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13.12.

2019 Bitumen Sandwich gegen Plattenresonanzen - waveguide-audio

Gehäuse-Vibrationen

Erstellung von Bitumen-Sandwich Konstruktionen


gegen verbleibende Gehäusewand-Resonanzen
nach Aussteifung des Gehäuses
Diese Seite gestartet am 17. Juli 2013
Ergänzt am 16. März 2014

Mit Vorbezug auf: Messungen von Gehäusevibrationen und Gehäusevibrationen Nachlese

Wie aus den Messungen betreffs Gehäusewand-Vibrationen abzuleiten war, ist die Verhinderung von
Hub-Bewegungen der Gehäusewände absolut vorrangig wichtig, damit vom Gehäuse möglichst wenig
Störschall abgegeben wird. Neben möglichst vollständiger Füllung des (MT bzw. TMT) Gehäuses mit
Dämmwolle zum Abbau stehender Wellen, welche per Druckschwankungen Kraft auf die Gehäusewände
ausüben und diese damit zum Huben anregen, sind möglichst viele Verbindungsstreben zwischen
gegenüberliegenden Gehäusewänden zu nennen, um gegen solche Hubbewegungen zu wirken.

Verbindungsstreben haben aber einen Abstand untereinander:


deshalb können die Hub-Bewegungen nicht vollflächig unterbunden werden.

In etwa in Analogie zu einer harten LS-Membrane, weisen (zum Huben) angeregte Gehäusewände,
Material- bzw. Plattenresonanzen auf. Zur deren Verringerung kann man bedämpfende Sandwich
Konstruktionen auf die Fläche aufbringen. Als besonders effektiv bei dieser Art Bedämpfung ist der
Bitumen-Werkstoff bekannt, WENN er noch mit einer harten Deckschicht kraftschlüssig belegt wird. Als
solche Deckschicht zeigt 2mm dickes Aluminiumblech sehr gute Wirkung. Alublech bringt zudem wenig
Volumenverlust und ist mit Stichsäge (mit Sägeblatt für Metall) dann ähnlich Holz, leicht zuschneidbar.

Mit dem benötigten Bitumen-Werkstoff ist es aber nun so eine Sache:


denn seine Verarbeitung für diesen Zweck, ist schwierig und fehleranfällig.

Diese Ausarbeitung soll deshalb in dem Zeichen stehen, "Bitumen" ganz allgemein zur Verbindung mit
anderen Schichten zu bewegen.
Also hier ohne Bewertung, jeweils dabei erzielbarer Dämpfungswirkung.

Nur vielleicht so viel:


bei hiesigen früheren Versuchen ist der Eindruck entstanden,
dass 2mm Bitumex im Sandwich mit Alu besser wirkt als 4mm Bitumex, bzw. 4mm Dachbahn.

Bitumen-Dachbahn
(stets im Sinne von Polymer- bzw. Elastomer-Dachbahn)

Bei Standart-Dachbahnen ist meist eine Seite für die


Klebeaufgabe besonders gut ausgerüstet: sie ist glatt und
befindet sich unter einer dünnen Schutzfolie. Durch Hitze
wird diese Seite anverflüssigt, dabei gleichzeitig der
Untergrund aufgeheizt, und nach Erkalten ist dann innige
Verbindung mit dem Untergrund gegeben.

Die Oberseite dieser Dachbahnen sind hingegen meist rauh


(durch feine Besandung) um z.B. Selbstverkleben der
aufgerollten Ware zu behindern. Die besandete Seite, die
für hiesige Zwecke ja ebenfalls genutzt werden müßte,
zeigt sich dann auch etwas weniger klebe-freudig beim
Erhitzen, als die Gegenseite.

Zu erwähnen ist ein intensiver teeriger Geruch beim


Erhitzen von Dachbahnen - man sollte solche Arbeiten nur
im Freien durchführen. Jedoch ist Teer heutzutage kein
Bestandteil dieser Produkte mehr.

Auf der Webseite der Firma Hille Dachbaustoffe finden sich


einige interessante Informationen zu Dachbahnen.
Bitumex

Siehe z.B. bei Intertechnik das Bitumex 2mm aber auch in


4mm erhältlich.
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Bei Monacor heist es Bitumen-Schwerfolie

Bitumex hat eine selbstklebende Seite. Diese befindet sich


unter der braunen Schutzfolie. Die Oberseite hingegen ist
durch eine "unsichtbare" Schutzfolie bedeckt (vermutlich
als Geruchsverschluss) die für Sandwich-Zwecke abgezogen
werden muss.
Die Klebkraft der selbstkleben Seite (zum Aufkleben auf die
Gehäusewände) sollte per Teststücken überprüft werden.
Denn nach längerer Lagerung reicht die Klebkraft evtl. nicht
mehr aus. Der zu beklebende Untergrund sollte unbedingt
staubfrei gemacht werden. Auch sollte er etwas angewärmt
werden, das ist dem Anliegen der Klebeseite dienlich.
Bitumex ist bei Zimmertemperatur recht bruchempfindlich
und stinkt beim Erhitzen recht unangenehm teerig.
Verarbeitung mittels Hitze sollte ebenfalls besser im Freien
erfolgen, oder in einem gut lüftbaren Raum.

Deckschicht aus Aluminium-Blech durch Hitzeanwendung innig verkleben,


welcher Temperatureintrag ist notwenig ?

Test einseitige Erhitzung Test beiseitige Erhitzung

Nur die Bitumex- bzw. Bitumen-Oberfläche wird hier Hierbei wurde die Bitumex- bzw. Bitumen-
erhitzt. Oberfläche erhitzt und ebenso das
Danach wird sofort das Alublech aufgelegt und angedrückt. Alublech.*

Als Temperatur für kurz vor dem Zusammenfügen wurde Die 140 Grad vor dem Zusammenfügen,
um 140 Grad angestrebt. 140 Grad sind ein Bereich, wo wurden hier beidseitig angestrebt.
Verflüssigung der Oberfläche und geringes Kochen zu
beobachten ist. 170 Grad wurden ebenfalls probiert, was
jedoch das Ergebniss nicht verändert hat.

Bilder mit Thermometer: * Weil die verwendete Art Thermometer die


Temperatur von metallisch-blanken
Beispiele für Temperatur-Kontrolle beim Aufheizen der Oberflächen nicht richtig messen kann,
Flächen. wurde weis einbrenn-lackiertes
Aufheizen erfolgte per Heißluftföhn (nicht im Bild). (pulverbeschichtetes) Alublech verwendet.

Die Anhaftungs-Ergebnisse nach Erkalten für:

- Bitumex-Oberseite
- Bitumen-Dachbahn, gesandete Seite

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- Bitumen-Dachbahn, glatte Seite, die eigentliche Klebeseite

Je mehr Partikel auf dem Alublech verbleiben, desto inniger hat eine Verklebung stattgefunden.

Oben: Oben:

eine Wurstscheibe kann man kaum leichter von einem die Beläge konnten nur stückchenweise
Butterbrot wieder abziehen. durch Abschaben gelöst werden.

Die sich ergebende Verklebung als Schulnoten gefühlt: (Als Noten könnte man geben, von oben
nach unten: 1, 3, 1)
- Bitumex-Oberseite: Note 6
- Bitumen-Dachbahn, gesandete Seite: Note 6

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- Bitumen-Dachbahn, glatte Seite: Note 5

Der Grund für die Un-Funktion: Der Grund für den Erfolg:

weil ein kalt aufgelegtes Alublech der anverflüssigten weil das aufgelegte Alublech selbst stark
Bitumex/Bitumen-Oberfläche soviel Wärme entzieht, erhitzt war,
so dass deren Klebrigkeit aufhört wurde der Bitumex/Bitumen-Oberfläche
und nur gewisse Adhäsion gegeben ist.* keine Wärme entzogen, so dass sie ihre
hochgradige Klebrigkeit,
* bei großen Flächen täuscht die "gewisse Adhäsion", eine aufrecht erhalten konnten.
feste Verbindung indess recht gut vor.

Statt Hitze:
die harte Deckschicht mittels Klebstoffen befestigen?

Als Klebstoff kommt eigentlich nur infrage:

- was keine Lösemittel enthält und


- in absehbarer Zeit (< längstens innerhalb Stunden) auch unter dem Luftabschluss der Flächen
aushärtet.

Das böten soweit 2-komponentige Klebstoffe, speziell Epoxy-Kleber.

Besonders naheliegend wäre dann noch, an sog. Bitumen-Kaltkleber denken.


Bis die gewünschten Klebefunktion eintritt, kann jedoch viel Zeit ins Land gehen.

Obwohl zwar lösemittelhaltig, soll Pattex (Pattex Classic) als weitere Möglichkeit geprüft werden.
Das Kontaktklebeverfahren bedingt, dass das Lösemittel vor dem Verkleben weitgehend verdunstet sein
muss.
Von daher ist es einen Versuch wert.

Dann soll noch ein Versuch mit sog. MS-Polymer gemacht werden, einer universellen Kleb- und
Dichtmasse.

Versuche mit Epoxy-Kleber:

(mit Epoxy-Kleber ist normales Epoxy gemeint, welches durch Füllstoffe wie Baumwollflocken oder
Quarzmehl, eingedickt wurde)

Bild rechts, Bitumex und


Epoxy-Kleber:

der Epoxy-Kleber ging keine


feste Verbindung mit der
Oberseite des Bitumex ein.

Ein Trennen an einer Stelle,


setzt sich wie eine
Kettenreaktion über die
ganze Fläche fort.

Das Anrauhen nutzte da auch


nichts.

Bild rechts, Bitumen-Dachbahn und Epoxy-Kleber

Betr: glatte Seite

vielleicht weil das Epoxy hier dicker aufgetragen war,


schien der Trennversuch zunächst Besseres zu verhießen.
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Bis plötzlich die gesamte Klebefläche regelrecht ab sprang.


Das Verhalten erinnert (wie oben schon) an einen Sprung in
Glas, der nicht zu stoppen ist.

Auf größere Flächen und für Wandbedämpfung betrachtet,


wo ein so verklebtes Sandwich ja keinen mutwilligen
Trennversuchen ausgesetzt wäre (außer vielleicht, man
befestigt Querverstrebungen auf den Alublech-
Deckschichten, das könnte wegen Zugkräften evtl. zu so
einer Ablösung führen) könnten die Anhaftkräfte
"vermutlich" ausreichen. Ein Restrisiko wäre auch darin zu
sehen das thermische Spannungen oder Stöße an das
Gehäuse, einen Ablösungsvorgang evtl. einleiten könnten.

Andererseits ist diese glatte Seite ja gerade die, die durch


Erhitzung sehr hohe Klebefräfte frei setzt . Und die man
typischerweise zum Befestigen auf dem Holz verwenden
würde. Hierbei wäre dauerhafte Verbindung mit dem
Untergrund, quasi garantiert.

Und die Verklebung von "glatte Seite mit MDF per Epoxy"
bliebe notgedrungen eine Wahl wenn man eine Methode
suchte, die ganz ohne Erhitzung auskommen soll.

Bild rechts, Bitumen-


Dachbahn und Epoxy-Kleber

Betr: besandete Seite

Auf der besandeten Seite


haftet der Epoxy-Kleber
besser. Die Klebeschicht
brach beim Trenn-Versuch,
statt sich in einem Stück zu
lösen (wie beim Versuch
oben).

Der Grund für die bessere


Haftung ist, dass der Epoxy-
Kleber an der Sandschicht
festklebt. Die ihrerseits aber
weniger fest in dem Bitumen
eingebettet ist. Der Sand wird
beim Trennen aus dem
Bitumen gezogen.

Die Ergebnisse für Hitze und für Epoxy-Kleber lassen diese Verbindungskombinationen als sinnvoll
erscheinen:

Für Bitumex: Für Bitumen-Dachbahn:

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Oben:

bei dieser Variante war noch die Frage zu klären, ob die


eingeleitete Hitze nicht bis zur selbsklebenden Schicht
derart durch geht, dass ihre Anhaftung auf dem MDF dann
leidet.

Dazu wurden an einem Probestück die Verhältnisse


überprüft:

Zu erkennen ist, dass die selbstklebende Schicht auf dem Betrifft oben, die Zeilen: "gegen Saugen
MDF recht vollflächig trug. Und sie dabei besser am MDF grundieren"
klebte wie an ihrem direkten Partner, also dem Bitumex.
Doch klar: eine Kette hat ein schwächstes Glied. Auch wenn das Epoxy für die hiesige
Angesichts der angewendeten Gewalt kann mal wohl sagen, Anwendung durch Füllstoffe eingedickt wird
der Hitzeeintrag zum Verkleben mit dem Alublech, hat der (um aus der dünnen Flüssigkeit eine eher
Selbstklebeschicht wohl nicht geschadet. etwas dicke Flüssigkeit zu machen die
weniger weg läuft) saugt der MDF-
Untergrund. Er saugt die Flüssigkeit, mit
Pech bleiben nur die Füllstoffe an der
Oberfläche.

Um weniger zu saugen, sollte der MDF-


Untergrund deshalb vorher eine Sperrschicht
erhalten. Hierfür scheint eine Grundierung
mit Ponal-Express ausreichend tauglich.
Vollständig Abtrocknung muss abgewartet
werden, bevor es mit Epoxy weiter gehen
kann.

Versuche mit sog. Bitumen-Kaltkleber


Der verwendete Bitumen-Kaltkleber ist lösemittelfrei und von sehr geringem Geruch. Die Konsistenz
erinnert an die von Dispersions-Wandfarbe.

Bei solchen Klebern ist der Packungsaufdruck oft recht ähnlich und beginnt kluger Weise mit einer
Verführung zum Kauf:

Verführung: "Trocknung erfolgt nach ca. 24 - 48 Stunden".


Das bedeutet nach hiesiger Erfahrung allerderings:
dass unter Wohnraumbedingungen, nach 24 - 48 Stunden, der am Rand ausgetretene
Kleber zäh-hart
geworden ist.
Nach "24 - 48 Stunden" könnte man dann mit beginnender Trocknung auch im Inneren rechnen.

Siehe auch die oft folgende Einschränkung: "Werden Bitumen-Dachpappen untereinander verklebt, kann
die Trocknung zwischen 3 - 4 Wochen dauern".
Wohl dem, der bis da gelesen hatte.

Bitumen-Kaltkleber bildet eine zäh-elastische Schicht, die ihrerseits Partei im Sandwich wird.
Ob zum Guten oder zum Nachteil für die Sandwich-Funktion... wer weis es schon.
Aber wenigstens mal schauen, was hinsichtlich Kleben geht...

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Klebeversuche mit Bitumen-


Kaltkleber

Bild rechts,

Bitumex-Oberseite auf
Alublech

Kommentar zu Trennversuch
nach:

- 1 Woche: leicht ablösbar,


etwa wie eine Wurstscheibe
vom Butterbrot. Kleber noch
feucht

- 2,5 Wochen: Randbereiche


fest, das täuscht Verklebung
vor. Also quasi weiterhin
leicht ablösbar, etwa wie eine
Wurstscheibe vom
Butterbrot. Kleber innen noch
feucht.

- 4 Wochen: Kleber innen nun


trocken, Kleber haftet aber
nicht am Alu. Also keine
vertrauenserweckende
Montageart und somit nicht
zu empfehlen.

Bild rechts:

Bitumen-Dachbahn mit
glatter Seite und mit
besandeter Seite auf Alublech

Kommentar zu Trennversuch
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an beiden Seiten nach

- 1 Woche: leicht ablösbar,


etwa wie eine Wurstcheibe
vom Butterbrot. Kleber noch
feucht.

- 2,5 Wochen: vermutlich


Endfestigkeit erreicht, weil
Kleber ist innen nicht mehr
feucht. Jedoch trotzdem
leicht ablösbar, wenn die
Klebewulst des
Randbereiches überwunden
wird. Kleber geht offenbar
keine Anhaftung mit dem
Alublech ein.

- 4 Wochen: wie oben, keine


Verbesserung. Und von daher
nicht als Montageart zu
empfehlen.

Bild rechts:

Bitumen-Dachbahn mit
glatter Seite und mit
besandeter Seite auf MDF

Kommentar zu Trennversuch
glatte Seite nach

- 1 Woche: mutwillig zwar


ablösbar, aber man spürt
einigermaßen Klebekraft

- 2,5 Wochen: mutwillig zwar


weiterhin zerstörungsfrei
ablösbar. Aber die
vollflächige Anhaftung macht
den Eindruck ausreichender
Verbindung.

- 4 Wochen: wie oben bei 2,5


Wochen.

Kommentar zu Trennversuch
gesandete Seite nach

- 1 Woche: mutwillig zwar


ablösbar. Dabei deutlich
festerer Sitz als glatte Seite.

- 2,5 Wochen: zwar mutwillig


noch abziehbar. Aber man
kann sicher von inniger
flächiger Verbindung
sprechen.

- 4 Wochen: Musterstück war


jetzt nur noch per
Schraubendreher abhebelbar.

Die Ergebnisse für Hitze und für Bitumen-Kaltkleber lassen diese Verbindungskombinationen als sinnvoll
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erscheinen:

Lösemittelfreier Bitumen-Kaltkleber läßt sich für den


hiesigen Zweck offenbar dann verwenden, wenn eine
saugende Seite mit im Eingriff ist (wie das MDF).
Vorzugsweise dient sich die gesandete Seite als
Gegenfläche an.

Als Alternative zu Alublech bietet sich in diesem Falle an, als


Deckschicht Holzmaterial einzusetzen.

3mm HDF (für hoch-dichte-Faser) scheint ähnliche Wirkung


zu haben wie 2mm Alublech. Aus einem vereinfachten
Versuch zumindest, meint der Autor so schließen zu
können.

Da dünne Holzplatten und Dachbahn meist nie von alleine


planliegen, sollte während der Trocknungsdauer des
Kaltklebers für etwas Andruck gesorgt werden. Wie
vielleicht mittels Beschwerung auf einer druckverteilenden
Zwischenplatte.

Zu bedenken ist beim Kaltkleben allgemein: eine


Andruckzeit von mindestens einer Woche scheint nötig zu
sein.

Versuche mit Pattex

Verwendet wird die ursprüngliche Rezeptur, heute Pattex Classic genannt


Der Anwendungsmodus dürfte allgemein bekannt sein:

Pattex wird beidseitig dünn und vollflächig aufgetragen und


muss dann ablüften bis beide Schichten trocken sind. Dann
werden die Flächen aufeinander gelegt und so stark wie
möglich angedrückt.

Wer kennt ihn nicht, den mahnenden Satz von Herrn


Pattex: "nicht die Dauer des Druckes ist entscheidend,
sondern die Stärke des Druckes!".

Bei größeren Flächen gelingt Anpressen mit


Hand/Fuß/Andruck-Klotz nicht mehr so richtig. Weshalb
man an kurzfristiges Anpressen mittels Schraubzwingen
und druckverteilenden Zwischenlagen denken müßte.

Auch weil der Kleberauftrag nicht gleichmäßig zu


bewerkstelligen ist, ergeben sich Stellen mit Fehlhaftung.

Fotos rechts und unten: in Folge zeigen sich beim


Trennversuch Unterschiede, an welcher Stelle die
Verbindung dann nachgibt.

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Oben rechts: für die Bitumex-Oberseite scheint der Verfahren weniger geeignet. Der Grund ist wenig
erzielte allgemeine Haftung.
Und: dass wegen der geprägten Oberfläche, eh nur ca. 50% der Fläche in Kontakt zu bringen wären.

Insgesamt würde der Autor aber sagen wollen: dieses Klebeverfahren scheint für Dachbahn jedenfalls
,
gar nicht mal sooooo schlecht. Vorteil des Verfahrens wäre der schnelle Arbeitsfortschritt. Denn ist der
Andrückvorgang erstmal erledigt, ist die Verklebung auch schon abgeschlossen. Unvermeindliche Stellen
mit Fehlhaftung (Kleber zu feucht, zu trocken, Senken im Material) werden eine partielle Einschränkung
der Dämmwirkung verursachen, was aber auch bei den anderen Verfahren nicht ganz zu vermeiden ist.

Die erzielbare Klebkraft scheint für Dachbahn auf Alublech bzw. auf MDF, ziemlich gleich zu sein.

Wenn man besondere Talente für gleichmaßiges Auftragen


von Pattex Classic hat, könnte man das Verfahren also für
"beide Seiten" des Sandwiches anwenden.

Pattex-Classic stinkt wiederrum erbärmlich solange das


Lösungsmittel entweicht. Und sollte nur in gut lüftbaren
Räumen verarbeitet werden.

Versuche mit Kleb- und Dichtmasse auf Basis von MS-Polymer

Am 24. Juli 2013 als EDIT / Korrektur:


anders als anfänglich beobachtet, und auch vom Hersteller nicht für warscheinlich gehalten, hat das MS-
Polymer unter dem Luftabschluss der Flächen, zumindest nach einer Woche Wartezeit, doch ganz gut
abgebunden.
Entsprechend unten eine korrigierte Kommentierung.
Links:

versucht man nach einem Tag


zu Trennen, könnte man
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denken, es ist eine gute


Verbindung eingetreten.

Aber:

das MS-Polymer hat nur im


Randbereich abgebunden,
siehe den schwarzen Rand.
Also da, von wo aus man die
Verbindung prüft und deshalb
zu falschen Schlüssen
kommen kann.

Innen ist die Masse jedoch


komplett feucht.

Links:

nach einer Woche nochmal


nachgeprüft, zeigt sich
Abbinden fast durch die
ganze Fläche hindurch.

Die weißen Inseln deuten auf


geringeren Kontakt hin,
warscheinlich hervor gerufen
durch größere Dicke des MS-
Polymers auf Grund von
Unebenheiten.

Entsprechend wäre zu
bedenken:

verwendet man MS-Polymer


als Kleber, müssen die
Flächen wärend des
Abbindens flach gepresst
werden. Denn Dachbahn
kommt von der Rolle und
nimmt freiwillig keinen
ebenen Zustand an. Als Dauer
für das Anpressen,
ausgegangen von den kleinen
Musterstücken hier und bei
Alublech, könnten 2 - 3
Wochen notwendig sein.

Wegen Bitumex-Oberseite /
Bild evtl. später.

Das Bitumex ließ sich nach


einer Woche nur
stückchenweise ab puhlen,
was auf eine gute Anhaftung
hin deutet.
Allgemein aber, von der unpraktisch zu langen Abbindezeit für diesen Zweck abgesehen:

- für die glatte Seite der Dachbahn hat sich nur gewisse Adhäsion ergeben. Also kein Zustand in Art einer
Verklebung.
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- wie beim Kaltkleber für Bitumen, müßte man für MS-Polymer ebenfalls die Frage stellen, ob eine
Verbindungsschicht daraus, nicht andere als die speziellen Verformungseigenschaften des Bitumen /des
Bitumex, ins Spiel brächte. Also die Wirkung des Sandwiches, nicht evtl. verschlechterte. Jedenfalls
möchte der Autor vom MS-Polymer für diese Zwecke abraten (ansonsten ist das eine feine Dicht- bzw.
Klebmasse).

Erzeugen von Durchbrüchen im Alublech zur Durchleitung der Querstreben

Wie schon gesagt, ist so ein Sandwich hinsichtlich Verringerung von Störschall praktisch nutzlos:

- wenn die Gehäusewände nicht untereinander mit Querstreben verbunden werden,


- um deren Hubbewegungen einzuschränken.

Tut man das nicht, erreicht man durch so ein Sandwich lediglich eine Bedämpfung der sog.
Plattenresonanz:

- wenn man an so eine Gehäusewand klopft, hört es sich dann zwar dumpfer an
- während die Gehäusewand weiterhin vor sich hin huben kann und somit von ihr (etwas) Schall
abstrahlen wird.

Die Bearbeitung von Alublech ist wirklich nicht sooo schwer, als dass gegen den elementar wichtigen
Arbeitsschritt, also Durchbrüche für die Querverstrebungen zu erarbeiten, eine Ausrede akzeptierbar
wäre. Eine Stichsäge haben Sie sicher? Fehlt Ihnen vielleicht ein Sägeblatt für Metall dafür. Dann wird
noch eine Bohrmaschine benötigt (Akkuschrauber), zwei Bohrer und eine feine Feile zum Entgraten der
Ränder.

So gerüstet kann man Durchbrüche seiner Wahl erzeugen. Für Rundstreben würde man ebenfalls eckige
Formen aussägen, falls man nicht einen Stufen-Schälbohrer oder Lochbohr-Krone dafür hat. Zum Sägen
muss eine Schutzbrille getragen werden, weil anders als beim Holz statt Staub, scharfe Metall-Späne
fliegen.

Bilder unten:

links, für einen rechteckigen Ausschnitt reicht es an 2 Ecken Zutritt für das Sägeblatt zu schaffen. Dazu
etwa 4mm Vorbohren und dann auf Enddurchmesser fertig bohren. Jener Enddurchmesser sollte ca. 1 - 2
mm größer als das Sägeblatt sein, um das Sägeblatt stressfrei eintauchen zu können. Reine Sägezeit für
beide Ausschnitte war kaum 60 Sekunden. Aber logo: das Ausbaldowern der Lage der Streben usw., das
dauert natürlich viel viel länger.

Jegliche harte Deckschicht, so auch das Alublech, muss möglichst planeben sein. Denn Unebenheiten,
Biegungen oder Verschränkungen, auch wenn man meinte deren Federkraft während des Verbindes zu
einem ebenen Sandwich entgegen wirken können, hätten danach weiterhin das Bestreben, in buckligen
Zustand zurück zu verfallen. Also gegen die Verklebung zu wirken, die je nach Verfahren, eh schon etwas
heikel ist.

Zur Ebenheitskontrolle eines Bleches, kann man es auf ein Stück MDF auflegen. Tippen Sie dann mal auf
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die Ecken des Bleches und schauen sie, was passiert. Mit umgedrehtem Blech genauso. Eine weiche
Schüsselung mit 1mm Hub auf der gegenüberliegenden Seite ist kaum relevant. Nicht gut ist aber wenn
Sie eine deutliche Wippe haben, wo die gegenüberliegende Seite 5mm hoch kommt. Dann ist Talent und
Glück gefragt, um das Blech gerade gebogen zu bekommen.

Noch ein paar Stichworte, zur allgemeinen Einbeziehung und zur Vorsicht:

Eigene Vorversuche sind unbedingt angeraten: wie zum Umgang mit den Materialien. Und auch, ob das
verwendete Material / die verwendete Methode, die gewünschte Wirkung erbringt.

Hitze:
man wird feststellen, dass bei Flächen so ab 15cm x 15cm, das Aufheizen auf Zieltemperatur, kaum noch
von nur einer Personen mit einem Heißluftföhnen zu bewältigen ist (beim Alublech bietet sich das
Vorheizen im Backofen an). Ratsam wäre entsprechend, eine zweite Person mit Heißluftföhn hinzu zu
ziehen. Wegen der großen Streuhitze sollte man die Arbeit nicht an schon teil-aufgebauten Gehäusen
machen. Sondern vorher, an den einzelnen Brettern. Das Hantieren mit dem heißem Alublech wie mit
heißem Bitumex/Dachbahn, sorgt fast unweigerlich für Brandblasen.

Bitumen-Dachbahn:
Dachbahnen stinken besonders erbärmlich bei Erhitzen (Verarbeitung besser nur im Freien vornehmen).
Eine Deckschicht aus Alublech versiegelt zum Glück einen großen Teil der teerig miefenden Dachbahn.
Aber: die Ränder ja nicht. Bei Bassreflex-Boxen müßte man mit etwas Austritt von an Teer erinnernden
Geruch, schon rechnen (gillt auch für Bitumex).

Epoxy:
Da bitte die technischen Merkblätter, Sicherheitshinweise und allgemeinen Verarbeitungshinweise des
Herstellers beachten. Epoxy riecht zwar nicht unangenehm, da es kein Lösemittel enthält. Jedoch sind
seine Emissionen während des Aushärtens gesundheitsschädlich. Besonders auch HAUTKONTAKT
VERMEIDEN, nicht Rauchen oder Essen beim Verarbeiten. Latex Einmal-Handschuhe sind ungeeignet, da
sie für Inhaltsstoffe des flüssigen Epoxys durchlässig sind. Solche Handschuhe sollten aus Nitril
bestehen. Epoxy-Anbieter wie die löbliche Firma R&G halten genauere Informationen und
Schutzausrüstungen bereit.

Alublech:
Dort wo Sie blankes 2mm Alublech erwerben können, werden Sie auch die pulverbeschichteten Varianten
erhalten (mit denen Sie dann auch die Temperatur per Infrarot-Thermometer mit messen können).
Brauchbar dürfte sonst auch sein, einseitig sog. Auspuffspray auf das blanke Alublech aufzutragen.

? Warum kein Sperrholz, MPX oder HDF statt Alublech als Deckschicht:
Beim Erhitzen von 2mm Alublech per Heißluftföhn, liegt dieTemperatur fast unmittelbar auch auf der
Rückseite an. Bei Holz hingegen würde der Temperatur-Transport zur Rückseite, "ewig" lange dauern.
Wenn vorne heiß und hinten kalt, schüsselt das Holz aber. Der Autor sieht bei Holzmaterial als
Deckschicht insofern den Nachteil, dass es arbeitsintensiver ist (und eben mehr Volumen in Anspruch
nimmt). Zu bedenken ist das unebenes Material federt, also gegen die Verklebung wirkt. Für bestimmte
Klebeverfahren ist eine Deckschicht aus Holzmaterial aber besser geeignet: siehe oben bei Bitumen-
Kaltkleber.

Nachbetrachtung zum Bau solcher Sandwiches mittels Bitumen-Werkstoffen

Leider: es geht da nahezu nichts ohne derbsten Chemie-Gestank. Nicht mal bei der Methode mit den
Brandblasen.
Sofern eine Vermeidung von übelstem Gestank oder Fingerverbrennen per bestimmter Methode möglich
ist,
muss dafür meist eine überaus lange Abbindezeit eines Klebers erduldet werden.
Irgendwie alles nicht das Wahre, oder?

Aber geht es nicht auch einfacher?

Ja: bei den vielfälltigen Versuchen bezüglich Vibrationsbedämpfung und Sandwichbau war
beim Autor der Groschen gefallen,
wie man so ein Sandwich doch ganz wesentlich einfacher erstellen kann.
Und das ohne Hitze und ohne jeglichen Chemie-Gestank.

Beschreibung dazu hier auf dieser Seite, wo Betylkautschuk bzw. Elastomer-Bitumen verwendet wird

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Folgend noch ein Versuch seitens des Autors,


(sich) zum Verstehen der Vorgänge in einen Alu-Bitumen Sandwich zu verhelfen:
An einen
Schaumstoffstreifen
wurden
rechtwinklig
zur
Ausdehnung
Holzzeiger
aufgeklebt
(zwei sehen
besser als
einer).

Der
Schaumstoffstreifen
ist dann an
eine Rundung
angelegt.

Die End-
Position der
Holzzeiger ist
hier in rot
makiert.

Dann wurde
der
Schaumstoffstreifen
in zwei
Alublech-
Streifen
kraftschlüssig
eingefaßt und
erneut an die
Rundung
angelegt
("angezwungen"
müßte man
besser sagen).

Die Position
der Holzzeiger
ist
abweichend zu
vorher, und
hier mit Blau
markiert.

In eine Skizze
übertragen
und etwas
übertrieben
dargestellt,
werden die
Unterschiede
klarer:

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So ein
Sandwich
beruht
vermutlich
darauf das es
die Ausdehung
der
Bitumenfläche
ist, die
Gegenkräfte
aufbringt.

Also nicht die


eigentliche
Dicke des
Bitumes wirkt.

Sondern:
die
Ausdehnung
der
Bitumenfläche
wirkt, weil sie
im Sandwich
zur Dicke
sozusagen
umfunktioniert
ist.

Wobei durch
das Bitumen
zusätzlich eine
bedämpfende
Wirkung
gegeben ist.
Dies zeigt sich
dadurch, dass
verbleibende
Vibrations-
Peaks
verringert
werden.

Alle Rechte, sowie Änderung und Irrtum, bleiben vorbehalten.

Für Fragen, Anregungen oder Kritik, klick hier um zu mailen

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