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XVI.

Legislaturperiode XVI legislatura

AKTUELLE FRAGESTUNDE INTERROGAZIONI SU TEMI DI


ATTUALITÀ

Sitzung Nr. 127 seduta n. 127

vom 30.11.2021 del 30/11/2021

Antwort des Landesrates Widmann auf die Risposta dell'assessore Widmann all'inter-
Anfrage Nr. 27/12/2021, eingebracht von rogazione n. 27/12/2021, presentata dai
den Abgeordneten Knoll und Atz Tammerle consiglieri Knoll e Atz Tammerle

WIDMANN (Landesrat für Gesundheit, Breitband, Genossenschaftswesen - SVP): Werte Präsi-


dentin, werte Kolleginnen und Kollegen, werter Kollege Knoll! Es stimmt, dass momentan sämtliche Mitarbei-
terinnen und Mitarbeiter der Sanität alle zwei Wochen die Tests machen. Die Mitarbeiter, die im Sanitätsbe-
trieb arbeiten, sind alle geimpft. Wenn jemand Symptome hat, dann hat er sowieso Zugang zu den Tests.
Die angefragten Daten in Frage 3 sind in so kurzer Zeit nicht zu liefern.
Diejenigen, von denen ich davor gesprochen habe, bei denen es Impfdurchbrüche gibt, sind fast alles
ältere Personen, die im Durchschnitt vor 222 Tagen den letzten Impfzyklus hatten. Das heißt, es sind über
7 Monate vergangen. Sie wissen, dass am Anfang ältere Personen teilweise mit Astra Zeneca, teilweise
aber auch mit Pfizer usw. geimpft worden sind. Deswegen hat man auf fünf Monate reduziert. Vor allem bei
älteren Personen, die nicht so ein starkes Immunsystem aufbauen, hat es Impfdurchbrüche gegeben. Bei
unter 70-Jährigen haben wir praktisch keine Impfdurchbrüche und diese Leute der Sanität werden deshalb
alle 14 Tage getestet. Es gibt keine medizinische Überlegung, aber es ist so auch von vielen anderen Proto-
kollen vorgesehen.
XVI. Legislaturperiode XVI legislatura

AKTUELLE FRAGESTUNDE INTERROGAZIONI SU TEMI DI


ATTUALITÀ

Sitzung Nr. 127 seduta n. 127

vom 30.11.2021 del 30/11/2021

Replik des Abgeordneten Knoll auf die Replica del consigliere Knoll alla risposta
Antwort des Landesrates Widmann auf die dell'assessore Widmann all'interrogazione
Anfrage Nr. 27/12/2021 n. 27/12/2021

KNOLL (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Frau Präsidentin, Herr Landesrat! Ich wäre ein bisschen vorsich-
tig mit der Feststellung, dass wir bei den unter 70-Jährigen keine Impfdurchbrüche haben. Wir haben viel-
leicht keine sichtbaren, aber wir wissen es nicht. Wir haben keine sichtbaren Impfdurchbrüche im Sinne von
Hospitalisierung, aber es gibt Menschen, die sich durchaus infizieren können und einfach nur einen leichten
Schnupfen oder vielleicht sogar gar nichts spüren, weil auch jeder Mensch unterschiedlich in der Wahrneh-
mung des Krankheitsempfindens ist, aber trotzdem andere Leute anstecken kann. Deswegen kam ja diese
Frage und ich bitte zu berücksichtigen - ich formuliere das immer im Konjunktiv -, dass das Fragen sind, die
an uns herangetragen werden. Ich weiß auch nicht, ob das der Wahrheit entspricht. Wir geben das so weiter
und diese Person, die im Sanitätsbetrieb arbeitet, sagt beispielsweise auch aus der Sicherheit gegenüber
von Patienten, aber auch seiner Familie, wäre es angeraten, wenn sie öfters eine Testmöglichkeit bekom-
men würden. Sie hat dann zur Antwort bekommen, dass das nicht geht, weil am Ende herauskommt, dass
sich zu viele infiziert haben. Ich gebe das nur so weiter, ohne Gewähr. Ich kann es auch nur so weitergeben,
wie uns das zugetragen wird. Ich sage Ihnen das einfach nur als Information. Das kann ja auch von einem
nur mal so gesagt werden. Das kann ich nicht beurteilen. Ich gebe es nur so weiter. Es ist schon ein biss-
chen sonderbar, dass diejenigen, die im Krankenhaus die größte Gefahr laufen sich anzustecken, nur alle
zwei Wochen mal eine Testmöglichkeit bekommen. Ich glaube, es wäre schon sinnvoll, dass man ihnen das
öfters anbieten würde, weil sie auch Familien daheim haben, weil sie eine gewisse Sicherheit gegenüber
sich selbst und gegenüber Angehörigen haben, aber vielleicht auch gegenüber den Patienten im Kranken-
haus selbst. Wir wissen ja, dass man das Virus auch, trotzdem man geimpft ist, übertragen kann. Deswegen
als Anregung vielleicht, dass man gerade den Mitarbeitern des Sanitätsbetriebes diese Tests kostenlos zur
Verfügung stellen könnte, wann immer sie das wünschen oder zumindest einmal in der Woche. Das wäre
auch schon was, eine Verdoppelung. Aber nur alle 14 Tage ist zu wenig, wenn wir wissen, dass der PCR-
Test maximal 72 Stunden aussagekräftig ist und das ist im Grunde genommen schon viel zu hoch gegriffen
ist. Experten reden davon, dass man einem PCR-Test maximal 48 Stunden lang Gültigkeit geben sollte.
Wenn man das dann ins Verhältnis setzt, dass die Personen, die am größten Gefahr laufen sich anzuste-
cken, nur alle zwei Wochen einmal einen Test bekommen, dann sieht man schon, dass da ein Ungleichge-
wicht ist. Insofern wäre es sinnvoll, diese Testmöglichkeiten öfters anzubieten, vor allem wenn es die Betrof-
fenen wollen.
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