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Sozialpsychologie Mitschrift, Dienstag 06.11.

2018
4. Sitzung

- sich selbst in Stichworten als Freundin beschreiben: ehrlich, gelassen,


ausgeglichen, motivierend
- als Tochter: reserviert, revolutionär
- als Studentin: unsicher, aufgeregt
-> Resultat: Viele unterschiedliche Attribute
- Frage: Wer bin ich?

Selbst / Identität aus sozialpsychologischer Sicht

- William James: Ich = Subjekt = Handlungen, Absicht ; Mich = selbst als Objekt
- Geroge H. Mead: "Selbst" hinzugefügt als Vermittler zwischen Ich und Mich
( - soziologisches Ich: der "Rest" nach Abzügen der sozialen Rollen: Was bleibt dann
noch übrig?)
- Selbst / Identität = Ansichten und Wissen einer Person über sich selbst,
Selbstkenntnis
- Selbstkonzept = theoretisch
- Selbstschemata = spezifische Strukturen (z.B. ich als Tochter, als Freundin,...)

- Selbstreferenzeffekt: Adjektive werden als besser bewertet und besser erinnert,


wenn sie mit dem Selbst zu tun haben (z.B. ich - Anika - erinnere mich besser an
andere Namen die mit A anfangen und bewerte sie besser ; oder mit Leuten aus dem
gleichen Geburtsjahrgang)
- aschematische Informationen (die schematisch nichts mit uns zu tun haben)
werden eher unterdrückt
- kulturelle Unterschiede in Selbstschemata: in Südostasien beschrieben sich
innerhalb bestimmter Rollen anhand von anderen Rollen, z.B. Beschreibung als
Sohn: guter Sportler, guter Schüler,... -> Zugehörigkeit zu anderen Gruppen spielt
große Rolle ; In Deutschland: eher individuelle Adjektive verwendet
- wir richten und sehr stark nach sozialen Normen unserer Umgebung

Quelle der Selbstkenntnis:


- durch Vergleiche mit anderen
- Selbstkenntnis durch bloße Introspektion oft eher ungenau ("Wer bin ich und nur
ich?")
- positive Selbstillusion: wir halten uns für besser als die anderen (als der Durschnitt):
Ganz gesunde menschliche Eigenschaft: überhöht wäre manisch, erniedrigt oder
selbst realistisch würde Depression und Minderwertigkeitsgefühle hervorrufen
- Vergleiche zu anderen besonders bei Unsicherheiten, machen wir immer, wir
suchen nach Maßstäben zum Vergleichen mit anderen, Abwertung anderer zur
Stabilisierung oder Erhöhung eines bereits bestehenden guten Gefühls über das
selbst = Aufwertung des Selbst auf Kosten anderer

! Theorien alle kennen!

Selbstwahrnehmungstheorie:
- wir schauen ständig von oben auf uns selbst herab
Theorie der sozialen Identität:
- über Beziehungen zwischen Gruppen
- Zugehörigkeit zu Gruppen (z.B. Clique) gibt Identität
- Favorisierung / Bevorzugung der eigenen Gruppen, Fremdgruppen werden
negativer bewertet
- Paradigma der minimalen Gruppen: Selbst bei gänzlich neuen Gruppen lässt sich
dieses Phänomen erkennen

Theorie der Selbstkategorisierung:


- baut auf voriger Theorie auf
- personale vs soziale Identität: Wie wir uns als Person (mit eigenen Eigenschaften)
und wie wir uns als Teil einer Gesellschaft (Rollen) wahrnehmen
- mind. 3 Abstraktionsebenen:
1. abstrakte ebene: Identifizierung als menschliches Wesen
2. Einordnung in soziale Kategorie: Schüler, Deutscher, Frau,...
3. Kategorisierung der eigenen Person im Gruppenkontext: Held, Außenseiter,...
- Depersonalisierung des Selbst ist essentiell um sich einer Gruppe zugehörig zu
fühlen: wir nehmen Gruppennormen an und geben ggf. dadurch Teile unserer
Persönlichkeit auf

Impression-Management Theorie
- Eindruck, den man auf andere macht wird versucht zu kontrollieren: Dieses
Fremdbild wirkt wiederum auf Selbstbild der eigenen Person
- kurzfristig (z.B. Wahl der Kleidung) vs. langfristig (Haare abschneiden)
- assertiv (auf Durchsetzung / Veränderung beruhend) vs. ...?... (auf Erhalt beruhend)

Self-monitoring-Konzept
- high:Verhalten der jeweiligen Situation anpassen: sind oft unbeständig im Verhalten
und Sein, sind abhängig von verschiedenen Situationen, hohe Selbstkontrolle, wollen
in die Gesellschaft passen ; Werbung wie "Perfekt gestylt für jeden Anlass"
- low: Gegenteil von high, beständiger

Strategien der Selbstdarstellung


- Selbstaufwertungsmotiv (nicht selten durch Abwertung anderer)
- Überlegenheitsverzerrung: selbstaufwertende Illusionen
- kann positiv oder negativ sein
positiv:
- z.B. Self-disclosure: sich als offen und kommunikativ geben, obwohl man eigentlich
gar nicht in WIrklichkeit so ist, erst mal viel von sich preis geben um guten,
vertrauenswürdigen Eindruck zu hinterlassen
- z.B. basking and reflecting glory: sich über andere Personen, die man als
beeindruckend empfindet, definieren (ich kenne..., ich bin Fan von...)
negativ:
- Justification: Rechtfertigung ("Ich wollte doch nur das Beste...")
- Disclaimer: nicht für sich selbst gerade stehen wollen, Schuld anderen geben (z.B.
anstatt "das war mein Fehler, ich habe nicht richtig gelesen" eher "Das steht aber
auch klein und undeutlich da drin"

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