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Der Taschenhöhenmesser "Thommen"

Autor(en): Merz

Objekttyp: Article

Zeitschrift: Pionier : Zeitschrift für die Übermittlungstruppen

Band (Jahr): 20 (1947)

Heft 1

PDF erstellt am: 17.11.2020

Persistenter Link: http://doi.org/10.5169/seals-559785

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PIONIER NM 1947

Der Taschenhöhenmesser „Thommen"


Von Major A/erz, Stab 3. A. K., Ölten

Kartenlesen und Kompasskunde ist ein im «Pionier» von Meereshöhe an gerechnet, gemacht hat, in welchem
mit Absicht gepflegtes Gebiet. Wir erinnern daran, dass lOOOer-Bereich man sich also befindet.
bald nach ihrem Erscheinen die «Recta» und der «Kern»- Beispiel:
Kompass erklärt wurden. Heute haben wir die Freude, Zeiger steht auf 748, im Fensterausschnitt sind die
einen Taschenhöhenmesser beschreiben zu können, der Zahlen 1 und 2 sichtbar (siehe Abbildung). Wir stehen
unseres Wissens das erste und einzige Schweizer Fabri- zwischen 1 und 2 km über Meer, und zwar genau 1748 m
kat dieser Art ist. + 10 m).
Der Taschenhöhenmesser «Thommen» ist ein Pro-
Bemerkungen:
dukt der bekannten Uhrenfabriken gleichen Namens im
a) Das Instrument ist temperaturkompensiert, das
basellandschaftlichen Waldenburg.
will heissen, dass keine Fehler entstehen durch Einfluss
Der «Thommen» ist ein barometrischer Höhenmes- der Temperatur auf die Steifigkeit und Ausdehnung der
ser. Zum Unterschied von den bekannten Instrumenten Aneroid-Dose. Dagegen kann das Instrument Fehler
wurde er nicht aus dem Barometer entwickelt, sondern nicht selbst korrigieren, die entstehen, wenn die Ver-
aus dem Flugzeughöhenmesser. Er besitzt eine lineare teilung von Druck und Temperatur in der Luftsäule von
Höhenskala, zeigt von Meereshöhe bis auf 6000m ü.M. der normalen abweicht (zirka 4 ®/oo m pro 1°C).
genau und lässt sich auch mit gleicher Genauigkeit ab- Bei genauen Messungen darf daher kein grösserer
lesen. Höhenunterschied als max. 500 m gemessen werden.
Bö/zenmessurcg Ausserdem müssen die Messungen zeitlich rasch aufein-
1. Auf einem Höhenpunkt, dessen Höhe man kennt, anderfolgen.
wird das Instrument messbereit gemacht. Der Stellring b) Das Instrument zeigt im allgemeinen um so ge-
wird gedreht, bis die Ausgangshöhe auf dem Zifferblatt nauer an, je rascher der Höhenunterschied durchlaufen
unter dem Zeiger steht. Dabei ist das Glas leicht anzu- wird und je tiefer die Instrumenten-Temperatur ist.
klopfen. c) Vor der Ablesung sind die Instrumente immer auf
dem Glas anzuklopfen, wobei das Zifferblatt waagrecht
Bei Beginn einer Bergwanderung stellt man die Aus-
zu halten ist. Der Zeiger soll beim Anklopfen etwas
gang'shöhe schon an der Eisenbahnstation ein, auf der
springen. Das zeigt, dass keine Hemmung vorhanden
man aussteigt. Die Schwellenhöhe der Station findet
ist. Entsprechend der Anzeigegenauigkeit dürfen die
sich im Kursbuch, auf der topographischen Karte oder
Sprünge bis 20 m betragen.
am Stationsgebäude angeschlagen.
d) Das Instrument ist staubdicht und daher beinahe
2. Lederetui schliessen. luftdicht verschlossen. Druck auf das unzerbrechliche
3. Am Ort, dessen Höhe man bestimmen will: Hö- Glas erhöht vorübergehend den Luftdruck im Instru-
henmesser anklopfen. Ohne den Stellring zu verdrehen, ment, der Zeiger schlägt in Richtung kleinerer Höhe
Höhe unter dem Zeiger ablesen. Der Zeiger macht je aus; beim Loslassen schlägt er in Richtung grösserer
1000 m Höhendifferenz eine Umdrehung, auf 5000 m Höhe aus. Das ist ohne Bedeutung.
Höhendifferenz also 5 Umdrehungen. Ein Teilstrich des e) Beim Schliessen der Strippe des Etuis springt der
Zifferblattes entspricht 10 m. Zeiger. Die Sprünge bleiben innerhalb der Anzeige-
Im Fensterausschnitt des Zifferblattes erscheint eine Genauigkeit des Instrumentes und haben daher keine
Zahl, welche angibt, wieviel Umdrehungen der Zeiger, Bedeutung.

3
I' I O N I E R Nr.! 19 4 7

f) Schon geringe Luftdruckänderungen werden vom


1
Höhenmesser als Höhenunterschiede angezeigt (Aende-
rung von 1 mm Quecksilber, je nach Höhe über Meer
— 10—20 m).
Druckänderungen treten auf bei ungleicher Sonnen-
einstrahlung in Talkesseln, an Hängen, bei Gewitter, bei
unbeständigem Wetter. Daher bei jedem bekannten Fix-
punkt den Höhenmesser einstellen durch Drehen des
Stellringes.
g) Auf gleichbleibender Höhe über Meer ändert der
Luftdruck von Ort zu Ort und von Zeit zu Zeit infolge
meteorologischer Einflüsse. Die Linterschiede können
bis etwa X 5 G betragen. Daher nur die Höhe von
Orten vergleichen, die nicht weit voneinander entfernt
liegen (horizontal etwa 10 km, in der Höhe etwa 500 m),
und in nicht zu grossen Zeitabständen.
Also möglichst oft einstellen, jedoch nur genau be-
kannte Höhen als Fixpunkte benützen. In der Schweiz
benütze man nur die neue Landeskarte oder Triangula-
tionspunkte 1. Ordnung der Dufourkarte oder der Sieg-
friedkarte.
Vertuenc/ung c/es //öfienmessers a/s Barometer
Man merke sich: Auf gleichbleibender Höhe zeigt der
1 Lederetui.
2 Höhen-km. Höhenmesser grössere Höhe bei sinkendem Barometer-
3 Höhenskala in m. stand; kleinere Höhe bei steigendem Barometerstand.
4 Zeiger, zeigt Höhe Ii. M. in Metern. Die Grösse des Ausschlages ist von der Höhe über Meer
5 Stellring zum Einstellen der Ausgangshöhe abhängig.
(verdeckt, weil Etui geschlossen). In 1000 m Höhe entspricht ein Ausschlag von 12 m
Daten:
A/essbereic/i.' Type 3 D 1 5000 m. ungefähr einem Druckunterschied von 1 mm Quecksil-
Type 3 D 2 6000 m. ber, in 4000 m Höhe entspricht ein Unterschied von 17 m
Anze/gegenauig&etï;
gleich.
t
10 m über den ganzen Messebereich Höhe einem Unterschied von 1 mm Quecksilber.
Wir sind überzeugt, dass der Thommen- als Qua-
Temperatureinflüsse auf das Instrument sind kompensiert. litätsprodukt unserer Uhrenindustrie viele Freunde be-
G/ezc/iWeibenc/e Anzeige von —30 bis 40" C.
: kommen wird. Er wird wohl bald im Rucksack des Berg-
Geuüc/ü: mit Lederetui 80 g. steigers und Naturfreundes ein unentbehrliches Hilfs-
öimensronen: 72X62X20 mm. mittel sein.

Le comité international de la radioélectricité (CIR)


La radiodiffusion suscite de multiples et complexes ayant leur autonomie, mais travaillant en liaison par
problèmes de caractère technique, juridique, administratif l'intermédiaire du secrétariat général établi à Paris.
et financier pour l'étude desquels une série d'organismeß Entrant en rapport avec les autres organismes in-
internationaux ont été créés.
ternationaux qui s'occupaient déjà, à des titres divers,
Leur activité s'étend la plupart du temps à des do- des questions soulevées par le développement prodi-
maines spécialisés bien définis et, de ce fait, ne sont con-
gieux des ondes radioélectriques, il trouvait facilement
nus que de certains milieux techniques. Il est important
les limites de sa compétence, et, dans le cadre d'une
que l'on connaisse l'activité -de ceux d'entre ces organismes
qui touchent éventuellement aux problèmes -d'ordre radio- coopération largement internationale, il pouvait mettre
phonique, C'est pourquoi nous avons demandé à M. le sur pied et faire consacrer par ses Congrès toute une
D'' Homburg, secrétaire général du Comité international de série de propositions destinées à faviliter l'étude et la
la Radioélectricité (CIR), de mettre nos lecteurs au cou- solution des grands problèmes de l'heure.
rant des tâches poursuivies par cette institution, et nous Tandis que les travaux du CIR, rapports et discus-
nous faisons un plaisir de publier ci-après son exposé. sions, étaient intégralement publiés dans une série de
fRérf. de /'{//R.; volumes*), une revue semestrielle: La Revue interna-
Le Comité international de la Radioélectricité tionale de la Radioélectricité *) constituait pour tous
a été
fondé en 1922, sous forme d'association privée. les membres adhérents ou associés de cet organisme
Dès sa formation, il précisait dans ses statuts les une large tribune, en même temps qu'elles assurait la
buts principaux qu'il allait inscrire en tête de son pro-
diffusion des opinions les plus autorisées et constituait
une source précieuse de documentation.
gramme d'action: Elaboration d'un statut international Les questions ainsi traitées ont été des plus diver-
de la radio sous toutes ses formes — Etude des ques-
ses.
tions juridiques, administratives et économiques s'y rap-
Il apoartenait au premier Congrès international du
portant — Centralisation d'une documentation — Cons- CIR réuni à Paris en 1925, d'aborder le vaste problème
titution d'un organisme permanent de conciliation et de la liberté de l'éther, auquel se rattachent par des
d'arbitrage. liens étroits les problèmes du régime juridique des
Etendant rapidement son action, il aidait à consti-
tuer dans la plupart des pays des comités nationaux, *) Editions internationales, Paris.

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