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pdf-tools.com

Praktikumsbericht Christian
PDF Tools AG, Schweiz

7-9 Minuten

Wer bin ich und warum suchte ich ein Praktikum?

Ich bin ein 21 jähriger Informatikstudent aus Wädenswil im Kanton


Zürich. Im Sommer 2014 konnte ich meinen Bachelor in Informatik
an der ETH Zürich abschliessen und plane mit meinem Master im
Sommer 2015 fortzufahren.

Während meiner Bachelorzeit wurde mir von mehreren Seiten


empfohlen, ein Praktikum zu absolvieren. Es ist zwar nicht
obligatorisch für unseren Studiengang, doch wird es einem sehr
ans Herz gelegt es trotzdem zu tun, aus dem naheliegenden
Grund, dass uns schlicht und einfach die Praxis fehlt. Da die ETH
dafür bekannt ist, dass sie auf die theoretische Seite ausgelagert ist
und ich dies nach drei Jahren aus eigener Erfahrung bestätigen

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kann, war die Entscheidung für mich sofort klar.

Ich wollte Praxiserfahrung gewinnen und gut vorbereitet sein für


den späteren Einstieg in die Arbeitswelt. Nach dem Bachelor war
der ideale Zeitpunkt für mich ein Praktikum zu suchen.

Wie habe ich die PDF Tools AG gefunden? Warum


die PDF Tools AG?

Der Verein der Informatik Studierenden (abgekürzt VIS) an der ETH


Zürich führt eine übersichtliche Jobbörse auf ihrer Homepage. Mit
einem Filter kann unter anderem spezifisch nach Praktikumstellen
gesucht werden. Begeistert begann ich die Angebote
durchzuklicken. Mein Enthusiasmus verliess mich nach den ersten
paar Minuten. Das Problem war, dass viele Praktikumsplätze
mehrere Anforderungen in Form von Programmiersprachen
voraussetzten, in denen ich mich wenig oder gar nicht auskannte.

Doch eine Firma wählte einen offeneren Ansatz. In einem lockeren


und einladenden Text stellte sich die PDF Tools AG vor und setzte
bei den Fähigkeitsanforderungen das Persönliche, die
Teamfähigkeit, das Engagement und die Freude an Software in den
Vordergrund. Das Angebot eigene Ideen einzubringen und
Erfahrungen zu sammeln entsprach meiner Vorstellung und

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begeisterte mich sofort.

Wie habe ich den Praktikumplatz erhalten?

In einem kurzen Motivationsschreiben nahm ich Kontakt mit Dr.


Hans Bärfuss, dem Gründer und Geschäftsführer der PDF Tools
AG, auf. Umgehend bekam ich eine freundliche Antwort mit dem
Vorschlag zu einem Vorstellungsgespräch. Beim Termin erzählte
ich Hans Bärfuss von meinen bisherigen Kenntnissen in der
Programmierung und der Informatik.

Die PDF Tools AG arbeitet mit vielen Programmiersprachen und


bietet Support für unterschiedliche Plattformen an und Hans
Bärfuss war überzeugt ein Projekt zu finden, das in Einklang mit
meinen Präferenzen kam. Die Atmosphäre während des
Gesprächs war locker und ich verstand mich auf Anhieb gut mit
ihm. Mit Begeisterung nahm ich das Angebot an.

Wie sieht ein Tag im Leben eines Praktikanten aus?

Im Grunde genommen unterscheidet sich der Tag eines


Praktikanten nur wenig im Vergleich zum Arbeitstag der anderen
Angestellten bei der PDF Tools AG. Die Arbeitszeit konnte ich
flexibel selber einteilen. Auch die Mittagspausen konnten wir

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individuell selber bestimmen. Wir gingen gemeinsam Essen und


dadurch lernte ich auch die Mitarbeiter schnell kennen. Die
Stimmung war gut und es gab immer was zu lachen. Ich wurde von
Anfang an gut ins Team integriert und hatte sofort Spass an der
Arbeit.

Mir wurde ein grösseres Projekt anvertraut, an welchem ich den


grössten Teil meines Praktikums arbeitete. In wöchentlichen
Sitzungen mit dem Chef, Hans Bärfuss, und meinem persönlichen
Mentor, Christoph Reller, welcher sich um mich kümmerte und mich
in das Leben in der PDF Tools AG einführte, diskutierten wir,
welche Ziele wir als nächstes erreichen wollten. So konnte ich an
jedem Tag in kleinen und überschaubaren Arbeitseinheiten am
Projekt selbstständig weiterarbeiten. Zu jeder Zeit durfte ich meinen
Betreuer, meinen Chef, oder auch alle anderen Mitarbeiter um Rat
fragen. Der Zusammenhalt im Team ist hoch und jeder hilft jedem
aus. Dieses Arbeitsklima empfand ich als sehr angenehm und
familiär.

Was habe ich im Praktikum gelernt?

In meinem Praktikum hatte ich einen tiefen Einblick in den


Firmenalltag, das Firmenleben und die Welt der PDF’s. Ich habe

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viele Sachen bezüglich Programmierung, Strukturen und vor allem


über PDF’s gelernt. Ich nahm viele neue Erfahrungen mit auf den
Weg, die ich während meiner Zeit als Praktikant gesammelt habe.
Erfahrungen, die man nur machen kann, wenn man in der
Arbeitswelt ist.

Konzepte zur Architektur und dem Programmierstil habe ich in der


Theorie von der ETH gekannt. Doch schnell musste ich feststellen,
dass die Theorie alleine wenig bringt. In meinem Projekt haben wir
grossen Wert auf die Architektur gelegt, was an der ETH leider viel
zu kurz kommt. Dort werden hauptsächlich coole Algorithmen
vorgestellt und die Programmieraufgaben sind darauf ausgelegt,
dass die Programme das richtige Ergebnis ausspucken. Doch wie
das Programm von der Architektur her aufgebaut ist, wird wenig
oder überhaupt nicht beachtet. Praktisch alle Aufgaben sind
„Einwegprodukte“. Ist ein Projekt abgegeben und bewertet worden,
wird der gesamte Code nie wieder angesehen.

In der Praxis ist dies natürlich nie der Fall. Jede Klasse, die
geschrieben wird, muss unter Umständen über Jahre hinweg
Bestand halten und gepflegt werden. Mehr noch, die Chance ist
gross, dass man Code von Programmen warten muss, den man
nicht einmal selber geschrieben hat. Umso wichtiger ist hier eine

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gute Architektur und eine übersichtliche Struktur. Das ist eines der
wichtigsten Dinge, die mich das Praktikum lehrte – Wie schreibe ich
Programme und Klassen auf einer Basis, die über Jahre hinweg gut
gewartet und erweitert werden können.

Persönliches Highlight

Der Höhepunkt in meinem Praktikum waren die Codereview


Sitzungen mit Hans Bärfuss. Wir hatten in einigen vorangegangen
Sitzungen architekturtechnische Details diskutiert, die mir aber
durch die mündlichen Erklärungen nicht wirklich klar wurden. Er
nahm sich deshalb extra Zeit für mich, um mir die Konzepte direkt
im Code zu zeigen. Zusammen nahmen wir alles unter die Lupe
und gingen Klasse für Klasse, Methode für Methode und
Membervariable für Membervariable durch und er erläuterte mir mit
seinem Fachwissen und jahrelanger Erfahrung, warum eine
Codezeile gut und eine andere weniger gut war.

Viele angesprochene Konzepte konnte er mir 1 zu 1 im Code


aufzeigen und gemeinsam mit mir korrigieren. Dies hat mir enorm
geholfen, da ich nun endlich verstand, was es zum Beispiel mit
einem richtig eingesetzten Interface auf sich hatte, warum
Methoden in der falschen Klasse waren, wie eine Klasse im

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allgemeinen aufgebaut werden kann, warum das


Delegationsprinzip die ganze Architektur viel übersichtlicher macht
und noch vieles mehr.

Nach jeder Sitzung hatte ich Gelegenheit, den Code nochmals


durchzugehen und die besprochenen Details auszubessern. Mit der
Zeit fand ich automatisch selber Stellen im Code, die schlecht
waren. Mit meinem neu gewonnen Wissen konnte ich die Fehler
gleich selber bereinigen. Dies versetzte mich in Hochstimmung und
ich realisierte, dass ich einen grossen Schritt in der
Programmierung gemeistert hatte.

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