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Baustoffkreislauf

Betonrecycling

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Baustoffrecycling

• Notwendigkeit und Entwicklung des


Baustoffrecyclings
• Unterteilung der Baustoffabfälle
• Abbruchmaterial (was fällt an)
• Wiederverwendung von Beton
• Eigenschaften von recyklierter Gesteinskörnung
• Eigenschaften von Beton mit rezyklierter
Gesteinskörnung
• Anwendungsbeispiele

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

1
Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 3

2006
1975

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 4

Rohstoffe/Primärrohstoffe

Stoffe, die noch keine Bearbeitung erfahren haben.

Nachwachsende und nicht nachwachsende Rohstoffe


stehen sich gegenüber.

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

2
Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 5

Sekundärrohstoffe
Im Gegensatz zu ursprünglichen (Primär-) Rohstoffen durch
A f b it
Aufarbeitung von Rü
Rückständen,
k tä d Alt
Altstoffen
t ff oder
d Abfäll
Abfällen
bereitgestellter Rohstoff. Einteilung analog zu
Primärrohstoffen in mineralische und metallische Rohstoffe
und Energierohstoffe.

Abfall
Gemäß Kreislaufwirtschafts
Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW
(KrW-/AbfG)
/AbfG)
bewegliche Sachen, die in einem Anhang des Gesetzes
aufgeführt sind und deren sich ihr Besitzer entledigt
(faktischer Abfallbegriff), entledigen will (subjektiver
Abfallbegriff) oder entledigen muss (objektiver Abfallbegriff).

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Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 6

• Natürlicher Stoffhaushalt vollzieht


sich in Kreisläufen. Sie stellen das
St biltät i i d
Stabiltätsprinzip der N
Natur
t ddar.

• Chemische Elemente zirkulieren


in unterschiedlichen Bindungs-
formen zwischen den verschiede-
nen Reservoiren der Biosphäre,
der Hydrosphäre, der Atmosphäre,
der Lithosphäre
de t osp ä e uund
d de
der
Pedosphäre.

• So werden Stabilität gewährleistet


und Veränderungen über
längere Zeiträume ausgeglichen. Kreislauf der Gesteine

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Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 7

Populärstes Beispiel: 1015 g


C/Jahr
Kohlenstoffkreislauf
Quellen
Verbrennung fossiler 63
6,3
Energieträger
Waldrodung und 1,6
Landnutzung
Respiration 110
Summe 117,9
Senken
Atmosphärisches CO2- 3,2
R
Reservoir
i
Meerwasser 1,7
Photosynthese 111
Summe 115,9
Ungleichgewicht 2,0

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Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 8
Nachgewiesene Reichweiten von Roh-
Mineralische und materialien
Rohmaterial Statistische Reich-
metallische Rohstoffe weiten [Jahre]
Mineralische und metallische Rohstoffe
1. Zuschläge (Sand, Kies) Sehr groß
Beispiele für Reichweiten 2. Bauxit 220
3. Chrom 105
4. Ton Sehr groß
5. Kupfer 36
6. Gold 22
7. Gips Sehr groß
8. Eisen 119
9. Blei 20
10 Kalkstein
10. S
Sehr großß
11. Nickel 55
12. Perlite Sehr groß
13. Quarz Sehr groß
14. Schwefel 24
15. Zinn 28
16. Zink 21
Quelle: Ecology of Building Material, 1992-ISBN 0-7506-3394-8, nach
Crawson 1992: World Resource Institute, 1992
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

4
Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 9

Energierohstoffe

Beispiele für Reichweiten

Nachgewiesene Reichweiten an
Energierohstoffen
Rohmaterial Statistische Reich-
weite [Jahre]
Energierohstoffe
1. Kohle 390
2 Erdgas
2. 60
3. Öl 40
Quelle: Ecology of Building Material, 1992-ISBN 0-7506-3394-8,
nach Crawson 1992: World Resource Institute, 1992

Quelle:

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Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 10

Systematisierung von Kreisläufen nach dem Niveau

Up-Cycling Recycling
Up-Cycling, Recycling, Down-Cycling

• Up-Cycling: Altglas zu Leichter Gesteinskörnung


• Recycling: Altglas zu Behälterglas
• Down-Cycling: Altglas als Verfüllmaterial

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Entwicklung des Baustoffrecyclings

• Rückführung genutzter Bauprodukte und –


materialien in den Stoffkreislauf bei den meisten
erhaltenen Bauwerken von der Antike bis zum
Mittelalter nachweisbar
• Massenproduktion von Baustoffen infolge der
industriellen Revolution bewirkt Rückgang des
Baustoffrecyclings
• neuer Aufschwung des Recyclings verursacht
durch Anforderungen des Umweltschutze

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 12

Umfang und Niveau des Recyclings


hä t ab
hängt b vom VVerhältnis
hält i zwischen
i h
Bedarf und Aufkommen
• an Rohstoffen
• an Baustoffen
• an Transportkapazität
• an Deponieraum

Übersteigt der Bedarf das Aufkommen, wird Recycling zur


Notwendigkeit.

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6
Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 13

Historisches Recycling (1)

Seit der Antike wurden Metalle – hauptsächlich Edelmetalle – zu neuen Produkten


umgeschmolzen. Um das Jahr 600 vor Christus benutzten die Dorer, als sie die Insel
Kreta besetzten, Baumaterial aus Knossos, Malia und anderen minoischen
Ruinenstädten für ihre neuen Bauten. Die elfte Schicht, der durch Homers „Illias“
dargestellten und von Heinrich Schliemann wiederentdeckten Stadt Troja, bestand
hauptsächlich aus Steinen der zwölften und dreizehnten Schicht. Viele Inkastraßen im
heutigen Peru wurden überwiegend aus Bruchsteinen der Pacamac-Kultur befestigt
[1], [2].

Bei vielen den im Mittelalter entstandenen Bauten wurde oft das Baumaterial von
anderen Bauwerken verwendet. Aus den Pyramiden der Azteken wurden die
Monumentalen Kirchen der Spanier errichtet. Frühere heidnisch-römische Ruinen in
Rom – wie das Koloseum – wurden als Steinbrüche ausgebeutet, um überwiegend
neue Kirchen zu errichten [2], [3].

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Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 14

Historisches Recycling (2)


Auch bei mindestens zwei der Sieben Weltwunder – dem Leuchtturm in
Alexandria (Bild1) und das Grabmal des Mausolos in Halikarnassos –
entstanden neue Bauwerke aus dem Baumaterial dieser WeltwunderWeltwunder. Der im
8. und endgültig im 14. Jahrhundert nach Christus durch Erdbeben zerstörte
Pharos in Alexandria wurde nicht wieder aufgebaut. Auf dem Fundament und
mit den Steinen des ehemaligen Leuchtturms wurde um das Jahr 1480 durch
den Mamelukensultan Kait Bey ein Fort (Bild 2) errichtet [4].

Bild 2 F t K it B i Al di
entnommen aus Diplomarbeit S. Bärwolf

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Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 15

Recycling im vorindustriellen Zeitalter


Sammeln, Aufarbeiten und Verwerten üblich, weil notwendig.
Ursache sind die Ungleichgewichte
g g

• Rohstoffbedarf > Rohstoffaufkommen


• Baustoffbedarf > Baustoffaufkommen
• Transportbedarf > Transportaufkommen

Deponieraumbedarf spielt untergeordnete Rolle


Rolle.

Rückführung genutzter Bauprodukte und -materialien in


den Stoffkreislauf bei den meisten erhaltenen Bauwerken
von der Antike bis zum Mittelalter nachweisbar.
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 16

Recycling im industriellen Zeitalter


Übergang zur Industrie- und besonders zur Konsumgesell-
schaft (1800 bzw
bzw. 1950): Recycling tritt in den Hintergrund
Hintergrund,
weil Massenproduktion und Massentransport möglich.
Rohstoffe werden noch um 1900 als „freie Güter“
betrachtet.
Zitat: Freie Güter sind solche, die in einer für die praktischen
Bedürfnisse der Menschen beliebig großen Menge vorhanden sind,
deren Aneignung daher ohne Sorge um die Erhaltung der dauernden
Verfügung vor sich gehen kann und die für die Befriedigung auch der
voraussichtlich künftig entstehenden Bedürfnisse ausreichen. Luft,
Licht, Wasser in wasserreicher Gegend, Holz im Urwald sind nicht
Gegenstand der menschlichen Wirtschaft, das heißt dauernder Sorge
um ihren Bedarf, sondern nur der Aneignung und des Verbrauchs". (v.
Philippvich 1918). Quelle: Reinhold Reith „Recycling-Stoffströme in der Geschichte“
http://www.univie.ac.at/Wirtschaftsgeschichte/VGS/qs8.html
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

8
Notwendigkeit des Recyclings

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Vergleich Bauvolumen: Bauen im


Bestand und Neubau

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

9
Vergleich Bauvolumen: Bauen im
Bestand und Neubau

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Jun.-Prof. S. Streck, Wuppertal


Institut für Werkstoffe des Bauwesens

10
Jun.-Prof. S. Streck, Wuppertal
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Zukünftige Entwicklung

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

11
Unterteilung von Bauabfällen nach
abfallwirtschaftlichen Gesichtspunkten

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

12
Was eignet sich zum recyclen
Verwertungsquoten für Bauabfälle

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Klassifizierung von Bauabfällen nach


Europäischem Abfallverzeichnis

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13
Klassifizierung von Bauabfällen
stoff- und herkunftsbezogen

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Was fällt beim Abbruch an

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Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

15
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

16
Aufbereitung von Verbundwerkstoffen

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•Betonrecycling

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Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

18
Vergleich der Kosten

Roos

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Wiederverwertung von Beton


Definitionen und Begriffe

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

19
Wiederverwertung von Beton
Definitionen und Begriffe

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Wiederverwertung von Beton


Definitionen und Begriffe

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

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Wiederverwertung von Beton
Definitionen und Begriffe

Restwasser und Restbeton:


Reinigungswasser der Mischfahrzeuge und
Betonpumpen und Niederschlag auf Produktionsfläche,
sowie Restbeton aus dem Mischerfahrzeug:
Gemisch aus Wasser, Zement, mehlfeine Stoffe

Recyclinghilfe:
Langzeitverzögerer, die die Hydratationsreaktion des
Zements sehr stark, d.h. über mehrere Tage hemmen.
Wird i.d.R. dem Waschwasser zugegeben.

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Kap. 1
Vorlesung F: Stoffhaushalt
Seite 42

Beispiel für interne Kreisläufe:


Recycling von Transportbeton

Breitenbücher, R. Beton 9/1994

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Wiederverwertung von Frischbeton

Aus Vdz-online

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Restwasser

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Wiederverwertung von Frischbeton

Geregelt in
DAfStb-Richtlinie:
Richtlinie für die Herstellung von Beton unter
Verwendung von Restwasser, Restmörtel und
Restbeton
DIN EN 1008:
Festlegung für die Probenahme, Prüfung und
Beurteilung der Eignung von Wasser,
Wasser einschließlich
bei der Betonherstellung anfallendem Wasser, als
Zugabewasser für Beton

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Betonabbruch im Hochbau

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

23
Betonabbruch im Hochbau

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Betonabbruch im Hochbau

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24
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 4

Mobile Recycling-
anlage an der
Autobahn A 4

• 8 km langer
Streckenabschnitt
• Abbruch der be-
stehenden 4 Fahr-
bahnen
• 38000 m3 Fahr-
bahnbeton
• 4500 m3 Brücken-
beton

Aus Steinbruch und Sandgrube 1/02 S. 16

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A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 4

Hauptkomponenten einer mobilen Brechanlagenlage

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25
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 4

Mobile Recyclinganlage an der Autobahn A 4

• zweistufiger Brechvorgang mit Backenbrecher als Vorbrecher und Kegel-


b h als
brecher l N
Nachbrecher
hb h
• Durchsatz bei 270 t/h

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 4

Mobile Recyclinganlage an der Autobahn A 4

• Material zur Untergrundverbesserung einstufig hergestellt


• Frostschutzmaterial 0/32
0/32, 0/45
0/45, 0/56 mm zweistufig hergestellt

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26
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 4

Stationäre Recyclinganlage

Gesamtanlage mit einer Durchsatzleistung von ca. 200 t/h bei einer
installierten Leistung von 750 kW mit folgenden Ausrüstungen:

(d
(b
)
• Schlagwalzenbrecher als Vorbrecher für Aufgab
)

besonders große Teile wie Betonmasten e (c


Austrag
)
und Betonteile mit den Abmessungen bis
1400 x 800 mm (a
)
• Aufgabebunker für normalen Bauschutt
• Diskscheideranlage zum Absieben der
0/45-Fraktion mit anschließender
Windsichtung

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A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 4

• Handlesestation
• Prallbrecher als Nachbrecher
• drei Magnetabscheider
• mehrere Klassierstufen zur
Erzeugung definierter
Endprodukte
• mehrere getrennte Annahme-
lager der Eingangsprodukte
• Mengenerfassung
g g und Kontrolle
der Eingangs- und Endprodukte
durch Fahrzeugwaage und
Qualitätskontrolle

http://www.suc-gmbh.de/homegerm/leistung/recycling/body_recycling.html

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27
Aufbereitung

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A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Hauptmerkmale von Backen-


brechern
• Funktionsprinzip:
Zerkleinerung findet zwischen
einer festen und einer beweg-
lichen Brechbacke statt
• Beanspruchungsart:
Druckbeanspruchung
• Einsatzgebiet:
Zerkleinerung von minera-
lischem Bauschutt

http://www.powercrusher.com/at/technique_2.html

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28
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Unterscheidung nach Antrieb der beweglichen Brechbacke

Doppelkniehebel- Einschwingen-
backenbrecher backenbrecher

input input

output
output

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Wirkungsweise

Material fällt in die Aufgabeöffnung, wird durch das Schließen des Mauls
„zerbissen“.
bi “ DDanach h rutscht
t ht ddas M
Material
t i l iin eine
i titiefere
f P
Position
iti und
d wird
id
wieder beansprucht. Auf dem Weg nach unten durch den Brecher nimmt
das Volumen des Materials zu. Gleichzeitig nimmt der
Durchtrittsquerschnitt ab. Ein kontinuierlicher, verstopfungsfreier
Materialfluß wird erreicht durch die Beschleunigung des Materials in
Richtung der Austrittsöffnung, die von der Hubzahl der beweglichen
Brechbacke abhängt.
B i Ei
Beim Einschwingenbackenbrecher
h i b k b h wird idd durch
h di
die elliptische
lli ti h B Bewegung
der Brechbacke werden die Bedingungen für den Materialfluß im
Vergleich zum Blake-Brecher verbessert. Allerdings nimmt dadurch auch
der Verschleiß zu. In Bauschuttaufbereitungsanlagen wird der
Einschwingenbackenbrecher bevorzugt eingesetzt.

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29
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Hauptmerkmale
p von Prall-
brechern
• Funktionsprinzip:
Zerkleinerung findet an den
Prallleisten und –platten statt
• Beanspruchungsart:
Prallbeanspruchung
• Einsatzgebiet:
Zerkleinerung von minera-
lischem Bauschutt

http://www.powercrusher.com/at/technique_2.html

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Wirkungsweise

Material falls onto the rotor (b), is


caught by hard steel tools (c) at the
rotor and hurled against the impact
plates (a). Fracture of material takes
place as result of impact against
tools fixed at rotor or against plates.
Comminution by sharp blows Aufgabe

applied at high speed to free falling


(c)
particles. Moving
p g beaters transfer ((d))
some of their kinetic energy to the
particle while they contact them. (b)

Internal stresses are created in the (a) Gehäuse


particles that result in a shattering. (b) Rotor
Additional forces are caused by the (c) Prallleiste
impact on the breaker plates. Austrag (d) Prallplatte
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

30
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Beispiel für eine mobile Brechanlage mit Prallbrecher

• Transportabmessungen • Kosten aufbereitetes


Länge 12.500 mm Material: ca. 6 DM/t
Breite: 3
3.000
000 mm
Höhe 4.000 mm
• Gesamtmasse 34.000 kg
• Maulweite 1.030 x 711 mm2
• Spaltweite bis 250 mm
• Durchsatz 150 t/h
Quellen: Aufbereitungs-Technik 36 (1995), Nr. 10, S. 482 - 483
Steine+Erden (1999), Nr. 6, S. 57 - 69.
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Gegenüberstellung Backenbrecher ⇔ Prallbrecher

Backenbrecher Prallbrecher
Z kl i
Zerkleinerungswerkzeuge
k üb
üben Zerkleinerung ohne Formzwang.
Zwangsbeanspruchung aus. Da- Prallbeanspruchung führt zum
durch werden innere Spannungen sofortigen Bruch ohne das
erzeugt, die den Bruch oder Gefüge- Zurückbleiben von inneren
störungen bewirken. Spannungen.

Vorteile Vorteile
• robuste Bauweise, um Schwin-
Schwin • günstiges Durchsatz
Durchsatz-Masse-
Masse
gungen durch den Wechsel von Verhältnis
Belastung und Entlastung zu • großes Zerkleinerungsverhältnis
widerstehen • kubisches Korn
• geringerer Verschleiß • guter Aufschluss von Verbundbau-
• keine Entstaubung erforderlich stoffen, z.B. Beton mit Bewehrung

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31
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Backenbrecher Prallbrecher

Nachteile Nachteile
• relativ ungünstiges Durchsatz-
Durchsatz • hoher Verschleiß
Masse-Verhältnis • hoher Fein- und Feinstkorngehalt
• geringes Zerkleinerungsverhältnis im Endprodukt
• flache Bestandteile werden schlecht • Entstaubung / Staubniederschlag
zerkleinert ist notwendig
• schlechter Aufschluss (z.B. von • hohe Geräuschentwicklung
Baustahl)
Einsatz sowohl als Nachbrecher als
Einsatz entweder als Vorbrecher in auch als Produktbrecher möglich.
zweistufigen Anlagen oder als Hohe Endproduktanforderungen
Produktbrecher in einstufigen Anla- können erfüllt werden.
gen. Wirtschaftliche Lösung bei
geringen Ansprüchen an das Fertig-
produkt.
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Hauptmerkmale von Hammer-


brechern
• Funktionsprinzip:
Zerkleinerung findet zwischen
beweglichen Hämmern und
einer Mahlbahn statt
• Beanspruchungsart:
Schlag,
g Prall und Scherungg
• Einsatzgebiet:
Zerkleinerung von Holz,
Haus- und Sperrmüll, Papier,
Brennstoffgemisch, Schrott

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32
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Wirkungsweise Aufgabe Mahl-


bahn
Material wird von rotierender Walze mit
beweglichen Zerkleinerungswerkzeugen
Rost
(Hämmern) erfasst und im Spalt
zwischen den Hämmern und der
Mahlbahn zerkleinert. Es bleibt solange
im Brechraum, bis seine Korngröße Hammer
geringer als die Spaltweite des Austrag
Austragsrostes ist.
Anstelle der Mahlbahn kann ggf
ggf. ein
Amboss als definierte Schlagkante
vorhanden sein.

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Leistungsbedarf von Hammerbrechern in Ab-


hängigkeit von der Materialart
600

500
Dosen- Plastik Holz,
Installierte Leistung [kW]

schrott Pappe
400

300

200

100

0
0 20 40 60 80
Durchsatz [t/h]
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

33
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Hauptmerkmale von Die Zerkleinerung nicht


Shreddern mineralischer Abfälle erfolgt
• Funktionsprinzip: mit Guillotinescheren,
Zerkleinerung findet zwischen Alligatorscheren,
beweglichen Rotormessern Rotorscheren, Hammer-
und festem Statormesser statt reißern (= Shreddern),
• Beanspruchungsart: Rotorreißern, Schrauben-
Scheiden und Scherung g reißern,, Stiftreißern…
• Einsatzgebiet: Ausführungen sehr vielfältig;
Zerkleinerung von Kunststoff, Klassifizierung noch nicht
Schrott, Haus- und Sperrmüll abgeschlossen

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Wirkungsweise
Aufgabe über Aufgabewalzen
Aufgabegut wird mittels
spezieller Aufgabevorrichtung
dem Arbeitsraum zugeführt.
Zerkleinerung erfolgt durch
das Zusammenwirken von
Schlagelementen und Stator-
Amboss. Schlagelemente messer
sind starr oder beweglich am
Rotor
Rotor-
Rotor angebracht. Austrag messer
erfolgt über Rost, d.h. nur
ausreichend zerkleinertes Sieb- Austrag
Material wird ausgetragen. boden

Institut für Werkstoffe des Bauwesens

34
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Shredder für die Schrottzerkleinerung

Schwenkrost
Prallwand zur
Austragsrost
V di h
Verdichtung
Prallkante

Entstaubungs- Treibrolle
anschluss

Auswurf für Grobteile


Schwingrinne

Amboß

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A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Sieben: Trennung eines körnigen Haufwerks nach


geometrischen Abmessungen in Kornfraktionen

Unterscheidung der Siebverfahren


• nach der Funktionsweise
• nach der Aufgabe im Verfahrensablauf
• nach den Eigenschaften des Siebgutes

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35
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

In Recyclinganlagen dient die Siebung


• der Begrenzung der oberen Korngröße oder der
Erzeugung bestimmter Korngrößenverteilungen für die
nachfolgende Verwendung, z.B. als Tragschichtmaterial
0-32 mm oder als rezyklierte Körnung 16-32 mm
• dem Abtrennen von Grobanteilen zum Schutz nach-
geschalteter Brecher vor Überlastung und Beschädigung
• dem Abtrennen von Feinanteilen zur Entlastung von
Zerkleinerungsanlagen, zum Schutz vor Verschleiß, zum
Vermeiden von Verstopfungen
• der Vorbereitung der Sortierung, wenn diese nur bei engem
Körnungsband möglich ist
• ggf. der Sortierung selbst, wenn in bestimmten Kornfraktion,
bestimmte Stoffe angereichert sind
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Feste Roste
Stationary screen
• heavyy parallel
p inclined
bars set in a frame
• only for precreening the
feed to the crusher
input

30 50°
30-50°
coarse
fine

• size of input up to 1 m x 1 m
• size of output 10-100 mm
• capacity up to 1000 t/h
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36
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Rollenroste
Rotating grate is used as prescreen for the separation of fine material with
simultaneous transport
p of the coarse material to the crusher

Grobgut

Feingut

transport

http://www.kleemann-reiner.de/

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A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Kreisschwingsiebmaschine, Ellipsenschwingsiebmaschine
Framework of screen is shifted by imbalance masses into circularly rotating
oscillations. The material lifts itself with steep release angle of the screen.
The materials transport is achieved by a inclined screen surface
surface.
a
The processes aV
• loosening of the
material bed g gV
• segregation with
enrichment of finer
particles over the
screen
• passage by the
screen meshes
are caused by
acceleration forces.

http://www.rhewum.de/
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37
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Plan sieve machines


Imbalance-excited linear
oscillator with horizontal
interfaces and several up to
10 of screen deck.

Application in used timber


processing with the
following characteristic
parameters:
http://www.haas-gmbh.de/
throughput Screen power
[m 3/h] decks demand [kW]
bis 25 1-3 3,0
80-120 1-6 5,5
180-250 1-6 7,5
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A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Überblick über Siebmaschinen (3)


Rotationssiebmaschinen
Siebtrommeln

Trommelsiebmaschine
Slightly inclined, rotating
cylindrical screen. Material is
fed in at the higher end,
undersize material passing
though the screen, oversize
material coming off at the
opposite end.
end
Examples:
Ø = 1800 mm, l = 4700 mm;
number of rev. 0-23 min-1
power demand 24 kW Grobgut
Ø = 1800 mm, l = 7100 mm;
number of rev. 0-41 min-1 Feingut

Power demand 74 kW

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38
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Advantages of trommel screens


• cheap
• robust Disadvantages of trommel screens
• vibration-free low capacities related to the sievespace
„blind“ very easily

often used in mobile


recycling plants
for particle size
between 4 mm and
56 mm

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39
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Überblick über Sortierverfahren


Trockene Verfahren Nasse Verfahren
Trennung nach der Dichte Trennung nach der Dichte
ƒ Aerosortierung oder Wind
Wind- ƒ Aufstromsortierer
sichtung
ƒ Luftsetzsortierung ƒ Filmschichtseparator
ƒ Schwimm-Sink-Trennung
ƒ Nasse Setzsortierung
Trennung nach magnetischen
oder elektrischen Eigenschaften
ƒ Magnetscheidung
ƒ Wirbelstromscheidung
Trennung nach optischen Eigen-
schaften
h ft
ƒ Elektrooptische Sortierung
bzw. Farbsortierung
ƒ Klauben
ƒ Ternnung nach der Korngrö- Trennung nach der Benetzbarkeit
ße oder -form
ƒ Flotation

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Institut für Werkstoffe des Bauwesens

40
A
A B
Vorlesung E: Recyclinganlagen Kap. 2

Aufgabe

nach Petit 1997

Mixture of fine sand


Schwergut and water
Leichtgut

Die Waschflüssigkeit braucht nicht aus Reinwasser bestehen, sie kann


Verunreinigungen enthalten. Benötigt werden je nach Verschmutzung etwa 1 bis
2 m³ Wasser je t Aufgabegut. Der Einströmdruck muss etwa 3 bar betragen, die
Antriebsleistung etwa 5 bis 5,5 kW.
Aquamator können sowohl zur Reinigung von Splittkörnungen als zur Reinigung
von Sandkörnungen eingesetzt werden.

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A
A B
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Nasse Verfahren Schnecken-Aufstrom-Sortierer


Trennung nach der Dichte
ƒ Aufstromsortierer Aufgabe
ƒ Filmschichtseparator
ƒ Schwimm-Sink-Trennung
ƒ Nasse Setzsortierung
Schwergut
Leichtgut

nach Petit 1997


Prozeßwasser
Wirkungsweise
Der Sortierer besteht aus einem schräg aufsteigenden Wassertrog, in dem sich
eine Schneckenwelle befindet, die mit Schwertern und Schneckenspiralen
b
besetzt
t t ist.
i t Das
D zu reinigende
i i d MMaterial
t i l wird
i d am unteren
t E
Ende
d dder S
Schnecken-
h k
welle in den Wassertrog aufgegeben und von der Schneckenwelle erfaßt, so
daß eine intensive Materialdurchmischung und Auflockerung erreicht wird. Das
im Gegenstrom durch Aufstrom- und Wasserbeschleunigungsdüsen einströ-
mende Waschwasser trägt die Störstoffe über ein verstellbares Oberstromblech
aus. Das gereinigte Material wird durch die Schneckenspirale aus dem
Wasserbad gefördert und gleichzeitig entwässert.
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A
A B
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Nasse Verfahren Filmschichtseparator/Hydroband-


Trennung nach der Dichte
ƒ Aufstromsortierer
scheider/Aquamator
ƒ Filmschichtseparator Prozeßwasser Aufgabe
ƒ Schwimm-Sink-Trennung
ƒ Nasse Setzsortierung Strömungsrichtung
Transportrichtung

Leichtgut Schwergut
Wirkungsweise
Der Aquamator besteht aus einem speziell ausgerüstetem Transportband. Das
bereits mit Wasser versetzte, zu reinigende Gut wird entgegen der Bandlauf-
richtung aufgegeben. Die Trennströmung wird durch Einstromdüsen erzeugt.
Die Verunreinigungen werden durch die Trennströmung entfernt, das gereinigte
Gut wird mit dem Band über eine höher liegende Antriebstrommel ausgetragen.

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Nasse Verfahren Kolbenhub
Aufgabe
Druckluft
Trennung nach der Dichte
Leichtgut
ƒ Aufstromsortierer
ƒ Filmschichtseparator Entwässe-
rungssieb
ƒ Schwimm-Sink-Trennung
Schwimm Sink Trennung
ƒ Nasse Setzsortierung
Wirkungsweise
In einer Körnerschicht, die durch einen auf- Prozeßwasser
wärts gerichteten Fluidstrom aufgelockert Schwergut

wird, ordnen sich die spezifisch leichteren Pulsation


Schlamm
über den spezifisch schwereren Körnern ein.
Es vollzieht sich eine Schichtung nach der Dichte, die von einer Klassierung über-
lagert sein kann.
kann Bei pulsierendem Aufstrom wird eine periodische Fluidisierung
erreicht, in der die Sichtung effektiver erfolgt als im stationären Zustand. Als Fluid
wird hauptsächlich Wasser verwendet, das aber durch Feinstoffe in seiner Dichte
beeinflusst ist. Der Setzvorgang wird bestimmt durch:
• Unterschiedliche potentielle Energien der beiden Komponenten, d.h. Dichte-
differenzen der Komponenten und Dichte des Fluids
• Durchströmungswiderstand der Körnerschicht
• Maschinentechnische Parameter (Hubhöhe, Hubzahl, Schwingungsform…)
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A
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Richtwerte für die Auslegung von Vertikalsichtern &


Sichtluftvolumen V
M&
Sinkgeschwindigkeit c in Luft = f (Partikeldichte) =
μ max
Partikelgröße = const Beladung μmax
≈ 0,35 - 0,5 kg Material/m³ Sichtluft
50 Sinkgeschwindigkeit
V&
für Rohdichte von 2400 kg/m3 Steigrohrfläche ASt =
45 c

40 1800 kg/m3
x = 20 mm
ettling velocity [m/s]

35
1200 kg/m3
30

25
600 kg/m3
20 v = 20 m/s
15
se

10

5 30 kg/m3

0
0 5 10 15 20 25 30 35
particle size [mm]

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A
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Nasse Verfahren Für die Sortierung wird die Abhängigkeit der Sink-
Trennung nach der Dichte
geschwindigkeit von der Partikeldichte genutzt.
ƒ Aufstromsortierer
ƒ Filmschichtseparator
ƒ Schwimm-Sink-Trennung
Welche Partikeldichte
ƒ Nasse Setzsortierung ist wirksam?
Material ohne Poren
1,4
Sinkgesschwindigkeit für Wirksame Dichte =
1,2
Dichte von 2400 kg/m3 Reindichte = Rohdichte
ocity [m/s]

1
Material mit geschlos-
1800 kg/m3
0,8 senen Poren
settling velo

Wi k
Wirksame Dichte
Di ht =
0,6
Rohdichte
0,4
1200 kg/m3 Material mit offenen
0,2 Poren
0 Wirksame Dichte =
0 5 10 15 20 25 30 35 RohdichteOD +
particel size [mm]
Porosität*Wasserdichte
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Parameter der optoelektronische Sortierung

Sortiermerkmale Weitere Sortiermerkmale für das


• Helligkeit/brightness automatische Klauben
• Transparenz UV-Strahlung
• Echtfarben IR-Strahlung: Kunststoffe
• Korngröße Röntgenstrahlung
• Kornform magnetisches Wechselfeld: Metalle
elektrischer Strom: Metalle
Leistungsparameter
• Durchsatz von 2 bis 200 t/h
• Arbeitsbreiten 600 und 1200 mm
• Auflösung von bis zu 0,5 mm bei 1000 mm Arbeitsbreite
• Erkennung und Auswertung von mehr als 8000 Objekte/sec
• Ansteuerung von 256 Trennkanälen
• Aufgabekorngröße 3 bis 250 mm
• Schlechtanteil im Aufgabegut bis 40 %
nach Mogensen

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A
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Picking with sorting robot

material
gripping robot

computer touch-
screen

George
Bill

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A
A B
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Leistungsfähigkeit der nassen Dichtesortierung

1. Trenndichten
Aufstromsortierer ≈ 1400 kg/m³
Filmschichtseparator ≈ 1400 kg/m³

Setzsortierung
ρH − ρFl • sharpness of division increases
q=
ρL − ρFl with increasing q, materials with
ρH : density of heavy component finer particles can be treated
ρL : density of ligh component • q < 1,5 division not possible
ρFl : density of fluid • q > 1,5 division for particle size
> 2 mm possible

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Das jeweils geeignete Sortierverfahren muss anhand von


P
Parametern
t der
d K Komponenten,
t die
di getrennt
t t werden
d sollen,
ll
ausgewählt werden. Folgende Auswahlparameter sind zu
berücksichtigen:
• Korngröße,
• Stoffmerkmale wie Dichte, magnetische Eigenschaften…
• Qualitätsanforderungen
• Anlagenkonzept
• Durchsatz

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Auswahlschema für die Sortierung grober Körnungen

Automatisches oder
Grobes Material > 80 mm
manuelles Klauben
> 4 mm
Diskscheider
4 / 80 mm

ja ja
Metall ? magnetisch ? Magnetscheider
nein
nein
Wirbelstrom-
NE-Metall
NE Metall
scheider
h id

Verschiedene ja Setzmaschine
Anlagenkonzept nass
Dichten Schnecken-
Aufstrom-Sortierer
nein trocken
Filmschichtsortierer
Andere Merkmale ? Windsichter
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Auswahlschema für die Sortierung feiner Körnungen

Feines Material < 4 mm

ja ja
Metall ? magnetisch ? Magnetscheider > 45 µm
nein ja
NE-Metall Wirbelstrom-
scheider
Verschiedene ja nass Filmschichtsortierer
Anlagenkonzept
Dichten
S ti
Sortierzentrifuge
t if
trocken Hydrozyklon
nein > 200 µm
Siebung

Andere Merkmale ?

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48
Verwertungstechnologien

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49
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Verwertung in Tragschichten

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50
Verwertung als recyklierte
Gesteinskörnung

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Verwertung als recyklierte


Gesteinskörnung

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51
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Merkmale des Primärmaterials

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52
Frischbetoneigenschaften

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Recyklierte Gesteinskörnung im Beton

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53
Eigenschaften der recyklierten Gesteinskörnung

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54
Institut für Werkstoffe des Bauwesens

Zusammensetzung von rezyklierter


Gesteinskörnung

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55
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Eigenschaften recyklierter Gesteinskörnung


Trockenrohdichte

Dahms

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57
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59
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Recyklierter Sand

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61
Konsistenz von Beton mit rezyklierter
Gesteinskörnung

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63
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Institut für Werkstoffe des Bauwesens

65
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Eigenschaften von Beton mit


recyklierter Gesteinskörnung

Müller

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Eigenschaften von Beton mit
recyklierter Gesteinskörnung

Springenschmid,
Sodeikat

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67
Eigenschaften von
Beton mit recyklierter
Gesteinskörnung

Müller

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Eigenschaften von Beton mit


recyklierter Gesteinskörnung

Roos

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Eigenschaften von Beton mit
recyklierter Gesteinskörnung

Roos

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Eigenschaften von Beton mit


recyklierter Gesteinskörnung

Springenschmid,
Sodeikat

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69
Eigenschaften von Beton mit
recyklierter Gesteinskörnung

Roos

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Eigenschaften von Beton mit


recyklierter Gesteinskörnung

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Eigenschaften von Beton mit
recyklierter Gesteinskörnung

Müller

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Eigenschaften von Beton mit


recyklierter Gesteinskörnung

Springenschmid,
Sodeikat

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Eigenschaften von Beton mit
recyklierter Gesteinskörnung

Springenschm
Sodeikat

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Eigenschaften von Beton mit


recyklierter Gesteinskörnung

Springenschmid,
Sodeikat

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Eigenschaften von Beton mit
recyklierter Gesteinskörnung

Springenschmid,
Sodeikat

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Eigenschaften von Beton mit


recyklierter Gesteinskörnung

Springenschmid,
Sodeikat

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Eigenschaften von Beton mit
recyklierter Gesteinskörnung

Springenschmid,
Sodeikat

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Eigenschaften von Beton mit


recyklierter Gesteinskörnung

Springenschmid,
Sodeikat

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Eigenschaften von Beton mit
recyklierter Gesteinskörnung
Kriechen

Roos

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Eigenschaften von Beton mit


recyklierter Gesteinskörnung

Roos

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Eigenschaften von Beton mit
recyklierter Gesteinskörnung

Roos

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Eigenschaften von Beton mit


recyklierter Gesteinskörnung
Schwinden

Sodeikat

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Eigenschaften von Beton mit
recyklierter Gesteinskörnung
Quellen

Sodeikat

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recyklierter Gesteinskörnung

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Eigenschaften von Beton mit
recyklierter Gesteinskörnung

Sodeikat

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recyklierter Gesteinskörnung

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Sodeikat

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recyklierter Gesteinskörnung

Springenschmid,
Sodeikat

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Schlußfolgerungen
•RC-Gesteinskörnung zeigt gute Oberfläche und niedrigere
Rohdichte als Normalgesteinskörnung
•Einsatz von RC-Sand führt zu größerem Wasseranspruch im
B t
Beton
•Druck-, Spaltzug- und Biegezugfestigkeit sind ähnlich wie
Normalbeton, eher höher
•RC-Beton weist etwas geringere Rißempfindlichkeit auf als
Normalbeton
•RC-Beton zeigt größeres Schwinden und vor allem Quellen
•RC-Betone zeigen Frost-Tausalzbeständigkeit, RC-Betone
mit RC-Sand sind frostempfindlicher

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Wiederverwendung von Beton als
recyclierte Gesteinskörnung ist nach
N
Norm problemlos
bl l möglich.
ö li h Wi
Wichtig
hti wie
i
immer: Sachverstand
aber der ist ja nun vorhanden

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