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Wie funktioniert ein Computer?

1. Wie funktionieren Transistoren und Mikrochips in einem PC?

a) Wie interagiert der Rechner mit der Außenwelt?


 Ein Computer kann nur zwischen zwei Zuständen unterscheiden:
Strom fließt=1 und Strom fließt nicht=0.
 Mechanisch darstellen lässt sich diese Interaktion mit einer Schaltung
in der ein Schalter und eine Lampe eingebaut ist: Lampe an=1 und
Lampe aus=0.
 Schaltet man nun solche Konstruktionen parallel zueinander, so gibt
es immer 2Anzahl an Schaltern Möglichkeiten, wie diese Lampen leuchten, und
somit auch 2Anzahl an Schaltern mögliche Zustände, die der Computer
unterscheiden kann.
 Aber in einem PC sind natürlich nicht 1,4 Milliarden Schalter verbaut.

b) Transistoren als Schalter?


 Transistoren können Strom anhand der an der „Basis“ anliegenden
Spannung fließen lassen und treten somit als Schalter auf.
 Sie sind unheimlich klein und können deshalb zu Milliarden in einem
Computer verbaut sein.
 Ein großes System bestehend aus vielen Transistoren nennt sich
Mikrochip.

c) Logikgatter durch Schalter?


 Mit Schaltern (also auch Transistoren) lassen sich nun verschiedene
Logikgatter aufstellen, durch welche unter anderem auch das
Speichern von Zuständen ermöglicht wird.

2. Wie funktioniert das Mainboard?

a) Die Funktion?
 Das Mainboard vernetzt alle im Rechner verbauten Komponenten
miteinander.
 Grundlage hierfür ist die Leiterplatte, PCB genannt, die von außen
betrachtet nur wie ein Faser-Kunststoff-Verbund mit einigen Lötstellen
für das Anbauen von Komponenten aussieht.
 Jedoch besteht diese aus aufeinandergeschichteten komplizierten
Schaltnetzen, die zum Verbinden der Komponenten dienen.
 Die dafür gebrauchte Datenbahnen nennt man BUS

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b) Der Aufbau?

 Sockel für den CPU


 Slots für Arbeitsspeicherriegel
 PCH: koordiniert die Vorgänge in einem Mainboard
 SATA-Ports: Anschlüsse für Festplatten, SSDs und
optische Laufwerke
 PCIe-Steckplätze für weitere Karten wie Grafikkarten
 BIOS: Basic Input Output System-> beinhaltet die
Firmware des Computers, die noch vor dem
Betriebssystem lädt und alle Komponenten des
Computers überprüft, bevor sie diese mit
Standardtreibern anspricht, damit sie mit der Festplatte
in Verbindung stehen, von ihr „erkannt“ werden und so
die Informationen für den Bootvorgang (Laden des
Betriebssystems) von der Festplatte abgerufen werden
können
 CMOS-Batterie: Energieversorgung für den
batteriegepufferten CMOS-RAM-Speicher, der
Informationen wie das Datum oder die Uhrzeit für das
BIOS bereithält
 24-Pin und 8-Pin Leitung: Energieversorgung
 Spannungswandler, um die Spannung an die
Komponenten anzupassen
 Anschluss für Speeker und Kontroll-LEDs
 Anschluss für Start-/Reset-Knopf
 Anschluss für Lüfter
 Externe Anschlüsse
3. Wie funktioniert ein
Prozessor?

a) Was macht ein Prozessor?


 Eine CPU steuert andere Komponenten des Computers, während er
einen Prozess vorantreibt und abarbeitet.
 Sie besteht aus einem Rechenwerk, Steuerwerk, Register, Caches
und einem Speichercontroller.

b) Was ist das Steuerwerk?


 Das Rechenwerk beschäftigt sich mit der Befehlsverarbeitung.
 Er ladet diese also, decodiert sie und interpretiert sie schließlich, um
sie später an das Register weiter zu leiten.
 Um die Befehle decodieren zu können, enthält das Steuerwerk ein
Befehldecoder, der mit Hilfe eines Befehlsatzes, in dem sich alle
Befehle eines Prozessors befinden, im Stande ist, diese Aufgabe zu
erfüllen.

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c) Was ist ein Steuerregister?
 Register sind kleine, aber sehr schnelle Speicher, die sich im
Steuerwerk befinden.
 Es gibt drei verschiedene: 1. Das Befehlsregister, das immer den
aktuell auszuführenden Maschinenbefehl enthält; 2. Der Befehlszähler,
der die Adresse des nächsten Befehls enthält; 3. Das Statusregister,
das immer den Status der aktuellen Operation enthält (z.B. wenn
negative Ergebnisse angezeigt werden müssen).

d) Was ist das Rechenwerk?


 Im Rechenwerk werden die davor geladenen Befehle verarbeitet.
 Die ALU führt hierbei arithmetische und logische Operationen mit Hilfe
einiger Registern aus.
 Das Datenregister enthält hierbei die zu verarbeitenden Daten.
 Der Akkumulator enthält Daten, die vorher schon berechnet wurden
und nun weiterberechnet werden müssen.
 Das Funktionsregister gibt vor, wie berechnet werden soll.
 Anschließend gibt die ALU zwei Ausgaben heraus: Den Statuswert,
der an das Statusregister weitergeleitet wird und das Ergebnis der
Berechnung

e) Was ist der Speichercontroller und was sind Caches?


 Der Speichercontroller kontrolliert den Datenfluss zwischen Prozessor
und Arbeitsspeicher.
 Da diese Übertragung jedoch zu lange dauert, gibt es sogenannte
Caches.
 Diese werden als Zwischenspeicher genutzt, sodass eine schnellere
Datenübertragung vorliegt.

f) Wie sieht so eine Abarbeitung eines Befehls nun eigentlich aus?


 Zuerst enthält der Befehlszähler die Adresse des nächsten Befehls.
 Der Prozessor wartet nun bis die Daten, die unter dieser Adresse
liegen, alle von Cache, der Festplatte oder dem Arbeitsspeicher
abgerufen worden sind.
 Anschließend werden die Daten decodiert, in die verschiedenen
Register geschrieben und gleichzeitig der Befehlszähler um 1 erhöht,
um auf den nächsten Befehl zu „zeigen“.
 Daraufhin führt die ALU den Befehl aus und gibt Statuswerte an das
Statusregister, während das Ergebnis im Cache gespeichert oder
direkt weiterverarbeitet werden.
 Da der Befehlszähler bereits die Adresse für den nächsten Befehl
enthält, kann der Prozess nun mit dem neuen Befehl erneut gestartet
werden.

g) Wie kann der Prozessor mehrere Prozesse gleichzeitig ablaufen lassen?


 Der Prozessor lässt nicht mehrere Prozesse gleichzeitig ablaufen,
sondern switcht nur, wie beim Multitasking des Menschlichen Gehirns,
zwischen den beiden Prozessen hin und her. Dies wird durch einen
Scheduler ermöglicht.

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 Jedoch können Prozessoren mit n Kernen tatsächlich auch n Prozesse
gleichzeitig ablaufen lassen.

4. Wie funktioniert eine Grafikkarte?

a) Was ist die eigentliche Aufgabe einer Grafikeinheit?


 Eine Grafikeinheit soll die Informationen, die die CPU herausgibt,
weiterverarbeiten und schließlich diese am Monitor herauszugeben.
 Dabei kann die Grafikeinheit verschiedene Formen annehmen:
Zum einen kann sie bereits im Mainboard oder dem Prozessor verbaut
sein, kann dann aber nicht viel leisten, zum anderen gibt es auch noch
die herkömmlichste Lösung, eine Grafikkarte im Computer
einzubauen.

b) Was sind die Hauptbestandteile der Grafikkarte?


 Die Grafikkarte setzt sich aus der Platine, dem Spannungswandler und
der Stromzufuhr, dem Videospeicher und dem GPU zusammen.

c) Was ist die Platine der Grafikkarte?


 Die Platine der Grafikkarte fungiert wie das Mainboard des PCs.
 Auf der Platine findet deshalb der Datenverkehr statt.
 Auch hier liegt wie beim Mainboard ein kompliziertes Multi-Layer-
Design vor.
 Grund dafür sind die 800 Datenleitungen zwischen Videospeicher und
GPU.
 Außerdem ist sie für die Spannungsregulierung, die Ansteuerung der
Anschlüsse des Monitors und für die Verknüpfung mit anderen
Grafikkarten zuständig.
 Auch hat die Platine selbstverständlich einen Anschluss mit dem man
sie mit dem Mainboard verbinden kann.
 Heutzutage handelt es sich dabei um einen PCI-Express 3.0, der 16
oder 8 parallele Leitungen haben kann. Je mehr Leitungen es gibt,
desto mehr Daten können gleichzeitig gesendet und empfangen
werden.

d) Wie sieht die Energieversorgung der Grafikkarte aus?


 Die Grafikkarte ist das „stromhungrigste“ Bauteil eines Computers.
 Als Stromzufuhr dient deshalb die bereits vorher genannte PCI-e.
 Dann gibt es noch zusätzliche Stromkabelanschlüsse, von denen die
maximal verbrauchte Leistung ableiten kann.
 Je mehrpoliger der Anschluss ist, desto mehr Leistung muss erzielt
werden, aber auch desto mehr Leistung kann genutzt werden.
 Die Grafikkarte ist aber nicht für die hohen Spannungen des Netzteils
ausgelegt, weshalb ein Spannungswandler gebraucht wird.
 Diese heißen VRMs, die die Spannung auf ca. 1V runterregeln.

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e) Was ist der Videospeicher?
 Der Videospeicher wird auch VRAM genannt, da er ein Speicher mit
wahlfreiem Zugriff ist.
 Er soll Daten für die Grafikausgabe zwischenspeichern und eine
Wiederverwendung schnell ermöglichen.
 Die Größe des Speichers kann dabei je nach Anzahl der 265MB
Bausteine variieren.
 Auch die Taktrate des Speichers ist wichtig, das heißt die Anzahl an
elektrischen Signalen, die der Speicher pro Zeiteinheit aufnehmen
kann.
 Auch hier können die Werte je nach Speicherart variieren.

f) Was ist die GPU?


 Die GPU soll genau, wie die CPU, Befehle schnell abarbeiten.
 Sie unterscheiden sich jedoch in ihrem Aufbau. Denn während die
CPU nur 4 Kerne besitzt, hat die GPU heutzutage 5000 Kerne. Jedoch
ist die Taktrate der GPUs (im Durchschnitt 1000MgHz) deutlich kleiner
als die der CPU (im Durchschnitt 3500MgHz).
 Vergleich: CPU= Düsenjet, der schnell ist, aber wenige Personen
transportieren kann; GPU= Passagierflugzeug, das langsamer ist, aber
mehr Personen transportieren kann.

g) Wie sieht jetzt die ungefähre Abarbeitung eines Befehls in der Grafikkarte
aus?
 Die vielen Kerne der GPU werden genutzt, um unterschiedliche
Aufgaben zu erfüllen, die aber meist unter die die Gruppe der Shader
fallen, welche Recheneinheiten darstellen, die auf verschiedene
Aufgaben spezialisiert sind. (Mit Shadern können aber auch oft die
Programme gemeint sein, welche die Rechenaufgaben erfüllen, und
nicht die Recheneinheiten selbst.)
 Die Abarbeitung eines Befehls geschieht deshalb auch immer durch
die Beanspruchung mehrerer Shader.
 Zuerst gelangen die bereitgestellten Daten aus der CPU in den Vertex-
Shader, der aus Eckdaten Vielecke berechnet werden.
 Der Tesselations-Shader unterteilt dann diese noch weiter, sodass sie
verfeinert werden.
 Dann können mit dem Geometry-Shader Änderungen in der
Geometrie vorgenommen werden.
 Daraufhin werden bei der Rasterisierung mit Rasterriser die
geometrischen Formen in Pixel umgewandelt.
 Unbrauchbare Pixel, die gerade nicht im Blickfeld sind bzw. überdeckt
sind, werden beim Z-Culling ausgeschlossen.
 Mit den TMUs wird auf die Geometriegitter eine Textur gelegt.
 Danach sind die Pixel-Shader noch für die Berechnung der Effekte
zuständig.
 Zuletzt werden feinere Effekte durch die ROPs berechnet.

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5. Wie funktioniert der Arbeitsspeicher?

a) Was ist seine Aufgabe?


 Der RAM-Speicher soll Daten temporär für die CPU
zwischenspeichern.
 Dabei handelt es sich entweder um Kopien von Daten der Festplatte
oder Zwischenergebnisse, die wiederverwendet werden müssen.
 Da er nur temporär speichert, ist er deutlich schneller als die
Festplatte, was seine Existenz im Computer bezogen auf seine
Aufgabe begründet.

b) Wie ist der RAM aufgebaut?


 RAM steht für „random access memory”. Damit ist gemeint, dass der
Zugriff auf jede einzelne Speicherzelle gleich lang dauert und somit ein
wahlfreier Zugriff, also „random“, auf die Daten ermöglicht wird.
 Man kann RAMs in zwei Gruppen aufteilen die volatilen VRAMs und
die nicht volatilen NVRAMs. Volatil übernimmt hier die Bedeutung von
„flüchtig“. Denn während die VRAMs „flüchtige“ Speicher sind, die ihre
Daten ohne Stromzufuhr verlieren, behalten NVRAMs ihre
Informationen, auch wenn sie mal nicht am Netzt angeschlossen sind.
 In Arbeitsspeicher werde aber nur VRAMs verwendet.
 Den VRAM kann man wieder weiter in SRAMS und DRAMs
unterteilen.
 Allgemein gilt, dass die Wordline bei angeschlossener Spannung der
Aktivierung des Speichers dient und die Bitline bei Verbindung mit dem
Speicher dem Schreiben oder dem Lesen von Daten diesnt.
 Der SRAM ist ein statischer Speicher, der mithilfe eines Flip- Flops
daten speichert, sehr schnell ist und auch bei gleichbleibender
Spannung Daten speichern kann. Jedoch gestaltet sich sein Aufbau
sehr komplex, sodass er sehr viel Platz verbraucht.
 Der DRAM ist sehr einfach aufgebaut und deshalb auch sehr klein.
Jedoch funktioniert er mittels eines Kondensators, der die Zustände
speichert, aber auch immer wieder aufgefrischt werden muss, um
seine Ladung nicht zu verlieren und deshalb die Spannung ca. jede 32
oder 64 Sekunden geändert werden. In der Zeit, in der diese
Auffrischung geschieht, kann die Schaltung nicht Speichern und ist
somit deutlich langsamer als ein DRAM.
 Aufgrund des geringen Platzverbrauchs nutzt man aber lieber DRAMs
als SRAMs.
 Schließt man nun mehrere DRAMs in eine Wordline erhält man eine
Speicherzeile/ Page.
 Mehrere Speicherzeilen bilden eine 2-dimensionale Matrix, die
Speicherfeld genannt wird.
 Mehrere Speicherfelder bilden eine Bank.
 Ein Speicherchip setzt sich aus verschiedenen Speicherbänken
zusammen.

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c) Wie werden Daten in eine Speicherzelle geschrieben oder von dieser gelesen
werden?
 Zuerst werden der richtige Chip und die richtige Bank direkt
angesprochen.
 Der Zeilendecoder findet dann mittels der Adresse die richtige Zeile
heraus, die dann aktiviert wird (Spannung wird angeschlossen).
 Daraufhin wird der Speicher aktiviert, indem die Spannung an der
Bitline gekappt wird und dafür an die Wordline angeschlossen wird.
 Nun ermittelt der Spaltendecoder mittels Adresse die richtige Position
in der Zelle gefunden.
 Dann wird die Datenleitung an die Bitline angeschlossen und Daten
können entweder durch Weiterleitung des Kondensatorzustands
gelesen oder der Zustand des Kondensators durch setzen einer neuen
Spannungzustandes gesetzt werden.
 Bei der Deaktivierung der Speicherzeile wird die Verbindung zur
Wordline gekappt und die zur Bitline wiederhergestellt, damit der
Zustand gehalten wird.
d) Was sind Latenzen?
 ES gibt vier Latenzen.
 Die erste steht dabei für die CL, die die Anzahl der Taktzyklen angibt
bis die daten vollständig ausgelesen sind.
 Die zweite wird tRCD genannt und gibt die Zeit an, die zwischen dem
Aktivieren einer Zeile und dem einer Spalte vergeht.
 Die dritte lautet tRP, die die Anzahl der Taktzyklen angibt, die bis zum
Erreichen der erforderten Ladung vergeht.
 Die letzte trägt die Bezeichnung tRAS und gibt die Zeit an, die benötigt
wird, bis ein Neuzugriff möglich ist. Rein rechnerisch stellt sich diese
aus der CL der tRP und einer gewissen Sicherheit zusammen.
e) Welche Besonderheiten gibt es?
 Es gibt auch noch den SDRAM, der synchron zum BUS taktet und
somit viel besser mit diesem interagiert.
 Außerdem gibt es von diesem noch eine Weiterentwicklung mit dem
sich eine doppelte Taktrate erzielen lässt, indem beim AN- und Abstieg
einer Taktflanke Daten übertragen werden (d.h. dass auch die 0 zum
Übertragen von Daten genutzt wird und Speicher aktiviert werden).
Deshalb ist dieser Speicher doppelt so schnell wie sein Vorgänger.

6. Wie funktioniert eine Festplatte?

a) Was ist eine Festplatte?


 Eine Festplatte ist ein magnetisches Speichermedium, bei dem Daten
auf rotierenden Scheiben gespeichert werden. Man nennt sie auch HD
oder HDD.
 Der Durchmesser der Scheibe wird hierbei in Zoll angegeben.
 Moderne HDDs sind 3,5 Zoll groß und stellen 6 TB zu Verfügung.

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b) Aus was setzt sich eine Festplatte zusammen?
 Die wichtigsten Komponenten einer Festplatte sind zum einen die
Platten und ihr Motor, zum anderen der Aktuator, der die Lese- und
Schreibköpfe auf den Platten bewegt.
c) Wie funktionieren Platten?
 Die rotierenden Platten enthalten die gespeicherten Informationen,
 Das Grundmaterial einer HDD muss nicht magnetisch sein, aber stabil.
Oft wird deshalb Glas als Grundmaterial verwendet.
 Darüber befindet sich eine Magnetische Schicht, die aus Eisenoxid
oder Kobalt besteht.
 In dieser Schicht befinden sich winzige magnetische Partikel, die eine
gewisse Polung besitzen.
 Früher befanden sich diese im liegenden Zustand im Material. Heute
im stehenden Zustand, wodurch die Speicherkapazitäten einer
Festplatte verfünffacht wurden.
 Oben drauf befindet sich eine schützende Kohlenstoffschicht, die die
magnetische Schicht vor Schaden bewahrt.
 Von solchen Platten befinden sich mehrere in einer Festplatte.
 Außerdem befindet sich das magnetisch speichernde Material auf
beiden Seiten, wodurch die Kapazität des Speicherns von
Informationen verdoppelt wird.
 Um nun den Zustand bestimmter verlangter Partikel abzurufen,
benötigt man ein Koordinatensystem.
 Die Plattenseiten werden deshalb von oben nach unten
durchnummeriert, sodass die richtige Platte gefunden werden kann.
 Um nun die Spur herauszufinden, auf dem sich der Block mit dem
magnetischen Partikel befindet, wird die Platte in Zylinder unterteilt, die
den Radius der Spur angeben. Da sich alle Platten untereinander
befinden, gelten diese Zylindernummern für alle gleich.
 Letztendlich muss nur noch der Sektor vorgegeben werden, der den
Winkel angibt, auf welchen sich der Block befindet.
 So kann ein Koordinatensystem erstellt werden und die Blöcke können
eindeutig adressiert werden.

d) Wie funktioniert der Aktuator?


 Es gibt für jede Seite einer Platte einen Kopf zum Auslesen und
Einschreiben von Informationen. Jedoch gibt es nur einen Aktuator,
der alle Köpfe zu gleich bewegt.
 Die Köpfe müssen aber einen exakten Abstand von 3nm zur
Plattenoberfläche haben, der mechanisch nicht erfüllbar ist. Deshalb
macht man sich die Physik zu Nutze und lässt die platte sich schnell
drehen, sodass die dadurch erzeugten Kräfte den Kopf dazu bringen,
genau 3nm abstand zur Platte zu halten.
 Der eigentliche Kopf ist ein Elektromagnet, dessen Feld durch die
entsprechende Plattenseite hindurchgeht.
 Sollen nun Informationen ausgelesen werden, bewegt der Aktuator
den Kopf an die richtige Position zur richtigen Zeit und aktiviert den
Elektromagneten.
 Wenn sich die Magnetisierung folgender Bits ändert, so wird in die
Spule des Elektromagneten Strom induziert, sodass

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Spannungsimpulse resultieren. Der Kopf erkennt damit magnetische
Änderungen, mit denen aber auf die einzelnen Zustände der Bits
schließen kann.
 Beim Schreiben wird ein Strom gleicher Stärke, aber anderer Polung in
die Spule des Kopfes gegeben. Dadurch ändert sich auch die Richtung
des Magnetfeldes und die magnetischen Partikel in den betroffenen
Blöcken werden umgepolt.
e) Welche Bestandteile gibt es noch?
 Neben dem Aktuator, den Platten und den Köpfen gibt es dann auch
noch den Controller, der die Lese- und Schreibvorgänge organisiert.
 Außerdem gibt es dann noch einen Cashe, der Daten
zwischenspeichert und somit die Datenrate erhöht.
f) Welche Angaben sind wichtig?
 Die datenrate gibt an, welche Mengen an Daten pro Sekunde
gespeichert werden können. Bei modernen Festplatten liegt dieser bei
150 MB/s.
 Zudem muss man auch die Zugriffszeit beachtet werden, die sich aus
2 verschiedenen Zeiten zusammensetzt.
 Die Spurwechselzeit, die angibt, wie lange der Aktuator braucht um
sich an die richtige Position zu bewegen und die Latenzzeit, die angibt,
wie lange es dauert, bis der gesuchte Sektor und der dem Kopf
erscheint.

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