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Lehrstuhl Prof. Dr.

Mechthild Albert
FR 4.2 – Hispanistik
Universität des Saarlandes

Information zur Anfertigung von

wissenschaftlichen Arbeiten

Zusammengestellt von Hans-Jörg Döhla


Stand: Dezember 2000
Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Trotz der praktischen Zielsetzung dieses Werkes erscheint es angebracht, kurz darauf einzugehen,
was man unter Studium und wissenschaftlichem Arbeiten versteht.

Studium heißt:
a) sich Übersicht zu verschaffen über Inhalte, Methoden, Entwicklungen und aktuellen Stand des
Faches.
b) sich konkretes Wissen anzueignen (Sprache, Geschichte, Literatur, „Kultur“ im weitesten
Sinn).
c) wissenschaftliche Bearbeitung eines Kulturzeugnisses, z.B. literatur- oder sprach-
wissenschafliche Beschreibung eines gegebenen Textes unter Berücksichtigung
kulturhistorischer Gesichtspunkte (in Seminararbeiten).
d) Bearbeitung eines beliebigen Themas1 (in Magister-/Staatsarbeit).

Deshalb:
⇒ Vorlesungen hören, auch von anderen Fächern.
⇒ Viele Seminare besuchen.
⇒ Studien- und Prüfungsordnungen lesen.
⇒ Sprachen lernen (mit Auslandsaufenthalten).
⇒ Fach-/Themeneinführungen lesen.
⇒ Kongresse besuchen.
⇒ Fachzeitschriften lesen (UB), v.a. die Rezensionen.
⇒ Mit KommilitonenInnen diskutieren.
⇒ Bearbeitung eines literatur- oder sprachwissenschaftlichen Dokumentes durch Analyse seiner
Teile mit verschiedenen Hilfsmitteln: Lexika, Enzyklopädien, einschlägige
Sekundärliteratur, mit anschließender Aussage auf der Meta-Ebene; dabei sollten die
Seminararbeiten als Trainingseinheiten für die Abschlußarbeit angesehen werden.
⇒ Aneignung einer rationalen Literaturrecherche über Bibliographien/bibliographische Dienste;
Schnelligkeit, Treffsicherheit, Relevanz und Erreichbarkeit sind so wichtig wie die Kunst
der Beschränkung aufs Wesentliche.

Wissenschafltiches Arbeiten wird von SESNIK 1999 (S. 9) folgendermaßen beschrieben:

1
Innerhalb der Sprach- oder Literaturwissenschaft.
Von wissenschaftlichem Arbeiten kann man dann sprechen,
„wenn z.B. eine Studentin zeigt, daß sie in der Lage ist,
⇒ auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und des Standes der wissenschaftlichen Diskussion
in ihrem Fachgebiet und
⇒ in Auseinandersetzung mit den wissenschaftlichen Auffassungen anderer
⇒ sich ihre eigenen Gedanken zu machen und
⇒ diese in einer für andere verständlichen Form darzustellen.“

Dies kann z.B. in mündlicher Form innerhalb eines Referates oder bei der Diskussion in
Seminaren geschehen. Ziel wird es sein, die Qualität der Darstellung im Laufe des Studiums zu
verbessern. Die Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse v.a. im schriftlichen Bereich folgt
gewissen formalen Regeln, deren Einhaltung mit guten Tischmanieren verglichen werden können.

Arbeitsablauf

Der im folgenden dargestellte exemplarische Arbeitsablauf soll nur als Modell gelten. Jeder geht
anders an eine Problemstellung heran bzw. verschiedene Themenstellungen verlangen auch
unterschiedliche Verhaltensweisen. Mit der Zeit können sich auch die eigenen Methoden durch
neue Erfahrungen ändern. Aber bestehen bleibt bei Anfängern wie bei Fortgeschrittenen die
Anfangshürde, nach der der Ball erst so richtig ins Rollen kommt. So bietet die folgende
Darstellung vor allem einen Überblick über die Arbeitsschritte, die einem bei der Bearbeitung
eines Themas begegnen.

Themenstellung und Rahmenbedingungen

Die Themenstellung setzt voraus, daß man sich in einem Themenbereich auch etwas auskennt, daß
man Problematiken, Kritikpunkte und Diskussionslage kennt. Eine Voraussetzung dafür ist die
regelmäßige Teilnahme an den entsprechenden Seminaren, um den zur Bearbeitung des Themas
notwendigen Überblick zu bekommen. Weiterhin sollte man das Thema aus den Vorschlägen des
Dozenten wählen, welches einen am meisten interessiert oder selbst ein Thema vorschlagen. Ein
Thema zu bearbeiten, an dem man selbst kein Interesse hat, beeinflußt Qualität und Note der
Hausarbeit oft stark negativ. Doch vor allem lernt man während des Schreibens nicht viel hinzu,
da man lustlos an die Sache herangeht.

Bibliographieren

Erster Anhaltspunkt ist die Literaturliste des Seminares oder die speziell zum Thema vom
Dozenten angegebenen Hinweise. Diese bilden den Ausgangspunkt zum Finden weiterer
Literatur, welche im Literaturverzeichnis oder in den Anmerkungen angegeben ist. Man kann sich
die Literatursuche wie wie bei einem Baum vorstellen, dessen Stamm einige Standardwerke oder
allgemeine Beiträge zum Thema darstellen, von diesen ausgehend wird man auf weitere
speziellere Literatur (= dicke Äste) aufmerksam gemacht, bis man schließlich durch ganz
spezifische Aufsätze und Monographien zu den kleinsten Verästelungen kommt.
Weitere Anregungen zur Lektüre erhält man aber auch direkt in der Bibliothek. Die dort
vorhandenen Bibliographien geben Aufschluß über die veröffentlichten Werke zu einem Thema.
Sach- und alphabetisch geordnete Kataloge bilden auch eine Fundgrube.
Erstes Lesen (= allgemein)

Hat man nun einige Werke zum Thema gefunden, so sollte man sich eine Prioritätenliste für die
Lektüre aufstellen, vielleicht sogar erst einige allgemeine Aufsätze zum Thema lesen. So wird man
die während des Seminars gesammelten Kenntnisse noch vertiefen können. Auch die Vorstellung,
wie man das Thema bearbeiten sollte, wird nun klarer.

Vorläufige Gliederung

Eine vorläufige Gliederung sollte man jetzt machen (evtl. mit Dozenten absprechen, falls
gewünscht). Hier wird der Weg zur Bearbeitung des Themas aufgezeichnet2. Durch diese erste
Konkretisierung der inhaltlichen Gestaltung der Arbeit kann man die für die weitere Bearbeitung
des Themas notwendige Lektüre ergänzen oder auch eingrenzen.

Zweites Lesen (= spezieller)

Der zweite Lesedurchgang hat schon, aufgrund der Konkretisierung der Fragestellung in der
Gliederung, einen spezielleren Charakter. Man sollte spätestens jetzt anfangen zu schreiben und
erste Gedanken formulieren.

Die Gliederung kann sich dann im Verlauf der Arbeit noch mehrmals ändern. Genauso wie sich
auch Schreiben und weiteres Lesen bei komplexeren Fragestellungen noch ausdehnen können.
Zur Materialorganisation kann man sich z.B. Karteikarten verschiedener Art anlegen: für
bibliographische Angaben, für Zitate, für Personen, für Schlagworte etc.. Wichtig ist dabei, daß
man von Anfang an alle bibliographischen Angaben vollständig und richtig übernimmt, inklusive
der Seitenzahlen bei Zitaten und sinngemäßen Wiedergaben. Es ist sehr ärgerlich, wenn man am

2
Evtl. schon erste Gedanken in Form von Stichworten einfügen.
Schluß der Arbeit merkt, daß Quellenabgaben fehlen oder falsch angegeben sind. Die nun erneut
beginnende Suche nach den verlorenen Schafen ist sehr zeitaufwendig und nerventötend.
Abschließend sollte man sich noch überlegen, ob es immer notwendig ist, große Mengen von
Kopien anzufertigen. Oftmals benötigt man nur einen kleinen Ausschnitt aus einem Buch, eine
Arbeit, die man auch in der Bibliothek machen kann.

Präsentation von Ergebnissen

Präsentationsarten

Referat

In einem Referat soll auf strukturierte Art mündlich das wiedergegeben werden, was man während
der Beschäftigung mit dem Thema an Erkenntnissen gewonnen hat. Meistens basiert das Thema
eines Referats auf einer Hausarbeit, die normalerweise im Anschluß daran anzufertigen ist. Ideal
wäre es aber, zum Zeitpunkt des Referates die Hausarbeit schon (fast) fertig zu haben3. Denn
somit erhält das Referat automatisch seine Strukturierung und der Inhalt ist der/dem ReferentenIn
gut bekannt. Bei der mündlichen Präsentation sollte man sich dann auf die Kernaussagen der
Arbeit beschränken. Dabei sollten folgende Punkte beachtet werden:
• Vorstellung des Themas (evtl. auch sich selbst) und Angabe der wichtigsten Quelle/n auf die
man sich bezieht
• Kurze Vorwegnahme des Inhalts (während des Referats Bezugnahme darauf), evtl. auf Folie
• Verwendung von Hilfsmitteln wie Tafel, Folien, Karten, Handouts (siehe dort) usw.
• Wörtliche Zitate deutlich anzeigen
• Bei längeren Referaten kurze Zusammenfassungen einschieben
• Evtl. Wiederholung von sehr wichtigen Aussagen
• Sinnpausen einlegen (= Zeit für Zwischenfragen und Diskussion; evtl. auch selbst Fragen
stellen)
• Einhalten der Zeitvorgabe des Referats
• Am Schluß knappe Zusammenfassung, evtl. Abschlußfrage, die Anregung zur Diskussion gibt
Tips zur Sprache:
• Referat möglichst frei halten; auf gar keinen Fall einen fertig geschriebenen Text einfach
vorlesen, denn ein Vortrag muß anders strukturiert und formuliert werden
• Nicht zu schnell vortragen; am besten zu Hause Probe mit einem Freund oder einer Freundin;
somit kann man auch testen, ob man selbst verstanden hat, worum es geht; somit kann man
peinliche Zwischenfragen vermeiden
3
Dies wird von einigen DozentenInnen sogar verlangt.
• Aufschauen, Blickkontakte (aber auch nicht in eine Ecke des Raumes starren)
• In kurzen Sätzen vortragen, denn bei langen Sätzen können sich nicht nur die ZuhörerInnen
verlieren ...
• Lieber weniger und das gut, als mehr und die Zuhörer kommen nicht mit
• Verständlichkeit und Transparenz verlangt (Beachtung des Kenntnisstandes der Adressaten)
Referate in spanischer Sprache:
Bei Referaten, die in spanischer Sprache gehalten werden müssen, gelten im Prinzip die
gleichen Tips wie auch bei deutschsprachigen, wobei aber noch einige Bemerkungen
hinzukommen:
• Intensive Vorbereitung des Referates mit spanischer Literatur; so kann man sich gleich an
Formulierungen gewöhnen, die in diesem Themenzusammenhang öfter vorkommen
• Erstellung von Vokabellisten zum Thema; die schwierigsten Wörter kann man sich dann z.B.
auf Karteikarten schreiben
• Schwierige Sachverhalte kann man vorweg auf Spansich formulieren, um eine Sicherheit in
Sprache und Aussage zu gewährleisten

Das Handout (Infopapier – Quellenpapier – Thesenpapier)

Die meisten Referate werden durch ein Handout begleitet, welches das laufende Referat und die
anschließende Diskussion unterstützen soll. Man unterscheidet drei Arten von Handouts, deren
Unterschiede sich jeder deutlich klar machen sollte. Allen gemeinsam ist jedoch der Kopf der
ersten Seite, der folgende Informationen enthalten sollte:
• UdS, Seminarsbezeichnung (Pro-, Haupt-, usw.), Thema des Seminars
• Name des Dozenten
• Titel des Referats
• Name des Referenten + Datum.

Infopapier oder Arbeitspapier

• Rein informativ, Darstellung von Fakten, Chronologie, Referatsaufbau (evtl. Zusammen-


fassung)
• Übersichtlich, kurz, gut strukturiert
Quellenpapier

• dient zur Abbildung von Quellen, die zur Erläuterung des Themas / der eigenen Posotion
herangezogen werden
• Ihre Herkunft muß angegeben werden (wie bei Zitaten)

Thesenpapier

• hat die Aufgabe, mit den auf ihm abgedruckten Behauptungen (=Thesen), zur Diskussion
anzuregen; deshalb kann es auch provokativen Charakter haben
• Dazu ist eine gute Vorbereitung notwendig, damit die Thesen der eigenen Arbeit im Hinblick
auf die allgemeine Forschungsposition erläutert und dann auch verteidigt werden können
• Thesen müssen Bezug auf Hauptthema der Arbeit nehmen
• Sie dürfen keine Banalitäten oder sachliche Feststellungen enthalten
• Thesenblatt sollte höchstens 2 – 3 Seiten umfassen

aber:
• Ein Handout sollte den eigentlichen Vortrag weder vorwegnehmen, noch ersetzen
• In den meisten Fällen bieten sich Mischformen der genannten Typen an.

Hausarbeit

In einer Hausarbeit soll das selbständige wissenschaftliche Arbeiten anhand begrenzter


Aufgabenstellungen geübt werden. Diese Übungseinheiten sollten ernst genommen und als
Vorbereitung auf die Magister- bzw. Staatsarbeit gesehen werden.
Das Thema der Arbeit, aber auch die Art der wissenschaftlichen Teildisziplin beeinflussen deren
Inhalt und Länge.

Zu beachten ist folgendes:


⇒ Einhaltung des vorgegebenen Umfangs ◊ nicht Quantität, sondern Qualität!
⇒ Einhaltung der Terminfrist
⇒ Absprache einer Gliederung mit dem/der DozentIn
⇒ Einhaltung gewisser Regeln formaler Art (siehe ...)

Magister- bzw. Staatsarbeit

= schriftliche Abschlußarbeit des Studiums.


In einer Abschlußarbeit gilt es nun zu zeigen, was man im Studium gelernt hat, bezogen auf ein
präzises Thema. Es wird verlangt, wissenschaftlich zu arbeiten, logisch zu argumentieren und mit
Quellen und Literatur kritisch umzugehen. Auch die formale Gestaltung der Arbeit gehört zu
einem Kritikpunkt. Hierbei sind generell dieselben Punkte zu beachten wie bei einer Hausarbeit,
die Themenstellung ist jedoch umfangreicher, es wird mehr Eigenarbeit verlangt und man hat
mehr Bearbeitungszeit.

Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit

Die Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit erfordert außer den Vorbereitungen und der
Formulierung der Gedankengänge auch einen formalen Rahmen. Dieser soll in den folgenden
Kapiteln vorgestellt werden. Die angegebenen Darstellungsweisen stellen nicht der Weisheit letzte
Schluß dar, sondern sollen als Richtlinien für formale Korrektheit gelten. Wichtig ist v.a., daß –
egal welche Form man verwendet – diese für den Leser verständlich, sofort ersichtlich und
übersichtlich ist, und daß man sie konsequent anwendet.
Aufgrund der Tatsache, daß in den letzten Jahren die Schreibmaschine fast in allen Bereichen
durch den Computer ersetzt worden ist, erscheint es angebracht, auch einige Hinweise zur
Bearbeitung von Texten mit Computern zu geben. Die Hauptverwendung von
Textverarbeitungsprogrammen besteht in der Automatisierung formeller Aspekte der
Textgestaltung: Einfügung von Fußnoten, Anordnung von Nummerierungen und Aufzählungen,
automatische Erstellung von Indices und Inhaltsverzeichnissen etc.. Benutzt man diese Elemente
nicht, so kann die Texterstellung teilweise sehr zeitaufwendig und vor allem nervenraubend sein.
In den folgenden Ausführungen werden Vorschläge zum sinnvollen Gebrauch von
Textverarbeitungsprogrammen zusammen mit den einzelnen formalen Themen dargestellt (siehe
: ). Eine Gesamtdarstellung eines oder mehrer Textverarbeitungsprogramme kanne hier nicht
erfolgen.

Elemente einer Hausarbeit

Titelblatt
Inhaltsverzeichnis
Vorwort/Einleitende Bemerkungen
Einleitung
Hauptteil = Text
Schlußbemerkungen/Fazit
Anhang/Glossar
Abkürzungsverzeichnis
Literaturverzeichnis/Bibliographie
(Index)

Titelblatt

Folgende Informationen sollte das Titelblatt enthalten (mit zwei Möglichkeiten der Anordnung auf
dem Blatt):
• UdS, Bezeichnung des Seminars, Seminarleiter, laufendes Semester, Datum der Abgabe (a.
linksbündig, oben; b. zentriert, oben)
• Thema der Arbeit (a. und b. zentriert, Mitte)
• Vorgelegt von: Name und Anschrift des Verfassers (a. rechtsbündig, unten; b. zentriert, unten)

Inhaltsverzeichnis

• Am Anfang der Arbeit nach Titelblatt


• Nummerierung, Kapitelbezeichnung, Seitenzahl
• Nicht zu tief gliedern, höchstens 4–5-stufig
• Entweder nur Zahlen oder gemischtes System zur Nummerierung: 1.2.3.4.5 oder I.A.1.a. α
(oder ähnliches)
• Hinter letzte Zahl der Aufzählung keinen Punkt setzen: 1.2.1
• Nummern von Überschriften und Seitenzahlen sollten rechtsbündig sein
• Übersichtlichkeit durch gestuftes Einrücken der Gliederungspunkte (siehe Inhaltsverzeichnis),
aber keine Leerzeichen, sondern Tabstops benutzen :

Vorwort/Einleitende Bemerkungen

In einem Vorwort kann man den eigenen Bezug zum Thema darstellen und dessen Wahl
begründen. Auch Gründe für spezifische Eingrenzungen des Themas können hier zur Sprache
gebracht werden.
Einleitung

• Eingrenzung des Themas durch Formulierung der Zielsetzung und Fragestellung


• Vorschau auf Arbeit, methodischer Ansatz
• Darstellung der Quellen- und Literaturlage und des Forschungsstandes
• Evtl. Definition von Schlüsselbegriffen, die in besonderer Weise verwendet werden
• Bei Hausarbeiten innerhalb der Literaturwissenschaft auch Einbettung des/der zu behandelden
Werke(s) in den literarhistorischen Kontext

Hauptteil

• Skizzierung der für die Fragestellung relevanten linguistischen, literaturwissenschaftlichen,


historischen, kulturellen, etc Rahmenbedingungen
• Gedankliche Entwicklung des Themas in Hinblick auf die in der Einleitung formulierten Ziel-
setzungen und Fragestellungen
• Dabei: Vorstellung der eigenen Argumentation und Quelleninterpretation
• Einfügen von textbegleitenden Elementen wie Zitate, Querverweise, Quellenangaben,
Fußnoten, Anmerkungen, etc.

Schlußbemerkung/Fazit

• Zusammenfassung der im Hauptteil gemachten Ergebnisse


• Keine Gedanken mehr ausführen, die noch nicht im Hauptteil behandelt worden sind
• Bedeutung der gewonnenen Erkenntnisse sollen nochmal auf den Punkt gebracht werden
• Beantwortung der in der Einleitung gestellten Fragen
• Vergleich mit bisherigen Forschungsergebnissen
• Ausblick auf noch offene Fragen

Wichtig: Einleitung, Hauptteil und Schluß sollten keine drei voneinander unabhängige Teile einer
Arbeit sein, sondern ineinander übergehen und mit Querverweisen Lebendigkeit und Dynamik
entwickeln
Anhang/Glossar

• Abbildung von Quellen, die schwer zugänglich sind, oder von eigenen Übersetzungen, die für
das Verständnis der Arbeit unabdingbar sind
• Ein Glossar wichtiger Begriffe kann evtl. Definitionen der Einleitung ergänzen oder sogar ganz
ersetzen

Abkürzungsverzeichnis

• Erklärung im Text benutzter Abkürzungen, welche nicht üblich sind, sondern fachspezifischen
oder individuellen Charakter haben
• Beschränken sich diese jedoch nur auf einige wenige, so können sie auch bei ihrem
Erstauftreten im laufenden Text angegeben werden

Literaturverzeichnis/Bibliographie

• Literaturverzeichnis/Literaturnachweis: Literatur, die zur Bearbeitung des Themas verwendet


wurde
• Bibliographie: Zusätzlich zur verwendeten Literatur alle Literatur, die für das Thema relevant
ist
• Alphabetisch geordnet : 4
• Evtl. nach Primär-/Sekundärliteratur oder thematisch getrennt
• Zweite Zeile bei Literaturangaben um einige Leerzeichen einrücken wegen besserer Übersicht-
lichkeit und größerer Abstand zwischen einzelnen Literaturangaben
• Bei kontinuierlicher Kurzzitierweise ist die Art und Weise der Literaturangabe
dementsprechend umzugestalten.

(Index)

4
Kann vom Textverarbeitungsprogramm automatisch alphabetisch geordnet werden.
Erst bei umfangreicheren Arbeiten relevant, um einige Schlüsselbegriffe inhaltlich zugänglich zu
machen.

Textbegleitende Elemente

Wie gibt man Literatur an?

• Wichtig: Konsequente Anwendung einer Form der Literaturangabe


• Ausgangspunkt: Familienname; vorangestellte Adelsbezeichnungen wir „de“ und „von“
gehören nicht zum Nachnamen, wohl aber großgeschriebene Präpositionen vor dem Namen:
Saussure, Ferdinand de
Cervantes, Miguel de
LaFontaine,
• Name in KAPITÄLCHEN, Vorname nicht; Vorname immer ausschreiben
• Bis zu drei Verfassern werden namentlich aufgeführt; ab vier Verfassern wird nur der erste
Verfasser, dahinter folgt: u.a.5 (‘und andere’). Dasselbe bei Herausgebern; Vorsicht:
Manche Bibliotheken führen Bücher mit mehr als drei Verfassern unter dem Sachtitel.
• Titel in Kursive; Artikel aus Zeitschriften u. Sammelbänden in „Anführungszeichen“ ohne
Kursive, dafür Titel der Zeitschrift oder des Sammelbandes in Kursive
• Bei fremdsprachigen Titeln Schreibweise des Originals beibehalten: Englisch: Großschreibung
aller Wörter außer Artikel, Präpositionen und Konjunktionen. Roman. Sprachen: Nur
Eigennamen werden großgeschrieben6
• Herausgeber bzw. herausgebende Institution werden wie Verfasser den übrigen Institutionen
vorangestellt; Ausnahme: Werke, die v.a. unter ihrem Sachtitel bekannt sind wie
Handbücher oder Lexika, Angabe des Herausgebers folgt
• Berücksichtigung immer der letzten überarbeiteten Auflage für neuesten Stand der
Theorieentwicklung
• Aber auch frühere Auflagen könne wichtig sein, wenn sie zum Beispiel inhaltliche
Unterschiede aufweisen bzw. wenn die Meinungsentwicklung wichtig ist
• Evtl. Angabe der Ersterscheinung, wenn zeitlicher Abstand zur nächsten Auflage groß ist
• Bei Übersetzungen und Bearbeitungen sollte man außer den Angaben zum Erscheinen der
übersetzten oder bearbeiteten Fassung auch die Angabe zur Originalausgabe aufnehmen

5
In Spanischen Bibliographien oft: VV.AA. = varios autores.
6
Im Französischen außerdem: Ist das erste Wort ein Artikel, so wird folgendes Substantiv auch großgeschrieben.
• Erscheinungsort = Verlagsort, nicht Druckort; bei mehreren Verlagsorten wird nur der
erstgenante Verlagsort mit dem Zusatz u.a. aufgeführt; kein vorhandener Erscheinungsort ist
mit o.O. (‘ohne Ort’) zu kennzeichnen7
• Angabe des Verlages in Deutschland nicht üblich; Konvention, daß spanischsprachige Literatur
immer mit Verlag angegeben wird
• Evtl. Angabe der Reihe, in der das Werk erschienen ist
• Bei Zeitschriften Angabe des Jahrganges und des Kalenderjahres (in Klammern)
• Buch mit einem Verfasser:
BERNECKER, Walther L.: Spaniens Geschichte seit dem Bürgerkrieg, München, 3.
neubearbeitete u. erweiterte Aufl., München 1997 (Beck’sche Reihe)
• Buch mit zwei Verfassern:
DIETRICH, Wolf u. GECKELER, Horst: Einführung in die spanische Sprachwissenschaft, 2.
durchgesehene Aufl., Berlin 1992
• Mehrbändiges Werk:
MENÉNDEZ PIDAL, Ramón: Cantar de Mio Cid, Texto, gramática y vocabulario, 3 Bde,
Espasa-Calpe, Madrid I. 1944, II./III. 1946
• Ein Band aus einem mehrbändigen Werk:
MENÉNDEZ PIDAL, Ramón: Cantar de Mio Cid, Texto, gramática y vocabulario, Band 2:
Vocabulario, Espasa-Calpe, Madrid 1946
• Werk mit Verfasser und Herausgeber/Übersetzer:
(anonym): El Cantar de Mio Cid, übersetzt und eingeleitet von Hans-Jörg Neuschäfer,
München 1964 (Klassische Texte des Romanischen Mittelalters, Bd. 4)
• Nachdruck eines früher erschienenen Werkes:
• Körperschaften/Institutionen:
INSTITUTO CERVANTES (Hrsg.): Las aportaciones del hispanismo alemán y su recepción en
España, Madrid 1996 (Edición coordinada por Günther Haensch y Alfonso Muñoz Cosme)
• Sammelband mit Herausgeber:
BERNECKER, Walther L. u. DIRSCHERL, Klaus (Hrsg.): Spanien heute: Politik, Wirtschaft,
Kultur, Frankfurt a. M. 1998, Bibliotheca Ibero-Americana Bd. 65
• Einzelartikel aus Sammelband:
NEUSCHÄFER, Hans-Jörg: „Von der movida zum Kulturbusiness. ein Blick in den
Literaturbetrieb der 90er Jahre“, in: BERNECKER, Walther L. u. DIRSCHERL, Klaus (Hrsg.):
Spanien heute: Politik, Wirtschaft, Kultur, Frankfurt a. M. 1998, Bibliotheca Ibero-
Americana Bd. 65
• Handbuch, Lexikon (allgemein):
METZLER-FILM-LEXIKON, hrsg. v. Michael Töteberg, Stuttgart 1995

7
Entsprechend o.J. (ohne Jahr).
• Angabe eines Artikels aus einem Lexikon:
SCHÜTZ, Jutta: Art.8 „Viridiana“ in: Metzler-Film-Lexikon (hrsg. v. Michael Töteberg),
Stuttgart 1995
• Aufsatz in Fachzeitschrift:
MENÉNDEZ PIDAL, Pelayo: „Cómo trabajaron las escuelas alfonsíes“, in: Nueva revista de
filología hispánica, Vol. V, núm. 4 (1951), S. 363-380
• Bei Dissertationen sollte zusätzlich zu Ort u. Jahr des Druckes auch Ort und Jahr der
Dissertation in Klammern angegeben werden.
• Bei Nachdrucken sollte man die Vorlage ganz normal angeben und mit dem Zusatz (Nachdr.,
Ort, Jahr) versehen.

Zitation

= wörtliche Übernahme aus Primär- oder Sekundärliteratur


• Zitate müssen in Anführungszeichen gesetzt werden; ab drei bis vierzeiligen Zitaten sollten
diese durch einen eigenen Absatz, Einrücken und eine kleinere Schrift gekennzeichnet
werden (10 dpi, Zeilenabstand einfach)
• Auslassungen werden gekennzeichnet durch: [...]
• Hinzufügungen und Veränderungen: eckige Klammern [abcd]
• Unterstreichungen und Übersetzungen sind durch die Zusätze „Hervorhebung des Verfassers“
und „Übersetzung durch den Verfasser“ zu kennzeichnen
• Zitate im Zitat durch einfache Anführungszeichen kennzeichnen
• Bei wörtlichen Zitaten müssen auch eventuelle Fehler übernommen werden; sie werden jedoch
mit [sic] gekennzeichnet, um sie nicht als eigene Fehler dastehen zu lassen
• Fußnotenziffer hinter die Anführungszeichen am Ende des Zitates zur Angabe der Quelle;
Fußnote besser auf derselben Seite anbringen
• Bei modernen Autoren zitiert man, wenn es mehrere Auflagen gibt, die letzte durchgesehene,
berichtigte und ergänzte, man zitiert aus ersten, wenn folgende nur Nachdrucke sind

Quellenangaben und warum

• Man muß Quellen angeben bei:


• Zitaten
• Sinngemäßen Wiedergaben
• Erkenntnissen, die nicht von einem selbst stammen
• Tatsachen, auf denen die eigenen Gedanken aufbauen
8
Oder auch s.v. (= lat. sub voce) zum Verweis auf Lexikon-Stichwort.
• beinhaltet alle Arten von Quellen: Primär-, Sekundär-, Tabellen, Karten, Abbildungen,
Fotokopien von Texten, Lexikonartikel, etc.
• Angaben und Aussagen im Text müssen für den Leser nachprüfbar sein:

„Die Nachprüfbarkeit aller Aussagen, die Sie machen, ist ein ganz entscheidendes formales Kriterium für die
Wissenschaftlichkeit Ihres Textes. Sie zu fordern, ist nicht bloß Konvention, und sich entsprechend zu verhalten,
nicht bloß gutes Benehmen im Wissenschaftbetrieb.Es hängt vielmehr eng zusammen mit der für Wissenschaft
wesentlichen sozialen Qualität des Bemühens um Erkenntnis. In der Wissenschaft geht es eben nicht um die
Suche nach nur individueller Wahrheit [...], sondern um die Suche nach dem, was allgemeine Wahrheit, also
Wahrheit nicht nur für mich, sondern auch für – möglichst viele – andere sein kann. Und genau dafür, daß dies
möglich wird, braucht man die Überprüfbarkeit der Aussagen, wenn sie als wissenschaftlich gelten können [sic]
sollen.“9

• Man kann sich auch selbst vor falschen Aussagen schützen, wenn man die Meinung eines
Autors wiedergibt, welche aber allgemein für wissenschaftlich inkorrekt gehalten wird
• Quellenangaben werden normalerweise in Fußnoten untergebracht; dabei muß auch die
Seitenzahl angegeben werden, auf der die Aussage bzw. das Zitat zu finden ist
Beachte: S. 30; S. 30f. (= S. 30 + 31); S. 30ff. (= S. 30–32); ansonsten S. 30–38
• Literaturangaben beim ersten Auftreten vollständig, danach genügt
• entweder die Kurzzitierweise
• oder bei nur einem Titel eines Verfassers dessen Namen + a.a.O. (= an angegebenem Ort)10
• jedoch immer mit Seitenangaben oder Bandangabe
• Wird dasselbe Werk mehrfach hintereinander aufgeführt, genügt ab dem zweiten Erscheinen
die Bemerkung ebd. (= ebenda) oder ibid. (= ibidem) + Seitenzahl
• Kurzzitierweise: Nur Angabe des Verfassers, des Erscheinungsjahres 11 und der Seitenzahlen;
hat der gleiche Autor jedoch mehrere Werke im selben Jahr verfaßt, so setzt man einen
zusätzlichen Buchstaben dahinter:
MENÉNDEZ PIDAL 1944 (S. 144f.), MENÉNDEZ PIDAL 1946a (s.v. capielo), MENÉNDEZ PIDAL 1946b
• Benutzt man lediglich die Kurzzitierweise zur Literaturangabe (und verzichtet somit auf eine
vollständige erste Notierung eines Werkes in den Fußnoten), so ist das Literaturverzeichnis
dementsprechend umzugestalten. Als erstes steht nun der Name des Autors gefolgt von dem
Erscheinungsjahr, dahinter (=) wird nun die vollständige Literaturangabe dargestellt (ohne
Erscheinungsjahr). Somit kann der Leser die in den Anmerkungen abgekürzten Angaben
mit Hilfe des Literaturnachweises vollständig auflösen:
MENÉNDEZ PIDAL 1944 = MENÉNDEZ PIDAL, Ramón: Cantar de Mio Cid, Bd. 1: Crítica del texto
- gramática, Madrid, Espasa-Calpe

9
SESNIK, Werner: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, 4. Aufl., München 1999 (S. 105)
10
Diese Art und Weise der Notierung hat den Nachteil, daß man die vollständige Literaturangabe in den vorherigen
Seiten suchen muß.
11
Evtl. zusätzlich noch Kurztitel.
MENÉNDEZ PIDAL 1946a = MENÉNDEZ PIDAL, Ramón: Cantar de Mio Cid, Bd. 2: Vocabulario,
Madrid, Espasa-Calpe
MENÉNDEZ PIDAL 1946b = MENÉNDEZ PIDAL, Ramón: Cantar de Mio Cid, Bd. 3: Texto del
cantar y adiciones, Madrid, Espasa-Calpe
• Einleitung der Quellenangabe bei
• Zitaten: ø
• sinngemäßen Wiedergaben mit vgl./siehe/nach,
• ähnlicher Position anderer Autoren mit vgl. auch/s. auch,
• anderer Position mit vgl. aber, bzw. ausformulierten Sätzen.
• Alle Quellenangaben müssen auch im Literaturverzeichnis aufgenommen werden
• Bei der Übernahme von schon vorhandenen Übersetzungen sollte auch die Edition/Auflage des
Originaltextes angegeben werden.

Fußnoten

• In Fußnoten unterzubringen sind


• Belegstellen für Zitaten
• Quellenangaben
• Verweise auf andere Autoren
• Anmerkungen des Verfassers, die den Argumentationsfluß unterbrechen, aber zum besseren
Verständnis sinnvoll erscheinen
• Erläuterungen, wie z.B. biographische Angaben zu erwähnten Personen, Hinweise zu Orten
und Ereignissen
• Kommentare und ergänzende Informationen
• Übersetzung einer Textstelle in eigene Sprache oder umgekehrt Originaltext zu Kon-
trollzwecken
• abweichende, gegensätzliche Positionen
• Zitate, wenn sie den Argumentationsverlauf im Haupttext stören würden
• Fußnoten automatisch mit Textverarbeitungsprogramm einfügen : ; am besten auf der selben
Seite unten anbringen (und nicht am Ende des Dokumentes); Schriftgröße 10 dpi, Blocksatz,
Zeilenabstand einfach; Nummerierung der Fußnoten geschieht automatisch, so daß Hinzu-
fügungen und Löschungen auch berücksichtigt werden
• Anmerkungen beginnen wie ein Satz mit Großbuchstaben und enden mit einem Punkt
• Fußnoten und Anmerkungen sollten nie zu lange sein und v.a. den Haupttext nicht an Volumen
übertreffen
Gestaltung der Seite (Layout)

• Papiergröße DIN A 4; nur einseitig beschreiben


• Schriftgrößen: Text 12 dpi12, Hauptüberschriften 14 dpi; Fußnoten und Zitate 10 dpi
• Zeilenabstand: 1,5 Zeilen = 18 dpi; bei Fußnoten und Zitaten nur einfach
• Blocksatz verwenden = links- und rechtsbündig; aber Vorsicht: Computer trennt nicht
automatisch am Zeilenende, so daß größere Lücken im Text entstehen; diese müssen
entweder durch die Trennfunktion des Textverarbeitungsprogrammes oder durch Einfügen
von Trennungszeichen (-) manuell entfernt werden :
• Satzspiegel13 ◊ Ränder: links: , rechts: , oben: , unten: (Korrekturrand und evtl. Randverluste
beim Binden beachten)
• Absätze sind erwünscht zur Gliederung des Textes; evtl. eine Leerzeile dazwischen oder
Formatierung des Abstandes zwischen Absätzen mit Hilfe des
Textverarbeitungsprogrammes :
• Abstände: Überschrift – Text: eine Leerzeile; Text – folgende Überschrift: 2–3 Leerzeilen
• Seitenzahl: rechts oben; in Schriftgröße des Textes; rechtsbündig; sollte nicht vom Text
verschlungen werden; beginnt mit Seite 1 nach Inhaltsverzeichnis :
• Erste Zeile eines neuen Absatzes immer um ca. 0,4 cm eingezogen; Ausnahme erste Zeile des
Absatzes nach der Kapitelüberschrift linksbündig
• Fußnoten automatisch mit Textverarbeitungsprogramm einfügen : ; am besten auf der selben
Seite unten anbringen (und nicht am Ende des Dokumentes); Schriftgröße 10 dpi, Blocksatz,
Zeilenabstand einfach; Nummerierung der Fußnoten geschieht automatisch, so daß Hinzu-
fügungen und Löschungen auch berücksichtigt werden
• Evtl. Kopfzeile oben zur Angabe der Kapitel, Unterkapitel (10 dpi) und der Seitenzahl (12 dpi)
:
• Unterstreichungen vermeiden (Relikt der Schreibmaschine) ◊ Hervorhebungen durch
Fettdruck oder Kursive; Anführungszeichen für Zitate und Kapitälchen für Autorennamen
vorbehalten; aber: sparsam mit Hervorhebungen umgehen, damit ihre Funktion auch erfüllt
wird
• Neue Überschrift nicht als letzte Zeile einer Seite stehen lassen; letztes Wort eines Absatzes
nicht auf nächste Seite verbannen

12
= ‘dots per inch’.
13
= Bereich der Seite, der beschrieben wird.
Rechtschreibung

• Darauf achten, daß Text orthographisch einwandfrei ist; dazu Wörterbücher wie Duden oder
Wahrig benutzen; auch die Rechtschreibprüfung bei Textverarbeitungsprogrammen ist eine
Hilfe, sie ist zwar kein Ersatz für Wörterbücher, kann aber v.a. auf Tippfehler aufmerksam
machen
• Anmerkung zur neuen Rechtschreibung
• Auch eine deutsche Grammatik hilft bei Zweifeln in der Formulierung

Sonderzeichen

• Sonderzeichen müssen gesetzt werden; ihre Auslassung gilt als Fehler (auch in der
Bibliographie)
• Alle spanischen Akzente können direkt über die Tastatur eingegeben werden : :
• dé14 = d + ´ + e
• año = a + ALTGR + n + o
• Lediglich das Altspanische ç muß über den ASCII–Code ALT + 0231 eingegeben werden (ist
es oft zu benutzen, so kann man dieses Zeichen auch z.B. mit Strg+C kopieren und mit
Strg+V einfügen oder ein ‘shortcut’ herstellen) :
• Auch die spanischen Anführungszeichen am Satzanfang sollten richtig gesetzt werden:
• ¿ (ALT+0191) und ¡ (ALT + 0161)15 :
• Wer sich am Computer überhaupt nicht auskennt, der ist dazu verpflichtet, alle Sonderzeichen
und diakritische Zeichen handschriftlich nachzutragen; dies gilt auch bei der Verwendung von
phonetischen und nicht-lateinischen Alphabeten

Stil

• Sätze immer vollständig beendigen und darauf achten, daß alle notwendigen Satzteile
vorhanden sind
• Keine zu langen inneinandergeschachtelten Sätze schreiben
• Benutzung der Reihe Duden, v.a. Synonyme16, Antonyme; Stilkunde17
• Zu viele Fremdwörter vermeiden

14
1. o. 3. Pers. Sg. Pres. de Subj. von ‘dar’.
15
Bei Microsoft Word haben beide auch den Shortcut ALT + STRG + ?/!.
16
Z.B.: DORNSEIFF, Franz: Der deutsche Wortschatz nach Sachgruppen, Berlin 1959.
17
Siehe auch z.B.: TEXTOR, A. M.: Sag es treffender, Hamburg 1968 (rororo TB) oder SCHNEIDER, Wolf: Deutsch für
Kenner. Die neue Stilkunde, Hamburg 1987.
• Fachbegriffe immer verwenden

Tips:
• Mit Freunden Arbeiten gegenseitig austauschen; so können Aspekte wie Orthographie und
Ausdruck kontrolliert werden; die Nachsicht durch einen Fachfremden kann auch noch
zusätzlich Hinweise zur Verständlichkeit liefern (evtl. Benutzung der deutschen Korrektur-
zeichen, siehe Duden)
• Nach der schriftlichen Erledigung der Arbeit ein paar Tage Abstand zu ihr gewinnen, dann
nochmal durchlesen
• Pro- und Hauptseminare ernst nehmen, damit man seinen eigenen Stil findet

Abkürzungen

Wie bei Literaturangaben und formalen Gesichtspunkten der Textgestaltung, so sollte auch
Abkürzungen konsequent benutzt werden. Eigene – nich den Konventionen entsprechende –
Abkürzungen müssen erklärt werden.
Werden im Plural stehende spanische Wörter abgekürzt, müssen die entsprechenden Buchstaben
verdoppelt werden: EE.UU. = Estados Unidos, VV.AA. varios autores.
Übersicht über die wichtigsten Abkürzungen (Plural in Klammern) bei Literaturangaben:

Dt. /Lat./Spanisch Deutsch Latein Spanisch


Band/volumen, tomus/volumen, tomo Bd. (Bde.) vol., t. (tt.) vol. (vols.), t. (tt.)
Seite/ pagina/página S. p. (pp.) p. (pp.)
folgende/sequitur/siguiente f. (ff.) sq. (sqq.) y s. (y ss.)
–/sub voce/– ◊ s.v. ⇓
vergleiche/confer vgl. cf. cfr., cf.
siehe/vide/véase s. v., vid. v., vid.
ebendort, ebenda/ibidem/ibídem ebd. ibid. ibíd.
Herausgeber/editor/editor Hg., Hrsg. ed. ed.
und andere/et alii/– u.a. et al. 18

ohne Ort/sine loco/– o.O. s.l. ⇓


ohne Jahr/sine anno/– o.J. s.a. ⇓
am angegeben Ort/opera citato19/– a.a.O. op. cit., o.c. ⇓

Zur Verwendung des Computers : und weitere Tips

Nun hat man mühevoll alle Informationen und Materialien gesammelt, das Thema erfolgreich
bearbeitet und gut gegliedert, da tauchen nun Probleme auf, die Ideen auf dem
18
Entweder werden alle Autoren angegeben oder gar keiner mit dem Hinweis VV.AA. = varios autores.
19
Auch loco citato (loco cit., l.c.).
Computerbildschirm verwirklichen zu können. Es beginnt der Kampf mit der Willkür des
Textverarbeitungsprogrammes und den mangelnden eigenen Kenntnissen desselben. Was tun?
Sind die Kenntnisse über das verwendete Textverarbeitungsprogramm gering, so sollte man einen
Einführungskurs besuchen, um sich ein Bild über die Funktions- und Arbeitsweisen eines solchen
Programmes zu verschaffen. Informationen erhält man dazu im Rechenzentrum, CIP-Pool und bei
der Volkshochschule.
Man kann sich natürlich auch die Anwendung eines Programmes selbst beibringen. Jedoch ist
Vorsicht bei Zeitdruck geboten, da am Anfang wahrscheinlich nicht alles klappen wird.20
Hat man nun konkrete Probleme, so sind die Anlaufstellen Freunde und Bekannte nicht zu
vernachlässigen. Zwar haben ein Physiker und ein Hispanist auf den ersten Blick nichts
gemeinsam, jedoch müssen beide ihre Ergebnisse präsentieren. Sie stoßen auf ähnliche Probleme
und können sich gegenseitig Tips geben.
Auch wurde bei der Erstellung dieses Leitfadens versucht, bei den jeweils angesprochenen
Themen gleich auf die spezielle Verwendung des Computers hinzuweisen. Eine Darstellung
einzelner Programme würde jedoch über unsere Zielsetzung hinausführen. So beschränken sich
die Anmerkungen auf die bei Textverarbeitungsprogrammen verwendete Terminologie, deren
Umsetzung dann in den einzelnen Programmen erarbeitet werden muß.

Im folgenden nun noch einige Tips und Konventionen:


• Textverarbeitungsprogramm kann automatisch Nummerierungen und Aufzählungen mit
hängendem Einzug formatieren :
• Jedes inhaltliche Element bzw. jedes Kapitel als getrennte Datei bearbeiten, dabei Text ohne
Formatierung herunterschreiben, lediglich Fußnoten einfügen; erst in der Schlußredaktion
alle Dateien zusammenfügen; dann ausdrucken und korrigieren; jetzt erst Formatierung
hinzufügen21 :
• Inhaltsverzeichnis erst am Schluß erstellen; entweder automatisch durch
Textverarbeitungsprogramm (Voraussetzung: Definition der Überschriften) oder manuell in
eigener Datei :
• Einzüge mit Tabulatoren erstellen und nicht mit Leerzeichen :
• Beginn der Arbeit nicht vor sich hinschieben, lieber zwischendrin eine schöpferische Pause
einlegen; so früh wie möglich mit dem Schreiben beginnen (wird oft unterschätzt); sobald
man das Thema hat, sollte man sich damit beschäftigen, zum Einstieg evtl. einige Aufsätze
darüber lesen

20
Bei einer autodidaktischen Annäherung sollte man die angebotenen Hilfefunktionen des Programmes in Anspruch
nehmen (in der Menüleiste unter ?).
21
So hat man weniger Probleme mit den schon definierten Formaten im Text, welche bei Veränderungen sehr störend
wirken können. V.a. kann man aber seine geistige Kraft darauf verwenden, seine Gedanken niederzuschreiben und
man muß nicht die ganze Zeit an Formalitäten denken.
• Im ersten Durchgang alles aufschreiben, was einem durch den Kopf geht; danach kann man
immer noch einiges in Fußnoten oder in den Anhang verbannen oder ganz weglassen
• Man muß nicht unbedingt mit dem ersten Kapitel anfangen
• Vermeidung von Ausrufezeichen zur Hervorhebung eines Sachverhaltes (sachlicher)
• Unbekannte Personen und geographische Namen erklären
• Vermeidung globaler Themenstellungen, um eine Arbeit nicht ausufern zu lassen
• Wenn am Computer gar nichts mehr geht, Einzelausdrucke machen und zusammenkleben
• Bei querformatiger Einstellung sind Tabellen, Abbildungen, Grafiken etc. mit einer Drehung
um 90° nach links anzuordnen
• Unterscheidung Trennungsstrich - und Gedankenstrich – :
• Vor Satzzeichen steht kein Leeranschlag ⌠ nach Satzzeichen steht ein Leeranschlag
• Beachte richtiges Setzen von Leeranschlägen bei Klammern: xxx (xxx xx x) xxx und xxx (xxx
xx x), xxx und xxx (xxx xx x). Steht innerhalb der Klammer ein vollständiger Satz, so
gehört das abschließende Satzzeichen in die Klammer.
• Hinter Anführungszeichen am Anfang und vor Anführungszeichen am Ende steht kein
Leeranschlag
• Vor und nach Gedankenstrichen jeweils ein Leeranschlag, es sei denn, esfolgt ein Satzzeichen
• Nach Kapitelnummer wie 1.2 oder I.1.a etc. folgen ca. 4 Leeranschläge Abstand zur
Kapitelüberschrift

Viele werden jetzt sagen, daß es unmöglich ist, auf alle die oben angegebenen Punkte Acht zu
geben und fehlerfrei vorzulegen. Deshalb sollten die Seminararbeiten genauso ernst genommen
werden wie die Magister- bzw. Staatsarbeit. Sie sollen als Übungseinheiten angesehen werden, bei
denen es genauso um eine Fehlerminimierung geht wie in der Abschlußarbeit. Ein sehr gutes
Training läßt auch die Qualität der Abschlußarbeit steigen.
Je weniger formale Fehler eine Arbeit enthält, desto mehr Freude bereitet es, eine Arbeit zu lesen.
Bei vielen formalen Mängeln geht der/die DozenIn die Korrektur schon voreingenommen an.
Aber das will doch jeder vermeiden.
Zur inhaltlichen Gestaltung einer Arbeit sollte man sich vor Augen halten, daß eine schriftliche
Arbeit etwas ist, das sich entwickelt und das eine gewisse Dynamik hat. Man fängt also nicht
vorne an zu schreiben und hört hinten auf. Man bearbeitet vielmehr Einzelstücke, verbindet sie mit
Querverweisen, man schreibt Karteikärtchen mit Literaturangaben und verbindet diese wiederum
mit anderen Bibliographien. Dabei werden Sachen weggelassen, ausgeführt, verbessert, etc..
Zum Abschluß dieses Kapitels noch ein Zitat Umberto Ecos, in dem er einen der wichtigsten
Punkte beim wissenschaftlichen Arbeiten anspricht:
„Eine wissenschaftliche Arbeit schreiben bedeutet Spaß haben, und es ist mit der Arbeit wie mit
dem Schlachten eines Schweines, wie die Italiener sagen: Man wirft nichts davon weg.“22

Spracherwerb (inkl. Radio und Fernsehen)

Der Weg zu einer sehr guten Beherrschung einer Sprache setzt sich aus mehreren Teilpunkten
zusammen:
⇒ Grammatik
⇒ Wortschatz
⇒ Aussprache.
Alle drei Komponenten wirken zusammen, wenn wir uns auf Spanisch unterhalten wollen.
Grammatik und Wortschatz bilden beim Lesen spanischer Literatur und zur Eigenkomposition
von Texten eine Einheit.
Zum Erlernen der spanischen Grammatik und eines guten Wortschatzes sei hier auf die
einzelnen Seminare und Übungen verwiesen sowie unten auf die Bibliographie. Man sollte sich
jedoch stets vor Augen halten, daß Grammatik und Wortschatz keine voneinander getrennte
Blöcke darstellen, sondern in allen Texten als Einheit vorkommen. Deshalb ist es wichtig, daß
man viel auf Spanisch liest, damit man sich an die gängigen idiomatischen Wendungen
gewöhnt und diese dann auch für die Eigenkomposition benutzen kann.
Sehr wichtig ist auch eine gute Aussprache des Spanischen, nicht nur um Verwechslungen
auszuschließen, sondern man kann mit einer guten Aussprache auch sein Interesse am
Studienfach bezeugen und nicht zuletzt müssen Lehramtskandidaten ihre erworbenen
Kenntnisse anderen richtig vermitteln.
Dazu gehört ein gutes Training zum Hörverstehen und zur Aussprache:
⇒ Man sollte sich auf der Uni eine/n spanischen Tandem-PartnerIn suchen. Auf diesem Weg
kann man abwechselnd nur Spanisch oder nur Deutsch reden und vielleicht sogar seinen
Freundeskreis erweitern.23
⇒ Man sollte das angebotene Tutorium zur spanischen Phonetik besuchen. Dort hat man die
Möglichkeit auf die individuellen Ausspracheschwierigkeiten aufmerksam gemacht zu
werden und die zu deren Tilgung notwendigen Maßnahmen zu erfahren.

22
ECO, Umberto: Come si fa una tesi di laurea, Milano 1977 (deutsche Übers. der 6. Aufl. 1993 von Walter Schick:
Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt)
23
Für spanische-lateinamerikanische Atmosphäre sorgen in Saarbrücken auch die Gaststätten ‘Die Gießkanne’,
‘Bodega La Guitarra’, ‘Zapata’ und das Restaurant ‘Barcelona’.
⇒ Man sollte sich spanische Programme im Radio anhören und im Fernsehen anschauen. Welche
Programme man wo und wie (d.h. über welche Satelliten) empfangen kann, ist aus dem
World Radio and Television Handbook24 zu entnehmen. Gastarbeitersender????. Im Internet
sind auch spanische Sender zu hören, so z.B. die Deutsche Welle unter
http://www.dwelle.de/language.html.
⇒ Will man die genaue Aussprache einzelner Wörter nachschlagen, so sei auf folgende
Wörterbücher hingewiesen, welche das IPA25 benutzen:
DICCIONARIO DE USO: GRAN DICCIONARIO DE LA LENGUA ESPAÑOLA, Sociedad General Española de
Librería S.A., Madrid 1985
DICCIONARIO PARA LA ENSEÑANZA DE LA LENGUA ESPAÑOLA, VOX, Universidad de Alcalá de
Henares, Biblograf S.A., Barcelona 1995 (in BRD Vertrieb durch PONS Klett)
DICCIONARI MANUAL: CASTELLÀ - CATALÀ, CATALÀ - CASTELLÀ, Barcelona 21976.
⇒ Auch die Kurse des Sprachenzentrums und das dort zur Verfügung stehende auditive und
multimediale Lernmaterial sollten zum Spracherwerb benutzt werden; dort werden Tutorien
zur Autididaktik angeboten.
⇒ Zusätzlich kann man in der Bibliothek der Phonetik bzw. Computerlinguistik (Bau 17) noch
Material zur spanischen Phonetik und Phonologie erhalten.

24
Es ist in Englisch verfaßt und erscheint jedes Jahr neu, so gegen Ende des Jahres.
25
= International Phonetic Alphabet; den genauen Gebrauch und Aussprache der einzelnen Laute kann man erfahren
aus: Handbook of the International Phonetic Association, A Guide to the Use of the International Phonetic Alphabet,
Cambridge, Cambridge University Press 1999.