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Übungen zur Konjugation

Ein schlechter Schüler


(Bruno Horst Bull)

Als ich noch zur Schule gehte, Ob ich schreibte oder leste,
zählte ich bald zu den Schlauen, Unsinn machtete ich immer,
doch ein Zeitwort recht zu beugen, und statt eifrig mich zu bessern,
bringte immer Furcht und Grauen. werdete es nur noch schlimmer.

Wenn der Lehrer mich ansehte, Als nun ganz und gar nichts helfte,
sprechte ich gleich falsche Sachen, prophezieh mir unser Lehrer:
für die andern Kinder alle wenn die Schule ich verlasste,
gebte das meist was zum Lachen. wörde ich ein Straßenkehrer.

Ob die Sonne fröhlich scheinte Da ich das nicht werden willte,


oder ob der Regen rinnte: kommte ich bald auf den Trichter,
wenn der Unterricht beginnte, stak die Nase in die Bücher,
sitzt' ich immer in der Tinte. und so werdete ich Dichter.

1. Konjugieren Sie die Verben im Präteritum.

Der Rattenfänger von Hameln


Es war das Jahr 1284. Hameln       (sein) eine Stadt an der Weser. Dort       (geben) es viele Ratten. Die Ratten
      (fressen) das Essen der Menschen. Die Leute       (versuchen), die Ratten zu fangen. Aber immer mehr
Ratten       (kommen) in die Stadt. Die Leute       (wissen) nicht mehr, was sie tun       (sollen). Für jede tote
Ratte       (geben) es eine Belohnung. Da       (kommen) ein seltsamer Mann in die Stadt. Seine Kleider      
(sein) ganz bunt, deshalb       (nennen) ihn die Leute „Buntling“. Der Mann       (sagen): „Ich bin ein
Rattenfänger. Wenn ihr mir hundert Goldstücke bezahlt, fange ich alle Ratten!“ Die Einwohner von Hameln      
(sein) damit einverstanden und       (akzeptieren). Der Mann       (holen) eine Flöte aus seiner Tasche und      
(anfangen) zu spielen. Jetzt       (kommen) alle Ratten aus den Häusern. Sie       (setzen) sich zu ihm und      
(hören) ihm zu. Die Musik       (gefallen) ihnen. Als alle Ratten bei dem Mann       (sein),       (gehen) er
langsam zum Fluss. Er       (spielen) immer die gleiche Melodie. Die Ratten       (folgen) ihm. Da das Wasser
immer tiefer       (werden),       (können) die Ratten bald nicht mehr schwimmen und       (ertrinken) im Fluss.
Von da an       (geben) es keine Ratten mehr in Hameln, und die Leute       (freuen) sich, aber sie       (ärgern)
sich auch. Sie       (ärgern) sich, weil sie die hundert Goldstücke bezahlen
      (sollen). Sie       (haben) nicht geglaubt, dass der Mann alle Ratten
fangen könnte. Deshalb       (sagen) sie: „Hundert Goldstücke sind zu viel
Geld für deine Arbeit. Du hast ja nur ein bisschen Musik gemacht. Hier hast du
ein Goldstück. Wenn du damit nicht zufrieden bist, kannst du die Ratten ja
wieder zu uns schicken!“ Der Mann       (ärgern) sich, weil die Leute nicht
ehrlich       (sein). Er       (sagen): „Warum wollt ihr die hundert
Goldstücke nicht bezahlen? Habe ich nicht alle Ratten gefangen? Ihr seid
schlechte Menschen. Ich will euer Geld nicht. Ich schenke es euch!“ Dann       (weggehen) er      . Am 26. Juni,
morgens um sieben Uhr,       (kommen) er wieder nach Hameln. Diesmal       (aussehen) er wie ein Jäger      .
Er       (haben) ein schreckliches Gesicht. Auf dem Kopf       (haben) er einen großen Hut. Der Mann      
(holen) eine Flöte aus seiner Tasche und       (anfangen) zu spielen. Da       (locken) er aber keine Ratten. Aus
den Häusern       (kommen) alle Kinder zu ihm. Sie       (setzen) sich zu ihm und       (zuhören) ihm      .

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Die Musik       (gefallen) ihnen. Als alle Kinder bei ihm       (sein),       (gehen) er langsam mit ihnen aus der
Stadt. Er       (gehen) mit ihnen in den Poppenberg. Ein Kindermädchen       (sehen), wie der Mann mit den
Kindern       (weggehen), und       (erzählen) die Geschichte in der Stadt. Alle Eltern       (sein) traurig. Sie
      (suchen) die Kinder, sie       (rufen) die Kinder. Die Männer       (suchen) mit Booten und Pferden nach
den Kindern, aber sie       (finden) sie nicht. Insgesamt       (sein) hundertdreißig Kinder verschwunden.

2. Schreiben Sie die Grundformen der Verben. Sortieren Sie die Verben in regelmäßige und unregelmäßige Verben.

regelmäßige Verben unregelmäßige Verben


versucht, versuchte, hat sein, war, gewesen kann, konnte, hat gekonnt
versucht
sagt, sagte, hat gesagt gibt, gab, hat gegeben ertrinkt, ertrank, ist
ertrunken
akzeptiert, akzeptierte, frisst, fraß, hat gefressen hat, hatte, hat gehabt
hat akzeptiert
hört, hörte, hat gehört kommt, kam,
ist gekommen
setzt, setzte, hat gesetzt weiß, wusste, hat gewusst
spielt, spielte, hat gespielt soll, sollte, hat gesollt
folgt, folgte, ist gefolt nennt, nannte, hat genannt
freut, freute, hat gefreut fängt an, fing an,
hat angefangen
ärgert, ärgerte, hat geärgert gefält, gefiel, hat gefallen
sagt, sagte, hat gesagt geht, ging, ist gegangen
wird, wurde, ist geworden

3. Wie das Wetter die Weltgeschichte beeinflusste. Bilden Sie Sätze im Präteritum. Achten Sie bei den präpositionalen
Angaben auf den richtigen Kasus.

♦ an, Morgen des 6. Januar 1709 – über, weite Teile Europas – eine Kälte – hereinbrechen • die – zu Klumpen
gefrorene Vögel – von, Himmel – fallen lassen
→ Am Morge n des 6. Januar 1709 brach über weite Teile Europas eine Kälte herein, die zu Klumpen
gefrorene Vögel vom Himmel fallen ließ.

1) die Temperatur – binnen Stunden – um bis zu 25 °C – absacken



2) vermutlich – eine polare Kaltluftmasse – mit rund 40 km/h – über, der Kontinent – sich schieben – und – ihn –
mit, eine dicke Eisschicht – überziehen

3) die Obst-, Oliven- und Nussbäume – eingehen – sogar – an, die französische Mittelmeerküste

4) Wild, Fische und selbst die Tiere – in, die Ställe – erfrieren

5) die kleine Eiszeit (1570 bis 1630 und 1675 bis 1715) – 1709 – ihren frostigen Höhepunkt – erreichen – und – viele
Opfer – fordern

6) aber – nicht alle – an Unterernährung – sterben • mit, die Kälte – auch – die Zahl der Hexenverbrennungen –
deutlich – ansteigen

7) der Historiker Christian Pfister – in, eine wissenschaftliche Arbeit – klare Parallelen zwischen, meteorologische
Extreme und zunehmende Hexenverbrennungen – nachweisen

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8) man – den Hexen – die Schuld – an, die Katastrophe – geben

9) insgesamt – diesem Aberglauben – ungefähr 25.000 Frauen – zum Opfer – fallen

10) auch andere Wissenschaftler – in, diese Richtung – forschen – und - Zusammenhänge – zwischen, Klima und
geschichtliche Entwicklung – finden

11) eine Studie – zu, Sommerklima der vergangenen 1.000 Jahre – ergeben • dass – eine ausgeprägt feuchte Witterung
– die Ausbreitung der Pest – begünstigen

12) besonders – die Sommermonate der Jahre 1350 bis 1370 – extrem regenreich – sein • während dieser Zeitspanne –
in, Deutschland – die meisten Menschen – der Pest – erliegen

13) das Wetter – sogar ganze Herrschaftsfamilien – ins Wanken – bringen

14) in, chinesisches Kaiserreich – die Dürreperioden – in, 14. und 17. Jahrhundert – zu, ein Wechsel der Dynastie –
führen

15) das Volk – annehmen • dass – die Herrscher – den Unmut des Allmächtigen – erregen

16) demgegenüber – gutes Klima – die Menschen – kulturgeschichtlich – zu Höchstleistungen – beflügeln

17) so – die warmen Sommer- und Frühlingsperioden – in, 13. Jahrhundert – auf, der Bau majestätischer Kathedralen
– positiv – sich auswirken

18) die Wissenschaftler – in, ihre Arbeiten – aber gleichzeitig – betonen • dass – das Wetter – nur einer von vielen
Einflussfaktoren – auf, die Entwicklungen – sein

4. Wetter. Ergänzen Sie die Verben und schreiben Sie die Sätze dann im Perfekt und im Präteritum.

leiden • steigen • scheinen • lesen • geben • aufziehen • sinken • betragen

Präsens Präteritum Perfekt


1. Er … in der Zeitung den Wetterbericht.
2. Die Temperaturen … bis auf 32 °C.
3. Die Sonne … den ganzen Tag.
4. Vom Westen … dunkle Wolken … .
5. Nachts … die Temperaturen.
6. In den Frühstunden … es einige
Nebelfelder.
7. Der Patient … sicherlich unter der
Wetterlage.
8. Die Treffsicherheit der Vorhersage … ca.
30 Prozent.

5. Paul hat viele Fehler gemacht. Formulieren Sie Sätze im Perfekt wie im Beispiel.
Frau Krauses Blumen - kein frisches Wasser - geben • jetzt - sie - verwelken
Paul hat Frau Krauses Blumen kein frisches Wasser gegeben, jetzt sind sie verwelkt.

1) das Obst – nicht essen • jetzt – es – verderben      


2) Frau Kümmels Vogel – nicht füttern • jetzt – der Vogel – verhungern      
3) Opas Garten – nicht pflegen • jetzt – er – verwildern      
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4) Tante Juttas Pflanzen – nicht gießen • jetzt – sie – vertrocknen      
5) seine Wohnung – nicht sauber machen • jetzt – sie – verdrecken      
6) die Tür zum Gefrierschrank – nicht richtig zumachen • jetzt – das ganze Essen – auftauen      
7) alte Liebesbriefe – ins Feuer – werfen • jetzt – sie – verbrennen      
8) an der Universität – sich nicht rechtzeitig anmelden • jetzt – sein Studienplatz – vergeben      

6. Armer Anton! Formulieren Sie nachdem-Sätze im Plusquamperfekt und den Hauptsatz jeweils im Präteritum.

Anton / die Nacht zuvor / schlecht schlafen • sein / er / heute Morgen / sehr müde
Nachdem Anton die Nacht zuvor schlecht geschlafen hatte, war er heute Morgen sehr müde.

1) er / einen Anruf seiner kranken Mutter / erhalten • nicht gehen können er ins Kino      
2) sein Kollege / krank werden • übernehmen / er dessen Arbeit / auch noch      
3) er / sein Auto / von der Reparatur / abholen • kaputtgehen / es / gleich wieder      
4) er / die Verabredung / mit seiner Freundin / vergessen • warten / sie / umsonst      
5) deswegen / Streit mit ihr / geben + es • er / gehen / zu Freunden / Karten spielen      

7. Das Auto der Zukunft.


a. Formulieren Sie den Text im Futur I.

Das Auto der Zukunft verursacht kaum noch Umweltprobleme. Es hat einen Wasserstoff- oder Elektroantrieb.
Außerdem ist es leiser als die Autos von heute. Und es ist viel sicherer: Airbags schützen die Körper der Passagiere
nicht nur von vorne und seitlich, sondern auch von oben und im Fußraum. Es gibt dann ein Radar, das die Bremse
automatisch betätigt.

     

8. Chaos im Büro. Ergänzen Sie die Verben im Futur I oder Futur II.

ausräumen ● ausleihen ● da sein ● legen ● haben ● liegen ● mitnehmen ● sitzen ● stecken ● stehen ● wischen

Heute finden Sie nichts und niemanden. Ihr Kollege hilft weiter.

Wo ist/ sind denn bloß wieder ...


... die Handtücher? Die Putzfrau  wird   sie wie immer in den Schrank
 gelegt haben  .
... die Kaffeetassen? Die Spülmaschine       noch nicht      .
... die Post? Die       noch gar nicht      . Der Postbote kommt
doch erst gegen zehn.
... die Praktikanten? Die       heute ihren freien Tag      , sonst wären sie
schon längst da.
... die Putzfrau? Die       noch im ersten Stock die Treppe      . Was
willst du denn von ihr?
... die Schere? Die       sich wahrscheinlich jemand      . Aber
nimm doch meine.
... Herr Bauer? Der       schon wieder in der Kantine       und
Kaffee trinken. Du kennst ihn ja.
... mein Computerhandbuch? Das       sicher rechts im Regal      . Da habe ich es
zuletzt gesehen.

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... mein blauer Kugelschreiber? Der       sicher irgendwo auf dem Schreibtisch      .
Schau mal unter den Papieren nach.
... mein Handy? Das       vielleicht noch in deiner Handtasche      .
Ruf dich doch selber an, dann weißt du, wo es liegt.
... die Unterlagen von der gestrigen Besprechung? Die       doch hoffentlich niemand      , sonst gibt
es Ärger!

9. Ergänzen Sie das Verb im Präsens. Denken Sie an den Vokalwechsel und daran, welche Verben trennbar bzw.
untrennbar sind.

Eine Mutter zu ihrer 18-jährigen Tochter: „Versprich mir bitte, dass ...“

..., dass du heute Nachmittag keinen von Ich  lade    ja niemanden  ein  . einladen
deinen Freunden  einlädst   .
..., dass du heute das Kochen      . Gut, ich       das Kochen      . übernehmen
..., dass du in der Stadt nicht dein ganzes Ich       doch nie mein ganzes Geld      . ausgeben
Geld      .
..., dass du heute nicht      , Oma zum Ich       doch Omas Geburtstag nicht      . vergessen
Geburtstag zu gratulieren.
..., dass du nicht wieder vor dem Fernseher Aber ich       doch so gut vor dem einschlafen
     . Fernseher      .
..., dass du mir heute dein Geheimnis      . Ich habe es mir anders überlegt, ich       dir verraten
keine Geheimnisse mehr      .
..., dass ich heute alle deine Noten      . Du       die Noten schon früh genug      . erfahren
Es gibt ja bald Zeugnisse.
..., dass du das Geld, das du gefunden hast, Ich       ja nur einen Teil      , den Rest behalten
nicht einfach       und ausgibst. spende ich.
..., dass du die Tür      , wenn du gehst. Ich       die Tür doch immer      , wenn abschließen
ich gehe.
..., dass du dich im Café Hörmann um einen Ich       mich lieber woanders      . bewerben
Job      .
..., dass du die Pralinen nicht allein Aber die haben wir doch schon zusammen aufessen
 aufisst    .      .
..., dass du das Buch ganz schnell      . Ich       es heute Abend       und bringe auslesen (Partizip
es morgen in die Bibliothek zurück. Perfekt)
..., dass du mit mir      , was du auf die Das       ich aber lieber mit meiner Freundin besprechen
Party anziehst.      .

10. Originelle Ausreden und ehrliche Antworten. Ergänzen Sie die Verben im Perfekt.

bekommen ● zufrieren ● kommen ● begleiten ● bleiben ● träumen ● geben

Ich konnte leider nicht pünktlich sein, ...

..., weil meine Computer-Maus Junge  bekommen hat  .

1) ..., weil wegen der Kälte unsere Haustür       und ich durch das Fenster hinausklettern musste.
2) ..., weil aus der Dusche kein Wasser      .
3) ..., weil ich eine Oma unter meinem Regenschirm nach Hause      .
4) ..., weil ich am Honigbrot kleben      .
5) ..., weil ich vom Fußballspielen       und es eine Verlängerung      .

Welche Ausreden fallen Ihnen ein?

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