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Kapitel 6: Instrumente der Planungsunterstützung

Mögliche Fragestellungen

- „ABC-Analyse und Vierfelder-Portfolio-Analyse: Gemeinsamkeiten aus Controlling Sicht“


- „Was das Berichtswesen mit der ABC-Analyse gemeinsam hat“

1. Bedeutung von Planungsinstrumenten im Controlling


- Planungsinstrumente gehören zu den wichtigsten isolierten Koordinationsinstrumente
 Instrumente bestimmen den Planungs- und Managementprozess strukturell & inhaltlich
- Controlling richtet sich auf einzelne Planungsprozesse sowie das gesamte Planungssystem
 Zielbildung
 Problemstrukturierung (Checklisten, Lückenanalysen)
 Prognose (Risikoanalyse, Produktions- und Kostenfunktion
 Bewertung und Entscheidung (ABC-Analyse, Kosten- und Leistungsrechnung
 Durchsetzungsphase stellt Übergang zum Kontrollprozess dar

2. Die ABC-Analyse als Planungsinstrument


- Planungsphase: Bewertung und Entscheidung, Prioritätensetzung
- Methode zur Vorsortierung von Gütern nach „Planungswichtigkeit“
 Beschaffungs- und Vorratsplanung für verwendete Materialien
- Einteilung der Güter in 3 Gruppen (A, B & C): Unterschiedliche Planungsintensität (wichtigere
Güter werden genauer geplant als weniger wichtigere Güter)
 A-Güter: sollen sorgfältig geplant werden
 B-Güter: Planungsintensität zwischen B und C
 C-Güter: sollen eher pauschal und weniger detailliert geplant werden
- Einteilung der Güter in Gütergruppen nach Höhe des Einkaufumsatzes
 Bei Gütern mit höherem Einkaufsumsatz kann Planung mehr bewirken als bei anderen
 Berechnung des Einkaufsumsatzes jedes Gutes & Listung der Güter nach Rang
Jahresbedarf
 relativer Einkaufsumsatz=
Gesamtbedarf
1 1
 Positionenanteil= = =8,33 % Steigerung pro Position
Positionenanzahl 12
 Summe aller relativen Einkaufsumsätze ergibt Gesamtwert von 100%

- Lorenzkurve gibt Konzentration des Einkaufsumsatzes auf die Bezugsobjekte an


 Je mehr sich Einkaufsumsätze auf wenige, umsatzstarke Güterarten konzentriert, desto
mehr schmiegt sich Lorenzkurve in die linke obere Ecke des Begrenzungsquadrats
- Zwei Effekte bei der Wahl von Koordinationsparametern
 Inhaltliche Güte der zu treffenden Entscheidung (Bsp. Gesamtkosten)
 Mühe zur Entscheidung zu gelangen (Bsp. Zeit des Managers)

- Controlling Aufgaben bei der ABC-Analyse


 Festlegung von Verfahrensweisen zur Planung für A, B und C-Güter
 Unterschiede in Feinheit, Genauigkeit und weiteren Merkmalen
 Festlegung der Klassengrenzen zwischen verschiedenen Gruppen (A, B & C)
 Controlling Aufgabe mit wichtigen führungspolitischen Konsequenzen
 Bestimmung des Grenzelements, das noch in höherrangige Klasse gehört
3. Die Portfoliomatrix-Analyse als Planungsinstrument
- Planungsinstrument der strategischen Planung, die Produkte in Markt charakterisiert
 Gegenüberstellung eigener Stärken & Schwächen den Chancen & Risiken des Marktes
- Relativgrößen: Vergleich unterschiedlicher Produkte auf unterschiedlichen Märkten möglich

- Positionierung abhängig von Marktwachstum und relativem Marktanteil


 Relativer Marktanteil: aktueller Marktanteil (Stärke/Schwäche)
eigener Marktanteil
 relativer Marktanteil=
Marktanteil des stärksten Konkurrenten
 Marktwachstum: aktuelles Wachstum im Markt (Chance/Risiko)
 Mengenwachstum oder Umsatzwachstum des Gesamtmarktes

- Produke in Koordinationsystem eintragen


 Produkte über Merkmalswerte in Koordinatensystem eintragen
 Grenzen zwischen „hoch“ und „niedrig“ in beide Richtungen bestimmen
 Standartinterpretation für jedes Feld erstellen & auf Produkte anwenden

- Standortinterpretationen der verschiedenen Felder:


 Question Mark: Neuprodukte mit Risiko (niedriger Marktanteil, aber hohes Wachstum)
 Offensivstrategie: Förderung der Produkte (Werbung)
 Star: Erfolgreiche Produkte (hoher Marktanteil und hohes Wachstum)
 Investitionsstrategie: Weiter investieren und Marktanteil erhöhen
 Cash Cow: Finanzquelle (hoher Marktanteil, aber stark sinkendes Wachstum)
 Abschöpfungsstrategie: Investitionen einschränken & Gewinne abschöpfen
 Poor Dog: „Aussterbende“ Produkte (niedriger Marktanteil und kaum Wachstum)
 Desinvestitionsstrategie: Produktion einstellen & nicht weiter investieren
- Controlling Aufgaben bei der Portfolioanalyse
 Berechnung der jeweiligen Ausprägungen der verschiedenen Produkte
 Festlegung und Feinjustierung der Feldergrenzen: Mit Festlegung beeinflusst Controller
die Art und Umfang der Managerkapazität und der möglichen Zielerreichung im Prozess
 Einordnung der analysierten Objekte in jeweiliges Feld der Matrix
 Anwendung der Standartinterpretationen (führt oft in effizienter Weise zu zielgünstiger
Lösung, jedoch können vereinzelt Probleme auftreten (Prüfung der Gegebenheiten)
- Probleme der Portfolioanalyse
 Anwendbarkeit problematisch, daher kritische Grundprüfung der Interpretationen
 Erfassung in Matrix führt zu relativer Ordnung, aber nicht zu einer absoluten, da keine
Grenzen zwischen „klein“ und „groß“ festgelegt sind

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