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K. Mahler, Neuer Beweis eines Satzes von A. Khintchine,


Rec. Math. [Mat. Sbornik] N.S., 1936, Volume 1(43),
Number 6, 961–962

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1936 МАТЕМАТИЧЕСКИЙ СБОРНИК Т. 1 (43), N. б
RECUEIL MATHEMATIQUE

Neuer Beweis eines Satzes von A. Khintchine


Kurt Mahler (Groningen)
Seien в р в 2 , . . . , в л n reelle Zahlen, j5 eine nichtnegative und ji eine positive Zahl,
ferner y0, yx, . . . ,yn n-\-\ ganze rationale Zahlen, die nicht alle gleich Null sind und
den Ungleichungen
n
l

ey = max(|jf1|,|eya|, ... J^!)>^>~^0<|2^^+^O|<^<1 0)


k=i s
geniigen.
Nach dem Minkowskischen Linearformensatz gibt es n -[- 1 ganze rationale Zahlen
x0, xx, . . . , xn, die nicht alle verschwinden und fur die
IVo + ¥ i + - + V „ K l (2)
n 1_

l^ft-^l< |Хлв*+л|',<1 (А=1,2,...,л) (З)


Л= 1

ist; denn die Linearformen auf den linken Seiten dieser Ungleichungen haben die De-
terminante
(-1)л(£>А+л)^о.

Es muss sogar x0^=0 sein; denn sonst folg^e aus den Ungleichungen (3), dass alle x
gleich Null waren.
Weil die linke Seite von (2) ganz rational ist, so gilt ferner

Х0У0 + Х1У1+ • • • + ^ Л = 0,
also die Gleichung
n n
x
o (^к^к+Уо ) =^iyk(x(fik — xk ), (4)
£=1 k=l

daher wegen (3) die Ungleichung

1*о!<НХ>*9* + л | *
Da nach (1)
n
1 i-

12*
932 Kurt Mahler

ist, so folgt somit


n
_L _l - i - - L

k^l

1 1 „2^(/2_l)^
oder wegen 1 5- = r-—L :
л я
(я + ft) /г я (я -f- ft)

Л= 1

Wird dies in (3) eingesetzt, so folgt also schliesslich:


1 + P* .§1 _l±i! ft
\x0dk—xk\^n " Ц*\х0\ » mit P* = /g2 ^(/;_1)B ( * = 1,2, . . . ,/1). (5)

Gehen wir nicht von einer einzelnen Losung von (1) aus, sondern kennen wir unend-
lich viele verschiedene solche Losungen, fur die folglich у iiber alle Grenzen wachsen
wird, so mussen die hierzu konstruierbaren linken Seiten von (3), die wegen x0^=0
und (1) und (4) nicht alle Null sind, gegen Null streben; folglich wachst auch x0 iiber
alle Grenzen, und es gibt unter diesen Voraussetzungen auch unendlich viele verschie­
dene Losungen von (5).
Dam it haben wir die zweite Halfte des Khintchineschen Obertragungssatzes auf rein
arithmetischem Wege bewiesen. Der urspriingliche Khintchinesche Beweis benutzt das
Schubfachprinzip und macht von geometrischen Oberlegungen Gebrauch. Siehe dazu die
beiden Arbeiten: „Zwei Bemerkungen zu einer Arbeit des Herrn Perron", „Math. Zeit-
schrift", 22, (1925), 274—284, und „Ober eine Klasse linearer Diophantischer Approxima-
tionen", „Rend. Palermo", 50, (1926), 170—195.
Der Beweis dieser Note lasst sich ohne Miihe so umandern, dass er zu einem ana-
logen Ergebnis im Gebiete der /?-adischen Zahlen fuhrt.
Groningert, 18/IH 1936.
(Поступило в редакцию 14/Х 1936 r.)

Новое доказательство одной теоремы А, Я. Хинчина


Курт Малер (Гронинген)
(Резюме)
В настоящей заметке дается новое, значительно более простое доказательств®
одной теоремы Хинчина о линейных диофантовых приближениях.

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