Sie sind auf Seite 1von 4

ID 7Th DE

Dokumentierte Patientenaufklärung
Basisinformation zum Aufklärungsgespräch

Patientendaten/Aufkleber
Koloskopie
ggf. mit endoskopischer Resektion/Polypektomie

Spiegelung des Dickdarms ggf. mit Beseitigung


krankhafter Veränderungen

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,


die Spiegelung des Dickdarms ermöglicht es der Ärztin/dem Arzt (im Folgenden nur Arzt), die Ursache Ihrer Beschwerden
genauer feststellen, krankhafte Veränderungen im Darm (z.B. Entzündungen wie Geschwüre oder Crohn’sche Erkrankung, Blu-
tungsquellen, Polypen oder Tumore) möglichst früh erkennen und ggf. behandeln zu können. Häufig erfolgt die Spiegelung
des Dickdarms aber auch als Krebsvorsorge-Untersuchung. Vor der Spiegelung werden Sie über die Notwendigkeit und den
Ablauf der geplanten Maßnahmen sowie über die typischen Risiken und möglichen Folgen aber auch über die Alternativen
informiert. Danach können Sie sich entscheiden und in den Ihnen empfohlenen Eingriff einwilligen. Dieses Aufklärungsblatt
soll helfen, das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten und die wichtigsten Punkte zu dokumentieren.

Wie erfolgt die Spiegelung? In speziellen Fällen kann durch Aufsprühen von Farbstof-
Zur Spiegelung wird ein biegsames optisches Instru- fen auch eine Färbeendoskopie (sog. Chromoendoskopie) erfol-
ment (das Endoskop) vom After aus in den Dickdarm bis gen. Sollte dieses Verfahren bei Ihnen zur Anwendung kom-
zur Mündung des Dünndarms, in bestimmten Fällen bis in men, wird Sie Ihr Arzt darüber gerne näher informieren.
den unteren Dünndarmabschnitt vorgeschoben (Abb. 1). Falls erforderlich, lassen sich Gewebeproben mit einer
Durch Einblasen von Luft entfaltet sich der Darm, so dass kleinen Zange während der Spiegelung gewinnen. Werden
krankhafte Veränderungen besser erkannt werden können. krankhafte Veränderungen (z.B. Polypen, Blutungsquellen)
Manchmal ist es notwendig, die Lage des Endoskops mittels entdeckt, so behandelt sie der Arzt nach Möglichkeit gleich.
Röntgendurchleuchtung zu kontrollieren.
Die Gewebeentnahme bzw. die erforderlichen Behand-
lungsmaßnahmen sind weitgehend schmerzfrei, dagegen
kann die Spiegelung selbst als unangenehm oder sogar
schmerzhaft empfunden werden. Deshalb erhalten Sie i.d.R.
eine milde Beruhigungs- und/oder Schmerzspritze. Die Spie-
gelung kann aber auch in einer Kurznarkose/Sedierung (z.B.
mit Propofol) durchgeführt werden. Beim Einspritzen des Nar-
kose-/Sedierungsmittels in die Vene kann das punktierte Ge-
fäß kurzzeitig schmerzen. Gelegentlich wird zusätzlich ein
Medikament zur Ruhigstellung des Darmes verabreicht.
Trotz großer Erfahrung und äußerster Sorgfalt des Arztes
können in seltenen Fällen körperliche Besonderheiten (z.B.
Engstellen oder Knickbildung im Verdauungstrakt), techni-
sche Probleme (z.B. Störungen des Endoskops) oder auch die
Verunreinigung des Darmes das vollständige Gelingen der Un-
tersuchung/Behandlung verhindern. In seltenen Fällen kön-
nen deshalb auch wesentliche Befunde übersehen werden. Je
nach Ausmaß der Erkrankung ist dann eine Wiederholung
desselben Verfahrens oder ein anderes Verfahren erforderlich.
Wie erfolgt die Behandlung?
Abtragung von Polypen: Polypen sind gestielte oder fla-
Abb. 1: Koloskopie che, i.d.R. gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut. Sie
Dokumentierte Patientenaufklärung · Herausgeber: proCompliance in Thieme Compliance GmbH · Autor: Prof. Dr. med. C. Ell · Red. 05/2012
Juristische Beratung: RA Dr. jur. A. Schwerdtfeger · Wiss. Illustrationen: Alle Rechte bei Thieme Compliance GmbH · © 2012 by PDF 05/2012
Thieme Compliance GmbH, 91058 Erlangen · Nachdruck – auch auszugsweise – und Fotokopieren verboten. Bestell-Nr.: DE 612677
Bestell-Adresse: Thieme Compliance GmbH, Am Weichselgarten 30, 91058 Erlangen, Tel. 09131 93406-40, Fax 93406-70 · www.proCompliance.de
1
Abb. 2 Polypektomie
Abb. 3 Endoskopische Resektion

könnten jedoch bösartig werden, weshalb sie frühest möglich Bauchraums. Er ist mit höheren Risiken (z.B. stärkere Blu-
entfernt und feingeweblich untersucht werden müssen. tungen, Verletzung von Nachbarorganen) und einer längeren
Heilungs-/Erholungsphase behaftet.
Gestielte Polypen (bis zu einer gewissen Größe) lassen
sich mit einer über das Endoskop eingeführten Schlinge ein- Ihr Arzt empfiehlt Ihnen die Koloskopie und ggf. die
fangen und an der Basis elektrisch abtrennen (Polypekto- endoskopische Behandlung, weil sie nach Wertung aller
mie; Abb. 2). Die Abtragungsstelle ist dann verschorft. Fla- bisherigen Befunde in Ihrem Fall angemessen ist und i.d.R.
che Polypen werden häufig vorher durch Einspritzen eines die schonendste Methode darstellt. Auf Wunsch klärt Sie
Medikamentes in die umgebende Schleimhaut angehoben Ihr Arzt über die Alternativen näher auf.
und anschließend mit einer elektrischen Schlinge abgetra-
Gibt es Risiken/Komplikationen?
gen (endoskopische Resektion; Abb. 3). Manchmal werden
vor der Polypenabtrennung Medikamente in die polypenna- Die Dickdarmspiegelung und die endoskopische Be-
he Schleimhaut eingespritzt, um das Blutungsrisiko zu sen- handlung sind heutzutage risikoarme Routineverfahren.
ken. I.d.R. kann der abgetrennte Polyp über das Endoskop Trotz größter Sorgfalt kann es in Einzellfällen dennoch zu
geborgen und feingeweblich untersucht werden. Große oder Komplikationen kommen, die in Ausnahmefällen auch im
flächig gewachsene Polypen müssen evtl. in mehreren Tei- Verlauf lebensbedrohlich sein können und weitere Be-
len (scheibenweise) abgetragen werden. In einigen Fällen handlungsmaßnahmen erforderlich machen. Das Risiko ist
können krankhafte Veränderungen/Polypen auch durch Hit- erhöht bei besonderen körperlichen Verhältnissen (z.B.
zeanwendung (z.B. mit Laser) entfernt werden. nach Voroperationen). Zu nennen sind:
Stillung von Blutungsquellen: Zeigt sich bei der Spie- • Gelegentlich Verletzung der Darmwand oder des
gelung eine Blutungsquelle wie z.B. ein Geschwür oder ein Schließmuskels durch das Endoskop, die Zusatzinstru-
sog. Blutschwamm (Angiodysplasie), so kann sie über das mente, das Einblasen von Luft oder im Rahmen der Ge-
Endoskop gestillt werden. Dies erfolgt durch Einspritzen ei- webeentnahme bzw. der Behandlungsmaßnahmen.
nes Medikamentes, durch Unterbindung mit Metallclip Leichte Blutungen und Schmerzen können die Folgen
oder durch Anwendung von Wärmesonden. sein, die meist keiner Behandlung bedürfen und von
Manchmal ist jedoch eine endoskopische Beseitigung selbst zum Stillstand kommen bzw. abklingen. Sehr sel-
krankhafter Veränderungen/Blutstillung nicht möglich, so ten Verletzung umgebender Organe und Gewebe-
dass eine operative Behandlung notwendig werden kann. strukturen (z.B. Einriss der Milz) während der Untersu-
chung, die ggf. operativ behandelt werden müssen. Gele-
Gibt es Alternativmethoden? gentlich – insbesondere nach der Beseitigung krankhaf-
Krankhafte Veränderungen des Dickdarms können ter Veränderungen – kann es zu einem Darmdurch-
manchmal auch durch Ultraschall, Röntgenverfahren mit bruch (Perforation) kommen. Dies erfordert i.d.R. unver-
Kontrastmitteln (z.B. Computertomographie) oder die sog. züglich eine intensivmedizinische und/oder operative
Kernspintomographie sichtbar gemacht werden. Diese Ver- Behandlung. Treten Darmbakterien in den Bauchraum
fahren sind zwar weniger unangenehm, ermöglichen dem aus, kann es zu einer Entzündung des Mittel-, Rippen-
Arzt jedoch nicht, den Dickdarm unter direkter Sicht zu be- oder Bauchfells (Peritonitis) bzw. des Herzbeutels kom-
gutachten, Gewebeproben zu entnehmen und ggf. notwendi- men, die meist mit Antibiotika gut beherrschbar ist;
ge Behandlungsmaßnahmen durchzuführen. Auch weisen die • gelegentlich stärkere Blutungen durch die Entnahme
bildgebenden Verfahren z.T. eine Strahlenbelastung auf. Die von Gewebeproben, durch die Behandlungsmaßnahmen
einzige Alternative zu den endoskopischen Behandlungsmaß- oder infolge von Verletzungen. Sie lassen sich meist en-
nahmen ist der chirurgische Eingriff mit Eröffnung des doskopisch durch Medikamenteneinspritzung bzw. An-
2
wendung von Hitzeverfahren oder mechanisch mittels Über spezielle Risiken und mögliche Komplikationen
Klammerung stillen. Nur selten kann eine Operation in Ihrem Fall klärt Sie Ihr Arzt im Gespräch näher auf.
und/oder die Übertragung von Blut/Blutbestandteilen
erforderlich werden. Durch das Fremdblut kann es sehr
Wie sind die Erfolgsaussichten?
selten zu Infektionen kommen, z.B. mit Hepatitis-Viren Durch die Spiegelung und die feingewebliche Untersu-
(Folge: Leberentzündung), extrem selten mit HIV (Spät- chung der ggf. entnommenen Gewebeproben lassen sich
folge: AIDS) und/oder anderen Erregern (z.B. von BSE, krankhafte Veränderungen des Dickdarms mit hoher Si-
Variante der Creuzfeldt-Jakob-Erkrankung) sowie der- cherheit erkennen. Akute bzw. vorangegangene Blutungen
zeit unbekannten Erregern. Nach einer Transfusion be- lassen sich durch die endoskopische Behandlung der Blu-
steht die Möglichkeit einer Kontrolluntersuchung. Eine tungsquellen mit hoher Sicherheit stillen. Gelegentlich sind
Eigenblutspende ist i.d.R. nicht sinnvoll; jedoch mehrere Behandlungssitzungen im Abstand von Ta-
• selten Infektionen mit Fieber (antibiotisch gut behan- gen oder Wochen erforderlich.
delbar); sehr selten Keimausbreitung in die Blutbahn Die Beseitigung krankhafter Veränderungen/Polypen
(Bakteriämie) bis hin zur Blutvergiftung (Sepsis) oder stellt i.d.R. bereits die endgültige Behandlung dar. Der Erfolg
Herzinnenwandentzündung (Endokarditis), die eine kann jedoch nicht garantiert werden. Auch die erneute Bildung
intensivmedizinische Behandlung erfordern; von weiteren Polypen lässt sich nicht ausschließen. Fallweise
• selten allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit) muss der Eingriff wiederholt werden, z.B. wenn nicht alle Poly-
z.B. auf eingespritzte Medikamente bzw. Betäubungs- pen in einer Behandlungssitzung entfernt werden konnten
mittel sowie auf die Farbstoffe bei der Färbeendosko- oder wenn die feingewebliche Untersuchung dies erfordert.
pie. Sie äußern sich z.B. als Brechreiz, Juckreiz oder Werden bösartige Veränderungen vermutet und ent-
Hautausschlag. Meist klingen sie von selbst wieder ab fernt, so kann in Abhängigkeit von der feingeweblichen Un-
und bedürfen i.d.R. keiner Behandlung; tersuchung auch eine operative Weiterbehandlung mittels
• selten beeinträchtigte Atemfunktion bis hin zum Bauchschnitt erforderlich werden.
Atemstillstand, sehr selten Herz-Kreislaufstörungen, Worauf ist zu achten?
insbesondere bei der Gabe von Beruhigungs-,
Schmerz- bzw. Betäubungsmitteln oder als schwere al- Halten Sie sich an die Anweisungen Ihres Arztes.
lergische Reaktion auf eingespritzte Medikamente. Vor der Spiegelung muss der Dickdarm gründlich ge-
Eine umgehende intensivmedizinische Behandlung reinigt werden. Bitte befolgen Sie hierzu die Anweisungen
wird dann erforderlich. Durch mangelnde Organdurch- hinsichtlich des Essens und Trinkens sowie zur Darmrei-
blutung kann es zu bleibenden Schäden (z.B. Nieren- nigung genauestens. Durch die Abführmaßnahmen kann
versagen, Hirnschädigung mit Krampfanfällen) kom- die Wirksamkeit von eingenommenen Medikamenten auf-
men. Die Überwachung während und auch nach dem gehoben oder eingeschränkt sein. Dies gilt auch für die
Eingriff durch den Arzt und seine Assistenten redu- „Pille“ zur Empfängnisverhütung. Meiden Sie körnerhaltige
ziert diese Gefahr jedoch erheblich; eine ggf. notwen- Nahrungsmittel (z.B. Vollkornbrot, Kiwis, Trauben) bereits
dig werdende Behandlung wird sofort eingeleitet; einige Tage vor dem Eingriff.
• sehr selten Komplikationen, wie z.B.: Haut-, Weichteil- Informieren Sie uns über alle Medikamente, die Sie
und Nervenschäden (z.B. Spritzenabszess, Absterben einnehmen. Medikamente sollten nur in Absprache mit
von Gewebe, Blutergüsse, Schwellung, Schmerzen, Ner- dem Arzt verwendet oder abgesetzt werden. Falls Sie blutge-
ven- und Venenreizungen) infolge von Einspritzungen rinnungshemmende Medikamente (z.B. Marcumar®, Hepa-
und/oder Verletzungen (z.B. Druckschäden an Nerven) rin, Plavix®) einnehmen oder spritzen, teilen Sie dies Ihrem
trotz ordnungsgemäßer Lagerung. Sie verschwinden Arzt bitte frühzeitig mit. Er wird Sie informieren, ob Sie das
meist nach einiger Zeit von selbst bzw. sind gut behan- Medikament mehrere Tage vor dem Eingriff absetzen bzw.
delbar. In ungünstigen Fällen können sie jedoch langan- nicht einnehmen sollen. Falls Sie Diabetiker sind, weisen Sie
dauernde oder sogar bleibende Beschwerden (z.B. Nar- Ihren Arzt bitte ausdrücklich darauf hin.
ben, schmerzhafte Missempfindungen, Taubheitsgefühl)
zur Folge haben. Nach der Spiegelung:
Mögliche Störungen nach endoskopischer Im Darm verbliebene Luft kann schmerzhafte Blä-
Behandlung: hungen verursachen, die z.T. längere Zeit anhalten kön-
nen. Durch reichliche Körperbewegung kann der Abgang
• Gelegentlich Nachblutungen oder Zeichen einer der Luft unterstützt werden.
Darmwandverletzung – auch mehrere Tage oder so-
gar Wochen nach dem Eingriff. Sie erfordern eine so- Nach einer Kurznarkose/Sedierung oder Gabe von Beruhi-
fortige Versorgung; gungs-/Schmerzmitteln werden Sie vom Fachpersonal so lange
überwacht, bis Sie ausreichend wach und alle Organfunktionen
• selten Bildung narbiger Engstellen/Geschwürbildung; normal und stabil sind. Es ist ganz normal, dass Sie sich da-
insbesondere nach Polypenabtragung. Engstellen können nach noch für einige Zeit müde und schläfrig fühlen.
endoskopisch meist mit gutem Ergebnis gedehnt werden.
Falls vom Arzt nicht anders angeordnet, dürfen Sie
Wird im Rahmen der Koloskopie geröntgt, ist die Strah- nach der Spiegelung wieder wie gewohnt essen und trinken.
lenbelastung so gering, dass Strahlenschäden nicht zu erwar- Nach einer Kurznarkose/Sedierung sollten Sie jedoch vorsich-
ten sind – auch nicht bei längerem oder wiederholtem Ein- tig trinken und zunächst kleine Mahlzeiten zu sich nehmen.
satz. Im Falle einer Schwangerschaft besteht das Risiko einer Hinsichtlich der späteren Nahrungsaufnahme und anderer
Schädigung des ungeborenen Kindes durch die Röntgenstrah- Verhaltensregeln, z.B. (Wieder-)Einnahme von Medikamen-
len. Teilen Sie deshalb bitte dem Arzt unbedingt mit, falls Sie ten, insbesondere von blutgerinnungshemmenden Mitteln,
schwanger sind oder auch nur den Verdacht hegen! halten Sie sich unbedingt an die Empfehlungen Ihres Arztes.
3
Bei ambulanter Spiegelung lassen Sie sich bitte von ei-
9. Frauen im gebärfähigen Alter:
ner erwachsenen Person abholen. Fragen Sie Ihren Arzt
nach genauen Verhaltensregeln und ob zu Hause für eine be- Könnten Sie schwanger sein? ❏n ❏j
stimmte Zeit eine Aufsichtsperson erforderlich ist. Wenn Sie
eine Beruhigungs- und/oder eine Schmerzspritze erhalten Arztanmerkungen zum Aufklärungsgespräch
haben bzw. die Untersuchung/der Eingriff in Kurznarkose/ (z.B. individuelle Risiken und damit verbundene mögliche Komplika-
Sedierung durchgeführt wurde, dürfen Sie im Regelfall tionen, Beschränkung der Einwilligung z.B. hinsichtlich der Bluttransfusi-
24 Stunden lang nicht aktiv am Straßenverkehr teilneh- on, mögliche Nachteile im Falle einer Ablehnung der Untersuchung/Be-
handlung, Gründe für die Ablehnung, Feststellung der Einsichtsfähigkeit
men (weder als Fußgänger noch als Fahrzeug- bzw. Zweirad- Minderjahriger, gesetzliche Vertretung, Betreuungsfall, Bevollmächtigter)
führer), keine wichtigen Entscheidungen treffen, keine ge-
fährlichen Tätigkeiten (z.B. an gefährlichen Maschinen, Ar-
beiten ohne festen Halt) ausüben, keinen Alkohol trinken
und nicht rauchen. Genauere Empfehlungen zur Verkehrs-
tauglichkeit (aktive und passive Teilnahme am Straßenver-
kehr) etc. werden Ihnen nach Maßgabe der Art und Menge
der verwendeten Medikamente und Ihres persönlichen Risi-
koprofils bei Entlassung durch den behandelnden Arzt in
mündlicher und/oder schriftlicher Form mitgegeben.
Treten Bauchschmerzen oder andere Befindlich-
keitsstörungen (z.B. Schwindel, Übelkeit, Schweißaus-
bruch, Fieber) auf oder tritt Blut aus dem After aus, infor-
mieren Sie bitte unverzüglich Ihren behandelnden Arzt,
die Notaufnahme der Klinik oder auch Ihren Hausarzt. ASA-Klassifikation:
Abhängig vom Befund der Gewebeproben oder vom Er- ❏ ASA 1 ❏ ASA 2 ❏ ASA 3 ❏ ASA 4 ❏ ASA 5
gebnis der Behandlungsmaßnahmen können Kontrollunter-
suchungen, in seltenen Fällen auch eine Nachbehandlung
oder Operation, notwendig sein. Darüber werden wir Sie
und Ihren weiterbehandelnden Arzt informieren. Ort, Datum, Uhrzeit Ärztin/Arzt

Wichtige Fragen, Nur für den Fall einer Ablehnung des Eingriffs:
die Sie sorgfältig beantworten sollten, damit der Arzt
Die vorgeschlagene Untersuchung/Behandlung wurde
die Gefahrenquellen rechtzeitig erkennen und in Ihrem Fall
nach ausführlicher Aufklärung abgelehnt. Über die sich
spezielle Risiken besser abschätzen kann.
daraus ergebenden möglichen Nachteile (z.B. nicht
n = nein j = ja rechtzeitiges Erkennen/Behandeln schwerwiegender Er-
1. Besteht eine Bluterkrankung/erhöhte Blutungs- ❏ n ❏ j krankungen des Dickdarmes) wurde informiert.
neigung oder gibt es bei Ihrer Blutsverwandtschaft
eine Anlage dazu? (z.B. häufiges Nasen- oder Zahnfleisch-
bluten, Neigung zu Blutergüssen/blauen Flecken, Nachbluten Ort, Datum, Uhrzeit Ärztin/Arzt
nach Operationen, bei Zahnbehandlungen, kleineren Wunden)

2. Nehmen Sie Medikamente zur Blutverdün- ❏n ❏j Patientin/Patient ggf. Zeuge


nung (z.B. Marcumar®, Aspirin®, Heparin, Plavix®)
oder regelmäßig andere Medikamente (z.B. Einwilligungserklärung
Rheumamittel, Insulin) ein? Über die geplante Koloskopie sowie evtl. erforderliche
Erweiterungs-/Behandlungsmaßnahmen (z.B. Gewebeentnah-
3. Besteht eine Allergie (z.B. Asthma, Heuschnupfen) ❏ n ❏ j
me, Polypenabtragung, Blutstillung) wurde ich in einem Auf-
oder Überempfindlichkeitsreaktion (z.B. gegen
klärungsgespräch mit
Medikamente, Pflaster, Latex, Nahrungsmittel, Tierfell,
der Ärztin/dem Arzt
Betäubungsmittel)?
ausführlich informiert. Dabei konnte ich alle mir wichtig er-
4. Besteht eine Herz-, Kreislauf- oder Lungener- ❏ n ❏ j scheinenden Fragen über Art und Bedeutung des Eingriffes,
krankung (z.B. Herzklappenerkrankung, Bluthoch- über spezielle Risiken und mögliche Komplikationen, über
druck oder Bronchialasthma)? Neben- und Folgemaßnahmen (z.B. Injektionen, Blutübertra-
5. Tragen Sie einen Herzschrittmacher/Defibrillator ❏ n ❏ j gung) und ihre Risiken sowie über Alternativen stellen.
oder ein Metallimplantat (z.B. Gelenkendoprothese)? Ich habe keine weiteren Fragen, fühle mich genügend
6. Besteht eine akute/chronische Infektions- ❏n ❏j informiert und willige nach angemessener Bedenkzeit in
krankheit (z.B. Hepatitis, AIDS) oder ein an- die empfohlene Untersuchung einschließlich notwendiger
deres schwerwiegendes chronisches Leiden Behandlungsmaßnahmen ein. Mit unvorhersehbaren, medi-
(z.B. grüner Star, Epilepsie, Lähmungen)? zinisch erforderlichen Neben- und Folgemaßnahmen bin ich
ebenfalls einverstanden. Mein Einverständnis bezieht sich
7. Sind Störungen des Stoffwechsels bekannt? ❏n ❏j auch auf eine ggf. medizinisch notwendige Blutübertragung.
(z.B. Diabetes, Über-/Unterfunktion der Schilddrüse)

8. Wurden Sie schon einmal am Magen-Darm- ❏n ❏j


Trakt operiert? Ort, Datum, Uhrzeit Patientin/Patient

Das könnte Ihnen auch gefallen