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Presseinformation

Halb Deutschland ist Mitglied in sozialen Netzwerken

„ 76 Prozent der Internetnutzer sind in Online-Communitys aktiv


„ Bei unter 30-Jährigen sind es sogar 96 Prozent
„ Junge Frauen nutzen soziale Netzwerke am intensivsten
Bundesverband
Informationswirtschaft,
Berlin, 13. April 2011 Telekommunikation und
40 Millionen Bundesbürger sind Mitglied in sozialen Netzwerken. Das neue Medien e.V.

entspricht drei Vierteln aller Internetnutzer, wie eine aktuelle Studie im


Albrechtstraße 10
Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergab. 2010 waren es erst 30 10117 Berlin
Millionen, innerhalb eines Jahres sind 10 Millionen hinzugekommen. Tel. +49.30.27576-0
Fax +49.30.27576-400
„Soziale Netzwerke haben sich in kürzester Zeit von einem
bitkom@bitkom.org
Nischenphänomen zum Internet-Standard entwickelt“, kommentiert Achim www.bitkom.org

Berg, Vizepräsident des BITKOM, die neuen Zahlen. „Halb Deutschland ist
Ansprechpartner
Mitglied in sozialen Netzwerken.“ Marcel Bertsch
Presse- und
Bei den unter 30-Jährigen Internetnutzern sind sogar 96 Prozent Mitglied Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49.30.27576-125
einer Social Community – ein Plus von sechs Prozentpunkten im Vergleich
Fax +49.30.27576-400
zu 2010. „Community-Abstinenzler sind in dieser Altersgruppe die absolute m.bertsch@bitkom.org
Ausnahme. Ohne Internet-Profil sind Jugendliche schnell out“, so Berg.
Christine Fassnacht
Aber auch 80 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und immerhin jeder Zweite
Referentin
über 50 haben ein Profil in mindestens einem Netzwerk. Der Trend geht Corporate Publishing &

dabei zum Zweit- und Drittnetzwerk. Webkommunikation


Tel. +49.30.27576-115
Fax +49.30.27576-400
Durchschnittlich sind die Mitglieder in 2,4 Communitys angemeldet. Sie
c.fassnacht@bitkom.org
unterhalten dort im Schnitt insgesamt 133 Kontakte. Jüngere Nutzer sind
Präsident
dabei kontaktfreudiger. Fast jeder Dritte unter 30 hat über 200 Personen in
Prof. Dr. Dr. h.c. mult.
seiner Kontaktliste, Nutzer ab 50 hingegen begnügen sich größtenteils mit August-Wilhelm Scheer
weniger als 30 Freunden. Die Nutzungsdauer variiert sehr stark. 11
Hauptgeschäftsführer
Prozent ordnet BITKOM als Heavy User ein - sie verbringen täglich mehr
Dr. Bernhard Rohleder
als 2 Stunden in den Netzwerken. Frauen liegen in der Community-
Nutzung mit 80 zu 74 Prozent recht deutlich vor Männern. „Die Pioniere
der sozialen Netzwerke sind tendenziell jung und weiblich“, sagte Berg.
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Die meisten Mitglieder (73 Prozent) pflegen Freundschaften und


informieren sich über Veranstaltungen und Treffen (50 Prozent). Jeder
dritte fand über Social Communities neue Freunde, sechs Prozent lernten
so ihren Lebenspartner kennen, fünf Prozent machten erotische
Bekanntschaften. Auch für das Berufsleben steigt die Bedeutung der
sozialen Netzwerke. Sieben Prozent der Community-Nutzer konnten
darüber berufliche Kontakte knüpfen, elf Prozent haben ihre
Allgemeinbildung verbessert.

Die meisten Menschen machen ausschließlich gute Erfahrungen in den


Netzwerken, nur jeder dritte weiß auch einmal Negatives zu berichten. Am
störendsten werden unangenehme Kontaktanfragen empfunden. Jeder
vierte Community-Nutzer beschwert sich darüber. Insbesondere Frauen
haben auch schon anzügliche Nachrichten erhalten. 15 Prozent der
Frauen berichten von solchen Erfahrungen, gegenüber lediglich 4 Prozent
der Männer.

In puncto Datenschutz scheiden sich auch in den Communitys die Geister.


Die eine Hälfte der Nutzer macht ihre Daten prinzipiell für alle zugänglich,
die andere Hälfte schränkt den Zugriff bewusst ein. „Der Sinn von sozialen
Netzwerken liegt in der Kommunikation und im Informationsaustausch.
Wer nichts von sich erzählt, wird schwerlich Kontakte finden. Dabei sollte
jeder Nutzer verantwortungsvoll mit seinen eigenen Daten umgehen und
sich auf das beschränken, was für das jeweilige Netzwerk wirklich wichtig
ist“, sagt Berg. BITKOM empfiehlt, bei der Wahl eines sozialen Netzwerks
vorher genau dessen Datenschutzbestimmungen durchzulesen und die
möglichen Datenschutzeinstellungen gezielt einzurichten.

Methodik: Im Auftrag des BITKOM befragte das


Meinungsforschungsinstitut Forsa deutschlandweit 1.001
deutschsprachige Internetnutzer ab 14 Jahren. Die Umfrage ist
repräsentativ.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt


mehr als 1.350 Unternehmen, davon 1.000 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro
Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software, IT-Services und
Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie
Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für eine
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Modernisierung des Bildungssystems, eine innovative Wirtschaftspolitik und eine


zukunftsorientierte Netzpolitik ein.