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Eine Wartungseinheit, in einer pneumatischen Anlage, ist dazu da die Druckluft aufzubereiten.

Sie hat
mehrere Funktionen. Die Wartungseinheit filtert, regelt und ölt den Luftstrom. Die Wartungseinheit
ist in jeder Maschine vorgeschaltet.

Kondenswasser, Verunreinigungen und zu viel Öl im Luftstrom können zu Abnutzung an beweglichen


Einzelteilen und Dichtungen in einer Anlage führen. Ohne einen Druckluftfilter könnten, zum Beispiel
in einer pharmazeutischen Anlage, die Produkte verschmutz und somit unbrauchbar werden. Die
Auswahl des Druckluftfilters ist Wichtig für die Versorgung einer pneumatischen Anlage mit qualitativ
guter Druckluft. Die Kenngröße des Druckluftfilters ist die Porenweite. Sie bestimmt die kleinste
Partikelgröße, die ausgefiltert wird. Zum Beispiel sorgt eine Kenngröße von einem Mikrometer dafür,
dass Wasserpartikel aus dem Luftstrom entfernt werden. Eine Kenngröße von 0,05 Mikrometer filtert
Gase und Viren aus der Druckluft. Die Luft strömt im Druckluftfilter gegen eine Drallkappe, die dafür
sorgt, dass der Luftstrom in eine Rotationsbewegung versetzt wird. Durch die Zentrifugalkraft werden
Wasserteilchen, Öltropfen und feste Fremdstoffe an die Filterwand gedrückt werden. Von dort fließt
sie als Kondensat runter in die Filterschale. Wenn das Kondensat einen bestimmten Punkt
überschritten hat, muss er abgelassen werden, da sonst das Kondensat zurück in den Luftstrom
kommt. Es existieren verschiedene verschieden Möglichkeiten das Kondensat abfließen zu lassen. Die
halb automatische Ablassvorrichtung, die manuell aufgeschraubt wird oder automaisch, wenn der
Luftdruck unter 1,5 Bar liegt. Die automatische Ablassvorrichtung wird durch einen Schwimmer
aktiviert, der über eine Hebelmechanik eine Druckluftdüse freigibt. Die einströmende Druckluft
öffnet, mithilfe einer Membran, die Ablassöffnung. Wenn das Minimum der Kondensathöhe erreicht
ist, schließt sich die Düse und der Vorgang wird gestoppt. Man kann die automatische
Ablassvorrichtung auch per Hand aufdrehen. Die vorgereinigte Luft strömt durch den Filtereinsatz ab,
wo die Partikel, die größer als die Porenweite sind, nicht durchkommen können. Bei Normalfilter ist
die Kenngröße zwischen 5-40 Mikrometern. Mit Feinstfiltern, die eine Porenweite von 0,001
Mikrometern haben, werden 99,999% aller Partikel ausgefiltert. Der Filtereinsatz muss nach
längerem Gebrauch ausgewechselt oder gereinigt werden, da die ausgefilterten Partikel den
Filtereinsatz verstopfen können. Wenn am Filter mehrere Partikel hängenbleiben, kommt es zu
einem Widerstand, wodurch der Druck der Luft sinken kann. Um zu wissen wann der Zeitpunkt für
den Austausch beziehungsweise Reinigung des Filters gekommen ist, ist eine Sichtkontrolle oder eine

Druckdifferenzmessung nötig.

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