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Jazz Zitate

Vielleicht sollte ich der Form halber kurz erwähnen, daß ich nur mit einem kleinen Teil dieser Statements inhaltlich übereinstimme und
einen gewissen
Teil davon sogar für Unsinn halte ;-) Interessant sind sie jedoch allemal.

Musikerstatements / Musicians Statements zur Entwicklung des Jazz

George Adams

„Manchmal meine ich fast selbst, daß ich gar kein Horn blase, ich bilde mir ein, ich singe“

Derek Bailey

„Wenn ein Typ aufhört zu improvisieren und Musik schreiben möchte, früh am Morgen, vor einem breiten Fenster, das den Blick auf ei-
nen wunderschönen Park freigibt - ich kann das absolut verstehen, es muß ein wunderbares Leben sein, und nicht nur das. Es gibt keinen
besseren Weg, im Musikgeschäft Geld zu verdienen. Es ist eine nette Tätigkeit, vor allem im Winter - aber ich kapiere nicht, warum sie der
Improvisation dann noch einen Tritt versetzen müssen.“

Django Bates

„Meine Musik steht in Beziehung zu heutigen Vorgängen. Ich verstehe, daß manche Leute lieber eine Reise in die Vergangenheit machen.
Wir wollen uns mit der Geschwindigkeit der heutigen Zeit bewegen.“

Art Blakey

„Ich bin kein Heuchler, ich mache Fehler auf der Bühne. Und meine Fehler sind laut. Aber das ist der Spaß an der Musik. Man lernt.“

Arthur Blythe

„Was immer ich spiele, in meinem Kopf höre ich auch unaufhörlich die Tradition mitsummen.“

Peter Brötzmann

„Ich bin nicht das, was Sie einen <guten Techniker> nennen würden. Für mich ist die an Konservatorien vermittelte Technik Scheiße. Um
Musik wie unsere zu machen, müssen sie erst Ihre eigene Technik entwickeln und dann ihre eigene Musik machen. Das Ziel unserer Musik
ist nicht, <richtig> oder <falsch> zu spielen. Das bedeutet nichts. Was wirklich zählt, ist zu wissen, was man spielt.“

Marion Brown über die Aufnahmen zu Ascension

„Wir machten 2 Takes, und beide hatten das gewisse Etwas. Die Leute im Studio *schrien*“

Don Byron

„Was nun am Lincoln Center in Sachen Jazz passiert ist mit dem vergleichbar, was die New Yorker Philharmoniker machen. Sie spielen ein
Leben lang die Musik, die sie in der Schule gelernt haben, statt etwas neues zu spielen. Wynton fällt dort also nicht unangenehm auf. Was
heute in diesen Institutionen vorgeht, ist der Versuch, Jazz zu einer klassischen Musik zu degradieren. Das könnte scheitern, es muß nicht,
aber hoffen wir‘s.“

Eugene Chadbourne

„I play music that I myself would like to hear at a concert. Since nobody else makes this kind of music, I play it myself.“

Don Cherry über Thelonious Monk

„Das war 1961...Monk besuchte uns für drei Tage in der Wohnung meiner Mutter in Watts. Meine Mutter war sehr erstaunt über Monk
und fragte mich, ob er verrückt sei. Aber ich konnte sie beruhigen und sagte ihr, daß die New Yorker nun mal so sind. Dauernd war er am
Tanzen und dann ging er in den Laden an der Ecke und kaufte zehn Packungen Orangensaft und zehn mit Milch.“

Ornette Coleman
„Das Beste, was Schwarze über Ihre Seele gesagt haben, haben sie auf dem Tenorsaxophon gesagt.“

Über seine Anfangszeit als Musiker


„Die meisten Musiker wollten nichts von mir wissen. Sie sagten, ich würde die Akkorde nicht kennen und hätte keine gute Intonation“

„Wenn du morgens aufstehst, mußt du dich zuerst anziehen, bevor du hinausgehen und deinen Tag leben kannst. Aber deine Kleidung
sagt dir nicht, wohin du gehen kannst, sie geht dorthin, wo du hin gehst. Eine Melodie ist wie deine Kleidung.“

„I have often read critical pieces where the critic said that what the composer was trying to do didn‘t come off. I have wondered what the
critic meant if he didn‘t know what the composer was trying to do.“

Stanley Crouch über Miles Davis

„Miles Davis hat sich ausverkauft. Er wurde zum Verräter. Mit und seit <Bitches Brew> hat er den Jazz an den Popmarkt verraten. Er
wurde zum Kollaborateur, zum Waldheim des Jazz - bis zum bitteren Ende.“

Miles Davis

„Und je älter ich werde, desto stärker vermisse ich die, die gestorben sind: Monk, Mingus, Freddie Webster und Fat Girl. Wenn ich an sie
denke, könnte ich verrückt werden, deshalb versuche ich es zu vermeiden. Aber ihre Geister sind in mir, also leben sie noch und teilen sich
durch mich anderen mit. Alles, was ich von ihnen gelernt habe, steckt in mir. Musik hat was mit Spiritualität, mit Geist und Gefühl zu
tun. Und für mich lebt ihre Musik noch, verstehst du? Was wir gemeinsam gespielt haben, das muß irgendwo in der Luft schweben, denn
dorthin haben wir‘s geblasen.“

„Mann, es macht mich wahnsinnig, wenn ich ein Stück Musik vergesse und ich mich unbedingt daran erinnern will. Ich bin davon beses-
sen, gehe ins Bett, denke darüber nach, stehe auf und denke immer noch darüber nach. Es verschwindet nie. Und ich bin glücklich, daß
mir diese Gabe geblieben ist; ich fühle mich wirklich gesegnet. Ich spüre eine gewaltige Kreativität in mir, und ich habe das Gefühl, als ob
ich immer stärker werde.“

Paul Desmond

„Ich möchte Saxophon spielen, aber ohne hineinzublasen!“

Duke Ellington

„The music has become so integrated you can‘t tell one part from the other so far as color is concerned.“

„It Dont‘t Mean A Thing It It Ain‘t Got That Swing“

Über Count Basie


„Jede Nacht stellte ich mich auf die gegenüberliegende Straßenseite und hörte zu, wie Count Basie losging. Es war wunderbar.“

„I don‘t need time. What I need is a deadline!“

„I‘m sure critics have their purpose, and they‘re supposed to do what they do, but sometimes they get a little carried away with what they
think someone should have done, rather than concerning themselves with what he did.“

Fred Frith

„Ich lehne die Unterscheidung zwischen Musik und Geräusch völlig ab, weil ich sie als unnatürlich empfinde.“

„Eine Aussage, die sich dem Zuhörer mitteilt, kann man erfinden, indem man einen Ziegelstein auf eine Gitarre fallen läßt. Oder Bach
spielt. Zwischen beiden Formen mache ich keinen Unterschied.“

„...what‘s always exciting is when you hear something amazing when you least expected it. Every now and then I‘ll hear something for the
first time that forces me to re-examine my frames of reference, and re-consider musical parameters in general, and that‘s wonderful . And
what‘s even more wonderful in a way, is when you hear something that you know, and already think you have an opinion about, and then
suddenly discover that it isn‘t what you thought it was, but something quite different, which makes it just as surprising as if you‘d never
heard it before. That‘s REALLY great!“

Bill Frisell
„I‘m basically a pretty shy person and I don‘t dance or get into fights. But there are all these things inside me that get out when I perform.
It‘s like a real world when I play, here I can do all the things that I can‘t do in real life.“

Jan Gabarek

„Es gibt Leute, die Jazz primitiv und drittklassig finden; ihnen gegenüber muss ich ihn verteidigen. Tatsache ist, daß alle Musik ihrem
Ursprung nach primitv ist, denn sie ging aus der Volksmusik hervor, die ja notwendig einfach und naturhaft ist. Was ist schließlich ein
Haydn-Menuett oder Beethoven-Scherzo anderes als veredelter ländlicher deutscher Tanz? „

Dizzy Gillespie

„I know all the Latin-American rhythms quite well, but I don‘t play them exactly like they do in their own country - I add my personal
touch.“

Billie Holiday

„I never sing a song the same way twice.“

„Bei Basie hatten wir jedoch etwas, an das kein noch so teures Arrangement rankommen konnte. Die Musiker kamen rein, jemand summ-
te eine Melodie, dann spielte jemand es ein oder zweimal auf dem Klavier, dann kam ein Riff dazu, dort ein Ba-Deep, da ein Ba-Dop.
Dann klimperte Daddy Basie ein bißchen damit rum und dann lief die Sache.“
Elvin Jones

„If there‘s any such thing as a perfect man, I think John Coltrane was one. And I think that kind of perfection has to come from a greater
force than there is here on earth.“

Franz Koglmann

„Es gibt heute kaum noch Musiker mit einer persönlichen Klangfärbung, einem eigenen Sound. Wie bei Ellington. Wir leben heute im
Zeitalter der Akademisierung des Jazz, wo alle mehr oder weniger gleich klingen. Meine persönliche Meinung ist, daß die Entwicklung
des Jazz mehr oder weniger abgeschlossen ist. Das heißt nicht, daß es in der Zukunft keinen Jazz mehr geben wird. Er wird partikelweise
weiter existieren, kombiniert mit Elementen der klassisch-europäischen Musik, eventuell auch mit Elementen verschiedenster Folkloren.
Die Jazz-Geschichte ist so abgeschlossen wie die Geschichte der abendländischen Musik von der Frühtonalität bis zur Atonalität. Diese hat
der Jazz sehr schnell nachvollzogen. Jetzt sind sie beide auf dem gleichen Stand. Und wo geht‘s jetzt hin?“

Steve Lacy

„Let‘s call it spirit, because to me, there is spirit in a reed. It‘s a living thing, a reed, really, and it does contain spirit of a sort. And they say
these areas make sound when the wind comes. It‘s really an ancient vibration.“

„Für mich muß Musik immer dort befinden - auf der Kante, zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten. Und man muß sie ständig
ins Unbekannte vorantreiben, sonst verkümmert sie und man selbst auch.“

Joe Lovano

„Es gibt keinerlei Bedarf, den Jazzbegriff zu definieren. Jazz ist längst definiert - auf Schallplatten. Die Musik hat längst gesagt, was mit
Worten nicht gelingt. Die Zukunft des Jazz wird ganz gewiß nicht in der Wiederholung der Vergangenheit liegen. Wer improvisieren
will, muß tief graben. Und vielerlei Erfahrungen machen. Wer nur eine Platte kennt, und ein Leben lang wie diese klingt hat eine Menge
versäumt.“

Albert Mangelsdorff, 1963

Nach der Rückkehr von einer Tour im Auftrag des Goethe-Insitituts durch Asien, Frage eines Reporters:
„Herr Mangelsdorff, sie haben mit dem thailändischen König Bhumipol gespielt. Wie spielt der König Saxophon?“
„Also für‘n König ganz gut“

Pat Metheny

„I have to admit that more and more lately, the whole idea of jazz as an idiom is one that I‘ve completely rejected. I just don‘t see it as
an idiomatic thing any more...To me, if jazz is anything, it‘s a process, and maybe a verb, but it‘s not a thing. It‘s a form that demands
that you bring to it things athat are valuable to you, that are personal to you.That, for me, is a pretty serious distinction that doesn‘t have
anything to do with blues, or swing, or any of these other things that tend to be listed as essentials in order for music to be jazz with a
capital J.“
„My first relationship to any kind of musical situation is as a listener.“

Thelonious Monk, 1959

„I say, play your own way. Don‘t play what the public want - you play what you want and let the public pick up on what you doing - even
if it does take them fifteen, twenty years..“

David Murray, 1996

„I sat up listening to George Butler tell me one year that he‘s bringing out 200 albums, and all of ‚em are from people who are dead. And
that‘ll really make jazz go on? That‘s some really dumb shit. Fuckin‘ macabre necrophilia or some shit. And then he‘s going to put out the
Marsalis boys. There‘s some dead guys again.....“

‚I love standards. But when you get to the point where your whole set list doesn‘t have one original tune, or the one original tune sounds
like some generic cut-out of some standard, then any originality is being lost. And if people lose their originality, then it‘s all lost...“

Charlie „Bird“ Parker

„Ich wußte nichts über Harmonik. Nachdem ich die Tonleitern gelernt hatte, brachte ich mir bei, den Blues in allen 12 Tonarten spielen zu
können. Dann lernte ich ‚I got rhythm‘ und ‚Cherokee‘ in allen 12 Tonarten. Dann war ich fertig.“

„Musik ist deine eigene Erfahrung, deine Gedanken, deine Weisheit. Wenn du es nicht lebst, kommt es nicht aus deinem Horn.“

Michel Portal

„Jazz bietet mir die einzige Möglichkeit, frei zu sein, zu schweben, zu träumen.“

Michael Riessler

„Es gibt in Paris viele Großstadtmusiker, die morgens im Filmstudio aufnehmen, nachmittags unterrichten und abends in einem Jazzclub
spielen. Sie sind durch die ökonomischen Bedingungen gezwungen, ihren Horizont ständig zu erweitern. Sich nicht auf eine Sache kon-
zentrieren und meinen, das sei die einzige Wahrheit. Man wird permanent mit anderen musikalischen Gebieten konfrontiert. In Deutsch-
land ist man sofort suspekt, wenn man komponiert, selber Interpret ist, oder gar improvisiert.“

Heinz Sauer

„Natürlich hat man es als deutscher Jazzmusiker schwer, in der Szene Anerkennung zu finden. Nicht nur dem Publikum, auch den Kri-
tikern ist es nie so ganz geheuer, wenn ein deutscher Musiker etwas eigenständiges zustandebringt. Im tiefsten Innern meinen sie, etwas
Originelles im Jazz könnte nur aus Amerika kommen. Früher war es so, und das hat sich im wesentlichen bis heute nicht geändert, daß
der, der dem Klang der Amerikaner möglichst nahe ist, eher gewürdigt wird. Das ist nun mal so, und ich lasse mir deswegen keine schma-
len Lippen wachsen.“

über Mangelsdorff
„Während ich, wie die meisten jungen Frankfurter Musiker, sehr viele Platten hörte, bevorzugt natürlich Coltrane, hat Albert das weniger
getan. Er zog es zum Beispiel vor, Vögel auf Tonband aufzunehmen, was er als inspirierender empfand als das ständige Plattenhören, das
seiner Meinung nach dazu führte, daß man sich selbst verliert.“

Manfred Schoof

„Mit Beginn der 60er Jahre, als Ornette Coleman auftauchte, hatten wir anfangs schon gewisse Vorbehalte gegen sein Plastiksaxophon, die
wir aber bald aufgaben, nachdem wir uns klargemacht hatten, daß schließlich nur entscheidend ist, was rauskommt.“

Archie Shepp

„Nennt Ornette den Hirten und Cecil den Seher.“

„Ich meine, ich gehe eigentlich nie ins Kino. Ich verweigere mich der weißen westlichen Kultur fast vollständig. Ich höre kaum andere
Musik als jene, die Jazz genannt wird...Ich habe noch so viel von meiner Kultur zu lernen, daß keine Zeit mehr bleibt, sich mit anderen
Kulturen zu beschäftigen.“

Mal Waldron
Über die Zeit (1965), als er sich in Europa niederließ: „Als ich nach Europa kam, war der Druck plötzlich weg und ich brauchte keine
Drogen mehr. Außerdem sprachen in Europa zwei Dinge für mich, die in Amerika gegen mich waren: ein Schwarzer und ein Jazzmusiker
zu sein.“

„I always play with my own feeling, but a musician has to change, otherwise he dies. I intend to keep changing until the day I die.“

Benny Waters

„Ohne Rhythmus gibt es keinen Jazz. Wenn man nicht mehr mitwippen kann, ist das kein Jazz mehr!“

JAZZ HISTORY
The Beginnings in New Orleans

„Blues und richtigen Jazz konnte man nur in den Cabarets hören, in die nur die Unterklasse ging. Üblicherweise durfte man Blues oder
Boogie-Woogie in einer durchschnittlichen schwarzen Mittelschichtfamilie nicht spielen. Diese Musik hatte angeblich ein niedriges Ele-
ment in sich“ (G. Bushell, cl)

Billie Holiday

„An diesem Abend war wieder mal Jam Session. Benny Carter spielte mit Bobby Henderson, meinem Begleiter. Und dann war Lester
dabei, mit seinem kleinen, alten Saxophon, das durch Klebestreifen und Gummibänder zusammengehalten wurde. Chu saß da, und alle
fingen an, sich zu streiten, wer wen an die Wand blasen könnte, und versuchten, einen Wettkampf zwischen Chu und Lester in Gang zu
bringen. Benny Carter wußte, daß Lester bei einem solchen Duell glänzen konnte, aber für all die übrigen war das Ende eine ausgemachte
Sache: Chu würde Lester in Grund und Boden blasen. Chu hatte ja ein großes, prachtvolles goldenes Saxophon, aber er hatte es nicht bei
sich. Doch Benny Carter ließ sich dadurch nicht abhalten. Er war wie ich: Er hatte Vertrauen zu Lester. So machte er den Vorschlag, er
wollte losgehen und Chus Horn holen. Das tat er und kam damit wieder. Chu Berry...schlug ‚I got rhythm‘ vor...Chu strengte sich sehr an,
dann war Lester dran. Er spielte mindestens 15 brilliante Chorusse, jeder anders als der vorangegangene und einer immer schöner als der
vorige. Als der fünfzehnte vorbei war, war es auch mit Chu Berry vorbei.“

Tad Dameron über den Bebop

„Der eine Weg ist gerade und verläuft durch eine bekannte Landschaft, und es ist erholsam, diesen Weg zu fahren. Der andere ist gewun-
den - verläuft gleichsam über Berggrate und Klüfte - aber er eröffnet eine Fülle von unbekannten Aussichten und neuen Bildern, und
herrliche Bäume stehen an seiner Seite.“

Charlie Parker

„Eines Nachts nahm ich mir ‚Cherokee‘ vor, und plötzlich fand ich heraus , daß ich das, was ich immer gehört hatte, auch spielen konnte,
wenn ich die höheren Intervalle eines Akkordes als Melodie benutze und darunter neue, sinnvoll abgeleitete Akkordfolgen legte.“

Ben Sidran

„In der westlichen Musikkultur gibt es den falschen und den richtigen Sound, die falsche und richtige Technik. In der Jazztradition gibt
es das so nicht. Wenn du zu deinem Sound gefunden hast, gibt es nichts falsches mehr. Thelonious Monk spielte mit gespreizten Fingern.
Das ist nicht falsch - das ist Monk.“

„Heute weiß man alles über den Jazz. Alles ist analysiert und gesagt. Wie ein Schmetterling, den man auseinanderrupft. Oh, war das ein
schöner Schmetterling, aber fliegen kann er nicht mehr.“

„Mein Lieblingstrompeter war Blue Mitchell. Er konnte keine Noten lesen. Aber jeder Ton aus seiner Trompete war blue. Das heißt doch
nur, finde deinen Sound und erzähl mir eine Geschichte. Im Blues ist der Sound das wichtigste. Zwei, drei Töne können alles sagen.“

Down Beat, 22.4.1946

Über Charlie Parkers Platte ‚Now‘s the Time‘: „Diese beiden Seiten zeugen von schlechtem Geschmack und irregeleitetem Fanatismus...das
ist die Sorte Zeug, die zahllose, leicht beeindruckbare Musiker aus der Bahn geworfen und ihnen unheilbaren Schaden zugefügt hat.“

Kenny Clarke über Charlie Parker

„Bird ging denselben Weg den wir gingen, aber er war uns weit voraus. Ich glaube nicht, daß ihm klar war, welche Umwälzungen er verur-
sachte, für ihn war das einfach seine Art, Jazz zu spielen.“
Mal Waldron

„Der Druck war eigentlich nicht auszuhalten. Jeden Tag hatte man sich in einem brutalen Überlebenskampf zu behaupten. Harte Drogen
beherrschten die Szene. Ohne sie war einem der Zugang zu den wichtigen Zirkeln verschlossen. Die meisten Plattfirmen und Clubbesitzer
engagierten nur Junkies, denn von denen war nicht zu befürchten, daß sie auf ihren Rechten bestehen würden; die waren zufrieden, wenn
sie genügend Geld für Stoff bekamen.....Ohne Drogen oder eine Krücke ähnlicher Art jedenfalls war der Druck nicht auszuhalten, nüch-
tern wärst du glatt ausgeflippt und hättest Selbstmord begangen“

ALLGEMEINE STATEMENTS

Akpabot, Samuel (Nigerianischer Komponist / Musikwissenschaftler)

„Die Bezeichung eines Musikstücks als primitiv ist eine eindeutig relative Angelegenheit. Würde sich eine Gruppe afrikanischer Instru-
mentalisten ein europäisches, Walzer spielendes Orchester anhören, würden sie dessen ewig gleichen Dreivierteltakt im Vergleich zu ihren
eigenen komplexen Rhythmen mit gleichem Recht als <primitiv> bezeichnen.“

Norman Granz

„Wann werden sie endlich begreifen, daß Ella Fitzgerald die gleiche Gage kriegen muß wie Jessye Norman?“

King, Martin Luther

God has wrought many things out of oppression. He has endowed his creatures with the capacity to create, and from this capacity have
flowed the sweet songs of sorrow and joy that have allwed man to cope with his environment in many situations. Jazz speaks of life. The
blues tells the stories of life‘s difficulties, and if you will think for a moment , you will realize that they take the harshest realities of life and
put them into music only to come out with some new hope or sense of triumph. This is triumphant music. Modern Jazz has continued in
this tradition, singing the songs of more complicated urban existance. When life itself offers no order and meaning, the musician creates
an order and meaning from the sounds of earth which flow through his instrument. It is no wonder that so much of the search for identy
among America‘s Negroes was championed by jazz musicians. Long before the modern essayists and scholars wrote of <racial identity>
as a problem for a multi-racial world, musicians were returning to their roots to affirm that which was stirring within their souls. Much
of the power of our Freedom Movement in the United States has come from this music. It has stengthened us with its powerful rhythms
when courage began to fail. It has calmed us with its rich harmonies when spirits began to lag. This has been true from the early days of
the simple Negroe Spiritual. And now, Jazz is exported to the world. For in the particular struggle of the Negro in America there is some-
thing akin to the unversal struggle of modern man. Everybody has the blues. Eberybody longs for meaning. Everybody needs to love and
to be loved. Everybody needs to clap hands, and be happy. Everybody longs for Faith. In music, especially that broad category called Jazz,
there is a stepping stone toward all of theses.“

Karl Valentin

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“

Zappa

„Jazz is not dead, it just smells funny!“

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