Sie sind auf Seite 1von 12

Arbeitsvertrag

zwischen

Xilium GmbH, Podbielskistr. 333, 30659 Hannover

Vertreten durch Herrn Cristian Paraschiv und Herrn Gil Rimoczi

-nachstehend Arbeitgeber

genannt- und

Frau Agnesa Ferizi –Ramadan Ademi 27, 42000 Vushtrri Pestove, geb. am 23.04.2001.

-nachstehend Arbeitnehmer genannt-

§ 1 Tätigkeit und Beginn des Arbeitsverhältnisses

(1) Der Arbeitnehmer wird ab dem 01.10.2021 als Pflegehilfskraft im Betreuungs- und
Pflegedienst “casa mea” in Hannover eingestellt. 

(2) Weiterbildungs- und Fortbildungskosten werden grundsätzlich vom Arbeitnehmer


getragen sofern nicht ausdrücklich etwas Abweichendes geregelt ist.

(3) Während der Anerkennungszeit wird Frau Agnesa Ferizi von einem Mentor begleitet und
nimmt während der Arbeitszeit an einem Schulungsprogramm teil, in welchem unter
anderem Inhalte wie z.B.: Kommunikative Fähigkeiten (mit Fachsprache), Fähigkeiten zur
Grund- und Behandlungspflege, Einhalten der Hygienevorschriften und
Sicherheitsvorgaben, Eingehalten abteilungsspezifische Kriterien (Tagesablauf,
stationsspezifische Standards, häufige Krankheitsbilder auf der Station),
eigenverantwortliche Arbeitsorganisation und Führen der Dokumentation vermittelt
werden. Hierbei wird auf den individuellen Entwicklungsstand und auf
Sprachkompetenzen Rücksicht genommen. 

(4) Sobald Frau Agnesa Ferizi einen Nachweis über die deutsche Anerkennung ihrer in
Kosovo erworbenen Pflegeausbildung erbracht hat, wird sie als Fachkraft übernommen
werden, mit einem Monatsgehalt einer Bruttovergütung von 2.320,00 Euro bei 40
Wochenstunden Arbeitszeit.

§ 2 Probezeit und Kündigungsfrist innerhalb der Probezeit

(1) Die ersten sechs Monate des Arbeitsverhältnisses gelten als Probezeit.

(2) Während dieser Zeit kann jede Vertragspartei das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von
zwei Wochen schriftlich kündigen.

1
§ 3 Arbeitszeit / Nachtarbeit / Arbeit an Sonn- und Feiertagen / Schichtdienst /
Überstunden / Arbeitszeitkonto / Arbeitszeitgesetz

(1) Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden bei einer 5,5 Tage Woche,
Beginn und Ende der Arbeitszeit und der Pausen richten sich nach den Anordnungen des
Arbeitgebers. Die tägliche Arbeitszeit richtet sich nach den Erfordernissen des Arbeitgebers
und den besonderen Gegebenheiten eines Pflegedienstes. Dementsprechend kann die
tägliche Arbeitszeit unterschiedlich sein. Die Arbeitszeiten können zu allen Tages- und
Nachtzeiten, an Wochenenden und Feiertagen sowie an mehr als fünf Tagen in der Woche
anfallen.

(2) Nicht zur Arbeitszeit zählt diejenige Zeit, die der Arbeitnehmer zur unmittelbaren Anfahrt
vom Wohn- zum Einsatzort benötigt. Entsprechendes gilt für die Heimfahrt vom Einsatz- zum
Wohnort. Fahrten zwischen dem Geschäftssitz sowie einer etwaigen Niederlassung des
Arbeitgebers und dem Wohnort stellen ebenfalls keine Arbeitszeit dar.

(3) Der Arbeitnehmer erbringt seine Arbeitsleistung in der Regel im Rahmen eines Schicht-
dienstes. Einzelheiten ergeben sich aus den im Betrieb üblichen Schichtarbeitzeiten, die dem
Arbeitnehmer rechtzeitig (im Regelfall wenigstens vier Tage im Voraus) gesondert bekannt
gegeben werden. Die Zuweisung des Arbeitnehmers zu einer einzelnen Schicht obliegt dem
Weisungsrecht des Arbeitgebers, das auch durch die Einrichtungs- oder Pflegedienstleitung
bzw. deren Stellvertretung ausgeübt werden kann. Die zeitliche Lage der einzelnen Schichten
und Pausen sowie die Dauer der Pausen unterliegen dem Weisungsrecht des Arbeitgebers.

(4) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, Nacht-, Wechselschicht, Feiertags- und Sonntagsarbeit
sowie Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft zu leisten, soweit dies aus betrieblichen
Gründen erforderlich und gesetzlich zulässig ist.

(5) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, Mehr- und Überarbeit zu leisten, soweit dies aus
betrieblichen Gründen erforderlich und gesetzlich zulässig ist. Mehr- und Überarbeitsstunden
sind die auf Anordnung oder auf nachträgliche Genehmigung des Arbeitgebers geleisteten
Arbeitsstunden, die über die vereinbarte Arbeitszeit hinausgehen.

(6) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, die von ihm geleisteten Arbeitsstunden und
Pausenzeiten unter Angabe des Arbeitsbeginns und des Arbeitsendes täglich separat
aufzulisten und die von ihm einzeln gegengezeichneten Stundenzettel jeweils nach
Abschluss einer Arbeitswoche, spätestens am ersten Tag der darauffolgenden Arbeitswoche,
dem Arbeitgeber zu übergeben.

(7) Mehr- und Überarbeit werden grundsätzlich nicht vergütet, sondern über ein
Arbeitszeitkonto durch bezahlte Freizeit ausgeglichen. Der Arbeitnehmer ist mit der
Einrichtung eines solchen Arbeitszeitkontos einverstanden. Im Arbeitszeitkonto werden
Überschreitungen der vereinbarten monatlichen Arbeitszeit als Plus- und Unterschreitungen
als Minusstunden erfasst. Weist das Arbeitszeitkonto Minusstunden zu Lasten des
Arbeitnehmers aus, stellt das negative Zeitguthaben einen Gehaltsvorschuss des
Arbeitgebers dar, welchen der Arbeitnehmer spätestens bei einer Beendigung des
Arbeitsverhältnisses auszugleichen hat. Dem Arbeitgeber ist es gestattet, bereits während
des Arbeitsverhältnisses innerhalb der gesetzlichen Grenzen eine Verrechnung von
2
Minusstunden mit den im Arbeitszeitkonto erfassten Plusstunden vornehmen. Zeitguthaben
des Arbeitnehmers sind innerhalb von zwölf Kalendermonaten nach ihrer monatlichen
Erfassung, spätestens im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu vergüten.

(8) Über die vertraglich vereinbarte Stundenzahl hinausgehende Arbeitsstunden können bis
zu einer Gesamthöhe von 50 Arbeitsstunden in das Arbeitszeitkonto eingestellt werden. Im
Falle einer Überschreitung dieser Obergrenze gilt für die Fälligkeit des Anspruchs auf
Vergütung dieser Arbeitsstunden die Regelung nach § 9 Abs. 2 dieses Vertrages.

(9) Für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit wird ein Entgeltzuschlag von 25% gewährt.

(10) In jedem Falle sind die zwingenden gesetzlichen Vorschriften im Arbeitszeitgesetz in


seiner jeweiligen Fassung zu beachten.

§ 4 Beendigung des Arbeitsverhältnisses

(1) Die Kündigungsfrist richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen. Danach ist eine
Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch beide Vertragsparteien mit einer Frist von vier
Wochen (28 Tage) zum 15. oder zum Ende eines Monats möglich.

(2) Jede Kündigung bedarf der Schriftform.

(3) Der Arbeitgeber ist berechtigt, den Arbeitnehmer im Zusammenhang mit einer
Beendigung des Arbeitsverhältnisses, insbesondere nach einer Kündigung von der Pflicht
zur Arbeitsleistung unter Fortzahlung der Vergütung freizustellen. Etwaige
Urlaubsansprüche und gegebenenfalls bestehende Mehr- oder Überstundenguthaben
werden dann auf die Freistellung angerechnet.

(4) Falls das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt oder auf andere Weise vorzeitig beendet
wird, endet es mit Ablauf des Monats, in dem der Arbeitnehmer die Regelaltersrente oder
eine gleichwertige Altersversorgung beanspruchen kann. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet,
den Arbeitgeber binnen zwei Wochen darüber zu informieren, wenn er die gesetzlichen
Voraussetzungen zum Bezug der Altersversorgung erfüllt oder wenn ihm ein Bescheid
hierüber zugestellt wird.

§ 5 Vergütung Bereitschaftsdienst / Rufbereitschaft / Fälligkeit / ungerechtfertigte


Bereicherung

(1) Der Arbeitnehmer erhält eine monatliche Bruttovergütung von 1.980,00 Euro für 40
Wochenarbeitsstunden, sog. Vollarbeit.

(2) Bereitschaftsdienstzeiten werden im betrieblichen und persönlichen


Anwendungsbereich der 2. PflegeArbbV (Zweite Pflegearbeitsbedingungenverordnung)
nach eben dieser Verordnung vergütet. Demnach gilt:

Das maßgebliche Mindestentgelt ist für Zeiten des Bereitschaftsdienstes gemäß


nachstehender Grundsätze zu zahlen.

3
- Bereitschaftsdienste leisten Arbeitnehmer, die sich auf Anordnung des Arbeitgebers außerhalb
der regelmäßigen Arbeitszeit an einer vom Arbeitgeber bestimmten Stelle aufhalten, um im
Bedarfsfall die Arbeit aufzunehmen, wenn zu erwarten ist, dass zwar Arbeit anfällt,
erfahrungsgemäß aber die Zeit ohne Arbeitsleistung mindestens 75 Prozent beträgt. Sie sind
im Dienstplan zu hinterlegen.
- Zum Zwecke der Entgeltberechnung wird die Zeit des Bereitschaftsdienstes einschließlich der
geleisteten Arbeit mit mindestens 25 Prozent als Arbeitszeit bewertet werden.
- Leistet der Arbeitnehmer in einem Kalendermonat mehr als acht Bereitschaftsdienste, so ist die
Zeit eines jeden über acht Bereitschaftsdienste hinausgehenden Bereitschaftsdienstes
zusätzlich mit 15 Prozent als Arbeitszeit zu bewerten.
- Umfasst die Arbeitsleistung innerhalb des Bereitschaftsdienstes mehr als 25 Prozent, ist die
darüber hinausgehende Arbeitsleistung zusätzlich mit dem Mindestentgeltsatz nach Satz 1 zu
vergüten.

Unterfällt das Arbeitsverhältnis nicht der 2. PflegeArbbV, so steht dem Arbeitnehmer für
Zeiten des Bereitschaftsdienstes wenigstens das Mindestentgelt nach dem
Mindestlohngesetz zu.

(3) Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, versehentlich zu viel gezahlte Vergütung zurückzuzahlen.
Er verzichtet gegenüber diesem Anspruch auf den Einwand, er sei nicht mehr bereichert und
der Anspruch sei insoweit ausgeschlossen.

§ 6 Sonderzahlungen

(1) Soweit der Arbeitgeber über die in § 5 geregelte Vergütung hinaus, Gratifikationen,
Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und / oder sonstige Sonderzahlungen gewährt, handelt es sich
hierbei um freiwillige Leistungen, die auch nach mehrmaliger vorbehaltsloser Zahlung keinen
Rechtsanspruch des Arbeitnehmers für die Zukunft begründen.

(2) Übersteigt der Wert der Sonderzahlung einen Betrag von 100 Euro brutto, ist der
Arbeitnehmer zur Rückzahlung der gesamten Sonderzahlung verpflichtet, wenn das
Arbeitsverhältnis vor dem 31.03. des auf die Auszahlung folgendem Kalenderjahres aufgrund
einer Kündigung des Arbeitnehmers endet, es sei denn, dass diese auf rechtswidrigem
schuldhaftem Verhalten des Arbeitgebers beruht oder wenn der Arbeitgeber das
Arbeitsverhältnis aus anderen als aus betriebsbedingten Gründen kündigt. Das gilt
entsprechend für Aufhebungsverträge, denen die vorgenannten Anlässe zugrunde liegen.

(3) Die jeweilige Sonderzahlung wird nur dann voll gezahlt, wenn der Arbeitnehmer an den
möglichen Arbeitstagen auch tatsächlich gearbeitet hat. Sie wird je Fehltag innerhalb der
Grenzen des § 4a S. 2 EFZG pro rata temporis gekürzt.

(4) Bei der Notwendigkeit von Übernachtungen erstattet der Arbeitgeber die Hotelkosten bis
€ 100,00 für ein Einzelzimmer und einen Verpflegungsmehraufwand von € 30,00 pro
Übernachtung.
Notwendig ist eine Übernachtung stets dann, wenn der Arbeitgeber dies angewiesen hat
oder abweichend hiervon die Übernachtung aus dienstlichen Gründen erforderlich ist, für
letzteres trägt der Arbeitnehmer im Streitfall die Beweislast.

§ 7 Belohnungen und Geschenke

Der Arbeitnehmer darf Belohnungen und Geschenke oder sonstige Vergünstigungen, wie
z.B. Erbschaften von Patienten in Bezug auf seine dienstliche Tätigkeit nicht annehmen.
4
Ausgenommen sind nur Aufmerksamkeiten, die den Wert sozial üblicher Dankbarkeitsgesten
nicht überschreiten. Werden dem Arbeitnehmer in Bezug auf seine dienstliche Tätigkeit
Belohnungen, Geschenke oder sonstige Vergünstigungen angeboten, so hat er dies dem
Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen.

§ 8 Gehaltsverpfändung, Abtretung und Pfändung

(1) Die Abtretung sowie die Verpfändung von Vergütungsansprüchen durch den
Arbeitnehmer sind ausgeschlossen, es sei denn, der Arbeitgeber hat zuvor seine schriftliche
Zustimmung erteilt.

(2) Der Arbeitnehmer hat durch die Pfändung / Verpfändung oder Abtretung entstandenen
Kosten zu tragen.

§ 9 Arbeitsverhinderung / Arbeitsunfähigkeit

(1) Die Arbeitszeit ist pünktlich einzuhalten. Persönliche Angelegenheiten hat der
Arbeitnehmer grundsätzlich außerhalb der Arbeitszeit zu erledigen.

(2) Im Interesse eines geordneten Betriebsablaufes verpflichtet sicher der Arbeitnehmer,


jede Arbeitsverhinderung und ihre voraussichtliche Dauer, unverzüglich, ggf. telefonisch,
nicht per SMS oder anderen Formen von telefonischen Kurzmitteilungen, ggf. durch
Verwandte oder Bekannte dem Arbeitgeber in einer bestimmten Reihenfolge mitzuteilen. Die
Meldung hat in jedem Fall an den Vorgesetzten gemäß der Stellenbeschreibung zu erfolgen.
Ebenso hat der Arbeitnehmer das voraussichtliche Ende einer Arbeitsverhinderung im
Interesse eines geordneten Betriebsablaufes spätestens bis 12:00 Uhr des Arbeitstages vor
Wiederaufnahme der Arbeit mitzuteilen.

(3) Der Arbeitnehmer darf nur mit vorheriger Zustimmung des Arbeitgebers der Arbeit fern
bleiben. Kann die Zustimmung den Umständen nach nicht vorher eingeholt werden, ist sie
unverzüglich zu beantragen. Bei nicht genehmigtem Fernbleiben besteht kein Anspruch auf
Bezüge.

(4) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren
voraussichtliche Dauer telefonisch unverzüglich, mindestens jedoch eine Stunde vor dem
jeweiligen Dienstbeginn anzuzeigen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit aufgrund Erkrankung
länger als einen Kalendertag, hat der Arbeitnehmer spätestens am darauffolgenden
Arbeitstag eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit sowie deren
voraussichtliche Dauer vorzulegen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der
Bescheinigung angegeben, so ist der Arbeitnehmer verpflichtet, dem Arbeitgeber telefonisch
die weitere Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit und deren voraussichtliche Dauer
unverzüglich mitzuteilen und innerhalb von drei Arbeitstagen nach Ablauf des in der
jeweiligen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung angegebenen Arbeitsunfähigkeitszeitraums eine
neue ärztliche Bescheinigung einzureichen (Folgebescheinigung). Dies gilt auch für den
Zeitraum, in dem der Entgeltfortzahlungszeitraum überschritten worden ist.

(5) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber unverzüglich eine Bescheinigung über
die Bewilligung einer Kur oder eines Heilverfahrens vorzulegen, um den Zeitpunkt des
Kurantritts mitzuteilen. Die Bescheinigung über die Bewilligung muss Angaben über die

5
voraussichtliche Dauer der Kur enthalten. Dauert die Kur länger als in der Bescheinigung
angegeben, so ist der Mitarbeiter verpflichtet, dem Arbeitgeber unverzüglich eine weitere
entsprechende Bescheinigung vorzulegen.

(6) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber unverzüglich nach Kenntnis von dem
Vorliegen einer ansteckenden Krankheit oder eines sonstigen gesundheitlichen Mangels, der
die Erbringung der vertraglich geschuldeten Arbeitsleistung mittelbar oder unmittelbar
einschränkt, Mitteilung zu machen.

(7) Ansprüche des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber gemäß § 616 Abs. 1 BGB sind
ausgeschlossen.

§ 10 Urlaub

(1) Der Arbeitnehmer erhält kalenderjährlich einen Erholungsurlaub von 24 Arbeitstagen.


Soweit der Arbeitnehmer während des von ihm genommenen Urlaubs an Samstagen
turnusmäßig hätte arbeiten müssen, zählen diese als anteilsmäßige Arbeitstage.

(2) Die Dauer und Lage des jährlichen Erholungsurlaubes wird zwischen Arbeitgeber und
Arbeitnehmer individuell vereinbart. Der Erholungsurlaub ist in jedem Fall schriftlich
mindestens 14 Tage vor Urlaubsantritt zu beantragen. Ein Urlaubsantrag gilt dann mit
schriftlicher Bestätigung durch den Arbeitgeber als bewilligt, im Übrigen gilt das
Bundesurlaubsgesetz.

(3) Der Arbeitgeber kann den Erholungsurlaub, der dem Arbeitnehmer oder der
Arbeitnehmerin zusteht, für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel kürzen,
es gilt das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz.

§ 11 Fortbildung

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, an berufsbezogenen Fortbildungsveranstaltungen, die


unter anderem auch der Erfüllung der vertraglichen Fortbildungsverpflichtungen des
Arbeitgebers gegenüber den Kranken- und Pflegekassen dienen, auch außerhalb der
normalen Dienstzeit nach Weisung des Arbeitgebers teilzunehmen. Die Art und Dauer der
Fortbildungsveranstaltung wird vom Arbeitgeber festgelegt. Bei Fortbildungen, die über
drei Tage hinausgehen, wird zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber eine
separate Fortbildungsvereinbarung, als Anlage zum Arbeitsvertrag, geschlossen.

§ 12 Nebentätigkeit

Während der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist jede entgeltliche oder das Arbeitsverhältnis
beeinträchtigende Nebenbeschäftigung nur mit Zustimmung des Arbeitgebers zulässig. Die
Zustimmung ist zu erteilen, wenn berechtigte Interessen des Arbeitgebers nicht
beeinträchtigt werden.

Der Arbeitgeber ist jederzeit berechtigt, seine Zustimmung zu widerrufen, wenn betriebliche
Gründe einen solchen Widerruf erforderlich machen, dies gilt insbesondere in den Fällen, in
denen die Nebenbeschäftigung zu einer offensichtlichen Verminderung der Arbeitskraft des
Arbeitnehmers führt oder die Nebenbeschäftigung dazu führt, dass die arbeitszeitrechtlichen
Grenzen des Arbeitszeitgesetzes nicht mehr eingehalten werden können.

6
§ 13 Verschwiegenheitspflicht

(1) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, über alle Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse sowie
über sämtliche Angelegenheiten und Vorgänge, die ihm im Rahmen seiner Tätigkeit zur
Kenntnis gelangen, während und nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis
Stillschweigen zu bewahren.

(2) Betriebliche Sicherheitsbestimmungen sind einzuhalten. Insbesondere sind vertrauliche


und geheim zuhaltende Schriftstücke wie Patientendaten, Pflegedokumentationen, ärztliche
Anweisungen etc. unter dem vom Arbeitgeber vorgeschriebenen Verschluss zu halten.

(3) Der Arbeitnehmer unterliegt den Datenschutzbestimmungen über die Schweigepflicht.

§ 14 Vertragsstrafe

Im Falle der schuldhaften Nichtaufnahme oder vertragswidrigen Beendigung der Tätigkeit


verpflichtet sich der Arbeitnehmer, dem Arbeitgeber eine Vertragsstrafe in Höhe des
Bruttoentgelts der Kündigungsfrist, höchstens aber eines Bruttomonatsgehaltes zu zahlen.
Das Bruttomonatsgehalt wird nach dem Durchschnitt der Bezüge der letzten zwölf Monate
oder, im Falle einer kürzeren Beschäftigungszeit, oder sofern die Tätigkeit nicht
aufgenommen wurde, nach der vereinbarten Vergütung berechnet. Der Arbeitgeber ist
berechtigt, einen weitergehenden Schaden geltend zu machen.

§ 15 Änderung der persönlichen Verhältnisse

(1) Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, alle Änderungen seiner persönlichen Umstände
insbesondere Wohnsitzänderung, Telefonnummer, Kontoverbindung und Familienstand
unaufgefordert und unverzüglich dem Arbeitgeber schriftlich mitzuteilen.

(2) Unterbleibt die Mitteilung einer Anschriftenänderung, ist die alte Anschrift für Erklärungen
maßgeblich.

§ 16 Abtretung
(1) Kann der Arbeitnehmer aufgrund gesetzlicher Vorschriften von einem Dritten
Schadensersatz wegen Verdienstausfalls geltend machen, der ihm durch Arbeitsausfall
entstanden ist, geht dieser Anspruch insoweit auf den Arbeitgeber über, als dieser dem
Mitarbeiter Krankenbezüge und sonstige Bezüge gezahlt und darauf entfallende, vom
Arbeitgeber zu tragende Beiträge zur Bundesagentur für Arbeit, Arbeitgeberanteile zur
Sozialversicherung und zur Pflegeversicherung sowie Umlagen zu Einrichtungen der
zusätzlichen Alters- und Hinterbliebenenversorgung abgeführt hat.

(2) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die zur Erhebung der Ansprüche
erforderlichen Auskünfte unverzüglich zu erteilen.

(3) Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Zahlung der in Abs. 1 benannten Bezüge zu
verweigern, wenn der Mitarbeiter den Übergang der Schadensersatzansprüche auf den
Arbeitgeber verhindert und die Verletzung dieser ihm obliegenden Tätigkeit vom
Arbeitnehmer zu vertreten ist.

7
§ 17 Arbeitsmittel

(1) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, jederzeit – spätestens aber bei Beendigung des
Arbeitsverhältnisses – dem Arbeitgeber die ihm zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel,
ebenso Abschriften und Durchschläge einschließlich seiner Aufzeichnungen, die seine
dienstliche Tätigkeit betreffen, herauszugeben. Ein Zurückbehaltungsrecht besteht nicht.

(2) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, sämtliche Arbeitsmittel sowie Gegenstände von Dritten,
insbesondere Patienten, mit denen er auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit in Berührung
kommt, mit der größtmöglichen Sorgfalt zu behandeln.

§ 18 Vertragsänderungen

(1) Mündliche Nebenabreden sind mit dem Arbeitnehmer nicht getroffen worden.
Nebenabreden und Änderungen des Vertrages bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der
Schriftform. Dies gilt auch für die Änderung der Schriftformklausel selbst. Ausgeschlossen
sind damit insbesondere Vertragsänderungen durch betriebliche Übung. Das vorstehende
Schriftformerfordernis findet keine Anwendung bei Abreden, die nach Vertragsschluss
unmittelbar zwischen den Parteien mündlich getroffen worden

(2) Sind oder sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise
unwirksam werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit des übrigen Vertrages nicht berührt.
Die unwirksame Bestimmung wird durch eine wirksame ersetzt, die dem wirtschaftlich
Gewollten am nächsten kommt.

§ 19 Verfallsfristen

(1) Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis verfallen, wenn sie nicht innerhalb einer
Ausschlussfrist von drei Monaten nach Fälligkeit vom Arbeitnehmer oder vom Arbeitgeber
schriftlich geltend gemacht werden. Die Versäumung der Ausschlussfrist führt zum Verlust
des Anspruches. Die Ausschlussfrist beginnt, wenn der Anspruch entstanden ist und der
Anspruchssteller von den anspruchsbegründeten Umständen Kenntnis erlangt oder ohne
grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste. Diese Ausschlussfrist gilt nicht bei Haftung wegen
Vorsatzes, grober Fahrlässigkeit sowie bei Ansprüchen, die aus der Verletzung von Leben,
Körper oder Gesundheit resultieren.

(2) Lehnt die Gegenpartei den Anspruch schriftlich ab oder erklärt sie sich nicht innerhalb
von zwei Wochen ab Zugang der Geltendmachung, so verfällt dieser, wenn er nicht
innerhalb einer weiteren Frist von drei Monaten nach der Ablehnung oder nach dem
Fristablauf gerichtlich geltend gemacht wird.

§ 20 Schlussbestimmungen

Angaben des Arbeitnehmers im Einstellungsfragebogen sowie in den diesem Vertrag


beiliegenden Anlagen:

- Stellenbeschreibung
- Datenschutzerklärung
- Hinweis auf Meldepflicht beim Arbeitsamt

sind wesentliche Bestandteile dieses Arbeitsvertrages.

8
Der Vertrag nebst Anlagen wird in zwei Ausfertigungen erstellt, von denen jede Partei eine
erhalten hat.

Hannover, den 25.08.2021

Xilium GmbH Agnesa Ferizi

9
Verpflichtung zur Einhaltung des Sozialdatengeheimnisses und des
Datengeheimnisses

Sie werden wie folgt auf das Sozialdatengeheimnis nach § 35 SGB I und das
Datengeheimnis nach § 5 BDSG verpflichtet und auf die Strafbarkeit von Verstößen
hingewiesen:

Es ist Ihnen untersagt, geschützte Sozialdaten und personenbezogene Daten zu


einem anderen Zweck als zur Erfüllung Ihrer arbeitsvertraglichen Pflichten zu
verarbeiten oder zu nutzen. Tatsachen, persönliche Probleme oder sonstige
Sachverhalte, die Ihnen in Verbindung mit Ihrer Tätigkeit von Patienten/Angehörigen
anvertraut werden, werden Sie nicht offenbaren. Ihre Verpflichtung auf das
Sozialdatengeheimnis und das Datenschutzgeheimnis besteht auch nach
Beendigung Ihrer Tätigkeit fort.

Verstöße können nach §§ 43 f. BDSG, § 85 und 85a SGB X und anderen


einschlägigen Rechtsvorschriften mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.
Über die einschlägigen Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes und des
Sozialgesetzbuches wurden Sie informiert (siehe Merkblatt als Anlage zu dieser
Verpflichtungserklärung).

Hannover, den 25.08.2021 Unterschrift Arbeitnehmer

Agnesa Ferizi
Original zur Ablage in Personalakte
Kopie für Arbeitnehmerin
Merkblatt zur Verpflichtungserklärung
§ 5 BDSG – Datengeheimnis
Den bei der Datenverarbeitung beschäftigten Personen ist untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu erheben, zu
verarbeiten oder zu nutzen (Datengeheimnis). Diese Personen sind, soweit sie bei nicht-öffentlichen Stellen beschäftigt werden,
bei der Aufnahme ihrer Tätigkeit auf das Datengeheimnis zu verpflichten. Das Datengeheimnis besteht auch nach Beendigung
ihrer Tätigkeit fort.
§ 43 BDSG - Bußgeldvorschriften
(1)...
(2) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
1. unbefugt personenbezogene Daten, die nicht allgemein zugänglich sind, erhebt oder verarbeitet,
2. unbefugt personenbezogene Daten, die nicht allgemein zugänglich sind, zum Abruf mittels automatisierten Verfahrens
bereithält,
3. unbefugt personenbezogene Daten, die nicht allgemein zugänglich sind, abruft oder sich oder einem anderen aus
automatisierten Verarbeitungen oder nicht automatisierten Dateien verschafft,
4. die Übermittlung von personenbezogenen Daten, die nicht allgemein zugänglich sind, durch unrichtige Angaben
erschleicht,
5. entgegen § 16 Abs. 4 Satz 1, § 28 Abs. 5 Satz 1, auch in Verbindung mit § 29 Abs. 4, § 39 Abs. 1 Satz 1 oder § 40 Abs. 1,
die übermittelten Daten für andere Zwecke nutzt,
5a.entgegen § 28 Absatz 3b den Abschluss eines Vertrages von der Einwilligung des Betroffenen abhängig macht,
5b.entgegen § 28 Absatz 4 Satz 1 Daten für Zwecke der Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung verarbeitet oder
nutzt,
6. entgegen § 30 Absatz 1 Satz 2, § 30a Absatz 3 Satz 3 oder § 40 Absatz 2 Satz 3 ein dort genanntes Merkmal mit einer
Einzelangabe zusammenführt.
(3) …
§ 44 BDSG- Strafvorschriften
(1) Wer eine in § 43 Abs. 2 bezeichnete vorsätzliche Handlung gegen Entgelt oder in der Absicht, sich oder einen anderen zu
bereichern oder einen anderen zu schädigen, begeht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Die Tat wird nur auf Antrag verfolgt. Antragsberechtigt sind der Betroffene, die verantwortliche Stelle, der Bundesbeauftragte
für den Datenschutz und die Informationsfreiheit und die Aufsichtsbehörde.
§ 35 SGB I - Sozialgeheimnis
(1) Jeder hat Anspruch darauf, daß die ihn betreffenden Sozialdaten (§ 67 Abs. 1 Zehntes Buch) von den Leistungsträgern nicht
unbefugt erhoben, verarbeitet oder genutzt werden (Sozialgeheimnis). Die Wahrung des Sozialgeheimnisses umfaßt die
Verpflichtung, auch innerhalb des Leistungsträgers sicherzustellen, daß die Sozialdaten nur Befugten zugänglich sind oder nur
an diese weitergegeben werden. Sozialdaten der Beschäftigten und ihrer Angehörigen dürfen Personen, die
Personalentscheidungen treffen oder daran mitwirken können, weder zugänglich sein noch von Zugriffsberechtigten
weitergegeben werden. Der Anspruch richtet sich auch gegen die Verbände der Leistungsträger, die Arbeitsgemeinschaften der
Leistungsträger und ihrer Verbände, die in diesem Gesetzbuch genannten öffentlich-rechtlichen Vereinigungen, gemeinsame
Servicestellen, Integrationsfachdienste, die Künstlersozialkasse, die Deutsche Post AG, soweit sie mit der Berechnung oder
Auszahlung von Sozialleistungen betraut ist, die Behörden der Zollverwaltung, soweit sie Aufgaben nach § 2 des
Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes, nach § 107 Abs. 1 des Vierten Buches und § 66 des Zehnten Buches durchführen, die
Versicherungsämter und Gemeindebehörden sowie die anerkannten Adoptionsvermittlungsstellen (§ 2 Abs. 2 des
Adoptionsvermittlungsgesetzes), soweit sie Aufgaben nach diesem Gesetzbuch wahrnehmen, das Bundesamt für Güterverkehr,
soweit es Aufgaben nach § 107 Abs. 1 Satz 2 des Vierten Buches durchführt, und die Stellen, die Aufgaben nach § 67c Abs. 3
des Zehnten Buches wahrnehmen. Die Beschäftigten haben auch nach Beendigung ihrer Tätigkeit bei den genannten Stellen
das Sozialgeheimnis zu wahren.
(2) Eine Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Sozialdaten ist nur unter den Voraussetzungen des Zweiten Kapitels des
Zehnten Buches zulässig.
(3) ….
(4) Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse stehen Sozialdaten gleich.
(5) ….
§ 85 SGB X – Bußgeldvorschriften
(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
1. entgegen § 78 Abs. 1 Satz 1 Sozialdaten verarbeitet oder nutzt, wenn die Handlung nicht nach Absatz 2 Nr. 5 geahndet
werden kann,
2. entgegen § 80 Abs. 4, auch in Verbindung mit § 67d Abs. 4 Satz 2, Sozialdaten anderweitig verarbeitet, nutzt oder länger
speichert oder
3. entgegen § 81 Abs. 4 Satz 1 dieses Gesetzes in Verbindung mit § 4f Abs. 1 Satz 1 oder 2 des Bundesdatenschutzgesetzes,
diese jeweils auch in Verbindung mit § 4f Abs. 1 Satz 3 und 6 des Bundesdatenschutzgesetzes, einen Beauftragten für den
Datenschutz nicht oder nicht rechtzeitig bestellt.
(2) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
1. unbefugt Sozialdaten, die nicht allgemein zugänglich sind, erhebt oder verarbeitet,
2. unbefugt Sozialdaten, die nicht allgemein zugänglich sind, zum Abruf mittels automatisierten Verfahrens bereithält,
3. unbefugt Sozialdaten, die nicht allgemein zugänglich sind, abruft oder sich oder einem anderen aus automatisierten
Verarbeitungen oder nicht automatisierten Dateien verschafft,
4. die Übermittlung von Sozialdaten, die nicht allgemein zugänglich sind, durch unrichtige Angaben erschleicht oder
5. entgegen § 67c Abs. 5 Satz 1 oder § 78 Abs. 1 Satz 1 Sozialdaten für andere Zwecke nutzt, indem er sie an Dritte
weitergibt. (3
§ 85a SGB X –Strafvorschriften
(1)Wer eine in § 85 Abs. 2 bezeichnete vorsätzliche Handlung gegen Entgelt oder in der Absicht, sich oder einen anderen zu
bereichern oder einen anderen zu schädigen, begeht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Die Tat wird nur auf Antrag verfolgt. Antragsberechtigt sind der Betroffene, die verantwortliche Stelle, der Bundesbeauftragte
für den Datenschutz oder der zuständige Landesbeauftragte für den Datens
Hinweis auf Meldepflicht bei der Arbeitsagentur

Ab dem 1. Juli 2003 wurden Bestimmungen im Sozialgesetzbuch (SGB) III geändert.


Grundsätzlich soll die Inanspruchnahme von Leistungen der Arbeitsförderung vermieden
werden. Dazu gehört, dass der Arbeitnehmer selbst frühzeitig vor der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses eigene Aktivitäten bei der Suche nach einer anderen Beschäftigung
entwickeln muss. Außerdem besteht jetzt bei Beendigung (z.B. Kündigung, Auflösung oder
Ablauf eines befristeten Beschäftigungsverhältnisses) eines versicherungspflichtigen
Beschäftigungsverhältnisses eine Meldepflicht zu bestimmten Terminen bei der
Bundesagentur für Arbeit mit weitreichenden Konsequenzen bei verspäteter Meldung
(Sperre des Arbeitslosengeldes).

Zur Aufrechterhaltung ungekürzter Ansprüche auf Arbeitslosengeld sind Sie verpflichtet, sich
unverzüglich (laut Anweisung der Agentur für Arbeit bedeutet dies innerhalb von sieben
Kalendertagen) nach Kenntnis des Beendigungszeitpunkts persönlich bei der Agentur für
Arbeit arbeitsuchend zu melden.
Um Sie darüber zu informieren, teilen wir Ihnen im Folgenden den derzeitigen Wortlaut von §
38 Absatz 1 SGB III mit, damit Sie gegebenenfalls Ihre Meldepflicht entsprechend erfüllen
können:

§ 38 Absatz 1 SGB III (Frühzeitige Arbeitssuche):

Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, sind verpflichtet, sich spätestens
drei Monate vor dessen Beendigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend zu
melden. Liegen zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung
des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses weniger als drei Monate, haben sie sich
innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes zu melden. Zur
Wahrung der Frist nach den Sätzen 1 und 2 reicht eine Anzeige unter Angabe der
persönlichen Daten und des Beendigungszeitpunktes aus, wenn die persönliche Meldung
nach terminlicher Vereinbarung nachgeholt wird. Die Pflicht zur Meldung besteht unabhängig
davon, ob der Fortbestand des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses gerichtlich geltend
gemacht oder vom Arbeitgeber in Aussicht gestellt wird. Die Pflicht zur Meldung gilt nicht bei
einem betrieblichen Ausbildungsverhältnis. Im Übrigen gelten für Ausbildung- und
Arbeitsuchende die Meldepflichten im Leistungsverfahren nach den §§ 309 und 310
entsprechend.

Hannover, den 25.08.2021 Unterschrift Arbeitnehmer

Agnesa Ferizi

Original zur Ablage in Personalakte


Kopie für Arbeitnehmer

12

Das könnte Ihnen auch gefallen