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AB Gedenkjahr 2018 Lösungen

by nicole schramm

Lösungen:
Input:
Österreich feiert im Jahr 2018 ein großes Gedenkjahr. Dabei wird an zahlreiche Jahre
erinnert, die bedeutend für das heutige Österreich waren und nach wie vor sind. Im ganzen
Land finden Veranstaltungen dazu statt. Viele Museen bieten deshalb spezielle
Ausstellungen an, damit die Bevölkerung die Möglichkeit hat, sich intensiv mit
unterschiedlichen Geschehnissen der Österreichischen Geschichte zu befassen.
Leseaktivität: Lesen Sie den Text zu Ihrem Gedenkjahr und notieren zu die wichtigsten
Informationen!

1848
Mehrere Revolutionen in Österreich mit verschiedenen Zielen wie Unabhängigkeit
(Italien); eigenes Königreich (Ungarn); Freiheit der
Meinung/Versammlungsfreiheit/Unantastbarkeit des Eigentums (liberales Bürgertum);
keine Feudallasten (Bauern); Beschäftigung, Erhöhung der Löhne, Arbeitszeitverkürzung,
Senkung der Steuern;
Nur Bauern erreichten ihr Ziel; bürgerliche Ziele/Gleichheit/Wahlrecht/Lehr- und
Lernfreiheit wurden festgeschrieben, aber erst später realisiert. Wünsche der Arbeiter,
Frauen, der Nationalitäten wurden unterdrückt.
1848 Ende des Feudalzeitalters; erste Start in Parlamentarismus und demokratische
Mitbestimmung

1918
12. November 1918 Ausrufung (Proklamation) der Republik Deutsch-Österreich;
21.10.1918 provisorische Nationalversammlung; eigentliche Staatsgründung ohne feste
Grenzen am 30.10.1918. 31.10. Festlegung des Staatswappen und der Fahne.
Staats- und Regierungsform: demokratische Republik, Bestandteil der Deutschen Republik,
direktes, geheimes Wahlrecht für alle;
Erste gleiche Wahlen am 16.02.1919 erste acht weibliche Abgeordnete im Parlament;
1927 weltweit erste Bundesratspräsidentin
10.September 1919 Friedensvertrag von St. Germain: neuer Name „Republik Österreich“;
Anschlussverbot an Deutschland;
1918-1920: Einführung des 8-Stunden-Tages, Arbeitslosenversicherung, Arbeiterurlaub,
andere sozialpolitische Maßnahmen.

1938
Durch die NSDAP in Deutschland steigt der Druck auf Österreich, ab 1932 auch in Ö immer
mehr für Anschluss an D, NSDAP verübt zahlreiche Attentate Putschversuch der NSDAP
nach Bürgerkrieg in Ö 1934 Ermordung des austrofaschistischen, autoritären
Bundeskanzlers Dollfuß. Nachfolger Schuschnigg wollte 1939 eine Volksabstimmung für
ein „freies, unabhängiges, deutsches, soziales, christliches Österreich“. Um das zu
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verhindern, befahl Hitler den Einmarsch in Ö. 15. März 1938 verkündete Hitler den
Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich am Heldenplatz. Abstimmung über Anschluss:
99,73% dafür (unter anderem auch wegen Druck und Propaganda) politische Gegner,
Minderheiten (Juden, Roma, Sinthi) wurden verfolgt.

1948
Charta der Vereinten Nationen vom Juni 1945 Ziel: Achtung vor Menschenrechten,
Auftrag einer Menschenrechtskommission. Unter Eleanor Roosevelt 1947 – 1948 wurde
ein Konzept für eine Menschenrechtserklärung entworfen. Hat 30 Artikel, wurde am 10.
12.48 angenommen. Im Artikel 21 wird die Menschenrechtsidee mit der Staatsform
Demokratie
3. September 1978 unterschrieb Österreich die Internationalen Menschenrechte

1968
Konflikte zwischen Nachkriegsgeneration gegen „Establishment“  Prager Frühling, Anti-
Vietnamkriegs-, Bürgerrechts- und Frauenbewegung; vor allem Studierende protestierten;
August 1968 Prager Frühling: Einmarsch des osteuropäischen Militärbündnisses
(Warschauer Pakt) in die Tschechoslowakei  200 000 Menschen flüchteten nach
Österreich, nur 2 000 – 3 000 blieben
In Österreich nur wenige Aktionen, Demonstrationen und Diskussionen. Erst ab 1970/71er
Jahre massive gesellschaftliche Reformen unter Bundeskanzler Bruno Kreisky (SPÖ), vor
allem im Bereich der Frauen, Jugend, Demokratie, Sozialstaatlichkeit und Justiz.

Hausübung: Lesen Sie online zwei Zeitungsartikel in der Zeitung Der Standard zu Utopie bzw.
Dystopie Österreichs im Jahr 2048. Notieren Sie die wichtigsten Punkte! Überlegen Sie,
welche Vision realistischer für Sie ist!

UTOPIE DYSTOPIE
https://derstandard.at/2000089627331/Utopie-von- https://derstandard.at/2000089627407/Dystopie-von-
Oesterreich-im-Jahr-2048-Weltoffen-europaeisch- Oesterreich-im-Jahr-2048Isoliert-nationalistisch-verarmt
wohlhabend (14.11.2018) (14.11.2018)

 Nationale Grenzen spielen kaum  EU ist zerfallen


eine Rolle mehr  Staaten bekämpfen sich
 Technologie bringt Fortschritt  Ausschreitungen zwischen
 Volksabstimmung über arbeitslosen Jugendlichen
bedingungsloses Grundeinkommen  Kollaps der Industrie wegen Verlust
am Oktober 2048 – 800 Millionen der Exportmärkte
Europäer wahlberechtigt. Die  Verschiedenen Jugendbanden
Österreicher mehrheitlich dafür, da bekämpfen sich
seit 2040 schrittweise entwickelt.  Arbeitslosenzahlen steigen
 Österreich ist Europäische  nur in ländlichen Regionen sind
Teilrepublik Österreich (ETÖ) Menschen halbwegs zufrieden
 Pro-Kopf-Einkommen stark  Abwanderung in die Dörfer
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gewachsen  Österreich produzierte Großteil der


 Immer mehr 100jährige Nahrungsmittel wegen der hohen
 Roboter sogar in der Altenpflege Schutzzölle selbst
 30-h-Woche  Nahrungsmittel sind viel teuer
 Reguläre Jobs sind knapp  Bergbauer profitieren vom
 Steigerung der ehrenamtlichen Klimawandel
Tätigkeiten  Hitzewellen und Dürre im Flachland
 Digitale Hochschulen in 8 - 9  Schweden, Finnland, Dänemark ab
Sprachen durch 2023 nicht mehr in der EU
Übersetzungssoftware  neue Handelsschranken unter den
 Deutsch nicht mehr notwendig für anderen EU-Ländern
den Alltag oder Arbeitswelt  Trump 2. Amtsperiode:
 Bratiswien Bürgerrechte extrem eingeschränkt,
 Hyperloops zwischen Städten amerikanische Markt ist geschlossen
 Keine Privatautos für andere Länder (Protektionismus)
 Selbstfahrende E-Bikes, Drohnen  Politische Spannungen
transportieren Lasten  Krieg zwischen Ungarn und
 Fast keine Kriminalität wegen Rumäniengroße Flüchtlingswelle
flächendeckende von Rumänen, erhalten in Ö und D
Videoüberwachung und keine Bürgerrechte  Menschen 2.
Gedankenvernetzung Klasse
 Immer mehr junge Menschen ziehen  Schuld an der schlechten
aufs Land oder ins Gebirge und Wirtschaftslage wird den Ausländern
brechen den elektronischen Kontakt gegeben
ab  in Ö Koalition zwischen der
 Fremdenverkehr auf bestimmte Freiheitlichen Einheitspartei
Gebiete beschränkt Österreich und Neuen Bauernpartei
 Weltkonzern „Happy“ in Wien versuchen Frauen vom
verkauft Glück. Arbeitsmarkt zu verdrängen, gelingt
 Zunahme an psychischen nicht, da viele Frauen allein leben
Erkrankungen und sich selbst versorgen müssen.
 Jeder 3. Uniabsolvent wählt einen  Euro existiert nicht mehrneue
therapeutischen Beruf Währung Edelweiß
 Mächtigste Österreicher in Brüssel;  Gefängnisse sind wie Lager, auch
Landtage und Kanzleramt sind viele Insassen, die nur gestohlen
abgeschafft. haben, um zu überleben.
 Seit 2040 kein Treibstoffausstoß  Kleine Elite lebt in eigenen
mehr umzäunten Stadtvierteln
 Nationalismus ist verpönt  nur zwei zugelassene Medien
 Konflikt um SüdtirolÖsterreich
möchte Südtirol wieder
„heimholen“10 Jahre davor
kriegerische Auseinandersetzung in
den Dolomiten

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