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Quellenverzeichnis

ARBEITSBLATT Realismus (mit Aufgaben)


Musik Realismus mit einsetzten (Frank Liszt (1811-1886)Richard Wagner
(1813-1883) Johannes Brams (1833-1897))
Werk vorlesen (Rezitation Streich 1 und letzter - an unterschiedl. Stellen zitieren),
Buch und Bilder rumgeben
wichtigste Werke und Autoren
MAX UND MORITZ Ausführung eines literarischen Bsp.

Realismus
- Epoche der schönen Wirklichkeit -

Einstieg:
Leitsatz:” Realismus ist die künstlerische Wiedergabe des Lebens. Also Echtheit,
Wahrheit, ... “ (Theodor Fontane)

Wichtigste Werke und Autoren:

➢ Theodor Fontane (1819–1898)


○ "Effi Briest" (1895 veröffentlicht)
○ "Die Brück am Tay"

➢ Gottfried Keller (1819–1890)


○ "Der grüne Heinrich"
○ “Kleider machen Leute”

➢ Gustav Freytag (1816–1895)


○ "Soll und Haben" (1855)

...weitere:
● Wilhelm Busch (1832–1908), z.B. "Max und Moritz"
● Theodor Storm (1817–1888), z.B. "Der Schimmelreiter", “Pole Poppenspäler”
● Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898) z.B. “Der römische Brunnen”

Heinrich Theodor Fontane:


● geboren am 30. Dezember 1819 in Neuruppin; gestorben am 20. September
1898 in Berlin
● deutscher Dichter, Schriftsteller, Journalist & Apotheker.
● einer der wichtigsten Vertreter des literarischen Realismus
● seine Werke sind alle geprägt durch einen auktorialen Erzählstil und oft von
gesellschaftskritischen Elementen sowie sanfter Ironie durchzogen

Gottfried Keller:
● geboren am 19. Juli 1819 in Zürich; gestorben am 15. Juli 1890 in Zürich
● Schweizer Politiker und Autor,inspiriert und beeinflusst vom literarischen
Vormärz
● erste künstlerische Versuche finden sich in der Malerei, womit er jedoch
niemals den Erfolg erreicht hat, wie mit seinen späteren literarischen Werken
● schrieb v.a. Novellen & vereinzelte andere Arbeiten in Prosa

Gustav Freytag:

● geboren am 13. Juli 1816 in Kreuzburg; gestorben am 30. April 1895 in


Wiesbaden
● deutscher Schriftsteller

zu den Werken ein paar Infos:

Effi Briest: Die 17-jährige Effi wird von ihren Eltern dazu gedrängt, den mehr als
doppelt so alten Baron von Innstetten zu heiraten. Zusammen ziehen sie in einen
kleinen verlassenen Ort. Dort fühlt sich die lebenslustige Effi einsam und ist
unglücklich in ihrer Ehe. Daher flüchtet sie sich in eine Affäre mit dem leichtlebigen
Charmeur Major Crampas. Doch Jahre später erfährt der Baron durch Zufall von der
Affäre. Er fordert den Major zu einem Duell heraus. (Wikipedia)
Kleider machen Leute: Schneidergesellen Wenzel Strapinski, der aus dem armen
Ort Seldwyla ins reiche Goldach kommt und dort durch eine Verkettung von
Umständen für einen Grafen gehalten wird. Sein Leben ist von äußeren Umständen
bestimmt und auch in Goldach verstrickt er sich gegen seinen Willen in eine
Lügengeschichte, bis er schließlich entlarvt wird. (antikoerperchen)

Rezitation:
1. Streich:

Mancher gibt sich viele Müh

Mit dem lieben Federvieh: synonym für Hühner

Einesteils der Eier wegen,

Welche diese Vögel legen, synonyme für Hühner

Zweitens, weil man dann und wann

Einen Braten essen kann;

Drittens aber nimmt man auch Aufzählung (erstens, zweitens…)

Ihre Federn zum Gebrauch (Nutzen der Tiere: Essen, Federn…)


In die Kissen und die Pfühle,

Denn man liegt nicht gerne kühle.

Seht, da ist die Witwe Bolte, erster Protagonist taucht auf

Die das auch nicht gerne wollte.

Ihrer Hühner waren drei

Und ein stolzer Hahn dabei. Personifikation ?

Max und Moritz dachten nun:

Was ist hier jetzt wohl zu tun? rhet. Frage

Ganz geschwinde, eins, zwei, drei, Aufzählung (erneut bis 3)

Schneiden sie sich Brot entzwei,

In vier Teile, jedes Stück

Wie ein kleiner Finger dick. Vergleich

Diese binden sie an Fäden,

Übers Kreuz, ein Stück an jeden,

Und verlegen sie genau

In den Hof der guten Frau.

Kaum hat dies der Hahn gesehen,

fängt er auch schon an zu krähen:

Kikeriki, kikikerikih!! Rufzeichen- und Silbenverdopplung


machen unmissverständlich deutlich,
dass das zweite Krähen des Hahnes
lauter und dramatischer ist, Lautmalerei

Tak, tak, tak, da kommen sie. Lautmalerei

Hahn und Hühner schlucken munter denken sich nichts dabei, naiv...

Jedes ein Stück Brot hinunter;

Aber als sie sich besinnen,


Konnte keines recht von hinnen.

In die Kreuz und in die Quer

Reißen sie sich hin und her,

Flattern auf und in die Höh,

Ach herrje, herrjemine! Interjektion (dramatischer Höhepunkt)

Ach, sie bleiben an dem langen,

Dürren Ast des Baumes hangen.

Und ihr Hals wird lang und länger, Steigerung

Ihr Gesang wird bang und bänger,

Jedes legt noch schnell ein Ei, ...

Und dann kommt der Tod herbei.

Witwe Bolte in der Kammer

Hört im Bette diesen Jammer; Abends? Früh?

Ahnungsvoll tritt sie heraus:

Ach, was war das für ein Graus! ausruf, (Realität)

“Fließet aus dem Aug, ihr Tränen!

All mein Hoffen, all mein Sehnen,

Meines Lebens schönster Traum

Hängt an diesem Apfelbaum!”

Tief betrübt und sorgenschwer

Kriegt sie jetzt das Messer her,

Nimmt die Toten von den Strängen,

Daß sie so nicht länger hängen.

Und mit stummem Trauerblick

kehrt sie in ihr Haus zurück.-


Dieses war der erste Streich,

doch der zweite folgt sogleich. man weiß um den Fortgang der
Handlung
➢ Zwar ein Buch, aber eher Gedichte mit Reimen bzw gilt es als Bilderbuch
➢ Zählt zur Dramatik Literatur
➢ Die Opfer der beiden sind unschuldige, harmlose Bürger
➢ Buch Auseinandersetzung mit fiesen Streiche von 2 Buben, die oft mit Tod
und bösen Taten einhergehen. Am Ende bezahlen sie für ihre Taten mit dem
Tod
➢ Autor: Wilhelm Busch (1832-1908)
➢ Leben:
https://www.wilhelm-busch.de/wilhelm-busch/lebenslauf-von-wilhelm-busch/
➢ Druck mittels Holzstich vorbereitet

Inhalt Buch:
Max und Moritz nicht unbedingt als normale Jungs mit Blödsinn im Kopf weg - nein,
sie sind wirklich bösartig und schrecken auch vor Mord nicht zurück. So bringen sie
durch gemeine Tricks die drei Hühner von Witwe Bolte dazu, sich selbst zu
erhängen. (streich 1)
Max und Moritz schneiden dem Getreidebauern Löcher in die Säcke. Als er sie dabei
erwischt, kann er sie schnappen und bringt sie zum örtlichen Müller. Der wirft die
beiden kurzerhand ins Mahlwerk. Was herauskommt, wird von den hauseigenen
Hühnern verzehrt. Das war's. Im Dorf atmen alle auf: "Gott sei Dank! Nun ist's vorbei
- mit der Übeltäterei!" (letzter Streich)
1: Hühner hängen sich selbst auf
2: Essen die gebratenen Hühner. Witwe Bolte schlägt den Hund weil sie denkt er
wars
3: Sägen and er Brücke, damit sie zusammenbricht wenn der Schneider drüber läuft
4: Stopfen Schießpulver in die Pfeife vom Lehrer. Haus fliegt in die Luft aber lehrer
überlebt…(versuchter Totschlag heute)
5: setzen Maikäfer ins Bett von Onkel fritz
6: Fallen in Brotteig und werden gebacken. entkommen
7: Schneiden säcke auf und werden letztendlich gemahlen und getötet

Wilhelm Busch:
● geboren 15. April 1832
● Älteste von 7 kindern
● Dichter, Zeichner, Maler
● hat später auf Wunsch des Vater ein Maschinenbau studiert und das später
abgebrochen um Malerei zu studieren
● satirischer Zeichner
● 1864: Das Kinderbuch "Bilderpossen" ist Buschs erste selbständige
Veröffentlichung.
● 1865 Durchbruch mit Max und Moritz
○ bis heute rund 200 Übersetzungen
● 1893 Autobiographie “Von mir über mich”
● 1908 gestorben

Analyse:
Gedicht/Streich Inhalt (s.o.)
äußere Struktur (Strophen, Verse, Reime, Kadenzen...
sprachliche Mittel...daran Merkmale der Zeit

★ Höhepunkt im sechsten Streich


★ Konflikt zwischen den zwei Protagonisten und ihren Opfern
★ detailgenaue Schilderung jener Ordnung, die durch Max und Moritz in Chaos
verwandelt wird
★ Die beiden Übeltäter sind in der Regel keine Zeugen der Folgen ihrer
Streiche. Allein dem Leser ist vorbehalten
★ Bildergeschichte endet mit dem moralischen Hinweis Bosheit ist kein
Lebenszweck!
★ schwarzer Humor
★ Abschlüsse streich 1-6 versöhnlich formuliert
★ Witwe bolte als einzige 2x Opfer der beiden Buben
★ Lautmalereien (Ritzeratze sägen sie,tak tak tak …)
★ Auf die Frage nach dem Wahrheitsgehalt der Geschichte hat Wilhelm Busch
jedoch nur zurückhaltend geantwortet: „Du fragst, ob Max und Moritz eine
wahre Geschichte sei. Nun, so ganz wohl nicht. Das meiste ist bloß so
ausgedacht, aber einiges ist wirklich paßiert, und denn, dass böse Streiche
kein gutes Ende nehmen, da wird sicher was Wahres dran sein.“
★ Wilhelm Busch hat stets betont, dass er die Bildergeschichte „zu Nutz und
eignem Plaisir“ verfasst hat

Äußere Struktur:
● vierhebigen Trochäen
● 58 Verse
● ? Strophen
● Paarreime