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Aus dem Nachlass

Beiläufiges. Zur Vorlesung über Grundfragen der antiken Philosophie ‹1947–1948›

(3) Was ist die Wiederbegegnung mit dem archaischen Denken? Ist dies eine „Wiederholung“, die wir noch leisten können? Aber stehen wir noch
in der „Erfahrung“ von „Einsheit von allem, was ist“? Der Anfang ist nicht abgetan. Nie wurde ursprünglicher gedacht als in der Morgenhelle der
Philosophie.
Wir können Kenntnis nehmen und nichts verstehen. Oder ist es eine Möglichkeit unseres Daseins, hinter den weltlichen Dingen noch
den Einheitsgrund zu denken, nicht im ziellosen unbestimmten dingsvollen Gefühle, aber im Denken ‹bricht ab›
Das Namenlose zu denken. Das Namenlose und ihm Raum zu geben.
Ontologie als die Bemühung, das Seiende in seinem Sein zu denken und zu entfalten und zuvor und ursprünglicher, das Sein in sich selbst zu
denken und das Namenlose, das keinen Namen braucht, weil es immer sich ins Werden wirft und immer scheint.