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B1 Deutsch für Jugendliche

Friederike Jin

Handreichung für den Unterricht


Deutsch für Jugendliche
Friederike Jin

B1
Handreichung für den Unterricht

B1 Deutsch für Jugendliche

Im Auftrag des Verlages erarbeitet von Friederike Jin.

Redaktion: Heike Krüger-Beer


Redaktionelle Mitarbeit: Astrid Feyerabend

Autoren der landeskundlichen Texte: Onno Meyer, Heike Krüger-Beer


Illustrationen: Lukáš Fibrich, Laurent Lalo
Layoutkonzept: Rosendahl Berlin, Agentur für Markendesign
Layout und technische Umsetzung: Oxana Rödel, Absatz DTP-Service, Teltow
Umschlaggestaltung: Rosendahl Berlin, Agentur für Markendesign
Umschlagfoto: Fotolia / Syda Productions

Informationen zum Lehrwerksverbund von finden Sie unter: www.cornelsen.de/prima-plus

Abkürzungen und Symbole


L Lehrer und/oder Lehrerin; Lehrer und Lehrerinnen SB Schülerbuch
S Schüler und/oder Schülerin; Schüler und Schülerinnen AB Arbeitsbuch
HV Hörverständnisübung TIPP Tipp
LV Leseverständnisübung

www.cornelsen.de

Die Webseiten Dritter, die in diesem Lehrwerk angegeben sind, wurden vor Drucklegung sorgfältig
geprüft. Der Verlag übernimmt keine Gewähr für die Aktualität und den Inhalt dieser Seiten oder
solcher, die mit ihnen verlinkt sind.

1. Auflage 2017

Alle Drucke dieser Auflage sind inhaltlich unverändert


und können im Unterricht nebeneinander verwendet werden.

© 2017 Cornelsen Verlag GmbH, Berlin

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt.


Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen
Einwilligung des Verlages.
Hinweis zu den §§ 46, 52a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung
­eingescannt und in ein Netzwerk eingestellt oder sonst öffentlich zugänglich gemacht werden.
Dies gilt auch für Intranets von Schulen oder sonstigen Bildungseinrichtungen.

Druck: Media Print Informationstechnologie GmbH, Paderborn

ISBN: 978-3-06-120657-4
Inhaltsverzeichnis

Einführung 4
Teile des Lehrwerks 9
Aufbau einer Einheit 10
Kurzüberblick: Didaktisches Inhaltsverzeichnis 11
Kommentierung der Einheiten Landeskundliche Informationen
Einheit 1: Träume und Wünsche Blick in die Shell-Jugendstudie von 2015 20
Einheit 2: Vorbilder Pina Bausch, Titus Dittmann, Anke Engelke, Philipp Lahm, 23
Rupert Neudeck
Einheit 3: Berufe Abitur bestanden! Und was jetzt? 30
Einheit 4: Familien Familien, Paare und Lebensgemeinschaften 34
Regelung der Elternzeit
Strategietraining 1 38
Einheit 5: Zukunft Flugzeug, Computer, Fernsehen, Auto, Kernenergie 43
Einheit 6: Wohnen Wohnen in Deutschland 48
Einheit 7: Essen Gibt es die typisch deutsche Küche? 52
Einheit 8: Gesund und fit Berufe im Gesundheitswesen 57
Strategietraining 2 61
Einheit 9: Engagement Ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen 66
Einheit 10: Geld Ferien- und Nebenjobs 70
Einheit 11: Du und ich Heinrich Heine, Erich Fried, Friedrich Hölderlin 74
Einheit 12: Natur Bionik 79
Strategietraining 3 83
Einheit 13: Technik Wichtige technische Erfindungen der Menschheit 87
Einheit 14: Mach keinen Stress! Mediationsprogramme an Schulen 91
Einheit 15: Sport und Spaß Daten zum Sport in Deutschland 95
Einheit 16: Mitmachen Schülermitverantwortung (SMV) 100
Strategietraining 4 104
Einheit 17: Anders reisen Ausgewählte Sehenswürdigkeiten in drei deutschen Städten 108
Einheit 18: Dreimal Deutsch Dialekte in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich 112
Einheit 19: Schönheit Was ist Schönheit? 116
Einheit 20: Berufseinstieg Umfrage: Welche Kriterien sind bei der Wahl Ihres zukünftigen 121
Arbeitgebers wichtig?
Strategietraining 5 124
Einheit 21: Mauer, Grenze, Das Grüne Band: Naturtourismus und das 129
Grünes Band „Erlebnis Grünes Band“
Einheit 22: Tod im Grünen Band Kesperkirmes Witzenhausen 133
Kopiervorlagen 134
Hörtexte (Schüler- und Arbeitsbuch) 161
Lösungsschlüssel (Arbeitsbuch) 192

3
Einführung

B1 ist ein Lehrwerk für Jugendliche und junge Erwachsene


und führt auf die Niveaustufe B1 des Gemeinsamen Europäischen
Referenzrahmens für Sprachen. 22 kurze Einheiten vermitteln ab­
wechslungsreiche Einblicke in die deutschsprachige Lebenswirklichkeit
junger Leute und geben kulturelle und historische Hintergrundinfor­
mationen. Die Einheiten sprechen Themen an, die junge Leute zum
Nachfragen, Diskutieren und Vergleichen motivieren und damit zum
aktiven Umgang mit der deutschen Sprache anregen.

Mit dem systematischen Aufbau von Redemitteln, Wortschatz und


Grammatik erwerben die Lernenden eine sichere Basis im Deutschen.
Die vielfältigen produktionsorientierten Aufgaben ermöglichen einen
lebendigen Unterricht, trainieren die kommunikativen Kompetenzen
und bereiten auf die B1-Prüfung vor.

In den fünf Zwischeneinheiten mit dem Titel „Strategietraining“


finden Sie weitere Texte und Übungen zum Hören und Lesen sowie
zum Schrei­ben und Sprechen, die als zusätzliches Übungsmaterial zur
Binnendifferenzierung und zur Prüfungsvorbereitung genutzt werden
können. Darüber hinaus finden Sie in diesen Einheiten je einen litera­
rischen Text sowie Aufgaben zu den Videoclips von B1.

Wie in den ersten Bänden von ist auch im B1-Band das


Arbeitsbuch eng mit dem Schülerbuch verbunden und unterstützt
die Arbeit im Kurs durch nachbereitende, vertiefende Übungen.
Die Trainingseinheiten im Arbeitsbuch bieten lexikalische und gram­
matische Wiederholungsübungen.

Schülerbuch Das Schülerbuch B1 enthält:


• 22 thematische Einheiten
• fünf Einheiten zum Strategietraining
• einen Anhang mit Wortlisten und einer Liste der wichtigsten
Redemittel

Einheiten Die Einheiten bestehen jeweils aus vier Seiten. Sie beginnen mit einem
visuellen Input unterschiedlicher Art, der in das Thema einführt und
einen interessanten Sprechanlass bietet. Es folgen Lesetexte, Hörtexte
und Aufgaben, die von der Rezeption zur Produktion führen.

Die ockerfarbenen Grammatikkästen dienen der Bewusstmachung


sprachlicher Strukturen. Besonderer Wert wird auch auf die Wort­
schatzarbeit und auf die Vermittlung von Strategien zur Worterschlie­
ßung gelegt.

Die Audio-CD enthält alle Hörtexte aus dem Schülerbuch.

Strategietraining Nach jeweils vier Einheiten gibt es ein Strategietraining. Diese Einhei­
ten sind nicht in die Progression eingebunden und können variabel
eingesetzt werden. Sie bieten Material, mit dem die Lernenden die
Sprech-, Hör-, Lese- und Schreibkompetenz trainieren können.

Die Aufgaben zu den Lese- und Hörtexten sind prüfungsorientiert for­


muliert und können als Vorbereitung auf das Deutsche Sprachdiplom,
Stufe I (DSD I) bzw. das Zertifikat Deutsch eingesetzt werden.

4
Einführung

Die Sequenz zum Schreibtraining übt systematisch Elemente wichtiger


Textsorten (eine Meinung wiedergeben, einen Text zusammenfassen
u. a.).

Das Sprechtraining fokussiert auf typische intonatorische Strukturen,


die einen Vortrag verständlicher und lebendiger gestalten.

Die literarischen Texte im Anschluss an die Trainingsseiten regen zum


kreativen Umgang mit Sprache an. Die abschließenden Aufgaben zu
den Videoclips erweitern das Sprachenlernen um das Hör-Sehverstehen.

Anhang Im Anhang finden Sie eine alphabetische Wortliste, eine Liste der
unregelmäßigen Verben, eine Liste der Verben mit Präpositionen sowie
eine Liste mit pragmatisch geordneten Redemitteln.

Arbeitsbuch Das Arbeitsbuch B1 unterstützt die Arbeit mit dem Schüler­


buch durch umfangreiches zusätzliches Übungsmaterial. Schüler- und
Arbeitsbuch sind in allen Einheiten konsequent parallel aufgebaut.
Sie finden zu genau jeder Übungsnummer im Schülerbuch dieselbe
Übungsnummer im Arbeitsbuch. Auf der vierten Seite jeder Arbeits­
bucheinheit finden Sie einen Überblick über die in der Einheit gelern­
ten Redemittel und Strukturen. In den fünf Trainingseinheiten werden
im Arbeitsbuch Strukturen und Wortschatz auch aus der A-Stufe wie­
derholt sowie Phonetikübungen angeboten.

Im Anhang des Arbeitsbuches finden Sie einen kurzen Grammatik­


überblick für die Stufe B1.

Lerner-CD-ROM Die eingelegte Lerner-CD-ROM enthält:


• Audiodateien für die Hörverständnisübungen des Arbeitsbuches
• interaktive Übungen zu Strukturen und Wortschatz
• zusätzliche landeskundliche Lesetexte zu jeder Einheit des Schüler­
buchs und
• Seiten mit dem Lernwortschatz jeder Einheit („Deine Wörter“)

Testheft Das Testheft enthält zusätzliche Tests zu den Einheiten sowie einen
Modellsatz für das Zertifikat Deutsch.

DVD Die DVD bietet fünf Videoclips mit Spielszenen. Die Aufgaben zu den
Clips finden Sie am Ende der Einheiten zum Strategietraining im
Schülerbuch.

Digitaler Unterrichtsmanager Der digitale Unterrichtsmanager hält das digitale Schülerbuch mit allen
dazugehörigen Materialien (Audiodateien, Video, Kopiervorlagen,
Handreichungen für den Unterricht u. a.) gebündelt auf Ihrem Compu­
ter für Sie bereit und ist somit die perfekte Hilfe für Ihre Unterrichts­
vorbereitung und -durchführung.

http://www.cornelsen.de/ Unter http://www.cornelsen.de/prima-plus finden Sie für die Arbeit


prima-plus mit zusätzliche Arbeitsblätter.

5
Einführung / Methodische Grundlagen

Unterrichten und Lernen mit


Das Grundprinzip von ist die Orientierung an der Handlungs­
kompetenz, wie sie der „Rahmenplan Deutsch als Fremdsprache für das
Auslandsschulwesen“ und der „Gemeinsame Europäische Referenz­
rahmen“ (GER) für den modernen Fremdsprachenunterricht vorsehen.
Ziel des Sprachunterrichts ist es, dass die S im Deutschen eine Sprach­
kompetenz erwerben, die sie befähigt, in schulischen und außer­
schulischen Kontexten „ihre Handlungsabsichten differenziert und
situationsangemessen mündlich und schriftlich verwirklichen (zu)
können“ (Rahmenplan, S. 6).
Daraus ergeben sich weitere Leitprinzipien für die Arbeit mit :

das Prinzip der mitteilungsbezogenen Kommunikation: Die S sprechen


• 
möglichst oft als sie selbst, d. h., sie verwenden Deutsch, um eigene
Gedanken und Inhalte auszudrücken.
das Prinzip des Übens: Kommunikationsfähigkeit bedarf sprachlicher
• 
Bausteine und grundlegender Redemittel, die konsequent geübt
werden.
das Prinzip der Selbsttätigkeit: Die S werden dazu angeleitet, neue
• 
Strukturen in der Grammatik und im Wortschatz selbsttätig zu
erschließen und sich aktiv mit Lernstrategien auseinanderzusetzen.
das Prinzip der interkulturellen Orientierung: Handlungsfähigkeit
• 
setzt nicht nur sprachliche Kompetenz voraus, sondern ist in kultu­
rell geprägte soziale Kontexte eingebunden. Die S müssen Unter­
schiede zwischen der Lebenswirklichkeit in den deutschsprachigen
Ländern und ihrem eigenen kulturellen Kontext erkennen und
reflektieren, damit sie angemessen handeln können.

1. Wortschatz Die Interessen von Jugendlichen, ihre Vorlieben, ihr Alltag, ihre Sicht­
weisen sind Ausgangspunkt für die Auswahl der Themen in .
Der Wortschatz orientiert sich an den Themen des Rahmenplans und
des GER. Im dritten Bildungsabschnitt, auf dem Niveau B1, verfügen
die S bereits über einen Grundwortschatz. Dieser Grundwortschatz wird
nun erweitert und systematisiert, sodass die S über einfache Alltags­
dialoge hinaus auch zu einem breiten Spektrum von Themen Stellung
nehmen und darüber diskutieren können. Besonders wichtig werden
jetzt auch Strategien der Wortbedeutungserschließung, die in
regelmäßig angeboten und geübt werden.

2. Grammatik Die Grammatik ist in nach den Vorgaben des GER und des
Rahmenplans ausgewählt und wird konsequent als Hilfsmittel für die
sprachliche Kommunikation verstanden.
Neue grammatische Phänomene werden in sinnvollen Kontexten prä­
sentiert, bewusst gemacht und geübt. Dabei kommt der Eigenaktivität
der S große Bedeutung zu. Sie werden angeleitet, die Besonderheiten
der deutschen Sprache und ihre Regeln selbsttätig zu erkennen. Die
mündlichen und schriftlichen Übungen stehen in einem sinnvollen
Kontext. Sie werden häufig auch spielerisch angeboten und bereiten
die freieren produktiven Aufgaben vor. Dadurch führt die Arbeit an
der Grammatik zur Erweiterung der sprachlichen Handlungskompetenz.
Besonders wichtig ist in auch die regelmäßige Wiederholung
grammatischer Themen.

6
Einführung / Methodische Grundlagen

3. Die Entwicklung der vier Auf dem Niveau B1 wird die Hörkompetenz weiter ausgebaut. Neben
Fertigkeiten: Dialogen aus der Alltagswelt der Jugendlichen werden jetzt auch Inter­
Hören – Sprechen – views, Stellungnahmen und Radiosendungen angeboten. Die Dialoge
Lesen – Schreiben kommen aus vielfältigen Situationen, die die S emotional unterschied­
lich ansprechen; ein Reklamationsgespräch in einem Mediamarkt, ein
Gespräch mit einem Berufsberater oder Streitgespräche unter Jugend­
lichen sind nur ein paar Beispiele. Die Höraufgaben trainieren syste­
matisch die verschiedenen Hörstrategien, das globale, selektive und
detaillierte Hören. In den Strategietrainingseinheiten finden Sie viele
zusätzliche prüfungsorientierte Hörverständnisübungen, mit denen
Sie die Hörkompetenz unterstützen können.

Die Sprechkompetenz spielt in eine wichtige Rolle. Es gibt in


jeder Einheit thematisch eingebundene Sprechanlässe, die durch Lese­
texte oder Hörtexte inhaltlich und sprachlich vorbereitet werden und
durch Redemittelkästen, in denen die S hilfreiche Formulierungen fin­
den, unterstützt werden. Ziel ist es, dass die S ihre eigenen Gedanken
in angemessenen deutschen Formulierungen äußern können.
Die Erweiterung der Sprechkompetenz wird durch intonatorische und
phonetische Übungen in den Trainingseinheiten von Schüler- und
Arbeitsbuch unterstützt.

Für den Aufbau der Lesekompetenz ist es wichtig, dass die S ganz un­
terschiedliche Textsorten kennenlernen und lernen, mit welchen Stra­
tegien man sich diese Texte am besten erschließen kann. Sie finden in
eine große Vielfalt von Lesetexten aus der Lebenswirklichkeit
von Jugendlichen, wie zum Beispiel Zeitungsartikel, Gebrauchsanwei­
sungen, E-Mails, Blogtexte oder Leserbriefe. Die dazugehörigen Aufga­
ben helfen den S, eine jeweils sinnvolle Lesestrategie zu verwenden.
In den Trainingseinheiten erhalten Sie ein zusätzliches Angebot an prü­
fungsorientierten Lesetexten und Aufgaben, die Sie auch binnendiffe­
renzierend einsetzen können.

Während das Schreiben auf der Niveaustufe A1 und A2 nur eine unter­
geordnete Rolle spielt, lernen die S in B1, längere eigene Texte
zu schreiben. Das ist für die S häufig nicht einfach. Deshalb wird diese
Arbeit in systematisch unterstützt. Sie finden Aufgaben, in
denen die S angeleitet werden, über den Schreibprozess zu reflektieren.
Es gibt in den Einheiten kleine Modelltexte, die für die Textproduktion
der S als Vorbild dienen können, und das eigene Schreiben wird durch
sprachliche Aktivitäten in der Klasse vorbereitet.

4. Lernstrategien und Wie auch in den ersten Bänden von legt der B1-Band großen
Prüfungsvorbereitung Wert auf die Vermittlung von Sprachlernstrategien. Im Mittelpunkt
stehen Strategien zum Erwerb der Hör-. Lese-, Sprech- und Schreib­
kompetenz. Sie finden Aufgaben, in denen die S angeleitet werden,
darüber zu reflektieren, wie sie effektiv ihre Kompetenzen ausbauen
können und in denen sie die Strategien auch direkt anwenden können.
In den blau-gelben Kästen werden zusätzlich Lerntipps angeboten.
Die Strategien sind auch für die Prüfungsvorbereitung von besonderer
Bedeutung, da die einschlägigen Prüfungen ein hohes Maß an Hör-,
Lese-, Sprech- und Schreibkompetenz verlangen.

7
Einführung / Methodische Grundlagen

5. Testen und Prüfen bietet Ihnen zur Beurteilung und Dokumentation des Leis­
tungsvermögens Ihrer S das Testheft B1 an. Die Erfahrung zeigt,
dass fast nichts die S so sehr zum Lernen anregt wie das persönliche
Feedback. Deshalb sollten die L das Testheft dazu benutzen, den S
ein regelmäßiges Feedback zu geben und sie durch Vorschläge für das
weitere Lernen zu unterstützen.

6. Binnendifferenzierung In den Einheiten zum Strategietraining finden Sie im Schülerbuch zu­


sätzliches Material für das Training der vier Fertigkeiten Hören, Lesen,
Sprechen und Schreiben. Im Arbeitsbuch gibt es in jeder Trainings­
einheit Wiederholungsübungen zum Wortschatz und zur Grammatik.
Diese Übungen und Aufgaben können sehr gut zur Binnendifferen­
zierung eingesetzt werden.
Zu jeder Einheit gibt es auf der Lerner- CD-ROM zusätzliche Lesetexte
und interaktive Übungen zu Strukturen und Wortschatz, die Sie zur
Binnendifferenzierung nutzen können.

7. Landeskunde und vermittelt über Fotos, Dialoge, Lese- und Hörtexte Eindrücke
interkulturelles Lernen von dem Leben Jugendlicher in den deutschsprachigen Ländern. Sie
transportieren implizit und explizit landeskundliches Wissen. Die S
werden an den dafür geeigneten Stellen aufgefordert, die Einblicke in
die Lebenswirklichkeit der deutschsprachigen Länder mit der in ihrem
eigenen Land zu vergleichen. Durch die Reflexion von Gemeinsamkei­
ten und Unterschieden werden die S auf das Handeln in Begegnungs­
situationen vorbereitet und bauen auf diese Weise eine interkulturelle
Handlungskompetenz auf.
Die Videoclips auf der DVD bringen Bewegung in die Kommunikation
und vermitteln lebendige Eindrücke vom Leben in den deutschsprachi­
gen Ländern.

8. Produktorientierung und Die eigenständige und auch weiterführende Auseinandersetzung mit


Projektarbeit einem Thema in einer Projektarbeit macht den S Spaß und fördert die
Motivation. In einer Kleingruppe können die S Teamfähigkeit einüben
und gemeinsam ein Produkt erstellen, das sie der Klasse (oder auch
anderen S oder den Eltern) präsentieren. Das Ergebnis einer Gruppen­
arbeit kann ein Poster, ein Referat oder auch eine PowerPoint-Präsen­
tation sein. Die S machen sich dadurch von Anfang der B1-Stufe an
mit der Präsentation, wie sie in der mündlichen Sprachdiplomprüfung
verlangt wird, vertraut.
In werden in vielen Einheiten inhaltlich und didaktisch sinn­
volle Projektaufgaben vorgeschlagen, die mit den jeweils gelernten
sprachlichen Mitteln zu bewältigen sind.

9.  Spiel und Spaß Wenn man mit Freude bei der Arbeit ist, geht das Lernen leichter, und
man ist auch leichter bereit sich anzustrengen. bietet eine
Reihe von Liedern, Bildern, Videospielszenen und abwechslungsreichen
Spielen, die Spaß und Humor in den Lernprozess bringen.

Wir, die Autorinnen und Autoren, wünschen Ihnen viel Erfolg und
Freude mit  !

8
Te i l e d e s L e h r w e r k s

Video / DVD B1 Schülerbuch – für die Arbeit in der Klasse


Fünf Clips mit Spielszenen aus dem Alltag • Hör- und Lesetexte, Dialoge
von Jugendlichen in Deutschland • Entwicklung der vier Fertigkeiten Hören,
Sprechen, Lesen und Schreiben
• vielfältige kommunikative Aufgaben
Die CD zum Schülerbuch • abwechslungsreiche Grammatikübungen
• Hörtexte • Vorschläge für Präsentationen und
• Dialoge Projektarbeit
• Sprechübungen zur Intonation • Fotos, die als Sprechanlass dienen
• Lieder • Rubrik „Denk nach“ mit grammatischen
Regeln zum Selbstentdecken

Arbeitsbuch – für vertiefende Stillarbeit und die selbstständige


Arbeit zu Hause
• 1 : 1-Beziehung zum Schülerbuch
• vielfältige Übungen zu Grammatik, Wortschatz und Redemitteln
• prüfungsorientierte Aufgaben
• Phonetikübungen
• Grammatikübersicht

Zusätzliches Material Lerner-CD-ROM zum Arbeitsbuch


Digitaler Unterrichtsmanager • Hörverständnisübungen und Übungen zur
• Schülerbuch als interaktives PDF Phonetik
• Audio-CD zum Schülerbuch mit • interaktive Übungen zu Strukturen und
Transkripten Wortschatz
• Video-DVD mit Transkripten • landeskundliche Lesetexte
• Lerner-CD-ROM zum Arbeitsbuch • Lernwortschatz zu jeder Einheit
mit Hörtexten und Hörübungen zu
Phonetik, interaktiven Wortschatz-
Testheft (nur für Lernende)
und Grammatikübungen, zusätzli­
• Tests zu den Einheiten
chen landeskundlichen Lesetexten
• einheitenübergreifende Tests
• Lernwortschatz zu jeder Einheit
• Modelltest Zertifikat Deutsch
(„Deine Wörter“)
• Handreichungen für den Unterricht
• Kopiervorlagen
Handreichungen für den Unterricht
• didaktische Tipps
• landeskundliche Zusatzinformationen
• Kopiervorlagen
• Transkripte der Hörtexte
• Lösungsschlüssel Schüler- und Arbeitsbuch
Internetauftritt: http://www.cornelsen.de/
prima-plus
Arbeitsblätter zu jeder Einheit zum Download

9
Aufbau einer Einheit

Aufbau Die 22 Einheiten haben jeweils vier Seiten. Der regelmäßige Aufbau
(Schülerbuch) erleichtert Ihnen wie auch den S die Übersicht über den zu lernenden
Stoff und schafft schnell eine Vertrautheit mit dem Buch, die das Ler­
nen fördert. Die Kürze der Einheiten ermöglicht einen lebendigen,
abwechslungsreichen Unterricht.

Einstieg Jede Einheit beginnt mit einem visuellen Einstieg in die Thematik.
Diese Fotos sind ein erster Sprechanlass, mit dem die S den bereits
gelernten Wortschatz wieder ins Gedächtnis rufen können und sich
mit dem Thema vertraut machen.

Lernziele Am Anfang jeder Einheit steht ein grün-blauer Kasten mit den Lern­
zielen für diese Einheit. Dadurch wird Transparenz geschaffen, die den
S zusammen mit der Seite „Das kannst du“ am Ende jeder Arbeitsbuch­
einheit hilft, den Überblick über den Lernstoff zu behalten und das
Lernen selbstständig anzugehen.
Auf den vier Seiten jeder Einheit finden Sie Lesetexte und Hörtexte mit
verständnissichernden Übungen, Sprechanlässe für die weiterführende
Einheit, Kommunikation im Unterricht, Schreibaufgaben, Übungen zum
Wortschatz und zur Grammatik sowie in vielen Einheiten Vorschläge
zur Projektarbeit.
Diese vier Seiten sind linear aufgebaut. Aufeinanderfolgende Übungen
steigen im Schwierigkeitsgrad an und führen in der Regel von der Re­
zeption über verschiedene Übungen zur mündlichen oder schriftlichen
Produktion.

„Denk nach“ In jeder Einheit finden Sie mindestens einen ockerfarbenen Kasten mit
dem Titel „Denk nach“. Dieser Kasten präsentiert die neue Grammatik.
Um die kognitive Arbeit zu fördern, enthält der Kasten häufig eine
Leerstelle oder eine Lücke, die von den S mithilfe der selbst zu finden­
den Regel geschlossen werden muss. Diese Art der selbsttätigen Gram­
matikarbeit fördert die Eigenaktivität der S und führt dazu, dass die
Regeln besser behalten werden und in kommunikativen Situationen
schneller aktiviert werden können.

Schülerbuch Der Aufbau dieser vier Seiten des Schülerbuchs spiegelt sich in einer
1 : 1-Beziehung im Arbeitsbuch wieder. Zu jeder Übung im Schülerbuch
gibt es dieselbe Übungsnummer im Arbeitsbuch. Die Übung im Arbeits­
buch wiederholt, vertieft und festigt in leicht variierter Form den
jewei­ligen Lernschritt aus dem Schülerbuch und ist sowohl für Still­
arbeitsphasen im Unterricht als auch für Hausaufgaben geeignet.

„Das kannst du“ Die vierte Seite im Arbeitsbuch gibt einen Überblick über den Lern­
(Arbeitsbuch) stoff. Die Seite ist zweigeteilt. Die obere Hälfte präsentiert wichtige
Redemittel aus der Einheit. Die untere Hälfte fasst die neu gelernten
grammatischen Strukturen zusammen.

Strategietraining Nach jeweils vier Einheiten im Schülerbuch finden Sie eine Einheit zum
Strategietraining. Diese Strategietrainingseinheiten bieten zusätzliches
Material zum Training der Sprech-, Hör-, Lese- und Schreibkompetenz.
Literatur Sie enthalten einen literarischen Text und Aufgaben zu den Videoclips
Video-DVD auf der Video-DVD.

10
Aufbau einer Einheit

Sie sind inhaltlich leicht an die Themen in den vorhergehenden Einhei­


ten angebunden, stehen aber außerhalb der Progression und können
zur Wiederholung, Prüfungsvorbereitung oder auch binnendifferenzie­
rend variabel eingesetzt werden.

Intonation Jedes Strategietraining enthält ein Sprechtraining, in dem intonatori­


sche und phonetische Phänomene bewusst gemacht und eine gut
verständliche, lebendige Betonung trainiert werden.

Strategietipps Die orangenen Tipp-Kästen geben Tipps, die bei der Bewältigung von
Lese- und Hörverstehensaufgaben hilfreich sind bzw. die dabei unter­
stützen, einen mündlichen Beitrag oder eine schriftliche Textproduktion
erfolgreich zu strukturieren und zu formulieren.

Liste der unregelmäßigen Im Anhang des Schülerbuchs finden Sie eine Liste der unregelmäßigen
Verben Verben aus , die den S zum Nachschlagen und Lernen dienen
kann.

Liste der Verben mit Sie finden ebenfalls eine Liste aller Verben mit Präpositionen aus
Präpositionen . Die Liste ist lernfreundlich nach Präpositionen geordnet.
So können Regelmäßigkeiten erkannt werden, die das Lernen erleich­
tern, wie z. B. sich erinnern an und denken an oder sich einsetzen für,
sich engagieren für und sich interessieren für.

Redemittel Die Liste der Redemittel ist nach Sprechanlässen und Redeabsichten
geordnet. Sie kann deshalb auch gut im Unterricht verwendet werden,
wenn die S bereits gelernte Redemittel gerade nicht präsent haben und
Sie eine kurze Wiederholung einschieben möchten, bevor Sie eine
kommunikative Aufgabe bearbeiten lassen wollen.

„Deine Wörter“ Auf der CD-ROM, die im Arbeitsbuch einliegt, finden Sie eine nach
Einheiten geordnete Liste des Lernwortschatzes. Die Wörter sind inner­
halb der Einheit alphabetisch sortiert, Artikel und Pluralendung sind
genannt und der Wortakzent ist markiert.

11
Didak tisches Inhaltsverzeichnis

KOMPETENZEN
Handlungsziele DaF-Rahmenplan* Hören Lesen

1 • Träume und Wünsche äußern • eigene Ziele, Hoffnungen und • das Ende einer • Eine Geschichte: Drei
Träume und •  Bedingungen nennen Träume beschreiben und auf Ziele, Geschichte Wünsche
Wünsche • Über Zukunftspläne sprechen Hoffnungen, Träume anderer • ein Gespräch zwischen • Texte von zwei Jugendli­
reagieren Vater und Tochter über chen über ihre
• Handlung von einem fiktiven die Wünsche nach der Zukunftspläne
Hörtext wiedergeben Schulzeit
• Lied: Es wäre mein Traum
2 • Über Biographien sprechen • bekannte Persönlichkeiten des politi­ • Aussagen von Jugendli­ • Kurzbiografien über Anke
Vorbilder •  Über Vorbilder sprechen schen und gesellschaftlichen Lebens chen über ihre Vorbilder Engelke, Philipp Lahm,
• Einen Text über Vorbilder kennenlernen • ein Interview mit einem Titus Dittmann und Pina
schreiben • Gehörtes wiedergeben, Sachverhalte Experten über die Rolle Bausch
auch in Einzelheiten verständlich und Wirkungen von • zwei unterschiedlich gut
beschreiben Vorbildern geschriebene biografische
• mit und in Texten grundlegende • zwei unterschiedlich gut Texte über Malala Yousafzai
Diskursfunktionen realisieren: formulierte und vorgetra­
beschreiben und begründen gene biografische Texte
3 • Über Berufe sprechen • Sachverhalte auch in Einzelheiten • Aussagen von Jugend­ • ein Magazinartikel über
Berufe • Einen Beruf genauer erklären beschreiben, definieren lichen über ihre Berufs- Stärken und Schwächen
• Einen Fragebogen zu eigenen • Äußerungen in der jeweils anderen wünsche • ein Fragebogen über
Stärken und Schwächen Sprache so wiedergeben, dass ein eigene Stärken und
beantworten kontextualisiertes und sinngemäßes Schwächen
• Über eigene Stärken und Verstehen der Gesamtaussage und
Schwächen sprechen der Detailinformationen gesichert ist
• in einem Interview konkrete Aus­
künfte geben und auf spontane
Nachfragen reagieren bzw. ein vor­
bereitetes Interview führen und
spontane Zusatzfragen stellen
4 • Familien beschreiben • eigene Redebeiträge klar • deutsche Jugendliche • ein Informationstext über
Familie • Begriffe definieren strukturieren erzählen von ihrer Familie die Rollenverteilung in
• Über Rollen in der Familie • mit und in Texten grundlegende deutschen Familien
diskutieren Diskursfunktionen realisieren: • eine Grafik über den
• Über eine Grafik sprechen definieren, argumentieren und Wandel der deutschen
begründen Familien

5 • Sagen, was man in der Zu­ • Sachverhalte beschreiben und • ein Beispiel für ein • Vorhersagen von früher
Zukunft kunft tun wird bewerten Sprechspiel zu zweiteili­ • ein Text über die Städte
• Über die Stadt der Zukunft • allgemeine Arbeitsstrategien gen Konnektoren der Zukunft
sprechen (Brainstorming) kennenlernen • ein Brainstorming zum
• Ein Brainstorming machen • Gelesenes wiedergeben, zusammen­ Thema „Stadt“
fassen und dazu Stellung nehmen
6 • Den eigenen Lieblingsort • detailliert über eigene Erfahrungen • Jugendliche erzählen von • ein Text über den
Wohnen beschreiben berichten und dabei eigene Ge­fühle ihrem Lieblingsort Lieblingsort einer
• Über Sprichwörter zum Thema und Reaktionen beschreiben • ein Radiointerview mit Jugendlichen
„Ordnung“ sprechen • argumentative Texte lesen und einer Jugendlichen, • Sprichwörter
• Einen Leserbrief zum Thema verstehen die schon an mehreren • Leserbriefe über
„Aufräumen“ schreiben • mit und in Texten grundlegende Orten in der Welt „Aufräumen“
Diskursfunktionen realisieren: gewohnt hat
Formulieren von Meinungen und
Begründungen, Äußerung von
Zweifel
7 • Essen bestellen und bezahlen • Gesprächen im Alltag folgen • Dialoge beim Essen • eine Speisekarte
Essen • Sich beschweren • einen informativen Text (über die • verschiedene Dialoge im • ein Kommentar im
• Einen Restaurantbesuch Geschichte des Essens) lesen, Restaurant Gästebuch eines
kommentieren verstehen und wiedergeben Restaurants
• eine eigene Geschichte schreiben • eine kurze Geschichte
des Essens

* Rahmenplan „Deutsch als Fremdsprache“ für das Auslandsschulwesen

12
Didak tisches Inhaltsverzeichnis

SPRACHLICHE MITTEL
Sprechen Schreiben Lesetext auf CD-ROM / Grammatik Wortschatzarbeit
Projekte
• einen Text über die • Aus dem Tagebuch der Katharina M. • Konjunktiv II (würde +
eigenen Zukunftspläne Infinitiv)
schreiben • Konjunktiv II (sein,
haben, Modalverben)

• über die Aktivitäten von • anschließend nach einer • Steckbrief einer berühmten Person • Verben mit Präpositio­ • Wörter und
Menschen sprechen Diskussion, über zwei nen und ihre Fragewör­ Worterklärungen
• biografische Informationen Beispieltexte einen Text ter womit, worauf … zuordnen
wiedergeben und über die über Vorbilder schreiben mit wem, für wen …
Personen sprechen
• Informationen aus einem
Interview wiedergeben

• über Berufe sprechen • Das Bildungssystem in Deutschland: • Relativsätze im Nomina­ • Berufe, Arbeits­
• Berufe definieren und raten vom Kindergarten bis zur Universität tiv und Akkusativ orte und Aktivitä­
• über Stärken und Schwächen • Projekt: ten zuordnen
und passende Berufe sprechen Interviews mit Verwandten oder
Bekannten über ihren Beruf in
der Muttersprache führen und
Ergebnisse auf Deutsch präsentieren
(Sprachmittlung)

• Familien beschreiben • Sätze zu einer Grafik • ein Schülerchat zum Thema „Welche • Relativsätze mit • Begriffe mit
• über die Rollenverteilung in schreiben Wirkung hat Werbung auf unsere Präpositionen einem Relativsatz
Familien diskutieren • einen typischen Tag in Familie?“ • Genitiv Plural erklären
• eine Traumfamilie beschreiben der Familie aus der Sicht
• über Unterschiede zwischen einer anderen Person
den Familien in Deutschland schreiben / die ideale
und im Heimatland diskutieren Familie beschreiben
• die Vorhersagen von gestern • einen Text zum Thema • eine Auswahl von Sprüchen zum • Futur (werden + Infini­ • Brainstorming
mit der Realität vergleichen „So wird unsere Stadt, Thema: Zukunft tiv) für Voraussagen
• Vorhersagen machen / unsere Region im Jahr • Einkaufen in der Zukunft • zweiteilige Konnektoren
wahrsagen 2060 sein“ • Projekt: entweder … oder,
• ein Brainstorming machen der eigene Ort / die eigene Stadt im weder … noch und
Jahr 2060 sowohl … als auch
• über Lieblingsorte sprechen • den eigenen Lieblingsort • Tipps und Ratschläge für das Leben •  was, wo, wie
• über Sprichwörter sprechen beschreiben in einer Wohngemeinschaft (Relativpronomen)
• über die Bedeutung von • einen Blogtext zum • Infinitiv mit zu
Ordnung diskutieren Thema „Aufräumen“
• ein Traumhaus (zeichnen und) schreiben
beschreiben

• ein Foto beschreiben • einen Kommentar im • Schulessen – für die Schule • Präteritum der regel­ • Wörter den
• Dialoge im Restaurant Gästeblog schreiben • Projekt: mäßigen und unregel­ Worterklärungen
schreiben und spielen A  Kochkunst in eurem Land mäßigen Verben zuordnen
• eine Geschichte vorlesen / B ein Gericht aus den deutsch­
erzählen sprachigen Ländern vorstellen

13
Didak tisches Inhaltsverzeichnis

KOMPETENZEN
Handlungsziele DaF-Rahmenplan* Hören Lesen

8 • Gesundheitsprobleme • einen informativen Text (Gebrauchs­ • verschiedene Dialoge • Gebrauchsanweisung


Gesund beschreiben anweisung) verstehen beim Arzt (Beipackzettel für ein
und fit • Ein Gespräch mit dem Arzt • Sprachmittlung: Die Schüler können ein­ Medikament)
führen (Sprachmittlung) fache, für die Bewältigung der Situation • ein kurzer Informationstext
• Ratschläge formulieren notwendige Informationen (z. B. Anwei- über einen Gesundheitstag
• Die eigene Meinung zum sungen, Erklärungen) in der eigenen an einer Schule
Thema „Fitness“ schreiben Sprache zusammenhängend und in
Deutsch mit Schlüsselwörtern
wiedergeben
9 • Meinungen äußern • argumentative Texte lesen und verstehen • ein Gespräch mit • Meinungen zum Thema
Engagement • Über Engagement sprechen • in persönlichen Mitteilungen Sachverhalte Jugendlichen, die ein Engagement
• Widersprüche benennen aus dem eigenen Erfahrungsbereich dar­ freiwilliges ökologi­ • eine E-Mail schreiben
• Eine E-Mail beantworten stellen, Gefühle und Reaktionen sches Jahr gemacht • Erfahrungsberichte von
formulieren haben deutschen Jugendlichen
• in persönlichen Mitteilungen Sachverhalte über ihr freiwilliges
aus dem eigenen Erfahrungsbereich dar­ soziales Jahr
stellen und Reaktionen formulieren

10 • Über Ideen zum Geldverdie­ • detailliert über eigene Erfahrungen be­ • ein Radiofeature über • ein Informationstext über
Geld nen sprechen richten und dabei eigene Gefühle und Kaufsucht Nebenjobs
• Über Vor- und Nachteile von Reaktionen beschreiben • ein Reklamations­
Nebenjobs sprechen • Besonderheiten in den Lebensbedingun­ dialog in einem
• Etwas reklamieren / gen und Lebensweisen wahrnehmen und Mediamarkt
umtauschen mit den eigenen vergleichen und
• Tipps zum Einkaufen im kontrastieren
eigenen Land geben • Rundfunksendungen die wichtigsten
Aussagen entnehmen
• Wörter in Bestandteile zerlegen und aus
Bestandteilen neu zusammensetzen
11 • Über zeitliche Abläufe • Handlungen von fiktiven Texten • Liebesgedichte • Liebesgedichte
Du und ich sprechen wiedergeben • kleine Szenen unter (von Heinrich Heine,
• Über Gefühle sprechen • Formen des eigenen Schreibens einset­ Jugendlichen Friedrich Hölderlin
• Menschen charakterisieren zen, um die Wirkung von Gestaltungsmit­ und Erich Fried)
• Über Gedichte sprechen teln zu erkunden: eine Geschichte zu • ein Comic
Ende schreiben
• Personen beschreiben
• Thema und die Grundstimmung in fiktio­
nalen Texten erschließen
12 • Über die Natur und Technik • Gelesenes wiedergeben und dazu Stel­ • ein Gespräch über • ein Artikel über eine Um­
Natur sprechen lung nehmen Mülltrennung frage: Was sind die Top-
• Überraschung / Zweifel • Wörter in Bestandteile zerlegen und aus Themen der Jugendlichen?
äußern Bestandteilen neu zusammensetzen • ein Flyer zur Mülltrennung
• Umweltprobleme diskutieren • Sachverhalte auch in Einzelheiten ver­ • ein Informationstext über
ständlich beschreiben „Bionik“
13 • Über Materialien sprechen • in persönlichen Mitteilungen Sach­verhalte • ein Informationstext
Technik • Sagen, wie und von wem aus dem eigenen Erfahrungsbereich dar­ „Roboter – eine
etwas gemacht wird stellen undReaktionen formulieren Erfolgsgeschichte“
• Eine Diskussion führen • eine Diskussion beginnen, fortführen und • eine Zeitungsnotiz aus
• Einen Leserbrief schreiben aufrecht erhalten und dabei die Meinung dem Jahr 2035
anderer prüfen, bestätigen oder ablehnen

14 • Über Konflikte sprechen • Gesprächen im Alltag folgen • Streitgespräche zwi­ • ein Artikel auf der Webseite
Mach • Streitgespräche führen • Gefühle (Verärgerung) ausdrücken und schen Jugendlichen einer Schule über
keinen • Über Mediation sprechen auf entsprechende Gefühlsäußerungen • ein Interview mit Schüler-Streitschlichter
Stress! reagieren Schülermediatoren • ein Informationstext über
• verschiedene Gesprächsstrategien ken­ die Regeln für eine
nenlernen (z. B. in Streitgesprächen) Mediation

* Rahmenplan „Deutsch als Fremdsprache“ für das Auslandsschulwesen

14
Didak tisches Inhaltsverzeichnis

SPRACHLICHE MITTEL
Sprechen Schreiben Lesetext auf CD-ROM / Grammatik Wortschatzarbeit
Projekte
• Krankheiten beschreiben und • Meinungen wieder­ • ein Referat über vegetarisches •  sollte • Krankheiten pantomi­
Ratschläge geben geben und die eigene und veganes Essen • Nebensätze mit misch darstellen und
• Dialoge beim Arzt schreiben und Meinung schreiben damit sie erraten
spielen
• Informationen aus einem Beipack­
zettel wiedergeben

• über Engagement sprechen • eine E-Mail • aktive und engagierte junge • Nebensätze mit • Wörter und
• über Kinderpatenschaften sprechen beantworten Menschen von heute – soziales obwohl Wort­erklärungen
• seine Meinung über das freiwillige Engagement von österreichischen • die Präpositional­ zuordnen
soziale Jahr äußern Jugendlichen pronomen dafür,
• Projekt: damit …
– Präsentation zum Engagement
am eigenen Ort
  – deutsche Organisationen:
Recherche und Präsentation
• über Vor- und Nachteile von • eine Erörterung zum • eine Auswahl der besten Witze • reflexive Verben mit • Worterklärungen und
Nebenjobs diskutieren Thema „Nebenjobs“ über Geld Dativpronomen Wörter zuordnen
• die Situation in Deutschland mit schreiben • eine Kurzgeschichte: Der Klang • Wörter in Bestandteile
der Situation im eigenen Land • Tipps zum Thema des Geldes zerlegen und
vergleichen „Einkaufen“ im eige­ im Wörterbuch
• Reklamationsdialoge (mit Beach­ nen Land schreiben nachschlagen
tung von passender Intonation)

• über die Personen in einer Comic­ • einen Text über eine • Du hast eine neue Nachricht! – • temporale Neben­ • Nomen, die von
geschichte sprechen Persönlichkeit aus dem Eine moderne Liebesgeschichte sätze mit als, seit, Adjektiven abgeleitet
• eine Geschichte nacherzählen Film oder eine Figur bevor sind und auf -heit und
• über Gedichte sprechen aus einem Computer­ -keit enden
spiel schreiben • Arbeit mit dem
Wörterbuch
• Lerntipp: Wörter sinn­
voll ordnen und im
Kontext lernen.
• Fotos beschreiben • eine Reaktion auf • Die Zukunft gehört den erneuer­ • Präposition mit • eine Mind-Map ge­
• Top-Themen der deutschen einen Zeitungsartikel baren Energien Genitiv: wegen und meinsam erstellen
Jugendlichen mit denen im eigenen schreiben • Projekt: trotz • sich gegenseitig
Land vergleichen Beispiele für Bionik recherchieren • Deklination Genitiv unbekannte Wörter
• Podiumsdiskussion zum Thema und vorstellen erklären
„Was tun mit dem Müll?“
• über technische Entwicklungen • einen Leserbrief zum • Der Alltag im Internet – Unterhal­ • Passiv Präsens und • Redemittel für eine
aus der Geschichte sprechen Thema „Schule ohne tung, Information, interaktiver Präteritum Diskussion
• die Fähigkeiten von Robotern Lehrer schreiben“ Austausch • das Verb lassen
beschreiben (Meinungen wieder­
• eine vorbereitete Diskussion mit geben, die eigene
verteilten Rollen führen Meinung schreiben
• einen Tag ohne Computertechnik und begründen)
oder einen Tag mit einem persön­
lichen Roboter präsentieren
• über Konflikte sprechen • Streitdialoge schreiben • Stress im Alltag • Indefinit- und • umgangssprachliche
• Streitdialoge schreiben und spielen • die eigene Meinung Possessivpronomen: Ausdrücke / Schimpf­
• über Schülermediation sprechen zu Mediation von einer, eins, eine … wörter kennenlernen
und die eigene Meinung äußern Schülern schreiben meiner, meins, • Worterklärungen und
meine … Zuordnung von
• je … desto Wörtern

15
Didak tisches Inhaltsverzeichnis

KOMPETENZEN
Handlungsziele DaF-Rahmenplan* Hören Lesen

15 •  Über Extremsport sprechen • in einem Interview konkrete Auskünfte geben • ein Interview mit einem • kurze Erfahrungs­
Sport und •  Jemanden überzeugen und auf spontane Nachfragen reagieren bzw. Extremsportler berichte von
Spaß • Über Frauen- und Männersport­ ein vorbereitetes Interview führen und spon­ • ein Überzeugungs­- Jugendlichen über
arten sprechen tane Zusatzfragen stellen dialog zwischen zwei ihren Sport
•  Über eine Grafik sprechen • einem ausführlichen Interview die wichtigsten Jugendlichen • eine Grafik zu
Aussagen entnehmen • ein Interview mit der Freizeitaktivitäten
• Sachverhalte aus dem eigenen Erfahrungs­ Trainerin der deutschen deutscher
bereich darstellen Fußballnationalmann­ Jugendlicher
schaft der Frauen • ein Liedtext
• das Lied „Sonntag“ von
der Gruppe „Fettes Brot“
16 • Über Mitbestimmung in Schulen • Besonderheiten in den Lebensbedingungen • ein Radiointerview mit • eine Website einer
Mitmachen sprechen und Lebensweisen wahrnehmen und mit den zwei Schülervertretern Schule mit Informa­
• Den Zweck von etwas nennen eigenen vergleichen und kontrastieren • vier Jugendliche tionen zur Schüler­
• Meinungen äußern und • einen Sachtext verstehen sagen ihre Meinung mitverwaltung
begründen • eine Diskussion beginnen, fortführen und auf­ zum Wahlrecht für (SMV)
• Einen Vortrag halten rechterhalten und dabei die Meinung anderer Jugendliche • ein Artikel über die
prüfen und bestätigen oder ablehnen Forderung nach
• mit und in Texten grundlegende Diskursfunk­ dem Wahlrecht für
tionen realisieren: Meinungen formulieren und Jugendliche
begründen
17 • Über besondere Urlaube sprechen • appellative Texte verstehen • ein Audioblog von • drei kurze Texte
Anders • Ein Reiseprogramm erstellen • einem mündlichen und schriftlichen Reiseblog einer Reise über ungewöhn-
reisen • Einen Reiseblog kommentieren wichtige Inhalte entnehmen und ihn liche Reisen
und schreiben kommentieren • ein Reiseblog
• Alltagsprobleme auf Reisen lösen • mit Reisemöglichkeiten und Alltagsproblemen
auf Reisen vertraut sein
18 • Über typische Dinge in Deutsch­ • typisierte Aussprachevarianten des Deutschen • einen Satz in verschie­ • Informationstext
Dreimal land, Österreich und der Schweiz erkennen und einordnen denen Dialekten hören über die Verbreitung
Deutsch sprechen • die in ihrer Umgebung vorhandene lebenswelt­ • Stellungnahmen von der deutschen
• Über Sprachen und ihre Verbrei­ liche Mehrsprachigkeit erkunden und einem Deutschen, einer Sprache
tung sprechen dokumentieren Schweizerin und einem • Schritte zur Vor­
• Über Stereotype / Klischees • eine vorbereitete Präsentation zu einem ver­ Österreicher zu gegen­ bereitung einer
sprechen trauten Thema strukturiert vortragen und dabei seitigen Vorurteilen Präsentation
• Eine Präsentation vorbereiten die Hauptaspekte hinreichend präzise erläutern
19 • Personen beschreiben • Gelesenes wiedergeben, zusammenfassen und • Stellungnahmen von • ein Zeitungsartikel
Schönheit • Meinungen begründen dazu Stellung nehmen Jugendlichen zum über ein Fotoprojekt
• Einen Text wiedergeben • Gesprächen im Alltag folgen Thema „Schönheit“ zum Thema
• Beim Kleidungskauf beraten • Dinge auch in Einzelheiten verständlich • ein Gespräch beim „Schönheit“
beschreiben Kleidungskauf
• ein Ding beschreiben
20 • Über Qualifikationen für eine • für den eigenen Lebens- und Erfahrungs­ • ein Gespräch eines • Stellenanzeigen
Berufs­ Stelle sprechen bereich grundlegende formelle und stärker Jugendlichen mit • ein Bewerbungs-
einstieg • Über Erwartungen an eine Stelle konventionalisierte Texte verfassen einem Berufsberater schreiben
sprechen (Bewerbung) • ein Informationstext
• Eine Bewerbung schreiben über das Schreiben
• Eigenschaften beschreiben eines Lebenslaufs
• ein Lebenslauf
21 • Über geschichtliche Ereignisse • von realen (geschichtlichen) Ereignissen • ein Interview mit zwei • ein Informationstext
Mauer, sprechen berichten deutschen Jugend­ zur Geschichte
Grenze, • Über Abläufe in der Vergangen­ • Gesprächen im Alltag folgen lichen zur Frage, in Europa (vom
Grünes heit sprechen welche Bedeutung Zweiten Weltkrieg
Band • Geschichtliche Ereignisse Geschichte für sie hat bis zur Wieder-
vergleichen vereinigung)

22 • Einen Kurzkrimi genießen • Thema, Handlungsverlauf, Figuren und die • ein Krimi
Tod im Grundstimmung in fiktionalen Texten erschließen • eine kurze
Grünen • Formen des eigenen Schreibens einsetzen, Zeitungsnotiz
Band um die Wirkung von Gestaltungsmitteln zu
erkunden (Geschichte zu Ende schreiben)

* Rahmenplan „Deutsch als Fremdsprache“ für das Auslandsschulwesen

16
Didak tisches Inhaltsverzeichnis

SPRACHLICHE MITTEL
Sprechen Schreiben Lesetext auf CD-ROM / Grammatik Wortschatzarbeit
Projekte
• Extremsportarten erklären • einen Überzeugungs­ • Integration durch Sport • zwei Pronomen • Wortschatzarbeit
• die Meinung über Extremsport äußern dialog schreiben als Ergänzungen zum Wort extrem
• einen Überzeugungsdialog spielen (Stellung von • Begriffe im Wörter­
• über Frauen- und Männersportarten Dativ- und Akku- buch nachschlagen
sprechen sativpronomen) und sich gegensei­
• über eine Grafik sprechen tig erklären
• über die Aktivitäten am Sonntag
sprechen

• darüber sprechen, wie die Mitbestim­ • Schülervertretung • Kulturhauptstädte in Europa • Nebensätze mit • gegenseitig Wörter
mung in Schulen funktioniert in Deutschland • Projekt: um … zu erklären
• Diskussion: Wahlrecht für Kinder- und und im Heimatland A Ein Landeskunde-Quiz selbst
Jugendliche? vergleichen erstellen
• ein Quiz vorbereiten und spielen / eine • die eigene Meinung   B Präsentation über die Regierung
Präsentation halten über das Wahlrecht eines Landes oder eines
für Jugendliche Bundeslandes
schreiben

• über ungewöhnliche Urlaube sprechen, • einen Kommentar zu • Weltraumtourismus – der neue Traum • Partizip I als
die eigene Meinung dazu sagen einem Reiseblog vom Fliegen Attribut
• über einen Reiseblog einer Deutschland­ schreiben • Projekt: • Präpositionen mit
reise sprechen • einen Blogeintrag Einen Reiseprospekt für die eigene Genitiv: während,
• Alltagsdialoge auf einer Reise spielen über eine eigene Region / das eigene Land erstellen außerhalb,
Reise schreiben und präsentieren innerhalb
• von eventuellen Erfahrungen in den • Teilnehmen ist wichtiger als Siegen – • Präposition + • Dialektwörter
deutschsprachigen Ländern erzählen Eindrücke vom Drei-Länder- einander erkennen
• über Sprachen und Dialekte sprechen Marathon • Wortfeld gleich,
• über Vorurteile und Stereotype sprechen ähnlich, anders …
• über die Vorbereitung einer Präsentation
sprechen (u. a. Arbeitsschritte,
Hilfsmittel)
• eine Präsentation durchführen
• über die Schönheit von Personen • Fragen zu einem Text • Veronikas Glücksblog – Spieglein, •  derselbe, dieselbe,
sprechen schreiben Spieglein an der Wand, was ist das dasselbe
• Dialoge (Kleidungskauf /-beratung) • einen kleinen Aufsatz Schönste im ganzen Land?
schreiben und spielen zum Thema „Schön­
heitswettbewerbe“
schreiben
• über Qualifikationen für eine Stelle • eine Stellenanzeige • fünf Integrationsprojekte werden • Adjektivdeklina­ • Redemittel für
sprechen schreiben vorgestellt tion ohne Artikel eine Bewerbung
• das Muster für einen deutschen • ein Bewerbungsan­ • Projekt:
Lebenslauf mit einem aus dem eigenen schreiben verfassen Praktikums- und Ausbildungsstellen
Land vergleichen • einen Lebenslauf in D-A-CH – Internet­recherche und
schreiben Präsentation

• über geschichtliche Gemeinsamkeiten • Sätze über geschicht­ • ein nachempfundener, fiktiver • Plusquamperfekt • Worterklärungen
zwischen Deutschland und dem eigenen liche Ereignisse Augenzeugenbericht vom • Nebensätze mit und Zuordnung
Land sprechen formulieren 13. August 1961 nachdem von Wörtern
• Projekt:
Präsentation zu einer historischen
Persönlichkeit oder einem Ereignis
im eigenen Land
• Bilder beschreiben • Fragen der Polizisten • keine neue •  etwas + Adjektiv:
• Vermutungen äußern schreiben Grammatik etwas Kriminelles
• Szenen am Telefon schreiben und • einen Zeitungs­artikel …
spielen oder eine Radio­
reportage schreiben

17
Didak tisches Inhaltsverzeichnis

Rahmenplan „Deutsch als Fremdsprache“ Prüfungsorientierte Strategie Sprechtraining /


für das Auslandsschulwesen Aufgaben Intonation
Strategie- • eigene Redebeiträge klar strukturieren • Sprechen: sich vorstellen • mit dem Wörter­ • Betonung im Satz
training 1 • Strategien für die Entwicklung rezeptiver • Hören: Ansagen buch arbeiten
Kompetenzen • Schreiben: eine E-Mail
• die Bedeutsamkeit von Aussagen durch Betonung • Lesen: Zeitungsartikel
hervorheben
• der Einsatz von einsprachigen Wörterbüchern
• die Nutzung unterschiedlicher Hör-Sehstrategien

Strategie- • der Einsatz von Strategien für die Entwicklung von • Sprechen: eine Präsen­ • Texte lesen: den • Kontraste betonen
training 2 produktiven Kompetenzen (Präsentation) tation vorbereiten Aufbau erkennen
• Strategien für die Entwicklung rezeptiver Kompeten­ • Hören: Interview
zen (Schlüsselwörter, Textaufbau erkennen) • Lesen: Anzeigen
• die Bedeutsamkeit von Kontrasten mit Betonung
hervorheben
• die Nutzung unterschiedlicher Hör-Sehstrategien

Strategie- • Strategien für die Entwicklung produktiver Kompe­ • Sprechen: über dich • Meinungen und • Emotionen zeigen,
training 3 tenzen (Meinungen und Argumente erkennen und sprechen Argumente emotional sprechen
formulieren) • Hören: eine Reportage
• Gefühle (wie Überraschung, Freude, Verärgerung) aus dem Radio
ausdrücken • Lesen: Sachtext
• die Nutzung unterschiedlicher Hör-Sehstrategien

Strategie- • Gelesenes wiedergeben, zusammenfassen und dazu • Sprechen: gemeinsam • eine Erörterung • eine Präsentation
training 4 Stellung nehmen etwas planen schreiben interessant sprechen
• Mimik, Gestik, Intonation und Betonung gezielt • Hören: kurze Aussagen
einsetzen • Lesen: Zeitungsmeldungen
• kreative Schreibformen (Schreiben nach vorgegebe­
nen Textsortenmodellen)
Strategie- • rhetorische Strategien nutzen (z. B. Verein­fachun­ • Sprechen: Präsentation • eine Zusammen­ • einen Text interessant
training 5 gen,Umschreibungen, nonverbale Mittel) (Vortrag und die Gestal­ fassung schreiben sprechen
• für die Darstellung von Arbeitsergebnissen Präsenta­ tung der Folien) (Vorlesetext)
tionstechniken nutzen (Foliengestaltung) • längere Texte sinngestal­
• unterschiedliche Verstehens- und Texterschließungs­ tend vortragen
strategien anwenden: Erwartungshaltungen formulie­
ren, Hypothesen über den Text bilden, diese überprü­
fen und ggf. revidieren, einen Text zusammenfassen

18
Didak tisches Inhaltsverzeichnis

Literatur Video Aussprache trainieren Wortschatz trainieren Strukturen trainieren


(im Arbeitsbuch) (im Arbeitsbuch) (im Arbeitsbuch)
• Herrn K’s Lieblingstier von Clip 1 • lange und kurze Vokale • Wortfelder „Schule / • Wörter und Texte
Bertolt Brecht Zukunftsträume – • Fremdwörter mit nicht Universität“, „Ausbildung / (Sprachbausteine)
ein Ratespiel deutscher Aussprache Arbeit“ und „Familie“ • Vergangenheitsformen:
• Arbeit mit dem Wörter­ Perfekt
buch: Wortfamilien • Verben mit Akkusativ,
ergänzen mit Dativ oder mit zwei
• Komposita in Bestandteile Ergänzungen
zerlegen • Fragen trainieren
• Haus am See (Liedtext) von Clip 2 • der Buchstabe r • Wortfeld „Einrichtung, • Wörter und Texte
Peter Fox Das Mittagessen • Fremdwörter mit nicht Möbel, Haushalt“ (Sprachbausteine)
deutscher Aussprache • Wortfeld „Essen und •  woran, worauf … – mit
Trinken“ wem, für wen …
• Wortfeld „Körperteile“ • reflexive Verben
• Adverbien: schon, erst, • Adjektivendungen
noch • Präpositionen mit Dativ
oder Akkusativ
• Der Zauberlehrling von Clip 3 • der Buchstabe e • Wortfeld „Einkaufen“ • Wörter und Texte
J. W. von Goethe Lilli – die neue • Fremdwörter mit nicht • Nomen und Verben (Sprachbausteine)
Mitschülerin deutscher Aussprache • Adjektive • Pronomen und Possessiv-
• Wortfeld „Lebensmittel“ artikel
• Infinitiv mit zu
• Sätze verbinden
• indirekte Fragen
• Geographie der Schlachtfelder Clip 4 • der Buchstabe s •  können – wissen – kennen • Wörter und Texte
(Auszug) von Peter Bichsel Einen Streit schlichten – • Fremdwörter mit nicht • Wortfeld „Freizeit und (Sprachbausteine)
Die Mediation deutscher Aussprache Hobbys“ •  nicht oder kein …?
• Wortfeld „Feste“ • Negationswörter
• Datum und Ordinalzahlen
• Wechselpräpositionen
• Die Zauberflöte (Ausschnitte Clip 5 • der Buchstabe v • Wörter in Gruppen lernen • Wörter und Texte (Sprach-
aus zwei Szenen aus der Oper Was ziehe ich auf der • die Buchstaben d, b, g, s, • Komposita bausteine)
von Wolfgang Amadeus Party an? und das v in einigen • Wortfeld „Stadt“ • Relativpronomen
Mozart) Adjektiven • temporale Präpositionen
• die Buchstaben j und y
• Fremdwörter mit nicht
deutscher Aussprache

19
1
Träume und
Wünsche
„Das kann ich“: In dieser Einheit geht es um Wünsche und Träume und, damit verbunden, um den Konjunk­
tiv II. Die S lesen zunächst Wunschsätze und äußern eigene Wünsche mit würde + Infinitiv.
Sie lesen und hören dann eine kleine lustige Geschichte, in der Wünsche eine zentrale
Rolle spielen und lernen die Konjunktivformen von sein und haben kennen. Anschließend
hören sie ein Gespräch zwischen einem Vater und seiner Tochter, in dem die Wünsche der
Tochter für die Zeit nach dem Abitur angesprochen werden. In dem Gespräch werden die
Konjunktivformen der Modalverben eingeführt. Das Lied von Samuel Reißen „Es wäre
mein Traum …“ führt zu weniger konkreten Träumen.
In den Blogtexten schreiben zwei Jugendliche über ihre Zukunfts- und Berufsplanung.
Die Texte dienen als Modell für eine eigene Textproduktion.

Grammatik: •  Konjunktiv II in Wunschsätzen und Bedingungssätzen


•  Konjunktiv II mit würd- + Infinitiv
•  Konjunktiv II von sein, haben und der Modalverben

Lösungen zu 1:
1a  1 – B, 2 – C, 3 – I
1b  ich würde, du würdest, wir würden

Transkription zu 2b:
Sie ist jetzt ganz alleine und weiß nicht, was sie sich wünschen soll. Sie denkt nach. Sie
grübelt. Sie wird immer nervöser und immer trauriger. Was soll sie nur tun? Was soll sie
sich wünschen? Die Fee wird langsam ungeduldig. Lotta, Lotta entscheide dich, ich muss
weiter.
Da hat Lotta eine Idee. Sie sagt: „Ich wäre am glücklichsten, wenn wir alle zusammen
wären und gemeinsam viel Spaß hätten.“ Und BLING: Schon sitzen Alexej und Pierre
wieder am Tisch.

Lösungen zu 2:
2c Er hätte gerne viel Geld. Dann wäre er jetzt auf einer Weltreise.
2d Beispiele für Lösungen:
1. Ich muss für die Prüfung lernen, aber ich wäre jetzt gerne am Strand.
2. Ich bin total gestresst, aber ich würde gerne mit dir über deine Träume sprechen.
3. Ich habe den ganzen Tag Unterricht, aber ich hätte gerne frei.
4. Magda und Steffie müssen heute arbeiten, aber sie würden gerne shoppen gehen.
5. Lana ist zu Hause nie allein, aber sie wäre gerne allein.

20
1

TIPP zu 3 Achten Sie auf die Wortstellung in den wenn-Sätzen. Wenn Ihre S damit Probleme ha­
ben, können Sie die Wortpositionen mit der Kopiervorlage KV1 auf S. 134 wiederholen.

Lösungen zu 4:
4a A und C
4b 1 – f, 2 – r, 3 – f, 4 – r, 5 – f, 6 – f, 7 – r, 8 – r

Transkription zu 4:
Jara, was willst du eigentlich machen, wenn du mit der Schule fertig bist?
Am liebsten würde ich zuerst ein Jahr reisen und mir die Welt ansehen.
Das wollte ich auch machen, als ich mit der Schule fertig war, aber ich konnte leider
nicht, weil ich studieren und zur gleichen Zeit Geld verdienen musste.
Warum musstest du gleich studieren?
Weil meine Eltern nicht viel Geld hatten. Sie konnten kein Studium und schon gar
keine Weltreise bezahlen und ich musste möglichst schnell eigenes Geld verdienen.
Aber du könntest mir doch eine Reise bezahlen, oder?
Ich könnte vielleicht schon – aber ich würde das nicht tun.
Ach Papa, du müsstest ja gar nicht alles bezahlen. Nur so ein bisschen.
Wohin würdest du denn fahren?
Hm, so genau hab ich noch gar nicht darüber nachgedacht. Ich glaube, … ich würde
zuerst nach Afrika fahren.
Warum?
Weil ich denke, dass das total interessant ist.
Würdest du denn allein reisen oder mit jemandem zusammen?
Auf jeden Fall mit einer Freundin. Ich könnte mit Angela fahren, aber die müsste
bestimmt auch erst arbeiten und Geld verdienen.
Und was ist mit Michael?
Ich glaube, der dürfte nicht, auch wenn er wollte, weil er gleich bei seinem Papa in
der Firma arbeiten soll.
Sehr richtig.
Ja schon, aber man ist ja nur einmal jung.
Da hast du auch wieder recht. Ja, dann könntest du ja Angela mal fragen.
Was soll das heißen?
Das soll heißen, dass du, wenn eine Weltreise dein Traum wäre, überlegen müsstest,
wie du ihn verwirklichen könntest.
Aber Papa … das ist ja …
Halt! Halt! Versteh mich nicht falsch. Ich zahle dir keine Weltreise. Überleg dir, wie du
Geld verdienen könntest und wie die Reise aussehen könnte. Und dann können wir
darüber reden, wie ich dir vielleicht helfen könnte!
Das ist ja super.
Na ja, aber bis dahin ist ja noch Zeit.
Stimmt.

TIPP zu 5 Auf der Kopiervorlage KV2 auf S. 135 finden Sie den Liedtext.

Lösungen zu 6:
6a Zoila – nicht so glücklich; Arne – glücklich
6b 1 – a, 2 – b, 3 – c, 4 – a, 5 – b, 6 – a

21
1 | Träume und Wünsche

Blick in die Shell-Jugendstudie von 2015

Seit dem Jahr 1953 gibt es die „Shell-Jugendstudie“, die von dem Mineralölkonzern Shell herausgegeben wird.
Die Studie analysiert durch repräsentative Untersuchungen die politischen und sozialen Bedingungen, unter
denen Jugendliche in Deutschland aufwachsen, und informiert über die Einstellungen, Werte und Gewohnhei­
ten von Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren. Sie erscheint ungefähr alle vier Jahre, wird seit 2002 von
Wissenschaftlern der Universität Bielefeld durchgeführt und genießt ein hohes fachliches Ansehen.
Im Jahr 2015 erschien die 17. Ausgabe der Studie. Sie zeigt, dass sich einerseits der Optimismus in dieser
Altersgruppe fortsetzt. Es gibt andererseits aber auch einige neue Trends.

Optimistischer Blick in die eigene Zukunft


Jugendliche in Deutschland sehen ihre Zukunft bereits seit 2010 positiv. 2015 beurteilten 61 % von ihnen ihre
eigene Zukunft optimistisch, 36 % gemischt „mal so, mal so“ und nur 3 % eher mit Sorge. Zum Vergleich: Im
Jahr 2006 schauten nur die Hälfte aller deutschen Jugendlichen zuversichtlich in die Zukunft. Aber Achtung:
Die Studie von 2015 zeigt auch, dass besonders die Jugendlichen aus den oberen sozialen Schichten ihre Zu­
kunft „rosig“ sehen, aber nur nur ein Drittel der Jugendlichen aus den sozial schwächeren Gesellschaftsschich­
ten diesen Optimismus teilen.

Die nächsten fünf Jahre


Die stärksten Veränderungen erwarten die Jugendlichen im schulischen und Ausbildungsbereich. Sie wünschen
sich vor allem einen guten Abschluss, möchten ein eigenes Leben führen und mit einem sicheren Arbeitsplatz
ausreichend Geld verdienen. Große Bedeutung haben auch die Freizeit und die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie. Die Karriere spielt eine geringere Rolle, am ehesten noch bei jungen Männern.
Innerhalb ihres sozialen Umfelds haben die Eltern eine herausragende Bedeutung: Sie geben materiell und
emotional Sicherheit in der Zeit der Ausbildung und bei den ersten beruflichen Schritten. Vielen Jugendlichen
liegt außerdem daran, mit ihren guten Freunden in enger Verbindung zu stehen und mit ihnen in der Disko
oder auf Partys Spaß zu haben. Das Interesse an möglichst vielen Kontakten in den sozialen Netzwerken ist
dagegen zurückgegangen, besonders bei den Jugendlichen mit höherem sozialen Status. Vertrauen ist der
wichtigste Wert, wenn es um Freunde oder Partner in Beziehungen geht. Doch auch wenn die Herkunftsfamilie
als sehr wichtig angesehen wird, ist der Wunsch, selbst Kinder zu haben, rückläufig: 2010 wünschten sich dies
noch 69 % der Jugendlichen, 2015 waren es nur noch 64 %, und zwar sowohl bei den jungen Frauen als auch
bei den jungen Männern.

Wachsendes politisches Interesse


Das steigende politische Interesse an den Vorgängen in der Welt ist neu: 67 % der Jugendlichen mit höherem
sozialen Status informieren sich zu politischen Themen und sind bereit, sich für den Umweltschutz oder poli­
tisch zu engagieren. Davon profitieren allerdings nicht die Parteien und Parlamente. Die internationale Politik
ruft andererseits Ängste und Befürchtungen hervor. 73 % der Jugendlichen befürchten Terroranschläge und
62 % von ihnen Krieg. 29 % fürchten die Zuwanderung ausländischer Menschen nach Deutschland, aber 48 %
machen sich Sorgen wegen der Ausländerfeindlichkeit.
Quelle: Shell-Jugendstudie 2015

22
2
Vorbilder
„Das kann ich“: In der zweiten Einheit geht es um sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, die für Jugendli­
che Vorbilder sein können. Sie arbeiten in der Unterrichtsform „Gruppenpuzzle“ und lesen
u. a. in Expertengruppen vier kurze Biografien von vier Deutschen aus Sport, Kultur,
Medien und Wirtschaft. Sie hören ein Interview zum Thema, welche Rolle Vorbilder spielen
können und welche Wirkungen sie haben können und lesen zum Schluss zwei Texte über
die 1997 geborene Malala Yousafzai, die jüngste Nobelpreisträgerin aller Zeiten. Die S
lernen, wichtige Ereignisse aus den Biografien wiederzugeben und ihre Meinung über die
Persönlichkeiten und ihre eigenen Vorbilder zu äußern. Sie arbeiten mit dem Wortschatz
aus den Texten und ordnen Worterklärungen den Wörtern zu. Zum Abschluss schreiben sie
einen Text über ihr eigenes Vorbild. Diese Schreibaufgabe wird von einer Diskussion über
Merkmale eines guten Textes anhand von zwei Beispieltexten vorbereitet.

Grammatik: Verben mit Präpositionen und ihre Fragewörter (wofür, womit … und für wen,
mit wem …)

Wortschatzarbeit: Wörter und Worterklärungen zuordnen

Lösungen zu 1:
1b Till: Foto 2: Philipp Lahm – Fußballspieler
Hasret: Foto 4: Pina Bausch – Balletttänzerin
Andrej: Foto 3: Titus Dittmann – Skateboarder
Leonie: Foto 1: Anke Engelke – Moderatorin

1c 1. Anke Engelke, Philipp Lahm und Titus Dittmann denken auch an andere
Menschen.
2. Pina Bausch und Titus Dittmann haben Mut zum Ausprobieren.
3. Pina Bausch hat ihr Ding gemacht und ist damit weltberühmt geworden.
4. Anke Engelke interessiert sich auch für Politik.

Transkription zu 1:
1
Ich heiße Till und spiele Fußball. Ich bin Linksaußen in der Jugendmannschaft von mei­
nem Verein. Mein großes Vorbild ist Philipp Lahm. Der ist sportlich einfach super. Aber
was ich besonders toll finde, ist, dass er nicht nur an seine Karriere und sein Geld denkt,
sondern dass er sich auch um andere Menschen kümmert. Die Phillip-Lahm-Stiftung
unterstützt sozial benachteiligte Kinder in Deutschland und Afrika vor allem im Bereich
von sportlichen Aktivitäten. Ich finde das total gut und wichtig.

2
Hallo, ich heiße Hasret. Mein Vorbild ist die Tänzerin und Choreographin Pina Bausch. Als
Jugendliche hatte sie es nicht einfach. Ihre Eltern waren keine Künstler. Sie hatten ein
Restaurant. Aber Pina hat immer gewusst, dass sie tanzen möchte. Sie hatte einen starken
Willen und sie hat ihr Ding gemacht. Sie hatte viele Jahre ihre eigene Tanz­kompanie in
Wuppertal. Da hat sie ganz neue Ideen für das Tanztheater entwickelt und ist weltberühmt

23
2 | Vorbilder

geworden. Ich habe einen Film über sie gesehen. Er ist fantastisch. Die Tanzszenen sind
wunderschön. Den Film müsst ihr euch unbedingt ansehen. Es gibt ihn auch in 3D.

3
Mein Name Andrej Koslow. Ich habe vor kurzem einen tollen Dokumentarfilm gesehen.
Er heißt „Brett vorm Kopp“ und es geht um Titus Dittmann. Das ist der Vater der Skate­
boardbewegung in Deutschland. Zuerst war er Lehrer und hat in seiner Schule die erste
Skateboard-AG gegründet. Später wollte er was anderes ausprobieren und hat dann eine
eigene Firma aufgemacht. Skateboarden war sein Ding und er hat mit dem Skateboard
auch richtig viel Geld verdient. Ich finde es toll, wenn jemand sich total für etwas enga­
giert und dann auch noch Erfolg hat. Seit einigen Jahren engagiert er sich für Kinder in
der ganzen Welt. Er finanziert Skateboard-Anlagen an vielen Orten.

4
Ich bin Leonie. Mein Vorbild heißt Anke Engelke. Sie ist eine berühmte Moderatorin und
Schauspielerin. Man sieht sie oft im Fernsehen. Sie macht das toll. Sie ist auch politisch
interessiert und engagiert sich zum Beispiel für die Umwelt. Ich sehe mir oft Videos mit
ihr im Internet an. Die sind total lustig.

TIPP zu 2 Zu allen vier Personen finden Sie interessantes Videomaterial im Internet.

TIPP zu 2 Gruppenpuzzles sind eine sehr produktive Form der Gruppenarbeit. Wichtig ist, dass al­
le S den Text bei der Einzelarbeit in der vorbereitenden Phase intensiv lesen. Sie können
z. B. die S ihren Text lesen, die neuen Wörter rausschreiben und fünf Fragen dazu
schrei­ben lassen. Die Arbeit erfolgt in den drei Phasen:

PHASE 1 Einzelarbeit

PHASE 2 Expertengruppen

PHASE 3 Diskussionsgruppen

TIPP zu 3 Verben mit Präpositionen sind im A2.2 bereits eingeführt worden. In dieser
Einheit werden die Fragewörter ergänzt. Es ist ein grammatisches Thema, das viel Übung
und Wiederholung erfordert. In der Kopiervorlage KV3 auf S. 136 finden Sie eine Vor­
lage für Wendekärtchen mit den bisher bekannten Verben und Übungsvor­schläge dazu.
In der Kopiervorlage KV4 auf S. 137 finden Sie ein Partnerinterview, in dem die Frage­
wörter geübt werden, und mit der Kopiervorlage KV5 auf S. 138 können Sie ein Wett­
spiel in der ganzen Klasse durchführen. Nutzen Sie die verschiedenen Übungen, um in
den nächsten Wochen immer mal wieder die Verben mit Präpositionen zu wiederholen.

24
2

Lösungen zu 3:
3a Text 1: sich interessieren für – sich einsetzen für – kämpfen gegen
Text 3: sich begeistern für – brennen für – es geht um – sich kümmern um
Text 4: sich interessieren für – anfangen mit – zählen zu

3b Wofür setzt er sich ein? Für soziale Gerechtigkeit.


Für wen setzt er sich ein? – Für benachteiligte Kinder.

3c 1. Wogegen kämpft Philipp Lahm?


Er kämpft gegen Homophobie und Intoleranz im Fußball.
2. Um wen kümmert sich Titus Dittmann mit seiner Stiftung?
Er kümmert sich um sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in Afrika und
Afghanistan.
3. Wofür hat er sich begeistert?
Er hat sich für den Trendsport Skateboarden begeistert.
4. Wofür interessiert sich Anke Engelke?
Sie interessiert sich für Politik.
5. Womit hat Pina Bausch schon als Kind angefangen?
Sie hat früh mit Ballettunterricht angefangen.

3d 1. Wofür interessiert ihr euch?


2. Über wen ärgerst du dich?
3. Worauf freut ihr euch?
4. Mit wem telefoniert er oft?
5. Wofür engagieren sie sich?
6. Worüber freut Fredo sich?
7. Um wen kümmert sich Riza oft?
8. Wofür begeistert Asim sich?

TIPP zu 3 Geben Sie den S in kleinen Gruppen Fragen vor, mit denen sie sich gegenseitig befragen.
Anschließend stellen sie ihre Ergebnisse im Plenum vor. Fragen können z. B. sein:
Wofür interessierst du dich?
Worüber ärgerst du dich oft?
Worauf freust du dich?
Mit wem telefonierst du oft?
Um wen kümmerst du dich?

Lösungen zu 4:
4a 1 – r, 2 – f, 3 – r, 4 – f, 5 – f, 6 – r

4b Ein Tisch mit Süßigkeiten – dazu: zwei Gruppen von Personen.


In Gruppe 1: Die Teilnehmer sehen eine Person, die keine Süßigkeiten nimmt.
In Gruppe 2: Die Teilnehmer sehen eine Person, die sofort Süßigkeiten vom Tisch
nimmt.
Ergebnis: Je nach Handeln der Person, die die Teilnehmer sehen (= Vorbild),
handelt auch die Gruppe.

25
2 | Vorbilder

Transkription zu 4:
Teil 1
Das Radio Total Interview. Unser Thema heute: Vorbilder.
Herr Professor Stein, Sie sind Psychologe und haben über das Thema „Vorbilder“
geforscht. Was sind Ihre Ergebnisse? Sind Vorbilder wichtig?
Ja, sie sind sehr wichtig. Wenn ich vor einem schwierigen Problem stehe und nicht
weiß, wie ich das Problem lösen kann. Wenn ich nicht mehr weiter weiß, wenn alles
kompliziert ist. Wenn ich neue Wege gehen möchte. Dann hilft ein gutes Vorbild.
Und wie hilft mir das? Ein anderer hat es geschafft und ich schaffe es nicht. Ist das
nicht frustrierend? Warum soll mir das helfen?
Wenn Sie sich die Lebensgeschichten von erfolgreichen Menschen anschauen, dann
sehen Sie, dass viele auch nicht sofort Erfolg hatten. Oft haben sie viele Jahre nur
Probleme gehabt. Aber sie haben nicht aufgegeben. Sie haben es immer wieder ver­
sucht. Sie haben für ihre Idee gekämpft. Dieser starke Wille, diese starke Persönlich­
keit, kann für andere Menschen ein gutes Vorbild sein.
Und wie funktioniert das?
Genau weiß man das nicht, aber es gibt sehr interessante Experimente zu diesem
Thema.
Haben Sie ein Beispiel?

Teil 2 (Experiment)
Ja, das hier ist ein ganz einfaches.
Auf einem Tisch liegen Süßigkeiten. Jeder möchte gerne etwas nehmen. Aber man hat
den Teilnehmern gesagt, dass man das nicht tun sollte.
Und dann gibt es zwei Gruppen.
In Gruppe 1 sehen die Versuchsteilnehmer eine starke Person. Sie nimmt keine
Süßigkeiten.
In Gruppe 2 nimmt eine Person schnell von den Süßigkeiten.
Was meinen Sie, welche Gruppe nimmt mehr von den Süßigkeiten?
Wahrscheinlich in Gruppe 2.
Genau. In beiden Gruppen orientieren sich die Teilnehmenden an einen Vorbild.
Die Mitglieder von Gruppe 2 sehen ein schlechtes Vorbild und handeln genauso. In
Gruppe 1 orientieren sich die meisten an dem guten Vorbild.
Haben denn alle Menschen Vorbilder?
Ich denke ja, aber viele Menschen wissen das gar nicht, d. h., sie könnten keine Vorbil­
der namentlich benennen. Viele Leute haben auch mehrere Vorbilder je nach Thema
und Lebenssituation.
Und was sind typische Vorbilder?
Ganz oft sind es die eigenen Eltern. Das ist ganz natürlich, man sieht sie häufig und
lebt eng mit ihnen zusammen und sieht, wie sie sich in verschiedenen Situationen ver­
halten. Deshalb kann man viel von der Mutter oder dem Vater lernen. Aber viele Leute
kennen ihr Vorbild gar nicht persönlich, sie haben nur von der Person gelesen oder sie
in einem Film oder im Fernsehen gesehen. Es sind ganz andere Personen, wie z. B.
Mutter Teresa. Sie ist für viele Menschen ein Vorbild. Oder wenn ich zum Beispiel
Musik mag und selbst Musik mache, dann suche ich mir einen Musiker oder eine
Musikerin als Vorbild.
Vorbilder können auch negativ sein, oder?
Leider ja, das zeigt ja schon das Experiment mit den Süßigkeiten. Gerade sehr un­
sichere Menschen sind oft stark von allen möglichen Vorbildern beeinflusst, die
Schwäche und Unsicherheit geschickt nutzen.
Herr Stein, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

26
2

Lösungen zu 5:
5a 1. Malala kommt aus Pakistan.
2. Sie wohnt jetzt in Birmingham (Großbritannien).
3. Die Taliban haben in Pakistan den Schulbus angehalten, nach Malala gefragt und
ihr dann ins Gesicht geschossen.
4. Sie hat in einem Blog über die Gewalttaten der Taliban berichtet.
5. Sie hat den Friedensnobelpreis bekommen, weil sie für das Recht auf Bildung
auch für Mädchen in Pakistan gekämpft hat.
6. Sie möchte die Welt durch eine gute Schulbildung für Jungen und vor allem für
Mädchen verändern. „Ein Kind, ein Lehrer und ein Stift können die Welt verändern.“

5b 1. kaputt machen – zerstören


2. das Gegenteil von „ängstlich“ – mutig
3. stoppen – anhalten
4. sagen, dass man jemandem etwas Böses tun will – bedrohen
5. so verletzen, dass die Person vielleicht stirbt – lebensgefährlich
6. etwas anders machen – verändern

5c Text 2 ist eine Abfolge von nicht miteinander verbundenen Sätzen (kaum Konnek­
toren, keine Pronominalisierung, „Malala“ wird immer wieder wiederholt). Er ist
deshalb als Text schlechter als Text 1, in dem die Sätze mit Konnektoren verbunden
sind und die Wiederholung des Namens „Malala“ durch Pronomen und Possessiv­
artikel vermieden wird.

TIPP zu 5 Auf der GER-Niveaustufe B1 spielt das Schreiben eine immer größere Rolle. Deshalb ist
es wichtig, sofort, von Anfang an, mit den S darüber zu diskutieren, was ein guter Text
ist. Die beiden Beispieltexte über Malala bieten Ihnen ein gutes Anschauungsmaterial.
Um die Diskussion über das Schreiben von Texten zu fördern, können Sie den Text in
Übung 5d auch in Partnerarbeit schreiben lassen.

TIPP zu 5 Diese Aufgabe können Sie auch als Projektarbeit gestalten, die in eine Präsentation über
das eigene Vorbild mündet. Eine interessante, sozial engagierte Persönlichkeit, die sich
für eine Präsentation eignet, ist z. B. Rupert Neudeck, ein deutscher Journalist, Mit­
grün­der der Organisation Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e. V. und der Hilfsorganisa­
tion Grünhelme e. V. Sie finden eine Kurzbiografie im landeskundlichen Infokasten.

Der 1983 in München geborene deutsche Fußballspieler Philipp Lahm gilt als einer der besten Defensiv­
spieler. Ab 1995 spielte er in der Jugend des FC Bayern München und ab 2001 als Außenverteidiger in der
zweiten Mannschaft. Nach einer 2-jährigen Zwischenstation beim VfB Stuttgart wurde Lahm ab 2005 beim FC
Bayern zu einem der wichtigen Führungsspieler und im Januar 2011 (bis 2014) dessen Mannschaftskapitän.
Insgesamt absolvierte Lahm bis 2016 mehr als 340 Bundesliga- und mehr als 110 Europapokalspiele, wurde
siebenmal Deutscher Meister und gewann einmal die Champions-League. 2013 gelang ihm das Triple, d. h.
der Erfolg in der Bundesliga, der Sieg im DFB-Pokal und in der UEFA Champions League.
2004 spielte er erstmals als Außenverteidiger in der deutschen Nationalmannschaft und krönte seine Fußball­
karriere 2014 in Brasilien mit dem Weltmeistertitel im Endspiel gegen Argentinien. Fünf Tage später, am
18. Juli 2014, trat Lahm als Nationalspieler zurück. Bis dahin hatte er 113 Länderspiele absolviert und dabei
fünf Tore erzielt. Für den Sommer 2017 kündigte Lahm seinen Rückzug aus dem aktiven Fußball an.
Im sozialen Bereich engagiert sich Philipp Lahm gegen Homophobie und Intoleranz im Breitensport. 2007
gründete er eine Stiftung, die ein Sommercamp für sozial benachteiligte Kinder fördert. Dieses Philipp-Lahm-
Sommercamp wurde von der UNESCO als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwick­
lung“ (2005–2014) ausgezeichnet.

27
2 | Vorbilder

Pina Bausch, eine deutsche Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin und Ballettdirektorin des von ihr
so benannten „Tanztheaters Wuppertal“, wurde 1940 in Solingen geboren. Sie gilt als eine der wichtigsten
Choreographinnen des 20. Jahrhunderts.
In den 1970er-Jahren machte Pina Bausch das Tanztheater zu einer eigenen Kunstform, indem sie die reine
tänzerische Routine aufgab und völlig frei neue Ausdrucksmittel wie Schauspiel, Gesang, Pantomime und
Artistik einsetzte. Mit ihrem Tanztheater suchte sie den Ausdruck für ursprüngliche, unmittelbare Gefühle und
fand eine teils traumhafte, poetische, teils dramatische Bilder- und Bewegungssprache. Nach ihren eignen
Worten wollte sie vor allem ausdrücken, was sie fühlt. Sie interessierte, was die Menschen bewegt, nicht so
sehr, wie sie sich bewegen. Anfangs war sie damit umstritten, doch schnell fand sie höchste internationale
Anerkennung.
Mit ihrem Ensemble gab sie von 1977 bis 2006 rund 300 Gastspiele in über 40 Ländern, vor allem in Frank­
reich, Italien, USA und Japan. Sie stand noch 18 Tage vor ihrem Tod mit ihrer Kompanie im Wuppertaler
Opernhaus auf der Bühne. Sie starb 2009 in Wuppertal.
Um ihren künstlerischen Nachlass zu pflegen, zu verwalten und ihre Ideen an begabte Tänzerinnen und
Tänzer weiterzugeben, wurde kurz nach dem Tod der Künstlerin die Pina-Bausch-Stiftung ins Leben gerufen.

Der Pina-Bausch-Biograf Jochen Schmidt sagte über die Künstlerin: „Schon am Ende der siebziger Jahre
stand der Name Pina Bausch (…) für ein Tanztheater der Humanität, das auf der Suche war nach Liebe,
Zärtlichkeit und Vertrauen zwischen den Partner – und nach einer tänzerischen Sprache, die in der Lage sein
würde, jene Kommunikation zwischen den Menschen zu ermöglichen, zu denen die bekannten Sprachen nicht
mehr fähig waren.“
Quelle: http://tanznetz.de/blog/15141/pina-bausch-ist-tot

Titus Eberhard Dittmann, der „Vater des deutschen Skateboards“, wurde 1948 in Kirchen (Sieg) geboren,
wuchs im Westerwald auf und kam 1971 nach Münster, wo er Sport und Geografie als Lehramt studierte.
Mit der 1978 gegründeten Skateboardfirma, die aus den USA Skateboards, Rollen, Achsen und Zubehör aus
den USA importierte, machte er die Sportart in Deutschland populär. 1980 eröffnete er den ersten deutschen
Outdoor-Skatepark und gründet das „Titus Show Team“, das erste Skateboardteam in Europa. 1982 organi­
sierte er auf einem Parkplatz in Münster zum ersten Mal in Deutschland einen Halfpipe-Wettbewerb, den
Monster Mastership. Daraus entwickelte sich eines der weltweit bedeutendsten Skateboard-Turniere und
später die offizielle Weltmeisterschaft.
1993 machte er in Münster aus einer ausgedienten Fabrik ein Jugendzentrum und ein früheres Kino verwan­
delte er in ein Jugend-Lifestyle-Kaufhaus um.
Im Jahr 2009 rief Dittmann eine Stiftung ins Leben und mit „skate-aid“, einer sozialen Sportinitiative, fördert
er Kinder- und Jugendprojekte; sie kombinieren Kinder-, Jugend- und Entwicklungshilfe.

Titus Dittmann sagt dazu: „Skate-aid fördert mit der pädagogischen Kraft des Skateboards Selbstvertrauen,
Gemeinschaftsbewusstsein, Eigenverantwortung und Zielstrebigkeit von Kindern und Jugendlichen und ihre
freie Entfaltung. Unabhängig von sozialer Herkunft, Ethnie, Sprache, Religion, Nationalität oder Kultur. (…)
Und natürlich das (…), was selbstverständlich klingt, es aber oft nicht ist: Den Kindern eine echte Kindheit
ermöglichen, mit Spaß, Energie und Ausgelassenheit.“
Quelle: http://www.skate-aid.org/de/ueber-uns

Anke Christina Engelke ist der Künstlername, der 1965 in Kanada geborenen, deutschen Komikerin, Enter-
tainerin, Schauspielerin und Moderatorin. Nach ersten Moderationsjobs im Kinder- und Ferienprogramm
beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) wurde sie 1986 im Südwestfund (SWF) zur Redakteurin ausgebil­
det. Ab 1989 wirkte sie immer wieder in verschiedenen Gruppen und Ensemble als Sängerin mit.
Ihre Fernsehkarriere begann 1996 mit der Sketchsendung „Die Wochenshow“. In der Comedy-Show „Lady­
kracher“ auf SAT 1 konnte Engelke von 2002 bis 2004 ein eigenes Showkonzept entwickeln. Mit „Ladyland“
folgte eine neue Comedyserie. Ab 2007 übernahm sie die Synchronstimme von Marge Simpson aus der ame­-

28
2

rikanischen Erfolgsserie „Die Simpsons“. In den letzten Jahren wirkt sie in verschiedenen Fernseh- und Krimi­
serien, Komödien und Unterhaltungssendungen mit. Seit 2010 unterrichtet sie als Gastdozentin an der Kunst­
hochschule für Medien in Köln das Studienfach „Kreative Fernsehproduktion“.

Ein Ereignis aus dem Jahr 2012: Engelke gehörte zur Jury für den Eurovision Song Contest in der aserbaid­
schanischen Hauptstadt Baku. In Aserbaidschan kam es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen, die
Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit waren erheblich eingeschränkt. Bei der Liveübertragung der
Punktevergabe kritisierte sie indirekt die undemokratischen Verhältnisse in Aserbaidschan. Sie sagte in engli­
scher Sprache: „Heute Nacht konnte ja niemand für sein eigenes Land abstimmen. Aber es ist gut abzustim-
men, und es ist gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf eurer Reise, Aserbaidschan. Europa schaut auf euch“.

 Quelle: WeltN24 GmbH 2016

Der deutsche Journalist und Mitgründer der Hilfsorganisationen Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte
und der Grünhelme, Rupert Neudeck, wurde 1939 in Gdánsk (Polen, früher: Danzig) geboren und musste
1945 mit seiner Familie nach Hagen in Westfalen fliehen. Er studierte katholische Theologie und wurde in
Philosophie promoviert. 1971 begann er als Journalist in Köln zu arbeiten, 1977 arbeitete er als Redakteur
beim Deutschlandfunk.
1979 kam Neudeck in Kontakt mit Vertretern internationaler Flüchtlingsorganisationen. Deren Berichte über
das vietnamesische Flüchtlingselend beeindrucken ihn so sehr, dass er mit Unterstützung des Schriftstellers
Heinrich Böll die Initiative „Ein Schiff für Vietnam“ gründete. Sie engagierte sich für die Betreuung vietname­
sischer Flüchtlinge. 1982 ging daraus die Hilfsorganisation „Komitee Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte“ her­
vor, das zahlreiche vietnamesische Flüchtlinge („boat people“) im Südchinesischen Meer rettete. Im Jahr 2002
gründete Neudeck die „Grünhelme.“ In dieser Organisation helfen junge Handwerker, zerstörte Häuser und
Dörfer in Krisengebieten aufzubauen.
Bei den manchmal auch riskanten Hilfsaktionen konnten mit dem Schiff „Cap Anamur“ zwischen 1979 und
1986 über 11 000 Flüchtlinge aus dem Meer geborgen werden. Das Notärzteteam der Cap Anamur wird fast
nur durch private Spendengelder finanziert. Die Ärzte erhalten nur einen geringen finanziellen Ausgleich.
Rupert Neudeck leistete einen bedeutenden Teil der Öffentlichkeitsarbeit, was ihm nicht nur Anerkennung,
sondern auch Kritik einbrachte, z. B. für seine Position gegen israelische Menschenrechtsverletzungen an
Palästinensern.
Neudeck erhielt viele nationale Auszeichnungen. 2016 starb er an den Folgen einer Herzoperation.

Anlässlich des 30. Jubiläums der Organisation sagte er: „Ich möchte nie mehr feige sein. Cap Anamur ist das
schönste Ergebnis des deutschen Verlangens, niemals wieder feige, sondern immer mutig zu sein.“

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Bayreuth vom 22.12.2016 unter


http://www.bayreuth.de/wilhelmine-preis-cap-anamur-gruender-neudeck-haelt-laudatio/

(alle Links dieses Infokastens abgerufen am 29.11.2016)

29
3
Berufe
„Das kann ich“: Die S hören die Äußerungen von vier deutschen Jugendlichen, die ihre Berufe / Berufs­
wünsche vorstellen, und erarbeiten wichtigen Wortschatz zur Beschreibung von Berufen.
Mithilfe der Relativsätze lernen sie, sich genauer auszudrücken, und erklären verschiedene
Berufe. Sie lesen einen Magazinartikel zum Thema „Stärken und Schwächen erkennen“
und sprechen darüber. Sie führen Interviews durch und präsentieren die Ergebnisse. Zum
Abschluss füllen sie einen Fragebogen aus, machen ein Partnerinterview und sprechen über
eigene Stärken, die für eine Berufswahl wichtig sind, und Schwächen, die hinderlich sein
können.

Grammatik: Relativsätze im Nominativ und Akkusativ

Wortschatzarbeit: Berufe, Arbeitsorte und Aktivitäten in verschiedenen Berufen

Lösungen zu 1:
1a der Bauingenieur – F, der Designer – D, die Geschichtswissenschaftlerin – E,
der Jurist / Rechtsanwalt / Richter – C, der Geigenbauer – A,
der Hörgeräteakustiker – B

1b Isabel – E Emily – F
Suna – A Max – C

1c  1 – c, 2 – a, 3 – c, 4 – c

Transkription zu 1:
1
Ich heiße Isabel Antun. In drei Jahren bin ich mit der Schule fertig und dann möchte ich
Geschichte studieren. Eine Geschichtswissenschaftlerin, die ich kenne, hat mir von ihrem
Beruf erzählt und seitdem möchte ich auch an der Universität in der Forschung arbeiten.
Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Die meisten, die Geschichte studieren, werden Lehrer
oder arbeiten später etwas ganz anderes. Aber ich möchte Forscherin werden. Ich möchte
an der Universität arbeiten, ich möchte forschen und Vorträge halten. Ich möchte gerne
an einem Institut arbeiten, das die Geschichte von Asien erforscht. Ich finde zum Beispiel
die Geschichte von China oder Japan total spannend.

2
Ich bin Suna Heval. Ich spiele Geige seit ich vier Jahre alt war. Das ist das tollste Instru­
ment, das es gibt. Ich liebe meine Geige. Letztes Jahr mussten wir ein Schulpraktikum
machen. Das habe ich bei einem Geigenbauer gemacht, der in der Nähe von Basel wohnt.
In seiner Werkstatt gibt es sehr viele verschiedene Werkzeuge, viel wertvolles Holz und
natürlich Geigen. Ich konnte nur Arbeiten machen, die ganz einfach sind. Ich habe viel
zugeschaut, das war auch interessant. Der Geigenbauer arbeitet sehr konzentriert. Er
muss sehr genau und sehr geduldig sein. Das Ergebnis ist wunderbar, aber natürlich nicht
billig. Ich möchte nach der Schule am liebsten eine Ausbildung als Geigenbauerin machen.

30
3

3
Ich heiße Emily Schmitt. Ich möchte einen Beruf machen, der nicht so typisch für Mäd­
chen ist. Ich habe einen Onkel, der eine interessante Arbeit hat. Er baut Brücken. Die
höchste Brücke, die er gebaut hat, war eine Autobahnbrücke, 150 m hoch und fast 2 km
lang. Das Studium, sagt er, war nicht einfach. Er musste viel Mathematik und Physik ler­
nen. Viele Studenten, die nicht so gut Mathe konnten, haben aufgegeben. Aber er hat es
geschafft. Er verdient jetzt auch sehr gut, besonders wenn er im Ausland ist. Ich möchte
später auch Bauingenieurin werden. Mein Onkel meint, dass ich das schaffen kann.

4
Ich heiße Max Kloni. Der Beruf, den ich mal mache, muss interessant sein und ich möchte
gut verdienen. Der Vater von einem Freund, der Rechtsanwalt ist, verdient sehr gut.
Allerdings muss er auch sehr viel arbeiten, oft auch abends und am Wochenende. Die
meisten Leute, die Jura studieren, arbeiten später in großen Firmen. Da verdient man
gut, aber die Arbeit, die man machen muss, ist oft langweilig. Ich will lieber Richter oder
Rechtsanwalt werden und im Gericht arbeiten.

Lösungen zu 2:
2a der / die Handwerker/in – drinnen / draußen – in einer Werkstatt – in einem
Betrieb – in einer Firma – auf einer Baustelle
der / die Geigenbauer/in – in einer Werkstatt – drinnen
der / die Hörgeräteakustiker/in – am Computer – in einer Firma / in einem
Betrieb – drinnen
der / die Mediendesigner/in – am Computer – in einer Firma / in einem
Betrieb – drinnen
der Anwalt / die Anwältin – im Büro – in einer Firma / in einem Betrieb – drinnen –
vor / bei Gericht
der / die Richter/in – vor / bei Gericht
der / die Universitätsprofessor/in – an der Universität – am Forschungsinstitut –
drinnen
der / die Bauingenieur/in – auf einer Baustelle – am Computer – drinnen –
draußen – in einer Firma – in einem Betrieb

2b Mögliche Antworten:
Ein Handwerker verwendet ein Werkzeug zum Reparieren.
Ein Geigenbauer entwirft und baut eine Geige.
Ein Hörgeräteakustiker entwickelt und überprüft ein Hörgerät.
Eine Mediendesignerin zeichnet ein neues Design für ein neues Produkt und berät
Kunden.
Eine Anwältin verteidigt einen Angeklagten in einem Prozess.
Ein Richter interpretiert Gesetze und spricht ein Urteil.
Eine Universitätsprofessorin forscht, arbeitet im Team zusammen und veröffentlicht
wissenschaftliche Bücher.
Ein Bauingenieur plant und entwickelt ein Gebäude.

Lösungen zu 3:
3a  Ich möchte an einem Institut arbeiten, das die neue Geschichte erforscht.

3b 1. Ich will einen Beruf haben, der mir Spaß macht.


2. Alle wollen eine Arbeit haben, die interessant ist.
3. Das Werkzeug, das auf dem Tisch liegt, braucht man beim Geigenbau.
4. Meine Freunde, die ein Praktikum in Deutschland machen, sind nervös.

31
3 | Berufe

Lösungen zu 4:
4b Subjekt: ihr, Objekt: den (Relativpronomen)

4c 1. Musiker ist ein Beruf, den nur wenige machen können.


2. Die Schülerin, die ich gestern getroffen habe, will Professorin werden.
3. Physik ist ein Studiengang, den nur wenige schaffen.
4. Die Geigen, die der Geigenbauer baut, sind nicht billig.
5. Ein Hörgeräteakustiker baut Geräte, die viele alte Menschen brauchen.
6. Neugierig sein ist eine Stärke, die man für viele Berufe braucht.

TIPP zu 4 Es kommt bei dieser Übung nicht darauf an, dass die S den Beruf tatsächlich richtig er­
klären. Diese Übung ist eine Wortschatzübung, in der die S den Aufbau von Komposita
und ihre möglichen Bedeutungen verstehen sollen. Deshalb dürfen sie auf keinen Fall
mit dem Wörterbuch arbeiten, sie sollen aus den Wortbestandteilen heraus sinnvolle
(und vielleicht auch lustige) Erklärungen für die Berufe finden.

Projekt:
Sprachmittlung gewinnt im modernen Fremdsprachenunterricht immer mehr an Bedeu­
tung. Es geht dabei nicht um zweisprachigen Unterricht oder um Übersetzungsunter­
richt. Die S sollen die in der Realität sehr nützliche Fähigkeit üben, Inhalte sinngetreu,
situations- und adressatengerecht von einer Sprache in eine andere zu übertragen.
Wichtig ist, dass sie dabei nicht mit dem Wörterbuch arbeiten, sondern die Strukturen
und Wörter, die ihnen bekannt sind, nutzen, um die Inhalte zu transportieren.

TIPP zu 5 In der Kopiervorlage KV6 auf S. 139 finden Sie eine Grafik zu den beruflichen Interes­
sen von Jugendlichen in Deutschland.

Abitur bestanden! Und was jetzt?

Viele Abiturientinnen und Abiturienten in Deutschland fragen sich, was sie nach dem Abitur machen sollen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
• Die einfachste Antwort: Wer nicht gleich nach der Schule mit einem Universitätsstudium oder einer beruf­
lichen Ausbildung beginnen möchte, kann natürlich zunächst nichts tun, faulenzen, oder verschiedene
Jobs machen, um etwas Geld zu verdienen, oder Reisen unternehmen, von denen man immer schon ge­
träumt hat.
• Ein Praktikum ist eine Orientierungshilfe, um herauszufinden, ob eine bestimmte Arbeit Spaß macht. Die
Abiturientin / der Abiturient bekommt Einblicke in die Arbeitswelt und kann sogar manchmal eigenständig
Aufgaben erledigen. Praktika lassen sich auch im Ausland absolvieren. Manche Universitäten verlangen
sogar für bestimmte Studiengänge ein Praktikum vor Studienbeginn.

Weitere Infos unter http://www.studium-ratgeber.de/auslandspraktikum-infos.php

• Sehr viele Jugendliche entscheiden sich nach dem Abitur für ein duales Studium. Es ist so beliebt, weil
zu der theoretischen Ausbildung an einer Hochschule berufspraktische Phasen in einem Unternehmen
gehören, die oft mindestens 50 % des Studiums ausmachen. Es gibt zwei Arten von dualem Studium:

−  Ein Studium, kombiniert mit einer Lehre, sind die ausbildungsintegrierten dualen Studiengänge, die
meistens zwei Jahre dauern und mit einer Prüfung bei der Handwerkskammer abgeschlossen werden.
−  Bei den kooperativen dualen Studiengängen arbeitet man neben dem Studium in einem Unternehmen,
was eine echte Doppelbelastung ist. Zum Glück liegen die praktischen Teile im Unternehmen wenigstens
oft in den Semesterferien.

Weitere Infos unter http://www.studium-ratgeber.de/duales-studium-allgemein.php#duales-studium-goldener-mittelweg

32
3

• Wer ein Studium an einer Universität beginnen möchte, sollte sich früh genug über die immer spezifischer
werdenden Studiengänge informieren. Mit einem Hochschulstudium hat die Abiturientin / der Abiturient
mehr Perspektiven und Möglichkeiten im späteren Berufsleben und gute Einstiegschancen. Für viele Unter­
nehmen und für bestimmte Berufe ist ein Studium die notwendige Voraussetzung.
• Um das Interesse am Studium zu wecken, veranstalten viele Unis Tage der offenen Tür, an denen alle
Studienfächer und das Studentenleben vorgestellt werden. Einige Universitäten bieten auch ein sogenann­
tes Schnupper- oder Probestudium an. Hier können die Interessenten schon während der Schulzeit in
der Oberstufe an Vorlesungen und Seminaren in der Uni teilnehmen und den Studienalltag kennenlernen.
Es gibt sogar Schnupperstudiengänge nur für Frauen, hauptsächlich in den Naturwissenschaften. Sie
sind ein großer Erfolg bei den jungen Frauen, die auf diese Weise ihre Scheu vor den „schwierigen“ Fächern
ablegen können.
Außerdem kann man Informationen bei einer Studienberatung erhalten.


Weitere Infos unter http://www.studium-ratgeber.de/schnupperstudium.php#schnupperstudium-allgemein,
http://www.studium-ratgeber.de/probestudium.php und http://www.profiling-institut.de/studienberatung.html

• Um die Wartezeit auf einen Studienplatz zu überbrücken, kann man ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ)
in den Bereichen, Sport, Denkmalpflege, Politik und Kultur absolvieren. Der größte Bereich ist der soziale
Bereich. In dem freiwilligen ökologischen Jahr (FÖJ) kann man sich für Natur und Umwelt engagieren,
auch im Ausland.


Weitere Infos unter http://www.bundes-freiwilligendienst.de/fsj-freiwilliges-soziales-jahr/ und
http://www.ijgd.de/dienste-in-deutschland/freiwilliges-oekologisches-jahr-foej.html

• 
Aufenthalte im Ausland können bei Bewerbungen wichtig sein, weil sie eine wichtige fremdsprachliche
und interkulturelle Zusatzqualifikation darstellen.

Für einen organisierten Auslandsaufenthalt bieten sich viele verschiedene Möglichkeiten an:
−  mit einer gezielten Sprachreise seine Sprachkenntnisse, die für das kommende Studium oder den
zukünftigen Beruf von Vorteil sind, erweitern und vertiefen

Weitere Infos unter http://www.studium-ratgeber.de/sprachreisen.php

−  als Volunteer freiwillig, ohne Bezahlung, im sozialen Bereich arbeiten, z. B. in der Entwicklungshilfe in
Afrika

Weitere Infos unter http://www.studium-ratgeber.de/freiwilligenarbeit.php

−  mit Work & Travel reisen und, wenn es notwendig ist, Geld dazuverdienen, z. B. in Australien und
Neuseeland

Weitere Infos unter http://www.studium-ratgeber.de/work-travel.php und http://www.auslandsjob.de/ueber-uns.php

−  als Au-pair im Ausland ein halbes oder ganzes Jahr bei einer Gastfamilie wohnen und sie im Haushalt
und bei der Kinderbetreuung unterstützen

Weitere Infos unter http://www.studium-ratgeber.de/au-pair.php

−  mit einer gezielten Sprachreise seine Sprachkenntnisse, die für das kommende Studium oder den
zukünftigen Beruf von Vorteil sind, erweitern und vertiefen

Weitere Infos unter http://www.studium-ratgeber.de/sprachreisen.php

Zu allen Arten des Auslandsaufenthalts informiert die kostenlose Jugendbildungsmesse JuBi in zahlreichen deutschen Städten:
http://www.weltweiser.de/messenauslandsaufenthalte.htm

(Alle Links dieses Infokastens abgerufen am 20.01.2017)

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4
Familie
„Das kann ich“: Die S lernen über kurze Interviews mit zwei deutschen Jugendlichen typische deutsche
Familien kennen. Die erste Familie ist eine für Deutschland relativ große Familie: eine
Fa­milie mit Mutter, Vater und drei Kindern. Danach wird eine Tochter vorgestellt, deren
Eltern getrennt leben und die bei ihrer Mutter wohnt.
Die S definieren wichtige Begriffe und sprechen anschließend, ausgehend von einem Infor­
mationstext, über die Rollenverteilung in der Familie. Sie bereiten eine Debatte vor, in der
die Frage diskutiert wird, ob Väter und Mütter sich zu gleichen Anteilen um die Betreuung
der Kleinkinder kümmern sollen.
Sie überlegen sich, was wäre, wenn sie eine andere Rolle in der Familie hätten, und wieder­
holen dabei den Konjunktiv II.
Von den zwischenmenschlichen Beziehungen in der Familie geht es dann mit einer Grafik
zu der gesellschaftlichen Bedeutung der Familie. Die S lernen, eine Grafik (über den Wan­
del der Familie in Deutschland) zu beschreiben und zu interpretieren.
Den Abschluss der Einheit bildet ein Projekt zur Situation der Familie im eigenen Land.
Je nach verfügbarer Zeit und verfügbarem Material können Sie dieses Projekt entweder
als einen kurze Diskussion, in der sich die S auf ihre eigenen Erfahrungen stützen, oder
als anspruchsvolle Projektarbeit durchführen, bei der die S die Informationen über ihr Land
recherchieren und für eine Präsentation aufbereiten. Diese Projektarbeit eignet sich auch
für den fächerübergreifenden Unterricht.

Grammatik: •  Relativsätze mit Präpositionen, Relativpronomen im Dativ


•  Genitiv Plural

Wortschatzarbeit: Begriffe mit Relativsätzen erklären

Lösungen zu 1:
1c Interview 1 – B, Interview 2 – A
1d 1 – r, 2 – f, 3 – f, 4 – f, 5 – r, 6 – r

Transkription zu 1:
Interview 1
Warum bist du nicht auf dem Foto, Chris?
Weil ich das Foto gemacht habe. Das war an Ostern. Da haben wir zuerst Ostereier
gesucht und dann einen Spaziergang gemacht. Auf dem Bild sieht man meinen Papa
ganz rechts und meine Mutter ganz links. In der Mitte ist meine Schwester. Sie steht
zwischen meinem Opa und meiner Oma. Und der Junge vor meiner Mutter ist mein
kleiner Bruder.
Wohnen die Großeltern bei euch?
Nee, Opa und Oma wohnen in Nordeutschland und kommen nicht oft zu Besuch zu
uns nach Karlsruhe. Meistens sehen wir uns bei Geburtstagen, an Weihnachten und an
Ostern. Ich habe sie sehr gern und finde es schade, dass ich sie so selten sehe. Früher
waren meine Schwester und ich ein paar mal in den Ferien bei ihnen. Das war klasse.

34
4

Ich bin gern mit meiner Familie zusammen. Wir machen auch viel zusammen. Für mei­
nen Geschmack fast zu viel! Ich will eigentlich mehr Zeit für meine Freunde. Und noch
was: Meine Schwester nervt mich manchmal total.

Interview 2
Jessica, erzähl doch ein bisschen ’was von deiner Familie.
Also, meine Eltern sind seit neun Jahren getrennt. Da war ich sieben. Und, ähm,
zuerst hat mein Vater dann noch in einer Wohnung unter unserer gewohnt. Jetzt ist
er weggezogen, und ich sehe ihn nur noch sehr selten. Meine Mutter arbeitet und hat
einen neuen Mann. Und ich bin eigentlich meistens alleine zu Hause oder selbst un­
terwegs. Man kann fast schon sagen: Meine Freunde sind meine eigentliche Familie.
Hast du auch noch Geschwister?
Nein, ich bin ein Einzelkind.
Und der neue Freund von deiner Mutter, der … der Lebenspartner ... oder sind sie
verheiratet?
Die sind nicht verheiratet, nein.
Hat der Kinder?
Nein, der hat keine Kinder, aber mit dem verstehe ich mich sehr gut. Ich finde es
gut, dass meine Mutter wieder einen Freund hat. Gestern hatten sie ihren fünften
Jahrestag …
Und – ich wollte noch sagen, das hat sich jetzt vielleicht ein bisschen negativ ange­
hört, also … ich mag meine Familie so wie sie ist und ich mache auch gern was mit
meiner Mutter, wenn sie und ich Zeit haben. Wir kochen und backen zum Beipiel
beide unheimlich gern zusammen.

Lösungen zu 2:
2a 1 – e, 2 – c, 3 – b, 4 – d, 5 – a

2b Alleinerziehende haben Kinder, für die sie fast immer allein da sein müssen.
Ein Familienauto ist ein Auto, in dem die ganze Familie Platz hat.
Patchworkfamilien sind Familien, in denen Teile von mehreren Familien eine neue
bilden.

2c 1. Eine Ein-Kind-Familie ist eine Familie, in der es nur einen Sohn oder eine Tochter
gibt.
2. Ein Hausmann ist ein Mann, für den Haushalt und Familie der Arbeitsplatz sind.
3. Kindergärten sind Einrichtungen, in denen Kinder von drei bis sechs Jahren lernen
und spielen.

2d Mögliche Antworten:
 Ein alleinerziehender Vater ist ein Vater, der sein Kind oder seine Kinder ohne Mutter
erzieht.
Die klassische Familie ist eine Familie, in der Ehemann, Ehefrau und mindestens ein
Kind zusammenleben.
Die Kleinfamilie ist eine kleine Familie, in der zwei Erwachsene mit einem Kind
zusammenleben.
Ein Paar sind zwei Personen, die mit oder ohne Trauschein zusammenleben.
Ein Einzelkind ist ein Kind, das ohne Geschwister in einer Familie lebt.
Eine Hausfrau ist eine Frau, die sich nur um Familie und Haushalt kümmert.

TIPP zu 2 Mit der Kopiervorlage KV7 auf S. 140 können Sie die Relativsätze spielerisch wieder­
holen und festigen.

35
4 | Familie

Lösung zu 3a:
1. Frauen kümmern sich um Haushalt und Kinder, Männer verdienen das Geld.
2. Eine arbeitsfreie Zeit zur Erziehung der kleinen Kinder. Der Staat bezahlt einen Teil
des Gehaltes.
3. Frauen und Männer können die „Elternzeit“ nehmen, aber es nehmen viel mehr
Frauen als Männer die „Elternzeit“.

TIPP zu 3b Diese Aufgabe eignet sich auch gut (vorbereitend) als Partnerinterview.

TIPP zu 4 Gehen Sie mit den S vor der Diskussion noch einmal die – bereits bekannten – Redemit­
tel für Diskussionen auf Seite 141 durch. Zu viele verschiedene Redemittel führen oft
dazu, dass die S überhaupt keine verwenden. Lassen Sie die S deshalb jede/n für sich
drei Sätze auswählen, die sie in der anschließenden Diskussion verwenden möchten.

TIPP zu 5 Die Aufgabe eignet sich gut zur Wiederholung des Konjunktivs II.

Lösungen zu 6:
6a Überschrift 3

6b 100 % = alle
98 % = fast alle
75 % = drei Viertel
50 % = die Hälfte
44 % = fast die Hälfte
34 % = etwas mehr als ein Drittel
33,3 % = ein Drittel
25 % = ein Viertel
  0 % = keiner / niemand

6c 1 – r, 2 – f, 3 – f, 4 – f

TIPP zu 6c Lassen Sie die falschen Sätze 2, 3 und 4 in inhaltlich richtige Sätze umformulieren. 

TIPP zu 6 Wenn Sie die Arbeit mit Grafiken vertiefen möchten, können Sie die Kopiervorlage
KV8 auf S. 141 zu verschiedenen Familienformen in Deutschland beschreiben lassen
und – wenn möglich – mit Zahlen aus dem Heimatland der S vergleichen.

Familien, Paare und Lebensgemeinschaften

2015 lebten 8 Mio. Familien mit minderjährigen Kindern in Deutschland. 69 % der Familien waren Ehepaare
und 10,5 % Lebensgemeinschaften. 20,5 % waren Familien mit einer alleinerziehenden Mutter oder einem
alleinerziehenden Vater. Von den insgesamt 40,8 Mio. privaten Haushalten waren 41,4 % Einpersonenhaus­
halte. In fast einem Drittel aller privaten Haushalte lebte mindestens eine Person ab 65 Jahren. Die Zahl der
Haushalte mit drei oder mehr Generationen ist in Deutschland in den letzten 20 Jahren um 40 % auf rund
200 000 Haushalte gesunken.
Von den insgesamt 20,4 Mio. Paaren in Deutschland waren 85,7 % Ehepaare, 13,9 % nicht eheliche und 0,5 %
gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2016

36
4

Regelung der Elternzeit

Elternzeit ist die Freistellung von der Arbeit nach der Geburt jedes Kindes, in der die Mutter oder der Vater
kein Gehalt vom Arbeitgeber erhält. Auf diese Freistellung haben die Eltern einen Rechtsanspruch. Sie können
in dieser Zeit nicht gekündigt werden und haben einen Anspruch darauf, nach der Elternzeit auf einen Arbeits­
platz zurückzukehren, der im Vergleich zum früheren Job gleichwertig ist. Die Elternzeit zur Betreuung und
Erziehung eines Kindes dauert maximal 3 Jahre; anspruchsberechtigt sind Mütter und Väter. Wenn der Arbeit­
geber zustimmt, können bis zu 12 Monate der Elternzeit zwischen dem 3. Geburtstag und der Vollendung des
8. Lebensjahres des Kindes genommen werden – zum Beispiel während seines ersten Schuljahres.
Für diese Zeit können die Eltern Elterngeld beantragen. Es beträgt 67 % des vorherigen Gehalts oder mindes­
tens 300 Euro und höchstens 1 800 Euro. Anspruch auf Elterngeld haben Eltern, die ihre Kinder nach der Ge­
burt selbst betreuen, nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten, mit ihren Kindern in einem Haushalt
leben und in Deutschland wohnen.
Für Kinder, die seit dem 1. Juli 2015 geboren wurden, gelten zum Teil neue Regelungen: Mütter und Väter
können 24 statt bisher 12 Monate Elternzeit auf den Zeitraum zwischen dem 3. Geburtstag und der Voll­
endung des 8. Lebensjahres des Kindes übertragen. Der Arbeitgeber muss nicht mehr zustimmen.

Quelle: Broschüre des Bundesministeriums Familie, Senioren, Frauen und Jugend:


Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit. 18. Aufl., 2016.

37
Strategietraining 1
Die Trainingseinheiten sind nicht in die Progression des Lehrwerks eingebunden.
Sie nehmen häufig die Themen der vier vorangehenden Einheiten auf, können aber
auch ganz unabhängig eingesetzt werden.
Das Schülerbuch und das Arbeitsbuch sind im Training nicht aneinander gekoppelt.
Das Schülerbuch besteht immer aus fünf Teilen: prüfungsorientierten Aufgaben,
einer Übung zum Sprechtraining, der Erarbeitung einer Strategie zur Arbeit mit Texten,
einem literarischen Text und Aufgaben zum Videoclip.
Das Arbeitsbuch wiederholt Phonetik, Wortschatz und Strukturen.

Lösung zu 2: 1 – c, 2 – a, 3 – a, 4 – b

Transkription zu 2:
Nummer 1
Sie sind mit dem Arbeitsamt Bonn verbunden. Dieser Anruf ist für Sie kostenlos. Wenn
Sie die Nummer Ihres Gesprächspartners kennen, dann wählen Sie die Nummer bitte
jetzt. Für die Arbeitsvermittlung wählen Sie bitte die 1. Für die Berufsberatung wählen
Sie bitte die 2 und für die Telefonzentrale wählen Sie die 0.

Nummer 2
Ansage auf Anrufbeantworter: Hallo, ich bin die Anrufbeantworterin von Marlene Arbo­
gast. Schade, dass Marlene nicht antworten kann, aber sprechen Sie doch nach dem
Piepton. Marlene ruft bestimmt bald zurück.
Nachricht auf Anrufbeantworter: Guten Tag Frau Arbogast, hier spricht Silvia Timm vom
Arbeitsamt Bonn. Sie haben morgen einen Termin mit Herrn Benn zur Berufsberatung.
Der Termin findet leider nicht statt, weil Herr Benn erkrankt ist. Rufen Sie mich doch
bitte am Donnerstag an. Dann können wir einen neuen Termin vereinbaren. Meine
Durchwahl ist -330.

Nummer 3
Verehrte Kunden, wir freuen uns, Ihnen heute unsere neue „Traumwelt“ vorstellen zu
können. Hier werden Ihre Träume wahr. Auf 500 Quadratmetern finden sie neue und
besonders kreative Produkte für Haus und Freizeit. Machen Sie einen Besuch, und neh­
men Sie ab 15 Uhr an unserer Eröffnungsparty teil. Es erwarten Sie Zauberer, Artisten
und jede Menge Unterhaltung.

Nummer 4
Ansage auf Anrufbeantworter: 0156 788900. Sie wissen, wer ich bin. Bitte sprechen Sie.
Nachricht auf Anrufbeantworter: Hallo, Schatz, hier ist Tessa. Du hast aber eine unfreund­
liche Begrüßung auf deinem Anrufbeantworter. Du, ich ruf an, weil ich dich ins Kino ein­
laden möchte. Im Odeon 2 läuft ab Freitag, das ist der 11.12., der Film über „Malala“.
Das soll ein ganz toller Film sein. Alle finden ihn super. Du weißt ja, dass ich ein Malala-
Fan bin! Jedenfalls könnten wir da doch am Sonntagabend reingehen, oder? Und am
Samstag gehe ich ins Aqualand schwimmen. Kommst du mit? Würde dir auch gut tun!
Also, ruf mich an, wenn du das hörst. Bis dann. Küsschen!

38
St r at e g i e t r a i n i n g 1  | S 1

Lösung zu 3: 1 – B, 2 – B, 3 – C, 4 – A, 5 – C, 6 – A

Lösung zu 4:
Verb: sich erkundigen
1. er-kun-di-gen [ɛɐ̯ˈƙʊnɗɪɡn̩]
2. Die phonetische Umschrift zeigt die Aussprache. Der Wortakzent ist auf der zweiten
Silbe, das zeigt das kleine Häkchen vor dem k.
3. erkundigt (sich), erkundigte (sich), hat (sich) erkundigt
4. nach
5. sich erkundigen (Das Verb ist reflexiv.)
6. nach einer Sache (etwas), nach einer Person (jmdm. = jemandem) fragen
7. Ich erkundigte mich nach meiner Note in Deutsch.
Er hat sich vorhin nach dem Weg erkundigt.

Nomen: Kenntnis
1. Kennt-nis [ˈkɛntnɪs]
2. Der Wortakzent ist auf der ersten Silbe.
3. Zwei Bedeutungen: 1.) das Wissen von etwas; in dieser Bedeutung ist das Wort immer
im Singular. 2.) durch Erfahrung oder Studium erworbenes Wissen auf einem bestimm­
ten Gebiet, in einem bestimmten Fach; in dieser Bedeutung ist das Wort immer im
Plural.
4. Genitiv: der Kenntnis; Plural: Kenntnisse
5. Menschenkenntnis, Ortskenntnis, Sachkenntnis; Sprachkenntnisse
6. Ihre E-Mail vom 3.3. haben wir zur Kenntnis genommen.
Deine Kenntnisse in Fremdsprachen reichen nicht aus.

Adjektiv: schmutzig
1. schmut-zig [ˈʃmʊt͜sɪg]
2. Der Wortakzent ist auf der ersten Silbe.
3. schmutziger, am schmutzigsten
4. drei verschiedene Bedeutungen:
1.) nicht sauber; 2.) nicht anständig; 3.) moralisch abwertend
5. negative (moralische) Bedeutung, herabwürdigend
6. 1.) dreckig; 2.) derb, unmoralisch
7. 1.) Du hast dich bei der Arbeit sehr schmutzig gemacht.
2.) Ihr dürft keine schmutzigen Lieder singen!
3.) Der Handel mit Drogen ist ein schmutziges Geschäft.

Lösungen zu 5a/b:
Ein Vorbild ist ein Mensch,
der ein Leben führt,
wie ich es auch gerne führen möchte.
Es ist ein Mensch,
den ich nachahmen möchte.
Jemand, der so ist,
wie ich es gerne wäre.

TIPP zu 5a Auf der Kopiervorlage KV9 auf S. 142 finden Sie den Text mit einem erweiterten
Zeilen­abstand, sodass die S die Betonung gut markieren können.

39
S 1  |  St r at e g i e t r a i n i n g 1

Lösungen zu 5:
5e Eine Stärke ist eine besondere Fähigkeit, die jemand hat.
Wenn jemand etwas besonders gut kann,
zum Beispiel mit Menschen umgehen
oder Dinge reparieren,
dann sagt man, dass das seine Stärke ist.

5f Beispiel: Der Nobelpreis ist ein Preis, der von dem schwedischen Erfinder und Indus­
triellen Alfred Nobel gestiftet worden ist. Der Preis wird Personen, Personengruppen
oder Institutionen verliehen, die sich für den Frieden eingesetzt haben, die durch ihr
Handeln zum Frieden unter den Völkern und in der ganzen Welt beigetragen haben.

TIPP zu 5 Akzente geben mündlichen Texten eine sinnvolle Struktur. Der Sprecher gibt dem Hörer
mit den Akzenten Hinweise darauf, was wichtige Informationen sind. Deshalb sind
Akzente sowohl für das Sprechtraining wichtig, damit die S lernen, gut strukturierte,
verständliche Äußerungen zu machen, als auch für das Hörverstehen. Wenn die S die
Bedeutung von Akzenten in mündlicher Rede gut verstehen, können sie auch kom­
plexe­ren Texten besser folgen.
In 5d können Sie verschiedene Betonungen zulassen, allerdings wäre eine Betonung von
Artikeln, Hilfsverben oder Pronomen meist nicht passend. Üblicherweise betont man
Wörter, die Inhalte transportieren, also Nomen, Adjektive, Zahlwörter, Negationswörter
und manchmal auch Verben.
In diesen Texten können auch andere Wörter betont werden. Beachten Sie, dass man
in der Regel in einer Nomen-Verb-Kombination das Nomen betont: mit MENSCHEN
umgehen, nicht: mit Menschen UMGEHEN.

Lösungen zur Literatur:


Beispiele: drohen / sich verteidigen gegen Feinde – guter Freund von Kindern –
a 
Dickhäuter / kann sehr alt werden – mit seinem Rüssel kann er sehr fein greifen –
wird als Gottheit verehrt – liefert Elfenbein ...

b 1. kümmerlich   5. breite Spur, die   8. verehrt


2. ergattern   6. Nachstellung, die   9. List, die
3. Dickicht, das   7. gesellig 10. Unternehmungen, die (Pl.)
4. Gemüt, das

TIPP Max, Zoe, Lena, Tobi und Julius, die Protagonisten in den Videoclips zu diesem Buch,
zum Video sind bereits aus dem A2.1 und A2.2 bekannt.
Klären Sie vor dem Sehen die Bedeutung des Wortes „Held“, der Wörterbuchauszug
hilft dabei.

Lösungen zum Video:


2 1. der Kugelschreiber: symbolisiert, dass sie Schriftstellerin werden möchte und einen
eigenen Roman schreiben möchte.
Assoziationen der anderen: Liebesbrief, schreiben, Schriftsteller, Schülerzeitung
2. die Batterie: symbolisiert die Energie, die er für seinen Sport (Basketball) haben
möchte. Er möchte Profi-Sportler werden und Karriere in der amerikanischen Liga
(NBA) machen.
Assoziationen der anderen: Strom, Akku, Forschung, erneuerbare Energien,
Ökostrom, Energie im eigenen Körper, Sport, Basketball-Profi, in Amerika leben,
trainieren und Basketball spielen

40
St r at e g i e t r a i n i n g 1  | S 1

3. die Klaviertastatur: symbolisiert, dass sie Musikerin werden möchte, ihr Traum ist
es, mit bekannten Musikern zusammen auf einem Festival zu spielen.
Die anderen kennen sie gut und erraten es sofort.
4. der Taschenrechner: symbolisiert seinen Traum, Erfinder zu werden und irgend­
etwas Nützliches zu erfinden.
Die anderen denken an: Mathematiker, Architekt, Ingenieur.
5. das Schlüsselband mit der Aufschrift „Hausheld“ symbolisiert, dass er Hausmann
werden möchte. Er kocht gerne und kann sich gut vorstellen, sich um die Kinder
zu kümmern.
Die anderen denken an: Hausmeister, Schlüsseldienst-Service, Einbrecher.

Video-Transkription:
Max: Kommt ihr mit in den Park? Hier rumsitzen ist doch langweilig.
Zoe: Nö, wir haben doch nur noch eine halbe Stunde Zeit.
Lena: Wir könnten ein Spiel machen.
Tobi: Ein Spiel? Was möchtest du denn spielen? Blinde Kuh?
Lena: Nö, du bist doof! Wir könnten ein Ratespiel machen.
Julius: Und wie geht das?
Lena: Also jeder zeigt einen Gegenstand und die anderen müssen raten, welchen
Zukunftstraum der Gegenstand darstellen soll.
Zoe: Okay, aber es muss der eigene Zukunftstraum sein.
Lena: Okay, ich fange an!
Tobi: Du wünschst dir einen Liebesbrief von Julius.
Lena: Ha, ha!
Zoe: Ein Stift? Schreiben, hm, du würdest gerne schreiben.
Julius: Du würdest gerne Schriftstellerin werden!
Lena: Ja, genau! Ich wäre wirklich gerne Schriftstellerin. Da kann ich kreativ sein, kann
arbeiten wann ich will. Und ich muss nicht im Büro herumsitzen.
Max: Stimmt, du schreibst auch für die Schülerzeitung, oder?
Lena: Ja, genau. Mein Traum ist es, einen eigenen Roman zu schreiben. Ideen hab ich
genug.
Max: Ich hab auch was! Ratet mal!
Tobi: Eine Batterie? Da fällt mir nur Strom, Akku und Energie ein. Willst du in die
Forschung?
Zoe: Erneuerbare Energien erforschen? So Richtung Ökostrom?
Max: Ja, das wäre auch spannend! Aber ich meine mehr die Energie, die im eigenen
Körper steckt.
Tobi: Ach so. Und wofür brauchst du so viel Energie?
Lena: Für seinen Sport natürlich.
Max: Ja! Ich will Basketball-Profi werden. Zuerst in einem guten deutschen Team, zum
Beispiel Bamberg oder München und dann, naja, der Traum wäre natürlich eine
Karriere in der NBA.
Zoe: NBA?
Max: Das ist die amerikanische Profiliga. Da spielen z. B. Dirk Nowitzki oder Magic
Johnson. Ja, in Amerika leben, trainieren und Basketball spielen. Das wäre echt
ein Traum! Ich hoffe, ich wachse noch ein paar Zentimeter.
Zoe: Jetzt bin ich dran. Hier ist mein Gegenstand!
Julius: Das ist leicht! Du willst Musikerin werden.
Zoe: Stimmt! Das ist mein Traumberuf.

41
S 1  |  St r at e g i e t r a i n i n g 1

Julius: Und am liebsten vor 100 000 Leuten auf einem Open Air Festival spielen.
Zoe: Genau. Und am liebsten mit Stevie Wonder und Chaka Khan. Und was hast du dir
ausgesucht?
Lena: Ein Taschenrechner? Du willst Mathematiker werden!
Julius: Nicht schlecht.
Tobi: Als Architekt muss man doch auch viel berechnen, oder?
Max: Oder als Ingenieur!
Julius: Mein Traum ist es, Erfinder zu werden. Es macht mir Spaß, Probleme zu lösen.
Am coolsten wäre es natürlich, irgendetwas Nützliches zu erfinden, das dann alle
haben wollen.
Zoe: Vielleicht kannst du ja mal einen Stift erfinden, der von alleine gute Noten in
Mathe schreibt.
Lena: Tobi, du bist dran! Hausheld? Hä? Willst du Hausmeister werden?
Tobi: Nein.
Julius: Willst du einen Schlüsseldienst-Service eröffnen?
Tobi: Nein.
Max: Willst du Einbrecher werden?
Tobi: Nein, ich möchte Hausmann werden.
Lena: Hey, hört auf! Wieso denn nicht?
Zoe: Genau. Erzähl mal!
Tobi: Warum kümmern sich eigentlich meistens die Frauen um den Haushalt? Ich koche
zum Beispiel wahnsinnig gerne. Wenn ich mal eine Familie habe, könnte ich mir
total gut vorstellen, mich um die Kinder zu kümmern, bei den Hausaufgaben zu
helfen, auf den Spielplatz zu gehen …
Zoe: Was ist mit Putzen?
Tobi: Das gehört wahrscheinlich auch dazu. Oder Julius erfindet einen Putz-Roboter.
Max: Oder du heiratest eine reiche Frau, dann könnt ihr euch eine Putzfrau leisten.
Tobi: Naja, vielleicht werde ich erst mal Koch. Liebe geht ja durch den Magen, oder?
Lena: Also ich finde, das klingt großartig!
Zoe: Tolles Spiel! – Max wird bestimmt mal Basketballprofi! Er trainiert ja jetzt schon
jeden Tag
Julius: Dein erster Roman wird sicher ein Bestseller!

Arbeitsbuch Training 1:
(Lösungen im Anhang)

Aussprache •  lange und kurze Vokale


trainieren •  Fremdwörter mit nicht deutscher Aussprache

Wortschatz •  Wortfelder: Berufe, Ausbildung, Engagement


trainieren •  Wortbildung: Wortfamilien, Komposita

Strukturen •  Wörter und Texte – Lückentext


trainieren •  Vergangenheitsformen: Perfekt
•  Verben mit Akkusativ, mit Dativ oder mit zwei Ergänzungen
•  Fragen trainieren

42
5
Zukunft
„Das kann ich“: Die Einheit „Zukunft“ beginnt mit einem Perspektivwechsel: Was haben die Menschen
früher über die Zukunft vorausgesagt? Was ist davon eingetroffen?
Die S lernen, Voraussagen zu verstehen und zu formulieren. Sie lernen die zweiteiligen
Konnektoren entweder … oder, weder … noch und sowohl … als auch kennen und for­
mulieren damit Aussagen über ihre eigene Zukunft und die ihrer Freunde.
Sie lesen und bearbeiten einen Text über die Stadt der Zukunft und stellen Vermutungen
darüber an, was für neue technische Entwicklungen es in hundert Jahren geben wird.
Sie lernen die kreative Technik des Brainstormings kennen. Sie hören zunächst ein Brain­
storming, lernen die Regeln dafür kennen und machen dann selbst ein Brainstorming über
Verbesserungsideen in ihrer Stadt und simulieren dann eine Podiumsdiskussion mit Ver­
tretern aus verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Bereichen.
Zum Abschluss gestalten die S in einer (kleinen) Projektarbeit einen Prospekt oder eine
Präsentation zu ihren Ideen, wie ihre eigene Stadt im Jahr 2060 aussehen wird.

Grammatik: •  werden + Infinitiv (Voraussagen)


•  zweiteilige Konnektoren: entweder … oder, weder … noch und sowohl … als auch.

Wortschatzarbeit: Brainstorming

Lösungen zu 1:
1a 1 – D, 2 – E, 3 – A, 4 – B, 5 – C

1b 1 – 1977 3 – 1903 5 – 1901


2 – in den 30er-Jahren 4 – 1946

1c In den nächsten Jahren wird (vermutlich) kein Mensch fliegen.


er / sie / es / man wird

TIPP zu 1 Voraussagen mit werden + Infinitiv können Sie auch mit dem „Wahrsagespiel“ üben.
Bereiten Sie Würfel aus der Kopiervorlage KV10 auf S. 143 vor. (Sie können natürlich
auch normale Würfel nehmen.) Die S spielen in Gruppen. Sie würfeln und machen eine
Voraussage zu dem Wort, das sie gewürfelt haben.

TIPP zu 1 Erinnern Sie die S noch einmal an die beiden temporalen Präpositionen in (Zukunft) und
vor (Vergangenheit).

Lösung zu 2a:
in Urlaub fahren / arbeiten gehen
in Deutschland studieren / in den USA studieren
Physik studieren / Chemie studieren
Lehrer/in sein / Musiker/in sein
in 20 Jahren zwei / drei Kinder haben
Rentner sein / tot sein

43
5 | Zukunft

Transkription zu 2:
In einem Monat werde ich entweder in Urlaub fahren oder ich gehe arbeiten.
Ich nicht! Ich werde weder in Urlaub fahren noch arbeiten gehen.
Und ich, ich werde sowohl arbeiten gehen als auch in Urlaub fahren. (kleine Pause)
Ich werde entweder in Deutschland oder in den USA studieren.
 Ich werde weder in Deutschland noch in den USA studieren.
Und ich werde sowohl in Deutschland als auch in den USA studieren. In drei Jahren
werde ich entweder Physik oder Chemie studieren.
Aber ich werde weder Physik noch Chemie studieren.
Und ich werde sowohl Physik als auch Chemie studieren.

(Zwischenruf) Angeber!

In 10 Jahren werde ich entweder Lehrerin oder Musikerin sein.


Ich werde ganz sicher weder Lehrer noch Musiker sein.
Und ich werde sowohl Lehrerin als auch Musikerin sein.

(Zwischenruf) Weil du von deiner Musik nicht leben kannst!

In 20 Jahren werde ich entweder zwei oder drei Kinder haben.


Ich werde weder zwei noch drei Kinder haben.

Ich werde sowohl zwei als auch drei Kinder haben.




(Zwischenruf) Wie geht das denn?

In 50 Jahren werde ich entweder Rentner sein oder schon tot.




(Pause)

Ähm – und jetzt?


Na das Ganze von vorne.
In einem Monat werde ich entweder im Urlaub sein …

TIPP zu 2 Die zweiteiligen Konnektoren geben den Aussagen eine deutliche Struktur. Diese Struk­
tur wird durch die Betonung in den Sätzen unterstützt. Sprechen Sie die Sätze aus dem
„Denk nach“-Kasten mit deutlicher Betonung. Sie können die Betonung auch mit Gesten
unterstützen.
Durch das ausdrucksvolle Sprechen wird die Struktur besser memoriert. Es gibt zwei
Möglichkeiten: Sie können entweder die sich gegenüberstehenden inhaltlichen Punkte
betonen:
In einem Monat werde ich entweder in URLAUB fahren oder ich gehe ARBEITEN.
Ich werde weder in URLAUB fahren noch ARBEITEN gehen.
Ich werde sowohl ARBEITEN als auch in URLAUB fahren.

Oder Sie betonen die strukturierenden Konnektoren:


In einem Monat werde ich ENTWEDER in Urlaub fahren ODER ich gehe arbeiten.
Ich werde WEDER in Urlaub fahren, NOCH arbeiten gehen.
Ich werde SOWOHL arbeiten ALS AUCH in Urlaub fahren.

Lösungen zu 3:
3a 1 – B, 2 – C, 3 – A
3b 1: B – 1; 2: C – 3; 3: A – 2
3c 1, 2, 4, 6 stehen im Text.

44
5

Lösung zu 4a:
Häuser, U-Bahn, gute Verkehrsverbindungen, Kirchen, Hochhäuser, Einkaufszentrum,
shoppen gehen, keine Natur, kein Grün, tolles Kulturangebot, viele Konzerte, zu viele
Autos, zu laut, Stadtzentrum, historische Altstadt, Fußgängerzone, Park, spazieren
gehen, Flughafen, schlechte Luft, Hafen, Theater

TIPP zu 4 Ein Brainstorming ist eine gute Methode, um gemeinsam ein Wortfeld aufzubauen. Die S
haben Bilder im Kopf, zu denen sie deutsche Wörter suchen, und verbinden dadurch die
Wörter intensiv mit den Bildern und festigen ihren Wortschatz.

TIPP Im Strategietraining 2 (S. 46) bereitet die Aufgabe 1 auf eine Präsentation vor. Die S
zum Projekt sprechen über die verschiedenen Arbeitsschritte bei der Vorbereitung einer Präsentation
und bringen sie in eine Reihenfolge. Wenn Ihre S noch nicht viel Erfahrung mit Präsen­
tationen haben, können Sie diese Aufgabe zunächst bearbeiten lassen, bevor die S an
ihre eigene Präsentation gehen.

Flugzeug

Der italienische Universalgelehrte Leonardo da Vinci entwarf bereits um 1 500 Flugapparate, mit denen er den
Vogelflug kopierte. Sie sollten mit den Armen angetrieben werden. Doch der erste Mensch, dem es gelang,
größere Strecken zu fliegen, war der Deutsche Otto Lilienthal. Lilienthal wurde 1848 in Anklam (Mecklen­burg-
Vorpommern) geboren. Zusammen mit seinem Bruder Gustav studierte er begeistert den Flug von Vögeln.
Lilienthal erkannte, dass die gewölbte Form der Flügel für den Auftrieb wichtig ist und konzentrierte sich bei
seinen Flugversuchen auf den Gleitflug. Er konstruierte einen Gleitflugapparat, der eine Person trug. Damit
sprang er von Hügeln und ließ sich von der Luft tragen. 1891 gelang Lilienthal ein Segelflug von 15 m. Er
verbesserte seine Flugapparate und konstruierte Flügelschlagapparate und Doppeldecker, mit denen er seine
Flugweite auf 300 m steigerte. 1896 verletzte er sich tödlich bei einem Flug mit einem Eindecker.
Mit seine Forschungen und Versuchen bereitete Lilienthal nicht nur dem Segel-, sondern auch dem Motorflug
den Weg: Die amerikanischen Brüder Orville und Wilbur Wright bauten das erste Motorflugzeug. 1903 gelang
ihnen als Ersten der Bau eines Motorflugzeugs: ein Doppeldecker mit einem 12-PS-Benzinmotor, mit dem sie
12 bis 59 Sekunden fliegen konnten.

Weitere Infos unter http://www.lilienthal-museum.de/olma/muse.htm und


http://www.deutsches-museum.de/sammlungen/verkehr/luftfahrt/propellerflugzeuge/bis-1918/wright-doppeldecker/

Computer

Am 12. Mai 1941 wurde der Z3, der erste programmgesteuerte Rechenautomat und Vorläufer des modernen
Computers, von seinem Erfinder, dem Berliner Konrad Zuse, vorgestellt. Er war so groß wie drei Kühlschränke
und das Rechenwerk war mit 600 Relais ausgestattet, der Speicher mit über 1 800 Relais. Der Z3 wurde wäh­
rend des Zweiten Weltkriegs zerstört. Ein Nachbau steht im Deutschen Museum in München.
Besonders in Deutschland gilt der Z3 als der erste funktionsfähige Universalrechner. Doch in den 1930er- und
1940er-Jahren konstruierten auch amerikanische und britische Wissenschaftler und Ingenieure Digitalrechner.
Howard H. Aiken entwickelte ab 1939 bei IBM den programmgesteuerten, automatischen Relaisrechner Mark I
und 1946 entstand an der Universität Pennsylvania der Röhrenrechner ENIAC, der in den USA und großen Teil
der Welt als Meilenstein der Computertechnik gilt.
Je nachdem, wie man „Computer“ definiert, ist der Z3 oder der ENIAC der erste Computer. Der ENIAC arbei­
tete – anders als der Z3 – elektronisch und während der Z3 und alle modernen Computer Binärcomputer sind,
arbeitete der ENIAC mit dem Dezimalsystem.
Der moderne Computer von heute hat mit den frühen Rechnern kaum noch etwas gemeinsam. Nachdem in
den 1960er-Jahren der Transistor und der Mikrochip erfunden worden waren, brauchte man nicht mehr die
teuren und störanfälligen Elektronenröhren.

45
5 | Zukunft

Die meisten privaten Computer stehen in Island (2013: 97 %). In den Niederlanden und Norwegen sind sie in
96 %, in Luxemburg in 95 % und Dänemark in 92 % aller Haushalte. Im Jahr 2015 stand in 88,3 % aller deut­
schen Haushalte ein PC mit einem Internetanschluss.
Quelle: Statistisches Bundesamt, (Destatis), 2016

Weitere Infos unter http://www.hnf.de (Heinz-Nixdorf-Museum, das größte Computermuseum der Welt) und
http://www.wasistwas.de/archiv-technik-detailse/der-pc-ist-25-jahre-alt.html

Fernsehen

In Berlin wurde im März 1935 das erste regelmäßige öffentliche Fernsehprogramm der Welt ausgestrahlt. Es
handelte sich um eine Mischung aus einem im Studio produzierten Live-Programm und aus Filmausschnitten.
Die Empfangsgeräte waren jedoch extrem teuer, nur Rundfunkfunktionäre und Nazi-Größen konnte sich Fern­
seher leisten. Daher gingen die Berliner in sogenannte „Fernsehstuben“, um die abendlichen Sendungen zu
sehen. Außerhalb Berlins waren sie gar nicht zu empfangen.
Seinen großen Auftritt hatte das Fernsehen 1936 mit der Übertragung der Olympischen Sommerspiele. Erst
nach dem Zweiten Weltkrieg war dann wieder „Fernseh-Zeit“: 1952 nahm in der Bundesrepublik der öffent­
lich-rechtliche Sender ARD und 1963 das ZDF seinen Betrieb auf. 1984 ging der erste private Sender an den
Start. Ein Highlight der TV-Geschichte war die Übertragung des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft 1954
aus Bern. Im selben Jahr wurden auch Kabelfernbedienungen eingeführt.
1956 konnten schon eine halbe Million Zuschauer das Programm empfangen, 1957 waren mehr als 1 Mio.
Fernsehgeräte angemeldet.
In der Deutschen Demokratischen Republik ging 1952 ein erster Sender an den Start. 1956 ging der Deutsche
Fernsehfunk (DFF) auf Sendung. 1969, als die DDR den 20. Jahrestag ihrer Gründung feierte, kam das zweite
Programm des DFF’s hinzu und führte das Farbfernsehen ein. In der Bundesrepublik war es zwei Jahre zuvor
gestartet.
Im Jahr 2015 hatten fast 98 % der deutschen Haushalte mindestens ein Fernsehgerät. Viele benutzen auch
ihre Computer, Laptops oder mobilen Endgeräte, um Fernsehsendungen zu sehen.
 Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2016
Weitere interessante Links: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23477/1.html

Auto

1886 erhielt der deutsche Ingenieur Carl Friedrich Benz das Patent für das erste Motorfahrzeug. Es hatte nur
drei Räder, erst 1893/94 konnte das „Benz-Velo“ mit vier Rädern und einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h
in Serie gehen. Um die Eignung des Autos zu beweisen und um seinen Verkauf anzukurbeln, war seine Frau Berta
1888 von Mannheim nach Pforzheim (und zurück) gefahren und hatte damit 106 km zurückgelegt. Das war
eine kleine Sensation, denn zuvor waren nur kurze Probefahrten in die nähere Umgebung gemacht worden.
In den nächsten Jahren wurde die Technik weiterentwickelt und neue Autos auch von anderen Herstellern
gebaut: 1894 entwickelte Rudolf Diesel den ersten Dieselmotor. Seit 1890 bauten die von Gottlieb Daimler
gegründeten Daimler-Motoren-Gesellschaft Automobile. Im Jahr 1900 erschien ein Modell mit dem Namen
„Mercedes“. Die Idee dazu kam von dem österreichischen Diplomaten Jellinek, der seine Tochter mit dem
Kosenamen Mercedes ansprach. Das Logo der Daimler-Motoren-Gesellschaft, der dreizackige Mercedes-Stern,
blieb bis heute das Markenzeichen der Mercedes-Benz-Fahrzeuge.
Der Automobilbau expandierte immer weiter: Die Franzosen Louis und Marcel Renault bauten 1898 ihr erstes
Modell, Opel 1899 in Rüsselsheim. 1899 wurde der FIAT-Konzern, 1903 die Ford-Motor-Company gegründet.
1904 baute Rolls-Royce Luxusautos und 1910 begann Audi mit dem Autobau. Ab 1928 gab es auch Automo­
bile von BMW. Zehn Jahres später, 1938, baute Ferdinand Porsche den ersten Volkswagen-„Käfer“.
2016 gab es in Deutschland über 45 Mio. Autos.

Weitere Infos unter http://www.br.de/themen/wissen/gottlieb-daimler-automobil-100.html

46
5

Kernenergie

Die durch Neutronen induzierte Kernspaltung wurde 1938 von O. Hahn und F. Straßmann entdeckt und 1939
von L. Meitner und R. O. Frisch theoretisch erklärt. Die weitere Entwicklung wurde wesentlich durch die ange­
strebte militärische Nutzung der Kernenergie bestimmt. Am 16. Juli 1945 brachten die USA in Alamogordo
(New Mexico) die erste Atombombe zur Explosion, bald gefolgt von der militärischen Anwendung in Hiroshima
(6. August 1945, Uranbombe) und Nagasaki (9. August 1945, Plutoniumbombe).
Die Forschung zur friedlichen Anwendung der Kernenergie setzte in größerem Umfang erst nach dem Krieg
ein. Sie führte zum Bau erster Kernkraftwerke: 1954 Inbetriebnahme des ersten Leistungsreaktors in Obninsk
bei Moskau, 1956 erstes Großkernkraftwerk in Calder Hall in Großbritannien; in Deutschland erster Reaktor
1957 in Garching, erstes Kernkraftwerk 1961 in Kahl am Main.
Die Nutzung der Kernenergie ist seit den 1970er-Jahren umstritten. Die Gegner der Kernenergie betonen v. a.
die Freisetzung von Strahlung im Normalbetrieb und das Risiko eines Reaktorunfalls, worin sie sich durch
zahlreiche Störfälle der weltweit betriebenen Kernkraftwerke bestätigt sehen. Am 26. April 1986 kam es in
Tschernobyl (Ukraine) zu einem Super-Gau („Größter anzunehmender Unfall“), als ein Reaktor explodierte.
Auch die Entsorgung der radioaktiven Abfälle beziehungsweise deren Wiederaufbereitung und die politischen
Folgen einer Kernenergiewirtschaft („Atomstaat“) werden als Probleme betrachtet.
Die Befürworter der Kernenergie weisen darauf hin, dass die Kernkraftwerke günstig und dauerhaft Energie
liefern können, klimafreundlich sind, weil sie kein CO2 erzeugen und keine Abhängigkeit von anderen Energie­
exporteuren schaffen.
Als es am 11. März 2011 im japanischen Fukushima infolge eines Erdbebens und Tsunamis zu einem weiteren
Super-Gau kam, beschloss die deutsche Regierung den „Atomausstieg“: Acht Reaktoren wurden vom Netz
genommen; das letzte deutsche Kernkraftwerk soll 2022 abgeschaltet werden.
Im Jahr 2015 waren noch neun Reaktoren in Deutschland in Betrieb.

Weitere Infos unter http://www.kernenergie.de/kernenergie/themen/geschichte und


http://www.zeit.de/thema/fukushima
(alle Links dieses Infokastens abgerufen am 23.12.2016)

47
6
Wohnen
„Das kann ich“: Die Einheit beginnt mit einer großen Hauszeichnung, anhand derer Sie den bereits be­
kannten Wohnungswortschatz wiederholen und erweitern können. Die S hören dann sehr
persönliche Äußerungen von vier Familienmitgliedern, die ihren Lieblingsort in ihrem Haus
beschreiben und erzählen, was sie dort gerne machen. Die S beschreiben ihren eigenen
Lieblingsort oder den von Eltern, Geschwistern oder Freunden. Sie lesen dann die Aussage
von Vera noch einmal als schriftlichen Text und lernen die Ausdrucksmöglichkeiten der Re­
lativpronomen wo, was und wie kennen und schreiben einen Text über ihren Lieblingsort.
Sie lernen Sprichwörter / Sprüche zum Thema „Aufräumen“ kennen, ergänzen eigene und
sprechen darüber. Anschließend lesen sie kurze Leserbriefe aus einer Jugendzeitschrift, in
denen es um das Thema „Aufräumen“ geht, und diskutieren über das Thema und schreiben
dann einen eigenen Blogtext.
Die S hören dann ein Radiointerview mit einer Jugendlichen, die schon an vielen verschie­
denen Orten gewohnt hat, und beschreiben mit Worten ihr Traumhaus oder ihre Traum­
wohnung und fertigen dazu eine Zeichnung an.

Grammatik: • Relativpronomen: wo, was, wie


•  Infinitiv mit zu

Wortschatzarbeit: Haus und Wohnung

Lösungen zu 1:
1a 1. Wasserplätschern, neues Wasser läuft ein – im Badezimmer / in der Badewanne
2. Schlagzeug – in der Garage
3. Musik, Stimmen – im ersten Stock im Wohnzimmer
4. Vogelzwitschern – im Garten / in der Hängematte
5. Computergeräusche – im Erdgeschoss links

1b Mögliche Antworten:

Wer? Wo? Wann? / Wie oft? Was machen sie?


Vera Hängematte im Wenn sie Zeit hat … Träumen
Garten Für sich allein sein …
Max Schreibtisch / Meistens … Alles ordnen, wie er es will
sein Zimmer Mit Freunden zusammensein
Für die Schule arbeiten …
Elsa Badewanne Samstagnachmittag Sich entspannen
Musik hören, lesen …
Mirko Sein Zimmer Nach der Schule Mit Freunden zusammensein
(Garage) Musik hören, chillen …
(Band – Musik machen …)

48
6

Transkription zu 1:
1
Ich bin Vera Butzke und mein Lieblingsort ist die Hängematte, die zwischen zwei Bäumen
in unserem Garten hängt. Dort ist es ist wunderbar. Immer wenn ich Zeit habe, lege ich
mich in die Hängematte und träume. Das ist der Ort, wo ich allein sein kann. Keiner stört
mich. Keiner darf mich stören. Nur Schnuffi darf das. Die anderen können machen, was
sie wollen, ich höre sie gar nicht. Ich mache, was ich will. Ich träume dann, dass ich als
Wissenschaftlerin eine große Entdeckung mache und ganz berühmt bin. Die Journalisten
wollen mich interviewen, aber ich habe keine Zeit für sie. Sie müssen warten, weil ich
wichtigere Termine habe. Oder ich fantasiere, dass ich hier im Garten mit meinen Kindern
spiele. Ich liebe diesen Platz, wo ich ganz für mich sein kann.

2
Mein Name ist Max Butzke. Ich mag gerne, wenn alles schön ordentlich ist. Deshalb bin ich
am liebsten in meinem Zimmer. Da kann ich alles so organisieren, wie ich es will, und kei­
ner bringt mir alles durcheinander. Mein Lieblingsspielplatz ist mein Schreibtisch. Hier habe
ich alles, was ich brauche. Hier kann ich spielen, hier kann ich Musik hören, Filme sehen,
im Internet surfen und natürlich auch für die Schule arbeiten. Auch wenn mein Freund
kommt, sitzen wir meistens an meinem Schreibtisch. Es ist einfach alles da, was wir brau­
chen. Wenn ich nicht gerade in der Schule bin, dann bin ich meistens in meinem Zimmer.

3
Ich bin Elsa Butzke, und ich liebe die Badewanne. Am Samstagnachmittag lege ich mich
oft lange in die Badewanne. Hier kann ich mich richtig entspannen. Alles ist angenehm,
es riecht gut, weil ich Duftöl ins Wasser getan habe. Ich hör meine Lieblingsmusik, die Tür
ist zu, keiner kann kommen und irgendetwas von mir wollen. Das ist die Zeit für mich
allein. Natürlich habe ich ein Buch dabei und meine Lieblingszeitschriften. Von Zeit zu
Zeit lasse ich mehr warmes Wasser einlaufen. Ich möchte am liebsten den ganzen Tag hier
liegen, aber irgendwann klopft es dann immer stärker an die Tür.
Das sind dann mein Bruder oder meine Eltern. Und die rufen dann immer ungeduldiger:
„Sag mal, bist du nicht schon ganz aufgelöst? Wir brauchen das Badezimmer auch mal
wieder!“

4
Ich bin Mirko Butzke. Mein Zimmer ist vielleicht nicht immer ordentlich, aber das finde
ich auch nicht so wichtig. Wichtig ist, dass es gemütlich ist. Letztes Jahr habe ich mein
Zimmer umgeräumt. Vorher war es noch ein Kinderzimmer, aber jetzt nicht mehr. Diese
Sessel sind neu. Jetzt kann ich hier gut mit meinen Kumpels zusammen sitzen. Mein
Zimmer ist der Ort, wo wir uns fast jeden Tag nach der Schule treffen. Alle kommen
gerne zu mir. Wir können Musik hören, chillen, quatschen. Ich mache auch Musik in
einer Band. Wir üben immer in unserer Garage, wo wir auch unsere Musikanlage aufge­
baut haben. Papas Auto muss vor der Garage parken, was er nicht so gut findet, aber
er akzeptiert es – noch.

TIPP zu 1 Sie können auch – wenn dies zu Ihrer Klasse passt – darüber diskutieren lassen, ob und
wenn ja, welche Unterschiede es zwischen Mädchen und Jungen bezüglich der Lieb­
lingsorte gibt.

49
6 | Wohnen

Lösungen zu 2:
2a Ich liebe diesen Platz, wo ich ganz für mich sein kann.
Hier kann ich tun, was mir Spaß macht.

2b 1 – f, 2 – b, 3 – a, c, e, 4 – a, c, 5 – d (auch: a, c, e, f)

Lösungen zu 3:
3a 1 – d, 2 – b, 3 – a, 4 – c

3e Es tut mir gut, alles wieder schön zu machen.


Es macht mir wieder Spaß, in der Hängematte zu sein. / zu lesen. / Freunde
einzuladen.
Dann fange ich wieder an, mich wohlzufühlen.

TIPP zu 3g Um der Diskussion etwas mehr Leichtigkeit zu geben, können Sie die Gruppen per Los­
verfahren einteilen. So müssen die S nicht über ihre eigene Familiensituation sprechen,
sondern erfinden Argumente für die ihnen zugeteilte Rolle.

TIPP zu 4 Diese Aufgabe bereitet auf die Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom (Stufe 1) vor. Um
die Textwiedergabe zu üben, geben die S zunächst mündlich die Meinungen wieder,
dann schreiben sie in b einen Text. Die Aufgabe in b ist in Anlehnung an die schriftliche
Aufgabe im Sprachdiplom formuliert.

Lösungen zu 5:
5b Wo hat Ronja schon gewohnt?
Die ersten Jahre ihres Lebens: bei Großeltern – Thal / Thüringen
Kleines Dorf / Holzhaus – Amazonas / Peru
Moderne Wohnung – Hochhaus – Lima / Peru

Wo wohnt sie jetzt?


Große Wohnung – Leipzig / Deutschland

5c 1 – a, 2 – b, 3 – b, 4 – b

Transkription zu 5:
Interviewer: Heute sprechen wir mit Ronja Gerber, die uns einiges über das Thema
„Wohnen“ erzählen kann. Hallo, Ronja …
Ronja: Hallo!
Interviewer: Ronja, du hast schon viele unterschiedliche Wohnorte und Wohnformen
kennengelernt. Wie kommt das?
Ronja: Na ja, mein Vater ist Geologe und da muss er viel reisen und meine Mutter
und ich sind da manchmal mitgegangen.
Interviewer: Du bist aus Thal, das ist ein kleiner Ort in Thüringen, ist das für dich deine
Heimat, dein richtiges Zuhause?
Ronja: Na ja, im Prinzip schon. Da wohnen auch meine Oma und mein Opa. Die
ersten Jahre habe ich da gewohnt. Und wenn meine Eltern weg waren, dann
haben sich meine Oma und mein Opa um mich gekümmert. Die haben ein
kleines altes Haus mit einem großen Garten und sie haben viele Tiere, Hüh­
ner und Enten und Hunde und Katzen. Die Wohnung ist klein und alles ist
sehr alt, aber trotzdem, da war und bin ich immer gern.
Interviewer: Wann hast du dann zum ersten Mal an anderen Orten gelebt?

50
6

Ronja: Das war, als mein Vater nach Peru gegangen ist. Da haben wir in einem klei­
nen Dorf im Amazonasgebiet gewohnt.
Interviewer: Wow! Und hat dir das gefallen?
Ronja: Ich war da 8 Jahre alt und habe das Dorf geliebt. Wir haben in einem Holz­
haus gelebt. Es war nicht riesig, aber im Vergleich zu den anderen Häusern
war es groß und luxuriös. Es hatte einen großen Balkon und wir haben oft in
der Hängematte geschlafen und dann haben Affen in den Bäumen gespielt,
die Vögel haben gesungen. Aber es hat auch viele Tiere gegeben, die ich
nicht so toll fand, Mosquitos, Schlangen und so.
Interviewer: Wie lange wart ihr da?
Ronja: Sechs Monate und dann sind wir nach Lima gezogen, das ist die Hauptstadt
von Peru. Neun Millionen Einwohner. War ein ziemlicher Kontrast.
Interviewer: Wo habt ihr da gewohnt?
Ronja: In einem Hochhaus im 22. Stock. Das war eine ganz moderne Wohnung mit
Schwimmbad und Fitnessraum im Haus. Aber mir hat das nicht so gefallen.
Ich war auf der deutschen Schule und die Wohnung war ziemlich weit weg
von der Schule.
 Ich konnte mich in der Freizeit kaum mit meinen Freundinnen treffen.
Interviewer: Und danach?
Ronja: Ja … dann bin ich mit meiner Mutter nach Deutschland zurück. Wir wohnen
jetzt in einer großen Wohnung in Leipzig zusammen mit anderen. Wir sind
sechs Kinder und Jugendliche und vier Erwachsene. Mir gefällt das. Es gibt
zwar auch Konflikte: aufräumen, putzen, laute Musik und so – halt das
Übliche. Aber ich finde es gut, mit vielen Leuten zusammen zu wohnen.
Interviewer: Und was wäre dein Traumhaus?
Ronja: Ein Haus in einem großen Baum am Amazonas. Vielleicht werde ich ja mal
Biologin und erforsche die Vögel am Amazonas und kann noch einmal ein
paar Jahre dort leben.

TIPP zu 5 Den pragmatischen Wortschatz zu Wohnungsanzeigen können Sie – wenn es für Ihre S
von Bedeutung ist – mit der Kopiervorlage KV11 auf S. 144 erarbeiten.

Wohnen in Deutschland

Im Jahr 2013 wohnten 43 % aller Deutschen in den eigenen vier Wänden – entweder in einem eigenen Haus
oder in einer Eigentumswohnung. Mehr als die Hälfte (57 %) lebten in einer Mietwohnung. Jede/r 100.
Deutsche wohnte in einer Wohngemeinschaft (WG).
Eine durchschnittliche Wohnung war (2001) 91 m² groß und im statistischen Durchschnitt standen (2015)
jedem Deutschen rund 46 m² Wohnfläche zur Verfügung.
Von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 25 Jahren wohnten 2016 in Deutschland
72 % bei den Eltern, 13 % allein und 11 % mit einem Partner / einer Partnerin. 4 % lebten in einer Wohn­
gemeinschaft (WG).
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2016

51
7
Essen
„Das kann ich“: Die S beschreiben ein Foto, das eine Essensszene zeigt, und hören dazu Minidialoge.
Sie lesen eine Speisekarte und hören dazu vier kleine Dialoge (bestellen, Gespräch über
das Essen, sich beschweren und bezahlen) sowie drei Dialoge, in denen ein Problem im
Bistro behandelt wird. Sie arbeiten mit den Redemitteln und schreiben und spielen eigene
Dialoge. Anschließend lesen sie einen Gästekommentar und schreiben einen eigenen
Kommentar zu einem Restaurant- oder Bistrobesuch.
Sie lesen einen Text über die Geschichte des Essens, erarbeiten den Wortschatz und geben
wichtige Informationen wieder. Mit dem neu gelernten Präteritum schreiben sie eine Ge­
schichte des Essens zu drei Zeichnungen und lesen ihre Texte dann mit guter Betonung vor.
In dem abschließenden Projekt können sie zwischen zwei Themen wählen: Kochkunst in
ihrem Heimatland oder ein Gericht aus einem deutschsprachigen Land vorstellen.

Grammatik: Präteritum der regelmäßigen und unregelmäßigen Verben

Wortschatzarbeit: Worterklärungen verstehen

TIPP zu 1 Sie können in diese Einheit auch sehr gut ohne Buch einsteigen und den Essenswort­
schatz wiederholen. Lassen Sie sich z. B. erzählen, was die S am Tag vorher gegessen
haben, und sammeln Sie den Wortschatz.

Lösung zu 1b: 1 – d, 2 – c, 3 – b, 4 – a

Transkription zu 1:
Guten Appetit!
Danke, gleichfalls.

Lara, kannst du mir bitte das Salz geben?


Gerne. Hier, bitte.

Lasst uns anstoßen auf das Geburtstagskind. Auf dein Wohl, lieber Luis!
Alles Gute!
Prost!
Auf dein Wohl!

Mhm, die Soße ist lecker.


Ja, sie passt sehr gut zum Hühnchen.

TIPP zu 1 Lassen Sie die S zwei Personen auf dem Foto auswählen und einen Dialog erfinden.
Dann sitzen die S in Gruppen an einem großen Tisch und spielen ihre Dialoge.

52
7

Lösung zu 2a:
Dialog 1: Was bestellen sie?
Baguette mit Thunfisch, Joghurtsoße
Gemischten Salat, ohne Mais
Ein Mineralwasser, eine Apfelschorle.
Dialog 2: Wie schmeckt das Essen?
Salat – lecker, ganz frisch. Soße – köstlich.
Baguette – lecker. Joghurtsoße – normalerweise ziemlich mild, kein Joghurt?
Dialog 3: Warum beschwert sich Timo?
Anstelle Joghurtsoße: Knoblauchsoße – zu scharf.
Dialog 4: Wie viel bezahlen sie für das Essen?
Das Essen kostet 14,40 €, sie geben 15 €.

Transkription zu 2:
Dialog 1
Och, ich hab so einen Hunger!
(ruft) Wir möchten bitte bestellen.
Guten Tag, was möchten Sie?
Ich hätte gern ein Baguette mit Thunfisch.
Welche Soße kommt dazu?
Welche haben Sie denn?
Kräuter-, Knoblauch- oder Joghurtsoße.
Dann Joghurtsoße, bitte.
Und für Sie?
Ich nehme den gemischten Salat, aber ohne Mais. Geht das?
Ja, natürlich. Und was möchten Sie trinken?
Für mich ein Mineralwasser, bitte.
Und ich möchte eine Apfelschorle.

Dialog 2
Na, wie schmeckt dein Salat?
Der ist wirklich lecker. Ganz frisch. Und die Soße ist einfach köstlich. Und dein
Baguette?
Das Baguette ist ganz lecker, aber die Joghurtsoße ist normalerweise ziemlich mild.
Ich glaube, das ist keine Joghurtsoße.
Dann frag doch noch mal nach.

Dialog 3
Bedienung?
Ja.
Entschuldigung, aber ich habe eine Joghurtsoße bestellt, keine Knoblauchsoße.
Die ist mir zu scharf.
Oh, es tut mir leid. Ich bringe Ihnen gleich die Joghurtsoße.

Dialog 4
Wir möchten bitte bezahlen.
Zusammen oder getrennt?
Zusammen, bitte.
Das macht 14,40 €.
Hier bitte. 15 €. Stimmt so.

53
7 | Essen

TIPP zu 2c Wenn Sie die S nicht alle Redemittel schreiben lassen möchten, können Sie auch die
Kopiervorlage KV12 auf S. 145 für diese Aufgabe nutzen.

Lösung zu 2c:

bestellen über das Essen sich beschweren sich entschuldigen bezahlen


sprechen
• Wir möchten bitte • D as schmeckt • Ich habe …  Oh, das tut mir • Die Rechnung bitte.
bestellen. lecker. bestellt, aber leid. Ich bringe • Zahlen, bitte.
 Und was möchten • Schmeckt’s das ist …, Ihnen sofort eine • Wir möchten bitte
Sie trinken? dir? Entschuldigung. andere Soße. zahlen.
• Ich nehme einen / • … ist einfach •…  ist nicht  Verzeihung, ich  Zusammen oder
eine / ein … lecker. frisch. bringe einen getrennt?
• Ich hätte gern  Hat es Ihnen •D  as ist zu kalt / neuen …  Das macht … €.
einen / eine / geschmeckt? salzig / scharf. • Stimmt so.
ein …

Lösung zu 3a:
Dialog 1: Es gibt keine Kräuter- und Knoblauchsoße mehr.
Dialog 2: Salat – nicht frisch; Thunfisch – zu salzig; Cola – zu warm
Dialog 3: Soße – zu scharf; Glas – schmutzig

Transkription zu 3a:
Dialog 1
Ich hätte gern ein Baguette mit Kräutersoße.
Tut mir leid, die Kräutersoße ist aus.
Dann nehme ich die Knoblauchsoße.
Die haben wir auch nicht mehr. Es gibt nur noch die Joghurtsoße.
Dann will ich auch kein Baguette mehr!

Dialog 2
Alles in Ordnung bei Ihnen?
Eigentlich nicht. Die Soße ist o.k., aber der Salat ist nicht frisch. Der Thunfisch ist zu
salzig … und die Cola ist zu warm!
Na, wenn Ihnen der Fisch nicht schmeckt, dann sollten Sie keinen bestellen.
Na, so geht es aber nicht. Der Fisch ist viel zu salzig. Den kann man nicht essen.
Nehmen Sie das bitte zurück und bringen Sie mir wenigstens eine kalte Cola.
Ja, o.k. …

Dialog 3
Bedienung!
Ja, bitte?
Also … Die Soße ist zu scharf. Und das Glas ist schmutzig.
Entschuldigung! Das tut mir sehr leid. Ich bringe Ihnen sofort ein sauberes Glas.
Und Sie bekommen natürlich auch eine andere Soße.

TIPP zu 3 Je nach ihren Vorerfahrungen können die S den Kommentar über den Restaurantbesuch
entweder auf einen der gehörten oder gespielten Dialoge beziehen oder auf einen realen
Restaurantbesuch.

54
7

Lösungen zu 4:
4b 1 – C, 2 – B, 3 – D, 4 – A

4c   1. um die Welt – um den Globus (Z. 20)


  2. etwas, was teuer ist – wertvoll (Z. 16)
  3. an einem Ort leben – wurden sesshaft (Z. 7)
  4. etwas ganz Neues entwickeln – erfanden (Z. 13)
  5. alles, was man essen kann (3 Wörter) – Nahrungsmittel (Z. 4), Nahrung (Z. 9),
Lebensmittel (Z. 29)
  6. Nahrungsmittel verarbeiten, kochen – bereiteten … zu (Z. 30)
  7. das Gegenteil von arm – reich (Z. 4)
  8. die Menschen, die früher vor uns gelebt haben – Vorfahren (Z. 36)
  9. es gibt sehr viel verschiedene Sorten – vielfältig (Z. 9)
10. Menschen, die Dinge kaufen und verkaufen – Händler (Z. 15)
11. sehr, sehr groß – riesengroß (Z. 27)
12. wilde Tiere töten – jagten (Z. 2)

4d Mögliche Sätze:
Zeichnung A:
Heute müssen wir nicht mehr jagen wie unsere Vorfahren. Man kann die Lebensmit-
tel leicht bekommen. Die Nahrung ist sehr vielfältig, aber viele Menschen ernähren
sich schlecht.

Zeichnung B:
Vor vielen tausend Jahren haben unsere Vorfahren das Feuer entdeckt. Sie haben die
Nahrungsmittel nicht mehr roh gegessen, sondern sie haben sie zubereitet. Sie haben
zum Beispiel den Ofen, die Nudel und das Brot erfunden.


Zeichnung C: Die frühen Menschen waren noch nicht sesshaft. Sie haben wilde Tiere
gejagt und andere Nahrungsmittel gesammelt. Sie haben ihre Nahrung nicht
gekocht.

Zeichnung D:
Schon vor mehr als 2000 Jahren sind Händler rund um den Globus gefahren und
haben Nahrungsmittel gekauft und verkauft. Zu der Zeit war der Unterschied zwi­
schen reichen und armen Leuten riesengroß. Die reichen Leute konnten zum Beispiel
wertvolle Gewürze kaufen und die Lebensmittel interessant zubereiten lassen.

Lösungen zu 5:
5a waren (sein), sammelten (sammeln), jagten (jagen), aßen (essen), entwickelten
(entwickeln), entdeckten (entdecken), begann (beginnen), wurden (werden),
legten … an (anlegen), brauchten (brauchen), lernten (lernen), erfanden (erfinden),
gab (geben), brachten (bringen), kamen (kommen), wanderte (wandern), hatten
(haben), arbeiteten (arbeiten), verarbeiteten (verarbeiten), bereiteten … zu (zube­
reiten), blieb (bleiben)

5b er / sie / es / man kochte – kam


sie / Sie kochten – kamen

TIPP zu 5 In dieser Einheit werden die Präteritumformen neu eingeführt. Nutzen Sie die Gelegen­
heit und wiederholen Sie die Partizipien der starken Verben. Lassen Sie die Verben mit
Grundform, Präteritum und Perfekt sprechen. Sie können die Formen z. B. spielerisch als
Wettspiel zwischen vier Gruppen üben. Die Gruppen sind auf die vier Ecken des Raums

55
7 | Essen

verteilt. An der Tafel stehen eine Reihe von Verben, in sechs Gruppen geordnet.
Gruppe 1 würfelt und wählt ein Verb aus, Gruppe 2 muss dazu das Präteritum sagen
und Gruppe 3 das Partizip. In der nächsten Runde darf Gruppe 4 beginnen, würfeln
und ein Verb auswählen, Gruppe 1 sagt das Präteritum und Gruppe 2 das Partizip usw.

TIPP Im Strategietraining 2 (S. 46) bereitet die Aufgabe 1 auf eine Präsentation vor. Die S
zum Projekt sprechen über die verschiedenen Arbeitsschritte bei der Vorbereitung einer Präsentation
und bringen sie in eine Reihenfolge. Wenn ihre S noch nicht so viel Erfahrung mit
Präsentationen haben (und Sie die Aufgabe nicht schon in Einheit 5 bearbeitet haben),
können Sie diese Aufgabe erst bearbeiten, bevor die S an ihre eigene Präsentation
gehen.

Gibt es die typisch deutsche Küche?

Fragt man einen Ausländer, woran er denkt, wenn er nach deutscher Küche gefragt wird, nennt er eine Reihe
von „typisch“ deutschen Gerichten: Würste und Kartoffelsalat, Sauerkraut, Haxen, Brezeln (fast immer im
Zusammenhang mit dem Oktoberfest), Eisbein, Currywurst, Käse und Brot, und natürlich als DAS Getränk der
Deutschen, Bier.
Die Foodhistorikerin Ursula Heinzelmann schreibt dazu in ihrer Kulturgeschichte über das Essen in Deutsch­
land: „Was die Deutschen essen, wie sie essen, warum sie genau dies und genau so essen, all das sind Fragen,
die schnell zu Politik, Wirtschaft, sozialen und geschichtlichen Zusammenhängen führen.“ Und sie stellt den
Zusammenhang zur geografischen Lage Deutschlands her: Deutschland liegt im Herzen Europas. „Immer wie­
der sind Menschen und Stämme hier durchgezogen, haben ihre Essgewohnheiten mitgebracht und ihre Spuren
hinterlassen. Die Offenheit und Aufnahmefähigkeit gegenüber diesen Einflüssen ist (…) ein wesentliches
Merkmal des kulinarischen Wesens der Deutschen. Statt uns verzweifelt an eine Tradition zu klammern (…),
wie etwa die Haute Cuisine (Frankreichs), haben wir Neues absorbiert und mit Altem vermischt, unsere Ess­
kultur immer wieder neu angepasst. (…) Durch die lange politische Zerstückelung ist eine Vielzahl von Regio­
nalküchen entstanden. (…) Deswegen können die Deutschen nicht einmal ein Nationalgericht wie andere
Staaten vorweisen und auch wenn es eine Globalisierung und Internationalisierung der weltweiten Küchen
gibt, haben die Deutschen ihre regionalen Vorlieben.
„Nicht nur die kulinarische Vergangenheit, sondern auch die Hitliste unserer gegenwärtigen deutschen Lieb­
lingsessen ist von Vielfalt geprägt. Ganz oben stehen Spaghetti bolognese, gefolgt von Schnitzel, Pizza,
Rouladen, Spargel, Sauerbraten, Lasagne, Steak, Nudelauflauf, Kohlrouladen, Fisch, Kasslerbraten, Spinat,
Königsberger Klopse und schließlich Grünkohl.“ Und unter Jugendlichen kommen noch Döner und Gyros
hinzu. „Diese Liste spiegelt all die unterschiedlichen und oft internationalen Einflüsse wieder, die sich im
Laufe der Geschichte zu dem verdichtet haben, was die Deutschen als deutsch empfinden.“
Heinzelmann überträgt ein Modell des amerikanischen Historikers Steven Ozment, der jeden Deutschen als
„fünf Personen in einer“ beschreibt, aufs Essen: Der Einwohner Nürnbergs identifiziert sich mit den Nürn­
berger Rostbratwürstchen. Als Franke mag er milden Weißkohl zu den Würstchen. Als Bayer sitzt er gern im
Biergarten und genießt ein Bier. Ist er im Ausland, ist er vor allem Deutscher und vermisst schon nach wenigen
Tagen „richtiges“ Brot. Wenn er im nicht europäischen Ausland ist, wird er zu einem Europäer und möchte
gerne den gewohnten Frühstückskaffee.
Was ist also deutsche Küche? Eine breite Palette von leckerem Essen, das aus den verschiedensten Gegenden
der Welt stammt, und die sich durch die kulinarische Internationalisierung und die ernährungswissenschaftli­
chen Erkenntnisse ständig verändert.
Quelle: „Was is(s)t Deutschland: eine Kulturgeschichte übers Essen in Deutschland“ (2016)
Interessante Links:
http://www.deutsche-lebensart.de/
http://www.koch-welten.de/geschichtederkochkunst.htm
http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article108077830/Kleine-Geschichte-der-Esskultur.html
(alle Links dieses Infokastens abgerufen am 1.12.2016)

56
8
Gesund und fit
„Das kann ich“: Die S lernen die pragmatische Situation „Beim Arzt“ kennen. Sie erweitern den Wortschatz
„Körperteile“ und lernen, körperliche Beschwerden zu beschreiben und Ratschläge zu ge­
ben. Sie hören ein Gespräch mit dem Arzt im Sprechzimmer, in dem ein S sprachmittelt.
Sie schreiben und spielen eigene Dialoge. Mit der Konjunktion damit sprechen sie über die
Ziele und den Zweck von Verhalten im Bereich Gesundheit. Die S lesen einen Medikamen­
ten-Beipackzettel und entnehmen ihm wichtige Informationen. Abschließend lesen die S
einen Infotext über einen Gesundheitstag an einer Schule, sprechen darüber und schreiben
einen Aufsatz, in dem sie Meinungen von Klassenkameraden wiedergeben und ihre eigene
Meinung äußern.

Grammatik: •  Konjunktiv II von sollen für Ratschläge


•  Nebensätze mit damit

Wortschatzarbeit: Krankheiten pantomimisch darstellen und sie erraten

Lösungen zu 1:
1a Dialog 1 – B; Dialog 2 – H; Dialog 3 – C; Dialog 4 – G; Dialog 5 – D; Dialog 6 – I

1b Dialog 1 2 3 4 5 6
Satz 3 4 1 10/5 1/2 (1)

TIPP zu 1b Sie können anschließend weitere Sätze der Zeichnung zuordnen und dabei z. T. leicht
variieren. Z. B. zu Person E: „Sie hat sich verletzt.“ oder zu Person F: „Er hat furchtbare
Schmerzen. Der Bauch tut ihm weh.“

Transkription zu 1:
Dialog 1
Na Sie haben sich aber auch erkältet.
Ja, haben Sie ein Taschentuch? Ich hab’ so einen starken Schnupfen.

Dialog 2
Frau Stamm, ist Ihnen nicht gut?
Ich weiß nicht. Ich hab’ so hohen Blutdruck, und der Kopf tut mir dauernd weh.

Dialog 3
Was ist dir denn passiert?
Ich habe Basketball gespielt und mich verletzt. Ich glaube, mein Arm ist gebrochen …
Oje! Das tut sicher weh.

Dialog 4
Komm, Schatz. Och, du frierst … Ich weiß, dir ist kalt. Du hast Fieber. Aber gleich
geht’s dir besser. Der Doktor hilft dir bestimmt.
Mama, mir ist so kalt …

57
8 | Gesund und fit

Dialog 5
Sie bluten ja!
Ich hatte einen Unfall.
In der Küche?
Ja, wissen Sie, meine Frau ist nicht da, und ich wollte für die Kinder kochen, und da
hab ich mich in den Finger geschnitten.
Tut es sehr weh?
Na ja …

Dialog 6
Ja, was hast du denn mit deinem Ohr gemacht?
(Katze miaut)
Aber du bist hier falsch. Du musst zum Tierarzt.

TIPP zu 1 Der Dativ bei den Verben wie z. B. gehören, passen und auch wehtun, der hier neu ein­
geführt wird, muss regelmäßig wiederholt werden, da er für viele S kontraintuitiv ist:
Die Sache ist das Subjekt (der Hals, der Bauch) und die Person ist das Dativobjekt (ihm).
Auch die Konstruktionen Adjektiv + Person im Dativ, wie z. B. „Mir ist schlecht“ sind
typische Redemittel, die viel verwendet werden. Sie dürfen nicht verwechselt werden
mit „Ich bin schlecht“, was eine andere Bedeutung hat, z. B. „Ich bin schlecht in Mathe.“

Lösung zu 3a:
• Welche Probleme hat Lasse?
Grippe; Hals- und Kopfschmerzen, Fieber, Husten
• Was rät der Arzt?
Im Bett bleiben, nicht zur Schule gehen; viel trinken; Tabletten dreimal täglich nach
dem Essen nehmen

TIPP zu 3 Sprachmittlung gewinnt im modernen Fremdsprachenunterricht immer mehr an Bedeu­


tung. Es geht dabei nicht um zweisprachigen Unterricht oder um Übersetzungsunter­
richt. Die S sollen die in der Realität sehr nützliche Fähigkeit üben, Inhalte sinngetreu,
situations- und adressatengerecht von einer Sprache in eine andere zu übertragen. Das
Gespräch beim Arzt zeigt dafür ein Beispiel. Aki sprachmittelt für seinen Freund beim
Arzt. Ziel ist es, dass die Kommunikation funktioniert, die Gesprächspartner sich gegen­
seitig verstehen und alle wichtigen Inhalte von einer Sprache in die andere transportiert
werden.

Lösungen zu 4:
4a … , damit er bald wieder gesund wird.

4b Beispiele:
Der Arzt verschreibt Halstabletten, damit man weniger Halsschmerzen hat.
Der Arzt verschreibt Tabletten gegen Fieber, damit das Fieber sinkt und man schnel­
ler gesund wird.
Der Arzt sagt, dass man nicht am Computer spielen soll, damit man weniger Kopf­
schmerzen bekommt.
Der Arzt sagt, dass man ruhen soll, damit man schneller gesund wird.

58
8

Lösung zu 6a:
1. Nach dem Essen. Alle 5 Stunden. Maximum 4 Tabletten am Tag.
2. Gegen Grippe, Kopfschmerzen, Schnupfen, Husten, Halsschmerzen
3. Keinen Alkohol, kein Autofahren.

TIPP zu 6 Bei dieser Aufgabe geht es nur um selektives Leseverstehen des Beipackzettels. Die S
sollten ohne Wörterbuch arbeiten, und wenn sie die drei Fragen beantwortet haben, ist
die Übung gelöst. Ein detailliertes Verständnis ist hier nicht sinnvoll.

TIPP 1 zu 7 Der schriftliche Aufsatz im Deutschen Sprachdiplom bereitet vielen S Probleme. Deshalb
ist es wichtig, einzelne Teile daraus schon frühzeitig im Unterricht zu üben. Die S wer­
den durch den Infotext und das Gespräch über einen Gesundheitstag in Schulen inhalt­
lich und sprachlich auf das Thema vorbereitet.
Sie können den Aufsatz auch in Partnerarbeit schreiben lassen. Die Diskussion beim
Schreiben hilft den S, sich der Schreibstrategien bewusst zu werden.

TIPP 2 zu 7 Auf der Kopiervorlage KV13 auf S. 146 finden Sie einen Zeitungsartikel mit einem
anschaulichen Bericht von einem Gesundheitstag an einer Schule, den Sie binnendiffe­
renzierend einsetzen können, indem eine Gruppe stärkerer S diesen Text den anderen S
vorstellt.

Berufe im Gesundheitswesen

Außer dem Beruf des Arztes / der Ärztin gibt es im medizinischen Bereich eine Reihe anderer Berufe, die
medizinischen Ausbildungsberufe. Ihre Ausbildung findet an speziellen Berufsfachschulen und -kollegs statt.
Voraussetzung ist im Allgemeinen der mittlere Schulabschluss (Realschule).
In der folgenden Tabelle, die nur eine Auswahl darstellt, wird nach jedem Beruf mit „A“ die Ausbildungszeit
angegeben.
1. Mediziner 2. Bereich Arzthelfer
Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Unterstützung aller Tätigkeit des Arztes:
Krankheiten. Betreuung von Patienten, Assistenz bei
Aufgrund der vielen unterschiedlichen Krank­ Behand­lungen und Untersuchungen,
heitsbilder untergliedert sich das Berufsbild in Übernahme von Laborarbeiten,
verschiedene Fachgebiete. Verwaltungstechnisch-organisatorische
Tätigkeiten.
Arzt / Ärztin – A: Universitätsstudium Medizin,
•  • 
Medizinische Fachangestellte (MFA)
mindestens 6 Jahre (Arzthelferin) – A: 3 Jahre
• 
Zahnmedizinische Fachangestellte (ZMFA) –
A: 3 Jahre
3. Bereich Gesundheits- und Krankenpflege 4. Bereich Altenpflege
Betreuung von Patienten im Krankenhaus, Betreuung und Pflege alter Menschen:
Vor­bereitung von und Hilfe bei Operationen,  Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben,
Verantwortung für die Dokumentation der Beratung, psychosoziale Betreuung (z. B.
Patientendaten. Motivation zur Freizeitgestaltung),
Hebamme: Betreuung und Versorgung von Pflegerisch-medizinische Betreuung.
Schwangeren vor, während und nach der Geburt
• 
Gesundheits- und Krankenpfleger/in (Kranken­ • Altenpfleger/in – A: 3 Jahre
schwester) – A: 3 Jahre – A: 1–2 Jahre
• 
Hebamme – A: 3 Jahre

59
8 | Gesund und fit

5. Bereich Therapie / Heilberufe 6. Bereich Pharmazie


Begleitung und Unterstützung von Heilungs­ Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten.
prozessen zusammen mit dem Arzt bei Patienten, Information und Beratung von Kunden und
deren körperliche Möglichkeiten altersbedingt, Ärzten.
wegen Krankheit, Verletzung oder Behinderung Herstellung und Prüfung eigener Arzneimittel.
eingeschränkt sind.
• Physiotherapeut/in – A: 3 Jahre • 
Apotheker/in – A: Universitätsstudium
• Logopäde/in – A: 3 Jahre Pharmazie, mindestens 4 Jahre
• Masseur/in – A: 2,5 Jahre (Hauptschulabschluss) • 
Pharmazeutisch-technischer Assistent/in (PTA) –
A: 2,5 Jahre
7. Bereich Medizintechnik 8. Bereich Rettungsdienst
Grundlage: medizinisches Basiswissen. Bei Noteinsätzen: Durchführung der Ersten Hilfe
Vertrautheit mit der Bedienung und Wartung und lebensrettender Maßnahmen.
medizinischer Geräte. Herstellung der Transportfähigkeit des Patienten
Kenntnisse von spezifischen Dokumentations- und Überwachung der lebenswichtigen Körper­
und Abrechnungssystemen des Gesundheits- funktionen während des Transports zum
wesens. Krankenhaus.
Medizinisch-technische Assistentin (MTA) – A:
•  • 
Rettungssanitäter – A: 3–9 Monate
3 Jahre (Hauptschulabschluss)
• 
Notarzt – A: Universitätsstudium Medizin,
mindestens 6 Jahre, Zusatzausbildung in
Notfallmedizin

Quelle: www.berufe-lexikon.de
Weitere interessante Links:
https://www.azubiyo.de/berufe/medizin-pflege-gesundheit
http://www.ausbildung.de/berufe/themen/gesundheitswesen
http://www.gesundheitsberufe.de/berufsbilder (alle Links dieses Infokastens abgerufen am 1.12.2016)

60
Strategietraining 2
Die Trainingseinheiten sind nicht in die Progression des Lehrwerks eingebunden.
Sie nehmen häufig die Themen der vier vorangehenden Einheiten auf, können aber
auch ganz unabhängig eingesetzt werden.
Das Schülerbuch und das Arbeitsbuch sind im Training nicht aneinander gekoppelt.
Das Schülerbuch besteht immer aus fünf Teilen: prüfungsorientierten Aufgaben,
einer Übung zum Sprechtraining, der Erarbeitung einer Strategie zur Arbeit mit Texten,
einem literarischen Text und Aufgaben zum Videoclip.
Das Arbeitsbuch wiederholt Phonetik, Wortschatz und Strukturen.

Lösung zu 1:
1b Eine mögliche Reihenfolge:
• ein Thema finden • den Text korrigieren
• Informationen sammeln • den Text laut lesen
• Bilder und / oder Grafiken suchen • Folien machen
• Informationen ordnen • Stichworte aus dem Text nehmen
• eine Gliederung machen • den Vortrag mit den Folien üben
• den Text schreiben

TIPP zu 1 Lassen Sie diese Aufgabe nicht für sich alleine machen, sondern im Zusammenhang mit
einer Präsentation. Lassen Sie die S diese Aufgabe bearbeiten, bevor sie eine eigene
Präsentation vorbereiten, z. B. in Einheit 5, S. 33, oder Einheit 7, S. 41.

Lösung zu 2: 1 – f; 2 – f; 3 – r; 4 – f; 5 – r

Transkription zu 2:
Interviewer: Tanja, du wohnst in Friedberg, das ist eine kleine Stadt mit ca. 40 000 Ein­
wohnern. Was macht man in Friedberg in der Freizeit?
Tanja: Ach, so viel Freizeit habe ich gar nicht, ich bin jetzt in der elften Klasse, da
muss ich ziemlich viel für die Schule arbeiten. Wir haben dreimal die Woche
Nachmittagsunterricht, bis fünf Uhr, und dann die Hausaufgaben, dann muss
ich einmal pro Woche zur Nachhilfe. Eigentlich habe ich nur am Wochenende
Zeit, mal etwas anderes zu machen. Früher habe ich Volleyball gespielt,
zweimal pro Woche, das würde ich auch gerne wieder machen, aber dafür
habe ich keine Zeit mehr.
Interviewer: Und wie ist das Angebot in Friedberg? Was kann man da am Wochenende
machen?
Tanja: Das Angebot in Friedberg ist nicht schlecht. Meistens mache ich was mit mei­
ner Freundin zusammen. Wir gehen ins Kino, wir haben ein ziemlich großes
Kino, alle aktuellen Filme laufen da. Oder wir spielen Billard, und manchmal
gehen wir auch in die Disco. Aber das ist nicht so einfach, weil die Disco nicht
in Friedberg liegt. In Friedberg gibt es keine interessante Disco. Wir gehen
immer ins „Planet“, und das liegt ein bisschen außerhalb, in einem kleinen
Dorf. Da muss ich immer jemand finden, der mich hinbringt und abholt.

61
S 2  |  St r at e g i e t r a i n i n g 2

Interviewer: Das ist der Nachteil von einer kleinen Stadt. Würdest du lieber in einer gro­
ßen Stadt wohnen? In Frankfurt, Hamburg, München oder Berlin? Da hät­
test du ein viel größeres Angebot und könntest mit öffentlichen Verkehrs­
mitteln überall alleine hinfahren und wärst nicht abhängig von Leuten, die
ein Auto haben.
Tanja: Ich weiß nicht. Ich habe immer in Friedberg gewohnt. Da kenne ich alles und
kenne viele Leute, und ich kann überall mit dem Fahrrad hinfahren, das ist
in einer Großstadt bestimmt nicht möglich, das ist viel anonymer. Klar, dann
hätte ich viele Discos zur Auswahl, und natürlich würde es auch mehr Kinos
geben und andere Freizeitangebote. Aber ich habe ja gar nicht so viel Frei­
zeit. Ich hätte ja also nicht so viel davon.
Interviewer: Jetzt bist du noch in der Schule, aber später wirst du vielleicht studieren und
dann arbeiten. Wie und wo würdest du denn dann gerne wohnen? Stell dir
vor, du hättest die freie Wahl.
Tanja: Ich glaube, ich würde gerne in der Nähe von Bergen wohnen, vielleicht in
München. Dann könnte ich am Wochenende immer in die Berge fahren. Ich
liebe die Berge. Meine Hobbys sind nämlich Mountainbiken im Sommer und
im Winter Skifahren. Das mache ich immer in den Ferien. In den Weihnachts­
ferien und in den Sommerferien bin ich schon früher immer mit meiner Fa­
milie in die Berge gefahren, und jetzt fahre ich mit meinen Freunden. Und
wenn ich in München wohnen würde, könnte ich jedes Wochenende in die
Alpen fahren. Das wäre super.

Lösung zu 3: 1 – c; 2 – x; 3 – f; 4 – e; 5 – d

Lösungen zu 4:
4b A die Fragestellung D Essen in der Schulkantine
B andere Meinungen E Probleme auf Klassenfahrt
C Situation in meiner Klasse F meine Meinung

4c A Frage: Fleisch essen, vegetarisch, vegan?


B Meinungen: Mara: isst, was sie mag
Melize: möchte keine Tiere töten
Navid: Fleisch essen = normal
Paul: extremste Position: Veganer
C Klasse: Vegetarier, Fleischesser, Veganer – Probleme
D Schulkantine: täglich gut geeignet für  Vegetarier, Fleisch 3 × pro Woche
Veganer: eigenes Essen mitbringen
E Klassenfahrt: Problem für Veganer, Diskussionen
F Meine Meinung: Dinge von Tieren zu essen, ist normal
sonst keine Tiere auf Bauernhöfen

4d Gegensatz: dagegen, im Gegensatz zu


Grund: nämlich, denn
Folge: deshalb, also

Lösung zu 5a: A – 3; B – 4; C – 5; D – 1; E – 2

62
St r at e g i e t r a i n i n g 2  | S 2

Transkription zu 5:
A In zwanzig Jahren kontrollieren Roboter die Arbeiter in einer Firma.
B In zwanzig Jahren kontrollieren Roboter die Arbeiter in einer Firma.
C In zwanzig Jahren kontrollieren Roboter die Arbeiter in einer Firma.
D In zwanzig Jahren kontrollieren Roboter die Arbeiter in einer Firma.
E In zwanzig Jahren kontrollieren Roboter die Arbeiter in einer Firma.

Lösung zu 5b:
Beispiele:
In wenigen Jahrzehnten wird es umweltfreundliche, runde Häuser geben. Nicht in
vielen / einigen Jahrzehnten.
In wenigen Jahrzehnten wird es umweltfreundliche, runde Häuser geben. Keine umwelt­
schädlichen Häuser.
In wenigen Jahrzehnten wird es umweltfreundliche, runde Häuser geben. Keine eckigen
Häuser.
In wenigen Jahrzehnten wird es umweltfreundliche, runde Häuser geben. Keine Zelte.

TIPP zur Peter Fox ist ein deutscher Musiker, der bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde.
Literatur Sein bekanntestes Lied ist „Stadtaffe“. Für das Lied „Haus am See“ bekam er 2013 in
Deutschland die Platinschallplatte. Im Internet können Sie verschiedene Videos mit
diesem Lied finden.

Lösung zum Video:


1 Vor dem Sehen
1 der Thunfisch (Sg.)   7 die Zucchini, s
2 die Gurke, n   8 die Schlagsahne (Sg.)
3 die Nudel, n   9 das Ei, er
4 der Salat, e 10 die Tomate, n
5 der Schinken (Sg.) 11 der Pilz, e / der Champignon, s
6 die Olive, n

2 Beim Sehen
a 1. Tobi, Julius. Dann schlägt Tobi aber vor, zu kochen.
2. Tobi will das Mittagessen machen, weil es im Kühlschrank gute Sachen gibt und
er kein Problem sieht, zu kochen. Julius hilft ihm.

b 1. Tobi will als Vorspeise einen Thunfischsalat machen und danach soll es Spaghetti
mit Schinkensahnesoße und Gurkensalat geben.
2. Sie essen zwei Vorspeisen: Thunfischsalat und einen kleinen griechischen Salat,
mit Tomaten, Oliven und Schafskäse.
Als Hauptgang essen sie Spaghetti mit zwei verschiedenen Soßen: eine Schinken­
sahnesoße und eine Gemüsesoße mit Zucchini und Pilzen. Dazu gibt es einen
Gurkensalat.
Sie haben auch ein Baguette zum Essen.
Zum Nachtisch essen sie Obst (Bananen, Birnen und Physalis).

63
S 2  |  St r at e g i e t r a i n i n g 2

Video-Transkription:
Tobi: Mann, hab ich einen Riesenhunger! Ich hole mir noch schnell einen Burger.
Julius: Nein, warte. Meine Mom hat bestimmt gekocht.
Tobi: Echt? Super!
Julius:  Lieber Julius, ich komme heute doch später nach Hause. Der Kühlschrank
ist voll! Mama. Na toll! Am besten holen wir uns zwei Burger!
Tobi: Was ist denn im Kühlschrank? Wir können uns doch ’was kochen.
Julius: Du willst jetzt kochen?
Tobi: Klar, wieso nicht?
Julius:  Wir haben: Thunfisch, Sahne und Schinken, Gurke und Zucchini, Salat,
Tomaten und Eier und Pilze. Ah, warte, wir haben noch Oliven und Nudeln.
Kannst du damit was anfangen?
Tobi:  Also, als Vorspeise machen wir einen Thunfischsalat und danach gibt es
Spaghetti mit Schinkensahnesoße und Gurkensalat.
Julius: Super! Schinkensoße mag ich am liebsten! Was kann ich machen?
Tobi: Du schneidest die Zwiebeln!

Lena: Komisch, aber schau mal, da steht das ganz anders!


Zoe:  Hm, ja, das sieht echt komisch aus. Aber ich versteh das einfach nicht.
Warte, ich probier’s mal.
Lena: Nee, du, weißt du, vielleicht ruf ich einfach mal Julius an.
Zoe: Ja, mach das.
Lena: Mach ich.
Zoe: Keine Ahnung!

Julius: Hi, Lena!


Lena: Hi, Julius! T’schuldigung, störe ich beim Mittagessen?
Julius: Nö, du störst nicht. Tobi kocht gerade.
Lena: Tobi kocht? Wirklich? Was gibt’s denn?
Julius:  Also, als Vorspeise gibt es Thunfischsalat und danach Spaghetti mit
Schinkensoße und Gurkensalat. Komm doch vorbei!
Lena: Gerne. Und Zoe bringe ich auch mit.
Lena: Julius und Tobi haben uns zum Essen eingeladen.
Zoe: Echt?
Lena: Tobi kocht.
Zoe: Was gibt’s denn?
Lena: Thunfischsalat und Spagetti mit Schinkensoße und Gurkensalat.
Zoe: Ah, ich esse kein Fleisch.
Lena: Zoe isst kein Fleisch.
Julius: Isst sie Fisch?
Lena: Isst du Fisch?
Zoe:  Nein, ich bin Vegetarierin. Ich esse ja keine toten Tiere und Fische sind ja
auch Tiere.
Lena: Nein, auch keinen Fisch.
Julius: Okay, kein Problem, das kriegen wir schon hin. Komm einfach vorbei.
Lena: Cool! Dann bis gleich! Äh, und sollen wir noch was mitbringen?
Julius: Lena und Zoe kommen auch vorbei. Sollen sie was mitbringen?
Tobi: Ja, ein Baguette.
Julius: Hast du gehört? Bring doch bitte ein Baguette mit.
Lena: Gut. Bis gleich.
Julius: Bis gleich.
Zoe: Da bin ich aber gespannt …

64
St r at e g i e t r a i n i n g 2  | S 2

Tobi: Und? Kommen sie?


Julius: Ja! Aber es gibt ein kleines Problem: Zoe isst kein Fleisch.
Tobi: Fisch?
Julius: Nein, auch nicht.
Tobi:  Kein Problem! Dann machen wir zwei Vorspeisen: Thunfischsalat und einen
kleinen griechischen Salat, mit Tomaten, Oliven und Schafskäse.
Julius: Schafskäse? Zoe isst doch keine Tiere …
Tobi: Blödmann!
Julius: Und was ist mit der Schinkensoße?
Tobi:  Auch kein Problem. Für Zoe mache ich eine Gemüsesoße mit Zucchini und
Pilzen. Das geht ganz schnell.

Lena: Hey!
Zoe & Tobi: Hi!
Lena: Wir haben noch ’was für den Nachtisch mitgebracht.
Zoe: Können wir ’was helfen?
Tobi: Ja, ihr könnt schon mal den Tisch decken.
Lena: Und wo sind die Teller?
Julius:  Schau mal, im Schrank sind die Teller. Wir brauchen kleine Vorspeisenteller
und Pastateller.
Zoe: Danke.
Julius: Die Gläser sind da – und das Besteck ist hier.
Zoe: Oh, sieht toll aus.
Lena: Ja, danke.
Alle: Guten Appetit!

Arbeitsbuch Training 2:
(Lösungen im Anhang)

Aussprache •  der Buchstabe r


trainieren •  Fremdwörter mit nicht deutscher Aussprache

Wortschatz •  Wortfelder: Einrichtung / Möbel / Haushalt, Essen und Trinken, Körperteile


trainieren •  schon – erst – noch

Strukturen •  Wörter und Texte


trainieren •  woran, worauf … – mit wem, für wen …
•  reflexive Verben
• Adjektivendungen
•  Präpositionen mit Dativ oder Akkusativ

65
9
Engagement
„Das kann ich“: Die S lernen typische Bereiche kennen, in denen sich deutsche Jugendliche engagieren. Sie
sprechen über eigene Interessen und Möglichkeiten, sich selbst zu engagieren. Sie üben zu
argumentieren und lernen die Konjunktion obwohl kennen. Sie lesen eine E-Mail über eine
Kinderpatenschaft, sprechen über Patenschaften, ihren Sinn und ihre möglichen Probleme
und schreiben eine Antwortmail nach vorgegebenen Stichworten.
Das freiwillige soziale Jahr ist Thema von einem Magazinartikel, in dem Jugendliche vor­
stellen, was sie in ihrem Freiwilligendienst gemacht haben. Die S sprechen über diese Mög­
lichkeit, sich nach der Schule sozial zu engagieren, und äußern ihre eigene Meinung. Zum
Abschluss der Einheit wird ein Projekt zu sozialen Organisationen vorgeschlagen. Zu deut­
schen Organisationen finden Sie im Infokasten unten interessante Links.

Grammatik: •  Nebensätze mit obwohl


• Präpositionalpronomen dafür, damit …

Wortschatzarbeit: Wörter und Worterklärungen zuordnen

TIPP zu 1a Die S müssen an dieser Stelle noch nicht alles wissen. Sie sollen erst die Fotos
beschreiben und Vermutungen äußern. Die Texte in 1b geben ihnen die wichtigen
Informationen.

Lösungen zu 1:
1b A Engagement für Kinder – 3; C Engagement für Tiere – 1; D Engagement in der
Schule als Schülerlotse – 4, Bild B und Text 2 bleiben übrig.

1c 1. Wenn man seine Meinung so sagt, dass es jeder hört und sieht, dann tut man das
in der Öffentlichkeit.
2. Wenn man in der Zukunft eine Chance haben will, dann braucht man eine gute
Bildung.
3. sich für etwas einsetzen: sich für etwas engagieren
4. Man gibt freiwillig Geld für eine gute Sache. Das ist eine Spende.
5. Kinder und Jugendliche, die mit dir die gleiche Schule besuchen, sind deine
Mitschüler und Mitschülerinnen.

1d Ich muss früh aufstehen, trotzdem mache ich die Aufgabe gerne.
Obwohl ich früh aufstehen muss, mache ich die Aufgabe gerne.

1e 1.  Ich habe nicht viel Taschengeld, trotzdem möchte ich helfen.


Obwohl ich nicht viel Taschengeld habe, möchte ich helfen.
2. Wir sind jung. Trotzdem sollten wir uns schon jetzt für unsere Zukunft engagieren.
Obwohl wir jung sind, sollten wir uns schon jetzt für unsere Zukunft engagieren.
3. Viele Menschen sind sehr reich. Trotzdem helfen sie nicht.
Obwohl viele Menschen sehr reich sind, helfen sie nicht.
4. Unser Großvater ist schon über 70. Trotzdem engagiert er sich als Arzt in Thailand.
Obwohl unser Großvater schon über 70 ist, engagiert er sich als Arzt in Thailand.

66
9

5. Ich habe weniger Zeit für mich. Trotzdem helfe ich Schülern bei den Hausaufgaben.
Obwohl ich weniger Zeit für mich habe, helfe ich Schülern bei den Hausaufgaben.
6.  Ich finde Umweltschutz wichtig. Trotzdem engagiere ich mich nicht.
Obwohl ich Umweltschutz wichtig finde, engagiere ich mich nicht.

Lösung zu 2a:
Wer? Pfarrer und Kinderpaten
Für wen? für Kinder in armen Verhältnissen
Wo? Tansania (Afrika)
Warum? Hilfe zur Finanzierung von Essen, Wasser, Schulbildung eines Kindes
Wie oft? monatliche Spende

Lösungen zu 3:
3a 1 – e; 2 – d; 3 – a; 4 – b; 5 – c

3b Vor einem Vokal steht ein r, vor einem Konsonanten nicht.

3c Mögliche Antworten:
1 – Ich engagiere mich auch dafür. / Ich engagiere mich nicht dafür.
2 – Ich spreche auch nie darüber. / Ich spreche oft darüber.
3 – Ich unterstütze sie auch dabei. / Ich unterstütze sie nicht dabei.
4 – Ich nehme auch daran teil. / Ich nehme nicht daran teil.
5 – Ich kümmere mich auch darum. / Ich kümmere mich nicht darum.

Lösungen zu 4:
4a Text 1 c und e
Text 2 b und f
Text 3 a und d

4b 1. Was ist ein freiwilliges soziales Jahr? Freiwillige Arbeit von Jugendlichen nach der
Schule im In- und Ausland bei sozial engagierten Organisationen.
2. Was ist ein freiwilliges ökologisches Jahr? Freiwillige Arbeit von Jugendlichen
nach der Schule im In- und Ausland bei ökologisch engagierten Organisationen.
3. Wo kann man ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr machen? In Alten-
und Pflegeheimen, Kinderheimen und Waisenhäusern, Sportvereinen, Theatern,
Kirchengemeinden und im ökologischen Bereich bei Umweltorganisationen wie
z. B. BUND.
4. Warum entscheiden sich Jugendliche für ein freiwilliges soziales oder ökologisches
Jahr? Um den Berufsalltag kennenzulernen, Kontakte zu Menschen zu knüpfen,
zur Vorbereitung auf den zukünftigen Beruf, usw.

4c 1 – r; 2 – f; 3 – r, 4 – r; 5 – f

TIPP zu 4b Auf der Kopiervorlage KV14 auf S. 147 finden Sie weitere Aufgaben im Richtig-/
Falsch-Format. Sie können diese Aufgaben entweder als Alternative zu den Fragen in
4b oder als vorbereitende oder vertiefende Hausaufgabe einsetzen.

TIPP zu 4c Die Höraufgabe ist in Anlehnung an das Prüfungsformat Zertifikats Deutsch B1, Hören
Teil 3, formuliert.

67
9 | Engagement

Transkription zu 4:
Interviewer: Ria und Mirko haben gerade ihr freiwilliges ökologisches Jahr beeendet. Sie
haben das Jahr auf einem Bauernhof und in einem Kinderprojekt gerbeitet.
Wir haben mit ihnen über ihre Erfahrungen gesprochen. – Hat euch das frei­
willige ökologische Jahr verändert?
Mirko: Ich denke, es hat uns total verändert. Wir sind wesentlich selbstständiger.
Auch im Haushalt oder so. Man wohnt selbstständig, man geht von Zuhause
weg. Man bekommt Einblicke in verschiedene Berufe.
Ria: Ich fühle mich viel ruhiger, sicherer, erwachsener. Ich bin jetzt eher bereit,
in die Welt zu gehen, weil ich schon ein bisschen weiß, was mich erwartet.
Interviewer: Und woran liegt es, dass ihr euch jetzt anders fühlt?
Ria: Ich glaube, ich bin, wenn es um die Planung von Sachen geht, z. B. von
Urlaub, sehr viel selbstständiger. Früher haben immer meine Eltern alles für
mich gemacht. Wir haben in diesem Jahr viel Verantwortung bekommen.
Wir haben mit Tieren und mit kleinen Kindern gearbeitet, da hat man
ständig die Verantwortung getragen. Heute habe ich kein Problem mehr,
allein Entscheidungen zu treffen.
Mirko: Ich habe in diesem Jahr herausgefunden, was ich wirklich machen möchte.
Ich übernehme mehr Verantwortung für mich und bin selbstbewusster ge­
worden. Es war gut, erst einmal etwas Praktisches zu machen und sich von
der Schule und dem Schülerleben zu befreien.
Ria: Ich habe viel über mich selber gelernt. Also auch, was ich kann und was ich
nicht kann. Was mir Spaß macht und was mir keinen Spaß macht. Es gibt
Dinge, von denen ich früher nicht gedacht habe, dass ich sie machen möch­
te, und jetzt habe ich festgestellt, dass gerade die mir richtig Spaß machen.
Das ist mir ganz oft passiert in diesem Jahr.
Mirko: Ich hatte am Anfang echt Angst, dass ich mich langweilen könnte. Aber es
war immer etwas los. Ich war oft abends total fertig und müde.
Interviewer: Warum glaubt ihr, dass das freiwillige ökologische Jahr diese Veränderung
gebracht hat? Kann man beim Reisen oder Jobben diese Erfahrungen nicht
genauso machen?
Ria: Also die Selbstständigkeit, denke ich, wäre beim Reisen genauso gekommen.
Aber ich finde das ökologische Jahr eine gute Vorbereitung auf das wirkliche
Leben, weil da mehr Praxis, mehr Alltag drin steckt.
Mirko: Beim Reisen macht man auch viele Erfahrungen, aber es sind eben keine
Alltagserfahrungen. Ich finde es im FÖJ schön, dass man Ruhe hat, Zeit
zusammen mit anderen hat. Freundschaften können sich hier richtig ent­
wickeln, während es beim Reisen ja bestimmt eher Freundschaften für
eine kurze Zeit sind.

TIPP Im landeskundlichen Infotext finden Sie interessante Links zu Organisationen in


zum Projekt Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich in verschiedenen Bereichen
engagieren.

68
9

Ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen

Die 17. Shell-Jugendstudie 2015 stützt sich auf eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2 558
deutschen Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren, die zu ihrer Lebenssituation und zu ihren Einstellungen
und Orientierungen persönlich befragt wurden.
Die Ergebnisse der Shell-Studie 2015 zeigen, dass sich im Vergleich zum Jahr 2010 (39 %) weniger Jugendli­
che in Deutschland persönlich engagieren: Nur noch 34 % setzen sich häufig für soziale oder gesellschaftliche
Zwecke ein. Vor allem jüngere Jugendliche (12–17 Jahre) und Gymnasiasten und Studierende engagierten sich
weniger oft. Ein Grund dafür könnte sein, dass sie wegen der Einführung des achtjährigen Gymnasiums (G8)
bzw. wegen der Einführung des Bachelor-Studiums weniger Zeit haben.
Quelle: Zusammenfassung der 17. Shell-Jugendstudie (2015), S. 25, unter
http://www.shell.de/ueber-uns/die-shell-jugendstudie/ueber-die-shell-jugendstudie-2015.html

Interessante Links:
Die BUNDjugend setzt sich erfolgreich und öffentlichkeitswirksam in Kampagnen,
Protestaktionen und Projekten für die Umwelt ein und kämpft für erneuerbare Energien:
http://www.bund.net/ueber_uns/bundjugend
Über 110 000 Kinder und Jugendliche von 6 bis 27 Jahren
engagieren sich in 5 500 verschiedenen lokalen Gruppen:
http://jugendrotkreuz.de (Deutsches Jugendrotkreuz)

Rund 14 473 Kinder und Jugendliche sind in bundesweit 640 Jugendgruppen


des Technischen Hilfswerks (THW) organisiert; (Stand: April 2015):
http://www.thw-jugend.de/cms

(alle Links dieses Infokastens aufgerufen am 23.12.2016)

69
10
Geld
„Das kann ich“: Geldverdienen und meistens besonders das Geldausgeben sind wichtigen Themen für
Jugendliche. In dieser Einheit lesen die S einen Text über Nebenjobs und Aushilfstätigkei­
ten von Jugendlichen. Sie lernen etwas über die Möglichkeiten und über die Bedingungen,
unter denen Jugendliche in Deutschland neben der Schule Geld verdienen können.
Sie diskutieren die Vor- und Nachteile von Nebenjobs und vergleichen die Situation in
Deutschland mit der in ihrem Heimatland.
Sie hören ein Radiofeature über Kaufsucht und sprechen über das Konsumverhalten.
Sie hören einen Umtauschdialog in einem Mediamarkt, üben verschiedene Sprechstile und
schreiben einen eigenen Umtausch- bzw. Beschwerdedialog.
Zum Abschluss der Einheit lesen sie Verbrauchertipps über das Umtauschen in Deutschland
und vergleichen die Bedingungen mit denen im eigenen Land. Sie schreiben Tipps zum
Thema „Einkaufen“ in ihrem Land oder erklären ganz praktisch, wie es funktioniert, wenn
man z. B. einen Kopfhörer umtauschen möchte.

Grammatik: reflexive Verben mit Dativpronomen

Wortschatzarbeit: •  Worterklärungen und Zuordnung von Wörtern


•  Wörter in Bestandteile zerlegen und im Wörterbuch nachschlagen

Lösungen zu 1:
1b 1 – E; 2 – B; 3 – C; 4 – A; 5 – D

1c 1 – b; 2 – a; 3 – c; 4 – b; 5 – b

1d 1. Kontakt aufnehmen 5. Aushilfstätigkeit


 2. nützlich 6. Stundenlohn
 3. geeignet 7. schulpflichtig
  4. am Stück 8. Nebenjob

Lösung zu 2a:
Ideen sammeln – eine Gliederung schreiben – den Text schreiben – inhaltlich durchlesen
(alles gesagt?) – die Rechtschreibung und Grammatik korrigieren

TIPP zu 2 Wenn Ihrer Klasse die Textsorte „Erörterung“ noch nicht vertraut ist, ist die vorberei­
tende inhaltliche Diskussion in der Klasse besonders wichtig. Sie können dann auch die
Erörterung selbst in Partnerarbeit schreiben lassen. Das fördert die Reflexion von
Schreibstrategien.

70
10

Lösungen zu 3:
3a Das rechte Foto passt zum Hörtext.

3b Beispiele für mögliche Antworten:


die Sucht: eine krankhafte Abhängigkeit von etwas, z. B. von Drogen
die Kaufsucht: eine krankhafte Abhängigkeit vom Kaufen; man kauft, auch
wenn man es überhaupt nicht braucht. Man ist süchtig
danach, etwas zu kaufen, genauso wie man süchtig danach
sein kann, zu rauchen oder Drogen zu nehmen.
kaufsüchtig: das Adjektiv zu Kaufsucht
der / die Kaufsüchtige: ein Mann oder eine Frau, der / die unter Kaufsucht leidet
die Startseite: die Webseite, die man beim Programmstart bzw. beim
Öffnen eines neuen Fensters sieht
das Schnäppchen: ein besonders günstiges Kaufangebot
die Bestellnummer: Jeder Artikel hat eine Nummer, mit der man den Artikel
sofort finden kann, das ist die Bestellnummer.
der elektronische eine Plattform für die Dinge, die man beim Einkaufen im
Warenkorb: Internet auswählt und sammelt
der Bestell-Button: die Taste, bzw. die Fläche auf einer Internetseite, auf die
man klickt, um eine Bestellung abzuschicken

3c Richtige Aussagen: 2, 3, 5, 6

Transkription zu 3:
Radiosprecherin: Radio Total 2 – Feature – heute: Ich musste ihn einfach kaufen – Wenn
Einkaufen zur Sucht wird, in Radiofeature von Sabrina Bunke.
Tina: Was, schon wieder so viel? Egal, ich muss es mir einfach kaufen.
Sprecher: Nervös wandern Tinas Augen auf dem Computerbildschirm zwischen
dem Warenkorb auf dem Bildschirm und dem Bestell-Button hin und
her. Es sollte doch nur das neue Computerspiel „MegaCity“ werden. Zu
spät, wie von allein geht die Maus zum Button „Bestellung bestätigen“
und KLICK. Der Klick bringt Freude auf das Produkt, aber auch ein
schlechtes Gefühl im Bauch.
Tina flüstert: Schon wieder zu viel gekauft. Ich musste es mir einfach kaufen. Bin ich
kaufsüchtig?
Sprecher: Tina surft im Internet, liegt auf der Couch und sucht die Schuhe für
den Sommer aus. Zu den Schuhen legt sie noch einen Rock in den
Warenkorb, und die Sonnenbrille muss auch zur Mode passen. KLICK.
Es ist so einfach, viel im Internet zu kaufen. So schnell, wie die Maus
klick macht, so schnell ist aber auch das Geld weg. Man müsste irgend­
wann einfach aufhören. Aber Menschen, die kaufsüchtig sind, können
nicht aufhören. Dabei ist für die Kaufsüchtige nur wichtig, dass sie
kaufen. Wenn die Produkte dann mit der Post kommen, benutzt sie
der Kauf­süchtige manchmal gar nicht – oder er packt die Sachen nicht
einmal aus.
Eine Studie aus dem Jahr 2005 hat gezeigt, dass für etwa sieben Pro­
zent aller Deutschen die Kaufsucht ein Problem ist. Bei Frauen ist das
Problem größer als bei den Männern.
Tina flüstert: Schon wieder zu viel gekauft. Bin ich kaufsüchtig?

71
10 | Geld

Sprecher: Aber wann bin ich denn kaufsüchtig?


Ein schlechter Tag, Ärger in der Schule oder mit den Eltern, Stress mit
dem Freund oder der Freundin – oft helfen Frustkäufe, wenn man Pro­
bleme vergessen will. Der Frustkauf ist noch keine Kaufsucht. Gefähr­
lich wird es, wenn man regelmäßig aus Frustration einkauft. Menschen,
die immer wieder einkaufen, um sich besser zu fühlen, machen den
ersten Schritt in die Sucht.
Nach und nach wird das Kaufen dann zum einzigen Mittel, um sich
wohl zu fühlen. Man denkt nur noch an den nächsten Einkauf. Die
Kaufsucht ist eine Krankheit. Die Patienten können sich in der Regel
nicht mehr selbst helfen und brauchen psychologische Hilfe. In fast
allen großen Städten …

Lösungen zu 4:
4a Sie kauft sich einen Laptop.
Kaufst du dir auch einen Laptop?

4b 2. Ich habe das Handy gekauft, obwohl ich mir das Handy nicht leisten kann. /
nicht leisten konnte.
3. Meine Oma möchte mir Kopfhörer schenken, aber ich soll mir die Kopfhörer selbst
aussuchen.
4. Nadja hat kein Geld für das Ultra-Pad, deshalb wünscht sie sich das Ultra-Pad
zum Geburtstag.
5. Wir haben kein Geld für Computerspiele, deshalb leihen wir uns Computerspiele
aus.
6. Wenn meine Eltern ein Auto brauchen, dann leihen sie sich ein Auto.
7. Ihr habt die neuen T-Shirts nicht gebraucht, trotzdem habt ihr euch die T-Shirts
gekauft.
8. Ich brauche den Kopfhörer nicht, deshalb kaufe ich mir den Kopfhörer nicht.

TIPP zu 4 Auf der Kopiervorlage KV15 auf S. 148 finden Sie eine Vorlage für eine weitere Übung
zu den reflexiven Verben. Die S müssen das Reflexivpronomen im Akkusativ oder Dativ
ergänzen und sprechen in der anschließenden Wimmelübung die Sätze.

Lösung zu 5a:
• Was ist das Problem?
Ein Kunde möchte eine Blu-ray zurückgeben, weil sie nicht auf dem Computer funk­
tioniert und er den Film nicht sehen kann. Der Verkäufer kann aber Filme ohne
Originalverpackung nicht zurücknehmen.
• Was ist die Lösung?
Der Verkäufer kann das Geld nicht zurückgeben, aber er tauscht die Blu-ray gegen
eine andere ein.

72
10

Ferien- und Nebenjobs

Im Jugendschutzgesetz stehen die Vorschriften, die den Arbeitgeber verpflichten, junge Menschen unter
18 Jahren vor Überforderung und Gefahren am Arbeitsplatz zu schützen.
393 Schüler, Studenten und Auszubildende zwischen 12 und 25 Jahren wurden im Jahr 2013 dazu befragt,
wie viele Stunden sie in ihrer Freizeit in einer normalen Woche jobben. 40,3 % der Befragten arbeiteten bis zu
5 Stunden, 30,4 % 6–10 Stunden und 17,2 % 11–15 Stunden. 6,6 % arbeiteten sogar 16–20 Stunden und
2,1 % 21–25 Stunden. Knapp 1 % der Befragten sagten, dass sie 31–35 bzw. 36–40 Stunden pro Woche jobben.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2016

Vorschriften zur Arbeit von Jugendlichen


Vor dem 13. Lebensjahr darf kein Jugendlicher offiziell von einem Arbeitgeber beschäftigt werden. Die Teen­
ager dürfen aber Geld verdienen, wenn sie leichte, helfende Aufgaben übernehmen, z. B. bei befreundeten
Familien babysitten oder Hunde ausführen.
Ab dem 13. Lebensjahr dürfen Jugendliche zwischen 8 und 18 Uhr zwei Stunden pro Tag arbeiten. Allerdings
dürfen sie nur Aufgaben übernehmen, die der Gesundheit nicht schaden und die es uneingeschränkt ermögli­
chen, zur Schule zu gehen und die Hausaufgaben zu machen.
Ab dem 15. Lebensjahr darf auch während der Schulzeit mehr gearbeitet werden. Neben der Schule darf der
Jugendliche auch nur maximal zwei oder drei Stunden am Tag arbeiten, die Arbeitszeit darf sich dabei nicht
mit der Schulzeit überschneiden.
Ab 15 Jahren darf man in den Ferien bis zu vier Wochen pro Jahr arbeiten. Diese Arbeitswoche hat fünf Tage,
an denen bis zu acht Stunden gearbeitet werden darf. Die Pausen sollen der Erholung dienen, sie müssen
daher streng beachtet werden. Bei einer Arbeitszeit von 4 bis 6 Stunden täglich muss es eine Pause von
30 Minuten geben.
Im Jugendschutzgesetz stehen die Vorschriften, die den Arbeitgeber verpflichten, junge Menschen unter
18 Jahren vor Überforderung und Gefahren am Arbeitsplatz zu schützen.

Weiterer interessanter Link: http://www.nebenjob.de/ferienjobs/ferienjobs.html

Wie findet man seinen Ferienjob?


• Oft kann man Ferienjobs auf privater Ebene mit „Vitamin B“ finden, d. h. durch persönliche Beziehungen.
Es lohnt sich, über Eltern, Verwandten und Freunde Menschen ausfindig zu machen, die Beziehungen zu
Firmen haben.
• In vielen Supermärkten gibt es Aushänge, mit denen Betriebe aus der Nachbarschaft Ferienjobs anbieten.
• Auch durch Eigeninitiative bei Unternehmen kann man erfolgreich sein. Der Ferienjob-Ratgeber der
Bundesagentur für Arbeit rät, einen kleinen persönlichen Bewerbungsflyer in den Briefkasten des Unter­
nehmens zu werfen, wo man jobben möchte.
• Man kann sich die Stellenanzeigen in Tageszeitungen, deren Online-Ausgaben und in Stadtmagazinen
anschauen.
• Im Internet bieten auch zahlreiche private Jobvermittlungen ihre Dienste an.
• Auch die regionalen Vertretungen der Bundesagentur für Arbeit können manchmal weiterhelfen. So bietet
die Jobbörse auf der Internetseite der Agentur Kontakte an, die Schüler für Ferienjobs nutzen können.

(alle Links des Infokastens abgerufen am 1.12.2016)

73
11
Du und ich
„Das kann ich“: Die S lesen einen Comic über eine kleine Liebes- bzw. Eifersuchtsgeschichte unter Jugend­
lichen. Sie hören und verstehen Dialoge zu dem Comic und sprechen über die Gefühle der
Protagonisten. Sie sprechen über zeitliche Abläufe in der Geschichte und lernen die tem­
poralen Konjunktionen als, seit und bevor kennen. Sie erfinden ein eigenes Ende zu der
Geschichte im Comic und erzählen die ganze Geschichte schriftlich.
Sie wiederholen und erweitern ihren Adjektivwortschatz, lernen eine Wortbildungsregel
kennen und arbeiten mit dem Wörterbuch zu ausgewählten Adjektiven. Sie schreiben dann
einen kleinen Text, in dem sie eine bekannte Persönlichkeit aus einem Film oder eine Figur
aus einem Computerspiel charakterisieren.
Abschließend hören die S Gedichte von Heine, Hölderlin und Fried und verstehen sie in
ihrer Grundaussage (ohne jedes Detail zu verstehen). Sie hören eine Vertonung von dem
Gedicht Erich Frieds und sprechen darüber. Anschließend wählen sie eine Aufgabe aus
und arbeiten individuell oder in Gruppen mit einem Gedicht.

Grammatik: temporale Konjunktionen als, seit, bevor

Wortschatzarbeit: •  Nomen, die vom Adjektiv abgeleitet sind mit der Endung -heit und -keit
•  Arbeit mit dem Wörterbuch

Lösungen zu 1:
1a a – 4, b – 3, c – 2, d – 1

1b Mögliche Antwort: Susi schreibt falsche Dinge über Fred. Sie will die neue Freund­
schaft kaputt machen.

TIPP zu 1 Im Comic und in den Texten darunter finden Sie die mündlichen Formen ich lieb anstelle
von ich liebe und Jungs anstelle von Jungen.

Lösung zu 1c:
Mögliche Antworten:
Dialog 1
1. Beide waren sofort verliebt.
2. Marina fragt sich, ob Fred Susi schon gesagt hat, dass er sich in Marina verliebt hat.
3. Fred möchte Susi eine WhatsApp schicken.
4. Marina meint, Fred sollte direkt mit Susi sprechen.

Dialog 2
1. Susi ist total fertig, enttäuscht und traurig.
2. Sie hat gespürt, dass sich Fred vom ersten Moment an, als Marina in die Klasse kam,
in sie verliebt hat.
3. Susi will mit Fred Schluss machen.
4. Susi soll noch ein bisschen warten. Am nächsten Tag will die Freundin noch einmal mit
ihr darüber sprechen.

74
11

Transkription zu 1c:
Dialog 1
Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, sie liebt mich, sie liebt mich nicht? Was!!?
Was machst du denn da?
Liebst du mich?
Na klar, und wie – und du?
Seit du da bist, kann ich nachts nicht mehr richtig schlafen.
Ich muss auch immer an dich denken.
Wirklich?
Ja, wirklich, vertraust du mir denn nicht?
Doch, doch, es ist nur …
Als ich dich in der Klasse zum ersten Mal gesehen habe, hab ich gewusst, das ist er.
Ehrlich, ich auch. Als du reinkamst, war ich sofort in dich verliebt.
Und was ist mit Susi? Hast du es ihr gesagt?
Nein, noch nicht, seit du da bist, habe ich sie nicht mehr gesehen.
Du musst es ihr sagen!
Ja, ja morgen schick ich ihr eine WhatsApp.
Was? Eine WhatsApp? Das kannst du nicht machen. Du musst mit ihr selber reden.
Ach, Marina warum ist alles so leicht und so schwer?

Dialog 2
Sylvia Borchert.
Hallo, Sylvia, hier ist Susi. Ich muss unbedingt mit dir sprechen.
Was ist los? Du bist ja total fertig. Was ist denn passiert?
Kannst du mir helfen? Ich weiß nicht mehr weiter!
Ja, ja, aber sag doch schon, was ist denn mit dir?
Fred betrügt mich!
Was? Bist du sicher? Seit wann?
Seit Marina in unserer Klasse ist, hat er nur noch Augen für sie.
Das glaub ich nicht.
Doch, doch – als Marina in die Klasse kam, war er sofort in sie verliebt. Ich hab’ das
gleich gespürt. Ich mach Schluss mit ihm. Es hat alles keinen Sinn. Zum Valentinstag
hat er ihr sogar eine Rose geschenkt.
Oh!? Susi, bevor du jetzt etwas tust, das dir hinterher leid tut, sprich doch zuerst mit ihm.
Das wollte ich ja, aber seit Marina da ist, hat er ja keine Zeit mehr. Er muss immer
lernen, seinem Vater helfen – schöner Vater! Ich bin so entäuscht! Bevor Marina in
unsere Klasse kam, war alles in Ordnung … aber das wird sie mir bezahlen, das Mist­
stück und dieser Sch…kerl auch – du wirst schon sehen.
Es tut mir leid, dass du so Pech hast, Susi. Bevor du jetzt etwas Falsches machst,
warte noch ein bisschen. Wir können doch morgen noch mal über alles sprechen.

TIPP zu 1c Dialog 2:
In einem Hörtext kommen häufiger Wörter vor, die die S nicht kennen. Das darf sie aber
nicht dabei stören, den Hörtext zu verstehen. In diesem Dialog kommt „betrügen“ vor, das
die S wahrscheinlich nicht kennen. Das ist eine gute Gelegenheit, um Wörter aus dem
Kontext erraten zu lassen. Spielen Sie den Dialog vor, schreiben Sie den Satz „Fred betrügt
mich.“ an die Tafel. Lassen Sie die S die drei Repliken „… Was ist los?“ – „Fred betrügt
mich.“ – „Was? Bist du sicher? Seit wann?“ hören und dann aus diesem Kontext heraus,
mit dem Wissen um die Geschichte die S raten, was das Wort „betrügen“ bedeuten könnte.

TIPP zu 1d Aufgabe 1d ist eine gute Gelegenheit, den Konjunktiv II zu wiederholen.

75
11 | Du und ich

Lösungen zu 2:
2a A – 3 (Bevor …), B – 1 (Als …), C – 2 (Seit …)

2b 1 – f, 2 – b, 3 – c/d, 4 – e, 5 – d/c, 6 – a

2c
Mögliche Antworten:
1. Als ich in diese Schule gekommen bin, habe ich mich sofort sehr wohl gefühlt.
2. Bevor ich in diese Schule gekommen bin, habe ich in einer anderen Stadt gelebt.
3. Seit ich in dieser Schule bin, habe ich viele neue Freunde und Freundinnen
kennengelernt.
4. Seit ich lesen kann, macht es mir Spaß, interessante und spannende Bücher zu
kaufen.
5. Bevor ich lesen gelernt habe, hat mir meine Mutter immer Geschichten vorgelesen.
6. Als ich lesen gelernt habe, haben mir meine Eltern gleich ein Märchenbuch
geschenkt.

TIPP zu 2c Wenn der Nebensatz am Anfang steht, besetzt er die Position 1 im Satz, d. h., der
Hauptsatz beginnt mit dem Verb. Das haben die S bereits gelernt, die Zeichnung von
Smarti erinnert noch einmal an diese Regel.

TIPP zu 2e Alternativ (oder zusätzlich) können Sie die S in kleinen Gruppen Dialoge (Gefühle:
Liebe, Eifersucht …) zu der Geschichte schreiben und spielen lassen.

Lösungen zu 3:
3a Beispiele:
Positiv: dankbar, freundlich, glücklich, höflich, intelligent, klug, lebendig,
natürlich, nett, ordentlich, süß, tolerant …
Negativ: böse, dumm, faul, frech, gemein, hart, verrückt, wütend, zornig …
Neutral  /  Sachlich: dünn, einfach, kühl, leise, männlich, praktisch, schlank, weiblich …

3b frech – die Frechheit schön – die Schönheit


gemütlich – die Gemütlichkeit weiblich – die Weiblichkeit
klug – die Klugheit zufrieden – die Zufriedenheit
lebendig – die Lebendigkeit zuverlässig – die Zuverlässigkeit
pünktlich – die Pünktlichkeit

Nomen mit den Endungen -heit, und -keit sind immer feminin; der Artikel ist die.

3c Mögliche Antworten:
praktisch: Die Schuhe sind nicht modern, aber praktisch. (sehr nützlich)
In dem Dialog wenden wir Deutsch praktisch an. (wirklich)
schwach: Er kann die Kiste nicht heben, er ist zu schwach. (geringe körperliche Kraft)
Das war eine schwache Arbeit in Mathematik. (schlecht)
verrückt: Bei den vielen Hausaufgaben werde ich noch ganz verrückt. (wahnsinnig)
Du hast manchmal ganz verrückte Ideen. (ungewöhnlich)
dumm: Natürlich verstehe ich das, ich bin doch nicht dumm. (geringe Intelligenz)
Es war dumm von dir, im Regen ohne Regenschirm spazieren zu gehen!
(unvernünftig)
einfach: Die Schülerin hat eine einfache Kleidung an. (ohne Luxus)
Der Schüler kann nicht einmal die einfachsten Aufgaben lösen.
(unkompliziert)
komisch: Er hat mich so komisch angeschaut. (seltsam)
Ich finde deine Witze überhaupt nicht komisch. (spaßig, lustig)

76
11

TIPP zu 3 In der Kopiervorlage KV16 auf S. 149 finden Sie Karten für Adjektivpaare, die sich
entweder als Memorykarten eignen oder als Wendekarten zum Lernen verwendet wer­
den können.

Lösungen zu 4:
4a Foto 1 passt zu C: Die beiden Personen auf dem Foto sind offensichtlich einfach
gute Freunde, sie sind nett zueinander, haben aber nicht die Nähe von Liebenden,
so wie Heine es sich in dem Gedicht nach einer Liebesbeziehung vorstellt.
Foto 2 passt zu A: zwei verliebte Menschen im Sonnenschein, denn im Gedicht wird
der liebende Mensch mit dem Sonnenschein verglichen
Foto 2 passt auch zu D, denn es stellt einfach die Liebe dar.
Foto 3 passt zu B: die Augen spielen in dem Gedicht von Heine eine wichtige Rolle.
Die Liebe ist unglücklich, das passt zu dem etwas rätselhaften Foto der Frau mit dem
schönen Auge, den Diamanten und Perlen und dem abweisenden, berechnenden
Blick.

4b 1 – D, 2 – B, 3 – A, 4 – C

TIPP zu 4 Wenn sich die S für Gedichte interessieren, dann können Sie mit den Gedichten auch
ihre Aussprache und ihre Ausdrucksfähigkeit trainieren. Insbesondere das Gedicht von
Fried eignet sich, da es einfache, überschaubare Strukturen hat, die die S nicht über­
fordern. In dem Gedicht kommen besonders viel Ich-Laute [ç] vor. Erinnern Sie, bevor
Sie an der Intonation und dem Ausdruck arbeiten, noch einmal an die weiche Aus­
sprache des ch.

Heinrich Heine (*1797, † 1856)

Heinrich Heines Gedichte gehören zu den meistübersetzten der deutschen Sprache.


Von 1819 bis 1825 studierte Heine Jura in Bonn, Göttingen und Berlin. Er begeisterte sich aber vor allem für
die Studienfächer Philosophie und Philologie und für historische Vorlesungen.
Heine entstammte einer jüdischen Familie. Da es Juden damals in Deutschland verboten war, einen juristischen
Beruf auszuüben, konvertierte er zum christlichen Glauben. Obwohl er 1825 zum Dr. jur. promoviert wurde,
war er nie als Jurist tätig. Er zog nach Hamburg und arbeitete als Schriftsteller.
1824 erschienen die „Dreiunddreißig Gedichte“, zu denen das berühmte Gedicht „Die Loreley“ gehört. 1826
wurde Heine durch die Veröffentlichung der „Harzreise“ bekannt, einem Reisebericht aus dem Harz mit politi­
schen und literarischen Inhalten. Sehr erfolgreich und bis heute bekannt ist der 1827 erschienene Gedichtband
„Buch der Lieder“.
Von 1827 bis 1831 reiste Heine viel. Er war in Lüneburg, London, München, Italien und Berlin. Wegen seiner
politischen Kritik waren seine Werke der Zensur unterworfen. Um sich ihr zu entziehen, zog Heine 1831 nach
Paris ins Exil, wo er für deutsche Zeitungen und Zeitschriften arbeitete. Zum Ärger der Obrigkeit war er journa­
listisch außerordentlich erfolgreich, sodass seine Schriften in Deutschland verboten wurden. Auch als Dichter
kritisierte er die staatlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland, besonders satirisch in dem
Werk „Deutschland – eine Winterreise“ (1843).
Heine starb 1856 in Paris, wo er auf dem Friedhof von Montmartre beerdigt wurde.

Interessanter Link: https://www.duesseldorf.de/heineinstitut/ueber-heine.html

77
11 | Du und ich

Erich Fried (*1921, † 1988)

Erich Fried wurde 1921 in Wien geboren. Nach dem Tod seines Vaters, der an den Folgen von Verhören der
Gestapo gestorben war, emigrierte er 1938 nach London. Er arbeitete dort bei der BBC und brachte erste
Gedichte in den letzten Kriegs­jahren heraus. Sein dichterisches Werk ist von der Suche nach Heimat geprägt.
Seine ersten Gedichtbände, „Deutschland“ (1944) und „Österreich“ (1945), dokumentieren Frieds anti­
faschistisches Engagement.
In den 1950er-Jahren war er vor allem als Übersetzer von Dramen Shakespeares und von englischer Lyrik tätig.
1960 veröffentlichte er seinen einzigen Roman „Ein Soldat und ein Mädchen“.
Als Gegner des Vietnamkriegs, der Politik Israels und der deutschen Politik in den Nachkriegsjahren verarbeitete
Fried Mitte der 1960er-Jahre die deutschen und internationalen Ereignisse in politischer Lyrik. 1979 wurde er
einem breiten Publikum durch seine „Liebesgedichte“ bekannt.
Fried blieb vor allem ein politischer Schriftsteller, was auch durch seine 1983 veröffentlichten Liebes-, Angst-
und Zorngedichte in dem Band „Es ist, was es ist“ deutlich wird. Fried starb 1988 in Baden-Baden und wurde
in London beerdigt.

Interessante Links:
http://www.erichfried.de/lebenslauf.htm
http://www.erichfried.com/biyografi-DE.html
http://www.planetlyrik.de/ulla-hahn-zu-erich-frieds-gedicht-was-es-ist/2012/11/

Friedrich Hölderlin (*1770, † 1843)

Friedrich Hölderlin war der erste Sohn eines schwäbischen Klosterpflegers und einer Pfarrerstochter. Da er
keine Kirchenlaufbahn einschlagen wollte, war er nach seinem Studium an der Universität Tübingen zunächst
als Hauslehrer tätig. 1794 besuchte er die Universtät Jena und lernte dort Johann Wolfgang Goethe, Friedrich
Schiller und Johann Gottlieb Fichte kennen.
1796 wurde er Hauslehrer bei einem Frankfurter Bankier, in dessen Frau Susette er sich verliebte. Als Susettes
Mann davon erfuhr, musste Hölderlin das Haus verlassen. Es folgte eine Zeit in der Schweiz, in Frankreich und
in Homburg. 1802 kehrte er in seine Heimat zurück. Schon zu dieser Zeit ging es ihm gesundheitlich schlecht.
Er war so verwirrt und verwahrlost, dass seine Freunde ihn kaum wiedererkannten.
Hölderlin lebte zunächst wieder bei seiner Mutter, dann bei seinem Jenaer Studienfreund Sinclair. Ab 1806
konnte Sinclair nicht mehr für Hölderlin sorgen, er wurde in das Tübinger Universitätsklinikum eingeliefert.
Er galt als wahnsinnig; die genaue medizinische Bestimmung seines Zustandes ist jedoch bis heute nicht ge­
klärt.1807 kam Hölderlin in den Haushalt von Ernst Zimmer, eines Tischlers und Bewunderer Hölderlins. Dort
lebte er bis zu seinem Tod 1843 in einem Turmzimmer und wurde von der Familie versorgt. Der Turm heißt
heute „Hölderlinturm“.
Zu Hölderlins Lebzeiten erschien nur ein kleiner Teil seiner Werke. Erst nach 1850 wurden Texte veröffentlicht,
die er nach 1800 geschrieben hatte. Seine 1826 erschienenen „Gedichte“ gehören heute zur bedeutendsten
deutschen und europäischen Lyrik. Sehr bekannt ist sein Gedicht „Hälfte des Lebens“, das in viele Sprachen
übersetzt wurde. Zu seinen Lebzeiten wurde er zeitweise ignoriert, da er als Nachahmer von Schiller galt und
oft nicht dem Geschmack seiner Zeitgenossen entsprach.

Interessante Links:
http://www.hoelderlin-gesellschaft.de/index.php?id=658
https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4lfte_des_Lebens

(alle Links dieses Infokastens abgerufen am 1.12.2016)

78
12
Natur
„Das kann ich“: Die S erstellen gemeinsam Mind-Maps zum Thema Umwelt („Erde“, „Wasser“, „Licht“ und
„Luft“) und wiederholen und erweitern ihren Wortschatz. Sie lesen einen kurzen Zeitungs­
artikel über eine Umfrage unter deutschen Jugendlichen zu den Themen, die ihnen wichtig
sind, sprechen über die Ergebnisse der Umfrage und vergleichen sie mit der Situation in
ihrem Heimatland. Sie lesen einen Flyer über Mülltrennung und hören ein Gespräch zwi­
schen einem Deutschen und einem Ausländer über die Mülltrennung in Deutschland; sie
diskutieren über Möglichkeiten, Müll zu sortieren und zu vermeiden.
Anhand eines Sachtextes beschäftigen sie sich mit dem relativjungen wissenschaftlichen
Bereich der Bionik, in dem Naturwissenschaftler, Ingenieure und Philosophen zusammen­
arbeiten und in der Natur neue Lösungen für technische Probleme suchen. Abschließend
suchen die S weitere, eigene Beispiele für Bionik und stellen sie in der Klasse vor.

Grammatik: Präpositionen wegen und trotz + Genitiv

Wortschatzarbeit: •  Mind-Map zum Wortfeld „Umwelt“ erstellen


•  sich gegenseitig Wörter erklären
•  Komposita aus ihren Bestandteilen heraus erklären

TIPP zu 1 Wenn Sie bereits mit auf der GER-Stufe A2 gearbeitet haben, können Sie hier
den bereits bekannten Wortschatz zum Thema „Umwelt“ wiederholen.
Die gemeinsame Erstellung von Mind-Maps fördert die Diskussion in der Gruppe und
die Auseinandersetzung mit den Arbeitsergebnissen der anderen Gruppen. Bei der ab­
schließenden Präsentation der Gruppenergebnisse ist das Interesse der Zuhörer höher
als bei „normalen“ Präsentationen von Gruppenergebnissen, da ja jede Gruppe selbst
etwas dazu beigetragen hat und darauf achtet, dass die Präsentierenden ihre Ideen
auch gut darstellen.

Lösungen zu 2:
2a die Energiewende: die Abkehr von Erdöl, Kohle, Gas und Atomstrom und die Ver­
wendung von erneuerbaren Energien
erneuerbare Energien: die Energien, die dem Menschen praktisch ständig und fast
unbegrenzt zur Verfügung stehen, wie Wind, Sonne, Wasser
die Naturkatastrophe: ein Naturereignis, wie Erdbeben, Trockenheit, Überschwem­
mungen, Tsunami, das schlimme Folgen für die Natur hat und
das Leben der Menschen bedroht
der Stromverbrauch: wie viel Strom z. B. in einem Haushalt durch elektrische
Geräte verbraucht wird.
das Umweltprojekt: verschiedene Ideen, die in einer konkreten Aktion helfen
sollen, die Umwelt zu schützen oder ein Problem zu lösen
der Terrorismus: die Anwendung von Gewalt und Gewaltaktionen, wie Atten­
tate, Bombenanschläge, Entführungen, gegen Personen,
Menschengruppen oder Gesellschaften

2b 1 – f, 2 – r, 3 – r, 4 – f, 5 – r

79
12 | Natur

TIPP zu 2c Alternative für schwächere Klassen: Lassen Sie erst schriftlich Sätze ergänzen, z. B. als
Hausaufgabe, und sprechen Sie erst dann in der Klasse darüber.

Lösungen zu 3:
3a wegen des Klimawandels – wegen der starken Erderwärmung
m wegen des schnellen Klimawandels
f wegen der starken Erderwärmung

3b 1. Wegen der Klimaerwärmung haben viele Staaten Probleme mit Unwettern.


2. Trotz des Klimawandels produzieren wir immer mehr CO2.
3. Wegen der Trockenheit gibt es weniger Trinkwasser.
4. Trotz der Abgase fahren die Menschen immer mehr Auto.
5. Wegen der Umweltverschmutzung machen sich viele Menschen Sorgen.
6. Trotz des Wasserproblems steigt der Wasserverbrauch.

Lösungen zu 4:
4b Beispiele (Die Vorgaben sind teilweise etwas unterschiedlich in den verschiedenen
deutschen Städten.)
 A Biomüll: Bananenschalen, Zwiebelschalen, Essensreste, Eierschalen
B Restmüll: Geschirr, Bierdose, Schuh
C Plastik / Milchpackung, Joghurtbecher, Plastiktüte, Plastikflasche,
Metall Plastikverpackung (meistens auch Bierdose)
 D Glas: Marmeladenglas, Flasche, Senfglas
E Papier: Prospekt, Zeitung, Heft, Buch
F Sperrmüll: Sessel, Holzregal, Waschmaschine

 • Wiederverwendbar: Pfandflasche. Die meisten Getränkeflaschen (sowohl die Glas-


als auch die Plastikflaschen) in Deutschland sind Pfandflaschen. Dafür bezahlt
man also beim Kauf einer Flasche Pfand, in der Regel zwischen 15 und 30 Cent.
Wenn die Flasche leer ist, kann man sie in jedes beliebige Geschäft, das solche
Flaschen verkauft, zurückbringen und bekommt sein Pfandgeld zurück.
 • In keinen der Behälter, sondern in den Sondermüll bzw. in einem Wertstoffcenter
gehören: Energiesparlampen, Bügeleisen

4c 1 R, 2 – b, 3 R, 4 – c

Transkription zu 4c:
Teil 1
John: Also, das macht vermutlich ganz schön müde.
Carsten: Was denn?
John: Müll sortieren. Und man braucht auch viel Platz in der Wohnung. Ein Eimer
für Biomüll, ein Eimer für Restmüll, dann einen Platz für Altpapier, einen für
Flaschen …
Carsten: Wenn du Pfandflaschen kaufst, hast du weniger Müll.
John: Ja, aber der Rest bleibt. Und man braucht sehr viel Zeit, um überhaupt zu
wissen, was wohin gehört.
Carsten: Das kannst du schnell lernen. Du bist erst fünf Tage in Deutschland. Nach ein
paar Wochen geht das fast automatisch.
John: Da bin ich ja schon wieder weg. Dieses System werde ich nie verstehen! Gelbe
Tonne, Biomüll, Restmüll, Altpapier … Das nervt!
Carsten: So kompliziert ist es nicht. Dafür machst du ’was für die Umwelt!

80
12

John: O.k., dann erkläre es mir noch mal.


Carsten: Also, es gibt bei uns braune, gelbe und graue Tonnen. Die braune Tonne ver­
wenden wir für Biomüll. Den kann man dann kompostieren, also wieder zu Erde
machen. Verpackungen mit dem grünen Punkt kommen in die gelbe Tonne.
Das Zeichen „Grüner Punkt“ kennst du, nicht wahr? Das ist es! Alle Produkte
mit dem Zeichen kommen in die gelbe Tonne. Und dann gibt es Extracontainer
für Altpapier und Altglas. Die graue Tonne ist für fast alles andere.
John: Oh Gott, hör auf, ich bekomme Kopfweh – ich glaub ich werde krank …

Teil 2
Carsten: Ich versteh dich gar nicht. Ist doch ganz einfach.
John: Wie viele Mülleimer muss ich also zu Hause haben? Für mich ist ein Mülleimer
genug.
Carsten: Tja, den Restmüll musst du vom Biomüll trennen – also zwei. Dann Glas, Papier,
dafür haben wir Container an vielen Stellen in der Stadt.
John: O.k.! Ordung muss sein! Und das jeden Tag, sieben Tage die Woche, 24 Stun­
den. Und was passiert mit dem alten Schreibtisch von Steffen?
Carsten: Der gehört in den Sperrmüll.
John: Sperrmüll? Was ist das nun schon wieder?
Carsten: Das sind große, alte Sachen aus dem Haushalt: Möbel, Lampen … Den holt bei
uns eine Firma ab, wenn man sie anruft und einen Termin ausmacht. Die sor­
tieren dann alles: Holz, Pappe, Glas, Metall. Man stellt die Sachen am Abend
vor dem Termin auf die Straße. Und manchmal finden die Sachen einen neuen
Besitzer, bevor die Firma kommt. Wir werden also für den Schreibtisch bei der
Firma einen Termin ausmachen und dann den Sperrmüll an die Straße stellen.
Die möglichen Termine findest du im Internet.
John: Im Internet? Echt? Wahnsinn! Ich glaub‘ es nicht! Biomüll, Restmüll, Glasmüll,
Papiermüll, Sperrmüll …

Lösungen zu 5:
5a Man hört ein romantisches auditives Stimmungsbild: Vögel, Frösche, Insekten,
Plätschern etc.

5c 1 – b, 2 – a, 3 – c, 4 – a

Bionik

„Bionik“ – in diesem in den 1960er-Jahren künstlich geschaffenen Wort stecken die Wörter „Biologie“ und
„Technik“. Dieser interdisziplinäre Bereich entsteht, wenn Ingenieure, Konstrukteure, Naturwissenschaftler,
Architekten und Designer nach dem Vorbild der Natur neue und bessere Gegenstände entwickeln. Sie gehen
dabei von der Annahme aus, dass sich in der Natur im Laufe der Evolution nur solche Entwicklungen durch­
setzen, die sehr sparsam mit Energie und Material umgehen. Daher ist das Ziel der Bionik, diese Bau- und
Konstruktionsprinzipien nachzuahmen, und dadurch sowohl den Materialaufwand zu senken als auch die Qua­
lität technischer Lösungen zu optimieren. Um Probleme zu lösen, bei Erfindungen und Innovationen werden
also lebende Systeme beobachtet und analysiert und dieses Wissen auf technische Systeme übertragen.
Die Bau- und Konstruktionsprinzipien der Natur sind außerdem unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit
wichtig: Sie sind umweltverträglich, weil sie darauf ausgerichtet sind, Ressourcen und Energie zu sparen.
Daher können sich umweltverträgliche Produktentwicklung und -gestaltung daran orientieren.

81
12 | Natur

Beispiele aus der Geschichte der Bionik

Am Anfang der Bionik steht Leonardo da Vinci (1452–1519), der nach dem Beispiel des Vogelflugs Flug­
maschinen entwarf, z. B. ein flatterndes Holzgestell und ein Fluggerät mit Rotoren, das schon modernen
Hubschraubern ähnlich ist.
Mathew Baker (1530–1613), ein englischer Mathematiker und Schiffsbaumeister, ließ ein Kriegsschiff bauen,
dessen Rumpf dem Kopf des Dorsches und dem Schwanz der Makrele nachgebildet war. So war die Baker-
Galeone besonders wendig und fuhr mit geringem Wasserwiderstand.
Der britische Ingenieur George Cayley (1773–1857) baute nach Vorbild von Vögeln ein Segelflugzeug, das
1852 den ersten Gleitflug der Geschichte mit 130 Metern schaffte. Die kleinen Früchte mit kleinen Fall­
schirmchen von Pflanzen wie dem Löwenzahn inspirierten Cayley 1829, einen Fallschirm zu entwickeln.
Dem deutschen Luftfahrtpionier Otto Lilienthal (1848–1896) lieferte der Storch das Vorbild: Flügel in der
Form dieses Vogels verstärken den Auftrieb.
Der Wiener Botaniker und Mikrobiologe Raoul Heinrich Francé (1874–1943) beobachtete die Zerstäuber­
wirkung der Mohnkapsel, die ihn zur Entwicklung des „Neuen Streuers“ anregte. 1920 ließ er diesen Salz-
und Pfefferstreuer patentierten und erhielt das erste bionische Patent in Deutschland.

Interessante Links:
http://www.biozac.de/naturbeobachter/10_10_21.htm
http://www.biokon.de/bionik/was-ist-bionik
http://www.planet-wissen.de/natur/forschung/bionik/index.html
(alle abgerufen am 12.12.2016)

82
Strategietraining 3
Die Trainingseinheiten sind nicht in die Progression des Lehrwerks eingebunden.
Sie nehmen häufig die Themen der vier vorangehenden Einheiten auf, können aber
auch ganz unabhängig eingesetzt werden.
Das Schülerbuch und das Arbeitsbuch sind im Training nicht aneinander gekoppelt.
Das Schülerbuch besteht immer aus fünf Teilen: prüfungsorientierten Aufgaben,
einer Übung zum Sprechtraining, der Erarbeitung einer Strategie zur Arbeit mit Texten,
einem literarischen Text und Aufgaben zum Videoclip.
Das Arbeitsbuch wiederholt Phonetik, Wortschatz und Strukturen.

TIPP zu 1 Diese Aufgabe bereitet auf den ersten Teil der mündlichen Prüfung des Deutschen
Sprachdiploms, Stufe I vor.

Lösung zu 2: 1 – b; 2 – c; 3 – a; 4 – b; 5 – a

Transkription zu 2:
Mein Name ist Ron Welke und ich gehe in die elfte Klasse. Ich möchte euch von meinem
Experiment zum Kauf-Nix-Tag erzählen. Der Kauf-Nix-Tag ist immer im November und
wir vom Schülerradio haben uns gedacht, das müssen wir doch mal ausprobieren. Die
Redaktion hat beschlossen, dass ich das Experiment machen soll. – Na toll!

Der Kauf-Nix-Tag kommt aus Nordamerika – woher denn sonst – und ist ein Tag gegen
den Konsum, ein Tag gegen das Geldausgeben. Man soll einen Tag lang kein Geld aus­
geben. 24 Stunden lang nichts ausgeben, das kann nicht so schwierig sein, oder doch?

Es ist 7.30 Uhr am Morgen. Ich gehe aus dem Haus. Da fällt mir ein, dass ich heute nicht
in der Cafeteria frühstücken kann, denn das kostet Geld. Ich gehe zurück in die Wohnung
und mache mir ein Brot – oder besser zwei, denn in der Mittagspause will ich ja auch
etwas essen.
Weil ich kein Busticket kaufen darf, fahre ich mit dem Fahrrad zur Schule. Dumm, dass
es heute regnet. Es ist Ende November, ein kalter Wind pfeift mir um die Ohren. Sehr
unangenehm.
Jetzt einen heißen Tee und ein schönes Schokoladenbrötchen vom Bäcker neben der
Schule. Das wäre super, geht aber nicht, denn dazu müsste ich ja Geld ausgeben.
Komplizierter wird die Mittagspause. In der Kantine darf ich kein Geld ausgeben. Sabine
möchte mich einladen. Das finde ich total nett, aber das macht am Kauf-Nix-Tag keinen
Sinn, denn dann muss sie für mich Geld ausgeben und das geht gar nicht. Ich muss die
Einladung also ablehnen. Ich will aber auch nicht alleine mein Brot essen. Ich gehe also
mit den anderen in die Schulkantine und esse dort mein Käsebrot. Aber ich habe verges­
sen, mir etwas zum Trinken von zu Hause mitzunehmen. Wie gut dass in Deutschland das
kostenlose Wasser aus der Wasserleitung so gut ist, dass man es problemlos trinken kann.
Immerhin kann ich die Mittagspause mit meinen Freunden zusammen sein, denn ich
muss in der Kantine nichts kaufen. Die meisten Freunde finden das Experiment interes­
sant, auch wenn sie nicht glauben, dass ich das 24 Stunden lang schaffe. „Kommst du
heute Abend mit ins Kino?“ Geht leider nicht. „Wir wollen nach der Schule in die Stadt

83
S 3  |  St r at e g i e t r a i n i n g 3

fahren und einen Hamburger essen.“ Geht leider nicht, denn ich bin mit dem Fahrrad da.
Es macht ihnen Spaß, mir viele Aktivitäten vorzuschlagen, die Geld kosten.
Der Rest des Schultages ist problemlos. Nur die Heimfahrt wird schwierig. Der Regen ist
noch etwas stärker geworden und jetzt kommt der Wind von vorne.
Und was ist das Ergebnis? Es war gar nicht so schwer. Das größte Problem war für mich
die Fahrt zur Schule und wieder nach Hause. Nächstes Jahr will ich eine Kauf-Nix-Woche
ausprobieren. Aber das mache ich ganz sicher erst, wenn es draußen warm ist.

Lösung zu 3: 1 – r; 2 – f; 3 – f; 4 – r; 5 – r

Lösung zu 4:
Martha: Ich denke nicht, dass man als Einzelner etwas für die Umwelt tun kann. Es nützt
nicht viel, wenn z. B. nur ich alleine Wasser spare. Das hat kaum Auswirkung auf die Um­
welt. Es ist wichtig, dass die Politiker bessere Gesetze machen.

Lana: Es ist wichtig, sich mit anderen gemeinsam für den Schutz der Umwelt einzusetzen.
Wenn wir mit unserer Naturschutzorganisation eine Aktion machen, dann können wir das
Verhalten von vielen Menschen ändern.

Marwan: Auch kleine Dinge, wie z. B. das Licht ausschalten, wenn man aus dem Zimmer
geht, helfen dabei, die Umwelt zu schützen. Und wenn viele Leute ein bisschen tun,
dann ist es zusammen viel. Deshalb finde ich, dass jeder bei sich selbst anfangen muss.

Kai: Umweltschutz finde ich nicht wichtig, denn die Natur hat schon so lange existiert,
sie wird auch weiter existieren. Sie braucht uns Menschen nicht.

Lösung zu 5: 1 – Überraschung; 2 – Entsetzen; 3 – Ärger; 4 – Erleichterung

Lösungen zur Literatur:


Beispiele:

Überraschung: Seht, er läuft zum Ufer nieder,


Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
Und mit reichem, vollem Schwalle
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
Voll mit Wasser füllt!

Entsetzen: Wehe! wehe!


Beide Teile
Stehn in Eile
Schon als Knechte
Völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

84
St r at e g i e t r a i n i n g 3  | S 3

Ärger: O, du Ausgeburt der Hölle!


Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!

Erleichterung: Ach, da kommt der Meister!


Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
Werd ich nun nicht los.

Lösungen zum Video:


2 Beim Sehen
  1. im Klassenzimmer
  2. aus Hamburg
  3. Sie stellt Lilli vor und bittet die Klasse, sich um Lilli zu kümmern.
  4. freundlich
  5. beide gut
  6. Er kann nachts nicht mehr schlafen, weil er immer an Lilli denkt.
  7. Er fragt sie, ob sie am Wochenende mit ihm ins Kino gehen möchte.
Er fragt, ob sie mit ihm ins „Wanda“-Konzert gehen möchte.
  8. Sie lehnt beides ab, weil sie schon etwas anderes vorhat.
  9. Tobi muss noch Zeitungen austragen. Er macht den Nebenjob, weil er für ein
Mountainbike spart.
10. für die Flüchtlingshilfe

Video-Transkription:
Lehrerin: Darf ich kurz um Ruhe bitten? Ich möchte euch eine neue Mitschülerin vorstel­
len. Das ist Lilli, sie kommt aus Hamburg. Bitte kümmert euch ein bisschen um
sie. Schau, dort hinten, neben dem Max ist noch ein Platz frei. Okay, und wir
besprechen jetzt den letzten Test …
Max: Hi.
Lilli: Hi.
Max: Wie geht’s?
Lilli: Gut? Und dir?
Max: Äh, ja, alles klar. Ich kann dir in der Pause unsere Schule zeigen.
Max: Nachts kann ich nicht mehr schlafen. Total verrückt! Ich glaub, ich bin verliebt.
Max: (per WhatsApp) Hey, hast du Lust, am Wochenende mit ins Kino zu gehen?
Lilli: (per WhatsApp) Nee sorry, hab am Wochenende keine Zeit … Wir fahren nach
Hamburg die letzten Sachen holen.
Max: (per Mailbox) Hey, ich wollte dich nur mal kurz fragen, ob du vielleicht mit auf
das „Wanda“-Konzert kommen willst. Ich hätte da noch eine Karte übrig.
Kannst dich ja
melden, wenn du das hörst!
Lilli: (per WhatsApp) Schade! Hab am Freitag leider keine Zeit! Grüße.
Max: Hi.
Tobi: Max? Wie bist du denn drauf?
Max: Ach ja, irgendwie geht’s mir nicht so gut. Hast du vielleicht Zeit, nachher ein
bisschen zu chillen?

85
S 3  |  St r at e g i e t r a i n i n g 3

Tobi: Nein leider nicht. Ich muss noch Zeitungen austragen.


Max: Lass die doch liegen. Das merkt doch eh keiner!
Tobi: Nein Mann! Ich brauch das Geld für mein neues Mountainbike! Sorry, aber
heute geht’s echt nicht!
Max: Hallo, hier Max.
Lilli: Hi, hier ist Lilli.
Max: Lilli? Schön.
Lilli: Du, ich wollte dich fragen, ob du mir helfen kannst. Ich bin gerade dabei,
einige Sachen für die Flüchtlingshilfe zu packen. Ich habe nach unserem Um­
zug Bücher und Spiele aussortiert. Und einige Klamotten, die ich nicht mehr
brauche. Naja, und heute Nachmittag wollte ich alles abgeben. Aber ich schaff
das nicht alleine mit dem Transport.
Max: Ah, okay, Flüchtlingshilfe. Das klingt super! Ich helfe dir gerne. Wann soll ich
denn kommen?
Lilli: Wie wär’s in einer Stunde?
Max: Okay, ich bin da! Ach du, Ich hätte noch Turnschuhe, fast wie neu. Und
Trainingsklamotten und so.
Lilli: Super, bring einfach alles mit!
Max: Bis gleich.
Max: Hallo!
Lilli: Hi!
Max: Viel Zeug.
Lilli: Ja.

Arbeitsbuch Training 1:
(Lösungen im Anhang)

Aussprache •  der Buchstabe e


trainieren •  Fremdwörter mit nicht deutscher Aussprache

Wortschatz •  Wortfeld: Einkaufen


trainieren •  Nomen und Verben
• Adjektive

Strukturen •  Wörter und Texte – Lückentext


trainieren •  Pronomen und Possessivartikel
•  Infinitiv mit zu
•  Sätze verbinden
•  indirekte Fragen

86
13
Technik
„Das kann ich“: Die S sprechen über frühe technische Entwicklungen und vergleichen Materialien und
Werkzeuge von früher und heute. Sie lesen einen Text über die Geschichte von Robotern,
lernen das Passiv im Präsens und Präteritum kennen und äußern sich darüber, welche
Tätigkeiten heute oder in Zukunft von Robotern oder Menschen gemacht werden.
Sie lesen einen kurzen Zeitungsartikel über virtuelle Klassenzimmer, führen eine Diskussion
mit verteilten Rollen über ein neues Schulmodell und schreiben anschließend darüber
einen Leserbrief. Sie werden mit dem Verb lassen vertraut gemacht, präsentieren ein klei­
nes Projekt zur Selbsterfahrung oder einen Fantasietag.

Grammatik: •  Passiv Präsens und Präteritum


•  die handelnde Person im Passiv nennen – die Präposition von
•  das Verb lassen

Wortschatzarbeit: Redemittel für eine Diskussion

Lösung zu 1a:
Beispiele:
1. Der Faustkeil war eine wichtige Erfindung, weil die Menschen mit ihm Fleisch schnei-
den und sich gegen Tiere verteidigen konnten.
2. Seit man das Rad hat, kann man sich schneller vorwärts bewegen und mehr Sachen
transportieren.
3. Die Dampfmaschine war die erste Maschine, die ohne menschliche Arbeitskraft
funktionierte.
4. Durch den elektrischen Strom kann man viele Geräte und Instrumente in Bewegung
setzen, die wir in allen Lebensbereichen, wie zu Hause, bei der Arbeit, in der Freizeit
tagtäglich brauchen.
5. Mit Robotern kann man viele Arbeiten automatisch machen, z. B. in der Auto­produk­
tion und im Büro.

Lösungen zu 2:
2a Beispiele:
1. Anfänge der Roboter: Belustigung und Betrug
2. Roboter bei Schriftstellern und im Film
3. Ursprung des Wortes „Roboter“
4. Positive und negative Aspekte von Robotern im Dienst der Menschen

2b 1. Im 20. Jahrhundert gab es die ersten Roboter, die man in der einsetzen konnte.
2. Baron von Kempelen hat bei seinen Vorführungen einen Menschen in der
Maschine versteckt.
3. richtig; 4.  richtig; 5.  richtig
6. Roboter sind nicht nur ein Fortschritt, weil sie den Menschen die Arbeit abneh­
men, der Einsatz von Robotern kann dazu führen, dass Menschen ihren Arbeits-
platz verlieren.

87
13 | Technik

Lösung zu 3:
1. Im Abschnitt 1 steht: Die ersten Roboter wurden bereits im 18. Jahrhundert
konstruiert.
2. Im Abschnitt 3 steht: Das Wort Roboter wurde zum ersten Mal in einem Theaterstück
verwendet.
3. Im Abschnitt 4 steht: 1962 wurde der erste Industrie-Roboter in der Autoindustrie
eingesetzt.
4. Im Abschnitt 4 steht: In Europa werden Forschungsarbeiten zu Robotern in Kranken-
häusern gefördert.
5. Im Abschnitt 4 steht: In der Zukunft werden Roboter immer mehr Arbeitsplätze
besetzen.

Lösungen zu 4:
4a 2. Heute werden Autos von Menschen gelenkt.
3. Heute werden kranke Menschen von Ärzten operiert.
4. Heute wird die Wohnung von allen Familienmitgliedern / von Reinigungskräften
gereinigt.
5. Heute wird der Rasen von den Besitzern selbst / von Gärtnern gemäht.
6. Heute wird das Essen von dem Hausmann / der Hausfrau oder einem Koch /
einer Köchin gekocht.

4b 1. Immer bessere Roboter werden entwickelt.


2. Die neueste Computertechnik wird für die Produktion gebraucht. / Für die Pro­
duktion wird die neueste Computertechnik gebraucht.
3. Roboter werden für gefährliche Tätigkeiten eingesetzt. / Für gefährliche Tätig­
keiten werden Roboter eingesetzt.
4. Briefe werden heute meistens mit dem Computer geschrieben. / Meistens werden
Briefe heute mit dem Computer geschrieben.
5. Autos werden heute zu großen Teilen automatisch gebaut. / Zu großen Teilen
werden Autos heute automatisch gebaut.
6. Autos werden bald alleine fahren können. / Bald werden Autos alleine fahren
können.

TIPP zu 4 Zur weiteren Festigung oder zur Wiederholung können Sie die Wimmelübung von der
Kopiervorlage KV17 auf S. 150 einsetzen.

Lösung zu 5a: Schulen kosten zu viel.

TIPP zu 5 Diskutieren ist auf dem Niveau B1 recht anspruchsvoll. Deshalb sollte diese Diskussion
gut vorbereitet werden. Achten Sie darauf, dass jede Gruppe sich schon in der Vorbe­
reitungszeit mit den Redemitteln auseinandersetzt, weitere Redemittel findet und ver­
sucht, sie anzuwenden. Weisen Sie die S auf die Liste im Anhang ab Seite 141 hin.
In der Hitze der Diskussion werden diese nützlichen Ausdrücke oft vergessen, deshalb
können Sie z. B. die Vorgabe machen, dass jede/r S einen Ausdruck auf eine Karte
schreibt und sie hochhält, wenn er / sie den Ausdruck in der Diskussion benutzt.
Wenn Ihre S solche formalisierten Diskussionen noch nicht gewohnt sind, können Sie
auch kurz in der Muttersprache die vielleicht noch neue Rolle der Diskussionsleitung
erklären.

88
13

TIPP zu 6 Diese Aufgabe ist in Anlehnung an den schriftlichen Ausdruck im Deutschen Sprach­
diplom, Stufe I, formuliert. Im Arbeitsbuch finden Sie eine vorbereitende Übung, in der
Meinungen von anderen zusammengefasst werden müssen. Zur Vorbereitung können
Sie auch die Struktur des Leserbriefes in der Klasse diskutieren, bevor die S als Haus­
aufgabe einen eigenen Leserbrief schreiben.

Lösung zu 7a:
2. (Sie lässt ihren PR) den Kaffee kochen.
3. Sie lässt ihren PR das Handy holen.
4. Sie lässt ihren PR den Schlüssel suchen.
5. Sie lässt ihren PR die Cola holen.

TIPP zu 7 Diese Aufgabe können Sie ganz unterschiedlich aufwendig durchführen lassen. Eine
kurze, wenig zeitaufwendige Aufgabe können Sie machen, wenn sich die S nur vorstel­
len, wie es wäre, wenn sie keine Computertechnik nutzen könnten. Dann sollten Sie als
Struktur einen Konjunktivsatz vorgeben, da diese Sätze am besten im Konjunktiv for­
muliert werden. Ich müsste meine Zähne mit der Handzahnbürste putzen. Ich könnte keine
Musik hören. …
Wenn Sie mehr Zeit investieren können, können Sie daraus ein kleines Projekt machen.
Die S machen dann ein paar Tage lang Notizen und stellen anschließend die Ergebnisse
in der Klasse vor. Sie wiederholen dann gleichzeitig den Wortschatz für die Tätigkeiten
im Alltag.

Wichtige technische Erfindungen der Menschheit

Faustkeil
Steinwerkzeuge gehören zu den frühesten Erfindungen der Menschheit. Der Faustkeil wurde schon vor mehr
als 1,5 Millionen Jahren das wichtigste Handwerkzeug des Menschen: um sich gegen Tiere zu verteidigen,
sie zu jagen und zu zerlegen, um Holz, Knochen und andere Steine zu bearbeiten. Später kombinierte der
Mensch die bearbeiteten Steine mit Stöcken, sodass Axt und Hammer entstanden.

Rad
Das Rad gilt als die größte, folgenreichste technische Erfindung in der Menschheitsgeschichte. Im 5. Jahr­
tausend v. Chr. existierte das Rad in Mesopotamien als waagrechte Töpferscheibe, die nicht rollte, sondern sich
nur drehte. Ab etwa 4 000 v. Chr. wurde das Rad als Wagenrad eingesetzt. Damit setzte sich ein neues Trans­
portmittel durch, das die bis dahin übliche Schlittentechnik ablöste. Die ersten Wagenräder waren relativ klein
und primitiv. Als die Karren für die Transporte immer größer wurden, wurden auch ihre Räder größer.

Dampfmaschine
Schon in der Antike entdeckte man das Prinzip, mit Dampf Maschinen anzutreiben. Heron von Alexandria
entwickelte etwa um 120 n. Chr. eine Vorrichtung, mit der man große Tempeltüren öffnen konnte. In den
nächsten Jahrhunderten geriet das Wissen der Antike wieder in Vergessenheit. Mitte des 17. Jahrhundert
gelang dem Engländer Thomas Newcomen der Bau einer Dampfmaschine, die in Bergwerken zum Stein­kohle­
abbau eingesetzt werden konnte.
James Watt verbesserte diese Konstruktion entscheidend und baute zusammen mit dem Ingenieur Matthew
Boulton 1770 die erste funktionierende Dampfmaschine im heutigen Sinne. Um das Jahr 1800 kombinierte
der englische Techniker und Maschinenbauer Richard Trevithick all diese Ideen: Er konstruierte die erste Loko­
motive, indem er eine Hochdruckdampfmaschine auf Räder bzw. Schienen setzte und mit der Kraft der Dampf­
maschine die eigenen Räder angetrieben wurden.

89
13 | Technik

Im 19. Jahrhundert waren Dampfmaschinen in der Textilindustrie und im Verkehrswesen stark verbreitet, im


20. Jahrhundert ging ihre Bedeutung jedoch zurück. In Kraftwerken werden bis heute Dampfturbinen zur
Erzeugung von elektrischer Energie genutzt.

Elektrischer Strom
Bereits Thales von Milet entdeckte im 6. Jahrhundert v. Chr., dass Bernstein leichte Körper anzieht, wenn er
vorher mit Tüchern gerieben wird. Er konnte dieses Phänomen nicht erklären, das Wort Elektrizität (vom grie­
chischen „elektron“ für „Bernstein“) erinnert aber noch an diese antike Entdeckung.
Die technische Nutzung des elektrischen Stroms begann mit Batterien, die beim Bau der ersten transatlanti­
schen Telegrafenkabel zwischen Europa und Nordamerika eingesetzt wurden. 1866 gelang die Verlegung durch
Cyrus Field, wodurch ein neues Zeitalter der Kommunikation eingeleitet wurde. Nachdem der deutsche Erfin­
der und Industrielle Werner von Siemens um 1866 das dynamoelektrische Prinzip entdeckt hatte, konnte er
den ersten elektrischen Generator entwickeln.
Elektrische Energie war nun in großen Mengen produzierbar. Ab 1880 wurden die Generatoren immer leis­
tungsfähiger, um den Strombedarf der immer größer werdenden Stromnetze zu gewährleisten. Mit diesen
Stromnetzen wurde zum Beispiel Strom für die öffentliche Straßenbeleuchtung und nach und nach in Privat­
haushalten zur Verfügung gestellt.
1882 entstanden erste Kraftwerke, die zunächst noch mit einfachen Wasserturbinen oder Dampfmaschinen
angetrieben wurden. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts sind leistungsfähige Dampfturbinen im Einsatz, die bis
in unsere Gegenwart zur Stromerzeugung eingesetzt werden.
Heutzutage gibt es verschiedene und zum Teil alternative Formen der Stromerzeugung: Strom wird aus Kohle-
und Kernkraftwerken, mithilfe von Erdgas und Erdöl sowie aus erneuerbaren Energien wie Wind- und Wasser­
kraft erzeugt.

Humanoide Roboter – ASIMO


ASIMO (Abkürzung für Advanced Step in Innovative Mobility) ist der zurzeit am weitesten entwickelte und
intelligenteste humanoide Roboter. Er hat zwei Beine, mit denen er sich fortbewegen kann. Das Modell
ASIMO, das 2004 vorgestellt wurde, war 1,20 m groß und wog 54 kg.
Die Laufgeschwindigkeit des Roboters liegt zwischen 2,7 km/h und 6 km/h. Zu seinen Fähigkeiten gehört es,
Gegenstände entgegenzunehmen und zu tragen und einen Wagen zu schieben. Im Kontakt mit Menschen
kann er die Hand schütteln und in einem begrenzten Maß auch hören und sprechen. Als Bundeskanzlerin
Merkel 2015 Japan besuchte, konnte sie sogar mit einem Roboter Fußball spielen.
Seit 2007 arbeitet eine interdisziplinäre Forschergruppe der Universität Bielefeld mit ASIMOs, um sie mit kog­
nitiven und sozialen Fähigkeiten auszustatten, damit sie Assistenten für den Menschen im alltäglichen Leben
werden. Auch viele andere Forschungsinstitute der Welt versuchen, Roboter immer mehr zu vermenschlichen.
Es gibt z. B. Experimente zum Sprachenlernen oder sie sollen im Anatomieunterricht oder als Begleiter für den
täglichen Hundespaziergang eingesetzt werden können.

90
14
Mach keinen
Stress!
„Das kann ich“: In dieser Einheit geht es um Streiten und Streitschlichtung. Die S sehen Fotos mit Streit­
situationen und hören Streitdialoge unter Jugendlichen. Dabei lernen sie auch umgangs­
sprachliche Beschimpfungen, wie sie unter S verwendet werden, kennen. Sie lernen das
Indefinitpronomen und das Possessivpronomen kennen und schreiben eigene kleine Streit­
dialoge. Mithilfe der neuen Struktur je … desto sprechen sie über Konflikte und wie man
sie eskalieren oder entschärfen kann. Sie lesen einen Text über Streitschlichter an Schulen,
erfahren alle wichtigen Regeln für eine Streitschlichtung (Mediation) und hören ein Inter­
view mit S, die an ihrer Schule als Streitschlichter aktiv sind. Abschließend sprechen die S
vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen über Mediation an Schulen und schreiben
ihre eigene Meinung dazu.

Grammatik: •  Indefinitpronomen und Possessivpronomen (einer, eins, … meiner, meins, …)


•  je … desto

Wortschatz: •  umgangssprachliche Ausdrücke und Schimpfwörter kennenlernen


•  Worterklärungen und Zuordnung von Wörtern

Lösungen zu 1:
1b  Dialog 1 – Foto A; Dialog 2 – Foto C; Dialog 3 – Foto B
1d  Foto A: Komm, stell dich nicht so an. – Du spinnst wohl. – Das kannst du vergessen.
    Foto B: Hau ab, das ist mein Stuhl. – Dass ich nicht lache. – Du falsche Schlange …
    Foto C: Du nervst. – Jetzt mal langsam. – Halt doch einfach mal die Klappe.

Transkription zu 1:
Dialog 1
Das darf doch nicht wahr sein. Sag mal, ist das mein Rock?
Ehm, komm, stell dich nicht so an, weißt du, eh, meiner ist gerade in der Wäsche und
heute …
Ach immer ist irgendwas, immer ziehst du einfach meine Sachen an, kauf dir doch
selbst welche, du kriegst genauso viel Taschengeld wie ich. Wenn du nichts zum
Anziehen hast, dann ist das doch nicht mein Problem, das ist deins.
Ja, Mensch, mach ich doch auch, aber manchmal …
Manchmal, manchmal, ständig fragst du mich, kann ich mal dein T-Shirt haben oder
deine Schuhe oder oder oder und ich Blödmann geb’s dir dann auch noch. Aber jetzt
fragst du nicht einmal, sondern nimmst dir einfach meinen neuen Rock aus dem
Schrank. Du spinnst wohl. Ich leih’ dir nie wieder ’was. Das kannst du vergessen.

91
14 | Mach keinen Stress!

Dialog 2
Ej, ihr könnt auch mal mithelfen. Sitzt da bloß und quatscht und wir arbeiten.
Wir haben uns bloß mal gerade hingesetzt, das wird man doch wohl noch dürfen.
Mach nicht so einen Stress, du nervst. (Du bist ja wie meine Mutter!)
Grad mal hingesetzt, seit ’ner halben Stunde sitzt ihr schon da. Und vorher habt ihr
auch bloß rumgehangen. Was habt ihr denn schon gemacht?
Jetzt mal langsam. Was soll das „Was habt ihr schon gemacht?“, bist du hier der
große Boss? Spiel dich doch nicht so auf. Du schreist und kommandierst hier alle rum,
da hat doch keiner mehr Lust was zu tun. Halt doch einfach mal die Klappe.

Dialog 3
Blöde Kuh! Hau ab, das ist mein Stuhl.
Na und? Jetzt ist doch Pause, da kann jeder sitzen, wo er will. Lass mich doch in
Ruhe. Du bist ja bloß eifersüchtig.
Dass ich nicht lache, du bist doch immer eifersüchtig, weil die Jungs mich gerne
mögen.
Aber Sven ist jetzt mein Freund, der will von dir nichts mehr wissen.
Du falsche Schlange, du miese kleine Ratte, du hast lauter Lügen über mich erzählt,
der Sven ist dir doch total egal, du wolltest mich bloß ärgern! Und Sven, du Blödmann,
hast natürlich alles geglaubt.
He, wie meinst …
Lass Sven, die kann halt nicht verlieren.

TIPP zu 1a Weisen Sie Ihre S darauf hin, dass das Verb streiten die Präpositionen über und um als
feste Präposition haben kann. Mit der Präposition über wird das Thema genannt (Sie
streiten über die Organisation des Festes), während mit der Präposition um ein Objekt
genannt wird (Sie streiten um einen Platz. = Beide möchten den Platz haben.) Natürlich
kann man auch den Streitpartner ergänzen; dafür verwendet man die Präposition mit.
Das Verb wird dann meist reflexiv verwendet, z. B. Sie streitet sich oft mit ihrem Bruder.

TIPP zu 1 Die ersten beiden Übungen enthalten viele umgangssprachliche Ausdrücke, die die S
erfahrungsgemäß besonders interessieren. Weisen Sie aber darauf hin, dass diese
Ausdrücke zwar in Streitgesprächen unter Jugendlichen typisch sind, dass sie aber in
formelleren Situationen nicht verwendet werden dürfen, ohne dass es einen sehr
schlechten Eindruck hinterlässt.

Lösung zu 2a: meiner – welche – deins

TIPP zu 2 Diese Streitdialoge eignen sich besonders gut für die Arbeit an der Aussprache und Into­
nation. Achten Sie darauf, dass die S die Dialoge nicht wie eine Grammatikübung lesen,
sondern mit Emotion vortragen.

Lösungen zu 3:
3a Beispiele:
Je lauter man schreit, desto unkontrollierter wird der oder die andere.
Je mehr man nachgibt, desto aggressiver wird der oder die andere.
Je selbstbewusster man ist, desto leichter setzt man sich durch.
Je ruhiger man bleibt, desto leichter löst man den Konflikt.
Je nervöser man ist, desto stärker wird der oder die andere.

3b (1) Nebensatz, (2) Hauptsatz

92
14

TIPP zu 3 Auf der Kopiervorlage KV18 auf S. 151 finden Sie den Text zu dem Lied „Stress“
von Samuel Reißen. Das Lied finden Sie als mp3-Datei im Internet unter http://
www.cornelsen.de/prima-plus/1.c.3395057.de. Beachten Sie bitte: Im Lied kommt die
Frage „Wo kommt der Streit her?“ vor. Schriftlich korrekt müsste es heißen: „Woher
kommt der Streit“. Die Teilung des Fragepronomens „woher“ ist in der mündlichen
Sprache sehr häufig.

Lösung zu 4b: Schweigepflicht – 2; betreuende Lehrer – 4; Hintergründe – 5;


Gesprächstechniken – 3; Streitschlichtung – 1

TIPP zu 4 Ein schöner Einstieg in das Thema „Mediation“, das vielen S zunächst fremd ist, ist der
Videoclip 4. Der Clip zeigt einen Konflikt zwischen Schülern und die Bearbeitung in
einer Mediation. Aufgaben zu diesem Clip finden Sie auf S. 95.
Wenn Sie Videos nicht unkompliziert einsetzen können, können Sie auch die Aufgabe 6
aus dem Arbeitsbuch zunächst lösen lassen. Dort hören die S ein Interview über ein
konkretes Beispiel für eine Schülermediation. Im Interview im Arbeitsbuch kommt ein
für diesen Kontext typisches Wort vor, das Sie vielleicht nicht in jedem Wörterbuch fin­
den: einseifen. Es bedeutet hier: das Gesicht (eines anderen) mit Schnee einreiben.

Lösungen zu 5:
5a Phase 1 – C; Phase 2 – D; Phase 3 – A; Phase 4 – E; Phase 5 – B

5b 1 – f Die Hintergründe (Ängste, Bedürfnisse und Probleme) zu kennen, ist sehr


wichtig, um einen Konflikt zu verstehen.
2 – f Mit den Teilnehmern versucht der Mediator herauszufinden, was gut oder
schlecht ist. (in den Schuhen des anderen gehen)
3 – r
4 – f Keiner der Teilnehmer soll sich als Sieger oder Verlierer fühlen.
5 – r
6 – r

Lösung zu 6:
Daniel:  am Anfang Probleme, vor allem mit Mädchen, deren Streitereien er nicht ver­
stehen konnte; bei Jungen keine Probleme mit Streitschlichtung.
Maja: schreckliche Erfahrungen / viel Stress, vor allem mit kleinen Schülern; konnte
oft im Streit zwischen ihnen nicht vermitteln. Schüler waren böse auf sie.
Annika: viel Spaß, baut auf Erfahrungen mit Geschwistern auf; viele Fähigkeiten, um
Mediatorin zu sein.

TIPP Wenn Ihre S großes Interesse an dem Thema zeigen, können Sie auch als Abschluss eine
zu 4–6 eigene Mediation im Rollenspiel durchführen lassen. Lassen Sie die S in Gruppen von
jeweils 4–6 Personen arbeiten: 1–2 Schüler/innen übernehmen die Rolle des Mediators,
1–2 Schüler/innen sind Beobachter und jeweils 2–3 spielen die streitenden Schüler/
innen. Die S wählen einen Konflikt aus, bereiten ihre Rollen vor und spielen dann eine
Mediation. Der / Die Beobachter/in kontrolliert, ob sich die Teilnehmer/innen an die
Regeln halten. Lassen Sie die S sich anschließend darüber austauschen, wie sie sich ge­
fühlt haben.

93
14 | Mach keinen Stress!

Mediationsprogramme an Schulen

Seit Beginn der 1990er-Jahre werden an Schulen in Deutschland Mediationsprojekte entwickelt und seit dem
ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts sind sie an vielen Schulen gängige Praxis. Ihr Ziel ist es, Streits und
Konflikte zwischen Schülern und Schülern und Lehrern zu schlichten und zu lösen. Denn der Schulalltag kann
schon durch sogenannte Bagatellkonflikte empfindlich gestört werden.
Mit Mediation vermitteln Schüler/innen, die dazu besonders ausgebildet werden („Konfliktlotse“, „Peace-
maker“), in Streit- und Konfliktfällen zwischen Schüler/innen. Vorher muss geklärt werden, ob beide Konflikt­
parteien dem Verfahren zustimmen. Nur dann kann es stattfinden.
Schülermediator/innen sind allparteilich, d. h., sie versuchen jede Konfliktpartei zu verstehen. Sie verfolgen
nicht das Ziel, die Schuldfrage zu klären, sondern suchen nach einer Lösung, mit der beide Seiten einverstan­
den sind. Am Ende des Streits soll also im Idealfall eine Win-win-Situation stehen, bei der die Interessen beider
Seiten so weit wie möglich berücksichtigt werden.
Mediationen an Schulen können nicht nur bei Konflikten zwischen Schülern, sondern auch zwischen Schülern
und Lehrern oder zwischen Lehrern und Lehrern zum Einsatz kommen. Immer wenn Mediationen stattfinden,
können alle Beteiligten lernen, auf konstruktive Weise Konfliktlösungen zu finden.

94
15
Sport und Spaß
„Das kann ich“: Freizeitaktivitäten sind Thema dieser Einheit. Zunächst geht es um Extremsportarten. Die S
beschreiben verschiedene Sportarten und sprechen darüber. Sie hören dann ein Interview
mit einem Extremsportler und machen selbst Partnerinterviews. Sie äußern anschließend
ihre Meinung über Extremsport und schreiben und spielen einen Überzeugungsdialog. Sie
hören ein Interview mit der Trainerin der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen
und sprechen über Männer- und Frauensport. Anschließend geht es um die Freizeitaktivi­
täten von Jugendlichen. Die S werten eine Grafik zu Freizeitaktivitäten von deutschen
Neuntklässlern aus und sprechen über die Informationen in der Grafik.
Abschließend geht es um den Sonntag. Die S hören das Lied „Sonntag“ von der Gruppe
„Fettes Brot“ und sprechen über ihre eigenen Sonntagsaktivitäten.

Grammatik: zwei Pronomen als Ergänzungen (Stellung von Dativ- und Akkusativpronomen)

Wortschatz: •  Wortschatzarbeit zum Wort extrem


•  Begriffe im Wörterbuch nachschlagen und sich gegenseitig erklären

Lösungen zu 1:
1a extrem = etwas, was ganz stark vom Normalen abweicht, etwas, was bis an die
Grenzen geht und manchmal auch darüber hinaus.
Beispiele: e xtreme Temperaturen, extreme politische Ansichten, extreme
Gegensätze …

1b 1. Beim Bungeespringen hat man ein Gummiseil an den Füßen.


2. Funda nimmt an einem Kurs für Freeclimbing teil.
3. Beim Freeclimbing klettert man mit einem Sicherungsseil.
4. Beim Triathlon muss man zuerst 750 m schwimmen, dann 20 km Rad fahren und
am Ende noch 5 km laufen.
5. Tito hat nach jedem Training weniger Angst vor dem Wettbewerb.
6. Kanufahren ist gefährlich, auch wenn man eine gute Ausrüstung hat.

1e ihn – ihn

1f 1. Mein Bruder hat sie mir erklärt.


2. Mein Vater hat es mir geschenkt.
3. Ich habe es mir nicht so anstrengend vorgestellt.
4. Hassans Bruder hat es ihm gezeigt.

TIPP zu 1f Mit der Kopiervorlage KV19 auf S. 152 können Sie die Stellung der Pronomen weiter
üben und festigen.

TIPP zu 1 Viele Extremsportarten kommen aus den USA. Man benutzt im Deutschen deshalb
häufig die englischen Begriffe.

Free Climbing [ˈfriːkla͜imɪŋ]


Bungee-Springen [ˈbʌndʒiʃprɪŋən]

95
15 | Sport und Spaß

Lösung zu 2a:
1. Vor fünf Jahren hat er während eines Campingurlaubs Leute kennen gelernt, die
diesen Sport ausübten.
2. Ein Sport ohne technische Hilfsmittel; Kampf mit dem eigenen Körper; direkter
Kontakt mit dem Berg / der Natur; ein Gefühl von Freiheit und Glück.
3. Nur in den Semesterferien im Sommer.
4. Ja, der Sport ist gefährlich, man muss gut aufpassen. Bis heute noch keine Verletzungen.

Transkription zu 2:
Georgio, du machst Freeclimbing. Wie bist du zu dieser Sportart gekommen: Freunde,
Schule …?
Vor fünf Jahren war ich mit meinen Eltern in den Alpen auf einem Campingplatz, und
da habe ich Leute kennengelernt, die Freeclimbing gemacht haben. Die waren total
cool, das wollte ich auch ausprobieren.
Was findest du am Freeclimbing besonders interessant?
Ich mag die Berge, die Natur und hatte auch schon mal ein bisschen Bergsteigen
gemacht. Aber Freeclimbing ist etwas ganz anderes, da hat man keine technischen
Hilfsmittel, das ist ganz direkt, nur der eigene Körper, mit dem kämpft man. Dann
fühle ich mich ganz frei, ganz direkt in Kontakt mit der Natur, nur der Berg und ich,
das finde ich fantastisch. Ich will ausprobieren, was ich kann und immer noch ein
bisschen weitergehen. Dann bekommt man dieses Gefühl von Freiheit, von Glück.
Wie häufig machst du das?
Leider nur in den Ferien im Sommer. Aber ich muss mich das ganze Jahr darauf vor­
bereiten, denn man braucht viel Kraft und Kondition.
Ist das nicht gefährlich? Hast du dich schon mal verletzt?
Na ja ganz ungefährlich ist das natürlich nicht. Das ist ja auch ein Teil vom Reiz. Aber
wenn man aufpasst, dann passiert nicht viel. Ich habe mich noch nie wirklich verletzt.
Man muss sich eben selbst gut kennen. Wenn man müde oder unkonzentriert ist, darf
man nicht klettern. Das ist gefährlich. Aber im Straßenverkehr passieren auch viele
Unfälle, soll ich deshalb nicht mehr auf die Straße gehen?

Lösung zu 3b:
Mädchen: Motorradspringen in einer besonderen Sporthalle.
Junge: Verrückte Idee, er findet das total gefährlich.

Transkription zu 3:
Weißt du, was ich gesehen habe? Es gibt ein tolles Angebot für die Ferien:
Motorradspringen.
Was ist das denn?
Da fährt man Motorrad, natürlich nicht auf der Straße, sondern in einer Halle oder
im Gelände, in einer speziellen Sporthalle und springt damit auch.
Du bist ja verrückt, warum willst du das denn machen? Das ist doch total gefährlich.

TIPP zu 3 Der Dialog bietet eine gute Möglichkeit, an der Aussprache der S zu arbeiten. Lassen Sie
die S zunächst in Partnerarbeit kleine Dialoge schreiben, und üben Sie dann einzelne
schwierige Wörter mit ihrer Aussprache. Den Dialog sollten die S dann nicht ablesen,
sondern möglichst frei und mit ausdrucksstarker Intonation spielen. Meistens geht das
besser, wenn die S nicht am Platz sitzen bleiben, sondern aufstehen und mit dem gan­
zen Körper spielen.

96
15

Lösungen zu 4:
4b Mögliche Antworten:
– Sie hat immer ihren älteren Bruder zum Fußballspielen begleitet. Wurde von den
Jungen als Mitspielerin akzeptiert. Konnte so ihr Selbstwertgefühl stärken.
– Man sollte eigentlich Männer- und Frauenfußball nicht miteinander vergleichen,
jeder hat seine eigene Geschichte und eigenen Bedingungen. Die größten Unter­
schiede in Athletik und Mannschaftsführung.
– Viel Überzeugungskraft und Leidenschaft zeigen, den Eltern deutlich machen,
dass Fußball Werte wie Toleranz und Respekt gegenüber anderen fördern kann.
Dass Eltern sie zu den Spielen begleiten.
– Viele Titel für die Frauen-Nationalmannschaft; Gesundheit; dass die Männer
Europa- und Weltmeister werden.

4c 1. diskriminiert
2. Torpfosten
3. Athletik, Mannschaftsführung
4. Technik, Taktik, Systeme
5. Werbeverträge

TIPP zu 4 Dieses Originalinterview mit der deutschen Nationaltrainerin der Frauen ist nicht ganz
einfach zu verstehen. Bearbeiten Sie deshalb als Vorbereitung intensiv die Wortschatz­
aufgabe 4a. Lassen Sie die S die Wörter sich gegenseitig erklären und Sätze damit bilden.
Eine weitere Hilfe bietet die zweite Kopiervorlage KV20 auf S. 153, mit deren Hilfe
die S acht wichtige Verben lernen üben können.

Transkription zu 4:
Interviewerin: Frau Jones, Sie sind eine der berühmtesten Fußballerinnen Deutschlands
und sogar der Welt und Sie gehören zur ersten Generation der Profi-Fuß­
ballerinnen, und Sie waren dreimal Europameisterin, einmal Weltmeisterin
und sind jetzt die Trainerin von der Deutschen Nationalmannschaft. Was
hat Sie zum Fußball gebracht?
Jones: Mich hat zum Fußball mein älterer Bruder gebracht, würde ich sagen, der
drei Jahre älter ist, der auch zu der damaligen Zeit schon ein sehr begeis­
terter Fußballer war, und ich dann sowieso immer mit musste. Es ist ja so,
dass der Ältere auf die Jüngere aufpasst oder andersrum, die Ältere auf
den Jüngeren, und so kam es dann, dass ich mitgegangen bin, da war ich
dann erst der Torpfosten, wenn die gespielt haben, dann durfte ich ins Tor
und als man dann festgestellt hat, dass ich gar nicht so schlecht bin, da
war ich gerade mal vier, da durfte ich dann auch mitspielen. Und dann kam
es auch so, dass ich durch meine Freunde einfach, – die alle in einem Fuß­
ballverein waren, und ich hatte eigentlich nur Jungen als Freunde und eine
beste Freundin, – dann ergab sich das einfach, dass man dann mitgeht,
und da muss ich dann sagen, dass sich da auch die Wertigkeit des Mann­
schaftssports irgendwo gezeigt hat, dass man unwahrscheinlich viel Selbst­
vertrauen gewinnen kann, dass man Integration lebt, jetzt bin ich auch als
Mischlingskind immer mal wieder diskriminiert worden und habe dann
eben durch den Fußball erfahren, dass andere für mich einstehen, dass
mein Selbstwertgefühl wächst, dass ich einfach merke, dass es keinen Un­
terschied macht, wo man herkommt, wie man aussieht, wenn man in einem
Team spielt und das war, glaube ich, so der Beginn und auch der Einstieg.

97
15 | Sport und Spaß

Interviewerin: Gut. Die Bedeutung von Männerfußball und Frauenfußball ist ja immer
noch unterschiedlich, das zeigen einmal die Einschaltzahlen beim Fern­
sehen bei Fernsehübertragungen, das zeigen sicher auch die Honorare von
den Spielern bzw. Spielerinnen. Glauben Sie, dass es einmal keine Unter­
schiede mehr geben wird in der Zukunft, wie es z. B. ja beim Tennis der
Fall ist.
Jones: Ich bin der Meinung, dass man Frauenfußball und Männerfußball nicht
miteinander vergleichen sollte und auch alle anderen Sportarten nicht. Es
ist ganz, ganz wichtig, dass wir für uns immer schauen müssen, wie hat
sich der Frauenfußball entwickelt, wir waren gerade bei der Geschichte,
wie haben wir angefangen, wo kommen wir her und wir haben eine ganz
großartige Entwicklung genommen, in den Möglichkeiten, die dem Frauen­
fußball sich bieten. Also nicht gemessen an den Männern, die haben ganz
andere Rahmenbedingungen, die haben ganz andere Dimensionen, Ver­
hältnisse, die haben ganz viel Geld, die haben Werbeverträge, die haben
Fernsehen, die haben volle Stadien, und im Frauenfußball ist das nicht
immer so und ist auch nicht diese Größenordnung. Also der einzige Unter­
schied vom Frauenfußball zum Männerfußball ist wirklich die Kraft, die
Athletik, das ist klar, aber alles andere, Technik, Taktik, Systeme, das ist
eigentlich gleich, also da gibt es keine Unterschiede, wenn man das sieht.
Wo es vielleicht noch einen Unterschied gibt, ist in der Mannschaftsfüh­
rung, also wie man mit einer Frauenmannschaft umgeht, und wie man
vielleicht mit einer Herrenmannschaft umgeht, da mag es Unterschiede
geben, aber das ist glaube ich auch vielleicht jedem Vater oder jedem
Elternteil klar, dass er vielleicht mit seinem Jungen anders umgeht wie mit
den Mädchen.
Interviewerin: Nun gibt es ja Mädchen, die Fußball spielen wollen, aber die Eltern sind
nicht so dafür. Was raten Sie solch einem Mädchen?
Jones: Meine Mutter wollte auch nicht, dass ich Fußball spiele, und hat dann ge­
sagt, ich soll Tennis spielen oder so, und dann war es für mich erstmal
schwierig, meine Mutter davon zu überzeugen, dass der Fußball mir ein­
fach sehr viel gibt und dass ich einfach sehr viel Stärke dadurch gewinne,
dass ich dann auch mich anderen Herausforderungen gestellt habe, und
auch Werte wie Respekt oder Fair Play, Toleranz gegenüber anderen, das
ist etwas, was sie gespürt hat, wo sie gemerkt hat, dass mein Wunsch und
meine Leidenschaft so groß ist für den Fußball, dass sie das dann zuge­
lassen hat und als sie dann mitgegangen ist und mal erlebt hat, was dann
so alles passiert, dann war sie bereit. Also, es ist schon schön, wenn man
seine Eltern dazu bewegen kann, dem Fußball eine Chance zu geben und
mir die Chance zu geben, mich persönlich zu entwickeln, weil es mein
Wunsch ist. Und das kostet manchmal Überzeugungskraft, aber das kriegt
man schon hin, wenn man mit ganz viel Leidenschaft und ganz viel Herz­
blut das möchte.
Interviewerin: Spielen Sie heute noch Fußball?
Jones: Selten, denn ich bin ja jetzt doch auch schon über 40, und das heißt, ich
bin zwar schon auf dem Trainingsplatz, klar, weil ich die Trainingseinheiten
leite, aber komme jetzt wirklich ganz selten dazu, selbst noch zu spielen,
sondern eher joggen gehen, also Sport machen ist mir ganz, ganz wichtig,
aber zum Fußballspielen komme ich leider nicht mehr so oft.
Interviewerin: Wenn Sie zwei, drei sportliche Wünsche frei hätten, was würden Sie sich
wünschen?

98
15

Jones: Wenn ich zwei, drei sportliche Wünsche frei hätte, dann ist das, klar, als
Bundestrainerin, dass man sich wünscht, dass die Mannschaft Erfolg hat,
dass sie Titel gewinnt, das sollen nicht aber nur drei Titel werden, sondern
grundsätzlich würde ich mir das wünschen für alle Mannschaften und
neben den sportlichen Wünschen ist natürlich auch die Gesundheit ganz,
ganz wichtig, dass ich das viele, viele Jahre hoffentlich wirklich genießen
darf in meiner Funktion als Bundestrainerin, ja und unsere Männer dürfen
auch gerne wieder Europameister oder Weltmeister werden, da würde ich
mich auch drüber freuen.

Lösungen zu 5:
5b Wer hat an der Umfrage teilgenommen? – Insgesamt 44  610 15jährige deutsche
Jugendliche, Neuntklässler
Was waren die Fragen? – Was machen die Neuntklässler in ihrer Freizeit?
Wer hat die Umfrage gemacht? – KF (Kriminologisches Forschungsinstitut)

5c Beispiele:
Die Grafik zeigt, dass Jungen pro Tag 109 Minuten Sport treiben.
Wie man in der Grafik sieht, verbringen Jungen / Mädchen die meiste Zeit mit
Fernsehen / Video / DVD.
Am wenigsten Zeit haben sie für den Einsatz für Umwelt / Politik / Soziales.
Jungen spielen mehr Computerspiele als Mädchen. Jungen chatten weniger im
Internet als Mädchen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Unterschied bei den Computerspielen so groß ist.

Lösung zu 6b: 1 + h, 2 + f, 3 + c, 4 + g, 5 + e, 6 + b, 7 + d, 8 + a

TIPP zu 6 Wenn Sie das Thema „Sonntag“ vertiefen möchten, können Sie den landeskundlichen
Informationstext über die Ladenöffnungszeiten in Deutschland und die Aussagen von
Jugendlichen aus dem Arbeitsbuch (S. 74) im Unterricht behandeln.

Daten zum Sport in Deutschland

In den 16 Landessportbünden (LSB = Organisation auf der Ebene eines jeden Bundeslandes, die sportliche
Aktivitäten organisiert und Sportkurse anbietet) waren (2015) in 90 240 Vereinen 23 711 881 Menschen Mit­
glied. Mehr als 14,2 Millionen von ihnen waren Männer und 9,5 Millionen Frauen. Das bedeutet, dass 29,2 %
aller Deutschen in Sportvereinen organisiert sind. Betrachtet man Männer und Frauen getrennt, sind 35,7 %
aller Männer und 22,9 % aller Frauen in Deutschland Mitglied von Sportvereinen.
Nach Alter und Geschlecht betrachtet ergibt sich folgendes Bild: Die 7–14jährigen Jungen sind zu 82,4 % in
Sportvereinen aktiv, die 15–18jährigen männlichen Jugendlichen zu 66,9 %. Bei den Mädchen gehören
7–14Jährige mit 61,79 % Sportvereinen an und 15–18jährige Jugendliche mit 46,9 %.
Die 15 beliebtesten Sportarten bei Kindern von 7 bis 14 Jahren sind Fußball, Turnen, Schwimmen, Tennis,
Leichtathletik, Kampfsport (Judo, Ringen, Taekwondo, Jiu-Jutsu, Karate), Handball, Reiten, Tischtennis,
Volleyball, Basketball, Tanzen, Badminton, Hockey und Golf.
In einem Sportverband ist in Deutschland nur eine Sportart vertreten. Die drei Verbände mit den meisten
Mitgliedern sind:
• der Deutsche Fußball-Bund mit knapp 6,9 Millionen Mitgliedern
• der Deutsche Turner-Bund mit rund 5 Millionen Mitgliedern
• der Deutsche Tennis Bund mit etwas mehr als 1,4 Millionen Mitgliedern.
Quelle: Deutscher Olympischer Sportbund e. V.

99
16
Mitmachen
„Das kann ich“: Die Schülermitverwaltung, also die Mitbestimmung bei wichtigen Fragen des Schullebens,
ist ein Thema, das an den Schulen in Deutschland unterschiedlich stark ausgeprägt ist und
auch vonseiten der S auf unterschiedlich großes Interesse stößt. Sie S lernen in dieser
Einheit kennen, wie die Schülermitbestimmung in deutschen Schulen funktionieren kann.
Sie lesen Informationen auf einer Schulhomepage, hören ein Radiointerview mit einer
Schülervertreterin und einem Schülervertreter. Sie sprechen mithilfe der Infinitivstruktur
um … zu über Ziele von Handlungen und vergleichen die Situation mit der in ihrem Hei­
matland. Sie lesen einen Text über die Forderung der Partei Bündnis 90 / Die Grünen nach
einem Wahlrecht für Jugendliche, hören die Meinung von vier Jugendlichen zu dem
Thema und schreiben nach einem Modell einen kleinen Text, in dem sie ihre eigene Mei­
nung zum Thema „Wahlrecht für Jugendliche“ begründen.
Im abschließenden Projekt bereiten Sie entweder Fragen für ein spielerisches Quiz über die
drei deutschsprachigen Länder vor oder die S erarbeiten einen kleinen Vortrag über einige
Elemente der politischen Struktur eines ausgewählten Landes oder Bundeslandes.

Grammatik: •  Nebensätze mit um … zu

Wortschatz: •  sich gegenseitig Wörter erklären

TIPP zu 1 Es gibt verschiedene Möglichkeiten im Deutschen, die männliche und weibliche Form zu
nennen. Man nennt beide Formen und trennt sie durch einen Schrägstrich: der Klassen­
sprecher / die Klassensprecherin. Eine platzsparende Variante ist die Sternchenform: die
Schüler*innen (= die Schüler und die Schülerinnen).

Lösungen zu 2:
2a C – D – B –A
2b 1 – e, 2 – c, 3 – b, 4 – a, 5 – d

Transkription zu 2:
… das waren die Nachrichten (Erkennungsmelodie der Sendung)
Interviewer: Radio Total „aus Schule und Ausbildung“. Heute im Studio: Hanna und
Ahmed von der der Friedrich-Ebert-Schule. Die beiden sind Schülersprecher
und wollen uns etwas über ihre Arbeit erzählen. – Ihr seid sehr aktiv in der
Schule. Was macht ihr denn als Schülersprecher?
Schülerin: Im Schulgesetz steht, wir sollen die Wünsche und Interessen der Schülerin­
nen und Schüler vertreten, und zwar die fachlichen, sportlichen, kulturellen,
sozialen und politischen Interessen der Schüler.
Interviewer: Und was kann man sich darunter konkret vorstellen?
Schülerin: Die SMV macht zum Beispiel eine Schülerzeitung. Wir wollen, dass alle
Schüler und Schülerinnen informiert sind.
Schüler: Im letzten Jahr hatten wir auch ein besonderes Event. Wir haben auf unserem
Schulfest einen Poetry-Slam veranstaltet. Es gab auf dem Schulfest vorher
nur Veranstaltungen für kleinere Kinder und wir älteren Schüler wollten auch
Spaß haben. Das war super, wir hatten mehr als zweihundert Zuschauer.

100
16

Interviewer: Haben die Lehrer euch gesagt, dass ihr das organisieren sollt?
Schülerin: Nein, die Lehrer dürfen der Schülervertretung nicht sagen, was sie tun soll.
Wir entscheiden selbst, was wir machen wollen. Natürlich reden wir mit den
Verbindungslehrern drüber. Sie helfen uns und manchmal helfen auch Eltern,
aber es ist unsere Entscheidung, was wir machen und was wir nicht machen
wollen. Das finde ich auch gut so.
Interviewer: Könnt ihr auch beim Unterricht mitbestimmen?
Schüler: Nicht direkt, aber wenn Schüler zu uns kommen und sagen, dass sie den
Unterricht bei einer Lehrerin nicht verstehen, dann können wir mit ihr spre­
chen. Im letzten Jahr hatten wir z. B. eine neue Chemielehrerin und viele
Schüler haben sie nicht verstanden. Sie dachte, die Schüler wären faul. Na
ja, das war auch nicht ganz falsch (lacht). Aber das eigentliche Problem war,
dass im Jahr zuvor viel Chemieunterricht ausgefallen war, weil ein Lehrer
krank war. Deshalb haben einige Schüler den neuen Stoff schlecht verstan­
den. Die waren dann frustriert und hatten dann keine Lust mehr. Wir konn­
ten dann eine Lösung finden. Aber das klappt nicht immer. Manchmal gibt
es auch Ärger.
Interviewer: Erzählt uns doch noch ein bisschen von euren Plänen für die Zukunft der
SMV.
Schüler: Wir wollen Schülerpatenschaften aufbauen und wir haben angefangen,
Nachhilfe in Deutsch zu organisieren.
Interviewer: Für wen?
Schüler: Wir haben viele ausländische Schüler, die noch nicht so gut Deutsch sprechen.
Wir wollen ein System mit Paten machen. Jeder neue Schüler bekommt einen
Paten oder eine Patin. Die helfen dem neuen Schüler, sie zeigen die Schule.
Sie erklären, wie hier alles funktioniert und sie helfen auch bei den Hausauf­
gaben. Oft sind die neuen Schüler zum Beispiel super in Mathe oder so, aber
sie können nicht so viel Deutsch und verstehen deshalb die Aufgaben nicht.
Interviewer: Interessantes Projekt! Gibt es denn auch Probleme in der SMV?
Schülerin: Ich finde es schade, dass sich viele Schüler nicht wirklich für die Arbeit in der
SMV interessieren. Sie sagen vielleicht, ja, es ist gut, was ihr macht, aber
wenn man sagt, dann mach doch mit, sei aktiv, dann haben sie keine Lust.
Schüler: Sie sagen, dass sie keine Zeit haben. Aber das ist Quatsch, sie gehen ja auch
ins Kino, treffen sich mit Freunden und so. Ich kann das überhaupt nicht
verstehen. Ich habe so viele Ideen und es macht Spaß, diese Ideen zu
verwirklichen.
Interviewer: Na, vielleicht geht ihr beiden ja später mal in die Politik. Ich wünsche euch
weiter viel Spaß und Erfolg bei eurer Arbeit!

TIPP zu 2 Ein Verbindungslehrer / Eine Verbindungslehrerin, an manchen Schulen heißen sie auch
Vertrauenslehrer / Vertrauenslehrerin, werden vom Schülerrat gewählt. Sie unterstüt­
zen und beraten die SMV und vermitteln in Konfliktsituationen.

Lösung zu 3a:
Beispiele:
2. Der Schülersprecher engagiert sich, um die Interessen der Schülerinnen und Schüler
zu vertreten.
3. Ich spreche mit den Lehrern, um Probleme der Mitschüler und Mitschülerinnen zu
lösen.

101
16 | Mitmachen

TIPP zu 3 Achten Sie darauf, dass die S den um-zu-Nebensatz nicht mit dem einfachen Infinitiv
mit zu verwechseln. Der um-zu-Satz drückt immer den Zweck, das Ziel eines Handelns
aus. Der einfache Infinitiv mit zu dagegen hat diese Bedeutung nicht. Er wird – quasi
automatisch – von bestimmten Verben (anfangen …) oder bestimmten Ausdrücken (es
ist wichtig, …) ausgelöst.

Lösungen zu 5:
5a Grüne: Jugend mehr in die Politik einbeziehen

5b 1 – nein, 2 – ja, 3 – ja, 4 – nein

5c Ivo – dafür, sieht aber Probleme, Anna-Lena – dagegen, Felicitas – dafür,


Hüsein – dagegen

5d Ivoda: dafür; aber: es fehlen Informationen; er hält manche mit 16 für noch
nicht vernünftig genug
Anna-Lena: dagegen; weil Jugendliche mit 16 Jahren keine Ahnung von Politik haben
Felicitas: dafür; Kinder haben genauso viel Ahnung wie viele Erwachsenen
Hüsein: dagegen; Jugendliche würden wie Eltern wählen / vielleicht auch rechte
Parteien wählen

Transkription zu 5:
1 Ivo Ballhaus (15) aus Essen
Ich würde schon wählen gehen, aber ich bin nicht genug informiert. Das Wahlalter
senken? Klar, aber es muss eine Grenze geben. Wählen ab 16 wäre vernünftig, aber
bei manchen schon ein Problem.

2 Anna-Lena Scheller (17) aus Hessen


Ich halte nichts vom Wahlalter ab 16 und schon gar nicht ab 0! Leute in meinem Alter
haben doch keine Ahnung von Politik. Zwar würde ich selber wählen gehen, aber viele
sind mit 16 Jahren noch nicht erwachsen genug zum Wählen. Je älter man ist, desto
reifer ist man.

3 Felicitas Riester (22) aus Baden-Württemberg


Ich bin für das Wahlalter ab 12! Das Argument, dass die Kinder zu wenig wissen, halte
ich für Unsinn. Das heißt, es stimmt vielleicht, aber das ist doch bei den Erwachsenen
genauso. Wer hat den schon wirklich eine Ahnung, was er oder sie am Wahltag macht.

4 Hüsein Yanarsönmez (16) aus Brandenburg


Ich bin dagegen. Unter 18 hat man doch noch keine Erfahrungen mit den Parteien
und rechts und links und so was. Viele Jugendliche, die ich kenne, würden wählen,
was ihre Eltern wählen oder, noch schlimmer, die rechten Parteien.

TIPP zu 6 In Einheit 13 waren die Rollen in einer Diskussion ausführlicher eingeführt worden. Er­
innern Sie die S an ihre Aufgaben in der Vorbereitungsphase, wie sie auf S. 77 beschrie­
ben sind.

Lösung zu Projektvorschlag A: 1 – c, 2 – a, 3 – b

102
16

Schülermitverantwortung (SMV)

Die Schülermitverantwortung (SMV), oft auch Schülervertretung (SV) oder Schülerverwaltung genannt, ist
eine Vertretung der Interessen der Schüler an weiterführenden Schulen in Deutschland.

Geschichte der Schülermitverantwortung


Als um die Jahrhundertwende überall neue Schulen gegründet wurden, die eine neue fortschrittliche Pädago­
gik propagierten, kamen auch neue Gedanken zur Beteiligung der Schüler im Schulalltag auf. In der Weimarer
Republik (1918–1933) forderten Reformpädagogen sogar eine weitreichende Schülerselbstverwaltung. In der
Zeit des Nationalsozialismus waren eigenständige Organisationsformen von Schülern verboten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden ab 1945 in den westlichen Besatzungszonen Schülervertretungen zuge­
lassen, während auf dem Gebiet der künftigen DDR Schülerselbstverwaltungen (SSV) existierten. 1968/69
wurden die Schülervertretungen durch die Kultusministerkonferenz zu einer anerkannten Institution an allen
öffentlichen Schulen in der Bundesrepublik Deutschland.
Das föderale deutsche Schulsystem hat zur Folge, dass die Rechte und Pflichten der SMV in den Bundeslän­
dern sehr unterschiedlich sind: In manchen Ländern sind Schülervertretungen gesetzlich verankert, in anderen
schulautonom organisiert.

Schülervertreter – Herausforderung und Chance


Als SMV-Mitglied muss man bereit sein, Zeit zu investieren, für andere einzutreten, Gegenargumente zu dis­
kutieren und innovative, kreative Ideen zu entwickeln. Mitglied in der Schülermitverantwortung kann werden,
wer von der gesamten Schülerschaft – meistens über die Klassensprecherversammlung – gewählt wird. Die
SMV wirkt als Vertretung der Schüler an der Gestaltung der Schule, des Schulalltags und des Schulwesens mit.
Die Schulleitung muss jedoch den nötigen Spielraum dazu geben und z. B. Vorschläge der SMV unvoreinge­
nommen prüfen.
Die SMV kümmert sich einerseits um die konkreten Sorgen und Nöte von Schülern, sie beteiligt sich aber
andererseits auch an Aktionen oder Feiern, die für den Schulalltag wichtig sind, z. B. an Konzerten und Sport­
festen. Sie können dazu auch Arbeitsgruppen bilden, in die alle Schüler gewählt werden können. Unterstüt­
zung erhalten die Arbeitsgruppen meistens durch eine Lehrkraft.
Die SMV hat das Recht, von der Schulleitung Information zu allen Angelegenheiten zu bekommen, die sie be­
treffen. Die SMV übermittelt auch Anregungen und Wünsche der Schüler an die Lehrer und die Schulleitung
und hilft bei der Lösung von Konfliktfällen mit.

Von der einzelnen Schule bis zur Bundesebene


Die SMV’s der einzelnen Schulen können sich auch auf kommunaler Ebene und auf der Ebene der Bundes­
länder als Landesschülervertretungen organisieren. Seit 2004 existiert eine Bundesschülerkonferenz, an der
aber nur ungefähr die Hälfte aller Landesschülervertretungen teilnehmen.

Interessante Links:
Über den Landesschülerrat in Bayern kann man Interessantes erfahren unter
https://www.km.bayern.de/schueler/schule-und-mehr/smv.html.

Mehr Infos über die Bundesschülerkonferenz gibt es unter http://lsvsaarland.de/bundesschulkonferenz.

(alle Links dieses Infokastens abgerufen am 12.12.2016)

103
Strategietraining 4
Die Trainingseinheiten sind nicht in die Progression des Lehrwerks eingebunden.
Sie nehmen häufig die Themen der vier vorangehenden Einheiten auf, können aber
auch ganz unabhängig eingesetzt werden.
Das Schülerbuch und das Arbeitsbuch sind im Training nicht aneinander gekoppelt.
Das Schülerbuch besteht immer aus fünf Teilen: prüfungsorientierten Aufgaben,
einer Übung zum Sprechtraining, der Erarbeitung einer Strategie zur Arbeit mit Texten,
einem literarischen Text und Aufgaben zum Videoclip.
Das Arbeitsbuch wiederholt Phonetik, Wortschatz und Strukturen.

TIPP zu 1 Diese Aufgabe bereitet auf den Teil 1 der mündlichen Prüfung des Zertifikats Deutsch
als Fremdsprache vor.

Lösung zu 2: 1 – G, 2 – A, 3 – E, 4 – C

Transkription zu 2:
1
… Hier konnte ich verschiedene Tätigkeiten ausüben, die mir einen Einblick in die Arbeit
von einem Museum gegeben haben. Diese Tätigkeiten reichten von handwerklichen
Aufgaben wie dem Ausräumen von Kartons, dem Transport von Bildern bis zu kreativen
Arbeiten wie Fotografieren von Ausstellungen.

2
Ich habe in verschiedenen Abteilungen der Zeitung gearbeitet. Ich musste Zeitungsartikel
ausschneiden und nach Themen sortieren. Aber ich durfte auch an einigen Tagen mit ei­
nem Reporter mitfahren. In meiner letzten Woche machte ich sogar eine eigene Recher­
che über ein Projekt in einem Jugendzentrum und die Zeitung hat meinen Artikel auch
gedruckt.

3
Ich habe mich schon immer für handwerkliche Tätigkeiten interessiert. Die Arbeit als
Elektrikerin fand ich am Anfang ziemlich langweilig, weil ich eigentlich nur das Werkzeug
tragen und sauber machen durfte. Aber nach und nach habe ich dann einige einfache
Tätigkeiten gelernt und konnte sie dann auch selbstständig machen.

4
Ich liebe Pflanzen und Blumen. Deshalb war ich sehr glücklich, dass ich mein Praktikum
in einer Gärtnerei machen konnte. Obwohl die Arbeit körperlich anstrengend war, hat sie
mir viel Spaß gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich eine Ausbildung im Bereich
Landwirtschaft mache, aber vermutlich werde ich doch das Abitur machen und dann
vielleicht Gartenbau an der Universität studieren.

TIPP zu 2 Auf der Kopiervorlage KV21 auf S. 154 finden Sie einen Antwortbogen, der ähnlich
wie in der Prüfung Deutsches Sprachdiplom, Stufe I, gestaltet ist.

Lösung zu 3: 1 – E, 2 – D, 3 – B, 4 – F

104
St r at e g i e t r a i n i n g 4  | S 4

Lösung zu 4a:
Überschrift: B Meinung: A / F / E
Hauptteil: D Schluss: C

Lösungen zu 5a+b:
DAS THEMA VON MEINER PRÄSENTATION T SIND ROBOTER T
ICH HABE SCHON VIELE FILME MIT ROBOTERN GESEHEN T
VIEL SPANNENDER T FINDE ICH ABER DIE ECHTEN ROBOTER T
DAMIT MEINE ICH JETZT NICHT DIE MASCHINEN T DIE EINGESETZT WERDEN T
UM DEN RASEN ZU MÄHEN T
DAS IST NICHT SCHLECHT T ABER ICH FINDE WIRKLICH INTERESSANT T WERDEN DIE ROBOTER T
WENN SIE SPRACHE VERSTEHEN KÖNNEN T UND AUSSEHEN WIE MENSCHEN T
ES GIBT ROBOTER T DIE KANN MAN RUFEN T UND DANN KOMMEN
SIE I SIE KÖNNEN BIS ZU 10 000 WÖRTER VERSTEHEN T

TIPP zu 5 Die S sollen hier nicht in erster Linie Punkte oder Kommas setzen. Hier geht es darum,
dass sie erkennen, dass die intonatorische Strukturierung mit Pausen und Betonungen
im Mündlichen eine große Hilfe zum Verstehen ist, ebenso wie die Punkte und Kommas
im Schriftlichen.

Lösungen zum Video:


2 Beim Sehen
b Phase 1: das Gespräch beginnen
Phase 2: sich mitteilen
Phase 3: nur der Anfang
Phase 4: Problemlösung

c  Tobi war spät dran und hatte deswegen schon Streit mit seiner Mutter.
Tobi war glücklich mit seinem neuen Fahrrad.
Er wollte eine coole Vollbremsung vor seinen Freunden machen, aber das hat nicht
geklappt.
Er musste zwei neue Ventile kaufen.
Lilli war sauer, weil der Füller, den ihre Mutter ihr geschenkt hatte, kaputt war.
Lilli war nicht sauer auf Tobi, sondern wütend wegen der Situation.

Video-Transkription:
Lilli: Ich fand die Matheschulaufgabe total schwer.
Max: Ich auch.
Julius: Ich nicht. Ich fand die echt nicht so schwer, also …
Lilli: Doch.
Julius: Nein.
Max: Also am schwersten fand ich die fünfte.
Lilli: Ja, die hab ich gar nicht …
Lilli: Hey, spinnst du?
Tobi: Was kann ich dafür, wenn du da so dumm im Weg rumstehst.
Lilli: Schau mal, was du angerichtet hast! Meine ganzen Sachen liegen am Boden!
Und, oh nein! Mein Füller ist kaputt!
Tobi: Was kann ich dafür, wenn du dein Zeug auf dem Arm trägst. Max hilft dir
bestimmt beim Aufsammeln!

105
S 4  |  St r at e g i e t r a i n i n g 4

Max: Du spinnst wohl! Du entschuldigst dich jetzt bei Lilli und dann hebst du ihre
Sachen auf!
Tobi: Jetzt spiel du dich mal nicht so auf! Letzte Woche noch ganz schlecht drauf:
Mir geht’s irgendwie nicht so gut … Und jetzt der große Macho!
Max: Du miese kleine Ratte!
Tobi: Was?
Max: Du miese kleine Ratte hab ich gesagt. Und jetzt hau ab, sonst …
Tobi: Sonst, was sonst? Was willst du, he?
Lilli: Hey, hey, hey!
Julius: Jetzt beruhigt euch doch mal! Was ist denn mit euch los?
Tobi: Der spielt sich in letzter Zeit immer so auf, das ist echt nicht zum Aushalten.
Max: Halt deine Klappe und hau einfach ab!
Tobi: Reg dich ab!
Lilli: Was war das denn?
Max: So ein Idiot!
Julius: Der ist aber echt komisch drauf.
Lilli: Der Füller war ganz neu. So ein Mist!
Max: Vielleicht solltest du deine Sachen doch in eine Schultasche packen?
Lilli: Fängst du jetzt auch noch damit an! Lass mich bloß in Ruhe!
Julius: Jetzt warte doch! Das hat er nicht so gemeint!
Max: Dieser Idiot!

Mediatorin: Schön, dass ihr alle da seid! Also, zunächst ist es wichtig, dass alles, was hier
besprochen wird, vertraulich bleibt. Das müssen wir verabreden. Das heißt,
alles, was wir hier besprechen, bleibt nur unter uns. Okay? Seid ihr damit
einverstanden?
Alle: Ja.
Mediatorin: Gut, dann könnt ihr ganz offen reden. Eine Bitte noch: Jeder lässt den
anderen aussprechen. Gut. Wer möchte denn anfangen, mir zu erzählen,
was passiert ist?
Tobi: Ladies first!
Lilli: Also, wir standen ganz friedlich morgens vor der Schule und habe geredet.
Da kam plötzlich Tobi wie bescheuert angerast und fährt mich fast um.
Tobi: Das stimmt so überhaupt nicht!
Mediatorin: Bitte, lass Lilli erst mal ausreden, hör ihr zu. Du bekommst dann auch noch
deine Zeit.
Lilli:  Meine ganzen Sachen lagen am Boden und mein Füller war kaputt. Ich war
total sauer, habe aber noch versucht, ruhig zu bleiben. Dann macht Tobi
mich auch noch blöd an, dass ich im Weg stehe und meine Sachen nicht auf
dem Arm halten soll und so. Er hat mir nicht mal beim Aufheben geholfen.
Dann hat er auch noch Max beleidigt und am Ende haben wir alle gestritten.
Ich weiß auch nicht genau warum.

Mediatorin: Danke Lilli. Tobi, möchtest du jetzt erzählen?


Tobi: Okay. Ich war echt schon spät dran und hatte deswegen auch schon Streit
mit meiner Mutter und bin deswegen vielleicht ein bisschen zu schnell auf
den Schulhof geradelt. Ich war so glücklich wegen meinem neuen Fahrrad!
Aber die standen mitten auf der Straße und dann hab ich Lilli leicht berührt.
Sie ist dann gleich ausgerastet und hat alles fallen lassen und jetzt bin ich
auch noch Schuld, dass ihr Füller kaputt ist! Vielleicht war er ja schon vorher
kaputt.

106
St r at e g i e t r a i n i n g 4  | S 4

Lilli: Ja klar, weil ich extra lüge!


Tobi: Naja, und dann hat sich Max auch noch so aufgespielt. Und plötzlich waren
alle gegen mich. Das fand ich halt einfach gemein. Und ich bin mir sicher,
dass die beiden auch noch meine Ventile abgeschraubt haben. Ich musste
zwei neue Ventile kaufen.
Lilli: Ich hab dir doch schon gesagt, dass wir das nicht waren!
Mediatorin: Danke, Tobi. Max, erzählst du mir jetzt noch deine Perspektive?
Max: Ich war eigentlich nur am Rande beteiligt. Und plötzlich ist Lilli fast hinge­
fallen und all ihre Sachen lagen am Boden. Und als Tobi sie dann auch noch
blöd angeredet hat, bin ich eingeschritten. Wir hätten uns fast geprügelt.
Und am Ende war Lilli auch noch gegen mich. Keine Ahnung warum.
Mediatorin: Okay, dann fangen wir mal damit an.
Also, wenn ich das richtig verstanden hab, hast du praktisch deine Sachen
verloren und …
Tobi: … ja genau, ich wollte eigentlich eine total coole Vollbremsung vor meinen
Freunden machen. Hat wohl nicht so funktioniert.
Lilli:  Ich war einfach sauer, weil mein neuer Füller kaputt war. Den hat mir meine
Mutter geschenkt.
Tobi: Das tut mir echt leid, den kann ich dir ersetzen!
Lilli: Nein, das passt schon. Ich hab’s meiner Mutter schon erzählt. Ich war nicht
sauer auf dich, ich war einfach wütend wegen der ganzen Situation. Sorry!
Schwamm drüber, okay?
Max: Für mich sehr okay! Und wir gehen lieber nochmal zusammen chillen, oder?
Tobi: Auf jeden Fall.
Max: Eine Sache gibt’s da noch … Ich weiß nicht, wie ich sagen soll, wird jetzt ein
bisschen peinlich! Ich hab deine Ventile abgeschraubt!
Tobi: Ach echt? Krass! Ich war ja auch nicht gerade nett zu dir. Du gibst mir ein­
fach fünf Euro für die Ventile und wir vergessen das, okay?
Mediatorin: Super! Ich bin richtig froh, dass ihr das jetzt ganz alleine gelöst habt! Gut.

Arbeitsbuch Training 1:
(Lösungen im Anhang)

Aussprache •  der Buchstabe s


trainieren •  Fremdwörter mit nicht deutscher Aussprache

Wortschatz •  die Verben können – wissen – kennen


trainieren •  die Wortfelder Freizeit und Hobbys, Feste

Strukturen •  Wörter und Texte – Lückentext


trainieren •  nicht oder kein …?
• Negationswörter
•  das Datum
• Wechselpräpositionen

107
17
Anders reisen
„Das kann ich“: Über Urlaub und Reisepläne zu sprechen, macht Spaß, auch wenn die Urlaubsplanung nur in
der Fantasie stattfindet. Die S lesen und verstehen kurze Texte über besondere, ungewöhn­
liche Urlaube und sprechen darüber. Sie lernen das Partizip I als Adjektiv (Attribut) kennen.
Sie wählen dann zwischen zwei Projektvorschlägen zum Thema „Reisen“ und stellen ihre
Ergebnisse in der Klasse vor. Anschließend lesen sie einen Reiseblog eines ausländi­schen
Jugendlichen, der Deutschland besucht. Der Blog ist z. T. als schriftlicher Text abgedruckt,
z. T. als Audioblog. Sie sprechen über den Blog, lernen drei Präpositionen mit Genitiv kennen,
kommentieren den Blog und schreiben anschließend einen Kommentar dazu oder schreiben
einen eigenen Reiseblogeintrag. Abschließend spielen die S Situationen auf Reisen.

Grammatik: •  Partizip I als Attribut


•  Präpositionen + Genitiv: während, außerhalb, innerhalb

TIPP Für das Thema „Reisen“ sind die lokalen Präpositionen wichtig (ans Meer, in die Berge …).
zur Einheit Bei Bedarf können Sie die Regel Wo?  Präposition + Dativ und Wohin?  Präposition +
„Anders Akkusativ kurz wiederholen. Schriftliche Wiederholungsübungen zu den Präpositionen
reisen“ finden Sie im Arbeitsbuch im Training 2, S. 40, Nr. 3b, und S. 43, Nr. 13, sowie im Trai­
ning 4, S. 83, Nr. 11. Auf der Kopiervorlage KV22 auf S. 155 finden Sie Lernkarten für
die Präpositionen. Die Wiederholung der bereits bekannten Präpositionen ist auch eine
gute Vorbereitung auf die Einführung der Präpositionen mit dem Genitiv.

Lösung zu 2a:
eine bleibende Erinnerung – die wandernden Schafhirten – mit blökenden Schafen und
bellenden Hunden – sterbende Tiere – in der faszinierenden Landschaft – eine prägende
Erfahrung (Mit den bellenden Hunden – Partizip + d + en)

Lösungen zu 3:
3a 1. Zuerst nach Hamburg, und danach in verschiedene Regionen von Deutschland
2. Er möchte vier Wochen in Deutschland bleiben.
3. Ins „Blaue“ (= ohne einen genauen Plan) losfahren – Interessantes von Deutsch­
land sehen und interessante Personen treffen.

3b A – Besuch im Zoo, u. a. im Aquarium; B – Keine Leute auf der Straße, alle Geschäfte
geschlossen, da Feiertag: Pfingstmontag; C – Anstelle von einem Regenschirm Plas­
tiktüte über dem Kopf, wegen ständigem Regen

Transkription zu 3b:
Teil 1
Tony: So, jetzt fange ich gleich mal an. Bin gerade aus dem Flugzeug ausgestie­
gen und stehe jetzt an der Passkontrolle.
Zollbeamter: Ihren Ausweis bitte.
Entschuldigung, können Sie mal einen Moment ihr Telefon wegtun und mir
Ihren Ausweis zeigen?

108
17

Tony: Oh, entschuldigen Sie, ja, hier.


Zollbeamter: Also, geht doch, junger Mann. Willkommen in Deutschland.
Tony: So angekommen und jetzt suche ich die U-Bahn. Das Wetter scheint gut zu
sein.

Teil 2
Tony: Hi, heute, der 31. Mai, war ein echter Pech-Tag. Es hat geregnet. Ohne
Pause. Jetzt immer noch, hört euch das mal an.
Ich war heute Morgen innerhalb von fünf Minuten pitschnass, meinen
Regenschirm hatte ich schon letzten Dienstag in der S-Bahn liegen lassen.
Da wollte ich mir eine richtige Regenjacke kaufen. Die kann man in
Deutschland ja häufiger gebrauchen. Ich habe mir eine Plastiktüte über
den Kopf gehalten und bin in die Innenstadt gelaufen. Nichts los. Kaum
Leute, das hat mich schon gewundert. Das Kaufhaus war geschlossen, die
anderen Geschäfte waren auch zu. Vielleicht ist es zu früh, dachte ich, und
bin in ein Café und habe gewartet. Aber um 11 Uhr waren die Geschäfte
immer noch geschlossen. Dann habe ich die Bedienung im Café gefragt:
Tja, Feiertag! Pfingstmontag! Und an Feiertagen ist in Deutschland alles
zu – alles! – auch die Supermärkte. Ich bin dann in den Zoo gegangen, ins
Affenhaus und ins Vogelhaus – hört mal – und ins Aquarium. Da war es
warm und trocken und ich bin den ganzen Tag dort geblieben, obwohl ich
mich gar nicht so für Tiere interessiere.

Lösung zu 3c:
1. Tony hat sich während der letzten zwei Wochen überhaupt nicht gelangweilt.
2. Ein junger Typ hatte ein Problem mit dem Schaffner im Zug.
3. Das Akku von seinem Smartphone war leer und Tony konnte ihm helfen und sein
Ladekabel geben.
4. Simon wollte Freunde in Köln besuchen.
5. Simon ist in Köln ausgestiegen und sie haben sich am Abend wiedergesehen.

Transkription zu 3c:
Hi, ihr Lieben. Heute ist der 9. Juni. Jetzt bin ich schon zwei Wochen unterwegs. Und ich
fühle mich überhaupt nicht einsam. Ganz im Gegenteil! Gerade gestern habe ich wieder
tolle Leute kennengelernt. Und das kam so: Ich saß gemütlich im Zug nach Köln. Plötz­
lich höre ich hinter mir eine Diskussion zwischen einem jungen Typen und dem Schaffner.
Der Schaffner sagte: „Sie haben keine Fahrkarte. Sie müssen jetzt bei mir eine Fahrkarte
kaufen.“
Der Typ konnte nicht so gut Deutsch, aber er zeigte immer auf sein Smartphone. Ich habe
mich neugierig umgedreht und ihn auf Englisch gefragt, was das Problem ist. Der Akku
von seinem Handy war leer, so dass er seine digitale Fahrkarte nicht zeigen konnte. Ich
habe ihm dann mein Ladekabel gegeben und der Schaffner, der so grimmig geguckt hatte,
hat sich entspannt und hat auch wieder gelächelt.
Der Typ, er heißt übrigens Louis. Er wollte auch nach Köln, weil er Freunde dort hat, die
etwas außerhalb des Stadtzentrums wohnen. Ich habe ein Hostel ganz in der Nähe vom
Dom. Wir haben uns für den Abend verabredet und dann einen super Nachtspaziergang
mit seinen Freunden am Rhein entlang gemacht.

Lösung zu 3: 3e 1 – a, 2 – b, 3 – c

109
17 | Anders reisen

Transkription zu 3e:
12. Juni. Traumwetter in Leipzig. Sommermärchen. Louis und seine Freunde waren wirk­
lich supernett. Ich bin drei Tage mit ihnen zusammen in Köln gewesen und war traurig,
als ich weitergefahren bin. Aber ich will ja unbedingt noch nach Berlin. Heute war ich
aber erst mal in Leipzig. Die Stadt ist gar nicht so groß, aber der Bahnhof ist cool, soll
der größte Kopfbahnhof Europas sein. Heute ist er auch ein Shopping-Center.
Ich bin mittags hier angekommen und gleich in die Stadt gelaufen und wollte in einer
kleinen gemütlichen Kneipe was essen. Der Mann am Nachbartisch hatte eine Suppe
oder einen Eintopf. Sah gut aus. „Leipziger Allerlei“ stand auf der Speisekarte. Witziger
Name! Halt alles drin. Das wollte ich auch bestellen. Aber die Kellnerin kam lange nicht,
sie hatte keine Zeit für mich. Als sie dann endlich kam, wollte ich gleich bestellen. Sie
guckte nur hektisch und sagte: „Tut mir leid, das geht nicht.“ Dann bin ich sauer gewor­
den. Warum sollte es nicht gehen? Der Mann am Nachbartisch hatte doch auch ein
„Leipziger Allerlei“ und ich hatte echt Hunger! Ich habe mich ein bisschen mit ihr gestrit­
ten, bis ich verstanden habe, dass die Köchin nur von 11 bis 14 Uhr da ist. Außerhalb
dieser Zeit gibt es nichts Warmes zu essen. Tja, da habe ich mich entschuldigt, dass ich
so unhöflich gewesen war. Ihr tat es auch leid, wahrscheinlich habe ich so hungrig ausge­
sehen. Sie war total nett und hat mir in der Küche noch was zu essen gesucht. Brötchen
mit Wurst und Käse. Besser als nichts.

Lösung zu 3f:
1. Während; 2. Innerhalb; 3. außerhalb; 4. außerhalb; 5. innerhalb; 6. während

TIPP zu 3 Im Mündlichen gibt es typische Formen, wie z. B. Sätze, in denen das Subjekt wegge­
lassen wird, wie z. B. Bin gerade aus dem Flugzeug ausgestiegen und Soll der größte
Kopfbahnhof Europas sein. Oder auch Sätze, die noch stärker verkürzt sind: Halt alles
drin, ein Satz, der mit der Partikel halt beginnt. Auch bestimmte Ausdrücke kommen
überwiegend in der mündlichen Sprache vor, z. B. der Typ (= junge männliche Person),
echt Hunger (= großen Hunger) total nett (= sehr nett).

Ausgewählte Sehenswürdigkeiten in drei deutschen Städten

Hamburg
Hamburg ist die zweitgrößte deutsche Stadt mit rund 1,8 Mio. Einwohnern.

Speicherstadt
Zu diesem Gebiet im Hamburger Hafen gehören genauso backsteingotische Lagerhäuser, die Ende des 19. bis
Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurden, wie imposante Konstruktionen aus Glas und Stahl. Neben vielen
Museen befinden sich in der Speicherstadt auch Attraktionen wie das Miniatur Wunderland und das Hamburg
Dungeon, in dem man in den Katakomben die schaurig-lustige Geschichte Hamburgs erleben kann.

Rathaus
Nachdem das alte Rathaus 1842 von einem Brand zerstört worden war, wurde 1897 das jetzige Rathaus im
Neorenaissance-Stil errichtet. Sein Turm hat eine Höhe von 112 m und gehört zu den Wahrzeichen Hamburgs.
Hier finden die Sitzungen der Bürgerschaft und des Senats statt.

Tierpark Hagenbeck und Tropen-Aquarium


Auf der 25 ha großen Parkanlage kann man seit mehr als 100 Jahren mehr als 1 850 Tiere aller Kontinente
sehen. Im weltweit einzigartigen Eismeer lernt man die Tiere und ihre Lebensräume auf dem Nord- und Südpol
kennen.

110
17

Im Tropen-Aquarium begegnet man unbekannten Säugetieren, Reptilien, Amphibien, Vögeln, Insekten und
tropischen Fischen sowie Rochen, Muränen und Haien.

Elbphilharmonie – ein neues Symbol der Musikstadt Hamburg


An der westlichen Spitze der Hafencity steht seit 2016 das von
den Basler Architekten Herzog & de Meuron konstruierte, futuris­
tisch anmutende gläserne 110 m hohe Gebäude. Darin befinden

© Fotolia / Franz
sich zwei Konzertsäle, die zu den weltbesten ihrer Art gezählt
werden, ein Hotel und 45 Appartements. "Elphi" hat außerdem
eine frei zugäng­liche Plattform, die Plaza, die auf 37 m Höhe ei­
nen spektakulären Blick auf den Hafen und die Stadt bietet.

Köln
Köln ist die viertgrößte Stadt Deutschlands mit mehr als 1 Mio. Einwohnern.

Kölner Dom
Der Kölner Dom zählt zu den weltweit größten Kathedralen im gotischen Baustil. Zwar wurde Mitte des 13.
Jahrhunderts mit dem Bau im gotischen Stil begonnen, doch erst nach einer Pause von mehr als 300 Jahren
im Stil des 19. Jahrhunderts, der Neogotik, fortgesetzt und beendet.
Er ist mit 157,38 m Höhe nach dem Ulmer Münster das zweithöchste Kirchengebäude Europas und das dritt­
höchste der Welt. Die Kathedrale steht nur rund 250 m vom Rhein entfernt an der ehemaligen nördlichen römi­
schen Stadtgrenze bzw. nahe dem heutigen Hauptbahnhof und der Hohenzollernbrücke. Der Dom gehört zum
UNESCO-Weltkulturerbe und ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands: Im Durchschnitt kommen
20 000 Besucher pro Tag.

Domplatte
Seit dem Mittelalter war der Hügel um den Dom herum eng bebaut. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts
wurden die Gebäude um den Dom herum nach und nach abgerissen, damit der Dom frei stehen konnte. Heute
ist die Kathedrale auf dem Domhügel rund 17 m über dem Rhein von einer modernen Betonkonstruktion, der
Domplatte, umgeben. Wesentlich war die Umgestaltung in den 1960er-/70er-Jahren, als das Fußgängerterrain
auf die Höhe der Domportale angehoben wurde, sodass die früheren Treppen entfernt werden konnten.
Zur Domplatte gehören der Roncalliplatz mit dem Römisch-Germanischen Museum, der Domvorplatz, der
Heinrich-Böll-Platz mit dem Museum Ludwig und im Norden die Treppe zum Bahnhofsvorplatz.

Rheinufer
In der Nähe des Kölner Doms lädt das Rheinufer ein, entlang des Flusses spazieren zu gehen, die Sonnenter­
rassen zu genießen oder in einem der vielen Lokale der Altstadt das berühmte Kölner Bier „Kölsch“ zu trinken.

Leipzig
Leipzig ist die größte Stadt und Landeshauptstadt des Bundeslandes Sachsen und die zehntgrößte Stadt
Deutschlands mit über 570 000 Einwohnern.

Bahnhof
Der Leipziger Hauptbahnhof gilt als der größte Kopfbahnhof Europas, d. h., alle Gleise enden im Bahnhof und
alle Züge können nur zur gleichen Seite wieder herausfahren. Er steht mit einer fast 300 m breiten historistischen
Fassade am Rand der Innenstadt und hat dahinter zwei große Empfangshallen. Diese entstanden, weil der
Doppelbahnhof das Ergebnis der Verhandlungen der sächsischen und preußischen Staatsregierung von 1898
war. Es entstanden zwei Gleisanlagen mit den preußischen Bahnsteigen 1 bis 13 und den sächsischen 14 bis
26 sowie zwei Wartesäle. Der Bahnhof wurde in den 1990er-Jahren restauriert und um ein großes Einkaufs­
zentrum ergänzt.

Leipziger Allerlei
Das Leipziger Allerlei, ein Gemüsegericht vor allem aus jungen Erbsen, Karotten, Spargel und Morcheln (einer
bestimmten Pilzart), ist eine kulinarische Spezialität der Stadt.

111
18
Dreimal
Deutsch
„Das kann ich“: Die S sprechen, angeregt durch Fotos über typische Dinge aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz, und können hier auch eventuelle eigene Erfahrungen in einem der drei
Länder einbringen. Sie hören und verstehen einen Satz in verschiedenen dialektalen Vari­
anten. Sie lesen einen Text über die deutsche Sprache in der Welt und sprechen über ihre
Muttersprache und die verschiedenen Sprachen in ihrem Heimatland.
Stereotype und Vorurteile sind zwischen den drei deutschsprachigen Ländern (wie zwi­
schen den meisten Nachbarländern) typisch. Die S sehen Karikaturen und hören Aussagen
von Deutschen, Österreichern und Schweizern über ihre jeweiligen Nachbarländer. Sie ler­
nen die Struktur Präposition + einander kennen, bearbeiten das Wortfeld gleich, ähnlich,
anders … und sprechen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem Heimatland.
Abschließend setzen sich die S mit der Vorbereitung einer Präsentation auseinander.

Grammatik: Präposition + … einander

Wortschatz: •  Dialektwörter erkennen


• Wortfeld gleich, ähnlich, anders …

TIPP zu 1 Sie können an dieser Stelle gut das Passiv wiederholen: In der Schweiz isst man häufig
Käsefondue. / In der Schweiz wird häufig Käsefondue [fõˈdy] gegessen. Eine passende
Übung finden Sie an dieser Stelle auch im Arbeitsbuch. Als Hausaufgabe können die S
eine Kurzinfo über die drei deutschsprachigen Länder erstellen:

Deutschland Österreich Schweiz


Einwohner 80 Mio. 8 Mio. 7,5 Mio.
Hauptstadt Berlin Wien Bern
Größte Stadt Berlin Wien Zürich
Offizielle Deutsch Deutsch Deutsch, Französisch, Italienisch,
Sprache(n) Rätoromanisch

Lösung zu 1c:
Man hört den Satz Ich hätte gern zwei Frikadellen mit Brötchen und Senf. in den
verschiedenen dialektalen Varianten:
Berlin: die Bulette, die Schrippe
Frankfurt: die Frikadelle, das Brötchen
Dresden: das gehackte Bällchen, das Brötchen
Stuttgart: das Fleischküchle, das Weckle
München: das Fleischpflanzerl, die Semmel

112
18

Wien: das Fleischlaberl, die Semmel


Zürich: der Hamburger, das Brödli
Luzern: das Fleischbröderli, das Weggli

TIPP zu 1 Unter http://www.dw.com/de/deutsch-lernen/dialektatlas/s-8150 (abgerufen am


30.12.2016) können Sie verschiedene deutsche Dialekte hören.

Lösungen zu 2:
2a Amtssprache (1. oder 2.): Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxem­
burg, Belgien, Italien (Südtirol), EU, Slowakei (Blaufuß und Kuneschhau), Brasilien
(verschiedene Gemeinden in den Bundesstaaten Santa Catarina, Rio Grande do Sul,
Espírito Santo, Minas Gerais)
 Offiziell anerkannte regionale Zweitsprache: Frankreich (Elsass und Lothringen),
Namibia, Polen (verschiedene Gemeinden), Paraguay (Mennoniten), Dänemark
(Nordschleswig)
 Minderheitensprache: Brasilien, Italien, Rumänien, Russland, Slowakei, Tschechien,
Ungarn, Südafrika

2b 1 – g, 2 – a, 3 – f, 4 – c, 5 – b, 6 – e, 7 – d

Lösungen zu 3:
3a 1 –, 2 +, 3 –, 4 –

3b Tanja Meier sagt, dass manche Deutsche die Schweizer Schweizerli nennen.
Sylvia Egger sagt, dass manche Schweizer die Deutschen Germanen nennen.
Der Deutsche Tobias Huber nennt die Österreicher Ösis.
Georg Mayr sagt, dass manche Österreicher die Deutschen Piefkes nennen.

3c Beispiele:
Sylvia ist der Meinung, dass die Schweizer einen Minderwertigkeitskomplex
gegenüber Deutschen haben.
Tobias glaubt, dass die Österreicher sehr gute Gastgeber sind.
Sylvia denkt, dass Schweizer mehr als Deutsche zögern.
Tanja findet, dass die Schweizer eine eigene Kultur haben.
Tanja meint, dass es sich lohnt in der Schweiz zu arbeiten.
Manche Deutsche sind arrogant gegenüber den Schweizern. (Tanja)
Die Deutschen sagen, dass Österreicher gemütlich sind. (Georg)
Österreicher sind der Meinung, dass Deutsche alles besser wissen. (Georg)
Sylvia glaubt, dass Schweizer langsamer als Deutsche sind.

Transkription zu 3:
Tanja Meier, Mannheim
Ich heiße Tanja Meier und komme aus Mannheim. Und jetzt wohne ich schon seit einem
Jahr in Basel. Mir gefällt es gut hier. Viele Deutsche schauen auf die Schweizer runter,
denken: Ach ihr klein Schweizerli, macht ihr nur. Sie denken, dass die Schweiz so eine Art
kleines World-Disney-Deutschland ist. Aber so ist es nicht. Die Schweiz ist ein Land mit
einer eigenen Kultur und einer langen Tradition.
Und wir Deutschen müssen uns dieser Kultur anpassen, wenn wir hierher kommen, dann
haben wir keine Probleme. Ich selbst hatte noch nie das Gefühl, dass ich nicht willkom­
men bin. Ich lebe gern in der Schweiz. Hier lohnt es sich zu arbeiten. Das ist in Deutsch­
land anders. Natürlich haben die Schweizer auch Vorurteile gegenüber uns Deutschen.

113
18 | Dreimal Deutsch

Sylvia Egger, Bern


Ich bin Sylvia Egger, ich komme aus Bern. Ich habe vier Jahre in Deutschland gewohnt.
Mein Mann arbeitet bei einer deutschen Weltfirma. Als wir unseren Freunden damals
gesagt haben, dass wir zu den „Germanen“ ziehen, waren alle entsetzt. Überallhin, nur
nicht zu den Germanen! Aber dann haben uns viele Freunde besucht, als wir in Deutsch­
land waren, und sie waren äußerst überrascht: „Die sind ja gar nicht so, wie wir gedacht
haben!“ Und Deutschland hat wunderschöne Landschaften und Städte. Wir haben vier
sehr schöne Jahre dort verbracht und als wir dann zurück mussten, war ich unglücklich.
Einmal im Jahr besuche ich meine Freunde in Deutschland.
Ich glaube, dass die Schweizer einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber Deutschen
haben. Die Schweizer sind nicht so schnell wie die Deutschen, sie zögern mehr, warten
gern ab, das kann man auch oft im Fußball sehen.

Tobias Huber, Bad Tölz


Ich heiße Tobias Huber und wohne in Bad Tölz, das ist in Bayern, nicht weit weg von
Österreich. Ich denke, Vorurteile gibt’s überall, aber mir ist es wurst. Ich mag die Ösis, ich
komme gut mit ihnen aus und fahre oft nach Österreich. Sie sind sehr gute Gastgeber
und sehr nette Menschen.

Georg Mayr, Salzburg


Ich heiße Georg Mayr und komme aus Salzburg. Ich finde, das mit den Vorurteilen ist
doch Quatsch. Die Deutschen sagen über uns, dass wir gemütlich oder auch faul sind.
Bei uns sagt man, dass die Deutschen – wir nennen sie gern „die Piefkes“ – arrogant sind
und rücksichtslos. Dass sie einen immer belehren wollen und alles besser wissen. Aber
das soll man nicht so ernst nehmen. Das gehört einfach dazu. Ich jedenfalls kenne viele
Deutsche, die sind total nett und ich fahre gerne hin.

Lösung zu 4a:
miteinander 3. Wir lernen voneinander.
1. Sie fahren miteinander in Urlaub. 4. Sie interessieren sich füreinander.
2. Wir arbeiten miteinander am Referat. 5. Sie denken aneinander.

Lösung zu 5a:
Schritt 1: H Schritt 3: D Schritt 5 A Schritt 7: B
Schritt 2: C Schritt 4: E Schritt 6: F Schritt 8: G

Dialekte in Deutschland
Die deutschen Dialekte oder Mundarten, also das unterschiedliche Deutsch, das in verschiedenen Gegenden
Deutschlands gesprochen wird, unterscheiden sich deutlich vom Hochdeutschen. Im Süden Deutschlands sind
Dialekte noch viel verbreiteter als im Norden, auch wenn sie dort nicht völlig ausgestorben sind. Nicht nur in
der Aussprache, sondern auch im Wortschatz gibt es dialektale Unterschiede, so sagt der Berliner zum Beispiel
icke statt ich und der Rheinländer frickeln statt basteln. Und wenn jemand reden will, dann heißt das je nach
Region quatschen, schnacken, schwätze oder babbele. Auch in der Grammatik gibt es Besonderheiten; so sagt
der Schwabe oft Ich ruf dir später an, kombiniert also das Verb rufen mit dem Dativ.
Während Dialekte eine Zeitlang mit einem niedrigen sozialen Status verbunden wurden und sich daraufhin vie­
le Menschen gegen ihren Dialekt entschieden, erleben die Dialekte ungefähr seit den 1980er-Jahren eine neue
Blüte und viele Deutsche sprechen ihren Dialekt stolz und selbstbewusst.
Interessante Informationen zu 20 deutschen Dialekten findet man unter
http://www.dw.com/de/deutsch-lernen/dialektatlas/s-8150.

114
18

Dialekte in der Schweiz


Als Schweizerdeutsch oder Schwizerdütsch werden Dialekte in der Deutschschweiz zusammengefasst, die von
Menschen aller Gesellschaftsschichten gesprochen werden. Man nennt sie alemannische oder westoberdeut­
sche Dialekte. Die Deutschschweizer verwenden ihren Dialekt in fast allen Gesprächssituationen, während die
alemannischen Dialekte im Süden und Südwesten Deutschlands inzwischen vielfach von der deutschen Stan­
dardsprache verdrängt worden sind.

© Marco Zanoli
Heutzutage sind in der Schweiz Hunderte von Deutschschweizer Mundarten anzutreffen. Die geografischen
Bedingungen (Berge und Täler) der Schweiz und die geringe Mobilität bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts
haben zu einer oft ganz unterschiedlichen Entwicklung der Ortsdialekte geführt: Sie unterscheiden sich sehr stark
voneinander, sodass sich Deutschschweizer sogar untereinander nur schwer verstehen. Neben der unterschied­
lichen Aussprache sind besonders die Bezeichnungen für Landschaften und landwirtschaftliche Geräte, aber auch
für Pflanzen stark regional geprägt. Auch sind viele Wörter von der französischen oder italienischen Sprache
beeinflusst, die zusammen mit Rätoromanisch zu den Amtssprachen der Schweiz zählen. Hervorzuheben ist, dass
das schweizerische Äquivalent zum Standarddeutsch das Schweizer Hochdeutsch (in der Schweiz: Hochdeutsch
oder Schriftdeutsch) ist und nicht mit dem Schweizerdeutsch verwechselt werden darf. Das Schweizer Hoch­
deutsch wird von den Deutschschweizern meist nur gelesen, z. B. in Zeitungen, sie sprechen es aber nicht gerne.
Eine interessante Zusammenstellung vieler Dialektwörter aus dem Schwizerdütsch findet man unter
http://www.dialektwoerter.ch, viele Texte und Hörbeispiele zum alemannischen Dialekt unter
http://www.dw.com/de/deutsch-lernen/alemannisch/s-12472.

Dialekte in Österreich
In Österreich wird zum einen die Standardsprache / Hochsprache des österreichischen Deutsch – eine Form
des Hochdeutschen – gesprochen; zum anderen kann man oft bairische und alemannische Dialekte hören.
Die österreichische Standardsprache hat im Vergleich mit der bundesdeutschen Standardsprache eine eigene
Aussprache, teilweise einen eigenen Wortschatz und Besonderheiten in der Grammatik. Die verschiedenen
Ortsdialekte werden in reiner Form wie fast überall meist nur noch von älteren Dorfbewohnern gesprochen.
Die meisten Österreicher sprechen in der Umgangssprache den regionalen Landesdialekt ihre Bundeslandes,
d. h. eine leichtere Form von Dialekt, die viele Elemente der Hochsprache aufgenommen hat. Beispiele dafür
sind Wienerisch, Tirolerisch oder Kärntnerisch. Außer Deutsch sind Kroatisch, Romani, Slowakisch, Slowenisch,
Tschechisch und Ungarisch anerkannte Minderheitensprachen und in einigen Bundesländern Amtssprache.
Diese Sprachen wurden im Habsburgerreich bzw. in der bis 1918 bestehenden Doppelmonarchie Österreich-
Ungarn gesprochen und beeinflussten auch das österreichische Deutsch.
Typisch österreichische Wörter findet man unter https://www.openthesaurus.de/synset/variation/at und viele interessante Infor-
mationen inklusive einem Quiz unter http://www.argealp.org/atlas/data/ergebnisse_gebiete.html (alle Links dieses Infokastens
abgerufen am 12.12.2016)

115
19
Schönheit
„Das kann ich“: Das eigene Äußere und das Äußere der anderen sind für Jugendliche sehr wichtig. Die
Einheit beginnt mit einer Mind-Map zum Thema „Schönheit“. Die S werden durch sehr
unterschiedliche Fotos angeregt, Wortschatz zum Thema „Schönheit“ zu sammeln. Sie
hören dann vier kurze Stellungnahmen von Jugendlichen darüber, was Schönheit für sie
bedeutet. Sie beschreiben das Äußere einer Person und wiederholen dabei die Adjektiv­
endungen. Sie lesen einen Zeitungsartikel über ein interessantes Fotoprojekt, das ver­
schiedene Vorstellungen von Schönheit auf der Welt thematisiert und sprechen dann
über ihre eigenen Schönheitsideen.
Der zweite Teil der Einheit ist sehr pragmatisch. Die S wiederholen und erweitern Ein­
kaufs- und Beratungsdialoge zum Thema „Kleidungskauf“.
Um die Schönheit von Dingen, wie Blumen, Gebäuden, Tieren und Landschaften, geht es
in der letzten Aufgabe.

Grammatik: Wiederholung der Adjektivdeklination


Das Demonstrativpronomen: derselbe, dasselbe, dieselbe, dieselben

Wortschatz: Beschreibung des Körpers; Redemittel zum Kleidungskauf

TIPP zu 1 Die Mind-Map können Sie je nach Klasse und zur Verfügung stehender Zeit in unter­
schiedlichen Sozialformen erstellen. Besonders effektiv ist es, wenn die S in Gruppen
arbeiten. Sie können z. B. jeder Gruppe ein großes Blatt Papier zur Verfügung stellen und
eine nicht zu lange Zeitspanne, z. B. 3–5 Minuten vorgeben, in denen die S Assoziationen
sammeln und notieren. Dann werden die angefangenen Mind-Maps zwischen den Grup­
pen getauscht, und in weiteren 3–5 Minuten ergänzen die Gruppen dann die Mind-Map
einer anderen Gruppe usw. Zum Abschluss hängen Sie alle Mind-Maps auf, die S schauen
sich an, was aus dieser Teamarbeit entstanden ist, und stellen sich gegenseitig Fragen,
wenn es Unklarheiten gibt, und Sie korrigieren eventuelle Rechtschreibfehler.

Lösung zu 1b: a – Semra, b – Heiko, c – Annemarie, d – Jamal

Transkription zu 1:
1 Jamal
Schönheit ist für mich nicht zuerst das Aussehen. Falten können auch schön sein, wenn
jemand Ruhe und Liebe ausstrahlt. Wenn jemand ein positiver Mensch ist, dann kommt
die Schönheit von innen, vom Charakter. Man sieht es meistens am Lächeln. Positive
Menschen können schön lächeln.

2 Annemarie
Schön finde ich Personen, die gepflegt sind. Man muss immer an das Äußere denken,
das Make-up, die Frisur, saubere Fingernägel und so weiter. Das muss nicht unbedingt
teuer sein, aber man braucht Zeit. Ich brauche morgens immer viel Zeit im Bad.

116
19

3 Heiko
Schönheit? Na ja, ’ne gute Figur, ein schönes Gesicht, glatte Haut … ähm … schöne,
lange, blonde Haare … weiße Zähne … Jaaa, und schlank muss sie auch sein. Ich mag
schlanke Frauen. Und sportlich. Aber nicht unbedingt groß. So 1,70. Ich bin ja auch nur
1,75. Ja, so eine Frau ist für mich schön.

4 Semra
Attraktive, gepflegte Menschen haben es leichter im Leben. Sie sind auch selbstbewuss­
ter. Es gibt doch so ein Sprichwort: Kleider machen Leute! Es geht nicht darum, dass man
ständig neue Klamotten kauft. Sondern, dass man sich mit Geschmack anzieht. Das ist
auch nicht immer teuer, wichtiger als Geld ist, dass man Stil hat.

Lösung zu 2a:
Beispiele:
1 – große, 2 – schmales, 3 – längliche, 4 – kleinen, 5 – braune, 6 – schick, 7 – helles,
8 – helles, 9 – interessante, 10 – gestylten, 11 – cool

Lösungen zu 3:
3a Schönheit weltweit – Grund: Im Text geht es um unterschiedliche Vorstellungen
von Schönheit in verschiedenen Kulturen.

3b Porträt – Fotobearbeiter – Antworten – Netz – Diskussion – nicht repräsentativ –


Kommunikation – Schönheitsideale

Beispiele für weitere Informationen:


Porträt – ungeschminkt
Fotobearbeiter – verändern das Foto
Antworten – überwältigend
Netz – hunderte weitere Arbeiten
Diskussion – über die Frage „Was ist schön?“
nicht repräsentativ – sind die Arbeiten
Kommunikation – über das was Menschen als schön empfinden
Schönheitsideale – sind vielfältig

TIPP zu 3 Auf der Kopiervorlage KV23 auf S. 157 finden Sie einen weiteren Text zum Thema
„Schönheit“, den Sie mit Schlüsselwörtern bearbeiten und zusammenfassen lassen
können.

Lösungen zu 4:
4a Foto 2

4b 1 – r, 2 – r, 3 – r, 4 – f, 5 – f, 6 – r

4c denselben – derselben

4d 1 – dieselbe; 2 – denselben; 3 – dasselbe; 4 – dieselben – dieselbe – derselbe;


5 – demselben

4e 1 – dieselbe
2 – denselben – demselben – demselben

117
19 | Schönheit

Transkription zu 4:
Ich brauche ein neues Sweatshirt. Hast du Zeit? Können wir in dem Laden hier
schauen, ob sie ’was haben?
Klar!
Wie findest du das da?
Das gefällt mir. Was kostet es?
Lass mal sehen – was? 120 Euro? Zu teuer. So viel kann ich nicht ausgeben.
Hier ist eins in demselben Schnitt für 45 Euro. Das steht dir bestimmt. Probier das
mal an.
Ja, wo ist die Anprobe?
Da vorne.
Was meinst du?
Das steht dir perfekt!
Ich bin nicht so sicher. Der Schnitt gefällt mir, aber ist das Blau nicht ein bisschen
langweilig?
Ach komm. Dasselbe Sweatshirt gibt es auch in Orange. Aber das ist doch total häss­
lich. Das Blau, sieht gut aus. Das hat Stil. Und schau mal, hier sind auch noch tolle
Hosen. Probier mal die schwarze Hose.
Ja, hast Recht. Nicht schlecht.
Komm wir gehen zur Kasse.
Okay.

TIPP zu 4 Häufig gibt es Verwirrung, wann man dasselbe und wann man das Gleiche verwendet.
Die Zeichnung im Grammatiküberblick im Arbeitsbuch auf S. 122 hilft auf lustige Weise
den Unterschied zu verstehen. Wichtig ist aber auch anzumerken, dass viele Deutsche
den Unterschied nicht so genau nehmen.

Lösung zu 5a:

Verkäufer/in Kunde/in Berater/in

Welche Größe tragen Sie? Wo ist die Anprobe? Der passt zu deinen Haaren.
Zahlen Sie bar oder mit Kreditkarte? Haben Sie denselben Pullover Das steht dir gut.
Passt Ihnen die Jacke? auch in Größe M? Das ist doch nicht dein Stil!
Tut mir leid. Nein danke. Willst du vielleicht dasselbe T-Shirt
Den Anzug haben wir nur in Grau. Gibt es dieselbe Bluse eine in Rot?
Schauen Sie im 2. Stock. Nummer kleiner? Der Schnitt gefällt mir, aber die
Umtauschen nur mit Kassenbon. Die sitzt perfekt! Farbe steht dir nicht.
Da vorne rechts.

TIPP zu 5 Beachten Sie, dass man in dieser Situation häufig anstelle der Personalpronomen (er, es,
sie) die Demonstrativpronomen (der, das, die) verwendet: Der steht dir gut.

Lösung zu 6b:
Nadia: Foto 6, blauer Edelstein
Manuel: Foto 1, Hochgebirgslandschaft mit Schnee

118
19

Transkription zu 6:
Nadia
Mein Ding kann man in der Hand halten und ganz lange anschauen. Die Farbe ist wun­
derschön und wenn man genau hinschaut, sieht man viele kleine Muster. Besonders,
wenn Licht darauf scheint.
Man kann ganz lange draufschauen und man entdeckt immer wieder etwas Neues und
man kann sich Geschichten dazu ausdenken, denn die Muster sind so vielfältig und auch
ein bisschen merkwürdig. Wenn man dieses Ding anfasst, ist es auch ein schönes Gefühl.
Es ist so glatt und rund, aber nicht gleichmäßig rund. Dieses Ding kann ich immer wieder
anschauen und anfassen. Ich finde das Ding wunderschön.

Manuel
Mein Ding ist eigentlich kein Ding. Das, was ich sehr schön finde, ist sehr groß und blen­
dend weiß. Wenn der Himmel blau ist, sieht es besonders gut aus. Die Stimmung ist so
ruhig und so majestätisch. Man selbst fühlt sich dann ganz klein und ganz unwichtig.
Menschen sind hier nichts, die Natur ist alles. Es ist so groß, so weit, so alt, viele Millio­
nen Jahre alt. Das ist ein ganz tolles Gefühl, wenn man dort ist.

Was ist Schönheit?

Auf die Frage, was „schön“ ist, haben die Menschen aller Zeiten und aller Kulturen schon immer Antworten
gesucht. Künstler, Philosophen, Anthropologen und Wissenschaftler aller Fachbereiche haben das Phänomen
der „Schönheit“ im Verlauf der Jahrtausende untersucht und studiert, und auch heute, im Zuge der Globali­
sierung, wird darüber nachgedacht, ob es eigentlich universale Kriterien für „Schönheit“ gibt.

Die junge amerikanische Journalistin Esther Honig packte die Neugierde, ob sie auf eine einfache Art und
Weise und ohne großen wissenschaftlichen Apparat eine Antwort darauf finden könnte, was heutzutage in
unserer Welt als schön verstanden wird. Im Verlauf ihrer beruflichen Tätigkeit hatte sie immer wieder Zugang
zu Webseiten, in denen bestimmte Experten ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellten. Es han­
delte sich um Computerspezialisten, die sowohl professionell als auch in der Freizeit mit dem Photoshop-
Programm arbeiteten. Photoshop ist eine weltweit bekannte Software, die es ermöglicht, Bilder, Fotos und
Grafiken digital zu bearbeiten und damit Formen, Gestalt, Farben, Ausdrücke zu verändern oder sogar zu
manipulieren.

Mit der Kenntnis von den Möglichkeiten dieses Programms und mit dem Zugang zu den Fachleuten über das
Internet hatte sie eine Idee: „Was wäre, wenn ich ein Foto von mir einigen Experten zuschicken und sie bitten
würde, mich mit Hilfe von Photoshop „schön“ zu machen?“ Grundlage war ein einfaches Porträt, das eine
ungeschminkte, natürliche Esther mit zusammengesteckten Haaren, ohne Schmuck und Kleidung zeigte. Sie
schickte ihr Foto mit einem in englischer Sprache verfassten Text in mehr als 25 Länder und hoffte, dass man
ihr Anliegen verstehen und ihre Bitte um Verschönerung in die Wirklichkeit umsetzen würde. Ihr Projekt
„before and after“, „Vorher und nachher“ hatte begonnen.

Eigentlich hatte Esther Honig erwartet, dass sie in den zurückgeschickten Fotos ein globales Schönheitsideal
der Frau entdecken könnte, aber auch Stereotypen, die die kulturellen und ethnischen Besonderheiten zeigen,
was die Menschheit unter „schön“ versteht. Was ihr schon beim Eingang der ersten Photoshop-Produkte klar
wurde, war, dass es nicht einfach ist, die Fotos auszuwerten und zu beurteilen. Wie kann man unterscheiden,
ob die Fotobearbeitungen persönliche Schönheitsvorstellungen des Photoshop-Experten ausdrücken und in
welchem Maße sie die kulturelle Wurzeln und soziale Situation der jeweiligen Gesellschaft widerspiegeln? Ist
es möglich, in den Darstellungen Einflüsse, Trends, ja, sogar Modestile zu entdecken und in Kategorien
einzuteilen?

119
19 | Schönheit

Auffällig war, dass alle Fotos bearbeitet waren, teilweise nur geringfügig, teilweise aber sogar mit starken
Veränderungen. Alle nur möglichen Elemente des Originalfotos wurden verändert: von der Haar- über die
Augenfarbe bis zum Hautton, von der Größe bis zur Farbe der Lippen, die Form und Größe der Augenbrauen,
das Make-up der Lidschatten und des gesamten Gesichtes, sogar die Kopfform und die Haarlänge und
-gestalt blieben nicht gleich. Zusätzlich kamen auf einigen Bildern andere Sachen hinzu: Ohren-, Hals- und
Haarschmuck, Tätowierungen, Kleidungsstücke, die Esther Honig fast komplett verhüllten oder wie eine Ge­
schäftsfrau aussehen ließen. Sie fühlte sich bei einigen Bildern sofort in einen anderen Kulturkreis versetzt
oder konnte sich selbst fast nicht mehr auf dem verfremdeten Foto wiedererkennen.

Das Projekt von Esther Honig hat deutlich gemacht: Die Bilder stellen verschiedene Schönheitsmodelle dar.
Persönliche Interessen des Designers und kulturell-gesellschaftliche Bedingungen vermischen sich. Vergleicht
man die Darstellungen untereinander, lassen sich keine eindeutigen Normen und Regeln aufstellen, die auf
EIN universelles Schönheitsideal hinweisen. Eher das Gegenteil: Schönheit lässt sich nicht auf bestimmte Ele­
mente oder Eigenschaften reduzieren und einschränken. Schönheit im universellen Sinn ist die Summe aller
existierender Schönheiten in unserer Welt, denn, wie sagt ein altes Sprichwort: „Schönheit liegt im Auge des
Betrachters.“

Einige kurze Bemerkungen noch zum Schluss, die vielleicht zum Nachforschen und Nachdenken anregen:
Was bedeutet es, dass deutsche Frauen, statistisch gesehen, am meisten Make-up in Europa benutzen? Und
dass sich englische Frauen durchschnittlich knapp 1,5 Jahre ihres Lebens schminken und dafür angeblich
mehr als 15 000 US-Dollar ausgeben würden? Und was bedeutet es, dass sich 60 Prozent der Befragten einer
Untersuchung klar für den Wert der inneren Schönheit ausgesprochen haben? Und wie würde wohl ein Photo­
shop-Projekt hinsichtlich „Schönheit“ aussehen, wenn das Originalfoto einen Mann darstellen würde?

 © Onno Meyer

120
20
Berufseinstieg
„Das kann ich“: Diese Einheit ist sehr pragmatisch orientiert. Die S lesen Stellenanzeigen und hören ein
Gespräch zwischen einem Jugendlichen und einem Berufsberater. Davon ausgehend,
sprechen sie über Erwartungen, die sie an eine Stelle haben, und Qualifikationen, die
man für eine Stelle braucht. Sie lernen die Adjektivdeklination ohne Artikel kennen. Sie
sprechen über eine Bewerbung, lernen, welche Bestandteile eine Bewerbung in Deutsch­
land normalerweise haben sollte, und schreiben nach einem Muster ein eigenes Bewer­
bungsschreiben und einen eigenen Lebenslauf. Im abschließenden Projekt recherchieren
sie im Internet interessante Praktikums- und Ausbildungsstellen in den drei deutschspra­
chigen Ländern.

Grammatik: Adjektivdeklination ohne Artikel

Wortschatz: Redemittel für ein Bewerbungsschreiben

Lösungen zu 1:
1a Bild A – Anzeige 3, Bild B – Anzeige 2, Bild C – Anzeige 1

1b

Anzeige Ausbildung / Eigenschaften Kenntnisse


Schulabschluss
1 mindestens selbstständig arbeiten – sich MS-Office
Realschulabschluss im Team engagieren
2 (Abitur) engagiert, körperlich fit, kom­ vorteilhaft: Kennt­
munikativ, offen – mit Kindern nisse im Umgang
und Tieren umgehen können mit Pferden
3 – zwischen 17 und 25 Jahre alt gute Deutsch-,
Englisch-Kenntnisse
1c Eigenschaften: freundlich, flexibel, offen, redet manchmal zu viel
Kenntnisse: Mathe, Physik, Technik, Sport, Biologie, Deutsch, Arabisch
Erfahrungen: (Hobbys: Sport, Computer)

Mögliche Bewerbung für Anzeige 1

Transkription zu 1c+d:
Beraterin: Guten Tag. Sie kommen zu mir zur Berufsberatung? Da brauche ich zuerst
Ihren Namen.
Laith: Ich bin Laith, Laith Shama.
Beraterin: Und wie alt sind Sie, Herr Shama? Gehen Sie noch zur Schule?
Laith: Ja, ich bin 18 und gehe in die Georg-Sonnin-Schule in Düsseldorf. Ich bin
jetzt in der zwölften Klasse.
Beraterin: Ach ja, gut. Und welche Unterrichtsfächer mögen Sie besonders?

121
20 | Berufseinstieg

Laith: Hm … Besonders interessieren mich Mathe, Physik und Technik. Ich hab auch
gute Noten in Sport und Biologie.
Fremdsprachen mag ich nicht besonders, im Englischen bin ich schlecht.
Deutsch macht mir zwar keine große Freude, aber trotzdem hab ich meist
eine 3 im Zeugnis. Im Juni mache ich Abitur. Aber ich spreche auch Arabisch.
Beraterin: Ja, und wie würde Sie sich selbst einschätzen?
Laith: Das habe ich nicht ganz verstanden? Was meinen Sie.
Beraterin: Na ja, halten Sie sich für eher offen? Arbeiten Sie gerne mit Leuten
zusammen?
Laith: Ach so, ja, ich bin, glaube ich freundlich, flexibel und offen. Manche sagen
aber, dass ich etwas zu viel rede … Jaaa. Ich glaube, die meisten Leute, mit
denen ich zu tun habe, mögen mich. Ja, ich arbeite gern zusammen mit
anderen Leuten.
Beraterin: Und Hobbys? Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Laith: In meiner Freizeit? Ich mache viel Sport. Ich treff mich oft mit zwei Freunden
zum Laufen, und mindestens einmal in der Woche spiele ich Basketball mit
unserem Team. Sonst sitze ich viel am Computer, ich chatte halt oder spiele …
Beraterin: Ja, dann schauen wir mal, welcher Beruf zu Ihnen passen würde.

Lösung zu 1e:

Denk nach
m n f Plural
N -r -s -e -e
A -n -s -e -e
D -m -m -r -n
G -n -n -r -n

TIPP zu 1 Weisen Sie die S darauf hin, dass die Artikel- und Adjektivendungen nicht rein willkür­
lich sind, sondern in einem sinnvollen Zusammenhang stehen: Wenn das Adjektiv ohne
Artikel steht, übernimmt es die Artikelendung und damit die wichtige grammatische
Funktion der Artikel. In der Grammatikübersicht auf Seite 124 im Arbeitsbuch finden
Sie eine Tabelle, in der dieser Zusammenhang deutlich gemacht wird.

Lösungen zu 2:
2a In eine Bewerbungsmappe gehören nicht:
− Foto der Familie
− Empfehlungsschreiben von den Eltern oder von Freunden
− Tagebuch

2b Natürlich gibt es keine zwingende Reihenfolge, aber die die normale ist:
– Bewerbungsschreiben
– Lebenslauf (in der Regel mit Passfoto)
– Kopie der Zeugnisse
– Bescheinigungen von Praktika, Kursen …
– Bescheinigungen von Auslandsaufenthalten
– Empfehlungsschreiben eines Lehrers

122
20

TIPP zu 2 In Deutschland ist es üblich, dass Bewerber/innen alle Unterlagen in einer Bewer­
bungsmappe gesammelt schicken. Solche Mappen kann man in unterschiedlichen
Ausführungen im Handel kaufen. Noch verbreiteter sind Online-Bewerbungen.

Lösung zu 3a: 1 – d, 2 – e, 3 – b + f, 4 – g, 5 – c, 6 – a

TIPP zu 3 Auf der Kopiervorlage KV24 auf S. 158 finden Sie ein vollständiges Bewerbungsschrei­
ben (auch „Anschreiben“ genannt) in der formal korrekten Form.

Lösungen zu 4:
4a 1 – b, 2 – c, 3 – a

4b 1 – Persönliche Daten, 2 – Schulbildung, 3 – Praktische Erfahrungen,


4 –Sprachkenntnisse, 5 – Engagement und Interessen

Umfrage: Welche Kriterien sind bei der Wahl Ihres zukünftigen Arbeitgebers wichtig?

In der international angelegten Randstad Award Studie von 2016 wurden auch 7 100 deutsche Arbeitnehmer
und Arbeitssuchende zwischen 18 und 65 Jahren gefragt, welche Faktoren für sie bei der Wahl eines Arbeit­
gebers am wichtigsten sind.
Auf die ersten fünf Plätzen kamen
1. langfristige berufliche Sicherheit (62 %)
2. angenehmes Arbeitsklima (60 %)
3. attraktives Gehalt und Sozialleistungen (53 %)
4. ausgewogenes Berufs- / Privatleben (53 %)
5. finanzielle Stabilität des Unternehmens (47 %)

Andere Aspekte waren flexible Arbeitsbedingungen, Karrierechancen, interessante Arbeitsinhalte, angenehme


Lage des Unternehmens und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Eine Rolle spielte dabei auch, ob die Befragten jung oder alt, weiblich oder männlich sowie höher oder nied­
riger qualifiziert waren.

Quelle: Randstad Awards Results 2016 (PDF, in Englisch), Employer branding – perception is reality

123
Strategietraining 5
Die Trainingseinheiten sind nicht in die Progression des Lehrwerks eingebunden.
Sie nehmen häufig die Themen der vier vorangehenden Einheiten auf, können aber
auch ganz unabhängig eingesetzt werden.
Das Schülerbuch und das Arbeitsbuch sind im Training nicht aneinander gekoppelt.
Das Schülerbuch besteht immer aus fünf Teilen: prüfungsorientierten Aufgaben,
einer Übung zum Sprechtraining, der Erarbeitung einer Strategie zur Arbeit mit Texten,
einem literarischen Text und Aufgaben zum Videoclip.
Das Arbeitsbuch wiederholt Phonetik, Wortschatz und Strukturen.

TIPP Gegen Ende des Buches gibt es in den meisten Klassen Wiederholungsbedarf. Auf der
Kopiervorlage KV25 auf S. 159 finden Sie eine Vorlage für ein Wiederholungsspiel,
mit dem Sie mehrere Themen oder auch das ganze Buch wiederholen können.

TIPP zu 1 Diese Aufgabe bereitet auf die Präsentation in der mündlichen Prüfung des Deutschen
Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz (DSD) vor. Die S bewerten einen Vortrag
und zwei Folien und lernen durch die Diskussion darüber Bewertungskriterien kennen.
Wichtig sind auch die Formulierungen, die man einsetzen kann, wenn man ein Wort
nicht findet. Die S sollten die Präsentation nicht auswendig lernen, deshalb wird es vor­
kommen, dass ihnen ein Wort nicht einfällt. Vermitteln Sie den S, dass das ganz normal
ist und dass es in der Prüfung darauf ankommt, dass sie dann nicht blockieren, schwei­
gen und nicht mehr weiterwissen, sondern dass sie diese Formulierungen einsetzen kön­
nen und das Wort umschreiben.

Lösungen zu 1:
1d Man muss sehr auf die Gesundheit von Pferden aufpassen, vor allem auf die Hufe.
Pferde sind große Tiere und das ganze Gewicht ist auf den vier Hufen. Deshalb
können sie sich sehr leicht an den Hufen verletzen.

Maria könnte diese Wörter anders ausdrücken.


Beispiele:
Die Gesundheit von den Pferden ist sehr wichtig, vor allem die Gesundheit von den
Hufen.
Die Hufe müssen sehr viel tragen. Sie können Probleme an den Hufen bekommen,
zum Beispiel kann ein Stück abbrechen.

1f Beispiele:
Folie 1: gut: ein großes Foto, auf dem auch Maria zu sehen ist
schlecht: zu viele verschiedene Schriftarten für die Überschriften; einige
nicht gut lesbar; zwei sind zu klein; vier verschiedene
Aufzählungszeichen
Folie 4: gut: vier Fotos, die zum Inhalt passen und auch dementsprechend
geordnet sind
schlecht: zu viel Text, die Schrift ist zu klein

124
St r at e g i e t r a i n i n g 5  | S 5

Transkription zu 1:
Hallo, ich heiße Maria Bethania. Ich will über Pferde sprechen. Pferde sind meine Lieb­
lingstiere. Mein Pferd heißt Rotario. Mein Pferd ist sechs Jahre alt.
Ich reite seit meinem siebten Lebensjahr. Ich bin Mitglied im Reitverein. Meine ganze
Familie reitet. Mein Großvater hat geritten. Mein Großvater hat unseren Reitverein
gegründet.
Seit zwei Jahren bin ich Springreiterin und mache bei Turnieren mit.
Ich trainiere dreimal die Woche. Ich trainiere am Mittwoch, am Freitag und am Samstag.
Ich trainiere immer von drei bis halb fünf.
Bevor ich reite, muss ich mein Pferd immer vorbereiten. Zuerst bekommt Rotario eine
Karotte. Danach kämme ich ihn, und dann putze ich die Hufeisen. Zuletzt lege ich den
Pferdesattel auf und lege das Zaumzeug an. Und dann geht es los.
Mein Training besteht aus vier Teilen: zuerst zwei Runden warm laufen. Dann kommen
drei Runden Traben und danach vier Runden Galoppieren. Der vierte Teil ist dann
das Springen. Die Hindernisse haben verschiedene Höhen. Ich springe meistens über
1,20 Meter.
Früher waren die Pferde überall wichtige Arbeitstiere und vor der Zeit des Autos das
wichtigste Transportmittel. Heute benutzt man sie in den meisten Ländern nur noch in
der Freizeit.
Neben dem Springreiten gibt es noch andere Reitsportarten, z. B. Pferderennen, Wander­
reiten, Polo, Dressurreiten oder auch Rodeo.
Die Pferdeweibchen nennt man Stuten und die Männchen Hengste. Die jungen Pferde
heißen Fohlen.
Pferde schlafen vier bis 14 Stunden am Tag, aber sie schlafen meistens nur 30 Minuten
am Stück.
Man muss sehr auf die Gesundheit von Pferden … äh … aufpassen, vor allem auf ihre
Hufe. Pferde sind große und schwere Tiere, und das ganze … äh … Gewicht ist auf den
vier Hufen. Deshalb können sie sich sehr leicht an den Hufen … äh … verletzen.
Der Pferdesport ist ein sehr schöner Sport. Man ist viel an der frischen Luft, und mit den
Pferden lernt man, Verantwortung zu übernehmen. Deshalb ist es gut, wenn junge Men­
schen sich für Pferde interessieren.

Lösung zu 2:
Heiße Luft

Ein Mann in einem Ballon T hat sich verirrt. T Er geht tiefer T und sieht eine Frau am
Boden. T Er sinkt noch weiter ab T und ruft: T – „Entschuldigung, T können Sie mir
helfen?“ T „Vielleicht“, T antwortet die Frau. T
Ich wollte zu einem Freund fahren T und jetzt weiß ich nicht, T wo ich bin. T Die Frau
antwortet: T „Sie sind in einem Heißluftballon T in ungefähr 10 Metern T über dem
Boden. T Sie sind bei etwa 50 Grad nördlicher Breite T und 8 Grad östlicher Länge. T
„Sie müssen Wissenschaftlerin sein“, T sagt der Ballonfahrer. T „Bin ich“, T sagt die
Frau. T „Woher wissen Sie das?“ T „Ihre Informationen T sind zwar wissenschaftlich
korrekt, T aber ich habe keine Ahnung, T was ich damit anfangen soll, T und ich weiß
immer noch nicht, T wo ich bin. T Sie waren leider keine große Hilfe“. T
Die Frau antwortet: T „Sie müssen Manager sein. T Sie wissen weder, T wo Sie sind, T
noch wohin Sie fahren. T Sie sind mit Hilfe von viel heißer Luft T in Ihrer Position. T Sie
haben etwas versprochen, T von dem Sie nicht wissen, T wie Sie es einhalten können T
und erwarten, T dass andere T Ihre Probleme lösen. T Sie haben das gleiche Problem T
wie vor unserem Treffen, T aber jetzt T bin ich an Ihrem Problem schuld!“

125
S 5  |  St r at e g i e t r a i n i n g 5

TIPP zu 2 Auf der Kopiervorlage KV26 auf S. 160 finden Sie den Text mit größerem Zeilenab­
stand. So können die S die Intonationsmarkierung leichter einfügen. Beachten Sie, dass
es bei der Intonation häufig keine ganz eindeutige Lösung gibt. Es ist in vielen Fällen
ein „Mehr oder weniger “. Die obige Lösung ist ein Beispiel. Mit diesen Markierungen
können die S lernen, den Text ausdrucksvoll vorzulesen. Achten Sie darauf, dass die S
die Einheiten deutlich sprechen. In jeder Einheit ist mindestens ein Wort betont.
Lassen Sie diesen Text, nachdem die S markiert haben, mehrfach vorlesen. Die S können
z. B. zu dritt den Text gemeinsam vorlesen. S1 liest den erzählenden Text, S2 den Mann
und S3 die Frau. Jede Dreiergruppe übt so lange, bis sie den Text gemeinsam flüssig und
ausdrucksvoll vortragen können. Zum Abschluss können die S versuchen, den Text mit
der CD mitzusprechen.

Lösung zu 3a:
Beispiele für Überschriften:
1 Positive Erfahrungen von Austauschschülern
2 Leben in einer Großstadt in Kanada
3 Leben auf einer englischen Insel
4 Familienwechsel
5 + 6 Schule mal anders
7 Wieder zu Hause!

TIPP zu 3 Sie können, bevor Sie die S Schlüsselinformationen unterstreichen lassen, das Textver­
ständnis sichern, indem Sie W-Fragen zum Text stellen und beantworten lassen. Sie kön­
nen das auch als Wettkampf organisieren. Jeweils zwei Gruppen spielen gegeneinander.
Sie schreiben zunächst W-Fragen zum Text, dann schließen sie die Bücher und fragen
sich gegenseitig. Die Gruppe, die mehr Fragen richtig beantworten kann, hat gewonnen.

TIPP zur Im Internet finden Sie unter dem Stichwort „Zauberflöte“ sehr viele, sehr unterschiedli­
Literatur che Videos von der Zauberflöte.

Lösung zum Video:


2 Beim Sehen
a Lenas Problem: Normalerweise ist sie schick gekleidet. Sie möchte aber auf der Party
Julius gefallen. Und da Julius selbst ein sehr sportlicher Typ ist, möchte sie, um ihm zu
gefallen, sich lässig, sportlich anziehen, obwohl sie sonst lieber Kleider trägt.

Video-Transkription:
Lena: Die Jacke steht dir echt gut!
Zoe: Oh, danke.
Lena: Meinst du, Julius kommt auch zur Party heute?
Zoe: Klar, er ist schließlich der beste Freund von Tobi. Warum fragst du?
Lena: Ach, nur so. In einer Stunde müssen wir schon los. Ich weiß echt nicht, was ich
anziehen soll.
Zoe: Du hast doch so viele schöne Kleider.
Lena: Ja, aber ein Kleid? Ich weiß nicht.
Zoe: Aha, verstehe! Okay, Julius ist ja eher so der sportliche Typ. Dann stylen wir dich
jetzt mal als coole Skaterin, okay?
Lena:: Ich weiß nicht, das ist gar nicht mein Stil.
Zoe: Das kriegen wir schon hin! Zeig mal, was du so an lässigen Klamotten hast.
Lena: Na gut.

126
St r at e g i e t r a i n i n g 5  | S 5

Max: Hä, so willst du gehen?


Julius: Hä, wieso nicht?
Max: Naja, Lena kommt bestimmt auch.
Julius: Ja hoffentlich!
Max: Naja, also wenn du ihr gefallen willst …
Julius: Was?
Max: Sie ist ja immer mehr fein und schick angezogen.
Julius: Ach so. Meinst du …?

Lena: Oder doch ein Kleid?


Zoe: Oh nein, das ist viel zu fein. Das geht gar nicht!
Lena: Okay.
Zoe: Probier’ mal was Lässigeres. Oder lass mal. Lass mich mal machen. Ja, nimm
doch das hier!
Lena: Meinst du?
Zoe: Ja!
Lena: Nein, das geht gar nicht!
Zoe: Wahrscheinlich hast du Recht, dann … Und wie wär’s mit der Strickjacke?
Probier mal.
Lena: Ich probiere mal, ja. Ich weiß nicht, da sehe ich ja aus wie ein Elefant.
Zoe: Hm. Schwierig.

Max: Hast du nicht irgendwas Schöneres?


Julius: Du meinst jetzt aber nicht Anzug oder Krawatte, oder?
Max: Nein, aber fast!
Julius: Oh Gott, die Farbe ist ja schrecklich!
Max: Hast du noch ein anderes Hemd?

Lena: Und, wie findest du’s?


Zoe: Ich find, das sieht schon echt gut aus. Aber, eine Sache fehlt noch! Mhhh, ja!
Die Jacke! Probier mal an!
Lena: Echt?
Zoe: Ja.
Lena: Okay. Hm, aber ich fühle mich irgendwie verkleidet.
Zoe: Überhaupt nicht. Es sieht wirklich gut aus und Julius findet das bestimmt
auch.
Lena: Meinst du?

Zoe: Bestimmt! Hast du ein Skateboard?


Lena: Äh, nein!
Zoe: Okay, kein Problem. Ich hab eins. Wir müssen eh noch zu mir und ich leih dir
meins.
Lena: Okay. Wir müssen los, glaub ich.
Zoe: Okay.

Max: Ja, das ist sehr gut!


Julius: Ich weiß nicht. Ich fühl mich nicht so wohl.
Max: Doch das ist perfekt. Jetzt noch Gel in die Haare und los!
Julius: Gel? Hab ich nicht.
Max: Und wie wär’s mit Blumen für Lena? Ein richtiger Gentleman eben!

127
S 5  |  St r at e g i e t r a i n i n g 5

Julius: Jetzt können wir ja mal zusammen skaten gehen.


Lena: Nee, ich glaub das ist nicht so mein Ding. Ich hab mich nur für dich so
verkleidet.
Julius: Und ich hab mich extra für dich fein gemacht. Und als echter Gentleman
hab ich dir auch Blumen mitgebracht!
Lena: Oh danke! Die Blumen sind schön!
Julius: Komm, wir gehen rein.

Arbeitsbuch Training 5:
(Lösungen im Anhang)

Aussprache •  der Buchstabe v


trainieren •  die Buchstaben d, b, g, s und das v in einigen Adjektiven
•  die Buchstaben j und y

Wortschatz •  Wörter in Gruppen lernen


trainieren •  Wortbildung: Komposita
•  Wortfeld: In der Stadt

Strukturen •  Wörter und Texte – Lückentext


trainieren • Relativpronomen
•  temporale Präpositionen

128
21
Mauer, Grenze,
Grünes Band
„Das kann ich“: Die neuere deutsche Geschichte ist ein wichtiges Thema. Die S sehen Fotos aus der
deutschen Geschichte seit 1933, sammeln eigenes Vorwissen und lesen dann einen Infor­
ma­tionstext über geschichtliche Ereignisse und über das Grüne Band (siehe Informations­
kasten unten). Sie lernen die Konjunktion nachdem und das Plusquamperfekt kennen und
sprechen über zeitliche Abläufe in der Vergangenheit. Sie hören ein Interview mit zwei
deutschen Jugendlichen über ihre Einstellung zu Geschichte und Geschichtsunterricht.
Die geschichtlichen Ereignisse in Deutschland werden dann noch einmal aus der Perspek­
tive des eigenen Landes gesehen und die Entwicklung in Deutschland mit der im eigenen
Land verglichen.
Zum Abschluss werden drei sehr unterschiedliche Projekte vorgeschlagen, die den unter­
schiedlichen Interessen und Vorkenntnissen der S Rechnung tragen.

Grammatik: • Plusquamperfekt
•  Nebensätze mit nachdem

Wortschatz: Worterklärungen und Zuordnung von Wörtern

Lösungen zu 1:
1b A – 3,2,1, B – 4,5, C – 6

1c  1 – Demokratie, 2 – an die Macht gekommen waren, 3 – Konzentrationslager,


4 – Wirtschaftswunder, 5 – durchgehend, 6 – unter Naturschutz gestellt,
7 – Verknüpfung, 8 – innerdeutsche Grenze

1d Beispiele:
1933 sind die Nazis in Deutschland an die Macht gekommen.
Von 1939 bis 1945 dauerte der Zweite Weltkrieg.
Ab 1949 gab es zwei deutsche Staaten, die BRD und die DDR.
1961 wurde die Mauer in Berlin errichtet.
Nach monatelangen Protesten der DDR-Bürger öffnete die DDR-Regierung am
9.11.1989 die Mauer in Berlin.
Ungefähr 50 Millionen Menschen starben im Zweiten Weltkrieg.
Ungefähr 6 Millionen Juden starben in den Konzentrationslagern.
1 400 km vom ehemaligen Grenzstreifen zwischen der BRD und der DDR wurden
unter Naturschutz gestellt.
40 Jahre lang war Deutschland in zwei Staaten geteilt.
Über 8 000 km lang ist die Grenze, die Europa von Norden nach Süden geteilt hat.
Europa war von 1945 bis 1989 geteilt.

129
21 | Mauer, Grenze, Grünes Band

TIPP zu 1 Auf der Lerner-CD-ROM im Arbeitsbuch, im Unterrichtsmanager oder auf Scook finden
Sie einen fiktiven Augenzeugenbericht, der aus der Perspektive eines Schülers den
Mauerbau schildert.

Lösungen zu 2:
2a 1. Nachdem die Nazis an die Macht gekommen waren, begannen sie den Krieg.
2. Nachdem von 1939 bis 1945 über 50 Millionen Menschen ihr Leben verloren
hatten, endete der Krieg 1945.
3. Nachdem viele Menschen die DDR verlassen hatten, baute die Regierung eine
Mauer.
4. Nachdem in der Sowjetunion der Kommunismus zu Ende gegangen war, öffnete
die DDR-Regierung die Mauer.

Nachdem ich den Film im Kino gesehen hatte, habe ich mir das Buch dazu gekauft.

2b 1. b) + a) Nachdem ich meine Hausaufgaben gemacht hatte, bin ich ins Schwimm­
bad gegangen.
2. a) + b) Nachdem Marina in die Klasse gekommen war, hat Fred Susi verlassen.
3. a) + b) Nachdem ich genug Geld verdient hatte, bin ich in Urlaub gefahren.
4. b) + a) Nachdem die Ferien zu Ende gewesen waren, mussten wir wieder arbeiten.
5. b) + a) Nachdem Watt die Dampfmaschine erfunden hatte, konnte Stevenson
die Eisenbahn erfinden.
6. a) + b) Nachdem die Grenze gefallen war, hatten Umweltschützer die Idee mit
dem „Grünen Band“.

Lösungen zu 3:
3a Madita interessiert sich nicht für Geschichte, aber sie interessiert sich für Umwelt­
schutz (Foto: Grünes Band). Sie meint, man sollte mehr über Umweltschutz in der
Schule lernen (Foto: Umweltverschmutzung).

Peer findet Geschichte wichtig, er hatte einen guten Geschichtsunterricht (Foto:


Geschichtsbuch), besonders die neuere deutsche Geschichte ist für alle wichtig
(Foto: Denkmal für die ermordeten Juden), damit man aus der Geschichte lernt.

3b 1 – r, 2 – f, 3 – f, 4 – r, 5 – r, 6 – f, 7 – r, 8 – f, 9 – r, 10 – r

Transkription zu 3:
Interviewerin: Peer und Madita, was fällt euch bei dem Wort „Geschichte“ ein?
Madita: Gähn! Ich fand das Fach in der Schule immer langweilig. Irgendwie ist es
schon wichtig, dass man was darüber weiß, aber es interessiert mich halt
nicht so.
Peer: „Geschichte“ ist total wichtig. Ich möchte vielleicht später Geschichte
studieren.
Interviewerin: Und Lehrer werden?
Peer: Nicht unbedingt, eher Journalist oder Historiker an der Universität.
Interviewerin: Sagt euch der Begriff das „Grüne Band“ etwas?
Madita: Ja klar, das „Grüne Band“ das ist ein Projekt, wo man versucht, einen
möglichst großen Teil der alten Grenze zwischen Ost und West unter
Naturschutz zu stellen.
Peer: Noch nie ’was von gehört. Umweltschutz ist nicht so mein Thema.
Madita: Ich kann dir da Informationen mitbringen.

130
21

Interviewerin: Die meisten Jugendlichen interessieren sich heute nicht oder nur wenig
für Geschichte. Woran liegt das? Was meint ihr?
Peer: Stimmt, die meisten in meiner Klasse mögen das Fach nicht, aber es liegt
auch oft an den Lehrern. Wir hatten mal einen, der hat mit uns ganz viele
Projekte gemacht. Wir haben die Geschichte unserer Stadt erforscht.
Haben Interviews mit alten Leuten über ihre Kindheit und Jugendzeit
gemacht. Das fanden die meisten schon interessant, und auch ich habe
da erst angefangen, mich für Geschichte zu interessieren.
Madita: Ja, ich denke auch, dass das Hauptproblem ist, dass man fast immer nur
Texte lesen soll und darüber sprechen. Und wir lesen heute halt nicht
mehr so gern lange Texte.
Interviewerin: Braucht man denn überhaupt ein Schulfach „Geschichte“?
Peer: Das müssen Sie mich nicht fragen. Gerade in Deutschland ist es wichtig,
dass wir nicht vergessen, was z. B. zwischen 1933 und 1945 passiert ist,
oder warum es heute eine Europäische Union gibt.
Madita: Also, ich finde, dass man ruhig weniger Geschichte in der Schule machen
könnte und dafür mehr zum Thema „Umwelt“. Unsere Zukunft hängt
nämlich von der Umwelt ab und nicht davon, ob wir wissen, wer Karl der
Fünfte war.
Interviewerin: Wer war das?
Madita: Keine Ahnung. Irgend so ein Kaiser vor tausend Jahren.
Peer: Wie kann man denn aus Fehlern lernen, wenn man nichts über die
Geschichte weiß?
Madita: Aber die wichtigsten Fehler werden doch heute gemacht, vor unseren
Augen. Da braucht man nicht zu den alten Griechen und Römern
zurück.
Interviewerin: Vielleicht müsste man Geschichte anders unterrichten?
Peer: Das ganz sicher, aber ich glaube, trotzdem wird es immer viele geben,
die sich nicht dafür interessieren, und es ist doch auch in Ordnung,
dass jeder so seine Spezialgebiete hat.
Madita: Das finde ich auch.
Interviewerin: Vielen Dank für das Gespräch!

Das Grüne Band: Naturtourismus und das „Erlebnis Grünes Band“

Die streng bewachte innerdeutsche Grenze mit hohen Mauern, Stacheldraht, Wachtürmen, Minen und Selbst­
schussanlagen war über viele Jahrzehnte hinweg Symbol der deutschen Teilung. In dem sogenannten Todes­
streifen fanden viele Menschen bei Fluchtversuchen den Tod. Dieser Grenzstreifen wurde aber auch zum
Refugium für viele seltene Pflanzen und Tiere. Mehr als 1 200 gefährdete Tier- und Pflanzenarten fanden in
den unberührten Busch- und Waldparadiesen, Sümpfen und Heiden verschiedenste Lebensräume – auf einer
Länge von rund 1 400 Kilometern.
Das „Grüne Band Deutschland“ ist Teil des „Grünen Bands Europa“, das sich auf über 12 500 Kilometern
durch 24 europäische Staaten erstreckt. Es zieht sich entlang des ehemaligen „Eisernen Vorhangs“, der Europa
nach dem Zweiten Weltkrieg in West- und Osteuropa teilte: vom Eismeer im Norden bis ans Schwarze Meer im
Süden des Kontinents. Dieser kilometerlange grüne Streifen wurden zu einem einzigartigen Biotopverbund
und ökologischen Netzwerk im Herzen Europas.
Seit 1989 engagiert sich unter anderem der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) dafür,
dass aus dem einstigen Todesstreifen das Grüne Band werden konnte, das in Deutschland von der Ostsee bis
zum Bayerischen Wald verläuft. Das Projekt „Erlebnis Grünes Band“ aus dem Jahr 2007, dessen Ziel die

131
21 | Mauer, Grenze, Grünes Band

touristische Aufwertung des Grünen Bandes war, damit sein Erhalt auch langfristig gesichert ist, wurde wissen­
schaftlich begleitet und basiert auf der Kooperation von Experten aus den Bereichen Ökologie, nachhaltiger
Tourismus und Marketing.
Das Grüne Band ist eine der wichtigsten Naturlandschaften Deutschlands und gleichzeitig ein lebendiges
Denkmal der deutschen Wiedervereinigung. Auf Fahrrad- und Wanderwegen kann man diese Erinnerungs­
landschaft erkunden. Die Reisebranche bietet inzwischen verschiedene touristische Unternehmungen ins
Grünen Band an.
Der BUND setzt sich dafür ein, dass das Grüne Band wie die National Monuments in den Vereinigten Staaten
als „Nationales Naturmonument“ anerkannt wird.

Interessante Links:
http://www.erlebnisgruenesband.de/startseite.html
http://darmstadt.bund.net/themen_und_projekte/natur_und_artenschutz/gruenes_band/#c41848

(alle Links dieses Infotextes abgerufen am 12.12. 2016)

132
22
Tod im Grünen
Band
„Das kann ich“: Diese Einheit ist eine besondere Einheit. Sie enthält einen kleinen Kurzkrimi, der comicartig
illustriert ist und der von den S mit kreativen Aufgaben bearbeitet wird. Die Einheit enthält
keine neue Grammatik und kann bei Zeitmangel auch weggelassen werden.

Grammatik: keine neue Grammatik

Wortschatz: Nominalisierung von Adjektiven mit etwas: etwas Kriminelles

Lösung zu 2a: Dagmar und Edgar Held, ein dunkelhaariger, dicker, älterer Mann

Lösung zu 3a:
Dagmar Held kennt Wolfgang Müller von früher. Sie hatten vor vielen Jahren eine Bezie­
hung, die in einem heftigen Streit endete. Wolfgang Müller war sehr eifersüchtig und
wollte sich an Dagmar Held rächen.

Lösung zu 4a:
Bild 3 passt („Dein Mann schläft bestimmt bei seiner Mutter seinen Rausch aus“).

Kesperkirmes Witzenhausen
Witzenhausen liegt im romantischen Werratal im Norden des Bundeslandes Hessen und ist das Zentrum eines
der größten und ältesten deutschen Anbaugebiete für Kirschen. Witzenhausen ist auch Sitz des Fachbereichs
Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel, den es an keiner anderen deutschen Universität gibt.
In Witzenhausen dreht sich alles um die Kirsche. Zur Kirschernte findet am zweiten Juliwochenende das große
Kirschen- und Altstadtfest statt. Viele Besucher kommen zur Kesperkirmes (Kesper = Kirsche; Kirmes = Kirch­
weih, Kerwe) in die Stadt, um die neu gekrönte Kirschenkönigin zu begrüßen oder an der Deutschen Meister­
schaft im „Kirschsteinspucken“ teilzunehmen. Der Rekord bei den Männern liegt seit 2003 bei 24,33 Metern
und bei den Frauen seit 2001 bei 17,02 Metern.
Die Kirschenkönigin wird im Juli von den Einwohnern Witzenhausens gewählt und repräsentiert bis zur nächs­
ten Kesperkirmes das Witzenhäuser Kirschenland.

Interessanter Link: www.kirschenland.de (abgerufen am 12.12.2016)

133
  Ko p i e r v o r l a g e n
1  Träume und Wünsche
Deutsch für Jugendliche

Mein Tipp:
Die Wortstellung in wenn-Sätzen Wenn der Nebensatz vor dem
Hauptsatz steht, bleiben die
Marco spielt gerne Futsal. Schreibe die Sätze. Verben zusammen.
Beginne mit dem unterstrichenen Wort.

1) Marco / viele Hausaufgaben / Wenn / hat // sich / ärgert / er /


                       ,               .
2) nicht / zum / Training / Er / gehen / kann // bis abends / er / an den Hausaufgaben /
wenn / sitzt.
              ,                        .
3) er / Wenn / müsste / nie Hausaufgaben / machen // er / jeden Tag / könnte / Futsal /
spielen
© 2017 Cornelsen Verlag GmbH, Berlin

                      ,                .
Alle Rechte vorbehalten.

4) intensiv trainieren / könnte / er / Wenn / jeden Tag // jetzt vielleicht / wäre / er /


in der A-Mannschaft /

                   ,                   .
5) in der A-Mannschaft / Wenn / wäre / er // jedes Wochenende zu Wettkämpfen / würde /
fahren / er

              ,                        .
6) später einmal / er / Vielleicht / könnte / werden / Profi // mehr Zeit für seinen Sport /
er / wenn / jetzt / hätte /

                     ,                 .

Lösung:

1. Wenn Marco viele Hausaufgaben hat, ärgert er sich.


2. Er kann nicht zum Training gehen, wenn er bis abends an den Hausaufgaben sitzt.
3. Wenn er nie Hausaufgaben machen müsste, könnte er jeden Tag Futsal spielen.
4. Wenn er jeden Tag intensiv trainieren könnte, wäre er jetzt vielleicht in der A-Mannschaft.
5. Wenn er in der A-Mannschaft wäre, würde er jedes Wochenende zu Wettkämpfen fahren.
6. Vielleicht könnte er später einmal Profi werden, wenn er jetzt mehr Zeit für seinen
Sport hätte.

Autorin: Friederike Jin


Illustrator: Laurent Lalo
www.cornelsen.de/daf KV1 134
  Ko p i e r v o r l a g e n
1  Träume und Wünsche
Deutsch für Jugendliche

Samuel Reißen „Es wäre mein Traum …“

Es wäre mein Traum, Traum, Traum

Ich träume von dir zusammen mit mir.

Die Zeit fliegt vorbei, ich wünsche mir, dass sie noch bleibt.

Die Sonne strahlt hell und warm auf mein Gesicht.

Es wäre so schön, hier zu bleiben und nicht mehr nach Hause zu gehen.

Es wäre mein Traum: einfach hier bleiben bei diesem Orangenbaum.

Es wäre mein Traum: einfach hier bleiben bei diesem Orangenbaum.

Hätte ich nur einen Wunsch frei,


© 2017 Cornelsen Verlag GmbH, Berlin

Hätte ich nur einen Wunsch frei,


Alle Rechte vorbehalten.

Hätte ich nur einen Wunsch frei,

würde ich für immer hier bleiben.

Es wäre mein Traum: einfach hier bleiben bei diesem Orangenbaum.

Es wäre mein Traum: einfach hier bleiben bei diesem Orangenbaum.

Text: © Cornelsen / Samuel Reißen


www.cornelsen.de/daf
KV2 135
  Ko p i e r v o r l a g e n
2 Vorbilder
Deutsch für Jugendliche

Verben mit Präpositionen – Wendekarten

Schneiden Sie die Verben aus und knicken Sie sie an der gestrichelten Linie. So ist das Verb auf
der Vorderseite, die dazugehörige Präposition mit Kasus auf der Rückseite.
1. Die S können entweder alleine oder zu zweit mit den Karten die Verben mit Präpositionen
lernen und sich selbst oder gegenseitig kontrollieren.
2. Jede/r S erhält ein Verb und überlegt sich eine Frage damit. Dann gehen die S herum,
stellen ihre Frage und sammeln die Antworten. Zum Abschluss kann jede/r S im Plenum
die drei interessantesten Antworten vorstellen.
3. Die S wählen drei Verben aus und erzählen etwas über ihre Familie. (Mein Vater interessiert
sich für …)

sprechen über + A (Thema) anfangen mit + D

diskutieren über + A (Thema) beginnen mit + D


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sich ärgern über + A aufhören mit + D


Alle Rechte vorbehalten.

sich freuen über + A diskutieren mit + D (Person)

sich freuen auf + A telefonieren mit + D


sprechen mit + D
warten auf + A für
(Person)
antworten auf + A träumen von + D

sich kümmern um + A erzählen von + D

es geht um + A halten von + D

sich interessieren für + A teilnehmen an + A

sich begeistern für + A sich erinnern an + A

sich einsetzen für + A denken an + A

sich engagieren für + A zählen zu + D

kämpfen für + A / gegen + A gratulieren zu + D

Autorin: Friederike Jin


www.cornelsen.de/daf
KV3 136
  Ko p i e r v o r l a g e n
2 Vorbilder
Deutsch für Jugendliche

Fragewörter mit Präpositionen

Die S ergänzen jeweils für sich ein Fragewort (entweder für Personen oder für Dinge). Dann
fragen sie sich gegenseitig. Der / Die Partner/in muss sehr genau auf das Fragewort achten,
damit er / sie eine korrekte Antwort geben kann.

Partner/in A

1.                  interessierst du dich?

2.                  denkst du oft?

3.                   wartest du nicht gerne?


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4.                  träumst du?


Alle Rechte vorbehalten.

5.                  möchtest du gerne anfangen?

6.                  möchtest du gerne kämpfen?

Partner/in B

1.                  möchtest du dich engagieren?

2.                  erinnerst du dich gerne?

3.                  telefonierst du am häufigsten?

4.                  erzählst du gerne?

5.                   ärgerst du dich manchmal?

6.                  freust du dich immer?

Autorin: Friederike Jin


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KV4 137
  Ko p i e r v o r l a g e n
2 Vorbilder
Deutsch für Jugendliche

Wer-Spiel

Verteilen Sie an jede/n S einen Zettel mit den drei Fragen. Die S gehen im Raum herum,
befragen sich gegenseitig und suchen die entsprechenden Personen. Wer alle drei gefunden
und auf seinem Zettel notiert hat, ruft STOP und hat gewonnen.
Das Spiel geht weiter, bis auch einige andere S alle drei Personen gefunden haben.

Kümmerst du dich
um ein Tier?

Interessierst du dich
auch für …?
© 2017 Cornelsen Verlag GmbH, Berlin
Alle Rechte vorbehalten.

Wer kümmert sich um ein Tier?                 

Wer interessiert sich für die gleichen Sachen wie du?                 

Wer engagiert sich für den Umweltschutz und macht Mülltrennung?                 

Autorin: Friederike Jin


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KV5 138
  Ko p i e r v o r l a g e n
3 Berufe
Deutsch für Jugendliche

Die Interessen deutscher Jugendlicher

© Shutterstock / eurobanks

Kiselev Andreey Valerevich


© Shutterstock /
Interessensbereich Jungen Mädchen

Gesundheit, Soziales, Bildung 8,9 % 32,2 %


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Technik, Handwerk 30,2 % 3,4 %


Alle Rechte vorbehalten.

Büro, Verwaltung 9,9 % 14,1 %

Kunst, Design, Medien 6,9 % 17,0 %

Naturwissenschaften
(Biologie, Chemie, Physik, 11,1 % 9,1 %
Mathematik)

Reisen, Tourismus, Sprachen 4,3 % 14,0 %

Informatik 12,3 % 1,3 %

Verkauf, Handel 8,5 % 4,6 %

Politik, Wirtschaft 7,8 % 4,4 %

 (Stand: 08/2016)

Quelle: https://www.schuelerbarometer.de/schuelerbarometer/die-studie/studienergebnisse.html,
abgerufen am 23.01.2017, 16:52 Uhr

Autorin: Friederike Jin


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KV6 139
  Ko p i e r v o r l a g e n
4 Familie
Deutsch für Jugendliche

Relativsätze üben – „Drei in einer Reihe“

Sie können das Spiel zu zweit oder zu viert (in zwei Gruppen) spielen. Sie brauchen für
jede/n Partner/in bzw. für jedes Team 8 Münzen oder Spielsteine.
Ein/e Partner/in beginnt und legt eine Münze oder einen Spielstein auf ein Feld und bildet
einen Relativsatz, mit dem er / sie das Wort definiert. Ist der Satz korrekt, darf die Münze
liegen bleiben, und er / sie darf noch einmal spielen. Ist der Satz falsch, ist der / die andere
dran. Wer zuerst drei Münzen bzw. Spielsteine in einer Reihe (waagerecht oder senkrecht
oder diagonal) hat, hat gewonnen.
Sie können auch eine Zeit vorgeben, und wer dann innerhalb dieser Zeit die meisten Dreier­
reihen hat, hat gewonnen.

ein Jugend- ein / eine ein / eine


ein Handy
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zentrum Taxifahrer/in Erwachsene


Alle Rechte vorbehalten.

ein Kranken-
ein Freund / pfleger /
ein Messer eine Bank
eine Freundin eine Kranken-
schwester

ein / eine ein Partner /


ein Krankenhaus ein Hammer
Polizist/in eine Partnerin

ein / eine
Außen­handels­-
ein Flaschenöffner ein Vorbild eine Schule
kaufmann/
-kauffrau

… ist ein Instrument / ein Werkzeug / ein Gerät / ein Ding, mit dem …
… ist ein Gebäude, in dem …
… ist eine Person, die / mit der / …
… ist ein Beruf, in dem man … / für den man … braucht.

Autorin: Friederike Jin


www.cornelsen.de/daf
KV7 140
  Ko p i e r v o r l a g e n
4 Familie
Deutsch für Jugendliche

Eine Grafik beschreiben

Was ist eine Familie?


(Zustimmung
in Prozent)

verheiratetes Paar mit Kind 100 %

unverheiratetes Paar mit Kind 97 %

88 %
homosexuelles Paar mit Kind

Mutter mit Kind und einem 85 %


unverheirateten Partner
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Alle Rechte vorbehalten.

alleinerziehende Mutter 82 %

verheiratetes Paar ohne Kind


68 %

unverheiratetes Paar
33 %
ohne Kind

Quelle: Familienleitbilder (FLB) 2012

Autorin: Friederike Jin


www.cornelsen.de/daf
KV8 141
  Ko p i e r v o r l a g e n
Strategietraining 1
Deutsch für Jugendliche

Sprechtraining – Betonung im Satz

5a

Ein Vorbild ist ein Mensch,


der ein Leben führt,
wie ich es auch gerne führen möchte.
Es ist ein Mensch,
den ich nachahmen möchte.
Jemand, der so ist,
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wie ich es gerne wäre.


Alle Rechte vorbehalten.

5d/e

Eine Stärke ist eine besondere Fähigkeit, die jemand hat.


Wenn jemand etwas besonders gut kann,
z. B. mit Menschen umgehen
oder Dinge reparieren,
dann sagt man, dass das seine Stärke ist.

Autorin: Friederike Jin


www.cornelsen.de/daf
KV9 142
  Ko p i e r v o r l a g e n
5 Zukunft
Deutsch für Jugendliche

Wahrsagespiel

Die S spielen in Gruppen von 3 bis 5 S. Ein/e S würfelt und macht für seinen / ihre/n linke/n
Nachbarn / Nachbarin eine Voraussage zu dem gewürfelten Thema.
1 = Geld
2 = Glück
3 = Reisen
4 = Arbeit
5 = Familie
6 = Liebe
1
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Alle Rechte vorbehalten.

5 2 6

Autorin: Friederike Jin


Illustrator: Lukáš Fibrich
www.cornelsen.de/daf KV10 143
  Ko p i e r v o r l a g e n
6 Wohnen
Deutsch für Jugendliche

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© 2017 Cornelsen Verlag GmbH, Berlin

3-Zi-Wohnung, 62 m² im 2. Stock,

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sehr gute Verkehrsanbindung! Südbalkon, EBK, Miete 720 €,
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46 m², 2-Zi-Wohnung im EG,


Miete 510 €, NK 75 €,
sonstige Kosten 100 €,
Kaution 1 530 €

b Lies die Sätze 1–4 und suche für die Leute eine Wohnung. Es gibt mehrere
Möglichkeiten.
1. Zwei Studenten, Mischa und Tony, suchen zusammen eine billige Wohnung.
2. Familie Ktulu (Vater, Mutter, 2 Kinder) sucht ein Haus. Sie sind sehr umweltbewusst.
Sie arbeiten beide in Hamburg.
3. Julie und Robert sind frisch verheiratet und haben von einem Onkel viel Geld bekommen.
Sie suchen eine schöne Wohnung oder ein Haus im Stadtzentrum.
4. Frau Schmidt sucht mit ihren zwei Kindern eine günstige Wohnung. Sie haben zwei
Katzen.

Autorin: Friederike Jin


www.cornelsen.de/daf
KV11 144
  Ko p i e r v o r l a g e n
7 Essen
Deutsch für Jugendliche

Ordne die Redemittel in die Tabelle.

bestellen über das Essen sich beschweren sich entschuldigen bezahlen


sprechen
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Alle Rechte vorbehalten.

Oh, das tut mir


Ich habe …
Wir möchten Das schmeckt leid. Ich bringe Die Rechnung,
bestellt,
bitte bestellen. lecker. Ihnen sofort eine bitte.
aber das ist …
andere Soße.

Und was Entschuldigung! Verzeihung,


Schmeckt’s
möchten Sie … ist nicht ich bringe einen Zahlen, bitte.
dir?
trinken? frisch. neuen …

Ich nehme
… ist einfach Das ist zu kalt / Das macht Wir möchten
einen / eine /
lecker. salzig / scharf. … €. bitte zahlen.
ein …

Ich hätte gern


Hat es Ihnen Zusammen oder
einen /eine / Stimmt so.
geschmeckt? getrennt?
ein …

Autorin: Friederike Jin


www.cornelsen.de/daf
KV12 145
  Ko p i e r v o r l a g e n
8  Gesund und fit
Deutsch für Jugendliche

Gesundheitstag in einer Schule – ein Zeitungsartikel

Hessische Gesundheitsspiele in Obertshausen

„Beaty“ ist im Dauereinsatz


Obertshausen – „Wer hat heute morgen gefrühstückt?“ Fast alle der rund 900 Mädchen und
Jungen in der Sporthalle Badstraße springen auf und bejahen so die Frage von Kerstin Hardt.
„Und wer hat am Morgen zwei Glas Wasser getrunken?“ Von Michael Prochnow

Wieder stehen fast alle Schüler auf. „Das ist sonst, wie wenn man Pflanzen nicht gießt, dann fällt
der Körper zusammen wie eine verwelkte Blume.“ Die Fitnesstrainerin versteht ihr Handwerk,
gewinnt den Nachwuchs mit Bildern. So starten die vierten Hessischen Gesundheitsspiele, Gast-
geber sind die Stadt Obertshausen und die Hermann-Hesse-Schule. Kerstin Hardt, die in Frank-
furt mit Trainer-Legende Felix Magath gearbeitet hat, bewegt selbst die Promi-Bank. Auch Kul-
tusminister Alexander Lorz, Landrat Oliver Quilling und Bürgermeister Roger Winter üben sich in
großen Sprüngen und im Auf-der-Stelle-Rennen. Aus der Puste kommt zumindest der Rathaus-
chef nicht, er joggt und fährt Rad, verrät er Moderator Jochen Koch von der Sportredaktion
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unserer Zeitung.

„Wer ist 24 Stunden für euch da?“, reißt die Animateurin die Scharen wieder in ihren Bann. Klar,
Alle Rechte vorbehalten.

es ist „Beaty“, unser Herz, und was liebt „Beaty“ am meisten? „Wenn ihr euch bewegt“, legt sie
ihrem Publikum in den Mund. Da staunen selbst die Herren in den dunklen Anzügen: 7 000 Liter
pumpt „Beaty“ am Tag, transportiert Sauerstoff über 100 000 Kilometer Blut-„Autobahnen“ im
Körper. Überhaupt nicht mag „Beaty“, „wenn ihr vor dem Computer sitzt“, stellt Pädagogin Hardt
klar. Umso besser gefällt ihm „jeden Tag was Grünes, Gelbes und Rotes“, das macht „stark wie ein
Baum, ausdauernd wie ein Pferd, kräftig wie ein Löwe und schnell wie ein Leopard“.

Das schaffen die Gesundheitsspiele alleine nicht, aber ein Anfang ist gemacht, damit „Kinder
gesund bleiben und noch aktiver werden“, meint Wilfried Boroch, Unternehmenssprecher der
Krankenkasse AOK, die das Projekt unterstützt. Noch einmal Hüpfen zu den Takten der „Irren
Typen“, der Band aus den Werkstätten im Hainbachtal, dann üben sich die jungen Sportler in
Sportzentrum und Hesse-Schule. Auf dem Parkplatz fahren sie Roller über Wippen, spielen
Mini-Fußball. Die Maxi-Version läuft auf dem Platz am Schwimmbad, daneben trainieren sie das
Schwingen des Tennischlägers und den Hürdenlauf. Die Turngemeinde hat sechs Trainer im Ein-
satz, stellt in ihrem Vereinsheim den brasilianischen Kampf-Tanz Capoeira vor.

In der Schul-Sporthalle lernen sie Bewegung an Trampolin und Reck kennen, im Foyer Geräte,
die Geschick und Balance erfordern. Und wie gesundes Essen aussehen kann – zum Beispiel wie
ein Ruderboot, aus Gurke, Tomaten, Trauben, Mais und Salzstangen, wie Ninja-Schildkröten oder
ein Fußballplatz. Schüler der Gastronomie, Hotellerie und Touristik der benachbarten Kerschen-
steiner-Schule haben eine alternative Ausstattung für einen Kindergeburtstag erarbeitet. In Klas-
senräumen leiten die „Großen“ ein Quiz am Computer, das die Ernährungspyramide zum Thema
hat. Jede von acht Gruppen unterrichtet an diesem Tag sechs Klassen der Jahrgangsstufen vier
bis sechs – viele der „Kleinen“ wissen, dass Gemüse noch gesünder ist als Obst und der Zucker in
der Cola Probleme für Zähne, Magen und Bauchspeicheldrüse bereitet.

Quelle: http://www.op-online.de/region/obertshausen/hessische-gesundheitsspiele-2015-
obertshausen-5161005.html (abgerufen 24.06.15, 03:16 Uhr)

Autorin: Friederike Jin


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KV13 146
  Ko p i e r v o r l a g e n
9 Engagement
Deutsch für Jugendliche

Aufgaben zum Lesetext (im Schülerbuch auf S. 55)

Lies den Text „Freiwilliges soziales ökologisches Jahr“ auf S. 55 im Schülerbuch und
kreuze an: richtig oder falsch.

richtig falsch
1 Schüler und Schülerinnen können nach der Schule eine Zeitlang
im sozialen Bereich arbeiten.
2 Kilian hilft den Kindern beim Schulabschluss.
3 Kilian möchte die Arbeit im Waisenhaus früher als geplant
beenden.
4 Stefanie kann in ihrem freiwilligen ökologischen Jahr wenig
selbst entscheiden.
5 Stefanie hat schon eine Idee, was sie studieren möchte.
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Alle Rechte vorbehalten.

Autorin: Friederike Jin


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KV14 147
  Ko p i e r v o r l a g e n
10  Geld
Deutsch für Jugendliche

Wimmelübung zu den Reflexivpronomen

Kopieren Sie die Kopiervorlage auf etwas dickeres Papier oder Karton. (Die Schrift darf nicht
durchscheinen). Schneiden Sie dann die Satzstreifen. Jede/r S bekommt einen Streifen und
schreibt auf die Rückseite den korrekten Satz. Sie korrigieren alle Sätze und dann beginnt die
Wimmelübung: Alle S stehen auf und suchen sich im Raum eine/n Partner/in. A zeigt B die
Vorderseite des Streifens, B formuliert den richtigen Satz und A kontrolliert mit der Lösung
auf der Rückseite. Dann tauschen die S die Rollen und suchen anschließend eine/n neue/n
Partner/in, solange bis sie alle Sätze gelöst haben.
Wenn Sie mehr als 12 S in Ihrer Klasse haben, kopieren Sie die Streifen auf verschiedenfarbiges
Papier, teilen die Klasse in zwei Teile und lassen die Wimmelübung parallel in zwei oder drei
Gruppen durchführen. Natürlich können Sie die Fragen auch beantworten lassen.

  1. Darfst du      deine Kleidung selbst aussuchen?

  2. Kannst du      zehn Euro leihen?


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Alle Rechte vorbehalten.

  3. Ärgerst du      auch oft über die Verkäufer?

  4. Interessiert du      auch für die neuesten Handys?

  5. Fühlst du      in großen Shopping-Centern wohl?

  6. Kaufst du      manchmal Dinge, die du nicht brauchst?

  7. Kannst du      alles leisten, was du haben möchtest?

  8. Kannst du      auf Deutsch nach dem Weg erkundigen?

  9. Wie erholst du      am besten?

10. Hast du      an das Einkaufen im Internet gewöhnt?

11. Was wünschst du      zum Geburtstag?

12. Was würdest du      auf keinen Fall kaufen?

Autorin: Friederike Jin


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KV15 148
  Ko p i e r v o r l a g e n
11  Du und ich
Deutsch für Jugendliche

Adjektive: Memorykarten oder Wendekarten zum Selbstlernen

1. Memorykarten
Schneiden Sie die Karten einzeln aus und lassen Sie die S in kleinen Gruppen Memory
spielen. Zusatzregel kann sein, dass die S, wenn sie ein zusammengehöriges Paar gefunden
haben, einen Satz mit einem der beiden Adjektive bilden müssen. In jedem Fall sollten die S
bei jedem Umdrehen die Adjektive laut vorlesen.

2. Wendekarten
Schneiden Sie die Adjektivkarten nur an der senkrechten Mittellinie in zwei lange Karten.
Die S knicken die Karte an der gepünktelten Mittellinie. So können sie die Adjektive mit
ihrem Gegenteil lernen und sich dabei selbst kontrollieren.

reich arm langweilig interessant


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fröhlich traurig dumm klug


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ängstlich mutig dünn dick

ehrlich unehrlich einfach kompliziert

gemein lieb glücklich unglücklich

groß klein hart weich

jung alt laut leise

modern altmodisch passiv aktiv

positiv negativ pünktlich unpünktlich

selbstständig unselbstständig schön hässlich

höflich unhöflich stark schwach

treu untreu zuverlässig unzuverlässig

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KV16 149
  Ko p i e r v o r l a g e n
13 Technik
Deutsch für Jugendliche

Wimmelsätze zum Passiv

Kopieren Sie diese KV auf etwas dickeres Papier oder Karton (Die Schrift darf nicht durchschei-
nen). Schneiden Sie dann die Satzstreifen. Jede/r S bekommt einen Streifen und schreibt auf
die Rückseite den korrekten Satz. Sie korrigieren alle Sätze und dann beginnt die Wimmel-
übung: Alle S stehen auf und suchen sich im Raum eine/n Partner/in. A zeigt B die Vorderseite
des Streifens, B formuliert den richtigen Satz und A kontrolliert mit der Lösung auf der Rück­
seite. Dann tauschen sie die Rollen und suchen anschließend eine/n neue/n Partner/in,
solange bis alle alle Sätze gelöst haben. Wenn Sie mehr als 12 S in Ihrer Klasse haben, kopieren
Sie die Streifen auf verschiedenfarbiges Papier, teilen die Klasse in zwei Teile und lassen die
Wimmelübung parallel in zwei oder auch drei Gruppen durchführen.

Früher / Briefe / mit der Hand schreiben

Früher / Holz / mit Steinwerkzeugen bearbeiten


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Vor 1,8 Mio. Jahren / Fleisch / mit einem Faustkeil schneiden


Alle Rechte vorbehalten.

Früher / Kinderspielzeug / aus Naturmaterialien herstellen

Vor 6 000 Jahren / das Rad erfinden

Im 18. Jahrhundert / die Dampfmaschine erfinden

Vor der Erfindung der Dampfmaschine / alle Arbeit


von Menschen oder Tieren machen

Heute / die meisten Arbeiten / von Maschinen machen

Heute / Fleisch / mit Messern aus Metall schneiden

Heute / Kleidung / in Fabriken produzieren

Heute / sehr viel Spielzeug / aus Plastik herstellen

Heute / die meisten Briefe / mit dem Computer schreiben

Autorin: Friederike Jin


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KV17 150
  Ko p i e r v o r l a g e n
14  Mach keinen Stress!
Deutsch für Jugendliche

Liedtext zu „Stress“ von Samuel Reißen

Wieso gibt es Streit?


Wieso gibt es Stress?
Wieso gibt es Streit?
Wieso gibt es …
Wo kommt der Streit her?
Wieso gibt es Stress?
Dein Blitzableiter bin ich sicher nicht. der Blitzableiter, -, es: 1. Technische Anlage auf
einem Haus, die verhindert, dass Blitze das Haus
Wieso gibt es Streit? beschädigen 2. Jmdn. als Blitzableiter benutzen:
Wieso gibt es Stress? seine Aggressionen an jmdm. abreagieren
Wieso gibt es Streit?
Wieso gibt es Stress?

Sie streitet mit dir.


Er streitet mit dir.
kapieren, kapierte, hat kapiert: umgspr. ≈
Irgendein Problem, das ich nicht kapier. verstehen
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Sie ist so aggressiv.


Weil er provoziert.
Alle Rechte vorbehalten.

Sie nimmt sein Handy


Und er wird zum Tier.
Er fängt an zu schreien.
Doch sie gibt nicht nach.
Weiß eigentlich noch jemand
Wo das Problem herkam?

Wo kommt der Streit her?


Wieso gibt es Stress?
Dein Blitzableiter bin ich sicher nicht.
Wieso gibt es Streit?
Wieso gibt es Stress?
Wieso gibt es Streit?
Wieso gibt es Stress?

Wo kommt der Streit her?


Wieso gibt es Stress?
Dein Blitzableiter bin ich sicher nicht.
Wieso gibt es Streit?
Wieso gibt es Stress?
Wieso gibt es Streit?
Wieso gibt es Stress?

Text: © Cornelsen / Samuel Reißen


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KV18 151
  Ko p i e r v o r l a g e n
15  Spor t und Spaß
Deutsch für Jugendliche

Satzpuzzle

Kannst du mir eine passende Sportart empfehlen ?

Leider kann ich mir dieses Handy nicht leisten .

Ich habe meinem Bruder ein T-Shirt von seinem


Lieblingsverein gekauft .

Die Verkäuferin hat uns verschiedene T-Shirts gezeigt .


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Ich kann es dir leider nicht erklären .


Alle Rechte vorbehalten.

Er hat es sich gewünscht .

Warum gibst du es mir nicht ?

Bitte zeig uns den Weg zum Stadion !

Autorin: Friederike Jin


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KV19 152
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Verb Übersetzung Erklärung Beispielsatz eigener Beispielsatz


in die Mutter-
sprache
zu etwas zu etwas hinführen, Was hat Sie zum Fußball gebracht,
  Ko p i e r v o r l a g e n

bringen Frau Jones?


15  Spor t und Spaß

Mein Bruder hat mich zum


Fußball gebracht.
etwas fühlen, merken Die Mutter von Steffi Jones hat

Autorin: Friederike Jin


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spüren gespürt, dass Fußball für ihre
Tochter sehr wichtig war.
jemanden reden und Argumente Als Kind musste Steffi Jones ihre
überzeugen bringen, damit der an- Mütter überzeugen, dass Fußball
dere etwas auch glaubt das Richtige für sie war.
Schwierige Verben lernen – ein Faltblatt

etwas etwas erlauben Die Mutter von Steffi Jones hat


zulassen zugelassen, dass sie Fußball spielt.
für sich für jemanden Im Fußballteam hat Steffi Jones
jemanden einsetzen, wenn er an- gelernt, dass andere für sie
einstehen gegriffen wird, Verant- einstehen.
wortung für jemanden
übernehmen
jemanden jemanden wegen seiner Steffi Jones ist früher manchmal
diskrimi­ Nationalität, seiner wegen ihrer Hautfarbe
nieren Hautfarbe oder anderer diskriminiert worden.
Merkmale schlecht
behandeln
sich sich verändern, zu Fußball hat Steffi Jones die
entwickeln etwas anderem werden Chance gegeben, ihre Persönlich-

KV20
keit zu entwickeln.
Die S können mit dieser Kopiervorlage die Verben lernen. Dafür knicken sie die Kopie an den

umgehen jemanden behandeln Ein Trainer geht mit einer Herren-


sprache. Schritt 2: Sie lesen das Verb und sagen die deutsche Erklärung. Schritt 3: Sie lesen
das Verb und sagen den vorgegeben (oder den von Ihnen kontrollierten eigenen Beispielsatz).
senkrechten Linien. Schritt 1: Sie beginnen mit dem Verb und der Übersetzung in die Mutter-

mit mannschaft anders um als mit

153
Deutsch für Jugendliche

jemandem einer Frauenmannschaft.


  Ko p i e r v o r l a g e n
Strategietraining 4
Deutsch für Jugendliche

Lesen – Zeitungsmeldungen

Berichte vom Praktikum A–H Aufgaben 1– 4

(A) Selbst einen Artikel schreiben 1


(B) Kreative Bilder selbst malen
(C) In der Natur arbeiten
2
(D) Zeitungen verkaufen macht Spaß.
(E) Ich arbeite gern mit den Händen.
(F) Etwas für die Umwelt tun 3
(G) Es gab auch kreative Tätigkeiten.
(H) Das Praktikum war langweilig. 4
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KV21 154
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17  Anders reisen
Deutsch für Jugendliche

Lernkarten zu Präpositionen

Die S ergänzen die Karten auf der Rückseite erst mit der Präposition und, wenn nötig, mit dem
Artikel. Dann fragen sie sich gegenseitig ab. Ein/e S spricht den Satz und sagt „Piiiep“ anstelle
der Präposition und des Artikels. Der / Die Partner/in muss den ganzen Satz mit der richtigen
Präposition wiederholen.

an   auf   auf   aus   außerhalb   bei   durch   für   gegen   in   in   innerhalb   
mit   nach   nach über   über   von   von   während   wegen   zu   zu   zu

… … Ferien ist die Das Gästehaus ist


Sie geht nicht gerne Fährst du gerne …
Schulbibliothek eine Unterkunft …
… Fuß. … Fahrrad?
geschlossen. … ganze Familie.
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Gibt es hier in der Leider liegt unser Hotel


Stadt viel zu sehen? – etwas … … Stadt.
Alle Rechte vorbehalten.

Die Elbe fließt … Hamburg liegt …


Ja, … … Stadt­ Wir müssen jeden Tag
Hamburg. … Elbe (fem.).
zentrums gibt es viele eine Stunde S-Bahn
Sehenswürdigkeiten. fahren.

Die Zugspitze ist der


Bist du schon
Das Museum ist … Nächstes Jahr möchte höchste Berg in
einmal …
Reparaturarbeiten ich Urlaub … … Deutschland.
Deutschland
geschlossen. Bergen machen. Warst du schon einmal
gefahren?
… … Zugspitze?

Sie fahren mit dem


Bist du schon In Köln gibt es sechs Entschuldigung,
ICE von München …
einmal … … Brücken … … wie komme ich …
Stuttgart nach
Schweiz gefahren? Rhein (mask.). Bahnhof?
Frankfurt.

Woher kommst du? Wo liegt Leipzig?


Wohin gehst du? Wo bist du?
Ich komme gerade … Südwestlich …
Ich gehe … Hause. Ich bin … Hause.
zu Hause. Berlin.

… der Straße fahren


Woher kommst du? – Im Urlaub waren wir Wir hatten einen
viele LKWs. Es ist
Ich komme … … unser… Unfall. Der Bus ist …
gefährlich, mit dem
(IHRE STADT). Freunden. … Baum gefahren.
Fahrrad zu fahren.

Autorin: Friederike Jin


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KV22 155
  Ko p i e r v o r l a g e n
17  Anders reisen
Deutsch für Jugendliche

Lösung:

Während der Ferien ist Das Gästehaus ist


Sie geht nicht gerne Fährst du gerne mit
die Schulbibliothek eine Unterkunft für
zu Fuß. dem Fahrrad?
geschlossen. die ganze Familie.

Gibt es hier in der Stadt Leider liegt unser Hotel


viel zu sehen? Ja, etwas außerhalb der
Die Elbe fließt durch Hamburg liegt an der
innerhalb des Stadt­ Stadt. Wir müssen
Hamburg. Elbe (fem.).
zentrums gibt es viele jeden Tag eine Stunde
Sehenswürdigkeiten. S-Bahn fahren.

Die Zugspitze ist der


Das Museum ist wegen Nächstes Jahr möchte höchste Berg in Bist du schon einmal
Reparaturarbeiten ich Urlaub in den Deutschland. Warst du nach Deutschland
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geschlossen. Bergen machen. schon einmal auf der gefahren?


Zugspitze?
Alle Rechte vorbehalten.

Sie fahren mit dem


Bist du schon In Köln gibt es sechs Entschuldigung,
ICE von München
einmal in die Schweiz Brücken über den wie komme ich
über Stuttgart nach
gefahren? Rhein (mask.). zum Bahnhof?
Frankfurt.

Woher kommst du? Wo liegt Leipzig?


Wohin gehst du? Wo bist du?
Ich komme gerade Südwestlich von
Ich gehe nach Hause. Ich bin zu Hause.
von zu Hause. Berlin.

Auf der Straße fahren Wir hatten einen


Woher kommst du?
Im Urlaub waren wir viele LKWs. Es ist Unfall. Der Bus ist
Ich komme aus
bei unseren Freunden. gefährlich, mit dem gegen einen Baum
         .
Fahrrad zu fahren. gefahren.

Autorin: Friederike Jin


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KV22 156
  Ko p i e r v o r l a g e n
19 Schönheit
Deutsch für Jugendliche

a Lies die Zeitungsnotizen. Welche zwei Überschriften passen zu den Texten?

SCHÖNHEIT MACHT ERFOLGREICH


Männer wollen schön sein

Erfolg macht schön Fitness und Schönheit

Text 1 Text 2
Nun ist es wissenschaftlich bewiesen: In Sachen Schönheitspflege sind die Frauen
Wer gut aussieht, hat es im Beruf leichter. auch nicht mehr allein. Schönheitsoperatio­
Professor Steinbeck von der Universität Inns­ nen, Wellness-Urlaube und Besuche bei der
bruck beschäftigt sich seit Jahren mit dem Kosmetikerin sind längst keine Frauen-
Zusammenhang zwischen Schönheit und Domäne mehr. Auch die Männer wollen
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Erfolg. So hat er herausgefunden, dass schöne heute gepflegt aussehen. Sie lassen ihre Haare
Menschen mehr verdienen. „Gutes Aussehen färben oder ihre Augenbrauen zupfen. Den
Alle Rechte vorbehalten.

wirkt auf das Gehalt etwa so stark wie ein­ Männern und Frauen ist nicht nur ihr Aus­
einhalb Jahre Berufserfahrung mehr", sagt er. sehen wichtig. Sie wollen sich vor allem
Interessant ist, dass Männer und Frauen hier verwöhnen lassen und Energie tanken.
fast die gleichen Vorteile (oder Nachteile!)
haben.

b Hier sind neun Begriffe. Sechs davon sind Schlüsselwörter in den Texten. Welche?

Universität   Schönheit   Erfolg   Gehalt    Männer und Frauen   Schönheitsoperationen   


gepflegt aussehen   Haare färben    sich verwöhnen lassen

c Gib die Texte anhand der Schlüsselwörter wieder.

Lösungen a + b
3a Text 1: Schönheit macht erfolgreich
Text 2: Männer wollen schön sein
3b Schönheit – Erfolg – Gehalt – Männer und Frauen – Schönheitsoperationen –
gepflegt aussehen

Autorin: Friederike Jin


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KV23 157
  Ko p i e r v o r l a g e n
19 Schönheit
Deutsch für Jugendliche

Das Bewerbungsanschreiben

Christoph Winzer Absender


Finkenstraße 3
A-5023 Salzburg
Telefon: 0043-662-87953240
E-Mail: christoph.winzer@gmx.at

VB-Bank Adressat
Personalabteilung
Frau Sabine Mayer
Postfach
D-50939 Köln

Datum Salzburg, den 15.3.2017

Ihre Anzeige in der Tageszeitung vom 12.03.2017 Betreffzeile


© 2017 Cornelsen Verlag GmbH, Berlin

1. Anrede Sehr geehrte Damen und Herren,


Alle Rechte vorbehalten.

2. Einleitung eine Ausbildung zum Bankkaufmann interessiert mich sehr.


Deswegen bewerbe ich mich auf diese Stelle.

Hauptteil: Zurzeit bin ich in der 12. Klasse des BRG Salzburg. Im Sommer
  – Warum bewerbe ich werde ich die Schule mit der Matura abschließen. Besonders interes­
mich? sant finde ich bei Ihrer Ausbildung, dass man sowohl die Theorie
als auch praktisch alle Bereiche eines Kreditinstituts kennenlernt.

  – Warum bin ich der Ich gehe gerne mit Menschen um, arbeite oft am Computer und
ideale Bewerber? lese in meiner Freizeit viel, um mich über die aktuelle wirtschaft­
liche Lage zu informieren.
Zu meinen Stärken gehört auch die Fähigkeit, mich schnell in
neue Bereiche einzuarbeiten. Ich bin kreativ, teamfähig und offen.
Ich bringe gute Deutsch- und Englischkenntnisse mit.

4. Abschluss Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe, freue ich mich über eine Ein-
ladung zu einem Vorstellungsgespräch.

5. G
 rußformel und hand- Mit freundlichen Grüßen
   schriftliche Unterschrift Christoph Winzer

6. Anlagen Anlagen
Lebenslauf
Praktikumsbescheinigung
Fotokopie der letzten zwei Schulzeugnisse

Autorin: Friederike Jin


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KV24 158
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Strategietraining 5
Deutsch für Jugendliche

Wiederholungsspiel zum Selbermachern

Lassen Sie die S Aufgaben für die 28 Felder auf Zettel schreiben und nummerieren. Es können
auch mehrere Aufgaben für eine Nummer sein.
Beispiele:
Wortschatz: Wie heißt das Nomen zu „zuverlässig“? Landeskunde: Nenne ein berühmtes Produkt aus der Schweiz.
Wortfeld „Beruf“: Nenne fünf Verben. Wie heißt der höchste Berg Deutschlands?
Grammatik: Ordne die Sätze: Gestern / ich / angesehen / Dialog: „Was findest du schön?“ – Was kann man
einen MP3-Player / habe / mir / . antworten?
Heute / ich / ihn / gekauft / mir / habe / . „Ich habe mich so über meine Mutter geärgert!“ –
Ergänze: Nachdem das Auto erfunden worden war, … Wie kann man reagieren?

Dann beginnt das Spiel.


Die S spielen in Gruppen von 3 bis 4 Personen. Jede/r Spieler/in braucht eine Figur und jede
Gruppe einen Würfel. Die Spieler/innen würfeln und ziehen auf das entsprechende Feld. Dort
müssen sie die Aufgabe(n) lösen. Ist die Antwort richtig, dürfen sie stehen bleiben, ist sie falsch,
müssen sie zurück auf ihren letzten Platz. Wer zuerst am Ziel ist, hat gewonnen.
Natürlich können Sie mit diesem Spielfeld auch das Spiel „Drei in einer Reihe“ spielen.
Die Spielregel finden Sie auf Seite 141.
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START
Alle Rechte vorbehalten.

1 2 3 4 5

10 9 8 7 6

11 12 13 14 15

20 19 18 17 16

21 22 23 24 25

ZIEL

28 27 26

Autorin: Friederike Jin


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KV25 159
  Ko p i e r v o r l a g e n
Strategietraining 5
Deutsch für Jugendliche

Heiße Luft

Ein Mann in einem Ballon hat sich verirrt. Er geht tiefer und
sieht eine Frau am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft:
„Entschuldigung, können Sie mir helfen?“ „Vielleicht“,
antwortet die Frau.

„Ich wollte zu einem Freund fahren und jetzt weiß ich nicht,
wo ich bin.“ Die Frau antwortet: „Sie sind in einem Heißluft­
ballon in ungefähr 10 Meter über dem Boden. Sie sind bei
etwa 50 Grad nördlicher Breite und 8 Grad östlicher Länge.“

„Sie müssen Wissenschaftlerin sein“, sagt der Ballonfahrer.


„Bin ich“, sagt die Frau. „Woher wissen Sie das?“ „Ihre Infor-
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mationen sind zwar wissenschaftlich korrekt, aber ich habe


Alle Rechte vorbehalten.

keine Ahnung, was ich damit anfangen soll, und ich weiß immer
noch nicht, wo ich bin. Sie waren leider keine große Hilfe.“

Die Frau antwortet: „Sie müssen Manager sein. Sie wissen


weder, wo Sie sind, noch wohin Sie fahren. Sie sind mit Hilfe
von viel heißer Luft in Ihrer Position. Sie haben etwas ver­
sprochen, von dem Sie nicht wissen, wie Sie es einhalten kön-
nen und erwarten, dass andere Ihre Probleme lösen. Sie haben
das gleiche Problem wie vor unserem Treffen, aber jetzt bin
ich an Ihrem Problem schuld!“

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KV26 160
Hör tex te Schülerbuch

Hörtexte Schülerbuch Sehr richtig.


(Es sind hier nur Texte aufgeführt, die nicht im Ja schon, aber man ist ja nur einmal jung.
Schülerbuch stehen.) Da hast du auch wieder recht. Ja, dann könntest
du ja Angela mal fragen.
Track 3 Was soll das heißen?
Sie ist jetzt ganz alleine und weiß nicht, was sie sich Das soll heißen, dass du, wenn eine Weltreise
wünschen soll. Sie denkt nach. Sie grübelt. Sie wird dein Traum wäre, überlegen müsstest, wie du ihn
immer nervöser und immer trauriger. Was soll sie verwirklichen könntest.
nur tun? Was soll sie sich wünschen. Die Fee wird Aber Papa … das ist ja …
langsam ungeduldig. Lotta, Lotta entscheide dich, Halt! Halt! Versteh mich nicht falsch. Ich zahle dir
ich muss weiter. keine Weltreise. Überleg dir, wie du Geld verdie-
Da hat Lotta eine Idee. Sie sagt: „Ich wäre am glück- nen könntest und wie die Reise aussehen könnte.
lichsten, wenn wir alle zusammen wären und ge- Und dann können wir darüber reden, wie ich dir
meinsam viel Spaß hätten.“ Und BLING schon sitzen vielleicht helfen könnte!
Alexej und Pierre wieder am Tisch. Das ist ja super.
Na ja, aber bis dahin ist ja noch Zeit.
Track 4
Stimmt.
Jara, was willst du eigentlich machen, wenn du
mit der Schule fertig bist? Track 5
Am liebsten würde ich zuerst ein Jahr reisen und Es wäre mein Traum.
mir die Welt ansehen. Ich träume von dir zusammen mit mir.
Das wollte ich auch machen, als ich mit der Schule Die Zeit fliegt vorbei, ich wünsche mir, dass sie noch
fertig war, aber ich konnte leider nicht, weil ich bleibt.
studieren und zur gleichen Zeit Geld verdienen Die Sonne strahlt hell und warm auf mein Gesicht.
musste. Es wäre so schön, hier zu bleiben und nicht mehr
Warum musstest du gleich studieren? nach Hause zu gehen.
Weil meine Eltern nicht viel Geld hatten. Sie Es wäre mein Traum: einfach hier bleiben unter
konnten kein Studium und schon gar keine Welt- diesem Orangenbaum.
reise bezahlen und ich musste möglichst schnell Es wäre mein Traum: einfach hier bleiben bei diesem
eigenes Geld verdienen. Orangenbaum.
Aber du könntest mir doch eine Reise bezahlen, Hätte ich nur einen Wunsch frei, würde ich für
oder? immer hier bleiben.
Ich könnte vielleicht schon – aber ich würde das Es wäre mein Traum.
nicht tun. Es wäre mein Traum: einfach hier bleiben bei diesem
Ach Papa, du müsstest ja gar nicht alles bezahlen. Orangenbaum.
Nur so ein bisschen.  (Liedtext von Samuel Reißen,
Wohin würdest du denn fahren?  © Cornelsen Verlag GmbH, Berlin)
Hm, so genau hab ich noch gar nicht darüber
Track 6
nachgedacht. Ich glaube, …
Ich heiße Till und spiele Fußball. Ich bin Linksaußen
… ich würde zuerst nach Afrika fahren.
in der Jugendmannschaft von meinem Verein. Mein
Warum?
großes Vorbild ist Philipp Lahm. Der ist sportlich
Weil ich denke, dass das total interessant ist.
einfach super. Aber was ich besonders toll finde ist,
Würdest du denn allein reisen oder mit jemandem
dass er nicht nur an seine Karriere und sein Geld
zusammen?
denkt, sondern dass er sich auch um andere Men-
Auf jeden Fall mit einer Freundin. Ich könnte mit
schen kümmert.
Angela fahren, aber die müsste bestimmt auch
Die Phillip-Lahm-Stiftung unterstützt sozial benach-
erst arbeiten und Geld verdienen.
teiligte Kinder in Deutschland und Afrika vor allem
Und was ist mit Michael?
im Bereich von sportlichen Aktivitäten. Ich finde das
Ich glaube, der dürfte nicht, auch wenn er wollte,
total gut und wichtig.
weil er gleich bei seinem Papa in der Firma arbei-
ten soll.

161
Hör tex te Schülerbuch

Track 7 Und wie hilft mir das? Ein anderer hat es


Hallo, ich heiße Hasret. Mein Vorbild ist die Tänzerin geschafft und ich schaffe es nicht. Ist das nicht
und Choreographin Pina Bausch. Als Jugendliche frustrierend? Warum soll mir das helfen?
hatte sie es nicht einfach. Ihre Eltern waren keine Wenn Sie sich die Lebensgeschichten von erfolg-
Künstler. Sie hatten ein Restaurant. Aber Pina hat reichen Menschen anschauen, dann sehen Sie,
immer gewusst, dass sie tanzen möchte. Sie hatte dass viele auch nicht sofort Erfolg hatten. Oft
einen starken Willen und sie hat ihr Ding gemacht. haben sie viele Jahre nur Probleme gehabt. Aber
Sie hatte viele Jahre ihre eigene Tanzkompanie in sie haben nicht aufgegeben. Sie haben es immer
Wuppertal. Da hat sie ganz neue Ideen für das Tanz- wieder versucht. Sie haben für ihre Idee ge-
theater entwickelt und ist weltberühmt geworden. kämpft. Dieser starke Wille, diese starke Persön-
Ich habe einen Film über sie gesehen. Er ist fantas- lichkeit, kann für andere Menschen ein gutes
tisch. Die Tanzszenen sind wunderschön. Den Film Vorbild sein.
müsst ihr euch unbedingt ansehen. Es gibt ihn auch Und wie funktioniert das?
in 3D. Genau weiß man das nicht, aber es gibt sehr
interessante Experimente zu diesem Thema.
Track 8
Haben Sie ein Beispiel?
Mein Name ist Andrej Koslow. Ich habe vor kurzem
einen tollen Dokumentarfilm gesehen. Er heißt Track 11
„Brett vorm Kopp“ und es geht um Titus Dittmann. Ja, das hier ist ein ganz Einfaches.
Das ist der Vater der Skateboardbewegung in Auf einem Tisch liegen Süßigkeiten. Jeder möchte
Deutschland. gerne etwas nehmen. Aber man hat den Teil­
Zuerst war er Lehrer und hat in seiner Schule die nehmern gesagt, dass man das nicht tun sollte.
erste Skateboard-AG gegründet. Später wollte er Und dann gibt es zwei Gruppen.
was anderes ausprobieren und hat dann eine eigene In Gruppe 1 sehen die Versuchsteilnehmer eine
Firma aufgemacht. Skateboarden war sein Ding und starke Person. Sie nimmt keine Süßigkeiten.
er hat mit dem Skateboard auch richtig viel Geld In Gruppe 2 nimmt eine Person schnell von den
verdient. Ich finde es toll, wenn jemand sich total Süßigkeiten.
für etwas engagiert und dann auch noch Erfolg hat. Was meinen Sie, welche Gruppe nimmt mehr von
Seit einigen Jahren engagiert er sich für Kinder in den Süßigkeiten?
der ganzen Welt. Er finanziert Skateboard-Anlagen Wahrscheinlich in Gruppe 2.
an vielen Orten. Genau. In beiden Gruppen orientieren sich die
Teilnehmenden an einem Vorbild.
Track 9
Die Mitglieder von Gruppe 2 sehen ein schlechtes
Ich bin Leonie. Mein Vorbild heißt Anke Engelke. Sie
Vorbild und handeln genauso. In Gruppe 1 orien-
ist eine berühmte Moderatorin und Schauspielerin.
tieren sich die meisten an dem guten Vorbild.
Man sieht sie oft im Fernsehen. Sie macht das toll.
Haben denn alle Menschen Vorbilder?
Sie ist auch politisch interessiert und engagiert sich
Ich denke ja, aber viele Menschen wissen das gar
zum Beispiel für die Umwelt. Ich sehe mir oft Videos
nicht, d. h., sie könnten keine Vorbilder nament-
mit ihr im Internet an. Die sind total lustig.
lich benennen. Viele Leute haben auch mehrere
Track 10 Vorbilder je nach Thema und Lebenssituation.
Das Radio Total Interview. Unser Thema heute: Und was sind typische Vorbilder?
Vorbilder. Ganz oft sind es die eigenen Eltern. Das ist ganz
Herr Professor Stein, Sie sind Psychologe und ha- natürlich, man sieht sie häufig und lebt eng mit
ben über das Thema „Vorbilder“ geforscht. Was ihnen zusammen und sieht, wie sie sich in ver-
sind Ihre Ergebnisse? Sind Vorbilder wichtig? schiedenen Situationen verhalten. Deshalb kann
Ja, sie sind sehr wichtig. Wenn ich vor einem man viel von der Mutter oder dem Vater lernen.
schwierigen Problem stehe und nicht weiß, wie Aber viele Leute kennen ihr Vorbild gar nicht
ich das Problem lösen kann. Wenn ich nicht mehr persönlich, sie haben nur von der Person gelesen
weiter weiß, wenn alles kompliziert ist. Wenn ich oder sie in einem Film oder im Fernsehen gesehen.
neue Wege gehen möchte. Dann hilft ein gutes Es sind ganz andere Personen, wie z. B. Mutter
Vorbild. Teresa. Sie ist für viele Menschen ein Vorbild.

162
Hör tex te Schülerbuch

Oder wenn ich zum Beispiel Musik mag und ist. Ich möchte später auch Bauingenieurin werden.
selbst Musik mache, dann suche ich mir einen Mein Onkel meint, dass ich das schaffen kann.
Musiker oder eine Musikerin als Vorbild.
Track 17
Vorbilder können auch negativ sein ,oder?
Ich heiße Max Kloni. Der Beruf, den ich mal mache,
Leider ja, das zeigt ja schon das Experiment mit
muss interessant sein und ich möchte gut verdienen.
den Süßigkeiten.
Der Vater von einem Freund, der Rechtsanwalt ist,
Gerade sehr unsichere Menschen sind oft stark
verdient sehr gut. Allerdings muss er auch sehr viel
von allen möglichen Vorbildern beeinflusst, die
arbeiten, oft auch abends und am Wochenende.
Schwäche und Unsicherheit geschickt nutzen.
Die meisten Leute, die Jura studieren, arbeiten spä-
Herr Stein, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
ter in großen Firmen. Da verdient man gut, aber
Track 14 die Arbeit, die man machen muss, ist oft langweilig.
Ich heiße Isabel Antun. In drei Jahren bin ich mit der Ich will lieber Richter oder Rechtsanwalt werden
Schule fertig und dann möchte ich Geschichte studie- und im Gericht arbeiten.
ren. Eine Geschichtswissenschaftlerin, die ich kenne,
Track 18
hat mir von ihrem Beruf erzählt und seitdem möchte
Interview 1
ich auch an der Universität in der Forschung arbei-
Warum bist du nicht auf dem Foto, Chris?
ten. Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Die meisten,
Weil ich das Foto gemacht habe. Das war an Os-
die Geschichte studieren, werden Lehrer oder arbei-
tern. Da haben wir zuerst Ostereier gesucht und
ten später etwas ganz anderes. Aber ich möchte For-
dann einen Spaziergang gemacht. Auf dem Bild
scherin werden. Ich möchte an der Universität arbei-
sieht man meinen Papa ganz rechts und meine
ten, ich möchte forschen und Vorträge halten. Ich
Mutter ganz links. In der Mitte ist meine Schwes-
möchte gerne an einem Institut arbeiten, das die Ge-
ter. Sie steht zwischen meinem Opa und meiner
schichte von Asien erforscht. Ich finde zum Beispiel
Oma. Und der Junge vor meiner Mutter ist mein
die Geschichte von China oder Japan total spannend.
kleiner Bruder.
Track 15 Wohnen die Großeltern bei euch?
Ich bin Suna Heval. Ich spiele Geige seit ich vier Nee, Opa und Oma wohnen in Norddeutschland
Jahre alt war. Das ist das tollste Instrument, das es und kommen nicht oft zu Besuch zu uns nach
gibt. Ich liebe meine Geige. Letztes Jahr mussten Karlsruhe. Meistens sehen wir uns bei Geburts­
wir ein Schulpraktikum machen. Das habe ich bei tagen, an Weihnachten und an Ostern. Ich habe
einem Geigenbauer gemacht, der in der Nähe von sie sehr gern und finde es schade, dass ich sie so
Basel wohnt. In seiner Werkstatt gibt es sehr viele selten sehe. Früher waren meine Schwester und
verschiedene Werkzeuge, viel wertvolles Holz und ich ein paar mal in den Ferien bei ihnen. Das war
natürlich Geigen. Ich konnte nur Arbeiten machen, klasse. Ich bin gern mit meiner Familie zusam-
die ganz einfach sind. Ich habe viel zugeschaut, das men. Wir machen auch viel zusammen. Für mei-
war auch interessant. Der Geigenbauer arbeitet sehr nen Geschmack fast zu viel! Ich will eigentlich
konzentriert. Er muss sehr genau und sehr geduldig mehr Zeit für meine Freunde. Und noch was:
sein. Das Ergebnis ist wunderbar, aber natürlich Meine Schwester nervt mich manchmal total.
nicht billig. Ich möchte nach der Schule am liebsten
Track 19
eine Ausbildung als Geigenbauerin machen.
Interview 2
Track 16 Jessica, erzähl doch ein bisschen was von deiner
Ich heiße Emily Schmitt. Ich möchte einen Beruf Familie.
machen, der nicht so typisch für Mädchen ist. Ich Also, meine Eltern sind seit neun 9 Jahren ge-
habe einen Onkel, der eine interessante Arbeit hat. trennt. Da war ich sieben. Und, ähm, zuerst hat
Er baut Brücken. Die höchste Brücke, die er gebaut mein Vater dann noch in einer Wohnung unter
hat, war eine Autobahnbrücke, 150 m hoch und fast unserer gewohnt. Jetzt ist er weggezogen, und
2 km lang. Das Studium, sagt er, war nicht einfach. ich sehe ihn nur noch sehr selten. Meine Mutter
Er musste viel Mathematik und Physik lernen. Viele arbeitet und hat einen neuen Mann. Und ich bin
Studenten, die nicht so gut Mathe konnten, haben eigentlich meistens alleine zu Hause oder selbst
aufgegeben. Aber er hat es geschafft. Er verdient unterwegs. Man kann fast schon sagen: Meine
jetzt auch sehr gut, besonders, wenn er im Ausland Freunde sind meine eigentliche Familie.

163
Hör tex te Schülerbuch

Hast du auch noch Geschwister? Track 23


Nein, ich bin ein Einzelkind. Nummer 4
Und der neue Freund von deiner Mutter, der … 0156 788900. Sie wissen, wer ich bin. Bitte spre-
der Lebenspartner … oder sind sie verheiratet? chen Sie.
Die sind nicht verheiratet, nein. Hallo, Schatz, hier ist Tessa. Du hast aber eine
Hat der Kinder? unfeundliche Begrüßung auf deinem Anrufbeant-
Nein, der hat keine Kinder, aber mit dem verstehe worter. Du, ich ruf an, weil ich dich ins Kino ein-
ich mich sehr gut. Ich finde es gut, dass meine laden möchte. Im Odeon 2 läuft ab Freitag, das ist
Mutter wieder einen Freund hat. Gestern hatten der 11.12., der Film über „Malala“. Das soll ein
sie ihren fünften Jahrestag … ganz toller Film sein. Alle finden ihn super. Du
Und – ich wollte noch sagen, dass hat sich jetzt weißt ja, dass ich ein Malala-Fan bin! Jedenfalls
vielleicht ein bisschen negativ angehört, also … könnten wir da doch am Sonntagabend reinge-
ich mag meine Familie so wie sie ist und ich hen, oder?
mache auch gern was mit meiner Mutter, wenn Und am Samstag gehe ich ins Aqualand schwim-
sie und ich Zeit haben. Wir kochen und backen men. Kommst du mit? Würde dir auch gut tun!
zum Beipiel beide unheimlich gern zusammen. Also, ruf mich an, wenn du das hörst. Bis dann.
Küsschen!
Track 20
Nummer 1 Track 26
Sie sind mit dem Arbeitsamt Bonn verbunden. Die- Eine Stärke ist eine besondere Fähigkeit, die jemand
ser Anruf ist für Sie kostenlos. Wenn Sie die Num- hat. Wenn jemand etwas besonders gut kann, z. B.
mer Ihres Gesprächspartners kennen, dann wählen mit Menschen umgehen oder Dinge reparieren,
sie die Nummer bitte jetzt. Für die Arbeitsvermitt- dann sagt man, dass das seine Stärke ist.
lung wählen Sie bitte die 1. Für die Berufsberatung
Track 28
wählen Sie bitte die 2, und für die Telefonzentrale
In einem Monat werde ich entweder in Urlaub
wählen Sie die 0.
fahren oder ich gehe arbeiten.
Track 21 Ich nicht! Ich werde weder in Urlaub fahren noch
Nummer 2 arbeiten gehen.
Hallo, ich bin die Anrufbeantworterin von Marlene Und ich, ich werde sowohl arbeiten gehen als
Arbogast. Schade, dass Marlene nicht antworten auch in Urlaub fahren. Ich werde entweder in
kann, aber sprechen Sie doch nach dem Piepton. Deutschland oder in den USA studieren.
Marlene ruft bestimmt bald zurück. Ich werde weder in Deutschland noch in den USA
studieren.
Guten Tag Frau Arbogast, hier spricht Silvia Timm
Und ich werde sowohl in Deutschland als auch in
vom Arbeitsamt Bonn. Sie haben morgen einen Ter-
den USA studieren.
min mit Herrn Benn zur Berufsberatung. Der Termin
In drei Jahren werde ich entweder Physik oder
findet leider nicht statt, weil Herr Benn erkrankt ist.
Chemie studieren.
Rufen Sie mich doch bitte am Donnerstag an. Dann
Aber ich werde weder Physik noch Chemie
können wir einen neuen Termin vereinbaren. Meine
studieren.
Durchwahl ist -330.
Und ich werde sowohl Pysik als auch Chemie
Track 22 studieren.
Nummer 3 ANGEBER
Verehrte Kunden, wir freuen uns, Ihnen heute In 10 Jahren werde ich entweder Lehrerin oder
unsere neue „Traumwelt“ vorstellen zu können. Musikerin sein.
Hier werden Ihre Träume wahr. Auf 500 Quadrat­ Ich werde ganz sicher weder Lehrer noch Musiker
metern finden sie neue und besonders kreative sein.
Produkte für Haus und Freizeit. Machen Sie einen Und ich werde sowohl Lehrerin als auch Musike-
Besuch, und nehmen Sie ab 15 Uhr an unserer Er­ rin sein.
öffnungsparty teil. Es erwarten Sie Zauberer, Artis- Weil du von deiner Musik nicht leben kannst!
ten und jede Menge Unterhaltung. In 20 Jahren werde ich entweder zwei oder drei
Kinder haben.

164
Hör tex te Schülerbuch

Ich werde weder zwei noch drei Kinder haben. Track 32


Ich werde sowohl zwei als auch drei Kinder Mein Name ist Max Butzke. Ich mag gerne, wenn
haben. alles schön ordentlich ist. Deshalb bin ich am liebs-
Wie geht das denn? ten in meinem Zimmer. Da kann ich alles so organi-
In 50 Jahren werde ich entweder Rentner sein sieren, wie ich es will, und keiner bringt mir alles
oder schon tot. durcheinander. Mein Lieblingsspielplatz ist mein
Ähm – und jetzt? Schreibtisch. Hier habe ich alles, was ich brauche.
Na das Ganze von vorne. Hier kann ich spielen, hier kann ich Musik hören,
In einem Monat werde ich entweder im Urlaub Filme sehen, im Internet surfen und natürlich auch
sein … für die Schule arbeiten. Auch wenn mein Freund
kommt, sitzen wir meistens an meinem Schreibtisch.
Track 29
Es ist einfach alles da, was wir brauchen. Wenn ich
Häuser
nicht gerade in der Schule bin, dann bin ich meistens
U-Bahn
in meinem Zimmer.
gute Verkehrsverbindungen
Kirchen Track 33
Hochhäuser Ich bin Elsa Butzke, und ich liebe die Badewanne.
Einkaufszentrum Am Samstagnachmittag lege ich mich oft lange in die
shoppen gehen Badewanne. Hier kann ich mich richtig entspannen.
keine Natur Alles ist angenehm, es riecht gut, weil ich Duftöl ins
kein Grün Wasser getan habe. Ich hör meine Lieblingsmusik,
tolles Kulturangebot die Tür ist zu, keiner kann kommen und irgendetwas
viele Konzerte von mir wollen. Das ist die Zeit für mich allein. Na-
zu viele Autos türlich habe ich ein Buch dabei und meine Lieblings-
zu laut zeitschriften. Von Zeit zu Zeit lasse ich mehr warmes
Stadtzentrum Wasser einlaufen. Ich möchte am liebsten den gan-
historische Altstadt zen Tag hier liegen, aber irgendwann klopft es dann
Fußgängerzone immer stärker an die Tür. Das sind dann mein Bruder
Park oder meine Eltern. Und die rufen dann immer
spazieren gehen ungeduldiger:
Flughafen „Sag mal, bist du nicht schon ganz aufgelöst?
schlechte Luft Wir brauchen das Badezimmer auch mal wieder!“
Hafen
Track 34
Theater
Ich bin Mirko Butzke. Mein Zimmer ist vielleicht
Track 31 nicht immer ordentlich, aber das finde ich auch nicht
Ich bin Vera Butzke und mein Lieblingsort ist die so wichtig. Wichtig ist, dass es gemütlich ist. Letztes
Hängematte, die zwischen zwei Bäumen in unserem Jahr habe ich mein Zimmer umgeräumt. Vorher war
Garten hängt. Dort ist es ist wunderbar. Immer wenn es noch ein Kinderzimmer, aber jetzt nicht mehr.
ich Zeit habe, lege ich mich in die Hängematte und Diese Sessel sind neu. Jetzt kann ich hier gut mit
träume. Das ist der Ort, wo ich allein sein kann. Kei- meinen Kumpels zusammen sitzen. Mein Zimmer ist
ner stört mich. Keiner darf mich stören. Nur Schnuffi der Ort, wo wir uns fast jeden Tag nach der Schule
darf das. Die anderen können machen, was sie wol- treffen. Alle kommen gerne zu mir. Wir können Mu-
len, ich höre sie gar nicht. Ich mache, was ich will. sik hören, chillen, quatschen. Ich mache auch Musik
Ich träume dann, dass ich als Wissenschaftlerin eine in einer Band. Wir üben immer in unserer Garage,
große Entdeckung mache und ganz berühmt bin. Die wo wir auch unsere Musikanlage aufgebaut haben.
Journalisten wollen mich interviewen, aber ich habe Papas Auto muss vor der Garage parken, was er
keine Zeit für sie. Sie müssen warten, weil ich wich- nicht so gut findet, aber er akzepziert es – noch.
tigere Termine habe. Oder ich fantasiere, dass ich
Track 35
hier im Garten mit meinen Kindern spiele. Ich liebe
Ordnung ist das halbe Leben.
diesen Platz, wo ich ganz für mich sein kann.
In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele
aufgeräumt.

165
Hör tex te Schülerbuch

Nur kleine Geister halten Ordnung, Genies über­ gefallen. Ich war auf der deutschen Schule und
blicken das Chaos. die Wohnung war ziemlich weit weg von der
Ordnung ist das halbe Leben, ich lebe in der Schule. Ich konnte mich in der Freizeit kaum mit
anderen Hälfte. meinen Freundinnen treffen.
Und danach?
Track 36
Ja … dann bin ich mit meiner Mutter nach
Heute sprechen wir mit Ronja Gerber, die uns ei-
Deutschland zurück. Wir wohnen jetzt in einer
niges über das Thema „Wohnen“ erzählen kann.
großen Wohnung in Leipzig zusammen mit ande-
Hallo, Ronja …
ren. Wir sind sechs Kinder und Jugendliche und
Hallo!
vier Erwachsene. Mir gefällt das. Es gibt zwar
Ronja, du hast schon viele unterschiedliche
auch Konflikte: aufräumen, putzen, laute Musik
Wohnorte und Wohnformen kennengelernt.
und so – halt das Übliche. Aber ich finde es gut
Wie kommt das?
mit vielen Leuten zusammen zu wohnen
Na ja, mein Vater ist Geologe und da muss er
Und was wäre dein Traumhaus?
viel reisen und meine Mutter und ich sind da
Ein Haus in einem großem Baum am Amazonas.
manchmal mitgegangen.
Vielleicht werde ich ja mal Biologin und erforsche
Du bist aus Thal, das ist ein kleiner Ort in Thürin-
die Vögel am Amazonas und kann noch einmal
gen, ist das für dich deine Heimat, dein richtiges
ein paar Jahre dort leben.
Zuhause?
Na ja, im Prinzip schon. Da wohnen auch meine Track 37
Oma und mein Opa. Die ersten Jahre habe ich da Guten Appetit!
gewohnt. Und wenn meine Eltern weg waren, Danke, gleichfalls.
dann haben sich meine Oma und mein Opa um Lara, kannst du mir bitte das Salz geben?
mich gekümmert. Die haben ein kleines altes Gerne. Hier bitte.
Haus mit einem großen Garten und sie haben Lasst uns anstoßen auf das Geburtstagskind.
viele Tiere, Hühner und Enten und Hunde und Auf dein Wohl, lieber Luis.
Katzen. Die Wohnung ist klein und alles ist sehr Alles Gute!
alt, aber trotzdem, da war und bin ich immer Prost!
gern. Auf dein Wohl!
Wann hast du dann zum ersten Mal an anderen Mhm, die Soße ist lecker.
Orten gelebt? Ja, sie passt sehr gut zum Hühnchen.
Das war als mein Vater nach Peru gegangen ist.
Track 38
Da haben wir in einem kleinen Dorf im Amazo-
Dialog 1
nasgebiet gewohnt.
Och, ich hab so einen Hunger!
Wow! Und hat dir das gefallen?
– Wir möchten bitte bestellen.
Ich war da 8 Jahre alt und habe das Dorf geliebt.
Guten Tag, was möchten Sie?
Wir haben in einem Holzhaus gelebt. Es war nicht
Ich hätte gern ein Baguette mit Thunfisch.
riesig, aber im Vergleich zu den anderen Häusern
Welche Soße kommt dazu?
war es groß und luxuriös. Es hatte einen großen
Welche haben Sie denn?
Balkon und wir haben oft in der Hängematte ge-
Kräuter-, Knoblauch- oder Joghurtsoße.
schlafen und dann haben Affen in den Bäumen
Dann Joghurtsoße, bitte.
gespielt, die Vögel haben gesungen. Aber es hat
Und für Sie?
auch viele Tiere gegeben, die ich nicht so toll
Ich nehme den gemischten Salat, aber ohne Mais.
fand, Mosquitos, Schlangen und so.
Geht das?
Wie lange wart ihr da?
Ja, natürlich. Und was möchten Sie trinken?
Sechs Monate und dann sind wir nach Lima ge­
Für mich ein Mineralwasser, bitte.
zogen, das ist die Hauptstadt von Peru. Neun Mil­
Und ich möchte eine Apfelschorle.
lionen Einwohner. War ein ziemlicher Kontrast.
Wo habt ihr da gewohnt? Dialog 2
In einem Hochhaus im 22. Stock. Das war eine Na, wie schmeckt dein Salat?
ganz moderne Wohnung mit Schwimmbad und Der ist wirklich lecker. Ganz frisch. Und die Soße
Fitnessraum im Haus. Aber mir hat das nicht so ist einfach köstlich. Und dein Baguette?

166
Hör tex te Schülerbuch

Das Baguette ist ganz lecker, aber die Joghurt­ Track 40


soße ist normalerweise ziemlich mild. Ich glaube, Dialog 1
das ist keine Joghurtsoße. Na Sie haben sich aber auch erkältet.
Dann frag doch noch mal nach. Ja, haben Sie ein Taschentuch? Ich hab so einen
starken Schnupfen.
Dialog 3
Bedienung? Track 41
Ja. Dialog 2
Entschuldigung, aber ich habe eine Joghurtsoße Frau Stamm, ist Ihnen nicht gut?
bestellt, keine Knoblauchsoße. Die ist mir zu Ich weiß nicht. Ich hab so hohen Blutdruck, und
scharf. der Kopf tut mir dauernd weh.
Oh, es tut mir leid. Ich bringe Ihnen gleich die
Track 42
Joghurtsoße.
Dialog 3
Dialog 4 Was ist dir denn passiert?
Wir möchten bitte bezahlen. Ich habe Basketball gespielt und mich verletzt.
Zusammen oder getrennt? Ich glaube, mein Arm ist gebrochen.
Zusammen, bitte. Oje! Das tut sicher weh.
Das macht 14,40 Euro.
Track 43
Hier bitte. 15 Euro. Stimmt so.
Dialog 4
Track 39 Ach komm, Schatz. Och, du frierst … Ich weiß,
Dialog 1 dir ist kalt. Du hast Fieber. Aber geht’s dir besser?
Ich hätte gern ein Baguette mit Kräutersoße. Der Doktor hilft dir bestimmt.
Tut mir leid, die Kräutersoße ist aus. Mama mir ist so kalt …
Dann nehme ich die Knoblauchsoße.
Track 44
Die haben wir auch nicht mehr. Es gibt nur noch
Dialog 5
die Joghurtsoße.
Sie bluten ja!
Dann will ich auch kein Baguette mehr!
Ich hatte einen Unfall.
Dialog 2 In der Küche?
Alles in Ordnung bei Ihnen? Ja, wissen Sie, meine Frau ist nicht da, und ich
Eigentlich nicht. Die Soße ist okay, aber der Salat wollte für die Kinder kochen, und da hab ich mich
ist nicht frisch. Der Thunfisch ist zu salzig … in den Finger geschnitten.
Und die Cola ist zu warm! Tut es sehr weh?
Na, wenn Ihnen der Fisch nicht schmeckt, dann Na ja …
sollten Sie keinen bestellen.
Track 45
Na, so geht es aber nicht. Der Fisch ist viel zu
Ja was hast du denn mit deinem Ohr gemacht?
salzig. Den kann man nicht essen. Nehmen Sie
…
das bitte zurück und bringen Sie mir wenigstens
Aber du bist hier falsch. Du muss zum Tierarzt.
eine kalte Cola.
…
Ja, okay …
Track 47
Dialog 3 Tanja, du wohnst in Friedberg, das ist eine kleine
Bedienung! Stadt mit ca. 40 000 Einwohnern. Was macht man
Ja, bitte? in Friedberg in der Freizeit?
Also … Die Soße ist zu scharf. Und das Glas ist Ach, so viel Freizeit habe ich gar nicht. Ich bin
schmutzig. jetzt in der elften Klasse, da muss ich ziemlich
Entschuldigung! Das tut mir sehr leid. Ich bringe viel für die Schule arbeiten. Wir haben dreimal
Ihnen sofort ein sauberes Glas. Und Sie bekom- die Woche Nachmittagsunterricht, bis fünf Uhr,
men natürlich auch eine andere Soße. und dann die Hausaufgaben, dann muss ich ein-
mal pro Woche zur Nachhilfe. Eigentlich habe
ich nur am Wochenende Zeit, mal etwas anderes

167
Hör tex te Schülerbuch

zu machen. Früher habe ich Volleyball gespielt, Track 48


zweimal pro Woche, das würde ich auch gerne In zwanzig Jahren kontrollieren Roboter die
wieder machen, aber dafür habe ich keine Zeit Arbeiter in einer Firma.
mehr. In zwanzig Jahren kontrollieren Roboter die
Und wie ist das Angebot in Friedberg? Was kann Arbeiter in einer Firma.
man da am Wochenende machen? In zwanzig Jahren kontrollieren Roboter die
Das Angebot in Friedberg ist nicht schlecht. Meis- Arbeiter in einer Firma.
tens mache ich was mit meiner Freundin zusam- In zwanzig Jahren kontrollieren Roboter die
men, wir gehen ins Kino, wir haben ein ziemlich Arbeiter in einer Firma.
großes Kino, alle aktuellen Filme laufen da, oder
wir spielen Billard, und manchmal gehen wir auch In zwanzig Jahren kontrollieren Roboter die
in die Disco. Aber das ist nicht so einfach, weil die Arbeiter in einer Firma.
Disco nicht in Friedberg liegt. In Friedberg gibt es
Track 50
keine interessante Disco. Wir gehen immer ins
Ria und Mirko haben gerade ihr freiwilliges öko-
„Planet“, und das liegt ein bisschen außerhalb, in
logisches Jahr beendet. Sie haben das Jahr auf
einem kleinen Dorf. Da muss ich immer jemand
einem Bauernhof und in einem Kinderprojekt
finden, der mich hinbringt und abholt.
gerbeitet. Wir haben mit ihnen über ihre Erfah-
Das ist der Nachteil von einer kleinen Stadt.
rungen gesprochen.
Würdest du lieber in einer großen Stadt wohnen,
Hat euch das freiwillige ökologische Jahr
in Frankfurt, Hamburg, München oder Berlin?
verändert?
Da hättest du ein viel größeres Angebot und
Ich denke, es hat uns total verändert. Wir sind
könntest mit öffentlichen Verkehrsmitteln überall
wesentlich selbstständiger. Auch im Haushalt
alleine hinfahren und wärst nicht abhängig von
oder so. Man wohnt selbstständig, man geht von
Leuten, die ein Auto haben.
Zuhause weg. Man bekommt Einblicke in ver-
Ich weiß nicht. Ich habe immer in Friedberg ge-
schiedene Berufe.
wohnt. Da kenne ich alles und kenne viele Leute,
Ich fühle mich viel ruhiger, sicherer, erwachsener.
und ich kann überall mit dem Fahrrad hinfahren,
Ich bin jetzt eher bereit, in die Welt zu gehen,
das ist in einer Großstadt bestimmt nicht möglich,
weil ich schon ein bisschen weiß, was mich
das ist viel anonymer. Klar, dann hätte ich viele
erwartet.
Discos zur Auswahl, und natürlich würde es auch
Und woran liegt es, dass ihr euch jetzt anders
mehr Kinos geben und andere Freizeitangebote.
fühlt?
Aber ich habe ja gar nicht so viel Freizeit. Ich
Ich glaube, ich bin, wenn es um die Planung von
hätte ja also nicht so viel davon.
Sachen geht, z. B. von Urlaub, sehr viel selbst-
Jetzt bist du noch in der Schule, aber später wirst
ständiger. Früher haben immer meine Eltern alles
du vielleicht studieren und dann arbeiten. Wie
für mich gemacht.
und wo würdest du denn dann gerne wohnen?
Wir haben in diesem Jahr viel Verantwortung be-
Stell dir vor, du hättest die freie Wahl.
kommen. Wir haben mit Tieren und mit kleinen
Ich glaube, ich würde gerne in der Nähe von Ber-
Kindern gearbeitet, da hat man ständig die Ver-
gen wohnen, vielleicht in München. Dann könnte
antwortung getragen. Heute habe ich kein Prob-
ich am Wochenende immer in die Berge fahren.
lem mehr, allein Entscheidungen zu treffen.
Ich liebe die Berge. Meine Hobbys sind nämlich
Ich habe in diesem Jahr herausgefunden, was ich
Mountainbiken im Sommer und im Winter Ski-
wirklich machen möchte. Ich übernehme mehr
fahren. Das mache ich immer in den Ferien. In
Verantwortung mich und bin selbstbewusster ge-
den Weihnachtsferien und in den Sommerferien
worden. Es war gut, erst einmal etwas Praktisches
bin ich schon früher immer mit meiner Familie in
zu machen und sich von der Schule und dem
die Berge gefahren, und jetzt fahre ich mit mei-
Schülerleben zu befreien.
nen Freunden. Und wenn ich in München woh-
Ich habe viel über mich selber gelernt. Also auch
nen würde, könnte ich jedes Wochenende in die
was ich kann und was ich nicht kann. Was mir
Alpen fahren. Das wäre super.
Spaß macht und was mir keinen Spaß macht. Es
gibt Dinge, von denen ich früher nicht gedacht
habe, dass ich sie machen möchte, und jetzt habe

168
Hör tex te Schülerbuch

ich festgestellt, dass gerade die mir richtig Spaß dann mit der Post kommen, benutzt sie der Kauf-
machen. Das ist mir ganz oft passiert in diesem süchtige manchmal gar nicht – oder er packt die
Jahr. Sachen nicht einmal aus.
Ich hatte am Anfang echt Angst, dass ich mich Eine Studie aus dem Jahr 2005 hat gezeigt, dass
langweilen könnte. Aber es war immer etwas los. für etwa sieben Prozent aller Deutschen die Kauf-
Ich war oft abends total fertig und müde. sucht ein Problem ist. Bei Frauen ist das Problem
Warum glaubt ihr, dass das freiwillige ökologische größer als bei den Männern.
Jahr diese Veränderung gebracht hat? Kann man Schon wieder zu viel gekauft. Bin ich
beim Reisen oder Jobben diese Erfahrungen nicht kaufsüchtig?
genauso machen? Aber wann bin ich denn kaufsüchtig?
Also die Selbstständigkeit, denke ich, wäre beim Ein schlechter Tag, Ärger in der Schule oder mit
Reisen genauso gekommen. Aber ich finde das den Eltern, Stress mit dem Freund oder der
Ökologische Jahr eine gute Vorbereitung auf das Freundin? – Oft helfen Frustkäufe, wenn man
wirkliche Leben, weil da mehr Praxis, mehr Alltag Probleme vergessen will. Der Frustkauf ist noch
drin steckt. keine Kaufsucht. Gefährlich wird es, wenn man
Beim Reisen macht man auch viele Erfahrungen, regelmäßig aus Frustration einkauft. Menschen,
aber es sind eben keine Alltagserfahrungen. Ich die immer wieder einkaufen, um sich besser zu
finde es im FÖJ schön, dass man Ruhe hat, Zeit fühlen, machen den ersten Schritt in die Sucht.
zusammen mit anderen hat. Freundschaften kön- Nach und nach wird das Kaufen dann zum einzigen
nen sich hier richtig entwickeln, während es beim Mittel, um sich wohl zu fühlen. Man denkt nur
Reisen ja bestimmt eher Freundschaften für eine noch an den nächsten Einkauf. Die Kaufsucht ist
kurze Zeit sind. eine Krankheit. Die Patienten können sich in der
Regel nicht mehr selbst helfen und brauchen psy-
Track 51
chologische Hilfe. In fast allen großen Städten …
Radio Total 2 – Feature – heute: Ich musste ihn ein-
fach kaufen – Wenn Einkaufen zur Sucht wird – ein Track 53
Radiofeature von Sabrina Bunke. Dialog 1
Was, schon wieder so viel? Egal, ich muss es mir Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, sie liebt mich,
einfach kaufen. sie liebt mich nicht? Was?
Nervös wandern Tinas Augen auf dem Computer- Was machst du denn da?
bildschirm zwischen dem Warenkorb auf dem Liebst du mich?
Bildschirm und dem Bestell-Button hin und her. Na klar, und wie – und du?
Es sollte doch nur das neue Computerspiel Seit du da bist, kann ich nachts nicht mehr richtig
„MegaCity“ werden. Zu spät, wie von allein geht schlafen.
die Maus zum Button „Bestellung bestätigen“ Ich muss auch immer an dich denken.
und: KLICK. Wirklich?
Der Klick bringt Freude auf das Produkt, aber Ja, wirklich, vertraust du mir denn nicht?
auch ein schlechtes Gefühl im Bauch. Doch, doch, es ist nur …
Schon wieder zu viel gekauft. Ich musste es mir Als ich dich in der Klasse zum ersten Mal gesehen
einfach kaufen. Bin ich kaufsüchtig? habe, hab ich gewusst, das ist er.
Tina surft im Internet, liegt auf der Couch und Ehrlich, ich auch. Als du reinkamst, war ich sofort
sucht die Schuhe für den Sommer aus. Zu den in dich verliebt.
Schuhen legt sie noch einen Rock in den Waren- Und was ist mit Susi? Hast du es ihr gesagt?
korb, und die Sonnenbrille muss auch zur Mode Nein, noch nicht, seit du da bist, habe ich sie
passen. Klick. nicht mehr gesehen.
Es ist so einfach, viel im Internet zu kaufen. So Du musst es ihr sagen!
schnell, wie die Maus klick macht, so schnell ist Ja, ja morgen schick ich ihr eine WhatsApp.
aber auch das Geld weg. Was? Eine WhatsApp? Das kannst du nicht
Man müsste irgendwann einfach aufhören. Aber machen. Du musst mit ihr selber reden.
Menschen, die kaufsüchtig sind, können nicht Ach, Marina, warum ist alles so leicht und so
aufhören. Dabei ist für die Kaufsüchtigen nur schwer?
wichtig, dass sie kaufen. Wenn die Produkte

169
Hör tex te Schülerbuch

Track 54 So kompliziert ist es nicht. Dafür machst du was


Dialog 2 für die Umwelt!
Sylvia Borchert. O.k., dann erkläre es mir noch mal.
Hallo, Sylvia, hier ist Susi. Ich muss unbedingt Also, es gibt bei uns braune, gelbe und graue
mit dir sprechen. Tonnen. Die braune Tonne verwenden wir für
Was ist los? Du bist ja total fertig. Was ist denn Biomüll. Den kann man dann kompostieren, also
passiert? wieder zu Erde machen. Verpackungen mit dem
Kannst du mir helfen? Ich weiß nicht mehr grünen Punkt kommen in die gelbe Tonne. Das
weiter! Zeichen „Grüner Punkt“ kennst du, nicht wahr?
Ja, ja, aber sag doch schon, was ist denn mit dir? Das ist es! Alle Produkte mit dem Zeichen kom-
Fred betrügt mich! men in die gelbe Tonne. Und dann gibt es Extra-
Was? Bist du sicher? Seit wann? container für Altpapier und Altglas. Die graue
Seit Marina in unserer Klasse ist, hat er nur noch Tonne ist für fast allers andere.
Augen für sie. Oh Gott, hör auf, ich bekomme Kopfweh – ich
Das glaub ich nicht. glaub ich werde krank …
Doch, doch – als Marina in die Klasse kam, war er
Track 2.3
sofort in sie verliebt. Ich hab das gleich gespürt.
Teil 2
Ich mach Schluss mit ihm. Es hat alles keinen
Ich versteh dich gar nicht. Ist doch ganz einfach.
Sinn. Zum Valentinstag hat er ihr sogar eine Rose
Wie viele Mülleimer muss ich also zu Hause ha-
geschenkt.
ben? Für mich ist ein Mülleimer genug.
Oh!? – Susi, bevor du jetzt etwas tust, das dir
Tja, den Restmüll musst du vom Biomüll trennen
hinterher leid tut, sprich doch zuerst mit ihm.
– also zwei. Dann Glas, Papier, dafür haben wir
Das wollte ich ja, aber seit Marina da ist, hat er
Container an vielen Stellen in der Stadt.
ja keine Zeit mehr. Er muss immer lernen, seinem
O.k.! Ordung muss sein! Und das jeden Tag, sie-
Vater helfen – schöner Vater!! Ich bin so ent-
ben Tage die Woche, 24 Stunden. Und was pas-
täuscht! Bevor Marina in unsere Klasse kam, war
siert mit dem alten Schreibtisch von Steffen?
alles in Ordnung … aber das wird sie mir bezah-
Der gehört in den Sperrmüll.
len, das Miststück und dieser Schei… kerl auch –
Sperrmüll? Was ist das nun schon wieder?
du wirst schon sehen.
Das sind große, alte Sachen aus dem Haushalt:
Es tut mir leid, dass du so Pech hast, Susi. Bevor
Möbel, Lampen … Den holt bei uns eine Firma
du jetzt etwas Falsches machst, warte noch ein
ab, wenn man sie anruft und einen Termin aus-
bisschen. Wir können doch morgen noch mal über
macht. Die sortieren dann alles: Holz, Pappe,
alles sprechen.
Glas, Metall. Man stellt die Sachen am Abend vor
Track 2.2 dem Termin auf die Straße. Und manchmal finden
Also, das macht vermutlich ganz schön müde. die Sachen einen neuen Besitzer, bevor die Firma
Was denn? kommt. Wir werden also für den Schreibtisch bei
Müll sortieren. Und man braucht auch viel Platz der Firma einen Termin ausmachen und dann den
in der Wohnung. Ein Eimer für Biomüll, ein Eimer Sperrmüll an die Straße stellen. Die möglichen
für Restmüll, dann eine Platz für Altpapier, einen Termine findest du im Internet.
für Flaschen … Im Internet? Echt? Wahnsinn! Ich glaub es nicht!
Wenn du Pfandflaschen kaufst, hast du weniger Biomüll, Restmüll, Glasmüll, Papiermüll,
Müll. Sperrmüll …
Ja, aber der Rest bleibt. Und man braucht sehr
Track 2.5
viel Zeit, um überhaupt zu wissen, was wohin
Mein Name ist Ron Welke und ich gehe in die elfte
gehört.
Klasse. Ich möchte euch von meinem Experiment
Das kannst du schnell lernen. Du bist erst fünf
zum Kauf-Nix-Tag erzählen. Der Kauf-Nix-Tag ist
Tage in Deutschland. Nach ein paar Wochen geht
immer im November und wir vom Schülerradio
das fast automatisch.
haben uns gedacht, das müssen wir doch mal aus-
Da bin ich ja schon wieder weg. Dieses System
probieren. Die Redaktion hat beschlossen, dass
werde ich nie verstehen! Gelbe Tonne, Biomüll,
ich das Experiment machen soll.
Restmüll, Altpapier … Das nervt!

170
Hör tex te Schülerbuch

– Na toll! zur Schule und wieder nach Hause. Nächstes Jahr


Der Kauf-Nix-Tag kommt aus Nordamerika – woher will ich eine Kauf-Nix-Woche ausprobieren. Aber
denn sonst – und ist ein Tag gegen den Konsum, das mache ich ganz sicher erst, wenn es draußen
ein Tag gegen das Geldausgeben. Man soll einen Tag warm ist.
lang kein Geld ausgeben. 24 Stunden lang nichts
Track 2.6
ausgeben, das kann nicht so schwierig sein, oder
Wirklich?
doch?
Das glaub ich nicht.
Es ist 7.30 Uhr am Morgen. Ich gehe aus dem Haus.
Echt?
Da fällt mir ein, dass ich heute nicht in der Cafeteria
frühstücken kann, denn das kostet Geld. Ich gehe Track 2.7
zurück in die Wohnung und mache mir ein Brot – Ach, was soll ich nur tun?
oder besser zwei, denn in der Mittagspause will ich Ach du jee.
ja auch etwas essen. Oh nein!
Weil ich kein Busticket kaufen darf, fahre ich mit
Track 2.8
dem Fahrrad zur Schule. Dumm, dass es heute reg-
Wie meinst du das?
net. Es ist Ende November ein kalter Wind pfeift
Von wegen!
mir um die Ohren. Sehr unangenehm.
Was soll das denn?
Jetzt einen heißen Tee und ein schönes Schokola-
denbrötchen vom Bäcker neben der Schule. Das Track 2.9
wäre super, geht aber nicht, denn dazu müsste ich Gott sei Dank!
ja Geld ausgeben. Uff, das ist noch mal gutgegangen!
Komplizierter wird die Mittagspause. In der Kantine Glück gehabt.
darf ich kein Geld ausgeben. Sabine möchte mich
Track 2.11
einladen. Das finde ich total nett, aber das macht am
Dialog 1
Kauf-Nix-Tag keinen Sinn, denn dann muss sie für
Das darf doch nicht wahr sein. Sag mal, ist das
mich Geld ausgeben und das geht gar nicht. Ich muss
mein Rock?
die Einladung also ablehnen. Ich will aber auch nicht
Ehm, komm, stell dich nicht so an, weißt du, eh,
alleine mein Brot essen. Ich gehe also mit den ande-
meiner ist gerade in der Wäsche und heute …
ren in die Schulkantine und esse dort mein Käse-
Ach immer ist irgendwas, immer ziehst du einfach
brot. Aber ich habe vergessen, mir etwas zum Trin-
meine Sachen an, kauf dir doch selbst welche, du
ken von zu Hause mitzunehmen. Wie gut dass in
kriegst genauso viel Taschengeld wie ich. Wenn
Deutschland das kostenlose Wasser aus der Wasser-
du nichts zum Anziehen hast, dann ist das doch
leitung so gut ist, dass man es problemlos trinken
nicht mein Problem, das ist deins.
kann.
Ja, Mensch, mach ich doch auch, aber manchmal
Immerhin kann ich die Mittagspause mit meinen

Freunden zusammen sein, denn ich muss in der
Manchmal, manchmal, ständig fragst du mich,
Kantine nichts kaufen. Die meisten Freunde finden
kann ich mal dein T-Shirt haben oder deine Schuhe
das Experiment interessant, auch wenn sie nicht
oder oder oder und ich Blödmann geb’s dir dann
glauben, dass ich das 24-Stunden lang schaffe.
auch noch. Aber jetzt fragst du nicht einmal, son-
„Kommst du heute Abend mit ins Kino?“ Geht leider
dern nimmst dir einfach meinen neuen Rock aus
nicht. „Wir wollen nach der Schule in die Stadt fah-
dem Schrank. Du spinnst wohl. Ich leih dir nie
ren und einen Hamburger essen.“ Geht leider nicht,
wieder was. Das kannst du vergessen.
denn ich bin mit dem Fahrrad da. Es macht ihnen
Spaß, mir viele Aktivitäten vorzuschlagen, die Geld Track 2.12
kosten. Dialog 2
Der Rest des Schultages ist problemlos. Nur die Ej ihr könnt auch mal mithelfen. Sitzt da bloß und
Heimfahrt wird schwierig. Der Regen ist noch etwas quatscht und wir arbeiten.
stärker geworden und jetzt kommt der Wind von Wir haben uns bloß mal gerade hingesetzt, das
vorne. wird man doch wohl noch dürfen. Mach nicht so
Und was ist das Ergebnis? Es war gar nicht so einen Stress, du nervst. (Du bist ja wie meine
schwer. Das größte Problem war für mich die Fahrt Mutter!)

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Hör tex te Schülerbuch

Grad mal hingesetzt, seit ’ner halben Stunde sitzt Track 2.16
ihr schon da. Und vorher habt ihr auch bloß rum- Maja:
gehangen. Was habt ihr denn schon gemacht? Ich war mal ein Jahr lang Schülermediatorin, als ich
Jetzt mal langsam. Was soll das „was habt ihr in der zehnten Klasse war. Das war schrecklich. Die
schon gemacht?“, Bist du hier der große Boss? Ausbildung war interessant, aber dann kamen die
Spiel dich doch nicht so auf. Du schreist und kleinen Schüler alle mit ihren Problemen zu mir, in
kommandierst hier alle rum, da hat doch keiner jeder Pause! Und oft war das total kompliziert. Die
mehr Lust was zu tun. Halt doch einfach mal die Mädchen haben geheult und sich angeschrien. Die
Klappe. Jungs haben immer wieder angefangen, sich zu
schlagen. Das war der totale Stress. Am Schluss wa-
Track 2.13
ren meistens alle böse mit mir. Die verstehen nicht,
Dialog 3
wie man ein Problem löst und ich habe gemerkt,
Blöde Kuh! Hau ab, das ist mein Stuhl.
dass ich ihnen nicht wirklich helfen konnte. Das ist
Na und? Jetzt ist doch Pause, da kann jeder sit-
einfach nicht mein Ding. Ich hab genug eigene Prob-
zen, wo er will. Lass mich doch in Ruhe. Du bist
leme und andere können das besser.
ja bloß eifersüchtig.
Dass ich nicht lache, du bist doch immer eifer- Track 2.17
süchtig, weil die Jungs mich gerne mögen. Annika:
Aber Sven ist jetzt mein Freund, der will von dir Ich habe letztes Jahr als Mediatorin gearbeitet.
nichts mehr wissen. Das hat mir Spaß gemacht. Ich finde das interessant
Du falsche Schlange, du miese kleine Ratte, du und ich glaube, ich kann das auch ganz gut. Die
hast lauter Lügen über mich erzählt, der Sven ist kleinen Schüler sind immer gerne zu mir gekommen.
dir doch total egal, du wolltest mich bloß ärgern! Ich habe auch drei kleine Geschwister, deshalb
Und Sven du Blödmann hast natürlich alles kenne ich die Probleme gut. Bei meinen Geschwis-
geglaubt. tern muss ich auch oft Streit schlichten. Das ist ei-
He, wie meinst … gentlich ganz einfach, man muss nur genau zuhören
Lass Sven, die kann halt nicht verlieren. und ein bisschen Fantasie haben. Ich werde dieses
Jahr wieder als Mediatorin arbeiten.
Track 2.14
Das darf doch nicht wahr sein. Sag mal, ist das Track 2.18
mein Rock? Georgio, du machst Freeclimbing, wie bist du
Ehm, komm, stell dich nicht so an, weißt du, eh, zu dieser Sportart gekommen: Freunde,
meiner ist gerade in der Wäsche und heute eh … Schule …?
Ach, immer ist irgendwas, immer ziehst du ein- Vor fünf Jahren war ich mit meinen Eltern in den
fach meine Sachen an, kauf dir doch selbst wel- Alpen auf einem Campingplatz, und da habe ich
che, du kriegst genauso viel Taschengeld wie ich. Leute kennengelernt, die Freeclimbing gemacht
Wenn du nichts zum Anziehen hast, ist das doch haben. Die waren total cool, das wollte ich auch
nicht mein Problem, das ist deins. ausprobieren.
Was findest du am Freeclimbing besonders
Track 2.15
interessant?
Daniel:
Ich mag die Berge, die Natur und hatte auch
Ich bin jetzt seit zwei Jahren Mediator. Am Anfang
schon mal ein bisschen Bergsteigen gemacht.
hatte ich ein bisschen Probleme, besonders mit den
Aber Freeclimbing ist etwas ganz anderes, da hat
Mädchen. Bei denen habe ich oft nicht verstanden,
man keine technischen Hilfsmittel, das ist ganz
warum die gestritten haben. Eigentlich war da gar
direkt, nur der eigene Körper, mit dem kämpft
nichts. Ich habe das Problem oft nicht verstanden.
man. Dann fühle ich mich ganz frei, ganz direkt
Die Mädchen waren dann natürlich unzufrieden.
in Kontakt mit der Natur, nur der Berg und ich,
Aber nach einer Weile bin ich besser geworden.
das finde ich fantastisch. Ich will ausprobieren,
Die Jungs, die konnte ich von Anfang an gut ver­
was ich kann und immer noch ein bisschen wei-
stehen. Ich war ja auch mal so. Die kommen jetzt
tergehen. Dann bekommt man dieses Gefühl
immer zu mir und wir finden immer eine Lösung.
von Freiheit, von Glück.
Das macht mir Spaß mit denen. Ich will das weiter
Wie häufig machst du das?
machen, so lange ich auf der Schule bin.

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Hör tex te Schülerbuch

Leider nur in den Ferien im Sommer. Aber ich des Mannschaftssports irgendwo gezeigt hat, dass
muss mich das ganze Jahr darauf vorbereiten, man unwahrscheinlich viel Selbstvertrauen ge-
denn man braucht viel Kraft und Kondition. winnen kann, dass man Integration lebt. Jetzt bin
Ist das nicht gefährlich? Hast du dich schon mal ich auch als Mischlingskind immer mal wieder
verletzt? diskriminiert worden und habe dann eben durch
Na ja, ganz ungefährlich ist das natürlich nicht. den Fußball erfahren, dass andere für mich ein-
Das ist ja auch ein Teil vom Reiz. Aber wenn man stehen, dass mein Selbstwertgefühl wächst, dass
aufpasst, dann passiert nicht viel. Ich habe mich ich einfach merke, dass es keinen Unterschied
noch nie wirklich verletzt. Man muss sich eben macht, wo man herkommt, wie man aussieht,
selbst gut kennen. Wenn man müde oder unkon- wenn man in einem Team spielt und das war,
zentriert ist, darf man nicht klettern. Das ist ge- glaube ich, so der Beginn und auch der Einstieg.
fährlich. Aber im Straßenverkehr passieren auch Gut. Die Bedeutung von Männer-Fußball und
viele Unfälle, soll ich deshalb nicht mehr auf die Frauen-Fußball ist ja immer noch unterschiedlich,
Straße gehen? das zeigen einmal die Einschaltzahlen beim Fern-
sehen bei Fernsehübertragungen, das zeigen
Track 2.19
sicher auch die Honorare von den Spielern bzw.
Weißt du, was ich gesehen habe? Es gibt ein tol-
Spielerinnen. Glauben Sie, dass es einmal keine
les Angebot für die Ferien: Motorradspringen.
Unterschiede mehr geben wird in der Zukunft,
Was ist das denn?
wie es z. B. ja beim Tennis der Fall ist.
Da fährt man Motorrad, natürlich nicht auf der
Ich bin der Meinung, dass man Frauenfußball und
Straße, sondern in einer Halle oder im Gelände,
Männerfußball nicht miteinander vergleichen
in einer speziellen Sporthalle und springt damit
sollte und auch alle anderen Sportarten nicht. Es
auch.
ist ganz ganz wichtig, dass wir für uns immer
Du bist ja verrückt, warum willst du das denn
schauen müssen, wie hat sich der Frauenfußball
machen? Das ist doch total gefährlich.
entwickelt, wir waren gerade bei der Geschichte,
Track 2.20 wie haben wir angefangen, wo kommen wir her
Frau Jones, Sie sind eine der berühmtesten Fuß- und wir haben eine ganz großartige Entwicklung
ballerinnen Deutschlands und sogar der Welt und genommen, in den Möglichkeiten, die dem Frauen­
Sie gehören zur ersten Generation der Profi-Fuß- fußball sich bieten. Also nicht gemessen an den
ballerinnen, und Sie waren dreimal Europameiste- Männern, die haben ganz andere Rahmenbedin-
rin, einmal Weltmeisterin und sind jetzt die Trai- gungen, die haben ganz andere Dimensionen,
nerin von der Deutschen Nationalmannschaft. Ver­hältnisse, die haben ganz viel Geld, die haben
Was hat Sie zum Fußball gebracht? Werbeverträge, die haben Fernsehen, die haben
Mich hat zum Fußball mein älterer Bruder ge- volle Stadien, und im Frauenfußball ist das nicht
bracht, würde ich sagen, der drei Jahre älter ist, immer so und ist auch nicht diese Größenordnung.
der auch zu der damaligen Zeit schon ein sehr Also der einzige Unterschied vom Frauenfußball
begeisterter Fußballer war, und ich dann sowieso zum Männerfußball ist wirklich die Kraft, die
immer mit musste. Es ist ja so, dass der Ältere auf Athletik, das ist klar, aber alles andere, Technik,
die Jüngere aufpasst oder andersrum, die Ältere Taktik, Systeme, das ist eigentlich gleich, also da
auf den Jüngeren, und so kam es dann, dass ich gibt es keine Unterschiede, wenn man das sieht.
mitgegangen bin, da war ich dann erst der Tor- Wo es vielleicht noch einen Unterschied gibt, ist
pfosten, wenn die gespielt haben, dann durfte ich in der Mannschaftsführung, also wie man mit ei-
ins Tor und als man dann festgestellt hat, dass ich ner Frauenmannschaft umgeht, und wie man viel-
gar nicht so schlecht bin, da war ich gerade mal leicht mit einer Herrenmannschaft umgeht, da
vier, da durfte ich dann auch mitspielen, und dann mag es Unterschiede geben, aber das ist glaube
kam es auch so, dass ich durch meine Freunde ich auch vielleicht jedem Vater oder jedem Eltern-
einfach, die alle in einem Fußballverein waren, teil klar, dass er mit seinem Jungen vielleicht an-
und ich hatte eigentlich nur Jungen als Freunde ders umgeht wie mit den Mädchen.
und eine beste Freundin, dann ergab sich das ein- Nun gibt es ja Mädchen, die Fußball spielen wol-
fach, dass man dann mitgeht, und da muss ich len, aber die Eltern sind nicht so dafür. Was raten
dann sagen, dass sich da auch dann die Wertigkeit Sie solch einem Mädchen?

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Hör tex te Schülerbuch

Meine Mutter wollte auch nicht, dass ich Fußball Track 2.23
spiele, und hat dann gesagt, ich soll Tennis spie- … das waren die Nachrichten
len oder so, und dann war es für mich erstmal Radio Total „aus Schule und Ausbildung“.
schwierig, meine Mutter davon zu überzeugen, Heute im Studio Hanna und Ahmed von der der
dass der Fußball mir einfach sehr viel gibt und Friedrich-Ebert-Schule. Die beiden sind Schüler-
dass ich einfach sehr viel Stärke dadurch ge­ sprecher und wollen uns etwas über ihre Arbeit
winne, dass ich dann auch mich anderen Heraus- erzählen. – Ihr seid sehr aktiv in der Schule.
forderungen gestellt habe, und auch Werte wie Was macht ihr denn als Schülersprecher?
Respekt oder Fair Play, Toleranz gegenüber ande- Im Schulgesetz steht, wir sollen die Wünsche und
ren, das ist etwas, was sie gespürt hat, wo sie Interessen der Schülerinnen und Schüler vertre-
gemerkt hat, dass mein Wunsch und meine Lei- ten, und zwar die fachlichen, sportlichen, kultu-
denschaft so groß ist für den Fußball, dass sie rellen, sozialen und politischen Interessen der
das dann zugelassen hat und als sie dann mit­ Schüler.
gegangen ist und mal erlebt hat, was da so alles Und was kann man sich darunter konkret
passiert, dann war sie bereit. Also, es ist schon vorstellen?
schön, wenn man seine Eltern dazu bewegen Die SMV macht zum Beispiel eine Schülerzeitung.
kann, dem Fußball eine Chance zu geben und mir Wir wollen, dass alle Schüler und Schülerinnen
die Chance zu geben, mich persönlich zu entwi- informiert sind.
ckeln, weil es mein Wunsch ist. Und das kostet Im letzten Jahr hatten wir auch ein besonderes
manchmal Überzeugungskraft, aber das kriegt Event. Wir haben auf unserem Schulfest einen
man schon hin, wenn man mit ganz viel Leiden- Poetry Slam veranstaltet. Es gab auf dem Schul-
schaft und mit ganz viel Herzblut das möchte. fest vorher nur Veranstaltungen für kleinere Kin-
Spielen Sie heute noch Fußball? der und wir älteren Schüler wollten auch Spaß
Selten, denn ich bin ja jetzt doch auch schon über haben. Das war super, wir hatten mehr als zwei-
40, und das heißt, ich bin zwar schon auf dem hundert Zuschauer.
Trainingsplatz, klar, weil ich die Trainingseinhei- Haben die Lehrer euch gesagt, dass ihr das orga-
ten leite, aber komme jetzt wirklich ganz selten nisieren sollt?
dazu, selbst noch zu spielen, sondern eher joggen Nein, die Lehrer dürfen der Schülervertretung
gehen, also Sport machen ist mir ganz, ganz wich- nicht sagen, was sie tun soll. Wir entscheiden
tig, aber zum Fußballspielen komme ich leider selbst, was wir machen wollen. Natürlich reden
nicht mehr so oft. wir mit den Verbindungslehrern drüber. Sie
Wenn Sie zwei oder drei sportliche Wünsche frei helfen uns und manchmal helfen auch Eltern,
hätten, was würden Sie sich wünschen? aber es ist unsere Entscheidung, was wir machen
Wenn ich drei sportliche Wünsche hätte, dann ist und was wir nicht machen wollen. Das finde ich
das, klar, als Bundestrainerin, dass man sich auch gut so.
wünscht, dass die Mannschaft Erfolg hat, dass sie Könnt ihr auch beim Unterricht mitbestimmen?
Titel gewinnt, das sollen nicht aber nur drei Titel Nicht direkt, aber wenn Schüler zu uns kommen
werden, sondern grundsätzlich würde ich mir und sagen, dass sie den Unterricht bei einer Leh-
das wünschen für alle Mannschaften und neben rerin nicht verstehen, dann können wir mit ihr
den sportlichen Wünschen ist natürlich auch die sprechen. Im letzten Jahr hatten wir z. B. eine
Gesundheit ganz ganz wichtig, dass ich das viele neue Chemielehrerin, und viele Schüler haben sie
viele Jahre hoffentlich wirklich genießen darf in nicht verstanden. Sie dachte, die Schüler wären
meiner Funktion als Bundestrainerin, und unsere faul. Na ja, das war auch nicht ganz falsch. Aber
Männer dürfen auch gerne wieder Europameister das eigentliche Problem war, dass im Jahr zuvor
oder Weltmeister werden, da würde ich mich viel Chemieunterricht ausgefallen war, weil ein
auch drüber freuen. Lehrer krank war. Deshalb haben einige Schüler
 (Das Interview führte Friederike Jin, den neuen Stoff schlecht verstanden. Die waren
 © Cornelsen Verlag GmbH, Berlin.) dann frustriert und hatten dann keine Lust mehr.
Wir konnten dann eine Lösung finden. Aber das
klappt nicht immer. Manchmal gibt es auch Ärger.

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Hör tex te Schülerbuch

Erzählt uns doch noch ein bisschen von euren Das heißt, es stimmt vielleicht, aber das ist doch bei
Plänen für die Zukunft der SMV. den Erwachsenen genauso. Wer hat den schon wirk-
Wir wollen Schülerpatenschaften aufbauen und lich eine Ahnung, was er oder sie am Wahltag macht.
wir haben angefangen, Nachhilfe in Deutsch zu
Track 2.27
organisieren.
4 Hüsein Yanarsönmez (16) aus Brandenburg:
Für wen?
Ich bin dagegen. Unter 18 hat man doch noch keine
Wir haben viele ausländische Schüler, die noch
Erfahrungen mit den Parteien und rechts und links
nicht so gut Deutsch sprechen. Wir wollen ein
und so was. Viele Jugendliche, die ich kenne, wür-
System mit Paten machen. Jeder neue Schüler,
den wählen, was ihre Eltern wählen oder, noch
bekommt einen Paten oder eine Patin. Die helfen
schlimmer, die rechten Parteien.
dem neuen Schüler, sie zeigen die Schule. Sie er-
klären, wie hier alles funktioniert und sie helfen Track 2.28
auch bei den Hausaufgaben. Oft sind die neuen 1
Schüler zum Beispiel super in Mathe oder so, aber Hier konnte ich verschiedene Tätigkeiten ausüben,
sie können nicht so viel Deutsch und verstehen die mir einen Einblick in die Arbeit von einem
deshalb die Aufgaben nicht. Museum gegeben haben. Diese Tätigkeiten reichten
Interessantes Projekt! Gibt es denn auch Pro­b­ von handwerklichen Aufgaben wie dem Ausräumen
leme in der SMV? von Kartons, dem Transport von Bildern bis zu
Ich finde es schade, dass sich viele Schüler nicht kreativen Arbeiten wie Fotografieren von
wirklich für die Arbeit in der SMV interessieren. Ausstellungen.
Sie sagen vielleicht, ja, es ist gut, was ihr macht,
Track 2.29
aber wenn man sagt, dann mach doch mit, sei
2
aktiv, dann haben sie keine Lust.
Ich habe in verschiedenen Abteilungen der Zeitung
Sie sagen, dass sie keine Zeit haben. Aber das ist
gearbeitet. Ich musste Zeitungsartikel ausschneiden
Quatsch, sie gehen ja auch ins Kino, treffen sich
und nach Themen sortieren. Aber ich durfte auch
mit Freunden und so. Ich kann das überhaupt
an einigen Tagen mit einem Reporter mitfahren.
nicht verstehen. Ich habe so viele Ideen und es
In meiner letzten Woche machte ich sogar eine ei­
macht Spaß, diese Ideen zu verwirklichen.
gene Recherche über ein Projekt in einem Jugend-
Na, vielleicht geht ihr beiden ja später mal in die
zentrum und die Zeitung hat meinen Artikel auch
Politik. Ich wünsche euch weiter viel Spaß und
gedruckt.
Erfolg bei eurer Arbeit!
Track 2.30
Track 2.24
3
1 Ivo Ballhaus (15) aus Essen:
Ich habe mich schon immer für handwerkliche
Ich würde schon wählen gehen, aber ich bin nicht
Tätigkeiten interessiert. Die Arbeit als Elektrikerin
genug informiert. Das Wahlalter senken? Klar, aber
fand ich am Anfang ziemlich langweilig, weil ich
es muss eine Grenze geben. Wählen ab 16 wäre ver-
eigentlich nur das Werkzeug tragen und sauber
nünftig, aber bei manchen schon ein Problem.
machen durfte. Aber nach und nach habe ich dann
Track 2.25 einige einfache Tätigkeiten gelernt und konnte sie
2 Anna-Lena Scheller (17) aus Hessen: dann auch selbstständig machen.
Ich halte nichts vom Wahlalter ab 16 und schon gar
Track 2.31
nicht ab 0! Leute in meinem Alter haben doch keine
4
Ahnung von Politik. Zwar würde ich selber wählen
Ich liebe Pflanzen und Blumen. Deshalb war ich sehr
gehen, aber viele sind mit 16 Jahren noch nicht er-
glücklich, dass ich mein Praktikum in einer Gärtnerei
wachsen genug zum Wählen. Je älter man ist, desto
machen konnte. Obwohl die Arbeit körperlich an-
reifer ist man.
strengend war, hat sie mir viel Spaß gemacht. Ich
Track 2.26 kann mir gut vorstellen, dass ich eine Ausbildung im
3 Felicitas Riester (22) aus Baden-Württemberg: Bereich Landwirtschaft mache, aber vermutlich wer-
Ich bin für das Wahlalter ab 12! Das Argument, dass de ich doch das Abitur machen und dann vielleicht
die Kinder zu wenig wissen, halte ich für Unsinn. Gartenbau an der Universität studieren.

175
Hör tex te Schülerbuch

Track 2.34 so dass er seine digitale Fahrkarte nicht zeigen


So, jetzt fange ich gleich mal an. Bin gerade aus konnte. Ich habe ihm dann mein Ladekabel gegeben
dem Flugzeug ausgestiegen und stehe jetzt an der und der Schaffner, der so grimmig geguckt hatte, hat
Passkontrolle. sich entspannt und hat auch wieder gelächelt.
Ihren Ausweis bitte. Entschuldigung, können Sie Der Typ, er heißt übrigens Louis, er wollte auch nach
mal einen Moment Ihr Telefon wegtun und mir Köln, weil er Freunde dort hat, die etwas außerhalb
Ihren Ausweis zeigen des Stadtzentrums wohnen. Ich habe ein Hostel ganz
Oh, entschuldigen Sie, ja hier. in der Nähe vom Dom. Wir haben uns für den Abend
Also, geht doch, junger Mann. Willkommen in verabredet und dann einen super Nachtspaziergang
Deutschland. mit seinen Freunden am Rhein entlang gemacht.
So angekommen und jetzt suche ich die U-Bahn.
Track 2.37
Das Wetter scheint gut zu sein.
12. Juni. Traumwetter in Leipzig. Sommermärchen.
Track 2.35 Louis und seine Freunde waren wirklich supernett.
Hi, heute, der 31. Mai, war ein echter Pech-Tag. Ich bin drei Tage mit ihnen zusammen in Köln ge­
Es hat geregnet. Ohne Pause. Jetzt immer noch, wesen und war traurig, als ich weitergefahren bin.
hört euch das mal an. Aber ich will ja unbedingt noch nach Berlin. Heute
Ich war heute Morgen innerhalb von 5 Minuten war ich aber erst mal in Leipzig. Die Stadt ist gar
pitschnass, meinen Regenschirm hatte ich schon nicht so groß, aber der Bahnhof ist cool, soll der
letzten Dienstag in der S Bahn liegen lassen. Da größte Kopfbahnhof Europas sein. Heute ist er auch
wollte ich mir eine richtige Regenjacke kaufen. ein Shopping-Center.
Die kann man in Deutschland ja häufiger gebrau- Ich bin mittags hier angekommen und gleich in die
chen. Ich habe mir eine Plastiktüte über den Kopf Stadt gelaufen und wollte in einer kleinen gemütli-
gehalten und bin in die Innenstadt gelaufen. chen Kneipe was essen. Der Mann am Nachbartisch
Nichts los. Kaum Leute, das hat mich schon gewun- hatte eine Suppe oder einen Eintopf. Sah gut aus.
dert. Das Kaufhaus war geschlossen, die anderen „Leipziger Allerlei“ stand auf der Speisekarte. Witzi-
Ge­schäf­te waren auch zu. Vielleicht ist es zu früh, ger Name! Halt alles drin. Das wollte ich auch bestel-
dachte ich und bin in ein Café und habe gewartet. len. Aber die Kellnerin kam lange nicht, sie hatte
Aber um 11 Uhr waren die Geschäfte immer noch keine Zeit für mich. Als sie dann endlich kam, wollte
geschlossen. Dann habe ich die Bedienung im Café ich gleich bestellen. Sie guckte nur hektisch und
gefragt: Tja, Feiertag! Pfingstmontag! Und an Feier- sagte: „Tut mir leid, das geht nicht.“ Dann bin ich
tagen ist in Deutschland alles zu – alles! – auch die sauer geworden. Warum sollte es nicht gehen? Der
Supermärkte. Ich bin dann in den Zoo gegangen, Mann am Nachbartisch hatte doch auch ein „Leipzi-
ins Affenhaus und ins Vogelhaus – hört mal – und ger Allerlei“ und ich hatte echt Hunger! Ich habe
ins Aquarium, da war es warm und trocken und mich ein bisschen mit ihr gestritten, bis ich verstan-
ich bin den ganzen Tag dort geblieben, obwohl ich den habe, dass die Köchin nur von 11 bis 14 Uhr da
mich gar nicht so für Tiere interessiere. ist. Außerhalb dieser Zeit gibt es nichts Warmes zu
essen. Tja, da habe ich mich entschuldigt, dass ich so
Track 2.36
unhöflich gewesen war. Ihr tat es auch leid, wahr-
Hi, ihr Lieben. Heute ist der 9. Juni. Jetzt bin ich
scheinlich habe ich so hungrig ausgesehen. Sie war
schon zwei Wochen unterwegs. Und ich fühle mich
total nett und hat mir in der Küche noch was zu es-
überhaupt nicht einsam. Ganz im Gegenteil! Gerade
sen gesucht. Brötchen mit Wurst und Käse. Besser
gestern habe ich wieder tolle Leute kennengelernt.
als nichts.
Und das kam so. Ich saß gemütlich im Zug nach
Köln. Plötzlich höre ich hinter mir eine Diskussion Track 2.39
zwischen einem jungen Typen und dem Schaffner. Ich heiße Tanja Meier und komme aus Mannheim.
Der Schaffner sagte: „Sie haben keine Fahrkarte. Und jetzt wohne ich schon seit einem Jahr in Basel.
Sie müssen jetzt bei mir eine Fahrkarte kaufen.“ Mir gefällt es gut hier. Viele Deutsche schauen auf
Der Typ konnte nicht so gut Deutsch, aber er zeigte die Schweizer runter, denken: Ach ihr klein Schwei-
immer auf sein Smartphone. Ich habe mich neugierig zerli, macht ihr nur. Sie denken, dass die Schweiz
umgedreht und ihn auf Englisch gefragt, was das so eine Art kleines World-Disney-Deutschland ist.
Problem ist. Der Akku von seinem Handy war leer, Aber so ist es nicht. Die Schweiz ist ein Land mit

176
Hör tex te Schülerbuch

einer eigenen Kultur und einer langen Tradition. Track 2.43


Und wir Deutschen müssen uns dieser Kultur an­ 1 Jamal:
passen, wenn wir hierher kommen, dann haben wir Schönheit ist für mich nicht zuerst das Aussehen.
keine Probleme. Ich selbst hatte noch nie das Gefühl, Falten können auch schön sein, wenn jemand Ruhe
dass ich nicht willkommen bin. Ich lebe gern in der und Liebe ausstrahlt. Wenn jemand ein positiver
Schweiz. Hier lohnt es sich zu arbeiten. Das ist in Mensch ist, dann kommt die Schönheit von innen,
Deutschland anders. Natürlich haben die Schweizer vom Charakter. Man sieht es meistens am Lächeln.
auch Vorurteile gegenüber uns Deutschen. Positive Menschen können schön lächeln.

Track 2.40 Track 2.44


Ich bin Sylvia Egger, ich komme aus Bern. Ich habe 2 Annemarie:
vier Jahre in Deutschland gewohnt. Mein Mann ar- Schön finde ich Personen, die gepflegt sind. Man
beitet bei einer deutschen Weltfirma. Als wir unse- muss immer an das Äußere denken, das Make-up,
ren Freunden damals gesagt haben, dass wir zu den die Frisur, saubere Fingernägel und so weiter. Das
„Germanen“ ziehen, waren alle entsetzt. Überallhin, muss nicht unbedingt teuer sein, aber man braucht
nur nicht zu den Germanen! Aber dann haben uns Zeit. Ich brauche morgens immer viel Zeit im Bad.
viele Freunde besucht als wir in Deutschland waren,
Track 2.45
und sie waren äußerst überrascht: „Die sind ja gar
3 Heiko:
nicht so, wie wir gedacht haben!“ Und Deutschland
Schönheit? Na ja, ’ne gute Figur, ein schönes Ge-
hat wunderschöne Landschaften und Städte. Wir
sicht, glatte Haut … ähm … schöne, lange, blonde
haben vier sehr schöne Jahre dort verbracht und
Haare … weiße Zähne … Jaaa, und schlank muss sie
als wir dann zurück mussten, war ich unglücklich.
auch sein. Ich mag schlanke Frauen. Und sportlich.
Einmal im Jahr besuche ich meine Freunde in
Aber nicht unbedingt groß. So 1,70. Ich bin ja auch
Deutschland.
nur 1,75. Ja, so eine Frau ist für mich schön.
Ich glaube, dass die Schweizer einen Minderwer­
tigkeitskomplex gegenüber Deutschen haben. Die Track 2.46
Schweizer sind nicht so schnell wie die Deutschen, 4 Semra:
sie zögern mehr, warten gern ab, das kann man Attraktive, gepflegte Menschen haben es leichter im
auch oft im Fußball sehen. Leben. Sie sind auch selbstbewusster. Es gibt doch
so ein Sprichwort: Kleider machen Leute! Es geht
Track 2.41
nicht darum, dass man ständig neue Klamotten kauft.
Ich heiße Tobias Huber und wohne in Bad Tölz, das
Sondern dass man sich mit Geschmack anzieht. Das
ist in Bayern, nicht weit weg von Österreich. Ich
ist auch nicht immer teuer, wichtiger als Geld ist,
denke, Vorurteile gibt’s überall, aber mir ist es wurst.
dass man Stil hat.
Ich mag die Ösis, ich komme gut mit ihnen aus und
fahre oft nach Österreich. Sie sind sehr gute Gast­ Track 2.47
geber und sehr nette Menschen. Ich brauche eine neues Sweatshirt. Hast du Zeit?
Können wir in dem Laden hier schauen, ob sie
Track 2.42
was haben?
Ich heiße Georg Mayr und komme aus Salzburg.
Klar!
Ich finde, das mit den Vorurteilen ist doch Quatsch.
Wie findest du das da?
Die Deutschen sagen über uns, dass wir gemütlich
Das gefällt mir. Was kostet es?
oder auch faul sind. Bei uns sagt man, dass die Deut-
Lass mal sehen – Was? 120 Euro? Zu teuer.
schen – wir nennen sie gern „die Piefkes“, arrogant
So viel kann ich nicht ausgeben.
sind und rücksichtslos. Dass sie einen immer beleh-
Hier ist eins in demselben Schnitt für 45 Euro.
ren wollen und alles besser wissen. Aber das soll man
Das steht dir bestimmt. Probier das mal an.
nicht so ernst nehmen. Das gehört einfach dazu. Ich
Ja, wo ist die Anprobe?
jedenfalls kenne viele Deutsche, die sind total nett
Da vorne.
und ich fahre gerne hin.
Was meinst du?
Das steht dir perfekt!
Ich bin nicht so sicher. Der Schnitt gefällt mir,
aber ist das Blau nicht ein bisschen langweilig?

177
Hör tex te Schülerbuch

Ach komm. Dasselbe Sweatshirt gibt es auch in zwar keine große Freude, aber trotzdem hab ich
Orange. Aber das ist doch total hässlich. Das Blau, meist eine 3 im Zeugnis. Im Juni mache ich Abi-
sieht gut aus. Das hat Stil. Und schau mal, hier tur. Aber ich spreche auch Arabisch.
sind auch noch tolle Hosen. Probier mal die Ja, und wie würde Sie sich selbst einschätzen?
schwarze Hose. Das habe ich nicht ganz verstanden? Was meinen
Ja, hast recht. Nicht schlecht. Sie.
Komm, wir gehen zur Kasse. Na ja, halten Sie sich für eher offen? Arbeiten Sie
Okay. gerne mit Leuten zusammen??
Ach so ja, ich bin, glaube ich freundlich, flexibel
Track 2.48
und offen. Manche sagen aber, dass ich etwas
Nadia:
zu viel rede … Jaaa. Ich glaube, die meisten
Mein Ding kann man in der Hand halten und ganz
Leute, mit denen ich zu tun habe, mögen mich.
lange anschauen. Die Farbe ist wunderschön und
Ja, ich arbeite gern zusammen mit anderen
wenn man genau hinschaut, sieht man viele kleine
Leuten.
Muster. Beonders, wenn Licht darauf scheint. Man
Und Hobbys? Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
kann ganz lange draufschauen und man entdeckt
In meiner Freizeit?
immer wieder etwas Neues und man kann sich Ge-
Ich mache viel Sport. Ich treff mich oft mit zwei
schichten dazu ausdenken, denn die Muster sind so
Freunden zum Laufen, und mindestens einmal in
vielfältig und auch ein bisschen merkwürdig. Wenn
der Woche spiele ich Basketball mit unserem
man dieses Ding anfasst, ist es auch ein schönes
Team. Sonst sitze ich viel am Computer, ich chatte
Gefühl. Es ist so glatt und rund, aber nicht gleich­
halt oder spiele …
mäßig rund. Dieses Ding kann ich immer wieder
Ja, dann schauen wir mal, welcher Beruf zu Ihnen
anschauen und anfassen. Ich finde das Ding
passen würde.
wunderschön.
Track 2.51
Track 2.49
Hallo, ich heiße Maria Bethania. Ich will über Pferde
Manuel:
sprechen. Pferde sind meine Lieblingstiere. Mein
Mein Ding ist eigentlich kein Ding. Das, was ich
Pferd heißt Rotario. Mein Pferd ist sechs Jahre alt.
sehr schön finde, ist sehr groß und blendend weiß.
Ich reite seit meinem siebten Lebensjahr. Ich bin
Wenn der Himmel blau ist, sieht es besonders gut
Mitglied im Reitverein. Meine ganze Familie reitet.
aus. Die Stimmung ist so ruhig und so majestätisch.
Mein Großvater hat geritten. Mein Großvater hat
Man selbst fühlt sich dann ganz klein und ganz un-
unseren Reitverein gegründet.
wichtig. Menschen sind hier nichts, die Natur ist
Seit zwei Jahren bin ich Springreiterin und mache
alles. Es ist so groß, so weit, so alt, viele Millionen
bei Turnieren mit.
Jahre alt. Das ist ein ganz tolles Gefühl, wenn man
Ich trainiere dreimal die Woche. Ich trainiere am
dort ist.
Mittwoch, am Freitag und am Samstag. Ich trainiere
Track 2.50 immer von drei bis halb fünf.
Guten Tag. Sie kommen zu mir zur Berufsbera- Bevor ich reite, muss ich mein Pferd immer vorberei-
tung? Da brauche ich zuerst Ihren Namen. ten. Zuerst bekommt Rotario eine Karotte. Danach
Ich bin Laith, Laith Shama. kämme ich ihn, und dann putze ich die Hufeisen.
Und wie alt sind Sie, Herr Shama? Gehen Sie Zuletzt lege ich den Pferdesattel auf und lege das
noch zur Schule? Zaumzeug an. Und dann geht es los.
Ja, ich bin 18 und gehe in die Georg-Sonnin- Mein Training besteht aus vier Teilen: zuerst zwei
Schule in Düsseldorf. Ich bin jetzt in der zwölften Runden warm laufen. Dann kommen drei Runden
Klasse. Traben und danach vier Runden Galoppieren. Der
Ach ja, gut. Und welche Unterrichtsfächer mögen vierte Teil ist dann das Springen. Die Hindernisse
Sie besonders? haben verschiedene Höhen. Ich springe meistens
Hm … Besonders interessieren mich Mathe, Phy- über 1,20 Meter.
sik und Technik. Ich hab auch gute Noten in Sport Früher waren die Pferde überall wichtige Arbeits­
und Biologie. tiere und vor der Zeit des Autos das wichtigste
Fremdsprachen mag ich nicht besonders, im Transportmittel. Heute benutzt man sie in den meis-
Englischen bin ich schlecht. Deutsch macht mir ten Ländern nur noch in der Freizeit.

178
Hör tex te Schülerbuch

Neben dem Springreiten gibt es noch andere Reit- Ja, ich denke auch, dass das Hauptproblem ist,
sportarten, z. B. Pferderennen, Wanderreiten, Polo, dass man fast immer nur Texte lesen soll und da-
Dressurreiten oder auch Rodeo. rüber sprechen. Und wir lesen heute halt nicht
Die Pferdeweibchen nennt man Stuten und die mehr so gern lange Texte.
Männchen Hengste. Die jungen Pferde heißen Braucht man denn überhaupt ein Schulfach
Fohlen. „Geschichte“?
Pferde schlafen 4 bis 14 Stunden am Tag, aber sie Das müssen Sie mich nicht fragen. Gerade in
schlafen meistens nur 30 Minuten am Stück. Deutschland ist es wichtig, dass wir nicht verges-
Man muss sehr auf die Gesundheit von Pferden … sen, was z. B. zwischen 1933 und 1945 passiert
äh … aufpassen, vor allem auf ihre Hufe. Pferde ist, oder warum es heute eine Europäische Union
sind große und schwere Tiere, und das ganze … äh gibt.
… Gewicht ist auf den vier Hufen. Deshalb können Also, ich finde, dass man ruhig weniger Geschichte
sie sich sehr leicht an den Hufen … äh … verletzen. in der Schule machen könnte und dafür mehr zum
Der Pferdesport ist ein sehr schöner Sport. Man ist Thema „Umwelt“. Unsere Zukunft hängt nämlich
viel an der frischen Luft, und mit den Pferden lernt von der Umwelt ab und nicht davon, ob wir wis-
man, Verantwortung zu übernehmen. Deshalb ist es sen, wer Karl der Fünfte war.
gut, wenn junge Menschen sich für Pferde Wer war das?
interessieren. Keine Ahnung. Irgend so ein Kaiser vor tausend
Jahren.
Track 2.53
Wie kann man denn aus Fehlern lernen, wenn
Peer und Madita, was fällt euch bei dem Wort
man nichts über die Geschichte weiß?
„Geschichte“ ein?
Aber die wichtigsten Fehler werden doch heute
Gähn! Ich fand das Fach in der Schule immer
gemacht, vor unseren Augen. Da braucht man
langweilig. Irgendwie ist es schon wichtig, dass
nicht zu den alten Griechen und Römern zurück.
man was darüber weiß, aber es interessiert mich
Vielleicht müsste man Geschichte anders
halt nicht so.
unterrichten?
„Geschichte“ ist total wichtig. Ich möchte viel-
Das ganz sicher, aber ich glaube, trotzdem wird es
leicht später Geschichte studieren.
immer viele geben, die sich nicht dafür interessie-
Und Lehrer werden?
ren, und es ist doch auch in Ordnung, dass jeder
Nicht unbedingt, eher Journalist oder Historiker
so seine Spezialgebiete hat.
an der Universität.
Das finde ich auch.
Sagt euch der Begriff das „Grüne Band“ etwas?
Vielen Dank für das Gespräch.
Ja klar, das „Grüne Band“ das ist ein Projekt,
wo man versucht einen möglichst großen Teil
der alten Grenze zwischen Ost und West unter
Naturschutz zu stellen.
Noch nie was von gehört. Umweltschutz ist nicht
so mein Thema.
Ich kann dir da Informationen mitbringen.
Die meisten Jugendlichen interessieren sich heute
nicht oder nur wenig für Geschichte. Woran liegt
das? Was meint ihr?
Stimmt, die meisten in meiner Klasse mögen das
Fach nicht, aber es liegt auch oft an den Lehrern.
Wir hatten mal einen, der hat mit uns ganz viele
Projekte gemacht. Wir haben die Geschichte un-
serer Stadt erforscht. Haben Interviews mit alten
Leuten über ihre Kindheit und Jugendzeit ge-
macht. Das fanden die meisten schon interessant,
und auch ich habe da erst angefangen, mich für
Geschichte zu interessieren.

179
Hör tex te Arbeitsbuch

Hörtexte Arbeitsbuch Track 6


(Es sind hier nur Texte aufgeführt, die nicht im Meine Großeltern sind zwar nicht berühmt, aber
Arbeitsbuch stehen.) ich finde, sie sind – auf ihre Art – sehr erfolgreiche
Menschen. Sie sind 1972 aus der Türkei nach
Track 2 Deutschland gekommen. Da waren sie 23 und
Nummer 1 19 Jahre alt. Mein Großvater hat in Stuttgart bei
Ich heiße Franzek und mache nächstes Jahr Abitur. Mercedes Benz gearbeitet und meine Großmutter
Zukunftspläne? Das ist heute ja fast unmöglich. Es war zuerst Putzfrau und später ist sie zu Hause
kommt sowieso immer alles anders, als man denkt. geblieben. 1976 ist meine Mutter geboren.
Eben hat die Wirtschaft noch geboomt und man hat, Das Leben war am Anfang sehr schwer für die bei-
vor allem in der Computerbranche, immer einen Job den. Sie waren allein in einem fremden, kalten Land.
gefunden, und wenige Wochen später ist alles an- Mein Großvater hatte zwar eine gute Arbeit, aber
ders und die Leute verlieren ihre Arbeit. Also, ich die Familie war in der Türkei, und die Sprache war
weiß, dass ich studieren will, aber was, das weiß ich sehr schwer, und die beiden hatten fast keinen Kon-
noch nicht. Es soll etwas mit Naturwissenschaften takt zu Deutschen. Sie waren die erste Zeit nicht
oder Technik sein. Aber danach? Am liebsten hätte sehr glücklich und wollten auch nach ein paar Jah-
ich eine Arbeitsstelle hier in unserer Gegend, aber ren wieder nach Hause.
das kann man sich ja heute nicht mehr aussuchen. 1978 wurde dann mein Onkel Güven geboren. Es
wurden immer mehr Jahre in Deutschland. Meine
Track 3 Mutter und Onkel Güven sind in die Schule gekom-
Nummer 2 men und hatten auch deutsche Freunde. Sie haben
Ich heiße Ashtar und studiere im zweiten Semester natürlich gut Deutsch gelernt. Meine Großeltern
Informatik. Klar, die Zukunft kann man eigentlich hatten nie Zeit für einen Sprachkurs. Sie haben ja
nicht planen, weil schon morgen etwas passieren gearbeitet.
kann, das alles ändert. Aber man muss es trotzdem Ich mag meine Großeltern sehr gerne und ich finde,
tun. Ich werde in drei Jahren mein Studium ab- sie hatten viel Mut und Energie. Sie sind von einer
schließen, dann suche ich mir eine Arbeit und dann Kultur in eine andere gegangen und haben in einer
sehen wir weiter. fremden Kultur ihre Kinder großgezogen und die
Familie zusammengehalten. Das war nicht einfach,
Track 4 sie konnten ihren Kindern zum Beispiel in der
Nummer 3 Schule nicht so viel helfen, wie sie wollten. Aber sie
Mein Name ist Sven. Ich bin 17 und mache gerade haben ihre Kinder immer unterstützt.
meine Lehre in einer Buchhandlung. Ich liebe Meine Mutter war sehr erfolgreich in der Schule.
Bücher. Die Buchhandlung gehört meinem Vater Sie hat dann studiert und ist Ärztin geworden. Als
und ich möchte das Buchgeschäft weitermachen, sie mit einem deutschen Freund nach Hause kam,
wenn er aufhört. Aber vielleicht studiere ich nach waren meine Großeltern zuerst unglücklich, aber
der Lehre erst noch Germanistik oder Kulturwis­ dann haben sie die Entscheidung von meiner Mutter
senschaften. Man kann ja nie wissen, ob so eine akzeptiert. Darüber bin ich sehr froh, denn sonst
kleine Buchhandlung eine Zukunft hat. wäre ich nicht auf der Welt. Heute wohnen meine
Großeltern in Esslingen bei Stuttgart, und Deutsch-
Track 5 land ist auch ihre Heimat.
Nummer 4
Ich heiße Yola und gehe in die 10. Klasse. Ich habe Track 7
keinen ganz festen Plan. Ich will in zweieinhalb Nummer 1 und 2
Jahren mit der Schule fertig sein. Und danach will Guten Tag, Sabrina, nehmen Sie doch Platz. Sie
ich erst einmal jobben und dann, na ja, dann weiß wollten mich sprechen?
ich noch nicht so genau. Studieren will ich eigentlich Ja, Frau Leickart, Sie haben ja mit uns die Berufs-
nicht. Aber bis dahin ist ja noch Zeit. Vielleicht orientierung in der Schule gemacht, und da dachte
ändere ich meine Meinung auch noch. ich, dass Sie vielleicht die Lehrerin sind, die mir
helfen kann.
Was ist denn das Problem?

180
Hör tex te Arbeitsbuch

Das Problem ist, dass ich in zwei Monaten die nicht mit mir gespielt, oft war er auch richtig blöd zu
Prüfungen mache und bis heute keine Ahnung mir. Er hat mich immer weggeschickt und hat nur
habe, was ich danach machen soll. Das macht mit seinen Freunden gespielt, Fußball und am Com-
mir richtig Angst. puter. Also ich glaube, wenn die Jungen wollen,
Ja, waren Sie denn schon einmal bei der Arbeits- dann können sie das schon. Aber meistens haben
agentur, und haben Sie einen Test gemacht? sie keine Lust, mit kleinen Kindern zu spielen. Sie
Nein, aber Sie haben ja mit uns gesprochen. haben ganz andere Interessen.
Aber danach wusste ich leider auch nicht ge­
nauer, was ich tun soll. Track 10
Ich verstehe. Sie sollten so schnell wie möglich Die meisten Jungen, die ich kenne, sind dafür nicht
einen Termin bei der Arbeitsagentur machen, geeignet. Sie haben als Kinder ja auch nicht mit
sich dort testen lassen und dann mit einem Puppen gespielt. Wenn Mädchen mit Puppen spie-
Berufsberater sprechen. len, dann üben sie, wie man mit Kindern umgeht.
Deshalb können sie das einfach besser, wenn sie
Track 8 größer sind. Mädchen haben meistens viel mehr
Nummer 3 und 4 Spaß, sich um kleine Kinder zu kümmern, das ist oft
Guten Tag, Herr Theis, schön, dass Sie gekommen gar keine Arbeit für sie, sondern Spaß. Also, wenn
sind. Setzen Sie sich. ich Kinder hätte, dann würde ich keinen Jungen als
Guten Tag, Herr Dr. Waldner. Babysitter nehmen. Vielleicht ist es ungerecht, wenn
Herr Theis, Sie möchten ein Praktikum bei uns ich das so allgemein sage, vielleicht gibt es ja auch
machen. Erklären Sie mir doch kurz, warum aus- mal einen Jungen, der das kann. Aber die meisten,
gerechnet bei uns. die allermeisten können es nicht.
Also, ich habe Ihre Anzeige in der Zeitung gelesen
und das hat mich sofort interessiert. Wissen Sie, Track 11
ich will später Medizin studieren und da dachte Das ist eine total blöde Frage. Mädchen sind unter-
ich, das kann eine interessante Erfahrung sein, schiedlich und Jungen auch. Es gibt viele Mädchen,
in einer Firma zu arbeiten, die Medikamente die können überhaupt nicht mit kleinen Kindern
herstellt. umgehen. Sie wollen sie nur wie Puppen behandeln
Sie sind 18 Jahre alt und machen in zwei Wochen und rumtragen. Aber Kinder sind keine Puppen!
Abitur, ist das richtig? Kinder wollen auch spielen und haben auch eigene
Ja, das stimmt. Ideen. Ich glaube, dass es Mädchen gibt, die gut
Und Sie wollen dann in vier Wochen bei uns Babysitter sein können, und dass es Mädchen gibt,
anfangen? die es überhaupt nicht können. Und bei Jungen ist
Ja, so war die Stelle ja ausgeschrieben. Eigentlich es genauso. Deshalb finde ich es total falsch eine
wollte ich nach dem Abi noch etwas reisen, aber generelle Antwort zu geben. Wenn ich Kinder hätte,
das mache ich dann eben später. würde ich genau gucken, ob das Mädchen oder
Haben Sie schon einmal in so einem Betrieb der Jungen gut mit meinem Kind umgeht. Und nur
gearbeitet? danach würde ich entscheiden.
Das nicht, aber ich habe regelmäßig in den Ferien
und an Wochenenden in anderen Firmen Track 12
gearbeitet. Ich kann nicht so gut mit kleinen Kindern umgehen.
Gut, Herr Theis, das genügt mir fürs Erste. Ich Ich habe einfach keine Erfahrung, weil ich keine
rufe Sie dann in den nächsten Tagen an. kleinen Geschwister habe. Aber ich glaube, ich
könnte es lernen. So schwierig ist es ja bestimmt
Track 9 nicht. Ich würde es auch gerne lernen, denn als Baby­
Ich weiß nicht. Ich habe einen großen Bruder. Er ist sitter kann man sich gut ein bisschen Geld nebenbei
8 Jahre älter als ich und er musste manchmal früher verdienen. Aber alle Eltern suchen nur Mädchen,
auf mich aufpassen, wenn meine Eltern nicht da wa- weil sie meinen, dass Mädchen das besser können.
ren. Ich erinnere mich noch gut daran. Das war im- Ich finde das total ungerecht. Viele Mädchen müssen
mer lustig. Er hatte viele Ideen und hat ganz lieb mit es auch erst lernen, sie können es auch nicht sofort.
mir gespielt. Aber normalerweise hat er natürlich Aber sie bekommen die Chance und ich nicht.

181
Hör tex te Arbeitsbuch

Track 17 Ja, aber das tun sie doch nicht.


Sehr geehrte Damen und Herren, willkommen Ich bin gleich fertig, Frau Baum. Die Brücke ist
zu unserer Podiumsdiskussion. Sie hat heute ökonomisch notwendig und ökologisch verant-
das Thema „Unsere Stadt soll besser werden“. wortbar. Die Kosten können wir kontrollieren und
Ich möchte zuerst die Teilnehmerinnen und alle werden am Ende davon profitieren.
Teilnehmer vorstellen. Aber Frau Holle-Berg, das sind doch Phrasen. Sie
Auf meiner linken Seite sehen Sie Frau Baum von sind eine erfahrene Politikerin und wissen genau,
der Bürgerinitiative Umweltschutz, sowie Frau dass man die Kosten solcher Projekte kaum kon­
Throm von der Bürgerinitiative Kultur. Die Dame trollieren kann.
rechts von mir kennen sicher alle, das ist Frau Wir sollten jetzt bei diesem Thema zum Schluss
Holle-Berg, unsere Bürgermeisterin, daneben sitzt kommen, damit wir noch andere Themen anspre-
Herr Begin vom Bund der Selbstständigen. chen können. Frau Throm, was wäre denn Ihr
Ich möchte zuerst Sie fragen, Frau Holle-Berg. wichtigster Vorschlag zum Thema „Unsere Stadt
Was wird in der Verwaltung gerade diskutiert? soll besser werden“?
Wie kann unsere Stadt besser werden? Ich bin der Auffassung, dass in unserer Stadt
Ich möchte mich zunächst einmal bedanken, dass die Menschen im Mittelpunkt stehen müssen,
Sie mich zu dieser Diskussion eingeladen haben. deshalb …
Ja, das ist ein wirklich großes Thema, aber ich
möchte einfach mal ein Beispiel für unsere Track 18
kommenden Projekte nennen, das ist die zweite Hallo, ich heiße Marco und ich wohne mit meiner
Brücke. Damit werden wir in einigen Jahren die Familie, das sind meine Eltern und mein kleiner
Verkehrssituation in unserer Stadt sehr verbes- Bruder, in Bremen. Wir wohnen in der Innenstadt,
sern können. in einem Mietshaus im 3. Stock. Wir sind umgezo-
Entschuldigung, wenn ich da gleich unterbreche. gen, als ich 9 Jahre alt war. Vorher haben wir in
Die Brücke ist nun wirklich das Gegenteil von einer kleineren Wohnung gewohnt und ich habe mit
einer Verbesserung. Dadurch wird das Stadtbild meinem Bruder ein Zimmer geteilt. Das war auch
zerstört werden und der Verkehr in der Stadt okay, aber er ist jünger als ich. Ich hätte lieber einen
wird eher zunehmen als abnehmen. älteren Bruder. Und als ich dann in der neuen Woh-
Da bin ich ganz anderer Meinung als Frau Baum. nung ein eigenes Zimmer bekommen habe, habe ich
Unsere Stadt lebt von den Geschäften und Res- mich gefreut.
taurants im Zentrum. Wenn es immer schwieriger Wenn meine Freunde zu mir kommen, dann passt
wird, dorthin zu kommen, dann wird es auch der mein kleiner Bruder nicht dazu. Er ist 4 Jahre jünger
Stadt schlechter gehen … als ich und interessiert sich hauptsächlich für Fuß-
Herr Begin, darf ich fragen, woher Sie … ball. Ich habe also die letzten sechs Jahre immer
Lassen Sie mich bitte ausreden, Frau Baum. Die alleine in meinem Zimmer gewohnt und habe mich
Brücke wird dafür sorgen, dass die Innenstadt le- total daran gewöhnt.
bendig bleibt. Das zeigen viele Untersuchungen,
Ich kann da machen, was ich will. Ich muss auch
die wir haben machen lassen.
nicht immer aufräumen. Meine Eltern sagen, dass
Frau Throm, wie sehen Sie das aus kultureller
mein Zimmer mein Problem ist. Wenn ich im Chaos
Sicht?
wohnen möchte, dann kann ich das machen. In mei-
Im Gegensatz zu Ihnen, Herr Begin, bin ich der
nem Zimmer räume ich nur dann auf, wenn ich das
Auffassung, dass die Brücke die Stadt unattrakti-
will. Ich bin aber auch nicht ganz unordentlich.
ver machen wird. UND sie wird die Stadt so viel
Manchmal habe ich Lust, aufzuräumen, oder manch-
Geld kosten, dass für kulturelle Projekte in Zu-
mal stelle ich auch die Möbel anders oder hänge
kunft noch weniger Geld da sein wird.
neue Bilder auf. Das mache ich gerne, das macht mir
Ich kann Frau Throm nur zustimmen. Und über
Spaß. Meine Freunde finden mein Zimmer auch cool.
ökologische Aspekte haben wir dabei noch gar
nicht gesprochen. Denn die Natur an unserem Ja, und dann ist vor drei Wochen Eric gekommen,
Fluss wird nämlich durch die Brücke massiv mein Austauschschüler. Das Problem ist, dass wir in
gefährdet. unserer Wohnung kein Gästezimmer haben, also
Für mich ist wichtig, dass wir die verschiedenen mussten entweder mein Bruder und ich in einem
Bereiche gut zusammenbringen. Zimmer schlafen oder ich mit meinem Gastbruder in

182
Hör tex te Arbeitsbuch

einem Zimmer. Ich habe mich dann entschieden, mit Track 23


meinem Gastbruder mein Zimmer zu teilen. Mein Wie lange bist du jetzt eigentlich schon in Bra­
Zimmer ist relativ groß, ich habe natürlich ein Bett, silien, Siri?
einen Schreibtisch und noch einen Tisch und einen Schon vier Wochen, nächste Woche gehen wir
Schrank, und weil mein Zimmer groß ist, passt auch schon wieder nach Hause. Ich bin jetzt schon
ein Sofa ins Zimmer. Auf dem kann man auch schla- traurig.
fen. Da schläft dann mein Gastbruder. Kommst du mit in die Cafeteria essen?
Ach nee, ich habe keine Lust.
Ich finde meinen Gastbruder total nett, wir interes-
Warum nicht?
sieren uns für ähnliche Musik und reden viel zusam-
Ach, es gibt bestimmt wieder nur Hühnchen mit
men. Mein Zimmer ist groß genug, also eigentlich
Reis und Bohnen.
sollte man denken, dass es kein Problem gibt. Aber
Was hast du denn dagegen? Schmeckt doch gut.
es ist ein Problem. Mein Gastbruder ist nämlich total
Ja, schon, aber jeden Tag gibt es das gleiche.
ordentlich und das nervt. Er räumt immer sofort al-
Das ist halt so in der Schulkantine, das ist in
les in den Schrank und lässt nichts liegen. Sein Bett
Deutschland auch nicht anders.
ist ordentlich, seine Bücher sind ordentlich im Regal
Doch, bei uns gibt es eine Salatbar und jeden Tag
und seine Kleidung liegt ordentlich im Schrank.
eine andere Suppe.
Auch das ist ja nicht unbedingt ein Problem. Es kann
Na ja, hier gibt es auch verschiedene Sachen, aber
mir ja egal sein, was er mit seinen Sachen macht.
wir Brasilianer lieben eben Reis und Bohnen.
Aber dann hat er angefangen, meine Sachen aufzu-
Das habe ich gemerkt, aber ich habe in Rio auch
räumen. Das Dumme ist, er legt alles falsch in den
schon so toll gegessen, nur Hühnchen kann ich
Schrank und stellt alles falsch ins Regal. Ich finde
eben nicht mehr sehen.
meine eigenen Sachen nicht mehr. Und mein Zimmer
Dann geht es dir so wie mir mit den Kartoffeln.
ist zu ordentlich, es ist einfach nicht mehr gemütlich.
Ich liebe deutsches Essen, aber nach vier Wochen
Ich überlege immer, ob ich mal mit ihm drüber spre-
bei euch konnte ich Kartoffeln echt nicht mehr
chen sollte. Vielleicht will er mir ja nur helfen. Ich
sehen. Nur Kartoffelsalat mit Würstchen, das fand
will ihn nicht kritisieren, und ich will auch nicht mit
ich bis zum Ende Spitze. Schau das Foto hier, das
ihm streiten, denn er ist wirklich nett. Ja, und dann
haben wir beim Würstchengrillen gemacht.
habe ich bisher nichts gesagt, aber es ärgert mich to-
Wenn ich nach Deutschland zurückgehe, dann
tal. Was würdet ihr in so einer Situation machen?
werde ich sicher am meisten das Obst vermissen.
Bei meiner Gastfamilie gibt es morgens immer
Track 21
Obstsalat mit gefühlt 1000 verschiedenen Früch-
Dialog 1
ten und dann auch noch frischen Orangensaft.
Herr Ober! Wir warten schon eine halbe Stunde!
Echt, bei mir zu Hause gibt es das nie. Da muss
Oh, tut mir leid. Ich wusste nicht, dass Sie noch
ich mich mal beschweren.
bestellen wollen …
Was war dein Lieblingsessen in Deutschland?
Bestellen? Das ist ja lustig! Wo sind denn unsere
Ganz klar, der Big Mac.
Getränke? Wir haben schon alles gegessen, aber
Echt nee, oder?
immer noch keine Getränke bekommen!
Nur Spaß. Ich liebe deutsche Wurst und habe be-
Entschuldigen Sie bitte, ich habe sie vergessen.
stimmt 100 Bratwürstchen in allen Variationen
Ich bringe sie sofort.
gegessen. Überhaupt finde ich super, dass es so
viele Imbissbuden gibt, wo man billig essen kann.
Track 22
Aber das gibt es doch hier auch. Ich dachte
Dialog 2
eigentlich, das gibt es noch viel mehr als in
Wir möchten bitte zahlen.
Deutschland. Diese Imbisse an der Straßenecke,
Ja, gern. Hat es Ihnen geschmeckt?
wo man 1000 tolle Säfte bekommt und dieses
Tja, was soll ich sagen? Ganz zufrieden bin ich
Brötchen mit Käse drin und … ach, ich finde das
nicht. Das Steak war sehr salzig und der Salat
ganz super.
nicht ganz frisch.
In Deutschland fand ich noch die Fischläden
Oh, das tut mir aber leid. Ja … Hier ist die Rech-
klasse, die auch Fischbrötchen verkaufen.
nung. Zusammen oder getrennt?
Ich liebe Fischbrötchen!!

183
Hör tex te Arbeitsbuch

Und ich finde hier Kilo-Restaurants ganz toll. Das Track 28


gibt es bei uns nicht so oft. Ich finde das klasse, Nummer 1
dass man sich nehmen kann, so viel man will, Es ist 12 Uhr. Hier ist der Deutschlandfunk. Sie
und dann zahlt man nach Gewicht. hören die Nachrichten. Zunächst das Wetter. Heute
Da gehe ich auch gerne hin. Was magst du hier noch Regen bei Temperaturen bis 17 Grad. In der
gar nicht? Nacht tritt dann Wetterbesserung ein, und insbe­
Na, Hühnchen mit R… sondere in der Kölner Bucht dürfen wir uns morgen
Ja, schon gut – ich meine sonst so. auf einen sonnigen Herbsttag bei milden 22 Grad
Was mir fehlt ist … freuen.
Lass mich raten – deutsches Brot. Berlin. Der deutsche Bundestag …
Genau. Und zum Abendbrot Wurst und Käse.
Das ist witzig. Das war genau ein Problem für Track 29
mich in Deutschland. Immer Brot und Käse zum Nummer 2
Abendessen. Ich hab unser warmes Essen am Düsseldorf. Wie die Agentur für Arbeit mitteilt, hat
Abend so vermisst. Aber das Brot fand ich super. sich der Markt für Ferienjobs in diesem Sommer
Man bekommt hier auch gutes Brot, aber das ist überraschend positiv entwickelt. Eine große Anzahl
sehr teuer. von Firmen sucht Aushilfen für die Monate Juli
Wenn ich zurück bin, werde ich am meisten das und August. Allerdings suchen die meisten Firmen
Obst vermissen. Schüler und Studenten, die in ihrem Arbeitsbereich
Wenn ich wieder nach Deutschland komme, schon Berufserfahrungen haben.
brauche ich als erstes eine Bratwurst mit Pommes
oder Kartoffelsalat. Track 30
Und was ist, kommst du jetzt mit in die Kantine? Nummer 3
Okay, dann esse ich halt einen Salat. Die Regierung in Düsseldorf diskutiert heute über
Was, ohne Reis und Bohnen? … das neue Jugendschutzgesetz. Die Schülerarbeit
während der Schulzeit soll danach nur noch in weni-
Track 24 gen Fällen erlaubt sein. Ein Vertreter des Bildungs-
Guten Tag, hier Praxis Dr. Meyer. Mein Name ist ministeriums sagte, dass die Schülerarbeit in den
Christa Wedekind. Was kann ich für Sie tun? letzten Jahren sehr stark zugenommen hat. Immer
Guten Tag, Juhani Tammi am Apparat. Ich war mehr Schüler, zum Teil schon Kinder unter 14 Jah-
letzte Woche mit meinem Freund Topi Koski bei ren, arbeiten, was schon heute nicht erlaubt ist. Bei
Doktor Meyer und mein Freund sollte wieder- vielen Schülern und Schülerinnen werden dadurch
kommen. Zur Kontrolle. die Leistungen in der Schule schlechter. Schüler­
Moment mal, ich schaue mal, wann wir den vertreter riefen zu Protesten auf. Der Landesschüler-
nächsten freien Termin haben. Ja … nächste sprecher …
Woche am Dienstag, um 10 Uhr.
Um 10 Uhr? Tut mir leid, das passt uns leider Track 31
nicht. Bis 11 Uhr haben wir unseren Deutschkurs. Nummer 4
Wir können erst um 12 Uhr. Das SummerJam Festival startet am kommenden
Nein, das geht leider nicht. Da haben wir schon Wochenende auf dem Campingplatz am Fühlinger
zu. Mittagspause. Am Nachmittag ist noch ein See. Bitte beachten Sie: Von Donnerstag bis Sonntag
Termin frei. Könnten Sie dann am Dienstag um ist kein Camping ohne Festival-Eintrittskarte
15 Uhr? möglich!
Ja, das passt. Für Festival-Besucher mit Pkw beträgt die Park­
Gut, dann trage ich Sie ein, bitte sagen Sie mir gebühr auf den Parkplätzen 20 Euro. Günstiger ist
noch einmal den Namen von Ihrem Freund. die Anfahrt mit Bus und S-Bahn. Vom Hauptbahn-
Topi Koski. hof fahren S-Bahnen bis Chorweiler. Dann fahren
… Koski … Dienstag … 15 Uhr. Shuttle-Busse zum Festival-Gelände. Bitte beachten
Vielen Dank. Auf Wiederhören. Sie, dass die Shuttle-Busse nur mit gültigen Ein-
Vielen Dank, auf Wiederhören. trittskarten benutzt werden können.

184
Hör tex te Arbeitsbuch

Track 32 Hallo.
Nummer 1 Hallo.
Mein Freund und ich waren sechs Monate zusam- Klima und Umwelt – ist das wichtig für euch?
men. Ich war total in ihn verliebt. Er war toll: sport- Ich denke, dass es kaum ein wichtigeres Thema
lich, kreativ, liebevoll … Wir waren eine Zeitlang gibt. Der Klimawandel hat schon angefangen.
jeden Tag zusammen. Wenn ich mal meine Freundin- Ich interessiere mich sehr für Technik und Natur-
nen getroffen habe, habe ich immer von ihm erzählt: wissenschaften und lese viel über den Klimawan-
wie lieb und toll er ist. Sie fanden das wohl ziemlich del. Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass man
langweilig und hatten dann keine Lust mehr, mich neue Techniken findet, mit denen man das Klima
zu treffen. und die Umwelt schützen kann. In der Physik
und in den Ingenieurwissenschaften gibt es tolle
Track 33 Forschungen. Man kann Geräte wie zum Beispiel
Nummer 2 Waschmaschinen oder Autos so konstruieren,
Wir sind ein Clique von fünf Freunden. Zwei sind dass sie weniger Energie, also weniger Strom
aus meiner Klasse und die anderen kenne ich aus oder Benzin verbrauchen. Man kann Energie aus
dem Sportverein. Wir gehen zusammen Skateboard- erneuerbaren Quellen nutzen. Es gibt so viele
fahren oder wir machen Computerspiele zusammen. Möglichkeiten. Ich möchte später gerne mal in
Ich mag sie alle sehr, aber was mir nicht gefällt ist, dem Bereich arbeiten, am liebsten an der Univer-
dass zwei von meinen Freunden immer wütende sität, und dort forschen und neue Erfindungen
WhatsApps schreiben, wenn es mal Ärger gibt. Ich machen. In der Physik-AG in meiner Schule ma-
finde, man muss Probleme besprechen und nicht mit chen wir gerade ein tolles Projekt zur Nutzung
Textnachrichten noch schlimmer machen. von Sonnenenergie in unserer Schule.

Track 34 Track 37
Nummer 3 Yasin, wie ist es bei dir?
Ich habe zwei Brüder, aber für mich sind meine Ja, klar, aber anders als Emma. Emma will Physik
Freundinnen das Wichtigste. Meine beste Freundin oder Ingenieurwissenschaften studieren und neue
heißt Mariam. Sie ist total nett und ich kann ihr Techniken finden. Sie ist auch super in Mathe und
alles erzählen. Wenn ich mal Probleme zu Hause Physik, sie schafft das bestimmt. Ich finde aber,
habe, dann hänge ich immer gleich am Telefon und man muss das auch politisch sehen. Es gibt schon
bespreche alles mit ihr. Sie hat immer einen guten viele gute Technologien, aber man nutzt sie nicht.
Tipp für mich. Sie hatte auch schon mal einen Man benutzt immer noch umweltschädliche
Freund, aber das hat zwischen uns nichts geändert. Technologien. Ein ganz einfaches Beispiel ist die
Plastiktüte, die man in allen Geschäften bekom-
Track 35 men kann. Sie ist sehr schädlich für die Umwelt,
Nummer 4 und man braucht sie eigentlich nicht, denn man
Ich habe viele Freunde in der Schule. Wir machen kann ja auch Taschen benutzen. Aber trotzdem
auch viel zusammen in der Freizeit. Ich mag meine gibt es die schädliche Plastiktüte immer noch.
Freunde sehr und wenn es mal Ärger gibt, dann Ich meine, es ist ganz wichtig, die Einstellungen
helfe ich ihnen und sie mir. Ich habe einen älteren der Leute zu verändern. Man muss viele Infor­
Bruder und eine ältere Schwester. Und wenn ich mal mationen geben, damit alle Leute das Problem
richtig Probleme mit meinen Eltern gehabt habe, verstehen und dann muss man vielleicht auch
dann haben sie mir geholfen. Das finde ich klasse. politisch aktiv werden und Gesetze machen, die
Ich mag beide sehr. die Umwelt besser schützen. Das möchte ich
gerne tun. Ich engagiere mich jetzt schon in ei-
Track 36 nem Projekt bei uns in der Schule. Wir wollen
Willkommen zu „Fünf nach eins“, dem Mittags­ Plastiktüten in der Schule reduzieren.
radio. Unser Thema heute: Klima und Umwelt – Und dann wollen wir …
Umweltschutz in unserer Region. Als Gast im Stu-
dio sind Emma Dreier und Yasin Oktay von der
Philip-Reis-Schule in Friedrichsdorf. Hallo Emma,
hallo Yasin.

185
Hör tex te Arbeitsbuch

Track 40 Track 42
Wissenschaftler glauben, dass in wenigen Jahr- Du hast nun ein Jahr als Schülermediatorin gear-
zehnten immer mehr Elektronik im Kopf der beitet. Kannst du mal beschreiben, wie eine typi-
Menschen direkt eingebaut wird. Diese können sche Mediation geht?
dann programmiert werden und viele Funktionen Ja, zum Beispiel: Letzte Woche sind mehrere
haben: Sie können z. B. die Funktion vom Herz Mädchen aus der 5. Klasse in der Pause zu mir
kontrollieren oder beim Hören und Sehen helfen. gekommen und haben gesagt: „Die Jungen ärgern
Vielleicht können sie irgendwann auch beim Ler- uns immer.“ Das ist ganz typisch. Im Winter z. B.
nen helfen. Wir haben Schülerinnen und Schüler werfen die Jungen gerne mit Schneebällen oder
gefragt, was sie davon halten, ob sie das machen seifen die Mädchen mit Schnee ein, wenn kein
lassen würden oder ob sie dabei Probleme sehen. Lehrer das sieht. Die Mädchen wollten aber nicht
Ich heiße Bert. zu einem Lehrer gehen, weil die Jungen dann be-
Also ich finde das gut. Wenn mir ein Mikrochip straft werden, und das wollten sie auch nicht. Sie
im Kopf beim Mathe lernen helfen könnte, dann wollten aber auch nicht immer nassen, kalten
würde ich das sofort machen lassen. Schnee im Gesicht haben. Deshalb sind sie zu mir
Mein Name ist Sandra. gekommen.
Ich hätte Angst davor. Was ist, wenn der Chip ka-
puttgeht? Habe ich dann alles vergessen, was ich Track 43
gelernt habe? Ich würde das nicht machen lassen. Und was hast du dann gemacht?
Ich bin der Ron. Wir haben dann miteinander gesprochen, die
Das Problem wird sein, dass am Ende jeder einen Mädchen und die Jungen. Alle durften zuerst
Chip im Kopf haben muss, weil er oder sie sonst sagen, wie sie die Situation sehen. Das macht
keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt hat. man immer so am Anfang.
Ich finde die Idee schrecklich, aber bestimmt wird Da erklärt man die Regeln: Alle dürfen sagen,
das eines Tages kommen. was sie denken. Man darf den anderen auf keinen
Ich heiße Rike Finger. Ich glaube nicht, dass das Fall unterbrechen.
schnell kommt. Für medizinische Zwecke viel- Das ist viel Arbeit für mich als Mediatorin, denn
leicht, aber der Lernchip kommt sicher nicht man muss dauernd aufpassen, dass jeder in Ruhe
oder nicht so schnell. Wenn Menschen durch zu Ende reden kann. Die Kinder sind nämlich
Chips im Kopf besser hören oder sehen können meistens ganz aufgeregt und wollen sofort ant-
oder von anderen Gesundheitsproblemen befreit worten und erklären. Es fällt ihnen schwer, den
werden, dann ist das sicher gut, das würde ich anderen ruhig zuzuhören.
natürlich auch machen, aber alles andere … ? Das war sehr interessant, weil herauskam, dass
Ich weiß nicht. die Jungen dachten, dass die Mädchen auch mit-
Mein Name ist Tillmann. spielen wollten, und die Mädchen hatten über-
Wenn die Technik das kann, dann werden wir es haupt nicht verstanden, dass die Jungen spielen
auch benutzen. Da bin ich ganz sicher. Wer wird wollten. Sie dachten, dass die Jungen sie blöd
schon freiwillig dümmer bleiben als die anderen? finden würden und deshalb ärgern wollten.
Aber vielleicht kommen ja auch bald die Glücks- Und die Mädchen hatten auch nicht alle dieselbe
tabletten. Dann kann man dumm bleiben. Man Meinung. Ein Mädchen wollte nämlich eigentlich
nimmt einfach die Tabletten und merkt nichts gerne auch mit den Jungen eine Schneeball-
davon und fühlt sich immer gut. Wäre doch super schlacht machen, und sie hat auch mal einen
oder? Schneeball geworfen, aber dann hat sie sich nicht
getraut, weil die anderen Mädchen gesagt haben,
Track 41 dass das blöd wäre.
1 Es war also ziemlich kompliziert, aber als alle
Halt doch einfach mal die Klappe! Hintergründe klar waren, haben die Schüler selbst
2 eine Lösung gefunden. Ich habe ihnen nur dabei
Das ist mein Stuhl, hau ab hier! geholfen. Meine Aufgabe war es, aufzupassen,
3 dass alle ihre Meinung sagen konnten, dass die
Du spinnst wohl. Du bist ja total verrückt. anderen zugehört haben.

186
Hör tex te Arbeitsbuch

Ich habe dann die Aussagen zusammengefasst Da sind doch so riesig große Wellen, das ist doch
und ein bisschen geordnet. Dann haben wir zu- viel zu gefährlich!
sammen die Lösung formuliert. Es ist wichtig, Ach gefährlich, man muss es halt können.
dass sich am Ende keiner als Sieger oder Verlie- Aber du kannst es doch gar nicht. Ich habe Angst.
rer fühlt. Ja, und zum Schluss haben wir die Lö- Du wirst dich bestimmt verletzen.
sung aufgeschrieben und einen richtigen Vertrag Immer hast du Angst. Man muss auch mal etwas
gemacht. Ich habe am Ende alles noch einmal riskieren, dann macht es erst richtig Spaß. Ich
vorgelesen, und alle haben unterschrieben. brauche diesen Kick.
Ich bin mal gespannt, ob das in der nächsten Zeit Du bist ja total verrückt. Für einen kurzen Kick
funktioniert. brichst du dir dann die Beine, oder es passiert
noch was Schlimmeres.
Track 44 Immer denkst du so negativ. Man darf nicht
Gibt es auch Fälle, wo du nicht helfen kannst? immer an das Schlimmste denken. Denk doch mal
Ja, das war zum Beispiel bei einer Schülerin aus positiv. Stell dir vor, der Strand, die Sonne und
der 6. Klasse so. Sie ist zu mir gekommen, aber dann eine riesige Welle! Voll cool.
ich habe gar nicht verstanden, was ihr Problem
war. Sie konnte es mir nicht richtig erklären, sie Track 47
konnte nicht darüber sprechen. Ich glaube, sie Ana aus Chile:
wurde von einer Gruppe von Schülern gemobbt. Ich bin jetzt seit zwei Monaten in Deutschland.
Ich habe ihr Adressen gegeben, an die sie sich Es gefällt mir gut. Aber vieles ist auch ganz anders.
wenden kann. Profis, die helfen können. Das Zum Beispiel der Sonntag. Bei uns sind wir am
kann ich in so einem Fall nicht. Und ich habe Sonntag mit der Familie zusammen, das ist immer
natürlich auch mit Herrn Müller gesprochen. lustig mit meinen Cousins und Cousinen. Wir sind
Er ist der Betreuungslehrer, der für uns Schüler- dann 15 bis 20 Leute und gehen zusammen grillen
mediatoren zuständig ist. oder in ein Restaurant.
Hier finde ich es ein bisschen langweilig, wir schlafen
Track 45 meistens lange, und dann frühstücken wir. Mittag­
Was findest du am Freeclimbing besonders essen gibt es am Sonntag nicht. Dafür backt meine
interessant? Gastmutter zwar meist Kuchen, und der schmeckt
Ich mag die Berge, die Natur, und hatte auch auch lecker, aber es ist nichts los, manchmal sehen
schon mal ein bisschen Bergsteigen gemacht. wir fern, oder ich gehe mit meinem Gastbruder ins
Aber Freeclimbing ist etwas ganz anderes, da hat Kino. Aber auch auf den Straßen ist nichts los.
man keine technischen Hilfsmittel, das ist ganz
direkt, nur der eigene Körper, mit dem kämpft Track 48
man. Dann fühle ich mich ganz frei, ganz direkt Wanglang aus China:
in Kontakt mit der Natur, nur der Berg und ich, Am Sonntag hier in Deutschland fällt mir auf, dass
das finde ich fantastisch. Ich will ausprobieren, er sehr ruhig ist. Alle Geschäfte sind geschlossen,
was ich kann und immer noch ein bisschen wei- und die Leute gehen auch nicht so viel in Restau-
tergehen. Dann bekommt man dieses Gefühl rants. Einmal bin ich mit meiner Gastfamilie in ein
von Freiheit, von Glück. Frühstückscafé gegangen. Da gab es ein großes
Frühstücksbüfett, das war toll, aber morgens kann
Track 46 ich gar nicht so viel essen. Bei uns zu Hause essen
Hi Sonja, ich kaufe mir ein Surfbrett. wir mittags oder abends im Restaurant.
Das finde ich gut, dann gehen wir hier zum See, Einmal bin ich mit dem kleinen Bruder von meinem
und ich kann schwimmen, und du kannst Austauschpartner zu einem Fußballspiel gegangen.
windsurfen. Er ist 12 Jahre und spielt in einer Mannschaft. Die
Quatsch, ich will doch nicht hier auf dem See Spiele sind immer am Sonntag. Meistens geht sein
windsurfen. Vater auch mit.
Was willst du dann machen? Manchmal machen wir auch einen Ausflug und fah-
Ich will Wellen reiten, am besten auf Hawaii. ren in eine andere Stadt oder in die Natur. Das finde
ich interessant.

187
Hör tex te Arbeitsbuch

Track 49 unterschiedliche Vorstellungen, deshalb müssen


Hannes aus Deutschland: un­bedingt Jungen und Mädchen vertreten sein.
Am Sonntag will ich meine Ruhe haben. Ich möchte Aber auch andere Kriterien sind wichtig, z. B. finde
lange schlafen, dann Musik hören, vielleicht ein ich, dass immer auch ein Vertreter aus der Unter­
bisschen mit meinen Freunden im Internet chatten. stufe dabei sein sollte. Die Jüngeren haben oft
Meine Eltern wollen oft in die Stadt gehen, in Aus- andere Probleme und andere Interessen als wir
stellungen und Museen, aber ich habe keine Lust. Älteren.
In der Schule muss ich genug lernen, am Sonntag
brauche ich keine Kultur, ich will einfach nur chillen. Track 52
Meistens sitze ich abends mit meinen Eltern zusam- Wir haben an unserer Schule immer einen Jungen
men, dann haben alle Zeit und sind ausgeruht. Das und ein Mädchen als Schülersprecher bzw. Stell­
ist immer gemütlich. Dann reden wir manchmal über vertreter. Das finde ich auch ganz wichtig. Jungen
die wichtigen Dinge, oder wir schauen den Tatort- und Mädchen haben viele unterschiedliche Interes-
Krimi im Fernsehen. sen und Wünsche. Auch in einer politischen Partei
gibt es das Prinzip, dass immer eine Frau und ein
Track 50 Mann eine Position gemeinsam haben. Das ist z. B.
Ich bin jetzt schon zum zweiten Mal Schülervertre- bei den Grünen schon immer so. Das finde ich auch
terin in meiner Schule. Das ist eine spannende Auf- in der Schule gut. Ich bin ja ein Junge, aber wenn
gabe. Natürlich habe ich auch noch Stellvertreter, wir nur Jungen in der Schülervertretung wären,
denn manchmal gibt es so viel zu tun, dass ich nicht dann hätte ich kein gutes Gefühl. Ich finde, dass die
alles alleine schaffen kann. Und bei den Vertretern Mädchen oft ganz andere Ideen haben als wir Jun-
sind natürlich auch Jungen dabei. Aber ich finde gen. Z. B. als die Schule Schuluniformen einführen
das nicht so wichtig. Ich finde es wichtiger, dass alle wollte, haben die Mädchen ganz anders diskutiert
Lust haben, etwas zu tun, sich zu engagieren. als wir Jungen. Das war für die total wichtig.
Manchmal gibt es mehr Jungen, die sich engagieren,
manchmal mehr Mädchen. Warum sollte man dann Track 57
ein Mädchen, das Lust hat, sich zu engagieren und 1
das es auch kann, nicht nehmen, nur weil es ein Also, zum Bahnhof ist es ganz einfach. Sie gehen
Junge sein soll? Das finde ich totalen Quatsch. hier die Straße bis zum Ende und dann rechts immer
Junge und Mädchen ist ja auch nicht der einzige geradeaus. Aber mit Ihren Koffern ist das zu weit.
Unterschied. Es gibt Schüler, die sich für Sport in­ Das sind fast 20 Minuten zu Fuß. Nehmen Sie doch
teressieren, andere interessieren sich für Musik. hier den Bus, der fährt direkt zum Bahnhof.
Das sind ja auch unterschiedliche Interessen. Jeder
Mensch ist anders. Ein Schülersprecher muss allen Track 58
zuhören, wenn sie Wünsche haben, und muss alle 2
vertreten, auch wenn es nicht die eigenen Interessen Eine Durchsage für unsere Fahrgäste an Gleis drei.
sind. Dann kann ein Mädchen auch die Interessen Der Intercity von München nach Hamburg, die plan-
von einem Jungen vertreten oder ein Sportler die mäßige Abfahrt war 16 Uhr 49, wird heute wegen
Interessen von denen, die sich für Musik eines technischen Problems 25 Minuten später an-
interessieren. kommen. Ich wiederhole, der Intercity von München
nach Hamburg wird 25 Minuten verspätet ankom-
Track 51 men. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Ich bin seit drei Wochen Schülervertreter bei uns
an der Schule. Aber ich mache das nicht alleine. Track 59
Wir haben immer einen Schülersprecher oder eine 3
Schülersprecherin und drei Vertreter oder Vertrete- Und nun der Wetterbericht für morgen, Dienstag,
rinnen. Bei uns ist es aber nicht so, dass einer der den 25. Juli. Während der Nacht hört der Regen auf.
absolute Chef ist. Wir arbeiten mehr im Team und Morgen wird es dann den ganzen Tag sonnig sein,
entscheiden gemeinsam. Und da finde ich es auch bevor gegen Abend das nächste Tief aus Westen
wichtig, dass im Team unterschiedliche Meinungen neuen Regen bringt. Die Temperaturen morgen rei-
vertreten sind. Mädchen und Jungen haben oft chen bis 27 Grad. In der Nacht kühlt es dann wieder

188
Hör tex te Arbeitsbuch

ab. Die weiteren Aussichten: mal Regen, mal Sonne Track 65


und meistens für die Jahreszeit zu kalt. 3
Mir ist das eigentlich egal. Jeder kann machen, was
Track 60 er will. Aber ich finde es furchtbar, wie viel Geld
4 für Mode und Kosmetik ausgegeben wird. Vor allem
Bahn fahren so billig wie noch nie. Mit dem neuen für Kosmetik. Die meisten Cremes sind nutzlos und
Sonderangebot der Bahn fahren Sie für nur 35 Euro teuer. Außerdem werden auch heute noch viele
von München nach Köln. Wenn sie die Rückfahrt Cremes und Parfüms in Tierversuchen getestet. Das
gleich mitbuchen, dann bekommen Sie das Gesamt- finde ich unmöglich. Und jetzt fangen die Männer
ticket für nur 60 Euro. Also gleich buchen, denn auch noch damit an. Man glaubt es nicht!
dieses Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht.
Deutsche Bahn – wir fahren für Sie. Track 66
4
Track 61 Schönheitswettbewerbe finde ich einfach nur
5 blöd! Da präsentieren sich die Frauen – und auch
Und hier wieder die Reisejournal-Reisetipps für das Männer – und lassen ihre Körper benoten. Das ist
Wochenende. Sie können z. B. für drei Tage nach absurd. Aber was ich gut finde, ist, dass sich auch
Rom – alles inklusive – für nur 199 Euro. Oder Männer heute mehr um ihr Aussehen kümmern.
lieber an die Ostsee? Das Hotel Seeblick bietet ein Warum sollen sich immer nur die Frauen schön ma-
Entspannungswochenende an. Von Freitag bis Sonn- chen? Das können wir doch auch. Ich ziehe mich
tag mit Vollpension, einer geführten Strandwande- gern gut an und lasse mir auch gern Kosmetik zum
rung und einer Radtour für nur 189 Euro pro Person Geburtstag schenken.
im Doppelzimmer. Nähere Informationen zu diesen
Angeboten finden sie auf unserer Homepage. Track 67
5
Track 62 Manche sagen ja, dass man Schönheitswettbewerbe
Mr kennet elles außr Hochdeitsch verbieten sollte. Das finde ich nicht. Warum denn
auch? Schönheit ist doch etwas Positives. Ich habe
Track 63 schon an Wettbewerben teilgenommen und finde
1 das total interessant und spannend.
Meine Schwester wollte mal an einem Schönheits- Etwas anderes sind die Operationen. Also, wenn je-
wettbewerb teilnehmen, als sie 16 war. Aber meine mand erwachsen ist, dann ist das ja vielleicht okay,
Eltern waren total dagegen. Sie hat sich trotzdem aber für Jugendliche finde ich das falsch. Ich finde,
angemeldet, aber dann brauchte sie die Unterschrift dass man Schönheitsoperationen unter 18 Jahren
von meinen Eltern. Mein Vater hat gesagt, wenn du nicht erlauben sollte.
18 bist, dann ist das deine Entscheidung, aber bis
dahin kommt das nicht in Frage. Ich selbst finde Track 68
solche Wettbewerbe nur blöd, aber ich kenne einige 1.
Mädchen – und Jungen – , die gerne als Model Haben Sie diese Schuhe eine Nummer größer?
arbeiten würden. Welche Größe tragen Sie?

2.
Track 64
Zahlen Sie mit Kreditkarte?
2
Nein, in bar.
Ich weiß, dass viele gegen Schönheitswettbewerbe
sind, und ich finde sie eigentlich auch nicht gut. 3.
Aber eine Freundin von mir nimmt an Wett­bewer­ Entschuldigung, wo ist die Anprobe?
ben teil und findet sie gut. Und trotzdem ist sie eine Die ist da vorne links.
ganz tolle Frau und hat auch viele andere Interessen.
4.
Klar gibt sie viel Geld für Mode aus, aber sie würde
Passt Ihnen die Hose?
sich nie operieren lassen. Also, mein Ding ist das
Nein, die ist mir leider zu kurz.
nicht, aber wer es machen will, soll es machen.

189
Hör tex te Arbeitsbuch

5. das muss man rüberbringen, das muss man im


Haben Sie diese Jacke auch in Weiß? Bewerbungsgespräch zeigen. Man muss wissen, wie
Tut mir leid, die gibt es nur in Schwarz. ein normaler Mensch sich in der Öffentlichkeit be-
nimmt und man sollte entspannt bleiben. Nicht jeder
6.
Versuch ist erfolgreich, das muss man aushalten
Kann ich den Rock umtauschen?
können.
Haben Sie den Kassenbon?

Track 77
Track 69
Joel Iita:
Hi Leute, das Schuljahr ist in ein paar Monaten zu
Mein Land war eine deutsche Kolonie. Sie nannten
Ende und einige von uns sind schon dabei sich zu
es Deutsch-Südwestafrika. Aber nach dem Ersten
bewerben. Deshalb haben wir heute ein paar Leute
Weltkrieg mussten die Deutschen gehen, und die
eingeladen, die euch gute Bewerbungstipps geben.
weißen Südafrikaner kamen. Wir hatten die gleiche
Zunächst aber ein paar Meinungen, die wir bei
Apartheid wie in Südafrika. Lange gab es Krieg.
Eltern und in der Schule gesammelt haben.
Mein Land ist seit 1990 unabhängig. Noch heute
Mein Name ist Hassan Kekil. Ich habe einen Elek­
kann man in einigen Teilen des Landes Erinnerungen
trobetrieb. Ich wollte sagen, dass das Wichtigste
an die deutsche Kolonialzeit sehen, und es gibt auch
zuerst die schriftlichen Unterlagen sind. Die sind
noch Familien, die ursprünglich aus Deutschland
sozusagen das Eingangstor. Man muss sich sehr
kamen.
genau überlegen, was da hineingehört und was
nicht. Viele wollen zu viele Informationen geben.
Track 78
Oft sind die Bewerbungsunterlagen viel zu dick
Haruka Sato:
und werden dann gar nicht richtig gelesen.
Mein Land und Deutschland haben viele Gemein-
samkeiten, gute und schlechte. Die schlimmste
Track 70
Zeit war der Zweite Weltkrieg. In Deutschland war
Hi, hier ist die Sandra. Ich war bis vor vier Jahren
er im Mai 1945 zu Ende, aber bei uns ging er noch
auch auf eurer Schule. Ich finde, das Wichtigste ist,
weiter bis zu den Atombomben auf Hiroshima und
dass man sich sowohl professionell als auch natür-
Nagasaki im August.
lich präsentiert. Man muss sich genau überlegen,
Nach dem Krieg erholte sich auch bei uns die Wirt-
was das für eine Stelle ist. Beispiel: Wenn ich mich
schaft schnell. Heute ist Deutschland ein sehr
bei einer Bank oder in einem Büro bewerbe, dann
wichtiger Wirtschaftspartner. Die Japaner mögen
ist ziemlich formale Kleidung wichtig. Bei einem
Deutschland sehr, vor allem die alten Städte und
Handwerker oder auch bei einer Werbeagentur ist
die Burgen, aber auch Musik und die Literatur.
das natürlich anders.
Viele Menschen aus meinem Land machen gern in
Deutschland Urlaub.
Track 71
Ich heiße Milena. Ich finde es total wichtig, dass
Track 79
man die Sprache gut genug kann. Gut genug muss
Jim Brown:
aber nicht perfekt sein. Der Arbeitgeber muss halt
Millionen Menschen in meinem Land haben Vorfah-
das Gefühl bekommen, dass du genug Deutsch
ren aus Deutschland. Seit die Europäer nach Nord-
kannst, um die Ausbildung zu machen. Wenn
amerika gekommen sind, sind immer auch Deutsche
Deutsch nicht deine Muttersprache ist, dann musst
hierher gekommen. Vor allem in der zweiten Hälfte
du dich auch sprachlich auf das Bewerbungsgespräch
des 19. Jahrhunderts und nach den großen Kriegen
vorbereiten. Such dir Hilfe! Gilt auch für ein paar
im 20. Jahrhundert. Wir lieben die deutsche Kultur
Muttersprachler!
und das deutsche Essen. Wenn wir nach Europa fah-
ren, dann besuchen wir fast immer auch Deutsch-
Track 72
land. Manche haben aber auch Vorurteile gegenüber
Hallo, hier spricht Bert Schemel. Ihr wisst ja, wer ich
den Deutschen wegen der Nazizeit. Na ja, einige
bin. Wenn man ein bisschen gesunden Menschen-
Deutsche haben ja auch Vorurteile gegenüber den
verstand hat, dann braucht man eigentlich kein
Amerikanern.
besonderes Training. Man muss die Motivation und
ein bisschen Talent für die Ausbildung haben und

190
Hör tex te Arbeitsbuch

Track 80
Renata Miskiewicz:
Mein Land und Deutschland haben eine lange und
sehr schwierige Geschichte. Die schlimmste Zeit war
natürlich die Nazizeit. Die Deutschen haben mein
Land überfallen und besetzt. Wir haben gekämpft.
Nach sechs Jahren war der Krieg zu Ende, aber wir
waren trotzdem nicht frei. Erst als die Sowjetunion
weg war, bekamen wir freie Wahlen und durften
frei reisen. Heute sind mein Land und Deutschland
Partner in der EU.

Track 81
Kaffeetasse als Tatwaffe.
Ein Überfall auf eine Spielothek, das kommt häufiger
vor, das ist nichts Neues. Die Tatwaffe macht diesen
Überfall jedoch zu einer Besonderheit. Der Täter
bedrohte die Dame an der Kasse mit der Kaffeetasse.
Den Kaffee hatte er kurz vorher bei ihr bestellt.

Track 82
Ungewöhnlicher Banküberfall in Hamburg.
Der Täter wartete in der Schlange, und als er an der
Reihe war, zog er seine Pistole und sagte: „Ich war
gestern schon hier und möchte heute noch einmal
Geld abholen.“ Und tatsächlich hatte der Mann
dieselbe Bank schon am Tag zuvor überfallen und
500 Euro erbeutet.

Track 83
Einbrecher stehlen Würstchen und Koteletts
Die Reste eines Schulfestes waren für die Einbrecher
attraktiv. Die Polizei fand bei der Durchsuchung
des Gebäudes zwei Hunde in der Schulkantine, die
sich über die Reste des Schulfestes hermachten. Die
Hunde konnten eingefangen und an ihre Besitzer
übergeben werden.

191
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

Einheit 1 4b
1 2. Dürften wir am Wochenende eure Fahrräder
2. Amir würde gern Arzt werden. ausleihen?
3. Zara und Alexis würden gern viel reisen. 3. Wir müssten bald mal unsere Sommerferien
4. Würdet ihr gern einen Test schreiben? planen.
5. Hakim würde gern Klavier spielen. 4. Könntest du am Freitag auf unsere Tochter
6. Würdet ihr gern studieren? aufpassen?
7. Würdest du gern in Berlin wohnen? 5. Du müsstest morgen deine Eltern anrufen.
8. Ich würde gern …
4c
2a Jara, was willst du machen, wenn du mit der
Kurz vor den Ferien müssen drei Lehrer ihre Noten- Schule fertig bist.
listen schreiben. Da erscheint vor ihnen ein alter Am liebsten würde ich ein Jahr reisen und mir die
Zauberer und sagt: „Ihr wart so fleißig und deshalb Welt ansehen.
würde ich gerne jedem von euch einen Wunsch er- Das wollte ich damals auch machen, aber ich
füllen.“ Herr Köhler muss nicht lange überlegen und konnte leider nicht, weil meine Eltern nicht viel
sagt: „Ich hätte gerne schon alle Zeugnisse fertig und Geld hatten.
wäre gerne in den Bergen mit wunderschönen, grü- Aber du könntest eine Reise bezahlen, wenn du
nen Wiesen.“ Und BLING ist er in den Alpen und wolltest, oder?
alle Zeugnisse sind fertig. Da muss auch Frau Mahn Ich könnte vielleicht schon, aber ich will nicht.
nicht lange überlegen: „Ich hätte gerne meine Zeug- Ach, Papa, du musst ja gar nicht alles bezahlen.
nisse fertig und wäre dann am liebsten mit meinem
5
Mann und meinen Kindern am Mittelmeer auf ei-
1. + f. Träume sind Brücken zwischen Himmel und
nem schönen Schiff.“ Und BLING sie mit ihrer Familie
Erde.
auf einem schönen Schiff.
2. + d. Träume gehen nur in Erfüllung, wenn man
3 selbst etwas dafür tut.
2. Er würde ein Praktikum in Deutschland machen, 3. + a. Nur wer träumen kann, kann auch die Welt
wenn er die Möglichkeit hätte. verändern.
3. Wenn wir mehr Freizeit hätten, wären wir 4. + c. Ich träume, dass mich hoffentlich niemand
glücklicher. aufweckt.
4. Wenn du Zeit hättest, würde ich dich besuchen. 5. + b. In seinen Träumen ist der Mensch ein Genie.
5. Wenn ich Geld hätte, würde ich mir ein neues 6. + e. Das Leben wäre unerträglich, wenn wir nie
Fahrrad kaufen. träumen würden.
6. Wenn ich mutiger wäre, würde ich in Wien
6a
studieren.
1. Ich möchte eine gute Stelle haben und gut
7. Wenn ich gut Chinesisch sprechen würde, würde
verdienen.
ich in Shanghai studieren.
2. Zurzeit bin ich mit meinem Leben zufrieden.
8. Wenn er gute Noten hätte, würde er Mathematik
3. Ich habe Angst, dass meine Träume nicht in Erfül-
studieren.
lung gehen.
4a Präteritum – Konjunktiv II 5. Was ich in der Zukunft machen will, weiß ich
noch nicht.
müssen können dürfen wollen
6. Ich bin der Meinung, dass man sein Leben genie-
ich/er/es/ musste konnte durfte wollte
ßen muss.
sie/man
müsste könnte dürfte wollte 7. Mein großer Traum ist, dass ich ein paar Jahre im
du musstest konntest durftest wolltest Ausland leben und arbeiten kann.
müsstest könntest dürftest wolltest 8. Ich möchte eine Familie haben mit drei Kindern.
wir/sie/Sie mussten konnten durften wollten 9. Ich kann die Welt nicht verändern, aber ich kann
müssten könnten dürften wollten etwas tun.
ihr musstet konntet durftet wolltet
6b
müsstet könntet dürftet wolltet 1 Franzek – a 3 Sven – f b und d bleiben
2 Ashtar – c 4 Yola – e übrig.

192
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

Einheit 2 3b wo-für – woraus – worüber – wo-bei –


wo-gegen – worin – worum
1a
1. Kontakt; 2. Sprache; 3. geblieben; 4. unglücklich; 3c
5. zusammengehalten 2. Um wen / Worum kümmert sich das Rote Kreuz?
3. Wofür / Wogegen kämpft GREENPEACE?
1b 1 – R, 2 – F, 3 – F, 4 – F, 5 – F, 6 – F
4. Für wen engagiert sich UNICEF?
2 5. Mit wem möchtest du gerne mal in Urlaub fahren?
Text 1
4a Semra: nicht wichtig; Mitja: wichtig
Philipp Lahm zählt zu den bekanntesten deutschen
Fußballern. Er hat mit seinem Verein, Bayern 5a
München, und mit der deutschen Nationalmann- 1. Malala hat für Bildung gekämpft, deshalb haben
schaft viele Pokale und Meisterschaften gewonnen. die Taliban sie angegriffen.
Es geht ihm nicht nur um seinen eigenen Erfolg, er 2. Jetzt leben sowohl Malala als auch ihre Familie in
kümmert sich auch um benachteiligte Kinder. Großbritannien.
3. Als Malala 2014 den Friedensnobelpreis bekom-
Text 2
men hat, hat sie eine Rede gehalten.
Pina Bausch hat sich schon als Kind für das Tanzen
4. Wenn alle Menschen so mutig wären, könnte man
begeistert. Sie musste ihren Eltern in der Gaststätte
die Probleme in der Welt lösen.
helfen, aber schon damals hat sie mit Ballettunter-
richt angefangen und in Kindertheaterstücken mit- 5b
gespielt. Mit 21 Jahren war sie international bekannt. Ich habe Nelson Mandela ausgewählt, weil ich es toll
Sie hat ihren Traum verwirklicht und ist Tänzerin finde, dass er sein ganzes Leben lang für/um sein
und Choreographin geworden. Sie ist die bedeu­ Ziel gekämpft hat. Sein Leben war nicht einfach. Er
tendste deutsche Choreographin im 20. Jahrhundert. ist 1918 in Südafrika geboren und hat schon als
junger Mann mit dem Kampf gegen den Rassismus
Text 3
angefangen. Er musste deshalb 27 Jahre ins Gefäng-
Titus Dittmanns Firma für Skateboards war nicht im-
nis. Aber auch im Gefängnis hat er seine Ideen nicht
mer erfolgreich, aber er hat für seine Ideen gekämpft
aufgegeben. Er ist in der ganzen Welt berühmt ge-
und nicht aufgegeben. Er sagt, dass es wichtig ist,
worden und 1994 war er der erste schwarze Präsi-
dass man für seine Ideen kämpft. Dann kann man
dent in Süd­afrika. Die weißen Rassisten haben viele
auch Erfolg haben.
Gewalttaten verübt, aber trotzdem hat sich Mandela
Text 4 immer für den Dialog zwischen weißen und schwar-
Anke Engelke ist 1965 in Montreal geboren. Sie ist zen Südafrikanern eingesetzt. Er wollte nicht, dass
mit Deutsch, Englisch und Französisch aufgewach­ die schwarzen Afrikaner gegen die weißen Afrikaner
sen. Seit ihrer Kindheit steht sie vor der Kamera als kämpfen. Er war ein sehr kluger, mutiger und sehr
Sängerin, Schauspielerin, Moderatorin und Komike- starker Mensch. Deshalb ist er mein Vorbild.
rin. Sie hat sich auch für politische und soziale Ziele
eingesetzt.
Einheit 3
3a
1a
2. Andere Schüler kämpfen gegen Intoleranz und
1. Meine Schwester wird Kamerafrau. Sie liebt Kino
Gewalt in der Schule.
und filmt den ganzen Tag.
3. Rolf interessiert sich nur für seine Musik.
2. Meine Mutter ist Pilotin. Gestern ist sie nach
4. Wir haben uns über unsere schlechten Matheno-
Australien geflogen.
ten geärgert.
3. Mein Bruder wird Elektriker. Er hat meine Lampe
5. Ich habe mit deiner Lehrerin telefoniert. Sie
repariert.
macht sich Sorgen.
4. Ich liebe Kinder und kann gut erklären. Vielleicht
6. Du musst früher mit dem Lernen beginnen, denn
werde ich mal Lehrerin / Kindergärtnerin.
die Prüfung ist schwer.
5. Mein Onkel macht Interviews für das Radio. Er ist
7. Fredi kann nicht kommen. Er muss sich um seine
Journalist.
kleine Schwester kümmern.
6. Bei Zahnschmerzen hilft mir mein Onkel. Er ist
8. Sylvie freut sich auf die Ferien. Sie will nach
Zahnarzt.
Spanien fahren.
193
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

2a Beispiele: 6/a Wir arbeiten in einem Team, das aus fünf


1. der/die Handwerker/-in Leuten besteht.
– bauen, überprüfen, kaufen, organisieren, 7/d Elektriker ist ein Beruf, der interessant und
planen, installieren, überprüfen abwechslungsreich ist.
2. der Arzt / die Ärztin 8/f Hochzeitsplaner sind Leute, die das Fest
– beraten, betreuen, helfen, untersuchen, planen, wenn jemand heiratet.
interpretieren, überprüfen, verschreiben
3b
3. der Frisör / die Frisörin
1. Ich möchte an einer Universität studieren, die
– beraten, schneiden, waschen
viele Kontakte ins Ausland hat.
4. der/die Mediendesigner/-in
2. Ich möchte später einen Beruf haben, der mir viel
– beraten, zeichnen
Spaß macht.
5. der Anwalt / die Anwältin
3. Ich habe ein Hobby, das ich am Wochenende mit
– beraten, lesen, interpretieren, verteidigen
Freunden in einer Sporthalle machen kann.
6. der/die Richter/-in
– lesen, untersuchen, interpretieren 4a
7. der/die Universitätsprofessor/-in   1. Ich will ein Studium machen, das mir Spaß
– betreuen, beraten, lesen, planen, unterrichten, macht.
untersuchen, interpretieren   2. Mein Freund, der nicht studieren will, sucht
8. der/die Bauingenieur/-in einen Ausbildungsplatz.
– bauen, überprüfen, organisieren, planen,   3. Das Medizinstudium, das sehr anspruchsvoll ist,
entwickeln dauert fünf Jahre.
9. der/die Verkäufer/-in   4. Mein Onkel, den ich seit Jahren nicht gesehen
– bedienen, helfen, rechnen, verkaufen habe, ist Mathematikprofessor.
  5. Maler ist ein Beruf, den nur wenige machen
2b Beispiele:
können.
2. Die Ärztin untersucht Patienten und verschreibt
  6. Juristen, die erfolgreich sein wollen, müssen viel
Medikamente.
arbeiten.
3. Der Frisör wäscht und schneidet die Haare von
  7. Meine Schwester, die Besuch aus Deutschland
seinen Kundinnen.
bekommt, ist schon sehr nervös.
4. Die Mediendesignerin zeichnet ein Bild nach den
  8. Mein Vater, der Fahrlehrer war, hat mir das
Angaben des Kunden.
Autofahren beigebracht.
5. Der Anwalt berät seine Kunden und interpretiert
  9. Ich möchte ein Auto fahren, das kein Benzin
die Gesetze.
braucht.
6. Der Richter liest die Berichte über den
10. Der Film, den ich gesehen habe, war spannend.
Angeklagten.
7. Der Universitätsprofessor, der die ganze Woche 4b
an der Uni unterrichtet, plant eine neue 1. Mein Vater hat einen Beruf, den er sehr mag.
Untersuchung. 2. Morgen kommt ein Freund zu mir, der mir Physik
8. Die Bauingenieurin kontrolliert den Bau. erklären kann.
9. Die Verkäuferin berät ihre Kunden und möchte 3. Die Mathelehrerin, die ich in Klasse 8 hatte,
Waren verkaufen. werde ich nie vergessen.
4. Die Schule, die ich besucht habe, hatte über
3a
2000 Schüler.
1/g Ich will an einer Schule lernen, die viele AGs
5. Der Berufsberater, den ich besucht habe, hat
in Naturwissenschaften hat.
mir Tipps gegeben.
2/b Mein Bruder hat ein Hobby, das sehr teuer ist.
6. Der Test, den ich dort gemacht habe, war ziem-
3/h Ich hatte einen Mathelehrer, der ein echtes
lich schwierig.
Talent in seinem Fach war.
7. Nach der Schule will ich eine Reise machen,
4/e Ich habe einen guten Freund, der Musiker
die drei Monate dauert.
werden will.
8. Leo will ein Wissenschaftler werden, der welt­
5/c Atomphysik ist eine Wissenschaft, die ziemlich
berühmt ist.
kompliziert ist.

194
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

4c 2b
Rico Engel ist Pilot von „Christoph 6“. Das ist ein 2. Ein Einfamilienhaus ist ein Haus, in dem eine
Rettungshubschrauber. Er fliegt schon seit 28 Jah- Familie wohnt.
ren und für ihn ist das ein absoluter Traumberuf. 3. Ein Freund ist ein Mensch, für den man sich
„Natürlich wird man zu Notfällen gerufen, die einsetzt.
furchtbar sind und sehr traurig machen. Das gehört 4. Ein Verwandter ist ein Mensch, mit dem man
zu diesem Beruf“, sagt Rico. Im Durchschnitt zu einer Familie gehört.
braucht das Rettungsteam vier bis sieben Minuten 5. Eine Schere ist ein Werkzeug, mit dem man z. B.
bis zum Unfallort. Die Höchstgeschwindigkeit von Papier schneiden kann.
einem Hubschrauber ist etwa 250 km/h. 6. Ein Stuhl ist ein Möbelstück, auf das man sich
setzen kann.
4e 1 – falsch, 2 – b; 3 – falsch, 4 – c
2c
1. der Erwachsene, der mindestens 18 Jahre alt ist,
Einheit 4
der für sich selbst verantwortlich ist, der wählen
1a darf.
Text 1 2. der Jugendliche, der zwischen 14 und 18 Jahren
… Wir wohnen in einer kleinen Stadt bei Kiel. alt ist, der einerseits von den Eltern abhängig,
Mit meinem kleinen Bruder verstehe ich mich gut. andererseits sehr selbstständig ist.
Er spielt auch gerne Tischtennis und wir sind zu­ 3. das Kind, das bis zu 14 Jahre alt ist, um das sich
sammen in einer Mannschaft und er mag auch die Eltern viel kümmern müssen.
meine Musik und Spiele. Meine Schwester interes- 4. das Baby, das noch nicht laufen und reden kann,
siert sich für andere Sachen als ich. Sie redet mit bis es ungefähr ein Jahr alt ist.
ihren Freundinnen immer über Kleider und Pop- 5. die Großeltern, die schon alt sind, die den Eltern
stars. Meine Eltern sind immer für uns da. helfen, die Enkel lieben und sich gegenseitig
helfen.
1b
Text 2 3a
Familie finde ich nicht so wichtig. Ich lebe mit mei- 1. Nur wenige Männer kümmern sich um Kinder
nem Vater zusammen. Nach der Scheidung von mei- und Haushalt, das ist eine Minderheit.
nen Eltern war ich am Wochenende auch oft bei 2. Die traditionelle Rollenverteilung sieht die Frau
meiner Mutter, aber jetzt habe ich keine Lust mehr. als Hausfrau und den Mann als Geldverdiener.
Sie hat sowieso nie Zeit für mich. … Er tut immer 3. Die Vorstellung, dass Frauen den Haushalt besser
so freundlich, aber ich glaube er mag mich nicht, machen, ist weit verbreitet.
weil er lieber mit Mama alleine sein will. Früher 4. Die deutsche Gesellschaft hat sich in den letzten
habe ich oft mit meinem Vater gestritten, aber jetzt 30 Jahren sehr verändert.
sind wir ein bisschen wie Freunde. Ich kann ihm al- 5. In der Elternzeit zahlt der Staat einen Teil vom
les erzählen. Er hilft mir bei allen Problemen und Gehalt.
setzt sich für mich ein. Er ist der wichtigste Mensch
3b
für mich. …
1/c  für den Haushalt verantwortlich sein
2a 2/f  die Kinder betreuen
2. Meine Großeltern, mit denen ich mich gut verste- 3/e  sich um die Kinder kümmern
he, wohnen leider weit weg. 4/b  ein Angebot annehmen
3. Der Job als Babysitter, für den ich mich bewer- 5/a  im Haushalt helfen
ben will, ist gut bezahlt. 6/d  Nachteile befürchten
4. Meine Freunde, mit denen ich seit der ersten
1. Alle Familienmitglieder sind für den Haushalt
Klasse befreundet bin, verlassen leider die
verantwortlich.
Schule.
2. Man sucht Jugendliche, damit sie Kinder be­
5. Chemie ist das Fach, für das ich mich am meisten
treuen können.
interessiere.
3. Die Jugendlichen kümmern sich dann um die
Kinder.

195
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

4. Der Jugendliche nimmt das Angebot an und lernen das Institut


spielt jeden Tag mit den Kindern. die Präsentation die Lehre
das Praktikum lernen
5. Die meisten Jugendlichen in Deutschland der Rechtsanwalt / das Praktikum
müssen im Haushalt helfen. die Rechtsanwältin die Schwäche
6. Einige Jugendlichen befürchten Nachteile, das Studium sich konzentrieren auf
die Schwäche die Stärke
wenn sie neben der Arbeit in der Schule noch sich konzentrieren auf untersuchen
auf Kinder aufpassen sollen. die Stärke Wissenschaft
der Schulabschluss
4 1 – passt nicht; 2 – Martha; 3 – Enis; 4 – Fatima; untersuchen
Wissenschaft
5 – Jan
Engagement: Familie:
5a sich ändern der/die Alleinerziehende
sich einmischen das Einzelkind
1. Wenn ich nicht zur Schule gehen müsste, hätte
sich eingagieren für die Elternzeit
ich Zeit für mein Hobby. kämpfen für/gegen die Generation
2. Wenn meine Oma Millionärin wäre, würde sie mir helfen die Gleichberechtigung
kreativ der Haushalt
bestimmt ein Auto kaufen. pflegen der Hausmann
3. Wenn ich gut tanzen könnte, würde ich berühmt sich konzentrieren auf das Paar
sich kümmern um
werden.
die Initiative
4. Wenn ich nicht drei Brüder, sondern Schwestern untersuchen
hätte, wäre mein Leben leichter. Vorurteil

5b 3c
2. Er hat blonde Haare, aber er hätte gerne schwarze 1. Nach der Schule will ich sofort mit meinem
Haare. Studium an der Uni beginnen.
3. Er hat zwei Schwestern, aber er hätte gerne noch 2. Salima will Wissenschaftlerin werden und das
zwei Brüder. Universum erforschen / untersuchen.
4. Er spielt Gitarre, aber er würde gerne Schlagzeug 3. Vorurteile gegen andere Menschen z. B. wegen
spielen. der Religion sind furchtbar.
5. Er fährt noch nicht Auto, aber er würde gerne 4. Bei der Berufsberatung kann man einen Test
Auto fahren. machen und seine Stärken und Schwächen
6. Er geht noch zur Schule, aber er würde schon herausfinden.
gerne zur Uni gehen. 5. In Deutschland kann man nach dem Schul­
7. Er tanzt schlecht, aber er würde gerne gut tanzen. abschluss eine Ausbildung machen.
8. Er ist klein, aber wäre gerne groß. Man arbeitet in einem Betrieb und geht zugleich
zur Berufsschule.
6b Beispiele:
6. Die Gleichberechtigung von Frau und Mann steht
Elena – Geborgenheit
in Deutschland in den Gesetzen.
Lukas – Unterstützung, Verständnis, füreinander
da sein 4 Beispiele:
Paul – füreinander da sein, Zusammenhalt der Beruf
– beruflich, berufen, der/die Berufsanfänger/in,
die Berufsausbildung, die Berufserfahrung, die
Training 1
Berufskleidung, die Berufsschule …
1d sich interessieren – materiell – bedrohen – die Überraschung

gefährlich – trotzdem
• – die Wissenschaftlerin
• – – überraschen, überraschend, der Überraschungs­
die Brücke – empfehlen – die Großfamilie erfolg …

die Familie
3a Beispiele:
– familiär, familienfreundlich, -feindlich, familien-
Schule, Universität: Ausbildung, Arbeit: gerecht, der/die Familienangehörige, die Familien­
der Doktor / die Doktorin die Arbeit feier, das Familienfoto, die Klein-/Großfamilie,
die Formel der/die Auszubildende die Arztfamilie …
die Forschung bauen
der Fragebogen die Berufsberatung beraten
erforschen die Formel – beratend, die Beratung, der/die Berater/in, berat-
der Jurist / die Juristin der Fragebogen
schlagen …

196
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

forschen 7b
– erforschen, forschend, das Forschen, die For- 1. Meine Mutter ist gestern nach Sydney geflogen.
schung, der/die Forscher/-in, der Forscherdrang, 2. Ich habe mich in die Diskussion im Deutschunter-
die Forschungsabteilung, die Forschungsarbeit … richt eingemischt.
sich engagieren 3. Wir haben unsere Lehrer nicht ausgewählt.
– engagiert, das Engagement … 4. Mein Freund hat letztes Schuljahr zwei Kinder
mutig aus Ghana betreut.
– der Mut, Mut haben, Mut verlieren, mutlos, die 5. Selma hat mir neue Musik empfohlen.
Mutlosigkeit, der Heldenmut, der Lebensmut … 6. Meine Freundin ist letzte Woche nach Tunesien
tolerant zurückgegangen.
– tolerieren, die Toleranz, die Toleranzgrenze, die 7. Selma hat mir einen neuen Film empfohlen.
Tolerierung … 8. Tines Freundin ist vor zwei Jahren aus Nigeria
kreativ nach Deutschland gekommen.
– kreieren, die Kreativität, die Kreation …
8 Beispiele:
5 Ich kaufe meiner Schwester eine Jeans.
die Rollenverteilung Mein Bruder schenkt mir ein Buch.
– die Rolle, die Verteilung Unsere Eltern helfen meiner Freundin.
der Lebenspartner Mein Freund leiht ihr sein Fahrrad.
– das Leben, der/die Partner/-in Unser Opa hilft unserer Oma beim Kochen.
die Kindererziehung
9
– das Kind – die Kinder, die Erziehung
1. Moritz engagiert sich seit zwei Jahren für auslän-
die Berufsplanung
dische Kinder.
– der Beruf, die Planung
a) Wer engagiert sich seit zwei Jahren für auslän-
die Hörgeräteakustikerin
dische Kinder?
– das Hören, das Gerät, der/die Akustiker/-in
b) Seit wann engagiert sich Moritz für ausländi-
das Musikinstrument
sche Kinder?
– die Musik, das Instrument
c) Für wen engagiert sich Moritz seit zwei
das Arbeitsleben
Jahren?
– die Arbeit, das Leben
2. Bis vor 60 Jahren haben sich fast nur die Frauen
der Friedensnobelpreis
um den Haushalt gekümmert.
– der Frieden, der Preis, der Nobelpreis
a) Bis vor wie viel Jahren haben sich fast nur
die Weltmeisterschaftsmannschaft
Frauen um den Haushalt gekümmert?
– die Welt, der Meister, die Weltmeister, die Meis-
b) Wer hat sich bis vor 60 Jahren um den Haus-
terschaft, die Weltmeisterschaft, die Mannschaft
halt gekümmert?
der Energieberater
c) Um was haben sich fast nur Frauen bis vor
– die Energie, der/die Berater/-in
60 Jahren gekümmert?
6 1 – a, 2 – c, 3 – a, 4 – b, 5 – b, 6 – c, 7 – a, 8 – c, 3. Viele Schüler freuen sich während der letzten
9 – a, 10 – a, 11 – b, 12 – b Prüfungen auf die Zeit nach der Schule.
a) Wer freut sich während der letzten Prüfungen
7a
auf die Zeit nach der Schule?
er wählt aus – er hat ausgewählt
b) Wann freuen sich viele Schüler auf die Zeit
sie berät – sie hat beraten
nach der Schule?
wir mischen uns ein – wir haben uns eingemischt
c) Auf was freuen sich viele Schüler während der
wir gehen weg – wir sind weggegangen
letzten Prüfungen?
ihr kontrolliert – ihr habt kontrolliert
4. Ron möchte in fünf Jahren einen Beruf haben,
ihr diskutiert – ihr habt diskutiert
der interessant ist.
sie empfehlen – sie haben empfohlen
a) Wer möchte in fünf Jahren einen Beruf haben,
sie fliegt – sie sind geflogen
der interessant ist?
er vereinbart – er hat vereinbart
b) Wann möchte Ron einen Beruf haben, der
wir erreichen – wir haben erreicht
interessant ist?
c) Was möchte Ron in fünf Jahren haben?

197
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

Einheit 5 Einheit 6
1a 1 – B, 2 – A, 3 – D 1a
Links von oben nach unten: das Dach, das Bad, das
1b
Wohnzimmer, die Garage
1. Ich glaube nicht, dass die Menschen zum Mars
Rechts von oben nach unten: der erste Stock, die
fliegen werden.
Treppe, die Küche, das Erdgeschoss, der Keller
2. In 20 Jahren wird es keine Grippe mehr geben.
3. Schon in wenigen Jahren werden wir nur noch 1b Beispiele:
mit Elektroautos fahren. das Wohnzimmer: das Sofa, der Sessel, der Tisch,
4. Nach der Schule wirst du bestimmt viele Erfolge die Lampe …
haben. die Küche: der Kühlschrank, der Herd, die Spül­
5. Wenn er genug Geld hat, wird er in ein paar maschine, der Küchenschrank …
Jahren eine eigene Firma aufmachen. das Bad: die Badewanne, die Dusche
6. Wenn ihr so weitermacht, werdet ihr bestimmt
2a
viel Erfolg haben.
… Dann fühle ich mich wohl. Deshalb mag ich mein
1c Zimmer am liebsten, da kann ich alles so machen,
1. „Wer wird Millionär?“ Das ist eine sehr bekannte wie ich will, und keiner bringt mir alles durcheinan-
Fernsehsendung. Man muss viel wissen und der. Mein Lieblingsort ist mein Schreibtisch. Hier
Glück haben, dann kann man sehr reich werden. habe ich alles, was ich brauche. Hier kann ich spie-
2. Werdet ihr morgen wirklich surfen gehen? Das len, Musik hören, Filme sehen, im Internet surfen
Wetter soll schlecht werden. Wenn es stürmt, und natürlich auch für die Schule arbeiten. Auch
dann wird das Meer sehr gefährlich. – Wir gehen wenn mein Freund kommt, sitzen wir meistens an
auf jeden Fall, wir werden schon aufpassen, mach meinem Schreibtisch, wo wir alles haben, was wir
dir keine Sorgen. brauchen. Wenn ich nicht gerade in der Schule bin,
3. Wann wirst du mir mein Spiel wiedergeben? – dann bin ich meistens in meinem Zimmer. Ich liebe
Morgen, ich verspreche dir, ich werde es nicht diesen Platz, wo mich keiner stören darf.
wieder vergessen.
2b 1 – wo; 2 – was; 3 – wo; 4 – wie
4. Sie hat es geschafft, sie ist Schauspielerin gewor-
den. Sie wird bestimmt noch ganz berühmt. 2c 1 – Was; 2 – Wo; 3 – Was; 4 – Wie / Das Bild
passt zu 2
1d 1 – C, C, A; 2 – B, B, A; 3 – C, C; 4 – A, B; 5 – C, A
3a Beispiele:
2a
  1. Er hat keine Zeit, eine Weltreise zu machen.
2. Wir haben nicht viel Geld. Entweder gehen wir
  2. Es ist unnötig, alle Kleider anzuprobieren.
ins Kino oder wir gehen etwas trinken.
  3. Es ist sinnvoll, einen guten Beruf zu finden.
3. Fatima hat am Wochenende gut verdient. Sie geht
  4. Sie hasst es, sich zu schminken.
sowohl shoppen als auch essen.
  5. Es tut mir gut, Fußball zu spielen.
4. Omar hat weder ein Fahrrad noch ein Moped.
  6. Es macht mir Spaß, shoppen zu gehen.
5. Zelica hat viel Zeit. Sie wird nach der Schule
  7. Ich nehme mir Zeit, im Internet zu surfen.
sowohl arbeiten als auch eine Reise machen.
  8. Es ist wichtig, zur Schule zu gehen.
6. Wir müssen uns entscheiden. Wir werden im Juli
  9. Er liebt es, ein leckeres Essen zu kochen.
entweder nach Rügen oder an den Bodensee
10. Wir finden es toll, auf kleine Kinder
fahren.
aufzupassen.
3 Handy, Ohrhörer, Skateboard, Informatik, Plastik-
3b
tüte, fernsehen, WhatsApp
1. Er will heute Abend ins Kino gehen.
4a Bild A und Bild C 2. Sie müssen zur Schule gehen.
3. Wir können Fußball spielen.
4b 1 – r, 2 – r, 3 – f, 4 – r, 5 – f, 6 – r, 7 – r, 8 – f
4. Sie darf sich schminken.
5. Wollt ihr in die Disco gehen?
6. Darf sie im Internet surfen?
7. Könnt ihr ein leckeres Essen kochen?

198
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

4a 1 – a, 2 – c, 3 – b, 4 – b, 5 – c, 6 – b karte warten und dann noch zehn Minuten, bis wir


bestellen konnten. Die Kellner waren alle sehr ner-
5a 1 – A, 2 – C, 3 – F, 4 – G
vös. Als wir uns beschwert haben, war unser Kellner
5b 1 – 0, 2 – C, 3 – B, 4 – A ziemlich unfreundlich. Das Essen hat ganz gut ge-
schmeckt, aber es war nicht so gut wie beim ersten
Mal und es war nicht mehr richtig warm, bis es an
Einheit 7
unserem Tisch war.
1a Beispiele: der Tisch, der Teller, das Glas, das Kommentar des Restaurants: Es tut uns sehr leid,
Messer, die Gabel, die Flasche, die Schüssel, der dass Sie nicht zufrieden waren. Wir hatten an die-
Salat, das Gemüse, der Wein, der Saft, die Zitrone, sem Tag tatsächlich ein Problem, weil sowohl im Ser-
die Wurst … vice als auch in der Küche einige Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen nicht da waren.
2a
Dialog 1 3c 1 – F, 2 – R, 3 – F, 4 – F, 5 – R, 6 – R, 7 – R
Haben Sie reserviert?
4
c) Nein, haben Sie noch einen Tisch für uns?
Der Text beschreibt die Entwicklung der Essgewohn­
Hier in der Mitte – der Tisch am Fenster ist noch
heiten der Menschheit über die letzten Jahrtausende
frei.
hinweg. Die ersten Menschen sammeln und jagen
g) Wir würden lieber auf der Terrasse sitzen.
ihre Nahrungsmittel in der Natur und essen sie un-
Auch kein Problem. Kommen Sie bitte mit.
gekocht. Erst nach der Entdeckung des Feuers kann
Dialog 2 man auch kochen. Die Menschen beginnen, Pflanzen
h) Bringen Sie uns bitte die Speisekarte? und Tiere zu züchten. Sie lernen das Brotbacken
Ja, ich bringe sie Ihnen sofort. Möchten Sie schon und erfinden die Nudel.
etwas zu trinken bestellen? Händler verbinden schon seit über 2000 Jahren die
f) Wir hätten gern eine Cola und ein Kontinente und bringen Gewürze von Asien nach
Mineralwasser. Europa. Ab dem 15. Jahrhundert kommen die Kar­
toffel und viele Gemüse und Früchte von Amerika
Dialog 3
nach Europa und der Reis wandert von Asien aus
Was darf ich Ihnen bringen?
um die Welt.
b) Wir haben nicht viel Hunger. Was können Sie
Der Unterschied in der Ernährung zwischen armen
empfehlen?
und reichen Menschen ist groß. Der Hunger ist bis
Eine frische Gemüsesuppe oder einen
heute eine große Gefahr. Seit einigen Jahrzehnten
Cäsar-Salat?
wird die Sicherung der Ernährung in den reichen
i) Dann nehme ich den Salat.
Ländern immer weniger wichtig. Die Menschen in
Und für Sie?
diesen Ländern müssen sich nicht mehr für ihr tägli-
Ich nehme den Vorspeisenteller.
ches Essen anstrengen. Das Problem ist heute nicht
Dialog 4 mehr der Hunger, sondern die falsche Ernährung,
d) Wir möchten bitte zahlen. die viele Menschen krank macht.
Zusammen oder getrennt?
e) Zusammen, bitte.
Einheit 8
Das macht 23 Euro 50.
25  €. a) Stimmt so. 1b 1 – d, 2 – g, 3 – b, 4 – a, 5 – f, 6 – c, 7 – e

3a Dialog 1: 1 – falsch, 2 – b 2 Beispiele:


Dialog 2: 1 – richtig, 2 – b Du solltest deine Füße und Beine hochlegen.
Du solltest dich einen Moment ins Bett legen und
3b
ausruhen.
… Aber das war eine große Enttäuschung. Der Ser-
Du solltest dich warm duschen.
vice war diesmal nicht gut. Wir hatten einen Tisch
reserviert und mussten dann 20 Minuten warten, 3b 1 – b, 2 – c, 3 – b, 4 – c, 5 – c, 6 – a
bis wir wirklich einen Tisch bekommen haben.
Dann mussten wir wieder 10 Minuten auf die Speise­

199
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

4 Ich stimme der zweiten Gruppe zu. Meiner Meinung


2. Bleib mit einer Grippe zu Hause, damit deine nach ist zu viel Sport nicht gesund. Nicht nur weil
Freunde nicht krank werden. man sich verletzt, sondern auch wenn man zu viel
3. Iss viel Obst, damit du keine Erkältung Energie beim Sport verbraucht, hat man ein Problem.
bekommst. Ich möchte dafür ein Beispiel nennen: Mein Bruder
4. Trink abends Milch, damit du gut schlafen kannst. spielt jedes Wochenende Fußball. Er kommt immer
5. Geh am Wochenende wandern, damit du dich total kaputt von seinen Spielen nach Hause. Dann
richtig entspannen kannst. liegt er nur noch auf dem Sofa, spielt Computerspiele
6. Mach etwas mit den Freunden, damit du Spaß und isst Chips. Er ist überhaupt nicht mehr fit und
hast. hat keine Lust, sich mit Freunden zu treffen, tanzen
zu gehen oder in ein Konzert zu gehen.
5a
Abschließend möchte ich sagen, dass man nicht nur
1.
auf die körperliche Fitness und körperliche Aktivität
Wo tut es weh?
achten soll …
d) Hier oben am Bein habe ich starke Schmerzen.
2.
Was fehlt Ihnen? Training 2
b) Ich habe Halsweh und mir ist schlecht, ich kann
Aussprache trainieren
nichts essen.
1b
Ich muss Sie untersuchen. Sagen Sie AAAAAA.
Der Termin ist sehr dringend, ich habe
3.
Ohrenschmerzen!
a) Wie oft muss ich das Medikament nehmen?
Nehmen Sie drei Tropfen viermal täglich vor dem
Dreimal am Tag nach dem Essen.
Essen. Dann wird es schnell besser werden.
5b Beispiele:
Wortschatz trainieren
Wo haben Sie Schmerzen?
3a
Hier, am rechten Bein. Ich habe mir beim Sport
wehgetan. Singular Plural
der Papierkorb die Papierkörbe
Herr Doktor, mein Körper tut mir weh, mir ist so die Toilette die Toiletten
heiß. der Schrank die Schränke
Das kann eine Grippe sein. Legen Sie sich ins der Stuhl die Stühle
Bett. Trinken Sie Wasser. Sie müssen viel der Tisch die Tische
trinken. das Bett die Betten
das Sofa / die Couch die Sofas / die Couchs
Du hast eine starke Erkältung, Niko. Du bekommst
der Sessel die Sessel
Tabletten und musst viel schlafen.
der Hocker die Hocker
Kann ich Sport machen?
der Schreibtisch die Schreibtische
In dieser Woche besser nicht. Du musst dich
das Regal die Regale
ausruhen.
der Teppich die Teppiche
6 1 – f, 2 – f, 3 – r, 4 – f, 5 – r, 6 – r der Vorhang die Vorhänge
der Spiegel die Spiegel
7 das Bild die Bilder
… Nur wenn man fit ist, kann man machen, was das Telefon die Telefone
man gerne machen möchte. Einige von meinen Mit- der Fernseher die Fernseher
schülern sind der Meinung, dass man viel Sport trei- der Kühlschrank die Kühlschränke
ben soll, um fit zu bleiben. Im Gegensatz dazu mei- die Waschmaschine die Waschmaschinen
nen andere, dass man beim Sport zu viel Energie der Herd die Herde
verbraucht, die man lieber für wichtigere Dinge ver- das Waschbecken die Waschbecken
wenden sollte. Sie meinen, dass man sich beim Sport die Badewanne die Badewannen
auch oft verletzt und wenn man sich ein Bein gebro-
chen hat, dann ist man überhaupt nicht mehr fit, 3b 1 – an, 2 – auf, 3 – in, 4 – über, 5 – unter,
sondern muss zu Hause bleiben. 6 – neben, 7 – zwischen, 8 – vor, 9 – hinter

200
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

5  Lösung: Kartoffelsalat hatte ich einen grauen Teppich, jetzt habe ich einen
neuen, weißen. Meine Mutter hat zwar gesagt: „Ein
6  1 – einkaufen, 2 – betrachten, 3 – herstellen,
weißer Teppich ist unpraktisch.“ Das stimmt natür-
4 – träumen, 5 – einladen, 6 – bekommen
lich, aber er sieht toll aus und ich versuche, vorsich-
7 Beispiele: tig zu sein.
Trinken: den Kopf, die Hände, den Mund, den
13
Magen, die Zunge
Im letzten Sommer bin ich mit meinem Freund eine
Fahrradfahren: (den ganzen Körper), den Kopf,
Woche durch Deutschland gefahren. Wir haben uns
die Augen, die Ohren, die Arme, die Hände,
vor der Reise gut informiert und alles genau geplant.
die Finger, die Beine, die Füße
Erst sind wir an die Donau nach Regensburg gefah-
Schreiben: den Kopf, die Augen, die Arme,
ren. Dort sind wir mit dem Fahrrad auf dem Donau-
die Hände, die Finger
radweg bis nach Passau gefahren. Am Ufer waren
Gitarrespielen: den Kopf, die Ohren, die Arme,
viele Burgen. Es war sehr romantisch. In Passau sind
die Hände, die Finger
wir erst einmal zur Jugendherberge gegangen. Sie
8 liegt sehr zentral auf einem Berg. Man hat einen
1. Gestern war ich noch krank, aber heute geht es tollen Blick über die Drei-Flüsse-Stadt. Von der
mir schon wieder besser. Jugendherberge bis zum Zentrum ist es nicht weit.
2. Ich hatte heute schon um 7 einen Termin beim Am ersten Abend sind wir in eine Disco gegangen.
Arzt, aber die Apotheke macht leider erst um Da war richtig was los. Am nächsten Tag waren wir
9 Uhr auf. in einem Museum und sind in den Dom gegangen.
3. Sie dürfen keinen Sport machen. Erst, wenn sie Zum Mittagessen sind wir in die Altstadt gegangen
ganz gesund sind. und haben dort in einem kleinen Restaurant eine
4.    Hast du schon gegessen. Schweinshaxe gegessen, ein typisches bayerisches
  Nein, es ist doch erst 12 Uhr. Gericht. Am nächsten Tag sind wir mit dem Zug wei-
tergefahren, erst nach München, dann nach Ham-
Strukturen trainieren
burg und zum Schluss natürlich nach Berlin.
9 1 – c, 2 – c, 3 – a, 4 – b, 5 – c, 6 – a, 7 – b, 8 – b,
9 – a, 10 – a, 11 – a, 12 – b
Einheit 9
10 2 – Worum, 3 – Wofür, 4 – Wofür, 5 – Womit,
6 – Mit wem, 7 – Über wen, 8 – Woran, 9 – Woge- 1a
gen/Gegen wen, 10 – Auf wen Adjektiv Nomen Verb /
Ausdruck
11 Beispiel:
engagiert das Engagement sich
sich treffen – sich unterhalten – sich verabschieden – engagieren
sich verabreden – sich wiedersehen – sich kennen- hilfsbereit die Hilfs- helfen
lernen – sich verlieben – sich küssen – sich streiten – bereitschaft
sich entschuldigen – sich versöhnen stark die Stärke stärken
X die Meinung meinen
12 menschlich der Mensch X
Das ist mein Zimmer. Ich habe es gerade umgeräumt verständnisvoll / das Verständnis verstehen
und finde es total gemütlich so. Früher stand mein verständlich
Bett links neben der Tür. Es war ein altmodisches,
schweres Bett, das ich von meinem großen Bruder 1b
bekommen hatte. Jetzt habe ich ein neues, gelbes 1. Für Intoleranz habe ich kein Verständnis!
Schlafsofa, ich habe es unter das kleine Fenster ge- 2. Mein Freund engagiert sich sehr in unserer
stellt, neben den großen Schrank. Am Bett habe ich Bürgerinitiative für Zuwanderer.
natürlich eine Lampe, eine supermoderne Stehlampe. 3. Sein Engagement ist so groß, dass er dabei die
Ich finde sie cool. Mein Schreibtisch steht am großen Schule vergisst.
Fenster. Auf der rechten Seite steht mein Laptop 4. Ich muss ihm dann immer bei der Mathearbeit
und auf der linken Seite stehen meine Schulbücher. helfen.
Ich sitze gerne auf meinem bequemen Stuhl und 5. Ich kann ihn ja menschlich verstehen, aber die
sehe aus dem Fenster in den grünen Garten. Früher Schule ist auch wichtig.

201
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

1c 2a Beispiele:
1. Obwohl Philipp Lahm wenig Zeit hat, engagiert er 2 – c: Wir wussten nicht, dass man nur schwer
sich für Jugendliche. einen Ferienjob bekommt.
2. Obwohl Bayern gut gespielt hat, haben sie das 3 – e: Peter hat dem Arbeitgeber gesagt, dass er sich
Spiel verloren. sehr für die Stelle interessiert.
3. Obwohl ich nur wenig Taschengeld habe, habe ich 4 – b: Viola sagt, dass sie mit dem Geld eine Reise
Geld für junge Flüchtlinge gespendet. machen will.
4. Obwohl Anas nicht gerne früh aufsteht, hilft er 5 – f: Das Gesetz erlaubt, dass 18-Jährige vier
Kindern auf dem Schulweg. Wochen in den Ferien arbeiten.
5. Obwohl Rafik noch nicht perfekt deutsch spricht, 6 – a: Bei vielen Schülern ist es ein Problem, dass
sagt er gerne seine Meinung. sie nicht gut genug in der Schule sind.

1d 2b
2. Ich setze mich für das Projekt ein, obwohl ich 2. Du kannst keine schwere Arbeit machen, weil du
dadurch weniger Freizeit habe. noch in die Schule gehst.
3. Wir haben gebadet, obwohl das Wasser sehr kalt Du kannst keine schwere Arbeit machen, denn
war. du gehst noch in die Schule.
4. Chips sind ungesund, trotzdem esse ich sie gern Du gehst noch zur Schule, deshalb kannst du
beim Fernsehen. keine schwere Arbeit machen.
5. Herr Schulze ist stark erkältet, trotzdem geht er 3. Die Arbeitszeit darf nicht zu lang sein, weil du
in den Unterricht. auch Zeit für deine Freunde brauchst.
6. Leo will sich ein neues Fahrrad kaufen, obwohl Die Arbeitszeit darf nicht zu lang sein, denn du
er kein Geld hat. brauchst auch Zeit für deine Freunde.
Du brauchst Zeit für deine Freunde, deshalb darf
2a 1 – d, 2 – c, 3 – a, 4 – b
die Arbeitszeit nicht zu lang sein.
2b 1 – R, 2 – F, 3 – F, 4 – R 4. Du musst deine Eltern fragen, weil sie zustimmen
müssen.
3a 2. darüber, 3. darum, 4. dafür, 5. dabei
Du musst deine Eltern fragen, denn sie müssen
3b 2. mit ihm, 3. darum, 4. mit ihr, 5. davon zustimmen.
Deine Eltern müssen zustimmen, deshalb musst
4 1 – c, 2 – a, 3 – c, 4 – a, 5 – a
du sie fragen.
5. Du darfst in den Schulferien vier Wochen arbei-
Einheit 10 ten, weil du über 15 bist.
1a 1 – etwas leisten, 2 – an erster Stelle, 3 – auf die Du darfst in den Schulferien vier Wochen arbei-
Schule, 4 – berufliche Zukunft, 5. auf keinen Fall ten, denn du bist über 15.
Du bist über 15, deshalb darfst du in den Schul­
1b 1 – a/b, 2 – b/c, 3 – a/b, 4 – b/d, 5 – a/d
ferien vier Wochen arbeiten.
1c 6. Ich kann mir ein neues Moped kaufen, weil ich
Minijobs findet man in Tageszeitungen und vor allem einen guten Job bekommen habe.
im Internet. Aber auch im Supermarkt oder in der Ich kann mir ein neues Moped kaufen, denn ich
Stadtbücherei findet man häufig Aushänge. Damit habe einen guten Job bekommen.
ihr Erfolg habt, solltet ihr selbst aktiv werden und Ich habe einen guten Job bekommen, deshalb
persönlich mit einer Firma Kontakt aufnehmen. kann ich mir ein neues Moped kaufen.
Man muss 13 Jahre alt sein und die Eltern müssen
3 1 – b, 2 – a, 3 – a, 4 – b
der Tätigkeit zustimmen. Zwischen dem 13. und 14.
Lebensjahr darf man zwei Stunden täglich arbeiten. 4
Aber man darf nicht vor oder während der Schulzeit, 1. … Dafür würde ich mich auch interessieren.
nicht an Wochenenden / Feiertagen oder nach 18 2. … Deshalb müssen wir uns auf die Schule
Uhr arbeiten. Zwischen dem 15. und dem 18. Le- konzentrieren.
bensjahr ist man laut Gesetz Jugendliche/-r. Wenn 3. Wenn ihr jobben wollt, müsst ihr euch an das
ihr schulpflichtig seid, müsst ihr euch an die Regeln Jugendschutzgesetz halten.
für die 13- bis 14-Jährigen halten. … 4. Interessierst du dich auch für einen Job in den
Sommerferien?
202
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

5. Leon und Paul wollen keinen Nebenjob, sie wol- Einheit 11


len sich in den Ferien ausruhen.
1
4b Liebe Marina,
1. ich denke die ganze Zeit an dich und freue mich so,
Kannst du dir vorstellen, in den Ferien zu dass wir uns morgen treffen können. Ich singe dau-
jobben? ernd unser Lied vor mich hin: Du bist das Beste, was
Ich kann mir das nicht vorstellen. … mir je passiert ist. Ich bin jetzt schon traurig, weil
Ja, aber wenn ich jobbe, dann kann ich mir z. B. ich am Freitag nicht mit dir zusammen sein kann.
ein neues Handy kaufen. Aber das Wochenende haben wir ganz für uns und
Ich kaufe mir lieber weniger und kann mir die hören zusammen Silbermond: Es ist so gut, dass es
Zeit für meine Musik nehmen. dich gibt! Du weißt gar nicht, wie sehr ich dich liebe
2. und wie lange die Zeit ohne dich für mich ist. Hof-
Wir können uns leider nicht alles leisten, was wir fentlich merkst du das ein bisschen.
uns wünschen. Ich liebe dich und es tut so gut, wenn du mich liebst!
… Man kann sich ja auch mal etwas ausleihen. Fred
Oder man kann sich mit etwas Fantasie vorstel-
Liebe Susi,
len, dass man es hat.
ich sitze allein in meinem Zimmer und denke an
So ein Quatsch. Ihr könnt es euch ja vorstellen.
dich. Ich hoffe, es geht dir gut und du bist nicht so
Wir werden aktiv und suchen uns einen Neben-
traurig wie ich. Ich möchte so gern bei dir sein, aber
job. Dann können wir uns mehr leisten.
es geht nicht. Ich muss so viel für die Schule arbei-
Aber ihr könnt euch sowieso nicht alles leisten
ten, weil wir am Donnerstag den Mathetest schrei-
und dann seid ihr wieder unzufrieden.
ben. Aber ab Freitag habe ich Zeit und ich freue
4c mich schon darauf, dich zu sehen. Bis dahin habe
Karla hat sich von mir ein Spiel ausgeliehen und ich nur dein Bild und unser Silbermondlied, das ich
hat es nicht zurückgegeben. mir dauernd anhöre. Du bist das Beste, was mir je
Ich kann mir gut vorstellen, dass sie es vergessen passiert ist. Es ist so gut, dass es dich gibt.
hat. Ärger dich nicht. … Sie wird sich nicht Ich liebe dich!
ändern. Fred
Aber ich will es wiederhaben! Soll ich es mir viel- PS: Am Samstag und Sonntag hab ich leider ein
leicht noch einmal kaufen? Turnier im Sportverein. Mist!
Entspann dich! Natürlich musst du es dir nicht
2a
noch mal kaufen. …
2. Bevor er sich nicht von Susi getrennt hat, will
5 Marina nichts mit ihm zu tun haben.
2. Ich will das erklären. – Lass / Lassen Sie / Lasst 3. Susi war sehr wütend, als Fred mit ihr Schluss
mich das bitte erklären. gemacht hat.
3. Ich will das Fahrrad allein reparieren. – Lass / 4. Mit Regina kann man nichts mehr machen,
Lassen Sie / Lasst mich das Fahrrad allein seit sie einen Freund hat.
reparieren. 5. Du musst dich über die Prüfung informieren,
4. Ich will allein sein. – Lass / Lassen Sie / Lasst bevor du mit dem Lernen anfängst.
mich bitte allein (sein). 6. Als ich mich auf die Prüfung vorbereitet habe,
5. Ich will arbeiten. – Lass / Lassen Sie / Lasst mich habe ich drei Wochen lang nur gelernt.
bitte arbeiten.
2b
6. Ich will in Ruhe essen. – Lass / Lassen Sie / Lasst
2. Ich habe kein Problem mit dem Sprechen mehr,
mich bitte in Ruhe essen.
seit ich den Schüleraustausch gemacht habe.
7. Ich will das Spiel zu Ende spielen. – Lass / Lassen
3. Ich habe sehr oft Kartoffelsalat gegessen, wäh-
Sie / Lasst mich das Spiel zu Ende spielen.
rend ich in Deutschland war.
8. Ich will schlafen. – Lass / Lassen Sie / Lasst mich
4. Ich konnte noch nicht so gut Deutsch sprechen,
bitte schlafen.
bevor ich den Schüleraustausch gemacht habe.

203
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

3a 4. Wegen des Konzertes morgen kann sie heute


  1. Gestern habe ich meinen neuen Freund zum nicht Tennis spielen.
ersten Mal mit nach Hause gebracht. 5. Trotz des Mathetests geht er heute Abend mit
  2. Er hat gesagt: „Ich möchte eine großzügige Frau seinen Freunden Fußball spielen.
mit einem großen Bankkonto heiraten.“ 6. Trotz der vielen Autos kann man hier gut mit dem
  3. Ich habe meinen fast immer sehr ruhigen Vater Fahrrad fahren.
noch nie so wütend gesehen.
3b
  4. Er hat geschrien: „Ich will keinen faulen, frechen
Schreib die Sätze aus 3a als weil-Sätze oder obwohl-
Schwiegersohn!“
Sätze wie im Beispiel.
  5. Dabei wollte mein armer, lieber Freund nur
2. Obwohl die Sonne scheint, trägt Inga beim Ski-
einen kleinen Witz machen.
fahren keine Sonnenbrille.
  6. Der ältere Bruder von meinem Schulkameraden
3. Weil wir eine Party haben, wird es heute Nacht
ist Schauspieler.
etwas lauter im Haus.
  7. Im letzten Film hat er den bösen Sohn von der
4. Weil es morgen ein Konzert gibt, kann sie heute
reichsten Familie Europas gespielt.
nicht Tennis spielen.
  8. Mit diesem interessanten Film ist er der zurzeit
5. Obwohl er einen Mathetest hat, geht er heute
berühmteste junge Schauspieler geworden.
Abend mit seinen Freunden Fußball spielen.
  9. Im nächsten Film soll er den schönen, aber un-
6. Obwohl es viele Autos gibt, kann man hier gut
treuen Freund einer verheirateten Frau spielen.
mit dem Fahrrad fahren.
10. Die lieben, aber etwas konservativen Eltern von
ihm finden das gar nicht gut. 3c
2. Trotz der Trockenheit wachsen einige Pflanzen.
3c 1 – F, 2 – A, 3 – G , 4 – E
3. Wegen der Erderwärmung gibt es immer mehr
4b 1 – f, 2 – b, 3 – a, 4 – d, 5 – e, 6 – c Unwetter.
4. Trotz des Regens findet die Veranstaltung statt.
5. Wegen des Schnees müssen die Autos langsam
Einheit 12
fahren.
1 1 – elektrisches Licht, 2 – Luftverschmutzung, 6. Trotz meiner Erkältung gehe ich zur Schule.
3 – Trinkwasser, 4 – Feuer, 7. Wegen der Sonne muss ich eine Kappe tragen.
5 – Überschwemmungen 8  Trotz des Winters liegt kein Schnee.

2a 1 – E/Y, 2 – E, 3 – E, 4 – Y, 5 – Y, 6 – Y, 4a
7 – E/Y, 8 – E Plastik Handtuch, Coladose
Biomüll Einkaufstüte
2b 1 – f, 2 – f, 3 – r, 4 – f, 5 – r
Papier Bleistift
2c Glas Bierdose
1. Das Ministerium wollte wissen, wie wichtig der Sperrmüll Zahnbürste
Umwelt- und Naturschutz für die Menschen in
4b
Deutschland ist.
Klima- katastrophe, schutz, wandel
2. Die Umfrage sollte klären, was die Deutschen im
Energie- verbrauch, wende
Alltag für den Umweltschutz tun.
Natur- katastrophe, schutz
3. Man wollte auch erfahren, ob die Deutschen auf
Strom- verbrauch
Plastiktüten beim Einkaufen verzichten wollen.
Umwelt- katastrophe, schutz
4. Man hat auch gefragt, welche Verkehrsmittel die
Plastik- eimer, flasche
Deutschen am meisten für die Wege im Alltag
Müll- eimer
nutzen.
Wasser- eimer, flasche, verbrauch
3a
4c Das passt nicht:
2. Trotz der Sonne trägt Inga beim Skifahren keine
1. Müll gefährden, 2. Plastiktüten trennen,
Sonnenbrille.
3. Wasser reduzieren, 4. Strom ausgeben,
3. Wegen unserer Party wird es heute Nacht etwas
5. Verpackungen beantworten
lauter im Haus.

204
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

5   9. einen Menschen
… Was kompliziert erscheint, ist eigentlich ganz anrufen, lieben, kennenlernen, nachahmen
einfach. Das deutsche Wort Bionik setzt sich aus 10. den Energieverbrauch
den Wörtern Biologie und Technik zusammen und reduzieren, definieren, erhöhen, erklären
bedeutet, von der Natur für die Technik zu lernen. 11. den Müll
Wissenschaftler untersuchen die Natur und ver­ recyceln, sortieren, wegwerfen, wegbringen
suchen, sie zu verstehen, um dieses Wissen dann 12. den Lotuseffekt
für die Menschen und für technische Erfindungen nachahmen, nutzen, kennenlernen, erklären
zu nutzen. Hier arbeiten Naturwissenschaft und
4b Beispiele:
Ingenieure, Architekten und Philosophen zusam­
2. Die Schulkantine hat schon wieder die Preise
men. Sie definieren zuerst das Problem und suchen
erhöht. …
zusammen nach Lösungen in der Natur. So ist zum
3. Erkläre mir das noch mal. Ich will das Problem
Beispiel die Lotusblume das Vorbild für selbstreini-
genau verstehen.
gende Materialien.
4. Würden Sie bitte ihr Smartphone ausschalten! …
5. Er sortiert / trennt den Müll nicht gern. …
Training 3 6. Kannst du bitte im Supermarkt etwas einkaufen.

Wortschatz trainieren
3a Beispiele 5 ängstlich – mutig, einfach – kompliziert,
Bild A: die Getränke, der Saft, das Brot, das klug – dumm, langsam – schnell, laut – leise,
Brötchen, der Kuchen, die Wurst, das Fleisch, passiv – aktiv, schlank – dick, schön – hässlich,
der Schinken … stark – schwach, teuer – billig, tolerant – intolerant,
Bild B: das Kleid, der Mantel, der Bikini, das treu – untreu, vorsichtig – leichtsinnig, weich – hart
T-Shirt, der Anzug, das Jackett, die Hose,
Strukturen trainieren
der Pullover, die Jeans …
6 1 – a, 2 – c, 3 – a, 4 – a, 5 – c, 6 – b, 7 – b, 8 – a,
3b 9 – c, 10 – b, 11 – a, 12 – c
1. Milch, Nudeln, Reis, Kaffee, Tee …
7
2. Käse, Wurst, Butter …
  1. Das ist nicht dein Handy, das gehört mir.
3. Cola, Bier, Bohnen, Suppe …
  2.   Wo ist Paul? Ich habe ihn lange nicht
4. Milch, Bier, Wasser, Saft …
gesehen.
5. Milch, Wasser, Cola, Apfelsaft
 Bei mir hat er sich auch seit Wochen nicht
6. Fleisch, Fisch, Reis, Kartoffeln, Bohnen …
gemeldet.
4a Beispiele:   3. Gefällt dir meine Hose?
 1. Geld   4. Ich liebe ihn, aber er liebt mich nicht.
ausgeben, leihen, sparen, verdienen, verlieren   5. Ich hätte gern ein neues Smartphone, aber es
  2. eine Arbeit ist mir zu teuer.
anfangen, beenden, brauchen, suchen   6. Kannst du diesen USB-Stick Sandra geben?
 3. im Supermarkt Ich glaube, er ist von ihr.
arbeiten, einkaufen, kaufen, anrufen   7. Murat, ich habe einen Pullover gefunden.
  4. ein Problem Ich glaube, du hast den hier vergessen.
beschreiben, lösen, definieren, verstehen   8. Der Mann, den wir gestern getroffen haben,
  5. ein Smartphone ist mein Onkel Amir.
ausschalten, benutzen, einschalten, reparieren   9. Hülya hat sich schon wieder einen Laptop
 6. die Welt gekauft. Jetzt hat sie drei!
erklären, kennenlernen, verstehen, lieben 10. Der Bus, mit dem du fahren musst, ist die
  7. eine Zeitung Nummer 15.
verkaufen, kaufen, lesen, zurückgeben 11. Ihr fahrt mit euren Mountainbikes und wir
  8. die Preise mit unseren Fahrrädern.
erhöhen, fallen, steigen, vergleichen 12. Sie müssen ihren Stromverbrauch reduzieren,
weil ihre Rechnung so hoch ist.

205
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

8 8. Niemand weiß, ob die Henne zuerst da war oder


2. … ein Smartphone zu kaufen. das Ei.
3. … schwimmen zu gehen.
4. … den Müll zu trennen.
Einheit 13
5. … die Küche aufzuräumen?
6. … laut Musik zu hören. 1a der Ball – der Becher – der Bleistift – die Bluse –
7. … Briefe zu schreiben? die Brille – das Fahrrad – die Flasche – Glas – die
8. … Strom zu sparen. Handschuhe – das Handy – die Jacke – die Jeans –
der Kopfhörer – die Lampe – der Löffel – der Mantel
9a
– Messer – die Mütze – der Pullover – das Regal –
1. Ich habe nicht viel Zeit, trotzdem engagiere ich
der Schal – Sofa – der Stiefel – die Tasche – die Tasse
mich für Flüchtlinge.
– das Telefon – der Teppich – der Tisch – der Topf –
Obwohl ich nicht viel Zeit habe, engagiere ich
die Tür
mich für Flüchtlinge.
2. Ich bin nicht gut in Mathe. Deshalb muss ich viel 2a natürlich – künstlich; sich zeigen – sich verste-
lernen. cken; etwas langweilig finden – von etwas fasziniert
Weil ich nicht gut in Mathe bin, muss ich viel sein; privat – in der Öffentlichkeit; unbekannt –
lernen. berühmt; in den letzten Jahren – in den kommenden
3. Meine Uhr ist kaputt. Deshalb wünsche ich mir Jahren; schließen – öffnen
eine neue zum Geburtstag.
2b
Weil meine Uhr kaputt ist, wünsche ich mir eine
2. … eine Vorführung von einem Theaterstück,
neue zum Geburtstag.
einem Film oder einem neuen Produkt.
4. Man kann DVDs eigentlich nicht umtauschen,
3. … eine Maschine konstruieren.
trotzdem versuche ich es.
4. … man kann Roboter in der Autoindustrie
Obwohl man DVDs eigentlich nicht umtauschen
einsetzen.
kann, versuche ich es.
5. … in den kommenden Jahren.
5. Murat mag Selika, weil sie so fröhlich ist.
6. Eine Krise oder ein Ereignis erwarten.
Selika ist so fröhlich. Deshalb mag Murat sie.
7. Eine Forschungsarbeit oder ein soziales Projekt
6. Selika geht mit Oskar aus, obwohl sie eigentlich
fördern.
Murat liebt.
Selika liebt eigentlich Murat, trotzdem geht sie 2c Menschen pflegen; Rasen mähen; den Boden
mit Oskar aus. putzen; Essen bringen; im Haushalt helfen;
7. Ich bin gerne im Wald. Deshalb fahre ich dort oft Kranke operieren/pflegen; Maschinen bedienen;
mit meinem Mountainbike. Autos/Maschinen reparieren
Weil ich gern im Wald bin, fahre ich dort oft mit
2d
meinem Mountainbike.
2. Im Krankenhaus kann man Roboter benutzen,
8. Meine Mutter mag Rosen. Deshalb schenke ich
um Kranke zu operieren.
ihr welche.
3. In der Industrie kann man Roboter benutzen,
Weil meine Mutter Rosen mag, schenke ich ihr
um Maschinen zu bedienen.
welche.
4. Im Haushalt kann man Roboter benutzen, um
9b 1 – bevor, 2 – Seit, 3 – Als, 4 – während den Boden zu putzen.

10 2e
2. Mich interessiert, ob es Leben im Weltall gibt. 2. Ich habe gehört, dass man im Krankenhaus
3. Wer weiß, woher das Wasser auf der Erde Roboter benutzen kann, um Kranke zu pflegen.
kommt? 3. Ich habe gelesen, dass man in der Industrie Robo-
4. Weiß jemand, wie lange noch die Sonne scheint? ter benutzen kann, um Maschinen zu bedienen.
5. Wie finde ich heraus, was ein „T-Rex“ ist? 4. Ein Freund hat mir erzählt, dass er einen Roboter
6. Ist bekannt, warum es in der Sahara nicht regnet? benutzt, um den Boden zu putzen.
7. Keiner kann sagen, ob es einmal Frieden geben
3a A – 3: MP3-Player, B – 4: Klettverschluss,
wird.
C – 1: Automobil, D – 2: Aspirintablette, E – 5:
Gummibärchen

206
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

3b … würde sich einen Lernchip ein- ×


1. bauen lassen, wenn das helfen
würde.
1886 wurde es von Carl Benz erfunden.
… hätte Angst vor einem Lern- ×
1888 wurde es von Bertha Benz von Mannheim chip im Kopf.
nach Pforzheim gefahren.
In Deutschland werden mehr als 40 Mio. benutzt. 6 Beispiele:
Lars hätte gerne eine Internetschule, weil er dann
2.
nicht jeden Morgen so früh aufstehen müsste. Er
1987 wurde es zum ersten Mal hergestellt.
müsste nicht schon um sechs Uhr aufstehen und
Es wurde zuerst in Deutschland produziert.
dann nicht mit dem Schulbus eine Dreiviertelstunde
Heute wird es in der ganzen Welt verwendet.
fahren. Er könnte in Ruhe ausschlafen. Und weil er
Es wird gegen Kopfschmerzen verwendet.
beim Lernen ein bisschen Obst und Süßigkeiten
Es wird auch bei Herzproblemen genommen.
essen könnte, könnte er viel besser lernen.
3.
Bea kann sich eine Schule ohne Lehrer und ohne
Diese Technik wurde ab 1982 von einem Forscher-
Mitschüler nicht vorstellen, weil sie nicht alleine an
team entwickelt.
ihrem Schreibtisch vor ihrem Computer sitzen und
Seit 1998 werden Geräte mit dieser Technik
lernen will. Sie geht nicht in die Schule, weil sie sich
verkauft.
so auf Mathe freut, sondern weil sie dort ihre
Diese Technik wird besonders viel im Internet
Freundinnen treffen kann.
verwendet.
7a lassen 1: 1, 4, 6; lassen 2: 2, 3, 5
4.
Diese Technik wurde in der Schweiz erfunden. 7b
Die Idee wurde 1951 zum Patent angemeldet. 1. Gestern hat Marco sein Fahrrad reparieren lassen.
Dieser Gegenstand wurde unter dem Namen Velcro 2. Letzte Woche hat mich meine Mutter nicht aus­
zum ersten Mal verkauft. gehen lassen.
Er wird häufig bei Schuhen, Mänteln und Jacken 3. Vorgestern habe ich mir die Haare schneiden
benutzt. lassen.
4. Warum hast du mich nicht ausreden lassen?
5.
5. Gestern hat Katharina ihre Freunde die Haus­
1922 wurde das erste produziert.
aufgaben abschreiben lassen.
Heute werden täglich 80 Millionen produziert.
Die roten werden am liebsten gegessen.
Sie werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Einheit 14
4 1a
2. Das Auto wird vom Mechaniker repariert. Infinitiv Präsens Präteri- Perfekt
3. Das Essen wird vom Koch gekocht. tum
4. Die Brücke wird vom Ingenieur gebaut. der jmd. etw. er wirft ihr er warf ihr er hat ihr
Vorwurf vorwerfen … vor … vor … vorge-
5. Das Haus wird vom Architekten geplant.
worfen
6. Der Kunde wird vom Verkäufer bedient.
der streiten er streitet er stritt er hat
7. Der Patient wird vom Arzt beraten. Streit gestritten
8. Der alte Mann wird vom Altenpfleger gepflegt. die Be- behaupten er er er hat
hauptung behauptet behauptete behauptet
5
Be Ro Ri Sa Ti 1b
… würde sich bei Gesundheits­ × 1) – H
 alt doch einfach mal die Klappe!
problemen einen Chip einbauen ­– b) Bitte sprich nicht weiter.
lassen.
2) – D
 as ist mein Stuhl, hau ab hier!
… würde Lernchips benutzen, × – a) Bitte verlasse diesen Platz.
hätte aber lieber Glückstabletten.
3) – Du spinnst wohl. Du bist ja total verrückt.
… würde nicht gerne einen Chip ×
im Kopf haben. – c) Ich finde es nicht vernünftig, was du sagst.

207
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

2a 7. Je mehr man verdient, desto teurere Autos kann


1. Das ist nicht dein Pullover, das ist meiner! man fahren.
2. Das ist nicht deine Bluse, das ist meine! 8. Je weniger man zuhört, desto größer wird der
3. Das sind nicht deine Schuhe, das sind meine! Streit.
4. Das ist nicht dein T-Shirt, das ist meins!
4a
5. Ich brauche einen Radiergummi, ich habe keinen,
1. Konflikte – beschäftigen; 2. Gesprächstechniken –
ich habe ihn vergessen.
betreuen; 3. Hintergründe – schlichten; 4. behan-
6. Ich brauche ein Buch, ich habe keins, ich habe es
deln – ein Auto; 5. erkennen – die Schweigepflicht
vergessen.
7. Ich brauche Bleistifte, ich habe keine, ich habe sie 4b
vergessen. 1. Ihr braucht keine Angst zu haben.
8. Ich brauche eine Schere, ich habe keine, ich habe 2. Ihr braucht nicht zum Klassenlehrer zu gehen.
sie vergessen. 3. Er braucht nicht für die Klassenarbeit zu üben.
4. Sie brauchen morgen nicht zur Schule zu kommen.
2b
5. Du brauchst keine Bücher mitzubringen.
Ich hätte gerne eine Banane, hast du eine?
Ich hätte gerne einen Apfel, hast du einen? 5 1 – c, 2 – d, 3 – a, 4 – e, 5 – b
Ich hätte gerne ein Brot, hast du eins?
6
Ich hätte gerne Süßigkeiten, hast du welche?
Teil 1:
3a 1. Die Mädchen beschweren sich über die Jungen.
Komparativ Superlativ 2. Sie beschweren sich beim Schülermediator.
laut lauter am lautesten Zeigt das Foto die Situation oder nicht?
stark stärker am stärksten Es zeigt die Situation, aber das Mädchen ist nicht
schwach schwächer am schwächsten
böse.
selbstbewusst selbstbewusster am selbst-
bewusstesten Teil 2:
viel mehr am meisten Am Anfang der Mediation werden immer die Regeln
gut besser am besten erklärt. Dann dürfen alle sagen, wie sie die Situation
gern lieber am liebsten sehen. Die anderen dürfen nicht unterbrechen. Man
hoch höher am höchsten muss genau aufpassen, dass jeder zu Ende reden
kann, denn die Jungen und Mädchen sind sehr auf­
3b
geregt. So werden die Hintergründe des Konflikts
1. Je selbstbewusster man ist, desto weniger streitet
deutlich.
man.
In Annikas Beispiel war es so: Die Jungen dachten,
2. Je größer der Streit ist, desto länger dauert es,
dass die Mädchen spielen wollten. Die Mädchen
bis man sich wieder gut versteht.
dachten, dass die Jungen sie ärgern wollten. Die
3. Je teurer das Auto, desto bequemer ist es.
Mädchen hatten auch nicht alle dieselbe Meinung.
4. Je höher der Turm ist, desto weiter kann man
Annika sagt, dass die Situation ziemlich kompliziert
sehen.
war. Aber dann haben sie gemeinsam eine Lösung
3c Beispiele: gefunden. Es ist ganz wichtig, dass keiner sich als
1. Je mehr Freunde man hat, desto größer ist die Sieger oder als Verlierer fühlt. Zum Abschluss ha-
Zahl der Einladungen. ben sie einen Vertrag gemacht und alle Jungen und
2. Je schneller das Auto fährt, desto mehr Benzin Mädchen haben ihn unterschrieben.
verbraucht man.
Teil 3: 1 – r, 2 – f, 3 – r, 4 – f
3. Je größer die Stadt ist, desto mehr Verkehr
gibt es.
4. Je mehr man lernt, desto klüger wird man. Einheit 15
5. Je häufiger man Medikamente nimmt, desto 1a
mehr braucht man davon. 1. Angst haben
6. Je besser die Party ist, desto länger möchte man 2. einen Bungeesprung machen
bleiben. 3. im Team arbeiten

208
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

4. Mut haben 5. Im nächsten Winter kann ich wieder Ski fahren.
5. Regeln beachten Ich freue mich schon darauf.
6. Selbstvertrauen gewinnen
3a Beispiele:
7. sich in die Tiefe stürzen
2. Wenn ich mich für einen Extremsport entschei-
8. Ski fahren
den müsste, würde ich Free Climbing wählen.
9. von einer Brücke springen
3. Wenn mein Freund Bungeespringen machen
1b 1 – b, 2 – a/c, 3 – b/c/e, 4 – d wollte, würde ich ihm davon abraten.
4. Wenn ich viel Kondition hätte, würde ich Mara­
1c
thon laufen.
2. Beim Kanufahren darf man keine Angst vor
5. Wenn ich viel Zeit hätte, würde ich eine Welt­
Wasser haben.
reise machen.
3. Beim Freeclimbing darf man keine Angst vor
6. Wenn ich mich langweilen würde, würde ich ein
der Tiefe haben.
spannendes Buch lesen.
4. Beim Triathlon braucht man sehr viel Kondition.
3b
1d
Hi, Sonja, ich kaufe mir ein Surfbrett.
2. Leihst du mir dein Fahrrad?
[a] Das finde ich gut, dann gehen wir hier zum
– Ja, ich leihe es dir.
See und ich kann schwimmen und du kannst
3. Hast du dir den Film angesehen?
windsurfen.
– Ja, ich habe ihn mir angesehen.
Quatsch, ich will doch nicht hier auf dem See
4. Wird Ali Tina sein Smartphone verkaufen?
windsurfen.
– Ja, er wird es ihr verkaufen.
[d] Was willst du dann machen?
5. Hast du Bila Freeclimbing beigebracht?
Ich will Wellen reiten, am besten auf Hawaii.
– Ja, ich habe es ihr beigebracht.
[e] Da sind doch so riesig große Wellen, das ist
6. Zeigst du Kira deine Kletterausrüstung?
doch viel zu gefährlich.
– Ja, ich zeige sie ihr.
Ach gefährlich, man muss es halt können.
7. Kannst du mir Kanufahren beibringen?
[c] Aber du kannst es doch gar nicht. Ich habe
– Ja, ich kann es dir beibringen.
Angst. Du wirst dich bestimmt verletzen.
8. Erklärt ihr Amir die Matheaufgaben?
Man muss auch mal etwas riskieren. Da macht es
– Ja, wir erklären sie ihm.
erst richtig Spaß. Ich brauche den Kick.
9. Ruft ihr uns morgen an?
[b] Du bist ja total verrückt. Für einen kurzen Kick
– Ja, wir rufen euch an.
brichst du dir dann die Beine – oder es passiert
2a noch was Schlimmeres.
Ich mag die Berge, die Natur, und hatte auch schon Immer denkst du so negativ. Man darf nicht im-
mal ein bisschen Bergsteigen gemacht. Aber Free- mer das Schlimmste denken. Denk doch mal posi-
climbing ist etwas ganz anderes, da hat man keine tiv. Stell dir vor, der Strand, die Sonne und dann
technischen Hilfsmittel, das ist ganz direkt, nur der eine riesige Welle! Voll cool.
eigene Körper, mit dem kämpft man. Dann fühle ich
4
mich ganz frei, ganz direkt in Kontakt mit der Natur,
1. Die Aufgabe als Bundestrainerin ist eine große
nur der Berg und ich, das finde ich fantastisch. Ich
Herausforderung für Steffie Jones.
will ausprobieren, was ich kann, und immer noch
2. Zum Fußball gehören Verstand und Gefühl, Tech-
ein bisschen weitergehen. Dann bekommt man die-
nik, Taktik und Leidenschaft.
ses Gefühl von Freiheit, von Glück.
3. Fast jeder gute Fußballer hat heute einen Werbe­
2b vertrag mit einer Firma.
1. Ich mache jetzt auch Kickboxen, weil mein 4. Leider gibt es Fans, die z. B. dunkelhäutige Fuß-
Freund mir so viel davon erzählt hat. baller diskriminieren.
2. Tobi hat ihm von Snowboarden erzählt. Deshalb 5. Es macht keinen Unterschied, ob Frauen oder
hat Cato auch damit angefangen. Männer spielen.
3. Sie machen Triathlon. Warum haben Sie sich da­ Der Fußball muss nur gut und spannend sein.
für entschieden? Was reizt Sie daran? 6. Heute haben die Männer viel mehr Respekt vor
4. Obwohl er sich bei seinem Extremsport verletzt den Fußballerinnen als früher.
hat, will er nicht damit aufhören.
209
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

6a 4
1. In Kiosken, Bahnhöfen oder an Tankstellen. … Sie werden von den Schülern selbst gewählt. Bei
2. In allen Geschäften – bis 22 Uhr. uns in der Schule ist das anders. Wir haben auch in
3. In Kiosken, in Bahnhöfen oder an Tankstellen. jeder Klasse Klassensprecher. Aber die Vertreter
4. Nein, denn der 1. Januar ist ein Feiertag und die werden nicht von den Schülern gewählt, sondern
normalen Geschäfte sind zu. vom Klassenlehrer bestimmt. Er entscheidet, wer
für diese Aufgabe geeignet ist. Der Schüler, der als
6b 1 – a, 2 – c, 3 – c
Sprecher ausgesucht wird, ist meistens sehr stolz
darauf und strengt sich sehr an, um seine Aufgabe
Einheit 16 gut zu machen.
Bei den Aufgaben von Klassensprechern gibt es Ge-
1
meinsamkeiten und Unterschiede. Eine Gemeinsam-
2. Direktion   8. Verantwortung
keit ist, dass die Klassensprecher in Deutschland
3. Klassensprecher/-in   9. ähnlich
und bei uns bei der Organisation von Schulfest und
4. Stellvertreter/-in 10. mitbestimmen
anderen Veranstaltungen helfen und die Mitarbeit
5. Schülersprecher/-in 11. Bundeskanzler/-in
von den Schülern organisieren. Ein Unterschied ist,
6. Partei 12. Parlament
dass die Klassensprecher in Deutschland die Interes-
7. demokratisch
sen von den Schülern gegenüber den Lehrern und
2 a – 3, b – 2, c – 4, d – 1 der Direktion vertreten.
Bei uns ist das nicht ihre Aufgabe. Wenn ich ein
3a
Problem mit einem Lehrer habe, dann spreche ich
  2. Die Klassensprecher nehmen an den Gremien
selbst mit dem Lehrer. Ich würde es nicht gut finden,
teil, um sich zu informieren und mitzu­-
wenn ein Mitschüler für mich sprechen würde …
bestimmen.
  3. Ich möchte später Politiker werden, um meine 5 2 – Forderung, 3 – Wahlalter, 4 – Politik, 5 – Pro-
Ideen zu verwirklichen. blem ist, 6 – antworteten darauf, 7 – nichts anderes,
  4. Immer mehr Jugendliche arbeiten, um Geld zu 8 – brauchen, 9 – geben nicht auf
verdienen.
6a Celina – dagegen; Abdul – dafür; Lucas – dafür
  5. Ich lese täglich die Zeitung, um mich zu
informieren. 6b 1 – f, 2 – r, 3 – f
  6. Ich kann mich nicht engagieren, ich muss mich
auf das Lernen konzentrieren, um das Abitur zu
Training 4
bestehen.
  7. Ich muss jetzt viel lernen, um ein gutes Zeugnis Wortschatz trainieren
zu bekommen. 3a
  8. Maya war drei Monate in Deutschland, um ihr 1. Ich weiß, dass meine Schwester einen neuen
Deutsch zu verbessern. Freund hat. Aber ich kenne ihn noch nicht.
  9. Du musst mehr Sport machen, um gesund zu 2.    Kennst du Berlin?
bleiben.   Nein, aber ich weiß, dass es da total cool ist.
10. Rudi macht einen Kochkurs, um kochen zu 3.    Kannst du mir bitte helfen?
lernen.   Ja, aber ich weiß nicht, wie ich dir helfen soll.

3b 3b
1. Im Sport muss man viel trainieren, um Kondition Weißt du, wer der Junge dort ist? Kennst du ihn?
zu bekommen. Er heißt Tom. Ich weiß auch, wo er wohnt.
2. Luca trainiert fünfmal pro Woche, um an einem Und weißt du, ob er eine Freundin hat?
Halbmarathon teilzunehmen. Das kann ich dir nicht sagen, aber ich kann sei-
3. Meine Oma hat mir Geld geschenkt, damit ich den nen Bruder fragen. Den kenne ich und der wird es
Kletterkurs machen kann. bestimmt wissen.
4. Ich mache gerne Extremsportarten, um das Gefühl
4a Beispiele:
von Freiheit zu haben.
2. in die Disco d) gehen
5. Kannst du mit mir einen Trainingsplan machen,
– Wir wollen zusammen in die Disco gehen.
damit ich beim Wettkampf eine Chance habe?

210
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

3. Musik e) hören 2.
– Wir wollen gemeinsam Musik hören. Kannst du surfen?
4. ein Buch f) lesen Nein, ich habe ein Surfbrett, aber ich kann nicht
– Ich möchte dieses Buch lesen. surfen.
5. eine Ausstellung b) besuchen Kannst du mir dein Brett leihen? Ich habe näm-
– Wir wollen diese Ausstellung besuchen. lich kein Surfbrett, aber ich kann surfen.
6. eine Reise g) machen 3.
– Du willst eine Reise machen. Kommst du mit ins Kino?
7. eine Stadt a) besichtigen Tut mir leid, ich kann nicht, ich habe keine Zeit.
– Wir wollen die Stadt besichtigen. 4.
Sollen wir essen gehen?
4b
Nein, ich habe noch keinen Hunger.
Fußball – spielen Ski – fahren
Aber später können wir nicht mehr essen gehen,
Musik – machen Tennis – spielen
dann ist die Kantine geschlossen.
Basketball – spielen Gitarre – spielen
Tischtennis – spielen einen Ausflug – machen 9 1. keiner – niemand, 2. kein, 3. nicht mehr,
Ballett – machen Klavier – spielen 4. nie, 5. niemand – keiner
Karten – spielen
10
5 … dann fahre ich vom sechsten bis zum vier-
1 zehnten zu meiner Tante. Vielleicht kann ich am
Hast du Lust, ins Kino zu gehen? achtzehnen kommen. Ich könnte dann bis zum
Nein, ich habe noch so viel zu tun. zwanzigsten bleiben.
Ach, komm doch mit, alleine macht es mir keinen … Am neunzehnten wird Karen sechzehn und
Spaß. macht eine Party.
2
11a
Ich hätte gern zwei Eintrittskarten für das
1. Die Katze sitzt auf dem Tisch.
Musical „Dogs“.
2. Die Katze springt auf den Stuhl.
Ich habe noch zwei Karten in der 9. Reihe.
3. Die Katze läuft in die / in der Küche.
Ja, das ist gut. Wann beginnt denn die
4. Die Katze liegt in der Küche auf dem Boden.
Vorstellung?
5. Ada hängt ein Katzenbild an die Wand.
Um 20 Uhr 30.
6. Das Bild (von der Katze) hängt an der Wand.
3
Sollen wir heute Abend den Krimi sehen? Der ist 11b  1. in den – im, 2. am, 3. an die, 4. auf der,
bestimmt spannend. 5. auf die, 6. im – ins
Ach, ich weiß nicht, gib mir doch mal das
Fernsehprogramm.
Einheit 17
Ich sehe lieber den Film mit Meryl Streep. Das ist
eine fantastische Schauspielerin. 1a
1. auseinandergesetzt   6. vergibt
6 1 – Fastnacht, 2 – Ostern, 3 – Weihnachten,
2. gemacht   7. sind
4 – Silvester
3. verbracht   8. gehört
4. kennengelernt   9. liebt
Strukturen trainieren
5. erzählen 10. steht
7a 1 – b, 2 – b, 3 – a, 4 – a, 5 – b, 6 – c, 7 – a,
8 – b, 9 – a, 10 – a, 11 – c, 12 – a 1b 1 – A, 2 – B, 3 – C, 4 – X, 5 – D

8 2a
1. 2. Seit Jahren wächst die Zahl der Touristen, die
Hast du kein Tablet? allein reisen.
Nein, ich habe nicht genug Geld und meine Eltern 3. Im Workcamp habe ich Jugendliche aus Frank-
wollen mir kein Geld dafür geben. reich, die gut Deutsch sprechen, getroffen.

211
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

4. Ein Mädchen aus Peru hatte einen Papagei dabei, 3b


der Spanisch spricht. 2. Die Jugendherberge war außerhalb der Stadt im
5. Ich habe von einer Reise auf einem Teppich, der Grünen.
fliegt, geträumt. 3. Während des Unterrichts müssen alle Handys
6. Wir haben die Landschaft an der Nordsee ken- ausgeschaltet sein.
nengelernt, die (uns) fasziniert. 4. Innerhalb des Flughafens ist das Rauchen
verboten.
2b
5. Rauchen ist heute nur außerhalb der Gebäude
1. Die Englisch sprechenden Touristen haben es
erlaubt.
leichter.
6. Während des Konzerts hat Mila fünf WhatsApp’s
2. Die gut beratenden Verkäufer verkaufen mehr.
geschrieben.
3. Ich habe bei dem schimpfenden Verkäufer nichts
gekauft. 4
4. Die im Moment führende Mannschaft wird Text 1: 1 – falsch, 2 – b Text 4: 7 – falsch, 8 – b
gewinnen. Text 2: 3 – richtig, 4 – c Text 5: 9 – richtig, 10 – a
5. Die Berlinreise ist ein bleibendes Erlebnis. Text 3: 5 – richtig, 6 – a

2c
Ich heiße Ron Brown, bin 21 Jahre alt und studiere Einheit 18
zurzeit in Berlin. Ich bin kein Pauschalurlauber. Ich
1a
möchte auch nicht weit fahren. Fliegen ist auch
nicht mein Ding. Ich möchte lieber frische Luft haben Land Deutschland Österreich
männliche der Deutsche der Österreicher
und viel Bewegung. Ich bin gern in der Natur. Ich Person
organisiere meinen Urlaub selbst. Meine Unterkunft weibliche die Deutsche die Österreicherin
ist meistens in einer Jugendherberge oder ich über- Person
nachte auf einem Campingplatz. Ich würde gern eine Sprache deutsch österreichisch
Adjektiv deutsch österreichisch
große Radtour machen oder wandern. Vielleicht
fahre ich im nächsten Jahr mit meinem Fahrrad über Land die Schweiz dein Land
die Alpen nach Italien. Wenn ich nicht mit dem männliche der Schweizer
Person
Fahrrad fahre, dann fahre ich gern mit der Bahn.
weibliche die Schweizerin
Für Jugendliche aus dem nicht-europäischen Aus- Person
land ist das billig, weil es den Eurail-Pass gibt. Sprache Schweizerdeutsch,
Französisch, Italienisch
3a Rätoromanisch
Hi, ihr Lieben. Heute ist der 9. Juni. Jetzt bin ich Adjektiv schweizer
schweizerisch
schon zwei Wochen unterwegs. Und ich fühle mich
überhaupt nicht einsam. Ganz im Gegenteil! Gerade 1b
gestern habe ich wieder tolle Leute kennengelernt. 1. deutsch 3. Österreicher 5. österreichische
Und das kam so. Ich saß gemütlich im Zug nach 2. Schweizer 4. Deutsche
Köln. Plötzlich höre ich hinter mir eine Diskussion
1c
zwischen einem jungen Typen und dem Schaffner.
1. In der Schweiz wird viel Käse produziert.
Der Schaffner sagte: „Sie haben keine Fahrkarte.
2. In der Schweiz wird viel Ski gefahren.
Sie müssen jetzt bei mir eine Fahrkarte kaufen.“
3. In Österreich wird viel gewandert.
Der Typ konnte nicht so gut Deutsch, aber er zeigte
4. In Österreich werden viele Spezialitäten gekocht.
immer auf sein Smartphone. Ich habe mich neugie-
5. In Deutschland wird viel Energie aus Wind
rig umgedreht und ihn auf Englisch gefragt, was
produziert.
das Problem ist. Der Akku von seinem Handy war
6. In Deutschland wird viel Fußball gespielt.
leer, so dass er seine digitale Fahrkarte nicht zeigen
konnte. Ich habe ihm dann mein Ladekabel gegeben 1d
und der Schaffner, der so grimmig geguckt hatte, 1. Im Süden von Deutschland wird Bayrisch, Frän-
hat sich entspannt und auch wieder gelächelt. kisch, Schwäbisch und Alemannisch gesprochen.
2. In den Schulen wird meist Hochdeutsch
gesprochen.

212
Lösungsschlüssel Arbeitsbuch

3. Plattdeutsch spricht man im Norden Deutschlands. Die Hose war bestimmt neu. Und er hatte zwei
4. „Servus“ bedeutet „Guten Tag“ und das sagt man kleine Tattoos am rechten Arm. …
in Süddeutschland. Ja! Wenn sie den netten Mann finden, geben Sie ihm
5. Man kann eine „Schrippe“ in Berlin kaufen. Sie bitte meine neue Telefonnummer.
ist ein Brötchen.
2b Bild Nr. 3
1e 2
3a 1 – f, 2 – r, 3 – r, 4 – f, 5 – r
2a Wortfamilie „sprechen“ – Beispiele:
3b 1 – r, 2 – f, 3 – r, 4 – r, 5 – f, 6 – f, 7 – r, 8 – r
der Sprecher, der Muttersprachler, die Mutterspra-
che, sprachlich, die Aussprache, die Fremdsprache, 4
der Sprachunterricht, der Sprachlehrer, aussprechen, 1. Max und Moritz lieben dieselbe Frau.
besprechen, nachsprechen, widersprechen, die 2. In dem anderen Laden kostet derselbe Computer
Sprechstunde, das Sprechzimmer 100 € weniger.
3. Wir haben denselben Klassenlehrer wie im letzten
2b
Schuljahr.
1. Muttersprache 4. Fremdsprache
4. Juliane will in derselben Stadt Urlaub machen
2. Aussprache 5. sprechen – nach
wie ich.
3. Sprechstunde
5. Birsen und Malik besuchen am Nachmittag
3 1 – d, 2 – a, 3 – b, 4 – c denselben Deutschkurs.
6. Dieselbe Situation möchte ich nicht noch einmal
4a 1. füreinander; 2. übereinander; 3. übereinander
erleben.
4b der Unterschied – die Ähnlichkeit – die 7. Sie trug dasselbe Kleid wie letztes Jahr.
Gemeinsamkeit 8. Denselben Mann habe ich vor einer Stunde an der
Haltestelle gesehen.
5a
In der Einleitung: 1 – d, 2 – e, 3 – a, 4 – f, 5 – b, 5 1 – f, 2 – d, 3 – b, 4 – c, 5 – e, 6 – a
6–c
Im Hauptteil: 1 – c, 2 – b, 3 – a
Einheit 20
Im Schluss: 1 – b, 2 – c, 3 – a
1a
Kreativität – kreativ; Flexibilität – flexibel;
Einheit 19
Engagement – engagiert; Freundlichkeit – freundlich;
1a Beispiele: Offenheit – offen; Selbstständigkeit – selbstständig;
positiv neutral/sachlich negativ Teamfähigkeit – teamfähig; Kommunikationsfähig-
attraktiv blass blass keit – k