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Naturwissenschaften und Technik - Klassenstufe 9/10 GY

Planungsvariante für das Lehrplanmodul 2.3.5 – Das Fliegen

Ausganssituation
Lehrplanvorgabe:
„Der Lehrplan enthält insgesamt sechsundzwanzig Module, die inhaltlich vier Themenbereichen zugeordnet sind. Die Inhalte der einzelnen Module sind so
gewählt, dass eine möglichst große Bandbreite naturwissenschaftlicher Themen in den Klassenstufen 9/10 zur Auswahl steht. Jedes Modul ist im Umfang auf
etwa drei Monate orientiert. Für den zweijährigen Einsatz sind insgesamt sechs bis acht Module auszuwählen. Die Auswahl der Module erfolgt aus mindestens
zwei der vier Themenbereiche. Ein schulinternes Modul kann innerhalb der zwei Jahre integriert werden, sofern es sich thematisch und in Struktur und Diktion
an den Modulen des Lehrplans orientiert. Es ersetzt damit eines der zu wählenden Module.“
Lehrplan NWuT, Stand 18.09.2018, S. 7
Zeitbudget:
etwa 28 Unterrichtswochen pro Schuljahr mit jeweils 3 Std. (bei Gleichverteilung), für Doppeljahrgangsstufe 168 Std.
pro Modul bei 3-4 Modulen pro Jahr 21-28 Stunden
Planungsvariante

mögliche Lehrbücher: (1) Vom Fliegen (aus der Reihe "Naturwissenschaften - Biologie, Chemie, Physik") , CORNELSEN - Volk und Wissen Verlag
1998,Neubearbeitung 2007, ISBN 978-3-06-014578-2
(2) Flug und Fliegen (aus der Reihe "Technik für dich“ , CORNELSEN 1996, Nachdruck 2006, ISBN 3-464-07428-5
(3) Physik Sekundarstufe I, Volk und Wissen Verlag 1997 ISBN 3-06-020728-3 altes Gymnasiallehrbuch, nicht mehr im Angebot
Weitere Quellen:
- www.sg-freiburg.ch/geschichte/Th_Schmid_vogel...
- www.nawi5-6.ipn.uni-kiel.de/Unterrichtseinhei...
- http://www.luftfahrtwerkstatt.de/download.html
Std. Thema Hinweise zur inhaltlichen sowie didaktisch-methodischen Umsetzung
2.3 Themenbereich: Mobilität
2.3.5 Das Fliegen
Vorbemerkungen zum Begriff Fliegen:
„Fliegen bedeutet gemeinhin die Fortbewegung eines Lebewesens oder eines Luftfahrzeugs durch die Luft. Flugbewegungen werden in der Physik mit den
Gesetzen der Aerodynamik beschrieben. Umgangssprachlich wird auch das Schweben eines Körpers, der mit einem Gas geringerer Dichte als die umgebende
Luft gefüllt ist (Archimedisches Prinzip), als „Fliegen“ bezeichnet (z. B. das Ballonfliegen).
Der Lehrplan NWuT betrachtet den Begriff des Fliegens im engeren Sinne nur als Flug nach dem Prinzip schwerer als Luft. Außer dem Einstieg in das Thema
und den historischen Betrachtungen folgen die weiteren Ausführungen zur Stoffverteilung dieser Vorgabe.
Ferner wird auch die Fortbewegung durch Rückstoß (Rakete) sowie die Bewegung entlang einer ballistischen Bahn (Projektil, Satellit usw.) als „Fliegen“
bezeichnet.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegen_(Fortbewegung)

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6 1. Grundlagen des Fliegens


1.1 Aus der Geschichte Motivation für das Thema und Sicherung des Ausgangsniveaus:
Obwohl im Lehrplan kein expliziter Hinweis auf den statischen Auftrieb erfolgt, wird der Einstieg in das Thema
und die an historische Betrachtungen geknüpfte Motivation gezielt mit einer ausführlichen Wiederholung des
statischen Auftriebs verbunden. Diese Sicherung des Ausgangsniveaus erscheint beim besonders
anspruchsvollen Begriff des Auftriebs unerlässlich. Gleichzeitig dient sie der Abgrenzung zwischen den beiden
Flugprinzipien „leichter als Luft“ und „schwerer als Luft“.
 Das Fliegen als Menschheitstraum, die antike Sage von Dädalus und Ikarus, Vorschläge von Leonardo Da
Vinci
 Heißluftballon der Brüder Montgolfiere (1783), erster Ballon mit Wasserstoffgas von Charles (1783)
 Luftschiffe, Zeppeline (1900)
 Ausblick auf Otto Lilienthal (1891), Gebrüder Wright (1903), d. h. auf Segel- und Motorflugzeuge, sowie auf
Gleit- und Fallschirme und Hubschrauber
 Hugo Junkers erstes Ganzmetallflugzeug (1915)
 Flugprinzip leichter als Luft oder schwerer als Luft
Hinweise: Literatur (2), Seiten 7 bis 9; Literatur (1), Seite 7; Palmengarten Sonderheft: „Alles was fliegt“, Seiten
5 bis 16,
Rechercheaufträge im Vorfeld mit der oben angegebenen Literatur oder Suche im Internet, Videosequenzen mit
„lustigen“ Flugversuchen, Videoausschnitte „Der Traum vom Fliegen“, Modell eines Heißluftballons oder eines
mit Heliumgas gefüllten Ballons, Selbstbau Fallschirme, Literatur (2), Seiten 19 bis 20
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1.2 Der statische Auftrieb Wiederholung und Übung:
 Begriff des statischen Auftriebs und der Auftriebskraft, Archimedisches Prinzip, Messen von
Auftriebskräften
 Phänomene Sinken, Steigen, Schweben (und Schwimmen) bei Flüssigkeiten, Übertragung auf Gase (Luft)
 Luftdruck als Schweredruck
 Auftrieb warmer Luft in Kaltluft
 Berechnen der Nutzlast eines gasgefüllten Ballons
(Es besteht die Möglichkeit, die Wiederholungen unter intensiver Beteiligung der Schüler im Stationsbetrieb zu
gestalten.)
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Stationsbetrieb an drei Stationen:
Literatur: Klett Physik, Lernen an Stationen, schwimmen und fliegen (Stationen 5, 6 und 7)
 Station 1: Der Luftdruck: Vakuumpumpe, Magdeburger Halbkugeln, Luftpumpe, Waage, Becherglas mit

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Postkarte
 Station 2: Archimedes: Becherglas, Glaswanne, Federkraftmesser, verschiedene Körper, Gerät zum
Archimedischen Gesetz
 Station 3: Heißluftballon: Arbeit mit Lehrbuchtext, Kerzen, Alufolie, Müllbeutel, Teelichter
 Demonstrationsexperimente zum Heißluftballon: großer Müllbeutel, Gasbrenner, Solarballon bei
ausreichender Sonneneinstrahlung auf dem Schulhof
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Schülerexperimente:  Messen von Auftriebskräften in Wasser
 Untersuchen der Erscheinung des Schwebens im
Wasser
 Beobachten der Wirkungen der Auftriebskraft von
warmer Luft in kalter Luft
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1.3 Strömungslehre Vorleistungen für das Thema Fliegen nach dem Prinzip schwerer als Luft:
Vorleistungen zu allen nachfolgenden Themen resultieren fast ausschließlich aus dem Unterrichtsfach MNT der
Klassenstufen 5 und 6, speziell aus den dortigen Modulen 3 „Wirbeltiere“ und 6 „Bionik“. Dies gilt für die
Strömungslehre, für Vögel in ihrem Lebensraum und Anpassung der Vögel an das Fliegen, für Flugarten und
Flugformen.
Arbeit am neuen Stoff:
 Strömungen, Stromlinien, Stromlinienbilder, Strömungen als gerichtete Bewegungen von Flüssigkeiten
oder Gasen
 Betrachten von Strömungen, zunächst in Wasser
 Luftströmungen, Begriff statischer Druck
 laminare und turbulente Strömungen
 Bernoulli – Effekt
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Schülerexperimente: Beobachten der Wirkungen des Bernoulli-Effekts, z. B. beim
Luftstrom zwischen senkrechten Blättern
Hinweise: altes Wasserwellenprojektionsgerät (WSP), Strömungskanal, Schwefelpuder, Experimente in
strömender Luft, Fadensonde
Literatur (1), Seite 4; (3), Seite157, Experimente mit dem alten Luftstromerzeuger, Literatur (3), Seite 155,
Literatur: Physikalische Schulversuche, Band 3 bis 5, Seiten 249 bis 252, 261 bis 263
Dieser Band enthält eine Vielzahl von einfachen Experimenten zur Strömungslehre, zum dynamischen Auftrieb
und zum Flugzeug, auf die im Folgenden nicht immer explizit hingewiesen wird.

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4 1.4 Der dynamische Auftrieb Für die Erklärung des dynamischen Auftriebs an einem Tragflügel gibt es verschiedene Ansätze. Wir folgen in
der vorliegenden Planungsvariante dem Ansatz, der vom Vergleich der Strömungsgeschwindigkeiten ober- und
unterhalb der Tragfläche ausgeht und daraus Druckunterschiede und Kräfte ableitet. Es gibt durchaus auch
noch andere brauchbare Erklärungsmuster, z. B. über den Rückstoß oder die Wirbelbildung.
Arbeit am neuen Stoff:
 Begriff des dynamischen Auftriebs
 Tragflächenprofile in strömender Luft, Vorführung der qualitativen Wirkungen verschiedener Profile
 Messungen der dynamischen Auftriebskraft
 aerodynamisches Paradoxon
Alternativ kann die Erarbeitung des dynamischen Auftriebs auch im Stationsbetrieb erfolgen.
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Schülerexperimente: Beobachten der Wirkungen des dynamischen Auftriebs an luftumströmten Tragflächen
Hinweise: Luftstromerzeuger mir verstellbarer Geschwindigkeit, Tragflächenmodell, Waage, Fadensonde
Modifizierung der Station 8 aus Klett Physik, Lernen an Stationen, schwimmen und fliegen → Stationen 8a bis 8c
 Station A (strömende Luft): Luftstromerzeuger (Fön), Fadensonde, verschiedene Strömungskörper,
Trinkröhrchen
 Stadion B (aerodynamisches Paradoxon): Pappe, alte Postkarten, Tischtennisball, Trichter, Trinkröhrchen
 Station C (umströmter Tragflügel): Fön, Waage, Trinkröhrchen, Geldstück auf Styropor, Stecknadeln,
Tragflügelmodell mit Faden
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Arbeit am neuen Stoff:
1.5 Kräfte am Tragflügel
 Abhängigkeit der dynamischen Auftriebskraft vom Anstellwinkel
 Abhängigkeit der Strömungswiderstandskraft von der Körperform, der Oberflächenbeschaffenheit, der
Querschnittsfläche und der Strömungsgeschwindigkeit
 Übersicht zu den verschiedenen Körperformen und deren Strömungswiderstand
 Ursachen des Strömungswiderstandes, erwünschte und unerwünschte Wirbel
 Kräfte an einem Flugzeug (Gewichtskraft, dynamische Auftriebskraft, Vortriebskraft und
Luftwiderstandskraft)
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Kontrolle und Bewertung: z. B. Kurzkontrolle (schriftlich) und/oder Bewertung eines Protokolls
Hinweise:
 Messungen der Auftriebskraft: Drehmomentwaage oder Tafelwaage/ Briefwaage, Luftstromerzeuger,
Tragflächenprofile, verschiedene Strömungskörper

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 Wirbelbildung an umströmten Körpern: Luftstromerzeuger, Fadensonden, Tragflächenprofile


 virtueller Windkanal (Planet Schule: www.planet-schule.de/warum/fliegen/themenseit...)
 Messungen der Luftwiderstandskraft: Drehmomentwaage oder Tafelwaage/ Briefwaage,
Luftstromerzeuger, Tragflächenprofile, verschiedene Strömungskörper
2 2. Flugzeugtechnik
2.1 Die Hauptteile eines Flugzeugs Ein Flugzeug ist ein Luftfahrzeug, das schwerer als Luft ist und den zum Flug nötigen dynamischen Auftrieb mit
starren Tragflächen erzeugt.
Im rechtlichen Sprachgebrauch ist ein Flugzeug ein motorgetriebenes Luftfahrzeug schwerer als (die von ihm
verdrängte) Luft, das seinen Auftrieb durch unbewegliche Tragflächen erhält, allgemeinsprachlich
Motorflugzeug genannt. Wenn in einem Gesetzestext also von Flugzeugen die Rede ist, dann sind immer nur
Motorflugzeuge gemeint, nicht aber Segelflugzeuge, Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge. Letztere sind in
Deutschland eine Unterklasse der Luftsportgeräte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Flugzeug

Arbeit am neuen Stoff:


 Hauptbaugruppen sind das Flugwerk, das Triebwerk und die Ausrüstung
 Flugwerk besteht aus Tragwerk, Rumpfwerk, Leitwerk, Steuerwerk, Fahrwerk
 Untersuchungen zum Schwerpunkt eines Flugzeuges am Beispiel eines Papierfliegers
Schülerexperimente: Bau und Erprobung von verschiedenen Papierfliegermodellen
Hinweise:
 Modell oder Bilder eines Flugzeugs, Literatur (1), Seite 44 bis 46
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Schülervorträge:
 Papierflieger im Selbstbau: Papierflieger eignen sich sehr gut zur Demonstration von Flugbewegungen,
Bauanleitungen/Literatur:
 Literatur (2), Seite 33 bis 35
 Augustusverlag: Papierflieger, die wirklich fliegen
 Urania-Ravensburger: Papierflieger
 Palmengarten Sonderheft: Alles was fliegt
 aero-Verlag: Papierflieger (Das Heft enthält farbige Faltbögen von 10 Modellen zum Selbstbau.)

Hinweise Papierflieger:
Es gibt alljährlich weltweit viele Wettbewerbe zu Papierfliegern. Das sind nicht nur Kinderspielzeuge. Einer der

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ersten Sieger eines solchen Wettbewerbs in den USA war z. B. ein Direktor der Ford-Werke. Der erste historisch
belegte Papierflieger wurde vom Mathematiklehrer Zachariae in der Klosterschule Rossleben in Thüringen
gebaut. Im Jahr 1966 wurde von der Zeitschrift Scientific American der erste internationale Papierflug-
Wettbewerb ausgerichtet. Er hatte rund 12 000 Teilnehmer. Literatur: aero-Verlag: Papierflieger

2 2.2 Leitwerke und Triebwerke Arbeit am neuen Stoff:


 die Steuerung eines Flugzeugs über Längs-, Quer- und Hochachse
 Querruder, Höhenruder und Seitenruder und deren Einfluss auf die Flugbewegung (Flügelstellung und
Leitwerk sorgen dafür, dass ein Motorflugzeug in stabiler Fluglage geradeaus weiterfliegen kann.)
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 Demonstration mit Papierfliegern zum Einfluss der drei Leitwerke
 Aufbau und Funktion eines Triebwerks am Beispiel des Zweistrom-Turbinen-Luftstrahl-Triebwerks
 Literatur (2), Seite 36 bis 37
 Schülervortrag
 Literatur (1), Seite 47
 http://de.wikipedia.org/wiki/Flugzeug
 Literatur (2), Seite 75 bis 78

2 3. Analogien zur Tier- und Pflanzenwelt


3.1 Der Vogelflug als Vorbild für die ersten Wiederholung und Arbeit am neuen Stoff:
Flugpioniere  Betrachtungen zur Anpassung der Vögel an das Fliegen, z. B. Bauweise des Skeletts, widerstandsarme
Körperform, Lage des Körperschwerpunktes, Atmung
 Schwerpunkte der Betrachtung sind dabei das Gefieder und der Vogelflügel
 Vergleichen von Flügelprofilen
 die Flugtechnik der Vögel, Gleitflug, Segelflug (im Hangaufwind und in der Thermik), Schlagflug bzw.
Ruderflug, Rüttelflug, Sturzflug
 Otto Lilienthal und seine Untersuchungen zum Flügelprofil, die ersten Flugversuche Lilienthals,
Untersuchungen zum Vogelflug (Seine Analogiebetrachtungen führen ihn zum Bau des Normal-
Segelapparats. Er ist ein Gleitflieger mit festen Flügeln, bei dem der Auftrieb durch die Formgebung der
Flügel gesteigert wird.)
 Hängegleiter (Drachenflieger) als unmittelbarer Nachkomme der ersten Flugapparate
 Für die Analogiebetrachtungen ist das Vorhandensein einfacher Gleitflugmodelle (Pappflugzeuge)
besonders wichtig → Kauf im Flugmodellhandel (Wurfgleiter unter 20 €) oder Selbstbau

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 Literatur (1), Seiten 18 und 19


 Literatur (2), Seiten 38 bis 40 und 60 bis 61
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 Federn im Allgemeinen und Gänseflügel im Besonderen zur Demonstration/Betrachtung der Eigenschaften
(Beschaffung von Geflügelzüchtern, Brieftaubensportlern, Biologie Sammlung)
 Videos zum Vogelflug
 Demonstrationsexperimente zur Thermik

1 3.2 Vergleiche beim Gleitflug von Vögeln


und Flugzeugen Arbeit am neuen Stoff:
 aerodynamische Eigenschaften verschiedener Vogelarten
 Ableitung von Schlussfolgerungen über den Zusammenhang von Körperbau und Flugeigenschaften von
Vögeln
 Begriff der Gleitzahl, der Flächenbelastung und der Flügelstreckung
 Vergleichen des Gleitflugs von Vögeln und Flugzeugen
 Berechnung von Gleitzahlen für Vogelarten und Flugzeuge
Hinweise:
 Bilder und Tabellen mit einer Einteilung der Vögel
 Literatur (1), innere Umschlagseite
 Literatur (1), Seiten 58 bis 62, (Diese Quelle eignet sich auch für Kurzvorträge.)
 Anschauungsmittel aus der Biologiesammlung

3 3.3 Natürliche Drehflügler und


Hubschrauber  Erläuterungen zum Flug und den Flugformen von Pflanzenfrüchten und –samen, wobei die Flugobjekte
meist aus zwei Generationen (Mutterpflanze und Frucht/Samen) bestehen, Fachbegriff: Diasporen
 u. a. Flügelflieger, Schraubenflieger, Scheibenflieger, Schirmflieger, Federschweifflieger
 Beobachtung von Naturobjekten im Unterrichtsraum
 Überblick zu fliegenden Früchten und Samen, die sich als Drehflügler fortbewegen, Vorbilder für den Flug
von Hubschraubern
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Schülerexperimente: Bau und Erprobung von verschiedenen Drehflügelmodellen
 Hubschrauber als Fluggerät und dessen Nutzung, Vorzüge von Hubschraubern
Hinweise:

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langfristiger Auftrag, der sich vor allem für den Herbst und Winter eignet: Sammeln und erproben von
fliegenden Pflanzenfrüchten und –samen aus Wald und Feld, aus Gärten und Parkanlagen (auch als Projekt
geeignet)
 Literatur: Palmengarten Sonderheft: Alles was fliegt, Seiten 5 bis 16, Literatur (2), Seite 106
 Spielzeughubschrauber
 Selbstbau von Drehflügel-Modellen, Papier, Schere, Büroklammer
 Literatur (2), Seite 85, Literatur (1), Seite 57
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Möglichkeit der Vorführung ferngesteuerter Hubschraubermodelle
(Ist das Modul Fliegen fester Bestandteil von NWuT, lohnt sich die Anschaffung solcher Modelle. Es gibt sie
schon für 20 €.)
Literatur (1), Seiten 54 und 55

2 4. Der Flug von Insekten  Flügel, Flugmuskeln und Flugtechnik von Insekten
 Vorder- und Hinterflügel, Deckflügel als Tragflächen
 direkte und indirekte Flugmuskeln
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 Betrachtung ausgewählter Beispiele: Maikäfer, Stubenfliege, Hummel
 Flug mit entkoppelten Vorder- und Hinterflügeln (Käfer, Libellen) sowie mit gekoppelten Vorder- und
Hinterflügeln (Bienen, Hummeln)
Hinweise:
 Literatur (1), Seite 41
Rechercheaufträge mit bereitgestellter Literatur oder Suche im Internet → Schülervorträge, Projekt (z. B. „Der
Maikäfer“)
 Literatur: Palmengarten Sonderheft: Alles was fliegt, Seiten 48 bis 60

2 5. Leistungskontrolle, Exkursion Umweltaspekte des Fliegens


Kontrolle und Bewertung: Schriftliche Leistungskontrolle
Hinweise: Exkursion zu einem Flugplatz, Einladung von Segelfliegern, Fallschirmspringern

∑: 24

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