Themen Glauben
schenkt:
1. Frau will geführt werden
2. Frau ist Frau und kleines Mädchen in einem, immer!
3. Frau reagiert irgendwie immer und auf alles!
4. Frau erlebt, denkt und empfindet in Breitband-Technik.
5. Frau hat immer Kopf und Gefühl voll
6. Jede Frau ist in ihrem Innersten „handzahm“
7. Jede Frau träumt von anregender erfüllter Sexualität.
8. Frau will ihrem Mann folgen – blind!
9. Frauen unterliegen dem Zwang, Ordnung zu schaffen in
sämtlichen Bereichen
10. Frau will nicht wirklich emanzipiert sein!

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Verblüfft???
Zugegeben, quasi jede Frau lebt in der heutigen Zeit und in der
hiesigen Gesellschaft mit einem dezenten bis mittelschweren
„Sprung in der Schüssel“, jede Frau hat ihre zickigen, keifigen,
launischen und instabilen Seiten, die Dir so unheimlich sind.

Du als Mann solltest auch wissen: Jede Frau versucht Dich


generell zu manipulieren, umzuerziehen, zu formen, Dich
emotional zu erpressen und Dich an Deine Grenzen – oder
darüber hinaus – zu fordern; früher oder später, mehr oder
weniger. Manipulation ist grundsätzlich nichts Negatives, nur in
destruktiver Form, Manipulation ist erst einmal neutral und jeder
von uns tut es täglich. Frauen sind eben nur Meisterinnen darin.

Jedoch kannst Du gegenhalten, negativ, passiv und defensiv oder


positiv, aktiv, offensiv und produktiv.
Stellt es für Dich nicht die Motivation schlechthin dar, aus der
komplizierten, manchmal scheinbar frigiden und streitbaren Frau
einen Engel in allen Lebensbereichen formen zu können? Ein
Wesen zu Deinem Wohlgefallen zu erschaffen, schlicht durch
bewussten, zielstrebigen Umgang mit IHR, durch ... einfaches
„echter“ Mann sein?

Ist es nicht auch Dein Traum, eine Frau zu besitzen, ja, zu


besitzen, die Dir jeden Wunsch von den Augen abliest, die nicht
müde wird, Dich mit Gaumenfreuden, reizvoller Verführung, tollen
Freizeitideen, wohltuenden Massagen und in hinreißender Optik
zu überraschen? Die sich wundervolle gemeinsame
Lebensumstände ausdenkt und mit Dir umsetzt? Die für Dich den
Überblick behält, für Dich an viele Sachen denkt, damit Du
zeitweise Dein inneres Kind, Deinen inneren verspielten Jungen
ausleben kannst.
Die Dir den Rücken freihält, damit Du DU sein kannst? Die es zu
ihrem erklärten Lebensinhalt macht, Dich so gut zu behandeln, zu
bewundern und zu ehren, dass Du möglichst ein Leben lang bei ihr
bleibst und sie Deine Frau sein darf? Und die dabei noch
regelrecht glücklich ist?

Wenn dies so möglich wäre, Mann, frage ich Dich, besitzt Du dann
den Mut, sich ganz auf sie einzulassen, ihr völlig zu vertrauen, sie
in ihrer Ganzheit wahrzunehmen und zu ehren, ihr wahres Naturell
als anders als Deins zu akzeptieren, auch wenn Du nie alles an ihr
verstehen wirst? Wirst Du dann das Herz und die Tapferkeit, das

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Braveheart haben, alles Unglück, Sorge und Nöte soweit es in
Deiner Macht steht von ihr fernzuhalten? Traust Du Dich? Ja?

Dann verinnerliche bitte schon jetzt ebendies als Deine


Hauptaufgabe, als das Wesentlichste überhaupt. Das wird Deine
heftigste Übung, da Du in dieser Hinsicht viel mit Dir allein
ausmachen solltest; übrigens, auch dann, wenn die Frau Dir
anbietet, Dir zu helfen und mit Dir über Deine inneren Konflikte
und persönlichsten Selbstorientierungsprobleme zu reden, tu dies
nur, wenn Du es ganz bewusst für sinnvoller hältst, ihre Energie
und ihr Wissen zum Problemthema zu beanspruchen.

Tu dies aber nicht aus Bequemlichkeit oder aus charakterlicher


Schwäche heraus, die Frau wird darauf eingehen, aber es wird
früher oder später auch die unangenehme, unzufriedene Reaktion
darüber aus ihr herausquillen.

Prinzip: Du musst draußen lösen, sie drin. Schlichtweg! Also trag


von der „Beutejagd“ nicht Probleme mit heim, sie sollte Dir dafür
keine mit ins Vesperpaket legen.
Noch einmal zur Verstärkung: Halte Kummer, Sorgen, Nöte,
Probleme sowie Selbstzweifel soweit es Dir möglich ist, von der
Frau fern. Schaffst Du es, diese Aufgabe voll und ganz
anzunehmen, die Verantwortung hierfür ganz und gar mit einer
positiven, motivierten Gesinnung zu tragen und am besten nie zu
vergessen, widerfährt Dir das Naturgesetz von Ursache und
Wirkung. Du bekommst das Gleiche zurück. Und zwar die Aufgabe
der Frau, die sozialen, häuslichen, zwischenmenschlichen
Wohlfühlelemente zu pflegen, die Dir als Mann
1) den Rücken freihalten,
2) Dich gesund und stabil halten,
3) Dich sexuell glücklich machen,
4) Dich nähren und Dir Genuss bringen,
5) Dich Mann und Du selbst sein lassen.

Hierbei darf eine Frage natürlich nicht ausbleiben. Was wollen


Frauen überhaupt von Männern und was für Männer wollen sie?
Sie auf Händen zu tragen, versprechen ja die meisten Typen blind
und das kann ja auch noch nicht das allein Seligmachende sein,
zumal man es nicht nur versprechen kann, man muss es auch
können oder zumindest schrittweise lernen.

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Also, Frauen möchten im Groben und möglichst in aller
Konsequenz den Mann als
• Führungskraft
• Versorger
• Rahmenabstecker, Grenzensetzer und Gebietsverteidiger
• Gentlemen und Rauhbein in einem
• Superliebhaber
• verantwortungsbewussten „Hierbleiber“ und „Zu-den-Dingen-
Steher“
• Abenteurer mit Pflichtbewusstsein
• Positiv-Überrascher
• authentische Persönlichkeit, die mit sich selbst im Reinen ist
und zu sich steht
• Halbgott

Ja, so ist es. Und nach was selektieren Frauen Männer aus? Strikt
nach folgenden Kriterien: Haare, Geruch, Wirkung, Blick, Hände,
Gepflegtheit, Familiensinn, körperliche Stärke, Mentalität,
Auftreten, Gesprächsbereitschaft, Humor, Echtheit, Interesse, Stil,
aufrechte Haltung, Intellekt, Lachen, Potenz und nach
emotionalem Wohlfühl- und Sicherheitsfaktor in seiner Nähe.

Unbewusst laufen folgende Fragen bei der Frau ab:


Kann er mich gut versorgen?
Kann und will er eine Familie haben und ernähren?
Bietet er Sicherheit?
Ist er stark?
Könnte und würde er mich und das Haus verteidigen?
Hat er Gefühl?
Wird er gute Kinder zeugen können?
Handelt, geht und spricht er sicher und überlegt?
Steht er in sich und zu sich, ist er sich seiner Aufgaben
bewusst?
Mag er sich selber?
Ist er liebesfähig, wird er mich befriedigen?
Wird er mich ausgleichen und glücklich machen?
Kann ich ihm blind vertrauen?
Kann ich ihm glauben?
Wird er mich ernst und wichtig nehmen?
Kann und wird er Probleme lösen?
Ist er mutig?
Wie ist er aufgewachsen?

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Weiß er, was Respekt und Achtung bedeuten?

Diese Dinge checkt die Frau ab und die Antworten senken sich in
ihr Bauchgefühl ab, dies wird sie befolgen oder ignorieren, je
nachdem, wie aufregend der neue Mann zu Anfang ist, wie er sie
in der ersten verwirrenden Phase behandelt. Hier liegt schon die
Chance und der erste wesentliche Baustein für den künftigen
Fortlauf der neuen Connection.

Hier kehrt die Frau ihre inneren Bedürfnisse nach außen, sie will
geführt, verführt, überrascht werden, sie will vertrauen, sich
anlehnen, sich verwöhnen lassen, sich allen Genüssen hingeben
und möchte in ihrer verliebten Verwirrung bleiben und alles
vertrauensvoll dem Mann überlassen. Dieser Zustand hält
erfahrungsgemäß ungefähr sieben Wochen an.

Wenn Du als Mann nur wüsstest, was für einen Rohdiamanten und
Schatz Du zu dieser Zeit in Händen hältst und wie viel jetzt schon
von Dir abhängt, was die Zukunft bringen wird...; nun hast Du also
die unsichtbare schwarz auf weiße „Frauenfernbedienung“ in der
Hand, komm ihr ganz nah, lies und beherzige, das würde mich
ungemein freuen.

Viel Erfolg und Vergnügen mit dieser Lektüre!

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Taste 1:
Optik, wer ist die Frau hinter der Fassade?
Wer ist sie? Diese bezaubernde Fee da drüben mit dem sinnlichen
Augenaufschlag, die Wimpern lang und dunkel, das Haar lockig
und in herrlichem Blond? Diese erdbeerroten Lippen, das herrliche
Dekolleté, das Deinen Blick anzieht wie ein starker Magnet, die
schlanke Taille, der knackige Hintern, auf dem man gewiss
mindestens eine Espressotasse abstellen können müsste, die
glatten, geraden, schlanken Beine, die zierlichen Hände, die
schönen langen Fingernägel, die gazellenhafte Haltung, diese
süße Stupsnase, die ozeantiefen Augen und die
samtschimmernde Haut? Zum Seufzen anziehend.

Was für eine Stimme hat sie wohl, wie redet sie, wie ist sie drauf,
was strebt sie an, was tut sie so, würde sie sich mit Dir unterhalten
wollen, sich einladen lassen?

Sicher kennst Du diese Situationen, bist hingerissen von der Optik


und von der Erscheinung eines Girls. Sicher willst und wirst Du Dir
zu diesem Zeitpunkt nicht zwingend die Gedanken machen,
welche Werte diese Frau hat, was für einen Charakter sie in sich
trägt, ob sie ein Luder ist oder eine „anständige Dame“.

Sie interessiert Dich lediglich erst einmal irgendwie aufgrund ihrer


Erscheinung und Dein Jagd- und Eroberungstrieb ist geweckt. Du
saugst wohl mit intensivem Blick ihre äußeren Vorzüge in Dich auf
und fragst Dich, wie sie wohl sein mag, welche Art sie wohl hat,
aber könntest Du auch einer ultimativen Sinnestäuschung, ja einer
regelrechten optischen Täuschung erlegen sein?

Möglicherweise ist diese Venus die absolute Mogelpackung, die


Wimpern falsch, das Haar eine künstliche Dauerwelle, die
Lippenfarbe ein widerlich künstlich schmeckender Billiglipstick, der
Po durch einen Spezial-Slip gepusht, der Busen doppelt so hoch
und doppelt so füllig durch einen effektheischenden BH, die
Fingernägel künstlich, die Modelgröße durch gesundheits-
schädliche High Heels erreicht, die Nase operiert und die Haut mit
einem top deckenden Bronze-Make-up zugekleistert?

Gut, der Einstieg in dieses Kapitel ist extrem dargestellt, keine


Frage, ich möchte Dich hierdurch nur sensibel für den wichtigen

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Blick „dahinter“ machen. Du weißt selbst, wie viele Männer
heutzutage Jahre und Jahrzehntelang völlig fassungslos darüber
sind, wie sich ihre Ex nach der Trennung zum ausgekochten
Monster entwickelt hat. Niemals hätten sie gedacht, dass sich
diese anfangs so wunderbare, anschmiegsame Elfe so link, so
egoistisch und so mies verhalten würde.

Sicher schützt ein „Profiblick“ vor diesen Erfahrungen nicht


unbedingt und gewiss gehören zu schlechtem
„Nachkriegsverhalten“ nach gescheiterten Beziehungen immer
zwei. Aber eine Frau auch ein Stück weit zu hinterfragen, anstatt
sich blindlings in das Abenteuer der reinen Verlockung, ihrem
zuckersüßen Lächeln und ihrer sexuellen Anziehungskraft zu
stürzen, ist ganz bestimmt kein Fehler.

Nicht zuletzt kannst Du über neugieriges Interesse, kritisches


Beobachten sowie aufmerksames Hinterfragen auch Deine
Anpirschmethode optimal ausrichten, was Dich im Flirten und
„Anmachen“ erfolgreicher macht.

Möglicherweise hattest Du schon das eine oder andere Mal ein


tolles Mädel im Visier und kaum bist Du endlich mit ihr ins
Gespräch gekommen, warst Du entsetzt, wie sie sich verhalten
und gegeben hat. Kommt Dir das bekannt vor?

Dieses unschöne Gefühl möchte man doch gern vermeiden, wobei


wir wieder beim genaueren Fokussieren wären. Es soll doch
möglichst ein „Späßle“ bleiben.

Gehen wir ans Eingemachte. Versuche abzuschätzen, wie


authentisch sich die von Dir angepeilte Schöne verhält. Wirkt sie
natürlich, passend und stimmig in ihren Bewegungen, ihrer Mimik
oder passt ihr Verhalten nicht zu ihrer Aufmachung? Versuche,
sofern sich das Objekt Deiner Begierde zum Beispiel im Café mit
einer anderen Person unterhält, zufällig nahe an ihr vorbeizulaufen
und aufzuschnappen, wie sie und über was sie redet und wie ihre
Stimme auf Dich wirkt.

Ob Du hierzu zum Zigarettenautomat läufst, zur Toilette, zu den im


Café angebotenen Zeitschriften oder zum Fenster, um ganz
wichtig, seufzend auf die Uhr blickend, Ausschau zu halten, ob
Dein Geschäftstermin nun endlich auftauchen wird, ganz egal.
Lass Dir was einfallen, es lohnt fast immer. Ich möchte Dir hier

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keine Flirtratschläge geben, dies wäre vermessen, da ich selbst
keine Flirtexpertin bin; ich möchte Dich vielmehr sensibilisieren für
die „Frau hinter der Frau“.

Achte also auf die Gestik, auf die Mimik und ob Stimme und Inhalt
damit übereinstimmen, somit fällst Du schon einmal nicht auf eine
Verpackung oder Verkleidung herein, die der Art der Frau
überhaupt nicht entspricht. Es gibt zur Genüge Girls, die sich im
wahrsten Sinne des Wortes von der dominanten Freundin sexy
vollverkleiden lassen, um anzukommen, sind in Wirklichkeit aber
verklemmt, haben massive Komplexe und ergreifen bei den ersten
zärtlichen Berührungen direkt die Flucht und schon hast Du ein
schwieriges Problem oder Zeit vertan; dies möchtest Du ja nicht
wirklich anstreben, oder?

Ebenso gibt es haufenweise Frauen, die sich zum Ausgehen


„schick“ machen, tagsüber in Boutiquen noch zwanghaft den
neuesten Modetrends Umsatz bringen, ansonsten aber eher
graumausig und durchschnittlich durch ihren Alltag laufen, auch
eine Art Mogelpackung.

Der krasse Gegensatz hierzu ist die Dauertrendsetterin, für die


eine umwerfende Optik, die neuesten modischen Highlights und
perfekte Schminke das überzeugendste Geheimnis der
Weiblichkeit darstellt. Mit dieser Kategorie wirst Du einen nicht
unerheblichen Anteil Gesprächszeit mit Themen wie Schuhe,
Kosmetik, Promi-Getratsche und Schickimicki-Lebenszubehör
verbringen. Stressige Einkaufsbummel, Löcher im
Kreditkartenkonto und nicht enden wollende Ansprüche könnten
die logische Folge sein ..., wenn Du so etwas möchtest, bitte.

Gehen wir aber nun über zum gewöhnlichen, Dich ansprechenden


Idealfall. Die Frau sieht weder überzogen overdressed,
hochluxuriös, zu verrucht oder zu schlampig aus, sondern wirkt so
auf Dich, dass Dein Männerherz einfach höher schlägt. Sie gefällt
Dir und Du möchtest diese Frau näher kennen lernen.

Checke nun, was sie für dich verkörpert und vergleiche dies mit
Deinen wirklichen Ansprüchen. Können diese mit dem, wie sich
diese Frau der allgemeinen Öffentlichkeit präsentiert,
übereinstimmen?

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Wir gehen in diesem Buch stets davon aus, dass Du eine
passende Partnerin suchst, mit der Du so lange wie möglich so
richtig glücklich sein möchtest und eben nicht ein schnelles
Abenteuer verfolgst, dafür ist dieser Ratgeber nicht ausgelegt.

Was suchst Du ergo für eine Frau und wie soll diese sein?
Warmherzig, treu, anschmiegsam, humorvoll, leidenschaftlich,
aufrichtig, zärtlich, erfolgreich, hingebungsvoll, hausfraulich
begabt, vielseitig interessiert, kreativ, intelligent, unbeschwert,
selbstzufrieden, von Natur aus fröhlich, reif, begeisterungsfähig,
belastbar, bindungsfähig ... und ... und ... und.

Was möchtest Du? Mach Dir dies zuerst klar und checke dann ab,
ob die ins Visier gefasste (möglicherweise Dir auch schon näher
bekannte) Frau diesen Anforderungen entsprechen könnte.

Dieses Kapitel der Taste 1 soll Dir dazu dienen, einzuschätzen, ob


die Optik der Frau, was sie nach außen verkörpert, damit
übereinstimmen kann, was Du für Vorstellungen hast.

Ein Beispiel, um diese Schwierigkeit etwas zu vereinfachen:


Eine Frau, die sich überzeugt selbstbewusst aufreizend und
topschick anzieht, viel Busen, Bein und viel rote Farbe auf Lippen
und Nägeln zeigt, wird garantiert nicht die sein, die sich erregt
zitternd und vor neu erwachter Lust wie eine Prinzessin, in Deinen
Händen bebend, vertrauensvoll hingibt und süße gelöste Tränen
nach einem gemeinsamen wunderbaren Höhepunkt mit Dir laufen
lässt.

Wenn Du Dir vorstellst, mit der Frau Deines Lebens ein nahezu
spirituelles Erlebnis beim ersten Sex zu haben mit dem
überwältigenden beiderseitigem Gefühl „wir gehören für immer
zusammen“, wird die Frau mit den roten Krallen eher die sein, die
versucht, Dir beim ersten Mal alle Vorzüge einer Sextigerin zu
bieten, um so für sich zu werben. Erliegst Du ihrem Sex, während
sie wild reitend auf Dir sitzt, hat sie Dich in der Tasche und wird Dir
bald zeigen, wo es ihrer Meinung nach lang zu gehen hat. Also
Vorsicht!

Wie kannst Du nun der Frau gegenüber signalisieren, dass Du


keiner von denen bist, die sich allein von Aussehen und einem
koketten Augenaufschlag einwickeln lassen?

18
Praxistipp:
Schau die Frau, wenn sie am Sprechen ist, intensiv an und warte,
bis ihr Blick Dich trifft. Wandere mit Deinen Augen in ihrem
Gesicht, an ihren Armen, ihren Schultern, ihren Händen und spare
bewusst die erotischen Zonen aus. Lege den Kopf schief und sieh
ihr lang in die Augen, interessiert, grüblerisch, fragend. Tu dies so
lange, bis sie Dich irgendwann fragt, warum Du dies tust. Sobald
sie ausreichend verwirrt deswegen ist, wird sie fragen, Frauen sind
so, hab also Geduld, bis sie kommt.

Antworte ihr dann, dass Du Dir die ganze Zeit überlegst, was für
ein Wesen, was für ein Charakter, was für Emotionen hinter
diesem ansprechenden Äußeren stecken. Was für eine
Persönlichkeit sie ist, was sie für Erfahrungen in sich trägt, wie sie
ist und was sie so tut.

Diese Aufmerksamkeit wird die Frau in Wallung bringen, sie wird


viel über Dich nachdenken und wird merken, dass Du ganz
besonders darauf achtest, was sich hinter ihrem Aussehen
verbirgt. Somit ist sie schon einmal mit Dir beschäftigt und zwar im
positiven Sinne; Du wirst ihr jeden Tag ab und an durch den Kopf
gehen und sie wird zu dem Schluss kommen, dass sie sich bei Dir
nicht groß verstellen können wird. Sie wird warme Gefühle dabei
bekommen, dass da jemand an dem interessiert ist, was in ihr
vorgeht, an dem, was sie ausmacht.

Damit hast Du schon einmal allerbeste Karten und einen guten,


ehrlichen Grundstein gelegt für alles Weitere.

Die bisher beschriebenen Ausführungen sollten, auch als eine Art


Einsteigertipps, dazu dienen, vor vornherein den Fokus auf das
Richtige zu lenken.

Intensiv soll dieses Buch Dir außerdem aufzeigen, was Frauen


wollen! Soll heißen, dass in sämtlichen folgenden Kapiteln mehr
Ausrichtung darauf liegen wird, was die Frau erwartet, so dass Du
dieses Wesen besser verstehen und den „funktionellen“ Umgang
mit ihr lernst.

19
Ich kannte da mal ...

... eine Frau, eine Kollegin, mit der ich mich später anfreundete,
sie hatte einen exotischen Touch, sie kleidete sich stilvoll mit
individueller Ethno-Note, sah toll aus, konnte sich ausdrücken und
wirkte sehr selbstbewusst. Kaum ein Mann konnte an ihr
vorbeischauen, sie hatte tolle Augen, einen sinnlichen Mund und
eine Top-Ausstrahlung.

Als ich sie etwas besser kennen lernte, kam heraus, dass sie
heimlich ein Kind im Heim hatte, für das sie nicht selbst sorgen
konnte, dass sie intensiv verschiedenen Drogen frönte sowie
Alkohol- und Nikotin benötigte, um sich einigermaßen sicher zu
fühlen.

Dass sie so ziemlich allen Männern gegenüber sexuell


aufgeschlossen war, die ihr nur ausreichend Komplimente
machten oder ihr Luxus bieten konnten, war schnell offensichtlich.
Sie schlug über die Stränge überall da, wo sie Mittelpunkt sein
wollte, sie hatte paradoxerweise Komplexe und Minderwertigkeits-
gefühle bis sonst wohin, verkorkste soziale Beziehungen, war
entwurzelt und hat sich die Karriereleiter nicht ganz auf dem
normalen mühseligen Weg gestrickt. Echte Kompetenz oder
ausreichende Führungsqualitäten waren nicht ganz vorhanden und
wenn es drauf ankam, war kein Verlass auf sie; wenn ein Mann
dazwischen kam, egal aus welchem Milieu, vergaß sie alles um
sich herum.

Echtes Gefühl brachte sie mit ihrer verkorksten Seele gar nicht
auf, machte aber den jeweiligen Männern vor, sie würde alles für
sie tun. Letztendlich fühlte sie sich nur in einer Beziehung wohl, in
der sie dominiert, gequält und herabgesetzt wurde, andererseits
ließ sie auch niemanden wirklich an sich heran. Wie man sieht,
kann die äußere Fassade erheblich trügen.

Resumée: Schau die Frau nicht nur aus den Augen des
männlichen „Beutetiers“ an, sondern versuche Dich zuerst mit
allen Sinnen einzufühlen, ob die lebende Sedcard, die Optik des
Weibes auch im Background realistischen Vorstellungen Deiner
Traumpartnerin entsprechen kann.

20
Taste 2:
Verhalten, welche Rolle spielt sie?
Sicher sind wir uns darüber einig, dass sich in der ersten
prickelnden Zeit des Kennenlernens Mann und Frau von ihrer
Schokoladenseite zeigen, positiv, unterhaltsam, aufmerksam, stets
lächelnd und interessant. Sie prahlen regelrecht damit, wie
belesen, sportlich und vielseitig sie doch sind. Hierbei werden
spätere Stolperfallen gerne übersehen, merkwürdige
Verhaltensmuster als liebenswert empfunden und schöngeredet,
die später oft in Vorwürfen oder Missverständnissen enden.

Ein Beispiel: Du hast ein filigranes, puppensüßes Mädchen


kennen gelernt, sie ist ungeschickt, schüchtern, zauberhaft in ihrer
Unsicherheit und Aufregung, sie verliert schnell die Orientierung,
ist unbeholfen, errötet leicht und huscht eilig und halb durchsichtig
zur Toilette und zurück. Dir gefällt ihre unaufdringliche Art, ihre
Zurückhaltung, ihre junge mädchenhafte Ausstrahlung, ihr liebes
Wesen und sie ist entzückt von jedem Wort, welches Dir über die
Lippen kommt. Du fühlst Dich großartig, männlich, stark,
unterhältst sie locker, alles kommt toll an, sie ist völlig
unkompliziert, strahlt zu allem, was Du tust oder von Dir gibst. Wie
schön!

Aber Achtung: Dieses Weibchen ist völlig auf Dich angewiesen,


fast wie ein Kind, sie ist unpraktisch, nicht rational, leicht zu
beeinflussen und zu beeindrucken und zwar generell, nicht nur in
Deiner Nähe. Sie wird zu vielem Ja und Amen sagen, ohne
Garantie, dass sie in 15 Jahren deswegen nicht völlig durchdreht
und ein neues Leben beginnen möchte. Sie wird so ziemlich alles
gut finden, was Dir gefällt und von ihren Wertvorstellungen
ungeprüft lassen.

Auf diese Frau ist in Sachen Liebe und Treue vielleicht Verlass,
aber nicht in praktischen Alltagsdingen, bei gemeinsamen
größeren Plänen oder in Problemsituationen. Sie wird solange
Konflikten mit Dir aus dem Weg gehen und Dir Recht geben, bis
Du ausrastest, was ungefähr so unangenehm ist wie eine
hysterische Frau. Sie wird bitterlich weinen und Du wirst Dir wie
ein Schwein vorkommen. Subtile Vorwürfe von zerbrechlichen
Sensibelchen kommen auf eine Art ebenso krass wie Szenen von
selbstbewussten Amazonen.

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Dieses Exemplar wird also nicht die Frau sein, die mit Dir durch
dick und dünn geht, mit Dir ein altes Bauernhaus aufrüstet oder
alles auf der Reihe hält, wenn Du einmal ausfällst. Sie wird nicht
die Mutter Deiner Kinder sein, die die Anforderungen des Lebens
als gleichzeitige Hausfrau, Ehefrau und Mutter gut gebacken
kriegt. Sie wird nicht mit Dir den genialen Motorrad-Trip durch
Australien machen, wenn doch, wird sie sich dabei nicht wohl
fühlen und Du somit auch nicht wirklich lange.

Also, nur Beschützer, Retter, Problemlöser und Versorger sein, ist


ein hoher Preis für diese Sorte dauerliebender pflegeleichter
Frauen, oder nicht? Sie versprechen auch nicht gerade den
heißen Versöhnungssex nach einem leidenschaftlichen Streit. Ist
doch schade.

Diese Beispiele mögen Dir als Extreme erscheinen und sind es


auch, aber so kannst Du Dir gewiss eher eine Vorstellung davon
machen, was hier „gut“ oder „böse“ bedeutet beziehungsweise
was reelle Zukunft haben könnte und was eher nicht.

Gehen wir aber nicht nur vom Negativen aus, sondern von einer
echten Chance, die Frau gut einschätzen zu können.

Welche Frauentypen – auf das Verhalten bezogen - gibt es denn


und wie kannst Du sie für Dich begeistern? Hier ein paar Beispiele:

Die Energiereiche:
Sie gestikuliert viel, hat eine sehr lebendige Mimik, erzählt viel und
schildert bunt, ständig sprudelt etwas spontan aus ihr heraus zu
vielschichtigen Themen, sie hat überall etwas dazu beizusteuern.
Sie erreichst Du über aufmerksames Zuhören, Begeisterung für
ihre Gesprächsinhalte und indem Du sie unerwartet mit
phantasievollen Einfällen überrascht, sie muss das Gefühl haben,
dass Du ebenfalls Aktivität, Dynamik und Temperament besitzt
und Dein Leben im Griff hast

Die Schüchterne:
Sie verschränkt die Arme gerne vor sich auf dem Tisch, ist
bedacht, errötet leicht, schlägt schnell wieder die Augen nieder,
lächelt dezent und ist leicht nervös mit ihren Händen am Fummeln.
Sie erwärmt sich leicht für Deine Fürsorglichkeit, Aufmerksamkeit,

22
Du musst führen und unterhalten, Ideen haben und so ziemlich
alles in die Hand nehmen.

Die Kontrollierte:
Sie reagiert stets angepasst, macht alles richtig, wirkt
selbstbewusst, setzt bewusst Augenaufschläge, Mimik und
Bewegungen ein, bemüht sich erfolgreich, eine interessante,
gescheite Gesprächspartnerin zu sein, sie passt ständig die
geeigneten Augenblicke ab für Worte, Berührungen, Koketterie.
Sie bekommst Du aus der Reserve, indem Du Geduld aufbringst,
ihr zu beweisen, dass Du Deine Lebensbereiche gut meisterst, es
schon zu etwas gebracht hast, dass Du Anstand und Etikette
sowie Stil besitzt. Die Kontrollierte verlangt einen gewissen
Intellekt und nahezu perfekte Vorbildlichkeit. Versuch es mit
Humor, aber nichts Schlüpfriges; Deine Witze müssen unbedingt
mit Intelligenz gepaart sein. Die Kontrollierte flüchtet eher, wenn
Du unüberlegt, spontan oder zu impulsiv handelst.

Die Unkonventionelle:
Sie geht auf die intellektuelle Schiene, verhält sich natürlich, achtet
nicht so stark auf ihre Feminität, flirtet eher wenig, gibt viel von
sich preis, um im Vorfeld schon klarzustellen, wer sie ist, was sie
tut, mit was sie sich beschäftigt.
Sie packst Du, wenn Du leidenschaftlich gerne mit ihr über Gott
und die Welt diskutierst, Dich für Umwelt, Weltpolitik und andere
Kulturen aufgeschlossen zeigst, sie ist angetan, wenn Du schon
viel rumgekommen bist, wenn Du unangepasste Lebensweisen
vorweisen kannst und alles andere als ein konservativer Spießer
bist.

Die heimliche Zicke:


Sie flirtet ungeniert, zeigt stets ihr zuckersüßestes Lächeln,
kokettiert, spielt gekonnt Entsetzen sowie Entzücken, versucht
kühl taxierend eine ihr innewohnende liebevolle Wärme
vorzugaukeln.
Ihr Zickigkeitspotential merkst Du vorerst nicht am Verhalten Dir
gegenüber, sondern gegenüber anderen Personen und
Situationen (Bsp.: Kellner, Verkäuferin, Lästereien über andere
Menschen).
Die versteckte Zicke ziert sich gern, ihr Nein heißt oft Ja; schau
ständig nach dem Rechten, dass ihr zu jeder Zeit möglichst viel
angenehm erscheint, sie sich wohl fühlt und sei auf der Hut und
aufmerksam, da ihr viel gegen den Strich geht. Sie empört sich oft

23
und möchte von Dir Luxus, Sicherheit, es soll nach ihrer Nase
gehen, aber Du darfst ihr andererseits nicht zu viel nachgeben,
sonst fängt sie sofort an, mit Dir zu spielen und Dich zu
manipulieren, wo es geht.

Nach dem Speziellen der Einfachheit halber nun zu dem


Verhalten, was Frau im Allgemeinen vorzieht und wie sie sich
wiederum in der Interaktion verhält:

Frau schätzt generell Aufmerksamkeit, Selbstsicherheit und


Selbstbewusstsein, das entsprechende Verhalten zu dem, was Du
sagst, also Authentizität, eine ihr angenehme Mischung zwischen
männlicher Reife und jungenhaftem Charme.

Sie mag es, wenn Du Dir Deiner selbst sicher bist, mit Dir im
Reinen scheinst, einen funktionierenden Alltag lebst, in welchem
trotzdem noch genügend Raum für sie und ihre Bedürfnisse ist, in
welchem auch Platz für angenehme Unternehmungen besteht.

Frau liebt es, wenn Du ihr glaubhaft machen kannst, dass Du


nahezu perfekt bist, aber auch Fehler eingestehen kannst, die Du
auf süße und zerknirschte Art bereust und wieder gut zu machen
weißt.

Die Frau möchte spüren, dass bei Dir Geborgenheit, Wärme und
Sicherheit vorhanden ist, so dass sie sich sicher und frei von
Sorgen, Nöten und äußeren negativen Einflüssen fühlt, dass Du
ihr zu jederzeit die starke Schulter anbietest und dass Du
möglichst für auftauchende Schwierigkeiten Sofortlösungen parat
hast sowie handlungsstark bist.

Du solltest Dir möglichst so gut wie nie widersprechen, eine klare


Meinung zu den Dingen haben und diese auch überzeugend
vertreten können.

Hart? Ja, aber äußerst wirkungsvoll, ihr diese Eigenschaften


glaubhaft zu vermitteln. Je besser Du das draufhast, umso mehr
wird sie Dir zu Füssen liegen.

Fehler im Verhalten merkst Du – bei entsprechender


Aufmerksamkeit – ziemlich schnell an ihren Reaktionen. Bist Du
Dir unschlüssig und nicht sicher, wird sie ins Grübeln kommen,

24
wird ebenfalls unsicher oder nervös. Bist Du ein Schwätzer mit
einer großen Klappe und es sind die ersten drei Situationen
eingetreten, bei denen Du Dich feige verhältst, schlechte Ausreden
und Ausflüchte anführst, keine Lösung anstrebst, sondern Dich
ungeschickt herausmanövrierst, wird sie schon ein Stück weit an
Dir und Deiner Persönlichkeit zweifeln; nicht gut für die weitere
Zukunft!

Stellt sie fest, dass Du übertrieben oder gelogen hast, dass Deine
Aussagen widersprüchlich sind, wird sie sich innerlich
zurückziehen und ein schlechtes Bauchgefühl bekommen; Du
merkst das daran, dass sie etwas verschlossener, grüblerischer
und nicht mehr so unbeschwert und offen Dir gegenüber ist.

Verschränkt sie die Arme, wird leicht zynisch, ironisch oder


sarkastisch Dir gegenüber, findet sie mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit etwas nicht „rund“, nicht passend oder stimmig
an Dir.

Alarm ist auch geboten, wenn sie oft den Blick senkt, ernster und
einsilbiger wird. Sie langweilt sich schrecklich, wenn der Mund
geschlossen bleibt und sie nur angedeutet höflich und kurz nickt
und außer ständigem „mmh“, „ja, sicher“ und „ach“ nichts mehr
von ihr kommt.

Du kannst dies augenblicklich abstellen, indem Du sie unvermittelt


ganz direkt darauf ansprichst, dass sie sich gerade gewiss
langweile oder ob sie mit den Gedanken auf einer schönen Insel
sei. Sofort wird sie umschalten und es toll finden, dass Du es
gemerkt hast. Ein dicker Pluspunkt für Dich.

25
Ich kannte da mal ...

... ein Mädel, das verhielt sich so zauberhaft süß, harmlos,


reizend, lieb und unkompliziert gegenüber den Männern, dass sie
ihr reihenweise verfielen. Sie wirkte kindlich, naiv und unschuldig.

Tatsächlich aber hatte sie es faustdick hinter den Ohren, hielt sich
mehrere Lover gleichzeitig, jeder stand für einen Vorteil und führte
die Herren der Schöpfung gekonnt an der Nase herum.

Sie trieb sich mit dem Vorwand, sie müsse lernen oder babysitten,
in allen möglichen Diskotheken herum und war ein furchtbares
Luder. Es war mir schleierhaft, wie sie sich durch all die
Verstrickungen der vielen Bekanntschaften log, ohne aufzufliegen.

Sie gilt noch heute an ihrem Wohnort als rechtschaffenes, gut


erzogenes, ordentliches Mädchen. Kaum jemand weiß, dass sie
später jahrelang sogar als Prostituierte lebte.

Fazit:
Durchleuchte so gut es geht, das Verhalten der Frau. Findest Du
sie echt und in Ordnung, checke ab, was sie für Dich empfinden
mag. Eine Frau kann zwar romantische Regungen anfangs gut
verbergen, aber es gibt auch untrügliche Plus- oder Minuszeichen.
Solange Frau Dich mit Mund und vor allem mit den Augen
anstrahlt, ihre Gestik Offenheit signalisiert (z.B. Handflächen zu Dir
zeigen), sie Deinem Blick standhält, viel lacht, gut drauf ist und im
Vierzigzentimeter-Bereich in Deiner Nähe bleibt, läuft es top.

Luder sind allerdings auch in der Lage, Dich bestgelaunt und


strahlend um den Finger zu wickeln, obwohl sie in Wirklichkeit nur
berechnend sind. Eine weibliche Ratte kann Dir einen
umwerfenden Blick zuwerfen gepaart mit dem unschuldigsten
Lächeln und dabei Grauenvolles über Dich denken.

Frag sie, wenn die Situation es erlaubt, einfach mal, was sie so an
Dir noch optimieren könnte, sie hätte als Frau doch sicher ein paar
Tipps, was man an Outfit, Frisur oder Verhalten und Ausstrahlung
noch so machen könnte. Es würde Dich einfach interessieren, was
sie denkt. Von dieser Schmeichelei eingewickelt, wird ein dummes
Mädchen drauflos reden und ruck-zuck findest Du Dich in ihrer
Vision völlig verändert wieder.

26
Eine raffinierte Frau, die Dich nicht so akzeptieren wird, wie Du
bist, wird es geschickter anstellen, aber sich früher oder später
auch verraten.

Also, Vorsicht! Hast Du Angst vor echten Zicken, teste ihre


Schmerzgrenze.

Überlege Dir etwas Freches über ihr Outfit oder ihren


Gesichtsausdruck, irgendetwas, dass Du so rüberbringen kannst,
dass nicht ersichtlich ist, ob es ernsthaft oder spaßig gemeint ist.

Empört und echauffiert sie sich gleich tierisch und kriegt sich nicht
mehr ein, hast Du die Superzicke gefunden. Bei einer charmanten
Entschuldigung sollte sich recht schnell wieder ein zaghaftes
Lächeln in ihrem Gesicht einstellen. Geschieht das nicht, zahle
und geh nach Hause.

Beachte aber: Stehst Du zum Beispiel auf südländische,


temperamentvolle und glutäugige Mädchen, lass diesen Test
besser bleiben, sie sind nicht überspannt oder zickig, sondern es
gehört zu ihrem Naturell, aufzubegehren, dramatische, laute
Szenen zu machen, wann immer sie sich in ihrem Stolz verletzt
fühlen.

Spanierinnen, Italienerinnen, Latinas und andere Süd-Exotinnen


kokettieren auch damit, dass sie so heißblütig sind;
leidenschaftliche Gesten, Streitereien und Ohrfeigen für allzu
dreiste Männer gehören zu ihrem Spiel.

Ein echter Mann fühlt sich dadurch nicht dominiert oder


gedemütigt, sondern weiß mit solch einem Temperamentsbündel
umzugehen und sie wird wieder zum Lämmchen. Eine echte,
rassige Südländerin kann sich das leisten, da sie ganz Femme
fatale ist, sie hat eine aufrechte stolze Haltung, achtet auf ihren
äußeren Eindruck und gepflegte Optik. Sie reckt stolz ihr Köpfchen
am langen Hals in die Luft, dreht energisch den Kopf weg und
stülpt ihre Schmolllippen vor. Das reizt den Mann und er ist nicht
nur gestresst, sondern findet es auch apart.

So konzentriert er sich nicht nur auf die erhaltene Kritik, fühlt sich
nicht nur angegriffen, sondern möchte dies doch vorher noch so
liebreizende Weibchen wieder für sich gewinnen. Dieses Spiel
beherrschen unsere dunkelhäutigeren Kolleginnen unbestritten

27
besser. Kompliment! Kein Wunder träumt Ihr Männer von
Bauchtänzerinnen, Naomis und Penélopes.

Deutschen Frauen hingegen fehlt bedauerlicherweise oft echter,


natürlicher Stolz in allen Konsequenzen, sie lassen sich
beispielsweise gehen, hängen wie ein Kerl im Fernsehsessel und
keifen hysterisch ihre Männer an. Da passt was gar nicht, oder?

Welcher Mann ist dann motiviert, dieses schmallippige, tobende


Monster mit kraftraubender Anstrengung und geringen Chancen
wieder zum Lächeln zu bringen?

Die Phönizier
haben das Geld erfunden...
Aber warum so wenig?
www.nl.jeden-tag-reicher.com

28
Taste 3:
Frau verbal, was meint sie wirklich?
Ein Mann, ein Wort. Eine Frau, ein Wörterbuch!
Wie wahr, arme Mannsbilder, hierbei habt Ihr ein wirklich schweres
Los; wenn Frauen essenzfrei, quasi ohne erkennbaren Kern ohne
Punkt und Komma endlos miteinander quasseln, ist dies für den
Mann überhaupt nicht recht nachzuvollziehen. Solange das mit der
besten Freundin geschieht, kann MANN ja getrost abschalten, das
Gebrabbel ist ja nicht an ihn gerichtet.

Es ist für Euch Männer verwunderlich, dass die Frauen sich hierbei
durchaus gut untereinander verstehen, sowohl inhaltlich als auch
emotional.
Was bezweckt die Frau Unterschiedliches, wenn sie spricht, als
ein Mann, der spricht?

Männer sprechen anders und hören anders zu, von der


Aufmerksamkeit her liegen ihre Prioritäten ganz woanders und
auch inhaltlich nehmen sie völlig andere Dinge wahr als Frauen!
Männer entnehmen einem Gespräch die sachlichen Fakten und
verstehen das Gesagte auch so, wie es gesagt wurde,
emotionales „Zwischen-den-Zeilen-lesen“ liegt ihnen nicht
sonderlich.

Gerade in der heutigen Zeit kann man dies auch an SMS-


Missverständnissen zwischen den Geschlechtern gut beobachten.
Er gibt zu verstehen, dass er heute etwas mit seinen Kumpels
unternehmen möchte, Frau schreibt kurz und knapp: „Viel Spaß
dabei!“ Was versteht der Mann? Logisch, dass sie ihm von Herzen
viel Spaß wünscht; dass sie zu Hause jedoch Hörner und
Schwänze kriegt, weil er nichts mit ihr unternehmen möchte, bleibt
ihm unerschlossen. Er interpretiert also den Inhalt, nicht den
Zwischenton, denn er ist so veranlagt. Basta!

Welch ein kompliziertes Wesen, so eine Frau. In erster Linie


möchte sie angehört werden, einfach nur Gehör finden und zwar
ohne Unterbrechung. Dann möchte die Frau gerne verstanden
werden – und zwar richtig und als Drittes Zustimmung erhalten.

Aufgabe also klar: Höre einfach von Anfang bis Ende (Geduld,
Geduld!) zu. Nichts weiter. Wiederhole danach, wohl bemerkt erst

29
danach, Dinge, die Du von ihr gehört hast und die ihr anscheinend
wichtig sind. Stimme ihr erst mal zu. In einem späteren Kapitel
erkläre ich, wie Du das endlose Schlamassel wirkungsvoll abkürzt.

Dieser Ablauf wäre für die Frau also der optimale. Wie aus
einschlägiger Literatur, wie zum Beispiel aus den erfolgreichen
Werken „Männer sind anders – Frauen auch, Männer sind vom
Mars, Frauen von der Venus“ oder „Warum Männer nicht zuhören
und Frauen schlecht einparken“, denken und fühlen Männer und
Frauen so unterschiedlich, dass sie an und für sich kaum
kompatibel scheinen.

Nun möchte ich noch ein paar stets wiederkehrende, prägnante


Aussagen einer Frau für Dich aufschlüsseln und somit verständlich
machen.

„Wie Du meinst.“
Kommt diese Aussage spitz und kurz, kannst Du Dich darauf
verlassen, dass die Frau nicht wirklich einverstanden ist. Sie denkt
für sich, dass die Angelegenheit so nicht positiv verläuft oder sie
fühlt sich mit dem Thema überfordert und gibt die Sache an Dich
ab mit der Intention, dass Du es auf jeden Fall bestmöglich regeln
sollst, sonst gibt es Ärger.

„Muss ich denn alles hundertmal sagen?“


Diese Aussage wird früher oder später in so ziemlich jeder Mann-
Frau-Beziehung fallen, da es hier schlichtweg gewaltige
Rundungsdifferenzen gibt; die Frau zählt jedes Mal mit, wenn sie
ein und denselben Satz an den Mann richtet, der Mann zählt gar
nicht und wartet, bis sich bei der Frau die Lippen schließen und er
wieder seine Ruhe hat.
Der Frau ist es oft unverständlich, dass der Mann auch beim
fünfzigsten Verlauten derselben Aufforderung noch keinen
Handlungsbedarf sieht. Kann MANN machen, hier fängt aber jeder
Beziehungsfisch unterschwellig schwer zu stinken an.

„Du hörst eben einfach nie zu.“


Diese vorwurfsvolle Verallgemeinerung soll keine gemeine
Unterstellung der Frau sein, sondern sie empfindet eben zu einem
höheren Prozentsatz, dass das, was aus ihrem Mund sprudelt, und
dies ist ja nun eben nicht wenig (für Männer!) oftmals ignoriert,
abgewertet, übergangen oder abgeschwächt wird.

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Fühlt sich die Partnerin so, kann der Mann sicher sein, dass sich
ohne bewusstes Zutun der Frau in ihrer Fantasie bereits Videos
bilden, bei denen sie sich an jemanden schmiegt, bei dem sie sich
verstanden und ernst genommen fühlt.
Das klingt hart, ist aber der normale Ablauf und kann im
schlimmsten Fall der Beginn einer „inneren Kündigung“ der
Beziehung seitens der Lady sein.
Hier ist niemand schuld, schlecht fühlen sich beide, die Frau weiß
nicht, dass sie den Mann mit ihrer Unmenge an - teils auch für ihn
total unwesentlichen Informationen – überfordert; er hingegen
sieht sich nicht in der Lage, sich alles zu merken und auf alles
einzugehen.
Würde er dies können und tun, könnte er sein Leben nicht mehr
leben und würde bei der Frau vermutlich recht schnell als
Fußabtreter enden. Fatale Wege der Natur? So unterschiedlich,
nicht besser oder schlechter, sind eben Männer und Frauen. Es
liegt stets für beide eine Aufgabe in der Beziehungs-Pflege,
niemals nur für einen.
Anhand dieser Auszüge kannst Du Dich gewiss anhand Deiner
Erfahrungen rückerinnern, in solchen Situationen schon das große
Fragezeichen vor Augen gehabt zu haben, schätze ich.
Als Tipp: Versuche zumindest, aufmerksam zuzuhören, bitte sie,
sich konkret auszudrücken, genau zu formulieren, was sie von Dir
möchte. Gib ihr zu verstehen, dass Du umgehend für Dich allein
darüber nachdenken möchtest und versprich ihr, dass die Situation
sich verbessern wird. Und dann denke auch darüber nach und
vereinbare mit ihr, wenn nötig, dass sie Dir sachlich, prägnant und
unmissverständlich aufschreibt, wo sie eine Veränderung wünscht
und wie diese aussehen soll?
Ergebnis? Du hast Zeit geschunden, nutze diese aber auch bitte,
um Dir die Mühe zu machen, sich ein Stück weit in sie
hineinzuversetzen, sie zu verstehen und eine spürbare (!)
Änderung zum Positiven hervorzubringen.
Du hast dann aber noch zwei weitere Fliegen mit einer Klappe
geschlagen. Sie fühlt sich einerseits erstaunlich ernst genommen
und dann auch noch geborgen und sicher, weil Du ihr vermittelt
hast, dass sie sich in Zukunft um diese Schwierigkeiten keine
Sorgen mehr machen muss, ihr in Zukunft solch bisheriger
Kommunikationsärger erspart bleibt.
Natürlich wird dies nicht so eintreffen, hier gibt es keine
vollkommene wundersame Totalverbesserung – das wäre Illusion,
aber Du wirst erleben, wie tolerant Frau nun zukünftig liebevoll
über mancherlei „Rückfälle“ hinwegsieht. Warum das so ist? Weil

31
die Frau nicht hauptsächlich von den Lösungen lebt, wie dies ein
Mann eher tut, sondern sie lebt mehr von dem guten Gefühl, das
er ihr gibt und dieses Verhalten hast Du an den Tag gelegt, setzt
Du es auch um, wirst Du den Pearl-Index für Kompliziertheit
Deiner Partnerin um einiges heruntersetzen können. Ist doch gar
nicht so schwer, oder?

Ich kannte da mal ...


... eine sehr liebe Person, eine Ehefrau und Mutter, die stets alles
für ihre Familie tat.
Beruflich war sie im Lehramt und kümmerte sich liebevoll um das
Vorankommen ihrer Schüler. Sie wohnte in einem hübschen
Eigenheim und nach außen wirkte alles wunderbar, nur die Frau
sah immer kränker aus.
Sie zog plötzlich alleine in eine leere Wohnung ganz in der Nähe
meines Elternhauses.
Auf die Trennung folgte die Scheidung, Sorgerecht und Haus
blieben beim Mann. Das Problem war, dass sie wohl ihre Meinung
sagte und schon aufbegehrte, ihr Mann ihr jedoch jegliche
förderliche Kommunikation verweigerte, ihr ständig Unrecht tat und
sie sich nicht traute, das eigentliche Problem anzusprechen, was
aus ihrer Liebe, ihrer Gemeinsamkeit und ihrer Beziehung
geworden war.
Das Ende vom Lied war, dass sie sich gegenüber der
Kommunikationsverweigerung ihres sturen und charakter-
schwachen Mannes machtlos fühlte, ihr Mann ihre Schwäche
nutzte, ihr Untreue unterstellte und die Kinder gegen sie
aufbrachte. Sie starb nur kurze Zeit später an Krebs. Welcher
Mann möchte, wenn er einst vors Höchste Gericht kommen sollte,
sich dieser Schuld stellen?

Quintessenz:
Die Wanderung lohnt sich – lass ihre Worte nicht nur durch Deine
Ohren in Deinen Verstand ziehen, prüfe, indem Du versuchst, Dich
in sie hineinzuversetzen, frage Dein Gefühl, was zwischen den
Zeilen steckt, bist Du dann noch unschlüssig – frag rück! „Mich
interessiert, was Du wirklich empfindest und mir gegenüber
ausdrücken möchtest, liege ich richtig in der Annahme, dass Du
...?“
Solche Arten von echtem (auf jeden Fall authentisch wirkendem)
Interesse in diesem Stil wird jedes Weib zu schätzen wissen...

32
Taste 4:
Aktivierung, wie Frau aus der Reserve
gelockt wird
Zu diesem Thema gäbe es schlichtweg so wenig zu sagen, dass
es mir kein Mann glauben würde. Damit meine ich, dass wir
Frauen genauso empfänglich auf Schlüsselreize reagieren, nur
eben mehr auf Prozesse, wobei Ihr Männer mehr über die
Momentaufnahme, die Situation, den Sinneseindruck gesteuert
seid.

Das soll heißen, Euer Ist-Bild entsteht aus den Euch in einem
Augenblick treffenden Sinnesreizen und Impressionen; also eher
passiv daraus, was Ihr dargeboten bekommt. Eine bunte Mixtur,
was auf Euren Verstand wirkt, was Ihr von der Frau zu hören
bekommt, wie sie aussieht, wie sie sich gibt, wie sie Euch zu
umgarnen weiß, gibt den Ausschlag für Euer anknüpfendes
Verhalten.

Hieraus bastelt Ihr Lösungswege, Strategien, Schlachtpläne,


Verführungstaktiken sowie Beschützer- und Versorgeraktivitäten.

Bei Frauen ist es ähnlich, was die Wirkung auf ihre Sinnesreize
betrifft, auch wenn Euer Verstand hier bei der Frau hauptsächlich
durch den Emotionalkörper, das Frauengehirn (sprich: die
Bauchregion; übrigens soll die Männerseele in den Gefilden Eurer
Brust sitzen und die Frauenseele im Darmbereich, halleluja)
ersetzt wird – und doch eben intensiver.

Selbstverständlich ergibt sich bei der Frau genauso ein


Gesamtbild aus all den vom Mann ausgehenden Eindrücken, aber
wir wollen ja in diesem Kapitel erfahren, was sie herausfordert,
was sie aktiv macht, wie sie zu locken ist, in Deine Arme, in Dein
Bett, in Dein Leben – was auch immer Du Dir wünschst.

Wie schon an früherer Stelle erwähnt, ist auch die Aktivierung der
Frau, das Aus-der-Reserve-locken in einem Kapitel nahezu
zusammenfassbar. Auch hier handelt es sich wieder darum, dass
Du sie verwirren sollst, um letztlich den Steuerungsprozess zu
leiten.

33
Mit welchen Mitteln Du das umsetzt, bleibt Dir überlassen, das
heißt, es gibt hier auch einige unfaire, aber wirkungsvolle
Methoden.

Die positive, heilige Schiene wäre die Verwirrung über eine gut
gewählte Mixtur aus Komplimenten, Verführung, tiefen Blicken,
angenehmen Überraschungen, kleinen Aufmerksamkeiten,
spontanen Aktionen, kleinen, aber geheimnisvollen Zuneigungs-
bekundungen auf Zetteln, per SMS, im Briefkasten, an einer Rose,
am Auto etc..

Natürlich gibt es auch die raffinierte und zugegeben die noch


effektivere Art, auf dem schnellsten Weg jegliche Zurückhaltung
bei ihr aus dem Programmspeicher zu schaffen. Dies nenne ich
die Mickey-Rourke-Methode, Liebesengel und sündiger teuflischer
Liebhaber in so regem Wechsel, dass es ihr den Verstand raubt.
Wie geht das?

Du könntest „scheinbar spontane Umstände schaffen. Dies ist mit


Vorbereitung einer Aktion verbunden, bei welcher Du Dich später
jedoch ebenso überrascht zeigst wie sie. Das will aber gekonnt
sein, Frauen durchschauen fast alles. Hier musst Du Dich auf Dich
verlassen können, ein Topschauspieler, ein super Regisseur, ein
Teamleiter, ein guter Initiator und ein gewandter, um keine
Erklärung verlegener, Redner sein.

Es besteht die Möglichkeit, Kumpels mit einzuschalten, an einem


schönen Platz etwas vorbereitet zu haben, beispielsweise ein
Picknick oder eine Flasche Sekt mit Kerze bei einer alten Burg zu
verstecken, riskante Situationen zu erschaffen, bei denen Du der
rettende Held oder der Ritter sein kannst oder Ähnliches; es bleibt
Dir also tatsächlich überlassen, ob Du mit offenen Karten spielst
oder etwas initiierst und konstruierst.

War eine Inszenierung letztlich erfolgreich und die Frau ist


entzückt, wird sie Dir, auch, wenn rauskommen sollte, dass Du ihr
etwas vorgespielt hast, nicht böse sein, verlass Dich drauf.

Letztlich entsteht dann bei Frauen eine Aktivierung ihrer Libido,


ihrer Sinnlichkeit und ihrer erotischen Bereitschaft, wenn
• die Umgebung ihre Sinne inspiriert
• das Umfeld ihr die Sicherheit gibt, die sie benötigt, um ihren
Verstand weitestgehend auszuschalten

34
• angenehme Düfte und Aromen sie umgeben
• der Energiefluss zwischen Dir und ihr gerade „stimmig“ ist
• sie das Gefühl hat, Dir blind folgen zu können (denn dann
möchte sie es auch)
• sie Dir vertraut
• sie aus Dir noch nicht ganz schlau wird, sich jedoch von
Deinem Wesen und Deinem Verhalten magisch angezogen
fühlt
• sie merkt, dass Du das gekonnte Spiel zwischen Nähe und
Distanz beherrschst, ihr also nicht zu plump oder zu schnell
zu nahe trittst
• sie in Deinen Augen ein ganz persönliches Interesse an ihr
sehen kann (allerdings kann sie in dem Moment, in dem ihr
Unterleib vor Verlangen zu sprühen beginnt, nicht
unterscheiden, ob Deine glänzenden Augen an ihrem
gesamten Wesen oder lediglich an körperlichem Austausch
mit ihr interessiert sind). Doch Vorsicht: Den typischen Blick,
der folgende Gedanken verrät, solltest Du Dir abgewöhnen:
„Halt einfach den Mund und mach die Stelzen breit“
• sie das Gefühl hat, etwas ganz Besonderes für Dich zu sein

Führe sie also in Versuchung und in eine Umgebung, die ihren


Vorstellungen entspricht. Dies könntest Du ihr vorab durch
geschickte Fragen entlocken. Schließlich möchte nicht jede
Femme fatale mit Dir Blümchensex im stillen Kämmerlein, Du
kannst es auch – wenn sie der Typ dazu ist – auf die
fortgeschrittene Mickey-Rourke-Schiene versuchen ... zum
Beispiel in einem schwülstigen Club mit rhythmischen und harten
Beats, die Euch durch Mark und Bein ziehen; wenn Du es schaffst,
sie ganz in Deinen Bann zu ziehen, wird der Trubel um Euch
herum für sie in den Hintergrund treten und ihr könnt ein heißes
Vorspiel starten ...

Ist sie der konventionelle romantische Typ, sollte ein


herkömmliches Candle-Light-Dinner zumindest mit einer
individuellen Fantasie Deinerseits gepaart sein; soll heißen, dass
die rote Rose, die Kerzen, der Sekt und das feine Essen
mittlerweile nur noch zum schnöden Standard gehören, also:
versetze dem Ganzen Deine persönliche Note ..., nur von Dir – nur
für Sie! Dies könnte sein:
• Sie hat Dir einmal vorgeschwärmt, was für ein großer Italien-
Fan sie doch ist. Du lässt, nachdem ihr einen

35
atmosphärischen ersten Drink vor dem Essen zu Euch
genommen habt, durch ein paar fleißige Helferlein eine
kleine Italy-Kulisse anschleifen. Topfpalme, ein Mini-CD-
Player mit Italy-Romantik-Pop, eine kleine Süßigkeit mit
einer Italienflagge darin sowie eine römische Figur, die
neben Euren Tisch gerückt wird. Dies wird vermutlich jede
nette, stressfreie Pizzeria für Dich tun oder nette Freunde,
wenn Du es auf einem Balkon, bei Dir zu Hause oder
irgendwo sonst veranstaltest.
• Sie hat Dir von einer bestimmten Liebeskomödie erzählt,
welche ihr absoluter Favorit ist, Du überreichst ihr ein
selbstgeschriebenes Kärtchen mit einem Gutschein, nach
dem Essen entführt zu werden mit dem Titel eben der
Liebesschnulze. Vorab hast Du bei Freunden oder bei Dir zu
Hause ein kleines Heimkino organisiert, welches – wie wir
schon eruiert haben – gut duftet, schöne Blumen parat
stehen, Kerzen und eine nette Flasche Wein mit zwei
Gläsern ...
• Hat die Frau einen Humor, der Deinem entspricht und Du
hast herausgefunden, wer ihr Lieblings-Comedian ist,
besorge zwei Karten für eine seiner Veranstaltungen. Lass
sie im Ungewissen, warum ihr schon um 18.00 Uhr dinieren
müsst, da ihr noch einen „Termin mit einem Promi“ danach
habt. Mal ehrlich, Konzertkarten oder Liveband-
Veranstaltungen sind doch nix Originelles mehr, oder?

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Ich kannte da mal ...

... einen Jungen, in den sich eine Freundin von mir tierisch
verknallt hatte, sie arbeiteten im selben Betrieb und sie fühlte sich
durch ihre nicht wenigen Pfunde schlichtweg zu unattraktiv, um ihn
anzugraben oder ihm zu signalisieren, dass sie gerne eine
Beziehung mit ihm hätte. Also begnügte sie sich damit, ihm ein
guter weiblicher Kumpel, eine Superkollegin und eine gute
Zuhörerin im Privaten zu sein. Sie tat alles für ihn.

Auf mein Drängen hin brezelte sie sich etwas auf und ließ nach
knapp einem Jahr endlich ihre große Sympathie ihm gegenüber
durchblicken. Der Ignorant merkte es nicht oder wollte es nicht
wissen und jammerte ihr von anderen Frauen vor, die ihn sitzen
gelassen hätten. Als leidenschaftliche und engagierte Kupplerin
inszenierte ich „zufällige“ Treffen für die beiden und Situationen, in
denen er eventuell eine gewisse Eifersucht entwickeln könnte, um
endlich zu merken, dass sie die Richtige für ihn wäre.

Irgendwann unterhielten sich die beiden doch tatsächlich darüber,


ob sie nicht von Freundschaftskumpels zum Paar werden sollten.
Er konnte sich noch nicht für sie entscheiden, konnte es nicht
begründen, obwohl jeder merkte, dass sie ihm nicht gleichgültig
war. Er fing dann eben an, sie zu verletzen und zu kränken, um ihr
nicht zu nahe zu kommen und sie auf Sicherheitsabstand zu
halten.

Dafür bekam er zum Geburtstag von uns eine Flasche Wein und
einen selbstgebackenen Kuchen, wobei beide Gaben ein leichtes
Abführmittel enthielten; wer nach Einnahme dieses rezeptfreien
Mittels schon einmal stundenlang nicht mehr die nächstliegende
Toilette verlassen konnte, weiß, was ich meine.

Kurzum, nachdem das Mädchen sich schon x-mal zum Aufgeben


entschieden hatte, ich sie weiter motivierte, dranzubleiben, besann
sich der gute Kumpel doch noch und entdeckte, dass er sie doch
mehr mochte, als er sich anfangs eingestehen wollte. Er ließ sich
alle möglichen lustigen Einladungen und Überraschungen fallen,
wirbelte sie einfach herum, stand ständig vor ihrer Tür, wollte
nachts „Asyl“ bei ihr – und bumm.

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Sie sind nun seit über acht Jahren fest zusammen. Er hatte sich
letztlich einiges Originelle einfallen lassen müssen, um sie zu
bekommen – und er tat es erfolgreich.

Burner-Tipp: Mach was Filmreifes, keine Sorge, es muss nichts


großartig Teures oder Aufwendiges sein, aber originell muss es
sein, etwas, das Du Dir nur für Sie ausgedacht hast. Irgendetwas
Ungewöhnliches, lass Ihr einen Liebes-Bagel mit einem Briefchen
drin in ihr Büro liefern, male mit Kreide etwas vor ihre Einfahrt oder
hole sie überraschend von einem Frisörtermin ab. Geh dann am
hellen Nachmittag irgendwo mit ihr tanzen (gegen 10 Euro legt fast
jeder erfolglose Kneipier einen bestimmten Foxtrottsong aus den
von ihr so geliebten Achtzigerjahren auf und stellt das Licht
dunkler), mit ihr in die Kinovorstellung um vier oder in den Zoo, wo
Du Dich vorher vergewissert hast, dass es Nachwuchs bei den
Eisbären gibt, die sie so knuddelig findet.

Noch filmreifer und spektakulärer sind natürlich laute Szenarien


unter Zeugen. Wenn Du Hals über Kopf verliebt bist und in der
Fußgängerzone mit ihr auf dem Weg zum Eiscafé bist, wirble sie
herum, sprich wildfremde Menschen an, wie toll Du diese Frau
findest. Zieh sie mitten auf eine Kreuzung und halte den Verkehr
an, um sie vor allen Menschen zu küssen, ein paar Sekunden
Huperei sind noch keine Katastrophe.

Zieh sie, wenn sie vergnügt ist und nicht gerade


wasserempfindlichen Luxusfummel anhat, in einen Springbrunnen,
tanz mit ihr darin, sing ihr ein Liebeslied vor, schräg, aber ehrlich.
Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wichtig ist aber, dass
Du Deine Überraschung auf sie abstimmst.., eine Aufmerksamkeit
aufgrund einer von ihr nebenbei erwähnten Leidenschaft wird Dich
direkt aufs Siegertreppchen führen – und Deine eventuellen
Konkurrenten vorerst ausschalten.

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Taste 5:
Frau und Vergangenheit, welche Rolle
spielen Papi und die Ex-Freunde,
ein psychologischer Exkurs
Es ist nicht zu verachten zu wissen, was Deine Angebetete bislang
so geprägt hat, welche Erfahrungen in ihren Zellinformationen
sitzen, denn danach wird sie handeln, vorwärts oder rückwärts.

Dies bedeutet, sie wird in den Gebieten forsch sein, in welchen sie
bisher gute Erfahrungen gemacht hat und ein ordentliches
Selbstwertgefühl oder positive Bestätigung mit auf den Weg
bekommen hat – sie wird aber auch darin zurückhaltend bis
„verklemmt“ sein, wo sie eins „übergebraten“ bekam (es sei denn,
sie hat nichts draus gelernt und sucht sich immer noch dieselben
Typen, bei denen sie innerhalb kurzer Zeit grundsätzlich leidet).

Papi, der gute Vater, ist, so halten es viele Soziologen und


manche psychologisch versierten Buchschreiber, die erste Liebe
des kleinen Mädchens.
Sein Körperbau, sein Verhalten, seine Optik und sein Auftreten –
ein zufälliger Naturklon des angebeteten Vatis wird auf alle Fälle
Mädchens Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Was kann das für Dich bedeuten? Bist Du ihm ähnlich und die
Frau lebt immer noch in dem unbewussten Antrieb, Liebe und
Beachtung ihres Vaters zu erhalten, so hast Du leichtes Spiel, in
dem Du ihr selbiges gibst. Schätze ihn dann, sofern Du ihn kennen
gelernt hast und rede niemals schlecht über ihn.

Frag Deine Favoritin, welche Eigenschaften sie an ihrem Daddy


gemocht hat und welche nicht, kannst Du damit leben, ohne Dich
und Deine Persönlichkeit zu verbiegen, handle danach. Sie wird
sich, aufgrund der alten Gewohnheiten, geborgen und sicher bei
Dir fühlen, da ihrem Unterbewusstsein viel bekannt vorkommen
wird. Innerhalb ihrer Erfahrungszonen wird sie sich nicht verloren
und fremd fühlen. Dies kann Dir nur zum Vorteil sein.

Hat Vati sie damals enttäuscht, vielleicht die Familie verlassen


oder sein Mädchen vernachlässigt, wird sie unterschwellig immer
damit rechnen, verlassen zu werden.

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Geh von selbst darauf ein, sag ihr, dass sie sich darauf verlassen
kann, dass Du ihr, sollten sich einmal Deine Gefühle ihr
gegenüber, was Du Dir natürlich niemals vorstellen könntest,
ändern, ehrlichen und reinen Wein einschenken wirst. Bitte sie,
dies auch zu tun, da Du solch einen Schmerz auch nicht fühlen
wolltest, wie sie ihn wohl damals hat durchstehen müssen. Dies
wird sie beeindrucken und beruhigen, sie wird Dir vertrauen und es
schätzen, dass Du genauso damit rechnest, dass es einmal vorbei
sein könnte mit Euch, dass Du davor ebenfalls eine gewisse
Furcht hast. Sie wird sich verstanden und gleichberechtigt fühlen.
Sie wird erleichtert sein, das macht sie gleich lockerer und das
kann nicht schlecht für Dich sein, nicht wahr?

Halte Dein Versprechen aber auch ein.

Exfreunde, diese ekligen Mistkäfer, die vor Dir in ihr und an ihr
dran waren, mit ihren dreckigen Pfoten und ihren niederen
Trieben; Du kannst sie einerseits gut verstehen, dass sie dem
Charme Deiner Süßen seinerzeit erlegen sind, andererseits
könntest Du sie nachträglich mit Schwert und Degen eliminieren,
stimmt’s?

Da Du nicht ändern kannst, dass die aktive Dame ihre


Erfahrungen mit Deinen vormaligen Rivalen (die durchaus auch
heute noch gefährlich für Dich sein könnten) gemacht hat, nutze
sie konstruktiv.
Frag Dein Herzblatt vorab, ob sie Dir von ihren guten und auch
schlechten Erfahrungen erzählen mag. Gib ihr das Gefühl, dass
Du sie nicht ausfragen möchtest. Auch wenn es Dich noch so
brennend interessieren würde (was Du gewiss auch nicht wirklich
wissen möchtest, da es Deinen Schlaf beeinträchtigen wird, wenn
Liebe im Spiel ist), wolltest Du sie auch nicht nach der Anzahl der
Vorgänger fragen.

Registriere aufmerksam, was sie Dir erzählt, überbiete die


positiven Erfahrungen und vermeide die schlechten. Logisch. Aber
wie? Vor allem, wie raffiniert und nachhaltig? Einfacher als Du
denkst, nach anfänglichen Hürden ...

Wenn sie nostalgisch mit den leicht sentimental verzückten


Seitenblicken blubbert, kotzt es Dich freilich an und Du würdest sie
jetzt gern mit irgendeiner Heldentat ablenken, um ihre volle

40
Aufmerksamkeit wieder ausschließlich auf Dich zu richten; Du
merkst, hier war ein Könner am Werk.

Mach Dir bewusst, dass sie aber nicht mehr mit ihm zusammen ist,
aus welchem Grunde auch immer.
Also, sie redet zum Beispiel positiv von diesem dämlichen Holger,
er hat mit ihr einen Reitkurs besucht, obwohl er Angst vor Pferden
hatte, oder ein anderer hat ihr Haustier liebkost, obwohl er eine
Tierhaarallergie hat oder einer ist mit ihr ins PUR-Konzert gerannt,
obwohl er im Grunde seines Herzens Trash-Metaller ist. Wurscht!
Dir soll es nur sagen, sie beeindruckt es, wenn jemand für sie
seine Blockaden überwindet.

Nun, leichtes Spiel für Dich, finde eine sportliche oder


freizeittechnische Gemeinsamkeit heraus und behaupte, dies
würde Dich aus diesem oder jenem Grund wahnsinnige
Überwindung kosten; diesen Blocker würdest Du nur über Bord
schmeißen können für die Liebe Deines Lebens. Denk Dir was
Spektakuläreres aus als die „Hanswürste“ und „Weicheier“ vor Dir.

Die tatsächliche Wahrheit, dass Dir die ganze Sache locker


gähnend auch noch Spaß macht oder Du darin sogar ziemlich
glänzend bist, darf natürlich nie über redselige Verwandte oder
Freunde noch über alte Fotografien herauskommen; also treib es
nicht zu bunt, wenn das Thema schon mal publik wurde.

Hat ihr schon einmal ein edler Recke vor Dir ein ganz tolles
Verlobungsangebot an einem ganz tollen Ort mit ganz toller
Stimmung gemacht, pah, Kindergeburtstag, lass Dir was Besseres
einfallen ... muss ja nicht gleich ein Heiratsantrag sein, kann auch
die Übergabe eines netten Schmuckstücks, eines Liebesringes
oder einem Wohnungsschlüssel oder auch eines knuddeligen
Tierkinds, das ihr Herz erweicht, sein; Hauptsache, es toppt den
Vorgänger und sie erhält eine sensationelle neue Zellinformation
für ihr Gedächtnis, wofür das Frühere in tiefere Grauzonen ihrer
Hirnrinde weicht.

Anderer Fall: Was, wenn sie klagt und jammert, was ihr der Macho
und der Betrüger oder der unfähige Idiot vor Dir angetan hat?
Spar Dir bitte solch platte Floskeln wie „Waaas ... so ein Volltrottel,
ich könnte Dir niemals so etwas antun“, denn: Das hat der
Beziehungsamateur und Liebes-Dilettant vor Dir vielleicht auch

41
behauptet, bevor er mit der Freundin seines Fußballkumpels in die
Wiege gestiegen ist.

Äußere viel mehr (und vor allem viel wirkungsvoller) Deine


Betroffenheit, schüttle solange schweigend den Kopf, bis sie fragt,
was los ist.
Hast Du es selbstsicher drauf, dann antworte ihr, dass Du entsetzt
bist, weil Du gerade gespürt hast, wie sie sich damals gefühlt
haben muss, wie verletzt sie war, wie verraten sie sich
vorgekommen sein muss, wie beschämend es für sie gewesen
sein muss, ihm so viel Intimität geschenkt zu haben ... irgendetwas
in der Art. Sie wird verblüfft sein und ab sofort wird sich wieder
alles um Dich drehen. Sie wird Dich verwundert anstrahlen,
sichergehen in der Annahme, mit Dir wird ihr so ein Reinfall gewiss
nicht passieren. Also tu es ihr möglichst in Zukunft auch nicht an.
Alles verstanden?

Wenn sie ein duftes Mädchen ist und sie Dich irgendwann anöden
sollte, dann mach lieber gentlemanlike Feierabend mit ihr, bevor
Du sie betrügst. Dies auch in Deinem eigenen Interesse, denn zu
oft enttäuschte Frauen werden es Euch Männern heimzahlen.

Vielleicht geschieht Dir Ähnliches, gerade wenn Du einst heiß und


innig verliebt bist, wer weiß, Gottes Gerechtigkeit kommt immer,
meist dann erst, wenn man nicht mehr mit rechnen würde.

Ansonsten, wenn Du eher der Tatkräftige und eben nicht der


theatralische Chefdramaturg mit überzeugenden Schauspiel-
qualitäten bist, dann geh entrüstet in die Luft. Lass ruhig den Stuhl
nach hinten knallen, balle die Fäuste und frage sie: „Wo wohnt
der? Soll ich ihm eine reinhauen?“ Auch das findet Frau, die
insgeheim beschützt und gerächt werden will, fast immer ganz
entzückend.

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Ich kannte da mal ...

... eine ehemalige Klassenkameradin aus der Berufsschule, sie


geriet damals an ihre erste große Liebe, einen witzigen Jungen,
der nachhaltig um sie warb, sie kamen zusammen und bezogen
eine gemeinsame Wohnung. Nach einer Weile gestand sie, dass
sie von ihm geschlagen wurde, immer wieder, aber Schluss
machen kam für sie nicht in Frage, da er doch auch so lieb und
lustig sein konnte.

Als die Beziehung irgendwann doch beendet war, kam der


Nächste, der sie ebenfalls mies behandelte und schlug. Sie ließ
sich alles gefallen und gab sich, so wie sie erzogen wurde, immer
mehr Mühe, ein folgsames, liebes, harmloses Mädchen zu sein,
dem Geliebten noch mehr recht zu machen, um seinen Zorn nicht
zu erregen.

Die nächste Beziehung begann auch harmonisch und endete


darin, dass wieder ihre Gutmütigkeit ausgenutzt wurde, sie musste
ihn durchfüttern und seine Schulden bezahlen.

Abends nach Feierabend traf er sich oft alleine mit Kumpels und
stellte erneut kostspieligen Mist an, sie ließ ihn weiter bei sich
wohnen und bezahlte die Lebenskosten, ohne dass er wirklich was
beisteuerte.

Nun lernte die junge Frau endlich, dass es so nicht weitergehen


konnte, schließlich wurde sie auch beruflich immer nur ausgenutzt,
schob unzählige Überstunden, musste sich sexuelle
Anzüglichkeiten gefallen lassen und kam nie auf einen grünen
Zweig. Sie machte sich als Designerin selbstständig, arbeitete
fleißig und schmiss den Schmarotzer und Tagdieb raus.

Das Ende vom Lied ist, dass sie nun schon Jahre damit verbringt,
sich mit reichen Typen aus dem Internet zu verabreden, sich ihr
Herz nicht mehr klauen lässt, sondern nur noch die finanziellen
Vorteile für sich herauszieht. Sie lässt sich Essen, Autos, Reisen
und Luxusgegenstände bezahlen und wenn es nicht mehr
funktioniert, wartet schon der nächste im Netz.

Auch diese Veränderung ist als eine kleine Rache einer zu oft
enttäuschten Frau zu sehen. Die kleine, nette, unscheinbare Maus
ist zu einer attraktiven, raffinierten und berechnenden Amazone

43
geworden. Auch kleine Mädchen können rachsüchtig und somit
gefährlich werden.

Resumée:
Reite auf den positiven Wellen, wo sie mitgeht und mit kann, nutze
ihre guten Erfahrungen und kombiniere sie mit Deinen Wünschen.

Respektiere, wo man ihr wehgetan hat, wiederhole das am besten


überhaupt nicht.

Wenn Dich eine Frau aufrichtig liebt und ist bereit, alles für Dich zu
tun, nutze das nicht aus. Schätze und respektiere sie dafür;
bedenke, dass eine Frau mehrmals die Stärke aufbringt, auch
nach den selben schlechten Erfahrungen nicht alle Lover über
einen Kamm zu scheren, sondern wieder alles zu geben.

Wenn Du sie nicht mehr genug liebst und nur noch die
Annehmlichkeiten, die sie Dir entgegenbringt, bequem annimmst,
ist das nicht fair. Beende das Ganze dann wie ein Mann.

Wenn eine in Herz und Seele zerstörte Frau irgendwann die Kraft
aufbringt, in ihre Macht zu gehen und ihr Leben zu ändern, ihr Ego
zu erhöhen, ist sie dazu in der Lage, Rollen zu spielen, die Männer
meist nicht durchschauen.

Auch wenn Du nicht direkt Opfer Deiner erzürnten Ex wirst, es


könnte die Nächste sein, die sich Dich zum Ausnutzen auserkoren
hat, weil Deine männlichen Mitgenossen vor Dir ihr übel
mitgespielt haben. Verstehst Du?

Wenn Frauen auf dem direkten Weg nicht ihren Frieden mit dem
Mann machen können, dann gehen sie indirekt vor, diese Masche
ist von Männern meist nicht zu durchblicken und kann schwer
schaden. Kommen sie Dir nicht bei, ist vielleicht der nächste
armselige Typ dran, der vielleicht nur ernsthafte und gute
Absichten mit ihr hatte.

Es stecken unbenommen Männer und Frauen nicht drin, wie sich


das andere Geschlecht nach üblen Erfahrungen zukünftig verhält,
aber jeder von uns könnte darunter leiden, was andere Expartner
früher verbockt haben; so sind wir wieder beim größeren Ganzen,
nichts bleibt ungestraft.

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Warum, frage ich mich, habt Ihr Männer oft so eine Furcht vor der
Wahrheit?

Mit offengelegten Aussagen, was Euch stört, was Euch schmerzt


und womit Ihr nicht umgehen könnt, können Frauen weit besser
umgehen, als Ihr denkt.

Kritik und Vorwürfe wie ein Mann anzunehmen und eine passable
Lösung miteinander zu finden, ist oft viel leichter als sich ständig
drumherum zu drücken. Das bringt auf Dauer nur Belastung und
führt nirgendwo Gutes hin.

Kaum eine Frau verlangt, dass Ihr Euer Innerstes vollkommen


nach außen stülpt und über jede kleine Gefühlsregung
Rechenschaft ablegt. Nehmt doch die Intuition der Frauen als
positive Hilfe an, versucht nicht, ihnen was vorzumachen, das geht
meist böse aus. Nutzt es doch als Warnung, wenn sie das Gefühl
hat, es stimme etwas nicht mit Euch.

Wenn es eine schlechte Beutephase im Beruf gibt, wenn Euch


unfaire Kollegen das Leben zur Hölle machen, wenn es
Bedrückung gibt, ist die Frau meist eine hervorragende
Unterstützung, wenn sie rechtzeitig eingebunden wird.

Wie schon zu einem früheren Zeitpunkt erwähnt, ist der Mann von
Natur aus so gepolt, äußere schädliche Einflüsse und männliche
eigene Schwächen von der Frau möglichst fernzuhalten und das
ist auch gut so. Ein paar grundsätzliche, sachliche Fakten über
einen schlechten Zustand und eine kurze ehrliche Auskunft, was
der Mann dabei fühlt, sollten an und für sich genügen.

So wie der Mann in seinem Aufgabengebiet Lösungen finden sollte


und auch kann, so hat die Frau ebenfalls vielerlei Fähigkeiten; sie
kann helfen, wie man im zwischenmenschlichen Bereich am
wirkungsvollsten agiert, sie kann diplomatische Ratschläge geben,
sie kann den Mann aufbauen und ihn wieder an seine Stärken
erinnern. Frauen werden sowieso gerne um Rat gefragt, es ist
keine Schande, wenn der Mann in mancherlei Hinsicht nicht weiter
weiß.

Die Frau kommt ja schließlich auch und bittet den Mann um


handwerkliche Hilfe, um körperliche Aktivitäten, darum, sich den
lauten Nachbar einmal vorzuknöpfen, um Reparatur des Autos, um

45
Unterstützung, wenn sie von außen angegriffen wird oder um die
Auskunft über den besten Anfahrtsweg.

Schade, dass so viele Paare diese höchst effektive und


funktionelle Lebensweise nicht nutzen, lieber jeder für sich in
seinen Angelegenheiten kämpft, sich überschätzt und überfordert.
Welche Last dies für die Beziehung ist, sieht man an den vielen
Disputen und an den hohen Scheidungsraten, weil man sich
entfremdet hat.

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Taste 6:
Die Urfrau, was stets in allen Frauen wohnt
Amazone, Rubensfrau mit roten Wangen nackt auf Gemälden,
Frau Feuerstein-Höhlenmüller, erotische rothaarige und wilde
Junghexe zwischen Waldkräutern und pflanzlichen Aphrodisiaka,
Eva nur mit Blattwerk an der Schamgegend, schwarzhäutige
Buschfrau mit Hängebrüsten ohne Ladyshaver, aber mit
Glutaugen und inbrünstigen Sexualtrieben, wildes Aboriginie-Girl
mit nichts als Stein- und Federketten am Leib ..., wie stellst Du Dir
die Urfrau vor?

Wenn Du davon gelesen hast, dass es heute Selbstfindungsrituale


für fette Hausfrauen über vierzig gibt, bei denen am Feuer einfach
auf den Waldboden menstruiert wird oder wenn Du gesehen hast,
dass es Anabolika-Frauen gibt, die bis auf die Zahnlücke
aussehen wie Arnie (und übrigens meist auch seine Stimme
haben), dann muss es Dir ja schlecht werden.

So genannte „Kampflesben“ mit Security-Fachausbildung,


intellektuelle Emanzen, welche Doppelnamen tragen und ein
widerliches Interesse an allzu bizarrer bildender Kunst haben, bei
der schräg getrocknete Kuhfladen soziologisch-kulturelle
Gesellschaftsdefizite darstellen sollen, was ist da noch zu retten?,
fragst Du Dich. Was will die Frau mit den Urinstinkten heutzutage
eigentlich?

Tatsächlich soll sie auf Partnersuche im World Wide Web


angeblich einen echten Mann suchen und mailt dann doch nur den
netten Kerlen von nebenan mit Hobbys wie Kochen, Inliner fahren,
Querflöte musizieren und womöglich noch Teppiche knüpfen
können? Was für eine Welt!

Was sind das für Frauen, wunderst Du Dich, die es für realistisch
halten, einen James-Bond-ähnlichen Supermann als Versorger
und Toplover im Haus zu haben, der andererseits aber auch brav
staubsaugt, den Müll runter bringt, Klopapier und Windeln kaufen
geht, regelmäßig über seine Gefühlsschwankungen weint, auf
Knien um Entschuldigung bettelt und sie überraschend auf eine
ungesicherte Wüstensafari durch den Sudan mitnimmt??

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Wie soll das ein Mann schaffen? Wie soll ein Mann diese
Gegensätzlichkeiten je in sich vereinbaren können?

Tja, diese Vorstellung ist wohl tatsächlich eine Missgeburt der


weiblichen Gesellschaftsentwicklung, wohlgemerkt, die Vorstellung
davon, denn es wäre der Frau am liebsten und bequemsten, wenn
er all die tollen Eigenschaften in sich tragen würde – an besten
gleichzeitig.

Die Urfrau aber, ja, die wilde Ungezähmte in ihr, will in Wirklichkeit
nur einen richtigen Mann. Einen erfolgreichen Beutejäger, einen
souveränen Beschützer und Sicherer des bewohnten Territoriums,
einen Lösungsfinder und -umsetzer, einen, der sie rau und
ungeduscht nach dem Holzfällen packt und hernimmt. Basta! Jede
Frau, die das entrüstet weit von sich weist, hat wohl noch keinen
Kontakt mit ihrem wahren Wesenskern, der uns allen ähnlich ist,
aufnehmen können. Traurig ist das.

Bedauerlicherweise bekommen wir Frauen im vielgelobten


Fernsehen ebenfalls Traumtypen vorgesetzt, die in der Realität
nicht wirklich vorhanden sind; eben so, wie Ihr Männer dürre
Models und leichtlebige allzeit bereite Leckerschlampen, die von
Blow-Job zu Blow-Job leben, vorgesetzt bekommt.

Auch wenn Ihr Männer in Wahrheit, Gott sei Dank, meistens auf
Frauen mit natürlichen Rundungen steht, seid Ihr aufgrund des
Urmannes in Euch nicht resistent gegen die beckenschwingenden
Luder mit dem viel versprechenden „ich-will-Dich...jetzt-sofort“-
Blick.
Dass der Liebesalltag meist anders aussieht oder sich ein
erfolgreich aufgerissenes Supergirl nach zwei Jahren in die
Jogginghosen-Couch-Schwabbel-Variante verwandeln kann,
wissen wir alle.

Eine nicht unerhebliche Vielzahl von modernen Frauen scheinen


trotz ihrer ungemein hohen Intelligenz, die sie sich stets
zusprechen (und viel sprechen tun sie darüber auch noch – wohl
offensichtlich ergebnislos), noch nicht gepeilt zu haben, dass der
halbschwule Softie niemals Holz hacken kann, da sich durch den
Schweiß sein Brustpiercing entzünden und seine Hard-Glue-Gel-
Frisur in sich zusammenstürzen würde.

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Der intellektuelle Pädagogik-Student, der in seinem Ökopullover
lauter schlaue und gutklingende Meinungen über gleichwertige
Beziehungen von sich gibt, wird meist auch nicht Holz hacken, da
er lieber drüber redet – und nach drei Stunden Spaghetti-und-viel-
Rotwein-WG-Gesprächsrunde keinen Nagel gerade in die Wand
bekommt. Weltfremd, lebensunfähig, viele, leider, hiermit sind die
typischen Studenten gemeint, die bei jedem Satz tierisch mit dem
Kopf wackeln und dauernd „jip“ und „ja, klar“ sagen und beim
Sprechen ihren Unterkiefer vor lauter Überintelligenz und
rationaler Kopfsteuerung nicht bewegen; streng nach dem Motto
„schön, dass wir mal drüber diskutiert haben“

Diese lebensfremde Daseinsform gibt es übrigens auch bei den


studierten Frauen, sie bewegen auch ihr Kinn nicht, wie zum
Beispiel Frau Merkel. Wer seinen Unterkiefer und die Unterlippe
beim Sprechen nicht mit einsetzt und bewegt, ist emotional
gehindert (behindert darf man ja wieder nicht sagen) und hat eher
nicht wirklich ein zufriedenstellendes Sexualleben. Das behaupte
ich, weil ich es schon lange beobachte und als Gewissheit
empfinde.

Die Urfrau in uns Feminas will dienen, will ihn gut bekochen,
hegen, pflegen, verwöhnen, will sich ihm hingeben, die
gemeinsame Brut gut versorgen und erziehen, pflanzen und
dekorieren, um ihm ein behagliches Zuhause zu geben.

Und warum dies alles? Weil es ein Naturpakt ist, ein Paradies,
wenn Mann und Frau ihre ureigenen Aufgaben gut machen; dies
ist zu beidseitigem Vorteil und zum Wohle der Nachzucht. Es gibt
Verbundenheit, Sicherheit, Geborgenheit, Vertrauen und Verlass,
gute Beziehungen und Zufriedenheit, was soll daran falsch sein,
liebe Emanzen?

Ist es richtig und gut so, dass Frauen heute ihre Rücken kaputt
haben, weil sie meinen, Männerdinge tun zu müssen, dass sie
überbelastet sind, weil sie auch verdienen wollen und dann zu
zickig und gestresst sind, um ausgeglichene Mütter und Ehefrauen
zu sein?

Ist es vorteilhaft, dass sie unter Depressionen leiden, weil es mit


der so ehrgeizig angestrebten Business-Karriere nicht geklappt
hat? Dass sie vor lauter wirtschaftlichem und geschäftspolitischem

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Interesse emotional verkappt sind und vor lauter Verstand-
Gesteuert-Sein ihre wahre Natur nicht mehr erkennen können?

Zieht lieber selbstbewusste Mädchen zu wahren Frauen auf und


kleine Burschen zu echten Männern.

Warum hat die Urfrau wohl gerne ihrem Mann im wahrsten Sinne
des Wortes „gedient“ und das noch gerne? Weil er einerseits ihre
Sicherheit und Versorgung gewährleistete und andererseits auch,
um dem naturgegebenen hormongesteuerten Vermehrungstrieb
des Mannes (mit dem für die Frau unschönen Nebeneffekt) des
„Samenstreuens“ ein Schnippchen zu schlagen.

Wenn die Urfrau ihm Ruhe, gute Versorgung, leidenschaftliche


Hingabe und liebevolle Pflege zuteil werden ließ, wenn sie ihn,
nachdem er ausreichend lange ins Lagerfeuer geblickt hatte, dann
mit einem Lächeln nach seinem Tag in der Wildnis gefragt hatte,
dann war der Mann mit allem im Reinen.

Mit welchen Ambitionen und mit welcher Motivation sollte er dann,


wenn er geistig bei Trost war, in die Höhle des Nachbarn
schleichen, um dessen Frau, welche ihrem Manne ebenso gern
und treu ergeben war, angraben?

Dies ist, meiner Ansicht nach, eine Verwirrung der Neuzeit,


bedingt durch die moderne Reizüberflutung verbunden mit der
Gier nach dem heute leicht möglichen Austausch durch
„Besseres“.

Die traditionellen Werte sind doch gut so, wie sie waren; der ganze
Quertreiber-Zinnober hat doch nur angefangen, weil Frauen
manipuliert und intrigiert haben und weil Männer meinten, sie
müssten die Frau unterdrücken.

Somit wohl eine logische Folgeerscheinung, was daraus entstehen


musste, Krieg, Machtgehabe, Egomanie, Zickenkrieg und
übertriebene Emanzipation – Ursache und Wirkung. Die wenigsten
sind mit dieser gelebten Entwicklung wirklich gesund und glücklich,
das kann man jeden Tag in den Medien verfolgen.

50
Ich kannte da mal...

... ein Ehepaar, es handelt sich zufällig im meine eigenen


Großeltern. Sie überstanden gemeinsam die Flucht im Krieg,
wurden jahrelang getrennt und nur durch einen „Zufall“ fanden sie
wieder zusammen. Sie hörten nicht auf, sich zu lieben und sich zu
suchen. Meine Oma und Opa hielten es, möglicherweise auch
bedingt durch die damalige Generation, stets eisern mit der alten
traditionellen Rollenverteilung.

Er übernahm die körperlichen Ertüchtigungen, die


Außenerledigungen, die behördlichen und höhergestellten
Aufgaben, die männliche Abklärung erforderten. Er grub den
Garten um und fällte Bäume, zog Zäune, sie pflanzte, säte, hegte
und pflegte. Sie erntete Kartoffeln, Erdbeeren und Salat, er stieg
auf die gefährliche Leiter in die Bäume, um Äpfel und Kirschen zu
holen. Er besorgte Stühle und rückte Möbel, wenn Gäste kamen,
sie hatte gekocht, gebacken und dekoriert.

Er gab den beiden Töchtern das entsprechende Verhalten für das


harte Leben draußen mit auf den Weg, sie erzog die Mädchen
dazu, sich anständig zu kleiden, sich höflich und zuvorkommend
zu verhalten, wie Hausarbeit verrichtet wurde und wo man sich als
Mädchen besser raushielt, was Männersache war.

Die beiden Senioren leben noch heute gemeinsam mit über


neunzig, sie haben bis zuletzt miteinander gekichert und
gescherzt, sie war noch bis vor ein paar Jahren eifersüchtig, wenn
er beim Tanztee andere Frauen aufforderte, weil meine Oma nicht
mehr so fit auf den Beinen war. Sie haben sich ihr Leben lang mit
den kleinen Eigenheiten und Schwächen des Anderen solidarisiert
und stets eine Einheit gebildet. So lange es ging, sind sie noch
händchenhaltend spazieren gegangen.

Über ihre körperlichen Gebrechen haben sie sich gemeinsam


lustig gemacht, gestritten und abgewunken, wenn sich wegen des
anderen Sturheit nichts ausrichten ließ. Aber nichts konnte sie je
trennen. Sie haben beide das Herz am rechten Fleck und es zu
jeder Zeit verstanden, die Fähigkeiten des Mannes und der Frau
für sich zu nutzen und im Gleichgewicht zu halten, so dass
Harmonie und ein gutes Familiengefüge vorhanden war.

Ich finde das ein schönes Vorbild.

51
Der „Weisheit“ Schlussfolgerung:
Männer, wenn die Frauen es nicht tun, obwohl sie sonst so gerne
reden, bis das Zahnfleisch austrocknet, sprecht die Damen drauf
an, erfragt ihre wirklichen Lebensambitionen, was die Liaison
„Mann-Frau“ für sie bedeuten soll, was sie denkt, wie das am
besten funktionieren soll.

Prüft, ob sie weiß, was sie dazu sagt; wenn Ihr gemerkt habt, dass
ihr an eine rigorose Emanze geraten seid, lasst lieber die Finger
weg – es sei denn, Ihr gehört zu der Fraktion „wandelnder
Komplex sucht Mama-Ersatz“, dann seid ihr natürlich durch die
Emanze beschützt, finanziell versorgt und Ihr braucht auch keine
schwierigen Entscheidungen zu treffen; sie wird im Bett oben
liegen und Ihr danach die Flecken wegputzen... pfui Teufel, das
hat mit dem Begriff „Mann“ wenig zu tun.

52
Taste 7:
Einklang, was Frau als Harmonie empfindet

Die Antwort darauf, was Frauen als Harmonie wahrnehmen,


könnte an und für sich mit einem Wort abgeklärt werden: die
berühmte „Stimmigkeit“; dieser Begriff, hinter dem sich die für die
Frau angenehmen Eindrücke und Wechselspiele unter den zwei
Beteiligten befinden.

Schließlich bin ich auch der Ansicht, dass sich Frauen wie Männer
unter Harmonie so ziemlich dasselbe vorstellen und wünschen.
Trotzdem gibt es auch hier „Standesunterschiede“.

Sicher sind wir uns darüber einig, dass die landläufige Meinung,
Harmonie sei das Fernsein von Konflikten, Streit und Ärgernissen,
über allem steht. Um das Ganze ein wenig zu vertiefen, sollte aber
auch erwähnt sein, dass Einklang und Harmonie nicht
zwangsläufig dasselbe darstellen.

Einklang ist möglicherweise eher auf den Moment, den Augenblick


innerhalb des Beieinanderseins bezogen. Dies kann sich doch erst
nach einer Zeit des Zusammengewachsenseins, des
gegenseitigen „Kennens“ wirklich zeigen. In Harmonie hingegen
kann man sich von Beginn an selten oder öfter befinden.

Im Einklang ist man zum Beispiel durch wortloses Verstehen,


durch gegenseitige Befriedigung der individuellen Sehnsüchte,
durch gemeinsamen speziellen Humor, durch Erleben
gemeinsamer Abenteuer, bei denen die Außenwelt außen vor
bleibt. Im Einklang ist man durch „sich-ganz-nah-sein“ nach
Höhepunkten, was durch das tiefe Erkennen der Seele des
Partners entstanden ist, nach dem Entdeckthaben der positiv
erregbaren Reizbarkeit auf der Landkarte des Körpers des
Anderen.

Also zurück zu den Gegensätzen. Für den Mann kann Harmonie


bereits bedeuten, dass die Frau nicht nörgelt, friedlich schaut,
meinetwegen die Arme verschränkt hält und gelangweilt Löcher in
die Luft schaut, während er Fußball guckt oder Zeitung liest.
Hauptsache, dass sie den Rand eine Weile hält, um ihn nicht zu
stören.

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Harmonie empfindet er ebenfalls, wenn sie ihm mit einem Lächeln
den Braten serviert, da er es oftmals überhaupt nicht registriert,
dass sie ihm eigentlich wegen seiner ordinären Schmatzerei eine
Gabel durch die Hand jagen könnte.

Er erlebt auch Harmonie, wenn er nach dem Höhepunkt aus rein


organisch bedingten Gründen friedlich schmatzend einschläft,
obwohl sich ihr Körper unter der Decke nebenan immer noch
unbefriedigt aufbäumt, sie sich das aber nicht anmerken lassen
möchte, um ihn nicht zu kränken.

Harmonie für den Mann ist auch, mitten im Gegröle mit drei
Warsteinern in der Birne im Stadion zu sitzen und mit den
Vereinsfans um ihn herum ein Eigentor der Gegenmannschaft zu
feiern. In dem Moment ist der Mann mit allem eins, mit der Welt
verbunden und fühlt sich großartig. Wäre hier die Frau dabei,
würde sie allenfalls tapfer lächeln oder sich – schauspielerisch
gekonnt – mitfreuen, insgeheim aber befürchten, dass im nächsten
Augenblick ein Molotow-Cocktail von einem dreißig Meter
entfernten Hooligan über die Absperrung fliegt.

Mann sollte mal erfühlen, wo ihr Herz dann klopft, nämlich im Hals
und ihre Nerven wären wahrscheinlich zum Zerreißen gespannt.
Von Harmonie-Feeling bei ihr eher keine Spur; wirklich von Grund
auf fußballbegeisterte Weibsbilder hier selbstverständlich
ausgenommen. Wer den guten weiblichen Stadionkumpel mit dem
gleichen Fanschal um den Hals heiraten möchte – bitte, warum
nicht?

Wahre Harmonie für die Ladies bedeutet in den Tiefen ihrer


Empfindsamkeit, ihrer naturgegebenen weitreichenden Empathie
(Einfühlungsvermögen) etwas mehr.
Harmonie fühlt sie dann, wenn sie sich mit ihm zusammen einig,
sicher, geborgen, von ihm verstanden, geliebt und unterstützt fühlt.
Wenn er bei einem netten Abendessen in der Lieblingspizzeria
trotz Kerzenschein und guter Stimmung lauthals über den
unfähigen Kollegen im Betrieb bäfzt, fühlt er sich wohl, da sie ja
aufmerksam zuhört, sie sich gewiss eher beschämt. Ihre
geschickten Seitenblicke, ob sie schon peinlich aufgefallen sind,
weil er den Schinken auf seinem Teller wie ein Monster zerteilt,
sind so diskret, dass er sie selten wahrnehmen wird.

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Wenn Frau meint, sie habe ihren Seelenpartner gefunden, den
richtigen Typen, dem sie gerade gegenüber sitzt, mit welchem sie
über denselben Song schwelgen kann, der eine gewisse
Sensibilität für ihre Empfindlichkeiten und Stimmungen zeigt, weil
er sie kennt, schätzt und lieb hat, dann fühlt sie echte Harmonie.
Auch hier muss es eben wieder „echt“ und „wahrhaftig“ sein, damit
sie von wirklicher Harmonie sprechen würde. Das Ausbleiben des
wiederkehrenden wöchentlichen Krachs über das zukünftige
Urlaubsziel ist für sie kein Frieden, geschweige denn Einklang
oder Harmonie.

Ich kannte da mal ...

... eine weibliche Person, die früher meinte, krampfhafte


Harmoniesucht sei förderlich für eine lebenslang anhaltende Liebe
und gute Beziehung, nämlich mich selbst.

Ich argumentierte mich um Kopf und Kragen und kämpfte, sinnlos,


wenn ein Mann zwar aufgeschlossen für Unterhaltungen, aber
resistent gegen Verbesserung schlimmster Zustände war. Ich war
der Ansicht, wenn man sich doch so sehr liebt, muss man doch
auch etwas verändern, wenn einer oder gar beide leiden.

Bedingt durch mein übersteigertes Harmoniebedürfnis fiel ich


Tausende Male auf das Versprechen herein, ab morgen würde
alles anders werden. Warnungen, die ich zu Beginn meiner
Verliebtheit damals von kompetenten Menschen bekommen hatte,
ein hoffnungsloser Phlegmatiker würde mich seelisch und
finanziell in den Ruin stürzen, schlug ich dadurch total in den
Wind.

Als ständiges Zugpferd in eine positive Richtung zu kämpfen


gegen alle Kinder, die er ständig in den Brunnen fallen ließ und
dies dann auch noch ignorierte, erschöpfte ich mich schnell.
Schließlich war ich dazu überhaupt nicht veranlagt, dominant oder
richtungsweisend in einer Beziehung vorzugehen. Ich wollte die
Frau im Hintergrund sein, die ihm den Rücken freihielt und ihn in
allem unterstützte. Dies müsste ein Mann doch zu schätzen
wissen, dachte ich.

Als ich mich als Motivatorin, Problemlöserin, Krankenpflege-


schwester, Anlehnschulter, als bester Kumpel, als

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Geschäftspartnerin, als ungewollte Entscheidungsträgerin für alles,
als Krücke und Stütze für seine Minderwertigkeitskomplexe, als
Handwerkerin und Erledigerin für alles Unangenehme endgültig
kaputt gemacht hatte, bin ich fast daran hopps gegangen. Den
Schlussstrich zog ich viel zu spät.

Mir ging erst das notwendige Licht auf, als ich feststellte, wie sehr
seine Augen leuchteten, wenn ich am Boden lag und er sich dann
stärker und überlegener fühlen konnte; wie gestört diese sinnlose
Hingabe war, weiß ich erst seitdem.

Schlussfolgerung:
Versuche, in gute Momente mit ihr einzutauchen, sei geschickt in
Annäherung, Ton, Stimme und stilvoller Zurückhaltung, oder gehe,
wenn sie hoch stimuliert ist, mit ihr ab, entwickle ein Gefühl dafür,
wann sie wirklich mit Dir geistig, seelisch und emotional oben
schwingt.

Dies ist dann, wenn sie schweigt, entspannt lächelt, ihre Augen
dabei strahlen, ihre Gesten Dir gegenüber geöffnet sind und ihr
Blick Dir für „nachher“ viel verspricht.

Unterschätze niemals die Kraft des Einklangs, denn wird dieser


von der Frau und bestenfalls auch von Dir verspürt, multiplizieren
sich Zusammenhalt, Schaffenskraft, Glück und Liebe.

Wenn Sie Dich leidenschaftlich beginnt zu küssen, ist es im


Übrigen wurscht, ob Einklang oder Harmonie – dann passt´s scho!

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Taste 8:
Existenz und Materielles,
Emanze oder Weibchen
Tja, ein pikantes Thema, bei dem man sich doch offensichtlich
einig erscheint, Männer sind froh, wenn ihre Frauen zur
Haushypothek dazu verdienen – und Frauen haben ja schon lang
danach geschrieen, auch arbeiten gehen zu wollen. Bitte schön,
wo ist das Problem?

Wenn Frauen heutzutage allzu perfekt in allen Lebenslagen und


zu selbstständig sein wollen, kann dies für den Mann nach einer
Zeit ganz schön frustrierend sein. Schließlich möchte er ja gern
Beschützer und Held sein und überdies ein guter Beutejäger. Das
ist das Problem und dies gilt es, nicht zu unterschätzen.

Das Männerego muss eine gewisse Größe und Kraft haben, damit
er sich draußen behaupten kann, es sollte also nicht unnötig
geschwächt werden. Da Männer für einleuchtende, gut
untermauerte, rationale Argumente, selbst von Frauen,
einigermaßen aufgeschlossen sind, kann sich hier ein Wandel
vollziehen. Er lässt sich gegebenenfalls von einem Rollentausch
überzeugen und ist sich überhaupt nicht im Klaren, welchen Preis
er innerlich dafür zahlt.

Hier warne ich eindeutig davor und plädiere auf die nahezu
rigorose Tradition.
Beim Essengehen, zahlt der Mann – grundsätzlich. Warum das so
sein sollte? Klarer Fall, ist billiger für die Frau – nein, darum geht
es nicht.
Der Mann macht die Beute, sie darf sie mitverzehren (wenn sie
das Essen schon nicht selbst zubereitet hat, sondern der 3-Sterne-
Koch, so hat sie ihm wenigstens optisch ein Augenschmaus zu
sein, so dass er sich stolz mit ihr produzieren kann) und ist ihm
danach zu Willen. Idealfall, weitab der Realität? Nun, so ist es in
uns Homo sapiens verankert.

Das klappt aber nur dann, wenn die Naturinstinkte, die innere
Einstellung und die dazugehörige Überzeugung stabil stehen.
Es funktioniert dann nicht, wenn Frau, nur weil der liebe Gott ihr
Busen, Taille, Schmollmund und lange Beine geschenkt hat,

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meint, er müsse fortwährend erneut in sie investieren. Sie
hingegen lässt ihn zappeln, hält ihn hin – und gibt doch nichts.
Geben und nehmen – das ist das Geheimnis, das dahinter
funktionieren muss, sonst stelle das Zahlen und Beute bringen
direkt ein. Wenn Du das Gefühl hast, außer verführerisch
gehauchten, aber leeren Versprechen kommt von der Braut nichts,
weg mit ihr, auch wenn es schwer fällt.

Im Übrigen halte ich überhaupt nichts von der Connection


Geldesel-Luxusluder. Dieser Deal sollte offiziell mit einem
geschäftlichen Vertrag, aber nicht mit dem Wort Beziehung
gekrönt werden. Es grenzt an Prostitution, wenn ein
vielbeschäftigter Geschäftsmann sich eine schönheitsoperierte
junge Gazelle an Land zieht, sie weder kochen, gärtnern,
waschen, putzen oder sich um Sonstwas kümmern muss, sondern
maximal ab und zu die Beine für ihn breit macht.

Schönheit, auch operierte, verblüht, dann holt sich Mann ein


jüngeres Exemplar, da geldgierige Mädchen ja mühelos
austauschbar sind, die Ex fällt alleine, ohne eigenes Leben, ohne
eigene Bildung, ratzfatz vom gesellschaftlichen Parkett – aus die
Maus. Der Mann kann dies auch weiterhin so halten, statt echter
Nähe eben mit Kreditkarten zu werfen und durch Abwesenheit
oder Ignoranz von echten Gefühlen zu glänzen; am Sterbebett
enden aber die wenigsten glücklich und mit ihrem Lebensrückblick
im Frieden. Schließlich kann man nichts mitnehmen. Das Gefühl,
geliebt zu haben und geliebt worden zu sein, dürfte einem die
Seelenreise jedoch erleichtern.

Sicher sind sich solche zwei (Geschäfts-)Partner sehr wohl


bewusst, wo hier der jeweilige egoistische Vorteil, gepaart mit
Bequemlichkeit und Wohlstand, liegt. Trotzdem ist und bleibt so
etwas widerlich, so meine Meinung, obwohl es in den Medien
immer wieder als so erstrebenswert verkauft wird, dass sich schon
junge Mädels vornehmen, sich emotionslos solch einen reichen
Knilch anzulachen, damit sie shoppen können, bis der Arzt kommt;
ekelhaft und oberflächlich, diese Entwicklung.

Wie viele glückliche Beziehungen von Bestand sind denn bekannt,


die auf dieser Basis gegründet und gehalten wurden? Wenn es
sich allerdings hierbei um clevere Geschäftsmänner und
berechnende Sonnenstudiokundinnen handelt, beide emotional
behindert, bitte, dann ist besser, solche zwei Kreaturen tun sich

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zusammen, ziehen beide ihren Vorteil daraus und stürzen nicht
Menschen mit Herz und ernsthaften Absichten ins Unglück.

Was nützt Dir das anziehende Äußere der Frau, wenn Du nicht ran
darfst? Allerdings beachte bitte dabei, nur weil Du ihr mal einen
Döner spendiert, ein Eis ausgegeben und ihr den Eintritt in die Tut-
Ench-Amun-Ausstellung bezahlt hast, erwarte nun bitte nicht, dass
sie sich innerhalb von drei Tagen nackt unter Dich werfen muss.
Wenn sie so locker zu haben ist, dann ist sie das meist auch bei
anderen. Braucht kein Mensch, wenn er etwas Ernsthaftes,
Ehrliches und Langfristiges sucht.

Die Aussprüche von modernen Männern und Frauen von wegen


„also beim ersten Date mache ich normalerweise noch keinen
Sex“ kennen wir ja. Wer noch an den leibhaftigen Osterhasen
glaubt ... bitteschön! Kann stimmen – muss aber nicht.

Potentiell abgesicherte Existenzgrundlage, sicheren Umgang mit


den Finanzen, materielle Annehmlichkeiten – das will quasi jede
Frau. Andere lügen oder machen sich was vor! Aber die Frau soll
hier auch gefordert sein – erwarte mit Fug und Recht, dass sie
ebenfalls ihre Frauenfähigkeiten einbringt und sie in Deinen Dienst
stellt!

Unbezahlte Rechnungen, wackelige Finanzierungen, nicht wissen,


wovon morgen Nahrung kaufen, das ist Gift für die Frauennerven,
das macht sie unruhig, angespannt, fertig und sie ist fortan nicht
mehr geschmeidig genug für heiße Liebesspiele, wetten? Also
achte auf die Ausgewogenheit.

Der gute Mann meint dann oft, sie verweigere sich aus Strafe für
sein Phlegma, seine Unfähigkeit, sich selbst oder gar die Familie
zu ernähren, aber die Frau kann schlichtweg nicht davon
abschalten, dass die Existenz, das Territorium in irgendeiner
Hinsicht bedroht sind.

Die Urfrau hat erwartet und konnte dies auch vom Mannsbild, dass
er sofort mit der Keule vor die Tür zieht, Bedroher in die Flucht
schlägt, Beute macht oder draußen nach einer adäquaten Lösung
sucht – und vorher nicht heimkommt, ehe er sie auch gefunden
hat. Sie hält solange drinnen die Stellung.

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Männer müssen und sollten, wenn etwas Wirtschaftliches nicht
mehr funktioniert, der Arbeitsplatz weg ist oder sonstige
existenzielle Nachteile drohen, sofort handeln, den Mut aufbringen,
selbst etwas auf die Beine zu stellen, raus an die Front,
Männergespräche führen, Lösungen finden – probieren. Keine
Frau ist sauer, wenn er alles gegeben hat, es aber nicht
funktioniert hat, solange er die Manneskraft aufbringt, seine
Aufgabe darin zu sehen, wieder aufzustehen und die Beute weiter
zu jagen – bis er sie findet und erlegt hat. Basta!

Kurzprogramm in Zeiten von Hartz IV:


• Frau unverzüglich mitteilen, dass der Arbeitsplatz wegfällt
• Frau beruhigen
• notwendige Handlungen und Alternativen durchspielen
• tun und entschieden handeln, bis die Lösung vorhanden ist!

Die Frau soll ja ebenfalls – egal wie es ihr gerade geht oder wie
viel der Geldbeutel abwirft – lecker Essen machen, Ordnung
halten, Saubermachen, willig, friedlich und dienstbar sein ...,
wieder eine faire Verteilung, wenn man bereit ist, die Vorzüge
darin zu entdecken.

Fehlt es einer Familie am notwendigen Mammon, ist es für einen


Mann leichter, sich zu entziehen, entweder durch geistiges
Abschalten, Ablenken, wichtige Papiere zu ordnen, im Hobbyraum
zu werkeln oder Sonstiges.

Die Frau, die den schmalen Grat geht, die Kinder bestens
versorgen zu wollen, sie aber nicht spüren zu lassen, dass man
nahezu arm ist, kann wie bereits erwähnt, schlechte
Lebensumstände nicht zeitweise in eine Schublade packen.
Das kann sie deshalb nicht, weil sie es nicht darf, Frauen sind für
das soziale Gleichgewicht im Haus, für die Sorge der seelischen
und körperlichen Gesundheit der Familie, heute, morgen und
übermorgen, ausgelegt. Sie kann es sich, dank ihrer Natur nicht
erlauben, das Elend zu ignorieren. Ihr dann noch heißen Sex
abfordern zu wollen, grenzt an Missbrauch.

Schau man doch einmal hin, was geschieht, wenn Mann und Frau
abends Alkohol kippen, Schmalspurglotze schauen und den Kopf
in den Sand stecken, welchem Kind wurde und wird diese
Einstellung und Lebensweise der Eltern jemals im Mindesten
gerecht?

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Aber noch mal ganz zurück zu der Zeit, bevor Mann und Frau sich
zu einer Verbindung zusammentun. Hiermit meine ich die Bagger-
und Balzphase.

In der heutigen Zeit ist mir nicht nur zu Ohren gekommen, sondern
ich erlebte es auch selbst, dass viele Männer nach langer
Singlephase von vornherein in die defensive Passivhaltung gehen.
Sie vertreten die Ansicht, beziehungsweise sie reden sich schön,
dass nach schlechten Erfahrungen nun mal die Frau die Initiative
übernehmen soll; möglichst von der ersten Date-Organisation über
die teilweise Übernahme der Verpflegungskosten im Restaurant
bis hin zur Einleitung des ersten Geschlechtsakts.

Selbst die am stärksten und am meisten selbstsicher


erscheinenden Mannsbilder wollen nicht mehr die
„Zeremonienmeister“ sein, soweit verständlich, allerdings hat die
Sache einen Haken:
Bei all den Fällen, bei denen diese Einstellung vorherrschte, war
es lediglich eine tiefsitzende Unsicherheit der durchaus in tiefsten
Inneren hochsensiblen Männer, etwas falsch zu machen. Sie
tönen zwar mutig heraus – oder schreiben es alternativ feige per
elektronischer Mitteilung – dass sie Initiative von der Frau
erwarten, sind aber insgeheim einfach durch schlechte
Erfahrungen blockiert und gehemmt – und damit unmutig.

Tatsächlich aber bekommen sie dann oftmals ein forscheres


Mädel ab, welches ihnen eigentlich eine Nummer zu groß ist und
welches die Chose alsbald durchschaut. Dann knallt es im Karton
und die Komplexkandidaten ziehen jaulend von dannen. Sie
meinen dann, einen erneuten Beweis für die Schlechtigkeit von
Frauen oder Beziehungen zu ihnen zu haben.

Hier kann eine Frau nur frustriert werden und der Mann hat
ebenfalls kein „Späßle“, was soll hierbei dann Sinn machen?
Ja, ich denke, Du als Mann solltest Dir somit vorab Gedanken
machen, wer Du bist und ob Du eine Emanze oder ein Weibchen
haben möchtest, gleichwohl es selbstverständlich auch
dazwischen etwas gibt, es gibt ja nicht nur die Extreme.

Mir ist aber wichtig darzustellen, wo die Gegensätze sich am


meisten zeigen, auch wenn es ein Klischee sein mag, dass die

61
ausgemachte Emanze immer oben liegen möchte und das
Weibchen immer „ja“ und „amen“ sagt.

Ich persönlich halte es für ein Gerücht, dass die übertrieben


selbstbewussten vollemanzipierten Neufrauen überhaupt die echte
tiefe emotionale Befriedigung nach dem Sex mit dem Mann
erreichen können, da sie viel zu sehr mit der Perfektionierung ihrer
„unbreakable“-Persönlichkeit beschäftigt sind.

Die allzu resoluten Damen, die ihrem Gatten nix gestatten als auch
die über alle Massen intellektuellen Dämlichkeiten sowie die „rund-
um-die-Uhr“-Pädagoginnen halte ich für gefährlich ungesund für
Euch Männer, sorry. Ein patriarchalisches Vorgehen muss man ja
trotzdem nicht überziehen.

Ich habe nichts gegen die gut funktionierenden Familien, in denen


ein Rollentausch für eine gewisse Zeit gut funktioniert. Ganz klar
ist immer wieder zu beobachten, dass eine Vielzahl von
männlichen „Müttern“ ihren Ganztagsjob als Hausmann
ausgezeichnet verrichten, vermutlich sogar besser als manche
Rabenmütter.

Wenn es alle Familienmitglieder so am zufriedensten macht, sollte


man die Variante auch eher vorziehen als krampfhaft das alte
Rollenmuster durchzuziehen, aber einen Versuch ist es wert. Auch
wenn er den Job verloren hat, sie so gerne wieder arbeiten möchte
und das Kind doch noch ein Säugling ist und somit nur Liebe,
Fläschchen und eine Aufsichtsperson, die Windeln wechseln und
Fieberthermometer bedienen kann, benötigt. Selbst dann sollte die
erste Wahl auf die Tradition fallen, denn: Es kann doch nicht
einfach unter den Tisch fallen, dass die Natur Mütter mit einem
Urinstinkt, dem Mutterinstinkt, der höchsten zwischen-
menschlichen Intuition überhaupt, ausgestattet hat. Nur eine Frau,
die Mutter selbst, kann dem Gebrabbel und Geschrei des
Säuglings entnehmen, was es wirklich benötigt. Sie spürt, wenn es
kränkelt, sich alleine fühlt, wenn es in Gefahr ist.

Die ersten Lebensjahre, zumindest bis das Kind drei oder sechs
Jahre alt ist, sollte die Mutter hauptsächlich für das Kind verfügbar
sein, danach ist der große Papi wichtig.
Kommt der Zögling dann ins Pubertätsalter, tun Mutter und Vater
gut daran, sich einvernehmlich und einheitlich mit dem nun meist

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problematischen Teenie zu beschäftigen. Nicht umsonst
verzweifeln unzählige Alleinerziehende in dieser Zeit dramatisch.

Wenn es also unvermeidbar erscheint oder nicht anders gehen


sollte, die Rollen zu tauschen und es über den Begriff „zeitweise“
hinausgeht, muss das auch nicht automatisch in einer Katastrophe
enden.

Befragungen und Erhebungen ergeben aber immer wieder, dass


sich nach einer Weile Frustration und Stunk einstellen. Meiner
Ansicht nach ist die alte Rollenverteilung psychisch gesünder und
für die Kinder ist es auch nicht so verwirrend. Es wird leider immer
noch abschätzig und abfällig damit umgegangen, wenn ein
Schulkind bei den Kameraden ausgelacht wird, weil sein Papi
putzt, kocht und bügelt. Auch wenn sich viele Männer und Frauen
wünschen, dass die Toleranz und Akzeptanz für diesen Change
größer wird, so ist und bleibt es doch ungewöhnlich, nicht
zwangsläufig schlecht, aber gegen die Natur.

Was wollen wir für eine Gesellschaft werden, wie soll es


weitergehen, dass die Frau draußen Holz hackt, während der
Mann den Salat in der Küche mit Crème fraiche abschmeckt?
Dass Kinder ihre Väter mit nettem Schürzchen weinend am
Bügelbrett stehen sehen, weil sie den edlen Satinstoff verbruzzelt
haben und der Braten im Ofen verschmort ist? Derselbe Typ, der
ihnen abends am Bettchen erklärt, Sohn müsse gut lernen, um
später mal einen guten Job zu bekommen, um ein angesehener
Mann und Familienversorger werden zu können?

Und derselbe Typ, der seinem pubertierenden Töchterchen wohl


die Binden und Tampons mitkauft, ihnen aber nicht erklären kann
und möchte, wie man die Dinger benutzt?

Und möchte die karriereorientierte Mami ihrer Tochter den Sinn


des selbstständigen Geldverdienens schmackhaft machen, wenn
die kleine Prinzessin sich aber für später den Prinzen erträumt, mit
dem sie Kinder und ein hübsches Häuschen haben wird, um dass
sie sich den ganzen Tag liebevoll kümmern möchte?

Man darf hier auch nicht vergessen, dass es durchaus einen


destruktiven Effekt auf das Männerego hat, wenn er am
Stammtisch dazu steht, Hausmann zu sein, dafür aber von den
anderen echten Burschen ausgelacht wird. Wofür dieser Kampf

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um männliche Emanzipation? Haben diesen Rollentausch nicht
eventuell Frauen heimlich ausgeheckt und den Männern mit den
Waffen der Frauen gut verkauft? Aufpassen!

Oder sind es nicht zum größten Teil die Männer, die sich von einer
Kündigung sofort ins Bockshorn jagen lassen und froh sind, wenn
die starke Frau raus in die harte, böse Welt und an die Front geht,
um zu jagen? Schau und hör Dich mal in Deinem Umfeld um, wer
davon ist noch echter Mann?

Mit echtem Mann meine ich denjenigen, der sich noch mit den
Vorzügen des „Urmann-Lebens“ identifizieren kann. Sicher,
werden mir einige entgegenhalten, die Zeiten haben sich geändert,
in der modernen Welt ist alles
anders, ja, aber alles ist irgendwie verrückter, ver-rückter, kränker,
stressiger
geworden. Wie gut sind also die neuzeitlichen Lebensmodelle
wirklich? Zahlen
die Hausmänner und die Versorgerfrauen sowie die betroffenen
Kinder nicht
letztlich einen zu hohen Preis für den Tauschdeal?

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Ich kannte da mal ...

... eine liebe Nachbarin, mit der ich noch heute bestens und
warmherzig befreundet bin.
Sie hatte nach einer Ausbildung im Genussmittelbereich hart
gearbeitet und konnte dann wegen einer Allergie nicht
weitermachen. Sie ließ sich von einem Arbeitsberater zu einer
Umschulung in der Computerbranche überreden; dafür hatte sie
zwar unglaublich viel Talent, aber es fraß sie fast auf, schließlich
war sie nebenbei Hausfrau und Mutter mit einem großen
Anwesen.

Sie gab alles, opferte Feiertage und Wochenenden, gab sich


gutmütig für alles her. Parallel hierzu machte sie ihren Job zu
Hause auch nahezu perfekt. Zwar waren ihr Mann und ihr Sohn
ebenfalls recht selbstständig und halfen hier und da im Haushalt
mit, aber der Mann arbeitete hart und viel und der Sohn war damit
beschäftigt, in die Vorstufe zur Pubertät zu geraten. Sie sind eine
großartige Familie, äußerst gastfreundlich, sehr herzlich und
haben stets ein offenes Ohr und offene Türen für alle.

Nun gut, nach der kräftezehrenden Umschulung gab es weit und


breit keinerlei Arbeitsstelle für Informatik. Die Frau hatte durch ihre
stete Aufopferung für alles und jeden und ihr Bestreben, alles so
gut wie möglich auf die Reihe zu bekommen, gesundheitliche
Probleme bekommen und litt unter vielen Beschwerden. Sie
suchte Hilfe auf und auf einmal war das Verhältnis zu ihrer Familie
irgendwie energetisch gestört. Sie litt und fühlte sich fast
veranlasst, alles aufzugeben.

Während ihrem Krankenhausaufenthalt hatte ihr Gatte und auch


ihr Sohn gemerkt, wie sehr sie ihnen fehlte, was sie alles mit Liebe
und Leidenschaft daheim geleistet hatte. Sie brachten Verständnis
und sämtliche Unterstützung für sie auf. Sie waren wieder die
Einheit, die sie früher gewesen sind und schotteten alle
schädlichen Kritikstimmen von außen, so gut es ging, ab.

Die Frau wollte sich nicht mehr rechtfertigen, wollte sich in Ruhe
erholen, um weiterhin eine gute Mutter und Ehefrau zu sein und
um in Ruhe herauszufinden, mit was sie sich am liebsten
beschäftigen würde. Schließlich war ihr aufgegangen, dass es
keinen Sinn macht, dem heutzutage vorherrschenden Anspruch
gerecht zu werden, Karriere und Heim und alles unter einen Hut

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bringen zu wollen, in allem nahezu perfekt funktionieren zu
müssen. Der Preis der gesellschaftlichen Erwartung ist doch
offensichtlich viel zu hoch, da, wenn es der Frau, die intern alles
zusammenhält, nicht mehr gut geht, es ohne Zweifel sich auch
negativ letzten Endes auf das gesamte Familiengefüge auswirkt.

Seitdem sind die drei ein Herz und eine Seele, sie teilen alles und
bleiben trotzdem weitestgehend in der traditionellen
Rollenverteilung, sie besprechen Probleme und Alternativen
liebevoll, interessieren sich sehr dafür, wie der andere sich fühlt
und unterstützen sich, wo es geht. Sie sorgt weiterhin für gesunde
Ernährung, schöne Atmosphäre, für Haushalt und den vollen
Kühlschrank, kümmert sich um Förderung und liebevolle
Betreuung des Sohnes, ihr Ehemann geht mit allen Kräften,
gestärkt von zu Hause, zum Job und versucht nebenbei, sich ein
zweites Standbein aufzubauen.

Umbau und Renovierung ihres neuen Hauses machen sie


gemeinsam, so dass die Wünsche und Interessen aller
Familienmitglieder beachtet und möglichst umgesetzt werden.

Ein tolles und erstrebenswertes Beispiel von einem traditionellen,


harmonischen Zusammenleben, von einer Einheit, die trotzdem
Platz für eine unkonventionelle Lebensweise lässt, so finde ich.

Fazit dieses Kapitels:


Entscheide Dich vorab, ob Du der Versorger sein möchtest und
erfrage, wie sie sich die materielle Situation vorstellt; wägt
gemeinsam Vor- und Nachteile für Euch ab und schaut, ob Ihr eine
ausreichend große Schnittmenge für eine zufrieden stellende
Lebensform habt.

Fällt Dir auf, dass sie Dir in „Männerangelegenheiten“ wie


Finanzen, Sex, Gleichberechtigung und Rollenverteilung zu
autoritär ist, überleg´s Dir dreimal.

Grünes Licht ist dann gegeben, wie oben zu lesen, wenn alles
einfach in gegenseitigem Einvernehmen besprochen und geklärt
wurde und alle mit der Verteilung der Aufgaben zufrieden sind.
Andererseits: erscheint sie Dir zu abhängig, unbeholfen, alleine
eher lebensuntüchtig und schaut nur bequem Talkshows an,
überleg es Dir auch gut.

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Taste 9:
Entflamme sie –
Erotik, Sinnlichkeit und Verführung!
Gewiss hast Du Deine mehr oder minder erfolgserprobten und
gewohnten Verführungsstrategien drauf und das soll auch
individuell so gehalten bleiben; ein paar Kniffe, welche die Frau
von innen heraus auf Dich „wild“ machen, kommen Dir aber
gewiss nicht ungelegen, nicht wahr?

Gleichwohl sich viele moderne Männer der „Neuzeit“ engagierte,


leidenschaftliche und verführungssichere Frauen im Bett
wünschen, schlägt ihnen überdimensioniertes Temperament sowie
allzu dominantes „Handwerk“ am besten Stück oftmals aufs Ego.
Eine sexuell übermäßig orientierte Frau zu haben, klingt im ersten
Augenblick verlockend, warum klagen dann aber viele Frauen
nach zerbrochenen Beziehungen über die gewachsene Unlust
seinerseits, mit ihr zu schlafen?

Ausreden und Vorwände, er sei zu müde, habe Kopfweh, sei


überarbeitet, nicht in Stimmung, Stress schlage ihm auf die
Triebsteuerung und so weiter, können sie nicht nachvollziehen;
schien doch der Ex anfangs ganz happy mit ihr, die da so aktiv in
der Kiste war.

Mir erklärt sich dieser Umstand am ehesten damit, dass im


Urmanne die Veranlagung verankert ist, sich die Frau auch dann
und wann ganz brüsk „herzunehmen“, sie zu „bespringen“ und sie
zu beschlafen. Eine permanent dominante Bettgenossin macht ihn
auf Dauer unzufrieden, auch wenn ihm das nicht so bewusst zu
sein scheint.

Nun gut, sie soll verlocken, verführen und kokettieren, dies sei
unbenommen, denn das ist in ihrem Naturell angelegt. Nicht nur
Männer, auch Frauen sollten das Spiel zwischen Geben und
Nehmen, zwischen aktiv und passiv agieren, beherrschen. Der
letztendliche „Angriff“ sollte aber von ihm geschehen, nachdem sie
ihm ausreichend Signale, dass sie sich gerade sinnlich, erotisch
und willig fühlt, gesendet hat.

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Nahezu jede Frau, die ich kenne, schätzt es im Übrigen, wenn der
Mann nicht ziel- und triebgesteuert, an die seiner Ansicht nach,
erogenen Zone „oben- und unten rum“ greift, daran herumnestelt,
um die Frau auf Touren bringen zu wollen. Die Frau wird weich
und willig, wenn ihr tief in die Augen geschaut wird, suchend, was
sie gerade empfindet, in welchem Seelenzustand sie sich in dem
Augenblick befindet und wenn die erotischen Spielereien damit
beginnen.

Es funktioniert nicht nur in Kino- und Fernsehfilmen, wenn der


Mann ihr Haar, ihr Gesicht und ihre Schulter streichelt, wenn er sie
zu einer liebevollen Umarmung erst einmal an sich zieht und sie
festhält und wiegt.

Linkische und hektische Handbewegungen, die sich gleich um


Busen und Intimbereich kümmern oder aufdringliches Knabbern
und Lutschen ihrer Brustwarzen sehen nur in schlechten
Erotikfilmen erfolgreich aus. Ohne Aufwärmphase und das so
genannte Vorspiel geht es ohne Frage nur dann zur Sache, wenn
beide sich so erhitzt und gierig aufeinander fühlen, dass sowohl
sie als auch er nur den typischen Quickie erleben wollen.

Ohne Frage gibt es ebenfalls ausreichend Frauen, bei denen der


Empfindungshorizont dort endet, wo sie meinen, den Mann nur
begeistern zu können, wenn sie ihm ohne Weiteres sein bestes
Stück gleich beim Startküssen parallel massieren. Auch Ihr
Männer wünscht Euch doch, dass man auf Euch eingeht und
etwas mehr gibt, als nur Euren Trieb zu befriedigen und Euch dem
Höhepunkt entgegenzubringen, nicht wahr?

In einschlägigen Frauenmagazinen ist immer öfter zu lesen, was


Männer wirklich wollen. Frauen haben sich viel zu lange darum
gekümmert, was er alles leisten muss, um sie im Bett besser
zufrieden zu stellen, welche Spielereien er sich dazu einfallen
lassen soll, was er alles erahnen und beachten soll, um ja keinen
Fehler zu machen. Dazu sind doch heutzutage viel mehr Männer
bereit, als es halsstarrige Feministinnen wahrnehmen und
akzeptieren wollen.

Das reizvolle Spiel des Heranlassens und Zierens, sich aber im


richtigen Augenblick letztlich zu „ergeben“, haben viele Damen
verlernt oder meinen, es nicht nötig zu haben. Sie glauben, sie
haben ein Recht dazu, sich entweder zu holen, was sie wollen und

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Sex durchzuziehen oder eben konsequent zu verweigern, ohne die
Leichtigkeit der sinnlichen Spielerei mit dem Mann in Erwägung zu
ziehen. Es sollte reichen, wenn die Frau dem Mann signalisiert,
dass sie gerne mit ihm schlafen würde und ihre Reize sowie
maximal dezent ihren Körper dazu einsetzt. Schließlich schätzt der
moderne Mann, wenn sie deutlich wird und ihm nicht im Bett auch
noch die gesamte Arbeit überlässt.

Männer, die zeitweise nicht zwangsläufig Dauer-Macho, aber mal


ganz Pascha sind, sich liegend und passiv verwöhnen lassen,
sollen hier auch nicht mit den Zögerlingen und Bequemen in einen
Topf geworfen werden, nur weil die Unsicheren und Egos lieber
alles der Frau überlassen, um nichts falsch zu machen.

Wenn man an das alte Ägypten oder an die Römer denkt, war es
gang und gäbe, die stolzen Führer und erfolgreichen, tapferen
Männer auf dem Canapé zu verwöhnen. Wieder eine wunderbare
Symbiose, wenn die frischgebadete, wohlriechende und schön
zurecht gemachte Frau es liebt, ihm so gut zu tun, so dass er nur
genießen darf und neue Kräfte schöpfen kann.

Es erfüllt eine weise und emotional angefüllte Frau mit Stolz, wenn
sie die Auserkorene ist, die dem mutigen Kämpfer die Muskeln
einölen, ihm leckere Kost bieten und zu seinem Wohlgefallen
handeln kann. Die Vereinigung zwischen dem starken, sicheren
Mann, der bei der Frau vertrauensvoll seine sensiblen und
gefühlvollen Seiten zeigen kann und der intelligenten und
hingebungsvollen Frau ist dann hocherfüllend und tief
befriedigend.

Wenn Du Dir eine Frau ausgesucht hast, die diese emotionale,


soziale und sexuelle Intelligenz besitzt, Dich zu verführen und die
Situationen so zu steuern, dass Du es zwar nicht merkst, aber ihr
beide dadurch zu höchster Ekstase und wunderbarer tiefer
Befriedigung kommt, dann herzlichen Glückwunsch.

Dadurch kommt genau das zustande, worin sich der heimliche


Traum aller Männer und Frauen vereint: dem erreichten Ziel,
„danach“ lächelnd, harmonisch vereinigt, seelenverwandt und mit
dem größten Liebesglücksgefühl bei beiden, nebeneinander zu
liegen und selig zu schweigen. Ein verschworenes sanftes
Händchenhalten oder ein liebevoller Blick krönt das Ganze und
macht es vollständig.

69
Kennen Sie die Aussage von Jerry Maguire, gespielt von Tom
Cruise in dem Film „Spiel des Lebens“ „Du vervollständigst mich“?
Wenn sich dieses Gefühl in Bett und Alltag eingestellt hat, wenn
Du als Mann so etwas empfindest und es der Frau ebenso geht,
dann dürfte Euch kaum noch etwas trennen können.

Die Vereinigung des weiblichen und männlichen Pols, verbunden


in Liebe, gelebt mit Achtung und gegenseitiger Unterstützung, das
ist die allumfassende Harmonie, innerhalb derer Menschen fühlen
können, was es heißt, dass alles mit allem verbunden ist. Mann
und Frau werden zu etwas Rundem, einem vollständigen Wesen,
fühlbar in ganz nahen gemeinsamen Augenblicken; das ist das
Höchste und Größte, die Formvollendung der Liebe.

Bevor wir jedoch vor lauter Träumen vom Idealzustand den Boden
der Realität verlieren, wenden wir uns noch einmal der
unumgänglichen Werbe- und Balzphase zu.

Dass diese Eigen-PR- und Marketingmethode unerlässlich ist,


heißt nicht, dass sie unangenehm oder lästig sein muss, wenn es
als ehrgeizige Herausforderung gesehen wird. Sicher, der Mann
kann sich im Kampf gegen Konkurrenten und im Werben um die
Frau Blessuren, Körbe und sogar blutende Wunden holen; aber
sei Dir sicher, wenn Du es geschafft hast, das Weibchen Deiner
Träume zu erobern, wird sie in der Kooperation mit Dir noch genug
Schmerzen erleiden.

Dies ist wohl auch naturgegeben und damit seien nicht nur
Geburtswehen gemeint, sondern auch die Verletzungen, die sich
durch die sensiblere Empfindung der Frau und der eher rationalen
Steuerung des Mannes zwangsläufig ergeben. So gleicht sich
doch alles wieder aus, oder?

Häufig lese ich auf aktuellen Internetpartnersuchseiten Profiltexte


von kantigen Männern, dass sie doch bitte davor verschont bleiben
mögen, allzu eindeutige One-night-stand-Angebote zu erhalten
oder dass man ihnen Telefonnummern, Email-Adressen und
Datevorschläge brachial aufs Auge drückt.

Das bestätigt mich ungemein darin, dass der echte Mann, der sich
seiner Männlichkeit mit allen Vorzügen und Nachteilen in der
modernen Welt bewusst ist, werben und erobern möchte. Es zeigt
doch, dass er seine Power und sein Streben auf stilvolle

70
wahrhaftige Frauen richten möchte, die es nicht nötig haben, sich
anzubiedern und welche die notwendige Intelligenz besitzen, dem
Mann seine Beutejagd in keiner Hinsicht zu verleiden.

Wir sind ohne Frage keine Animals, jedoch ist auch im Tierreich
die Funktionalität von Locken und Verwehren, von Verweigern und
Hingeben interessant zu beobachten. Männchen erobert
Weibchen, ringt geduldig oder auch ungestüm um ihre Gunst und
sie ist weder sofort noch einfach zu „knacken“.

Warum spielen Tiere dieses Spiel? Es macht männliche Wesen


einfach zufrieden, wenn sie die Dame ihres Augenmerks erobert
haben. Männer möchten Beute machen, in ihrem Tun bestätigt
werden und Frauen dazu bewegen, sich ihnen hinzugeben;
schlicht, sie möchten erfolgreich sein. Diesen Zustand möchten sie
nicht nur theoretisch wissen, sondern praktisch erleben, um sich
gut und stark zu fühlen.

Nicht zuletzt dieses Gefühl belebt sie so immens, dass sie an der
harten Front erneut gute Beute reißen können, Probleme mutig
angehen und sich emotional gut befinden.

Bedauerlicherweise ist vielen Männern wie Frauen dieses


wunderbare Wechselspiel innerhalb des modernen Geschlechter-
kampfes nicht sehr bewusst. Ausgewogener Sex mit dem
erfolgreichen „Rumkriegen“ der Frau gehört zur gesunden und
wohlverdienten Entspannung, die der Mann, sofern er seine
männlichen Aufgaben gut erledigt, einfach benötigt und einen
Anspruch darauf hat.

Viel zu oft implizieren manche Damen einen zu starken Trieb


reiner körperlicher Gier beim Manne, der ihnen unverhältnismäßig
und „unverdient“ erscheint. Sie möchten dem Partner zeigen, dass
sie nach Lust und Laune entscheiden wollen, ihm seinen Willen
allzu oft nicht erfüllen und seinem Werben oft ein jähes Ende
setzen.

Selbstverständlich hat die Frau das Recht, ihm zu signalisieren,


wann körperlicher Lustaustausch bei ihr überhaupt nicht angesagt
ist, wenn sie nicht im geringsten emotional-atmosphärisch dazu in
der Lage ist.

71
Würden Männer aber mehr registrieren und akzeptieren, wann sie
die gewissen Blicke und Gesten nach dem Motto „im Moment geht
wirklich gar nichts“ losschickt und würde Frau dies ohne Theater,
Zickerei und ohne ihn verletzend vor den Kopf zu stoßen, besser
beherrschen, wäre das „zu wenig Sex“-Thema wahrscheinlich gar
kein so großes.

Wie bringt nun aber Mann Frau dazu, sich ihm völlig zu ergeben
und ihn ausreichend lustvoll über sich zu genießen?

Wie schon zu einem früheren Zeitpunkt erwähnt, benötigen Frauen


eine für sie passende Atmosphäre, um sich hinzugeben. Sie
wünschen sich das Ausbleiben störender Einflüsse, dies ist ganz
wichtig. Ein Mann kann diese durch seinen starken sexuellen
Antrieb – womöglich auch durch das zu diesem Zeitpunkt
minimierte Blut im Gehirn – im Gegensatz zur Frau beiseite
schieben.

Für etwas übertrieben finde ich manche heutzutage in den


einschlägigen Medien erscheinenden Vorschläge. Man(n) soll am
besten stets die passende Bettwäsche mit den Gardinen und der
Farbe der Kerzen abstimmen, soll sie mit sinnlichen Leckereien
und einem prickelnden Sektchen verführen, etwas Leckeres für sie
kochen und für gute Stimmung sorgen. Ich halte das eher für
Frauenjobs.

Wenn der willige Mann die sexbereite Dame in ein kaltes,


abstoßendes, karges und chaotisches Schlafzimmer führt, darf er
sich allerdings nicht wundern, wenn die Frau mit einem leichten
Frösteln abwehrend die Arme vor der Brust verschränkt. Am
besten stellst Du die Frage „zu Dir oder zu mir?“ gar nicht und
drängst unauffällig mit zu ihr; daheim dürfte sie sich wohl genug
fühlen, um sich fallen zu lassen.

Stimmt die Atmosphäre über alle Maßen und seit ihr beide schon
so heiß, dass es gerade noch bis zum Zuschlagen der
Wohnungstür hinter Euch reicht, lass keine unsinnigen,
abtörnenden Sekunden oder gar Minuten verstreichen, dann nimm
sie an Ort und Stelle, wirf sie über Couch oder auf einen weichen
Untergrund.

Möchte sie sich erst frisch machen, halt sie lüstern fest. Meint sie
es wirklich ernst und fühlt sich nicht hygienisch genug, dann wird

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sie das schon vehement rüberbringen, dann lass sie um Gottes
Willen und beherrsch Dich noch so lange. Mach Dich nützlich,
indem Du ihre Lieblings-CD, die in der Anlage liegt, leise anstellst
und zieh Dich auf keinen Fall schon mal aus, das wirkt plump und
tumb, nicht tough.

Ist sie wieder bei Dir, sieh sie zuerst lange an. Nimm dann, auf
jeden Fall vor der Oberweite, ihr Gesicht in Deine Hände und küss
sie lange, erst zart, dann fordernd, kein Überrumpeln. War sie
nämlich im Badezimmer, benötigt sie erst wieder ihre paar
Minuten, bis sich das sehnsüchtige Ziehen im Unterleib bei ihr
erneut einstellt.

Ganz Tom-Cruise-like könntest Du ihr sanft die Spaghettiträger an


die Schultern schnalzen lassen und sie burschikos anschmunzeln,
verdrehe verzückt die Augen nach einem Blick in ihr Dekolleté,
erst dann lass Deine Hände von ihrem Hals tiefer gleiten.
Überfordere Sie nicht, aber nimm durch zuviel Verzögerung auch
keinen Verlust von absoluter Willigkeitsstimmung hin. Nutze den
Augenblick.

Lass sie beim Ausziehen nicht doof im Kalten stehen, lass ihr die
Möglichkeit, sich aller Kleidung zu entledigen oder über Busen und
Schambereich noch Stoff zu haben, bis Ihr Euch legt. Zieh Du nur
Deinen Oberkörper blank. Frauen stehen auf den Anblick eines
Mannes, der oben frei ist und unten noch Hose mit schickem
Gürtel um die Lenden hat.

Verwirre sie wirkungsvoll, indem Du sie drehst, um sie


herumgehst, die Hände an unverfänglichen Stellen bewegst, sie
wird über kurz oder lang begierig aufseufzen, Du kannst nichts
falsch machen, wenn Du sie beobachtest und Nähe und Distanz,
Anfassen und Nicht-Anfassen im Spiel beherrscht.

Nur zu schnelle Grabscherei, schlabbernde Gierküsse und


Nichtbeachtung ihrer Befindlichkeit mögen die Damen gar nicht.
Schau ihr immer wieder ins Antlitz, sieh ihr so selbstsicher wie
möglich in die Augen.

In Frauen liegen etliche emotionale Druckknöpfe verborgen, auf


die man durch geeignetes Verhalten quasi nur drücken muss.
Strahlst Du Sicherheit und echtes, warmes Interesse an ihr als
Gesamtheit aus, wird sich Dir ihr Körper alsbald entgegenbiegen.

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Wenn Du es draufhast (lässt sich ja mit einem Kleiderständer zu
Hause üben), tanze im Rhythmus der Musik um sie herum, nicht
schwul tänzeln, sondern mit starken, wenigen Schritten.
Währenddessen streichen Deine Hände überall um sie herum und
an den pikanten Stellen nur leicht vorbei. Sie wird sich Dir an den
Hals werfen und vermutlich Sprüche wie „nimm mich“ oder „schlaf
mit mir, sofort“ nicht lange verkneifen können. Das ist wahre
Verführungskunst.

Ab jetzt läuft alles wie von selbst. Du hast die Frau genau da, wo
Du sie haben wolltest. Wie viel Mühe hat das nun gekostet?
Eigentlich doch nur leidenschaftliches Vergnügen und ein paar
Momente Triebkontrolle, oder?

Bevor Dir die Brühe nun über die Stirn läuft, zu einer anderen
Situation. Seid Ihr Euch einig, dass Ihr Euch begehrt und Du fährst
mit ihr im Kaufhaus nach einem leckeren sinnlichen Latte
Macchiato Fahrstuhl, nur Ihr beiden, dann stell was Verrücktes an.
Dräng sie ohne körperliche Zudringlichkeit mit festem Blick an die
Fahrstuhlwand, leg beide Hände links und rechts über ihrem Kopf
an die Wand, schau sie an, Deine Augen leicht über den ihren.
Nun fühlt sie sich verwirrt und bemächtigt; bevor sie anfängt,
nervös zu plappern oder verdutzt zu fragen, was das soll, fahre mit
Deiner Wange leicht an der ihren vorbei. Lächle sie gewinnend
und verliebt an. Basta! Stell Dich wieder neben sie und äußere
einen belanglosen Spruch, wetten, ihre Körpertemperatur ist leicht
erhöht? Sieh zum Beweis kurz drauf unauffällig auf ihren
Brustkorb, er wird sich etwas schneller heben und senken,
garantiert.

Lerne aus Filmen. Frauen mögen Pitt, Cruise und Co. nicht nur
wegen ihres Aussehens oder ihres scheinbar gepachteten
Dauerselbstbewusstseins. Wenn Du genau aufpasst, wirst Du
merken, dass die schmucken Herren in ihren Rollen zuerst oftmals
tollpatschig und verlierermäßig daherkommen, ohne dafür an
Sympathie zu verlieren.

Frauen beeindruckt dabei die Originalität, mit der sie vorgehen,


das unerlässliche Kämpfen um die Gunst der Hauptdarstellerin.
Sie finden toll, wenn er gegen Ende des Films merkt, dass er sie
durch seine Dummheit oder aufgesetzte Coolness, durch sein

74
Fehlverhalten, fast verloren hat und setzt dann fantasievoll und
energisch alles auf eine Karte, um sie doch noch zu halten.

Auch wenn in Filmen Situationen vorkommen, die auf


unrealistischen Zufällen und weltfremden Gegebenheiten beruhen,
so kannst Du Dir doch beeindruckende Verhaltensweisen der
sexiest Men of the World merken. Kaum eine Frau mag, wenn
Mann von vornherein alles für sie stehen und liegen lässt, aber
auch hier gilt, wenn es drum geht, wenn es erforderlich ist, dann
soll der Mann konsequent handeln. Es gibt für Frauen kaum etwas
Erotischeres und Beeindruckenderes, als ein Mann, der erfolgreich
und zielstrebig aktiv vorgeht.

Unsicherheiten, Verzögerungen und das Verschenken von


stimmungsvollen Momenten schätzen Girls überhaupt nicht. Wenn
der Mann unschlüssig, unentschieden und zu passiv erscheint,
kann er ihnen, zumindest sexuell, direkt gestohlen bleiben. Auch
wenn Männer es zu krass und überzogen empfindlich finden, bei
Frauen geht leider schnell der Versageralarm an. Dies ist keine
böse Absicht, sondern wiederum von Mutter Natur gewollt. Nur die
dynamischen, potenten, entschiedenen und kraftvollen Männchen
sollen zur Zeugung kommen.

Um es noch mal mit Szenen aus dem berühmten Tierreich zu


erklären:
Weibchen wollen starke, erfolgreiche Versorger- und Beschützer-
männchen. Der feige, schwächliche Außenseiter hat kaum eine
Chance auf Befruchtung. Das Männchen sucht sich ja auch das
Weibchen aus, das seinem Beuteschema am ehesten entspricht.
Gesundheit, Schönheit, Gebärfähigkeit möchte er auch
vorausgesetzt haben und das Weibchen eben die oben
angeführten Komponenten.

Vergiss bei den Verführungstaktiken nicht: Originelle Ideen,


Fantasie und freche, nicht plumpe, Sprüche ziehen bei Frauen; es
schaltet oft ihren Verstand aus, was Dir nur zu Hilfe kommen kann.
Schließlich hat die Natur diese Funktion nicht umsonst eingebaut;
würden Frauen immer im Abwägen und Überlegen verharren,
wäre die Menschheit schon längst ausgestorben.

Möglicherweise begründet sich die Überbevölkerung in der dritten


Welt eben nicht nur darauf, dass keine Verhütungsmittel parat
sind, sondern vor allem darauf, dass hier Vereinigungen zwischen

75
Mann und Frau noch umkomplizierter und naturgesteuerter
funktionieren.

Entdecke, ob sie sich nur ziert oder ob sie gerade wirklich nicht in
der Stimmung ist, handle Dir im zweiten Fall keine Kratz- und
Bisswunden ein, die nicht mit Spaß verbunden waren. Bringt ja nix.
Zumindest im emotionalen, also vorwiegend weiblichen Bereich,
wollen Frauen wirklich ernst genommen werden. Auch das gehört
für sie dazu, sich sicher fühlen zu können.

Ich kannte da mal...

... eine Superfrau, heute auch noch eine sehr gute Freundin von
mir. Früher, als sie sich im Teeniealter befand, sah sie
bewundernd zu mir auf und war stolz, eine abgetragene Jeans von
mir zu bekommen. Sie holte sich die ersten Schmink- und
Frisiertricks von mir, schaute sich bei den hippen und begehrten
Mädels in unserer Stammdisko Augenaufschläge und reizvolles
Verhalten ab – und dann ging sie ab wie Schmitt´s Katze.

Sie entwickelte sich in rasend schneller Zeit von der süßen Lolita
mit Unschuldsblick zur kapriziösen Waffe. Sie wickelte jeden Typ,
der ihr gefiel, sofort um den Finger. Sie verstand es wie keine
andere, geschickt zu kokettieren und ihre Mimik, ihre Gestik, ihr
Outfit und ihr Verhalten so einzusetzen, dass sich keiner ihrer
Ausstrahlung entziehen konnte. Männer wie Frauen fühlten sich
von ihrem Sexappeal und ihrem Charme angezogen.

Wo auch immer sie auftauchte, war sie Mittelpunkt. Sie veränderte


ständig ihre Optik, immer noch erotischer und verlockender. Auch
wenn viele Mädels mit Gift und Galle über sie herzogen, sie war
überall Gesprächsthema Nummer eins. Sie setzte ihre Reize so
gezielt ein, dass DJs, Light-Js und Barkeeper kaum noch
anständig ihre Arbeit verrichten konnten.

Sie gab einen Dreck darauf, was man von ihr hielt. Schließlich war
sie zu keiner Zeit leicht zu kriegen, sie spielte einfach nur ihr Spiel.
Eine Meisterin der Erotik, sie zog einfach überall ihr Ding durch.

Ihr Temperament war überall berühmt und berüchtigt. Wenn sich


irgendein Flittchen zu nah an ihren Liebsten wagte, konnte es

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schon mal vorkommen, dass es mit einem Tritt vom Barhocker
katapultiert wurde. Appetit holen in der Öffentlichkeit, ganz ihr
Ding, aber gegessen wurde zu Hause. Gute Freundschaften,
Beziehungen, ihr erstes Kind und echte Werte gingen ihr jedoch
stets vor allem. Heute spricht man überall nur noch positiv und
bewundernd über sie.

Sie hat gekonnt, teils beabsichtigt, teils unbewusst, viele Frauen


rasend vor Wut und Neid gemacht und Männer reihenweise um
den Verstand gebracht. Sie hätte, fotogen wie sie war, locker als
Model arbeiten können, aber sie machte lieber eine Lehre, jobbte
an der Tanke und war aktiv für jeden da, der Hilfe benötigte.

Durch ihre öffentlichen Auftritte mit wassergetränkten T-Shirts, den


unwiderstehlichen Verführungen und ihre atemberaubende
Wirkung auf Männer sagte man ihr oft nach, sie sei ein
egozentrisches, explosives Luder; tatsächlich hat sie es aber nie
leicht gehabt und nachdem sie in Sachen Liebe, erster Ehe und
junger Mutterschaft mit Haushalt alles gegeben hatte, aber
belogen und betrogen wurde, hat sie bravourös die notwendigen
Konsequenzen gezogen, um ihr Kind zu schützen.

Sie ist heute glücklich verheiratet, ist eine echte moderne


Supermutti von drei tollen Kids, ist immer ganz Femme geblieben,
auch wenn sie sich nicht scheut, bei harter Männerarbeit mit
zuzupacken und eine raue Tapferkeit wie ein ungarischer
Steppenkrieger mit sich bringt.

Eine temperamentvolle, erotische und leidenschaftliche Superfrau


mit klarem Verstand, mit emotionaler und sozialer Intelligenz; die
hier angeführte Geschichte über meine Freundin soll aber auch
zeigen, dass es einem männlichen Partner bedarf, der ihr auch
gewachsen ist. Den hat sie Gott sei Dank gefunden.

Schlussfolgerung:
Je besser, sicherer und wohler sich eine Frau in Deiner Gegenwart
fühlt, um so eher hast Du sie auch „horizontal“; nutze dies nur
nicht aus und gaukle möglichst auch nichts vor. Männer können
und wollen sich nicht vorstellen, dass die Rache der verletzten und
enttäuschten, betrogenen und belogenen Frauen nicht im Nichts
verschwindet, die Rache der Amazonen, sie kommt, die der
Emanzen ist ja schon da.

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Männer, die sich einer Partnerin in irgendeiner Hinsicht unterlegen
fühlen, neigen oftmals dazu, eine Art verlogenes Doppelleben
aufzubauen, in einem Paralleluniversum der coole, tolle Typ zu
sein, da sie zu Hause zwar genug zu sagen hätten, aber nichts
Vernünftiges auf die Kette kriegen. Ihre geistige Kleinwüchsigkeit
veranlasst sie dann dazu, die Frau an den Punkten zu schwächen,
wo sie verletzlich ist, sie entweder in Sachen Vertrauen oder
Liebesfähigkeit zu erschüttern. Wohl hat sich noch kein Mann
damit Glück und Frieden erschaffen. Ob Ihr Männer hierin bitte
dazulernen würdet?

In der Konsequenz verliert Ihr. Männer, die starke Frauen


emotional und nervlich fast vernichtet haben, enden nicht selten in
Abhängigkeiten, die höchst ungesund sind. Insgeheim trauern sie
der verlorenen, tollen Ex hinterher, wollen sich das aber nicht
eingestehen und strafen die schnell wieder herangeschafften
neuen Lebensgefährtinnen mit Misstrauen und innerer Distanz.

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Taste 10:
Ein Antrag fürs ganze Leben – oder nicht?
Dass Scheidungen meist schmerzhaft sind und in vielerlei Hinsicht
einiges kosten, steht außer Frage. Daher sollte das Thema
Eheschließung niemals leichtfertig, aus äußeren Zwängen heraus
oder aufgrund von augenscheinlichen Abhängigkeiten
angegangen werden, wissen wir alle, aber die Realität läuft meist
anders.

Der Heiratsantrag – ein vermottetes Thema? Ist doch piepegal, ob


sie ihn oder er sie fragt, ob nebenbei beim Fernsehen oder
zumindest bei einem netten Essen im Lokal, oder?

Mitnichten, mitnichten. Das Glück des späteren Ehepaares ist


zwar gewiss nicht direkt von der Qualität des Antrags abhängig,
aber es macht schon etwas aus.

So ziemlich jedes Mädchen hat von klein auf davon geträumt,


wenn es einmal heiraten sollte, dass er, der Prinz, sie fragt und
zwar auf eine möglichst märchenhafte Art und Weise. Dann
wächst es auf in einer Gesellschaft, in der sich mehr und mehr zu
Tode emanzipiert wird. Es lernt, dass auch Männer sich freuen,
wenn Frauen die Initiative öfter mal übernehmen, warum nicht, ist
doch saubequem für den Mann und er holt sich keinen weiblichen
Korb ein.

Bitte, Herrschaften! Das Mädchen schmeißt mal eben so seinen


Traum von einer Verlobungszeremonie über Bord und lässt ihren
Angebeteten in einer Überraschungs-Talkshow antanzen, weil
man dort so tolle Kulissen bezahlt bekommt und der Alte
wahrscheinlich zu feige ist, vor halb Deutschland nein zu sagen.
Oder weil dies in ihren Augen ihre einzige Chance ist, ihn zu einer
Eheschließung zu bewegen? Welch hoch manipulative und wenig
intime Möglichkeit, pfui!

Sicher gibt es auch die Studentin, die es einfach mal mit ihm
ausdiskutiert, welche Vor- und Nachteile eine Ehe bringen könnte
und ob er sie heiraten würde. Und es gibt auch die Karrierefrau,
die einfach mal geschwind den männlichen Part übernimmt und
ihm feierlich einen Ring übersteckt, welch verkehrte Welt. Kann

79
klappen, hat aber bei all den Frauen, die ich kenne, einen
widerlichen Beigeschmack eines anderen, kalten Planeten.

Eine solche Frau unterschätzt, bei aller weiblichen Intuition, die


Frauen zugesprochen wird, heutzutage eventuell etwas voreilig, oft
auch seine Vorstellung, seinerseits die Frage aller Fragen an sie
zu richten. Kommt er damit nicht aus der Hüfte und reagiert auf
dreimalige Äußerung, wie schön das wäre, mit ihm verheiratet zu
sein, nach wie vor mit Vermeidung eines Antrags, kann sie ihn als
verantwortungsvollen und verlässlichen Ehemann sowieso
abhaken.

Frag Dich selbst, ob Du Dir das für Dich vorstellen könntest, dass
sie das Prozedere übernimmt und wie Du Dich dabei fühlen
würdest. Auch wenn es im ersten Augenblick angenehm und
belanglos erscheinen mag, wenn sie den Heiratsantrag statt Dir
macht, möchtest Du wirklich Dein Leben lang der Mann sein,
dessen Frau die für Euch wesentlichen Lebensentscheidungen
und Veränderungen übernimmt? Einer Frau, die um des Mannes
Hand anhält, ist in Sachen übertriebener Emanzipation fast alles
zuzutrauen – und das wird Dir vermutlich nicht immer sehr
angenehm sein.

Wie findest Du nun aber heraus, falls es Dir wirklich ernst mit der
Eheschließung mit Deiner absoluten Traumfrau sein sollte, ob sie
ja sagen würde? Bei einem aufregenden Antrag möchte sich Mann
schließlich als aller Letztes eine Absage einfangen. Dies sind ein
paar starke Hinweise:
• Sie erzählt Dir verzückt von Traumhochzeiten.
• Sie teilt Dir sämtliche Eheschließungen im Umkreis mit.
• Sie schwärmt, wie schön es wäre, Deine Frau zu werden.
• Sie schaut heimlich nach Hochzeitskleidern in Katalogen.
• Sie äußert, dass sie weit und breit die einzige wäre, die noch
nicht unter der Haube ist.
• Sie legt Dir unauffällig Magazine mit Steuervorteilen durch
Eheschließung hin.

Da dies kein Heiratsratgeber sein soll, wurde dieses Kapitel nur


ein kurzer Abriss; somit nur noch eine kleine Anekdote zum
Abschluss:

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Ich kannte da mal ...

... einen coolen Typen, der stand irgendwann nachts vor der Tür
einer Freundin, die beiden verstanden sich schon jahrelang sehr
gut und sie konnte bei keinem Menschen im Leben mehr lachen;
sein sarkastischer Humor war das Größte für sie.

Auf alle Fälle, in jener Nacht tauchte er mit abgerissenen


Sonnenblumen, einer Flasche Sekt und anderen netten
Mitbringseln, bei meiner Freundin auf. Sie verbrachten eine nette
Zeit und sie merkte nur, dass irgendetwas anders war. Er druckste
öfters mal herum, meinte, er hätte sich da was überlegt ..., lenkte
dann aber wieder ab, machte Scherze und stellte sich mehrfach
direkt vor sie und sah sie wortlos und grinsend an.

Meine Freundin, trotz studiert, begriff überhaupt nichts. Es


erschien ihr, kurz bevor er ging, als wenn er resigniert hatte, sich
selbst etwas peinlich fand.

Erst im Nachhinein fiel ihr ein, dass er ein T-Shirt trug von
Rammstein trug, auf dem „heirate mich“ aufgedruckt war.
Entweder befand sie sich in einem furchtbaren Irrtum – oder sie
hatte tatsächlich einen halbherzigen Antrag bekommen
(womöglich ist die Gruppe Rammstein auch eine Nummer zu
tough, ein T-Shirt von Pur oder Xavier Naidoo hätte es bei dieser
großen Schüchternheit auch getan ...).

Keiner von den beiden sprach jemals wieder über diese


merkwürdige Nacht ...

Zusammenfassung:
Ohne eine schriftliche Moralpredigt halten zu wollen, wir alle
wissen, dass ein Bund fürs Leben eine weitreichende
Entscheidung ist, die Verantwortungsbewusstsein und wahrhaftige
Liebesfähigkeit voraussetzt.

Dass eine Eheschließung also wohlüberlegt sein muss, steht


außer Frage, obwohl noch ausreichend Ehen aus einer Laune
heraus geschlossen werden.

Das Schlimmste ist, wenn Frau ihre Gebärmutter dazu benutzt,


ihm ein Kind anzuhängen, um ihn zu binden oder zu einer von ihr
sturweg erwünschten Hochzeit zu zwingen. Solch eine Frau bringt

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schon mal nicht die Basis der weiblichen Verantwortungs-
bereitschaft mit und gehört auch nicht geheiratet.

Heiraten zum Vatersein gezungene Männer solche Frauen,


können sie so ziemlich versichert sein, dass diese bei Problemen,
die sich aufgrund des Vertrauensbruchs fast todsicher einstellen,
wieder ebenso manipulieren und erneut das Kind als Druckmittel
benutzen werden.

Ein Kind braucht keinen Trauschein, sondern Vater und Mutter, die
das Wohl des Kindes als Priorität ansehen und auch danach
handeln.

Prüfe die Dame Deiner Wahl oder die Lebensgefährtin, die Dich
unbedingt ehelichen will, also genau. Hinterfrage ihre Motivationen
und Gefühle, besprich mit ihr, wie sie damit umgehen würde, sollte
die Ehe scheitern. Wie würde sie mit verletzten Gefühlen und Wut
umgehen, wenn man sich trennen müsste, wie würdest Du dann
vermutlich handeln?

Seid Ihr beide reif, durch dick und dünn zu gehen und Euch bei
einer eventuellen Scheidung einigermaßen vernünftig zu
verhalten? Erst wenn Euer beider Bauchgefühl wirklich grünes
Licht gibt, dann wagt es.

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Still-Taste:
Stell sie ruhig – aber mit Feingefühl
Vermutlich dürfte dies ein Thema sein, das viele Männer sehr
interessiert, wie man allzu viel plappernde Frauen ruhig stellt. Oder
auch, wie bekommt man einen Frauenmund dann zu, wenn es
einfach nicht angebracht oder passend ist, dass sie sich verbal in
ein Thema steigert, wenn der Mann geistig schon längst
abgeschaltet hat?

Zum Einen ist ein Mann von seiner Konstruktion her ja überhaupt
nicht in der Lage, einer Frau bis ins letzte Detail-Ästelchen zu
folgen oder über eine bestimmte Anzahl ankommende Wörter
aufzunehmen, zum Anderen kann der Mann auch mit diesem
Überschwang nicht viel anfangen.

Frauen sollten etwas darauf Rücksicht nehmen, dass die


Zweidrittel zu viel des Guten überflüssige Energieverschwendung
sind, so wie Männer sich ihrerseits nicht alles aus der Nase ziehen
lassen sollten.

Meine persönliche Erfahrung, wie viel Männer von sich geben, ist
allerdings eine andere. Ich habe mehr männliche Schwatzbasen
und überdimensional viel schwallende Profilneurotiker, die einem
gleich ganz wichtig die ganze Welt erklären wollen, erlebt, als mir
gut tat.

Was meine Verbalvielfalt betrifft, wäre ich ab und an ganz froh


gewesen, man(n) hätte mir eine Grenze gesetzt, so muss ich
leider zugeben, denn ich habe einen Haufen Kraft darauf
verschwendet, zu Zeitpunkten, als der Mann schon lange
abgeschaltet hat, noch Hundert weitere Argumente und
Meinungen anzubringen; dies hat für beide Seiten keinen Sinn
gemacht und nur zu Unmut und Überforderung geführt.

Was tun aber, wenn nun Frau redet und redet, belanglos oder
uninteressant oder diskutiert und in den unpassendsten
Augenblicken ihren Rand nicht halten kann?
Möchtest Du fern sehen, und zwar nicht als Lagerfeuerersatz fern
sehen, weil Dich eine Sportreportage, ein Krimi oder Sonstiges
wirklich interessiert, weise die Frau liebevoll darauf hin, dass Du

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nicht gleichzeitig die tolle Sendung und ihre Ausführungen
aufmerksam verfolgen kannst.

Hört die Frau nicht auf oder fängt nach kurzer Zeit wieder an, bitte
Sie etwas deutlicher, Dich nicht zu stören, sondern bis später zu
warten.
Ist auch dieser Versuch sinnlos, schalte kurz den Ton ab, wende
Dich der Quasselstrippe zu und bringe ihr konsequent rüber, dass
Du im Moment nicht bereit ist, ihr zuzuhören geschweige denn,
Dich mit ihr zu unterhalten, Du würdest sie bei ihren
Lieblingssendungen auch nicht stören. Frage sie, ob das so weit
klar ist und hole Dir ihre Zustimmung ab. Verweise erneut deutlich
auf später.

Das muss genügen, Frauen werden zahm, wenn der Mann ein
männlich sicheres Auftreten vorweist. Hat sie wirklich etwas auf
dem Herzen, vereinbare mit ihr eine beiderseits genehme
Gesprächszeit nach der Sendung.

Möchtest Du Sex haben und sie ist sich nicht ganz sicher, ob sie in
Stimmung ist oder nicht und erzählt Dir, was sie noch alles gerade
tun wollte und doch gerade so verschwitzt wäre und so weiter,
halte sie einfach sanft fest und lächle sie so lange an, bis sie kurz
still ist.

Mag sein, dass das noch nicht ausreicht und noch kein
umwerfender Ratschlag ist, trotz allem hilft festhalten und ihren
Blick fangen meistens.

Bist Du ein Meister dieser Lektion, ein Alpha-Tier mit richtig guten
Führungsqualitäten, dann bist Du in der Lage, ihr die Sprache zu
verschlagen. Frauen verschlägt es zwar selten die Sprache, aber
es ist möglich.

Tu etwas Unerwartetes, etwas, mit dem sie niemals gerechnet


hätte, verwirre sie mit einem Verhalten, dass sie so noch nicht von
Dir kannte. Überrasche sie, wir erinnern uns wieder daran, wie viel
Chancen Du hast, wenn sie durch Dich verwirrt ist, mit einer
großartigen Kleinigkeit, hau sie völlig von den Socken.

Dir hängt vielleicht ein leidiges Dauerthema zum Hals raus,


welches sie immer wieder anschneidet, das Dich Hölle nervt;
sicher kannst Du versuchen, ihr den Mund zu verbieten, viel Spaß

84
dabei. Du kannst besser diplomatisch darum bitten, dass sie Dich
nicht länger damit plagt; wie wir aber bereits wissen, kann eine
Frau ein Thema nicht ad acta legen, solange keine Lösung da ist,
mit der sie ruhig schlafen kann. Einer aufgebrachten Frau das
Wort zu nehmen, ist eh ein nahezu hoffnungsloses Unterfangen,
das hast Du eventuell schon erfahren müssen.

Also musst Du Dir in der Zeit, in der Du noch nach der


bestmöglichen Alternative suchst, etwas einfallen lassen. Wieder
Du, Männer müssen sich eben ständig was überlegen, man sollte
dabei aber nicht vergessen, was Frau sich täglich überlegt, um
den Mann bei Laune zu halten. Was sie anziehen soll, ob sie sich
eine neue Frisur mit einer neuen Farbe machen lassen soll, wie
sie noch attraktiver und anziehender auf ihn wirken würde, was sie
ihm kochen mag, wie sie ihn noch raffinierter zu verführen in der
Lage wäre , wie sie die Bude dekorieren soll und so weiter, geht es
ständig in ihrem Kopf vonstatten.

Was fegt bei einer Frau also den Impuls, weiterzureden ohne Luft
zu holen, zumindest für eine gewisse Weile weg? Zum Beispiel
dies:
• Eine spontane Liebeserklärung in einer alltäglichen
Umgebung.
• Ein leidenschaftliches Kompliment, ohne sie körperlich
anzugraben.
• Ein Gutschein aus Deiner Hemdtasche für einen von ihr lang
gehegten Wunsch, ohne viel Worte darum zu machen.
• Sie an der Hand zu nehmen, mit ihr an den Kleiderschrank
zu gehen, ein schönes Kleider herauszunehmen, ihr zu
bedeuten, sich umzuziehen mit einem viel versprechenden
Blick und einem Fingerzeig auf die Uhr. Im Bad hast Du
einen Zettel an den Spiegel geklebt, auf dem zu lesen ist,
dass in zehn Minuten Abfahrt ist, sie soll sich überraschen
lassen ...
• Eine süße Leckerei aus einer Chocolaterie, die Du ihr
zwischen Tür und Angel mit einem liebevollen Kuss auf den
Mund zusteckst, um dann im Büro oder im Keller zu
verschwinden.
• Ein Erfolgsbericht, zum Beispiel eine schriftliche
Gehaltserhöhung, einen Verdienstscheck, eine Gratifikation,
von dem Du ihr vorher absichtlich nichts erzählt hast.

85
• Eine Aufforderung zu einem kleinen Tänzchen, ziehe sie
vom Bügelbrett weg oder aus der Küche, schalte eine
vorbereitete CD mit Schmusemusik ein, zieh sie ganz nah an
Dich heran und wiege Dich mit ihr sanft zum Rhythmus, am
besten mitten am helllichten Tag (abends kann ja jeder).
• Wecke sie morgens nach einem Streit am Vorabend zärtlich,
streif ihr den Bademantel über und führ sie zum
Frühstückstisch mit Dekoherzchen, Sternchen, Blumen oder
Wunderkerze und bitte sie um Verzeihung (Frühstück ans
Bett bringen ist nett, aber gewöhnlich).
• Ein selbstsicherer Strip mit guter Körperbeherrschung, am
besten gut und oft heimlich geübt ( ... solltest Du kein
Naturtalent sein, sonst zu peinlich).
• Entführe sie nachts, wenn ihr mitten am Diskutieren seid und
nicht weiterkommt, zu einer mittelalterlichen Burg oder einem
Schloss. Zieh ein für Notfälle abgeschriebenes oder
selbstentwickeltes Gedicht über die Kraft der alles
überdauernden Liebe aus der Tasche und trag es ihr
ritterlich und heldenhaft auf Knien vor. Versprich ihr, für das
Diskussionsthema eine baldige Lösung zu finden, sag ihr
aber auch deutlich, was Du von ihr erwartest; dies dürfte
keiner weiteren Worte von ihr bedürfen, wenn Du ihr zum
Abschluss den Finger sanft auf den Mund legst und das
Thema auf ein anderes Mal verlegst. Erzähle ihr zur
Ablenkung, Du seiest der verstoßene Sohn des Burgherren,
Du hättest sie sehen müssen und dankst ihr, dass sie sich zu
später Nachtstunde herausgeschlichen hätte. Küss sie
einfach, bis sie nicht mehr reden kann ...

86
Unterkapitel Mono/Stereo-Taste:
Störung? Wann Monolog, wann Dialog im
Geschlechterkampf angesagt ist oder wer sich wann
durchsetzen sollte

Was Redseligkeit und ein sehr großes Mitteilungsbedürfnis von


Frauen betrifft, bin ich der Ansicht, dass Frauen nur dann
unverhältnismäßig viel reden, wenn sie sich nicht sicher fühlen
oder euphorisch sind.
Das Zweite stört nicht groß, da Frauen auch nicht hysterisch
werden, wenn man(n) nicht jedes Wort ihrer Begeisterung
mitbekommen hat. Sie sind ja dann guter Laune, wollen dies
einfach nur ausdrücken und es reicht aus, wenn der Mann ab und
zu zustimmende Laute von sich gibt.

Drücken Frauen Unmut, bedingt durch emotionale oder sonstige


Belastung, aus, sollte der Mann versuchen, die Essenz aus dem
Inhalt zu fischen und auch der Frau die Grenze setzen, wenn er
keine Aufnahmefähigkeit mehr übrig hat. Vorschläge seinerseits,
zu einem anderen Zeitpunkt das Thema wiederaufzunehmen, sich
so lange eine Lösung zu überlegen oder einfach die Angelegenheit
für sich zu überdenken, kommen garantiert besser an, als
Unaufmerksamkeit.

Eine Frau merkt schnell, wenn der Mann halbherzig ausdrückt,


dass sie doch weiterreden soll, während er in Wirklichkeit innerlich
auf einem ganz anderen Planeten ist, wenn er insgeheim denkt,
dass sie sich schon wieder beruhigen wird.

Es ist leicht zu unterscheiden, wann Frau reden muss und das


Thema nach einer Lösung verlangt und wann es unsinnig, zu viel
und unnötig wird.

Frau muss reden und vernünftige Lösungsvorschläge als Antwort


bekommen, wenn
• die Existenz bedroht ist,
• sie sich emotional oder psychisch unwohl fühlt,
• wenn sie sich Sorge um Gesundheitsfragen macht,
• sie sich ungeliebt, missachtet oder vernachlässigt fühlt,
• sie sich „frauentypische“ Sorgen macht, die der Mann gerne
herunterredet,

87
• das Weiterbestehen des sozialen, familiären, häuslichen,
beziehungsbedingten Gefüges in Gefahr ist,
• eine Einwirkung von Außen ihrer Meinung nach schon bald
das Gleichgewicht des Zusammenlebens stören könnte,
• sie in ihrer Lebensqualität und stark in ihrer inneren Balance
beeinträchtigt ist,
• sie ernsthaftes Misstrauen in ihn hegt,
• sie Hilfe von Mannesseite sucht und benötigt.

Frau kann sich kurz ausquatschen, nachdem sich der Mann vom
Beutefang erholt hat, aber den Rest an Freundinnen richten, wenn
• sie die runtergesetzten Schuhe nicht mehr bekommen hat,
• Lebensmittelangebote in Anzeigenblatt stehen,
• sie hormonell aus dem Gleichgewicht ist,
• ihr Kleidungsstücke nicht mehr passen oder sie schon
wieder 3 Pfund zu- oder abgenommen hat,
• wie sie das Essen genau zubereitet hat,
• wie viel sie über den Tag geputzt und gewaschen hat,
• den neuesten Promiklatsch aus dem Mittagsmagazin,
• die Probleme aus Beziehungen Dritter,
• usw.

88
Ich kannte da mal ...

... ein Ehepaar, sie liebten sich über fünfzehn Jahre hinweg heiß
und innig, sie hatten ein Kind miteinander, die Krönung ihrer Liebe,
sie standen alle schweren Zeiten miteinander durch.

Dann veränderte sich der Mann durch neue berufliche


Perspektiven und verlor etwas die Bodenhaftung. Er ging nach
Geschäftsterminen mit Kollegen in schicke Kneipen, weil man dies
im Direktvertrieb so machte, genoss teuren Alkohol und ließ sich
feiern. Nach Hause kam er immer später, Gemecker anhören hatte
er seiner Ansicht nach nicht nötig. Schließlich verdiente er in
Haupt- und dem neuen Nebenjob sehr viel mehr. Da müsste es
ihm auch zustehen, nach Workshops und Kundenterminen noch
was trinken zu gehen.

Die Frau merkte natürlich intuitiv, dass hier Gefahr im Verzug war;
sie hatte gehört, dass sich auch leichtlebigere Damen von den
erfolgreichen Geschäftsmännern aushalten ließen und sich nicht
gerade zickig anstellten, als Dank körperliche Freuden zu
spenden.

Die Ehefrau flehte und bettelte, wollte reden und diskutieren,


wissen, wann, mit wem er sich wie lange getroffen hatte, konnte
schlecht glauben, dass die nächtlichen Zeiten, zu denen ihr werter
Gatte immer öfter heimkam, noch irgendetwas mit Geschäftlichem
zu tun haben sollten.

Ihr Mann war es leid, Rechenschaft ablegen zu müssen und so


stritten sie immer wieder lautstark, bis er in den Keller zog, die
Türe hinter sich abschloss und wenn das auch nichts nützte und
die Frau klopfte und um Gespräche bettelte, verzog er sich genervt
durch die Hintertür.

Das Ende vom Lied war eine schmerzhafte Scheidung; bis heute
ist ungeklärt, ob sich die Angst der Frau, er habe eine Geliebte,
bestätigt hat und er schon längst eine andere hatte, oder ob ihn
die Streitereien und die zu dem Zeitpunkt unvermeidliche
Trennung erst in die Arme einer Neuen getrieben hatten.

So kann man zusammenfassen, dass hier weder die Ehefrau noch


der Ehemann besonders intelligent vorgegangen sind und am
Ende alles verloren haben. Dies als Warnung, wenn Männer vor

89
Gesprächen flüchten und nicht motiviert sind, ihre Frau aufrichtig
und wirkungsvoll zu beruhigen oder über veränderte Gefühle zu
reden.

Der Vorschlag einer Auszeit, das Wahrnehmen ihrer


Befürchtungen und das Entgegenbringen von mehr Vertrauen
hätte hier vielleicht das Schlimmste verhindern können.

90
Videotext-Taste:
Die Mücke an der Wand –
Erkennen des echten Themas
Kommen Dir folgende Aussagen von Frauen bekannt vor?
- „Du verstehst mich ja sowieso nicht.“
- „Dir ist ja alles egal, erst recht wie ich mich fühle.“
- „Da kann ich ja sowieso nicht auf Dich zählen.“
- „Da haben wir es ja wieder ...“
- „Es bringt ja sowieso nichts, mit Dir darüber zu reden.“
- „Das ist wieder typisch für Dich!“
- „Ich werde demnächst auch nichts mehr für Dich tun.“
- „Du willst es ja sowieso nicht wissen.“
- „Du interessierst Dich ja eh nur für Deinen Sport.“
- „Ich kann Dir ja sowieso nichts recht machen.“
- „Du wirst schon sehen, was Du davon hast.“
- „Könntest Du mir nicht wenigstens einmal helfen?“
- „Bei Dir ist doch Hopfen und Malz verloren.“
- „Ich erkläre Dir gar nichts mehr, Du weißt genau, um was es mir
geht.“

Solche schnippischen Sätze, gepaart mit verkniffenem Mund,


zickigem Gesichtsausdruck und einer schneidend scharfen
Stimme sowie einem giftigen, vernichtenden Seitenblick, sind ein
untrügliches Zeichen dafür, das etwas im Busch ist.

Du fragst Dich, männermäßig eben, ob sie am prämenstruellen


Syndrom leidet, eine anderweitige Hormonstörung hat, ihr die
Suppe übergekocht ist oder sie die runtergesetzten Schuhe in der
Stadt nicht bekommen hat. Du bist Dir keiner Schuld bewusst und
sie nörgelt und nörgelt, ohne auf den Punkt zu kommen.

Hier handelt es sich um das berühmt-berüchtigte „Mücke-an-der-


Wand- Syndrom“, einem unschönen und beziehungsbelastenden
Umstand, der kaum eine Beziehung verschont.

Was meint sie denn nun genau? Was hat sie? Warum ist sie
genervt, weshalb sauer auf Dich?

Du merkst, dass sie es zwar genießt, wenn Du sie fragst, was sie
hat, aber eigentlich wird sie in Folge noch säuerlicher, weil sie der

91
Ansicht ist, dass Du genau im Bilde sein müsstest, was sie so
stört.

Männertypische und emotionskalte Fragen zu stellen, ob sie


vielleicht ihre Tage hätte oder was ihr für eine Laus über die Leber
gelaufen wäre, verschärfen die Lage nur noch, so viel müsste klar
sein. Mag ja sein, dass sie Migräne hat oder ein Eisprung ihr die
Hormone durchgebeutelt hat, gerade dann ist jedoch Sensibilität
und Einfühlungsvermögen gefragt. Sollte sie aber eine Überdosis
dessen von Dir verlangen, kannst Du ihr geradeheraus
rüberbringen, dass Du dazu weder bereit noch sie berechtigt ist,
dies von Dir zu verlangen.

Dauergenörgel und Gezeter mit absolutären Aussagen, die sie Dir


hinwirft sind zwar unangenehm, aber eigentlich Zeichen für
Missmut, Unsicherheit, Zorn und Enttäuschung ihrerseits. Es lohnt
sich durchaus, versuchen zu erfahren, was mit ihr los ist,
allerdings ist hier eine gewisse Raffinesse Deinerseits gefragt
Bequemes und feiges rhetorisches Ausfragen ist weder fair noch
konstruktiv, wenn Du insgeheim genau im Bilde bist, was
vorgefallen ist.

Ein Gegenangriff auf ihre miese Stimmung dürfte auch


kontraproduktiv sein, wem bringt es was, wenn Du sie anherrscht,
wenn sie sich sowieso schon auf dem Nullpunkt des weiblichen
Stimmungsbarometers befindet?

Es kann aber nicht sein, dass sie Dich, der ernsthaft daran
interessiert ist, was zu tun ist, damit es ihr wieder besser geht, in
ein destruktives Dauerratequiz schickt.

Dass Frauen sich nicht eindeutig ausdrücken können, ist ein


Gerücht; dass sie sich häufig nicht plausibel und schlüssig
mitteilen, ist leider eine Tatsache.

Frau wünscht sich, dass Mann zwischen ihren Zeilen lesen kann,
Mann kann es aber nicht und deshalb will er es auch nicht, da er
damit überfordert ist. Selbst Schwule, die oft „besten Freundinnen“
der Frauen, können es trotz aller vorhandenen weiblichen Anteile
nur bedingt; Männergehirn bleibt eben Männergehirn.

92
Aus diesem Grund sollte und kann ein Mann auch von der
Partnerin verlangen, dass sie sich ihm gegenüber klar ausdrückt,
wenn sie etwas von ihm will oder nach Veränderung strebt.

Selbstverständlich ist ein Paar, dass sich lange genug kennt, in


der Lage, eine gewisse Missstimmung beim jeweils Anderen
wahrzunehmen, wenn er nur ironisch, zynisch oder sarkastisch
antwortet oder kurz angebunden ist. Das ist auch keine Kunst, es
bleibt aber anstrengend und wenig förderlich, wenn die Frau dem
Mann Rätsel aufgibt. Im Nachhinein regt sie sich dann noch
künstlich auf, wenn er es falsch aufgefasst oder den Inhalt falsch
verstanden hat.

Wirklich lösungsorientierte, dynamische Männer kann es schlicht


wahnsinnig machen, wenn sie endlich mal reden und deutlich
werden soll, damit er begreifen kann, sie jedoch nur einsilbig und
schnippisch reagiert. Das hilft niemand und liefert nur Stoff für
neuen Unmut.

Sicher kennst Du das Unbehagen, wenn Du schon Beziehungen


geführt hast, des Rätselns ohne Ende über das Problem der Frau.
Du hast Dich dämlich gegrübelt, was die Frau denn wirklich gestört
hat, während sie beharrlich der Meinung war, dass die Problematik
ja wohl offensichtlich wäre – wenn Du Dich nur etwas mehr
angestrengt hättest?!

93
Ich kannte da mal ...

... ein ungewöhnliches Paar, das schon sehr lange zusammen ist,
sie teilen Gemeinsamkeiten und Hobbys, die sich ideal ergänzen.

Er arbeitet viel und sie benötigt viel Zeit für sich selbst, kann
niemanden permanent um sich herum haben.
Sie gehört aus ihren Erfahrungen heraus zu der Zunft der extrem
temperamentvollen, heißblütigen und leicht erhitzbaren Gemüter.
Er ist nicht der Typ für tiefschürfende Diskussionen über psycho-
emotionale Zustände und sie bekommt trotz aller gespielten
Gleichgültigkeit ab und an Zweifel, ob es mit ihnen so wirklich auf
Dauer gut weiter funktionieren kann. Das äußerte sich des öfteren
darin, dass sie heftige Ausraster bekam, bei dem auch nicht
generell alles Inventar verschont und heil blieb; er war ihrer
Tobsucht und ihrem stetig wachsenden Zorn ausgeliefert und
wusste sich nur zu helfen, indem er sie festhielt, um den Schaden
zu begrenzen.

Trotz vermehrten Fragens, was sie denn genau hätte, spie sie nur
verächtliche und sarkastische Anfeindungen aus, woraus Frauen
durchaus eine gewisse Enttäuschung und Kapitulation lesen
könnten, ein Mann in dem erregten Zustand jedoch weniger.

Dieses Extrem machte ihm sehr zu schaffen und er konnte es nur


konsequent wie ein Mann unterbinden, indem er ihr ganz
unmissverständlich klar machte, dass es vorbei wäre und sie sich
eine neue Bleibe suchen könnte, sollte sie auch nur noch einmal
so toben.

Wer hätte es gedacht, dies hat zwar noch nicht dazu geführt, dass
die Themen, welche das Mädchen beschäftigten und
verunsicherten, aus der Welt sind, aber es riss sich seitdem
zusammen und hatte noch mehr Respekt vor ihm. Einen
Rausschmiss und das Ende der Beziehung wollte sie nicht
riskieren.

Mittlerweile haben sie sich geeinigt, zu einem passenden Zeitpunkt


die Themen nach und nach ohne viel Aufhebens darum zu
machen, zu besprechen und anzugehen.

94
Wie kannst Du also nun herausfinden, aus was die Mücke an der
Wand wirklich besteht, trotzdem Mutter Natur Dich nicht wirklich
mit dieser Gabe gesegnet hat?

Hier folgt das Patentrezept:


Gib ihr stets maximal drei Möglichkeiten und Chancen, da Du
keinen Bock auf sinnlose Spielchen hast. Sie soll sich sachlich
sowie klipp und klar ausdrücken, Du würdest dann versuchen, sie
zu verstehen.

Geschickt vorzugehen, um hier hinter die maulige Fassade zu


schauen, soll heißen, dass Du diplomatisch, vorsichtig und sanft
einsteigst, nach ihren Gefühlen fragst und konzentrierte
Aufnahmebereitschaft zeigst. Wenn Du nach Hause kommst und
erst mal kurz Zeit und Ruhe für Dich benötigst, um abzuschalten,
streichele ihr kurz über den Kopf und ignoriere, wenn sie sich
entzieht.
Sag ihr, dass Du gleich für sie da bist, wenn Du den Kopf etwas
freier hast, dies sei nötig, um sie nicht noch mehr zu erzürnen.

Erbitte Dir kurze Erholungszeit und zieh Dich zurück. Überlege in


Ruhe, ob Du wirklich Bockmist gebaut hast, erneut etwas
vergessen hast, auf dessen Erledigung sie schon lange wartet
oder Sonstiges. Kommst Du beim besten Willen nicht drauf, steh
auch dazu, dass Du Dir ernsthaft Gedanken gemacht hast, aber es
Dir nicht einfällt.

Gib der Frau also zu verstehen, dass sie drei Minuten Zeit hätte
und drei Sätze, das wahre Thema hervorzubringen, alles andere
wäre Zeitverschwendung und es ginge damit weder ihr noch Dir
besser.

Sie kann sich auslassen, was ihr an dem Tag alles stinkt und was
ihr schon länger auf den Zeiger geht, aber sie muss Butter bei die
Fische tun, wie man so schön sagt.

Ist sie dazu nicht in der Lage oder nicht bereit, zickt sie weiter und
stellt Dir nur dämliche Gegenfragen, dann ergreife die Initiative
männlich konsequent.

Teile ihr mit, dass Du das Zimmer verlassen wirst und nicht bereit
bist, auf dieser Ebene weiterzumachen und erst wieder auf sie

95
eingehen wirst, wenn sie Dir einigermaßen sachlich und vernünftig
ihr Problem schildert. Basta!

Wenn sie meint, ausflippen zu müssen, hysterisch zu werden oder


gar Dinge zu werfen, weil Frauen es generell hassen, mit ihrer
miesen Stimmung allein gelassen zu werden, lass sie gewähren.
Zeige Größe, Autorität und Souveränität, so gut Du kannst, indem
Du ihr sagst, dass Du gerne für die Lösung des Problems sorgen
würdest und auch bereit bist, ihre Gefühlslage zu verstehen und zu
verbessern, soweit es Dir möglich ist. Sie solle sich aber erst
beruhigen, da das Gespräch sonst wenig Sinn machen würde.

Sie wird in Kürze angedackelt kommen und zerknirscht wie ein


kleines Mädchen vortragen, was sie beschäftigt. Ereifert sie sich
dann immer noch oder steigert sich erneut in die Sache hinein,
mach keine Witze, werte nicht ihre Emotionen ab und verdrehe
nicht ihre Aussagen, wenn sie, gefühlsmäßig so angestachelt,
etwas zusammenhanglos daher stammelt.

Hat dies so gut funktioniert, wird sie von selber einsehen, dass ihre
Zickerei und Gifterei bei Dir nicht auf fruchtbaren Boden stoßen.
Hat sie das bei Deinem Vorgänger so treiben können, bis sie den
furchtsamen Lurch unter dem Teppich hatte und hernach
triumphierte, heißt das noch lange nicht, dass Du das mit Dir
machen lässt, klar soweit?

Frag sie zukünftig, wenn sie sich wieder wie ein bissiges Orakel
ausdrückt, gleich liebevoll, was das denn nun zwischen den Zeilen
heißen würde, Du seiest doch nur ein Mann mit weit weniger
Verbindungen zwischen den Gehirnhälften; das könnte ihr in
Zukunft ein Lächeln abringen und alles ist schnell wieder gut.

96
Rote Aus-Taste:
Die fatalsten und häufigsten
Männer-Fehler
In diesem Kurzkapitel soll das, was Du als Mann am wenigsten
gerne hören beziehungsweise lesen möchtest, aber wissen
solltest, komprimiert aufgelistet werden. Männer erhalten nicht
gerne Kritik – erst recht nicht von Frauen, Frauen kritisieren aber
chronisch, zumindest die meisten und nur selten ganz
unbegründet.

Da aber kaum jemand gerne Geld für ein Buch ausgibt, in


welchem ihm auf den Schlips getreten wird, halte ich mich kurz
und beschreibe nur die krassesten und vernichtendsten Dont´s,
wie man das heute so schön nennt.

Auch wenn viel davon funktioniert und milliardenfach ungerührt


angewendet wird, bitte nicht vergessen, dass Frauen recht schnell
hinter die Dinge schauen, dann könnte es peinlich, brenzlig und
gefährlich werden:
• Lügen aus Feigheit, Lügen aus Bequemlichkeit, Lügen
überhaupt
• Profilneurose, Wichtigtuerei und Angeberei, wenn nichts
dahinter steckt
• Nicht ernst gemeinte Komplimente
• Zu viel Versprechungen, die MANN nie halten kann
• Angrabscherei und plumpe Anmachen
• Schleimiges Gesülze, nur um eine Frau ins Bett zu kriegen
• Prahlerei mit Reichtum und Status, der nicht vorhanden ist
• Behauptungen, Frauen aus dem Eff-eff zu kennen und nichts
mehr dazu lernen zu müssen
• Herabwürdigung von weiblichen Emotionen und
Stressfaktoren
• Betrügen und Vortäuschen falscher Tatsachen in sämtlichen
Hinsichten
• Stammtisch-Prahlerei mit nie stattgefunden Bettgeschichten
unter Namensnennung der Frau oder Fingerzeig auf sie
• Heimliches Doppelleben
• Die Einbildung, einer Frau in allem überlegen zu sein
• Das Ausnutzen einer aufrichtig liebenden Frau

97
• Das Sitzenlassen einer Frau, die man bewusst oder durch
Unfähigkeit in den seelischen, gesundheitlichen oder
finanziellen Ruin gestürzt hat
• Das Vertrauen darauf, Frauen würden Affären nicht früher
oder später aufdecken
• Schwindeln über Arbeitsplatzverlust, gesundheitliche
Probleme oder veränderte Gefühle gegenüber der Frau
• Großkotzigkeit, Großspurigkeit und übersteigerte
Selbstgerechtigkeit
• Kommunikationsverweigerung
• Konsequente Lösungsvermeidung
• Vormachen, man wolle mit der Frau eine Familie gründen,
wenn MANN gar keine Pläne hat, eigene Kinder haben zu
wollen
• Unakzeptable Rausschiebereien, Unverbindlichkeit und
Vertröstungen
• Verantwortungslosigkeit
• Die Frau da, wo sie Recht hat, an den empfindlichsten
emotionalen oder nervlichen Punkten zu schwächen
• Ein Frauenherz zu brechen
• Feigheit, Bequemlichkeit und Apathie, wenn Tatkraft und Mut
gefragt wären
• Unehrlichkeit, sich selbst gegenüber und maßlose
Selbstüberschätzung

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Die zehn Gebote
zum richtigen Umgang mit der Frau
Nachdem im vorhergehenden Kapitel aufgeführt war, was man
besser lassen sollte, auch wenn das Vermeiden von Fehlern nicht
das allein seligmachende Non-plus-Ultra darstellt, nun noch die so
genannten Do´s.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, hier noch die
zehn Gebote, die es – zumindest meiner Überzeugung nach –
unbedingt einzuhalten gilt.

1. Respektiere und achte das Wesen, das Herz und die Seele
der Frau, vertrau ihrer Intuition und ihrer Weisheit.
2. Gehe gut und fürsorglich mit ihren Stärken, Schwächen und
Fähigkeiten um.
3. Zeige stets Mut, Tapferkeit, Konsequenz und Tatkraft, so gut
es geht.
4. Sei verlässlich und verbindlich gegenüber Frauen.
5. Beweise Edelmut, Souveränität, männliche Größe und
Kampfgeist.
6. Sei großzügig gegenüber Frauen.
7. Beschütze, sichere und versorge Deine Partnerin.
8. Setze notwendige Grenzen.
9. Sieh zu, dass Deine Handlungen, die Euch beide betreffen,
Sinn machen.
10. Halte alles von der Frau fern, was sie sorgt, belastet
und bedrückt.

99
Nachwort
Zum Abschluss kann ich Dir nur von Herzen wünschen, dass alles
gut wird, was Deine Berührungen von und Deine Beziehungen mit
Frauen betrifft.
Ich hoffe inständig, ich konnte Dir einige Geheimnisse, die Dir
bislang verborgen waren, entschlüsseln und Dir wirklich gute
Ratschläge mit auf den Weg geben, die Dich einerseits etwas
näher zu Deinem Naturell bringen konnten und Dir andererseits
den Umgang mit Frauen erleichtern werden.

Nachdem mir nach dieser Veröffentlichung möglicherweise


Extrem-Feministinnen und stark behaarte Emanzen Gift und Galle
hinterher schleudern wollen, wünsche ich mir trotzdem, dass auch
die lesende Frauenzunft etwas dazu lernen konnte und bereit ist,
den Background meiner Ausführungen richtig zu verstehen.

Über Kritik und positives Feedback freue ich mich gleichermaßen


und stehe für Inhalt und Form meiner Niederschrift durchaus ein.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du Dir meine Ausführungen zu


Herzen nimmst und Dir vieles noch mal durch den Kopf gehen
lässt, abwägst, was es mit Dir zu tun haben könnte und was Dir
stimmig erscheint.

Einen gewissen Umdenkprozess dahingehend angeregt zu haben,


was uns trotz der Moderne untrennbar mit den Urrollen von Mann
und Frau verbindet, wäre das Größte für mich.

Es bleibt also spannend, abzuwarten, wie sich der


Geschlechterkampf weiter entwickelt, ob es irgendwann zu einem
guten Einvernehmen kommt, obwohl die Tendenzen eher
Düsteres prognostizieren.

Nun, da eine neue polarisierende Generation heranwächst,


können wir beobachten, wie die Nachwelt sich einigt oder eben
nicht. Die eine Hälfte der Jugendlichen engagiert sich wieder mehr
für Familie, Umwelt, bessere Politik, Zukunft und eine bessere
Welt; die andere Hälfte ist verbittert, demotiviert, perspektivlos und
neigt dazu, Party als Lebensprinzip zu sehen. Diese Entwicklung
läuft auch darauf hinaus, dass eher destruktiv und negativ

100
Ausgerichtete zunächst einmal weitaus egoistischer, emotional
gestörter und unverfrorener durchs Leben gehen werden.

Wenn die Menschheit mehr Bewusstheit darüber erlangen würde,


dass jeder Verletzung, jeder Schmerz, jede Enttäuschung, die wir
jemand anderem zufügen, irgendwo auch unser eigenes
Empfinden und unser Gleichgewicht stören, wäre schon viel
gewonnen.

Im drastischen Fortlauf kristallisiert sich bereits eine Tendenz


heraus, die uns alle in einen Alarmzustand versetzen sollte: Aus
schlechten Beziehungen ohne Respekt und Achtung, dafür aber
durchdrungen von Gleichgültigkeit und emotionalem
Fehlverhalten, entstehen Kinder, die von diesem negativen
Beispiel ihrer Eltern geprägt werden.

Sie erfahren eventuell noch destruktive Kritik oder gar Gewalt statt
Liebe und Bestätigung; daraufhin geraten sie oft in ein Umfeld,
welches aus scheinbaren Helden besteht, die ihre Freizeit damit
verbringen, Schaden anzurichten, bei anderen Menschen oder an
fremdem Eigentum.

Der Absturz in Kriminalität und Drogen führt auch unter


Umständen dazu, dass Tiere und später Menschen auf irgendeine
Art gequält werden. Diese Entwicklung beeinflusst unsere gesamte
Gesellschaft in einer besorgniserregenden Art und Weise.

Es mag manchen zu dramatisch, übertrieben oder allzu esoterisch


erscheinen, aber ich möchte mit Nachdruck zu bedenken geben,
dass das, was wir in die Welt einbringen, früher oder später zu uns
zurückkehrt! Davon bin ich überzeugt.

Schließlich bedrückt es uns tief innen doch alle, dass so viele


gefährliche Psychopathen, emotional oder geistig entgleiste und
gewaltbereite Menschen unter uns existieren.

Also sollte man gut mit Gott und der Welt, mit sich selbst und vor
allem auch mit anderen Erdenbewohnern umgehen, um sich
letztlich nicht selbst zu schaden. Nachfolgende Generationen
ahmen uns nach, wir geben also, ob wir wollen oder nicht, bereits
eine deutliche Richtung vor – durch unser Verhalten.

101
Es gibt ohne Zweifel ein sehr gutes Selbstwertgefühl, wenn man
fair, offensiv, aufrichtig und ehrlich durchs Leben geht. Es bleibt
mir bis heute unerschlossen, wie schwierig und unmöglich sich ein
Großteil der Leute ein authentisches Verhalten vorstellt und es aus
Feigheit nie versucht. Wenn diese Menschen wüssten, wie sehr
sie sich letztlich selber schaden und ihrem eigenen Glück damit im
Wege stehen, würden sie sicher mehr Bereitschaft aufbringen,
sich positiv zu verändern.

Fehler, Schwächen und unliebsame Eigenarten tragen wir alle in


uns, daher sollten wir das Augenmerk auf die individuellen
wunderbaren Seiten und Facetten des anderen Geschlechts
richten.

Die Verantwortung, wie wir in zwischenmenschlichen Beziehungen


miteinander umgehen, tragen wir also folglich alle und –
gravierende Fehler darin fallen letztlich auf uns zurück. So sollten
wir im eigenen Interesse sowie für das größere Ganze einen guten
Umgang untereinander pflegen.

Ich wünsche allen Lesern, Männern wie Frauen, von ganzem


Herzen alles Liebe und Gute, ganz nach der Premisse „back to the
roots – and enjoy your life“.

Eure Jutta Kramer

102
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