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SuSELinux

EnterpriseServer8
für IBM iSeries und IBM pSeries

Installation
Ausgabe 2004

Copyright ©
Dieses Werk ist geistiges Eigentum der SuSE Linux AG.
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Copyrightvermerk auf jeder Kopie befindet.

Alle in diesem Buch enthaltenen Informationen wurden mit größter Sorgfalt zusam-
mengestellt. Dennoch können fehlerhafte Angaben nicht völlig ausgeschlossen wer-
den. Die SuSE Linux AG, die Autoren und die Übersetzer haften nicht für eventuelle
Fehler und deren Folgen.

Die in diesem Buch verwendeten Soft- und Hardwarebezeichnungen sind in vielen


Fällen auch eingetragene Warenzeichen; sie werden ohne Gewährleistung der frei-
en Verwendbarkeit benutzt. Die SuSE Linux AG richtet sich im Wesentlichen nach
den Schreibweisen der Hersteller. Die Wiedergabe von Waren- und Handelsnamen
usw. in diesem Buch (auch ohne besondere Kennzeichnung) berechtigt nicht zu
der Annahme, dass solche Namen (im Sinne der Warenzeichen und Markenschutz-
Gesetzgebung) als frei zu betrachten sind.
Die folgenden Begriffe sind Warenzeichen der International Business Machines Cor-
poration in den USA und/oder anderer Länder: IBM, AS/400, AIX, OS/400, iSeries,
pSeries, Redbook, DB2 und PowerPC.

Hinweise und Kommentare richten Sie ggf. an documentation@suse.de

Autoren: Dennis Geider, Thomas Fehr, Matthias Frühauf, Olaf Hering, Jana
Jaeger, Peter Poeml, Martin Sommer, Marc Rührschneck
Redaktion: Antje Faber, Dennis Geider, Roland Haidl, Jana Jaeger,
Edith Parzefall, Peter Reinhart, Marc Rührschneck, Thomas Schraitle,
Martin Sommer, Rebecca Walter
Layout: Manuela Piotrowski, Thomas Schraitle
Satz: LATEX

Dieses Buch ist auf 100 % chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt.


Inhaltsverzeichnis

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

1 Übersicht zur Installation 5


Installation auf einem IBM iSeries-System . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Installation auf einem IBM pSeries-System . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

2 Anforderungen 7
Hardwareanforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
iSeries . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
pSeries . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Softwareanforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
IBM iSeries . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
IBM pSeries . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

3 Vorbereitung 9
Vorbereiten eines VNC Client zur Installation . . . . . . . . . . . . . . . 9
Einleitung zu VNC . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Wozu wird VNC eingesetzt? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Vorbereiten eines SuSE Linux Clients . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Vorbereiten eines Microsoft Windows Clients . . . . . . . . . . . . 10
Starten der Installation über VNC . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen . . . . . . . . . . 12
Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Notwendige Schritte auf der OS/400-Seite . . . . . . . . . . . . . . 14
Vorbereiten eines Client zur Bedienung der Installations-Software . 22
Erstellen einer Netzwerk-Installationsquelle . . . . . . . . . . . . . 29
IPL: Starten des NWSD (WRKCFGSTS *NWS) . . . . . . . . . . . . 31
Vorbereitung der Installation auf einem IBM pSeries System . . . . . . . 33
Anlegen einer Netzwerk Installationsquelle . . . . . . . . . . . . . 34
IBM pSeries p670 und p690 Besonderheiten . . . . . . . . . . . . . 34
Festplatten-Speicherplatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Das System zum Booten von CD-ROM vorbereiten . . . . . . . . . 35
Starten vom CD-ROM Laufwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

4 Installation mit YaST2 41


YaST2 startet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Sprachauswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Installationsmodus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Installationsvorschlag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Modus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Tastaturlayout (nur IBM pSeries) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Maus (nur IBM pSeries) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Partitionierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Der Partitionierer von YaST2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Manuell Partitionieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Booten (nur IBM pSeries) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
Zeitzone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
Installation starten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
System konfigurieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Root-Passwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Username und Passwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Bildschirm-Einstellungen (nur IBM pSeries) . . . . . . . . . . . . . 55
Hardwarekonfiguration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Grafisches Login (nur IBM pSeries) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57

iv Inhaltsverzeichnis
5 Booten von Linux 59
Booten von Linux auf einem iSeries System . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Streamfile vom IFS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Streamfile von Virtueller Disk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
Kernel-Slots . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
Booten von Linux auf einem pSeries System . . . . . . . . . . . . . . . . 61
Update des Kernels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63

A YaST2 im Textmodus (ncurses) 65


Bedienung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
Bedienung der Module . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
Aufruf der einzelnen Module . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68

B LVM - Der Logical Volume Manager 69


Grundlagen zu LVM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
Wichtige Begriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
Wie greife ich auf LVs zu? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
Konfiguration mit YaST2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
Der Partitionierer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
Konfiguration der Physical Volumes . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
Logical Volumes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74

C Dateisysteme unter Linux 77


Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
Die wichtigsten Dateisysteme unter Linux . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
Ext2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
Ext3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
ReiserFS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
JFS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
Weitere unterstützte Dateisysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
Access Control Lists . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
Extended Attributes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
Large File Support unter Linux . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
Weitere Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

D Support Services 89

SuSE Linux – Enterprise Server 8 v


Vorwort

Über dieses Buch


Dieses Buch beschreibt die notwendigen Schritte zur Installation des SuSE
Linux Enterprise Servers auf IBM iSeries- und pSeries-Systemen. Es enthält
alle notwendigen Informationen von der Vorbereitung der Installation auf der
OS/400 bzw. der Firmwareseite bis zum eigentlichen Installationsvorgang des
SuSE Linux Enterprise Servers.
Wann immer möglich, wird in diesem Buch auf Informationsquellen und weitere,
aktuelle und spezifische Dokumentation sowohl im Internet, als auch auf Ihrem
installierten System verwiesen.
Detaillierte Informationen zu Linux Gerätetreibern usw. sind hervorragend in
entsprechender IBM (Online-) Dokumentation abgedeckt. Beachten Sie bitte die
entsprechenden Verweise.

Aufbau dieses Buches


Im Wesentlichen ist dieses Installationsbuch in zwei Abschnitte aufgeteilt:

Vorbereitung Dieser Abschnitt informiert Sie über die notwendigen Voraus-


setzungen auf Hardware- und Softwareseite, um SuSE Linux Enterprise
Server erfolgreich auf Ihrem System zu installieren. Sie werden auch
über die notwendigen Schritte auf der OS/400. Die Vorbereitung auf der
Firmware Seite eines pSeries Systems werden ebenfalls besprochen.
Installation des SuSE Linux Enterprise Server für IBM iSeries und pSeries
Dieser Abschnitt umfasst den vollständigen Installationsvorgang inklusive
der Vorbereitungen des Installationssystems, der Netzwerkkonfiguration
und einer ausführlichen Erläuterung der YaST2-Installation.
Zusätzlich finden Sie im Anhang des Buches drei Kapitel zur Bedienung von
YaST2 im Textmodus, den Grundlagen und die Konfiguration des LVM (Logical
Volume Managers) und einen Überblick über Linux Dateisysteme.

Zielgruppe
Dieses Buch setzt beim Leser folgendes Grundwissen voraus:

Sie sind mit dem Umgang des OS/400 bzw. der pSeries Firmware vertraut.

Sie kennen die Hardwareumgebung Ihres IBM iSeries bzw. pSeries Sys-
tems, im Speziellen die Netzwerkumgebung.

Sie verfügen über Grundwissen zum Umgang mit Linux und Unix
Systemen.

Typografische Konventionen
In diesem Buch werden die folgenden typografischen Konventionen verwendet:

Auszeichnung Bedeutung
YaST die Angabe eines Programmnamens
/etc/passwd die Angabe einer Datei oder eines
Verzeichnisses
hplatzhalteri die Zeichenfolge platzhalter (inkl. Winkel-
klammern) ist durch den tatsächlichen Wert
zu ersetzen
PATH eine Umgebungsvariable mit dem Namen PATH
192.168.1.2 der Wert einer Variablen
ls die Angabe eines einzugebenden Befehls
user die Angabe eines Benutzers
erde:~ # ls Eingabe von ls auf der Shell des Benutzers
root im Homeverzeichnis auf dem Rechner
„Erde“

Tabelle 1: Fortsetzung auf der nächsten Seite. . .

2 Inhaltsverzeichnis
tux@erde:~ > ls Eingabe von ls auf der Shell des Benutzers
tux (offizieller Name des Linux-Pinguins) im
Homeverzeichnis auf dem Rechner „Erde“
C:\> fdisk DOS-Prompt mit der Befehlseingabe fdisk
 
Alt  eine zu drückende Taste; nacheinander zu
drückende Tasten werden durch Leerzeichen
getrennt
   
Ctrl 
+Alt 
+Entf  gleichzeitig zu drückende Tasten werden durch
‘+’ miteinander verbunden
"Permission denied" Meldungen des Systems
‘System updaten’ Menü-Punkte, Buttons
„DMA-Modus“ Namenskonventionen, -definitionen, So ge-
nanntes. . .

Danksagung
Die Geschichte von Linux gleicht einer Erfolgsgeschichte über zahllose Entwick-
ler weltweit, die das fortführen, was einst mit Linux Torvalds als „one-man-
show“ begann. Vielen Dank an all jene für ihren enormen Einsatz.
Im Speziellen möchten wir all denen danken, die am iSeries/pSeries Projekt bei
IBM und SuSE beteiligt sind. Unser Dank geht an:

Die Entwickler bei SuSE und IBM

Die Tester bei SuSE

Alle Beta-Tester und Korrekturleser bei IBM

Danke dafür, dass SuSE Linux Enterprise Server für iSeries und pSeries möglich
wurde.
Nürnberg, 26. Januar 2004

Ihr SuSE Team

SuSE Linux – Enterprise Server 8 3


1

Übersicht zur Installation


Übersicht zur Installation

Stellen Sie vor der Installation von SuSE Linux Enterprise Server für iSeries
und pSeries sicher, dass Ihr System die Anforderungen erfüllt. Diese umfassen
sowohl die Hardware, als auch die Software.
Dieser Abschnitt gibt Ihnen Informationen zu:

Hardwareanforderungen, um SuSE Linux Enterprise Server für iSeries


und pSeries zu installieren und zu betreiben.

Softwareanforderungen, um SuSE Linux Enterprise Server für iSeries und


pSeries zu installieren und zu betreiben.

Den notwendigen Schritten, um eine Installation auf iSeries-Systemen


vorzubereiten. Dies umfasst auch die Einrichtung eines Telnet-Clients, um
während der Installation mit dem System agieren zu können.

Den notwendigen Schritten, um eine Installation auf pSeries-Systemen


vorzubereiten.

Dieses Kapitel gibt Ihnen Anweisungen zur Vorbereitung und Installation des
SuSE Linux Enterprise Server auf Ihrem iSeries- oder pSeries-System. Viele
Kapitel in diesem Buch schließen mit einem Absatz „Weitere Schritte“ ab, der
Ihnen die nächsten Schritte aufzeigt, um die Installation zu vervollständigen.

Installation auf einem IBM iSeries-System


1. Prüfen der Hardwareanforderungen (Abschnitt Hardwareanforderungen auf
Seite 7)
2. Prüfen der Softwareanforderungen (Abschnitt Softwareanforderungen auf
Seite 8)

3. Vorbereiten eines VNC Client für die Installation (Abschnitt Vorbereiten


eines VNC Client zur Installation auf Seite 9)

4. Vorbereiten des Systems auf der OS/400-Seite (Abschnitt Vorbereitung der


Installation auf IBM iSeries Systemen auf Seite 12)

5. Einrichten eines Clients, um während der Installation auf das iSeries


System zuzugreifen (Abschnitt Vorbereiten eines Client zur Bedienung der
Installations-Software auf Seite 22)

6. Starten des Kernels auf der OS/400 Seite (IPL) (Abschnitt IPL: Starten des
NWSD (WRKCFGSTS *NWS) auf Seite 31)

7. Installieren der Software und Grundkonfiguration des Netzwerks (Ab-


schnitt Installation mit YaST2 auf Seite 41)

8. Anhalten des installierten SuSE Linux Enterprise Server, Konfiguration


der Boot-Optionen auf der OS/400-Seite und Neustart des Linuxsystems
(Abschnitt Booten von Linux auf einem iSeries System auf Seite 59)

Installation auf einem IBM pSeries-System


1. Prüfen der Hardwareanforderungen (Abschnitt Hardwareanforderungen auf
der nächsten Seite)

2. Prüfen der Softwareanforderungen (Abschnitt Softwareanforderungen auf


Seite 8)

3. Vorbereiten des Systems, um von CD-ROM oder vom Netzwerk zu booten


(Abschnitt Vorbereitung der Installation auf einem IBM pSeries System auf
Seite 33)

4. Starten der Installation von CD-ROM oder Netzwerk (Abschnitt Vorberei-


tung der Installation auf einem IBM pSeries System auf Seite 33)

5. Installieren der Software und Grundkonfiguration des Netzwerks (Ab-


schnitt Installation mit YaST2 auf Seite 41)

6 Installation auf einem IBM pSeries-System


2

Anforderungen
Anforderungen

Hardwareanforderungen
iSeries

Zum Zeitpunkt der Drucklegung wurden folgende Systeme unterstützt:


IBM iSeries 270
IBM iSeries 820
IBM iSeries 830
IBM iSeries 840
IBM iSeries 890
Eine Standard-Installation benötigt mindestens 84 Megabytes Hauptspeicher.
Eine Installation über VNC benötigt 96 Megabytes.
Die Installation eines „Standard Systems“ benötigt mindestens 1.8 Gigabytes
freien Speicher auf der Festplatte.
Bitte beachten Sie http://linuxppc64.org/boxes.shtml um eine detail-
lierte Liste inklusive der „Feature Codes“ zu erhalten. Diese Informationen erhal-
ten Sie auch unter http://www-1.ibm.com/servers/eserver/iseries/
linux/pdfs/guide.pdf.
Aktuelle Informationen zu den Hardwareanforderungen finden Sie unter
http://www.ibm.com/servers/eserver/iseries/linux/reqs.html.

pSeries

Systeme, die mit einem ppc32-Kernel betrieben werden


RS/6000 43P Model 133
RS/6000 B50
RS/6000 150
RS/6000 170
RS/6000 260
RS/6000 270
RS/6000 pSeries 640

Systeme, die mit einem ppc64-Kernel betrieben werden


44p 170
44p 260
44p 270
pSeries 610
pSeries 620
pSeries 630
pSeries 640
pSeries 660
pSeries 670
pSeries 690
Eine Standard-Installation benötigt mindestens 84 Megabytes Hauptspeicher.
Eine Installation über VNC benötigt 96 Megabytes.
Die Installation eines „Standard Systems“ benötigt mindestens 1.8 Gigabyte
freien Speicher auf der Festplatte.
Aktuelle Informationen zu den Hardwareanforderungen finden Sie unter
http://oss.software.ibm.com/developerworks/opensource/
linux/projects/ppc/models.php
und
http://sdb.suse.de/en/sdb/html/olh_ppc_machines.html.

Softwareanforderungen
IBM iSeries
Aktuelle Informationen zu den Softwareanforderungen finden Sie unter
http://www.ibm.com/servers/eserver/iseries/linux/reqs.html

IBM pSeries
Es werden keine besonderen Softwareanforderungen an pSeries-Systeme gestellt,
um SuSE Linux Enterprise Server zu betreiben. Linux läuft auf diesen Systemen
im „Native Mode“.

8 Softwareanforderungen
3

Vorbereitung
Vorbereitung

Vorbereiten eines VNC Client zur Installation


Einleitung zu VNC
VNC (engl. Virtual Network Computing) ist eine Client-Server Lösung, die es er-
laubt einen entfernten X-Server über einen schlanken und leicht zu bedienenden
Client zu handhaben. Dieser Client ist für diverse Betriebssysteme wie diverse
Microsoft Windows Versionen, Apples MacOS und Linux verfügbar.

Wozu wird VNC eingesetzt?


Unter SuSE Linux Enterprise Server wird VNC eingesetzt um den Zugang zur
grafischen Benutzeroberfläche des YaST2 Systemassistenten zu gewähren. Dieses
Vorgehen ist besonders für Systeme gedacht, die keine grafische Konsole bieten
oder deren Administrator keinen Zugang zur grafischen Konsole hat (z. B. bei
einem im Rack integrierten System ohne Monitor).
Der VNC-Client, vncviewer, wird eingesetzt, um die grafische Anzeige und die
Handhabung von YaST2 während des Installationsprozesses zu gewährleisten.
Vor dem Booten des zu installierenden Systems müssen Sie einen entfernten
Computer soweit vorbereiten, dass er über das Netz auf das zu installierende
System zugreifen kann.

Vorbereiten eines SuSE Linux Clients


Auch der SuSE Linux Enterprise Server kann als Kontrollclient für die Installation
eingesetzt werden. Der VNC-Client nennt sich vncviewer und ist Teil des Pakets
vnc. Verwenden Sie zur Installation dieses Pakets das YaST2-Modul ‘Software
installieren/löschen’.
Abbildung 3.1: YaST2 per VNC auf einem SuSE Linux Desktop

Vorbereiten eines Microsoft Windows Clients

Einen VNC-Client für alle Microsoft Windows 32-Bit-Versionen finden Sie


im Verzeichnis dosutils/vnc auf CD 1 des SuSE Linux Enterprise Servers.
Kopieren Sie die Datei vnc-3.3.3r9_x86_win32.tgz in ein Verzeichnis
auf Ihrer Festplatte und entpacken Sie es mit untgz32.exe, welches Sie unter
dosutils/untgz/ auf der CD 1 finden.

C:\tmp > untgz32.exe vnc-3.3.3r9_x86_win32.tgz

Den VNC-Client vncviewer.exe finden Sie nun unter vnc_x86_


win32\vncviewer.

Starten der Installation über VNC

Der Boot Vorgang zur Installation über VNC unterscheidet sich leicht von einer
textbasierten Variante. Der Prozess gestaltet sich folgendermaßen:

Hinzufügen der notwendigen Kernel Parameter am Boot Prompt (siehe


Tabelle 3.1 auf der nächsten Seite)

Booten des Installations-Kernels

10 Vorbereiten eines VNC Client zur Installation


vnc=1
vnc_password=xyz
Dies aktiviert die Installation über VNC
Setzt das VNC Kennwort zur Installation auf
3

Vorbereitung
xyz. Der VNC Client wird Sie nach diesem Pass-
wort fragen, bevor Sie die Installation fortfahren
können
dhcp=1 Diese Option aktiviert die automatische Konfi-
guration des Netzwerkes über DHCP. Hierzu
benötigen Sie einen aktiven DHCP Server in
Ihrem Netzwerk.
hostip=192.168.10.1 Setzt die IP Adresse auf 192.168.10.1
netmask=255.255.255.0 Setzt die Netzmaske auf 255.255.255.0
gateway=192.168.10.254 Setzt den „default gateway“ auf 192.168.10.254
netdevice=eth0 Setzt das Netzwerk Device auf eth0
insmod=pcnet32 Das pcnet32 Modul wird automatisch geladen

Tabelle 3.1: Kernel Parameter für die VNC Installation

Wenn nötig, Grundkonfiguration des Netzwerkes auf der Systemkonsole


durchführen

Starten des vncclient auf dem Client System und starten der Installation-
Software

Zusätzliche Kernel Parameter


Um eine VNC Installation durchzuführen, müssen Sie einige Parameter an den
Kernel übergeben. Dies muss vor Starten des Kernels geschehen.
Tabelle 3.1 gibt Ihnen einen Überblick über die VNC relevanten Parameter.
Setzen von hostip, netmask, gateway, netdevice und insmod ermöglicht die
automatische Konfiguration des Netzwerkes zur Installation.

Weitere Schritte
Fahren Sie mit dem nächsten Abschnitt Vorbereitung der Installation auf IBM
iSeries Systemen auf der nächsten Seite fort, um weitere Vorbereitungen zur
Installation auf IBM iSeries Systemen zu treffen.
Fahren Sie mit Abschnitt Vorbereitung der Installation auf einem IBM pSeries
System auf Seite 33 fort, um weitere Vorbereitungen zur Installation auf IBM
pSeries Systemen zu treffen.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 11


Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries
Systemen
Vor der Installation von SuSE Linux Enterprise Server auf Ihrem iSeries-System
müssen Sie Ihr System auf der OS/400-Seite vorbereiten. Dieser Abschnitt
behandelt die Installation über ein eingebautes CD-ROM-Laufwerk.

Tipp
Die Schritte in diesem Abschnitt sind auf die Installation auf iSeries Sys-
temen mit IBM OS/400 V5R1 zugeschnitten. Sie sind auch auf OS/400
V5R2 durchführbar. Zusätzliche Optionen, die nur unter OS/400 V5R2
verfügbar sind, können Sie im Buch Linux in a guest partition, erhältlich
unter http://publib.boulder.ibm.com/iseries/v5r2/ic2924/
info/rzalm/rzalmlinuxkickoff.htm, nachlesen.
Tipp
Beachten Sie bitte den Artikel http://sdb.suse.de/en/sdb/html/
bugs-sles8-ppc.html in der SuSE-Supportdatenbank, um aktuelle In-
formationen zu bekannten Problemen, Bugfixes und Workarounds für diese
Ausgabe zu erhalten.
Dieses Kapitel ist in enger Zusammenarbeit mit Christopher Abbey, James
Srebbing, Jay S. Bryant und Brent Baude entstanden.

Informationen

Einführende Informationen:

iSeries Site:
http://www.ibm.com/servers/eserver/iseries/linux/

The IBM „Linux on iSeries“ Redbook:


http://www.redbooks.ibm.com/pubs/pdfs/redbooks/
sg246232.pdf

The iSeries on Linux system guide:


http://www.ibm.com/servers/eserver/iseries/linux/pdfs/
guide.pdf

Linux in einer „Gast“ Partition:


http://publib.boulder.ibm.com/iseries/v5r2/ic2924/
info/rzalm/rzalmlinuxkickoff.htm

12 Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen


Informationen zu Linux auf LPARs:
http://publib.boulder.ibm.com/pubs/html/as400/v5r1/
3

Vorbereitung
ic2924/info/rzalm/rzalmlinuxkickoff.htm

Mailinglisten:

. linuxppc-iseries (um teilzunehmen, senden Sie ein e-mail


mit „subscribe linuxppc-iseries“ im Text an Majordomo@lists.
linuxppc.org)
. linuxppc64-dev (um teilzunehmen, senden Sie ein e-mail mit
„subscribe linuxppc64-dev“ im Text an Majordomo@lists.
linuxppc.org)

Zur Betreuung des installierten Systems sind folgende Links interessant:

Support Datenbank (SDB):


http://sdb.suse.de/sdb/en/html/index.html
Die SDB ist ein effektives Hilfsmittel, um Kunden bei Problemlösungen
zu unterstützen. Falls SuSE feststellt, dass ein spezieller Fall zu ernst
zu nehmenden Problemen oder zu Verunsicherung führt, wird ein SDB-
Artikel dazu veröffentlicht. Die SDB kann mit Hilfe von Schlüsselwörtern,
wie z. B. PPC oder iSeries durchsucht werden.

Download Seite:
http://www.suse.com/us/support/download/updates/index.
html

Sicherheitshinweise:
http://www.suse.com/us/support/security/index.html
SuSE betreibt auch zwei sicherheitsbezogene Mailinglisten, die jeder
Interessierte abonnieren kann:

. suse-security@suse.com — Allgemeines, Linux und SuSE


Diskussionen über Sicherheit. Alle SuSE Sicherheits Meldungen
werden an diese Liste gesandt. Um teilzunehmen, senden Sie eine
e-mail an suse-security-subscribe@suse.com
. suse-security-announce@suse.com — SuSE’s Mailing Liste,
die nur Sicherheits Meldungen enthält. Um teilzunehmen, senden Sie
eine e-mail an suse-security-announce-subscribe@suse.com

SuSE Linux – Enterprise Server 8 13


Notwendige Schritte auf der OS/400-Seite

Der folgende Abschnitt hilft Ihnen bei der Konfiguration Ihres iSeries System zur
Installation des SuSE Linux Enterprise Server.
Detaillierte Informationen zum Erstellen von Partitionen für Linux entnehmen
Sie bitte folgenden Dokumenten:

Für OS/400 V5R1:


http://publib.boulder.ibm.com/pubs/html/as400/v5r1/
ic2924/info/rzalm/rzalmlinuxkickoff.htm

Für OS/400 V5R2:


http://publib.boulder.ibm.com/iseries/v5r2/ic2924/
info/rzalm/rzalmlinuxkickoff.htm

Greifen Sie auf das Redbook „Linux on iSeries“ (SG24–6232–00) zurück, um


detaillierte Informationen zu erhalten
(http://www.redbooks.ibm.com/pubs/pdfs/redbooks/sg246232.
pdf).
Um Ihr System auf der OS/400 Seite zu konfigurieren, benötigen Sie einen
OS/400-Systemzugang mit *SERVICE-Berechtigung und Zugangsberechtigung
zum SST. Zusätzlich ist ein DST Kennwort zum Anlegen eines Console Benutzers
notwendig. Um auf OS/400 zuzugreifen, benötigen Sie außerdem ein 5250-
Terminal oder ein 5250-Emulationspaket (z. B. TN5250 auf Linux oder PCS, bzw.
Client Access auf Windows).

Partitionierung des Systems


Als Erstes müssen Sie eine neue Systempartition für den SuSE Linux Enterprise
Server erstellen.
Benutzen Sie Option 5‘Work with System Partitions’, Option 5 ‘Create a new
Partition’ im STRSST, oder Option 3 -> ‘Work with Partition Configuration’ -> 2
‘Change Partition Processing Resources’, wenn die Partition bereits existiert.

14 Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen


Create New Partition
System: SUSE1
3

Vorbereitung
Complete blanks, press Enter.

Partition identifier and name ... . . . . . . 3__ GINGER__

Number of available system processors ... . : 1


Number of partition processors ... . . . . . . 1__
Minimum / maximum number of processors ... . . 0__ / 1__
Use shared processor pool ... . . . . . . . . 2 1=Yes, 2=No

Size of available system main storage (MB) ..: 256 / 44


Size of partition main storage (MB) ... . . . 256_____
Minimum / maximum size of main storage (MB) .. 0_______ / 752_____

F3=Exit F9=Exclude limits F10=Work with shared processor pool


F11=Display partition processing configuration F12=Cancel

Change Partition Processing Resources


System: SUSE1
Type changes, press Enter.

Partition identifier and name .... . . . . : 3 GINGER

Current / available number of processors ...: 1 / 0


New number of processors .... . . . . . . . . 1__
Use shared processor pool .... . . . . . . . 2 1=Yes, 2=No

Current / available size of main storage (MB) : 256 / 44


New size of main storage (MB) .... . . . . . 256_____

F3=Exit F9=Include limits F10=Work with shared processor pool


F11=Display partition processing configuration F12=Cancel

Stellen Sie die Werte für „Minimum / maximum number of processors“ und
„Minimum / maximum size of main storage“ innerhalb der vorgegebenen
Grenzen ein, um einen System IPL zu vermeiden.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 15


Change Partition Processing Resources
System: SUSE1
Type changes, press Enter.

Partition identifier and name .. . . . . . . : 3 GINGER

Current / available number of processors .. . : 1 / 0


New number of processors .. . . . . . . . . . . 1__
Minimum / maximum number of processors .. . . . 0__ / 1__
Use shared processor pool .. . . . . . . . . . 2 1=Yes, 2=No

Current / available size of main storage (MB) : 256 / 44


New size of main storage (MB) .. . . . . . . . 256_____
Minimum / maximum size of main storage (MB) .. 0_______ / 752_____

F3=Exit F9=Exclude limits F10=Work with shared processor pool


F11=Display partition processing configuration F12=Cancel

 
Bestätigen Sie anschließend die Änderungen mit 
Enter 
, um den Prozess zur
Erzeugung der neuen Partition zu starten.

Tipps zur Partitionierung — Prozessoren, Speicher, NWSDs, und LPARs


 
Verwenden Sie STRSST (Start System Service Tools) und wählen Sie  F5 
 
(‘Work with System Partitions’), 
F3 
(‘Work with Partition Configuration’)
 
und weisen Sie die Hostpartition für den Gast zu -> 
F13 
.

Speicher:
Sie müssen einen Speicherbereich in der LPAR (Logical Partition) ange-
ben, der konfiguriert werden soll. Dies ist der minimale und maximale
Speicher, der dieser LPAR ohne einen primären IPL (Initial Program Load)
zugewiesen wird. Wichtiger als der konfigurierte Umfang ist, dass diese
Einstellungen auch Platz für die „Hardware Page Table (HPT)“ für den
maximalen Umfang reservieren.
Hier die Formel zur Berechnung des für die LPAR verfügbaren Speichers:

Maximaler Speicher der LPAR Konf.


Konfigurierter Speicher −
64

Das Ergebnis wird auf ein Vielfaches von 2 gerundet.

16 Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen


Beispiel:
Die maximale Größe beträgt 248 MB. Nehmen Sie 1/64 dieses Wertes als
3

Vorbereitung
für die HPT belegt an, also 3.875 MB. Gerundet ergeben sich dann 4 MB.

Minimaler Speicherbedarf für die Installation:


Für eine textbasierte Installation müssen Sie der LPAR mindestens 84
Megabyte zuweisen.
Eine Installation über VNC benötigt mindestens 96 Megabyte.

Erzeugen des Network Server Storage Space


Als Nächstes müssen Sie Speicherplatz für den SuSE Linux Enterprise Server zur
Verfügung stellen. Dies kann mit dem Programm CRTNWSSTG erreicht werden.
Create NWS Storage Space (CRTNWSSTG)

Type choices, press Enter.

Network server storage space.. > GINGER0___ Name


Size.. . . . . . . . . . . . . 9000_______ *CALC, 1-64000 megabytes
From storage space.. . . . . . *NONE_____ Name, *NONE
Format.. . . . . . . . . . . . *open_____ *NTFS, *FAT,*FAT32,*OPEN
Auxiliary storage pool ID . . . 1_____ 1-99
Text ’description’ . . . . . . . ginger_root_disk____________________

Bottom
F3=Exit F4=Prompt F5=Refresh F12=Cancel F13=How to use this dis
F24=More keys
Creating NWS storage space GINGER0: 32 of 9000 megabytes complete.

Erzeugen der Network Server Description


Die „Network Server Description“ fügt die einzelnen Konfigurationseinstellun-
gen zu einem Objekt zusammen.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 17


Create Network Server Desc (CRTNWSD)

Type choices, press Enter.

Network server description . . . ginger__ Name


Resource name . . . . . . . . . *NONE_____ Name, *NONE
Network server type . . . . . . *guest____ *WINDOWSNT, *GUEST

Bottom
F3=Exit F4=Prompt F5=Refresh F12=Cancel F13=How to use this dis
F24=More keys
Parameter NWSD required. +

Ändern Sie hier nur die folgenden Einstellungen:

NWSD name

Network server type = *GUEST

Partition = <geben Sie hier den Partitionsnamen an>

Code page = 437

IPL source = *STMF

IPL stream file = ’/QOPT/SU8100.001/ISERIES64’


Für netzbasierte Installationen gilt das unter Abschnitt Erstellen einer
Netzwerk-Installationsquelle auf Seite 29 gesagte.

IPL parameters = ’vnc=1 vnc_password=suseinst’

Text description = SuSE Enterprise Server

Online at IPL = *NO

18 Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen


Create Network Server Desc (CRTNWSD)
3

Vorbereitung
Type choices, press Enter.

Network server description ... > GINGER__ Name


Resource name ... . . . . . . *NONE_____ Name, *NONE
Network server type ... . . . > *GUEST____ *WINDOWSNT, *GUEST
Online at IPL ... . . . . . . *NO *YES, *NO
Vary on wait ... . . . . . . . *NOWAIT *NOWAIT, 1-15 minutes
Partition ... . . . . . . . . > GINGER____ Name
Code page ... . . . . . . . . 437____ *LNGVER,437,850,852,857
Server message queue ... . . . *JOBLOG___ Name, *JOBLOG, *NONE
Library ... . . . . . . . . __________ Name, *LIBL, *CURLIB
TCP/IP port configuration: _
Port ... . . . . . . . . . . *NONE_____ *NONE, *INTERNAL, 1, 2,3
Internet address ... . . . . _________________
Subnet mask ... . . . . . . _________________
Maximum transmission unit .. ___________ Number
+ for more values _
TCP/IP local host name ... . . *NWSD_________________________________
TCP/IP local domain name ... . *SYS__________________________________
TCP/IP name server system ... *SYS_____________
+ for more values _________________
Restricted device resources .. *NONE_____ Name, *NONE, *ALL...
+ for more values __________
Synchronize date and time ... *TYPE *TYPE, *YES, *NO
IPL source ... . . . . . . . . > *STMF__ *NWSSTG, *PANEL, *STMF,A
IPL stream file ... . . . . . > ’/QOPT/SU8100.001/ISERIES64’__________
IPL parameters ... . . . . . . ’vnc=1 vnc_password=suseinst’___
Authority ... . . . . . . . . *LIBCRTAUT Name, *LIBCRTAUT,*CHANGE
Text ’description’ ... . . . . > ’SuSE_Enterprise_Server’______________

Bottom
F3=Exit F4=Prompt F5=Refresh F12=Cancel F13=How to use this dis
F24=More keys

Sie können weitere IPL-Parameter für VNC übergeben. Beachten Sie hierzu
Tabelle 3.1 auf Seite 11.
Sie können das „IPL stream file“ über das DSPLNK(’QOPT’) Kommando in der
OS/400-Eingabeaufforderung erfragen.

Verbinden des Network Storage Space mit der Network Server Description
(WRKNWSSTG)
Sie müssen nun den neu erzeugten Speicherplatz mit der „Server Description“
verbinden. Wählen Sie zunächst den Speicherplatz („Storage Space“) aus der
Liste aus.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 19


Work with Network Server Storage Spaces
System: SUSE1
Type options, press Enter.
1=Create 3=Copy 4=Delete 5=Display 6=Print 10=Add link
11=Remove link

Percent
Opt Name Used Size Server Drive Format Access ASP
__ __________
__ CURRY0 0 2000 CURRY 1 *OPEN *UPDATE 1
__ CURRY1 0 2000 CURRY 2 *OPEN *UPDATE 1
10 GINGER0 0 9000 *OPEN 1
__ TEST 0 1500 *OPEN 1

Bottom
Parameters or command
===> __________________________________________________________________
F3=Exit F4=Prompt F5=Refresh F6=Print list F9=Retrieve
F11=Display text F12=Cancel F17=Position to

Verbinden Sie sie dann mit der „Network Server Description“.


Add Network Server Storage Link (ADDNWSSTGL)

Type choices, press Enter.

Network server storage space . . > GINGER0 Name


Network server description . . . > GINGER Name
Drive letter . . . . . . . . . . *FIRSTAVAIL K-Z
Dynamic storage link . . . . . . *yes *NO, *YES
Network server type . . . . . . *NWSD Character value
Drive sequence number . . . . . *CALC 3-18, *CALC

Additional Parameters

Access . . . . . . . . . . . . . *UPDATE *UPDATE, *READ

Bottom
F3=Exit F4=Prompt F5=Refresh F12=Cancel F13=How to use this dis
F24=More keys

20 Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen


Konfiguration des Virtual Ethernet (System Tools)
3

Vorbereitung
Verwenden Sie wieder die „System Service Tools“ (STRSST), um das „Virtual
 
Ethernet“ zu konfigurieren. Wählen Sie  F5 
(‘Work with system partitions’),
   
 
F3 (‘Work with partition configuration’) und drücken Sie dann 
F10 
, um die
„Virtual Lan Configuration“ zu ändern. Um alle Partitionen (auch die noch nicht
 
verbundenen) anzuzeigen, drücken Sie  F9 
.
Work with Virtual LAN Configuration
System: SUSE1
Type options, press Enter.
2=Change

Par --------------Virtual LAN Identifiers---------------


Opt ID Name 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
_ 0 PRIMARY 1 . . . . . . . . . . . . . . .
_ 1 PEPPER 1 . . . . . . . . . . . . . . .
_ 2 CURRY 1 . . . . . . . . . . . . . . .
_ 3 GINGER 1 . . . . . . . . . . . . . . .

’1’ Indicates LAN in use. ’.’ Indicates LAN not in use.


F3=Exit F9=Show only partitions using Virtu
F11=Display communication options F12=Cancel

SuSE Linux – Enterprise Server 8 21


Change Virtual LAN Configuration
System: SUSE1
Partition identifier . . . . . . . . . . . . . : 3
Partition name . . . . . . . . . . . . . . . . : GINGER

Type changes, press Enter.


1=Yes 2=No

-------------------Virtual LAN Identifiers-------------------


0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
1 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2

F3=Exit F12=Cancel

Weitere Schritte
Fahren Sie mit dem nächsten Abschnitt Vorbereiten eines Client zur Bedienung
der Installations-Software auf dieser Seite fort, um eine virtuelle Konsole zur
Bedienung der Installations-Software zu konfigurieren.

Vorbereiten eines Client zur Bedienung der Installations-


Software

Dieser Abschnitt behandelt die Konfiguration des Telnet-Zuganges zur virtuellen


Konsole.

22 Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen


Unterstützte Terminals
3

Vorbereitung
Unterstützte Terminalemulatoren:
Linux Linux Konsole voll unterstützt
Linux Standard XTerm voll unterstützt
Linux GNOME Terminal voll unterstützt
Linux KDE Konsole voll unterstützt
Linux screen voll unterstützt
Windows PuTTY (freier Telnet- und ssh-Client) voll unterstützt
Windows Telnet-Client in Windows 98 nicht unterstützt
Windows Telnet-Client in Windows 2000 nicht empfohlen
Windows Telnet-Client in Windows XP nicht empfohlen
AIX aix xterm nicht unterstützt
Hinweis
Die Verwendung eines voll unterstützten Terminalemulators ermöglicht
Ihnen die Nutzung aller Merkmale der Installations-Software, inklusive
Tastenkombinationen und Farben.
Hinweis
Wenn Sie von einem Windowsrechner aus installieren, sollten Sie unbedingt den
frei verfügbaren Telnet-Client PuTTY verwenden. Im weiteren Verlauf dieses
Abschnitts werden wir genauer auf die Konfiguration und die Benutzung von
PuTTY eingehen.
Der Windows-98-Telnet-Client wird nicht unterstützt. Die Telnet-Clients von
Windows 2000 und Windows XP können verwendet werden, bieten aber nur
eine eingeschränkte Nutzung der Installations-Software.
Das aixterm arbeitet generell nicht sehr gut mit Linux zusammen. Als Worka-
round können Sie auf AIX ein xterm starten und das Terminal mit TERM=vt100
manuell einstellen. Da dies aber während der Installation nicht möglich ist,
sollten Sie hierzu auf eine andere Plattform ausweichen.
Im Linux Terminal-Multiplexer screen wird empfohlen, die „background-color-
erase“ Einstellungen anzupassen, da sonst der Hintergrund schwarz erscheint
und nicht die von der Installations-Software vorgegebene Farbe verwendet
wird. Fügen Sie hierzu den Eintrag defbceon in die Datei ~/.screenrc ein.
Um diese Einstellung nur für ein einzelnes Fenster zu ändern, müssen Sie die
 
Tastenkombination  Ctrl 
+A+ „:bce“ ausführen.

PuTTY Konfiguration
PuTTY ist ein frei verfügbarer Telnet- und ssh-Client für Windows mit her-
vorragenden Eigenschaften. putty.exe befindet sich im Verzeichnis dosutils

SuSE Linux – Enterprise Server 8 23


auf CD 1. Es ist ebenfalls unter http://www.chiark.greenend.org.uk/
~sgtatham/putty/latest/putty.exe erhältlich.
CD 1 kann von jedem Windows-Rechner gelesen werden. Das Programm besteht
nur aus einer ausführbaren Datei. Es sind keine weiteren Installationsschritte
notwendig außer die Datei dosutils/putty/putty.exe auf Ihre Festplatte
zu kopieren.
Die komplette Dokumentation können Sie unter http://www.chiark.
greenend.org.uk/~sgtatham/putty/ nachlesen.
Um den Umgang mit PuTTY zu erleichtern ist es sinnvoll, ein Sitzungspro-
fil (engl. session profile) für den Zugriff auf die virtuelle Konsole im PuTTY
Konfigurationsdialog anzulegen. Dies wird nun im Folgenden beschrieben:
Es wird empfohlen, folgende Einstellungen zu übernehmen:

Eine größere Schriftart (die Standard Schriftart ist sehr klein).

Stellen Sie die Schriftart „Courier New“ anstelle von „Courier“ ein. Dies
ermöglicht die korrekte Darstellung von Liniengrafiken. Sie können auch
„Fixedsys“ verwenden.

Vergrößern Sie das Fenster, z. B. auf 40x100 (Standard ist 24x80).

Create a session profile named after the host with these settings for access
to port 2301 of you iSeries.

Speichern Sie das Sitzungsprofil unter entsprechendem Namen (z. B. den


Hostname Ihres iSeries Systems). Geben Sie auch den Zugriffskanal (engl.
access port) 2301 auf Ihr iSeries System an.

Starten Sie PuTTY. Es erscheint ein Dialog, wie in Bild 3.2 dargestellt.

1. Wählen Sie ‘Window’ und ändern Sie die Fenstergröße auf z. B. 40x100
(tragen Sie die Werte in die Felder ‘Rows’ und ‘Columns’ ein, wie in
Bild 3.3 gezeigt).

2. Wählen Sie ‘Appearance’ und klicken Sie den ‘Change’ Knopf (siehe
Bild 3.4).

3. Wählen Sie eine Schriftart (siehe Bild 3.5). Es wird „Courier new“, Größe
10 empfohlen. Sollte die Schriftart nicht verfügbar sein, wählen Sie
„Fixedsys“, Größe 12.

4. Klicken Sie ‘OK’ um die Einstellungen zu den Schriftarten zu speichern.


Hinweis: Es kann sein, dass nun eine andere Schriftart verwendet wird, als
vorgegeben. Dies scheint ein Fehler in PuTTY zu sein (vgl. Bild 3.6).

24 Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen


3

Vorbereitung
Abbildung 3.2: Der erste Start von PuTTY

5. Wählen Sie ‘Session’. Der Dialog erscheint wieder in seiner ursprünglichen


Form.

6. Um mit PuTTY den Rechner iSeries zu erreichen, tragen Sie den ‘Host
name’ ein (siehe Abbildung 3.7).

7. Tragen Sie 2301 in das ‘Port’ Feld ein.

8. Geben Sie einen Namen für die Sitzung in das Feld ‘Saved Sessions’
ein, z. B. „iSeries virtual console“.

9. Drücken Sie auf ‘Save’ (Abbildung 3.8).

Nachdem Sie die Sitzung konfiguriert haben, wählen Sie sie in der Liste aus und
drücken Sie ‘Open’, um die Verbindung zur virtuellen Konsole herzustellen.

Die Erkennung des Virtual Console Terminal


Eines ist im Zusammenhang mit dem Telnet-Zugriff auf die virtuelle iSeries-
Konsole zu beachten. Es ist sowohl während der Installation, als auch beim
späteren Zugriff auf das System von Bedeutung:

SuSE Linux – Enterprise Server 8 25


Abbildung 3.3: Ändern der Fenstergröße von PuTTY

Der OS/400 Telnet-Server bietet die Möglichkeit, gleichzeitig mehrere Verbin-


dungen zu einer Linux-Konsole zu halten.
Um die bestmögliche Bedienbarkeit zu erlangen, prüft Linux den Telnet-Client.
Insbesondere werden folgende Einstellungen überprüft:

Ist mehr als eine Verbindung offen (falls ja, wird eine Warnung ausgege-
ben)?

Welcher Terminaltyp ist verbunden?

Ist es ein Windows-basiertes Terminal?

Wie ist die Bildschirmgröße?

Diese Überprüfung wird sowohl während der Startphase der Installations-


Software, als auch bei einem späteren Login am installierten System durchge-
führt.

26 Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen


3

Vorbereitung
Abbildung 3.4: Der Schriftart Dialog von PuTTY

Hinweis
Wenn mehr als eine Sitzung verbunden ist, wird das „Probing“ scheitern,
und die Terminaleinstellungen werden nicht korrekt übernommen. Daher
sollten mehrere gleichzeitige Verbindungen vermieden werden.
Hinweis

Die Initialisierung des Terminals erzwingen


Die Terminalerkennung und -Initialisierung kann auch manuell erzwungen
werden (im installierten System). Verwenden Sie hierzu das initviocons
Kommando.
Wann immer Sie die Größe des Terminals während einer Sitzung ändern, sollten
sie mit dem Befehl [initviocons das Terminal neu initialisieren.

Problemlösungen bei Terminal Problemen


  
Generell wird 
Ctrl 
+L
verwendet, um den Bildschirm neu zu zeichnen.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 27


Abbildung 3.5: Ändern der Schriftart

Linuxrc zeigt falsche Liniengrafik. Dies ist ein bekanntes Problem, das nicht
mit dem verwendeten Terminal zusammenhängt.

Sollten Sie ein Terminal verwenden, das während einer abgebrochenen In-
stallation (z. B. durch ein plötzliches Abschalten der LPAR) verbunden war,
kann das Terminal bei einer erneuten Verbindung evtl. falsch konfiguriert
sein. In diesem Falle sollten Sie ein neues Fenster öffnen.

Wenn die „Rückschritt“ Taste in der KDE-Konsole nicht funktioniert,


ändern Sie die Einstellungen für die ‘Tastatur’ im Menü ‘Einstellungen’)
auf xterm oder linux console.

Im „VT100 fallback mode“ wird die „Rückschritt“-Taste evtl. nicht


funktionieren. Dies ist von den Einstellungen des Telnet-Clients abhän-
  
gig. Oft kann man diese Taste durch die Tastenkombination  Ctrl 
+H
ersetzen.

Sollte die „Rückschritt“ Taste nicht funktionieren, können Sie eine die-
ser Tastenkombinationen versuchen:
  
. Ctrl + H 
  
. Ctrl + ? 

28 Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen


3

Vorbereitung
Abbildung 3.6: Die neue PuTTY Schriftart

   
. Ctrl + Rückschritt 
   
. Entfernen (zusammen mit der ← Taste)
    
. Ctrl + D (zusammen mit der ← Taste)

Erstellen einer Netzwerk-Installationsquelle

Wenn Sie eine Installation des SuSE Linux Enterprise Server über viele Partitio-
nen planen, sollten Sie eine Netzwerk-Installationsquelle anlegen. Dies bietet
den Vorteil, dass Sie während der Installation keine CDs wechseln müssen.
Des Weiteren können Sie diese Quelle zur gleichzeitigen Installation mehrerer
Systeme verwenden.
Legen Sie die Netzwerkfreigabe an, indem Sie die Installations-CDs in einzelne
Verzeichnisse kopieren und diese dann auf einem System mit NFS-Server-
Funktionalität bereitstellen. Zum Beispiel können Sie auf einem existierenden
SuSE Linux-Rechner jede CD mit folgendem Befehl kopieren:

erde:/ # cp -a /mnt/cdrom /suse-share/

SuSE Linux – Enterprise Server 8 29


Abbildung 3.7: Anlegen einer PuTTY Sitzung

Benennen Sie anschließend das Verzeichnis um (z. B. nach „CD1“):

erde:/ # mv /suse-share/cdrom /suse-share/CD1

Wiederholen Sie diesen Vorgang für die anderen CDs. Abschließend geben Sie
das /suse-share-Verzeichnis über NFS frei.
Für die Installationsquelle müssen Sie noch die ISERES64 Datei mit FTP auf das
OS/400-IFS kopieren:

erde:/ # ftp iseries


(login)
ftp> cd /kernels
ftp> bin
ftp> put ISERIES64
ftp> bye
Nun können Sie die Installation, wie bereits oben beschrieben, starten. Ändern
Sie aber vorher noch den „IPL Source“:

30 Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen


3

Vorbereitung
Abbildung 3.8: Speichern der PuTTY Sitzung

IPL source . . . . . . . . . . . *STMF__ *SAME, *NWSSTG, *PANEL...


IPL stream file . . . . . . . . ’/kernels/ISERIES64’_________________
IPL parameters . . . . . . . . . ’vnc=1 vnc_password=suseinst’_____

Sie können weiter IPL Parameter für VNC übergeben. Beachten Sie hierzu
Tabelle 3.1 auf Seite 11.

Weitere Schritte
Im nächsten Abschnitt IPL: Starten des NWSD (WRKCFGSTS *NWS) auf dieser
Seite wird nun der Kernel gestartet (IPL).

IPL: Starten des NWSD (WRKCFGSTS *NWS)

Stellen Sie nun eine Verbindung zur virtuellen Konsole über PuTTY oder über
telnetd Port 3201 mit einem der unterstützten Terminals her.
Starten Sie nun also den Installations-Kernel (IPL) durch setzen der Option
1 an der NWSD, auf der Sie installieren möchten. Beobachten Sie auch die
Kernelmeldungen auf der virtuellen Konsole.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 31


Work with Configuration Status SUSE1
12/03/01 17:45:21
Position to . . . . . __________ Starting characters

Type options, press Enter.


1=Vary on 2=Vary off 5=Work with job 8=Work with description
9=Display mode status 13=Work with APPN status...

Opt Description Status ----------Job-------------


__ CINST VARIED OFF
__ CURRY ACTIVE
1_ GINGER VARIED OFF
__ PEPPER VARIED OFF
__ PEPPERI ACTIVE
__ TEST VARIED OFF

Bottom
Parameters or command
===> __________________________________________________________________
F3=Exit F4=Prompt F12=Cancel F23=More options F24=More keys

Beobachten Sie die virtuelle Konsole. Im Falle einer Netzwerk- oder VNC-
Installation wird nun Linuxrc erscheinen und Sie auffordern, einige Einstellungen
zu wählen.
Wenn Sie sich für eine Netzwerkinstallation entschieden haben, wird nach
dem IPL der ISERIES64 Datei Linuxrc gestartet. Folgende Schritte sind nun
notwendig:

1. Wählen Sie Ihre Sprache in LinuxRC.

2. Wählen Sie ‘Kernel Module (Hardware Treiber)’.

3. Wählen Sie ‘ppc_iseries Module laden’ und laden Sie das für Sie passende
Netzwerkmodul.

4. Wählen Sie ‘Zurück’ und anschließend ‘Starten der Installation / des


Systems’.

5. Wählen Sie ‘Starten der Installation / des System’.

6. Wählen Sie die Installationsquelle. Drei Optionen stehen zur Verfügung:

(a) CD-ROM
Dies bietet die Installation über ein internes CD-ROM Laufwerk. Be-
vor das System auf die CD-ROM zugreift, werden Sie nach Netzwerk-
Parametern gefragt, die zur Installation über VNC notwendig sind.

32 Vorbereitung der Installation auf IBM iSeries Systemen


(b) Netzwerk
Ermöglicht die Installation über ein NFS-Verzeichnis. Sie werden nach
3

Vorbereitung
den notwendigen Netzwerk-Parametern gefragt und anschließend
gebeten, Hostname/IP Adresse des NFS Servers anzugeben. Geben
Sie zum Schluss noch den Pfad der NFS-Freigabe an.
(c) Festplatte
Dies ist sinnvoll, wenn Sie die Installationsdaten auf einer weiteren
Festplatte zur Verfügung haben. Geben Sie den Gerätenamen inkl.
Partition und den Pfad zu den Installationsdaten an (z. B. /dev/sdb1
und /suse). Bevor das System auf die CD-ROM zugreift, werden Sie
nach Netzwerk-Parametern gefragt, die zur Installation über VNC
notwendig sind.

Abschließend wird eine Meldung angezeigt, die Sie zum Starten des VNC Client
auffordert (siehe 1).

starting VNC server...


a log can be found in /tmp/vncserver.log ...

***
*** You can connect to 192.168.0.154, display :1 now
***

(When YaST2 is finished, close your VNC viewer and return to this window.)

Ausgabe 1: Die Installation über VNC kann beginnen

Starten Sie den VNC Client mit den in der Ausgabe erscheinenden Parametern
(192.168.0.154:1 in unserem Beispiel) und geben Sie dann das VNC Passwort ein
(„suseinst“ in unserem Beispiel). Der graphische Bildschirm von VNC erscheint
und ein paar Sekunden später auch YaST2.

Weitere Schritte
Fahren Sie mit Kapitel Installation mit YaST2 auf Seite 41 fort, um die Installation
der Software zu starten.

Vorbereitung der Installation auf einem IBM


pSeries System
Dieser Abschnitt beschreibt die vorbereitenden Schritte zur Installation des SuSE
Linux Enterprise Server auf pSeries-Systemen. Es umfasst sowohl die Installation

SuSE Linux – Enterprise Server 8 33


über ein eingebautes CD-ROM-Laufwerk als auch über das Netzwerk.

Anlegen einer Netzwerk Installationsquelle

Wenn Sie eine Installation des SuSE Linux Enterprise Server über viele Partitio-
nen planen, sollten Sie eine Netzwerk-Installationsquelle anlegen. Dies bietet
unter anderem den Vorteil, dass Sie während der Installation keine CDs wechseln
müssen. Des Weiteren können Sie diese Quelle zur gleichzeitigen Installation
mehrerer Systeme verwenden.
Legen Sie die Netzwerkfreigabe an, indem Sie die Installations-CDs in einzelne
Verzeichnisse kopieren und diese dann auf einem System mit NFS-Server-
Funktionalität bereitstellen. Zum Beispiel können Sie auf einem existierenden
SuSE Linux-Rechner jede CD mit folgendem Befehl kopieren:

erde:/ # cp -a /mnt/cdrom /suse-share/

Benennen Sie anschließend das Verzeichnis um (z. B. nach „CD1“):

erde:/ # mv /suse-share/cdrom /suse-share/CD1

Wiederholen Sie diesen Vorgang für CD2. Abschließend geben Sie das
/suse-share Verzeichnis über NFS frei.

IBM pSeries p670 und p690 Besonderheiten

Die IBM p670 und p690 Systeme bieten die Möglichkeit der Partitionierung des
Systems wie auf IBM iSeries Systemen. Dies erlaubt den gleichzeitigen Betrieb
von bis zu 16 Betriebssystemen auf einem Rechner. Diese Betriebssysteme sind in
LPARs (Logical Partitions) abgelegt. Eine oder mehrere dieser Partitionen können
eine SuSE Linux Enterprise Server Umgebung halten.
Zur Vorbereitung einer LPAR für SuSE Linux Enterprise Server müssen Sie
das System zunächst über die HMC konfigurieren. Details dazu liefert das IBM
@server pSeries 690 System Handbook Redbook (SG24-7040-00).
Beachten Sie folgende Punkte bei der Konfiguration:

Es wird empfohlen, nicht mehr als 8 Prozessoren an eine SuSE Linux


Enterprise Server LPAR zu geben, da der Kernel nur max. 8 Prozessoren
effektiv verwalten kann.

Zur Installation sollten Sie ‘SMS’ als Boot Modus für die entsprechende
Partition auswählen.

34 Vorbereitung der Installation auf einem IBM pSeries System


Das Terminal der HMC, das während der Installation zur Eingabe dient,
ist eine VT320 Emulation. Diese Emulation kann zu seltsamen Effekten mit
3

Vorbereitung
einigen Applikationen führen. Wann immer möglich, sollten Sie ein XTerm
zur Kommunikation mit der LPAR verwenden.

Festplatten-Speicherplatz

Stellen Sie sicher, dass genug Festplattenspeicher zur Installation des SuSE Linux
Enterprise Server verfügbar ist. Es empfiehlt sich, eine eigene Festplatte zu
verwenden.

Das System zum Booten von CD-ROM vorbereiten

Legen Sie CD 1 in das CD-ROM-Laufwerk ein und starten Sie das System
neu. Rufen Sie anschließend die Firmware Ihres Systems auf. Normalerweise
 
erreichen Sie die Firmware über die Taste 
F1 
während der Systemüberprüfungen
beim Neustart.
RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000
RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000
RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000
RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000 RS/6000

memory keyboard network scsi speaker


 
Drücken Sie 
F1 
, während die SCSI-Geräte geprüft werden.
Als Nächstes erhalten Sie dann den ‘Multiboot’-Dialog:

SuSE Linux – Enterprise Server 8 35


RS/6000 Firmware
Version SPX98285
(c) Copyright IBM Corp. 1997 All rights reserved.
------------------------------------------------------------------------
Multiboot

1 Select Software
2 Software Default
3 Select Install Device
4 Select Boot Devices
5 OK Prompt
6 Multiboot Startup <ON>

.------.
|X=Exit|
‘------’

===>3

Wählen Sie 3 um das Installationsgerät (engl. Install Device) anzupassen.


Es erscheint eine Liste an verfügbaren Geräten:
Install Operating System

Device Device
Number Name
1 Diskette
2 SCSI Tape id=0 ( slot=50322f5a )
3 SCSI CD-ROM id=1 ( slot=50322f5a )
4 Ethernet ( Integrated )
5 SysKonnect PCI FDDI Adapter ( slot=4 )
6 Ethernet ( slot=2 )
7 None

.------.
|X=Exit|
‘------’

===>3

Wählen Sie das entsprechende CD-ROM-Laufwerk (3 in diesem Beispiel).

36 Vorbereitung der Installation auf einem IBM pSeries System


Das System liest vom CD-ROM-Laufwerk und zeigt anschließend den „Ident-
string“ an.
3

Vorbereitung
->1 SuSE Linux SLES-7 (PPC)<-
->1 SuSE Linux SLES-7 (PPC)<-

Starten vom CD-ROM Laufwerk



Nachdem Sie 
1gewählt haben, erscheint das Programm yaboot.
Config file read, 450 bytes

Welcome to SuSE Linux!

Use "install" to boot the ppc64 kernel


Use "power3" to boot the 32bit POWER3 kernel
Use "install32" to boot the 32bit kernel

You can pass the option "noinitrd" to skip the installer.


Example: install noinitrd root=/dev/sda4

Welcome to yaboot version 1.2.5.SuSE


boot:
* install power3 install32

You can also type in custom image locations, in the form


{prom_path;}partno/path_to_image or {prom_path;}{partno}[start-end]
Example: hd:3,/vmlinux

boot:
 
Wählen Sie ‘install’ aus dem Menü aus und drücken Sie  Enter 
. Um auf einem
POWER3-System zu installieren, geben Sie „power3“ ein, und drücken Sie
 
Enter 
. Um auf einem 32-Bit-System zu installieren, geben Sie „install32“ ein
 
und drücken Sie  Enter 
.
Falls Sie eine Installation von einer Netzwerkquelle planen (siehe auch Anle-
gen einer Netzwerk Installationsquelle auf Seite 34), müssen Sie „manual“ an den
zu installierenden Kernel anhängen (install, power3 oder install32).
Im Falle einer Installation über VNC müssen Sie mindestens die Parame-
ter „vnc=1“ und „vnc_password=“ and den Kernel (install, power3 oder in-
stall32) anhängen. Lesen Sie mehr über VNC in Abschnitt Vorbereiten eines
VNC Client zur Installation auf Seite 9.
Falls der Start von yaboot scheitert, müssen Sie den Ladevorgang manuell
einleiten:

SuSE Linux – Enterprise Server 8 37


  
Drücken Sie während des Hardwaretests die Taste 
F8 
oder 
8. Die
Firmware-Eingabeaufforderung erscheint.

Prüfen Sie die Aliasliste der verfügbaren Geräte: 0> devalias

Geben Sie den „boot string“ mit dem notwendigen Alias ein (in diesem
Beispiel cdrom).
Um einen ppc64-Kernel zu starten:

0> boot cdrom;,install

Um einen ppc32-Kernel zu starten:

0> boot cdrom;,install32

Um einen power3-kernel zu starten:

0> boot cdrom;,install_power3_32

Falls Sie eine Installation von einer Netzwerkquelle planen (siehe auch Anle-
gen einer Netzwerk Installationsquelle auf Seite 34), müssen Sie „manual“ an den
zu installierenden Kernel anhängen (install, power3 oder install32).
Im Falle einer Installation über VNC müssen Sie mindestens die Parame-
ter „vnc=1“ und „vnc_password=“ and den Kernel (install, power3 oder in-
stall32) anhängen. Lesen Sie mehr über VNC in Abschnitt Vorbereiten eines
VNC Client zur Installation auf Seite 9.
Der Kernel wird nun geladen und gestartet. Beachten Sie die Kernelmeldun-
gen auf der Konsole.
Falls Sie eine Installation über eine Netzwerk-Quelle planen, wird LinuxRC
erscheinen und Sie auffordern, einige Parameter einzugeben:

1. Wählen Sie Ihre Sprache in LinuxRC.

2. Wählen Sie ‘Kernel Module (Hardware Treiber)’.

3. Wählen Sie ‘ppc_pseries Module laden’ und laden Sie den für Sie not-
wendigen Netzwerktreiber (z. B. „pcnet32“).

4. Wählen Sie ‘Zurück’ und anschließend ‘Starte Installation / System’.

5. Wählen Sie ‘Starte Installation / System’.

6. Wählen Sie ‘Netzwerk’, ‘NFS’ als Installationsmedium.

38 Vorbereitung der Installation auf einem IBM pSeries System


7. Wählen Sie das die Netzwerkkarte, die Sie nutzen wollen.
3

Vorbereitung
8. Geben Sie die IP-Adressen und die weiteren Netzwerkinformationen
ein.

9. Geben Sie die IP-Adresse des NFS-Servers an, der die Installationsdaten
bereitstellt (vgl. Anlegen einer Netzwerk Installationsquelle auf Seite 34).

10. Geben Sie den Pfad zur NFS Freigabe an. Zum Beispiel /suse-share/
CD1 als Beispiel aus Anlegen einer Netzwerk Installationsquelle auf Sei-
te 34.

Abschließend werden Sie noch nach dem verwendeten Terminaltyp gefragt:


What type of terminal do you have ?

1) VT100
2) VT102
3) VT220
4) X Terminal Emulator (xterm)
5) X Terminal Emulator (xterm-vt220)
6) X Terminal Emulator (xterm-sco)
7) X Terminal Emulator (xterm-sun)
8) Linux VGA or Framebuffer Console
9) Other

Type the number of your choice and press Return: 1

Anschließend wird YaST2 geladen und gestartet.

Weitere Schritte
Fahren Sie mit Abschnitt Installation mit YaST2 auf Seite 41 fort, um die In-
stallation der Software zu starten.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 39


4

Installation mit YaST2


Installation mit YaST2

YaST2 startet
Jetzt beginnt die eigentliche Installation von SuSE Linux Enterprise Server
mit dem Installationsprogramm YaST2. Alle Bildschirmansichten von YaST2
folgen einem einheitlichen Schema. Alle Eingabefelder, Auswahllisten und
Buttons der YaST2-Bildschirme können Sie mit der Maus steuern. Bewegt sich
der Cursor nicht, wurde Ihre Maus nicht automatisch erkannt. Verwenden Sie
in diesem Fall die Tastatur.
Sollten Sie YaST2 im Textmodus gestartet haben, so können Sie YaST2 nur mit
der Tastatur bedienen. Hinweise zur Bedienung über die Tastatur entnehmen
Sie bitte Kapitel YaST2 im Textmodus (ncurses) auf Seite 65.

Sprachauswahl
SuSE Linux Enterprise Server und YaST2 stellen sich auf die von Ihnen ge-
wünschte Sprache ein. Die Spracheinstellung, die Sie hier wählen, wird auch
für Ihr Tastaturlayout übernommen. Außerdem stellt YaST2 jetzt eine Stan-
dardzeitzone ein, die für Ihre Spracheinstellung am wahrscheinlichsten ist.
Falls wider Erwarten die Maus noch nicht funktioniert, bewegen Sie sich bit-
te mit den Pfeiltasten bis zur gewünschten Sprache und drücken dann so oft
 
 
die Tab -Taste, bis der Button ‘Weiter’ voraktiviert ist, und anschließend die

↵  -Taste.

Installationsmodus
Hier können Sie entscheiden, ob Sie eine Installation durchführen wollen,
oder ein bereits Installiertes System starten möchten (Abb. 4.2 auf Seite 43).
Abbildung 4.1: Auswählen der Sprache

Dies kann notwendig sein, wenn z. B. der Bootloader nicht ordnungsgemäß


eingerichtet wurde.

Installationsvorschlag
Nach der Hardwareerkennung (und ggf. der manuellen Mauseinrichtung)
erhalten Sie Informationen über die erkannte Hardware und Vorschläge zur
Installation und Partitionierung, das sog. „Vorschlagsfenster“. Wenn Sie einen
Punkt anklicken und dann konfigurieren, gelangen Sie immer wieder in das
Vorschlagsfenster mit den dann jeweils geänderten Werten zurück. Im Fol-
genden werden die einzelnen Konfigurationseinstellungen, die Sie vornehmen
können, beschrieben.

Modus
Hier können Sie auch nachträglich den Installationsmodus ändern, zu dem
Sie vor Erscheinen des Vorschlagsbildschirm schon gefragt wurden, wenn Sie
bereits ein Linux-System auf Ihrem Rechner installiert haben.

42 Installationsvorschlag
4

Installation mit YaST2


Abbildung 4.2: Auswählen der Installationsart

Tastaturlayout (nur IBM pSeries)


Wählen Sie in dieser Maske das gewünschte Tastaturlayout aus. In der Regel
entspricht es der gewählten Sprache. Drücken Sie anschließend im Testfeld
die Taste Ü oder Ä, um zu prüfen, ob die Umlaute richtig erscheinen. Falls
nicht, stimmt die Tastaturbelegung noch nicht. Mit ‘Weiter’ gelangen Sie wie-
der zu den Vorschlägen zurück.

Maus (nur IBM pSeries)


Sollte YaST2 die Maus nicht automatisch erkannt haben, so bewegen Sie sich
 
bitte zuerst mit der 
Tab 
-Taste, bis der Button ‘Ändern’ markiert ist, drücken
dann die Leertaste und anschließend die Pfeiltasten zu dem Menüpunkt
 
‘Maus’. Mit Enter 
erhalten Sie die in Abbildung 4.3 auf der nächsten Seite
gezeigte Bildschirmmaske zum Auswählen des Maustyps.
 
Verwenden Sie zur Auswahl des Maustyps die Tasten  ↑und  ↓. Falls Sie ei-
ne Dokumentation zu Ihrer Maus besitzen, finden Sie dort eine Beschreibung
des Maustyps. Bestätigen Sie den gewünschten Maustyp entweder durch
Drücken

SuSE Linux – Enterprise Server 8 43


Abbildung 4.3: Auswählen des Maustyps

  
der Tastenkombination 
Alt 
+T
oder
   
von  und anschließender Bestätigung mit ↵ 
Tab  .

Testen Sie, ob Ihre Maus funktioniert. Folgt der Mauszeiger am Bildschirm


Ihren Bewegungen, war dieser Installationsschritt erfolgreich. Falls sich der
Zeiger nicht bewegt, wählen Sie einen anderen Maustyp, und wiederholen Sie
den Versuch.

Partitionierung
Während der Installation können Sie den verfügbaren Plattenplatz in mehrere
logische „Partitionen“ unterteilen. Diesen Vorgang bezeichnet man als „Parti-
tionierung“.

Der Partitionierer von YaST2

Hier erscheint die vorgeschlagene Partitionierung mit den Optionen, diese


zu akzeptieren, zu ändern oder zu verwerfen; vgl. die Hinweise auf Seite 48

44 Partitionierung
zu automatischen Einträgen in der Dateisystemtabelle. Wählen Sie ‘Ändern’,
erscheint der „Partitionierer“ (Abb. 4.4).
4

Installation mit YaST2


Abbildung 4.4: Auswählen der Festplatte, auf der Su-
SE Linux Enterprise Server installiert werden soll

YaST2 listet alle vorhandenen Partitionen der ausgewählten Festplatte auf


(Abb. 4.4). Der freie Festplattenplatz wird angezeigt und automatisch als ge-
wählt gekennzeichnet. Wenn Sie Linux weiteren Speicherplatz zur Verfügung
stellen wollen, können Sie ihn in der Liste von unten nach oben, d. h., in der
Reihenfolge von der letzten bis hin zur ersten Partition freigeben. Es ist je-
doch nicht möglich, z. B. bei drei Partitionen ausschließlich die zweite für Li-
nux zu wählen und die dritte und die erste Partition der Festplatte daneben
für andere Daten zu erhalten.
Wählen Sie ‘Verwerfen’, erscheint ein Dialog für die Auswahl der Festplat-
te (Abb. 4.5 auf der nächsten Seite). Alle in Ihrem System befindlichen Fest-
platten sind hier aufgelistet. Wählen Sie aus, wo Sie SuSE Linux Enterprise
Server installieren möchten. Die Auswahl der Festplatte ist ungefährlich; zu
diesen Zeitpunkt werden noch keine Daten gelöscht oder Veränderungen an
Ihrem System vorgenommen.
Das Menü ‘Erweiterte Einstellungen, manuelle Aufteilung (Partitionierung)’
zeigt Ihnen die bisherige Partitionierung Ihres Systems an, die Sie dann ma-
nuell ändern bzw. für Ihr neues System neu erstellen können.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 45


Klicken Sie im dann folgenden Dialogfenster auf ‘Gesamte Festplatte’, werden
die ganze Festplatte und alle Partitionen für Linux freigegeben.

Abbildung 4.5: Der Partitionierer von SuSE Linux Enterprise Server

Im weiteren Verlauf der Installation wird YaST2 überprüfen,

ob der Festplattenplatz für eine Minimalinstallation ausreicht und

ob die von Linux verwendeten Standard-Partitionen eingerichtet wer-


den können.

Falls dies nicht der Fall ist, werden Sie darauf hingewiesen, die Auswahl ent-
sprechend abzuändern. Steht genügend Speicherplatz zur Verfügung, wird
YaST2 Ihre Einstellungen übernehmen, um die gesamte Festplatte oder die
gewählten Partitionen aufzuteilen.

Achtung
Bei der Auswahl ‘Gesamte Festplatte’ gehen sämtliche auf dieser Fest-
platte vorhandenen Daten verloren.
Achtung

46 Partitionierung
Manuell Partitionieren
4

Installation mit YaST2


Mit dem „Partitionierer“ (Abbildung 4.4 auf Seite 45) können Sie manuell die
Partitionierung Ihrer Festplatte(n) ändern. Sie können Partitionen hinzufügen,
löschen oder bearbeiten.
Nachdem Sie im Vorschlagsbildschirm ‘Partitionierung’ und in der nächsten
Maske ‘Ändern’ gewählt haben, listet der Partitionierer eine Liste der Fest-
platten und aller bisher vorhandenen bzw. vorgeschlagenen Partitionen auf.
Ganze Platten sind als Devices ohne Nummern dargestellt (z. B. /dev/sda)
unter Angabe der Festplattenmarke, während einzelne Partitionen als Teile
dieser Devices dargestellt sind (z. B. /dev/sda1). Von den Platten und den
Partitionen sind Größe, Typ, Dateisystem und Mountpunkt als wichtige Para-
meter dargestellt. Der Mountpunkt beschreibt, wo die Partition im Dateibaum
von Linux „eingehängt“ ist.

Partition erstellen
Zum Erstellen einer neuen Partition:

1. Markieren Sie die Festplatte, auf der Sie eine neue Partition erstellen
wollen (bei nur einer Festplatte ist das automatisch der Fall).

2. Wählen Sie ‘Neu’. Ein Dialog erscheint, der Sie nach dem Typ der Par-
tition fragt. Sie können bis zu vier primäre oder drei primäre und eine
erweiterte Partition erstellen. In der erweiterten können Sie wiederum
mehrere „logische“ Partitionen erstellen.

3. Wählen Sie nun das Dateisystem, mit dem die Partition formatiert wer-
den soll und, wenn nötig, einen Mountpunkt. YaST2 schlägt Ihnen zu
jeder Partition, die Sie anlegen, einen Mountpunkt vor. Details zu den
Parametern finden Sie im nächsten Absatz.

4. Wählen Sie ‘OK’, damit die Änderungen wirksam werden.

Die neue Partition wird nun in der Partitionstabelle aufgelistet. Wenn Sie auf
‘Weiter’ klicken, wird die Partitionstabelle auf die Platte geschrieben und die
entsprechenden Partitionen, wenn nötig, formatiert.

Parameter zum Partitionieren


Wenn Sie eine neue Partition in den Dateisystembaum einbinden wollen,
müssen Sie folgende Parameter im Partitionierer setzen:

SuSE Linux – Enterprise Server 8 47


1. Auswählen der Partition

2. ‘Bearbeiten’ der Partition und Setzen der Parameter:

Dateisystem-Kennung (wenn Sie die Partition formatieren wollen):


Dies kann sein: ‘Linux swap’, ‘Linux’, ‘Linux LVM’ oder ‘Linux
RAID’. Details zu LVM und RAID finden Sie im Anhang, Kapi-
tel Konfiguration mit YaST2 auf Seite 71.
Dateisystem (wenn Sie die Partition formatieren wollen): Dies
kann sein ‘Swap’, ‘Ext2’, ‘Ext3’, ‘ReiserFS’ oder ‘JFS’. Swap ist ein
spezielles Format, das die Partition zum virtuellen Speicher macht.
Jedes System sollte mindestens eine Swap-Partition mit mindestens
128 MB haben (s. Hinweis auf dieser Seite). Als Standard wird
„ReiserFS“ für die Partitionen benutzt. ReiserFS ist ebenso wie
„JFS“ und „Ext3“ ein „Journaling Filesysystem“. Ein solches Datei-
system stellt Ihr System nach einem Crash wieder sehr schnell her.
ReiserFS ist außerdem sehr schnell beim Umgang mit großen Men-
gen kleinerer Dateien. „Ext2“ ist kein „Journaling Filesysystem“,
jedoch ist es extrem stabil und gut für kleinere Partitionen geeig-
net, da es wenig Plattenplatz für seine Verwaltung benötigt.
Mountpunkt: Setzt das Verzeichnis, wo die neue Partition in den
Dateisystembaum eingehängt werden soll.

3. Wählen Sie ‘Weiter’, um die Partition zu formatieren und zu aktivieren.

Hinweis
Wenn Sie manuell partitionieren, müssen Sie eine Swap-Partition anle-
gen. Der Swap-Bereich dient dazu, aktuell gebrauchte Daten aus dem
Hauptspeicher auszulagern, um den Arbeitsspeicher immer für die
wichtigsten, aktuell am häufigsten benötigten Daten zur Verfügung zu
halten.
Hinweis

Weitere Hinweise zum Partitionieren


Wenn YaST2 automatisch die Partitionierung vornimmt und dabei erkennt,
dass sich andere Partitionen im System befinden, dann werden diese auch
in der Datei /etc/fstab eingetragen, um einen einfachen Zugriff auf diese
Daten zu ermöglichen. In dieser Datei stehen alle im System befindlichen Par-
titionen mit ihren zugehörigen Eigenschaften (Parametern) wie Dateisystem,
Mountpunkt und Nutzerrechte. Einen Auszug finden Sie in Datei 1.

48 Partitionierung
/dev/sdb1
/dev/sdb2
/data1
/data2
auto
auto
noauto,user 0 0
noauto,user 0 0
4

Installation mit YaST2


Datei 1: /etc/fstab: data-Partitionen

Diese Partitionen werden mit den Optionen noauto und user eingetragen;
so kann jeder Benutzer diese Partitionen bei Bedarf ein- oder aushängen. Aus
Sicherheitsüberlegungen heraus wird von YaST2 hier nicht die Option exec
eingetragen – falls Sie jedoch von dort Programme oder Skripte ausführen
wollen, tragen Sie diese Option nach. Diese Maßnahme ist spätestens notwen-
dig, wenn Sie Meldungen wie "bad interpreter" oder "Permission denied" zu
sehen bekommen.

Software
Hiermit legen Sie fest, welche Software auf Ihrem Rechner installiert werden
soll.
Sie können folgende Softwarezusammenstellungen wählen:

‘Minimal’ Mit ‘Minimal’ installieren Sie ein voll funktionsfähiges Linux-


Betriebssystem, das für den Textmodus ausgelegt ist. Die Auswahl die-
ser Zusammenstellung installiert keine typischen „Server“ Applikatio-
nen, wie samba oder ftp.

‘Minimales grafisches System ohne KDE’ Das um das X-Window-System


erweiterte Minimalsystem. Sie haben mit FVWM2 und Windowmaker
einfache grafische Oberflächen zur Verfügung.

‘Standard System’ Die standardmäßige Softwareauswahl des SuSE Linux


Enterprise Servers.

Wählen Sie ‘Details’, um in die erweiterte Softwareauswahl zu gelangen.


Im Dialog ‘Erweiterte Softwareauswahl’ erhalten Sie einige Module angebo-
ten, um die Sie Ihr Grundsystem, das Sie im vorhergehenden Schritt ausge-
wählt haben, erweitern können. Schließen Sie die Softwareauswahl an die-
sem Punkt entweder mit ‘Weiter’ ab oder selektieren Sie einzelne Pakete über
das Softwareinstallationsmodul, das Sie durch Drücken der ‘Einzelne Pakete
auswählen’ Schaltfläche aktivieren können (siehe Abb. 4.6 auf der nächsten
Seite).

SuSE Linux – Enterprise Server 8 49


Abbildung 4.6: Auswählen einzelner Anwendungen

Vorauswahl
Das Modul startet mit dem so genannten „Selektionsfilter“. Links oben sehen
Sie neben ‘Filter’ den Punkt ‘Selektion’ ausgewählt. Diese Selektionen stel-
len Gruppen von Programmpaketen dar, die Sie mit Klick auf die jeweilige
Checkbox entweder komplett zum Installieren anwählen können oder kom-
plett zum Deinstallieren, wenn Sie zur Installation vorangewählt waren. Dar-
unter sehen Sie die möglichen Vorauswahlgruppen dieses Filters, von denen
einige schon ausgewählt sind, da sie zur Standardinstallation von SuSE Linux
Enterprise Server gehören.
Im rechten Fenster sehen Sie die Pakete einzeln aufgelistet, die zur jeweili-
gen Auswahl gehören. Alle Pakete haben einen aktuellen „Zustand“. Zum
Zeitpunkt der Installation, wo Sie sich gerade befinden, sind vor allem die
Zustände „Zum Installieren auswählen“ und „nicht installieren“ interessant,
also ein Häkchen links vom Paketnamen oder ein Leerfeld. Hier können Sie
jedes einzelne Paket ebenfalls nach Ihren Bedürfnissen an oder abwählen. Kli-
cken Sie dazu sooft auf das Symbol links, bis der jeweilige Zustand erreicht
ist (Installieren oder nicht installieren).

50 Software
Andere Filter
Wenn Sie auf den Button ‘Filter’ klicken, sehen Sie eine Auswahl von wei-
4

Installation mit YaST2


teren Filtern, nach denen Sie die Sicht auf die Pakete ordnen können. Inter-
essant ist hier die Auswahl nach ‘Paketgruppen’, die Sie auch als Standardfil-
ter erhalten, wenn Sie später im fertigen System die Softwareauswahl im YaST
starten. Mit diesem Filter erhalten Sie die Programmpakete auf der linken Sei-
te nach Themen in einer Baumstruktur sortiert. Je weiter Sie den Baum in ei-
ner Paketobergruppe („Thema“) aufklappen, desto exakter wird die Auswahl
und desto kleiner die Anzahl der zugehörigen Pakete rechts in der Paketliste.

Booten (nur IBM pSeries)


Hier können Sie entscheiden, wo Sie den Boot-Kernel installieren möchten
und eventuell zusätzliche Kernelparameter angeben.
Zunächst werden alle Optionen, die Ihr gewähltes Partitionslayout erlau-
ben, gewählt. Dies bedeutet, dass sehr wahrscheinlich folgende drei Boot-
Möglichkeiten erfüllt werden:
Ein Stream File (unter ‘iSeries streamfile for *STMF booting’) wird in das
/boot-Verzeichnis des installierten Systems kopiert. Diese Datei kann via
FTP auf das IFS des OS/400 zum Booten über ‘*STMF’ kopiert werden.
Ein weiterer Kernel wird auf eine 0x41 PReP Boot Partition kopiert (unter
‘Choose 41 PReP boot partition’). (Hinweis: Diese Option ist nur dann mög-
lich, wenn mindestens eine PReP Partition existiert, also nicht bei Installation
auf ein natives DASD).
Schließlich wird ein „Rettungssystem“ Kernel in Slot A und ein normaler
Kernel in Slot B installiert.
Wählen Sie also eine beliebige Kombination dieser Bootmethoden durch An-
und Abwählen der entsprechenden Knöpfe.
Möchten Sie zusätzliche Kernelparameter übergeben, tragen Sie diese bitte in
das entsprechende Feld ‘Kernel boot parameters’ ein.
Soll der Bootvorgang gar nicht konfiguriert werden, so wählen Sie ‘Do not
configure bootloader’ aus. YaST2 wird dann die Bootkonfiguration übersprin-
gen.
Es wird empfohlen, diese Einstellung nicht zu ändern, so lange der Adminis-
trator nicht über ausreichende Kenntnisse zum Bootvorgang selbst und der
Installation neuer Kernelversionen verfügt.
Informationen zur Benutzung der installierten Kernel entnehmen Sie bitte
Kapitel Booten von Linux auf Seite 59.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 51


Zeitzone
In dieser Maske (Abb. 4.7) können Sie im Feld ‘Rechneruhr einstellen auf’
zwischen Lokalzeit und GMT wählen. Ihre Auswahl hängt von der Einstel-
lung der Uhr im BIOS bzw. der Firmware Ihres Rechners ab. Sollte diese auf
GMT stehen, übernimmt SuSE Linux Enterprise Server automatisch die Um-
stellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt.

Abbildung 4.7: Auswählen der Zeitzone

Installation starten
Mit Klick auf ‘Weiter’ nehmen Sie den Vorschlag mit allen von Ihnen ge-
machten Änderungen an und gelangen in die grüne Bestätigungsmaske.
Wenn Sie hier nun ‘Ja’ wählen, geht es los mit der Installation mit Ihren ge-
wählten Einstellungen. Die Installation dauert je nach Rechnerleistung und
Softwareauswahl meist zwischen 15 und 30 Minuten. Während der Installa-
tion sehen Sie Informationen über SuSE. Sie können auch ‘Details’ anklicken,
um sich genauer über den Fortschritt der Installation zu informieren.

52 Zeitzone
System konfigurieren
4

Installation mit YaST2


Nachdem das System und Ihre ausgewählte Software fertig installiert sind,
müssen Sie noch drei wichtige Einstellungen vornehmen, damit Sie mit Su-
SE Linux Enterprise Server arbeiten können. Sie müssen ein Passwort für den
Systemadministrator (sog. „Root“) festlegen, einen normalen Benutzer an-
legen und evtl. Ihre persönlichen Bildschirmeinstellungen auswählen bzw.
bestätigen. Wie, sehen Sie in den folgenden Abschnitten.

Root-Passwort

Root, das ist der Name für den Superuser, den Administrator des Systems.
Er kann das System verändern, neue Programme für alle Benutzer einspie-
len oder neue Hardware einrichten. Wenn ein Benutzer sein Passwort ver-
gessen hat oder Programme nicht mehr laufen, hat root die Möglichkeit zu
helfen. Im Allgemeinen sollte man als root nur für administrative Aufga-
ben, Wartungs- und Reparaturarbeiten am Rechner angemeldet sein. Für den
Alltagsbetrieb ist das riskant, da root z. B. alle Dateien unwiederbringlich
löschen kann.
Bei der Passwortvergabe für root muss das Passwort zur Überprüfung zwei-
mal eingegeben werden (Abb. 4.8 auf der nächsten Seite). Merken Sie sich
das Passwort für den Benutzer root besonders gut. Es kann zu einem späte-
ren Zeitpunkt nicht mehr eingesehen werden.

Achtung
Der Benutzer root hat alle Rechte und darf alle Veränderungen am
System vornehmen. Wenn Sie solche Aufgaben durchführen wollen,
benötigen Sie das für root vergebene spezielle Passwort. Ohne dieses
Passwort können Sie keine administrativen Aufgaben mehr durchfüh-
ren!
Achtung

Username und Passwort

Linux ermöglicht mehreren Benutzern gleichzeitig das Arbeiten am System.


Für jeden Benutzer muss ein Benutzerkonto (engl. user account) angelegt wer-
den, mit dem er sich am System anmeldet. Das Einrichten von Benutzerkon-
ten bietet eine hervorragende Betriebssicherheit. So ist es standardmäßig ein-
gerichteten Benutzern nicht möglich, wichtige Systemdateien zu verändern
oder zu zerstören. Die eigenen Daten eines Benutzers sind vor dem Zugriff

SuSE Linux – Enterprise Server 8 53


Abbildung 4.8: Passwort für den Benutzer root angeben

anderer Benutzer geschützt und können von diesen nicht verändert oder zer-
stört werden. Jeder Benutzer kann außerdem seine eigene Arbeitsumgebung
einrichten, die er bei jedem neuen Anmelden am Linux-System unverändert
wieder vorfindet.
Für sich persönlich legen Sie ein solches Benutzerkonto mit dem unter
Abb. 4.9 auf der nächsten Seite dargestellten Dialog an. Geben Sie Ihren Vor-
und Nachnamen ein. Des Weiteren müssen Sie einen Benutzernamen (Login-
namen) wählen. Falls Ihnen kein geeigneter Benutzername einfällt, können
Sie sich über den Button ‘Vorschlagen’ einen Loginnamen automatisch erstel-
len lassen.
Schließlich ist für den Benutzer noch ein Passwort einzugeben, das zur Über-
prüfung nochmals wiederholt werden muss. Der Benutzername teilt dem Sys-
tem mit, wer Sie sind; das Passwort garantiert, dass Sie es wirklich sind.

54 System konfigurieren
4

Installation mit YaST2


Abbildung 4.9: Benutzernamen und Passwort angeben

Achtung
Den Benutzernamen und das Passwort sollten Sie sich sehr gut einprä-
gen, denn bei der Anmeldung am System benötigen Sie diese beiden
Angaben regelmäßig.
Ein Passwort sollte für einen wirkungsvollen Schutz zwischen 5 und 8
Zeichen lang sein. Die Groß- und Kleinschreibung wird bei der Pass-
wortvergabe berücksichtigt. Umlaute sind nicht erlaubt, Sonderzeichen
(z. B. *, ., # , ; ) und die Ziffern 0-9 dürfen verwendet werden.
Achtung

Bildschirm-Einstellungen (nur IBM pSeries)

Hier werden Grafikkarte und Bildschirm mit eine sinnvollen Konfiguration


angezeigt. In den meisten Fällen können Sie diesen Vorschlag übernehmen.
Sie können allerdings Farbtiefe, Auflösung und Bildwiederholfrequenz manu-
ell einstellen und damit Ihren speziellen Anforderungen anpassen.
Nach Annahme des Vorschlags oder nach Eingabe Ihrer Änderungen werden
die Einstellungen getestet.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 55


Wenn Sie auf ‘Ändern’ klicken, haben Sie die Möglichkeit, Einstellungen zur
grafischen Oberfläche vorzunehmen. Dazu startet an dieser Stelle das Pro-
gramm SaX2.

Hardwarekonfiguration

Abbildung 4.10: Konfiguration der Systemkomponenten

Nachdem Ihre Grafikkarte konfiguriert wurde, gelangen Sie zu in Abb. 4.10


dargestelltem Bildschirm. Hier haben Sie jetzt die Möglichkeit, am System
angeschlossene Hardware (wie Drucker oder Soundkarte) einzurichten. Wir
empfehlen, dass Sie diese Einstellungen später vornehmen, wenn Sie SuSE Li-
nux Enterprise Server kennen gelernt haben. Durch Klicken auf die einzelnen
Komponenten können Sie die Hardwarekonfiguration starten. YaST2 erkennt
und konfiguriert die Hardware dann automatisch.
Bitte klicken Sie jetzt auf ‘Installation abschließen’.
Beim Konfigurieren von Netzwerkadaptern auf iSeries-Systemen wird YaST2
jeden virtuellen Adapter als ‘IBM virtual ethernet card’ listen.
Sollten in Ihrem System mehrere unterschiedliche Netzwerkadapter eingebaut
sein, so müssen Sie sich über deren Nummerierung im Klaren sein. Schrei-
ben Sie sich auf, welche und wie viele Adapter in Ihrem System eingebaut

56 Hardwarekonfiguration
sind. Wenn ein Treibermodul geladen wird, wird allen Adapter dieses Typs
ein ‘ethx’ Gerätename zugeordnet. Der erste Adapter wird dann ‘eth0’ und
4

Installation mit YaST2


andere Adapter desselben Typs automatisch gleich ‘eth1’ und ‘eth2’ etc. Neh-
men Sie als Beispiel zwei IBM 79c970-Netzwerkkarten (Feature Code 2838 mit
dem ‘pcnet32’ Treibermodul) und zwei virtuelle Netzwerkadapter auf iSe-
ries. Wenn Sie nun eine der IBM 79c970-Karten als ‘eth0’ konfigurieren, wird
die andere Karte automatisch als ‘eth1’ konfiguriert. Folglich müssen Sie nun
den ersten virtuellen Adapter mit ‘eth2’ konfigurieren. Wählen Sie den ent-
sprechenden Gerätenamen aus. Dieses Vorgehen gilt natürlich auch für zwei
unterschiedliche Hardwarekarten. Sie müssen also nur Ihre Systemkonfigu-
ration genau kennen und wissen, dass ein Modul mehrere Karten desselben
Typs automatisch durchnummeriert. Wählen Sie dann nur die entsprechenden
Gerätenamen aus der Liste aus und stellen Sie sicher, dass die Vorbelegung
der Gerätenummer stimmt.

Grafisches Login (nur IBM pSeries)


SuSE Linux Enterprise Server ist nun installiert und Sie können sich zum ers-
ten Mal an Ihrem System anmelden. Auf Ihrem Monitor erscheint nun das
grafische Login, das Sie in Abb. 4.11 auf der nächsten Seite sehen können.
Geben Sie bitte den vorher festgelegten Benutzernamen und das Passwort
Ihres Login ein, um sich am System anzumelden.

Weitere Schritte
Fahren Sie mit Kapitel Booten von Linux auf Seite 59 fort, um die Bootkonfigu-
ration zu prüfen und evtl. anzupassen.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 57


Abbildung 4.11: Einloggen in das System

58 Grafisches Login (nur IBM pSeries)


5

Booten von Linux


Booten von Linux

Dieses Kapitel beschreibt die Vorgehensweise zum Booten eines installierten


SuSE Linux Enterprise Server für iSeries und pSeries.

Booten von Linux auf einem iSeries System


Die empfohlene Methode zum Anhalten einer iSeries Linux Partition ist das
Stoppen der NWSD (vary off). Zum Reboot wird die NWSD einfach wieder
gestartet (vary on).
Nach der Installation muss die NWSD konfiguriert werden, bevor das instal-
lierte System gestartet werden kann. Hierfür gibt es drei Methoden:

Streamfile vom IFS

Ähnlich wie beim Booten des Installations Systems kann die IPL-Quelle ein
Streamfile sein — diesmal aber nur der Kernel:
IPL source . . . . . . . *STMF__ *SAME, *NWSSTG, *PANEL...
IPL stream file . . . . ’/KERNELS/ISERIES64’_______________
IPL parameters . . . . . ’root=/dev/hda3 noinitrd’__________

Um einen STMF Kernel zu booten, müssen Sie den Kernel zunächst vom
Linux-System (/boot/vmlinux64) zu OS/400 kopieren. Dies kann z. B. mit
FTP über das virtuelle Netzwerk, oder über das normale Netzwerk erfolgen.
Sie können auch den Installations-Kernel, ISERIES64, nutzen, müssen aber die
IPL-Parameter anpassen („noinitrd“ anfügen). Kopieren Sie einfach die ISE-
RIES64 Datei vom CDROM auf das IFS.
Streamfile von Virtueller Disk

Alternativ kann der Kernel von der ersten PReP Partition der ersten
NWSSTG (virtual disk) geladen werden:

IPL source . . . . . . . *NWSSTG *SAME, *NWSSTG, *PANEL...


IPL stream file . . . . *NONE______________________________
IPL parameters . . . . . ’root=/dev/hda3’___________________

Kernel-Slots

Andernfalls kann von einem der beiden Kernel-Slots gebootet werden (B in


diesem Beispiel):

IPL source . . . . . . . B______ *SAME, *NWSSTG, *PANEL...


IPL stream file . . . . *NONE______________________________
IPL parameters . . . . . *NONE______________________________

Wenn Sie von Slot A oder B booten, wird die Kernel Kommando Zei-
le von den LPAR-Einstellungen ‘Work with Partition Configurati-
on’ Option 14 des SST gelesen. Sie können diese aber auch über das
proc Dateisystem unter Linux erreichen. Sie finden Sie unter /proc/
iSeries/mf/A|B/cmdline (benutzen Sie Kommandos, wie z. B.
echo ’root=/dev/hda3 single’ > cmdline um sie zu verändern).
Beim Booten über Slot A oder B werden die IPL-Parameter ignoriert.

Auswahl der Bootmethode Ein Vorteil des IPL einer Datei im IFS ist die
Möglichkeit, dass mehrere NWSDs denselben Kernel benutzen können. Sys-
teme, die nur Native I/O nutzen, können ohne NWS gebootet werden und
sind daher weniger abhängig von OS/400. Sollten Sie einen anderen Kernel
verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie die zugehörigen Module ebenfalls in-
stallieren.
Diese Thematik wird im Detail im IBM Redbook „Linux on iSeries“ (SG24–
6232–00)
(http://www.redbooks.ibm.com/redpieces/pdfs/sg246232.pdf)
behandelt.

Eine NWSD mit verknüpfter NWSSTG („Network Server Storage“ oder


Virtual Disk) kann über eine PReP Partition, über einen der Kernel-Slots
oder über ein Streamfile gebootet werden.

Eine NWSD ohne verknüpfter NWSSTG aber mit angebundener „Na-


tive Disk“ kann über einen der Kernel-Slots oder über ein Streamfile
gebootet werden.

60 Booten von Linux auf einem iSeries System


Wenn Sie einen PReP Partition erstellt haben, hat YaST2 diese Partition akti-
viert und einen Kernel darauf installiert.
5

Booten von Linux


Auch wenn Sie keine PReP Partition zum Booten haben, YaST2 wird stets den
Installations-Kernel in die Slots A und B installieren. YaST2 wird den ISE-
RIES64 Kernel in Slot A legen (siehe Booten (nur IBM pSeries) auf Seite 51).
Der Standard-Kernel (/boot/vmlinux64) wird mit einer Ramdisk nach
Slot B installiert. Diese Ramdisk enthält den ibmsis Treiber. Der Installations-
Kernel ist als Notlösung zu sehen, falls da Booten von Slot B fehlschlägt.
Einige Empfehlungen:

1. Wenn Sie eine PReP Boot Partition haben, verwenden Sie diese.
2. Sollten Sie keine virtuelle Disk haben, wählen Sie Slot B.
3. Sollten Sie die Strategie verfolgen, dass alle Partitionen denselben Ker-
nel verwenden, wählen Sie das Booten von Streamfiles (*STMF) und
geben Sie den Pfad zu vmlinux an.

Kernel Parameter: Im ersten und dritten Fall muss die Rootpartition an den
Kernel über die IPL Parameter (hier: root=/dev/hda3) übergeben werden.
Im zweiten Fall werden dies über die Kommandozeilen der Slots A und B
erreicht (LPAR ‘Work with Partition Configuration’ Option 14 im SST). Sie
können diese aber auch über das proc Dateisystem unter Linux erreichen. Sie
finden Sie unter /proc/iSeries/mf/A|B/cmdline (benutzen Sie Kom-
mandos, wie z. B. echo ’root=/dev/hda3 single’ > cmdline um sie
zu verändern). Beim Booten über Slot A oder B werden die IPL-Parameter
ignoriert.
Standardmäßig sind die Kernel Parameter in Slot A so gesetzt, dass im „re-
covery“ Modus gestartet wird. Die Slot A Kommandozeile sieht nach der In-
stallation folgendermaßen aus: start_shell manual=1 single. Wird ein System
im Single User Mode gestartet, so kann es über den Befehl init 3 in den
Runlevel 3 gebracht werden (nur root kann sich an einem Single User Mode
System anmelden.)

Booten von Linux auf einem pSeries System


Es gibt zwei Möglichkeiten SuSE Linux Enterprise Server auf einem IBM pSe-
ries System zu booten:

Ein zImage auf der PReP Partition


Mit yaboot

SuSE Linux – Enterprise Server 8 61


Verwenden des zImage auf der PReP Partition

Um die PReP Partition zum Booten von Linux auf dem pSeries System zu
verwenden, kopieren Sie das Kernel Image direkt auf die Partition:

erde:/ # dd if=/boot/vmlinuz of=/dev/sda1 bs=4096

In diesem Beispiel ist /dev/sda1 die PReP Partition.


Prüfen Sie dann die Boot Konfiguration der System Firmware. Aktivieren Sie
das Booten über die PReP Partition in der Firmware. Die Hardwaredokumen-
tation gibt Ihnen dazu die nötigen Details.

Booten mit yaboot

yaboot gibt Ihnen mehr Flexibilität im Boot Prozess. Mit yaboot können Sie

mehrere Kernel zum Booten konfigurieren.

einen der konfigurierten Kernel während des Bootvorganges auswählen.

zusätzliche Parameter an den Kernel übergeben.

yaboot wird über die Konfigurationsdatei /etc/yaboot.conf gesteuert.


Diese Datei wird von der Datei /etc/lilo.conf erzeugt, die identisch zu
den auf x86 verfügbaren Dateien ist. Sollten Sie mit dieser Konfigurations-
datei schon vertraut sein, wird Ihnen die Konfiguration von yaboot sehr
leicht fallen.
Die LILO Konfigurationsdatei finden Sie unter /etc/lilo.conf. Eine Bei-
spieldatei finden Sie unter 2 (root ist hier /dev/sda3, der Boot Loader ist
auf /dev/sda1).

boot=/dev/sda1
default=linux
timeout=100

image = /boot/vmlinuz
root = /dev/sda3
label = linux
append = "" # optional kernel parameters

62 Booten von Linux auf einem pSeries System


image = /boot/vmlinuz.new
5

Booten von Linux


root = /dev/sda3
label = newlinux
append = "" # optional kernel parameters

Datei 2: Konfigurationsdatei /etc/lilo.conf

Passen Sie die einzelnen Einträge in /etc/lilo.conf so an, dass sie Ihrer
Systemkonfiguration entsprechen.
Geben Sie die richtigen Partitionen und Partitionsnummern an. Die einzelnen
Optionen bedeuten:

unter boot=/dev/sda1 geben Sie Ihre Boot Partition an.

default=linux gibt den Bezeichner der Konfiguration an, die geladen


 
wird, wenn Sie ↵ drücken, oder die unter timeout definierte Zeit-
spanne verstrichen ist.

image = legt den Pfad zum Kernel Image fest.

root = legt den Pfad zur Rootpartition fest.

append = übergibt zusätzliche Parameter an den Kernel.

image = fügt weitere Kernel zur Konfiguration hinzu. Dies gibt Ihnen
die Möglichkeit, mehrere Kernel zur Auswahl zu stellen.

Nach der Anpassung der Datei /etc/lilo.conf, starten Sie die Konfigura-
tion mit dem Befehl lilo. Danach sollte die Boot Konfiguration abgeschlos-
sen sein.

Update des Kernels


Sind neue Kernel rpms verfügbar, müssen Sie sich im Klaren sein, wie die-
ses Upgrade in welcher Weise den Bootvorgang beeinflussen. Generell kann
gesagt werden, dass das Update zwei Schritte betrifft: Installation des Ker-
nel RPMs und anschließend die Installation des Kernels auf dem Bootmedi-
um (PReP, Slot B oder STMF). Wenn Sie von einer PReP Partition oder Slot B
booten, sollten Sie lediglich den Anweisungen im README folgen, das mit
dem Kernel Update mitgeliefert wird.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 63


Für STMF müssen Sie das Kernel Update RPM zunächst auf der Partition
installieren, bevor Sie den neuen Kernel booten. Dies stellt sicher, dass die
Kernel Module schon auf dem neuen Stand sind. Installieren Sie also immer
zuerst die Module, bevor Sie den dazugehörigen STMF Kernel booten. An-
dernfalls können viele Gerätetreiber, wie z. B. für Netzwerkkarten, die als Mo-
dule vorhanden sind, nicht arbeiten. Beachten Sie, dass das Update des Ker-
nels den „Recovery“ Modus in Slot A beeinträchtigen kann. Sie können aber
jederzeit den aktuellen ISERIES64 Kernel mit der „recovery“ Kommandozeile
in den IPL Parametern starten.

64 Update des Kernels


A

YaST2 im Textmodus (ncurses)


YaST2 im Textmodus (ncurses)

YaST2 kann auch über ein textorientiertes Terminal bedient werden. Dies ist
vor allem dann sinnvoll, wenn der Administrator keinen Zugang zur graphi-
schen Oberfläche X11 hat.

Bedienung
 
Die Bedienung ist zwar ungewohnt, aber sehr einfach. Mit den Tasten  Tab 
,
        
   
Alt + Tab , Leertaste 
, Pfeiltasten (↑ 
und ↓ 
) und 
Enter 
sowie mit Shortcuts
lässt sich im Prinzip das ganze Programm bedienen. Wenn Sie YaST2 im Text-
modus starten, erscheint zuerst das YaST2-Kontrollzentrum (s. Abb. A.1).

Abbildung A.1: Das Hauptfenster von YaST2-ncurses


Sie sehen hier drei Bereiche: In der linken Fensterhälfte – von einem breiten
weißen Rahmen umgeben – sind die Kategorien dargestellt, denen die ein-
zelnen Module untergeordnet sind. Die aktive Kategorie ist durch farbige
Hinterlegung gekennzeichnet. In der rechten Hälfte sehen Sie – von einem
dünnen weißen Rahmen umgeben – einen Überblick über die Module, die
in der aktiven Kategorie enthalten sind. Im unteren Fensterbereich liegen die
Buttons für ‘Hilfe’ und ‘Verlassen’.
Nach dem ersten Start des YaST2-Kontrollzentrums ist automatisch die Kate-

gorie ‘Software’ selektiert. Die Kategorie wechseln Sie mit den Tasten  ↓ und

  
↑ . Zum Start eines Moduls aus der selektierten Kategorie betätigen Sie die
Taste → . Die Modulauswahl erscheint jetzt mit breiter Umrandung. Selek-
 
tieren Sie das gewünschte Modul über die Tasten  ↓ und  ↑
. Durch andau-
erndes Drücken der Pfeiltasten „scrollen“ Sie durch die Übersicht der verfüg-
baren Module. Sobald ein Modul selektiert wurde, erscheint der Modultitel
farblich hinterlegt. Gleichzeitig wird im unteren Fensterbereich eine kurze
Modulbeschreibung eingeblendet.
 
Über die Enter 
Taste starten Sie das gewünschte Modul. Verschiedene Buttons
oder Auswahlfelder im Modul enthalten einen andersfarbigen (bei Standarde-
   
instellungen gelben) Buchstaben. Mit der Kombination  Alt 
+gelberBuchstabe 
 
können Sie den jeweiligen Button ohne umständliche  Tab -Navigation direkt
anwählen.
Das YaST2-Kontrollzentrum verlassen Sie, indem Sie den ‘Verlassen’ Button
betätigen oder indem Sie den ‘Verlassen’ Unterpunkt in der Kategorieüber-
 
sicht selektieren und 
Enter 
drücken.

Einschränkung der Tastenkombinationen


 
Sollten auf Ihrem System bei laufendem X-Server systemweite Alt 
-
 
Tastenkombinationen bestehen, kann es sein, dass die 
Alt 
-Kombinationen
   
im YaST2 nicht funktionieren. Des Weiteren können Tasten wie Alt oder ⇑ 
durch Einstellungen des benutzten Terminals vorbelegt sein.

       
Ersatz von Alt 
durch 
Esc : Alt-Shortcuts können mit  Esc 
anstatt 
Alt durch-
     
geführt werden, z. B. ersetzt 
Esc 
+h die Tastenkombination  Alt +h.
     
Ersatz von Vor- und Zurückspringen mittels  Ctrl 
+ f und 
Ctrl 
+b
: Falls
   
Alt 
- und ⇑  -Kombinationen durch den Windowmanager oder das
Terminal vorbelegt sind, können Sie hier alternativ die Kombinationen
     
Ctrl + f (vorwärts) und Ctrl + b (zurück) verwenden.

66 Bedienung
Im Folgenden wird bei der Beschreibung zur besseren Übersicht davon aus-
 
gegangen, dass die 
Alt 
-Tastenkombinationen funktionieren.
A

YaST2 im Textmodus (ncurses)


Bedienung der Module
     
Navigation zwischen Buttons/Auswahllisten Mit  Tab 
und Alt 
+Tab 
na-
vigieren Sie jeweils zwischen den Buttons und/oder den Rahmen von
Auswahllisten hin und her.

Navigation in Auswahllisten In einem aktivierten Rahmen, in dem sich ei-



ne Auswahlliste befindet, springen Sie immer mit den Pfeiltasten (
↑

und ↓) zwischen den einzelnen Elementen, z. B. zwischen den einzel-
nen Modulen einer Modulgruppe im Kontrollzentrum.

Ankreuzen von Radiobuttons und Checkboxen Die Auswahl von Buttons


mit einer leeren eckigen Klammer (Checkbox) oder leerer runder Klam-
   
mer (Radiobuttons) erfolgt mit  Leertaste 
oder 
Enter 
. Das Anwählen
 
der Buttons am unteren Rand der einzelnen Module erfolgt mit  Enter 
,
wenn Sie ausgewählt (grün unterlegt) sind, bzw. schneller mit der Kom-
   
bination Alt 
+gelbeTaste 
(vgl. Abb. A.2).

Abbildung A.2: Das Modul zur Softwareinstallation

SuSE Linux – Enterprise Server 8 67


Aufruf der einzelnen Module
Zur Zeitersparnis lässt sich jedes der YaST2-Module auch einzeln aufrufen.
Gestartet werden die Module einfach mit dem Aufruf:

yast hmodulnamei

Das Netzwerkmodul wird z. B. über yast lan gestartet.


Eine Liste aller Modulnamen, die auf Ihrem System zur Verfügung stehen,
erhalten Sie entweder mit dem Aufruf yast -l oder über yast --list.

68 Aufruf der einzelnen Module


B

LVM - Der Logical Volume Manager


LVM - Der Logical
Volume Manager

Dieser Text basiert auf dem „LVM-HowTo“ von Heinz Mauelshagen.

Grundlagen zu LVM
LVM ist ein sehr ausgeklügeltes Verfahren zum Umgang mit Plattenplatz.
Durch Stückelung physikalischer Partitionen können Sie „Logical Volumes“
aufbauen. Die Partitionen können sogar über unterschiedliche Platten verteilt
sein.
Ein Beispiel: Sie wollten ursprünglich 600 MB für /home verwenden, in Wirk-
lichkeit benötigen Sie aber 1 GB. LVM erlaubt es Ihnen, einfach eine andere
Partition mit 400 MB „on the fly“ zu Ihrem /home hinzuzufügen. Ohne LVM
würden Sie eine zweite Partition mit mindestens 1 GB benötigen und das alte
/home unmounten müssen, um dann anschließend die neue Partition nach
/home zu mounten und alle Daten dahin zu kopieren.
Am einfachsten ist der Umgang mit LVM, wenn Sie ein absolut neues Logical
Volume aufsetzen wollen. Mit YaST2 ist das problemlos möglich. Nachdem
Sie ein Dateisystem auf dem neuen Volume eingerichtet haben, können Sie es
behandeln wie eine ganz normale Partition.
Sollten Sie ein Logical Volume mit bereits vorhandenem Dateisystem verklei-
nern oder vergrößern müssen, greifen Sie auf separate Tools wie ext2resize
zurück, nachdem die Größenveränderung erfolgt ist.
Weitere Optionen: LVM bietet das „Striping“. Mit dem „Snapshot“ verfügt
LVM über ein weiteres interessantes Feature – eine Art Backupfunktion für
Momentaufnahmen des Systems.
Wichtige Begriffe
Lassen Sie uns einen Blick auf die Begriffe werfen, die im Zusammenhang
mit LVM verwendet werden. Mit dem Wissen um diese Ausdrücke lassen
sich die verschiedenen YaST2 Menüs leichter verstehen.
Physical Volume (PV)
Ein PV ist ein physikalisches Medium (z. B. /dev/sda), das für den Ge-
brauch unter LVM vorgesehen ist. Ein PV enthält deshalb auch immer eine
gewisse Menge an Verwaltungsdaten. Eine Partition ist unter LVM verwend-
bar, wenn der Partitionstyp „8E“ ist.
Physical Extent (PE)
PEs sind schlicht wie große Blöcke. Ein PV ist in viele einzelne PEs unterteilt.
Die Standardgröße eines PE sind 4 MB.
Volume Group (VG)
Eine Volume Group enthält eine Menge von PEs, die aus einem oder mehre-
ren PVs stammen. Sie müssen sich an dieser Stelle keine Gedanken um PEs
machen. Sie sagen einfach LVM, welche PVs es verwenden soll.
Logical Volume (LV)
Logical Volumes sind mehr oder weniger gleichzusetzen mit „Partitionen“.
Der Linux-Kernel macht keinen Unterschied zwischen einer „richtigen“ Par-
tition und einem LV. Sie können jedes der unterstützten Dateisysteme auf
einem LV anlegen. Zur Zeit ist die Anzahl der LVs noch auf 256 beschränkt.
Alle VGs teilen sich die Menge der LVs. Die Größe eines LVs ist durch die
PE-Größe begrenzt, die Sie beim Anlegen der Volume Groups festgelegt ha-
ben. Wird der Standardwert von 4 MB verwendet, ist jedes LV auf eine Größe
von 256 MB begrenzt. Sollten Sie ein größeres LV benötigen, wählen Sie eine
andere PE-Größe. Wollen Sie zum Beispiel LVs mit 1 Terabyte anlegen, wäh-
len Sie eine PE-Größe von 16 MB.

Wie greife ich auf LVs zu?


Angenommen, Sie haben die beiden PVs
/dev/sda
und
/dev/sdb
und eine VG namens „suse“, die diese beiden PVs enthält. Die resultierenden
LVs finden sich dann unter

70 Wichtige Begriffe
/dev/suse/
Nachdem Sie eine Reihe von LVs angelegt haben, z. B. test1, test2
B

LVM - Der Logical Volume Manager


. . . testn, werden Sie eine Hierarchie wie die folgende vorfinden:
/dev/suse/test1 /dev/suse/test2
.
.
.
/dev/suse/testn
Diese Volumes können Sie mounten wie jede andere normale Partition auch.
Weitere Informationen:
Einmal angenommen, Sie verfügen über ein lauffähiges SuSE Linux Enterpri-
se Server, finden Sie weitere Dokumentation – inklusive der LVM-FAQ unter
/usr/share/doc/packages/lvm
Das LVM-HOWTO kann unter diesem path erreicht werden;
/usr/share/doc/howto/en/LVM-HOWTO.gz
Die HTML-Version erreichen Sie so:
/usr/share/doc/howto/en/html/LVM-HOWTO.html

Konfiguration mit YaST2


Starten Sie die LVM-Konfiguration aus dem ‘Festplatte vorbereiten: Experten-
modus’ Dialog, indem Sie den ‘LVM...’ Button drücken.

Der Partitionierer

Der Anfangsdialog erlaubt es Ihnen die Partitionierung Ihrer Festplatte/n zu


verändern. Hier können Sie bestehende Partitionen löschen und verändern
oder neue anlegen.
Es ist nicht nötig, alle Partitionen, die für LVM vorgesehen sind, einzeln auf
die Partitionskennung 8E zu setzen. YaST2 setzt die Partitionskennung einer
Partition, die einer LVM Volume Group zugeordnet wird, automatisch auf 8E
wenn dies nötig ist. Wenn auf Ihren Platten unpartitionierte Bereiche vorhan-
den sind, sollten Sie in diesem Dialog für alle diese Bereiche LVM-Partitionen
anlegen. Diese Partitionen sollten Sie gleich auf die Partitionskennung 8E set-
zen. Diese müssen nicht formatiert werden und es kann für sie kein Mount-
punkt eingetragen werden.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 71


Abbildung B.1: YaST2: LVM Partitionierer

Hinweis
Sollte auf Ihrem System bereits eine gültige LVM Konfigura-
tion existieren, wird diese automatisch beim Starten des LVM-
Konfigurationsdialogs eingelesen. Ist diese Konfiguration aktiviert,
können Sie keine Platte repartitionieren, die bereits zu einer aktivierten
Volume Group gehört. Der Linux-Kernel wird für keine Festplatte die
geänderte Partitionierung erkennen, solange auch nur eine Partition
auf dieser Platte in Gebrauch ist. Die Repartitionierung von Platten, die
nicht zu einer LVM Volume Group gehören, ist problemlos möglich.
Normalerweise ist es nicht erforderlich, eine bereits vorhandene und
funktionstüchtige LVM Konfiguration zu repartitionieren. In diesem
Dialog können Sie alle Mountpunkte konfigurieren, die nicht auf LVM
Logical Volumes liegen. Auf IBM pSeries müssen Sie die root Partition
außerhalb des LVM anlegen, wenn Sie nicht über eine PReP Partition
booten. Wählen Sie diese root Partition aus der Liste an und weisen Sie
sie über den ‘Ändern’ Button als Root-Dateisystem aus.
Hinweis

72 Konfiguration mit YaST2


B

LVM - Der Logical Volume Manager


Abbildung B.2: YaST2: Anlegen einer LVM-Partition

Konfiguration der Physical Volumes

Dieser Dialog befasst sich mit der Handhabung der LVM Volume Groups (oft
abgekürzt als „VG“). Sollte noch keine Volume Group auf Ihrem System exis-
tieren, werden Sie über ein Popup zum Anlegen einer solchen aufgefordert.
Die Bezeichnung „System“ wird für die Volume Group vorgeschlagen, in der
die Systemdateien Ihres SuSE Linux Enterprise Servers abgelegt werden. Die
„Physical Extent Size“ (auch oft als „PE Size“ abgekürzt) bezeichnet die ma-
ximale Anzahl von Physical und Logical Volumes innerhalb dieser Volume
Group fest. Standardmäßig liegt dieser Wert bei 4 MB. Dies erlaubt eine ma-
ximale Größe von 256 GB für Physical und Logical Volumes. Erhöhen Sie die
PE Size nur dann (z. B. auf 8, 16 oder 32 MB), wenn Sie Logical Volumes ei-
ner Größe von über 256 GB benötigen.
Im folgenden Dialog werden alle Partitionen vom Typ "Linux LVM" oder "Li-
nux native" aufgelistet. Sollte eine Partition bereits zu einer Volume Group
gehören, wird der Name der Volume Group hier angeführt. Nicht zugewiese-
ne Partitionen tragen das Label "–".
Die zu bearbeitende Volume Group kann über die Selektionsbox links oben
angewählt werden. Über die Buttons oben rechts können Sie zusätzliche Vo-
lume Groups anlegen oder bereits bestehende löschen. Bedenken Sie, dass Sie
nur solche Volume Groups löschen können, denen keine zusätzlichen Parti-
tionen zugewiesen sind. Normalerweise werden Sie auf einem SuSE Linux

SuSE Linux – Enterprise Server 8 73


Abbildung B.3: YaST2: Anlegen einer Volume Group

Enterprise Server System nicht mehr als eine Volume Group anlegen müssen.
Eine Partition, die einer Volume Group zugewiesen ist, wird Physical Volu-
me genannt (abgekürzt PV). Um eine Partition, die bislang keiner Volume
Group zugehörig war, einer von Ihnen ausgewählten Volume Group zuzu-
weisen, wählen Sie diese Partition an und klicken Sie den ‘Volume hinzufü-
gen’ Button unter der Selektionsliste. Der Name der ausgewählten Volume
Group wird nun neben der selektierten Partition angezeigt. Weisen Sie alle
für LVM vorgesehenen Partitionen einer Volume Group zu. Andernfalls wird
der auf dieser Partition verfügbare Platz nicht verwendet. Bevor Sie diesen
Dialog verlassen, weisen Sie jeder Volume Group mindestens ein Physical Vo-
lume zu.

Logical Volumes

Dieser Dialog kontrolliert die Handhabung von Logical Volumes (oft als „LV“
abgekürzt).
Logical Volumes sind jeweils einer Volume Group zugeordnet und haben eine
bestimmte Größe. Normalerweise wird auf einem Logical Volume ein Filesys-
tem (z. B. reiserfs, ext2) angelegt und ihm wird ein Mountpunkt zugeordnet.
Unter diesem Mountpunkt sind dann im installierten System die Dateien zu
finden, die auf diesem Logical Volume gespeichert sind. In der Liste sind al-
le normalen Linux-Partitionen, denen ein Mountpunkt zugeordnet ist, alle

74 Konfiguration mit YaST2


B

LVM - Der Logical Volume Manager


Abbildung B.4: YaST2: Partitionierungsüberblick

Swap-Partitionen und alle bereits existierenden Logical Volumes eingetragen.


Wenn Sie bereits vorher auf Ihrem System LVM konfiguriert hatten, sind die
existierenden Logical Volumes bereits hier eingetragen. Sie müssen diesen Lo-
gical Volumes allerdings noch den passenden Mountpunkt zuordnen. Wenn
Sie zum ersten mal auf einem System LVM konfigurieren, dann existieren in
dieser Maske noch keine Logical Volumes und Sie müssen für jeden Mount-
punkt ein Logical Volume erzeugen (mit dem Button ‘Hinzufügen’), die Grö-
ße, den Filesystem-Typ (z. B. reiserfs oder ext2) und den Mountpunkt (z. B.
/var, /usr, /home) festlegen.
Wenn Sie einige Volume Groups angelegt haben, können Sie zwischen den
einzelnen Volume Groups über die Auswahlbox oben links wechseln. Neue
Logical Volumes sind alle zu der oben links angezeigten Volume Group gehö-
rig. Nachdem Sie die erforderlichen Logical Volumes angelegt haben, ist die
LVM-Konfiguration abgeschlossen. Sie können den Dialog nun verlassen und
– wenn Sie sich im Installationsvorgang befinden – mit der Softwareauswahl
fortfahren.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 75


Abbildung B.5: YaST2: Verwaltung der Logical Volumes

Abbildung B.6: YaST2: Logical Volumes anlegen

76 Konfiguration mit YaST2


C

Dateisysteme unter Linux


Dateisysteme unter Linux

Linux unterstützt eine ganze Reihe von Dateisystemen. Dieses Kapitel gibt
einen kurzen Überblick über die bekanntesten Dateisysteme unter Linux, wo-
bei wir insbesondere auf deren Designkonzept und Vorzüge sowie auf die
Bandbreite der Programme eingehen werden. Weiterhin werden einige Infor-
mationen zum „Large File Support“ unter Linux bereitgestellt.

Glossar
Metadaten Sie sind im Grunde genommen die „Daten über die Daten“ und
beschreiben die interne Datenstruktur eines Dateisystems, die eine ge-
ordnete Struktur und Verfügbarkeit der Festplattendaten gewährleistet.
Nahezu jedes Dateisystem besitzt eine eigene Metadatenstruktur und
dies ist ein Grund für die unterschiedlichen Leistungsmerkmale der ein-
zelnen Dateisysteme. Metadaten sollten immer intakt gehalten werden,
da sonst das gesamte Dateisystem zerstört werden könnte.

Inode Alle möglichen Informationen zu einer Datei wie die Größe, die An-
zahl der Links darauf, das Datum, die Erstellungszeit, die Änderungen,
der Zugriff und Zeiger (engl. pointer) auf die Festplattenblöcke sowie
wo die Datei gespeichert ist, ist in Inodes enthalten.

Journal Im Zusammenhang mit einem Dateisystem handelt es sich bei ei-


nem Journal um eine platteninterne Struktur mit einer Art Protokoll. In
dieses werden die zu ändernden (Meta-)daten des Dateisystems vom
Dateisystemtreiber eingetragen. Das „Journaling“ verringert die Wieder-
herstellungszeit eines Linux-Systems enorm, da der Dateisystemtreiber
keine umfassende Suche nach zerstörten Metadaten auf der gesamten
Platte starten muss. Stattdessen werden die Journal-Einträge wieder ein-
gespielt.
Die wichtigsten Dateisysteme unter Linux
Anders als noch vor zwei oder drei Jahren ist die Auswahl eines Dateisys-
tems für Linux nicht mehr eine Angelegenheit von Sekunden („Ext2 oder
ReiserFS“). Der Kernel ab Version 2.4 bietet eine große Auswahl an Datei-
systemen. Im Folgenden erhalten Sie einen groben Überblick über die grund-
legende Funktionsweise dieser Dateisysteme und deren Vorteile.
Seien Sie sich bewusst, dass kein Dateisystem allen Anwendungen gleicher-
maßen gerecht werden kann. Jedes Dateisystem hat seine Stärken und Schwä-
chen, die berücksichtigt werden müssen. Sogar das hochentwickeltste Datei-
system der Welt wird niemals ein vernünftiges Datensicherungskonzept erset-
zen.
Die Fachbegriffe „Datenintegrität“ oder „Datenkonsistenz“ beziehen sich in
diesem Kapitel nicht auf die Konsistenz der Speicherdaten eines Benutzers
(Daten, die Anwendungen in ihre Dateien schreiben). Die Konsistenz dieser
Daten muss von der Applikation selbst gewährleistet werden.

Ext2

Die Ursprünge von Ext2 finden sich in der frühen Geschichte von Linux. Sein
Vorgänger, das Extended File System, wurde im April 1992 implementiert
und in Linux 0.96c integriert. Das Extended File System erfuhr eine Reihe
von Änderungen und wurde für Jahre als Ext2 das bekannteste Dateisystem
unter Linux. Mit dem Einzug der Journaling File Systeme und deren erstaun-
lich kurzen Wiederherstellungszeiten verlor Ext2 an Wichtigkeit.
Möglicherweise hilft Ihnen eine kurze Zusammenfassung der Stärken von
Ext2 beim Verständnis für dessen Beliebtheit unter den Linux-Benutzern, die
es teilweise noch heute als Dateisystem bevorzugen.

Stabilität Als wahrer „old-timer“, erfuhr Ext2 viele Verbesserungen und


wurde ausführlich getestet. Daher wohl auch sein Ruf als „rock–solid“.
Im Falle eines Systemausfalls, bei dem das Dateisystem nicht sauber
ungemountet werden konnte, startet e2fsck eine Analyse der Dateisys-
temdaten. Metadaten werden in einen konsistenten Zustand gebracht
und schwebende Dateien oder Datenblöcke werden in ein ausgewiese-
nes Verzeichnis geschrieben (genannt lost+found). Im Gegensatz zu
(den meisten) Journaling File Systemen analysiert e2fsck das gesamte
Dateisystem und nicht nur die kürzlich veränderten Metadatenbits. Dies
dauert bedeutend länger als die Überprüfung der Protokolldaten eines
Journaling File Systems. Je nach Größe des Dateisystems kann dies eine
halbe Stunde und mehr in Anspruch nehmen.

78 Die wichtigsten Dateisysteme unter Linux


Deshalb werden Sie Ext2 für keinen Server wählen, der hochverfüg-
bar sein muss. Da Ext2 jedoch kein Journal pflegen muss und bedeu-
C

Dateisysteme unter Linux


tend weniger Speicher verbraucht, ist es manchmal schneller als andere
Dateisysteme.

Leichtes Upgrade Basierend auf dem starken Fundament Ext2 konnte sich
Ext3 zu einem gefeierten Dateisystem der nächsten Generation entwi-
ckeln. Seine Zuverlässigkeit und Stabilität wurden geschickt mit den
Vorzügen eines Journaling File Systems verbunden.

Ext3

Ext3 wurde von Stephen Tweedie entworfen. Anders als alle anderen „next-
generation“ Dateisysteme, folgt Ext3 keinem komplett neuen Designprinzip.
Es basiert auf Ext2. Diese beiden Dateisysteme sind sehr eng miteinander ver-
wandt. Ein Ext3-Dateisystem kann leicht auf einem Ext2-Dateisystem aufge-
baut werden. Der grundlegendste Unterschied zwischen Ext2 und Ext3 liegt
darin, dass Ext3 Journaling unterstützt.
Zusammenfassend lassen sich für Ext3 drei Vorteile herausstellen:

Leichte und höchst zuverlässige Dateisystem-Upgrades von Ext2 Da Ext3


auf dem Ext2-Code basiert und sowohl sein platteneigenes Format als
auch sein Metadatenformat teilt, sind Upgrades von Ext2 auf Ext3 sehr
unkompliziert. Sie können sogar dann durchgeführt werden, wenn Ihre
Ext2-Dateisysteme gemountet sind. Anders als beim Umstieg auf ande-
re Journaling File Systeme, wie z.B. ReiserFS, JFS, oder XFS, der sehr
mühsam sein kann, (sie müssen Sicherungskopien des gesamten Datei-
systems erstellen und dieses anschließend von Grund auf neu erstellen),
ist ein Umstieg auf Ext3 eine Angelegenheit von Minuten. Zugleich ist
er sehr sicher, da die Wiederherstellung eines gesamten Dateisystems
von Grund auf nicht immer fehlerlos vonstatten geht. Betrachtet man
die Anzahl der vorhandenen Ext2-Systeme, die auf ein Upgrade auf ein
Journaling File System warten, kann man sich leicht die Bedeutung von
Ext3 für viele Systemadministratoren ausmalen. Ein Downgrade von
Ext3 auf Ext2 ist genauso leicht wie das Upgrade. Führen Sie einfach
einen sauberen Unmount des Ext3-Dateisystems durch und mounten
Sie es als ein Ext2-Dateisystem.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 79


Zuverlässigkeit und Performance Andere Journaling File Systeme folgen
dem „metadata-only“-Journaling-Ansatz. Das heißt, Ihre Metadaten blei-
ben in einem konsistenten Zustand; dies kann jedoch nicht automatisch
für die Dateisystemdaten selbst garantiert werden. Ext3 ist in der Lage,
sich sowohl um die Metadaten als auch die Daten selbst zu kümmern.
Wie eingehend sich Ext3 um Daten und Metadaten kümmert, ist indivi-
duell einstellbar. Den höchsten Grad an Sicherheit (d.h. Datenintegrität)
erreicht man durch den Start von Ext3 im data=journal-Modus; dies
jedoch kann das System verlangsamen, da sowohl Metadaten als auch
Daten selbst im Journal erfasst werden. Ein relativ neuer Ansatz besteht
in der Verwendung des data=ordered-Modus, der sowohl die Daten-
als auch die Metadatenintegrität gewährleistet, jedoch das Journaling
nur für Metadaten verwendet. Der Dateisystemtreiber sammelt alle Da-
tenblöcke, die zu einem Metadaten-Update gehören. Diese Blöcke wer-
den als „transaction“ gruppiert und werden auf die Platte geschrieben,
bevor die Metadaten aktualisiert sind. Somit erreicht man Metadaten-
und Datenkonsistenz ohne Leistungsverlust. Eine dritte Verwendungsart
ist data=writeback. Hierbei können Daten in das Hauptdateisystem
geschrieben werden, nachdem ihre Metadaten an das Journal übergeben
wurden. Diese Option ist nach Meinung vieler aus Performancegründen
die beste Einstellung. Jedoch kann es bei dieser Option passieren, dass
alte Daten nach einem Absturz und einer Wiederherstellung in Dateien
auftauchen, während die interne Dateisystemintegrität gewahrt wird.
Sofern nicht anders angegeben, wird Ext3 mit der Standardeinstellung
data=ordered gestartet.

ReiserFS

Offiziell stand eine der Hauptfunktionen der Kernel-Version 2.4, ReiserFS


seit der SuSE Linux-Version 6.4 als Kernel-Patch für 2.2.x SuSE-Kernel
zur Verfügung. ReiserFS stammt von Hans Reiser und dem Namesys-
Entwicklungsteam. ReiserFS hat sich als mächtige Alternative zu Ext2 pro-
filiert. Seine größten Vorteile sind bessere Festplattenspeicherverwaltung, bes-
sere Plattenzugriffsleistung und schnellere Wiederherstellung nach Abstürzen.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch: ReiserFS legt großen Wert
auf die Metadaten, jedoch nicht auf die Daten selbst. Die nächsten Generatio-
nen von ReiserFS werden Data-Journaling beinhalten (sowohl Metadaten als
auch tatsächliche Daten werden in das Journal geschrieben) sowie geordnete
Schreibzugriffe (siehe data=ordered unter Ext3).

80 Die wichtigsten Dateisysteme unter Linux


Die Stärken von ReiserFS im Detail:
C

Dateisysteme unter Linux


Bessere Festplattenspeicherverwaltung In ReiserFS werden alle Daten in
einer Struktur namens B∗ -balanced tree organisiert. Die Baumstruktur
trägt zur besseren Festplattenspeicherverwaltung bei, da kleine Datei-
en direkt in den Blättern des B∗ trees gespeichert werden können, statt
sie an anderer Stelle zu speichern und einfach den Zeiger auf den tat-
sächlichen Ort zu verwalten. Zusätzlich dazu wird der Speicher nicht
in Einheiten von 1 oder 4 kB zugewiesen, sondern in exakt der benö-
tigten Einheit. Ein weiterer Vorteil liegt in der dynamischen Vergabe
von Inodes. Dies verschafft dem Dateisystem eine größere Flexibilität
gegenüber herkömmlichen Dateisystemen, wie z.B. Ext2, wo die Inode-
Dichte zum Zeitpunkt der Erstellung des Dateisystems angegeben wer-
den muss.

Bessere Festplattenzugriffsleistung Bei kleinen Dateien werden Sie häufig


bemerken können, dass sowohl die Dateidaten als auch die „stat_data“
(Inode)-Informationen nebeneinander gespeichert wurden. Ein einziger
Festplattenzugriff reicht somit, um Sie mit allen benötigten Informatio-
nen zu versorgen.

Schnelle Wiederherstellung nach Abstürzen Durch den Einsatz eines Jour-


nals zur Nachverfolgung kürzlicher Metadatenänderungen reduziert
sich die Dateisystemüberprüfung sogar für große Dateisysteme auf we-
nige Sekunden.

JFS
JFS, das „Journaling File System“ wurde von IBM für AIX entwickelt. Die
erste Betaversion des JFS-Linux-Ports erreichte die Linux-Gemeinde im Som-
mer 2000. Version 1.0.0 wurde im Jahre 2001 herausgegeben. JFS ist auf die
Bedürfnisse von Server-Umgebungen mit hohem Durchsatz zugeschnitten, da
hierbei einzig die Performance zählt. Als volles 64-Bit-Dateisystem unterstützt
JFS große Dateien und Partitionen (LFS oder (engl. Large File Support)), was
ein weiterer Pluspunkt für den Einsatz in Server-Umgebungen ist.
Ein genauerer Blick auf JFS zeigt, warum dieses Dateisystem möglicherweise
eine gute Wahl für Ihren Linux-Server darstellt:

Effizientes Journaling JFS folgt wie ReiserFS einem „metadata only“-Ansatz.


Anstelle einer ausführlichen Überprüfung werden lediglich Metada-
tenänderungen überprüft, die durch kürzliche Dateisystemaktivitäten
hervorgerufen wurden.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 81


Dies spart enorm viel Zeit bei der Wiederherstellung. Zeitgleiche Ak-
tivitäten, die mehrere Protokolleinträge erfordern, können in einem
Gruppen-Commit zusammengefasst werden, wobei der Leistungsverlust
des Dateisystems durch mehrfachen Schreibvorgang stark verringert
wird.

Effiziente Verzeichnisverwaltung JFS hält an unterschiedlichen Verzeichniss-


trukturen fest. Bei kleinen Verzeichnissen erlaubt es die direkte Speiche-
rung des Verzeichnisinhaltes in seinem Inode. Für größere Verzeichnisse
werden B+ trees verwendet, welche die Verzeichnisverwaltung erheblich
erleichtern.

Bessere Speichernutzung durch dynamische Vergabe der Inodes Unter


Ext2 müssen Sie die Inode-Dichte (von Verwaltungsinformationen be-
legter Speicher) vorab angeben. Dadurch wird die maximale Anzahl
von Dateien oder Verzeichnissen Ihres Dateisystems limitiert. JFS er-
spart Ihnen diese Überlegungen – es weist Inode-Speicher dynamisch
zu und stellt ihn bei Nichtbedarf wieder zur Verfügung.

Weitere unterstützte Dateisysteme


Tabelle C.1 auf der nächsten Seite enthält weitere, von Linux unterstützte
Dateisysteme. Sie werden hauptsächlich unterstützt, um die Kompatibilität
und den Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Medien oder fremden
Betriebssystemen sicherzustellen.

cramfs Compressed ROM file system: ein komprimiertes Dateisystem


mit Lesezugriff für ROMs.
hpfs High Performance File System: das IBM OS/2-
Standarddateisystem — nur im Lesezugriffsmodus unter-
stützt.
iso9660 Standarddateisystem auf CD-ROMs.
minix Dieses Dateisystem stammt aus akademischen Projekten zu
Betriebssystemen und war das erste unter Linux genutzte
Dateisystem. Heutzutage wird es als Dateisystem für Disket-
ten verwendet.
msdos fat, ursprünglich unter DOS verwendetes Dateisystem, das
heute von verschiedenen Betriebssystemen genutzt wird.

Tabelle C.1: Fortsetzung auf der nächsten Seite. . .

82 Weitere unterstützte Dateisysteme


ncpfs Dateisystem zum Mounten von Novell-Volumes übers Netz-
C

Dateisysteme unter Linux


werk.
nfs Network File System: Hierbei können Daten auf jedem beliebi-
gen Rechner innerhalb eines Netzwerks gespeichert werden
und der Zugriff kann über Netzwerk gewährt werden.
smbfs Server Message Block: verwendet von Produkten wie z.B. Win-
dows für den Dateizugriff über ein Netzwerk.
sysv verwendet unter SCO UNIX, Xenix und Coherent (kommerzi-
elle UNIX-Systeme für PCs).
ufs verwendet von BSD, SunOS und NeXTstep. Nur im Lesezu-
griffs-Modus unterstützt.
umsdos UNIX on MSDOS: aufgesetzt auf einem normalen fat-
Dateisystem. Erhält UNIX-Funktionalität (Rechte, Links, lange
Dateinamen) durch die Erstellung spezieller Dateien.
vfat Virtual FAT: Erweiterung des fat-Dateisystems (unterstützt
lange Dateinamen).
ntfs Windows NT file system, nur Lesezugriff.

Tabelle C.1: Dateisystemarten unter Linux

Access Control Lists


Bis zum heutigen Tag war es ein unschlagbarer Vorteil der kommerziellen
Unix-Systeme, dass sie den Einsatz von ACLs (engl. Access Control Lists) un-
terstützten.
Die traditionelle Rechteverteilung an Dateiobjekten unter Unix sieht Lese-,
Schreib- und Ausführrechte für den Eigner einer Datei, die Gruppe, zu der er
gehört, und für den „Rest der Welt“ vor. Unter „Rest der Welt“ versteht man
hier all diejenigen Benutzer, die nicht der Eigner einer Datei sind, aber auch
nicht zu seiner Benutzergruppe gehören. Dieses Muster reicht für die meis-
ten in der Praxis auftretenden Szenarien völlig aus. Findige Systemadminis-
tratoren haben schon von jeher Mittel und Wege gefunden, um diese Limits
aufzuweichen. Trotzdem verlangen fortgeschrittene Anwendungen manchmal
nach einer flexibleren Handhabung des Problems.
In solchen Situationen, wenn das traditionelle Dateirechte-Konzept nicht aus-
reichend ist, greifen die ACLs. Diese erlauben es, einzelnen Benutzern oder
Gruppen Rechte zuzuweisen, auch wenn diese nicht der Eigner oder seine
Gruppe sind.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 83


Access Control Lists sind ein Feature des Linux-Kernels und werden zur Zeit
von ReiserFS, Ext2, Ext3 und XFS unterstützt. Mit ihrer Hilfe können komple-
xe Szenarien umgesetzt werden, ohne dass auf Applikationsebene komplexe
Rechtemodelle implementiert werden müssten.
Ein prominentes Beispiel für die Vorzüge von Access Control Lists ist der
Austausch eines Windows Servers gegen einen Linux Server. Manche der an-
geschlossenen Workstations werden auch nach dem Umstieg weiter unter
Windows betrieben werden. Das Linux-System bietet den Windows-Clients
via Samba Datei- und Druckserver-Dienste an. Da Samba Access Control
Lists unterstützt, können Benutzerrechte sowohl auf dem Linux-Server als
auch über eine grafische Benutzeroberfläche unter Windows (nur Windows
NT und höher) eingerichtet werden. Über den winbindd ist es sogar möglich,
Benutzern Rechte einzuräumen, die nur in der Windows-Domain existieren
und über keinen Account auf dem Linux-Server verfügen.
Auf der Serverseite können Sie die Access Control Lists mithilfe von getfacl
und setfacl bearbeiten.
Weitere Informationen erhalten Sie in Manual-Page von acl (man 5 acl),
Manual-Page von getfacl (man 1 getfacl) und Manual-Page von
setfacl (man 1 setfacl). Eine weitere nützliche Informationsquelle ist
POSIX Spezifikation POSIX 1003.1e draft 17, die Sie unter folgenden URL ein-
sehen können:
http://wt.xpilot.org/publications/posix.1e/ oder
http://www.suse.de/~agruen/acl/posix/posix.html.

Extended Attributes
Dateiobjekte sind immer mit bestimmten Attributen assoziiert (Eigner, Grup-
pe, Rechte und Timestamps). Die verfügbaren Attribute werden jeweils vom
Dateisystem bestimmt, unter dem die Datei gespeichert wurde. Manchmal
wäre es aber durchaus nützlich, die Möglichkeit zu haben, zusätzliche Infor-
mationen zu einer Datei abzulegen. Solche Zusatzinformationen wären bei-
spielsweise die Kodierung der Datei oder eine kleine Beschreibung. Extended
Attributes machen die Zuweisung solcher Informationen endlich möglich.
Extended Attributes (EAs) sind Name/Wert-Paare, die permanent mit Datei-
en oder Verzeichnissen assoziiert werden, ähnlich den Environment Strings
eines Prozesses. Mit der Linux-Unterstützung for XFS gab es zum ersten Mal
EAs unter Linux. Mittlerweile unterstützen neben XFS auch ReiserFS, Ext2
und Ext3 Extended Attributes. Diese Dateisysteme verwenden EAs intern, um
ACLs zu implementieren.

84 Extended Attributes
Normalen Dateioperationen bleiben EAs verborgen. Sie können nur über spe-
zielle Systemaufrufe (engl. system calls) gehandhabt werden. Mit getfattr und
C

Dateisysteme unter Linux


setfattr können Sie Extended Attributes abfragen und setzen.
Weitere Informationen zu diesen Kommandos erhalten Sie in den jewei-
ligen Manpages (Manual-Page von attr (man 5 attr), Manual-Page
von getfattr (man 1 getfattr) und Manual-Page von setfattr
(man 1 setfattr)). Tabelle C.2 gibt Ihnen einen Überblick über die Datei-
systemlimits für EAs.

Dateisystem pro EA alle EAs

ReiserFS 64kB unbegrenzt


Ext2/Ext3 Blockgröße des Blockgröße des
Dateisystems Dateisystems
(1/2/4/8kB) (1/2/4/8kB)
XFS 64kB unbegrenzt

Tabelle C.2: Dateisystemlimits für Extended Attributes

Large File Support unter Linux


Ursprünglich unterstützte Linux Dateien mit einer maximalen Größe von
2 GB. Dies war ausreichend, solange niemand versuchte, große Datenban-
ken unter Linux zu verwalten. Aufgrund zunehmender Bedeutung für die
Server-Datenverwaltung wurden Kernel und die GNU C Library zugunsten
der Unterstützung von Dateien größer als 2 GB verändert. Es wurden neue
Interfaces eingeführt, die von Applikationen genutzt werden können. Heut-
zutage bieten (fast) alle wichtigen Dateisysteme LFS-Unterstützung, welche
High-End-Datenverarbeitung erlaubt.
Tabelle C.3 auf der nächsten Seite bietet einen Überblick über die derzeiti-
gen Beschränkungen von Linux-Dateien und Dateisystemen für Kernel 2.4. Es
bleibt zu wünschen, dass die unten genannten Zahlen mit dem Einzug künf-
tiger Kernel-Versionen überholt sein werden und eine Unterstützung für noch
größere Dateien und Dateisysteme möglich wird.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 85


Dateisystem Max. Dateigröße Max. Dateisystemgrö-
ße
Ext2 oder Ext3 (1 kB 16448 MB (~16 GB) 2048 GB (2 TB)
Blockgröße)
Ext2 oder Ext3 (2 kB 256 GB 8192 GB (8 TB)
Blockgröße)
Ext2 oder Ext3 (4 kB 2048 GB (2 TB) 16384 GB (16 TB)
Blockgröße)
Ext2 oder Ext3 (8 kB 65568 GB (~64 TB) 32768 GB (32 TB)
Blockgröße) (Systeme
mit Pages von 8 kB
[wie Alpha])
ReiserFS 3.5 4 GB 16384 GB (16 TB)
ReiserFS 3.6 (unter 260 Bytes (1 EB) 16384 GB (16 TB)
Linux 2.4)
XFS 263 Bytes (8 EB) 2048 GB (2 TB)
(Linux Kernel Limit)
JFS (512 Bytes Block- 4194304 GB (4 PB) 512 TB
größe)
JFS (4 kB Blockgröße) 33554432 GB (32 PB) 4 PB

Tabelle C.3: Maximale Größe von Dateisystemen

Weitere Informationen
Jedes der oben beschriebenen Dateisystemprojekte unterhält seine eigene Ho-
mepage, wo Sie Informationen aus Mailinglisten und weitere Dokumentation
sowie FAQs erhalten.
http://e2fsprogs.sourceforge.net/ext2.html
http://www.zipworld.com.au/~akpm/linux/ext3/
http://www.namesys.com/
http://oss.software.ibm.com/developerworks/opensource/jfs/
http://oss.sgi.com/projects/xfs/
Ein umfassendes mehrteiliges Tutorial zu Linux-Dateisystemen findet sich
unter IBM developerWorks:
http://www-106.ibm.com/developerworks/library/l-fs.html

86 Weitere Informationen
Einen Vergleich der verschiedenen Journaling File Systeme unter Linux be-
findet sich im Beitrag von Juan I. Santos Florido unter Linuxgazette: http:
C

Dateisysteme unter Linux


//www.linuxgazette.com/issue55/florido.html.
Eine ausführliche Arbeit zu LFS unter Linux erhält man unter http://www.
suse.de/~aj/linux_lfs.html.

SuSE Linux – Enterprise Server 8 87


D

Support Services
Support Services

Die SuSE Support Services bieten eine breite Palette von Dienstleistung für
Linux an. Ob Sie Fragen zur Installation von SuSE Linux Enterprise Server-
Produkten haben oder eine auf Ihre Ansprüche zugeschnittene IT-Lösung
wünschen, unsere Dienstleistungensmodelle richten sich ganz nach Ihren Be-
dürfnissen.
Weitere Informationen zu den SuSE Support Dienstleistungen erhalten Sie
über die folgenden SuSE-Niederlassungen oder auf deren Webseiten:

SuSE Deutschland
SuSE Linux AG
Business Support
Deutschherrnstr. 15-19
D-90429 Nürnberg
Telefon: +49-911-74053-2330
Fax: +49-911-74053-489
bsupport@suse.de
http://www.suse.de/de/services/support
SuSE Großbritannien
SuSE Linux Ltd.
The Kinetic Centre, Theobald Street
Borehamwood, Herts. WD6 4PJ
Telefon: +44-20-8387-4086
solutions@suse.co.uk
http://www.suse.co.uk
SuSE USA
SuSE Inc.
318 Harrison, #301
Oakland, CA 94607
Telefon: (510) 628 3386
bsupport@suse.com
http://www.suse.com

Systempflege
Nutzen Sie Ihren Online-Zugang zum SuSE Linux Maintenance Web, um Ihr
System immer auf dem aktuellsten Stand für Sicherheit und Stabilität zu
halten. Mit dem SuSE Linux Enterprise Server oder einer SuSE Linux Busi-
ness Solution haben Sie automatisch für ein Jahr Zugang zu diesem Online-
Service. Natürlich können Sie diesen Zugang für weitere Jahre verlängern.
Um Ihren Zugang zu aktivieren, registrieren Sie bitte Ihr Produkt online un-
ter:
http://support.suse.de/de/register/
Anschließend erhalten Sie eine Mail, in der die weitere Vorgehensweise be-
schrieben ist. Später erreichen Sie das SuSE Linux Maintenance Web direkt
über:
http://support.suse.de/psdb/

90
Index

A LVM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
Access Control Lists . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83–84 - Konfiguration mit YaST2 . . . . . . . . . 71
- YaST2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
B
"bad interpreter" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 P
Booten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 "Permission denied" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
- Kernel Update . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
- iSeries . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 R
- pSeries . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 ReiserFS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80–81

D S
Dateisysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
Support
- Access Control Lists . . . . . . . . . . . . . . 83
- Adressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89
- Auswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
- Maintenance . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
- Beschränkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
- Ext2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
- Ext3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 U
- Extended Attributes . . . . . . . . . . . . . . 84 Umgebungsvariable
- JFS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 - PATH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
- LFS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
- ReiserFS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 V
- Termini . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 Vorbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
- unterstützt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 - Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
- Anforderungen
E · Hardware . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Ext2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78–79 · Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Ext3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79–80 - iSeries . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Extended Attributes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 - pSeries . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

J Y
JFS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81–82 YaST2
- ncurses . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
L - partitionieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
LFS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85–86 - Tastaturbelegung . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
Logical Volume Manager . . . . . . . . . . . . . . . . 69 - Textmodus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
HB2112-3INST-D