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        tigte Materialien:  Benöt
• • Ein Schnittm muster für d den Körper (aus dem B Bastelgeschäft oder ein n frei verfüg gbares  aus dem Int a ternet).  Ich habe mir einen hau utfarbenen Trikotstoff im Bastelbedarf gekau uft ‐ der wir rd in  Schlauchwa S are angebot ten und ein halber Met ter war völl lig ausreichend. Meine e Puppe  ist insgesam mt fast 70 cm m groß gew worden.  Außerdem hab ich mir A r, auch aus d dem Bastelg geschäft, ha autfarbenen n Zwirn gek kauft.  Der ist sehr r wichtig und hilfreich, da man dam mit alle Teil le richtig str raff binden kann  und der dab bei nicht reißt. Außerd dem kann m man damit die offenen N Nähte per H Hand  schließen. Ich empfehl s le, ihn auf je eden Fall zu u besorgen. Für die Näh hmaschine ist der  aber nicht g a geeignet, da as bietet sic ch ein beige es Garn an. Zum Füllen hab ich mir Z r zwei Pakete Füllwatte à 500g ge ekauft, die ic ch nicht kom mplett  verbraucht habe.  v Zwei Stücke Z e Volumenv vlies à 50 x 50 cm, es k können gut Reststücke sein, da sie e nur  zum Füllen benötigt werden.  z Ich  habe zu usätzlich ein ne hautfarb bene Strump pfhose verw wendet, um m den Kopf b besser  modellieren n zu können n.  Nun brauch ht man noch h Wolle für die Haare u und  Stickgarn in S n verschiede enen Farben für das Ge esicht.   

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1. Schritt: Die Teile zurechtschneiden 
Zuerst habe ich mir alle vom Schnittmuster abgepausten Körperteile auf den (doppelt ‐ im  Schlauch ‐ liegenden) Stoff gelegt und mit Kugelschreiber nachgezogen. Dann habe ich die  einzelnen Teile an den Linien mit Stecknadeln zusammengesteckt, so dass beim Nähen auch  nichts verrutscht. Man muss auf den doppelt  liegenden Stoff folgende Teile aufmalen:  • • • • zweimal die Beine   zweimal die Arme  einmal den Rumpf  einmal den Kopf im Stoffbruch  

 

  Wichtig ist, dass man die Teile jetzt nicht ausschneidet, sondern näht, während alles noch  zusammenhängt. Schneidet man sie aus, hat man ein Problem, wenn man die Rundungen  steppen will ‐ es lässt sich nicht festhalten, nicht drehen ‐ einfach schrecklich!   Dann steppt man alle Linien außer die folgenden:  • • • •  nicht die um den Kopf (den schneidet man mit knapp einem Zentimeter Nahtzugabe  aus)  nicht die Linien, wo später die Arme und die Beine an den Rumpf gesetzt werden   nicht die Halsrundung am Rumpfteil und   nicht die untere Kante des Rumpfteils  

Hat man die übriggebliebenen Nähte nachgesteppt, kann man alles mit gut einem halben  Zentimeter Zugabe ausschneiden. Wer keine Spezialstiche hat, kann es so machen wie ich:  ich habe die Nähte mit einem schmal eingestellten Zickzackstich zweimal abgesteppt ‐ also  einmal hin und gleich nochmal auf der gleichen Naht zurück, so dass die Nähte stabiler  werden. 

 

 

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2. Schritt: Den Kopf formen 
Nach der Empfehlung aus dem oben genannten Buch habe ich mir zwei große Stücke  Volumenvlies (was ich noch von einem Steppfutter übrig hatte, von dem ich das mal  abgetrennt hatte) zurechtgelegt. Dann hab ich aus meiner Füllwatte einen Ball geformt und  in eine Ecke des ersten Stückes Volumenvlies gepackt, von da aus hab ich dieses Stück Vlies  zu einem Paket zusammengerollt, was schon einer Kugel ähneln sollte. Dieses Päckchen  habe ich dann in die Mitte des zweiten Stücks gelegt und die vier Ecken zusammen nach  oben genommen. Dann haltet ihr den „Kopf“ so in der Hand, dass die Kugel oben ist und die  zusammengenommenen Ecken nach unten zeigen. Nun sollte der Kopf schon eine schöne  Form haben, ich hab ihn etwas ovaler geformt, also nicht ganz wie ein Ball, eher wie ein  Riesenei.   Danach muss der Hals, also alles, was unter dem Kopf runterhängt, richtig fest mit dem  Zwirn zusammengebunden werden. Wichtig ist, dass ihr den Hals richtig fest und reichlich  mit dem Zwirn umwickelt, denn davon hängt nämlich später ab, wie stabil der Hals wird. Ich  habe  auch noch einen kleinen Ikea‐Stift mit reingesteckt ‐ ich weiß nicht, ob das nützlich  war, schaden wird es wohl nicht. Dann hab ich das ganze in ein Stück Strumpfhose gesteckt  und den Hals nochmal richtig straff umwickelt. Das ganze Zeug,  was unten rausguckt, stört  gar nicht ‐ im Gegenteil, das hilft nachher, den Kopf und den Hals im Rumpf zu fixieren. Das sieht 

dann so aus: 

    

 

  Nun folgt die Gesichtseinteilung. Dies alles nochmal zu beschreiben, ist ein wenig aufwändig,  deshalb hier ein Link, wo das genau gezeigt wird. Macht euch die Mühe, euer Gesicht so zu  formen, es wird ja später den Gesichtsausdruck der Puppe zeigen. Wenn etwas dort nicht  verständlich sein sollte, beantworte ich offene Fragen gerne: Gesichtseinteilung bei einer  Waldorfpuppe. 

 

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Weiter geht es bei mir nicht wie in dem Link, sondern wie in meinem Buch! Da wird gezeigt,  wie man die Gesichtszüge noch ein bisschen betonen kann. Ich habe da ein bisschen  rumprobiert (das sieht man an den vielen wilden Stichen), aber letzen Endes sind nur die  Fäden wichtig, die die Wangen und das Kinn betonen, finde ich. Die "Fehlstiche" sieht  nachher eh keiner mehr, wenn der Trikotstoff darüber gespannt ist. Am besten man spannt  während dem Ausprobieren immer mal den Oberstoff drüber, dann bekommt man eine  Ahnung, wie es am Ende aussehen wird.                      Für die Wangen sticht man mit der Nadel auf einer Seite des Kopfes unter dem Kinn, am  Hals, in den Kopf ein, verknotet den Faden und führt ihn hoch, bis etwa 1 cm unter die  Augenlinie, fast mittig, dort sticht man ein zweites Mal ein und einen halben Zentimeter  daneben wieder aus, von dort führt ihr den Faden wieder unter das Kinn, an den Hals, aber  eben auf der anderen Seite. Durch das Straffziehen des Fadens werden die Wangen  hervorgehoben. Den Faden mehrmals straff um den Hals wickeln und verknoten.     Für das Kinn formt man dann mit Daumen und Zeigefinger eine kleine Wulst zwischen den  Wangen, eben da, wo das Kinn sein soll. Dann sticht man unter dem Kinn ein, kommt über  dem Kinn wieder raus, daneben wieder einstechen, unter dem Kinn ausstechen und so  weiter. Das macht ihr ein paar Mal, bis das Kinn so aussieht, wie  gewünscht. Man sollte  darauf achten, dass die Wulst nicht zu dünn wird, das sieht sonst komisch aus.     Wie man auf dem Bild oben sehen kann, habe ich meiner Puppe als Nase eine Perle  aufgenäht, das gefiel mir besser. Dann hab ich einen kleinen Ring aus Füllwatte geformt und  um die Perle gelegt, weil ich den Übergang von der Perle zum Kopf weicher gestalten wollte.  Um das ganze zu befestigen hab ich dann noch ein kleines stück vom Trikotstoff aufgenäht.        

 

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3. Schritt: Den Kopf beziehen 
Nachdem nun das Grundgerüst für den Kopf steht, können wir den Trikotstoff in Kopfform  nehmen und mittig auf die Nasenspitze setzen. Am besten probiert man ein bisschen aus, ich  habe den Stoff dann erst mal mit Stecknadeln auf den Kopf gesteckt. Die kritischsten Stellen  sind der Hals und der Stirnbereich. Ich habe jetzt schon versucht, so wenige Falten wie  möglich zu legen. Die Falten, die man wohl oder übel legen muss, sollten an Stellen liegen,  die später unter den Haaren versteckt werden.   

            Dann beginnt man, alles mit dem Zwirn festzunähen. Ich hab damit in der Mitte des  Hinterkopfes angefangen, das ging ganz gut, ich habe mich dann langsam nach oben  vorgearbeitet, immer entlang der Stoffkante. Den Hals habe ich am Schluss genäht. Ein paar  Fältchen werden wohl immer bleiben. Man sollte den Stoff auf jeden fall richtig schön  strammziehen!    

4. Schritt: Das Befüllen des Körpers 
Nachdem nun der Kopf bezogen ist, geht es ans Füllen des Körpers. Wichtig ist, dass in die  Arme und Beine jeweils gleich viel Watte kommt, deshalb hab ich mir die benötigte  Füllwatte immer gleich zweimal zurechtgelegt ‐ so ist gewährleistet, dass beide Teile mit der  gleichen Menge an Watte ausgefüllt werden.     Die Arme: zunächst die Hand mit Füllwatte austopfen, dann eine "Wurst" aus Füllwatte in  den Rest des Arms füllen ‐ nicht zu viel, da sonst die arme sehr vom Körper abstehen.   Die Beine: ich habe erst eine feste Kugel in die Zehen gefüllt, dann etwas in die Mitte des  Fußes und nochmal eine feste Kugel in die Ferse. dann wieder eine "Wurst" formen und das  Bein ausstopfen ‐ ruhig richtig fest, nicht wie bei den Armen.     Der Körper: Moment!!! Bevor der Körper ausgestopft werden kann, muss er an den Kopf  genäht werden. Das geht am einfachsten so: man dreht den genähten Trikotstoff für den  Körper auf links (also die Innenseite nach außen) und nimmt den fertigen Kopf umgedreht  zwischen die Oberschenkel ‐ zum festhalten ‐ also der Hals guckt nach oben. Dann markiert  man am Hals mit Stecknadeln genau zwei Punkte da, wo etwa die Ohren wären. Wenn man  das nicht macht und den Körper einfach so festnäht, wird die Puppe (wie zunächst bei mir) 

 

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zeit ihres Lebens entweder immer ein bisschen nach rechts oder links gucken ‐ nie richtig  gerade aus... Nun zieht man die Halsöffnung des Trikotstoffs über den Hals am fertigen Kopf,  der Kopf ist erst mal im Körperteil verschwunden. Nun näht man von innen die Nahtstelle  zwischen Hals und Körper. Am besten zwei Mal, auch mit dem Zwirn, diese Stelle muss  später viel aushalten. 

  Wenn das geschafft ist, zieht man den Rumpfteil zurück und dreht die Puppe richtig herum.  Nun sollte das schon langsam wie eine Puppe aussehen. Nun geht es tatsächlich ans  Ausstopfen, zuerst die Schultern und den Bereich um den Hals schön fest stopfen, dann den  Rest des Körpers. Da wo später der Po ist, kann man nochmal extra Füllwatte hin stopfen, so  dass der Körper eine bessere Form bekommt.     Danach näht man die untere Seite des Rumpfes mit dem Zwirn zu, und zwar mit dem  Matratzenstich. Auch die übrigen Öffnungen an den befüllten Armen und Beinen werden so  zugenäht, am besten doppelt. 

 

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5. Schritt: Arme und Beine an den Rumpf nähen 
Zunächst sollten die Arme und Beine mit Nadeln auf den Körper gesteckt werden. Wenn  man mit der Position zufrieden ist, werden auch diese mit dem Matratzenstich festgenäht.            

  6. Schritt: Haare und Gesicht aufnähen 
Nun müssen noch die Haare und das Gesicht aufgenäht werden. Dabei hat man natürlich viel  gestalterische Freiheit – lange Haare, kurze Haare, naturgetreues oder minimalistisches  Gesicht…  Meine Puppe sieht nun so aus: 

      

  

 

 

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